Genderswitch [Ukizilla&Royal]

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • Devon 'Alexander' von Rittstein

      Ein amüsiertes Lächeln lag auf den Lächeln des Prinzen, als die Prinzessin tatsächlich recht grob seinen Arm annahm und er musste sich wirklich Frage, ob die Gerüchte über die sanfte und freundliche Prinzessin übertrieben oder gar gelogen waren, oder er es tatsächlich geschafft hatte es viel zu weit zu treiben und gar eine Person mit unendlicher Geduld gegen sich aufzubringen.
      War das Gespräch über Bastarde wirklich so schlimm gewesen? Ob er sie in ihrem Stolz als Frau verletzt hatte? So recht konnte er das nicht einschätzen, auch wenn er eigentlich selber eine war. Doch es war wohl etwas anderes, als Frau geboren worden zu sein oder als solche erzogen zu werden.
      Oder fühlte sie sich wohl mit einem Mal so wohl in seiner Gegend, dass sie die Maske der netten Prinzessin ganz aufgegeben hatte? Wohl kaum. Aber es war ein durchaus amüsanter Gedanke.
      Nicht ganz so amüsant war der Tritt, der daraufhin folgte und Devon konnte sich das schmerzverzerrte Gesicht nicht verkneifen, auch wenn er schon sehr schnell wieder zu Lächeln begann und versuchte es trotz dem pochenden Fuß aufrecht zu erhalten.
      Vielleicht war es doch keine so gute Idee nach Francis Dornen zu tasten.
      „Natürlich, natürlich... nur weiter Lächeln...“, murmelte er und fand sich tatsächlich bei dem Gedanken wieder, es ihr zu vergelten und stattdessen auf ihren Fuß zu treten. Ihm war zwar bewusst, dass es schändlich für einen Mann war, einer Frau Leid anzutun – auch wenn er schon öfter Zeuge davon geworden war, wie eine Magd für ihr vergehen geohrfeigt wurde, was ihn sich wieder Fragen ließ, ob das zu diesen Dingen gehörte, die man zwar sagte, an die sich aber die wenigsten so richtig hielten – aber technisch gesehen war er selber eine Frau, also... nein.
      Gedanklich schüttelte er den Kopf, so durfte er gar nicht erst denken.
      Es war kindisch. Und er hatte noch nie wirklich ein Kind sein dürfen. Auch heute nicht, auch jetzt nicht.
      „Ich muss eure Gefühle wohl wirklich verletzt haben... was?“, stellte er fest, es war weniger eine Frage, als er sie zu ihrem Zimmer führte, wo er dann sanft seinen Arm wieder zurück zog und sich mit einer Verbeugung verabschiedete.
      „Ich wünsche euch noch einen angenehmen Abend... Prinzessin.“
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    • Francis von Aurora

      Je mehr Francis dran dachte, dass sie sich hatte so aus der Ruhe bringen lassen, desto mehr nervte es sie. Sicher lag es daran, dass ihre Mutter ihr heute schon so sehr auf die Nerven gegangen war, dass sie vorsichtig sein musste bei ihrem zukünftigen Mann und deshalb hatte sie sich zu seltsam verhalten und zu sehr seine Worte auf die Krautwaage gelegt und war übervorsichtig gewesen. Aber er hatte auch nicht die guten Manieren, die man ihm nachgesagt hatte, denn sonst hätten sie sicher nicht so ein Gespräch geführt gehabt. Noch immer machte sie sich Gedanken über seine Gründe, die er ihr verschwiegen hatte, doch immerhin würde auch Francis daraus profitieren.
      Nun aber galt es den kleinen Triumph auszukosten als Francis einen Blick auf sein Gesicht erhaschte, dass den Schmerz eindeutig zeigte. Es war eine Genugtuung für sie, denn immerhin hatte er mit ihr und ihren Gefühlen gespielt. Hätte er als der Kronprinz nicht einfach so seinen Willen durchsetzen können und selbst in Hochzeit rauszögern?
      Francis lächelte natürlich brav, aber ihr war immerhin auch niemand auf den Fuß getreten. Erst seine Frage, auf die er sicher keine Antwort erwartete, brachte sie etwas dazu ihr Lächeln zurück zu halten. Am liebsten hätte sie ihm nun gesagt, dass er sie einfach überrumpelt hatte und er sich ja nichts drauf einbilden sollte, doch immerhin waren sie nun nicht mehr alleine und da hieß es auf jeden Fall die Maske auf zu behalten.
      Francis verbeugte sich nun also als er ihren Arm losließ und sich verabschiedete. Und auch wenn sie vorsichtig sein sollte, so war sie auch etwas enttäuscht. Auch wenn sie es nie offen zugeben würde, so hatte ein Teil von ihr diese lockere Begegnung doch genossen. Auch wenn beide sich noch immer umschlichen und keiner von ihnen seine Maske ganz hatte fallen lassen, so hatte sie dem Prinzen doch recht viel von sich Preis gegeben und auch von ihm hatte sie nicht erwartet, dass er sich zumindest soweit öffnen würde um mit seiner Bitte an sie heran zu treten.
      „Ich wünsche Euch auch noch einen angenehmen Abend.“, meinte sie und musste nun dank ihm keine Ausrede finden sich zurück zu ziehen, da er sie zu ihrem Zimmer gebracht hatte. Wenn sie die Hochzeit hinauszögern wollte, dann würde eine Krankheit doch schon mal ein guter Start sein oder zumindest ein Schwächeanfall, der ihr den Abend versaute und deshalb eine längere Kennenlernphase brauchte, und dafür hatte er ja nun die perfekte Grundlage geschaffen.
    • Devon 'Alexander' von Rittstein

      Mit einem Lächeln sah er dabei zu, wie die Prinzessin hinter den schweren Türen ihres Zimmers verschwand, bevor er sich letztendlich ein tiefes Seufzen erlaubte und sich durchs Haar strich.
      „Ob das wohl funktionieren wird...?“, murmelte er zu keinem geringeren als sich selbst, aber wenigstens schien sich Francis dazu bereit erklärt zu haben, seiner Bitte zu folgen und wenn sie das selbe Temperament an den Tag legte, wie sie es ihm gegenüber getan hatte... könnte es vielleicht tatsächlich funktionieren.
      Wenn nicht, würde er sich halt einen Plan B ausdenken müssen. Die Hochzeit durfte auf gar keinen Fall kommen, nicht so früh. Nicht, bis er wusste, was seine Mutter plante. Doch das war der schwere Teil des ganzen: nach ihren Plänen zu tasten.
      Letztendlich kehrte der Prinz zum Festsaal zurück, entschuldigte seine Verlobte mit den Worten, dass die Reise lang und beschwerlich war und sie sich für den Abend zurück ziehen musste, bevor er selber den Rest des Abends mit teilweise mehr, teilweise weniger politischen Gesprächen verbrachte.
      Nur zu gerne hätte auch er sich zurückgezogen, aber diese Verlobungsfeier galt immerhin ihnen beiden, somit musste er bis zum bitteren Ende bleiben oder zumindest lange genug, dass die Gäste zufrieden waren. Hin und wieder wurde sich nach seiner Verlobten erkundigt, sicherlich hatten einige gehofft, die Prinzessin wäre empfänglicher für ihre Ideen und Freundschaft. Nicht das Devon zulassen würde, dass man versuchte seine Verlobte für seine Zwecke zu nutzen.
      Wobei er sich nach dem heutigen Abend nicht mehr so sicher war, ob man den Gerüchten über sie glauben konnte. Wer weiß? Vielleicht war sie nicht so naiv, wie man ihr nachsagte.

      Avantia Serpus

      „Sie müssen aufstehen, Francis. Ihre Anwesenheit wird beim Frühstück erwartet.“, zog die persönliche Maid der Prinzessin von Aurora die großen und schweren Vorhänge auf, damit das Zimmer vom Licht des Morgens durchflutet werden konnte und der Prinzessin somit ein mehr oder weniger sanftes erwachen ermöglichte.
      Es mag unhöflich sein, eine Person von solch höherem Stand direkt mit dem Vornamen anzusprechen, da es jedoch etwas eigenartig war ihn weiterhin Prinzessin zu nennen, obwohl sie von seinem Geheimnis wusste, hatten sie sich darauf geeinigt, dass Avantia ihn bei seinem Vornamen nennen durfte, zumindest wenn keine hohe Gesellschaft zugegen war.
      Sie legte bereits das Kleid für den heutigen Tag aus und gab Francis damit etwas Zeit wach zu werden.
      „... übrigens... ihr Verlobter hat eine Hilfskraft geschickt. Soll ich sie wieder weg schicken? Sie wartet im Vorzimmer.“, ließ Avantia sie wissen und blickte sie erwartungsvoll an. Wenn es nach der Älteren ging, hätte sie sie schon längst verscheucht. Tatsächlich hatte sie es auch versucht. Immerhin war sie der Meinung, dass Francis keine andere Maid außer sie brauchte und das erhöhte nur das Risiko, dass sein Geheimnis entdeckt wurde.
      Doch egal was sie gesagt hatte, die Fremde Maid mit dem Namen Krista wollte einfach nicht gehen.
      Doch mit einem direkten Befehl der Prinzessin würde sie das doch sicherlich tun, nicht wahr?
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    • Francis von Aurora


      Diese Verlobungsfeier war die kürzeste Feier auf der Francis je gewesen war und dabei war es ihre eigene Feier gewesen. Die Blonde ließ sich nun erstmal rücklings aufs Bett fallen. Eigentlich war es noch zu früh und doch passte ihre Ausrede, denn Francis fühlte sich von dem ganzen Hin und Her ziemlich ausgelaugt. Noch wusste sie nicht so ganz was der Prinz im Schilde führte und auch, wenn er meinte, dass er sie nicht anfassen wollte, so war sie dennoch nicht sicher. Wenn man je heraus fand, vor oder nach der Hochzeit spielte dabei keine wirkliche Rolle, dass sie ein Mann war, dann würde sie sicher nicht mehr lange leben.
      Eine Welle der Zukunftsangst packte Francis zusammen mit der Frage, ob sie nicht einfach hätte netter sein sollen zum Prinzen, wie sie es bis jetzt zu jedem anderen Mann gewesen war. Doch wenn sie ehrlich war: Ein Teil von ihr hatte gehofft, dass er sie nicht mögen würde und dann zu seinen Eltern gehen um die Hochzeit zu stoppen, doch scheinbar hatte er genau so wenig was zu sagen wie sie selbst.
      Francis richtet sich auf und sah sich um. Das Zimmer war recht hübsch und doch fühlte sie sich jetzt gerade unwohl. Es blieb die Frage wie der Prinz sie kontrollieren wollte und diese Gedanken und Fragen beschäftigten sie bis sie schließlich zu Bett ging.


      Erst als sie am Morgen die Stimme ihres Zimmermädchens sie weckte wurde Francis langsam wieder bewusst, dass sie nicht Zuhause war. Auch wenn sie dort auch nicht wirklich sicher gewesen war, so sehnte sie sich etwas danach. „Es ist zu früh und ich bin müde.“, kam verschlafen von Francis, die sich die Decke über den Kopf zog. Zu lange hatte sie die Nacht dann doch noch wach gelegen, den Geräuschen im Gemäuer gelauscht und dabei darüber nachgedacht wie sie die Hochzeit verschieben konnte oder gar ganz platzen lassen.
      Nun hörte sie wie Avantia sich daran machte das Kleid für heute zurecht zu legen und Francis hatte zwar Lust das Schloss genauer unter Augenschein zu nehmen, doch andererseits war sie müde und das Bett bequem. Doch als sie nun die Aussage wegen der Hilfskraft hörte setzte sich Francis sogleich kerzengerade im Bett auf. „Was? Was fällt ihm ein?“ Sogleich war Francis wach und aus dem Bett. Zu gut verstand sie die Gefahr, die von so einem Spion ausging, denn nichts anderes wäre diese Person. Er wollte nur Augen und Ohren in ihrer Nähe haben.
      Schnell warf sich Francis einen Morgenmantel über die Schultern und ging energisch und dennoch grazil und erhobenen Hauptes in den Vorraum. „Guten Morgen. Es ist mir egal wer dich schickt, ich möchte, dass du wieder gehst. Ich habe keinen Bedarf für deine Dienste.“, sagte sie streng und musterte die Hilfskraft. Wenn sie den Prinzen wiedersehen würde, dann würde sie ihm aber gründlich die Meinung sagen. Vielleicht sollte sie ihn nur aus Trotz doch gleich heiraten und so seine Pläne vereiteln.
    • Krista Namohin

      Krista wusste nicht so recht, wie lange sie schon im Vorraum zum Zimmer der Prinzessin und zukünftigen Königin stand, ihren Blick dabei über das luxuriöse Mobiliar schweifen lassend.
      Natürlich war dieser Raum mit einigen Sitzmöglichkeiten bemöbelt, dennoch dachte die Braunhaarige nicht einmal daran sich zu setzten. Das wäre unhöflich. Es stand einer Maid nicht zu sich während der Arbeit zu setzten, außer natürlich es war eine Tätigkeit, die besser im Sitzen gemacht werden konnte. Und warten gehörte nicht dazu.
      Sobald sich die Tür zum Schlafzimmer der ausländischen Prinzessin öffnete, streckte Krista ihren Rücken durch und stellte sich besonders gerade hin, die Hände übereinander im Schoß gehalten und sie machte sich bereits daran sich halb zu verbeugen, als ihr gesagt wurde, dass ihre Dienste nicht gebraucht wurden.
      Fast hätte sie gelächelt. War die Prinzessin nicht nur mit einer einzigen Maid angekommen? Wie konnte sie da nicht die Dienste von weiteren gebrauchen? Der Adel den sie kannte war immerzu von mindestens fünf Bediensteten umgeben. Oder war sie das Problem? War die Prinzessin wohl nicht so naiv wie gesagt wurde?
      „... dürfte ich erfahren, womit sie mit mir unzufrieden sind, eure Majestät? Der Befehl euch zur Seite zu stehen kam direkt vom Prinzen... ich fürchte ohne guten Grund kann ich nicht einfach wieder gehen.“, kam es letztendlich mit einer fast schon monotonen Stimme von der Braunhaarige, während sie versuchte ein möglichst besorgtes Gesicht zu machen, als hätte sie tatsächlich Angst vom Prinzen dafür bestraft zu werden, wieder weggeschickt zu werden, auf die Freundlichkeit der Prinzessin pokernd.
      Mag sein, dass Devon sie geschickt hatte, um ein Auge auf Francis zu werfen und Augen und Ohren offen zu halten... auf der anderen Seite wollte Krista sich auch auf die gute Seite der zukünftigen Königin stellen.
      Es mag noch in den Sternen stehen, ob die beiden heiraten würden oder nicht, vor allem wenn die Pläne des Prinzen Früchte trugen, dennoch hatte dieser keine andere Wahl als irgendjemanden zu heiraten, wenn er... sie den Thron besteigen wollte.
      Wieso sich dann nicht persönlich ein Bild davon machen, ob man dieser blonden Prinzessin trauen konnte und sich dabei auf ihre gute Seite stellen?
      Den misstrauischen und offensichtlich feindseligen Blick der persönlichen Maid der Prinzessin ignorierte sie dabei geflissentlich.
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    • Francis von Aurora


      Kaum hatte die Maid zu ihrer Frage angesetzt was Francis störte, da wusste sie, dass sie sich schwer dagegen wehren konnte und noch schlimmer: Ihm sogar in die Hände gespielt hatte mit ihrem schnellen Abgang gestern und dem Anfang des Gerüchtes, dass sie krank werden würde und man deshalb die Hochzeit noch etwas schieben müsse. Dieser hinterhältige Prinz hatte sicher schon alles auf lange Sicht geplant gehabt und nun saß Francis in der Falle. Wenn sie ablehnte, dann würde er sicher bald einen Ersatz schicken mit dem Vorwand der Sorge um seine Verlobte und sie würde nicht ewig ablehnen können. Die blonde Prinzessin kam nicht umhin sich zu fragen welche Trümpfe Devon noch in der Hand hatte.
      „Der gute Grund ist, dass wir noch nicht mal verheiratet sind und er mich dennoch schon übergeht.“, meinte sie schnippisch, entgegen ihrem Ruf, den sie sich so mühsam aufgebaut hatte. Francis wusste, dass sie sich gestern drauf geeinigt hatten die Hochzeit zu verschieben und immerhin würde es auch ihm in die Karten spielen, zumindest, wenn der Prinz dann zu seinem Wort stehen würde und so nie rauskommen würde, dass er eigentlich ein Mann war. Doch wenn sie die Hochzeit schieben wollte, dann würde sie am besten beide Möglichkeiten verfolgen, denn wer würde schon eine zickige und kranke Prinzessin vor einen Altar schleppen. Entgegen ihrem Ruf und ihrer Art verschränke sie nun die Arme vor dem Brustkorb und musterte mit überheblicher Miene die Bedienstete vor sich.
      „Du kannst bleiben, aber ich erwarte Loyalität und ich will dich nicht hinter diesen Türen haben.“ Sie deutete hinter sich zu ihrem direkten Schlafgemach. Wenn man fragte, dann würde sie immer noch behaupten können, dass sie Angst hatte diese Krista wäre eine Attentäterin. So würde Francis sie nicht wegschicken müssen, aber auch keine Gefahr laufen entdeckt zu werden, auch wenn diese dabei stieg, wenn sie jemanden in ihrer Nähe hatte, dem sie nicht vertraute.
      „Komm Avantia. Hilf mir, mich anzuziehen. Wir wollen doch meinen Verlobten nicht warten lassen.“ Sie würde sich nun auch leider Avantia gegenüber etwas Herrischer verhalten müssen, doch dieser würde sie die Situation nachher noch erklären. Nun hieß es sich anzuziehen und ein ernstes Wort mit Devon zu reden, wenn sie ihn sah.
    • Krista Namohin

      „... verzeiht. Wenn ihr eure Bediensteten lieber persönlich aussuchen wollt, könnte ich dem Prinzen...“, wollte sie ihr gerade vorschlagen, verblüfft und überrascht über den schnippischen Ton der Prinzessin, als sie auch schon verkündete, dass Krista bleiben durfte.
      Sie blinzelte etwas verwirrt, da sie nicht so recht schlau aus der Prinzessin wurde. Sie verhielt sich nicht wie es in den Gerüchten hieß, offenbar konnte Krista nicht an ihre Herzensgüte appellieren... wie umständlich.
      „... selbstverständlich. Ich werde ihnen gegenüber loyal sein und respektiere ihren Wunsch.“, verbeugte sich die braunhaarige Maid, auch wenn sie wusste, dass sie ersteres nicht einhalten würde. Was hatte diese blonde, neue Prinzessin die kaum jemand in diesem Palast kannte schon in der Hand, um ihre Loyalität zu kaufen, vor allem im Gegensatz zum Prinzen?
      Und wenn diese Prinzessin nicht so naiv war, wie sie aussah, dann wusste sie das sicherlich auch.

      Avantia Serpus

      „... s-selbstverständlich, Prinzessin!“, antwortete Avantia ein paar Momente zu spät und folgte Francis in ihr Schlafgemach, überrascht und verwundert wieso die sonst so freundliche Prinzessin sich einer Bediensteten gegenüber so herrisch verhielt.
      „Ihr habt doch nichts... komisches gegessen gestern Abend, oder?“, erkundigte sie sich daher flüsternd, während sie Francis gewissenhaft wie immer dabei half sich anzukleiden.
      Dabei hatte sie die Tür zum Vorzimmer nicht nur abgeschlossen, sondern auch ein Tuch in das Schlüsselloch gesteckt, damit die neue Maid auf gar keinen Fall hinein sehen konnte.
      Das wäre eine Katastrophe, wenn sie von Francis wahrem Geschlecht erfahren würde!
      „Seid... seid ihr euch sicher, dass es eine gute Idee ist, diese Bedienstete zu behalten...?“, machte sich Avantia keine Mühe ihr Misstrauen zu verstecken.
      Mag sein, dass es etwas anstrengend werden würde alle Pflichten alleine zu erledigen, doch das Geheimnis des Prinzen zu schützen war deutlich wichtiger!
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    • Francis von Aurora


      Kaum waren die Worte Francis über die Lippen gekommen erfasste sie Panik. Vielleicht hatte sie doch zu schnell nachgegeben und hätte sich einfach länger sträuben müssen. Doch in diesem Moment hatte sie sich überrumpeln lassen und keinen anderen Ausweg gesehen als zuzustimmen. Francis biss sich von innen in die Wange, damit sie nun nichts Dummes sagte.
      Am liebsten würde sie nun ihr Schlafgemach nicht mehr verlassen und sich hier verstecken. Auch wenn der Prinz ihr gesagt hatte, dass er auf ihrer Seite war und sie, wenn sie ihm half, nicht bedrängen würde, so zweifelte Francis langsam an diesen Aussagen. Zwar hatte sie nicht wirklich dran geglaubt, aber dass er so spielen würde, damit hatte sie auch nicht gerechnet.
      Als sie die Frage von Avanti hörte, seufzet sie und schloss die Augen, während sie langsam den Kopf schüttelte. „Ich denke nicht, dass es gut ist sie hier zu haben, aber ich hatte Panik und war überrumpelt. Genau dies wollte der Prinz auch erreichen.“ Vielleicht gab es aber noch eine Chance sie wieder loszuwerden, wenn Francis dem Prinzen eindringlich ins Gewissen redete oder eher ihn erpresste. „Wenn ich es nicht rückgängig machen kann, dann gib ihr dumme Aufgaben, die sie einfach beschäftigt halten. Solange sie nichts merkt.“
      In der Zwischenzeit war Francis auch vollkommen angekleidet und würde es nun nicht länger aufschieben können zum Frühstück zu gehen. „Du hast mein volles Vertrauen, Avanti. Wir sehen uns nachher wieder.“ Mit diesen Worten machte sich der Blonde auf dem Weg zum großen Speisesaal, in dem man ihn in seiner Tarnung zum Frühstück erwartete.
      Unten angekommen wurde sie wieder, wie am Abend, mit dem nötigen Respekt behandelt, den ihr Stand ihr einbrachte. Die Wachen standen auch hier neben der Tür und Francis musste sich eingestehen, dass es schon sehr edel und schön hier war. Die großen Flügeltüren wurden ihr geöffnet und erhobenen Hauptes betrat sie den Saal. Nun hieß es, wie auch zuhause immer, keine Angst zu zeigen, denn sonst wurde man gefressen. „Guten Morgen.“, kam mit einem freundlichen Lächeln von Francis.
    • Avantia Serpus

      „Ich... ich verstehe. Der Prinz muss wirklich ein schrecklicher Mann sein, wenn er euch jetzt schon unter Beobachtung stellt.“, flüsterte die Maid zurück und obwohl sie den Prinzen bisher noch nicht zu Gesicht bekommen hatte – und eigentlich gehofft hatte, dass die Gerüchte über diesen wenigstens ein wenig stimmten und ihre Prinzessin... ihr Prinz? Jemanden netten an ihrer Seite hätte, auch wenn sie sich nicht vorstellen wollte, wie das mit zwei Männern funktionieren sollte – konnte sie den aufkeimenden Unmut und Hass diesem Gegenüber nicht verstecken.
      Wäre sie die Maid des Prinzen, würde sie einen Fleck auf seiner Kleidung verstecken, damit er sich vor anderen lächerlich macht.
      „Selbstverständlich. Du kannst dich auf mich verlassen, Francis. Ich werde sie keine Sekunde lang aus den Augen lassen und beschäftigt halten.“, nickte sie geflissentlich mit dem Nachthemd in den Armen und folgte Francis noch bis zur Tür seines Gemachs, um ihre Prinzessin mit einem Lächeln zu verabschieden.
      Doch sobald die Blonde das Zimmer verlassen hatte, wandte Avanti ihren alles andere als freundlichen Blick auf die neue Maid und machte sich in Gedanken bereits eine unglaublich lange Liste an Aufgaben.
      Wollen wir doch mal sehen, ob sie sie nicht vertreiben konnte.

      Devon 'Alexander' von Rittstein

      „Ohhh, guten Morgen meine Liebe! Setzen sie sich doch, setzten sie sich. Sie kommen gerade rechtzeitig, dass Frühstück wird jeden Moment serviert.“, begrüßte der alte König sie mit einem breiten, freundlichen Lächeln, als würde sie bereits zur Familie gehören und bedeutete sie sich auf den freien Platz neben dem Prinzen zu setzen, um ein gemeinsames Frühstück genießen zu können.
      Devon musste sich ein amüsiertes Lachen verkneifen, als ob sein Vater das Essen nicht hätte zurückhalten können, bis Francis eintraf.
      Mit einem freundlichen Lächeln und einem Nicken begrüßte er die blonde Prinzessin und als ein Diener sich daran machen wollte der Dame den Stuhl zurück zu ziehen, bedeutete Devon ihm es zu lassen.
      „Lasst mich das machen.“, verhielt er sich ganz wie ein perfekter Gentleman und zukünftiger Ehemann, als er sich von seinem Platz erhob um Francis den Stuhl zurück zu rücken und diesen wieder nach vorne zu schieben, sobald sich diese gesetzt hatte.
      Die Maske der Prinzessin war wirklich perfekt, man sah nichts mehr von ihrer Wut des gestrigen Abends, als sie sich zu zweit unterhalten hatten, aber irgendetwas sagte ihm, dass sie am liebsten wieder nur mit ihm alleine gesprochen hätte.
      Wahrscheinlich war er wusste, dass Krista sich bereits vorgestellt haben musste.
      „Sie sehen auch heute wahrlich wunderschön aus, ich hoffe doch es fehlt ihnen an nichts?“, begann Devon mit einem leichten Gespräch, als das ausgiebige Frühstück serviert wurde.
      "Wenn du noch etwas brauchst, musst du es nur sagen. Ich hoffe doch das Zimmer ist groß genug für dich, Schätzchen?", mischte sich auch die Königin mit ihrem kalten Lächeln ein, der besonders wichtig war, dass Francis sich hier wohl fühlte.
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    • Francis von Aurora

      Wenn es nach ihr gegangen wäre, dann wäre sie nie hierhergekommen oder noch einfacher: Hätte nie dieses Versteckspiel spielen müssen und einfach als Mann gelebt. Doch nun hatte er keine andere Wahl und musste mit den Karten spielen, die er auf der Hand hatte. Trotzdem wog die Last schwer an manchen Tagen und Francis war einfach nur froh, dass er sich immerhin auf Avantia verlassen konnte. Diese würde die Dinge schon regeln, während die Blonde zum Frühstück war und was sie dann noch für Aufgaben bekam. Sicher würde man ihr nachher noch mehr Zeit mit dem Prinzen einräumen wollen damit die beiden sich auch noch besser verstanden, aber Francis würde dann nur aufpassen müssen ihn nicht zu erwürgen.

      Nun aber, im königlichen Speisesaal, wurde ihr Lächeln erstmal noch eine Spur weicher und herzlicher als sie die Worte des Königs hörte. Es war ihr gestern schon in den Sinn gekommen und wurde heute noch unterstrichen durch seine Worte: Aber sie fand ihn nett. Sicher, man konnte grade beim Adel nie genau wissen was einen erwartete, doch dieser Mann hatte etwas nettes und gütiges an sich. Doch irgendwie wirkte er auch ein bisschen wie ein Kind. Leicht naiv und unbedacht.
      Die Königin hingegen war schwerer einzuschätzen. In der Hinsicht sah Francis woher Devon es hatte so zu sein. Der Apfel fiel eben nicht weit vom Stamm. Wobei, um die Königin so manipulativ wie Devon zu nennen, kannte sie diese zu wenig. Aber irgendwas rieht dem blonden Prinzen in Frauenkleidern, dieser Frau nicht zu vertrauen.
      Als sie nun jedoch an den Tisch herantrat und ein Diener ihr sogleich den Stuhl zurechtschieben wollte, wie es eben normal war, wies der Prinz ihn an es zu lassen und zeigte sich von seiner besten Seite. Wenn er weiter so tat und so zuvorkommend war, dann würde Francis alleine alles tragen müssen um die Hochzeit zu verschieben. Sie hatte gehofft, dass er sich ein bisschen weniger zuvorkommend zeigen würde, doch sicher war dies ihm nicht möglich und deshalb hatte er sie überhaupt um Hilfe gebeten. Sie ließ sich nieder und wartete bis er den Stuhl zurechtgerückt hatte. „Dankeschön.“, meinte sie freundlich und lächelnd, auch wenn sie ihm am liebsten die Leviten gelesen hätte wegen seiner dummen Bediensteten und was ihm einfiel diese zur Spionage zu schicken. Vielleicht sollte sie ihn auflaufen lassen und die Hochzeit durchziehen. Dies ging ihr immer wieder durch den Kopf, doch auch sie profitierte davon, wenn sie es hinauszögerten oder vielleicht sogar aufhielten. Sonst würde es wirklich noch ein Drama in der Hochzeitsnacht geben.
      Als er ihr nun auch noch ein Kompliment machte musste sie sich beherrschen nicht einen dummen Spruch in seine Richtung zu feuern. Was stimmte mit dem Kerl nicht? Francis kam sich vor als wäre sie nur ein Spielball geworden in irgendeinem Spiel, dessen Regeln sie nicht kannte. Ging es allen Frauen so? Doch eigentlich war sie ja ein er und sollte nicht so behandelt werden. Trotzdem behielt sie das Lächeln aufrecht und tat verlegen. Die jahrelange Übung darin half auch hier. Lächeln und Schweigen waren Grundtugenden für eine Prinzessin. Auf jeden Fall würde sich Francis den Prinzen nachher noch mal schnappen und mit ihm reden müssen, unter vier Augen.
      Doch da mischte sich nun auch die Königin in die Unterhaltung ein und eine so freundliche Frage klang aus ihrem Mund und mit diesem Lächeln eher gefährlich. Gegen diese Frau sollte sich Francis also auflehnen und riskieren einen Kopf kürzer zu werden? Die Königin wirkte wie jemand, der einen Gift unters Essen mischte, nur weil man ihr nicht passte und erinnerte den Blonden doch sehr an die rechtmäßige Königin seines Vaters, die jeden männlichen Erben vernichtet hatte. Dennoch war nun die Chance einen Grundstein zu legen für die Verschiebung der Hochzeit, auch wenn Francis damit ihren Ruf versauen musste. Doch was nützte einem ein guter Ruf, wenn man umgebracht wurde, weil man ein Mann war.
      „Das Zimmer ist ganz passabel, nur leider etwas unruhig fand ich es. Nach all den Strapazen der Reise und der Verlobungsfeier habe ich viel zu wenig Ruhe finden können und dies wobei ich mich, wie Ihr sicher gestern mitbekommen habt, zurzeit ein bisschen unpässlich fühle und die Ruhe brauchen werde für die bevorstehende Hochzeit.“ Hoffentlich reichte diese Andeutung, dass sie eine schwache Prinzessin war und ja niemand wollte, dass sie umkippte vor dem Altar. Auch hatte sie versucht es so mitgenommen wie möglich zu sagen damit man dachte, dass es ihr unangenehm war falls die Hochzeit nicht wie geplant laufen würde.
    • Devon 'Alexander' von Rittstein

      Devon musste sich doch tatsächlich zusammen reißen nicht gleich in lautes Gelächter auszubrechen, als Francis ihr bestes gab und die schwächliche Prinzessin spielte. Nicht, weil ihr Schauspiel schrecklich gewesen wäre, nein, nein, ganz im Gegenteil, es war hervorragend. Fast schon zu gut. Und wenn er daran dachte, wie sie sich unter vier Augen verhalten hatte und mit welcher Energie sie wütend geworden war, war es nur zu amüsant, wie sie es nun so aussehen ließ, als wäre das Zimmer nicht ruhig genug gewesen.
      Aber selbstverständlich fing sich Devon wieder schnell, richtete seine Ärmel und schnitt das Frühstück an.
      „Das ist bedauerlich. Ich hätte aufmerksamer sein und Ihnen früher eine Pause anbieten müssen. Die Reise muss wirklich anstrengend gewesen sein, immerhin war es auch ein langer Weg. Sicherlich könnten wir ein besseres Zimmer vorbereiten lassen, nicht wahr, Mutter?“, spielte der junge Prinz mit Freuden mit und dieses Mal wirkte sein Lächeln sogar echt. Wenn auch ein bisschen zu amüsiert.
      „Aber natürlich! Es soll der zukünftigen Königin dieses Landes selbstverständlich an nichts fehlen! Margarette? Margarette! Komm sofort her! Lass sogleich das ruhigste Zimmer des Schlosses vorbereiten!“, zögerte Devon's Mutter keine einzige Sekunde lang.
      „Aber aber, kein Grund die arme Margarette so rum zu scheuchen. Sicherlich kann das auch bis nach dem Frühstück warten.“, klopfte der König seiner Frau sachte auf den Arm, um ihre Aufmerksamkeit wieder auf das Frühstück zu lenken.
      „Nun... nun gut.“, schien die Königin nicht gerade zufrieden damit zu sein, ließ es aber dabei bleiben.
      „Vielleicht würde etwas frische Luft ihnen gut tun, Liebes. Devon könnte ihnen nach dem Frühstück den Garten zeigen?“, schlug der König sogleich mit einer Kopf Bewegung in Richtung seines Sohnes vor.
      „... selbstverständlich. Es wäre mir eine Ehre.“, nahm das Lächeln des Prinzen wieder einen künstlichen Ton an und irgendwie hatte er das Gefühl, dass sie ihm wieder auf den Fuß treten würde, sobald sie alleine waren. Vielleicht würde sie ihn aber dieses Mal auch wirklich schlagen.
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    • Francis von Aurora




      Scheinbar hatte Francis die Rolle der kranken und schwachen Prinzessin gut gespielt, denn der Königin sah man zu gut an, dass sie sehr unerfreut darüber war, was Francis gesagt hatte. Die Blonde setzte einen besorgten Blick auf, um dies nur noch zu untermauern, auch wenn sie aus dem Augenwinkel zu dem Prinzen sah. Sicher würde dies Theater nicht reichen, aber es war bestimmt ein guter Anfang und gefiel ihm sicherlich. "Oh, ein anderes Zimmer könnte vielleicht helfen, wobei ich sehr dankbar auch für mein jetziges Zimmer bin.", bestätigte sie die Aussage der Königin.

      Sie wollte diese mächtige Frau nicht zu sehr gegen den Kopf stoßen und gegen sich aufbringen, weniger wegen Francis’ Ruf, um den sich der Prinz in Frauenkleidern keine Sorgen machte, sondern aus einer Art Vorsicht. So ganz konnte Francis es an nichts fix machen, doch diese Frau schien nicht so ein gutherziger Mensch zu sein wie seine eigene Mutter.

      So ganz verstand Francis auch nicht die Hintergründe von allem, aber die Königin schien die treibende Kraft hinter der Hochzeit zu sein und ganz sicher hatte sie ihre besonderen Gründe dafür. Francis beschloss im Stillen darüber heimlich Nachforschungen anzustellen oder besser anstellen zu lassen. Sicher gab es unter dem Personal eine Art Flurgespräch auch darüber und vielleicht würde sich dann die Bedienstete, die der Prinz ihr geschickt hatte, doch als etwas nützlich erweisen.

      Zum Glück hielt der König die Königin auf gleich eine der Bediensteten loszuscheuchen um ihre Sachen in ein größeres Zimmer bringen zu lassen, doch als Francis nun dachte einmal wenigstens durchatmen zu können seitdem er am Tisch saß, da wurde ihr auch sogleich frische Luft auf gequatscht und dies auch noch in Begleitung.

      Sie wusste ja, dass sie nicht umhin kommen, würde viel Zeit mit dem Prinzen zu verbringen, doch scheinbar hatte die Königin nun vor, dass die beiden jede freie Minute zusammen sein sollten. Innerlich rollte die Prinzessin mit den Augen, doch äußerlich schwand ihr Lächeln natürlich nicht. „Aber natürlich wird mir Luft guttun, ich danke euch Frau Königin, dass Ihr euch so gut um mich kümmert.“Danach drehte sie sich zu dem Prinzen und schenkte auch diesem ein Lächeln. „Und ich danke auch für diese nette Begleitung, wenn ihr es einrichten könntet.“ So würde sie immerhin unter vier Augen mit ihm reden können. Doch nun freute sich die Blonde erstmal auf das Frühstück. All das Grübeln hatte sie hungrig gemacht und die Düfte, die ihr nun immer mehr in die Nase stiegen, verstärkten es nur.
    • Devon 'Alexander' von Rittstein

      „Aber nicht doch, aber nicht doch. Es ist nur selbstverständlich, dass der Zukünftigen meines lieben Sohnes an nichts fehlte.“, erwiderte die Königin mit einem eisigen Lächeln und anhand der Art und Weise, wie sie immer wieder die Hand leicht zur Faust ballte und sie wieder öffnete, war anzusehen, wie rastlos sie war.
      Wahrscheinlich konnte sie es noch immer kaum erwarten nach der Maid zu rufen und alle Habseligkeiten der Prinzessin in ein größeres, ruhigeres Zimmer zu schaffen. Devon erwartete schon, dass genau das nach ihrem Spaziergang passieren würde.
      Dem Rest des Frühstücks folgten einfache, schlichte Gespräche ohne viel Bedeutung, wie sie es wohl in jeder Familie gab. Wie ging es mit Devons Schwerttraining vorran? Waren die Blumen dieses Jahr nicht besonders allerliebst? Und natürlich schwärmte die Königin vom gestrigen Abend, wie hervorragend alles verlaufen war, wie sehr sich die Gäste amüsiert hatten und welch wundervolle Kleider sie zu diesem Anlass getragen hatten.
      Während der König und die Königin immer wieder versuchten Francis in das Tischgespräch mit einzubinden – während der eine wahrhaft herzlich wirkte, wirkten die Worte der Königin eher methodisch, wenn auch mindestens genauso freundlich – doch Devon gab sich damit zu Frieden zu antworten, zu kommentieren und sein Frühstück zu genießen.
      Francis hatte sicherlich genug mit seinen Eltern zu tun, da musste er nicht auch noch auf sie einreden.

      Letztendlich neigte sich das Frühstück dem Ende zu und mit dem Lächeln eines wahren Gentlemans – als welcher Devon sich auch sah – erhob er sich von seinem Platz, zog Francis Stuhl sachte zurück und bot ihr seinen Arm zur Begleitung an.
      „Nun denn, wollen wir uns dann gemeinsam den Garten ansehen? Wie mein Vater bereits sagte, sind die Blumen dieses Jahr besonders schön geworden. Sicherlich werden sie es lieben.“, lächelte er, wobei er sich sicher sein konnte, dass die Prinzessin nicht über Blumen reden wollen würde.
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    • Francis von Aurora



      Die Königin seines eigenen Landes war schon eine schlimme Person und Francis wusste nur zu gut, was diese schon alles getan hatte. Man sprach dort hinter vorgehaltener Hand viel darüber wie viele Jungen sie schon getötet hatte, die Abkömmlinge des Königs waren, nur um ihren eigenen Sohn auf dem Thron zu sehen. Doch irgendwie strahlte diese Königin, ihre zukünftige Schwiegermutter, sogar fast noch gefährlichere Aura aus. Wenn schon eine solche Kleinigkeit sie so scheinbar wütend machte, dann wollte Francis sie lieber nicht gegen sich wissen. Normalerweise, wenn er wirklich ein Mädchen gewesen wäre, dann wäre er nun sicher aus dem Pakt mit Devon ausgestiegen, doch für ihn stand auch zu viel auf dem Spiel. Am liebsten hätte Francis zumindest Avantia vorgewarnt, die sich sicher überrumpelt fühlen würde, von dem spontanen Umzug.
      Doch jetzt hatte der Blonde keine Zeit sich darüber Sorgen zu machen und musste stattdessen den lockeren Unterhaltungen am Tisch folgen und so tun als wären diese interessant. Immer wieder wurde sie mit eingebunden in die Gespräche und versuchte auch dabei ganz freundlich rüberzukommen. Kleider wurden gelobt und auch die Feier als sehr gelungene Veranstaltung besprochen. Wenn Francis nun schon zu sehr auf den Putz hauen würde, dann würde sie nur zu viel Aufmerksamkeit erregen. Stattdessen wollte sie lieber noch mal mit Devon drüber reden, was nun wirklich der Grund war und wie sie am besten vorgehen sollten. Es wunderte sie immer noch, dass sie diese Chance hatte auf einen Ausstieg. Dieser hingegen brachte sich nur aufs Nötigste ins Gespräch ein und irgendwie fühlte sie sich dadurch ein bisschen verraten. Es fühlte sich alles hier wie ein Tanz auf einem Vulkan an.
      Francis konnte nicht mal sagen was und wie viel sie gegessen hatte als diese Farce endlich ein Ende fand. Auch wenn nun die Unterhaltung mit Devon folgen würde, so war ihr dies dennoch viel lieber als weiter hier zu sitzen. Noch ein bisschen würde Francis durchhalten müssen und nahm nun dankend den Arm von dem Prinzen an. „Oh, ich freue mich schon sehr drauf die Blumen und den ganzen Garten zu sehen.“ Dies war nicht mal gelogen, denn Francis mochte Blumen, doch wie beim Essen hatte, sie schon die leise Ahnung, dass sie wenig davon mitbekommen würde. So ließ sie sich nun von ihm raus führen und wusste, dass sie noch ein bisschen durchhalten musste, bis sie ihn fragen konnte was hier eigentlich wirklich los war.
    • Devon 'Alexander' von Rittstein

      Mit einem stetigen Lächeln auf den Lippen nickte der Prinz seinen Eltern zum Abschied zu und führte die Prinzessin durch die Gänge hinaus in den Garten, welcher wahrlich wunderschön war. Perfekt geschnittene Hecken, in voller Pracht blühende Blumen in den verschiedensten Farben und so groß, dass man nur erahnen konnte, wo der Garten begann und wo er aufhörte.
      Aber selbst wenn Francis Interesse an den Blumen gehabt hätte, so hatte Devon nur eines im Sinn: einen ruhigen Ort zu finden, wo sie sich ungestört unterhalten konnten, ohne neugierigen Blicken auf den Beiden.
      Und da er sein Leben lang auf der Suche nach solchen Orten in diesem Palast voller Feinde gewesen war, kannte er nur zu genüge die ruhigen, versteckten Ecken. So führte er die Blonde zu einem schattigen Platz unter einem blühenden Apfelbaum, die nur selten besucht wurde. Eigentlich nur von ihm.
      „Sie haben sich tapfer geschlagen, wirklich.“, waren die ersten, amüsierten Worte des Prinzen, ehe er ihren Arm frei gab und die Art und Weise wie sich sein Verhalten von einem Moment auf den nächsten veränderte, machte deutlich, dass sie hier deutlich frei reden konnten.
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    • Francis von Aurora


      Dieses stetige Lächeln zeigte ihr abermals nur zu gut, dass der Prinz es auch echt gut draufhatte die Leute um sich herum zu täuschen. Sicher, jeder mit ihrem Stand hatte diese Fähigkeiten, doch es war eine ganz andere Klasse, die sie beim Prinzen sah. So gut waren nur wenige und irgendwie bereitetet es ihr Sorgen, dass sie ihm nicht gewachsen sein könnte. Doch auch Francis hielt ihr schüchternes und verhaltenes Lächeln aufrecht, sollte sie immerhin die Kranke spielen, da durfte sie nicht zu sehr Lächeln.
      Selbst als es nun hinaus in den Garten ging und der Prinz sie noch am Arm führte blieb sie standhaft. Er würde ihr schon ein Zeichen geben, wenn sie reden konnten, so hoffte sie. Doch wer wusste es schon und vielleicht führte er sie auch an der Nase herum und in eine Falle. Sie würde vorsichtig bleiben.
      Als er nun endlich sprach und sie freiließ, da merkte die Blonde wie sie sichtlich aufatmete, auch wenn sie sich immer noch nicht sicher sein konnte. „Danke, aber Ihr seid wohl ein Meister darin. Da werde ich noch einiges zu lernen haben, wenn ich in die Familie einheirate.“ Ihr Gesicht war noch immer freundlich, doch nun eher neutral. Francis hatte nicht mehr das übliche Lächeln aufgesetzt, dass es galt im Schloss zu bewahren. „Also… ich habe den ersten Schritt gemacht und werde es auch weitermachen, doch wie kann ich mich auf Euer Wort verlassen, wenn Ihr sogar einen Spion zu mir schickt?“ Unmerklich war sie ein wenig weiter auf Abstand gegangen. Nicht so viel, dass es extrem auffallend war und auch eher unterbewusst hatte sie dies getan.
    • Devon 'Alexander' von Rittstein

      Der Prinz konnte nicht anders, als amüsiert zu lachen, als er für seine Fähigkeiten sich verstellen zu können gar gelobt wurde. Wenn sie nur wüsste. Immerhin hatte er seit seiner Geburt jeden einzelnen Tag seine wahre Natur, sein wahres Ich, verstecken müssen. Es wäre nicht übertrieben zu sagen, dass er Übung darin hatte. Manchmal fand er sich sogar bei dem Gedanken selber nicht mehr so recht zu wissen, wer oder was er war.
      Aber bevor er sich groß Gedanken darüber machen konnte, hatte er wichtigere Dinge zu tun. Wie seinen Vater vor seiner Mutter zu schützen. Er lebte wahrlich ein eigenartiges Leben, nicht wahr?
      Devon bemitleidete Francis ein bisschen, dass sie in dieses eigenartige Leben hinein gestolpert war. Umso erleichterter war er, dass sie mitspielte.
      „Nicht doch, nicht doch. Wenn es euer Wunsch ist, werde ich dafür sorgen, dass sie sich nicht mehr verstellen müssen, sobald sie meine Frau werden.“, lächelte er charmant, legte die Hand auf die Brust und verbeugte sich feierlich. Ihm würde schon irgendetwas einfallen.
      „... mh? Oh, ihr müsst Krista meinen. Spionin... vertraut ihr mir so wenig?“, setzte der Prinz einen verletzten Gesichtsausdruck auf, fing sich aber recht schnell wieder.
      „Ich hab sie zu ihnen geschickt, damit sie ein Auge auf sie haben kann, ja, aber nicht um sie auszuspionieren, sondern um sicher zu gehen, dass ihnen nichts passiert. Sie können sich sicherlich vorstellen, dass ich als Kronprinz so einige Feinde im Schloss habe. Und da ich heiraten muss, um den Thron erben zu können... sie verstehen?“, wurde sein Lächeln ein wenig breiter, hoffend sie würde verstehen, ohne, dass er diese Worte laut aussprechen musste.
      „Einige würden lieber meinen kleinen Bruder auf dem Thron sehen, auch wenn er noch ein kleines Kind ist... nein, wahrscheinlich genau deswegen. Es ist deutlich einfacher Kinder zu beeinflussen, nicht wahr? Aber die Intrigen dieses Landes interessiert sie sicherlich nicht. Achja, natürlich habe ich Krist auch zu ihnen geschickt, damit sie jemanden haben, der sich hier auskennt. Ich habe gehört sie sind nur mit einer Maid hierher gereist, ist das nicht zu wenig für eine junge Adelige? Nun... wahrscheinlich hätte ich sie auch vorwarnen sollen...“, fügte er nachdenklich hinzu, bevor er ein entschuldigendes Lächeln aufsetze, dem man jedoch nicht so recht glauben konnte, „Würdet ihr mir das verzeihen? Ich hoffe doch Krista hat sich nicht unhöflich ihnen gegenüber verhalten?“
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    • Francis von Aurora

      Beinahe hätte Francis nun laut losgelacht als der Prinz davon sprach, dass sie sich nach der Hochzeit vielleicht nicht mehr verstellen musste und er dafür sorgen würde. Auch er würde, trotz seinem Stand, sicher nicht einfach schaffen, dass Francis als Mann leben konnte, auch wenn er nicht mal wirklich wusste was dies heißen würde. Da man ihn immer so gepusht hatte, wusste er nicht mal, ob er überhaupt Interesse hatte bei einer Frau zu liegen, immerhin hatte man ihn eingetrichtert, dass er einen Mann heiraten sollte und so hatte er es von klein auf auch abgespeichert.
      Doch diese Gedanken wurden abgeschnitten als die Unterhaltung auf Krista kam. „Ich vertraue euch so viel wie ihr es verdient, denke ich. Ist doch nur fair oder?“ Sie kannten sich nicht und doch schienen sie sich zu brauchen und schlichen dennoch umeinander herum, weil keiner sich die Blöße geben wollte dies zu direkt zu sagen und damit eine Schwäche einzugestehen.
      „Und wenn ich euch verzeihen soll, dann gesteht ihr also einen Fehler ein? Wie groß von dem zukünftigen König.“ Man hörte sehr deutlich raus, dass die Blonde es nicht so meinte und auch hier schienen sie sich nichts zu geben. Den Part mit seinem Bruder hatte sie mit Absicht unkommentiert gelassen, auch wenn sie so einige Fragen hatte. Es verstand sich von selbst, dass er Recht hatte damit, dass man Kinder leichter beeinflussen konnte, aber was sie sich fragte: Wie jung war sein Bruder wirklich und wie unschuldig? Es ging ihr dabei nicht mal unbedingt um jetzt, sondern auch darum eine potenzielle Gefahr für die Zukunft auszuloten. Falls diese Hochzeit wirklich zu Stande kam und Devon sein Wort hielt, dann könnte ein Bruder, der machthungrig genug war, sicher nach einem Erben für den Thron verlangen und zu Zwietracht im Reich beitragen. Dann würde auch ihr Mann nicht mehr unbedingt sie schützen können. Sie musste also mehr erfahren, dies war noch immer ihre Aufgabe.
      „Aber wie dem auch sei: Krista kann bleiben, solange sie gehorcht.“, sagte sie daher deutlich und hoffte auch daher einige Informationen erhalten zu können. „Aber wenn ich euch so reden höre: Ihr habt scheinbar eine Menge Feinde und ich sollte vielleicht doch die Flucht ergreifen und euch nicht heiraten.“ Sie versuchte ihn anzustacheln und so zu tun als hätte sie hier eine Wahl.
    • Devon 'Alexander' von Rittstein

      „Wie ich es verdiene... wie?“, erwiderte der Prinz mit einem amüsierten Lächeln und betrachtete die Dame vor ihm mit einem ausgiebigen Blick, als könnte er daraus herauslesen, wie viel er in ihren Augen denn verdiente. Nun, an ihrer Stelle würde er ihm keine Sekunde lang vertrauen, aber er wäre ein Idiot ihr das auf die Nase zu binden, nicht wahr? Es tat ihm ja auch ein bisschen Leid, aber das Leben seines Vaters war nun einmal wichtiger, als das die Ruhe einer ihm fast Fremden. Zumindest auf ihr Leben würde er aufpassen.
      „Und wie genau macht ihr aus, wie viel von eurem Vertrauen ich verdiene? Ich bin neugierig.“, erkundigte er sich mit einem Schmunzeln, erwartete jedoch auch keine richtige Antwort.
      „Nun... man muss auch wissen, wann man einen Fehler gemacht hat, nicht wahr?“, lächelte der Prinz, als wären die Worte der Blonden ein Kompliment und nicht eine Beleidigung hinter vorgehaltener Hand. Ob er ein großer König werden würde? Irgendwie bezweifelte er es. Er hatte mit dem Gedanken gelebt, dass nachdem er den Thron bestieg, seine Mutter alle Fänden in den Händen halten würde. Zumindest hat sie ihm das immerzu eingebläut. Dass sie sich schon um alles kümmern würde. Dass er nur so tun musste als ob. Nur so tun als ob, wie er... sie es ihr ganzes Leben lang getan hatte. Aber natürlich hatte er nicht vor zuzulassen, dass das passierte.
      Ihm wäre es sogar lieber, wenn sein Vater einfach niemals sterben und niemals den Thron weiter geben würde. Aber das war auch nur Wunschdenken, nicht wahr?
      Also konnte er nur hoffen, ein guter König zu werden.. oder zumindest ein annehmbarer.
      Besser als seine Mutter wäre er allemal.
      Ein wahrlich amüsanter Gedanken, dass er wegen seinem eigenen Geschlecht eigentlich nie dazu bestimmt war auf diesem Thron zu sitzen, nicht wahr? Aber schweifte ab.
      „Natürlich, natürlich. Krista wird alles tun, was sie ihr sagen, da bin ich mir sicher.“, nickte Devon mit vor der Brust verschränkten Armen, „... mh? Die Flucht ergreifen? Aber nicht doch, meine liebe Dame...“, lehnte er sich gegen die Schlosswand und sein Lächeln wurde ein Stückchen breiter, „... wenn sie das könnten, wären sie doch schon längst geflohen, nicht wahr?“
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    • Francis von Aurora

      Die blauen Augen verengten sich leicht. Die beiden schlichen noch immer umeinander rum und dies würde sicher auch lange so bleiben. Francis war es satt, dass sie immer aufpassen musste, was sie sagte, doch es würde so bleiben müssen. Sie wusste, dass er ihr nicht traute und des tat sie auch nicht. Als er nun fragte wie viel Vertrauen er verdiente lachte sie nur und beschloss es nicht laut zu sagen. Er baute sich ein Schweigen zwischen ihnen auf, während jeder wohl seinen Gedanken etwas nachhing
      Francis sag Devon mit einem Lächeln an. „Ich denke, dass wir beide schon längst gelaufen wären, wenn wir die Gelegenheit dazu hätten. Aber so ist es nun mal und wie beide haben einen Deal und ich habe immerhin heute angefangen meinen Teil zu erfüllen… ich hoffe dabei bleibt es auch und ich habe keine Überraschungen zu erwarten.“ Sie macht einen Schritt auf ihn zu und senkt die Stimme noch etwas. „Sonst werde ich schon einen Weg finden schnell zur Witwe zu werden.“ Ihr Flüstern klingt wirklich bedrohlich und zeigt, dass Francis sich nicht über den Tisch ziehen lassen würde. Sie hatte es von Anfang an als Exit-Strategie gehabt und fand es wichtig dies auch offen zu sagen damit der Prinz verstand, dass sie nicht ganz so hilflos war, wie sie vielleicht scheint. Sie würde dafür kämpfen endlich ein Leben zu haben. Langsam war ihr egal, ob als Mann oder als Frau. Dies war eh nichts, was in Francis ‘Leben eine Rolle spielte.
      Fuck bein' good, I'm a bad bitch
      I'm sick of motherfuckers tryna tell me how to live
      (Megan Thee Stallion - Girls in the Hood)