My Girlfriend is a Boy [Nao & Dark.Wing]

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    • „Klar bin ich nicht beleidigt weil du mich klein genannt hast.“ meinte er immer noch mit einem beleidigten Unterton, ließ sich jedoch widerstandslos an Jayden ziehen. Er war definitiv beleidigt weil Jay ihn klein genannt hatte, egal wie sehr er versuchte das zu beteuern. „Ich kann ruhig wieder anfangen gemeiner zu dir zu sein.“ es war wohl ihnen beiden klar, dass Noel das nicht konnte. Er wusste nicht Mals warum er das nicht konnte, bei jedem anderen Menschen fiel ihm das schließlich auch nicht so schwer, aber Jayden weckte Teile in seiner Persönlichkeit wie für die meisten Menschen auf ewig verborgen blieben.

      „Und außerdem macht es gar kein Sinn, dass du nicht genug Selbstbewusstsein hast. Du sollst dich nicht selbst so fertig machen.“ meinte er ernst und fuhr Jayden sanft durch die braunen Strähnen. So langsam verließ der beleidigte Ausdruck sein Gesicht ein wenig. „Vielleicht sollte ich dich mal fotografieren, damit du siehst wie attraktiv du eigentlich bist, oder denkst du wirklich ich würde mir einen Typen suchen der nicht attraktiv ist?“ da kam sein Ego doch wieder ein klein wenig raus. Jayden durfte ihn definitiv niemals bei der Arbeit sehen, wahrscheinlich hätte er dann plötzlich ein ganz anderes Bild von ihm, so wie er sich gegenüber Jayden verhielt war er schon fast handzahm.
    • "Ich hab nicht gesagt, dass ich nicht attraktiv bin", widersprach Jayden. "Das ist mir egal. Es gibt wichtigere Sachen im Leben"
      Und das meinte er auch so. Was er eben über sein Selbstbewusstsein gesagt hatte, hing kein Stück damit zusammen. Es war ihm auch noch nicht lange bewusst, dass dieses Gefühl, das er so gut kannte, wirklich mit einem Mangel an Selbstbewusstsein zusammenhing.
      "Ich bin zufrieden mit mir", betonte er nochmal, bevor er sich überwand, den darauffolgenden Satz auszusprechen. "Ich mache mir nur ab und zu Gedanken, ob andere es auch sind"
      Das war sehr schwach ausgedrückt, dafür, dass ihn das schon ewig lange begleitete und doch mehr belastete, als er zugeben wollte. Andernfalls hätte er vermutlich nicht so ein Problem damit, ehrlich damit zu sein, dass er Noel datete.
      "Und damit meine ich nicht mein Aussehen. Aber nett, dass du mich anscheinend nur deshalb magst", scherzte er.

      Obwohl er einsehen musste, dass zwischen ihnen nichts laufen würde, wenn sie nicht beide oberflächlich genug wären, um sich auf One Night Stands einzulassen. Nachdem Jay nie ein Problem damit gehabt hatte, jemanden dafür zu finden, konnte er auch daraus schließen, dass er ziemlich konventionell attraktiv war. Sein Problem war auch nicht seine Persönlichkeit. Immerhin waren seine Freunde nicht seine Freunde, weil sie ihn heiß fanden. Das wäre echt eigenartig.
      Nein, er hatte nur immer diese Gedanken im Hinterkopf, irgendetwas falsch zu machen. Oder zu wenig richtig. Er hatte seinen Eltern unnötig lange auf der Tasche gelegen, nachdem seine kleine Schwester längst ihr eigenes Leben hatte. Im Endeffekt war es auch noch reine Zeitverschwendung gewesen, weil er keine Musik mehr machte. Und jetzt studierte er etwas, das ihm nichtmal wirklich Spaß machte, aber zumindest enttäuschte er damit niemanden. Anders sah es mit seiner Sexualität aus.

      "Übrigens bin ich kleiner als du, falls du den Punkt schon wieder vergessen hast. Es macht garkeinen Sinn, wenn ich dich klein nenne. Außerdem sind wir beide nicht klein. Fühlst du dich jetzt besser?" Er grinste.
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    • „Ich bin definitiv nicht nur mit dir zusammen, weil du attraktiv bist, ich bin vielleicht oberflächlich, aber so oberflächlich bin ich dann doch nicht. Dein Charakter ist auch voll okay.“ meinte er mit einem provokanten Grinsen. „Trotzdem sehe ich es nicht, warum du Probleme mit seinem Selbstbewusstsein haben solltest…Aber wir hatten ja schon mal ein Gespräch in der Art. Ich sag dir das, was ich dir damals auch schon gesagt habe, du bist jung und sollst dein Leben genießen bevor du dich in einem Beruf fest kettest der dich nicht erfüllt und ein Leben lebst, welches dich nicht glücklich macht.“ meinte er ernst und fuhr ihn sanft über den nackten Unterarm. Gerade war er echt froh, die Sache mit Theo organisiert zu haben, er hoffte, das der Abend Jayden so viel Freude bereitete, dass er seine Sorgen ein wenig in den Hintergrund rücken könnte, selbst wenn es nur für ein paar Minuten war.

      „Mein Ego ist immer noch bisschen angeknackst, aber ich glaube er wird es überleben.“ meinte er leise lachend. „Du bist echt der Wahnsinn.“ Noel wusste nicht woher der Gedanke so plötzlich kam, er hatte einfach das Bedürfnis seine Gedanken mit dem Jüngeren zu teilen, denn genau das dachte er gerade. Die Kombination aus dem entspannten Umgangston, die Neckereien und Provokationen die sie sich gegenseitig zusteckten und trotzdem das liebevolle Verhalten zwischen ihnen war einfach der Wahnsinn und Noel genoss das mehr als er vielleicht sollte oder sich zugestehen würde. „Ich hab dich echt gern Jayden.“
    • "Du liebst es, wie ein alter Mann zu reden, oder, Opa?", fragte Jay und legte den Kopf schief. Er blinzelte unschuldig. "Ich weiß das außerdem selbst, aber es ist leichter sowas zu sagen, als es zu tun", erklärte er. Er hatte nicht wirklich eine andere Wahl, als sein Leben so zu leben, wie er es tat. Irgendwann würde er sich schon daran gewöhnen. Das war sowieso alles privilegiertes Denken. Wer konnte schon zwei Jahre lang nur vor sich hin leben, um Musik zu machen? Jedenfalls hatte er sich vorgekommen, keine verdammte Enttäuschung mehr zu sein.

      Ein ernsterer, etwas nachdenklicher Blick legte sich auf Jays Gesicht, als Noel diese letzten paar Worte aussprach. Er hatte ihn gern, hm? Gab es eigentlich eine richtige Reihenfolge, um jemanden immer weiter in sein Leben zu lassen, oder war das einfach eine Lüge, die einem von Filmen und Romanen auferlegt wurde? Sie hatten in der Hinsicht wohl alles falsch gemacht, das man falsch machen konnte. Da es sich aber ziemlich richtig anfühlte, konnte man schlussfolgern, dass alles absoluter Schwachsinn war und man keine Liste abarbeiten konnte, um die perfekte Beziehung auf die Beine zu stellen.
      Jay hatte keine Ahnung, wie lange er Noel schweigend angestarrt hatte, aber er hatte endlich die Worte gefunden, die ihm im Kopf herumgeschwirrt waren. "Willst du mit mir zusammen sein? In einer richtigen Beziehung?", fragte er. Erst als er es ausgesprochen hatte, hörte er, wie kitschig die Worte sich anhörten, wenn man sie so direkt sagte. Jay war ewig nicht mehr in der Situation gewesen, so etwas überhaupt sagen zu wollen, und jetzt fühlte er sich wie ein Achtklässler, der sich im Schulhof seine erste Freundin klärte.
      "Das klingt, als würde ich es nicht ernst meinen, aber ich meine es ernst", murmelte er leise und überlegte, wie er das noch retten konnte. "Ich weiß, wir hatten gerade mal ein einziges, halb verkacktes Date, aber wir verbringen so viel Zeit miteinander, dass es sich eh schon in zehn bis fünfzehn Dates umkalkulieren lässt... Reicht das? Ich weiß nicht, ich brauch eigentlich kein 'Kennenlernen' mehr, um zu entscheiden, ob ich dich wiedersehen will. Ich mag dich. Das wird sich wahrscheinlich nicht mehr so schnell ändern"

      Was er vor zwei Wochen vermutlich als etwas Negatives betrachtet hätte. Und es war vermutlich schlimmer, die Heimlichtuerei seinem festen Freund anzutun, statt seinem Date, aber er wollte nicht, dass Noel irgendjemand anderen traf. Das war für ihn ein ausreichendes Argument. Im Endeffekt änderte sich zwar nur ein Label, und sonst nichts, aber das fühlte sich trotzdem wie ein recht großer Schritt an. Vielleicht, weil Jay das Wort auch fremd vorkam. Aber wenn es Noel war, war es okay.
      Nur musste Jay jetzt ein wenig zittern, weil er sich nicht sicher war, welche Meinung Noel dazu hatte. Wenn ihm das zu schnell ging, konnte Jay eigentlich auch nicht beleidigt sein. Es war vielleicht übertrieben, so schnell eine feste, exklusive Beziehung zu wollen. Eigentlich wusste er garnicht, warum er das gerade ausgesprochen hatte. Er hatte es einfach getan. Er hätte auch einfach warten können. Verdammt.
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    • Noel wollte eigentlich gerade etwas auf den provokanten Kommentar antworten, als sich ein ersterer Schleier über Jaydens Gesicht legte und er das Thema ansprach, vor welchem er sich insgeheim - wohl unter anderem - am meisten Sorgen gemacht hatte. Die Worte brauchten einige Sekunden bis sie in Noels Verstand gesickert waren, sein Blick schien die Bedeutung jedoch schon deutlich früher begriffen zu haben als er selbst, seinem perplex Blick nach zu urteilen.

      Er räusperte sich kurz, legte Jayden sanft seine Hand auf die Wange und fuhr mit dem Daumen liebevoll über die Haut. „Ich weiß, dass du das ernst meinst.“ meinte er mit einem Lächeln, auch wenn die Worte ihn gerade so sehr aus dem Konzept brachten, dass er am liebsten kurz schreien wollte. Genau vor diesem Gefühl hatte er Angst gehabt. Er war doch nicht gut in sowas. Er war nicht gut in Beziehungen, er war nicht gut darin sich anderen Leuten zu öffnen und sich zu binden. Er hatte einen schwierigen Charakter, kümmerte sich in der Regel viel zu wenig um seine Mitmenschen, setzte sich grundsätzlich an erster Stelle und scherte sich einen Dreck was andere über ihn dachten und trotzdem hatte er es irgendwie geschafft, dass Jayden ihn innerhalb weniger Treffen so sehr zu mögen schien, dass er mit ihm zusammen sein wollte. Und es war nicht mals so, dass Noel das nicht auch wollte, er wollte, aber eben nur nicht jetzt sofort. Vielleicht merkte Jayden nach einigen, wenigen Monaten - oder vielleicht schon Wochen - das Noel doch ganz anders war, als sich dieser gedacht hatte. Es gab einen Unterschied zwischen ‚eine Person daten‘ und ‚mit einer Person zusammen sein‘. Außerdem war Jayden deutlich anhänglicher als Noel - das hatte Noel schon mitbekommen. Über eine kurze Zeitspanne funktionierte das vielleicht, wenn sie genügend Pausen von einer hatten funktioniert das wahrscheinlich auch über eine längere Zeit, aber was passierte wenn sie nun tatsächlich zusammen waren und Noel früher als erhofft merkte, dass ihm das zu viel wurde und Abstand brauchte? Wie würde er das kommunizieren ohne das Jayden den Fehler direkt bei sich suchte? Und wie machten sie das überhaupt mit Noels Arbeit? Er hatte Jayden noch gar nichts von dem Angebot erzählt, durch welches er heute morgen wach geklingelt wurde. Jetzt war das noch keine große Sache, das war sein Beruf, aber wenn sie offiziell zusammen wären, wäre da noch ein anderer Faktum der bei solchen Aufträgen mit reinspielen würde, außer Noels eigenes Leben.

      „Ich mag dich auch Jayden.“ meinte er schließlich nach einiger Zeit, in der sich eine seltsame Stille in seiner Wohnung ausgebreitet hatte endlich. „Sehr sogar, aber…“ und das war der Punkt an dem sich sein logischer Menschenverstand meldete, zwar gekoppelt mit seinen Bindungsängsten und den Selbstvorwürfen nicht Beziehungstauglich zu sein, aber primär sprach aus ihm sein logischer Menschenverstand. „…lass uns das etwas langsamer angehen okay? Das heißt nicht, dass ich nicht will, dass das zwischen uns nicht exklusiv ist. Ich will keine anderen Menschen neben dir daten und ich wäre wohl auch ziemlich beleidigt, wenn du das machen würdest, aber vielleicht änderst du deine Meinung ja nochmal, sobald du mich etwas näher kennen lernst…im Grunde kennen wir uns kaum.“ meinte er ernst. Der Student hatte recht, manchmal sprach er wirklich so, als ob er schon viel älter war. „Vielleicht kannst du mich ja plötzlich gar nicht mehr leiden, sobald du mich näher kennst. Ich brauche unwahrscheinlich viel Zeit für mich, weißt du? Ich bin nicht die Person, die sich Abends mit dir und deinen Freunden in irgendeiner Bar trifft…wahrscheinlich kann ich die Hälfte deiner Freunde nicht Mals leiden, wahrscheinlich können mich die Hälfte deiner Freunde nicht Mals leiden. Und ich arbeite super viel und bin dadurch teilweise Wochen lang weg und…“ er war sich gerade nicht ganz sicher ob er Jayden Gründe für oder gegen eine Beziehung mit sich nannte, im Grunde hatte er einfach panische Angst, dass Jayden an einer möglichen Beziehung mit ihm kaputt ging und er schuld daran wäre. Das wäre etwas mit dem er wohl kaum umgehen könnte. „Wie wäre es, wenn wir uns gegenseitig noch ein wenig Zeit geben, wir daten uns noch eine Weile, verbringen die Abenden mit einander und dann kannst du entscheiden ob du mit meinen schlechten Laune zurecht kommst.“ meinte er mit einem schiefen Grinsen. Er hatte extra nur von Jayden gesprochen. Noel war sich sicher, dass er mit Jaydens Launen zurecht kommen würde, der Student war in seinen Augen ein unfassbar liebevoller und sympathischer Mensch mit dem er sich ganz grundsätzlich definitiv eine längere Beziehung vorstellen könnte, das einzige was ihm im Weg stand waren seine eigenen - irrationalen - Ängste im Zuge einer Beziehung. Er genoss die Zeit die er mit Jayden hatte mehr als alles andere und alleine das war ein ausschlaggebender Grund für ihn, warum eine Beziehung zwischen ihnen beiden wahrscheinlich funktionieren könnte, primär stand er sich nur selbst im Weg und das wusste er, trotzdem konnte er den bitteren Beigeschmack einfach nicht runterschlucken.
    • Noels Gesichtsausdruck löste in Jay das dringende Verlangen aus, sich die Hand ins Gesicht zu schlagen und zu Staub zu zerfallen. Aber erst, nachdem er gelernt hatte, wie man jemandes Gedächtnis löschte.
      „Okay“, sagte er sofort, als Noel mit einem ‚aber‘ anfing. Er hatte schon verstanden, bevor Noel etwas erklären musste. Natürlich war die Frage zu früh gewesen. Er war selbst schuld. Nichtsdestotrotz war es ordentlicher Schlag in die Magengrube und Jay wollte das Thema einfach schnell fallen lassen, um sich nicht die ganzen Gründe anhören zu müssen, warum Noel sich noch keine Beziehung mit ihm vorstellen konnte.

      Zumindest bis er begann, diese Gründe in chaotischer Reihenfolge aufzulisten. Seltsamerweise schien der einzige richtige Grund nämlich zu sein, dass Noel dachte, Jays Gefühle würden sich ändern. Und zwar… nicht einmal auf die Art, dass er dachte, er würde es sich anders überlegen und wieder nur Frauen daten, sondern er meinte, Jay würde ihn nicht mehr mögen, wenn sie sich besser kennenlernten. Wer von ihnen hatte dem anderen eben eine Rede über Selbstbewusstsein gehalten?

      Jay hörte etwas perplex zu und wartete, bis Noel alles losgeworden war. „Ähm…“, begann er dann, dezent überfordert. Er ließ seine Hände zu seinen Seiten fallen. „Okay, ich verstehe dich soweit, dass es dir zu früh ist“, sagte er. Er lächelte leicht. „Das wäre es wahrscheinlich eh den meisten Menschen. Keine Ahnung, wieso ich das gesagt hab. Ich würde ja sagen, vergiss es einfach, aber… Du weißt, dass es mir egal ist, ob du dich mit meinen Freunden verstehst, oder? Eigentlich ist das sogar ein Punkt den ich an dir mag. Wenn ich jemanden wie meine Freunde wollen würde, könnte ich die ja daten. Mir kommt aber beim Gedanken schon das Kotzen, also das reicht als Antwort“
      Jay verschränkte die Arme und überlegte. Er hatte nicht vor, Noel umzustimmen, aber was er gesagt hatte, störte ihn ein wenig. Das konnte er nicht unkommentiert lassen. „Es macht mir auch nichts aus, wenn du für die Arbeit verreist, daran kann ja keiner was ändern. Ich werde dich definitiv vermissen, aber solange du zurückkommst, halte ich das schon aus, ich bin erwachsen“ Er war kein Kind, das auf seine Mama wartete. Er hatte vorher ohne Noel überlebt und würde es auch jetzt schaffen, immerhin hatte er selbst verdammt viel zu tun und konnte nicht garantieren, dass sie sich jede Woche mal sahen. Auch… wenn das irgendwie ein Argument fürs Zusammenziehen war, aber damit wollte Jay Noel jetzt nicht zusätzlich schockieren.
      „Also… ich seh zwar den Sinn nicht wirklich, mir Zeit zu geben, um irgendwelche Dinge an dir zu finden, die mich stören, aber ich will dich auch nicht überreden“, murmelte er. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass du nichts tun kannst, das mich so sehr schockt“
      Angepflaumt wurde er von Noel ja schon ein, zwei Mal, und selbst das hatte er überlebt. Und was sollte es schon, wenn sie sich mal stritten, na und? Da konnte auch passieren, wenn man nicht in einer Beziehung war. Wenn Noel meinte, dass sie exklusiv sein sollten, dann gab es für Jay absolut keinen Unterschied mehr zu einer Beziehung, außer dass man einander niemandem vorstellte, weil es ja nicht so ‚ernst‘ war. Damit widersprach sich das Ganze ja schon, weil es in Jays Augen bereits ernst genug war. Und vorstellen würde er Noel sowieso eine Weile niemandem, damit gäbe es selbst da keinen Unterschied.
      Im Endeffekt konnte er Noels Problem also einfach nicht nachvollziehen. Wäre es nicht genauso scheiße, das zu beenden, was sie jetzt hatten, wie eine Beziehung zu beenden, wenn einer von ihnen in ein paar Wochen drauf kam, dass es doch nicht passte? Jay hatte ja nicht vorgeschlagen, auf der Stelle zu heiraten und sich gesetzlich aneinander zu binden.

      „Sorry, dass ich gefragt hab“, sagte er letztlich. „Ich durchdenke sowas weniger als du, glaube ich. Ich warte einfach darauf, bis du mir die Frage nochmal stellst, ja?“ Er lächelte leicht. „Dann kannst du selbst entscheiden, wann wir uns gut genug kennen“ Auch, wenn Noel es nicht erwähnt hatte, bestand ja immer auch die Möglichkeit, dass er eines Tages aufwachte und Jay nicht mehr aushielt. Wie sehr in das verletzte, wurde wohl kaum davon beeinflusst, wie sie ihre Beziehung gelabelt hatten. Und er hoffte einfach, dass Noel das eben alles nicht nur gesagt hatte, um sich selbst einen leichten Ausweg zu ermöglichen.
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    • Noel nickte leicht. „Ich mach das alles viel zu kompliziert oder?“ fragte er etwas überfordert. Klar hatte er mit so viel Akzeptanz gerechnet, so war Jayden im Grunde, das hatte er schon herausgefunden und trotzdem überforderte ihn das gerade ein wenig. Wenn man es so nahm, waren alle Gründe die Noel gerade - in einer sehr chaotischen und wahrscheinlich auch unlogischen Reihenfolge - genannt hatte kein Grund eine Beziehung zu verweigern - vor allem weil sie nun mal das gleiche für einander empfanden. Im Grunde sprach da nur Noels eigene Angst aus ihm und das war das eigentliche Problem vor dem er stand.

      „Entschuldige dich bitte nicht, ich glaube ich durchdenke das einfach zu viel…“ er seufzte leise. „Gib mir ein bisschen Zeit ja?“ bat er leise und biss sich kurz auf die Unterlippe. Das fühlte sich alles gerade ein wenig wie damals an, als er das erste mal vor seiner damaligen Therapeutin saß und nicht wusste wie er seine Gefühlswelt offen legen konnte ohne über seine Gefühle zu sprechen. Er war definitiv nicht gut in sowas. „Ich komm mit Veränderung nicht so gut klar, gib mir ein bisschen Zeit um mich dran zu gewöhnen, dass ich dich näher an mich ran gelassen habe, als ich es ursprünglich gewollt hatte…fuck, das klingt so als würde ich das bereuen. Ich bereue das nicht, es fühlt sich nur etwas seltsam an, jetzt wo es mir wieder bewusst geworden ist.“ Noel merkte selbst, dass er sich gerade um Kopf und Kragen redete. Im Grunde würde sich doch nichts ändern, sie benahmen sich ja fast schon so als wären sie in einer Beziehung. Sie trafen sich nicht mit anderen, verbrachten regelmäßig Zeit mit einander und genossen die Anwesenheit des anderen. Die letzten ein einhalb Tage hatte Noel auch nochmal gezeigt, dass selbst ein zusammen leben mit Jayden augenscheinlich recht entspannend sein könnte und trotzdem löste der Gedanke in ihm leichte Panik aus. Es war das beste, wenn sie sich gegenseitig noch ein wenig Zeit ließen. Im Moment war Noel auch grundsätzlich ein wenig entspannter, weil seine nächsten beruflichen Termine noch ein Weilchen in der Zukunft lagen, aber er wusste selbst wie er drauf war, wenn er gestresst war.

      „Ich hab Anfang Dezember ein Shooting…magst du mich begleiten?“ er wusste nicht, ob er mit der Frage primär das Thema wechseln wollte oder Jayden dadurch nicht doch nochmal beweisen wollte wie unausstehlich er werden konnte. „also es wäre okay wenn du nicht kannst, ich wäre das ganze Wochenende unterwegs. Also das Shooting ist nur Samstag, aber es wäre in London also…“ er seufzte leise auf und schimpfte sich in Gedanken selbst aus, warum war er denn plötzlich so nervös? Was war das schlimmste das passieren konnte? Definitiv das Jayden all das merkte wovor Noel Angst hatte und die Sache zwischen ihnen beendete, aber eigentlich war ihm bewusst, dass es dazu nicht kommen wurde, weil Jayden ihn gefragt hatte ob sie zusammen sein wollten und nicht umgekehrt. „Ich würde dich gerne dabei haben, wenn du Zeit hast.“ gestand er schlussendlich etwas umständlich.
    • Jay riss bei dem Themenwechsel die Augen leicht auf. Wie waren sie von ‚Es ist zu früh für eine Beziehung‘ zu ‚Fliegen wir zusammen weg‘ gekommen?
      „Sicher, dass du das willst?“, fragte er. Das klang schwer nach einem Testlauf und Jay hatte das Gefühl, Noel gerade einfach nur gestresst zu haben. Das letzte, was er wollte, war, dass Noel unwillkürlich anfing sie zu manipulieren, weil er Schiss hatte. Vor was auch immer. Aber Jay kannte sich mit Bindungsängsten aus — sein Freundeskreis bestand zum großteil aus Studenten, die vor Beziehungen davonliefen. Nicht, dass er selbst anders war, aber bei ihm hatte es andere Gründe.

      „Ich meine, das klingt cool und ich kann mir bis dahin schon noch frei nehmen, aber du meintest grade, dass du mit Veränderungen nicht klarkommst und du würdest mich… mit zu einer Dienstreise nehmen. Machst du das immer, wenn du jemanden datest, oder versuchst du mich jetzt schnell und simpel loszuwerden?“ Er schmunzelte, aber sehr lustig war es nicht. Er bereute mit jeder Sekunde mehr, das Thema Beziehung überhaupt angesprochen zu haben. Er konnte Noel nicht verübeln, dass er davon überrascht war, wenn sie sich kaum einen Monat lang kannten. Es war verrückt. Objektiv betrachtet, zumindest. Es fühlte sich bloß halb so verrückt an. Wieviel Zeit musste man denn miteinander verbringen, um sich sicher zu sein, ob man zusammenpasste? Und wieso musste man sich da überhaupt sicher sein? Irgendwann würde das so oder so rauskommen.

      „Oh, aber wenn du es ernst meinst, dann könnten wir am Sonntag nach dem Shooting bis zum Rückflug die Stadt anschauen, oder? Ich war erst einmal in London, als ich ein Kind war“ Er lächelte. Für ihn klang ein Kurzurlaub mit Noel unglaublich entspannend. Mal kurz raus aus der Realität, weg von allen Menschen, die er kannte, und mit Noel alleine sein. Das klang perfekt.
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    • „Ich glaube, ich will dich einfach in einer anderen Umgebung kennen lernen, weißt du? Ich meine wir können wunderbar die Zeit zusammen auf der Couch verbringen, aber stell dir vor, sobald das echte Leben uns einholt funktioniert das zwischen uns nicht… ich mache mir schon wieder zu viele Gedanken oder? Verzeih mir.“ Noel fuhr sich etwas überfordert durch die Haare. „Ich will dir einfach mein Leben zeigen, ich will nicht das du dich auf etwas einlässt, ohne zu wissen was dich erwartet.“ kam es nun etwas ernster von ihm. „und nein, ich nehme im Normalfall keine Kerle die ich date zu meinen Dienstreisen. Ich will einfach Zeit mit dir verbringen, außerhalb diese Stadt. Ich würde mir wirklich wünschen, dass das zwischen uns funktioniert weist du?“ meinte er ernst, kam wieder ein wenig näher auf Jayden zu und zog ihn dann sanft an der Taille an sich. „Lass uns das Thema damit beenden, dass ich dich echt gerne hab und viel zu sehr in dich verknallt bin als dich einfach weg ekeln zu wollen okay? Ich würde es schrecklich bereuen, wenn das zwischen uns nicht funktioniert nur weil ich im Endeffekt zu viel Schiss hatte.“ Das Wochenende in London war viel weniger für sie beide ein Testlauf und mehr um seinen irrationalen Bindungsängsten zu beweisen, dass eine Beziehung mit dem Studenten durchaus für ihn in betracht kam und funktionieren könnte, aber vor allem würde Noel es genießen den anderen in der Öffentlichkeit zu daten ohne, dass der Student Angst haben musste hinter jeden Ecke einer seiner Kommilitonen zu erkennen.

      „Wir können uns den Freitag auch schon die Stadt anschauen, Abends Essen gehen, die Zeit einfach ein wenig genießen. London bietet einiges. Wir können im Grunde machen was auch immer du möchtest…was wir möchten.“ meinte er lächelnd. Er freute sich jetzt schon deutlich mehr auf das Shooting als vorher. Er kannte den Auftraggeber bis dato nur von Telefonaten und vom Schriftverkehr. Es ging wohl um irgendeine neumoderne alternativ Rockband, er hatte sich einige, wenige Songs angehört und war auf den Schluss gekommen, dass ihm die Musik zu elektronisch war. Er hatte nichts gegen Synthesizerbegleitung, aber es ging nichts über echte Musik. Mit Autotune veränderte Stimmen konnte er in der Masse recht wenig anfangen, aber ein Auftrag war ein Auftrag und ihm wurde freie Hand gelassen, das ließ er sich definitiv nicht zwei mal sagen.
    • „Okay“, grinste Jay und stützte sich von der Theke auf, um Noel den Abstand zwischen ihnen wieder schließen zu lassen. „Ich glaub dir, aber sag mir ruhig noch zehn, zwanzig Mal wie unfassbar verknallt du in mich bist. Kann ja nicht schaden“ Und vielleicht überzeugte dieser Trip Noel ja noch, dass er mehr als verknallt in Jay sein könnte und eine Beziehung garnicht so viel anders sein würde, als was sie jetzt hatten. Es war jedenfalls gut zu hören, dass Noel ihn nicht wegstoßen wollte und sich tatsächlich bewusst war, dass er diesmal derjenige mit irrationalen Ängsten war. Irgendwie komplementierten sie einander ja super, was das anging.

      Jay lehnte sich Noel für einen Kuss entgegen. Klar war das gerade nicht so ausgegangen, wie er gehofft hatte, aber wahrscheinlich hätte er damit rechnen müssen. Mit Noels Erklärung, die deutlich anders war als er gedacht hätte, fühlte er sich jedenfalls etwas besser. Er würde sich einfach irgendwie schön viel Zeit freihalten, um Noel bis zu ihrem Ausflug auch noch öfter zu sehen. Je früher er das Gefühl hatte, dass Jay sich nicht so leicht von irgendwelchen Stimmungsschwankungen abwimmeln ließ, desto besser. Vielleicht kam das Thema dann ja sogar vor London nochmal auf.

      Jay ließ seine Hände über Noels Rücken gleiten und genoss jede Sekunde, die so so nah aneinander verbrachten. „Erzähl mir doch irgendwas über dich, damit ich dich schneller kennenlerne“, murmelte er über Noels Schulter hinweg und schob seine Hände wieder unter sein Shirt. „Zum Beispiel, wann und mit wem deine erste Beziehung war. Yup, das will ich wissen. Keine Sorge, ich werde nicht eifersüchtig. Ich bin derjenige, der gerade das hier machen kann“, sagte er und untermalte das ganze mit einigen sanften Küssen zwischen Noels Hals und Schulter.
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    • „Ich bin wahnsinnig verknallt in dich.“ meinte er leise lachend und grinste Jayden an, bevor er sich etwas näher an den Jüngeren schmiegte. Zufrieden mit dem Ausgang des Gespräches ließ er sich von Jayden in den Kuss navigieren, den er nur zu gerne erwiderte. Hatten sie mit diesem Gespräch vielleicht einen nicht gerade unwichtigen Meilenstein in Richtung einer vielleicht funktionierenden zukünftigen Beziehung gemacht? Noel würde vielleicht nicht unbedingt darauf wetten, aber er hatte Jayden in den letzten Minuten Dinge anvertraut, die er vielen anderen Menschen vor ihm nicht gesagt hätte und eigentlich schien das ein Schritt in die richtige Richtung zu sein. Mit dem Thema würde er sich jedoch erst wieder später beschäftigen, gerade genoss er einfach Jaydens Anwesenheit und das dieser sich anscheinend nicht abschrecken ließ den Franzosen weiterhin kennen lernen zu wollen.

      Als Jayden von seinen Lippen abließ und stattdessen wieder seinen Hals und seine Schulter küsste schloss der Künstler leise seufzten seine Augen und lehnte sich noch ein wenig mehr gegen den Studenten, jedenfalls solang bis er kurz bei den Worten inne hielt. „Willst…willst du das wirklich wissen…?“ fragte er zögerlich. Das wäre wahrscheinlich das schlechteste Gespräch was sie nach dem ‚möchtest Du mit mir zusammen sein‘-Gespräch führen könnten. Nicht das Noel nicht beriet wäre Jayden von seiner ersten - und zu dem Zeitpunkt auch letzten - Beziehung zu erzählen, es war eher die Person mit der er zusammen war - die Jayden jedenfalls schon mal gesehen hatte - und die Länge dieser Beziehung die ihm Sorgen machte.
    • "Klar, ist doch nichts dabei", sagte Jay und gab sich ganz unbedenklich seiner Arbeit hin, die ganzen Knutschflecken mit sanften Küssen wiedergutzumachen. "Wenn es dir nicht zu peinlich ist. Aber falls es das ist, hab ich auch was gelernt. Dass deine erste Beziehung dir peinlich ist" Jay sah auf und grinste.
      "Aber... meine war mit 14 und hat zwei Wochen gehalten, also kann es eigentlich nur besser sein, als das, oder? Außer deine erste Beziehung war mit einem Mädchen und du hast im Zuge dessen realisiert, dass du schwul bist, dann, ja, hast du definitiv gewonnen, und sie tut mir leid" Er lachte, selbst wenn die Geschichte erfunden war. Und Noel hatte ihm ja schon erzählt, dass er in dem Alter mal irgendeinen Jungen gedated hatte. Jay ging davon aus, dass das wohl die besagte erste, peinliche Beziehung war.

      "Du kannst mich übrigens auch alles fragen, das du willst. Außer dieses Kennenlernen, das du brauchst, ist ne einseitige Sache, aber ich fände es irgendwie bedenklich, wenn ich alles über dich weiß, und du nichts über mich" Jay hatte definitiv die Challenge angenommen, diese Kennenlernphase im Speed-Run durchzuspielen, bis Noel glücklich mit dem Ergebnis war. Da traf es sich eigentlich perfekt, dass sie schon in unter einem Monat zusammen verreisen wollten. Er wusste zwar selbst nicht, was es über ihn noch zu erzählen gab, weil er das Gefühl hatte, dass Noel alle notwendigen Informationen über ihn hatte, aber irgendetwas fiel ihm sicherlich noch ein.

      Jay hatte jedenfalls schon den zweiten Einfall. "Du solltest mir außerdem sagen, ob du gegen irgendetwas allergisch bist, das wäre vielleicht sowas, was man in einer Beziehung wissen sollte, oder?" Er überlegte. "Ich hab eine Penicillin Allergie", fing er an. "Nicht tödlich, aber, naja, unangenehm. Gib mir kein Penicillin, in welcher Situation auch immer das passieren könnte" Er lächelte schief.
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    • Noel lachte leise auf. Er mochte die Unbeschwertheit mit der Jayden wieder sprach und ließ sich davon irgendwie anstecken. „Ich war mir tatsächlich auch ohne dass ich eine peinliche Beziehung mit irgendeinem Mädchen haben musste, ziemlich sicher schwul zu sein.“ grinste er. „Aber mit dem Alter hast du gar nicht mal zu schlecht geraten, du musst mir aber versprechen wirklich nicht eifersüchtig zu werden okay?“ sicherte er sich nochmal ab und schwieg dann einige Sekunden.
      „Er war…oder ist der beste Freund von meiner Schwester…also er lebt noch, demnach ist er immer noch ihr bester Freund, du verstehst was ich meine.“ er atmete einmal tief durch und sprach dann weiter. „Flo gehört zu den Menschen die, der Meinung sind andere Menschen in ihrem Alter adoptieren zu müssen, egal ob diese Menschen das wollen oder nicht. Ich weiß gar nicht mehr wie genau wir zusammen gekommen sind, aber Flo hat ihn irgendwann mal Zuhause vorgestellt und dann war er einfach da. Ich weiß noch dass ich zu dem Zeitpunkt eigentlich ein wenig in Theo verknallt war…naja irgendwann dann nicht mehr. Flo hat immer versucht mich mit einzubeziehen wenn sie was mit ihm unternommen hatte, ich hatte nicht so viele Freunde in der Schule und ich glaube sie hatte Mitleid mit mir, ich hab dann aber zwangsläufig immer mehr Zeit mit ihrem besten Freund verbracht und irgendwann führte eins zum anderen. Ich glaube sie hat es mir am Anfang ein wenig übel genommen, aber es hat sich nicht sonderlich viel verändert. Sie hatte irgendwann ihre Freunde und Freundinnen - die sich zugegebenermaßen regelmäßig gewechselt haben - ebenfalls mitgenommen und dann haben wir uns einfach immer zu viert getroffen. Ich war um die vierzehn / fünfzehn als wir zusammen kamen…es ist an sich keine spannende Geschichte.“ erzählte er recht nüchtern, dafür dass besagte Beziehung ihn bis ins junge Erwachsenenalter begleitet hatte, hätte er genau so gut gerade eine Dokumentation über irgendein stumpfes Thema aufnehmen können, so wenig Gefühl schwang in seiner Stimme mit.

      „Sonst…keine Allergien, ich bin ziemlich gesegnet was das angeht, außer die essenstechnischen Einschränkungen - wenn du es denn so nennen möchtest - die ich mir selbst mache, auch wenn ich pflanzliche Ernährung nicht unbedingt als Einschränkung betiteln würde.“ meinte er lachend und versuchte so das Thema mit seiner ehemaligen Beziehung ein wenig abzuflachen.
      Er überlegte kurz. „Wann hast du eigentlich Geburtstag?“ die Frage kam ihm so urplötzlich in den Sinn, dass es eigentlich peinlich war, dass er sie erst jetzt hatte. War das nicht normalerweise einer der ersten Fragen die man einer Person stellte die man datete oder bildete er sich das einfach nur ein? Er war noch nie die Person gewesen die sich viel mit Mensch unterhielt, geschweige denn tiefere Beziehungen mit ihnen einging, wahrscheinlich war er deswegen auch nicht sonderlich gut in sowas, aber er wollte unbedingt mehr über Jayden erfahren, selbst wenn es nur so stupide Dinge waren wie seine Lieblingsfarbe oder was er gerne aß.
    • "Hm, das war deutlich zu langweilig, als dass du es nicht erzählen könntest", meinte Jay skeptisch, alleine aus dem Grund, weil er Noels Urteilsvermögen anzweifelte. So schlimm war es nun auch nicht, dass er sich in den besten Freund seiner Schwester verknallt hatte. Das schien ja einigen zu passieren. Jay und Olivia lagen vermutlich alterstechnisch einfach zu weit auseinander, als dass das jemals eine realistische Option gewesen wäre, aber er hatte schon miterlebt, dass sie, vor allem mit 13 oder 14, mal ziemlich fixiert auf einen seiner damaligen Schulfreunde gewesen war. Was... nur irgendwie illegal und eigenartig gewesen wäre, wenn sein Freund etwas mit seiner Schwester angefangen hätte und sie wären dann vermutlich nicht sehr lange Freunde geblieben.

      "Wenn man dir das schon aus der Nase ziehen muss, werde ich ja nie mehr über dich erfahren", seufzte Jay gespielt enttäuscht. "Aber wenigstens weiß ich jetzt, dass ich dich nicht unabsichtlich mit irgendwelchen Nahrungsmitteln ermordern könnte, das ist ein Fortschritt" Er lächelte, und war anschließend selbst etwas überrascht, dass er garnicht darauf gekommen war, Noel nach seinem Geburtstag zu fragen. Mit dem Alter nahmen Geburtstage irgendwie ziemlich an Wichtigkeit ab.
      "Am 2. Februar, ist leicht zu merken. Und du?" Er lächelte leicht und hoffentlich innerlich bloß, dass Noels Geburtstag nicht gerade in den letzten drei Wochen gewesen war, aber dann wäre er ja jetzt... 27 und hätte sicher etwas gesagt, wenn Jay ihm immer wieder das falsche Alter unterstellte. Oh, aber je nachdem, wann sein Geburtstag war, lagen sie vielleicht nicht einmal ganze zwei Jahre auseinander. Oder auch mehr, als das. Jay würde jedenfalls nachrechnen müssen.
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    • Noel war ganz froh dass Jayden nicht weiter nachfragte. Im Grunde hatte er seine Frage beantwortet. Er hatte seine erste Beziehung mit vierzehn - fast fünfzehn - mit dem besten Freund seiner Schwester, auch wenn ein leichtes schlechtes Gewissen ihn einholte, Jayden nur gerade so das mindeste an Informationen gegeben zu haben, für mehr hatte sie schließlich später immer noch Zeit…irgendwann.

      „Den Rest erzähle ich dir freiwillig, versprochen.“ meinte er zwinkernd. Schließlich war Noel auch die Person gewesen, die meinte sie sollten sich mehr kennenlernen bevor sie sich Hals über Kopf in eine Beziehung stürzten, da durfte er eigentlich nicht die Person sein die sich alles aus der Nase ziehen ließ.

      „14. Februar.“ meinte er lächelnd. „also auch recht leicht zu merken.“ grinste er. Er hoffte einfach nicht, dass Jayden jetzt mit Valentinstag kam. Neben Halloween gehörte Valentinstag zu einer der schlimmsten Tage die es seiner Meinung nach geben konnte. Es war nicht mal so, dass er als Jugendlicher nie Geburtstagsglückwünsche bekommen hatte, weil jeder seinen Geburtstag vergessen hatte - darüber war er sogar relativ froh gewesen - es lag eher an seinen Eltern und deren Idee ihm einen Zweitnamen aufbrummen zu müssen der - wie mag es anders sein - mit seinem Geburtstag zusammenhing. Valentin. Wer bestrafte sein Kind schon mit diesem Namen wenn es am Valentinstag geboren wurde? Auf solche Ideen konnten auch nur seine Eltern kommen. Im Gegensatz zu ihm hatte seine Schwester, in seinen Augen noch Glück gehabt, auch wenn ihr Zweitname mindestens genau so schlimm wie sein eigener war, sie schien damit jedoch besser zurecht zu kommen als er.
    • „Huh? Echt? Dann sollten wir unsere Geburtstagsfeiern zusammenlegen“, schlug Jay sofort vor. Er hatte das Gefühl, dass er seinen Geburtstag hauptsächlich feierte, weil seine Freunde jeden Grund für eine Party gelten ließen, aber so hätte er tatsächlich mal einen richtigen Grund. Auch wenn Noel vermutlich nicht der Typ dafür war und sie sich einig waren, dass Jay seine Freunde von ihm fernhalten würde, aber dann konnten sie ja… irgendetwas anderes machen.
      „Vielleicht weniger eine Feier und mehr… ein Thermenurlaub? Keine Ahnung“, korrigierte er sich und lächelte schief. Er wusste nicht, was Noels Geschmack bei solchen Dingen war. Aber, hey, wenn sie doch eine Party schmissen, dann konnten sie sich ja einfach wegschleichen. Alleine dafür würde er sich schon lohnen, wenn man Jay fragte.

      Dann hatte er einen Geistesblitz. „Warte mal, du hast am Valentinstag Geburtstag? Oh… Oh, Mann. Das schafft so viele Möglichkeiten. Ein Thermenhotel am Valentinstag wäre wahrscheinlich das kitschigste, das man sich vorstellen kann. Und von Pärchen überlaufen. Aber irgendwie absolut witzig, wenn wir beide da hingehen würden, um unsere Geburtstage zu feiern. Denkst du, die singen dann Happy Birthday im Restaurant und so? Am Valentinstag?“ Er grinste. Gedanklich hatte er schon alles durchgeplant. Wie oft passierte es auch schon, dass drei feierbare Dinge so knapp zusammenfielen? Das musste man ausnutzen.
      „Außerdem ist es so, als würde die ganze Welt für deinen Geburtstag dekorieren, oder nicht? Noch besser, wenn deine Lieblingsfarbe rot oder rosa oder sowas wäre, aber das… bezweifle… ich irgendwie“ Er hielt ein Lachen zurück. „Wenigstens ist es absolut unmöglich, dass wir die Geburtstage voneinander vergessen“, lächelte er und zuckte mit den Schultern. „Wenn ich bis dahin immernoch so pleite bin, wie jetzt gerade, was ich vermute, dann bin ich dein Geschenk. Du kannst dir ja was überlegen. Valentinstags-themed oder so“, scherzte er.
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    • Noels Gesicht verzog sich zu einer leichten, schon fast etwas angeekelten Grimasse. Er war von der Idee zusammen eine Partys zu organisieren definitiv wenig begeistert. Nicht Mals wegen dem Vorschlag, dass sie zusammen feiern könnten, das wäre eine Sache die könnte man sich durchaus überlegen, eher wegen dem Vorschlag mit der Party. Er könnte sich nichts schlimmeres vorstellen als seinen Geburtstag groß zu feiern. Das hatte Flo einmal für ihn gemacht und nach nicht mal dreizig Minuten hatte er sich weggeschlichen.

      „Bei dem Thermenurlaub wäre ich schon fast wieder dabei, aber nur wenn wir daraus ein privaten Spa-Urlaub machen. Ich hab echt keine Lust auf massenweise frisch verliebte, kitschige Paare die mir an meinem Geburtstag auf die Nerven gehen.“ meinte er grinsend. „Aber weist du worauf ich tatsächlich mal Lust hätte?“ die Frage war mehr oder wenig rhetorisch gestellt, Jayden konnte nicht wissen was der Künstler eigentlich schon länger mal an seinem Geburtstag gerne machen wollte. „Es gibt so kleine Hütten, mitten im Wald, weit weg von jeglicher Zivilisation. Einfach mal ein Wochenende komplett für sich sein. Keine Handys, keine Technik, Sternenhimmel, Natur. Im besten Falle schneit es im Februar dann noch und man könnte den ganzen Tag einfach vor dem Fenster sitzen, dem Schnee zu schauen und nichts tun.“ Seine Erzählung war irgendwann schon fast in ein leichtes Schwärmen geraten. Allein der Gedanke an seinem Geburtstag mal nicht von roten und rosa Herzen überschlagen zu werden, war ein Traum den er schon länger brutal begraben hatte.

      Bei Jaydens Vorschlag, dass er einfach Noels Geschenk werden würde, lachte er leise auf, zog den Studenten an der Hüfte näher zu sich, drückte ihm sanft einen Kuss auf die Halsseite und hauchte ihm dann leise ins Ohr. „Ich brauch kein Geschenk, Jayden.“ das meinte er ernst. Es würde ihm voll und ganz reichen die Zeit mit dem Studenten einfach in kompletter Zweisamkeit zu genießen.
      „Und bitte unterstehe dich mir sowas wie Pralinen oder Rosen schenken zu müssen okay?“ es gab nicht viele Dinge die ihm wichtig waren, aber er stand nicht auf kitschige Geschenke und vor allem Pralinen und Rosen, gehörten in seinen Augen zu den kitschigsten Sachen die man einem am Valentinstag schenken könnte und vor allem wollte er an seinem Geburtstag eher weniger dran erinnert werden was der Rest der Welt an dem Tag feierte.

      „Meine Lieblingsfarbe ist übrigens grün, dunkelgrün…also so ein sattes, dunkles Waldgrün.“ er hatte sich wieder ein wenig von Jay gelöst, schaute ihm in die Augen und lächelte dann leicht. „und Bernstein, den man in die Sonne hält.“ zwinkerte er. Er wusste nicht ob Jay die Andeutung verstand, aber es war nicht gelogen. Bernstein war ein wirklich wunderschönes Material und erinnerte ihn an so viel was er mochte. Er gab ihm das Gefühl von warmen Herbsttagen, wenn die Sonne durch das Mineral fiel, sah es fast genau so aus wie wenn sich die Sonnenstrahlen durch die gefärbten Herbstblätter der Bäume kämpfte und das war auch einer der erste Gedanke den er bei Jaydens Augen empfand.
    • "Mann, bist du langweilig. Ich meine, ich versteh schon, dass du das jetzt wahrscheinlich 26 Jahre aushalten musstest, aber lass mir doch meinen Spaß. Be my Valentine?", fragte er amüsiert. Manche Dinge musste Noel definitiv lockerer nehmen. Was war schon dabei, am Valentinstag Geburtstag zu haben? Selbst wenn er Kitsch hasste, war es witzig. "Außerdem gibt es gegen Schokolade und Blumen nicht viel einzuwenden, egal an welchem Tag. Du kannst mir nicht ernsthaft erklären, dass du dich nicht über Schokolade freuen würdest" Jay zog eine Augenbraue hoch.

      Er ließ sich an Noel heranziehen und grinste. "Außerdem solltest du dir zweimal überlegen, mich als Geschenk abzulehnen", betonte er. "Wenn du dir alles von mir wünschen kannst, was du willst" Er zuckte mit den Schultern. "Oh, das wäre auch mein ideales Geschenk, ich würde dich nämlich zwingen, für mich zu singen, oder so" Auf jeden Fall würde er die Chance nutzen, irgendetwas von Noel zu bekommen, das er sonst nie machen würde. Diese Chance würde er nicht an Sex verschwenden.

      Jays Grinsen schwand leicht, als Noel schon wieder Anspielungen auf seine Augen zu machen schien. Es war unheimlich kitschig und Jay war es irgendwie peinlich, aber gleichzeitig brachte Noel diese kleinen Flirts auf so natürliche Art rüber, dass sie immer funktionierten. Jemand musste Jay mal erklären, wie es sein konnte, dass so eine Aussage ein Kribbeln in seinem Magen auslösen konnte. Vielleicht lag es aber auch an Noels Lächeln und dem kleinen Zwinkern. Warum war er so süß?
      "Ich weiß nicht, womit deine Augen sich am besten vergleichen lassen, aber sie sind auch meine Lieblingsfarbe", murmelte Jay.
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    • Noel verdrehte grinsend die Augen. „vielleicht lasse ich mich ausnahmsweise mal dazu bereit schlagen den Valentine von jemanden zu sein, aber wirklich nur ausnahmsweise.“ die Worte kamen weniger ernst rüber als er die eigentlich hätte klingen lassen wollen, was wohl primär an dem Lächeln lag welches er nicht unterdrücken konnte. Allein durch Jays Worte hatte sich ein angenehmes Gefühl in seinem Körper ausgebreitet. Vielleicht sollte er das wirklich einfach mal zulassen, statt alles abzublocken.

      „Ich hab nichts gegen Schokolade und Blumen.“ stellte er klar. „Solang es keine langweiligen roten Rosen und billig Schokolade in Herzchenform ist. Und außerdem bin ich der Meinung, keinen Tag zu brauchen um der Person die ich mag eine Freude zu machen. Ich kann dir auch die anderen übrigen dreihundertvierundsechzig Tage in Jahr Geschenke machen und muss dafür nicht erst irgendeinen unbedeutenden Tag im Februar abwarten.“ meinte er ernst. Dass er eher wegen seines Zweitnamens den Valentinstag so sehr verabscheute wie er es nun mal tat, lies er aus.

      „Ich würde dich definitiv nicht als Geschenk ablehnen.“ kam grinsend von ihm. „Ich würde das jeden Fall genießen.“ meinte er mit einem kleinen Funkeln in den Augen. Und wie er das genießen würde. Es war nicht so das er Jayden zu irgendwas überreden oder gar zwingen würde, Noel war nicht der Typ dafür und sah auch nicht den Grund einen Menschen den er gern hatte zu irgendwas zwingen zu wollen, was nicht hieß dass er das nicht trotzdem genießen konnte. „Ich würde mich definitiv weigern für dich zu singen.“ meinte er lachend. „Aber dann weiß ich schon mal was ich dir nicht schenken werde.“ grinste er schon fast ein wenig diabolisch.

      Als Jayden dann über die Augen des Franzosen redete verschwand das diabolische Grinsen von seinem Gesicht und Noel drehte kurz seinen Kopf weg. „Das klang gerade richtig kitschig.“ murmelte er um das Lächeln welches sich auf seine Lippen geschlichen hatte ein wenig zu vertuschen. Eigentlich stand er echt nicht auf Kitsch und trotzdem lösten die Worte wieder etwas bei ihm aus was er nicht beschreiben konnte.
    • „Okay“, antwortete Jay in zustimmendem Ton. „Du hast recht, das ist scheiße, aber das heißt ja nicht, dass man sich nicht trotzdem ab und zu etwas mehr Mühe geben kann. Kein Mensch hält es aus, jeden Tag des Jahres seines beste Version zu sein“ Jay war sich jedenfalls sicher, dass er nicht der einzige mit der Schwäche war, ab und zu mal etwas zu beschäftigt mit sich selbst zu sein. Man konnte andere ja nicht immer zu seiner Top Priorität machen, oder? Jedenfalls nicht, wenn man ein eigenes Leben hatte, dass immer wieder mal drohte auseinanderzufallen. Okay, vielleicht waren es teils Schuldgefühle, die Jay motivierten, sich zu Feiertagen Mühe zu geben, aber hoffentlich nahm Noel ihm dieses Outlet nicht weg.
      „Du singst aber wenigstens ‚Happy Birthday‘, oder?“, fragte er und zog übertrieben skeptisch eine Augenbraue hoch.

      Jay drückte Noel einen Kuss auf, nachdem er sich wieder gefangen hatte und seine eigenen Worte ihm ein wenig peinlich wurde. Er rieb ihm ein paar Mal über die Oberarme, bevor er sich befreite und zurück an den Tisch setzte. Da warteten noch einige Croissants darauf, verschlungen zu werden.
      „Du bist zuerst kitschig gewesen“, sagte er letztlich, weil er keine bessere Verteidigung hatte, und schob sich ein Croissant in den Mund.


      Der Tag verlief genau so, wie Jay sich seine freien Tage vorstellte. Faul, entspannt, und voller Nichtstun. Er arbeitete eine Weile an einem Essay, hatte jedoch den Fernseher im Hintergrund laufen und war zu tief in die Couch gesunken, um nicht aufzugeben. Danach tat er wirklich nichts mehr und war sogar irgendwo mitten am Tag für eine Stunde eingeschlafen. Er war in Noels Wohnung deutlich entspannter als zuhause, weil es sich einfach wie ein kleiner Urlaub anfühlte, hier zu sein. Je näher der Abend jedoch rückte, desto aufgeregter wurde Jay, weil Noel keinerlei Informationen durchsickern ließ. Er fragte aber auch nicht. Er wollte überrascht werden.
      Er hatte vorgehabt, sich von Noels Outfit inspirieren zu lassen, aber das ging schlecht, wenn er sich ständig übertrieben schick anzog und Jay eine sehr eingeschränkte Garderobe zur Verfügung hatte. Er hatte zwar daran gedacht, sich nochmal frische Klamotten mitzunehmen, bevor er gestern Mittag zurückgekommen war, aber jetzt musste er hoffen, dass sie nicht deutlich zu leger waren. Er trug einen weißes Shirt, ein lockeres, kariert hellblaues Hemd darüber und eine dunkelblaue sehr lockere Jeans. Dazu eine Uhr und eine silberne Kette, weil er nichts gegen Accessoires hatte, aber neben Noel fragte er sich immer, ob er einfach seine Arbeitskleidung aus der Karaokevar hätte tragen sollen.
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