A Romeo and Juliet Affair - ⁆Shio & Alea⁅

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    • Immer wieder sah sich Micaela um und drehte sich dabei auch in jede Richtung, damit sie ihren Kater nicht übersah, der sich überall hätte verstecken können. So bemerkte sie auch nicht richtig, wie eine Person aus dem Laderaum des Transporters schlüpfte und nun vor diesem stand. "Oh. Wirklich nicht?" wollte sie sichergehen und klang dabei recht enttäuscht.
      Micaela ging nicht davon aus, dass diese Frau ein Feind sein könnte, zumal ihr Bruder Alex sie eh aus seinen ganzen Geschäften heraushielt. Sie kannte auch nicht jeden seiner Leute, nur die vertrautesten so wie Nick.
      "Hast du vielleicht gerade Zeit, mit mir Nero zu suchen? Also nur, wenn ich dich wirklich nicht von deiner Arbeit abhalte. Ich bin übrigens Micaela, die kleine Schwester von Alex. Aber das weißt du bestimmt schon." stellte sich die Schwarzhaarige der jungen Frau vor. "Und wie heißt du? Ich kenne leider nicht alle Leute hier." fragte sie entschuldigend nach dem Namen ihres Gegenübers.

      Alexander und Nick tranken derweil einen Whisky und Alex fing auch schon an herumzutelefonieren, damit die verschiedenen Waren abgeholt werden konnten. Dabei musste er immer wieder mal an die junge Frau denken. Ob er zu grob zu ihr gewesen war? Quatsch! Er sollte sich keine Sorgen um eine Fremde machen. Vor allem nicht, wenn sie den Sudden Deaths angehörte. Die Telefonate beendet, legte Alex kurz seinen Kopf in den Nacken und massierte sich mit zwei Fingern den Nasenrücken. Er fand, das war für heute genug Aufregung. Er wollte lieber zu seiner Mutter oder Schwester gehen, die ihn dabei halfen, wieder in die Normalität etwas abtauchen, eine kleine heile Welt, ohne Gefahr, Waffen und der Fehde zwischen den beiden Clans. Alex würde noch diesen Drink mit Nick fertig trinken und dann seine Schwester aufsuchen und sie über ihr Arbeit etwas ausfragen. Etwas über unaufgeregten Schulalltag zuhören war etwas, dass er gerade brauchte.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • "Nein wirklich nicht." Bella blickte sich um und ihr wurde immer mehr bewusst das sie sich auf feindlichen Gebiet befand. ´Ich sollte wirklich nicht hier sein und schon gar nicht mit irgendjemanden reden..´ Sie kam sich gerade sehr dumm und hilflos vor. Was zum Teufel hatte sie sich nur dabei gedacht in dieses Auto zu steigen und hier zu landen. Die Frage von dieser Micaela riss sie aus ihren Gedanken. Perplex sah sie sie an. "Hm? Ja natürlich kann ich sie mit dir suchen gehen." Innerlich ohrfeigte sie sich für diese Antwort. Als sich die Frau als die Schwester von dem Anführer vorstellte, sackte ihr Herz in die Hose. Sie sollte schleunigst hier weg und Land gewinnen, bis sie auffliegt. Doch Bella war so naiv und neugierig, das ihr die eigentliche Gefahr nicht bewusst war.
      Panisches Wegrennen würde nur Aufmerksamkeit erregen, also spielte sie das Spiel einfach mit. "Ich heiße Vivien. Bin noch nicht lange hier." Bella hasste es zu lügen, doch sie durfte ihren richtigen Namen nicht verraten. Das war Regel Nummer eins.
      Regel Nummer zwei: ist sich einfügen.
      "Wo hast du sie zuletzt gesehen? Vielleicht sollten wir dort mal nachschauen."

      Währenddessen zu Hause zerbrachen sich Eileen und Maik die Köpfe. Der Schnaps und Wein machten die Sache nicht besser. Der Boss hat sich bisher auch noch nicht auf den Weg gemacht oder ihnen irgendeine Lösung vor die Füße gelegt. Es waren schon 2 Stunden vergangen. Sie sollten einfach nur die Füße still halten. Das war seine klare Anweisung. Maik stand langsam auf und wankte ein wenig. Er stützte sich an der Wand ab. "Wir können sie nicht einfach da lassen. Dieser dreckige Kerl wird ihr sicher etwas antun.. Wenn er sie auch nur berührt, dann Gnade ihm Gott.." Er war richtig wütend und Eileen legte eine Hand auf seine Schulter. "Du scheinst Gefühle für sie zu haben, hm?" Er seufzte nur. " Ganz egal.. Ich kann sie nicht alleine lassen." "Lass uns bis morgen warten, sie wird sich gut verstecken." Maik seufzte schwer. "Na gut.." Er kippte sich den restlichen Schnaps hinunter.
    • "Hi Vivien! Es freut mich, dich kennenzulernen." lächelte Micaela die junge Frau an und schüttelte so gleich ihre Hand. "Ich hoffe, ich halte dich aber nicht von deiner Arbeit ab. Du sollst keinen Ärger meinetwegen bekommen." stellte sie auch noch ein mal klar, dass sie ihr nicht zu helfen brauchte, wenn sie schon genug zu tun hat. Die Schwarzhaarige hatte ja keine Ahnung von dem inneren Konflikt von Bella, die sich hier vielleicht gerade um Kopf und Kragen redete.
      "Also als Letztes habe ich Nero beim … hmnmm … Gewächshaus gesehen!" fiel es Micaela wieder ein und lief auch direkt dort hin. Dabei achtete sie darauf, dass Vivien auch mit ihr Schritt hielt. So führte sie die junge Frau weg vom großen Innenhof, hinter das Gebäude, wo mehr die privaten Räume der Familie Drow lagen. Das gläserne Gebäude stand auch offen und so war die Vermutung groß, dass der Kater sich vielleicht hier drinnen versteckt hielt.
      Überall standen bunte Blumen in hübschen Töpfen herum. Alles Pflanzen, die es nur in Tropen ähnlichen Ländern gab, dass man sich hier drinnen wie in einer anderen Welt vorkam. Das Gewächshaus ist das Hobby ihrer Mutter und steckt sehr viel Liebe und Zeit hinein. "Am besten wir fangen auf der je anderen Seit an zu suchen, dann kann er uns nicht entwischen." schlug Micaela ihrer unfreiwilligen Helferin vor und sah auch schon hinter jeden Topf und hinter jeden Sack Erde oder Dünger.

      Alexander trank derweil seinen letzten Schluck aus dem Glas und wollte sich gerade aus seinem Sessel erheben, in dem er sich etwas ausgeruht hatte, als plötzlich Nero auf seinen Schoß sprang. "Du kleiner Strolch! Bist du Micaela etwa wieder ausgebüxt? Solltest du nicht in ihrem Zimmer sein, da es morgen zum Tierarzt geht?" fragte er den Kater leise schmunzelnd und stellte sein Glas beiseite, ehe er das Tier sanft streichelte und kraulte. Der Kater schnurrte auch direkt und so war es für Alexander ein leichtes ihn auf seinen Arm zu heben und dort weiter zu verwöhnten. "Du hältst die Stellung? Ich muss wohl einen kleinen Flüchtling wieder meiner Schwester übergeben." wandte er sich an Nick, der nur grinsend nickte und sich dann auch an die Arbeit machte und wieder zum Innenhof ging. Dort sollten in den nächsten Minuten die anderen Clanmitglieder eintreffen, um ihre Wahre abzuholen.
      Als Erstes lief Alex zum Zimmer seiner Schwester, doch diese war nicht hier. Also setzte er Nero auf ihrem Bett ab und schloss als Erstes das Fenster, aus dem der Kater wohl wieder ein Mal geklettert war. "Sei brav und bleib jetzt hier, sonst muss ich dich in die Transportbox sperren." warnte er den schwarzen Strolch und schloss dann auch die Zimmertüre. Jetzt musste er nur noch Micaela finden und ging daher zum kleinen Garten, der hinterm Haus lag. Dort befand sich auch das Gewächshaus und er konnte durch die Fensterscheiben sehen, dass sich darin jemand aufhielt.
      "Micaela. Suchst du etwa was Kleines, Schwarzes, Haariges, dass sich gerade auf deinem Bett zu einem kleinen Knäuel zusammen gerollt hat?" fragte er in den großen Raum grinsend hinein. "Hast du Nero etwa gefunden?" rief die Schwester freudig auf und lief sofort zu ihrem großen Bruder zu. "Ja und mach beim nächstes Mal dein Fenster zu. Darüber ist er bestimmt wieder abgehauen." tadelte er die Jüngere etwas, was aber nicht ernst gemeint war. Schließlich ist Micaela selber schon erwachsen und verdient ihr eigenes Geld. Dennoch wird sie, für ihn immer seine kleine Schwester sein, die er, egal was ist, beschützen wird. So wie jetzt, als Alex auch die zweite Person sah, die sich hier im Gewächshaus befand. Die junge blonde Frau von den Sudden Deaths stand gerade vor ihm, umgeben von den schönsten Farben, der exotischen Blumen, die hier gerade blühten. "Am besten du gehst gleich zu Nero, nicht, dass er wieder verschwindet." wandte er sich ruhig an seine Schwester, die nichts davon mitbekam, wie nervös und angespannt ihr Bruder plötzlich wurde. Alex gab ihr noch einen Kuss auf ihr Haupt und so bald Micaela gegangen war, die noch ein "Tschüss Vivien und Danke!" ihr zu rief, schloss er die Türe zum Gewächshaus hinter sich und starrte die Frau fassungslos an. "Vivien? Ich bezweifle, dass dein echter Name ist." kam es ruhig von Alex und versperrte gerade den einzigen Ausgang, den es hier gab, mit seinem Körper. "Bist du eigentlich lebensmüde? Wie kommst du hier her? Was willst du hier überhaupt?" polterte er die Blonde gleich an, blieb aber stehen und betrachtete sie einfach nur irritiert. Die Frau musste von hier so schnell wie möglich verschwinden!
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    • Es fühlte sich alles sehr merkwürdig an, doch was sollte sie auch in dieser Situation machen? Niemand sollte Misstrauen entwickeln. Sie gehörte hier nicht her, das war ihr mehr wie bewusst. Doch eine innere Stimme sagte ihr sie soll das Spiel mitspielen.
      Freudig lies sie sich ihre Hand schütteln und willigte ein mit in das Gewächshaus zu gehen. „Na klar helfe ich dir weiterhin. Keine Sorge der Boss wird Nachsicht mit mir haben.“ Lügen.. nichts als Lügen. Sie hasste es so sehr. Sie wurde ihr ganzes Leben belogen.. einfach alles war vorgespielt.
      Das sie selbst einmal in so eine Situation gerät, war nicht gewollt.
      Sie folge Micaela auf Schritt und Tritt und sah sich dabei immer wieder um.
      Das große Glasgebäude war imposant und auch die Pflanzenvielfalt beeindruckte Bella sehr.
      Sie folgte den Anweisungen und suchte ebenfalls nach dem Kater.
      Doch es blieb erfolglos. Eine Stimme erhob sich im Gewächshaus. Sie war stark und männlich. ‚Mist!‘, dachte sich Bella. Doch es war zu spät. Sie blickte in die Augen von dem Mann der ihr den Ring wieder gebracht hat und der sie von sich weg schubste.
      Verlegen sah sie ihn an und ihr wurde von jetzt auf gleich klar das sie eine Menge Ärger bekommen wird.
      Nervös fuhr sie mit ihren Schuhen über den Boden, bis die Schwester aus dem Gebäude ging und er seine Stimme an sie gerichtet erhob.
      Bella zuckte für einen Moment zusammen und blickte dann wieder zu ihm auf. Er war viel größer wie sie und gut gebaut.
      „Ich weiß wie dumm es ist hier zu sein, doch ich konnte nicht anders.“ Sie hielt sich eine Hand vor ihrer Herz. „Irgendwas sagte mir das hier her kommen soll. Eventuell spielte meine Neugier auch ein bisschen mit rein. Bitte tut mir nicht weh. Ich habe keine bösen Absichten.“ Ihr blickt wurde weich und etwas besorgt. Sie drückte ihr Gegenüber mit der Hand ein Stück von sich, auch wenn er ihr nicht näher gekommen war. Sie tat es nur um sich selbst zu schützen.

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    • Alexander schnaubte fast schon verächtlich auf, als er die Worte von dieser Frau vernahm. Dennoch glaubte er ihr, dass sie nichts Böses will, denn dazu hatte sie wohl gerade mehr als nur eine Gelegenheit gehabt. Wenn er nur daran dachte, dass seiner Schwester hätte etwas passieren können, kochte Wut in seinem Bauch hoch und gleichzeitig wurde ihm bei dem Gedanken schlecht. "Neugier ist der Katze Tod." erwiderte er nur auf ihre fast schon haarsträubende Erklärung.
      "Dumm ist meiner Meinung nach noch untertrieben. Passender wäre verrückt und lebensmüde." beschrieb Alex ihr, wie er diese Aktion empfand. "Dir ist klar, dass du so einen Krieg zwischen unseren Clans auslösen kannst, oder?" fragte er sie mit Nachdruck und versperrte weiterhin den einzigen Ausgang. Es war nicht wirklich, um sie hier gefangenzuhalten, sondern eher zu ihrem eigenen Schutz. Denn wenn Nick oder jemand anderes hier jemanden finden würde, den er nicht kannte, würden er und auch die meisten anderen kurzen Prozess machen. Vielleicht würden sie die fremde Person nicht sofort umbringen, doch gefangennehmen und foltern stand wohl ganz oben auf der Prioritäten-Liste. "Wissen deine Leute, dass es dir gut geht?" fragte er als Nächstes und ging im Kopf schon mal seine begrenzten Möglichkeiten durch. Am helllichten Tag konnte er die Frau nicht so einfach vom Grundstück schaffen. Vielleicht, wenn es ein normaler Mitarbeiter wäre, doch als Anführer kannte ihn jeder und so lagen immer ein paar Blicke auf ihm. Er wollte aber auch nicht Nick oder jemanden anderes hiermit hineinziehen. Je weniger davon wussten, umso besser. Er ging in Gedanken durch, was er gerade bei sich trug. Etwas Geld, eine Packung Zigaretten und Feuerzeug, ein Weg-werf-Handy und Kaugummis.
      Alexander holte das kleine alte Handy hervor und reichte es dann der Frau. "Ruf jemanden deines Vertrauens an und sag, dass es dir gut geht. Wehe, du verrätst deine Position." forderte er sie auch direkt auf. Wenn diese kopflose Aktion Wellen bei den Sudden Deaths geschlagen hatte, musste er diese sofort wieder glätten. "Sag, dass du morgen wieder da bist." fügte er an, was die Frau ihren Leuten berichten soll. Erst wenn sie damit fertig war, würde er ihr erklären, wie es weiter geht.
      Diese Frau bereitete ihm langsam Kopfschmerzen und dabei kannte er nicht mal ihren Namen.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • Ihr war nicht klar welche Auswirkungen die ganze Sache auf alles hatte, doch sie konnte nicht anders und musste sich hier einschleusen. Sie malte sich jegliche Sachen im Kopf aus, doch zu ihrer eigenen Verwunderung tat er nicht das was sie dachte.
      Sie schüttelte mit den Kopf. "Niemand weiß wie es mir geht.." Ihre stimme war zittrig und sie verschluckte die Wörter.
      Dankend nahm sie das Handy entgegen, wandte sich von dem Mann ab und tippte eine Nummer ein.
      Zur gleichen Zeit döste Maik auf dem Sofa, viele leere Flaschen des selbst gebrauten Schnapses lagen auf dem Boden. Eileen´s Handy vibrierte. Es war eine unterdrückte Nummer. Sie sah zu dem schlafenden Maik und ging vorsichtig nach draußen auf dem Hof. Sie sah sich um doch niemand war zu sehen. "Ja?", sprach sie in einem flüsternden Ton. "Ich bin es." Ihr Herz setzte beinahe aus. "Bella?" "Ja.. Hör zu. Mir geht es gut. Ich werde morgen wieder da sein. Macht euch keine Sorgen und vor allen erzählt dem Boss nichts." "Dafür ist es leider zu spät.. Er hat Wind davon bekommen. Ich kann versuchen mit ihm zu reden, das du wohlauf bist und ich denke du kannst dich morgen auf eine Rasur von ihm einstellen." Kurz herrschte Funkstille. "Sag mal wie dumm bist du eigentlich? Du kannst uns sowas nicht einfach antun.." Bella seufzte in das Handy hinein. "Es tut mir leid. Bitte ich muss jetzt aufhören. Wir sprechen uns morgen und ach Eileen?" "Ja?" "Sag Maik nichts von unserem Telefonat." "Ich versuche es. Der liegt tonnenvoll auf deinem Sofa." "Typisch." Sie konnten sich beide ein Grinsen nicht verkneifen. "Bis morgen." Schnell legte Bella wieder auf und drehte sich zu dem Mann wieder um. Sie drückte ihn das Handy in die Hand. "Danke. Ich habe alles geregelt. Also was passiert jetzt mit mir?" Sie sah ihn entschlossen an.

      Eileen packte ihr Handy weg und machte sich auf dem Weg zum Boss. Der wieder in seiner hauseigenen Bar abhing. Sie klopfte an die Tür. "Ich hoffe ich störe nicht." Er blickte zu ihr auf und zog eine Augenbraue nach oben. "Was ist los?" "Bella hat sich gemeldet ihr geht es gut. Sie kommt morgen wieder." "Gut. Dann brauchen wir keine Pferde scheu zu machen." Er zuckte mit den Schultern und trank seinen Trink weiter. Ihm war es wirklich egal ob sie lebendig zurück kommt oder nicht.. Bevor Eileen die Beherrschung verlor ging sie zurück zu Maik. Sie knallte die Tür hinter sich zu. "So ein Idiot." Doch Maik reagierte nicht. Er schlief seelig weiter. "Was solls." Eileen schnappte sich den restlichen Wein exte ihn und legte sich auf den Sessel.
    • Ohne zu zögern oder sein Angebot zu hinterfragen, nahm die junge Frau, das alte Handy von Alexander entgegen und tätigte ihren Anruf. Sie hielt es kurz und so wie er es mitbekam, verriet sie wirklich nichts. Sofort wurde der Schwarzhaarige ruhiger und auch seine Körperhaltung entspannte sich etwas.
      "Wir müssen dich von dem Gelände in eine neutrale Zone bringen. Und das ungesehen." erklärte er ihr den nächsten Schritt und nahm das Handy wieder entgegen. Dabei berührten sich kurz ihre Finger, was ihn für einen Moment verharren ließ, aber sofort fing sich das Oberhaupt und steckte das kleine Gerät weg.
      "Das bedeutet, du musst hier im Gewächshaus bleiben. Zu deinem Glück, bist du genau am richtigen Ort für so etwas, denn kaum jemand vom Clan kommt hier her." sprach Alex weiter und sah dabei die Frau eindringlich an. "Ich rate dir auch hier zu bleiben, wenn du dieses Grundstück lebend verlassen willst." machte er ihr klar, in welcher Gefahr sie hier schwebte. Viele seiner Leute haben Freunde und Familienmitglieder durch die Sudden Deaths verloren. Es würde ihnen nur zu viel Freude bereiten, ihren Hass und die Wut an einem dieser auszulassen. Er selber sah darüber doch etwas hinweg. Ihm war klar, dass ein Vergeltungsschlag nur den nächsten nach sich zeihen würde. Momentan herrschte eine Art Frieden zischen den beiden verfeindeten Gruppen. Dieser war fragil und Alexander tat einiges dafür, um diesen zu bewahren. Manch einer hatte dafür kein Verständnis, doch die meisten des Clans sahen, wie viel besser es ihnen ging, seid es diesen Waffenstillstand gab.
      "Heute Nacht, bringe ich dich in die Stadt. Dann kannst du zu deinen Leuten." erläuterte er ihr seinen Plan und fuhr sich dann etwas fahrig durchs Haar, während er nachdachte. "Brauchst du etwas zu trinken oder essen? Hinten gibt es eine kleine Toilette." sprach Alex dann weiter. Hier würden auch viele bestimmt meinen, dass er zu freundlich zu seinem Feind war. Doch er hasste ja diese Frau nicht, also wieso schlecht zu ihr sein? Wen er aber wirklich hasste und den Tod wünschte, war der Anführer der Sudden Deaths. Er war für den Tod seines Vaters verantwortlich und auch wenn er seinen Vater selber nicht wirklich geliebt hatte, so war das Bedürfnis groß, sich zu rächen. Diese Denkweise war durch Alexanders Erziehung leider tief verankert und es ist schwer, diese komplett abzulegen. Ob es ihm je gelingen wird, ist nicht gewiss.
      "Wie heißt du eigentlich? Ich würde gerne wissen, wer von den Sudden Deaths es in wenigen Tagen schafft, mir so oft über den Weg zu laufen, ohne mir eine Kugel in den Kopf zu schießen." fragte er nach ihrem Namen und zeigte dabei seinen etwas schwarzen Humor. Dass die Frau ihm schon mal ihren Namen genannt hatte, hat Alex vergessen, was wohl auch Absicht von ihm war. Schließlich gehörten sie verfeindeten Gruppen an. Er vermutete auch, dass sie keine Ahnung hat, wer er ist, dass hier gerade höchstpersönlich das Oberhaupt der McDows vor ihr stand. Für sie beide war es besser so.
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    • Sie hörte dem Mann vor ihr genau zu, denn sie wollte unbedingt vermeiden das sie hier erwischt wird und der Krieg zwischen den beiden Clans wieder ausbricht. Er sprach klar und deutlich zu ihr und Bella nickte, das sie es verstanden hatte.
      Hier im Gewächshaus war sie also sicher. Erleichtert atmete die Blonde aus. Es ist so ein besonderer Ort und sie konnte gar nicht verstehen warum man hier nicht gerne verweilen möchte. Solch eine vielfältige Pflanzenpracht hätte sie zu Hause auch sehr gerne. Doch sie hatte ihren Wald, den sie schrecklich vermisste. "In Ordnung. Ich mache keine Anstalten hier wegzulaufen oder einen Mucks von mir zu geben. Niemand wird merken das ich jemals da war."
      Sein Angebot ihr Essen oder Trinken zu bringen winkte die junge Frau ab. "Ich möchte dich nicht von deiner eigentlichen Arbeit abhalten und komme schon zurecht." Ein leichtes Lächeln überkam ihren Lippen. Wieso war er so nett zu ihr? Es wäre die zweite Chance gewesen wo er sie hätte töten können, doch er tat es auch dieses Mal nicht. Andere von ihnen hätte keine Sekunde lang gezögert. So würde es auch ihren Mitgliedern gehen. Maik wäre schon längst auf ihn losgegangen. Wie es den beiden wohl gerade so geht?
      Doch ehe sie weiter nachdenken konnte fragte er sie nach ihrem Namen.
      Sie schluckte, denn eigentlich durfte sie ihren Namen nie jemanden sagen. "Ähm hatten wir das Vergnügen nicht schon einmal?" Sie wagte sich zu erinnern, nur Stückweise kamen die Erinnerungen wieder zum Vorschein.
      Sie drehte an ihrem Ring und dann traf es sie wie ein Blitz. "Du!!" Sie versuchte sich groß zu machen. "Du bist der Kerl aus dem Waggon, der Kerl aus dem Park und der der mich vorhin weggeschubst hast!" Völlig empört trat sie vor ihn. "Was denkst du eigentlich wer du bist?" Sie konnte nicht anders als ihre Wut rauszulassen. Ganz egal was für Konsequenzen es nach sich zog.
    • Die Blonde hatte verstanden und würde im Wintergarten bleiben und auch keinen Ton von sich geben. Das ist auch besser so und würde nicht nur ihr, sondern auch Alex Ärger ersparen. Wenn er nur daran dachte, dass jemand seiner Leute ihn mit dieser Frau hier sah, die man schnell als Mitglied der Sudden Deaths identifizieren würde, graute es ihm davor. Er müsste sie wohl töten, damit er nicht das Vertrauen seiner Gefolgschaft verliert. Dabei hasste Alexander es jemanden zu töten und versuchte immer eine diplomatische Lösung zu finden. Doch für diese Situation fiel nicht mal ihm eine halbwegs vernünftige Erklärung ein.
      "Von der Arbeit abhalten?" dachte Alex verwirrt, doch dann kam ihm, dass die Frau wohl glaubte, er sei auch nur ein Mitglied der McDows und nicht der Anführer. Woher sollte sie es auch wissen, da er seine Identität versuchte sehr geheim zu halten. Er wusste nicht ein mal, ob der Anführer der Sudden Deaths wusste, dass sein Vater gestorben war. Aber auch er hatte keine Ahnung, ob sich dort an der Spitze etwas geändert hatte. Es ist ja nicht so, als würden sie regen Kontakt haben und eine Brieffreundschaft oder dergleichen pflegen.
      Sie verzichtet auf Verpflegung, wobei Alexander später noch mal vorbeischauen würde und auch etwas mitbringen wollte. Doch dann nahm alles eine andere Dynamik an, als die junge Frau ihn sozusagen wiedererkannte.
      Sie baute sich vor ihm auf, auch wenn sie deutlich kleiner als er ist und das erinnerte Alexander an seine Schwester, wenn sie wütend auf ihn war. Das brachte den Dunkelhaarigen doch zum Schmunzeln, ja sogar zum leise Lachen.
      "Ich hätte ja eher ein Dank von dir erwartet, dass ich dich nicht erschossen habe. Zweimal und mit jetzt sogar dreimal." entgegnete er amüsiert und lehnte sich locker im Türrahmen an. "Ich denke, ich bin ein viel zu netter Kerl, der sich gerade überlegt, ob er dich nicht lieber doch beim Boss verpfeifen soll." antwortete er auf ihre Frage mit einem schiefen Grinsen, wohl wissend, dass er hier gerade die Oberhand hatte. "Vielleicht sollte ich auch etwas von dir verlangen, dass ich dein Leben verschone." fügte er dunkel an und ließ seinen Blick schamlos über den Körper der Blonden wandern. Natürlich würde er so etwas nicht verlangen, aber so ein freches Mundwerk gehörte doch irgendwie bestraft.
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    • „Ich mich bei dir bedanken? Tzz..“ Sie verschränkte die Arme vor der Brust und funkelte ihn weiterhin böse an. „Wenn du die Chance hattest warum tötest du mich nicht einfach? Jetzt wäre die Gelegenheit. Niemand würde es bemerken.“ Bella musterte den Kerl und ihr ist nicht entgangen das er sich doch ein wenig lustig über sie machte.
      „Tu was du nicht lassen kannst“, zischte sie.
      Doch bei seiner nächsten Aussage und so wie er sie von oben nach unten ansah, legte sich eine leichte Röte auf ihre Wangen und ein Schauer durchstreifte ihren Körper. Warum sprach er sowas überhaupt aus und was wollte er damit bei ihr bezwecken? Sie warf ihre Gedanken beiseite.
      „Ich glaube nicht das du dich an einer Frau vergreifen würdest.. frag mich bitte nicht wie ich darauf komme, aber du siehst mir nicht nach so jemanden aus.“
      Nun breite sich ein wenig Unbehagen in ihr aus. Was wenn er es doch tun würde.. Nein das durfte nicht passieren. Sie trat ein paar Schritte von ihm weg und setzte sich auf eine der Bänke die hier stehen. „Du kannst mich jetzt in Ruhe lassen. Ich gebe keinen Mucks von mir. Nur lass mich hier bitte nicht versauern.“ Bella betrachte ein paar Pflanzen und sah die Schönheit jeder einzelnen. Ein leises Schluchzen erklang und sie reib sich über die Augen. Wie sehr vermisste sie gerade ihren täglichen Ausflug in dem Wald. Wo sie mit ihrem Bogen auf Jagt geht, die Ruhe genießen kann und einfach nur frei war. Ohne jegliche Verpflichtungen.
      „Tut mir leid ich wollte nicht weinen. Ich brauche nur einfach meine Ruhe und möchte alleine sein.“
      Bella vermisste gerade alles und jeden. Sie wusste nicht warum sie weinte. Zitternd stand sie von der Bank auf und ging durch das Gewächshaus um den Kopf frei zu bekommen und um die Zeit zu überbrücken.
    • "Du tust ja gerade so, als wenn es ganz okay ist, jemanden zu töten." kam es mit etwas mehr Verachtung von Alex, der so einer Einstellung nichts abgewinnen konnte. "Ich bezweifle, dass du schon mal für den Tod einer Person bewusst verantwortlich warst. Denn sonst würdest du so nicht reden." kam es eher kalt von ihm über die Lippen. Es ist wahrlich kein schönes Gefühl, jemanden anderen das Leben nehmen zu müssen. Es ist manchmal erschreckend, wie einfach es doch ist und dennoch liegt danach die Last scher auf einem. Alex versuchte das immer zu vermeiden und selbst wenn er schießen musste, um sich selber zu schützen, versuchte er immer auf Arme und Beine zu zielen.
      "Vielleicht hast du damit recht. Aber vielleicht bist du auch gar nicht mein Typ." erwiderte er nur auf Bellas Vermutung, dass er ihr nichts gegen ihren Willen antun würde. Diese Frau von den Sudden Deaths sollte sich hier nicht zu wohlfühlen.
      Als sie dann meinte, dass er gehen konnte, wandte sich Alex schon ab, ehe er ein leises Schluchzen vernahm. Noch ein mal sah er zu der jungen Frau, die wie ein Häufchen Elend das saß und sich schnell erklärte.
      Alexander sagte darauf nichts, nickte nur und schloss hinter sich dann das Gewächshaus ab. Zwar sagte die Frau, dass sie hier bleiben würde, doch da ging er lieber sicher. Der Schlüssel verschwand in seiner Hosentasche und dann kehrte er zum Anwesen zurück.

      Die Sonne war gerade am Untergehen, als er das nächste Mal wieder zum Gewächshaus kam. Alexander hatte eine ungeöffnete Dose Cola dabei und eine Packung Sandwiches aus dem Supermarkt, die auch noch original verpackt war. Er vermutete einfach, dass die Frau kein Essen oder Trinken anrühren würde, von dem man auch ausgehen konnte, dass es vergiftet wurde.
      Kommentarlos stellte er beides auf der kleinen Bank ab und aktivierte die Mückenlampe, die das Ungeziefer von den Pflanzen fernhalten sollte. Außerdem diente sie jetzt als Lichtquelle, denn sonst würde es im Wintergarten stockdunkel sein.
      "In der Nacht komme ich wieder. Halte dich bereit." waren seine einzigen Worte an die Frau, ehe er wieder ging.
      Mitten in der Nacht, so gegen 2 Uhr morgens, schlich sich Alex dann wieder aus dem Haus und wählte bewusst Wege, wo man ihn nicht sofort entdeckte, was um diese Uhrzeit eh nicht passieren sollte. Kniffliger wurde es, ein Auto zu bekommen, ohne dass jemand das bemerkt. Zum Glück gab es in den letzten Wochen eine Neuanschaffung, die bis jetzt doch noch etwas belächelt wurde: ein E-Auto. Alexander wollte mit der Zeit gehen und sah einige Vorteile in dem modernen Vehikel. Dass es quasi lautlos ist, spielte ihm gerade sehr in die Karten. Zwar machen viele E-Autos dennoch ein Geräusch, damit Fußgänger es auch akustisch bemerken, doch diese Funktion konnte er bei diesem Wagen ausschalten.
      Also bereitete Alex zunächst das Auto vor, was schon abfahrt bereit im Hof stand und schlich dann zum Wintergarten. Mit einem Klicken wurde die Tür entriegelt und geöffnet und mit einer Taschenlampe leuchtete er dann in den Raum. "Es geht los." flüsterte er in die Stille und wartete ab, bis sich die Frau zeigte. Dabei blieb Alex die ganze Zeit aufmerksam und rechnete mit allem. Auch, dass die Frau vielleicht versuchen sollte, ihn mit einem Blumentopf K.O. zu schlagen.
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    • Nur nicht auffallen war das Motto. Das bekam sie gut hin. Wenn sie durch die Wälder schlich, war sie auch unsichtbar.
      Bella betrachtete die bunte Vielfalt der Pflanzen und vermied es zu nahe an einem Fenster vorbei zu gehen.
      Nach einer Weile kam er wieder und hatte ihr eine Dose Cola und ein Sandwich hingelegt. "Danke", flüsterte sie.
      Ihr war trotzdem nach nichts zu Essen zu Mute, also lies sie die Zeit weiter verstreichen.
      Irgendwann mitten in der Nacht ertönte wieder seine tiefe Stimme. Bella war fast eingeschlafen, doch sie rappelte sich auf. Es geht nach Hause. Endlich nach Hause.
      Sie trat langsam ins Licht und betrachtete den Mann vor ihr. "Keine Panik ich bin unbewaffnet." Sie hob die Hände in die Luft und ging auf ihn zu. "Also ich bin mehr als bereit hier wegzukommen.. Ich hoffe für dich das du mich auch nach Hause bringst und mich nicht in irgendeiner Ecke rauswirfst." Auf eine Nachtwanderung hatte Bella so gar keine Lust. Sie folgte ihm also aus dem Gewächshaus und blieb dicht hinter ihm, hörte auf seine Anweisungen und machte kein unnötiges Geräusch.
      Sie kamen an einem Auto an. "Clever von dir, dieses Fahrzeug zu benutzen. So kann uns wirklich niemand hören." Mit einer Handbewegung strich sie über das Fahrzeug. Bella selbst war kein Fan von solchen Autos, doch sie hatten ihren Reiz. Auf der Beifahrerseite stieg sie ein und setzte sich hin. "Viel zu viel Schnickschnack, meiner Meinung nach. Eileen würde das sicher gefallen." Ihre Freundin liebte alles was mit Technik zu tun hatte und bastelt hier und da auch an den Autos des Clans herum.
      Bella schnallte sich an und wartete darauf das auch Alex hineinstieg und los fuhr.
      Es wird eine Weile dauern eh sie ankommen würden.
    • Nicht sofort kam eine Antwort, doch dann trat die junge Frau ins schwummrige Licht der Anti-Mückenlampe und hob ihr Hände so hoch, dass Alex sofort sehen konnte, dass sie sich keine Waffe in Form eines Blumentopfes oder einer kleinen Schaufel besorgt hatte.
      "Gut. Folge mir leise." wies er die Blonde an und lief dann leise voraus. Auf ihre Fragen und Bemerkungen antwortete Alexander noch nicht, war es zu sehr darauf fokussiert, unbemerkt vom Grundstück zu kommen. Sein ungebetener Gast setzte sich auch gleich auf die Beifahrerseite, als sie bei dem E-Wagen ankamen und dann nahm auch er hinter dem Lenkrad Platz. Der Moment der Wahrheit war gekommen, als er das Auto startete, doch diese war einfach unglaublich leise und so waren es eigentlich nur die Räder, die man hörte, wie sie zum Teil über den Kies wegrollten. Als sie dann auch das Tor passiert hatten, atmete Alex erleichtert aus und wandte sich jetzt an die Blonde.
      "Also, bis vor deine Haustüre werde ich dich wohl kaum bringen können." bemerkte er direkt, da er bestimmt nicht so lebensmüde ist und mitten in der Nacht einfach tief in das Gebiet der Sudden Deaths fährt. "Ich setze dich in der neutralen Zone ab. Von dort aus solltest du doch klarkommen, oder?" erkundigte er sich bei ihr. Notfalls kann er ihr auch noch eine Nacht im Hotel bezahlen, aber dann war seine Freundlichkeit auch langsam ausgereizt.
      "Ich versuche mit der Zeit zugehen, und wie du siehst, hat dieser Wagen auch einige Vorteile." meinte er nur zu dem Auto, von dem sie anscheinend nicht so viel hielt. "Keine Namen." erinnerte er sie daran, da ihr dann doch einer herausgerutscht war. Eileen. Ein schöner Name. Das dachte Alex zumindest, doch aussprechen würde er es nicht. Am besten war es, wenn er diesen Namen ganz vergessen würde. "Wo also darf ich dich also hinbringen? Und brauchst du noch ein Handy oder so?" fragte er die junge Frau dann, als sie sein Revier verlassen hatten und nun in der Stadt auf neutralem Boden waren. So mitten in der Nacht wirkte Grieferyville auch wie ausgestorben, doch kam man wenigstens schnell voran, da es ja keinen Straßenverkehr gab.
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      Monkey D. Ruffy


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    • Es war ihr schier unangenehm das ihr ein Name rausgerutscht war. "Ups tut mir leid.." Doch irgendwie fühlte sich sich gerade wohler als noch zuvor in diesem Gewächshaus. Hier waren sie alleine, ohne das sie aufpassen mussten das jemand vorbei kommt und sie erwischt werden.
      "Setz mich einfach irgendwo in Grieferyville ab. Ich komm dann schon zurecht und ein Handy brauche ich nicht. Trotzdem danke." Sie lächelte ihn an. Er war überhaupt nicht einzuschätzen, doch irgendwas an ihm war besonders.
      Die restliche Fahrt über sprach keiner ein Wort und als sie endlich in der neutralen Zone angekommen sind, atmete Isabella aus.
      "Da vorne kommt ein Parkplatz, da kannst du mich rauswerfen."
      Sie steuerten auf den Parkplatz zu und nachdem der Wagen angehalten hat, löste sie den Sicherheitsgurt und hielt eine Hand am Türgriff fest. Sie wandte sich nochmal zu ihm. "Danke fürs herbringen und tut mir ehrlich leid für diese Umstände, doch manchmal geht es eben mit mir durch. Vielleicht sieht man sich ja bald wieder." Sie zwinkerte ihm zu und huschte aus dem Auto raus.
      Sie war kaum ein paar Schritte gelaufen und schon fing es mit regnen an. Sie wischte sich die blonden Haare aus dem Gesicht und suchte an einer Bushaltestelle Schutz vor dem Wetter. Die Uhr in der Haltestelle sagte ihr das es bereits 3 Uhr Nachts war. "Verdammt. Wieso muss das Wetter mir einen Strich durch die Rechnung machen?" Vermutlich würde sie vorerst hier auf der Bank warten, bis der Regen nachlassen würde. Sie zog die Knie an und legte ihren Kopf ab. Sie mochte es zwar alleine zu sein, doch irgendwie fühlte sie sich gerade nicht wohl und schutzlos. In dieser Stadt mag es zwar weniger Verbrecher geben als in anderen amerikanischen Städten, aber man konnte nie wissen. Isabella war jetzt auch nicht unbedingt unansehnlich. Die Vergangenheit holte sie wieder ein und die Dunkelheit überkam sie.
    • Sie fuhren eine Weile durch die Gegend, ehe die junge Frau ihn darauf hinwies, sie bei dem nächsten Parkplatz aussteigen wollte. Ein Handy schien sie nicht zu benötigen. Alex fuhr auf den Parkplatz und hielt dann an. Sofort schnallte sich die Frau ab und wollte schon den Wagen verlassen, ehe sie sich noch ein mal zu ihm zuwandte. "Schon in Ordnung." gab er von sich und da war sein ungebetener Besuch auch schon aus dem Auto gestiegen.
      Seufzend lehnte sich Alexander in den Fahrersitz zurück und schaltete den Wagen ab. Er brauchte einen Moment für sich, um sich klar zu werden, was hier gerade alles geschehen war. Mit Daumen und Zeigefinger massierte er seine Nasenwurzel und schüttelte dabei leicht den Kopf.
      "Diese Frau …", murmelte er leise dabei und ein amüsiertes Lächeln zierte kurz seine Lippen. Ihr scheint wohl nicht bewusst zu sein, welches Glück sie hatte, dass er sie angetroffen hat und nicht jemand anderes. "Springt einfach in unseren Wagen." konnte er es immer noch nicht fassen, wie es überhaupt dazu kam. Vielleicht brauchten sie auch Überwachungskameras im Ladebereich der Transporter, damit so etwas nicht noch ein mal geschieht.
      Alex gönnte sich noch ein paar Minuten der Ruhe, ehe er den Wagen wieder startete. Da fielen auch schon die ersten Tropfen auf die Windschutzscheibe und schnell wurde der Regen stärker. Eher gemächlich fuhr er eine andere Strecke zurück und kam an einer Bushaltestelle vorbei.
      "Das ist doch …" erkannte er die Blonde wieder und fuhr rechts ran. Er ließ dann die Scheibe automatisch heruntergleiten und sprach die junge Frau an. "Sehr weit scheinst du ja nicht gekommen zu sein. Sicher, dass du nicht doch ein Handy haben willst?" bot er ihr erneut an. "Du kannst dich auch gerne noch mal in den Wagen setzen, bevor du dich erkältest." schlug er ihr vor und dachte nach, wo ein geschützter Ort wäre, wo sie auf ihre Leute warten könnte. Unweit von hier gibt es ein 24h-Motel, wo man einfach selber ein Zimmer buchen konnte. Es wurde alles digital bearbeitet und es gab ein Terminal, wo man zahlte und dann den Zugangscode für das gebuchte Zimmer bekam. "An ihrer Stelle würde ich dort hingehen." dachte er sich, befindet sich das Motel auch noch auf neutralem Boden.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
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    • Sie zuckte zusammen als plötzlich ein Auto neben ihr anhielt. Doch als sie sah wer drinnen sahs wurde ihr Blick wieder klarer.
      Meinte er es wirklich ernst mit ihr, das sie in das Auto zurück kehren sollte? Das er ihr wohlmöglich doch etwas antun würde?
      "Ist schon gut ich komme klar!" Zaghaft stand sie auf und wollte gerade kehrt machen, doch was blieb ihr anderes übrig. "Na schön." Sie ging zum Auto und stieg auf der Beifahrerseite ein. "Hast du ne Idee wo ich hingehen könnte. Ich bin selten in dieser Stadt unterwegs, daher kenn ich hier noch nicht alles." Sie musterte ihn. "Komm aber ja nicht auf dumme Gedanken. Du hast mich dieses Mal in dein Auto eingeladen." Sie grinste ihn frech an und lehnte sich an den Sitz an.
      "Witzig wie sich das Blatt doch wendet. Erst wolltest du mich umbringen und dann versteckst du mich in dem Gewächshaus deiner Schwester und schon sitze ich wieder in deinem Auto." Isabella sah sich ihr Gegenüber mal ganz genau an und plötzlich wird ihr leicht flau im Magen. Schlecht sah der Kerl ja nun wirklich nicht aus.
      "Du scheinst vielleicht doch ein Herz zu haben. Sonst könnte es dir egal sein was mit mir ist. Du hättest mich auf der Straße sitzen lassen können.. Oder hast du doch Angst das dir die Sudden Death was antun könnten, sollte ich nicht wieder behutsam zu Hause ankommen ohne Schaden erlangt zu haben? Ja das muss es sein. Du bist nur so nett zu mir um deinen eigenen Hintern zu retten.." Jetzt wurde ihr klar warum er sie zu sich ins Auto eingeladen hat. "Vergiss es da mache ich nicht mit." Sie drückte die Beifahrertür wieder auf und stolperte nach Draußen in den noch stärker gewordenen Regen. "Eher sterbe ich hier Draußen als das ich mich wieder in dein Auto setze." Isabella fühlte sich mehr als unwohl.
    • Alexander hatte keine bösen Absichten. Sie hatte ihm einfach leid getan, wie sie so alleine an der Bushaltestelle saß und nicht weiter kam, da es auch noch fürchterlich regnete. Im nächsten Augenblick erlebte er dann eine Situation mit der jungen Frau, die voller Widersprüchlichkeiten war, dass einem davon schwindelig werden konnte.
      Erst lehnte die Blonde ab, doch dann entschied sie sich um und stieg zu ihm in den Wagen. "Umbringen? Es gab keinen Augenblick, wo ich dich töten wollte." widersprach Alex ihr so gleich. Natürlich war es immer heikel auf die Sudden Death zu stoßen, doch er begegnete ihnen nie mit der Intention sie gleich zu erschießen oder dergleichen. Wenn es sein musste, würde er sich natürlich wehren und schützen und da konnte es schon passieren, dass er seinen Gegner verletzte, aber töten? Wenn Alexander das nicht musste, um selber am Leben zu bleiben, verzichtete er darauf sehr gerne. Er weiß aber, dass der Hass zwischen den McDows und Sudden Death sehr groß ist und es auf jeder Seite Mitglieder gibt, die nicht zögern würden, den Feind in die ewigen Jagdgründe zu schicken. Er konnte das auch nicht verbieten, existierte die Fehde zwischen den beiden Parteien schon viel zu lange, so war auch der Hass gewachsen und nicht mehr zu bändigen. Alex konnte nur als Anführer ein Vorbild sein und eben nicht ganz so radikal reagieren. Er konnte aber auch nicht zu lasch den Feinden gegenüber treten, würde man ihn so nicht mehr als Kopf des Clans anerkennen und seine Loyalität infrage stellen. Es war eine Zwickmühle, die dafür sorgte, dass dieser Teufelskreis des Hasses und der Rache wohl nie durchbrochen werden konnte.
      Die Blonde meinte dann, dass er vielleicht doch ein Herz besaß und redete immer weiter und zog aus ihren Vermutungen ihre eigenen Schlüsse. Alexander hatte keine Angst davor, dass die Sudden Deaths ihretwegen ihm etwas antun könnten. Wie denn auch? Sie wissen nicht, wer er ist, noch kennt die junge Frau seinen Namen oder dergleichen. Alexander will nur kein weiteres Öl in das Feuer gießen, da die Flammen des Hasses eh schon lichterloh brannten. Sein Ziel ist es eher sie einzudämmen, doch bevor er irgendetwas dazu sagen konnte, sprang die Frau wieder aus dem Wagen und stolperte in den Regen. Alex seufzte nur und öffnete das Handschuhfach des Autos, aus dem er einen kleinen Knirps-Regenschirm fischte. In das Band, das den Schirm zusammenhielt, drückte er noch ein Wegwerf-Handy und ließ wieder das Fenster auf der Fahrerseite herunter. "Dann stirb nicht. Und vielleicht solltest du auch schauen, dass du dich nicht erkältest." rief er ihr nur zu und warf der jungen Frau dann den Regenschirm entgegen. Er fuhr dann auch gleich weiter, sollte er nicht allzu lange vom Anwesen fernbleiben, damit man seine Abwesenheit nicht noch bemerkt. Wenn sie seine Hilfe nicht wollte, war das ihr Entscheidung. Er hatte sie hergebracht, ihr gesagt, dass sie in dem Motel in der Nähe unterkommen konnte und jetzt besaß sie auch ein Handy, um ihre Leute anzurufen. Damit hatte Alex alles getan, was ihm möglich war und sein Gewissen nicht belastete. So fuhr er wieder zurück und schaffte es ohne entdeckt zu werden wieder in sein Zimmer. Dank des Regens würden auch die Reifenspuren verwischt und er hoffte nur, dass der Wagen bis zum nächsten Tag wieder trocken war.
      In seinem Bett liegend, dabei auch schon umgezogen, dachte er über die junge Frau kurz nach. Ein bisschen paranoid hatte sie sich in seinen Augen ja schon verhalten, aber war das fast schon zu erwarten gewesen, da sie sich inmitten des Territoriums des Feindes aufhielt. "Am besten, ich vergesse das alles wieder." murmelte sich Alex leise zu und versuchte dann zu schlafen.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
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    • "Dieser Kerl.." Isa bückte sich und hob den Schirm und das Wegwerfhandy auf. Sie ging wieder zurück zur Bushaltestelle.
      Ein paar Nummern hatte sie sich im Kopf abgespeichert und sie tippte dann wild darauf los.
      Es war zwar schon sehr spät, aber sie wusste das noch nicht alle schlafen werden.
      Es dauerte eine Weile aber nach ein paar mal klingeln ging eine männliche Stimme dran.
      "Hallo?" "Hast du Lust eine kleine Spritztour zu machen?" Isa konnte förmlich hören wie derjenige in der anderen Leitung erleichtert ausatmet. "Fuck Isa. Ge-geht es dir gut?" "Nun lass mich mal überlegen, außer das ich hier komplett alleine und durchgeweicht in einer Bushaltestelle hocke, geht es mir den Umständen entsprechend gut." Sie wischte sich eine nasse Haarsträhne aus dem Gesicht.
      "Kannst du mir ungefähr sagen wo du bist? Dann mache ich mich auf dem Weg." Natürlich versuchte die Blondine irgendwelche Anhaltspunkte zu finden, gab also wage eine Weg Beschreibung mit.
      Sie wippte ungeduldig mit den Beinen. Der Regen gab auch keine einzige Sekunde nach. Wenig später fuhr ein Wagen mit quietschenden Reifen vor und hielt vor ihr. Die Tür wurde aufgerissen und Eileen sprang aus dem Wagen direkt zu ihrer besten Freundin. Sie zog sie sogleich in die Arme. "Du Dummerchen. Tu mir das nie wieder an!" Es schien ihr komplett egal zu sein das Isa völlig nass war.
      "Isa." Die Stimme erkannte sie auch in meilenweiter Entfernung. Ihr Lächeln wurde breiter und sie warf sich Maik in die Arme. Seine Gesichtszüge wurden weicher. "Komm wir sollten dich schnell ins Warme bringen." Sie begleiten sie zum Auto und hüllten sie gleich in mitgebrachte Handtücher und Kuscheldecken ein.
      "Ich hoffe es ist warm genug hier drinnen." Isa nickte nur. "Ich kann euch gar nicht sagen wie froh ich bin euch zu haben." Langsam überkam sie die Müdigkeit. Sie rieb sich über die Augen. "Wir sind auch froh dich im Ganzen wieder hier zu haben. Trotzdem wirst du eine ordentliche Standpauke vom Chef erhalten." Isa nickte nur und ihr fielen langsam die Augen zu. Sie kuschelte sich an Eileens Schoß und diese musste sich ein Lachen verkneifen. "Schlaf kleiner Vogel."
      Mitten in der Nacht wachte Isa in ihrem Bett, in ihrer Wohnung auf. Völlig überrascht blickte sie sich um. Ein Blick auf ihr Handy verriet ihr das es bald schon Morgen war. Stöhnend fiel sie wieder zurück ins Bett und warf den Arm über ihre Augen.
      Einen ruhigen Schlaf hatte sie nicht mehr, denn dieser Kerl ging ihr nicht aus den Kopf. Sie träume sogar von ihm.. Sie malte sich aus was gewesen wäre wenn sie im Wagen sitzen geblieben wäre und ihn nicht so angefeindet hätte.. Isa riss die Augen auf. Nein an sowas durfte sie nicht denken. Schließlich gehört er zur verfeindeten Seite. Ein leises Klopfen riss sie aus den Gedanken. Die Tür öffnete sich einen Spalt und Maik steckte seinen Kopf durch. "Oh du bist schon wach guten Morgen." Maik lehnte sich lässig an den Türrahmen und hatte eine Kaffeetasse in der Hand. "HE wo ist dein Shirt?" Isa warf ihn ein Kissen vor die Brust. Er lachte vergnügt. "Es hängt noch zum trocknen über deiner Heizung." Isa spähte zu ihm rüber. "Warst du die ganze Nacht hier?" Ihre Augen wurden groß. "Ja. Ich wollte dich nicht alleine lassen." Ihr Herz wurde plötzlich schwer. "Das ist lieb danke." Sie lächelte pflichtbewusst. "Du kannst trotzdem gerne gehen ich möchte gleich Duschen und mich mental auf die Standpauke vorbereiten." "Ähm ja kein Problem. Wenn der Alte dir Schwierigkeiten macht sag Bescheid." Schon war Maik aus der Tür verschwunden. "Was war das denn?" Sie mochte Maik sehr gerne, doch mehr als eine Freundschaft stellte sich die junge Frau mit ihm nicht vor, da sie wusste das Eileen ihm eher verfallen war. Doch das er heldenhaft die Nacht hier verbrachte und sich dann noch halbnackt vor ihr zeigte, ging doch einen Schritt zu weit. Wenn es jedoch jemand anderes wäre.. Nein! Isa schüttelte den Kopf. Sie musste diese Typen aus dem Kopf bekommen. Eine kalte Dusche würde helfen.

      Wenig später, geduscht und gestärkt lief sie über das Gelände. Sie begrüßte alle die gerade mit ihrer Arbeit beschäftigt waren. Langsam tritt sie zum Haus vom Chef. Etwas mulmig war ihr schon, doch da sie nicht auf den Mund gefallen war, klopfte sie mutig an die Tür.
      "Herein."
      Vorsichtig öffnete sie die Tür und ging hinein. "Du wolltest mich sprechen?" Er hatte die Arme vor der Brust verschränkt und sah mich wütend an. "Was fällt dir ein dich in solch eine Gefahr zu bringen. Ist dir klar was hätte passieren können?" Isa nickte.. "Ich war einfach zu neugierig." "Ja aber da muss man nicht gleich in fremde Autos springen.. Verdammt Isa man hätte dir sonst was antun können." Er schlug die Hände auf den Schreibtisch. Die Standpauke traf sie anschließend doch härter als erwartet. Er redete immer wieder auf sie ein und wollte sie schon gar nicht mehr einsetzen, geschweige denn alleine irgendwohin gehen lassen.
      Ein Schluck Whiskey beruhigte seine Stimmung ein wenig.
      "Und jetzt geh und nehm dir meinetwegen noch den Tag heute frei."

      Isa nahm seine Freistellung an und schnappte sich ihren Bogen und ging in den Wald um den Kopf frei zu bekommen und vielleicht auch Nahrung zu beschaffen.
    • Der Schlaf von Alexander war eher unruhig, daher fühlte er sich wie gerädert, als er am nächsten Morgen recht spät wach wurde. Er brauchte dringend einen Kaffee und eine Zigarette wäre jetzt auch nicht schlecht. Also quälte er sich aus dem Bett und warf sich seinen schwarzen Morgenmantel über, ehe er in seine Hausschlappen schlüpfte und ins Erdgeschoss schlurfte. "Guten Morgen, Alex!" wurde er von einer sehr munteren Micaela begrüßt, die gerade ihren Kater Nero fütterte. "Guten Morgen, Schwesterherz. Musst du nicht arbeiten?", fragte er sie verschlafen und holte sich eine Tasse aus dem Küchenschrank. "Doch, aber heute fange ich etwas später an. Meine Kollegin ist ja da, damit ist das Sekretariat besetzt." erklärte seine Schwester, wieso sie noch nicht bei der Arbeit war. "Hmm." gab Alex ein verstehendes Grummeln von sich und füllte seine Tasse mit dem Kaffee randvoll. Momentan brauchte er ihn schwarz, damit er ja auch genug Koffein zu sich nahm. "Willst du etwas essen? Es sind noch Frenchtoasts übrig." erkundigte sich Micaela bei ihrem Bruder und hob die Abdeckung hoch, wo darunter das Essen zum Vorschein kam. "Wieso nicht. Bevor es weggeworfen wird, esse ich es lieber auf." stimmte dem Vorschlag zu und zog den Teller zu sich heran, ehe er sich hinsetzte. "Hast du schlecht geschlafen? Du siehst ziemlich zerknittert aus?" fragte Micaela ihren Bruder und setzte sich zu ihm hin, nachdem sie ihre Hände gewaschen hatte. Kurz machte sich die Jüngere Sorgen, denn früher hatte Alex immer Albträume, wenn er einen Mord begehen musste. "Nein, keine Albträumer." schüttelte den Kopf, um seine Schwester zu beruhigen. Ob er ihr von der fremden Frau erzählen sollte, die gestern auf ihrem Grundstück war? Lieber nicht. Micaela wollte er so gut es ging aus allem heraushalten. Auch aus dieser Sache. Am besten, niemand bekam davon etwas mit, sonst bekommt der ein oder andere die Idee, sich auch auf das Territorium der Sudden Deaths zu schleichen. Nein, nein, auf den Ärger konnte Alex nun wirklich verzichten.
      "Gut." gab Micaela erleichtert von sich und lehnte sich dann etwas an die Schulter ihres Bruders an. "Wie wär’s, soll ich dich zur Arbeit fahren?" schlug Alexander dann vor, damit er auch einen Ansporn hatte, sich endlich umzuziehen. "Das wäre super, dann habe ich noch ein bisschen Zeit." freute sich die Jüngere über das Angebot ihres Bruders. Mit diesem kleinen Tagesziel vor Augen, frphstückte Alexander fertig und ging dann wieder auf sein Zimmer, um sich dort umzuziehen. Wie so oft kleidete er sich schwarz, mit einem Hemd und einer dunklen Hose. Handy und Geldbörse wurden eingesteckt und im Eingangsbereich zog er schon mal seine schwarzen leder Stiefeletten an und schnappte sich Haus- und Autoschlüssel. Kurz ging Alex dabei durch den Kopf, dass er nur vor einigen Stunden die Schlüssel schon mal in der Hand gehabt hatte, schob diesen Gedanken aber schnell wieder beiseite. "Denk nicht dran, das ist Geschichte." ermahnte er sich und rief dann nach seiner Schwester. "Ich komme ja schon!" rief Micaela von oben herunter, und im nächsten Moment hörte man sie die Treppe herunter eilen. "Glaubst du, es regnet noch? Und ist es draußen kalt?" fragte sie ihn und schlüpfte rasch in ihre Sneakers. "Am besten, du nimmst Regenschirm und eine leichte Jacke mit, dann bist du gänzlich vorbereitet, auf dieses Aprilwetter." entgegnete er ihr und reichte seiner Schwester auch gleich beides. Diese bedankte sich sogleich und damit verließen sie gemeinsam das Haus.
      Wenige Minuten später saßen beide im Auto mit E-Antrieb, Alex als Fahrer und Micaela auf der Beifahrerseite. "Später kannst du mich wohl nicht abholen, oder?" fragte sie ihren Bruder hoffnungsvoll, der darauf seinen Kopf schüttelte. "Ich denke nicht. Heute mache ich einen Kontrollrundgang. Das kann dann schon etwas dauern." ließ er sie wissen, wie der Rest seines Tages aussehen wird. Dabei erwähnte er nicht, dass dazu ein Besuch im Rotlichtviertel gehörte, so wie ein Abstecher in die Drogenküche und beim Waffenhändler. "Na gut." gab Micaela enttäuscht von sich, fragte aber auch nicht weiter nach. Je weniger sie wusste, desto besser, das ist auch ihr klar.
      Am Schulgelände angekommen, hielt Alex an, um seine Schwester zu verabschieden. "Verdreh den Schülern nicht den Kopf." neckte er sie, worauf die Jüngere ihm die Zunge entgegenstreckte. "Mache ich schon nicht, und jetzt kümmere dich um deine Angelegenheiten, bevor Nick dir noch im Nacken sitzt." entgegnete sie ihm mit einem frechen Grinsen auf den Lippen, da sie wusste, dass der Rotschopf gerne Alex auf die Nerven ging, wenn er seinen Aufgaben nicht nachkam. Der Schwarzhaarige musste bei ihrem scharfsinnigen Konter doch leise auflachen und fuhr auch schon gleich davon, als sie die Türe geschlossen hatte. Damit machte sich Alex auf den Weg zum Bordell von Stella, in der Hoffnung, dass um diese Uhrzeit noch nicht allzu viel Betrieb war. Auf die Hintergrundgeräuschkulisse konnte er gerne verzichten.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
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    • Im Wald fühlte sie sich frei, ungezwungen und konnte atmen. Die Luft war nass und feucht zugleich und ein paar Tropfen fielen von den Bäumen auf sie herab. Sie liebte es. Ihr war es egal ob sie durchgeweicht oder schmutzig war. Ihr gehört das hier alles ganz alleine.
      Niemand von den anderen des Clans würden sich jemals in den Wald trauen, doch die Blonde wuchs hier auf und kennt jegliche Ecke.
      Das der Wald auch gefährlich sein konnte, das bekam sie schon früh zu spüren. Eine Narbe ziert ihr Bein und sie war froh das sie sich damals selbst retten konnte. So ein Wolf war nicht ohne. Trotz das sie sich den Menschen kaum nähern, so kam es dennoch vor ein paar Jahren zu so einen Vorfall. Jetzt weiß Isa es besser.. Denn an dem Tag hatte es Jungen gegeben und die Wölfe wollten diese nur schützen.
      Sie geht jetzt viel behutsamer und vorsichtiger damit um und meidet diese besondere Zeit im Jahr.
      Isa folgte ihrer Stammroute durch das Dickicht und sammelte dabei ein paar Pilze. Sie wusste wo es die besten Pilze gab und machte sich auf den Weg dorthin. Die Standpauke von ihrem Chef war bereits wie weggeblasen. Darüber konnte sie sich später noch den Kopf zerbrechen.
      Auf dem Weg tiefer in den Wald hinein fand Isa frische Spuren von Rehen. Sie folgte ihnen und sah auf einer kleinen Lichtung ein paar Rehe grasen. "Perfekt", flüsterte sie in den Wind hinein. Jetzt musste sie ruhig und vorsichtig sein, damit sie die Tiere nicht aufschreckt.
      Sie stellte den Korb auf den Boden ab, griff nach ihrem Bogen auf ihrem Rücken und nach den Pfeilen. Vorsichtig spannte sie den Bogen und zielte zwischen die Schulterblätter. Sie atmete tief ein und aus und hielt beim letzten Mal die Luft an und schoss den Pfeil ab.
      Er traf das Reh genau da wo sie es wollte. Es fiel sogleich zu Boden. Isa schnappte sich ihren Korb und rannte zu der Lichtung, bevor Wölfe die Fährte rochen. Sie zog den Pfeil aus dem Reh heraus und wischte das Blut mit einem Tuch ab. Die Beine des Rehs band sie zusammen und versuchte es auf ihren Rücken zu schnallen. "Puh du bist ganz schön schwer." Sie wollte die Beute nicht hier lassen, es war zu riskant. Auch wenn das Reh schwer war so schaffte sie es das Tier durch den Wald zu tragen.
      An der Basis angekommen legte sie das Tier nieder. Sie winkte ein paar Männer zu sich und diese nahmen das Reh gleich mit.
      Isa rieb sich den Schweiß von der Stirn. Ihr Weg führte sie anschließend in die Küche. "Hier hab ein paar Pilze für euch. Damit könnt ihr sicherlich was gutes kochen und ein Reh habe ich auch geschossen, das wird gerade bearbeitet." "Danke Isa.", sprach der Koch.
      Somit war wieder eine Mahlzeit gesichert, auch wenn genügen Vorräte da sind. Dennoch geht nichts über frisches Fleisch und Pilze aus dem eigenen Wald.
      Zu Hause angekommen ging die Blonde duschen und zog sich frische Klamotten an. Mit einem Tee kuschelte sie sich aufs Sofa.
      Ein Klopfen lies sie aufhorchen. "Ja bitte?" "Ich bin es." Maik steckte den Kopf durch die Tür. "Komm rein." Isa rückte auf den Sofa zur Seite und Maik setzte sich neben sie. "Ich hoffe der Boss war nicht allzu streng mit dir?" Sie winkte ab. "War nur halb so wild." Sie nippte an ihrem Tee und blickte zu Maik auf. Dieser lächelte sie an. "Dann bin ich ja beruhigt." Er lehnte sich am Sofa an und sah zur Decke. "Gibt es noch etwas?" Isa sah in prüfend an. Sein Kiefer schien zu mahlen und er wippte nervös mit einem Bein. "Jetzt rück schon raus mit der Sprache!" Isa verlor beinahe die Geduld. "Okay Okay!" Maik warf die Hände nach oben und stand auf. Jetzt lief er durch ihr Wohnzimmer. "Ich weiß nicht wie es dir sagen soll.." Er murmelte das immer wieder vor sich hin.. "Am Ende steh ich wie ein Vollidiot da.." Isa blickte ihn nur fragend an. "Was sagen? Maik! Bitte bleib stehen." Sie zog an seiner Hand und er blieb stehen. Sie stieg vom Sofa auf und blickte ihm jetzt direkt in die Augen. "Maik bitte sag was du sagen willst." "Ich kann nicht..." Er sah sie an. "Doch du kannst es. Dir verschlägt es sonst nie die Sprache." "Jetzt schon.." Ich konnte seinen Herzschlag hören, so laut schlug es. "Wovor hast du Angst?"
      "Das ich es versauen werde.." "Ich weiß das du es nicht versauen wirst, also los sag schon." Er haderte mit sich, doch was dann passierte war selbst für Isa überraschend. "Fuck.." Maik nahm ihr Gesicht in seine Hände und drückte ihr einen Kuss auf den Mund, der voller Sehnsucht und Verzweiflung war.
      Kurz erwiderte sie ihn, doch dann lies sie von ihm ab. "Nein das geht nicht." Sie setzte sich auf das Sofa zurück. "Das ist nicht richtig Maik... Wir sind doch schließlich Freunde." "Ich weiß.. Doch ich kann meine Gefühle nicht mehr länger zurück halten."
      Isa sah ihn besorgt an. "Maik.. Ich fühle nicht das selbe was du fühlst und ich würde dich nicht glücklich machen.." Sie wusste das Eileen in Maik verknallt war und sie würde sie sicher nicht verletzten wollen. "Glaub mir jemand anderes wartet nur auf dich." "Es tut mir so leid Isa.." Maik fing an zu Weinen. "Komm her." Isa nahm ihn in den Arm und tröstete ihn. "Wi-r sin-d aber immer n-och Freunde ja?" "Natürlich sind wir das."
      Nachdem Maik sich wieder beruhigt hatte, hämmerte es dieses Mal an die Tür. "Isa du musst mit Maik in die Stadt fahren. Eileen muss wohl wieder einen über den Durst getrunken haben."
      Die beiden sahen sich an und schüttelten den Kopf. Es war schließlich erst Mittag. Sofort zog sich Isa an und Maik ging in seine Wohnung und zog sich auch etwas anderes an. "Wo genau müssen wir hin?" "Zu dieser Bar." Das Clanmitglied zeigte den beiden den Punkt auf der Karte und sie sprangen ins Auto und fuhren in Richtung Stadt. Wohl hoffen das Eileen nicht komplett übertrieben hat.