Lorae / Leon
Als Baldr verletzt wurde, sah ich ihn besorgt an und machte mir deshalb Vorwürfe. War das mein Fehler? Ich sah ihm einen Moment nach und wäre ihm am liebsten hinterher gelaufen, doch ich glaubte, dass er jetzt vielleicht lieber allein sein wollte. Außerdem würde ich vermutlich Ärger bekommen, wenn ich die Trainingshalle verließe. Dieses Training war hart, aber davor hatte der General uns gewarnt. Und davor, dass sie keine Gnade walten lassen würden. Ich sah betrübt zu Boden und die kurze Pause, die mir gegönnt wurde, endete, als Ferdinand mit dem Training fortfuhr. Uns stand ein Kampf um Leben und Tod bevor, da konnten wir uns solche Schwächen nicht erlauben. Allerdings war ich zwar nicht zu 100% anwesend, doch ich hatte meine Umgebung einigermaßen im Blick, riss mein Schild hoch und musste mit meinem anderen Arm unterstützen, um dagegen zu halten. Schilde waren manchmal ganz praktisch, aber mir lagen sie nicht so.
Ich ließ meine Arme sinken und sah trotzig zu ihm auf. Dann ging ich zur Seite, lag den Schild nieder und nahm mir ein zweites Schwert. Der General sagte, dass ich kämpfen sollte, womit ich mich wohl fühlte, warum dann nicht auch beim Training? Als ich zurück kam, drehte ich die Schwerter kurz in meinen Händen und atmete tief durch, ehe ich mich dem Ausbilder wieder entschlossen entgegenstellte. Es spielte keine Rolle, ob ich einen Angriff blocke oder pariere, solange ich nicht getroffen wurde, oder? Mit einem Schwert konnte ich also genauso gut seinen Angriff parieren oder umleiten, während ich mit dem anderen zum Kontern ausholte. Schwerter waren leichter und ließen sich vielseitiger einsetzen. Außerdem war ich mit ihnen schneller und wendiger. Ich war flexibler. Es war egal, ob ich mit links oder rechts parierte, da ich mit dem jeweils anderen Arm zu einem tödlichen Gegenangriff ansetzen konnte.
____
Der Bäcker folgte ihm kurze Zeit später und entzündete die Lampe, ehe er sich in dem Raum umsah. Wer wusste, wie lange Theo diesen Schlüssel hatte und wann er ihn das letzte Mal benutzt hatte. Dennoch sah er sich die Regale genau an, wusste aber nicht, wonach er denn suchen sollte. Es standen ein paar leere Gläser hier und ein paar Einmachgläser waren auch gefüllt. Das erschien ihm uninteressant. "Wir suchen etwas, dass Theo belastet?" Das er so etwas mal tun müsste..
Er prüfte ein paar Bücher, aber die meisten davon waren wohl schon so lange hier unten, dass sie fast auseinanderfielen. In einer Schublade fand er etwas Pergament, rollte es auf, doch es war nichts darauf zu sehen. Auch nicht, als er es gegen das Licht hielt. "Hm.." Ihm erschien das alles irgendwie sinnlos. "Wie schwer ist der Verdacht gegen Theo? Hat er sich dazu geäußert? Was hat er gesagt?", fragte er und kratzte sich am kurzen Bart.
Als Baldr verletzt wurde, sah ich ihn besorgt an und machte mir deshalb Vorwürfe. War das mein Fehler? Ich sah ihm einen Moment nach und wäre ihm am liebsten hinterher gelaufen, doch ich glaubte, dass er jetzt vielleicht lieber allein sein wollte. Außerdem würde ich vermutlich Ärger bekommen, wenn ich die Trainingshalle verließe. Dieses Training war hart, aber davor hatte der General uns gewarnt. Und davor, dass sie keine Gnade walten lassen würden. Ich sah betrübt zu Boden und die kurze Pause, die mir gegönnt wurde, endete, als Ferdinand mit dem Training fortfuhr. Uns stand ein Kampf um Leben und Tod bevor, da konnten wir uns solche Schwächen nicht erlauben. Allerdings war ich zwar nicht zu 100% anwesend, doch ich hatte meine Umgebung einigermaßen im Blick, riss mein Schild hoch und musste mit meinem anderen Arm unterstützen, um dagegen zu halten. Schilde waren manchmal ganz praktisch, aber mir lagen sie nicht so.
Ich ließ meine Arme sinken und sah trotzig zu ihm auf. Dann ging ich zur Seite, lag den Schild nieder und nahm mir ein zweites Schwert. Der General sagte, dass ich kämpfen sollte, womit ich mich wohl fühlte, warum dann nicht auch beim Training? Als ich zurück kam, drehte ich die Schwerter kurz in meinen Händen und atmete tief durch, ehe ich mich dem Ausbilder wieder entschlossen entgegenstellte. Es spielte keine Rolle, ob ich einen Angriff blocke oder pariere, solange ich nicht getroffen wurde, oder? Mit einem Schwert konnte ich also genauso gut seinen Angriff parieren oder umleiten, während ich mit dem anderen zum Kontern ausholte. Schwerter waren leichter und ließen sich vielseitiger einsetzen. Außerdem war ich mit ihnen schneller und wendiger. Ich war flexibler. Es war egal, ob ich mit links oder rechts parierte, da ich mit dem jeweils anderen Arm zu einem tödlichen Gegenangriff ansetzen konnte.
____
Der Bäcker folgte ihm kurze Zeit später und entzündete die Lampe, ehe er sich in dem Raum umsah. Wer wusste, wie lange Theo diesen Schlüssel hatte und wann er ihn das letzte Mal benutzt hatte. Dennoch sah er sich die Regale genau an, wusste aber nicht, wonach er denn suchen sollte. Es standen ein paar leere Gläser hier und ein paar Einmachgläser waren auch gefüllt. Das erschien ihm uninteressant. "Wir suchen etwas, dass Theo belastet?" Das er so etwas mal tun müsste..
Er prüfte ein paar Bücher, aber die meisten davon waren wohl schon so lange hier unten, dass sie fast auseinanderfielen. In einer Schublade fand er etwas Pergament, rollte es auf, doch es war nichts darauf zu sehen. Auch nicht, als er es gegen das Licht hielt. "Hm.." Ihm erschien das alles irgendwie sinnlos. "Wie schwer ist der Verdacht gegen Theo? Hat er sich dazu geäußert? Was hat er gesagt?", fragte er und kratzte sich am kurzen Bart.
~ ♦ ~ Die Freiheit der Phantasie ist keine Flucht in das Unwirkliche; sie ist Kühnheit und Erfindung. ~ ♦ ~
- Eugene Ionesco
- Eugene Ionesco