[2er RPG] In his Thrall [Codren feat. Pumi]

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    • Jetzt begriff Dominic, woher hier der Wind wehte.
      "Simon?"
      "Hm?"
      "Gib ihm dein Messer."
      "Was? Warum?"
      "Gib es ihm einfach."
      Simon grummelte leise, ging aber zu Thomas und gab ihm sein Messer, das er in seinem Stiefel versteckt hatte. Es war das Messer aus Silber, das der Doc ihm vor nicht allzu langer Zeit geschenkt hatte.
      "Aber das krieg ich wieder," verlangte er, als er es Thomas einfach in die Hand drückte.
      "Tief durchatmen, Thomas," meinte Dominic und setzte sich ins Gras, spielte ein bisschen mit den Halmen.
      Er ließ seine vampirische Natur sichtbar, versteckte sich nicht vor den Augen des Jägers. Er hatte eine ähnliche Glaubenskrise vor hunderten von Jahren selbst erlebt. Er wusste, Thomas würde sich fangen. Der Mann brauchte bloß einen Moment.
      "Dein Herz schlägt zu laut," belehrte Dominic ihn. "Deine Atmung zu schnell. So findet dich jeder Vampir, wenn du dich nicht gleich beruhigst."
      Alte Jägerweisheiten, die jedem Rekruten eingebläut wurden, bis sie eine zweite Natur wurden.


    • Thomas wusste selbst nicht, was das sollte, aber in dem Moment, in dem seine Finger sich um den vertrauten Messergriff schlossen, sah die Welt gleich wesentlich anders aus. Er packte das Messer wie die Waffe, zu der es geschaffen worden war, und drehte es in seiner Hand. Es war gut ausbalanciert und hatte eine schlanke Klinge, nichts, um grobe Schnitte zu verteilen, sondern präzise angesetzte Stiche. Es gab keinen Fleck am Messer, an dem kein pures Silber geklebt hätte.
      Der Vampir vor sich setzte sich ins Gras. Thomas war dazu geneigt, eine Hinterlist in dem Verhalten zu suchen, aber alles, was er erkennen konnte, war, dass er jetzt eine Bewegung mehr bräuchte, um überhaupt erst auf die Beine zu kommen. Das war gut. Es war auch gut, dass Simon sich jetzt entfernt hatte.
      Bewusst versuchte er seinen Worten zu gehorchen und atmete die kalte Nachtluft ein. Sie drang gleich in sein Gehirn, verdichtete für einen Moment das Knistern, das in seinem Blickfeld schwebte und seinen schwummrigen Kopf verstärkte. Der Arzt erkannte gleich, dass er sich beruhigen musste, bevor sein Kreislauf überkippte, aber es war Dominics Warnung, die ihm erst auf die Sprünge half. Richtig, sein Herzschlag. Für einen Augenblick fühlte er sich in das ehemalige Wohnzimmer in Cambridge zurückversetzt, in dem sein Großvater ihm sehr klare Anweisungen gegeben hatte, wie er seinen Herzschlag regulieren konnte. Einatmen, ausatmen. Selbst hinhören, höre auf den Puls. Zähl mit und dann zähl langsamer. Langsamer. Einatmen, ausatmen. Er regulierte seinen Herzschlag unter dem scharfen Blick des Vampirs, bis er langsam und leise war, bis sein Herz ihm nicht mehr gegen die Brust hämmerte und in seinen Ohren dröhnte. Sein Gesicht war eine Maske, sein Herz frei von jeglichen Gefühlsregungen. Er stand nicht richtig, auch das fiel ihm jetzt erst auf, er könnte leicht nach hinten geworfen werden. Er richtete sich seitlicher aus, beugte die Knie leicht, wandte die Messerspitze nach vorne, nahm Haltung an. Das war gut so, das war richtig. Der Jäger analysierte seine Beute, die noch immer am Boden saß. Er hatte nur ein Messer, aber es war ein richtiges Messer. Er hatte es schon mit einem Buttermesser geschafft.
      "Können wir? Bitte."
    • Dominic grinste, dann nickte er. langsam stand er auf, streckte sich, rollte seine Schultern.
      "Aufgepasst, Simon. Du siehst gleich einen Jäger bei der Arbeit."
      Und dann ließ Dominic seine fröhliche Art fallen. Auch er war jetzt auf der Jagd, auch wenn er nicht vor hatte, Thomas irgendwas zu tun. Er betrachtete das ganze eher als Übungskampf, aber selbst die wurden bei Jägern ziemlich ernst genommen. Sicher, sein Training war in der Vergangenheit um einiges blutiger gewesen, als es die heutigen Lehren waren, aber er konnte sich anpassen.
      Er hüpfte ein bisschen von einem Fuß auf den anderen, ähnlich wie ein geübter Boxer. Dann verschwand er.
      Dank seiner besseren Ernährung und seines höheren Alters war Dominic weitaus schneller als Vincent. Stärker war er auch, aber das spielte gerade keine Rolle.
      "Boo," sagte er, als er zu Thomas' Rechten auftauchte, nur wenige Zentimeter von ihm entfernt, nur für den Bruchteil einer Sekunde.
      Er war schon wieder verschwunden, bevor seine Stimme gänzlich verhallte.
      "Du bist nicht in der Verfassung zu jagen, Thomas," schalte er ihn solide zwanzig Sekunden später von links.
      Wieder blieb Dominic nicht lange genug stehen, um sich erwischen zu lassen.
      Er tauchte hinter Thomas auf, schnickte ihm spielerisch gegen das Ohr, verschwand wieder. Und dann tauchte er direkt vor ihm auf, die Spitze des Silbermessers saß sogar schon auf seiner Brust. Seine Augen waren wieder die eines Menschen, seine Zähne ebenso.
      "Du bist Thomas Van Helsing. Du bist Arzt. Du bist Jäger. Du bist der Liebhaber eines Vampirs," sagte er ernst, seine Stimme eindringlich. "Du musst einen Weg finden, das alles gleichzeitig zu sein."
      Dominic legte die Hand um Thomas' verstärkte den Druck, den der Mann mit seiner Klinge ausübte.
      "Du musst nicht das eine oder das andere sein, Thomas. Du kannst beides sein. Du hast es schon einmal geschafft, Gegensätze in dir zu vereinbaren. Du kannst es noch einmal tun."


    • Dominic verschwand und Thomas war sofort in höchster Konzentration. Schon seit Vincent es ihm einmal beigebracht hatte, machte er sich längst nicht mehr die Mühe, den Vampir mit den Augen verfolgen zu wollen und achtete stattdessen auf sämtliche andere Sinne. Natürlich hörte er nichts, während der andere sich bewegte. Natürlich kam nicht einmal ein Windhauch, als er plötzlich neben ihm war, aber Thomas' Reflexe waren trotzdem in Höchstform - zumindest, wenn er sich nicht gerade aussaugen gelassen hätte. Jetzt schwächelten sie und als das Messer Dominic durchbohrte, war der schon seit einem Herzschlag wieder vollständig verschwunden. Thomas richtete sich erneut aus, angespannt. Diesmal war es Dominics Stimme, die ihn zuerst herumwirbeln ließ.
      "Ich weiß das."
      Natürlich wusste er es, er merkte doch selbst, wie langsam er war, wie wenig er trotz höchster Konzentration mitkam. Auf einer richtigen Jagd wäre er längst tot, auch wenn er sich erhoffte, ihm wenigstens noch einen Schnitt hinzufügen zu können.
      Zwei Mal noch wirbelte er ihm nach, dann war Dominic standhaft genug, dass das Messer ihn hätte durchbohren können. Selbstverständlich hatte Thomas nicht die Absicht dazu, aber als der andere ihm entgegen hielt, übte er ein wenig mehr Druck aus als nötig. Und noch ein bisschen mehr. Der Vampir hielt mit Leichtigkeit dagegen, da konnte er genauso gut ein bisschen Kraft reinstecken, um all die überschüssige Energie loszuwerden.
      Das Vampirgesicht war verschwunden. Auch der Jäger schwand ein bisschen.
      "Du verstehst nicht."
      Eigentlich glaubte er, dass Dominic sehr wohl verstand - Thomas war derjenige, der nicht verstand.
      "Ich bin Vincents Liebhaber, nicht der eines Vampirs. Ich dürfte ihn nicht lieben, wenn er so aussieht, es ist nicht natürlich. Was ist, wenn ich einen Vampir jage und ihn nicht umbringen kann, weil ich nicht unterscheide? Es ist mir schon einmal passiert, ich bin fast gestorben."
      Er entriss sein Handgelenk aus Dominics Griff und provozierte ein Handgemenge, das er in der Weise niemals gewonnen hätte. Er musste sich auch gar nicht zurückhalten, denn der Vampir hielt in mühelos in Schach.
      "Ich schule meinen Instinkt, weil es das einzige ist, was annähernd schnell genug ist. Wenn ich ihn jetzt verwirre, weil ich einen Vampir küsse", Dominic fing das Messer ab, das auf seine Schulter gezielt war, sah aber auch leider den Schlag kommen, den Thomas damit zu verdecken versucht hatte, "wird es mich umbringen. Ich darf das nicht. Das ist nicht richtig."
    • Dominic ließ den Mann um sich schlagen, ließ ihn seinen Frust in Worte fassen. Dann packte er ihn an beiden Handgelenken und warf ihn unter sich in das feuchte Gras. Er presste Thomas' Handgelenke gegen den Boden, setzte sich auf ihn, machte ihm eine Flucht unmöglich.
      "Vincent ist ein Vampir. Daran kannst du nichts ändern. Aber genau wie du ist er auch noch anderes. Ein Buchhändler. Ein Lord. Der Liebhaber eines Jägers. Instinkte sind gut, Kontrolle ist besser. Du hast einmal deinen Instinkt zu kontrollieren gelernt - als man dir beibrachte, zwischen Menschen und Vampiren zu unterscheiden. Du kannst es wieder tun. Du weißt doch schon längst, wie man wilde Vampire jagt. Die Hälfte der Arbeit ist schon getan."
      Er ließ Thomas los und stand auf, ging zwei Schritte.
      "Steh auf," forderte er. "Steck die Arbeit rein. Wenn Vincent sich im Griff haben kann, dann kannst du das auch. Und jetzt steh auf!"


    • Der Fall tat mehr weh als sonst, aber auch nur, weil Thomas dabei kurz die Orientierung verlor. Als er sie schon wieder ergriffen hatte, war er längst vollständig bewegungsunfähig und der Wahrheit, die Dominic ihm präsentierte, wehrlos ausgeliefert.
      Er hatte schon einmal gelernt, dass Vincent nicht wie andere Vampire war. Er hatte auch recht erfolgreich gelernt, nicht gleich in Angstzustände zu verfallen, wenn er seine vampirische Seite zeigte. Sie hatten ja sogar zusammen gekämpft und zusammen überlebt. Sie hatten zusammen trainiert. Am wichtigsten von allem hatten sie zusammen geliebt.
      Er hatte es schon mehrfach getan. Er konnte es wieder tun.
      Für Vincent.
      Dominic ließ ihn frei und Thomas stand auf. Er gab Simon wie versprochen sein Messer zurück und klopfte sich nachlässig das Hemd ab. Er war sowieso im nassen Gras gelandet, das war jetzt auch nicht mehr zu retten.
      "Danke, Dominic. Ich sollte lieber... du weißt schon."
      Er lächelte ihm ganz flüchtig zu, dann trat er die Flucht zurück an.

      Vincent hatte sich kein Stück bewegt. Als Thomas ihn sah, war es gleichermaßen eine Erleichterung und eine Beschämung, dass der Mann ihn bereits erwartete.
      "Hey..."
      Er schloss die Tür sanft hinter sich. Er kam sogar die paar Schritte zum Bett, aber davor blieb er stehen. Unschlüssig fummelte er an seinen Ärmeln herum, die jetzt feucht waren und ihm daher einen ausgezeichneten Grund gaben, seine Aufmerksamkeit auf sie zu lenken.
      "... Entschuldige bitte. Ich wollte nicht..."
      Er verzog das Gesicht, dann kam er vorsichtig, behutsam aufs Bett gekrochen.
      "Können wir das noch einmal anfangen? Ganz von vorne, bitte. Nur nochmal... ohne zu beißen."
    • Dominic lächelte ebenfalls, als er Thomas nachsah. Sie hatten den Knoten nicht unbedingt gelöst, aber jetzt wusste Thomas zumindest, wo er damit anfangen musste.
      Er fing Simon auf, als dieser ihn von der Seite tacklete, und ließ sich mit ihm zu Boden sinken, schenkte ihm diesen kleinen Sieg. Lachend rollten die beiden ein bisschen durch das Gras.

      Vincent hob den Kopf von dem Kopfteil seines Bettes, als er die Tür hörte. Während Thomas' Abwesenheit hatte er sich auf die Stärke konzentriert, die ihm dessen Blut verliehen hatte. Er fühlte sich gut. Zum ersten Mal seit der Sache mit Vlad fühlte er sich wieder gut. Natürlich hatte er sich auf auf Thomas' Emotionen konzentriert. Wie könnte er nicht, wenn sie ihn doch praktisch anschrien.
      Jetzt stand Thomas vor ihm, die Emotionen, die Vincent in seinen Adern spürte, deutlich aufs Gesicht geschrieben. In Vincents Zügen war kein Vampir mehr zu sehen, soweit hatte er sich beruhigen können. Ruhig hörte er sich an, was Thomas zu sagen hatte. Dann lächelte er und streckte ihm seine Hand hin.
      "Enchanté", grüßte er den Mann, der da vor ihm saß. "Vincent Caley. Oder Lord Harker, wenn Sie gestelzt höflich bleiben wollen."


    • Verständnislos starrte Thomas auf die ihm dargebotene Hand, dann machte er ein leicht verdrossenes Gesicht. 200 Jahre hatten den Mann zu einem herausragenden Komiker gemacht - musste der zumindest glauben. Thomas öffnete den Mund, um ihn mit der Realität zu konfrontieren, dann schloss er ihn aber doch wieder und ergriff nach einem Moment des Zögerns die Hand.
      "Van Helsing. Doktor."
      Er nutzte die offene Einladung, um sich an Vincents Arm in seinen Schoß zu ziehen und genau dort wieder Platz zu nehmen, wo er ihn verlassen hatte. Der Vampir war verschwunden, jetzt war es nur noch sein Freund in seinem - in ihrem gemeinsamen Bett, der frech zu ihm aufsah. Thomas beugte sich nur für einen kurzen Kuss nach vorne und richtete sich wieder auf.
      "Ich bin hier, um Sie zu jagen."
    • Vincent grinste in den Kuss hinein und legte seine Hände locker auf Thomas' Oberschenkel. Er konnte spüren, wie sich die Angst und die Verwirrung in dem Mann zurückzogen und Platz machten für das, was Vincent selbst empfand.
      "Dar trifft sich gut. Ich bin nämlich ein Vampir und Sie riechen zum Anbeißen gut."
      Nun war es Vincent, der sich reckte, um sich einen Kuss zu stehlen. Dann lehnte er sich wieder zurück.
      "Alles in Ordnung?" fragte er dann ein bisschen ernster.
      Er spielte ein bisschen mit dem nassen Saum von Thomas' Hemd. Der Mann roch nach Zimt und nassem Gras, ein bisschen nach Dominic. Vincent konnte sogar das Silber riechen, das Thomas vor kurzem noch in der Hand gehalten haben musste. Er hörte das Blut, das durch Thomas' Adern floss. Das wahre Ausmaß seiner Fähigkeiten wurde ihm wieder einmal bewusst. Und wie viel er sich selbst über die Jahrzehnte verweigert hatte.
      "Du bist so schnell verschwunden, ich habe mir Sorgen gemacht."


    • Vincents Grinsen war ansteckend, auch wenn es auf Thomas' Gesicht nur in abgeschwächter Form auftauchte. Diesmal verdrehte er wirklich die Augen, damit der andere zumindest sehen konnte, was er von seinem Witz hielt, bevor er auch wieder ernster wurde.
      "Es geht mir gut. Es war sehr... intensiv, um es gelinde auszudrücken. Ich war etwas... überfordert."
      Er schluckte. Er nahm auch einen tiefen Atemzug, weil er seinen Puls sich wieder beschleunigen fühlte. Unwohl rutschte er auf Vincents Schoß herum, bis es ihm bequemer vorkam.
      "Ich würde gerne etwas... ausprobieren."
      Er nahm sich Vincents Hände von den Oberschenkeln und legte sie höchst sorgfältig aufs Bettlaken.
      "Ich würde gerne... ich würde gerne den Vampir noch einmal sehen und ich möchte dich bitten, dass du dich nicht bewegst, egal, was ich tue. Schaffst du das?"
      Er holte sich Vincents ausdrückliche Bestätigung, denn ohne sich vollkommen sicher zu sein, würde er hier keinen Schritt weitergehen. Aber sein Freund bestätigte ihm den Wunsch und so fühlte er gleich die Nervosität wieder ansteigen, während er nickte. Er rutschte wieder ein Stück auf seinem Schoß herum und schließlich wechselte wieder Vincents Augenfarbe.
      Der Vampir starrte ihn an und Thomas starrte zurück. Sie waren so weit entfernt wie vorhin schon, aber jetzt kam es ihm viel, viel näher vor. Die Zähne bekam er diesmal weniger zu sehen, aber das war vielleicht auch gut so. Seine Nerven waren so sehr zum Reißen angespannt, dass der kleinste Schubser in die falsche Richtung sie völlig zum Bersten gebracht hätte.
      Ganz langsam, experimentiell lehnte er sich nach vorne. Mit einer Hand stützte er sich an Vincents Schulter ab, die andere legte er an seinen Hals. Er hielt ihn fest, ohne ihn niederzudrücken, aber er hätte es tun können. Die Kontrolle, die er über den Vampir hatte, war jetzt wichtiger denn je.
      Er kam den Augen nahe, nahe genug, dass er die feinen Äderchen in ihnen sehen konnte. Er kam unweigerlich den Zähnen nahe. Die Haare in seinem Nacken stellten sich allesamt auf, als seine Glieder daran arbeiten, gegen den Drang, sich zurückzuziehen, anzukämpfen. Seine Muskeln arbeiteten. Wenn Vincent nur ein Geräusch von sich gegeben hätte, wäre er wohl explodiert.
      So vorsichtig, als behandle er zerbrechliches Porzellan, lehnte er sich nach vorne, hob eine Hand an Vincents Gesicht, legte sie an seine Wange und setzte ihm dann einen hauchzarten, schüchternen Kuss auf die Lippen.
    • Vincent nickte. Er würde für diesen Mann absolut alles tun.
      Du würdest alles tun, damit dich dieser Mensch wieder an seine Venen lässt.
      Also hielt er still, als Thomas sich selbst auf das vorbereitete, was auch immer er vor hatte. Er spürte die weichen Laken unter seinen Fingerspitzen, spürte Thomas' Nervosität in seinen Adern, spürte die Wärme des Mannes an seiner Haut.
      Er blinzelte und seine Augen waren nicht mehr blau, sondern praktisch weiß. Er hielt Thomas' Blick, aber ansonsten bewegte er sich keinen Zentimeter. Allerdings konnte er nicht verhindern, dass er ein bisschen tiefer einatmete, als Thomas sich zu ihm lehnte und ihm eine Hand auf den Hals legte. Warum musste es auch der Hals sein?!
      Der Duft von Zimt und Gras flutete Vincents Nase, sandte einen wohligen Schauer über seinen Rücken. Doch er hielt weiter still. Bis Thomas ihn küsste.
      Irgendwie schaffte Vincent es, ausschließlich seine Finger zu bewegen. Sie schlossen sich in einem festen Griff um die Laken, auf denen er saß. Er wollte so viel mehr tun, aber Thomas zu Liebe konnte er nicht. Er durfte nicht.
      Du könntest. Und er könnte sich nicht wehren.
      "Thomas," wisperte er, seine Stimme kaum laut genug, um überhaupt Worte zu formen. "Ich weiß nicht, wie lange ich das noch kann."


    • Der Kuss hätte kaum der Rede wert sein sollen, aber für Thomas war es das, denn er sandte ein Gefühl durch seinen Körper, das weder gut noch schlecht war, das einfach nur da war und von ihm zur Kenntnis genommen wurde. Seine Nervenenden prickelten, seine Muskeln waren völlig in Alarmbereitschaft, seine Bewegungen waren bewusst klein und vorsichtig. Er spürte Vincents Lippen mit einer Intensität, die ihn erschaudern ließ.
      Kaum zwei Sekunden hielt der Kuss an, dann brach ihn Vincent selbst. Das Bettlaken spannte sich unter Thomas' Beinen, als der Vampir seine Hände darin verkrallte, sich aber, wie gewünscht, keinen Zentimeter bewegte. Vielleicht wäre Thomas noch weitergegangen und hätte seine Tollkühnheit weiter ausgenutzt, aber hier waren schließlich zwei beteiligt, die mit ihren Instinkten kämpfen mussten. Diesen Kampf konnte er Vincent nicht aufzwingen, wenn er ihn nicht selbst wählte.
      Er löste sich wieder von ihm und kaum, als es nur noch das vampirische Gesicht und er waren, die sich wie gerade eben erneut anstarrten, gewann wieder die Macht der Gewohnheit und er kroch mit wachsender Unruhe rückwärts von Vincents Schoß, um sich diesmal bis zum Pfosten am Fußende zurückzuziehen. Erst mit diesem wenigen Abstand zwischen ihnen beide atmete er aus und zwang Ruhe in seinen wirbelnden Verstand. Das hatten sie jetzt wahrhaftig durchgezogen, nicht wahr? Er hatte jetzt wirklich gegen sämtliche Prinzipien verstoßen, die er sich jemals als Jäger auferlegt hatte.
      Erschöpft fuhr er sich durch die Haare.
      "Wie fühlst du dich? War das... in Ordnung?"
    • "Das sollte ich eher dich fragen," gab Vincent zurück.
      Er atmete einmal tief durch - Zimt und nasses Gras... - und fuhr sich mit einer Hand durchs Gesicht und dann die Haare, um die Fassung wiederzuerlangen. Dabei drängte er das Monster zurück, nahm wieder seine normalen Züge an.
      "Dein Gefühlschaos ist schwer zu entziffern," meinte er dann, als er Thomas wieder ansah. "Ein Teil von mir versteht das. Ein anderer Teil... einem anderen Teil tut es weh, wann immer er diese Angst in deinen Augen sieht. Nicht die Angst um mich. Die Angst vor mir."
      Vincent zog die Beine in einen Schneidersitz und seufzte. Er wollte Thomas nicht verletzen, aber er hatte dem Mann auch absolute Ehrlichkeit in allen Belangen versprochen. Nur, weil er wusste, warum Thomas so reagiert - und einen Teil dieser Angst jetzt selbst spüren konnte - hieß das noch lange nicht, dass sein Herz es verstehen wollte. Sein dummes Herz, das nicht verstehen wollte, warum Thomas solche Angst vor ihm hatte, wenn er ihm doch noch nie etwas getan hatte.
      "Ich weiß, dass es nicht dein Fehler ist. Ich weiß das wirklich. Aber... Ach ich weiß doch auch nicht."
      Wieder seufzte er, dann ließ er den Kopf hängen und konzentrierte sich auf den Bund seines Hosenbeines.


    • Thomas betrachtete seinen Freund vor sich, jetzt wieder in normaler Erscheinung. Kaum war der Vampir weg, hatte er auch wieder das Bedürfnis, sich wieder zu ihm zu setzen, ihn in die Arme zu nehmen. Aber gerade das würde wohl bestätigen, was der andere sich jetzt schon denken musste: Dass Thomas es nicht aushielt, bei ihm zu sein, wenn er den Vampir rausließ. Dabei hatte Dominic es ihm so klar vor Augen geführt, wie er nur konnte: Vincent war ein Vampir, diese zwei Dinge waren die ein und dieselbe Sache. Nur, weil er blaue Augen und gesunde, normale Zähne hatte, war er nicht anders als wenn er weiße Augen und Fangzähne hatte. Und nur, weil er ein Vampir war, hieß das nicht, dass er nicht derselbe war, mit dem Thomas sich freiwillig ins Bett kuschelte.
      Aber wenn er selbst das Gefühl hätte deuten können, hätte er es gesagt. So blieb er schweigsam, eine ganze Weile lang, bis er sich eine vorsichtige Meinung erlaubte.
      "Ich glaube, ich verliebe mich in dich. Ich meine, das habe ich schon längst, aber jetzt verliebe ich mich in alles von dir. Auch in dein..."
      Was war der Vampir in Vincent? Eine Mutation? Eine Krankheit? Ein Dämon?
      "... anderes Selbst. Der Biss hat mir nicht gefallen, aber dann hast du... du hast wie... ich habe dich gesehen, keinen Vampir. Normalerweise unterscheide ich nicht, aber jetzt schon. Jetzt ist es mir aufgefallen und ich fand das..."
      Er suchte nach dem geeigneten Wort und fand keins.
      "... gut. Nicht, dass ich nicht mehr unterscheide", setzte er schnell nach, "denn ich glaube nicht, dass das richtig ist. Das ist es nicht, das darf es nicht sein. Wenn ich mich daran gewöhne, dass ein Vampir auch gutes bedeuten kann, bin ich schneller tot, als ich den Fehler erkennen kann. Aber mit dir... Gott im Himmel, ich weiß doch auch nicht, was ich damit anfangen soll! Es verwirrt mich selbst; ich sollte dich jagen und nicht küssen wollen, wenn du mir deine Zähne zeigst, aber ich werde dich nicht jagen, weil ich dich liebe, und ich sollte dich nicht küssen, weil ich davon verweichlichen könnte! Was bleibt da noch übrig?"
    • "Ich," antwortete Vincent ganz einfach und hob den Blick wieder. "Ich bleibe übrig. Die Person, die dich liebt. Dich. Nicht den Jäger, nicht den Arzt. Dich.
      Einen langen Augenblick hielt Vincent Thomas' Blick. Dann ließ er den Vampir von der Leine, gerade genug, um seine Augen wieder ein wenig heller werden zu lassen - nicht vollständig weiß, aber auffällig genug für das Menschliche Auge. Seine Eckzähne wurden spitz, aber nicht länger. Der perfekte Zwischenstand.
      "Das bin ich Thomas. Daran kann ich nichts ändern. Ich komme dir gern entgegen, ich lasse dir gern Raum, aber wenn du weiterhin Angst vor mir hast... Ich habe kein anderes Selbst. Es gibt nur mich. Nur dieses eine Selbst. Alles andere sind Masken, die ich mir aufsetze, wann immer ich sie brauche, aber ich hänge sie auch wieder weg, wenn ich das nicht mehr tue. Ich trage keine Maske, wenn ich mit dir zusammen bin, Thomas. Das werde ich niemals. Auch nicht die Maske eines Menschen."


    • Mit Vincents Antwort wurde Thomas still. Sie kam so ruhig, fast schon natürlich, dass er jedes weitere Argument sofort in den Wind warf.
      Vincent hatte niemals darunter unterschieden, wer Thomas gerade war. Für ihn war er immer Thomas gewesen, sein Freund, sein Liebhaber, sein was-auch-immer. Auch sein Jäger, ja, aber das nur zu besonderen Zwecken. Vincent hatte kein "Ich liebe dich, aber" oder "Ich liebe dich, nur wenn", Vincent kannte nur eine Sache: Thomas. Aber der kannte zwei Sachen, denn für ihn gab es Vincent, den er liebte, und den Vampir, mit dem er umzugehen versuchte. Den Vampir liebte er nicht. Vor dem Vampir nahm er sich in acht, weil er es so gewöhnt war.
      Aber der Vampir war Vincent. Es würde niemals anders sein. So wie er es gerade sagte, er würde sich nicht ändern. Thomas konnte sich dazu entschließen, für den Rest seines Lebens zusammenzuzucken, wenn er die weißen Augen sah, und Vincent damit zu verletzen, oder er konnte seine Angst davor, seine durchtrainierten Instinkte zu verlieren, überwinden und sich diesem einen, einzigen Vampir öffnen. Eine Sache, die sich viel leichter anhörte, als sie wirklich war.
      Er sah diese weißen, nicht ganz so ausgeprägten Augen an und wandte dann traurig den Blick auf seine Hände.
      "Ich habe es mir anders vorgestellt. Als du mir damals eröffnet hast, was du bist, und wir schließlich wieder zusammengefunden haben, dachte ich, dass die größte Sorge sein würde, dass ich mit Zähnen im Hals aufwachen könnte. Ich weiß, dass du mir bis dahin schon bewiesen hast, dass du nichts dergleichen tust, aber das schien mir das einzige Hindernis zwischen dir und mir zu sein - zwischen einem Vampir und einem Jäger. Vielleicht dachte ich, du wärst einfach nur ein Mann und ich müsste nur mit dem Vampir in Berührung kommen, wenn du... außer Kontrolle gerätst."
      Er verzog das Gesicht und sah kurz wieder auf.
      "Das war nicht sehr nett ausgedrückt, bitte entschuldige. Es war alles nur so... normal. Aber das kann es nicht sein, oder? Das mit uns, das kann nicht normal ablaufen. Das ist in jeder denkbaren Weise außergewöhnlich."
      Er schwieg einen Moment, dann holte er tief Luft.
      "Ich will dir nichts verschweigen, auch nichts, was weh tut. Wenn ich dich so sehe, sehe ich nur einen Vampir, nicht Vincent. Ich muss mich bewusst daran erinnern, dass du es bist, um nicht in meine Muster zu verfallen. Es geht alles so instinktiv - das ist schließlich das Problem. Ich möchte dann Abstand zu dir suchen und mir Silber zur Verteidigung nehmen; wenn ich es nicht tue, komme ich mir schutzlos und ausgeliefert vor. Ich weiß, dass du mir nichts tust, aber Verstand und Instinkt sind zwei unterschiedliche Dinge. Nur fühlt sich beides nicht gut an. Nicht so, wie ich es handhabe."
      Er setzte sich ein Stück auf, wollte eigentlich näher zu Vincent rutschten, aber die Überwindung fehlte ihm. Hier fing es ja schon an.
      "Ich möchte dich nicht verlieren, Vincent. Ich weiß, dass du nicht ändern kannst, was du bist. Ich kann ändern, wie ich dich sehe, aber das macht mir Angst. Ich habe Angst, meine Instinkte dabei zu verlieren. Ohne sie bin ich kein Jäger mehr, nur ein Arzt, der bei der nächsten Jagd zu langsam ist und zu jemandes Abendessen wird. Bei Gott, das will ich nicht. Alle van Helsings sind zu früh und zu brutal gestorben, ich will ihr Schicksal nicht teilen."
    • Vincent senkte den blick zurück auf die Laken seines Bettes, die kleinen Falten, die eine eigene Landschaft zu bilden schienen. Für ihn und seine neuerlich verschärften Sinne bildeten sie ein Spiel aus Licht und Schatten, die im Schein des Kaminfeuers flackerten. Wenn er sich konzentrierte, konnte er sogar noch feiner sehen. Aber ihm war gerade nicht wirklich danach, sich in den Bildern einer Miniaturwelt zu verlieren.
      "Es gibt keine Vampire in dieser Gegend," sagte er leise, seine Stimme kaum mehr als ein Flüstern.
      Er wusste, was er da vorschlug und er rechnete nicht damit, dass Thomas einfach so sein Leben als Jäger aufgeben würde. Das war schließlich ein Teil seiner selbst, so wie sein Name es war. Er war ein Jäger gewesen lange bevor er ein Arzt wurde. Aber er konnte auch nicht einfach hier sitzen und sich Thomas Unwillen anhören, sich zu ändern. Solange er ein Jäger war würde er niemals riskieren, seine Instinkte verstauben zu lassen. Könnte der Mann lernen, nur für Vincent eine Ausnahme zu machen? Vielleicht. Aber er würde immer mit der Angst leben, gegen andere Vampire zu verlieren. Und wenn es soweit war, wenn er mal gegen seine Beute verlor, dann würde er Vincent dafür verantwortlich machen. Und das wollte Vincent nicht.


    • Fast hätte Thomas Vincent nicht verstanden. Fast hätte er ihn sogar überhört.
      Es gab keine Vampire in der Gegend. Das hier war Vincents Revier, ganz klipp und klar, Harker Heights und Umgebung, bei dem andere Vampire entweder vorstellig wurden, wenn sie hier waren, oder sich ganz davon fernhielten. So funktionierte das in einer Vampirpolitik, die Thomas fremd war. Bis vor kurzem hatte lediglich Vincents Meister noch Einzug erhalten, aber der war längst dahin geschieden.
      Thomas musste hier kein Jäger sein, er war völlig geschützt und könnte sich ganz auf Medizin konzentrieren. Er konnte das Vermächtnis ablegen, das ihm in die Wiege gelegt worden war und mit ihm vergehen würde. Er könnte ein normaler Mensch sein, er müsste sich keine Gedanken mehr um Spurenbeseitigung und polizeiliche Detektivarbeit machen. Er wäre nur noch ein Arzt, Doktor Thomas van Helsing, Allgemeinmediziner. Er könnte sich zurücklehnen.
      Er würde nicht mehr darüber wachen, was in Cambridge vor sich ging. Das war nun mit dem Umzug nicht mehr sein Gebiet.
      … Konnte er jemals Nein zu Vincent sagen?
      Nein, die gibt es hier nicht.”
      Der andere sah ihm dabei noch nicht einmal in die Augen, er sah auf das Bettlaken hinab.
      Thomas rutschte nach einem Augenblick wieder zu ihm vor, legte die Hände an sein Gesicht, hob seinen Kopf etwas an, bis Vincent ihn ansah.
      Ich muss kein Jäger sein. Ich kann nur Arzt sein.
      Er glaubte die Worte selbst. Wenn er sich zwischen Vincent und seiner Berufung entscheiden muss, würde er Vincent wählen.
      Es war in Ordnung so. Er war fest überzeugt.
      Ich kann ein normales Leben führen und solange mich kein Kampf erwartet, kann ich meine Instinkte abtrainieren. Wir können zusammen sein, ohne uns zurückhalten zu müssen.
    • Vincents Augenbrauen schossen in die Höhe, als er Thomas' Worte vernahm. Er sah keine der üblichen Anzeichen wenn Thomas' versuchte, zu lügen und er lauschte sogar dem Echo dieser Worte in Thomas' Venen, aber er fand keine Lüge darin. Der Mann meinte es ernst. Für Vincent würde er das aufgeben, was seit Generationen in seiner Familie Tradition war.
      Geradezu vorsichtig legte er eine Hand auf Thomas'. Er lächelte sanft.
      "Das würdest du für mich tun? Wirklich?" fragte er leise, als könnte Thomas seine Meinung schlagartig ändern, wenn er ihn erschreckte.
      Vincent standen sogar etwas die Tränen in den Augen, ihr roter Schimmer ein starker Kontrast zu seiner blassen Haut. Er konnte es nicht ganz fassen, dass dieser Mann - dieser wundervolle, komplizierte Mann - etwas so wichtiges einfach aufgeben würde. Für ihn. Sowas hatte noch nie jemand für ihn getan.
      Vincent lachte leise, nervös, und wischte sich schnell über die Augen, bevor seine Unmenschlichkeit noch den Moment zerstörte.
      "Tut mir leid," meinte er, "Der Romantiker in mir kommt mal wieder durch."


    • Ganz langsam, als würde sich die Bedeutung dieser Worte erst einen Weg durch die Oberfläche ins Innere bahnen, weiteten sich Vincents Augen. Sie wurden groß und ungläubig, ein hinreißender Anblick. Es reichte schon aus, um Thomas in seiner eigenen Überzeugung zu bestätigen.
      "Ja, wirklich."
      Es war schon reizend mit anzusehen, wie schnell blutrote Tränen in Vincents Augen schossen, wie schnell der Mann doch wirklich verlegen davon wurde. Thomas hatte ihn wahrscheinlich noch nie so derart aus der Fassung erlebt, dabei war es ein Beweis dessen, wie sehr diese fast einfachen Worte ihm ans Herz gingen.
      Da lächelte Thomas selbst, kicherte und zog Vincent ein Stück näher zu sich.
      "Ich finde den Romantiker ganz reizend."
      Er küsste ihn, vorsichtig aber liebevoll, eine Erleichterung nach der Distanz, die sich zwischen ihnen aufgebaut hatte. Er wollte ihm wieder nahe sein, jetzt noch mehr als zuvor.
      "Ich würde alles für dich tun."
      Und auch das meinte er so, mit fester Überzeugung.

      Kein Jäger mehr zu sein bot auch eigentlich keinen Unterschied zu vorher. Er hatte immernoch seinen kleinen Platz im Keller, alleine um seine Waffen und Unterlagen zu verstauen, die er ganz sicher nicht loswerden wollte, aber abgesehen davon beschäftigte er sich einfach nicht damit - er musste es auch gar nicht. Es gab schließlich wirklich keine Vampire in Harker Heights und dementsprechend konnte es auch keine Opfer geben. Er konnte sich ganz und gar auf seine Arztkarriere konzentrieren.
      Und es war gut so. Solange es Vincent glücklich machte, war es alles gut. Thomas brauchte keine Jagd in seinem Leben, wenn er seinen Freund bei sich hatte. Er würde niemals bereuen, es aufgegeben zu haben.
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