Shared Spaces - Charaktere
@Kiimesca
@Nao.nline
@Dark.wing
Die letzten sechs Wochen waren stressig und nervenaufreibend gewesen. Nik ist ständig zwischen dem kleinen Mitarbeiterraum in der Werkstatt und der Wohnung eines Freundes hinunter her gependelt und im Grunde wusste er am Morgen nie so wirklich wo er am Abend schlafen würde. Da er jedoch einzig und allein selbst für sein Schicksal verantwortlich war, konnte er leider keinem die Schuld geben. Immerhin hatte seine - nun - Ex-Freundin im angeboten in der gemeinsamen Wohnung zu bleiben bis er was neues finden würde, Nik hatte jedoch abgelehnt. Nicht das er ihr in irgendeiner Form sauer war, er hatte alle Punkte verstehen und nachvollziehen können die Roxana zu der Trennung getrieben hatten und in vielen sogar zugestimmt.
Ja er war in den letzten Monaten viel zu selten zuhause gewesen und ja er hatte sich auch rapide von ihr distanziert und er wusste, dass sein Verhalten über kurz oder lang zur Trennung führen würde und es war ihm zu dem Zeitpunkt mehr als egal gewesen. Es war nicht mal so, dass er sich währenddessen mit anderen getroffen hatte, obwohl das wahrscheinlich für Roxana noch am einfachsten zu verstehen gewesen wäre, immerhin wäre das eine Sache gewesen die man mit guter Kommunikation aus der Welt hätte schaffen können. Denn so hatten sie es sonst getan - geredet. So hatte ihre Beziehung die letzten vier Jahre wunderbar funktioniert. Wenn einer von ihnen ein Problem hatte, wurde darüber geredet und dann löste sich die Problematik meistens wie von selbst. Aber Nik wollte nicht redet, er wollte sich unter die dreckigen Motoren von Autos legen, lautstark alte Rockklassiker hören und die Bilder verdrängen die sich nun wieder seit einigen Monaten in seinen Kopf geschlichen hatten und ihm schlaflose Nächte bescherten. Es war also eigentlich vorherbestimmt, dass Rox sich irgendwann immer öfters mit der jungen Frau traf und Nik hatte nie ein Problem damit gehabt. Er hatte sich während ihrer Beziehung auch mit einigen getroffen, alles offen kommuniziert und es war nie ein Problem oder gar ein Streitthema gewesen. Rox hatte ihm sogar leid getan, als sie ihm beichtete, dass sie Gefühle für die junge Frau entwickelt hatte, obwohl sie das hätten vermeiden wollen, mit Tränen in den Augen und zittriger Stimme. Sie hatte sich tausend mal bei ihm entschuldigt, ihm gesagt, dass das so nicht geplant war und dass sie das nicht wollte und Nik, er konnte es irgendwo nachvollziehen. Sie hatten die letzten Monate eigentlich nur an einander vorbei gelebt, hatten sich meistens Tage lang nicht gesehen und wenn sie sich gesehen hatten, hatte er kein Wort geredet. Rox hatte ihm mit roten Augen versprochen sich von der Frau zu trennen und er hatte einfach nur lächelnd den Kopf geschüttelt. Er kannte Lianna, sie war eine wunderschöne junge Dame und er, da war er sich fast sicher, hätte sich bestimmt auch in sie verliebt wenn er genug Zeit mit ihr verbracht hätte.
Sie hatten sich am selben Abend noch getrennt, hatten den Abend jedoch zusammen verbracht. Nik hatte Roxanas Lieblingsfilm angemacht und gewarteten bis sie auf der Couch eingeschlafen war. Dann hatte er die wenigen Dinge die er besaß und brauchen könnte zusammen geräumt, in sein Auto gepackt und war zur Werkstatt gefahren. Das alte Feldbett im Mitarbeiterraum war zwar nicht sonderlich bequem, aber in der gemeinsamen Wohnung hätte er sich sicher Auge zugemacht. So verstrichen die Wochen. Rox hatte ihm immer wieder angeboten zurück in die Wohnung zu kommen und er hatte immer wieder abgelehnt. Vor einigen Wochen hatten sie noch die letzten Formalien geklärt, er hatte sich aus dem Mietvertrag streichen lassen und Roxana hatte ihm seinen Anteil von den gemeinsam gekauften Möbeln und Geräten überwiesen. Allgemein verlief alles unfassbar unkompliziert, es gab kein Streit, kein Anfauchen, keine Schuldzuschiebung, sie hatten genau so offen und ehrlich kommuniziert wie es noch in ihrer Beziehung der Fall war. Am Ende hatten sie sich umarmt, Nik hatte ihr alles gute gewünscht und er war gegangen.
Die einzigen Leute die daraus ein Thema machten, waren Niks Arbeitskollege, die sich seit der Trennung unentwegt das Maul darüber zerrissen. Warum er ihr denn so ohne weiteres die Wohnung überlassen hatte und das sie da sicher schon mit ihrem neuen Typen drin wohnte und obwohl er wusste, das Lianna wahrscheinlich in die Wohnung eingezogen war, nervten ihm die Behauptungen seiner Arbeitskollegen. Aber wie erklärte man zwei Typen die noch nie etwas von offenen oder gar polyamoren Beziehungen gehört hatten, das man gerade aus einer kam und mit allem vollkommen im reinen war? Er hatte einfach aufgehört sich diese Frage zu stellen und ließ die dummen Sprüche einfach über sich ergehen.
Glücklicherweise hatte sich das Thema mittlerweile, sechs Wochen nach der Trennung langsam aber sicher erledigt und so stand Nik, an sein Auto gelehnt vor dem Wohnblock in den er nun einziehen würde. Er wartete auf besagte Arbeitskollegen die ihm ihre Hilfe schon fast aufgezwungen hatten. Der Grieche hatte an sich nicht sonderlich viele Klamotten und er hatte die paar Kisten sicher auch ohne Probleme selbst tragen können, der einzige Grund warum er die Hilfe irgendwann angenommen hatte, war der Fakt das Conner einen kleinen Transporter besaß und es so dann doch einfacher war. Neben den paar wenigen Umzugskartons hatte Nik sich vor wenigen Tagen ein neues Bett gekauft und einige günstige Möbel. Er war zwar an sich eher pragmatisch veranlagt und brauchte es nicht viel, aber nach den Wochen Pendlei freute er sich auf eigene vier Wände die ein wenig mehr nach Zuhause wirkten. Artur und Conner waren wie immer zu spät. Mit heruntergelassenes Fenstern und viel zu lauter Musik bretterte der schwarze Transporter die Straße entlang und machte dann eine halbe Vollbremsung vor dem Chevrolet. Darüber konnte man echt nur den Kopf schütteln.
Schnell war der Wagen geöffnet, die Ware entsichert und Nik hatte sich schon den ersten Karton geschnappt um ihn ins zweite Stockwerk des Mehrfamilienhauses zu schleppen. Einige Stufen hinter ihm grölten die Stimmen der anderen beiden Männer durch die Flure und ließen ihm die Augen verdrehen. Hätte Nik sich in dem Moment vielleichtein wenig mehr um seine Umgebung gekümmert und ein ticken weniger um seine Arbeitskollegen wäre ihm sicher der jungen Mann aufgefallen der gerade aus einen der Türen kam und in den er, vollgepackt wie er nun mal war, rücksichtslos hinein lief.
@Kiimesca
@Nao.nline
@Dark.wing
Die letzten sechs Wochen waren stressig und nervenaufreibend gewesen. Nik ist ständig zwischen dem kleinen Mitarbeiterraum in der Werkstatt und der Wohnung eines Freundes hinunter her gependelt und im Grunde wusste er am Morgen nie so wirklich wo er am Abend schlafen würde. Da er jedoch einzig und allein selbst für sein Schicksal verantwortlich war, konnte er leider keinem die Schuld geben. Immerhin hatte seine - nun - Ex-Freundin im angeboten in der gemeinsamen Wohnung zu bleiben bis er was neues finden würde, Nik hatte jedoch abgelehnt. Nicht das er ihr in irgendeiner Form sauer war, er hatte alle Punkte verstehen und nachvollziehen können die Roxana zu der Trennung getrieben hatten und in vielen sogar zugestimmt.
Ja er war in den letzten Monaten viel zu selten zuhause gewesen und ja er hatte sich auch rapide von ihr distanziert und er wusste, dass sein Verhalten über kurz oder lang zur Trennung führen würde und es war ihm zu dem Zeitpunkt mehr als egal gewesen. Es war nicht mal so, dass er sich währenddessen mit anderen getroffen hatte, obwohl das wahrscheinlich für Roxana noch am einfachsten zu verstehen gewesen wäre, immerhin wäre das eine Sache gewesen die man mit guter Kommunikation aus der Welt hätte schaffen können. Denn so hatten sie es sonst getan - geredet. So hatte ihre Beziehung die letzten vier Jahre wunderbar funktioniert. Wenn einer von ihnen ein Problem hatte, wurde darüber geredet und dann löste sich die Problematik meistens wie von selbst. Aber Nik wollte nicht redet, er wollte sich unter die dreckigen Motoren von Autos legen, lautstark alte Rockklassiker hören und die Bilder verdrängen die sich nun wieder seit einigen Monaten in seinen Kopf geschlichen hatten und ihm schlaflose Nächte bescherten. Es war also eigentlich vorherbestimmt, dass Rox sich irgendwann immer öfters mit der jungen Frau traf und Nik hatte nie ein Problem damit gehabt. Er hatte sich während ihrer Beziehung auch mit einigen getroffen, alles offen kommuniziert und es war nie ein Problem oder gar ein Streitthema gewesen. Rox hatte ihm sogar leid getan, als sie ihm beichtete, dass sie Gefühle für die junge Frau entwickelt hatte, obwohl sie das hätten vermeiden wollen, mit Tränen in den Augen und zittriger Stimme. Sie hatte sich tausend mal bei ihm entschuldigt, ihm gesagt, dass das so nicht geplant war und dass sie das nicht wollte und Nik, er konnte es irgendwo nachvollziehen. Sie hatten die letzten Monate eigentlich nur an einander vorbei gelebt, hatten sich meistens Tage lang nicht gesehen und wenn sie sich gesehen hatten, hatte er kein Wort geredet. Rox hatte ihm mit roten Augen versprochen sich von der Frau zu trennen und er hatte einfach nur lächelnd den Kopf geschüttelt. Er kannte Lianna, sie war eine wunderschöne junge Dame und er, da war er sich fast sicher, hätte sich bestimmt auch in sie verliebt wenn er genug Zeit mit ihr verbracht hätte.
Sie hatten sich am selben Abend noch getrennt, hatten den Abend jedoch zusammen verbracht. Nik hatte Roxanas Lieblingsfilm angemacht und gewarteten bis sie auf der Couch eingeschlafen war. Dann hatte er die wenigen Dinge die er besaß und brauchen könnte zusammen geräumt, in sein Auto gepackt und war zur Werkstatt gefahren. Das alte Feldbett im Mitarbeiterraum war zwar nicht sonderlich bequem, aber in der gemeinsamen Wohnung hätte er sich sicher Auge zugemacht. So verstrichen die Wochen. Rox hatte ihm immer wieder angeboten zurück in die Wohnung zu kommen und er hatte immer wieder abgelehnt. Vor einigen Wochen hatten sie noch die letzten Formalien geklärt, er hatte sich aus dem Mietvertrag streichen lassen und Roxana hatte ihm seinen Anteil von den gemeinsam gekauften Möbeln und Geräten überwiesen. Allgemein verlief alles unfassbar unkompliziert, es gab kein Streit, kein Anfauchen, keine Schuldzuschiebung, sie hatten genau so offen und ehrlich kommuniziert wie es noch in ihrer Beziehung der Fall war. Am Ende hatten sie sich umarmt, Nik hatte ihr alles gute gewünscht und er war gegangen.
Die einzigen Leute die daraus ein Thema machten, waren Niks Arbeitskollege, die sich seit der Trennung unentwegt das Maul darüber zerrissen. Warum er ihr denn so ohne weiteres die Wohnung überlassen hatte und das sie da sicher schon mit ihrem neuen Typen drin wohnte und obwohl er wusste, das Lianna wahrscheinlich in die Wohnung eingezogen war, nervten ihm die Behauptungen seiner Arbeitskollegen. Aber wie erklärte man zwei Typen die noch nie etwas von offenen oder gar polyamoren Beziehungen gehört hatten, das man gerade aus einer kam und mit allem vollkommen im reinen war? Er hatte einfach aufgehört sich diese Frage zu stellen und ließ die dummen Sprüche einfach über sich ergehen.
Glücklicherweise hatte sich das Thema mittlerweile, sechs Wochen nach der Trennung langsam aber sicher erledigt und so stand Nik, an sein Auto gelehnt vor dem Wohnblock in den er nun einziehen würde. Er wartete auf besagte Arbeitskollegen die ihm ihre Hilfe schon fast aufgezwungen hatten. Der Grieche hatte an sich nicht sonderlich viele Klamotten und er hatte die paar Kisten sicher auch ohne Probleme selbst tragen können, der einzige Grund warum er die Hilfe irgendwann angenommen hatte, war der Fakt das Conner einen kleinen Transporter besaß und es so dann doch einfacher war. Neben den paar wenigen Umzugskartons hatte Nik sich vor wenigen Tagen ein neues Bett gekauft und einige günstige Möbel. Er war zwar an sich eher pragmatisch veranlagt und brauchte es nicht viel, aber nach den Wochen Pendlei freute er sich auf eigene vier Wände die ein wenig mehr nach Zuhause wirkten. Artur und Conner waren wie immer zu spät. Mit heruntergelassenes Fenstern und viel zu lauter Musik bretterte der schwarze Transporter die Straße entlang und machte dann eine halbe Vollbremsung vor dem Chevrolet. Darüber konnte man echt nur den Kopf schütteln.
Schnell war der Wagen geöffnet, die Ware entsichert und Nik hatte sich schon den ersten Karton geschnappt um ihn ins zweite Stockwerk des Mehrfamilienhauses zu schleppen. Einige Stufen hinter ihm grölten die Stimmen der anderen beiden Männer durch die Flure und ließen ihm die Augen verdrehen. Hätte Nik sich in dem Moment vielleichtein wenig mehr um seine Umgebung gekümmert und ein ticken weniger um seine Arbeitskollegen wäre ihm sicher der jungen Mann aufgefallen der gerade aus einen der Türen kam und in den er, vollgepackt wie er nun mal war, rücksichtslos hinein lief.