Vincent erwiderte den Kuss nur zu gern. Und dann setzte er noch einen drauf und warf Thomas mit seiner neu gewonnenen Energie unter sich ins Bett und kuschelte sich freudig an ihn. Das sanfte Summen von Thomas' Liebe in seinen Adern verband sich mit seiner eigenen Liebe für diesen Mann. Vincent wollte dieses Gefühl nie wieder missen.
Vincent war ein bisschen anhänglich bis Thomas sich endlich dazu entschloss, ins Bett zu gehen. Und danach auch noch ein bisschen. Aber irgendwann wollte diese neue Energie, die er dank Thomas' Blut hatte, dann doch raus und so schlich er sich gegen Mitternacht aus dem Bett und aus dem Schlafzimmer und fand Dominic in seinem Salon.
"Alles wieder gut im Paradies?" fragte Dominic.
Der Mann roch ebenfalls nach nassem Gras. Das könnte von Simon kommen, dessen Geruch sich ebenfalls an ihm festgesetzt hatte, aber da war auch eine Spur von Zimt, also ging Vincent davon aus, dass Dominic sich Thomas' leicht verwirrten Gefühlen gewidmet hatte.
"Mehr oder weniger," erwiderte Vincent. "Der Jäger hat ziemlich allergisch auf meine Zähne reagiert."
Dominic brummte zustimmend.
"Instinkte können sehr mächtig sein, das wissen wir beide. Wie wollt ihr das lösen?"
"Thomas legt das Amt als Jäger nieder. Jetzt wo er hier lebt, hat er sowieso kaum noch Beute."
"Du weißt, dass das nicht einfach alles löst, oder?"
"Ich bin kein Kind mehr, Dominic. Natürlich weiß ich, dass Thomas' Instinkte und Reflexe nicht durch ein einfaches Versprechen aufhören werden, zu funktionieren. Aber jeder muss irgendwo anfangen."
Dominic nickte.
"Und was ist dein Plan? Jetzt, wo Vlad tot ist? Du hast damit ganz schön Wellen geschlagen."
"Jetzt schon? Ich dachte eigentlich, dass ich einen guten Monat oder zwei an Ruhe hätte."
"Oh, du wirst so viel Ruhe haben, dass dir langweilig wird. Niemand wollte sich je mit Vlad anlegen, weil er so eine Hausnummer war. Aber niemand in den Kreisen der Alten mochte ihn. Jetzt, wo er weg ist, kann jeder aufatmen. Und die Alten respektieren dich, allein weil du das geschafft hast. Ich glaube nicht, dass dir irgendjemand in den nächsten Jahren blöd kommt. Vielleicht kriegst du ein bisschen Besuch von Leuten, die dir für deine Tat danken wollen, aber die musst du ja nicht reinlassen. Hast du schon darüber nachgedacht, dein Gebiet zu erweitern? Genug Gewicht hättest du jetzt."
"Wie sieht es mit den Umliegenden Gebieten aus?"
"Alle ziemlich frei. In Cambridge gibt es diese Schauspielerin, die du ja schon kennst. Ansonsten ist hier nicht viel los. Ich bin mir sicher, du könntest mit Leichtigkeit ganz South Cambridgeshire für dich beanspruchen."
Vincent ließ sich das kurz auf der Zunge zergehen. Er könnte einen ganzen District unter seine Kontrolle stellen. Das würde seine Macht festigen, ihm Raum geben, und am Wichtigsten: Thomas müsste in einem großen Gebiet - einschließlich seines Geburtsortes - nicht mehr jagen. Vincent konnte diesen Ort für ihn sicher machen.
"Dann machen wir das," teilte er Dominic mit. "Ich will den ganzen District. Inklusive Cambridge."
Dominic nickte.
"Dann gebe ich das so weiter. Was ist mit der Schauspielerin?"
"Sie darf bleiben. Sie ist zwar seltsam, aber mehr oder weniger harmlos. Und Nora mag sie."
Dominic lächelte auf eine wissende Art.
"Gut. Dann mache ich mich mal auf die Socken und schmeiße deinen Namen durch die Gegend. Was mache ich, wenn mir jemand begegnet, der dein Recht anfechten will?"
"Die dürfen sich entweder bei mir darum bewerben, zu bleiben, oder sich mit dir auseinander setzen. Sofern du den Job willst."
"Ich werde nicht dein neuer Grenzverteidiger werden. Aber ich räume gern für dich auf. Ein Mann muss essen."
Die beiden schüttelten sich geschäftlich die Hände. Und damit war das Thema Vampirpolitik gegessen. Dominik machte sich schon bald auf den Weg, um die neuen Grenzen zu setzen und Vincent genoss die Tatsache, dass er sich endlich wieder gut fühlte, indem er sich darum kümmerte, dass Thomas' Seite des Kleiderschrankes aufgefüllt werden konnte. Er bestellte einiges, veranlasste aber auch, dass Nora ihm einen Termin bei dem Schneider im Ort machte, auf dass der Mann ein paar viel zu gut sitzende Anzüge sein Eigen nennen konnte. Dazu einen neuen weißen Kittel für die Arbeit.
Im Morgengrauen lag Vincent nehmen Thomas, der friedlich leise vor sich hin schnarchte. Vincents Hand lag auf Thomas' Brust. Von dort aus ging ihm jeder Herzschlag durch Mark und Bein. Und Vincent genoss es in vollen Zügen. Es war wie eine sanfte Massage von innen heraus.
"Thomas," raunte er dem Mann ins Ohr. "Zeit zum Aufwachen."
Die Müdigkeit zupfte an Vincents Sinnen, aber er war noch viel zu energiegeladen, um sich davon jetzt mitreißen zu lassen. Also, so hatte er beschlossen, würde er seinen Morgen mit Thomas verbringen, so wie der normalerweise seine Abende mit Vincent verbrachte.
Vincent beugte sich über den Mann und küsste ihn sanft, bevor er mit den Fingern sinnlose Bilder auf dessen Brust zeichnete. Jetzt verstand er, warum Thomas ihn jeden Abend ohne Fehler auf diese Art weckte. Es war zu verlockend, um es nicht zu tun.
Vincent war ein bisschen anhänglich bis Thomas sich endlich dazu entschloss, ins Bett zu gehen. Und danach auch noch ein bisschen. Aber irgendwann wollte diese neue Energie, die er dank Thomas' Blut hatte, dann doch raus und so schlich er sich gegen Mitternacht aus dem Bett und aus dem Schlafzimmer und fand Dominic in seinem Salon.
"Alles wieder gut im Paradies?" fragte Dominic.
Der Mann roch ebenfalls nach nassem Gras. Das könnte von Simon kommen, dessen Geruch sich ebenfalls an ihm festgesetzt hatte, aber da war auch eine Spur von Zimt, also ging Vincent davon aus, dass Dominic sich Thomas' leicht verwirrten Gefühlen gewidmet hatte.
"Mehr oder weniger," erwiderte Vincent. "Der Jäger hat ziemlich allergisch auf meine Zähne reagiert."
Dominic brummte zustimmend.
"Instinkte können sehr mächtig sein, das wissen wir beide. Wie wollt ihr das lösen?"
"Thomas legt das Amt als Jäger nieder. Jetzt wo er hier lebt, hat er sowieso kaum noch Beute."
"Du weißt, dass das nicht einfach alles löst, oder?"
"Ich bin kein Kind mehr, Dominic. Natürlich weiß ich, dass Thomas' Instinkte und Reflexe nicht durch ein einfaches Versprechen aufhören werden, zu funktionieren. Aber jeder muss irgendwo anfangen."
Dominic nickte.
"Und was ist dein Plan? Jetzt, wo Vlad tot ist? Du hast damit ganz schön Wellen geschlagen."
"Jetzt schon? Ich dachte eigentlich, dass ich einen guten Monat oder zwei an Ruhe hätte."
"Oh, du wirst so viel Ruhe haben, dass dir langweilig wird. Niemand wollte sich je mit Vlad anlegen, weil er so eine Hausnummer war. Aber niemand in den Kreisen der Alten mochte ihn. Jetzt, wo er weg ist, kann jeder aufatmen. Und die Alten respektieren dich, allein weil du das geschafft hast. Ich glaube nicht, dass dir irgendjemand in den nächsten Jahren blöd kommt. Vielleicht kriegst du ein bisschen Besuch von Leuten, die dir für deine Tat danken wollen, aber die musst du ja nicht reinlassen. Hast du schon darüber nachgedacht, dein Gebiet zu erweitern? Genug Gewicht hättest du jetzt."
"Wie sieht es mit den Umliegenden Gebieten aus?"
"Alle ziemlich frei. In Cambridge gibt es diese Schauspielerin, die du ja schon kennst. Ansonsten ist hier nicht viel los. Ich bin mir sicher, du könntest mit Leichtigkeit ganz South Cambridgeshire für dich beanspruchen."
Vincent ließ sich das kurz auf der Zunge zergehen. Er könnte einen ganzen District unter seine Kontrolle stellen. Das würde seine Macht festigen, ihm Raum geben, und am Wichtigsten: Thomas müsste in einem großen Gebiet - einschließlich seines Geburtsortes - nicht mehr jagen. Vincent konnte diesen Ort für ihn sicher machen.
"Dann machen wir das," teilte er Dominic mit. "Ich will den ganzen District. Inklusive Cambridge."
Dominic nickte.
"Dann gebe ich das so weiter. Was ist mit der Schauspielerin?"
"Sie darf bleiben. Sie ist zwar seltsam, aber mehr oder weniger harmlos. Und Nora mag sie."
Dominic lächelte auf eine wissende Art.
"Gut. Dann mache ich mich mal auf die Socken und schmeiße deinen Namen durch die Gegend. Was mache ich, wenn mir jemand begegnet, der dein Recht anfechten will?"
"Die dürfen sich entweder bei mir darum bewerben, zu bleiben, oder sich mit dir auseinander setzen. Sofern du den Job willst."
"Ich werde nicht dein neuer Grenzverteidiger werden. Aber ich räume gern für dich auf. Ein Mann muss essen."
Die beiden schüttelten sich geschäftlich die Hände. Und damit war das Thema Vampirpolitik gegessen. Dominik machte sich schon bald auf den Weg, um die neuen Grenzen zu setzen und Vincent genoss die Tatsache, dass er sich endlich wieder gut fühlte, indem er sich darum kümmerte, dass Thomas' Seite des Kleiderschrankes aufgefüllt werden konnte. Er bestellte einiges, veranlasste aber auch, dass Nora ihm einen Termin bei dem Schneider im Ort machte, auf dass der Mann ein paar viel zu gut sitzende Anzüge sein Eigen nennen konnte. Dazu einen neuen weißen Kittel für die Arbeit.
Im Morgengrauen lag Vincent nehmen Thomas, der friedlich leise vor sich hin schnarchte. Vincents Hand lag auf Thomas' Brust. Von dort aus ging ihm jeder Herzschlag durch Mark und Bein. Und Vincent genoss es in vollen Zügen. Es war wie eine sanfte Massage von innen heraus.
"Thomas," raunte er dem Mann ins Ohr. "Zeit zum Aufwachen."
Die Müdigkeit zupfte an Vincents Sinnen, aber er war noch viel zu energiegeladen, um sich davon jetzt mitreißen zu lassen. Also, so hatte er beschlossen, würde er seinen Morgen mit Thomas verbringen, so wie der normalerweise seine Abende mit Vincent verbrachte.
Vincent beugte sich über den Mann und küsste ihn sanft, bevor er mit den Fingern sinnlose Bilder auf dessen Brust zeichnete. Jetzt verstand er, warum Thomas ihn jeden Abend ohne Fehler auf diese Art weckte. Es war zu verlockend, um es nicht zu tun.

