A Dash of Luck [Asuna feat. Pumi]

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • Dane brummte zustimmend, ein geradezu verschlagenes Lächeln im Gesicht.
      "Lass die Laken mal ruhig meine Sorge sein", antwortete er.
      Dann überlegte er, wie er den verbliebenen Abend noch gestalten konnte, ohne dass gleich wieder sämtliche Klamotten in alle Himmelsrichtungen verschwanden. Was gar nicht mal so einfach war. Ro hatte ihm so einige Ideen in den Kopf gesetzt. Nicht zuletzt die mit der Kücheninsel...
      Schließlich lehnte er seine Stirn an Ro's.
      "Du machst mich fertig", jammerte er gespielt. "Ich will so viele Dinge mit dir anstellen, dass ich an gar nichts anderes mehr denken kann. Egal welche nette, harmlose Idee ich habe, sie alle enden gleich nur an anderen Orten in meinem Haus. Kaum zu glauben, dass ich mal eine romantische Ader hatte."
      Er schob seine Hände zu Ro's in dessen Taschen und verschränkte seine Finger mit denen des Drakin, um ihn nicht hier und jetzt von den Füßen zu holen und die unanständigen Dinge zu tun, die durch seinen Kopf spukten.
      "Du kannst nicht für das Überleben meiner Bettwäsche garantieren", raunte er Ro zu, "Und ich kann nicht dafür garantieren, dass du heute nicht meinen Namen rufst."


    • Dämliche Stofflaken waren gerade das geringste Problem. Ro sah verschiedene Gedanken in Danes Augen aufleuchten, die er allesamt wieder verwarf. Am Ende blockierte er ihm die Sicht auf das Gesicht seines Gegenübers, indem er Stirn and Stirn legte. Ro war sich nicht sicher, wessen Stirn gerade wärmer war.
      "Im Alter verliert sich halt einiges", stichelte der Drakin immer weiter so als kenne er gar keine Grenzen mehr. Denn er wusste ganz genau, dass Dane heute noch nicht genug von ihm hatte. Eindrucksvoll bewiesen hatte er es bereits.
      Ein leises Summen drang aus Ros Kehle, als Dane seine Hände ebenfalls in seine Hosentaschen stopfte und dort ihre Finger ineinander verschränkte. Beinahe so, als müsse er sie an Ort und Stelle festhalten.
      "Ich habe einen guten Lehrmeister", erwiderte der Drakin in einer tieferen Tonlage, die so geschmeidig über seine Lippen kam als hätte er nie anders gesprochen. Darin versteckt lag eine Nachricht, nur zu entziffern von demjenigen, dem sie galt. "Ich wage zu bezweifeln, dass ich irgendwen beim Namen rufen werde." Jedoch wagte er nicht, diesen Punkt auf den Dämon zu spiegeln. Immerhin wusste er es besser. Der Mann hatte nicht nur Erfahrungen um ein Vielfaches seiner Lebenszeit sondern wusste auch genau sie einzusetzen. Dieser Mann würde nie jemandes Namen in diesem Kontext in den Mund nehmen, außer er wollte es genau so.
      "Lass mich raten. Die Kücheninsel hier ist ein Ort wo man enden könnte. Das Bett hatten wir bereits. Ich glaube, du würdest im Notfall auch einfach im Flur auf die Knie gehen." Ros Finger drückten Danes. Noch immer lagen ihre Stirnen aneinander, ein kleines Stück Verbundenheit wie ihre verschränkten Finger, die sie gerade festnagelten und davor bewahrten, überstürzte Handlungen zu begehen.
      Aber Ro spürte in sich selbst die Anspannung, die sich ebenso in seinem Gegenüber aufbaute. Noch immer hatte er nicht den Gedanken aufgegeben, den Dämon soweit zu reizen bis auch dieser sich einmal vergaß. Die Zeit war wie Dane selbst sein Lehrer und würden ihm irgendwann zeigen, wie es ihm am leichtesten gelang.
      "Mittlerweile weiß ich um den ein oder anderen Trick von dir. Du kriegst mich nicht mehr so einfach überrascht wie vor ein paar Stunden. Der Zug ist leider abgefahren."

      copyright by Vertify


      "I rather trust and regret than doubt and regret"
    • Mit jedem weiteren Wort drohte Danes Selbstbeherrschung zu verfliegen wie die Samen eines Löwenzahns. Er brummte zustimmend bei jedem Ort, den Ro nannte.
      "Du hast noch gar nichts gesehen, kleiner Drache", raunte er.
      Wie um seine Worte zu unterstreichen, schob er Ro rückwärts zurück zur Kücheninsel, ohne dabei seine Hände aus Ro's Hosentaschen zu nehmen.
      "Du willst also, dass ich vor dir auf die Knie gehe, hm? Dann verdien es dir."
      Dane hob seinen Kopf, ein neckisches Grinsen im Gesicht. So einfach würde er Ro nicht geben, wonach ihm offensichtlich der Sinn stand. Er hatte immerhin den langweiligen Filmabend vorgeschlagen. Wenn er also etwas anderes, etwas weniger domestiziertes wollte, dann sollte er sich dieses Vergnügen auch holen.
      "Es sei denn, du gibst dich mir willentlich hin. Dann denke ich vielleicht nochmal darüber nach und erspare dir die Arbeit. Aber du hast ja gesagt, dass ich dich nicht dazu kriegen werde, meinen Namen zu rufen."
      Dane zuckte mit den Schultern, als ließe ihn diese ganze Sache kalt. Er schaffte es tatsächlich, seine Begeisterung im Zaum zu halten. Mittlerweile wusste er ja, dass Ro fühlen konnte, was in ihm vorging. Also tat er das, was er oft machte, wenn er ein derartiges Spiel spielte. Er stellte seine eigene Lust hinten an und konzentrierte sich ganz auf das, was Ro den Verstand rauben würde.
      Er nahm seine Hände aus Ro's Hosentaschen und schob sie in seine eigenen, gab dem jungen Mann jeden Freiraum, den er brauchte - außer natürlich einer einfachen Möglichkeit zur Flucht.
      "Deine Entscheidung, Ro", wiederholte er den Satz, der ab jetzt wohl sowas wie seine Catch Phrase sein würde.


    • Protestlos ließ sich Ro von Dane rückwärts schieben, bis er die Kante der Platte in seinem Rücken spürte. Er klickte leise mit der Zunge weil er genau wusste, warum sein Gegenüber es getan hatte. So einfach würde er ihn nicht vom Haken lassen.
      "Klingt ja fast so als würdest du darum bitten von mir Anweisungen zu kriegen. Sorge, dass deinen Worten keine großen Taten folgen?"
      Er könnte den ganzen Tag so weitermachen, solange bis er endlich einmal zu sehen bekam, wie der ach so gefasste Mr. Blackwell in seiner Fassade zu bröckeln begann. Vorhin hatte der Drakin schwören können, ein bisschen Putz abplatzen zu sehen. Vielleicht hatte er sich auch einfach nur getäuscht.
      Dann zog Dane schließlich auch seine Hände zurück und ließ Ro buchstäblich mit dem Rücken zur Wand vor ihm stehen. Sämtliche Fasern seines Körpers waren bis zum Bersten gespannt. So wie es klang könnte er alles machen. Ihnen beiden die Kleider vom Leib reißen und die Kücheninsel in ein Schlachtfest der Körper verwandeln. Bis nicht ein Zentimeter auf dem kalten Marmor noch unbefleckt blieb.
      Ro schluckte. In einer Bewegung, die einer leichten Aggression schon sehr nah kam, stemmte er seine linke Hand nach hinten auf dem kalten Stein ab. Abermals kippte er den Kopf leicht, ein winziger Hauch Arroganz schwang in der Luft mit. "Wie oft hast du jetzt schon gesagt 'Du hast noch gar nichts gesehen', hm? Dann zeig mir doch mal, auf was ich mich da einlassen. Du willst Worte von mir? Willst du Anweisungen? Dann verleih deinen Worten Taten, Dane. Gib mir einen Ausblick auf das, was mich erwartet."
      Die anfängliche Aggression verwandelte sich mit jedem weiteren Wort in eine Erwartungshaltung. Das war es, worauf er die gesamte Zeit über abgezielt hatte. Dane hatte ihn in eine Welt gerissen, aus der er nie wieder empor kommen konnte. Es war noch nicht ein Quäntchen Magie zwischen ihnen geflossen, keine eindeutigen Berührungen erfolgt, und dennoch flammten seine Augen tiefblau auf. Die Stimme in ihm riss hart an ihren Ketten und versuchte ihn mit süßen Worten zu bezirzen. Er schenkte ihnen jedoch kein Gehör.

      copyright by Vertify


      "I rather trust and regret than doubt and regret"
    • Dane zuckte nicht einmal mit der Wimper. Er gab auch keinen Ton von sich. Er stand einfach nur weiter da, ein halbherziges Lächeln im Gesicht. Er war mehr als gewillt, Ro alles zu geben, was er wollte. Aber er hielt an seiner Aussage fest: Ro musste es sich verdienen. Und indem er hier den dicken Macker markierte bekam er definitiv nicht das, was er wollte.
      "Komm her", forderte er, die Aussage begleitet von einer einfachen Geste seiner Finger, "Und knie dich hin."
      Dane deutete auf den Boden genau vor seinen Füßen. Er hatte genug davon, große Versprechungen zu machen. Da sie Ro offenkundig auch gegen den Strich gingen, würde er jetzt andere Seiten aufziehen. Ro zeigte auf jeden Fall genug Selbstvertrauen, um ihn auszuhalten. Um mit allem umgehen zu können, was Dane ihm geben würde. Der junge Mann sollte seinen Worten Taten folgen lassen, wenn er so scharf darauf war zu sehen, zu was Dane fähig war. Was Dane mit diesem hübschen Körper eines Schwimmers anstellen konnte.
      Er ließ Ro keine Wahl mehr. Entweder er folgte dieser Anweisung - und jeder, die noch folgen würde - oder er ging heute Nacht leer aus und musste sich mit den Erinnerungen an das, was sie bereits getan hatten, zufrieden geben. Und mit den Was-wäre-wenn-Szenarien.
      Ganz beiläufig begann Dane damit, die Ärmel seines schwarzen Hemdes aufzuknöpfen und bis zu den Ellenbogen hochzukrempeln. Sein Blick folgte seinen Fingern, anstatt sich besitzergreifend in Ro's Augen zu bohren. War er scharf auf was auch immer das hier eventuell werden würde? Ja. Aber er konnte auch gut ohne schlafen gehen.


    • Der abrupte Wechsel in Danes Haltung ließ die innere Stimme des Drakins an ihren eigenen Worten ersticken. Was auch immer Ro da gerade losgetreten hatte ließ seinen kompletten Körper kurz, aber heftig erschaudern. Das war definitiv eine Seite, die er noch nicht kannte. Und auf die er sich freute. Zumindest noch.
      Träge setzte sich der junge Mann in Bewegung, die Faszination leuchtete förmlich in seinen Augen auf. Es gab so unendlich viel, was der Dämon ihm noch zeigen konnte und jetzt gerade war er verdammt nah an etwas Neuem dran. Er wusste nicht einzuordnen, ob es einfach nur Nervosität war oder ein Rausch, der sich da gerade in seinem Blut anbahnte. Doch sein Kopf war so still wie schon lange nicht mehr. Als Ro vor Dane auf die Knie ging fühlte er sich nackt. Die Gefühlswelt, der er gerade wahrnahm, war nur seine eigene. Langsam ließ er den Blick aufwärts wandern, sah dabei zu, wie Dane seine Ärmel hochkrempelte. Zu seinem eigenen Erstaunen fühlte Ro absolute Stille seitens Dane. Keine Spitze, keine Regung, gar nichts erreichte den Drakin und schickten ihn somit in die kalten stillen Untiefen der Leere. Nur sich selbst zu hören war etwas, das ihm schon lange nicht mehr widerfahren war. Nie hätte er erwartet, dass einfache Worte eine derartige Macht über ihn ausüben konnten.
      Für einen Moment wagte er es nicht einmal, sein vorlautes Mundwerk zu benutzen. Dafür war er viel zu angespannt in einer Mischung aus verschiedensten Emotionen. Sein Kopfkino von vorhin war wie weggeblasen. Vergessen waren die Worte von vor etlichen Minuten. Dann teilten sich Ros Lippen, als er leise seine Feststellung äußerte: "Ich spüre dich nicht mehr. Wie machst du das?"

      copyright by Vertify


      "I rather trust and regret than doubt and regret"
    • "Kontrolle", antwortete Dane, als wäre es das Offensichtlichste der Welt.
      Er ließ sich Zeit damit, sein Hemd zu richten, hatte absolut kein Problem, Ro warten zu lassen. Dann erst senkte er seinen Blick und musterte Ro, sein Gesicht absolut leergefegt von sämtlichen Emotionen.
      "Zieh dein Hemd aus", forderte er, ohne sich zu erklären.
      Denn das musste er nicht. Ro musste nicht wissen, warum er die Dinge verlangte, die haben wollte. Warum er sie so haben wollte. Vielleicht - nur vielleicht - konnte sich der junge Drakin eine Erklärung verdienen. Aber davon waren sie noch weit entfernt.
      Eine hochgezogene Augenbraue reichte, um Ro daran zu erinnern, dass er seine Kleidung zusammenzulegen hatte. Erst, als das Hemd des jungen Mannes ordentlich gefaltet neben ihm auf dem Boden lag, berührte Dane ihn. Er strich ihm sanft eine Haarsträhne aus der Stirn und durch die Haare.
      "Was tust du, wenn du dich unwohl fühlst?", fragte Dane, eine offensichtliche Anspielung auf die vielen Male in den letzten vierundzwanzig Stunden, wenn er Ro daran erinnert hatte, dass es in Ordnung war, aufzuhören, wenn ihm etwas zu viel wurde.
      Dieses Mal erinnerte er Ro nicht daran, indem er es ihm sagte. Dieses Mal stellte er klar, dass Ro dieses Wissen zu haben hatte. Dass er ihn nicht wieder daran erinnern würde.


    • Wenn das allein mit Kontrolle möglich war, dann hatte Ro das Wort niemals richtig verstanden. Dann war er so weit davon weg, wie es nur irgendwie möglich war. Diese Feststellung ließ ein unangenehmes Ziehen in der Magengrube entstehen. Eines, das er tunlichst wieder loswerden musste. Es war eine kleine Demonstration des Dämons, die eine größe Wirkung auf den jungen Mann hatte, als man es vielleicht vermuten würde.
      Dieses Mal zögerte der Drakin nicht sondern tat direkt, wie geheißen. Kurz bevor er sein Hemd einfach zur Seite legte, erinnerte Dane ihn an eine Kleinigkeit, wodurch Ro seine Handlung korrigierte. Tatsächlich nahm er sich die Zeit, um das Hemd zu falten und etwas weiter von sich weg auf den Boden zu legen. Dann brachte er seine Hände zurück in seinen Schoß und wartete ab. Wartete beinahe sehnsüchtig darauf zu sehen, wie es weiterging. Als Dane ihn schließlich berührte und ihm durch die Haare fuhr, verwandelte sich Ro in eine Statue. Unnachgiebig bis man ihm sagte, dass er nicht mehr knien musste. Wieder floß keinerlei Energie zwischen ihnen, nicht mal ein delikater Tropfen einer Regung wurde ihm gegönnt. Es herrschte vollkommene Stille.
      "Mich melden?", gab Ro als Antwort darauf, der fragende Unterton war das einzige Indiz für sein ehemals spitzes Mundwerk. "Ich lass' es dich wissen", fügte er dann sicherheitshalber hinten dran. Nur für den Fall, dass er den fragenden Unterton nicht hätte einbauen sollen.
      Die Aussicht darauf, dass eine weitere Nachfrage dieses Mal nicht erfolgen würde, ließ ihn ein wenig unruhig werden. Er verlagerte etwas sein Gewicht weil ihm etwas riet, sich etwas zu bewegen. Die Anspannung aus seinen Gliedern zu vertreiben und sich daran zu erinnern, dass er Dane bereits eine Stunde vollstes Vertrauen schenkte. Er ihm mehrmals klar gemacht hat, dass er ihn weder verstören noch zerstören würde. Es waren eigentlich nur leere Worte - aber allein die Tatsache, dass sie von einem Schatzmeister der Worte kamen, verlieh ihnen die notwenige Bedeutsamkeit, auf die Ro sein Vertrauen fußen konnte.

      copyright by Vertify


      "I rather trust and regret than doubt and regret"
    • Dane gab ein zustimmendes Brummen von sich, bevor er seine Hand wieder zurückzog. Der Anblick von Ro, wie er unschuldig vor ihm kniete, war perfekt. Es gab einfach kein anderes Wort dafür. Allerdings trug er nichts von diesem Gefühl nach außen, ließ Ro weiterhin im Dunkeln tappen, was seine Empfindungen anging.
      "Öffne meine Hose", kam der nächste Befehl, ohne zu zögern. "Ich will deine Hand in meinem Schritt. Du weißt wie es geht, ich habe es dir vorhin gezeigt."
      Keine Erklärung, keine Aussicht auf irgendetwas, was Ro von ihm bekommen würde. Dane berührte ihn nicht, hielt seine Magie und seine Energie zurück und ließ auch durch seine Körpersprache keine Details verlauten. Ro hatten spielen wollen. Vielleicht war dem jungen Mann nicht ganz klar gewesen, wer die Regeln schrieb. Wer das Spielbrett aufbaute. Wer die Figuren darauf verteilte. Dane würde es ihm beibringen, Schritt für Schritt.
      Ro's Berührungen fühlten sich natürlich gut an. Verdammt gut sogar. Aber Dane genoss das alles hier auf eine ganz andere Art und Weise als noch zuvor, als er seine Lust laut kundgetan hatte. Ro würde absolut nichts von ihm kriegen. Tat ihm gut, mal ein bisschen im Trüben zu fischen.
      "Ich will deinen Mund", informierte er den jungen Mann zu seinen Füßen.
      Er gab ihm nicht den Befehl, es sofort zu tun, aber Dane ließ keinen Zweifel daran, dass es passieren würde. Eines der Szenarien, die eben noch durch seinen Kopf getanzt waren, die er zur Seite geschoben hatte.


    • Nie hätte Ro damit gerechnet, dass absolute Stille in seinem Geist so erdrückend sein konnte. Es waren einzig und allein seine Gedanken, die laut in seinem Kopf widerhallten, Nervosität und ein Hauch von Vorfreude, die nur seine eigene waren. Dann kam das nächste Kommando, welches er umgehend befolgte. Die junge Drakin war bei weitem nicht so weit in Schubladen zu denken und sich selbst in eine einordnen zu wollen. Er sah sich weder als devot noch als dominant - er reagierte lediglich auf den Input, den er bekam. Dass die Ergebnisse so unterschiedlich ausfielen wunderte ihn selbst beinahe am meisten.
      Sorgsam legte er Danes bestes Stück frei, ließ seine flache Hand darüber hinweggleiten und warf anschließend einen Blick nach oben. Zu der absoluten Stille seinerseits gesellte sich ein emotionsloses Gesicht. Fernab von jeglicher Regung, als würde Ro nicht gerade über empfindliche Regionen streichen. Er senkte den Blick und konzetrierte sich auf das, was ihm befohlen wurde. Trotzdem konnte er es sich nicht verkneifen, frustriert auf seine Unterlippe zu beißen. Er wusste genau, wenn er ansprach, dass ihm diese vollkommene Unwissenheit störte, Dane trotzdem nichts daran ändern würde. Also musste er durchhalten, durfte und wollte nicht einknicken. Immerhin hatte er dummerweise darum gebeten.
      "Ich will deinen Mund."
      Für einen Wimpernschlag gefror Ro in seiner Bewegung. Er hörte die Worte und war sich im ersten Moment nicht sicher, auf welchen Ort genau sich diese Information sich bezog. In Anbetracht dessen, was noch vor dem Essen geschehen war, dämmerte es ihm. Als er seine Bewegungen wieder aufnahm, waren sie etwas abgehackter als zuvor. So als wären seine Gedanken nicht ganz bei der Sache. Das Kopfkino explosierte gerade in seinem ohnehin schon schwer beschäftigten Gehirn. Es war eine Sache, wenn Dane es tat. Eine gänzliche andere, wenn Ro es selber tun sollte. Er wusste ganz genau, dass er sich wie die verklemmte Jungfrau verhalten würde, die er war. Er war auch nicht der gewesen, der sich in Dane versenkt hatte. Das alles war von dem Dämon ausgegangen, er hatte die ganze Zeit über geführt. Sollte sich das jetzt ändern, wäre Ro näher an der Grenze sein Stimme zu erheben, als es ihm lieb war.
      "Wo?", fragte Ro leise, seine Kehle war staubtrocken.

      copyright by Vertify


      "I rather trust and regret than doubt and regret"
    • Dane bekam genau das, was er wollte. Ro, der sich geradezu vor seinen Worten erschreckte. Ro, dessen Gedanken gerade mit an Lichtgeschwindigkeit grenzender Hektik versuchten zu verarbeiten, was er jetzt tun sollte. Absolut perfekt.
      Als er die Frage hörte, die Ro krächzte, erlaubte sich Dane ein winziges Lächeln. Er stich Ro über die Wange, ließ seine Finger an dessen Schläfe durch die sanften Wellen seiner Haare fahren, um Ro's Blick zu ihm zu heben.
      "Du weißt, wo", antwortete er, das Lächeln bereits wieder verschwunden und ersetzt durch absolute Neutralität.
      Als er seine Hand wieder zurückzog, strich er mit voller Absicht über Ro's Unterlippe. Er beobachtete den jungen Mann haargenau, wollte keine noch so kleine Reaktion verpassen. Einerseits, weil es ihm gefiel, den jungen Mann zu beobachten, während er dessen Grenzen in die Luft sprengte. Andererseits, weil er auf Nummer sicher gehen wollte, dass er Ro hier nicht einfach überforderte. Zwar hatte er klargestellt, dass er Ro nicht wieder daran erinnern würde, das hier zu beenden, wenn es sein musste, aber er wusste auch, dass man sich manchmal im Moment verlieren konnte - auch wenn besagter Moment unangenehm war. Nur, weil Dane vorgab sich für nichts zu interessieren, hieß das nicht, dass er nicht ein Auge auf alles hatte. Hier ging es genauso sehr um Vertrauen wie es um Kontrolle ging. Ob Ro das bewusst war, spielte dabei keine Rolle.


    • Bereitwillig ließ Ro seinen Kopf ein wenig in den Nacken fallen damit er zu Dane aufsah. Ein winziger Funken Hoffnung, dass er in seinem Gesicht irgendetwas ablesen konnte, verglühte in der Sekunde, in der er absolut nichts in den Augen des Dämons entdecken konnte. Es waren nur die Finger in seinem Haar die verrieten, dass diese Neutralität nur aufgesetzt war. Absichtlich erzwungen, um ihn vorzuführen. Er ertappte sich sogar selbst dabei wie er die Luft anhielt als Finger über seine Unterlippe strichen und stumme Worte in seinen Geist fließen ließen.
      Ro senkte den Blick und richtete seine Augen auf das, womit seine Hände nie aufgehört hatten. Vage quollen die Erinnerungen hervor, wie Dane es gemacht hatte, was er ihm gezeigt hatte. Mitnichten würde der junge Mann exakt das gleiche Ergebnis erzielen, aber er hatte immerhin eine Idee von dem, was sich gut anfühlen konnte. Schließlich sprang er über seinen eigenen Schatten und legte seine Lippen an der Basis an, um eine Spur aus sanften Berührungen über die gesamte Länge zu ziehen. Er nahm sich die Freiheit, Beispiele von Dane zu kopieren und ein wenig abzuwandeln, damit sie zu seinem persönlichen Tempo passten. Jedes Lippenspiel, jeder Kuss und jeder Streich seiner Zunge war prüfend, forschend. Inständig hoffte Ro, dass Dane ein bisschen was von seiner Neutralität aufgab und ihm bedeutete, was er richtig machte. Ihm ein bisschen von der Führung gab, um sich nicht in der Unsicherheit zu verlieren mit der er gerade zu kämpfen hatte.

      copyright by Vertify


      "I rather trust and regret than doubt and regret"
    • Bei allen Kreisen der Höllen, fühlte sich das gut an! Hätte es sich Dane erlaubt, hätte er den Kopf in den Nacken geworfen und Ro ganz genau wissen lassen, was er da mit seinem Nervensystem und seinen Hirnzellen machte. Stattdessen gab er Ro ein bestätigendes Brummen, das verlauten ließ, dass er alles richtig machte und Dane durchaus genoss, was da passierte. Den vollen Höhenflug, den Dane gerade durchlebte, zeigte er nicht.
      Er schob seine Hand zurück in Ro's weiche Haare, packte sie ein wenig, um Kontrolle zu haben. Es war immer noch Ro, der das Tempo angab, aber nur, weil Dane es ihm erlaubte und das stellte er auch klar. Schließlich hielt er Ro davon ab, ihn wieder in den Mund zu nehmen. Stattdessen zog er den jungen Mann an seinen Haaren wieder auf die Füße und küsste ihn. Es war kein sanfter Kuss. Er nahm Ro mit der ersten Berührung vollständig ein, machte ihn zu seinem. Er beendete den Kuss, indem er Ro's Kopf ein Stück zurückzog.
      "Deine Hose. Zieh sie aus", befahl er geradezu sachlich und ließ den jungen Mann wieder los, machte einen Schritt zurück, um ihm Raum für die Ausführung zu geben. "Und dann setzt du dich da auf die Kücheninsel. Ein Fuß auf je einen Barhocker. Ich will dich sehen können."


    • Ro gab keinen Laut von sich als Dane ihn an den Haaren zum Aufstehen motivierte. Seine aufrechte Haltung schien ihm zeitgleich wieder mehr Vertrauen zu geben weshalb er Danes Kuss mit der gleichen Inbrunst begegnete. Ungehalten schnaubte er weil er dem Zug an seinen Haaren wieder Folge leisten musste und sich von den weichen Lippen trennen musste.
      "Yessir", bestätigte Ro den Befehl beiläufig und riss sich die Chino regelrecht von den Beinen. Allerdings brauchte er dieses Mal keinen Fingerzeig damit er auch dieses Stück sorgsam faltete und zu dem Hemd auf den Boden legte. Dann warf er dem Dämon einen Blick zu, der wieder den Schneid besaß, wie man ihn von ihm kannte.
      Er zog zwei der Hocker zeitgleich ein wenig näher zusammen, sodass sein Rücken eindeutig zeigte, dass er ein kräftiger Schwimmer war. Anschließend drehte sich der Drakin schwungvoll um, machte weitere Schritte rückwärts bis er an der Kante der Kücheninsel stand. Links und rechts von sich stemmte er die Hände auf die kalte Marmorplatte und setzte sich auf die glatte Fläche. Er konnte ein leises Fluchen nicht unterdrücken, seine Pobacken gefroren gefühlt gerade. Nachdem er sich wieder gefangen hatte, platzierte er wie gewünscht seine Füße auf den Hockern zu seinen Seiten. Weit auseinander gestellt hatte er sich jedoch nicht. Ebenso saß er kerzengerade einfach nur da wie ein Aktmodell, die Hände noch immer zu den Seiten ausgestellt.
      "Bittesehr. Ich mein, du siehst mich den ganzen Tag schon so wie ich dich, aber okay. Lässt sich einrichten." Der Schalk war in Ros Ausdruck zurückgekehrt.

      copyright by Vertify


      "I rather trust and regret than doubt and regret"
    • Dane verengte die Augen ein wenig, als Ro einmal mehr Widerworte gab. Er schob die beiden Hocker weiter auseinander, verschaffte sich so viel Platz, wie er wollte und stellte sich an den Rand der Marmorplatte, genau zwischen Ro's Beine.
      "Habe ich dir erlaubt, etwas zu sagen?", fragte er trocken, erwartete aber keine Antwort.
      Die Bestrafung war klar. Eigentlich hatte Dane den jungen Mann für seinen Gehorsam belohnen wollen, doch diese Chance hatte Ro soeben vertan.
      Er war feinen prüfenden Blick auf Ro's Schritt. Ein wundervoller Anblick mit dem Wissen, dass er dafür verantwortlich war, ohne auch nur einen Finger gekrümmt zu haben. Genauso würde es auch weitergehen.
      "Fass dich an", befahl er.
      Nicht ein Zentimeter von ihm berührte Ro und so würde es auch bleiben.
      "Ich will sehen, wie du es dir selbst besorgst."
      So nahe und doch so fern. Es gab nicht viel Raum zwischen ihnen beiden. Doch Danes Wille allein schuf genug Raum, als wären sie an verschiedenen Enden des Raumes. Es wäre gelogen, wenn Dane behauptete, er würde diese Aussicht nicht genießen. Das tat er. Er mochte jede einzelne Regung, die er Ro entlocken konnte mit nichts mehr als seinen Worten. Mit seinen Befehlen. Mal sehen, wie lange er das noch weitertreiben konnte.


    • Ro konnte sich das Grinsen nicht verkneifen als Dane rigoros die Hocker auseinander drängte und sich selbst zwischen seinen Beinen positionierte. Es waren die folgenden Worte, die ihm das freche Grinsen wieder von den Lippen fegte. Ein hinterfragender Blick schlich sich in die tiefblauen Augen, seine Lippen zuckten kurz, so als wolle er doch etwas sagen und behielt die Worte im letzten Moment doch inne.
      Es dauerte volle zehn Sekunden ehe sich Ros linke Hand vom Marmor löste. Wie in Zeitlupe führte er sie zwischen seine Beine und schloss die Finger um sein eigenes pulsierendes Fleisch. Noch immer stand da das Unverständnis in seinen Augen, für ihn hatte es keinen Reiz, wenn sich jemand anderes vor seinen Augen selbst befriedigte. Vielleicht hatte er aber auch einfach nicht die richtige Person dafür gehabt. Schlussendlich seufzte er leise und senkte den Blick ein wenig während er seine Hand in einem relativ gemächlichen Tempo bewegte. Alles, was ihm gerade durch den Kopf ging waren Danes Berührungen. Wie er ihn anfasste, über seine Haut strich, unsichtbare Spuren hinterließ. Doch all diese Gedanken ließen sich nicht soweit projezieren, als dass es für den jungen Mann gereicht hätte. Vor ihm stand derjenige, den er anfassen wollte. Der seine Hände über jeden Quadratzentimeter seines Körpers streichen lassen wollte. Zu gern hätte Ro Dane gesagt, dass er ihn endlich anfassen sollte wie zuvor. Aber er hatte die Warnung verstanden - keine Worte, keine Wünsche seinerseits. Brach er diesen Befehl und bettelte um diese Gunst.... das gab Ros Stolz einfach nicht her.
      Er würde Danes Spiel solange spielen bis der Dämon selbst einknickte.

      copyright by Vertify


      "I rather trust and regret than doubt and regret"
    • Für den Anfang hielt Dane den Augenkontakt mit Ro, dann senkte er seinen Blick zu dem Teil, den er sehen wollte. Er machte sich allerdings auch eine mentale Notiz über Ro's scheinbares Desinteresse an dem, was er hier tun sollte. Dagegen musste Dane wohl etwas unternehmen.
      Also verließ er seinen Posten zwischen Ro's Beinen und wanderte um die Kücheninsel herum, eine Hand weiterhin auf dem kühlen Marmor, nur wenige Zentimeter von Ro's nacktem Körper entfernt. Er stoppte, als er direkt hinter dem jungen Mann stand und beugte sich vor. Noch immer hielt er den Abstand zwischen ihnen beiden, als er sich rechts und links vor Ro auf der Marmorplatte abstützte, seinen Kopf direkt neben Ro's brachte.
      "Weißt du, was ich gleich mit dir tun werde?", hauchte er gegen Ro's Wange, direkt unter seinem Ohr. "Sobald mir danach ist, werde ich erst einen, dann zwei, und vielleicht sogar drei meiner Finger in dich hineinschieben. Ich werde diesen einen Punkt finden, der dir den Verstand raubt, sobald ich ihn berühre. Ich werde dich solange mit meinen Fingern bearbeiten, bis du kommst. Und dann werde ich weitermachen. Vielleicht, wenn du dich benimmst, gebe ich dir meinen Schwanz anstatt meiner Finger. Aber egal, wie ich dich nehme, du wirst meinen Namen schreien und mich anbetteln, dass ich dich kommen lasse."
      Dane erfüllte ihrer beider Wunsch, als er endlich seine Hand ausstreckte und um Ro's legte, Druck und Tempo erhöhte. Ihre Hände waren der einzige Berührungspunkt.
      "Ich will sehen, wie du kommst mit meiner Hand in deinem Schritt", hauchte er gegen Ro's Hals, sein Atem heiß, seine Stimme kaum mehr als ein Flüstern.


    • Ros Augen öffneten sich einen Spalt breit als Dane zwischen seinen Beinen zurücktrat und begann, die Insel zu umrunden. Prompt wurden seine eigenen Bewegung träger, weniger aufmerksam ausgeführt. Entgegen des ersten Impulses folgte er Dane nicht mit seinem Kopf sondern riss sich zusammen und schloss einfach die Lider. Wartete geduldig ab bis ein warmer Atem seine Haut streifte und einen wohligen Schauer durch seinen Körper jagte. Jedes einzelne Wort, das der Dämon über die Lippen brachte, belebte Ros Fantasie nur von Neuem. Es bauten sich Bilder vor seinem geistigen Auge auf, so bizarr, dass er nicht wusste, wie er darüber fühlen sollte. Es war sein Körper, der die Worte für ihn übernahm. Unweigerlich hatte sich sein eigener Griff verstärkt, die vormals gemächlichen Bewegung bekamen langsam aber sicher ein neues Tempo verliehen. Noch immer hatte er die Lider geschlossen, versteckte seine ausdrucksstarken Augen vor der Welt. Er wollte wissen, ob der Dämon es tatsächlich schaffte und all seine Versprechungen in die Tat umzusetzen. Nur eines würde Ro ihm sicher nicht geben.
      Dann legte sich Danes Hand überraschend über Ros Linke, brachte ein völlig neues Tempo mit und sorgte dafür, dass ein leises Knurren sich aus seiner Kehle löste. Ein Zeichen der Erleichterung, dass der junge Mann endlich eine andere Wärme als die seine spüren durfte. Dieses bisschen Unvorhersehbarkeit reichte aus damit der Drakin eigentlich viel zu schnell kam. Er krümmte sich ein wenig in den letzten Zügen, blinzelte mehrmals schwer und war selbst überrascht, wie flott es auf einmal ging. Gedanklich merkte er sich vor, dass Worte wirklich sehr mächtig sein konnte.
      Nach einem Moment des Verschnaufens löste Ro seine und Danes Hand und warf einen Blick hinüber zur Küchenrolle. Eigentlich hätte er drauf gewartet, dass er auch dafür einen Befehl bekam, aber der Ordnungsfreak in seinem Rücken würde es schon gutheißen, wenn der Drakin seine eigene Sauerei säuberte.
      "Darf ich?"

      copyright by Vertify


      "I rather trust and regret than doubt and regret"
    • Zu wissen, dass er eine solche Wirkung auf Ro haben konnte, ohne auch nur einen Funken seiner Magie oder seiner eigenen Erregung preiszugeben, hob Dane auf ein gänzlich neues Hoch.
      Er richtete sich auf und würdigte Ro's Frage mit keiner Antwort. Stattdessen kehrte er zurück zu seinem Platz zwischen Ro's Beinen, noch immer kein bisschen Emotion im Gesicht.
      "Hände auf die Platte", forderte er.
      Er selbst beugte sich leicht über Ro's Körper, dann packte er ihn wieder an den Haaren und zog ihn zu sich für einen heftigen, wilden Kuss.
      "Und da bleiben sie auch", raunte er, als er sich wieder von dem Jungen löste.
      Seine Lippen wurden ersetzt durch seinen Mittelfinger, den ungefragt für einen Moment in dessen Mund schob, bevor er seine Hand wie angekündigt and Ro's Hintern ansetzte. Für den Anfang machte er langsam, gab Ro Zeit sich an dieses Gefühl zu gewöhnen, bevor er seinen Finger bewegte. Die ganze Zeit über behielt Dane das Gesicht des jungen Mannes im Auge. Nach ein wenig Zeit fügte Dane ebenfalls wie angekündigt einen zweiten Finger hinzu und machte sich auf die Suche nach dem Punkt, von dem er wusste, dass er jeden Mann in den Wahnsinn trieb. Er wusste genau, wo dieser Punkt zu finden war, dank seiner ausschweifenden Erfahrungen.
      Dane beugte sich dicht über Ro, als er gefunden hatte, wonach er gesucht hatte.
      "Willst du noch einen?", fragte er.
      Eine der wenigen Entscheidungen, die Ro jetzt noch fällen durfte.
      "Oder willst du etwas anderes?"


    • Mit einem Mal war der heiße Atem an Ros Hals verschwunden und ließ nur die kühle Luft zurück. Dann schob sich Dane wieder in sein Blickfeld, die blauen Augen waren fast augenblicklich auf ihn gerichtet. Ungewillt, den Mann wieder aus den Augen zu lassen. Trotzdem spürte er feine Stiche in seiner Brust bei dem noch immer ausdruckslosen Gesicht des Mannes, der ihn vor ein paar Sekunden noch über die Klippe getrieben hatte. Fast wäre Ro ein Wort herausgerutscht, da kam bereits der nächste Befehl, gefolgt von einem ruppigen Kuss, der die altbekannte Anspannung in sämtliche Glieder zurückkommen ließ. Die gespreizten Hände auf dem Marmor zuckten verräterisch, kämpften darum sich von der kalten Platte zu lösen und sich stattdessen an dem warmen Körper Danes zu vergehen.
      Es war allerdings der Mittelfinger in seine Mund, der Ro aus seinem Gedankenkonstrukt riss. Der kam so unvorhersehbar, dass es ihn förmlich aus seiner Balance riss und Dane tatsächlich perplex einfach machen ließ. Zumindest bis er plötzlich besagten Finger buchstäblich im Arsch stecken hatte. Augenblicklich versteifte Ro sich. In seinen Augen stand ein Mix aus Verwirrung, Bestürzung und... Lust. Getarnt und gut versteckt hinter den anderen beiden Empfindungen waberte der Wunsch, dass Dane seine restlichen Ankündigungen in die Tat umsetzte. Das tat er asbald auch mit einem zweiten Finger, den er an jenen Punkt führte, zu dem er Ro bei sich selbst bereits geleitet hatte. Kaum hatte er ihn, keuchte Ro plötzlich auf. Dass es sich so anfühlen würde hatte er definitiv nicht kommen sehen. Seine Finger formten sich zu Krallen, die niemals den Marmor auch nur ritzen würden. Luft drängte sich in seine Lungen als er versuchte, Worte zu finden.
      "Hab ich mich so gut benommen, dass du mir was anderes als den dritten Finger geben würdest?", fragte Ro und hatte hörbar Mühe, seine Stimme beisammen zu halten. "Mehr als den dritten Finger hab ich mir bestimmt noch nicht verdient." Er schaffte allen ernstes ein angedeutetes Lächeln auf seine Lippen zu zaubern.

      copyright by Vertify


      "I rather trust and regret than doubt and regret"