"Ich wurde in einem Krieg geboren," antwortete Dominic.
Einen Moment noch genoss er die geteilte Stille, dann erhob er sich schwungvoll und das Lächeln kehrte auf sein Gesicht zurück. Er fühlte sich ohne so nackt.
"Cambridge ist kein interessanter Ort, also sollten Sie sicher sein vor der Front. Sollte sich das Schlachtfeld doch hierher bewegen, versuche ich Sie rechtzeitig zu warten. Man muss die Zuschauerschaft doch in Sicherheit wissen. Neutralität war schon immer etwas, was ich zu schätzen wusste."
Er verneigte sich einmal mehr so tief als schalle ihm gerade Applaus auf einer Bühne entgegen.
"Ich entschuldige mich für heute Nacht, ich muss mir noch eine Bleibe suchen. Viel Glück mit Ihrer Nachtigall."
Dominic tippte sich an einen imaginären Zylinder, dann machte er einen Schritt zurück in das Nichts und fiel hinunter, um sich einmal mehr der Nacht auszuhändigen.
Vincent tat sein Bestes, um am Morgen nicht einzunicken. Nora eilte ihm überraschenderweise zur Hilfe, als sie kurz nach Sonnenaufgang erst vorsichtig an seine Tür klopfte, nur um dann hereinzuschleichen.
"Wusstest du, das Dominic in der Stadt ist?" fragte sie, als sie Vincent sein Glas Schweineblut reichte.
Er nickte, bevor er das Gesöff herunterkippte.
"Wir sind uns vor ein paar Stunden in der Bibliothek über den Weg gelaufen. Er ist aus London gekommen, um ein Auge auf die Situation zu haben."
"London? Ich dachte er ist in Übersee?"
"Henry will umziehen; Dominic hilft. Die ganze Sache hat sich also irgendwie ergeben."
Nora nickte und nahm das Glas wieder entgegen.
"Was wollte er von dir? Er muss ja hier gewesen sein, wenn du auch Bescheid weißt?" fragte Vincent.Einen Moment noch genoss er die geteilte Stille, dann erhob er sich schwungvoll und das Lächeln kehrte auf sein Gesicht zurück. Er fühlte sich ohne so nackt.
"Cambridge ist kein interessanter Ort, also sollten Sie sicher sein vor der Front. Sollte sich das Schlachtfeld doch hierher bewegen, versuche ich Sie rechtzeitig zu warten. Man muss die Zuschauerschaft doch in Sicherheit wissen. Neutralität war schon immer etwas, was ich zu schätzen wusste."
Er verneigte sich einmal mehr so tief als schalle ihm gerade Applaus auf einer Bühne entgegen.
"Ich entschuldige mich für heute Nacht, ich muss mir noch eine Bleibe suchen. Viel Glück mit Ihrer Nachtigall."
Dominic tippte sich an einen imaginären Zylinder, dann machte er einen Schritt zurück in das Nichts und fiel hinunter, um sich einmal mehr der Nacht auszuhändigen.
Vincent tat sein Bestes, um am Morgen nicht einzunicken. Nora eilte ihm überraschenderweise zur Hilfe, als sie kurz nach Sonnenaufgang erst vorsichtig an seine Tür klopfte, nur um dann hereinzuschleichen.
"Wusstest du, das Dominic in der Stadt ist?" fragte sie, als sie Vincent sein Glas Schweineblut reichte.
Er nickte, bevor er das Gesöff herunterkippte.
"Wir sind uns vor ein paar Stunden in der Bibliothek über den Weg gelaufen. Er ist aus London gekommen, um ein Auge auf die Situation zu haben."
"London? Ich dachte er ist in Übersee?"
"Henry will umziehen; Dominic hilft. Die ganze Sache hat sich also irgendwie ergeben."
Nora nickte und nahm das Glas wieder entgegen.
"Er hat mir... Er hat Botenjunge gespielt," antwortete Nora
Vincent lächelte wissend.
"Liebesbriefe einer gewissen Schauspielerin?" fragte er und amüsierte sich köstlich über den sanften Rotschimmer, der sich über Noras Gesicht legte.
"Geht dich gar nichts an," fauchte Nora.
"Schon gut. Schon gut. Sag mir nur Bescheid, wenn ich mir eine neue Haushälterin zulegen soll, in Ordnung?"
Nora nickte. Zwei Herzschläge später umarmten sich die beiden kurz. Was würde Vincent nur ohne sie tun?
"Ich geh Frühstück machen," meinte Nora dann und verließ das Schlafzimmer wieder.
Vincent machte es sich neben Thomas wieder etwas bequemer und betrachtete ihn ein bisschen, wie er so friedlich dalag und ganz leise schnarchte. Da waren keine Sorgenfalten, keine ratternden Gedanken. Vincent mochte diesen Anblick. Er wollte ihn auch sehen, wenn Thomas wach war. Letzte Nacht hatte er diesen Ausdruck sehen dürfen. Für einen kurzen Augenblick hatte Frieden geherrscht, während sie in ihrer eigenen kleinen Blase existiert hatten. Vincent wollte dorthin zurück, wollte dass es ewig andauerte.
Er strich Thomas eine verirrte Strähne aus dem Gesicht und küsste ihn sanft auf die Stirn. Nur noch fünf Minuten, dann würde er ihn wecken. Vielleicht auch zehn.
Vincent lächelte wissend.
"Liebesbriefe einer gewissen Schauspielerin?" fragte er und amüsierte sich köstlich über den sanften Rotschimmer, der sich über Noras Gesicht legte.
"Geht dich gar nichts an," fauchte Nora.
"Schon gut. Schon gut. Sag mir nur Bescheid, wenn ich mir eine neue Haushälterin zulegen soll, in Ordnung?"
Nora nickte. Zwei Herzschläge später umarmten sich die beiden kurz. Was würde Vincent nur ohne sie tun?
"Ich geh Frühstück machen," meinte Nora dann und verließ das Schlafzimmer wieder.
Vincent machte es sich neben Thomas wieder etwas bequemer und betrachtete ihn ein bisschen, wie er so friedlich dalag und ganz leise schnarchte. Da waren keine Sorgenfalten, keine ratternden Gedanken. Vincent mochte diesen Anblick. Er wollte ihn auch sehen, wenn Thomas wach war. Letzte Nacht hatte er diesen Ausdruck sehen dürfen. Für einen kurzen Augenblick hatte Frieden geherrscht, während sie in ihrer eigenen kleinen Blase existiert hatten. Vincent wollte dorthin zurück, wollte dass es ewig andauerte.
Er strich Thomas eine verirrte Strähne aus dem Gesicht und küsste ihn sanft auf die Stirn. Nur noch fünf Minuten, dann würde er ihn wecken. Vielleicht auch zehn.

