April
Okay, May schien wirklich von der Idee überzeugt zu sein. Weitaus mehr, als April wahrscheinlich, sie sah in dem ganzen vorerst immerhin nur eine nette Abwechslung vom Alltagstrott, den sie sich über die letzten Jahre angeeignet hatte. Außerdem musste sie irgendwie damit klar kommen, May viel öfter um sich zu haben, als vorher und das, nachdem sie sich geküsst hatten, was April einfach nicht aus dem Kopf gehen wollte. Also besser ein paar übertrieben positive Gedanken machen!
Ja, mit May zusammenzuziehen wirkte fantastisch und April freute sich trotz der ganzen Verwirrung, aber May schien fast wortwörtlich zu strahlen. Süß, eigentlich. Dass jetzt doch alles so schnell ging, war aufregend, im absolut positiven Sinne. Es war unerwartet und damit konnte April immer schon wundervoll umgehen. Außerdem war es absolut praktisch!
“Du musst nicht-”, setzte sie an, bemüht, May nicht direkt komplett für sich zu beanspruchen, bevor sie realisierte, dass sie im Grunde keine Alternative hatte, bei der sie ihre Würde irgendwie bewahren würde. Nicht, dass sie noch viel davon übrig hätte, oder sonderlich darauf achten würde, aber vormittags im Glitzerkleidchen, oder zu großen Klamotten in der Bahn zu sitzen, wollte sie dann doch gerne vermeiden, wenn sie konnte. Vorausgesetzt, May würde auf dem Weg zum Hotel nicht realisieren, dass das doch alles eine blöde Idee wäre. Aber das konnte auch passieren, wenn April alleine losziehen würde, oder?
“Es wäre super lieb, wenn du mich fahren könntest”, korrigierte sie also mit einem Lächeln. Es würde schon alles ganz perfekt werden!
Es dauerte ein kleines bisschen, bis sie im Auto saßen, aber das Hotel war am Ende nicht so extrem weit weg, wie April gedacht hatte. Sie verbrachte die Fahrt damit, abwechselnd auf ihr Handy zu gucken und irgendwie zu versuchen, May, die wirklich auffällig euphorisch war, ein wenig zu bremsen. Was schwer war, wenn Caleb ihr kryptische Nachrichten schickte und May sich nicht bremsen lassen wollte. Wenigstens kam April in den Luxus, Caleb zu schreiben, dass sie gerade dabei war, bei May einzuziehen und dann ihr Handy auszuschalten, bevor sie die - zweifelsohne entweder sehr bissige, oder extrem richtende - Antwort lesen musste. Okay, ein bisschen unfair vielleicht, gemessen daran, dass ihre letzte Nachricht an ihn 'Sie ist die Frau meiner Träume, ich bin gerade dabei, bei ihr einzuziehen' war, aber hey, was hatte er erwartet, nachdem er reichlich spät gefragt hatte, wo sie übernachtet hatte? Wahrscheinlich sollte sie das Handy wirklich in der Tasche lassen, bis er die Mail bekommen hatte, dass sie aus dem Hotel ausgecheckt war.
Nach der Fahrt kam ihr das Zusammenpacken seltsam kurz vor. Durch das ganze Reisen war ihr Gepäck sowieso immer schon ziemlich übersichtlich gewesen, aber wenn sie sich ihren kleinen Koffer so ansah war sie sich plötzlich seltsam sicher, dass May nicht mal merken würde, dass sie überhaupt bei ihr eingezogen war. Wahrscheinlich wäre eine zusätzliche Zahnbürste alles, was man von ihr finden würde.
"Ich glaube, das war alles", verkündete April, während sie einen letzten Blick in den Schrank warf. Sie hatte das Kleid mittlerweile gegen Leggins und Sweatshirt getauscht, mittlerweile alles dreimal durchgeschaut und den Koffer problemlos zubekommen. "Bist du dir immer noch sicher mit dem Zusammenziehen? Keine Bedenken?", sicherte sie sich noch mal ab, während sie nach dem Koffer griff und sich nochmal im Hotelzimmer umsah. Gerade war es irgendwie fast traurig zu gehen. Irgendwie hatte sie sich eingelebt.
Okay, May schien wirklich von der Idee überzeugt zu sein. Weitaus mehr, als April wahrscheinlich, sie sah in dem ganzen vorerst immerhin nur eine nette Abwechslung vom Alltagstrott, den sie sich über die letzten Jahre angeeignet hatte. Außerdem musste sie irgendwie damit klar kommen, May viel öfter um sich zu haben, als vorher und das, nachdem sie sich geküsst hatten, was April einfach nicht aus dem Kopf gehen wollte. Also besser ein paar übertrieben positive Gedanken machen!
Ja, mit May zusammenzuziehen wirkte fantastisch und April freute sich trotz der ganzen Verwirrung, aber May schien fast wortwörtlich zu strahlen. Süß, eigentlich. Dass jetzt doch alles so schnell ging, war aufregend, im absolut positiven Sinne. Es war unerwartet und damit konnte April immer schon wundervoll umgehen. Außerdem war es absolut praktisch!
“Du musst nicht-”, setzte sie an, bemüht, May nicht direkt komplett für sich zu beanspruchen, bevor sie realisierte, dass sie im Grunde keine Alternative hatte, bei der sie ihre Würde irgendwie bewahren würde. Nicht, dass sie noch viel davon übrig hätte, oder sonderlich darauf achten würde, aber vormittags im Glitzerkleidchen, oder zu großen Klamotten in der Bahn zu sitzen, wollte sie dann doch gerne vermeiden, wenn sie konnte. Vorausgesetzt, May würde auf dem Weg zum Hotel nicht realisieren, dass das doch alles eine blöde Idee wäre. Aber das konnte auch passieren, wenn April alleine losziehen würde, oder?
“Es wäre super lieb, wenn du mich fahren könntest”, korrigierte sie also mit einem Lächeln. Es würde schon alles ganz perfekt werden!
Es dauerte ein kleines bisschen, bis sie im Auto saßen, aber das Hotel war am Ende nicht so extrem weit weg, wie April gedacht hatte. Sie verbrachte die Fahrt damit, abwechselnd auf ihr Handy zu gucken und irgendwie zu versuchen, May, die wirklich auffällig euphorisch war, ein wenig zu bremsen. Was schwer war, wenn Caleb ihr kryptische Nachrichten schickte und May sich nicht bremsen lassen wollte. Wenigstens kam April in den Luxus, Caleb zu schreiben, dass sie gerade dabei war, bei May einzuziehen und dann ihr Handy auszuschalten, bevor sie die - zweifelsohne entweder sehr bissige, oder extrem richtende - Antwort lesen musste. Okay, ein bisschen unfair vielleicht, gemessen daran, dass ihre letzte Nachricht an ihn 'Sie ist die Frau meiner Träume, ich bin gerade dabei, bei ihr einzuziehen' war, aber hey, was hatte er erwartet, nachdem er reichlich spät gefragt hatte, wo sie übernachtet hatte? Wahrscheinlich sollte sie das Handy wirklich in der Tasche lassen, bis er die Mail bekommen hatte, dass sie aus dem Hotel ausgecheckt war.
Nach der Fahrt kam ihr das Zusammenpacken seltsam kurz vor. Durch das ganze Reisen war ihr Gepäck sowieso immer schon ziemlich übersichtlich gewesen, aber wenn sie sich ihren kleinen Koffer so ansah war sie sich plötzlich seltsam sicher, dass May nicht mal merken würde, dass sie überhaupt bei ihr eingezogen war. Wahrscheinlich wäre eine zusätzliche Zahnbürste alles, was man von ihr finden würde.
"Ich glaube, das war alles", verkündete April, während sie einen letzten Blick in den Schrank warf. Sie hatte das Kleid mittlerweile gegen Leggins und Sweatshirt getauscht, mittlerweile alles dreimal durchgeschaut und den Koffer problemlos zubekommen. "Bist du dir immer noch sicher mit dem Zusammenziehen? Keine Bedenken?", sicherte sie sich noch mal ab, während sie nach dem Koffer griff und sich nochmal im Hotelzimmer umsah. Gerade war es irgendwie fast traurig zu gehen. Irgendwie hatte sie sich eingelebt.