Kassandra landete im Palasthof und ließ Apollo absteigen, bevor sie sich zurückverwandelte. Die Ankunft der Götter war gänzlich unvorhergesehen, weshalb sich schnell großer Trubel einstellte. Die Palastwache formierte sich eilig zu einem Begrüßungskommittee.
Apollo betrachtete die uniformierten Menschen, die blitzenden Rüstungen und das grandiose Monument des Palastes mit einem Ausdruck milden Interesses. Seine Laier lag vergessen in seinen Armen und seine Aufmerksamkeit lenkte sich schnell auf Nail, der herangerauscht kam. Die Aura des Menschen vibrierte mit Abneigung und Apollo zog die Augenbrauen hoch. Er sah zu Kassandra, aber sowohl Kassandra, als auch Nail, ignorierten ihn jetzt.
„Hast du Dionysus über einen Gast informiert?“
„Selbstredend, aber ich schätze, er hat mir nicht recht zugehört“, kam die Antwort in einer fremdländischen Sprache. Apollo machte ein leises Geräusch und stimmte einen passenden Akkord an.
"Hatte ich dir nicht aufgetragen, kuluarisch zu lernen?"
"Ich lerne. Gut."
"Spricht er nicht die Sprache deiner Herkunft?", mutmaße Apollo. "Manchen Göttern ist so etwas heilig. Dir nicht?"
Sie folgten dem Pfad zum Eingang des Palastes und Apollo lenkte seine Aufmerksamkeit nun auf die näherkommende, strahlende Aura, die den ganzen Palast in ihren Bann zog. Seine Gesichtszüge erweichten sich und er lächelte, noch bevor Dionysus um die Ecke kommen und in einer dramatischen Geste die Arme ausbreiten konnte.
"Apollo!", rief er in der Sprache der Götter und der Name glühte vom Licht der aufgehenden Sonne, begleitet von einer Melodie, die zu rein für diese Welt war. Apollos Aura weitete sich mit Freude.
"Dionysus", sagte er mit dem Gluckern von Wein. "Mein guter Freund."
"Man sagte mir, dass du kommen würdest, aber Läusen schenke ich bekanntlich keine Beachtung. Dann haben sie dich doch gefunden! Ich dachte, du würdest ihnen eine Herausforderung bieten."
Dionysus' Blick wanderte dabei mit einem verschmitzten Grinsen zu Kassandra. Ich weiß alles, sagte er wortlos.
"Nicht doch", sagte Apollo gütig und stimmte eine Hymne an. "Das lag nicht in meinem Interesse. Wobei ich zugeben muss, dass Kassandra mich... überrascht hat."
Sie setzten ihren Weg im Palast fort.
"Überrascht? Der Vogel?"
"Der Vogel? Nein, Kassandra."
"Ja. Sage ich doch."
Apollo sah einmal von Dionysus zu Kassandra und wieder zurück, betrachtete, wie ihre Auren so weit wie möglich voneinander weg waren. Er sagte aber nichts dazu.
"Nun, ich habe den Geschichten nur wenig Glauben geschenkt. Die Menschen verwirren alles und die Götter übertreiben alles. Ich habe Kassandra für eine Phönixin gehalten."
Dionysus stieß knappes Gelächter aus.
"Ich weiß nicht, wie du auf so etwas kommen solltest."
"Doch. Ich habe fest mit einer Phönixin gerechnet. Aber sie ist... anders."
Nachdenklich sah er Kassandra an und zupfte dabei seine Melodie. In seinem Blick lag aber nicht der gleiche Schalk wie in Dionysus', welcher sagte:
"Erzähl es mir. Aber zuerst wollen wir schmausen!"
Dionysus setzte den ganzen Palast in Gang, um für sich und Apollo ein Festgelage zubereiten zu lassen. Sie dinierten im Esssaal, der sonst Zoras vorbehalten war, und jetzt nur für die Götter eingedeckt wurde. Kassandra mit eingeschlossen.
Apollo trank Wein, räkelte sich auf seinem Stuhl und erzählte von der Überraschung, die er für Kassandra vorbereitet hatte. Dionysus hörte ihm aufmerksam zu, so aufmerksam, wie er sonst nie an einem Gespräch teilgenommen hatte. In der einen Hand hielt er seinen Wein, mit der anderen aß er genüsslich.
"Ich dachte, sie würde kommen, um mich umzubringen. So, wie sie es mit unseren Artgenossen in Xafia getan hat. Und davor in... hier im Lande, nicht?"
"O ja. Das war ein Spektakel", sagte Dionysus und strahlte Kassandra an. Natürlich hatte er Oronias Tod genossen. "Unsere friedliebende Phönixin."
"Also wollte ich sie abschrecken. Eine Phönixin hätte sich niemals von dem Tod und der Krankheit abwenden können, die dort auf sie gewartet hat, nicht in diesem Maße. Es würde gegen ihre Natur sprechen. Warum du schon, Kassandra?"
Er nippte an seinem Wein und sah Kassandra offen und neugierig an.
"Hattest du nicht den Drang, den Menschen zu helfen? Ihnen Heilung zu bringen? Hat dieser Drang nicht das Verlangen überspielt, mich aufzufinden?"
Apollo betrachtete die uniformierten Menschen, die blitzenden Rüstungen und das grandiose Monument des Palastes mit einem Ausdruck milden Interesses. Seine Laier lag vergessen in seinen Armen und seine Aufmerksamkeit lenkte sich schnell auf Nail, der herangerauscht kam. Die Aura des Menschen vibrierte mit Abneigung und Apollo zog die Augenbrauen hoch. Er sah zu Kassandra, aber sowohl Kassandra, als auch Nail, ignorierten ihn jetzt.
„Hast du Dionysus über einen Gast informiert?“
„Selbstredend, aber ich schätze, er hat mir nicht recht zugehört“, kam die Antwort in einer fremdländischen Sprache. Apollo machte ein leises Geräusch und stimmte einen passenden Akkord an.
"Hatte ich dir nicht aufgetragen, kuluarisch zu lernen?"
"Ich lerne. Gut."
"Spricht er nicht die Sprache deiner Herkunft?", mutmaße Apollo. "Manchen Göttern ist so etwas heilig. Dir nicht?"
Sie folgten dem Pfad zum Eingang des Palastes und Apollo lenkte seine Aufmerksamkeit nun auf die näherkommende, strahlende Aura, die den ganzen Palast in ihren Bann zog. Seine Gesichtszüge erweichten sich und er lächelte, noch bevor Dionysus um die Ecke kommen und in einer dramatischen Geste die Arme ausbreiten konnte.
"Apollo!", rief er in der Sprache der Götter und der Name glühte vom Licht der aufgehenden Sonne, begleitet von einer Melodie, die zu rein für diese Welt war. Apollos Aura weitete sich mit Freude.
"Dionysus", sagte er mit dem Gluckern von Wein. "Mein guter Freund."
"Man sagte mir, dass du kommen würdest, aber Läusen schenke ich bekanntlich keine Beachtung. Dann haben sie dich doch gefunden! Ich dachte, du würdest ihnen eine Herausforderung bieten."
Dionysus' Blick wanderte dabei mit einem verschmitzten Grinsen zu Kassandra. Ich weiß alles, sagte er wortlos.
"Nicht doch", sagte Apollo gütig und stimmte eine Hymne an. "Das lag nicht in meinem Interesse. Wobei ich zugeben muss, dass Kassandra mich... überrascht hat."
Sie setzten ihren Weg im Palast fort.
"Überrascht? Der Vogel?"
"Der Vogel? Nein, Kassandra."
"Ja. Sage ich doch."
Apollo sah einmal von Dionysus zu Kassandra und wieder zurück, betrachtete, wie ihre Auren so weit wie möglich voneinander weg waren. Er sagte aber nichts dazu.
"Nun, ich habe den Geschichten nur wenig Glauben geschenkt. Die Menschen verwirren alles und die Götter übertreiben alles. Ich habe Kassandra für eine Phönixin gehalten."
Dionysus stieß knappes Gelächter aus.
"Ich weiß nicht, wie du auf so etwas kommen solltest."
"Doch. Ich habe fest mit einer Phönixin gerechnet. Aber sie ist... anders."
Nachdenklich sah er Kassandra an und zupfte dabei seine Melodie. In seinem Blick lag aber nicht der gleiche Schalk wie in Dionysus', welcher sagte:
"Erzähl es mir. Aber zuerst wollen wir schmausen!"
Dionysus setzte den ganzen Palast in Gang, um für sich und Apollo ein Festgelage zubereiten zu lassen. Sie dinierten im Esssaal, der sonst Zoras vorbehalten war, und jetzt nur für die Götter eingedeckt wurde. Kassandra mit eingeschlossen.
Apollo trank Wein, räkelte sich auf seinem Stuhl und erzählte von der Überraschung, die er für Kassandra vorbereitet hatte. Dionysus hörte ihm aufmerksam zu, so aufmerksam, wie er sonst nie an einem Gespräch teilgenommen hatte. In der einen Hand hielt er seinen Wein, mit der anderen aß er genüsslich.
"Ich dachte, sie würde kommen, um mich umzubringen. So, wie sie es mit unseren Artgenossen in Xafia getan hat. Und davor in... hier im Lande, nicht?"
"O ja. Das war ein Spektakel", sagte Dionysus und strahlte Kassandra an. Natürlich hatte er Oronias Tod genossen. "Unsere friedliebende Phönixin."
"Also wollte ich sie abschrecken. Eine Phönixin hätte sich niemals von dem Tod und der Krankheit abwenden können, die dort auf sie gewartet hat, nicht in diesem Maße. Es würde gegen ihre Natur sprechen. Warum du schon, Kassandra?"
Er nippte an seinem Wein und sah Kassandra offen und neugierig an.
"Hattest du nicht den Drang, den Menschen zu helfen? Ihnen Heilung zu bringen? Hat dieser Drang nicht das Verlangen überspielt, mich aufzufinden?"
