Faia nickte ganz begeistert, als Amartius in seinem gebrochenen kuluarisch sprach. Sie unterstützte seine sämtlichen Versuche mit größter Leidenschaft, als wäre es ein Wunder der Welt, dem Jungen ihre Sprache beizubringen.
"Ja! Ja, ich mag sie alle drei. Und Amartius mag ich auch. Aber das heißt Heimat, Kind. Haaaaaimat. Kannst du das sagen, Heimat? Der Junge lernt echt schnell, Ischyll!"
Zoras grunzte nur und starrte weiter geradeaus, in Gedanken bereits weit über der Grenze in einem Eisland.
"Wir kommen alle drei aus Kuluar, ja. Das ist ein großes Land, ein ganz großes Land. Soooo groß."
Sie versinnbildlichte es mit ihren Armen, die sie weit ausstreckte, auch wenn Amartius die Karte schon gesehen hatte.
"Und wir sind gaaanz weit oben, deswegen wird es auch nicht so weit sein bis zur Küste. Vielleicht ein paar Wochen."
"Oder Monate, wenn wir weiter so langsam bleiben", brummte Omnar aus dem Hintergrund, dem ganz augenscheinlich schrecklich langweilig war. Zoras und Tysion ignorierten ihn, aber Faia ließ sich - wie immer - auf die Provokation ein.
"Wir sind ganz adäquat unterwegs, Omnar! Wir wollen doch nicht die Tiere übermüden."
"Würden wir auch nicht, wenn wir nicht zu fünft wären."
"Amartius wiegt ja wohl kaum mehr als dein Schwert, also beschwer dich nicht!"
"Sicher tut er das, sieh dir doch den Gaul an, wie er sich abmühen muss."
"Ach, du Sch...", ihr Blick huschte zu Amartius, "... schlecht... gelaunter... Mann. Hör nicht auf ihn, Junge, wir sind schnell genug unterwegs. Erzähl mir nochmal von deinem Zuhause, von der Festung. Das meintest du doch schließlich, oder? Eine Festung? Feeestuuuung? Ist es drinnen auch so kalt wie draußen?"
Omnar gab einen theatralischen Laut von sich, als würde er akustischer Folter unterzogen, und dafür warf Zoras ihm dann doch einen grimmigen Blick zu. Tysion schwieg weiterhin und schien in Gedanken versunken.
Sie machten mittags eine Pause am Straßenrand, wo sie von ihrem Proviant aßen und sich düstere Blicke von vorbeiziehenden Soldaten oder Reisenden einfingen. Faia gab Amartius gönnerhaft von ihrem Essen, was Zoras ganz recht war, der dafür Kassadra ordentlich versorgte. Am Nachmittag zogen sie weiter und am Abend schlugen sie ihr Lager an einem Bauernhof auf, dessen Besitzer gütig genug war, um die Gruppe nach einer halben Stunde der Diskussion auf seinem Land zu dulden. Sie schlugen ihre Zelte neben einem Kartoffelfeld auf und aßen erneut von ihrem Proviant. Faia hatte mittlerweile begonnen, sich wie selbstverständlich um Amartius zu kümmern.
Tysion und Zoras kreuzten wie jeden Abend die Schwerter, während Omnar mit Faia darüber diskutierte, wo sie den nächsten Auftrag finden sollten, ohne dabei Tage damit zu verschwenden, wie beim letzten durch die Wildnis zu ziehen. Niemand außer Zoras beachtete Amartius, der dem Übungskampf mit solcher Neugier folgte, als hätte er nie etwas interessanteres gesehen. Normalerweise hätte der jüngere Veteran kein Problem damit gehabt, sich von dem älteren Veteran niederringen zu lassen, wenn es überhaupt so weit kam, aber ein unterschwelliges Lehrgefühl verschaffte ihm eine gewisse Willensstärke. Er war noch immer nicht gänzlich davon überzeugt, Amartius in die Schwertkunst einzuführen, aber es könnte ja nicht schaden, dem wissensdurstigen Jungen ein paar Tricks zu zeigen, auch wenn er sie nur beobachten und höchstwahrscheinlich nicht verstehen konnte. Dafür gab er sich extra Mühe und schaffte es sogar, Tysion mit einem Aufschlag zu entwaffnen. Der ältere Mann ließ die Waffe sogleich los und der jüngere stoppte den Schwung, der in seiner eigenen noch steckte, und damit war der Übungskampf indirekt beendet. Faia klatschte kurz, Zoras richtete sich schnaufend auf und wischte sich den Schweiß von der Stirn, bevor er den Kopf zu Amartius drehte, den Schwertgriff in seine Richtung haltend.
"Möchtest du auch mal?"
"Ja! Ja, ich mag sie alle drei. Und Amartius mag ich auch. Aber das heißt Heimat, Kind. Haaaaaimat. Kannst du das sagen, Heimat? Der Junge lernt echt schnell, Ischyll!"
Zoras grunzte nur und starrte weiter geradeaus, in Gedanken bereits weit über der Grenze in einem Eisland.
"Wir kommen alle drei aus Kuluar, ja. Das ist ein großes Land, ein ganz großes Land. Soooo groß."
Sie versinnbildlichte es mit ihren Armen, die sie weit ausstreckte, auch wenn Amartius die Karte schon gesehen hatte.
"Und wir sind gaaanz weit oben, deswegen wird es auch nicht so weit sein bis zur Küste. Vielleicht ein paar Wochen."
"Oder Monate, wenn wir weiter so langsam bleiben", brummte Omnar aus dem Hintergrund, dem ganz augenscheinlich schrecklich langweilig war. Zoras und Tysion ignorierten ihn, aber Faia ließ sich - wie immer - auf die Provokation ein.
"Wir sind ganz adäquat unterwegs, Omnar! Wir wollen doch nicht die Tiere übermüden."
"Würden wir auch nicht, wenn wir nicht zu fünft wären."
"Amartius wiegt ja wohl kaum mehr als dein Schwert, also beschwer dich nicht!"
"Sicher tut er das, sieh dir doch den Gaul an, wie er sich abmühen muss."
"Ach, du Sch...", ihr Blick huschte zu Amartius, "... schlecht... gelaunter... Mann. Hör nicht auf ihn, Junge, wir sind schnell genug unterwegs. Erzähl mir nochmal von deinem Zuhause, von der Festung. Das meintest du doch schließlich, oder? Eine Festung? Feeestuuuung? Ist es drinnen auch so kalt wie draußen?"
Omnar gab einen theatralischen Laut von sich, als würde er akustischer Folter unterzogen, und dafür warf Zoras ihm dann doch einen grimmigen Blick zu. Tysion schwieg weiterhin und schien in Gedanken versunken.
Sie machten mittags eine Pause am Straßenrand, wo sie von ihrem Proviant aßen und sich düstere Blicke von vorbeiziehenden Soldaten oder Reisenden einfingen. Faia gab Amartius gönnerhaft von ihrem Essen, was Zoras ganz recht war, der dafür Kassadra ordentlich versorgte. Am Nachmittag zogen sie weiter und am Abend schlugen sie ihr Lager an einem Bauernhof auf, dessen Besitzer gütig genug war, um die Gruppe nach einer halben Stunde der Diskussion auf seinem Land zu dulden. Sie schlugen ihre Zelte neben einem Kartoffelfeld auf und aßen erneut von ihrem Proviant. Faia hatte mittlerweile begonnen, sich wie selbstverständlich um Amartius zu kümmern.
Tysion und Zoras kreuzten wie jeden Abend die Schwerter, während Omnar mit Faia darüber diskutierte, wo sie den nächsten Auftrag finden sollten, ohne dabei Tage damit zu verschwenden, wie beim letzten durch die Wildnis zu ziehen. Niemand außer Zoras beachtete Amartius, der dem Übungskampf mit solcher Neugier folgte, als hätte er nie etwas interessanteres gesehen. Normalerweise hätte der jüngere Veteran kein Problem damit gehabt, sich von dem älteren Veteran niederringen zu lassen, wenn es überhaupt so weit kam, aber ein unterschwelliges Lehrgefühl verschaffte ihm eine gewisse Willensstärke. Er war noch immer nicht gänzlich davon überzeugt, Amartius in die Schwertkunst einzuführen, aber es könnte ja nicht schaden, dem wissensdurstigen Jungen ein paar Tricks zu zeigen, auch wenn er sie nur beobachten und höchstwahrscheinlich nicht verstehen konnte. Dafür gab er sich extra Mühe und schaffte es sogar, Tysion mit einem Aufschlag zu entwaffnen. Der ältere Mann ließ die Waffe sogleich los und der jüngere stoppte den Schwung, der in seiner eigenen noch steckte, und damit war der Übungskampf indirekt beendet. Faia klatschte kurz, Zoras richtete sich schnaufend auf und wischte sich den Schweiß von der Stirn, bevor er den Kopf zu Amartius drehte, den Schwertgriff in seine Richtung haltend.
"Möchtest du auch mal?"

