Our music will never die! [Dark.wing & Alea]

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    • Jesse musste sich ein Lachen verkneifen, als er das "Kompliment von Charles hörte, dass seine Schwester, bzw. ihr Kleid, funkelt. Um weiter ernst drein zu blicken, biss er sich auf die Zunge.
      "Danke!" kam es ehrlich von Belle, die sich über sein Kompliment freute. "Oh! Jetzt glitzerst du auch ein bisschen." musste sie nach der Umarmung feststellen und versuchte etwas von den glanzvollen Partikeln von Charles Hemd herunter zu wischen, was nur bedingt klappte. "Sorry. Aber man sieht es gar nicht." entschuldigte sich die Blonde sofort, mit einem verlegenen Lächeln auf den Lippen, dass man ihr kaum hätte böse sein können.
      Auf dem Weg zu Sporthalle riefen immer wieder ein paar Studenten Belle ein "Hallo" entgegen, gehörte sie doch zu den eher beliebten Personen. Ein paar Mädchen blickten auch verstohlen ihrem Halbbruder hinterher und Jesse konnte es auch nicht lassen, dem ein oder anderem "Girl", so wie er sie manchmal bezeichnete, keck zuzuzwinkern.
      Am Eingang zahlte dann jeder dein Eintrittspreis und bekam den Stempel aufgedrückt. Die Party war gut besucht, nur die Musik ließ gerade noch zu wünschen übrig, doch das änderte sich so gleich, als die DJane auftrat, die sofort die Menge mit ihren Sprüchen anheizte.
      "Wollt ihr etwas trinken?" fragte Jesse an seine Schwester und Charles gewandt und zeigte auch mit der Hand zu der Bar. "Ich hole uns was." bot er an und nach dem jeder seinen Getränkewunsch ihm verraten hatte, zog er auch schon los.
      "Tanzt du Charles?" fragte dann Belle den Violinisten und ohne dass er eine Chance bekam, zog sie ihn auch schon mit auf die Tanzfläche. Sie blieb mit ihm aber eher am Rand und bewegte sich eher nur schaukeln zu der Musik hin und her. "Diese JB ist echt gut. Sie hat schon einige Male auf den Uni-Partys aufgelegt und wenn die Gerüchte stimmen, dann sogar auch schon in Clubs hier in der Stadt." erzählte sie Charles, was sie so von der DJane wusste. "Hörst du überhaupt solche Musik?" wollte sie dann von ihm wissen, ehe Jesse wieder bei ihnen auftauchte, mit je dem gewünschten Getränk in der Hand. "Wisst ihr was cool wäre, wenn statt 'nem DJ eine richtige Band dort auf der Bühne stehen würde." platzte es dem Drummer so heraus, nach dem er einen ordentlichen Schluck von seinem Bier genommen hatte. Klar, die Musik hier gefiel ihm auch, doch live Musik fühlt sich einfach anders an.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • Charles wirkte ein wenig verwirrt als Belle ihn ohne auf seine Zustimmung zu warten direkt auf die Tanzfläche zog. „Nein.“ meinte er ein wenig verspätet und blieb recht steif stehen. Er hatte noch nie getanzt. Nicht Mals als Kind. Allgemein werden wohl viele sagen, dass er eine recht traurige und eintönige Kindheit hatte und wenn er sich Jesse und Belle so anschaute, stimmte das vielleicht sogar.

      Er nickte leicht, als Belle ihm über die viel zu laute Musik schon fast ins Ohr schrie damit er sie verstehen konnte. Trotzdem verstand er nur ungefähr die Hälfte. Um nicht unhöflich zu wirken nickte er trotzdem verstehend. Belle hatte recht, die junge Frau war gut, sie schien genau zu wissen was sie tat. Den nächsten Satz verstand er besser. Belle fragte ihn nach seinem Musikgeschmack, beziehungsweise ob er diese Art von Musik überhaupt hörte - tat er nicht. Er hatte mit elektronischer Musik keine Berührungspunkt, aber vielleicht änderte sich das ja nach diesem Abend. Bis dato war er in den vier Wänden seines Elternhauses gerade zu eingesperrt gewesen, nun war er frei, hatte Freunde und konnte neue Erfahrungen machen, auch wenn er diese Art von Erfahrung tatsächlich nicht wirklich gebracht hätte - zu viele Menschen.

      Als Jesse ihm sein Getränk in die Hand drückte lächelte er den Drummer dankend an. Jesse hatte recht, eine Liveband wäre auch mehr nach seinem Geschmack gewesen. Oder eine Kombination von beidem. Die elektronischen Töne motivierten die Menschen zum tanzen, man hatte plötzlich viel mehr Möglichkeiten mit Musik als nur die Musik an sich. „Jesse.“ sprach er den Drummer über die laute Musik direkt an. „Ich kenne mich da nicht aus, aber weißt du ob es eine Kombination aus Elektronischer und handgemacht Musik gibt? Also als Live Variante. Vielleicht wäre das eine Idee. Durch solche Gerätschaften kann man ganz neue Töne erzeugen die auf einer Bühne nochmal ganz anders rüber kommen würden. Ich rede nicht von späterer Bearbeitung sondern von dem live spielen auf der Musik auf der Bühne.“
    • Belles Offenheit und Energie, konnte bestimmt auf jemanden, der eher introvertiert ist wie Charles, bestimmt sehr überwältigend und fast schon einschüchternd wirken. Und das vergaß die Blonde auch oft, doch sie riss sich zum Glück für ihren neuen Freund schnell wieder zusammen, damit er nicht von ihr mitten auf die Tanzfläche gezogen wurde.
      Durch die laute Musik und auch die anderen Gäste, die natürlich auch miteinander reden wollte, war es schwer sich zu verständigen, doch irgendwie bekam Charles doch zum größten Teil mit, was Belle ihm so sagte und auch fragte. Sie meinte, ein Kopfschütteln gesehen zu haben, dass er nicht solche Musik, wie hier auf dieser Party hörte. Da fragte sie sich natürlich, ob ihm das überhaupt gefiel, schließlich beschäftigt er sich ja ehe mit klassischer Musik.
      Belle selber, hört fast jedes Genre, wobei Rock natürlich ganz oben auf ihrer Liste stand. Da war es ihr auch egal, in welcher Sprache der Text ist, solange die Musik dieses kribbeln in ihren Finger auslöste, weil sie unbedingt den Riff nachspielen will.
      Dankend nahm Belle die Coke entgegen, die Jesse ihr mitgebracht hatte und trank sofort einen Schluck. "Das wäre mal was anderes, denn bis jetzt war auf jeder Party immer nur ein DJ." stimmte sie ihrem Bruder zu. Der Traum wäre es natürlich, wenn sie selber dort auf der Bühne stehen könnten und Belle blieb auch optimistisch, denn sie sah keinen Grund dafür, wieso das nicht ein mal passieren sollte.
      Als Charles dann seine Frage an Jesse stellte, sah nicht nur der Blonde ihn verwundert, ja fast schon fassungslos an, sondern auch Belle bekam große Augen. "Du nimmst mich jetzt doch auf den Arm, oder?" fragte der Drummer nach, doch dem schien nicht so zu sein. Also packte Jesse den Violinisten an der Schulter und zog ihn wieder mit nach draußen. Für sein Vorhaben brauchte er eine ruhigere Umgebung.
      Vor der Halle wurden sie von einer angenehmen Brise empfangen und aus seiner Jackentasche, holte Jesse ein paar In-Ear-Kopfhörer hervor und drückte beider davon Charles in die Hände. "Anziehen!" forderte er ihn direkt auf und zückte dann sein Handy. Schnell war die Musik-App aufgerufen und sobald Charles die Stöpsel in seinen Ohren hatte, spielte Jesse auch schon den ersten Song ab. Es war quasi ein Klassiker: Numb von Linkin Park, wo man direkt am Anfang den elektronischen Einfluss hören konnte. "Der Hammer, oder?" grinste er den Violinisten einfach an und spielte gleich den nächsten Song ab. Dieses Mal war es ein Lied, von einer eher neueren Band, die Jesse erst vor kurzem für sich entdeckt hatte: Siamese mit The Shape of Water. Er mochte den "synthlastigen" Bass und wie die Gitarren dann später so richtig hart reinkamen. Als auch der Song zu Ende war, sah der Drummer Charles erwartungsvoll an. Damit sollte seine Frage sich doch erledigt haben, oder?
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    • Charles verstand die plötzliche Verständnislosigkeit des Drummers nicht wirklich. Warum sollte er den Blonden auf den Arm nehmen wollen? Allein von der körperlichen Leistungsfähigkeit wäre das schon schwer für den Violinisten, ohne dass man die Menschenmassen hier mit einbeziehen würde. Nun war es an Charles seines Gegenüber mit einer Verständnislosigkeit zu begutachten die eher einem verwirrten leeren Blick glich. „Ich weiß nicht ob es dir noch nicht aufgefallen ist, aber ich wäre wohl kaum im Stande dazu dich auf den Arm zu…“ weiter kam er nicht, da packte Jesse ihn schon an der Schulter und zog ihn wieder aus der Sporthalle raus. Immer noch ein wenig perplex starrte er den Älteren mit einem Unverständnis in den Augen an, welcher schon fast noch stechender war als die vorherige Verwirrung. Wie Jesse es von ihm verlange steckte er sich die Kopfhörer in die Ohren, das war, das erste Mal, dass er Kopfhörer in den Ohren hatte. Seine Eltern hatten immer gemeint, damit würde er sich sein Gehör zerstören und für Charles war sein Gehör das aller wichtigste, immerhin verdiente er damit sein Geld.

      Das Lied, welches daraufhin durch die Kopfhörer in seinen Verstand drang kannte er nicht, aber nach dem ersten Refrain konnte er den zweiten schon fast fehlerfrei Mitsingen. Die Töne verwandelten sich vor seinem inneren Augen in eine Abfolge von Noten und ohne dass er es bewusst machte, hatte er schon fast die gespielte Gitarre komplett geschrieben vor sich liegen. Mittlerweile passierte das bei ihm automatisch. Der Drang ein Song nachzuspielen hatte sich in den vergangen Jahren verstärkt und war zu einem Teil seiner selbst geworden.

      Charles nickte, als die beiden Lieder zuende waren und er die Kopfhörer wieder raus nahm. „So was in der Art meine ich.“ meinte er, nachdem er sich räusperte. „Wer war das? Kennt man die?“ das er Jesse gerade gefragt hatte, ob man Linkin Park kennen würde, war ihm nicht bewusst. Er kannte die Band nicht, aber das war wohl auch kein Wunder.

      „Fragt du sie, ob sie mit uns spielen möchte?“ die Doppeldeutigkeit seiner Worte stellte er nicht in Frage. Wahrscheinlich war sie ihm nicht mal bewusst. Genau so wenig wie ihm das Sprichwort von Jesse bewusst gewesen war.
    • Einen doch sehr verwirrten Blick warf Jesse Charles zu, als dieser plötzlich meinte, er könne ihn nicht hochheben. Meinte er das etwa ernst? Er hatte ihn zwar nicht ausreden lassen, doch verstand schon, was er damit meinte. Ob der Violinist diesen Ausdruck nicht kannte? Oder gehörte er gar zu denen, die keine Ironie verstehen konnten? Egal, darüber konnte sich der Drummer vielleicht später Gedanken machen. Jetzt war es viel wichtiger, den musikalischen Horizont des Brünetten zu erweitern!
      Gespannt wartete er darauf, was Charles zu der Musik sagte. Das war mal was ganz anderes, als das, was er bestimmt eher gewohnt ist. Jesse hatte sich dann doch mehr Emotionen von dem jungen Mann er hofft, der eher ruhig meinte, dass es genau das ist, was er meinte.
      "Bitte WAS? Du kennst Linkin Park nicht?! LINKIN PARK?!" Der Blonde konnte es nicht fassen. Dieser Kerl muss unter einem Stein leben, anders konnte er sich das wirklich nicht erklären.
      "Linkin Park gibt es schon über 10 Jahre. Und du hast wirklich noch nie von denen gehört? Die haben eine ganze Generation geprägt und auch die Rockszene!" konnte es Belle auch nicht glauben, dass ihr neuer Freund, die weltberühmte Band nicht kannte.
      "Sie? Meinst du die DJane? Klar, ich geh’ einfach zu ihr hin und frag sie, ob sie mit uns in der Gagrage ein paar Songs spielen möchte." kam es eher leicht sarkastisch über Belles Lippen, die nicht ganz wahrnahm, dass Charles das wohl ernst meinte.
      "Bevor die mit dir "spielt" brauchst du erst einmal musikalische Nachhilfe. Welche Rockbands kennst du überhaupt? Welche anderen Musikrichtungen hörst du noch? Oder kennst du wirklich nur Mozart, Beethoven und Goethe?" fragte Jesse, woran man erkennen konnte, dass er sich mit klassischer Musik nicht wirklich auskennt.
      "Hast du Spotify oder so? Ich stell’ dir mal eine Playlist zusammen, die dir die Ohren wegblasen wird. Da vergisst du ganz schnell, diese Puderquasten." bot der Drummer auch gleich seine Expertise an.
      "Oh! Ich will dir auch eine Playlist zusammenstellen! Und du kannst mit gerne auch eine kreieren. Mich würde es schon interessieren, was du sonst so für Musik hörst." war Belle begeistert von der Idee ihres Bruders.
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    • Charles schaute seinen Gegenüber mit einem ausdruckslosen Blick an. „Jesse.“ sagte er ruhig, fast schon emotionslos. „Die Band wird mir nicht mehr oder weniger bekannt sein, wenn du mir ihren Namen immer wieder lauter entgegen rufst.“ meinte er und wandt sich dann zu Belle. „Und auch das wird mir ihre Bekanntheit nicht ins Gedächtnis rufen.“ erinnerte er die Gitarristin an seine Wissenslücke. „Die Band könnte es auch schon seit 20 Jahren geben und trotzdem werde ich sie wohl nicht kennen.“ Dann wandte er sich wieder Jesse zu, der wohl nicht ganz an seine Idee glaubte, was Charles jedoch entweder egal war oder - sehr viel wahrscheinlicher - bekam er den sarkastischen Ton einfach nicht mit. „Okay.“ meinte er mit einem leichten Nicken. „Ich wusste nicht, dass das so einfach geht. Ich dachte es würde als gesellschaftlich non-normativ erachtet werden, einfach so jemanden anzusprechen, aber wenn ihr sagt, dies sei nicht der Fall, dann habe ich mich wohl geirrt.“ Charles schien wohl die einzige Person in ihrem Trio zu sein, der von einer Idee überzeugt war. So schwer konnte es ja nicht sein, jemanden für die Band zu gewinnen. Er war der Meinung, dass wenn jemand schon gerne Musik machte, warum dieser jemand nicht nicht gerne in ihrer Band wäre.

      Bei Jesses Einwurf zog er verwirrt die Augenbrauen zusammen. „Ich glaube nicht, dass du in der Position bist mir ‚musikalische Nachhilfe‘ zu geben, vor allem da du offensichtlich der Auffassung bist dass der deutsche Dichter Johann Wolfgang von Goethe neben seinen Bücher auch noch Musik gemacht hat.“ Die Worten ‚musikalische Nachhilfe‘ setzte Charles symbolisch mit seinen Fingern in Anführungszeichen um seine Meinung gegenüber Jesse noch Mals ein wenig zu unterstreichen. „Außerdem scheinst du ein wenig musikalische Nachhilfe zu brachen. Allem Anschein nach ist dir nicht bewusst, dass es ohne diese Puderquasten - wie du sie nennst - ganz viele Genres der modernen Musik gar nicht geben würde, aber immerhin kennst du Mozart und Beethoven, ich habe also noch Hoffnung für dich.“ obwohl seine Worte vielleicht nach Sarkasmus klingen könnten, sagte seine Tonlage was anderes. Vielleicht war das jedoch tatsächlich einfach nur ein jämmerlicher Versuch sich an dem rhetorischen Stilmittel zu versuchen.

      „Ich finde es aber durchaus interessant, dass du - obwohl wir schon zusammen Rock-Klassischer gespielt haben - immer noch der Meinung bist, dass mein musikalischer Horizont nur von ‚Puderquasten‘ geprägt ist.“
    • "Der will mich doch verarschen." knurrte der Drummer seiner Schwester leise zu, als Charles so ruhig und unbeeindruckt blieb. In Jesses Augen war das schon fast arrogant und überheblich, aber den Spruch verkniff er sich lieber.
      "Ganz ruhig, Bruderherz. Ich denke, er hat wirklich null Ahnung und so wie es aussieht, hat er es auch nicht so mit Ironie oder mit der Umgangsprache." blieb Belle eher gelassen, da sie das doch etwas amüsierte. Sie hielt den Blonden auch an seiner Jacke etwas fest, damit er nicht einfach davon stürmte oder sonst einen Blödsinn machte.
      "Klar ist das so einfach. Geh doch gleich zu ihr hin und frag sie." entgegnete Jesse dem Violinisten und ließ in wissentlich vielleicht gleich auflaufen. Wer weiß, dann lernt er wenigstens daraus. Seine Schwester fand das wiederum nicht so komisch und knuffte, mit ihrem Ellenbogen, ihm in die Seite. Dabei erntete er einen bösen Blick. "Belle, kommt bestimmt mit dir mit." grinste Jesse nur frech die beiden an. Er würde sich das Spektakel dann vom Weiten ansehen.
      "Er will mich doch verarschen!" wurde der Drummer jetzt lauter, als es um sein Wissen um Musik ging. "Tja, im Gegensatz zu dir sagen mir die Namen wenigstens etwas, aber du kennst nicht mal Linkin Park. Also wer hat hier keine Ahnung!" brauste Jesse auf und baute sich zu seiner ganzen Größe auf. "Er meint das bestimmt nicht so." versuchte Belle ihn wieder zu beruhigen, doch da drehte sich der Blonde einfach um und ging. Er war sauer und bevor er noch etwas tat, dass er später bereuen würde, trollte er sich lieber und holte sich ein weiteres Bier. Vielleicht fand er ja auch eine Ablenkung, in Form einer heißen Studentin.
      "Jesse. Jesse, jetzt bleibe doch!" rief Belle ihren Bruder hinterher, hielt ihn aber nicht auf. Mit einem tiefen Seufzer wandte sie sich dann an Charles und sah ihn ernst, aber auch etwas besorgt an. So einer wie er ist ihr noch nie begegnet. "Er ist sauer. Aber keine Sorge, das legt sich wieder." erklärte sie Charles, was gerade los war. "Sollen wir das jetzt mit den Playlisten machen? Oder willst du die DJane gleich fragen?" wollte sie von ihm wissen, was er gerne tun würde.
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    • Charles schaute Jesse etwas verwirrt hinter her, bevor er sich wieder Belle zu wandte. „Hab ich etwas falsches gesagt? Ich wollte ihn nicht verärgern.“ stellte er klar. Seine Schulter sanken ein Stück nach unten, es hätte nur noch gefehlt dass er leise aufseufzte, aber auch so erinnerte seine Erscheinung eine einig an einen geschlagenen Hund der traurig zurück in sein Körbchen trabte. „Ich dachte nur, er schien kein großes Wissen über die klassische Musik zu haben und…ich wollte ihn wirklich nicht verärgern.“ in Charles Kopf schien das alles logisch, Jesse‘s musikalisches Wissen schien bei Mozart und Beethoven aufzuhören und immerhin beschäftigte Charles sich schon sein ganzes Leben mit klassischen Musikern, nicht ohne Grund spielte er die erste Geige in einem nicht geraden kleinen Orchester, was nicht hieß, dass sein modernes Musikwissen nicht ausbaufähig war, das wollte er definitiv nicht damit sagen.

      Als die Gitarristin hin bestätigte, dass er seinen neuen Freund anscheinend tatsächlich verärgert hatte nickte er leicht. „Ich wollte ihn wirklich nicht verärgern. Im Grunde hat er ja recht, im Gegensatz zu mir kennt er sowohl moderne als auch klassische Künstler, obwohl er wohl kaum Größen wie Wagner, Corelli und Dukas kennt, kennt er immerhin welche…“ Das ihm Entschuldigungen nicht lagen, merkte man wohl nur zu deutlich. Generell die zwischenmenschliche Kommunikation fiel ihm deutlich sichtbar viel schwerer als anderen jungen Erwachsenen in seinem Alter. „Sagst du ihm bitte, das es mir leid tut und dass ich ihn nicht verärgern wollte?“ fragte er Belle mit einem leichten Ausdruck eines hoffnungsvollen Blick in seinen Augen. Er wollte nicht sofort wieder die beiden Freunde verlieren die er gerade erste gefunden hatte. „Glaubst du es würde Jesse in seiner Stimmung erheitern wenn wir die junge Dame in unsere Band holen? Ich meine, er scheint die Musik der Band ja zu mögen, mit einer Person die diese Art von Musik elektronisch hervorbringen kann, könnten wir ein ähnliches Genre kreieren. Vielleicht verzeiht er mir dann ja, dass ich ihn verärgert habe.“ Manchmal war man sich bei Charles wohl nicht ganz sicher wie alt er eigentlich war. In dem einen Moment wirkte er wie ein kleiner Junge der noch nicht ganz verstanden hat was denn gesellschaftlich akzeptabel war und im nächsten Moment rede er wie ein alter Mann der nicht aus der Moderna stammte.
    • „Ich denke, es hat ihn schon etwas gekränkt, als du gemeint hast, er hätte keine Ahnung von Musik.“ erklärte Belle dem Brünetten, wie sie die Situation einschätzte. „Mach dir keine Sorgen. Jesse wird sich schon wieder beruhigen und wenn du ihm ein Bier oder Drink ausgibst und dich ehrlich bei ihm entschuldigst, ist auch schon wieder alles okay.“ versicherte sie Charles. Eines wusste die Blonde ganz genau, dass ihr Bruder nicht ewig auf einen böse war.
      „Wie wäre es dann, wenn ihr euch einander Nachhilfe darin gebt. Du kannst ihm ja mehr von deiner klassischen Musik zeigen und Jesse stellt dir ein paar coole Rockbands vor.“ schlug sie dem Violinisten vor, wie er mehr andere Musik kennenlernen kann und somit auch ihren Bruder mehr kennenlernte. Umgekehrt natürlich auch, bestimmt würde es dem Drummer auch gut tun, wenn er aus seinem Rabbit hole herauskommt und auch anderer Musik eine Chance gibt.
      „Du musst es ihm schon selber sagen, dass es dir leid tut. Alles andere würde Jesse nicht akzeptieren.“ ließ sie ihn wissen, dass es besser wäre, wenn sich Charles persönlich bei dem Drummer entschuldigte. Da kannte sie ihren Bruder dann doch zu gut, dass er so etwas als Entschuldigung nicht anerkennen würde.
      „Oh wow, Charles. Drückst du dich immer so formell und geschwollen aus? Bei mir kannst du ganz locker sein.“ musste Belle dann doch bei seiner Wortwahl etwas schmunzeln. „Ich weiß nicht, ob wir die DJane überzeugen können in unsere Band zu kommen, aber fragen kostet ja nichts und vielleicht können wir für den Anfang auch nur anbieten, einfach mal ein bisschen mit uns zu jammen.“ überlegte sie laut und sah dann wieder zu dem DJ-Pult. „Wenn sie Pause macht, gehen wir gleich zu ihr hin und fragen sie.“ schlug sie Charles vor und lauschte bis dahin weiter der Musik.

      Während Belle und Charles also eine Möglichkeit abwarteten, die DJane anzusprechen, hatte sich Jesse sich ein Bier besorgt und flirtete gerade mit einer Kunststudentin. Sie sprachen auch über Musik und man sah der jungen Frau direkt an, dass sie Rockmusik hörte. Cindy, so wie sie sich dem Drummer vorgestellt hatte, besitzt einen Kurzhaarschnitt der knall Rot gefärbt war. Ihre Ohren waren mit einigen Ohrringen geschmückt und auch ihre Nase zierte ein kleiner Piercing in Form eines Steckers mit einem glitzernden Steinchen darauf. Doch am ehesten erkannte man es daran, dass ihr Körper von einigen bunten und schönen Tattoos bedeckt war.
      Eine Beziehung wollte Jesse gerade nicht, wollte er sich voll und ganz auf seine Musikkarriere konzentrieren. Doch das bedeutete nicht, dass er keinen Spaß haben konnte und auch Cindy schien mehr an Spaß interessiert zu sein, als alles andere.
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    • Charles nickte verstehend. „Hilft es wenn ich sage, dass ich den Sachverhalt so gar nicht ausdrücken wollte…ich bin nicht gut in diesem ganzen rhetorischen Mitteln, vor allem Sarkasmus und Ironie fallt mir verhältnismäßig schwer.“ versuchte er die Situation irgendwie nochmal zu retten, was wohl kaum mehr möglich war. Die Idee mit der gegenseitigen Nachhilfe schien ihm jedoch gut zu gefallen, jedenfalls nickte er bei dem Vorschlag motiviert. „Ich denke, wir könnten viel von einander lernen. Musik ist ein so breitgefächerter Bereich, da ist es sicher vom Vorteil viele verschiedene Teilbereiche durchleuchten zu können um die Materie im gesamten besser zu verstehen.“

      Charles warf Belle einen verwirrten Blick zu. Formell und geschwollen? Er fand er redete ganz normal, so wie seine Eltern es ihm beigebracht hatten oder so wie die Leute in einigen der Bücher ebenfalls redeten die er laß. Dass besagte Bücher nicht unbedingt aktuelle Literatur waren, war wohl vorhersehbar. Aber viele Leute die er kannte, drückten sich formeller aus, jeden falls in den Kreisen in denen sich seine Eltern befanden. „Ich verstehe nicht ganz was du mit ‚ganz locker‘ meinst. Ich bin durchaus entspannt in deiner Gegenwart.“

      Mit den Augen verfolgte er die junge Stundeten auf der Bühne, die schon bald eine kurze Pause ankündigte. Als sie von der Bühne trat nutzte Charles direkt den Moment und folgte ihr zur Bar auch wenn er penibel genau darauf achtete nicht von an deren Menschen berührt zu werden. Er hatte sich keinen besonderen Plan zurecht gelegt. Charles würde einfach zu ihr hin gehen und sie fragen ob sie bei ihrer Band mitspielen wollte. „Verzeihung. Darf ich stören?“ fragte er so höflich wie es ihm seine Eltern beigebracht hatten und versuchte ein - hoffentlich - sympathischen Lächeln aufzusetzen. „Hey. Klar, ich bin Jean.“ Vom nahen sah sie noch hübscher aus als auf der Bühne. Kurze Haare die ihr frech ins Gesicht fielen und durch die verschiedene hellen Strähnen und Highlights Dimension und Volumen bekamen. Wachsame grüne Augen die in dem dumpfen Licht wie Smaragde strahlen und Charles mit einer Freundlichkeit empfangen die dem jungen Musiker bis dato fremd war. Selbst trotz der Beleuchtung konnte man die kleinen und größeren Sommersprossen auf ihrem Gesicht fast schon zählen auch wenn man damit sicher Stunden beschäftigt wäre. Sie trug kein MakeUp, jedenfalls würde Charles behaupten dass sie keins tragen würde, aber selbst wenn, er würde es wahrscheinlich auch nicht mal merken wenn sie es täte.

      „Charles.“ stellte sich der Violinist knapp vor. „Möchten Sie bei uns in der Band mitspielen? Jesse…“ Charles suchte in der Menge an dem Drummer und zeigte dann zur Veranschaulichung mit dem Finger auf ihn, als er den jungen Mann an der Bar entdeckt hatte. „Ist ein großer Linken Park Fan und ich dachte, mit Ihrem Engagement in der elektronischen Musik könnten wir ein ähnliches Genren anschlagen. Er ist ein hervorragender Drummer und steckt sein genaues Herzblut in die Musik. ich würde ihm sein Wunsch gerne erfüllen. Und seine Schwester Belle ist wirklich fanatisch an der Gitarre, ich glaube mit ihrer Hilfe könnten wir wirklich gute Musik machen.“ Platze er direkt mit der Sprache raus. Höflichkeiten waren definitiv nicht seine Stärke, dass er jedoch beim sprechen sowohl Jesse als auch Belle in den höchsten Tönen lobte, schien er gar nicht mitzubekommen.

      Jean schaute ihren Gegenüber etwas perplex an bevor sie verlegen auflachte. „Ich dachte wir waren schon bei den Vornamen.“ grinste sie. „Aber klar, warum nicht. Ich würde mir eure Band auf jeden fall mal anschauen.“ Charles hatte erwartet deutlich mehr Überredungskunst anwenden zu müssen, dementsprechend verwirrte schaute er die junge DJ an. „Das wird Jesse sicher erfreuen.“ Das Jesse an seinen Vorschlag nicht wirklich glauben geschenkt hatte ignorierte Charles gekonnt.
    • "Das alles kannst du ihm ruhig sagen." stimmte Belle Charles zu, der auch ihren Vorschlag annahm, sich musikalisch mit Jesse etwas mehr auszutauschen. "Oh." kam es dann betroffen von der Blonden, als der Violinist ihr auch offenbarte, dass er weder Sarkasmus noch Ironie nicht wirklich heraushören konnte. "Ich - ähm, versuche darauf zu achten." gab sie doch peinlich berührt von sich, da sie sich daran erinnerte, dass ihr Bruder und sie schon einiges an Sarkasmus genutzt haben, während sie mit Charles sprachen.
      "Bist du das?" hakte sie dann schmunzelnd nach, als der Brünette meinte, er wäre doch ganz locker. "Hmm, vielleicht weil du so gar keinen Slang oder so in deinem Sprachgebrauch hast. Also, wenn du dich hier so umhörst, spricht keiner so wie du." versuchte sie ihm zu erklären, was sie damit genau meinte. Das meinte Belle auch gar nicht böse, doch fiel das doch auf.

      Als dann die DJane eine Pause einlegte, ging Charles auch ohne Umschweife direkt zu ihr, was die Blonde doch sehr beeindruckte und folgte ihm direkt zur Bar. Er sprach sie auch direkt an und stellten sich einander vor, so erfuhr Belle, dass die junge Frau Jean heißt. Sofort dachte sie daran, dass man daraus "DJean" machen könnte, anstatt der typische Name "DJane" für weibliche Disco-Jockeys. Von nahen erkannte auch Belle, dass es sich bei Jean um eine natürliche Schönheit handelte. Sie trug natürlich Make-up, doch wirkte das zu gekünstelt und betonte besonders ihre strahlend grünen Augen.
      Belle fiel dann fast die Kinnlade herunter, als Charles sie einfach so fragte, ob sie denn nicht in ihrer kleinen Band mitspielen würde. Und noch mehr überraschte sie es, dass Jean quasi zusagte, um sich mal die Band anzuschauen.
      "Äh, Hi Jean. Ich bin diese besagte Belle und Jesse ist mein älterer Bruder." stellte sie sich auch direkt vor und war immer noch total davon geflasht, wie Charles hier so selbstbewusst vorgegangen war. Sein Kompliment an sie und Jesse entging ihr natürlich nicht und es überraschte sie dann doch ein bisschen, dass er doch so viel von ihnen und ihrer musikalischen Begabung hielt. Das hatte sich gestern nicht so angehört. Charles ist schon ein komischer Kauz.
      "Wie wäre es, wenn meinen Bruder dir auch gleich vorstellen." schlug die Blonde sofort vor und hatte ihn auch schon bei der Bar entdeckt. "JESSE!" rief sie ungeniert nach ihm und winkte ihm wild zu. Was hier gerade passiert war, konnte sie noch immer nicht so richtig begreifen.

      "Hey, ich glaube, da will jemand was von dir." wurde der Drummer von seinem Flirt angesprochen, als sie die winkende Belle entdeckte und wie sie den Namen ihres Gegenübers so laut ausrief, dass sie es trotz der Musik hören konnte. "Krasses Organ." meinte Cindy sichtlich beeindruckt und musste etwas schmunzeln, als Jesse eher genervt wirkte und mit seinen Augen rollte.
      "Boa, was will die denn jetzt schon wieder?" seufzte er grummelig und drehte sich dann auch endlich zu seiner Schwester um. Neben ihr entdeckte er auch direkt Charles und dann war da noch jemand. "Was?" kam es unglaublich über seine Lippen, als der Blonde die DJ erkannte, die bei den beiden stand. Belle wirkte auch sehr hibbelig und hörte einfach nicht auf damit, ihn zu sich zu winken. "Hey, sorry Cindy. Ich glaube, ich muss da mal kurz hin. Wir sehen uns, du hast ja meine Nummer." entschuldigte er sich beider Kunststudentin und zwinkerte ihr noch kurz zu, ehe er sich auf den Weg machte und nur wenige Momente später vor den dreien stand.
      "Ich hoffe, es ist wichtig." gab er brummend von sich und schenkte dabei Charles nur einen kurzen Seitenblick, da er immer noch sichtlich beleidigt war. Er sah dann fragend in die Runde, weshalb er denn jetzt so dringend zu ihnen stoßen musste. Seine Schwester sah dabei aus, als würde sie gleich vor Freude platzen, doch sie wollte er Charles überlassen, die freudige Nachricht zu verkünden.
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    • „Das ist Jean, sie hat sich bereit erklärt mit uns Musik zu machen.“ kam Charles direkt zum Punkt. „Mit ihr könne wir Musik wie LinkenPark machen.“ Man hätte vielleicht erwartet, dass sich Charles monotone Stimme bei dem Inhalt etwas begeisterter anhörte, tat sie jedoch nicht. Sie klang immer noch so gefühllos und kalt wie sonst. Seine Augen strahlten jedoch eine ganz kleine Hoffnung aus, die selbst die kalte Mauer nicht überschatten konnte. Er hatte tatsächlich die Hoffnung, dass Jesse ihm nun das vorher gesagt nicht mehr ganz so übel nahm. Immerhin mochte der Drummer LinkenPark und er hatte sich nun dafür eingesetzt, dass sie ähnliche Musik machen konnte. Für Charles war das eine Art Friedensangebot und außerdem wollte er sich sehr dringend diese Art von Musik machen.

      „Hey.“ stellte sich die DJ lächelnd vor. „Er ist also der hervorragende Drummer von dem du geschwärmt hast?“ fragte sie grinsend und hielt Jesse ihre Hand hin. „Ich hab zwar noch nicht so viel von dir gehört, aber ich bin jetzt schon überzeugt. Charlie wirkt so als ob er nicht einfach zu begeistert wäre.“ meinte sie zwinkernd an Charles, der etwas verwirrt wirkte. „Ich heiße nicht ‚Charlie.“ stellte er klar, vielleicht hatte die junge Frau ja auf Grund der Musik seinen Namen nicht richtig verstanden…obwohl den Rest hatte sie ja auch wahrnehmen könne. Er mochte es nicht wenn andere ihm komische Spitznamen gaben, immerhin hatte er nicht ohne Grund einen Namen von seinen Eltern bekommen. Wofür bekam man einen Namen wenn andere ihn dann doch nicht richtig benutzten?
    • Jesse fragte sich immer noch, was zum Geier die DJane, bei den beiden machte und dann wurde sie ihm auch schon von Charles vorgestellt. "Hi Jane." griff der Blonde nach der ausgestreckten Hand der jungen Frau und schüttelte diese kurz. Dabei kam der Drummer nicht drumherum, sie charmant anzulächeln. "Jesse, mein Name und das höre ich ja gerne, dass meine Schlagzeugkünste so hoch in den Himmel gelobt werden." stellte er sich Jane vor und sah dabei kurz zu Charles und Belle.
      "Unser lieber Charles hier, hat Jane einfach mal gefragt, ob sie nicht mit uns Musik machen möchte, so à la Linkin Park. Und guess what, sie hat zugesagt." klärte Belle ihren Bruder auch sofort auf und dabei konnte man ihre Aufregung doch gut heraushören, da ihre Stimme ab und zu ein paar Oktaven zu hoch war.
      "Wirklich?" war Jesse doch etwas überrascht und sah erneut den Violinisten an. Dabei wirkte sein Blick etwas sanfter, freundlicher und so nickte er ihm auch leicht zu. Doch damit war für den Drummer noch nicht alles vergeben und vergessen. Er erwartete von Charles schon noch eine verbale Entschuldigung und sei es nur ein kurzes "Sorry". Das würde ihm vollkommen reichen.
      "Wir würden uns sehr freuen, wenn du einfach mal dazu kommen würdest. Meine Schwester Belle spielte E-Gitarre und kann ziemlich gut singen. Und unser lieber Charlie hier …" Jesse konnte es sich einfach nicht verkneifen, bei diesem Nickname nicht mit einzusteigen "… spielt neben der E-Gitarre sogar Violine und hat dazu auch 'ne Hammer Gesangsstimme." erzählte er Jane von den beiden. Er selber hatte ja schon mitbekommen, wie krass die Frau am DJ-Pult war.
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      Monkey D. Ruffy


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    • „Sagt mir einfach nur einen Tag und eine Uhrzeit…ach und ein Ort wäre auch nicht schlecht.“ lachte Jean. „Ouh und es ist übrigens ‚Jean‘ und nicht ‚Jane‘ aber alles cool.“ meinte sie grinsend. „Charlie ich gib dir einfach meine Nummer und du schreibst mir.“ legte sie fest, bevor sie einen Kugelschreiber aus ihrer Hosentasche zog, nach Charles Hand griff und ihm kurzerhand ihre Handynummer auf den Handrücken schrieb, bevor sie ihm frech zwinkernd ihren Namen und ein kleines Herzchen dahinter kritzelte. „Du schreibst mir ja? Bloß nicht vergessen!“ fragte sie nochmal sicherheitshalber. „Ich muss jetzt los, hat mich gefreut euch kennen zulernen. Feiert noch schön und genießt den Abend. Hat mich gefreut Jesse.“ Wandt sie sich am Ende nochmal spezifisch an den Drummer bevor sie wieder auf die Bühne ging und weiter auflegte.

      Charles schaute der DJ etwas verwirrt hinter her bevor sein Blick auf seine Hand fiel und er der Schrift einen leicht angewiderten Blick zuwarf. Er hasste es von Leuten angefasst zu werden. Generell hasste er die meisten Berührungen aber bis jetzt hatte sich noch kein Mensch getraut ihm einfach etwas auf den Handrücken zu schmieren. Nun wusste er aber - das hasste er ebenfalls.
    • "Sorry, mein Fehler Jean. Wird nicht mehr wieder vorkommen." entschuldigte sich Jesse sofort, als die DJ ihn darauf aufmerksam machte, dass er ihren Namen die ganze Zeit falsch ausgesprochen hatte. Aber Jean schien ihm das nicht krumm zu nehmen und sah es auch eher locker, was schon mal sehr sympathisch war.
      "Wir melden uns. Viel Spaß noch!" rief Belle Jean hinterher und sah dann zu ihrem Bruder und Charles, die gerade noch etwas auf Abstand waren, was sich aber gleich änderte.
      "Oha! Jean mag dich." grinste der Blonde Charles frech an, und legte ihm kameradschaftlich seinen Arm um dessen Schulter. "Zeig mal her." meinte Jesse weiter und nahm die Hand von dem Violinisten in seine, um sich die Nummer auf seinem Handrücken besser anzuschauen. "Schreib sie schnell ab, bevor die Schrift verwischt oder verblasst." gab er ihm den Tipp und ließ Charles dann wieder los. "Warte, ich mache gleich ein Foto von." schlug Belle sofort vor und zückte auch schon ihr Smartphone. Im Nu hatte sie ein Bild von der Nummer gemach, dass diese nicht verloren ging und sah dann wieder zu den beiden Jungs. "Ist wieder alles okay?" fragte sie dann den Blonden, der nur mit den Schultern zuckte. "Weißt du Charles, ein aufrichtiges "Sorry" hätte mir schon gereicht." meinte er dann zu Brünetten und hielt ihm seine Hand hin, damit er einschlagen konnte. Charles tickte einfach anders und damit musste Jesse lernen klarzukommen und seine Schwester bestimmt auch. Aber er schien kein übler Kerl zu sein und besaß sogar Mumm.
      "Wann habt ihr demnächst Zeit, um mit Jean ein bisschen zu jammen? Ich muss sagen, es juckt mir schon in den Fingern, mit ihr und auch dir zu spielen." fragte dann der Drummer die beiden. Jesse schien schon wieder vergeben und vergessen zu haben.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
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    • Charles war ein wenig überfordert, als er plötzlich von den beiden Geschwistern belagert wurde. Als Jesse ihm kameradschaftlich den Arm um die Schulter legte zuckte er kurz zusammen. Berührungen waren ihm immer noch ein wenig unangenehm, auch wenn er das Gefühl hatte sich erschreckend schnell an die beiden Musiker zu gewöhnen. Wie ein Roboter zog er nun auch sein Smartphone aus seiner Tasche und tippte die Nummer ab, obwohl er ihm dies nun eher unsinnig erschien, da Belle ja sowieso ein Foto von Jeans Handynummer gemacht hatte, aber die beiden wussten es wohl besser als er.

      „Es tut mir leid Jesse, ich wollte deine Fachexpertise nicht im Schatten meiner stellen, ich finde dein Wissen über moderne Musik erstaunlich und freue mich mehr von dir zu lernen.“ meinte der Violinist ehrlich. Er freute sich, dass der kleine ‚Streit‘ sich so schnell wieder geklärt hatte, er hätte es traurig gefunden, die beiden Musikbegeisterten nach so kurzer Zeit wieder zu verlieren, jetzt wo er endlich soziale Kontakte in seinem Alter gefunden hatte, die allen Anschein nach sogar mit seiner leicht seltsamen Art klar kamen.

      „Je nachdem wie eure Terminierung aussieht, gerne im Laufe der nächsten Woche. Ich hab Dienstag Orchesterprobe und Freitagabend ein Dinnertermin.“ teilte er Jesse und Belle seine Terminplan mit. Den Dinnertermin würde er zwar gerne absagen, was jedoch kam im möglichen seiner Macht stand. Selbst wenn er nur wenige Sekunden zu spät kommen würde, dürfe er sich was von seinen Eltern anhören. Charles hasste die Dinnertermine mit seinen Eltern. Es war nie ‚nur‘ ein entspanntes Abendessen mit seinen ‚geliebten‘ Eltern. Es war immer eine Vorführung und er spielte die Hauptrolle. Seine Eltern brachten immer irgendwelche hohen Tiere im klassischen Musikbusiness mit, versuchten ihren Sohn so toll und talentiert wie möglich darzustellen. Im besten Falle war dann noch die Tochter von einen dieser hohen Tiere dabei und er wurde versucht besagter Tochter näher zu bringen. Aber so war das wohl in diesen Kreisen, ob das wirklich so war wusste Charles nicht, so war es jedenfalls bei ihm.
    • "Fachexpertise?" bei dem Ausdruck musste Jesse dann doch etwas lachen. Er musste sich echt an Charles und seine steife Ausdrucksweise gewöhnen. Aber es schien ihm leidzutun und entschuldigte sich bei ihm und das war alles, was er eigentlich wollte.
      "Von mir lernen? Na ja, ich denke, ich kann ein paar Dinge von dir mitnehmen." grinste Jesse und fuhr sich gar leicht verlegen mit seiner Hand durch sein Haar und ließ dabei Charles wieder los.
      "Alles gut bei euch?" hakte jetzt auch Belle nach, worauf ihr Bruder ihr zunickte, dass diese Streitigkeit begraben wurde, was der Schwester ein Lächeln auf die Lippen zauberte.
      "Donnerstag hab ich Zeit und was ist mit dir Jesse?" schlug sie dann auch gleich einen Tag vor, nach dem Charles erwähnte, wann er eben keine Zeit hatte.
      "Moment, ich schau’ mal in meinen Terminkalender." scherzte der Drummer und zog sein Handy kurz hervor, um darauf einen Blick zu werfen. "Jup, ich hab Zeit." meinte er auch direkt und speicherte sich den auch gleich Termin ab.
      "Ein Dinnertermin?" fragte er dann Charles und wurde etwas neugierig. "Hast du da etwa ein Date? Lass das aber Jean lieber nicht wissen." machte Jesse seine Sprüche und drehte sich dann zu der Bar um, sich noch ein Bier zu holen.
      "Wow, das mit der Orchesterprobe hört sich echt cool an. Darf man da auch zuschauen?" fragte Belle, die das wirklich interessierte. Vielleicht durfte ja Charles ausnahmsweise mal ein oder zwei Freunde mitbringen. Belle konnte sich ja nicht vorstellen, wie anders diese Welte doch sein konnte.
      "Da kannst du dann aber alleine hin." ertönte auch glich wieder die Stimme von Jesse, der daran kein so großes Interesse hatte. In seiner Vorstellung war das ein total verdampfter Haufen, die nur Noten vom Blatt spielen konnten.
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    • Charles schüttelte den Kopf. „Kein Date, ein Dinnertermin.“ meinte er so als ob die Wiederholung seine Aussage nun klarer machte was er damit ausdrücken wollte. So als ob nun jeder wissen müsste, was der Unterschied zwischen einem Date und einem Dinnertermin ist, dem war anscheinend nicht so. Was genau er damit meinte ließ er dann doch offen. „…aber ich glaube der Tonmeister bringt seine Tochter mit…also hat es wohl doch Ähnlichkeiten mit einem Date wenn ihr das so wollt…“ überlegte der Violinist laut. Wäre er in der Position würde er das Treffen absagen, war er jedoch nicht.

      Er war jedoch echt froh drum als Belle das Thema von seinem Dinnertermin auf seine Orchesterprobe schob. „Zu den Proben nicht, aber in zwei Wochen ist eine Aufführung, wenn ihr mögt besorge ich euch Karten.“ schlug er vor. Das war das erste Mal, dass er Freunden von sich anbot zu einem seiner Auftritte zu kommen - wenn man es mal genau nahm war das auch, das erste Mal dass er Freunde hatte den er sowas anbieten konnte. „Jesse das wäre vielleicht sogar was für dich. Wir spielen sehr viel von Hans Zimmer…also klassische Film- und Serienmusik.“ die Musik war nicht die erste Wahl des Orchesterleiters aber er wurde einstimmig überstimmt und nachdem man ihn mit Hans Zimmer überzeugt hatte, hatte er schlussendlich zugestimmt. Es gab sogar das Gerücht, dass Hans Zimmer höchstpersönlich anwesend sein sollte, aber solche Gerüchte gingen immer durch die Orchesterreihen.
    • "Oha, wirst du etwa verkuppelt?" wollte Belle wissen, da sich das genau so anhörte. Für sich selber konnte sie sich das gar nicht vorstellen und auch von Blinddates hielt die Blonde nicht viel. Sie wusste, dass Jesse schon ein paar hatte, aber daraus ist ihres Wissens nach, nie etwas geworden. "Kennst du denn wenigstens den Namen, dieser Tochter?" hakte auch der Drummer nach. Selbst bei einem Blinddate kannte man zumindest den Namen der Person und oft hatte man auch schon mal ein Bild gesehen. Ob das Standard ist, in dieser feinen Gesellschaft, dass man die Söhne und Töchter einander vorstellt und auf mehr hofft? Das klang in seinen Ohren sehr rückständig, klar gibt es auf der Welt immer noch arrangierte Ehen, wie in Indien vielleicht, aber doch nicht hier. Das wäre nichts für ihn. Na ja, die Ehe an sich wäre jetzt auch noch nicht etwas, dass er in nächster Zeit anstreben würde.
      "Eine Aufführung? Das hört sich klasse an! Ich komme sehr gerne. Und Jesse, du kommst auch mit, oder?" war Belle von der Einladung von Charles schon sehr begeistert und sah dann ihrem Bruder mit einem bettelnden Hundeblick an. "Von mir aus. Du bist echt schlimm." konnte der Brüder seiner kleinen Schwester das nicht abschlagen und Hans Zimmer macht wirklich großartige Musik. Er hört auch jetzt noch sehr gerne den Soundtrack zu "Fluch der Karibik", "Inception" oder "Interstellar", die sind einfach der Hammer!
      "Müssen wir uns dann in so schicke Fummel werfen? Also Anzug und so?" wollte er dann von Charles wissen. Wenn das so war, musste er mal seinen Kleiderschrank durchsuchen, ob er überhaupt für so einen Anlass die passende Klamotte besaß.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
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    • „Sie soll wohl hervorragend am Flügel sein…mehr weiß ich aber auch nicht.“ es war aber auch nicht so das Charles sich sonderlich für sie Tochter von irgendwem interessierte. Geschweige denn dass er sich sonderlich für irgendwen interessierte, wenn es in eine romantische und/oder sexuelle Richtung ging. Die einzige Person bei der er jemals auch nur ein Hauch von Emotionen gespürt hatte war ein anderer Violinist, den er vor Jahren mal auf der Bühne sehen durfte. Er müsste ungefähr in seinem Alter gewesen sein und auch wenn Charles selbst die Violine wahrscheinlich besser beherrschte - auch schon damals zum besagten Zeitpunkt - hat ihn die Leidenschaft mit welcher der junge Teenager gespielt hatte überwältigt. Er war auch der Grund warum Charles mit dem Gitarre spielen angefangen hatte - wie er später herausgefunden hatte spielte der Violinist nicht nur Violine sondern auch (unteranderem) Gitarre in einer kleinen Band.

      „Ich lasse euch Karten zukommen.“ meinte er mit dem Hauch eines Lächeln auf den Lippen. „Aber ja, es wäre wohl angemessen wenn ihr nicht ganz so…leger kommt. Anzugshose und Hemd wäre schon das Minimum.“ wenn er daran dachte für wie viel die Karten teilweise weggingen war der dresscode wohl angemessen und sollten seine Eltern ihn mit Belle und Jesse reden sehen könnte er so eine Grundsatzdiskussion hoffentlich vermeiden. „Ich kann dir sonst gerne was ausleihen Jesse.“ bot er hilfsbereit an.