The last Song [Shio & Winterhauch]

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    • Alle Gesichtszüge entgleisten, bei dem Kommentar vom Manager. "Wie bitte?" Taylor war völlig entrüstet.
      "DU hast mich schon verstanden. Das war nicht Teil unserer Vereinbarung."
      Völlig entsetzt blickte Taylor zu den anderen und zu John. Dieser wusste auch nicht was er sagen sollte.
      Das er dachte er würde die volle Macht über Ty haben und über sein Leben bestimmen, da hatte er sich aber gewaltig in den Finger geschnitten.
      Sein nächster Kommentar riss ihn völlig aus der Bahn. Auch das Charlie sich dazwischen warf und von dem Manager eine Ansage bekam, brachte das Fass zum überlaufen. "Was ist das hier gerade für ein Fiebertraum?", sprach James.
      Taylor kochte vor Wut und hätte ihm am Liebsten eine drüber gebraten. John gab Charlie und Taylor mit dem Kopf ein Zeichen zur Tür.
      Er wollte die Situation entschärfen, bevor Taylor noch etwas unüberlegtes tun würde. "Wir sind gleich wieder da." Der Manager winkte nur mit der Hand und tippte auf seine teure Armbanduhr.
      Sie gingen auf die Dachterrasse, damit sie alle einmal durchatmen konnte. Taylor schrie laut auf. "Was fällt diesem aufgeblasenen Anzugträger eigentlich ein? Er hat mich komplett bloßgestellt, er hat alles bloßgestellt und.." Er ging zu Charlie und nahm ihre Hände in seine. "Mir tut es am meisten Leid das er dich so angefahren hat." Er küsste ihr Hände. Das er die neuen Songs so furchtbar fand, konnte er ebenfalls nicht verstehen. Er ließ ihre Hände wieder los und zündete sich eine Zigarette an. "Spinnst du wirf das weg!", sprach John zu ihm. Ty verneinte es mit einem Kopfschütteln. "Ich brauche das jetzt."
      Ein tiefer Zug an der Zigarette brachte Taylors innere Wut ein wenig runter. "Was du brauchst ist Ruhe, Therapie und keine Ablenkung." Sein Blick schoss sogleich zu Charlie.
      Taylor lachte auf. "Ich weiß was ich brauche. Ich brauche meine Songs und sie." Er zeigte in Richtung Charlie.
      John zog eine Augenbraue nach oben. "Ich weiß nicht ob das so eine gute Idee ist."
      Er zog wieder an der Zigarette. "Das ist immer noch meine Entscheidung." Taylor lehnte sich über die Mauer und blickte nach vorne über San Francisco, "Und wenn er die Songs nicht mag, dann muss er sich eine neue Band suchen. Ich reiß mir verdammt nochmal die ganzen Wochen den Hintern auf und hab schlaflose Nächte und er zerstört alles mit einem Fingerschnipsen. Nein John das kann doch keiner für gut heißen."
      John zog seine Krawatte gerade. "Ich rede mit ihm. Aber lass die Finger davon." Taylor schnipste die Zigarette weg. "Und vielleicht auch weniger von ihr."
      Taylor lachte auf. "NEIN John, das einzige was mir neben der Musik was bedeutet werde ich nicht einfach so gehen lassen oder aus meinem Leben verbannen. ich weiß echt nicht was du gegen sie hast." John legte seine Hand auf seine Schulter. "Ich möchte nur nicht das du verletzt wirst." John ging wieder in Richtung Treppe um zurück ins Studio zu gehen.
      "Sry." Taylor fuhr sich übers Gesicht. "Hör nicht auf ihn. Ich weiß das du mich nie verletzen würdest." Er drückte Charlie einen Kuss auf ihre zarten Lippen. "Ich muss aber gleich wieder zurück. Machs dir ruhig im Loft gemütlich oder in meinem Zimmer." Er drückte ihr noch einen Kuss auf die Schläfe und ging dann zurück.

      Unterdessen hatte John es wirklich geschafft das die 3 Songs in der Playlist auftauchten und aufs Album durften.
    • Die Begegnung hatte Charlie die Sprache verschlagen. Völlig verdattert ließ sie sich von John aus dem Raum schieben und folgte Taylor auf die Dachterrasse. Die frische Luft war eine willkommene Abwechslung. Hatte der einzigartige Ausblick über die Dächer von San Francisco Charlie bei ihrem ersten Besuch den Atem verschlagen, verblasste er doch im Angesicht der bodenlosen Unverschämtheit und Grausamkeit gegenüber Taylor. Charlie war wütend, aber verhielt sich ruhig.
      "Ich weiß was ich brauche. Ich brauche meine Songs und sie", beharrte Taylor, obwohl Charlie seinem Bruder im Stillen doch Recht gab. Rauchen war eines der letzten Dinge, die Taylor gerade tun sollte.
      "Ich weiß nicht ob das so eine gute Idee ist."
      Charlie zog die Stirn kraus während sie die Auseinandersetzung der Brüder beobachtete.
      "..."Ich rede mit ihm. Aber lass die Finger davon und vielleicht auch weniger von ihr", ließ John nicht locker.
      "Sie steht neben euch und kann euch hören", grummelte Charlie, verschränkte die Arme vor der Brust.
      Nachdem John einen bühnenreifen Abgang hinlegte, um die Wogen zu glätten, blieb sie mit Taylor noch einen Moment zurück.
      "Sry."
      Behutsam fasst Charlie nach seiner Hand, drückte die Finger sanft.
      "Hör nicht auf ihn. Ich weiß das du mich nie verletzen würdest."
      Bevor sie im absolut falschen Moment etwas völlig Dummes sagen konnte, drückte Taylor ihr einen zarten Kuss auf die Lippen. Das Herz schlug ihr bis zum Hals. Charlie hoffte, dass er Recht hatte. Ein weiterer Kuss folgte, ehe Taylor sie zurückließ. Seufzend machte sich Charlie auf den Weg zurück ins Loft.

      In der geräumigen Küche, die nicht danach aussah, als würden die Jungs sie oft benutzen, versuchte Charlie mit dem Kaffeevollautomaten zurecht zu kommen. Das konnte nicht so schwer sein. Sie arbeitete schließlich in seinem Café, aber das Teil sah aus als hätte es mehr gekostet als die gesamte Ausstattung von Grannies Laden. Wenn sie daran etwas kaputt machte, würde sie den Rest ihren Lebens den Schaden abbezahlen. Irgendwie bekam sie dann doch einen Kaffee in die Tasse und stieß ein Seufzen aus.
      "Wie viel?"
      Charlie wirbelte herum und hätte vor Schreck fast die Tasse fallen lassen. Sie fluchte unterdrückt, als etwas heißer Kaffee über den Rand schwappte und auf ihre Finger tröpfelte.
      "Sie haben mich erschreckt, Mr. Blackwell", knirschte sie mit den Zähnen.
      "Verzeihung."
      Ethan Blackwell gab sich nicht einmal Mühe, ehrlich zu klingen.
      "Also, wie viel?"
      "Wie viel?"
      "Stellen Sie sich nicht dumm. Charlie, richtig? Wie viel, damit sie sich von Taylor fernhalten? John hat mich über ihre wirklich rührselige Geschichte in Kenntnis gesetzt. Ich schulde Ihnen etwas dafür, dass mein Top-Klient keine Schlagzeilen mit seinem plötzlichen Ableben gemacht hat. Den positiven Einfluss, den sie in den letzten Wochen so selbstlos auf Taylor genommen haben, wollen wir nicht vertiefen. Das erspart mir eine Menge Papierkram und ist mir schon ein hübsches Sümmchen wert. Aber wir beide möchten doch nicht, dass Taylor davon Wind bekommt, dass sein fürsorglicher Bruder Sie auf ihn angesetzt hat, um ihn zu den Therapien zu überreden?"
      Die Drohung war mehr als deutlich.
      "Um es kurz zu machen, Charlie: Sie sind hier nicht länger erwünscht. Aber ich bin bereit Sie großzügig für ihre Zeit zu entlohnen."
      "Ich will ihr Geld nicht."
      "Wenn Taylor die Wahrheit herausfindet, stehen Sie mit leeren Händen da. Kein Taylor, kein Geld. Das sie nicht wollen, aber sicherlich gebrauchen können."
      Wieder musterte Blackwell sie von oben herab. Der Blick jagte ihr einen eiskalten Schauer über den Rücken.
      "Nein, damit bin ich durch. John mag mich angesprochen haben, aber das war bevor..."
      "Bevor was? Bevor sie sich in ihn verliebt haben?"
      Blackwell lachte sichtlich amüsiert.
      "Ich bitte Sie, Charlie. Glauben sie wirklich sie sind die Erste, die glaubt in ihn verliebt zu sein und das Taylor das gleiche empfindet?"
      Das stach. Das tat weh.
      Ethan sah auf seine teure Designeruhr.
      "Ah, mein nächster Termin wartet. Überlegen Sie es sich, aber lassen Sie sich nicht zu viel Zeit. Rufen sie John an, wenn sie sich entschieden haben. Auf Wiedersehen, Charlie."
      Geschockt ließ sich Charlie auf die Couch im Wohnzimmer sinken und wartete.
      Der Tag war gar nicht so gelaufen, wie sie es sich gewünscht hatte und im Café wartete immer noch ein Haufen Arbeit auf sie, aber sie konnte nicht einfach verschwinden ohne sich von Taylor zu verabschieden.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • "Du hast was?" Taylor und die Jungs konnten es nicht fassen, das John es tatsächlich geschafft hat das die Songs veröffentlich und gespielt werden durften. "Wie viel wollte er dafür haben?" John trank an einem Kaffee. "Gar nichts, nur ich musste ihm versprechen ein Auge auf euch zu haben und strenger mit euch sein." Johns ernste Miene wurde jetzt etwas weicher. "Glaubt mir ich war selbst erschrocken als er eure Songs in den Müll werfen wollte. Jeder Manager sollte froh sein das eine Band so selbstständig ist wie ihr. Und eben auch einmal gegen Vorschriften verstößt. Da musste ich handeln."
      Tylor stand noch immer mit geöffneten Mund da. Er sammelte sich wieder und klopfte John auf die Schulter. "Danke dafür. Wo ist er jetzt hingegangen?" "Er wollte nur nochmal kurz etwas erledigen und dann zu einem nächsten Termin gehen."
      Dieser Blackwell war schon ein Mann für sich. Ehrlich und direkt. Seine Direktheit tat öfters weh, aber heute war er mehr als zu weit gegangen. Noch immer schwirrten Taylor die Worte von ihm durch den Kopf und wie er mit Charlie umgegangen ist.
      "Oh Mist."
      Verblüfft sah John ihn an. "Was ist?" "Charlie wartet noch auf mich." John seufzte und nippte an seinem Kaffee. "Wir sollten für heute Schluss machen.", schlug Liam vor. Mike und James sahen ebenfalls erschöpft aus und schliefen beinahe auf dem Sofa im Studio ein.
      Liam stupste die beiden an. "Los kommt macht euch nach Hause." Beide rieben sich die Augen und nickten ihm zu.
      "Ich fahr euch auch." Da die beiden jüngsten Mitglieder noch zu zum Teil zu Hause lebten, fuhr sie Liam ab und zu dorthin. Heute sollten sie ebenfalls nach Hause gehen und Zeit mit ihrer Familie verbringen.

      Taylor bekam davon gar nichts mehr mit und eilte zu Charlie zurück. Sein Blick richtete sich sofort auf die Couch, wo sie Platz genommen hatte. Doch als er ihren Blick sah zerbrach etwas in ihm. "Hey...Ist alles ok?" Sofort setzte er sich neben sie und zog sie in die Arme. Er strich ihr über ihre blonden Haare. "Wenn was ist kannst du es mir immer sagen." Irgendwas musste in der Zeit als sie im Studio waren passiert sein. " Hat dich der blöde Blackwell nochmal angesprochen, wenn ja mache ich ihn fertig."
      Ty kochte innerlich vor Wut, war aber gleichzeitig voller Sorge wegen ihr.
    • Erleichterung machte sich breit, als Taylor eine gefühlte Ewigkeit später endlich das Wohnzimmer betrat. Charlie konnte sofort den Moment ausmachen, in dem der Sänger merkte, dass etwas nicht stimmte. Trotzdem setzte Charlie ein Lächeln auf. Sie wollte nicht, dass Taylor sich Sorgen machte. Den Tag im Studio hatte sich Charlie anders vorgestellt. Jetzt war die Stimmung gedrückt. Charlie schüttelte sachte den Kopf, zog die Beine auf die Couch und kuschelte sich mit einem Seufzen an Taylor.
      "Nein, es ist alles okay. Ich meine, ja, Blackwell war hier...", grummelte Charlie. "...aber jetzt ist auch wieder weg. Mach Dir keine Sorgen, Ty. So leicht lasse ich mich von diesem Schlipsträger nicht einschüchtern. Wenn er mich aber noch einmal Groupie nennt, kann ich nicht dafür garantieren, dass ich ihm beim nächsten Mal nicht irgendetwas gegen den Kopf werfe."
      Charlie versuchte die Stimmung aufzulockern. Es war nicht der richtige Zeitpunkt, um Taylor alles zu beichten. Nicht, nachdem Blackwell ihm diesen Tiefschlag in punkto Musik verpasst hatte. Wenn sie genauer darüber nachdachte, gab es eigentlich keinen richtigen Zeitpunkt. Vielleicht war es einfach feige, dass sie das Unvermeidliche aufschob, um die Zeit mit Taylor noch ein Bisschen länger zu genießen.
      "Hör mal", sagte Charlie und setzte sich auf. "Ich muss bald zurück ins Café. Eine Nachtschicht einlegen. Heute Morgen sind massig Kisten mit neuen Büchern eingetroffen und ich muss sie noch durchsehen."
      Mit einem spitzbübischen Grinsen nahm sie seine Hand, spielte mit seinen Fingern, denen sie so gerne dabei zusah wie sie über die Klaviertasten glitten und die noch andere, verborge Talente hatten, an die Charlie öfter dachte als sie zugeben würde. Sie küsste seine Fingerspitzen, eine nach der anderen, ehe sie ihre Hände miteinander verschränkte.
      "Denkst du...ich kann dich für ein paar Stunden entführen und du leistest mir dabei Gesellschaft?"
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Er wusste das irgendetwas nicht stimmte. Dieser Blackwell musste etwas zu Charlie gesagt haben, so viel stand fest. Doch er wollte sie nicht weiter fragen, auch wenn er wusste das sie log. Ein kleiner Stich fuhr in sein Herz. Er lächelte es weg. "Groupie also? Er hat ja sowas von keine Ahnung was du für mich bist." Ty schmiegte sich an sie und küsste ihre Schläfe. Sie war mehr als das.. Viel mehr als er zugeben würde.
      Ihre Berührung lies ihn nicht kalt. Ihm wurde ganz warm ums Herz und ein ziehe machte sich im Inneren breit.
      Aufmerksam hörte er ihr zu und nickte zustimmend. "Ich denke das sollte kein Problem sein. Auch wenn ich ziemlich im Eimer bin. Schließlich warst du den ganzen Tag hier und eine kleine Revanche kann ja nicht schaden."
      Taylor löste seine Hand von ihrer und ging nach oben um einen Rucksack zu packen. Denn er wusste das er heute Nacht nicht wieder nach Hause kommt. Ein paar Schritte näherten sich und John lehnte im Türrahmen als Ty wieder aus seinem Zimmer wollte. "Machst du noch einen abendlichen Ausflug?" Ty´s Blick wurde ernst. "Das geht dich nichts an." John seufzte. "Eigentlich dachte ich das wir uns Mal unterhalten sollten." Ty schüttelte mit dem Kopf. "Das kann bis morgen warten." Er drängte sich an ihm vorbei.
      John hielt im am Arm fest. "Ich fahr fliege morgen Abend erst einmal wieder nach Hause. Hab dort ein paar Sachen zu erledigen." Ty musterte ihn. "Ich komme klar. Okay?" John nickte. "Ist ja gut. Dann reden wir wenn ich wieder hier bin. Und pass auf dich auf."
      John wirkte müde und erschöpft. Auch wenn er sich in letzter Zeit sehr komisch gegenüber ihn und Charlie benahm, so steckten auch die Wochen voller harter Arbeiten in seinen Knochen. "Guten Flug." Ty wandte sich ab und ging die Treppe runter wo Charlie schon wartet. "Kann los gehen." Er schlag einen Arm um sie und sie stiegen in den Fahrstuhl ein.
      Er wollte so schnell wie möglich hier weg und hatte keine Lust auf ein Gespräch mit John, was auch immer er zu sagen hatte, musste einfach warten.
    • Charlie erhaschte einen letzten Blick auf John, der sie vom Treppengeländer aus beobachtete. Mit einem mulmigen Gefühl im Magen lehnte sie sich an Taylor und war froh, als sich der Fahrstuhl mit einem leisen Zischen schloss. Dieses Mal nahmen sich kein Taxi sondern einen Wagen aus der Tiefgarage. Charlie setzte ein unauffälliges Modell durch, dass hinter dem kleinen Café keine Aufmerksamkeit erregen würde. Nachdem die Fahrt überwiegend schweigend verlief und sie Taylors Sachen in die Wohnung gebracht hatte, griff Charlie nach seiner Hand und führte ihn die wackelige Treppe zurück nach unten und in das gemütliche Café.
      Die Räume hatten eine ganz andere Atmosphäre, wenn der Laden geschlossen war. Es war wie ein verbotener Blick hinter die Kulissen, des belebten Alltags. Ruhig und gemütlich wie ein Wohnzimmer mit zu vielen Büchern. Allerdings war der Verkaufsraum nicht Charlies Ziel. Lächelnd zog sie Taylor hinter die Theke, vorbei an der leeren Auslage und der Kaffeemaschine in Richtung der kleinen Küche. Der Platz von Wand zu Wand war so schmal, dass sie hintereinander gehen mussten. Erst hinter der letzten Tür betraten sie ein winziges Büro, das mit Kisten und Karton vollgestellt war. Charlie knipste das Licht an und musste über eine Kiste steigen um den Schreibtisch zu erreichen.
      "Willkommen in den heiligen Hallen", grinste sie und breitete ihre Arme aus. "Nicht sehr beeindruckend, ich weiß. Und ziemlich klein, aber die Mieten in der Gegend sind die Hölle. Ähm..."
      Sie sah sich um und winkte Taylor heran. Sanft drückte sie ihn an den Schultern in den Stuhl hinter dem Schreibtisch. Er hatte gesagt, er war erledigt.
      "Du bleibst schön hier sitzen und wenn du zu müde bist, sag mir Bescheid."
      Charlie kletterte zurück aus dem Raum, verschwand kurz und kam mit übriggebliebenem Sandwiches, Gebäck und zwei Tassen mit dampfendem Kaffee zurück. Kein Alkohol heute, sonst konnte sie die Nachtschicht vergessen.
      Während Charlie sich daran machte, den ersten Karton zu öffnen und Bücher auf den Schreibtisch zu hieven, sah sie Taylor kurz nachdenklich an.
      "Ich hab' dich nie gefragt, ob deine Eltern wissen, das du krank bist", sagte sie vorsichtig, weil sie um das schlechte Verhältnis wusste. John musste ihnen doch etwas gesagt haben. "Haben sie sich mal...hm, gemeldet?"
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    • Taylor folgte ihr auf Schritt und Tritt und weichte ein paar Kartons auf die sich auf den Boden befanden. Er lies seinen Blick darüber schweifen und ahnte schon was Charlie mit ihrer Aussage von vorhin meinte. Das wird hart all diese Kartons durchzusehen. Es waren schließlich nicht nur zwei Kartons. Taylor nahm den Kaffee dankend an und schnappte sich auch ein Sandwich was er schnell gegessen hat.
      Bei Charlies nächster Frage blieb ihn beinahe ein Krümel, von den leckersten Cookies, die er je gegessen hatte, im Halse stecken. Er räusperte sich und trank einen Schluck vom Kaffee. Die Tasse stellte er auf einen freien Platz auf dem Schreibtisch.
      "Nein." Er schüttelte mit den Kopf. "Ich weiß nicht ob John ihnen etwas gesagt hat, aber mir das egal. Ich möchte nichts mehr mit ihnen zu tun haben. Durch ihren schlechten Einfluss bin ich doch damals so abgerutscht. Glaub mir du möchtest sie auch nie kennenlernen. Sie sind richtige Junkies.. Mich wundert es eh das sie noch am Leben sind. Doch auch das wäre mir egal wenn es nicht so wäre." Seine Worte waren hart doch es war nur die Wahrheit. "Wenn ich damals nicht hier her gezogen wäre, würde es mich wohl nicht mehr geben oder ich würde genau so leben wie sie. In einem versifften Wohnwagen, in einer zwielichtigen Gegend. Glaub mir ich bin froh das ich hier bin. Trotz dieser Diagnose. Aber ich konnte leben.." Er atmete tief ein und aus. "Ich kann leben. Tun und lassen was ich möchte und was mir gut tut."
      Er lächelte sanft Charlie an. Sie war der Grund warum es sich zu leben lohnte.
      Taylor zögerte kurz.. "Ähm darf ich dich fragen wie es dir nach dem Unfall mit deinen Eltern so erging.. Ich meine das waren sicherlich harte Jahre und du hast das Thema ja auch schon kurz an unserem Tag am Strand angeschnitten. Trotzdem möchte ich mehr darüber wissen.. Auch wie sie so waren, wenn du nicht darüber reden möchtest, dann ist es auch okay. Ich kann mir gut vorstellen wie sehr es noch immer schmerzt darüber zu reden."
    • Charlie wusste, dass sie ein empfindliches Thema anschnitt. Das Verhältnis von Taylor zu seinen Eltern war mehr als schlecht, die Untertreibung des Jahrhunderts. Es erklärte trotzdem irgendwie, warum John eine seriöse Karriere angestrebt hatte. Nicht so enden zu wollen, wie die eigenen Eltern, hatte beide Brüder motiviert. Dennoch verzog Charlie für einen kurzen Moment die Lippen ungesehen zu einer harten Linie. Wenigstens lebten seine Eltern noch und sowohl John als auch Taylor verdienten genug, um ihnen eventuell helfen zu können. Eine blauäugige Sicht auf die Situation, das war Charlie bewusst, weshalb sie auch kein Wort darüber verlor. Der verbitterte Zug um ihren Mund verwandelte sich in ein Lächeln, als Taylor sie korrigierte. Richtig, das Leben war noch nicht vorbei und wenn es nach Charlie ging, würde das auch noch warten bis er alt und grau war.
      Bei seiner Frage zuckte Charlie zögerlich mit den Schultern.
      „Ich hatte Granny, aber das weißt Du ja schon. Das ist mehr Glück, als die Meisten haben“, antwortete sie und zog ein Brillenetui hervor um sich die schlichte Metallrandbrille auf die Nase zu setzen. Murmelnd überflog sie die Lieferliste, um sich dann zu Taylor umzudrehen. „Die Polizei hat damals gesagt, ich hatte großes Glück, dass ich nicht mit im Auto saß. Die Rückbank war komplett eingedrückt. Ich hätte genau dort gesessen, wäre da nicht dieser dämliche Streit gewesen, weil ich nicht mit auf diese langweile Familienfeier wollte. Deshalb war ich bei Granny und nicht…naja, im Auto. Hat lange gedauert, den Gedanken abzuschütteln, dass ich eigentlich mit in dem Auto hätte sein sollen und, dass das Letzte, das ich zu meinen Eltern gesagt habe, nicht nett war. Ich bin die Treppe hochgestapft und hab die Tür zugeknallt. Das war’s. Keine Umarmung, kein Abschied…ich konnte mich nicht einmal mehr entschuldigen.“
      Charlie fühlte, dass ihre Augen brannten.
      Sie biss sich zögerlich auf die Unterlippe.
      „Taylor, deine Eltern bekommen vielleicht nicht den Preis für Eltern des Jahres, aber sie leben noch. Habt ihr, John und du, nie versucht das Verhältnis zu kitten oder zu helfen? Ah, sorry. Das geht mich nichts an. Ich kann mir nicht vorstellen, was ihr durchgemacht haben müsst.“
      “We all change, when you think about it.
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      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Natürlich war es dem Sänger klar, das sie noch ihre Granny hatte. Er war sehr froh darüber, das sie zu so einem tollen Menschen herangewachsen ist, auch wenn sie keine Eltern mehr hatte.
      Er lauschte weiter ihren Worten und biss sich dann auf die Unterlippe, als Charlie davon erzählte das sie zum Glück nicht mit im Auto sahs. Taylor beugte sich zu ihr und legte behutsam eine Hand auf ihre. "Ich bin auch sehr froh das du nicht da drinnen sahst, sonst hätte ich dich wohl möglich überhaupt nie kennen gelernt." Er lächelte sie sanft an. "Auch wenn ihr im Streit auseinandergegangen seit, gib dir bitte nicht die Schuld daran. Ich weiß es klingt so leicht, aber niemand kann so etwas vorhersehen." Vorsichtig strich er über ihre Handfläche.
      Sie haderte mit sich, das spürte er ganz sehr. Das das Thema wieder auf seine Eltern zurück ging brachte ihn kurz aus der Fassung.
      Er lehnte sich wieder in seinen Stuhl zurück und wippte mit seinem Fuß.
      "Nein." Seine Augen fixierten irgendeinen Punkt in dem Raum. Nur damit er nicht die Fassung verliert. "Glaub mir wenn du wüsstest was sie mir angetan haben.. Dann würdest du diese Frage nie stellen." Wut kochte in ihm hoch und er ballte die Hände zu Fäusten.
      "Ich wünsche niemals einem Kind solche Eltern." Seine Faust schlug auf den Schreibtisch. Auch er zuckte kurz zusammen. "Tut mir leid. Aber dieses Thema lässt mich durchdrehen. Sie haben selbst nicht ein einziges Mal nach mir gefragt und was John betrifft.. Eigentlich müsste ich ihn dafür hassen.. aber er zahlt meinen Eltern immer eine kleine Summe, weil er denkt das sie sich davon Nahrung usw. kaufen. Er ist so naiv." Er schräges Lachen kommt über seine Lippen. "Sie kommen noch schneller an Stoff, als so schon. Ich hasse sie einfach. Mehr empfinde ich nicht mehr für diese Menschen. Nur tiefen Hass."
      Taylor trank nochmal aus seiner Tasse und stand dann auf.
      "So genug ernste Themen besprochen, sag mir wie ich dir hier helfen kann? Ich möchte schließlich noch ein wenig Zeit mit dir haben, ohne Arbeit."
    • Charlie zuckte vor Schreck zusammen. In einem plötzlichen Anflug von Wut, die Charlie nicht erwartet hatte, sauste Taylors Faust auf den Schreibtisch hinab. Der Tisch erzitterte, das Geschirr klirrte.
      Dass sie ein empfindliches Thema ansprach, wusste sie, aber damit hatte sie wirklich nicht gerechnet. Mit unübersehbaren Gewissensbissen lauschte sie Taylor, der mit solchem Hass über seine Eltern sprach, dass es Charlie eiskalt den Rücken herunterlief. Es war das erste Mal, dass sie den Sänger zornig erlebte. Diese Seite hatte sie bisher an ihm nicht zusehen bekommen.
      Beinahe hätte Charlie nachgehakt. Woher wollte er das alles so genau wissen, wenn er doch keinen Kontakt mehr zu seinen Eltern? John, vielleicht. Nur waren die Brüder bis vor Kurzem nicht gerade dafür bekannt gewesen, sich regelmäßig gegenseitig das Herz auszuschütten. Wenn Charlie sich richtig erinnerte, hatte bis zu Taylors schrecklicher Diagnose eher Funkstille zwischen ihnen geherrscht.
      Für Taylor war das Thema offensichtlich schon vorbei. Er stand auf und kam um den Tisch herum. Musternd betrachtete Charlie sein Profil, während er versuchte aus dem Gekritzel ihrer Liste schlau zu werden. Für einen Moment sah es ganz danach aus, als wollte sich die Blondine nicht so schnell von dem Thema abbringen lassen, doch dann erhob sie sich auf Zehenspitzen und drückte Taylor einen Kuss auf die Wange.
      "Okay", sagte sie verständnisvoll und nahm ihm die Liste aus der Hand. "Zurerst müssen wir...Moment. Die drei Kartons da hinten. Ja, die da links. Und den hier...", Sie tippte mit dem Fuß gegen den Karton, mit dem sie bereits angefangen hatte. "...auspacken. In den Regalen ist im Laden ist schon Platz dafür. Ähm, du nimmst Dir die Liste und hakst die Bücher ab, die du ausgepackt hast. Mach dir keine Mühe mit der Sortierung in den Regalen. Ich räume eh alles noch fünfmal um in den nächsten Tagen."
      Charlie kratzte sich verlegen an der Nase.
      "Alles klar soweit? Ist keine Kunst. Auf die Gefahr hin, dass ich wie Granny klinge: Aber bitte sag mir, wenn hier irgendwas zu schwer ist, okay? Du sollst Dich nicht überanstrengen."
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Taylor schmunzelte Charlie an. "Ich denke das ich das hinbekommen werde. Und keine Sorge ich passe schon auf mich auf, nur wäre es eine Unverschämtheit, wenn du diese schweren Kisten heben sollst."
      Er begann also die erste Kiste in den Raum zu räumen und die Kiste zu öffnen. Beim Anblick des Inhaltes musste der junge Mann leicht lächeln. "Ich wusste gar nicht das es Dark Romance Bücher gibt?" Bücher waren für Taylor nicht so wichtig, aber dieses Genre machte ihn neugierig. Er las sich den Klappentext durch und stellte das Buch schnell in das Regal. "Hui okay da scheint es gut abzugehen." Er sortierte auch die anderen Bücher der Kiste ein und hakte sie auf der Liste ab. Immer wieder sah er zu Charlie und bewunderte sie wie sorgfältig und organisiert sie war. Sie strahlte eine Ruhe aus und das tat ihm ebenfalls sehr gut. Dieses hektische Treiben welches zur Zeit herrschte war nicht besonders gut für seinen Körper, daher genoss er all diese kleinen ruhigen Momente in seinem Leben. Die anhaltende Stille zwischen den Beiden machte ihn nichts aus. Die Zeit verging und Taylor schnappte sich den nächsten Karton und sortierte auch diese Bücher ein. Später kam er zurück zum Büro und trank seinen erkalteten Kaffee leer. "Ich bin fertig und habe alles abgehakt. Wie sieht es bei dir aus?" Er musterte Charlie. Sie war wie ein Engel. Ein Engel, der ihm das Leben schenkte. Er war ihr immer noch so dankbar, das sie ihn damals gefunden hatte. Sie war zur richtigen Zeit am richtigen Ort und das würde er ihr nie vergessen. Es war einfach Schicksal, das sie in sein Leben trat und er möchte dieses dünne Band was zwischen ihnen geknüpft ist, nicht zerstören. Auch wenn er immer noch das Gefühlt hat das irgendetwas nicht stimmte. Sowohl John als auch der Manager waren komisch und nachdem sie mit Charlie geredet haben, war auch sie verschlossen und tat so als wäre alles gut. Taylor wollte sie dennoch nicht nochmal danach fragen. Er hoffte nur das sie ihm eines Tages alles erzählte.
    • Beim Anblick von Taylor, der mit gerunzelter Stirn den Klappentext eines ganz speziellen Buches las, unterdrückte Charlie ein Kichern.
      Hui, okay. Da scheint es gut abzugehen“, hörte sie Taylor sagen, der das Buch verdächtig eilig zurück ins Regal schob. Mit den eigenen Armen voller Bücher schlenderte sie am Sänger vorbei, blieb kurz hinter ihm stehen und stellte sich auf die Zehenspitzen bis sie das Kinn auf seiner Schulter ablegen konnte. Mit einem spitzbübischen Zug um die Lippen näherte sich Charlie seinem Ohr.
      „Ist der große Rockstar etwa plötzlich schüchtern geworden?“, triezte sie Taylor und drückte ihm einen Kuss direkt hinters Ohr. Sie musste sich richtig strecken um den Größenunterschied zu überbrücken. Hitze breitete sich unter ihren Lippen aus. Sie konnte aus dem Augenwinkel sehen, wie er schwer schluckte. Bevor Taylor sich umdrehen konnte, war Charlie schon grinsend weitergegangen und verschwand wieder im Büro hinter der Küche.
      „Ich bin fertig und habe alles abgehakt. Wie sieht es bei dir aus?“, fragte Taylor, der mit leeren Kisten zurückkam. Wie aufs Stichwort ließ Charlie den Kugelschreiben auf den Tisch fallen und streckte sich ausgiebig, die Arme hoch über den Kopf gehoben. Sie warf einen Blick auf die Uhr. 01:30.
      „Fix und fertig“, war die prompte Antwort. Als sie bemerkte, dass Taylor sie musterte, legte sie fragend den Kopf schief. Er sah aus, als läge ihm etwas auf dem Herzen. Ob er bereits Verdacht schöpfte? Charlie ließ die Arme sinken und hüpfte kurzentschlossen auf den Schreibtisch, wo sie die Beine locker baumeln ließ. Die angenehme Stille wurde plötzlich drückend, aber dagegen hatte sie bereits das perfekte Mittel. Möglichst beiläufig zog sie ein Buch über den Tisch zu sich herüber und brachte Taylor mit einem auffordernden Zupfen an seinem T-Shirt dazu, zwischen ihre Knie treten.
      Mit verschwörerischer Miene hob sie das Buch, das Buch mit dem dunklen Cover und kitschigen Rosen, Nachtfaltern und Dolchen, hoch bis sie ihr Grinsen dahinter verstecken konnte.
      „Du hast es so interessiert gemustert, ich überlege, ob ich es dir schenken sollte“, gluckste sie und hatte sichtlich Mühe, nicht zu lachen.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • "Endlich", sprach Taylor laut aus. Es hat ihm Spaß gemacht Charlie bei der Arbeit zu helfen, doch allmählich merkte er wie anstrengend der Tag doch für ihn war.
      Er beobachte sie wie sie sich auf den Tisch setzte und ihn verspielt anlächelte. Er lies sich von ihr führen und befand sich dann zwischen ihren Beinen. Amüsiert betrachtete er das Buch, welches Charlie ihm vor die Nase hielt. "Dein Ernst? Okay." Taylor fing an zu Lachen. "Wow ähm Danke? Ich kann dir aber nicht versprechen das ich es lesen werde. Hast du dir Mal den Klappentext durchgelesen? Das wird nicht ganz spurlos an mir vorbei gehen." Ja das Buch versprach viel Spice und ob Taylor dafür bereit war, wusste er nicht. "Wie wäre es damit? Wir lesen es irgendwann zusammen? Dann können wir dieses Buch gemeinsam erleben." Er Funkeln blitzte in seinen Augen auf. Er drückte ihr einen Kuss auf die Stirn. "Für heute bin ich aber durch." Er streckte sich. "Ich glaube nach einer Dusche bin ich reif fürs Bett." Morgen hatte er wieder viele To Do´s und er musste auch noch in die Klinik zum Gespräch. Er zog Charlie nach oben und nahm seinen Rucksack und folgte ihr in die Wohnung. Er begrüßte Othello und dieser miaute ihn sanft an. "Schön dich wieder zu sehen kleiner Mann." Taylor zog seine Schuhe aus und brachte seine Sachen nach oben in das Schlafzimmer. Wieder unten angekommen schnappte er Charlies Hand und zog sie an sich um sie leidenschaftlich zu küssen. "Ich glaube wir haben beide eine Dusche nötig." Er wollte den Tag nicht so enden lassen, auch wenn er müde und erschöpft war. Doch er war verknallt in Charlie und er wollte jede Sekunde mit ihr auskosten. Prompt zog er sie in das Badezimmer und zog sie hastig aus.
      Nachdem auch seine Klamotten weg waren, zog er Charlie sanft in die Dusche und lies das Wasser an, das nach und nach wärmer wurde. Dampf stieg auf und er schnappte sich die Brause und lies die Strahlen sanft über ihren Körper gleiten. Sein Herz schlug ihm bis zum Hals und er fühlte sich gerade wie ein Teenager. Mit seinem Daumen strich er über ihre Lippe und küsste sie wieder. "Davon kann ich einfach nicht genug bekommen." Er steckte die Brause wieder in die Halterung und schlag seine Arme um Charlie um sie nah an sich zu drücken und sie weiter intensiv zu küssen. Das Badezimmer verwandelte sich beinahe in eine Dampfsauna, so heiß war es hier drinnen.
    • Charlie liebte sein Lachen. Sie neckte ihn liebevoll. "Oh, plötzlich so schüchtern?"
      Verspielt streifte streifte sie mit den Zehenspitzen sein Bein, ließ ihn aber schmunzelnd vom Haken, als er verkündete, dass er fix und fertig war. Gähnend nickte sie und stieß ein sanftes Seufzen aus, weil Taylor ihre Stirn küsste. Charlie ließ sich vom Schreibtisch ziehen und folgte Taylor bereitwillig nach oben in die Wohnung. Sich ins Bett kuscheln klang himmlisch und zu sehen wie Othello ihn begrüßte, verstärkte die Wärme in ihrer Brust noch mehr. Berührt und gleichzeitig erstaunt musterte sie das ungleiche Paar.
      "Othello mag Dich. Normalerweise versteckt er sich vor Besuch", erklärte Charlie und beugte sich kurz hinab, um dem schwarzen Kater über den Kopf zu streicheln. Während Taylor seine Sachen wegbrachte, füllte sie Othellos Schüsselchen mit Futter und Wasser auf. Als sie damit fertig war, wurde sie gleich von Taylor in einen Kuss gezogen. Ihr überraschter Laut floss in den Kuss, verstummte unter zärtlichen aber nachdrücklichen Lippen. Charlie schlang die Arme um seinen Nacken.
      "Warst du nicht gerade noch todmüde?", hakte sie kichernd nach und stolperte ihm hinterher ins Badezimmer. Taylor hatte es plötzlich sehr eilig. Das Ausziehen war hektisch, aber das störte Charlie nicht. Ihr gefiel die Vorstellung viel zu gut, dass Taylor kaum die Finger von ihr lassen konnte. Zwischen Küssen und Lachen fiel ein Kleidungsstück nach dem anderen zu Boden.
      Charlie schmiegte sich an ihn, ließ die Hände über seine nackte, feuchte Haut wandern. Binnen Sekunden klebten ihr die blonden Haare nass am Kopf, Wasser lief ihr über die Augen. Aber sie musste nichts sehen, so lange Taylor sie so küsste. Atemlos legte sie den Kopf zurück während sich ihre Hände an seine Schultern klammerten. Sie drückte sich mit der gesamten Länge ihres Körper an ihn. Es fühlte sich so gut an, so natürlich wie Atmen.
      "Gut, geht mir nämlich genauso", sagte sie über das Rauschen des Wassers hinweg.
      Lachend schob sie Taylor ein Stückchen zurück. Sie zog eine der Flaschen aus der Nische in der Wand und ließ ganz ungehemmt ihren Blick über seinen Körper wandern. Über seine tätowierte Brust, die schlanken Hüfte und Beine...und wieder herauf. Sie ließ keinen Zentimeter aus. Die nächsten Minuten verbrachte Charlie damit, Taylor ausgiebig beim Waschen zu helfen. Mit sanften Druck massierte sie seine Haut bis sie ihn an der Schulter antippte.
      "Umdrehen."
      Mit dem Rücken zu ihr, legte sie die Hände an seine Schultern. Massierte die verspannten Muskeln und drückte ihre Finger in den nicht weniger verspannten Nacken.
      "Gut so?", murmelte sie und stellte sich auf die Zehenspitze um einen Kuss hinter seinem Ohr zu platzieren. Dabei schmiegte sie sich eng an seinen Rücken. Sie ließ die Hände sinken, hinab über die Rippenbögen und tief auf seine Hüfte. Ihre Finger krabbelten nach vorn. Tiefer und tiefer über seine Leisten. "Ist das okay?"
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Ihre Berührungen sorgten für eine Gänsehaut auf seinem ganzen Körper. Es tat gut wie sie ihn massierte und wie zärtlich sie dabei war.
      Als sie mit ihren Händen tiefer ging, kam ein leichtes Stöhnen aus seinem Mund. Er nickte und lies Charlie freien Lauf.
      So einen intimen Moment, hatte er selbst unter der Dusche noch nie und diesen mit einer Person zu teilen, die ihm ans Herz gewachsen ist, machte die Sache noch viel besser.
      Taylor genoss ihre Berührungen und lies sich fallen. Das Wasser prasselte auf die Körper hinab.
      Bevor er zum Ende kam, zog er Charlies Hand sanft weg. "Nun bin ich an der Reihe." Taylor schnappte sich Shampoo und seifte ihre Haare ein. Mit der Brause wusch er sie vorsichtig, bis der Rest Shampoo weg war. Dann schnappte er sich das Duschbad und schäumte jegliche Körperpartie von ihr ein. Zärtlich strich er dabei über ihre Brüste und massierte sie. Ein Lächeln kam dabei über seine Lippen. Langsam begann auch er tiefer zu gehen und ihm gefiel der Anblick von Charlie sehr.
      Vorsichtig strich er ihr über ihre empfindlichste Stelle und massierte sie dort. Langsam, dann aber bestimmter. Er stahl ihr immer wieder ein paar Küsse. Es fühlte sich alles so leicht an. All die Sorgen waren wie weggeblasen. Für den Moment gab es nur die beiden. Immer wieder gab es ein Wechselspiel aus schnell und langsamen Bewegungen. "Lass dich fallen", sprach er zärtlich an ihr Ohr.

      Taylor nahm anschließend noch die Brause und wusch Charlie das restliche Duschbad vom Körper ab.
      Dann drehte er das Wasser ab und zog sie aus der Dusche. Er hüllte sie in ein Handtuch ein.
      Auch er nahm sich ein Handtuch und trocknete sich ab. Langsam überkam ihn doch die Müdigkeit und er zog sich ein frisches Shirt und Boxer drüber. Er wartete bis Charlie fertig war und nahm sie an die Hand und führte sie ins Schlafzimmer. Er setzte sich aufs Bett und zog sie zwischen seine Beine. "Danke das du heute mit dabei warst. Ich habe mich sehr darüber gefreut, auch wenn mein Bruder und mein Manger nicht gerade begeistert waren.. Ich kläre das noch. Ich hoffe ich war dir auch eine kleine Hilfe bei den Büchern." Taylor gähnte. "Entschuldige, aber ich bin doch reif fürs Bett." Er küsste Charlie noch zärtlich und zog sie mit ins Bett und zog die Decke über sie. "Schlaf gut mein Engel."
    • Verträumt sah Charlie ihn an. Die Lippen kribbelten von den vielen Küssen und als Taylor schließlich das Wasser abstellte, fühlte sich ihre Beine ganz wackelig an. Es war ganz leicht gewesen, sich unter seinen Berührungen fallen zu lassen. Jetzt lehnte sie mit einem wohligen Seufzen an ihm, die Stirn gegen seine Brust gelehnt und ließ die Fingerspitzen ein letztes Mal über seine Rippen tanzen. Eine zarte Gänsehaut überzog ihren Körper, weil das warme Wasser fehlte, aber sie wollte sich noch nicht von Taylor lösen. Ein murrender Protest war im kleinen Bad zu hören, als er sie aus der Dusche zog. Träge ließ sie sich in ein Handtuch wickeln und blieb für einen Moment einfach regungslos stehen um Taylor zu beobachten. Ganz offen, ohne Scham und einfach glücklich, dass der Tag noch ein schönes Ende genommen hatte, nachdem die Begegnung mit dem unausstehlichen Manager der Band sie dermaßen aufgewühlt hatte.
      Gähnend tapste sie hinter Taylor her, die Treppe hinauf und ließ sich nur all zu gerne zwischen seine aufgestellten Beine ziehen. Sanft legte sie die Hände auf seinen Schultern ab und zog zärtliche Kreise mit dem Daumen über seine Schlüsselbeine.
      "Mach dir keine Gedanken, okay?", flüsterte sie und lächelte dann verschmitzt. "Ehrlich gesagt, hat es mir sogar gefallen, dass du mich vor den beiden verteidigt hast. Das war irgendwie sexy."
      Einen Kuss später leg sie angekuschelte neben Taylor im Bett. Sie schmiegte sich an seine Brust und ließ sich von seinem Herzschlag in den Schlaf lullen.

      Die Nacht war viel zu kurz. Als Charlies Wecker in den frühen Morgenstunden klingelte, gab sie sich alle Mühe, das nervige Dinge so schnell wie möglich abzuschalten und dabei Taylor nicht zu wecken. Er hatte gestern Nacht so erschöpft ausgesehen, dass sie ihm noch ein wenig Schlaf gönnen wollte. Vorsichtig krabbelte sie aus dem Bett, hauchte ihm einen Kuss auf die Stirn und schlich die Treppe herunter. Anziehen konnte sie sich auch später noch. Sie hatte noch ein bisschen Zeit, bis sie in den Laden musste.
      Charlie rieb sich die Augen und starrte einen Augenblick lang die Kaffeemaschine an, als würde sich die Technik von ganz allein in Gang setzen, wenn Charlie sie nur lange genug eindringlich ansah. Seufzend drückte sie den Einschaltknopf und die Maschine erwachte ratternd zum Leben. Spätestens jetzt oder durch den Duft von frischem Kaffee würde Taylor sicher aufwachen. Sie spitzte die Ohren. Im Schlafbereich schien es immer noch still zu sein. Lächelnd befüllte sie zwei Tassen und ging zurück zum Bett.
      Sie stellte beide Tassen auf dem Nachttisch ab und kroch zurück zu Taylor ins Bett. Noch ein paar Minuten, sagte sich Charlie.
      "Guten Morgen...", murmelte sie und vergrub das Gesicht an seinem Hals, ehe sie einen Kuss hinter seinem Ohr platzierte. Liebevoll strich sie ihm ein paar verirrte Haarsträhnen aus der Stirn. "Ich hab' Kaffee gemacht. Möchtest Du? Wir können im Café frühstücken, bevor ich aufschließe. Wenn du magst...und noch etwas Zeit hast."
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Er schlief die Nacht wieder wie ein Stein und er fühlte sich am nächsten Tag so richtig erholt.
      Die zärtliche Berührung lies ihn sanft aufwachen. "Guten Morgen", murmelte er noch halb in das Kissen rein. "Kaffee klingt gut, aber zum Frühstück kann ich leider nicht bleiben." Ein Blick auf sein Handy verreit ihm das er 10 verpasste Anrufe darauf hatte. Von seinem Manager und von John. "Die Pflicht ruft..", grummelte er. Er setzte sich langsam im Bett auf und drückte Charlie einen Kuss auf die Wange. "Glaub mir ich wäre sehr gerne geblieben.. Ein anderes Mal klappt es ganz sicher." Er versuchte zu Lächeln, doch auch er weiß das es bis zum Sommerfestival keine Zeit für so etwas gab. Taylor zog sich seine Sachen an und trank einen Schluck vom Kaffee.
      "Denkst du noch daran uns Bescheid zu geben wann wir bei deiner Granny zum Essen kommen können, sofern es zeitlich passt? Diesen einen Abend in der Woche werde ich mir und den Jungs schon freischaufeln. Schließlich sind wir keine Maschinen, die stundenlang funktionieren können. Ich muss eh noch ein Gespräch mit dem Manager und mit John halten. Schließlich muss ich auch noch auf meine Gesundheit achten." Er trank den Becher leer und stellte ihn auf den Nachttisch ab.
      "Danke für die schöne Nacht." Er küsste sie zärtlich auf die Lippen. Schwungvoll lief er die Treppe nach unten und krauelte Otello. "Bis bald ihr beiden." Schon war er aus der Tür verschwunden und ist die wackelige Treppe nach unten gelaufen.
      Am Straßenrand klingelte sein Handy erneuert. "Ja?" "Na endlich ich dachte du gehst heute gar nicht mehr dran." "Dir auch einen guten Morgen John. Was gibt es denn so Wichtiges?" "Denkst du an das kurze Meeting um 9 Uhr?" "Jap hab ich auf dem Schirm ich bin auf dem Weg zum Loft." "Gut wir warten auf dich." Er legte auf und steckte sein Handy wieder in die Hosentasche.
      Er lief den Weg in Richtung Loft zu Fuß und war ganz schön aus der Puste als er angekommen war. "Guten Morgen Taylor." Harry tippte auf seine Mütze und lächelte den jungen Mann an. " Wie ich sehe haben sie eine schöne Nacht gehabt." Taylor lächelte. "Kann man so sagen." "Das steht ihnen. Diese innerliche Freude die nach außen strahlt." "Danke." So verschwand Taylor im Fahrstuhl und fuhr nach oben. Die Jungs saßen schon bereits am großen Tisch und machten Frühstück. "Da ist er ja endlich." Alle freuten sich das Taylor da war, bis auf John der die Zeitung zuschlug und ihn ernst ansah. Er stand vom Sofa auf und ging ebenfalls zum Tisch. "Willst du dich nicht setzten?", sprach er zu seinem Bruder. Taylor schnaufte und setzte sich mit verschränkten Armen ebenfalls auf einen Stuhl.
      "Gut da jetzt endlich alle anwesend sind, will ich euch nur mitteilen das ich ab Morgen für eine gewissen Zeit nach Hause fliege. Schließlich muss ich mich auch mal wieder um meine Familie kümmern. Ich denke ihr bekommt das auch ohne mich in Griff. Ich bin telefonisch erreichbar und der Manager wird auch erreichbar sein. Er bleibt für eine Weile in der Stadt. Also benehmt euch. Okay?!" "Jaaaa", sprachen die Jungs im Chor außer Taylor. "Gut." John blickte zu Taylor und mahlte mit seinem Kiefer. John stand von seinem Platz auf und legte seine Hand auf Taylors Schulter.
      "Mit dir muss ich noch kurz unter vier Augen reden."
      "Wenn es sein muss.." Wiederwillig stand Taylor auf und folgte John nach oben auf die Dachterrasse.
      Dort angekommen zündete sich Ty eine Zigarette an. John stöhnte auf. "Hatten wir das Thema nicht schon?"
      Taylor explodierte vor Wut. "Was ist dein beschissenes Problem?!" "Ich mache mir Sorgen um dich mehr nicht." "Ja ganz genau. Deshalb verpisst du dich jetzt hier?" "Hör zu ich kann meine Frau nicht ewig alleine lassen. Und du scheinst hier in guten Händen zu sein. " "Wenn du auf Charlie ansprichst, dann ja." "Ich meine die Jungs. Charlie ist nur ein kleiner Bonus und das weißt du auch. Meinst du du hast eine Zukunft mit ihr? Sie lenkt dich viel zu sehr ab und du brauchst all die Kraft für deine Therapie und für die Gigs." Taylors Augenbraue zuckte. "Ein Bonus? Meinst du ich schlaf nur mit ihr weil ich sie dann wieder fallen lasse?" "Du hast mit ihr geschlafen?" John sah ihn entsetzt an. Taylor warf die Hände in die Luft. "Ja und? Was ist daran so schlimm?" "Ich wusste nicht das eure Verbindung so stark ist." "Woher auch? Du interessierst dich ja nicht für mein Privatleben außer das du alles schlecht redest, was sie betrifft." Das traf John ein Stück weit härter als er zugab. "Glaub mir ich hätte es gerne unterbunden. Doch sie ist genauso stur wie du." "Unterbunden? Du wolltest ihr wohl den Umgang mit mir verbieten?" "Wenn ich das vorher gewusst hätte. ja." Damit reichte es Taylor. Er schlug seinem Bruder mit der Faust ins Gesicht. Die beiden Jungs schlugen auf einander ein. Sie kämpften auf den Boden der Dachterrasse.
      "HE!!! Spinnt ihr!" Liam kam nach oben und zog Taylor von John weg.. "Du bist für mich gestorben John! Verschwinde aus meinem Leben!" John spuckte das Blut aus seinem Mund und wischte sich über seine Lippen. "Ist es das Wert? Alles nur für dieses Mädchen?"
      "Halt die Klappe sonst...!" Liam hatte Müh und Not Taylor festzuhalten. "Beruhigt euch. Alle beide!" Liam zog Taylor noch ein Stück von John weg. "Es wäre besser wenn du die versorgen lässt." John nickte und warf Taylor noch einen herzzerreißenden Blick zu.
      Unten angekommen lies er sich von den anderen Jungs verarzten und fuhr anschließend weg.
      Taylor wurde langsam wieder ruhiger. Er zündete sich eine Zigarette nach der anderen an. "Bro was war da eben los?" Taylor schüttelte mit den Kopf. "Ich will nicht darüber reden. Ich muss alleine sein." Liam verstand. "Wenn du was brauchst du weißt wo du uns findest."
      Er nickte und Liam lies ihn alleine.
      Taylor sackte dann zusammen und schluchzte und weinte.
    • Neu

      Nervös trommelte Charlie mit den Fingern auf der Theke des Cafés herum.
      Sie hatte seit Tagen nichts von Taylor gehört. Beim letzten Mal hatte sich die Funkstille als harmlos herausgestellt. Die Band hatte viel mit ihren aktuellen Gigs, Interviews und den Studioaufnahmen zu tun. Charlie war nicht noch einmal unangekündigt zu einer Aufnahme oder den Proben aufgetaucht. Taylor ging es zu sehr an die Nieren, wie John sie behandelte. Dasselbe galt für den auch so tollen Manager der Band. Sie wollte nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen. Die Situation war bereits kompliziert genug. Das Freizeichen am Ende der Leitung tutete fröhlich vor sich hin, doch Taylor nahm nicht ab. Seufzend legte Charlie auf, sah auf ihr Handy herunter und öffnete den letzten Chat. Taylor antwortete kaum und wenn, dauerte es lange und am Ende kamen nur einsilbige Antworten heraus. Etwas stimmte nicht, dass wusste sie ganz genau, aber sie gab ihm trotzdem den Raum, den er ganz offensichtlich wollte. Wie sonst sollte sie sein Verhalten interpretieren?
      Bevor sie weiter darüber grübeln konnte, hatte sie schon Liams Nummer auf dem Display. Sollte sie wirklich bei einem der anderen Jungs anrufen? War das zu aufdringlich? Hatte sie nicht gerade noch über benötigten Freiraum sinniert? Charlie legte mit einem frustrierten Laut das Handy weg und drehte sich um, um in der kleinen Küche zu verschwinden. Sie musste das Chaos vom Tag noch aufräumen und es wartete jede Menge Teller in der Spüle, weil ausgerechnet heute die alte Spülmaschine den Geist aufgegeben hatte. Charlie war gerade ein paar Schritte gegangen, da warf sie die Hände in die Luft, eilte zurück hinter die Theke und hämmerte Liams Nummer zum zweiten Mal in das Display. Angespannt presste sie sich das Handy ans Ohr.
      Sie hatte das Gefühl, dass Liam ihre beste Chance war. Er wirkte oft erwachsener als seine Kollegen. Besonnener.
      „Komm schon. Nimm ab. Nimm ab…“, murmelte sie.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
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