"Evened the scores, then I let it all go fall apart
And every step forward put a little more sword in your heart
Looking sideways when I say I'm okay with the past
But I'm afraid of what I might say if you ask"
[Bad Omens - The Grey]
Augusts Gesicht gefror für eine Sekunde lang.
Als die Gespräche aufzuleben schienen und sich James gegen die abwehrenden Hände von Izabella wehrte, die nach seinen eigenen gierigen Händen griffen, erschien der Tisch für eine kurze Zeit lebendig. Als würde das Anwesen dies zur Kenntnis nehmen, knarzte es von überall her und schien sich in den Geräuschpegel mit einzustimmen. Und doch...Wenn man genau hörte - und das tat Eliza Hawkins - dann konnte man es verstehen. Das sanfte Vibrieren der Magie in der Luft, während sie eilig zu August sah.
Doch dessen Blick heftete sich kurz auf June in dem Sommerkleid. IHREM Kleid. Bellas Kleid. Das schöne gelbe. Das Wundersame, das sie im Sommer nie ablegte. Selbst die Flecken, die sie mit einem billigen Rotwein verursacht hatte, waren noch darauf. Und jetzt trug es June Sallow.
Für eine Sekunde lang spürte August irrationale Wut in sich aufsteigen, die er sofort niederkämpfte. Sie konnte nichts dafür. Er hatte nichts gesagt und es blieb auch nicht viel, außer kurz zu Shawn und June zu lächeln und zu nicken.
"Es steht Ihnen gut", sagte er und wand den Blick anderem zu. Er musste.
Liz ließ sich auf den Stuhl neben Shawn fallen und sah zu der Pfanne hinauf, während auch Izabella ihren Sitzplatz neben Liz zur einen und James zur anderen Seite einnahm.
Betrachtete man dies Gelage von gewisser Entfernung aus, so hätte man auf eine illustre Runde tippen können. Eine Runde voll Freunde, die alsbald Geschichten austauschten. Zu Schade, dass es dessen nichts geben würde. August spürte die Unruhe von Ember in dem Moment und legte ihr lächelnd und kurz eine Hand auf den Oberschenkel, ungesehen der neugierigen Blicke. Schwach grinste er ihr zu, ehe er das volle Glas annahm, das von rötlicher Flüssigkeit gefüllt war. Sorgsam reichte er es wunschgemäß an Ember weiter und flüsterte ihr ins Ohr:
"Arkh. Alter Feenwein."
Die Flüssigkeit war blutrot, beinahe violett in Färbung und roch schwer nach vergorenen Trauben und anderen Früchten. Ruhig wurde das Essen aufgetragen und zu Augusts Erstaunen füllte Shawn einen weiteren Teller, den er vor Liz stellte. Lächelnd sah August kurz zu den beiden, ehe er sich mit dem Blick entfernte und kurz den Moment auf sich wirken ließ. Das Haus schien sie um umarmen und gutzuheißen, was sie taten. Auch wenn seine innere Uhr unentwegt zu ticken begann. Er spürte die Hand des Schnitters auf seiner Schulter, als er das Glas mit dem Wein anhob und die anderen ansah.
"Ich weiß, es ist ungewöhnlich", begann er lächelnd. "Ein Tag, der so viel Schlimmes und Strapazen bereit hielt, ist wahrlich kein Grund zum Trinken. Und doch. Ihr müsst wissen, ich stamme aus einem grässlichen Kaff im Norden. Dort, wo man mit Zeitungspapier Suppe isst und mit Gabeln Hühner fängt. Und meine Ma, die kannte einen alten Mann, den wir "den alten Nobby" nannten. Und der alte Nobby meinte in seiner gefühlsduseligen Weisheit: 'Es gibt immer einen Grund zum Trinken. Mit Freunden immer. Aber mit Feinden, Kleiner. Da musst du erst Recht trinken. Denn wer weiß, ob sie nicht nach dem dritten Pint zu Freunden werden!' In diesem Sinne."
Er streckte sein Glas in die Höhe und freute sich, dass zumindest Liz, Izabella und James es ihm gleich taten.
"Ich trinke auf Freunde und die, die es noch werden", schloss er und stürzte einen Schluck des Weins hinab.
Er schmeckte schwer und süß. Ein Versprechen verlorener Träume und Annehmlichkeit. Ein warmes Bett im Sturm. Röte schoss in Seine Wangen und die Gespräche hätten beinahe einfach so wieder eingesetzt, wenn nicht June, ja die gute June, ihr Schweigen gebrochen hätte.
Eine Sekunde lang herrschte Stille am Tisch, ehe Izabella geräuschvoll ihr Glas absetzte und zu June grinste.
"Natürlich authentisch. Meine Mutter würde mich erwürgen, wenn ich es nicht richtig mache. Woher wissen Sie so viel davon?", fragte sie interessiert.
August lächelte und nahm einen Bissen, ehe er sich zu Ember drehte.
"Ja, morgen", sagte er und nickte. "Wir sollten sehen dass wir den Apparat wieder aufbauen und nach den Signaturen suchen. Es gibt viel zu tun fürchte ich."
Ein Lächeln umspielte seine Lippen, auch als sie auf Eva zu sprechen kamen.
"Ja, sie musste fort. Entschuldige dich nicht. Das alles hier...Diese Situation...Ist ein Beginn, eine Chance, Verheißung gar. Hör doch hin. In die Gespräche, das sanfte Lachen und das Knarzen von Gabeln auf Tellern. Man hört einen Sturm der Veränderung herankommen und ichf reue mich, dass ich Teil dieser Woge sein darf, die du mit ausgelöst hast."
And every step forward put a little more sword in your heart
Looking sideways when I say I'm okay with the past
But I'm afraid of what I might say if you ask"
[Bad Omens - The Grey]
Augusts Gesicht gefror für eine Sekunde lang.
Als die Gespräche aufzuleben schienen und sich James gegen die abwehrenden Hände von Izabella wehrte, die nach seinen eigenen gierigen Händen griffen, erschien der Tisch für eine kurze Zeit lebendig. Als würde das Anwesen dies zur Kenntnis nehmen, knarzte es von überall her und schien sich in den Geräuschpegel mit einzustimmen. Und doch...Wenn man genau hörte - und das tat Eliza Hawkins - dann konnte man es verstehen. Das sanfte Vibrieren der Magie in der Luft, während sie eilig zu August sah.
Doch dessen Blick heftete sich kurz auf June in dem Sommerkleid. IHREM Kleid. Bellas Kleid. Das schöne gelbe. Das Wundersame, das sie im Sommer nie ablegte. Selbst die Flecken, die sie mit einem billigen Rotwein verursacht hatte, waren noch darauf. Und jetzt trug es June Sallow.
Für eine Sekunde lang spürte August irrationale Wut in sich aufsteigen, die er sofort niederkämpfte. Sie konnte nichts dafür. Er hatte nichts gesagt und es blieb auch nicht viel, außer kurz zu Shawn und June zu lächeln und zu nicken.
"Es steht Ihnen gut", sagte er und wand den Blick anderem zu. Er musste.
Liz ließ sich auf den Stuhl neben Shawn fallen und sah zu der Pfanne hinauf, während auch Izabella ihren Sitzplatz neben Liz zur einen und James zur anderen Seite einnahm.
Betrachtete man dies Gelage von gewisser Entfernung aus, so hätte man auf eine illustre Runde tippen können. Eine Runde voll Freunde, die alsbald Geschichten austauschten. Zu Schade, dass es dessen nichts geben würde. August spürte die Unruhe von Ember in dem Moment und legte ihr lächelnd und kurz eine Hand auf den Oberschenkel, ungesehen der neugierigen Blicke. Schwach grinste er ihr zu, ehe er das volle Glas annahm, das von rötlicher Flüssigkeit gefüllt war. Sorgsam reichte er es wunschgemäß an Ember weiter und flüsterte ihr ins Ohr:
"Arkh. Alter Feenwein."
Die Flüssigkeit war blutrot, beinahe violett in Färbung und roch schwer nach vergorenen Trauben und anderen Früchten. Ruhig wurde das Essen aufgetragen und zu Augusts Erstaunen füllte Shawn einen weiteren Teller, den er vor Liz stellte. Lächelnd sah August kurz zu den beiden, ehe er sich mit dem Blick entfernte und kurz den Moment auf sich wirken ließ. Das Haus schien sie um umarmen und gutzuheißen, was sie taten. Auch wenn seine innere Uhr unentwegt zu ticken begann. Er spürte die Hand des Schnitters auf seiner Schulter, als er das Glas mit dem Wein anhob und die anderen ansah.
"Ich weiß, es ist ungewöhnlich", begann er lächelnd. "Ein Tag, der so viel Schlimmes und Strapazen bereit hielt, ist wahrlich kein Grund zum Trinken. Und doch. Ihr müsst wissen, ich stamme aus einem grässlichen Kaff im Norden. Dort, wo man mit Zeitungspapier Suppe isst und mit Gabeln Hühner fängt. Und meine Ma, die kannte einen alten Mann, den wir "den alten Nobby" nannten. Und der alte Nobby meinte in seiner gefühlsduseligen Weisheit: 'Es gibt immer einen Grund zum Trinken. Mit Freunden immer. Aber mit Feinden, Kleiner. Da musst du erst Recht trinken. Denn wer weiß, ob sie nicht nach dem dritten Pint zu Freunden werden!' In diesem Sinne."
Er streckte sein Glas in die Höhe und freute sich, dass zumindest Liz, Izabella und James es ihm gleich taten.
"Ich trinke auf Freunde und die, die es noch werden", schloss er und stürzte einen Schluck des Weins hinab.
Er schmeckte schwer und süß. Ein Versprechen verlorener Träume und Annehmlichkeit. Ein warmes Bett im Sturm. Röte schoss in Seine Wangen und die Gespräche hätten beinahe einfach so wieder eingesetzt, wenn nicht June, ja die gute June, ihr Schweigen gebrochen hätte.
Eine Sekunde lang herrschte Stille am Tisch, ehe Izabella geräuschvoll ihr Glas absetzte und zu June grinste.
"Natürlich authentisch. Meine Mutter würde mich erwürgen, wenn ich es nicht richtig mache. Woher wissen Sie so viel davon?", fragte sie interessiert.
August lächelte und nahm einen Bissen, ehe er sich zu Ember drehte.
"Ja, morgen", sagte er und nickte. "Wir sollten sehen dass wir den Apparat wieder aufbauen und nach den Signaturen suchen. Es gibt viel zu tun fürchte ich."
Ein Lächeln umspielte seine Lippen, auch als sie auf Eva zu sprechen kamen.
"Ja, sie musste fort. Entschuldige dich nicht. Das alles hier...Diese Situation...Ist ein Beginn, eine Chance, Verheißung gar. Hör doch hin. In die Gespräche, das sanfte Lachen und das Knarzen von Gabeln auf Tellern. Man hört einen Sturm der Veränderung herankommen und ichf reue mich, dass ich Teil dieser Woge sein darf, die du mit ausgelöst hast."
The more that I reach out for heaven
The more you drag me to hell