Die Welt in völliger Dunkelheit schärften sich Dameraus andere Sinne. Man erkannte sofort, dass er das nicht zum ersten Mal machte. Der junge Agent wurde schon früh im Fechten unterrichtet und sein Lehrer war nicht nur sehr streng, sondern forderte seinen Schüler zum äußersten. Wie oft hatte Felix mit einer Augenbinde dagestanden und einen Schlag nach dem anderen ertragen müssen, ehe er es zum ersten Mal schaffte seinen Mentor zu blocken. "Du musst es an der Wärme spüren! Geister sind kalt. Wenn er dich von hinten angreift, ist der kalte Schauer in deinem Nacken die letzte Vorwarnung, die du noch bekommst, um dich zu verteidigen!" hallten die Worte seines Mentors noch immer in seinem Kopf. Diesen, man könnte sagen, sechsten Sinn, hat Felix so oft trainiert und geschärft, dass es ihm jetzt möglich ist, Violets Angriff zu parieren. Im letzten Moment hatte er seinen Degen gehoben und ihren Schlag abgeblockt. "Nicht schlecht." kommentierte er ihren Angriff und wandte sich dann ihr zu, wobei er nur erahnen konnte, wo seine Kollegin steht. "Du kannst es gerne noch eine Mal ver- …" sprach Felix weiter und brach dann mitten im Satz ab. Ein kalter Schauer zog sich über seinen Nacken und reflexartig drehte er sich zum Haus, zog dabei die Augenbinde ab und hob seine Degen, um bereit für einen Kampf zu sein. Doch da war kein Geist, jedenfalls konnte er keinen sehen. Ein angezogenes und grübelndes "Hmmmm" kam ihm über die Lippen, ehe er sich wieder an Violet wandte. Er konnte schwören, dass er für einen kurzen Augenblick die Präsenz eines Geistes gespürt hatte. Sie war schwach, doch der kühle Luftzug war da gewesen. "Vielleicht war es auch nur das; ein Luftzug." dachte er für sich, ehe er die Brünette ansprach. "Du hast nicht gerade zufällig etwas gefühlt oder gehört, oder?" fragte er sie, denn als Fühlende nahm man Geister noch stärker wahr.
"Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
Monkey D. Ruffy

Quelle
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