[2er RPG] The Lesser Evil [Winterhauch & NicolasDarkwood]

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    • Nebencharaktere
      Friends & Family


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      Name

      Helena Verlac

      Alter
      25 Jahre

      Größe
      1,75 m

      Beruf
      Heilerin der 1. kaiserlichen Garde
      Tochter eines wohlhabenden Kaufmannes

      Sonstiges
      - Freundin und wie eine Schwester für Viola
      - ist seit kurem mit einem Ritter der Garde verlobt

      Status
      am Leben

      ____________________________________________________________________________

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      Name

      Valerian de Clairmont
      "Val"

      Alter
      wäre zum aktuellen Zeitpunkt
      16 Jahre alt

      Sonstiges
      - Violas jüngerer Bruder
      - wurde nach dem Anrgiff der feindlichen Elfen für tot erklärt

      Status
      ?

      ____________________________________________________________________________

      Nebencharaktere
      The Shadow of the Past

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      Name
      Vaeril "Baumschatten" Haleth

      Alter
      327 Jahre

      Größe
      1,88 m

      Beruf
      Söldner unter Prinz Faolan
      ehm. Heerführer einer der 12. Legionen der königlichen Armee

      Fähigkeiten
      Schattenmagie/Schattenwandler
      Die Schatten beugen sich seinem Willen

      Sonstiges
      - Vaeril erlitt eine Verletzung am linken Auge, die ihn erblinden ließ
      - Das Auge ist von einer wulstigen Narbe durchzogen, die vom Haaransatz bis zum Wangenknochen reicht
      - gilt allgemein als boshaft und grausam

      Status
      verstorben
      Mörder: Viola de Clairmont

      ____________________________________________________________________________

      Nebencharaktere
      The Royal Family

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      Name
      Alexandre de Bourgone
      "Der Wolf von Bourgone"

      Alter
      56 Jahre

      Beruf
      Kaiser & Herrscher
      der freien Menschenkönigreiche

      Sonstiges
      Es ranken sich Gerüchte über
      die geistige Gesundheit des Kaisers

      Status
      am Leben

      ______________________________________________________________________________________

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      Name
      Lucien de Bourgone

      Alter
      27 Jahre

      Beruf
      - Kronprinz & einziger Sohn
      Kaiser's Alexandre de Bourgone
      - Heerführer der 1. kaiserlichen Garde
      als Nachfolger von Sir Girion Lemaire

      Sonstiges
      Hält sich zum aktuellen Zeitpunkt
      nicht in der kaiserlichen Hauptstadt auf

      Status
      am Leben


      ______________________________________________________________________________________


      Nebencharaktere
      The Merry People of Beleriand
      [Grobe Zusammenfassung]

      Tilda
      Schankwirtin und inoffizielle Verwalterin von Beleriand
      War nie verheiratet & hat ihr Leben seit Beginn des Krieges
      dem Erhalt und Schutz der Stadt gewidmet

      Meliorn
      Flüchtiger Elf & inoffizieller Stallmeister
      Führt eine flüchtige Liebelei mit dem Kronprinzen
      Ehemaliger Bogenschütze unter der Führung von Andvari

      Albert
      Meister der Zimmermannsgilde
      Witwer, der ein Auge auf Tilda geworfen hat
      [verstorben]

      Elise
      Waisenkind, um das sich Tildas Schwester kümmert

      Mael
      Lehrling von Albert & großer Bruder von Elise
      Er ist etwa im selben Alter wie Viola
      [verstorben]
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”

      Dieser Beitrag wurde bereits 16 mal editiert, zuletzt von Winterhauch ()

    • Creepy Creepster und Anverwandte

      Andvari sah zu, wie sein Halbbruder Sylvar sich aus der Menge löste, nachdem er Viola ein letztes aufmunterndes Lächeln schenkte. Er wusste selbst nicht wieso er das tat, war sie doch von Feindeshand. Aber letztlich war er Schuld, dass sie in derlei unglücklichen Lagen verstrickt war.
      Aber das Auftauchen seines jüngeren Halbbruders machte für ihn die Sache erträglicher. Sylvar war zwar nicht immer richtig im Kopf und ähnelte mehr dem verschrobenen Dekan der Universität, aber letztlich war er gutmütig und besonnen für sein Alter. Auch wenn es in Menschenjahren eine Ewigkeit und mehr sein musste.
      Der gebeugte Elf stützte sich schwer auf seinen Stab und zog sich regelrecht hinter ihm her, nachdem er ihn wie eine Flagge in den Boden rammte. Seine Beine erschienen unförmig und steif, während seine Füße in den seidenen Pantoffeln beinahe in schrägem Winkel zueinander aufgestellt wurden. Andvari war innerlich erstaunt, welch Entwcklung der Magier genommen hatte. Vormals war er jugendlich, agil und behände gewesen. HEute ähnelte mehr einem alten Mann als jeder Andere hier.
      Sylvar Valverden kam langsam näher und erst jetzt sah man die Ornamentschmuckstücke, die seine Ohren behaftete. Es waren grünliche Kristalle, die ein geisterhaftes Licht ausstrahlten, aber ihn treffend schmückten. Als er Viola und die Gefangenen erreichte (die Soldaten machten ehrfürchtig Platz und senkten das Haupt vor dem Meister) sah er sie mit einem breiten, freundlichen Lächeln an. Selbst Nuala, sonst kritisch gegenüber der Sippe des Königs, ließ sich ungeschickt auf ein Knie herab und senkte den Kopf. Die Macht des Erzmagiers war landesweit bekannt und auch die Tatsache, dass er der Grund war, weshalb noch immer die Azaleen blüten auf den Bergwipfeln. Sylvar Valverden, genannt "Grünhand", der Herr des Waldes.
      Er musste sich nicht herabbeugen, da er kaum größer war als Viola. Er blickte sie aus wachsamen, glühenden Augen und behielt sein Lächeln.
      "Sprecht Ihr meine Sprache?", fragte er in langsam Silben.
      Seine Stimme klang wie das Blätterflüstern des Waldes, wenn der Wind hindurch geht. Kaum hörbar und doch allgegenwärtig. Er tat einen weiteren Schritt vor und atmete in Violas Nähe tief durch die Nase ein. Andvari meinte eine Sekunde lang einen Funken magischer Aura wahrzunehmen, die durch das Land pulsierte.
      "Ihr duftet herrlich nach Kräutern und anderen Pflanzen. Euer Handwerk ist beeindruckend wie Euer Auftreten", flüsterte er. "Welch Ausbildung habt Ihr genossen?"

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell
    • "We live and breathe books. It was a book that kept
      me from taking my own live after I thought I could
      never love anyone, never be loved again.
      It was books, that made me feel that perhaps
      I was not completely alone."


      Viola

      Um Viola herum erfüllte Ehrfurcht die Luft. So tat es die Heilerin den anderen gleich und senkte das Haupt in Demut. Erst als Worte direkt an sie gerichtet wurden, hob sie den Kopf und blickte in Augen voller Weisheit, die obwohl seiner Erscheinung so viel älter wirkten als ihr Besitzer. Sie wagte nicht zu starren und behielt den Blick vorsichtig auf seinem Gesicht.
      "Ja, Herr. Ich hatte die Ehre darin unterrichtet zu werden." Die Silben von ihren Lippen klangen etwas stockend und ein wenig ungelenk. Sie wusste nicht, ob sie vor Nervosität jede Betonung richtig legte und versuchte umso mehr jede Silbe mit Bedacht zu sprechen. Viola versuchte sich sämtliche Lektionen ins Bewusstsein zu rufen und hoffte nicht über unbekannte Worte zu stolpern. So war sie dankbar, dass der Elf vor ihr langsam sprach, dass sie ihm mit wenig Mühe folgen konnte. Die junge Frau spürte ein leichtes Flimmern in der Luft unbekannter Herkunft. Die Magie der Elfen war ihr noch immer ein großes Rätsel, aber sie vermutete, dass sie gerade diese fremde Macht spürte. Es fühlte sich anders an, als die Kräfte, die Andvari in ihrer Nähe gewirkt hatte. Es hatte beinahe etwas beruhigendes und gleichsam forschendes, als würde die Magie nach ihr tasten. Erstaunen zeichnete sich in ihrem Blick ab. Nie in ihrem Leben hatte jemand ihr Auftreten als beeindruckend betitelt. Viola war mit ihrer unscheinbaren Art, trotz ihres auffälligen Haares, wie ein Geist der Garde gewesen. Präsent, aber nie aufdringlich. Pflichtbewusst und bestimmend in ihrem Handeln, aber mit höflicher Zurückhaltung.
      "Die Lehren der Heilkunde wurden mir von den Ordensbrüdern der Blauen Rose in Bourgone ans Herz gelegt. Ich wurde in der Heilung Kranker und Verletzter, sowie umfassend in der Kräuterkunde ausgebildet. Ich habe die längste Zeit meiner Lehre in den Gärten des Ordens verbracht, bis der Kaiser und die Armee meine Dienste einforderten." Der Orden hatte ihr einen Sinn gegeben, an dem kläglichen Rest ihres Wesens festzuhalten ohne die drohende Dunkelheit willkommen zu heißen. Als Viola ihre holprige Ausführung beendet hatte, senkte sie erneut das Haupt unter dem forschenden Blick des Elfen. Es war das erste Mal, dass sie die elfische Sprache deutlich für aller Ohren sprach, was sicherlich den einen oder anderen überraschen dürfte.
      Und ja, sie hatte sich der Bewahrung des Lebens gewidmet, und diente dennoch einer Streitmacht, die mehr Tod und Zerstörung hinterließ, als es jede Seuche jemals könnte. Böse Zungen würden die Eroberungzüge der Elfen selbst, als eine Seuche bezeichnen. Viola hatte es am eigenen Leib erfahren und doch spürte sie die Zerrissenheit zwischen altbekanntem Wissen und einer fremden, feindseeligen Welt, die nicht ganz so finster schien, wie sie erwartet hatte.


      [Clockwork Prince - Cassandra Claire]
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”

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    • King of Creeps

      Slyvar neigte das Haupt bei ihren Erläuterungen und nahm nicht eine Sekunde seinen Blick von ihrem Leib. Sicherlich, ein kundiger Beobachter hätte dies auch missverstehen können, hielt sein Blick auf Höhe ihrer Brust, ihrer Hüften und Beine. Der Elf vor ihr schämte sich seiner Blicke nicht und wirkte auch nicht im geringsten dadurch gestört, dass Andvari ihn ein wenig argwöhnisch beobachtete.
      Doch niemand von diesen anderen erahnte, dass der Zauberer seinen Blick kundig schweifen ließ.
      Sofern man in Kräuterkunde ausgebildet war, wurden die Beinmuskeln vom vielen Bücken gefordert. Es bedurfte einiger Kunstfertigkeit, die Muskelstränge durch die Kleidung der jungen Frau zu erahnen, aber ja, sie waren da. Ihre Hände waren harte Arbeit gewohnt und anhand der feinen Schnitte darauf erkannte er die regelmäßige Arbeit mit scharfen Kräutermessern. Seine Hände trugen dieselben Narbem und Winkel an sich.
      Der Zauberer nickte.
      "Wahrlich, wahrlich", bestätigte er. "Eine Heilerin, nicht wahr? Euren Orden kenne ich allerdings nicht. Ich selbst enstamme de Weißen Hand und ein Quartier in meinen Gefilden ist Euch sicher für die Zeit Eures Aufenthalts. Es ist eine Schande, kundige Hände hinter Gittern zu wissen."
      Andvari lächelte schwach und wandte den Blick wieder ab.
      "Aber was spüre ich da?", fragte er und trat näher heran. "Lasst Euch von meinem Anblick nicht abschrecken, liebes Kind...Ein Unfall, ein fader..."
      "Unfall?", fragte Andvari. "Seit wann hast du Unfälle?"
      "Hach, was soll ich sagen...Ich nahm eine Bergrose, ich zündete sie an um einer holden Maid den Hof zu machen. Habe die Bergrose leider mit Trollmohn verwechselt. Es folgte eine gar hässliche Explosion und das Gas lähmt mich kurzzeitig."
      "Deswegen der Stock?"
      "Nun, wie sollte ich mich sonst zu meiner Holden bewegen? Ich darf dich beruhigen, werter Bruder: Mein Genital ist in vollem Einsatz bereit zur Schlacht!"
      Andvari seufzte und wäre am liebsten im Boden versunken. So blieb ihm nur, das Gesicht zu verziehen, da seine Hände noch immer gefesselt waren und er keinen Aufstand vor seinem Vater anzetteln wollte.
      "Ich wollte dergleichen nicht wissen..."
      "Du interessierst dich nicht mehr für mich, wie beleidigend, wie beleidigend!", krächzte er. "Sei's wie's sei."
      Sylvar räusperte sich. "Meine Liebe, ich fürchte Ihr tragt eine Verletzung bei Euch. Würdet Ihr es erlauben, wenn ich diese beseitigte. Es würde Euch durchaus zupass kommen."

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell
    • "We can endure all kinds of pain.
      It's shame that eats men whole."

      Viola

      Unter den prüfenden Blicken des Elfen, wäre Viola am liebsten zurück geschreckt. Es behagte ihr nicht, so intensiv betrachtet zu werden, als würden die wissenden Augen geradewegs durch sie hindurch sehen. Wie ein unsichtbares Gewicht drückte der Blick auf ihre Schultern, für die Heilerin körperlich spürbar, als lägen fremde Hände auf ihren Schultern. Unwillkürlich schien sich Viola ein wenig kleiner zu machen, auch wenn es mit bloßem Auge kaum zu erkennen war. Den Blick hatte sie starr auf den Boden gerichtet. Wenn ihre Hände nicht gefesselt gewesen wären, hätte sie die Arme um sich geschlungen. Und dann sah sie sichtlich überrascht auf. Sie würde nicht in einem Verließ enden?
      "Die Zeit meines Aufenthalts...?" Wispernd wiederholte sie fragend die Worte des Magiers. Viola war mit dem festen wissen durch das Tor der Stadt geschritten, dass sie den kommenden Sonnenaufgang nicht mehr erleben würde. Zum ersten Mal seit sie vorgetreten waren, wagte sie einen verunsicherten Blick zu Andvari an ihrer Seite. Hatte sie die Worte richtig übersetzt?
      Bevor sie aber allerdings eine weitere Frage stellen konnte, lief das Gespräch in eine Richtung, die sich ihr nicht ganze erschloss. Ihre Kenntnis der Sprache war nicht so weit gefestigt, dass sie die ausgetauschten Worte Silbe für Silbe verstand. Aber je mehr sie versuchte die Lücken sinnvoll zu füllen, um mehr stieg ihr die Röte ins Gesicht. Der Sinn erschloss sich ihr auch so. Die Hitze in ihren Wangen machte beinahe ihren flammenden Haaren Konkurrenz und sie konnte sich gerade noch beherrschen, die Hände nicht verlegen vors Gesichts zu legen. Unter Soldaten war sie einiges gewöhnt gewesen und sicherlich hatte sie mehr gehört als sie wollte. Und doch überraschte sie der Wortwechsel dermaßen, dass sie zur Seite blickte und versuchte möglichst neutral auszusehen, als hätte sie nicht ein Wort verstanden. Bei der Farbe ihrer Wangen wohl eher vergebens. Das war mehr gewesen, als sie wissen wollte. Skurril wie sich das Gespräch entwickelte, und das vor dem Hochkönig selbst und seinem Gefolge.
      Sylvar, sie erinnerte sich an Andvaris Erzählung über seinen Halbbruder, so machte sie sich ihren Reim darauf, wandte sich ihr schneller zu als ihr gerade lieb war. Sie war bemüht nicht allzu peinich berührt zu wirken. Das letzte was sie wollte, war respektlos zu wirken.
      Unwillkürlich blickte Viola an sich herab, in Richtung ihrer Rippenbögen. Die Prellungen ware weitgehend verheilt, wie vermutet war nichts gebrochen gewesen und die Heilkunst der Elfen hatte ihren Teil dazu beigetragen. Die junge Frau fragte sich das erste Mal, ob der Elf mehr sah, als man vermutete. Vielleicht konnte er sehen, welche Spuren das Leben auf ihr hinterlassen hatte. Narben tief unter der Haut, für das menschliche Auge nicht sichtbar. Den Horror ihrer Erinnerungen, der sie nachts nicht schlafen ließen. Die Scham, für das, was man ihr antat, all die Jahre zuvor.
      "Ich verstehe nicht ganz, Herr." Und dennoch neigte sie zustimmend den Kopf.

      [Crooked Kingdom - Leigh Bardugo]
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”

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    • Der Creep und das Biest

      Sylvar blickte sie immer noch neugierig an, während Andvari die Augen verdrehte und mit dem Gedanken spielte, seinem Bruder irgendetwas Massives auf den Kopf zu schlagen.
      "Vielleicht solltest du dich nunmehr um Viola kümmern, anstatt mir von deinen Genitalien zu berichten, du verrückter, alter Kauz!"
      Sylvar schüttelte den Kopf.
      "Ich bin mitnichten verrückt. Vielleicht noch ein bisschen benebelt, aber nicht verrückt."
      "Sylvar!"
      Selbst Lysanthir hatte die Nase voll, während er noch immer vor dem König kniete, dem nun seinerseits ein seitlicher Nerv neben dem Auge zu zucken begann. Der Magier blickte sich kurz um und seufzte lautstark, während er das unterdrückte Gelächter einiger Soldaten gekonnt ignorierte.
      "Ich bin nicht verrückt", murmelte er und blickte Viola wieder lächelnd an.
      "Meine Liebe", begann er erneut und legte den Kopf schief. "Ihr tragt Argwohn und Furcht in Euch. Ich vermute, Ihr habt Schreckliches erlebt, nicht wahr? Schon bereits vor dem Krieg...Ja, ja. Und ich bin in der Lage, Euch von dieser Furcht zu befreien, sodass Ihr wieder...nun...Frei seid..."
      Bei den letzten Worten warf er einen bedeutungsschwangeren Blick zu Andvari, der seinerseits einen mit Fragen behafteten Blick auf dem Gesicht trug.
      Sylvar kam noch einen Schritt näher, um die rötliche Haut der jungen Dame vermeintlich besser sehen zu können. Selbst Andvari kam niht umhin, ihre Errötung zur Kenntnis zu nehmen, auch wenn er es nicht weitergehend kommentierte.
      "Davon abgesehen: Der König wird Euch erst empfangen, wenn ich ihm empfehle, Euch zu vernehmen. Ihr werdet einige Tage der Erholung haben. Ich empfehle Euch, trotz allem berechtigten Argwöhn, meinen Rat anzunehmen, ehe Ihr vorsprecht. Die Gefilde meines Ordens stehen Euch offen..."

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell
    • "You still may die [...]."
      "I may. But I'll die on my feet with a knife in my hand."


      Viola

      Mit jeder vergehenden Sekunde wuchs die Verwirrung in ihren Augen. Ehrlich gesagt, war sie nicht völlig sicher, ob der kauzige Elf vor ihr nicht doch ein wenig den Verstand verloren hatte. Lysanthirs ungeduldiger Ausruf ließ sie kurz zusammnen zucken.
      "Davon befreien?" Ein schwaches Lächeln ruhte auf ihren Lippen.
      "Ich werde nie vergessen können, was man mir antat. Nichts, was ihr tun könntet, wird mich vergessen lassen, dass meine Familie durch die Hand Eures Volkes starb." Obgleich ihrer Worte, lag kein beißender Hass in ihrer Stimme. Nur eine tiefe Traurigkeit. Man hatte ihr alles genommen, außer ihr Leben.
      Der Blickaustausch zwischen den Brüdern gab ihr Rätsel auf.
      "Aber ich werde mich auch daran erinnern, welche Freundlichkeit Ihr mir erwiesen habt. Und welche Umstände mich hier her geführt haben. Ich breue meine Entscheidungen nicht." Viola hob ihre gefesselten Hände auf die Höhe ihres Herzens. In ihren grünen Augen schimmerte eine tiefe Dankbarkeit. Sylvar wirkte so anders als seine Brüder, dass alleine seine Worte ihr ein wenig Ruhe und Gewissheit schenkten. Auch wenn die Erfüllung ihres Schicksal sich nur ein wenig verschob. Es war ihr ein Rätsel, was Sylvar zu veranlasste sich ihrer anzunehmen. Es war zu großzügig und mehr als eine Gefangene verdiente.
      "Es wäre mir eine Ehre Eure euer Angebot anzunehmen."
      Ein paar Tage der Ruhe und um sich vorzubereiten, auf was auch immer sie am Hofe Oberons erwarten würde.
      Ein Gedanke Beschäftigte sie dennoch. Wenn sie mit Sylvar ging, was geschah mit Andvari und Nuala?
      Fragend blickte sie erst nach links und dann nach rechts.

      [Six of Crows - Leigh Bardugo]
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Dead Man Walking und der Creep

      Sylvar Valverden war mitnichten verrückt. Vermutlich, so zumindest dachte Andvari, war er der klügste Elf auf der Brücke, wenn man es so betrachtete. Er beugte sich schwer auf seinen Stock und lächelte nachsichtig. Mit einer Sekunde schoss eine Art Weisheit durch seinen Blick, als habe er für eine kurze Zeit den Vorhang um seine Tarnung gelüftet und zwinkerte Viola zu.
      Anschleßend wandte er sich zum Königstross zu.
      "Mein Vater", krächzte er, währnd er langsam auf seinen Vater zuhumpelte, der ob der Behinderung seines Sohnes die NAse leicht zu rümpfen schien. "Meine doch recht erfahrene Meinung als staatlicher Erzmagier ist es hier, die gefangene Heilerin meiner Obhut zu überlassen, auf dass sie einer dezidierten Prüfung in der Halle der Einigkeit unterzogen wird!"
      Der Elfenkönig blickte seinen Sohn zweifelnd, an, ehe er erneut einen Blick auf Viola warf. Der Blick des Elfen war bleischwer und unnahbar, kalt wie Eis und gleichsam grausamer als der Blick eines gierigen Hauptmannes. Es schien, als wollte er sie bei lebendigem Leibe fressen.
      Lysanthir erhob sich und wollte gerade den Mund zum Gespräch öffnen, da hob der König die schlanke Hand und nickte.
      "Ich erlaube es", sagte er gut vernehmlich, obgleich nicht laut. Seine Stimme war ein Flüstern der Boshaftigkeit, als würde ein Schneesturm sprechen. Und doch sah er seinen Sohn nickend an.
      Sylvar grinste zufrieden.
      "Bringt Andvari zu mir", sagte der König sodann. "Er soll sich für seine Taten verantworten."
      Durch Nualas Körper ging ein Ruck und beinahe hätte sie sich von den Fessel loszureißen versucht, als sie erneut einen Speer in ihrem Rücken fühlte. Kaltes Eisen bohrte sich zwischen ihre Schulterblätter und zwang sie beinahe in die Knie, während Andvari einen letzten Blick auf Viola warf und ihr zunickte.
      "Achtet auf Euch!", murmelte er. "Und vergesst das Losungswort nicht!"
      Andvari richtete einen weiteren Blick auf Nuala, ie ihn mit aufgerissenen Augen anstarrte. Es erschien ihm, als würde sie gleich Tränen verlieren, obgleich er noch nicht dem Tode nahe war.
      Nun, noch nicht.
      Lysanthirs bösartiges Grinsen verlieh der ganzen Szenerie einen merkwürdigen Hauch von Zweideutigkeit. Unter Garantie würde er sein Kerkermeister sein.

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell
    • "I want to help you.
      Because as stupid as this may make me,
      and only gods know why, I care about you."


      Viola

      Der Moment verging so schnell, dass Viola ihn beinahe verpasst hätte. Hatte Sylvar, Sohn des Hochkönigs und Prinz der Elfen, ihr gerade zugezwinkert? Sie ließ sich nichts anmerken, bis auf ein fragendes Zucken ihrer Augenbraue. Sie konnte nicht ausdrücken, wie sehr der Elf sie tatsächlich verwirrte. Für den Bruchteil einer Sekunde hatte er ganz und gar nicht zerstreut oder gar verrückt gewirkt.
      Unter dem eisigen Blick Oberons senkte Viola unwillkürlich das Haupt, so tief, dass ihr Kinn beinahe ihre Brust berührte. Das Herz schlug ihr bis zum Hals und sie wagte kaum zu atmen, während sie das Urteil des Herrschers über die Elfen abwartete. Ihre angespannten Schultern sackten erleichtert nach unten, als sie die erlösenden Worte hörte und die Heilerin schwankte beinahe ein wenig auf den Füßen, als der von Grausamkeit gefüllte Blick von ihr abwandte. Sie spürte es regelrecht, wie die Kälte von ihr genommen wurde.
      Die Unruhe an ihrer Seite, ließ sie den Kopf heben und sie erblickte Nuala, die von einem elfischen Krieger drohend in Schach gehalten wurde. Die zuvor noch verlegene Röte war schlagartig aus ihrem Gesicht verschwunden und machte einer erschrocken Blässe Platz. Andvaris gemurmelte Worte schürten das beklemmende Gefühl in ihrer Brust. Die junge Frau wollte sich ihm zuwenden, als eine starke Hand ihren Ellbogen fasste und Viola von zwei weiteren Kriegern flankiert wurde.
      "Andvari..." Ratlosigkeit und Sorge schwangen in dem leise geflüsterten Namen mit, doch da veschwand der Bestardsohn des Hochkönigs bereits aus ihrem Blickfeld, als man sie, wenn auch mit vorsichtigem Druck, in Richtung Sylvar bugsierte. Elwen. Viola hatte es nicht vergessen. Aber weder Nualas schimmernde Augen noch das boshafte Grinsen in Lysanthirs Gesicht sorgten dafür, dass das ungute Gefühl verschwand. Für Augenblick schienen ihre Füße wie angewurzelt, sie warf einen alarmierten Blick über die Schulter, wurde aber weiter geschoben. Stolpernd setzte sie einen Fuß vor den anderen. Das Letzte, was sie sah, war das Leuchten schneeweißer Haare.
      "Was passiert hier? Was werden sie mit ihm machen?" Ihre Worte galten Sylvar, als sie auf seiner Höhe angekommen war. "Er hat nichts getan..." Flüsterte sie leise. Reichte es denn noch nicht?
      [A Kingdom of Flesh and Fire ]
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
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    • Saint and Sinner


      Bewegung kam in die Soldaten, die sie bisher nur stoisch umringt hatten.
      Zwei paar kräftige Arme packten den weißhaarigen Elf unter seinen eigenen und schoben ihn ungeachtet seiner Ausführungen (er fluchte wie ein Bergarbeiter unter Zwergen) langsam vor sich, obgleich dieser keine Gegenwehr leistete. Die übrigen Soldaten, welche sich vor dem Tross des Königs platziert hatten, wichen zur Seite und blickten die Furie von Elf an, die an ihnen vorbei geschoeben wurden. Die schimmernd glitzernden Speere immer weiter im Anschlag, ging Lysanthir dem Gefangenen voran und wirkte dabei mehr denn je wie ein Gockel auf der Pirsch.
      Nuala selbst wurde von zwei weiteren Soldaten gehalten, die sich hinter aufgebaut hatten, als sie die ersten Zeichen des Widerstands offenbarte. Doch nichts war zu machen. Andvari wurde mit einem Lächeln vor seinen Vater gezerrt, der diesen nur abschätzig ansah und dann eine Art wegwerfende Geste machte.
      "Bringt ihn in den Kerker. Gebt ihm zu essen. Aber nur Wasser und Brot. Sorgt dafür, dass er morgen noch stehen kann."
      Sylvar indes schob sich vor Nuala und Viola und wirkte trotz seiner Gebrechlichkeit wie ein Schild zwischen den beiden. Die Elfin blickte den gebrechlichen Magier mit glühendem Blick an.
      "War das geplant?", zischte sie. "Hast du uns verkauft für die Rettung dieser Frau?"
      Der Erzmagier wirkte einen Moment lang beinahe wütend, als er noch immer in die Richtung des Königs starrte, ohne auch nur einen Seitenblick zu riskieren.
      "Ich habe gar niemanden verkauft Nuala. Ich tat das, was das Beste war."
      "Pah!"
      Anschließen drehte er den Kopf sacht zu Viola
      "Sie bringen Andvari in den Kerker, wo er bis zu seiner Anhörung verbleiben wird. Leider ist es so, dass Andvari sich einiger Verbrechen schuldig gemacht hat, ehe der Hohe König ihn in der Hoffnung, er möge sterben, in die Schlacht von Erynn Vâr geschickt hat. Und für diese Verbrechen muss er sich verantworten."

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell

    • “[...] I never quite trusted myself, or what I wanted.
      Before you, I was all right letting everything happen to me."


      Viola

      Die Worte Nuala's stachen schmerzhaft.
      Aber daran ließ sich im Augenblick nichts ändern. Hilfesuchend blickte sie zu Sylvar, der ihr den Blick auf die Szenerie versperrte und gleichzeitig die beiden Frauen abschirmte. Sie vermutete, dass sie nicht nur die Wachen sondern vor allem auch Nuala in Schach halten wollte. Die Elfin neben ihr sah aus, als würde sie sich jeden Moment losreißen.
      Mit einem Ruck und mehr Kraft, als man vielleicht einer Menschenfrau zugetraut hatte, riss sie ihren Ellbogen aus dem Griff des Soldaten, der sie hielt. Das erste Mal seit sie mit großen Augen auf die Brücke getreten war, ohne zu wissen, was ihr bevor stand, spiegelte sich etwas anderes als Angst oder Ehrfurcht in ihren Augen. Die grünen Iren glühten wütend. Viola war von sich selbst überrascht. Sie hatte nicht gewusst, dass sie überhaupt noch zu etwas wie Zorn fähig war.
      "Ich kann alleine gehen..." Zischte sie in dem giftigsten Ton, den sie aufbringen konnte. Der elfische Soldat wirkte kurz überrumpelt, blickte aber eher belächelnd zu der zierlichen Person vor ihm herab. Mit einem abfälligen Schnauben ließ er dennoch los.
      Viola wandte sich an Sylvar. Allerlei Fragen schwirrten in ihrem Kopf umher, aber die junge Frau biss sich auf die Zunge. Sie wusste nicht wem sie an diesem Hof trauen konnte. Ohne Andvari war die einzige Person fort, an die sich hätte wenden können. Die Heilerin schüttelte den Kopf.
      "Das ist grausam." Murmelte sie leise. Vom eigenen Vater zum Sterben in die Schlacht geschickt. Aber Hochkönig Oberon weckte in ihr auch nicht gerade den Eindruck eines liebendes Vaters. Es gab nur eine Tatsache, die sie beruhigte. Sylvar schien ebenso wenig einverstanden mit der Situation, wie die Frauen in seinem Rücken.
      "Das wäre nie passiert, wenn er mich in Milan zurückgelassen hätte." Da war sie wieder. Die Schuld. Sie hätten auch ohne ihre Hilfe aus der Stadt gefunden, wären vielleicht nicht in Lysanthirs Reich gelandet, wenn Viola nicht auf einen Halt bestanden hätte.
      Der Tumult auf der Brücke schien sich langsam zu legen. Es wurde unheimlich still.

      [Red, White and Royal Blue]
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”

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    • Prison Break?


      Sie brachten Andvari fort, ohne dass er sich noch einmal umsehen konnte. Die Soldaten gingen hierbei äußerst brutal vor und stießen ihn regelrecht vor sich her, als sei er mehr Spielzeug als alles andere.
      Raue Hände schubsten ihn unter aufwallendem Gelächter und kurzen Sprechchören in Richtung König, der seinem Sohn Lysanthir die Hand reichte. Der Sohn kniete sodann nieder, um den gewaltigen Ring an der Hand des Königs zu küssen, jedoch nicht ohne einen letzten Blick zu Andvari zu werfen, der beinahe spöttisch zu seinem Vater blickte.
      Und obgleich der älteste Sohn vor ihm kniete und ihm huldigte, schien der Elfenkönig nur Augen für den Weißhaarigen zu haben. Die Anspannung zwischen den beiden war beinahe greifbar, wenn auch nur für eine Sekunde anhaltend, ehe er weiter in Richtung Palast gezerrt wurde.
      Sylvar indes wandte sich beinahe behände zu den beiden Frauen um und tippte mit seinem Stab erst auf Violas und dann auf Nualas Fesseln. Wie von einer unsichtbaren Hand geführt, öffneten sich die Fesseln an den Bruchstellen und fielen scheppernd zu Boden.
      „Grausam mag es sein“, stimmte er zu. „Aber es ist Gesetz. Auf Mord steht der Tod.“
      „Mord“, spottete Nuala und machte eine wegwerfende Geste mit der Hand. Dann sah sie Viola das erste Mal direkt an. „Er hätte dich niemals zurückgelassen. Dieser Sturkopf ist leider so besessen von dem Gedanken an Ehre und Recht, dass es ihn zerfressen hätte, sein Versprechen nicht halten zu können.“
      Sylvar horchte auf, wähernd er die beiden sachte in entgegen gesetzte Richtung zum Palast führte.
      „Welch Versprechen?“, fragte er noch immer schwer auf den Stab gestützt.
      „Sie freizulassen, wenn sie uns bei unserer Flucht zu Diensten war…Und jetzt sind wir hier!“
      „Ei verflucht“, murmelte der Elf und blickte Viola an. „Sagt mir: Man sagte uns, Ihr habt wertvolle Informationen im Austausch für Euer Leben zu bieten. Stimmt es?“

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell
    • “Bravery is a fleeting beast, isn’t it? Always there to get you
      into trouble, but quick to disappear once you’re where you want to be.”


      Viola

      Ein erleichtertes Seufzen entflog ihren Lippen, als die schweren Fesseln von ihren Handgelenken glitten.
      Prüfend rieb sie über die gerötete Haut, dort wo das Eisen gescheuert hatte, aber mehr Spuren waren nicht geblieben.
      Viola horchte auf und sah von ihren Händen zu Sylvar auf. Und die Worte aus seinem Mund ließen sie erschaudern, als hätte man einen Eimer eiskaltes Quellwasser über ihrem Kopf ausgekippt. Sie würden ihn also am Ende töten. W
      "Lhoris..." Den Namen des Toten auszusprechen, schmeckte bitter auf ihrer Zunge. Sie wagte einen bedächtigen Blick zu Nuala. "...er nannte es eine Blutschuld. Er sagte, Andvari könnte mich nicht zurücklassen, so lange mein Leben in Gefahr ist." Von Nuala blickte sie zu dem kauzigen Elf, der sich über seinen Stock beugte und die beiden Frauen eigehend ansah. Warum Sylvar so reagierte, erschloss sich ihr nicht. Der elfische Magier war scheinbar hellhörig geworden.
      "Ich weiß nicht, welche Informationen sich Lhoris erhofft hatte." Viola zupfte unruhig an den Ärmeln ihres Kleides und richtete den Blick kurz nachdenklich zu Boden. Konnte sie wirklich so weit gehen, trotz der zwiespältigen Gefühle, die sie erfüllten, ihren Kaiser zu verraten? Sie würde nie wieder einen Fuß in ihre Heimat setzen können, wenn bekannt wurde, dass sie gesprochen hatte. Aber welche Informatioenn konnte sie schon bieten?
      Die grünen Augen blickten ratlos zu Sylvar auf.
      "Ich bin eine einfache Heilerin." Und langsam dämmerte es ihr, dass ihr Leben einem sehr dünnen, seidenen Faden hing. "Man hat in meiner Nähe keine politischen oder militärischen Gespräche geführt. Und die paar Brocken, die ich aufschnappte, sind nicht von Bedeutung. Ich habe meine Zeit in den Lazaretten zugebracht. Lhoris hat aus Verzeiflung einen Köder ausgeworfen, damit Andvari nicht von Lysanthirs Männern auf einem Speer aufgespießt wird." Ihre Worte waren ein wenig zu schnell, ein paar der menschlichen Sprache mischten sich ebenfalls darunter.
      Es hatte keinen Sinn zu Lügen.

      [The Crown of Gilded Bones]
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
      And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
      so long as you remember all the people that you used to be.”
    • Restless Heart Connection


      Sylvar geleitete die beiden Frauen von der Brücke hinab und vorbei an den neugierigen Massen, die anch dem Abgang des Prinzen und dessen Tross' das Weite suchten, um ihr Tagewerk fortzusetzen. Es erschien beinahe geisterhaft wie schnell die Prunkstraße von einer Paradeallee zu einer simplen Marktstraße verwandelt wurde. Stände und Läden wurden aus den Fenstern heraus geklappt und bunte Fähnchen säumten den Weg zum zentralen Platz der Hauptstadt, welchen sie ansteuerten.
      Nuala legte die Hand auf ihr Schwert und seufzte bei Violas Worten.
      »Es ist eine Blutschuld«, bestätigte sie. »Andvari sagte uns, dass die Heilerin sein Leben rettete.«
      Sylvar nickte bedächtig, während er mit jedem Schritt zu wachsen schien. Wie von Geisterhand richtete sich der Elf schließlich zur vollen Höhe auf und erwies sich als beinahe genauso groß wie Andvari selbst. Das lange, blonde Haar fiel auf seinen Rücken und ein biestiges Grinsen umspielte sein Gesicht.
      »Verstehe«, sagte er, wähend Nuala einen neugierigen Blick auf ihn warf. »Was denn?«
      »Einen Moment lang dachte ich, du wärest...«
      »Verletzt?«
      »Entstellt.«
      »Grausam, Nuala. Wir kannst du so etwas von mir denken? Mein Vater soll weiterhin denken, dass ich der beschränkte Sohn bin. So haben wir mehr Zeit...«
      Anschließend sah er Viola an, während sie ihren Bericht abschloss. Und doch – zwischen all dem Tumult und den schlechten Nachrichten erschien der Elf aus irgendeinem Grund amüsiert über diese Ereignisse.
      »Nun, Ihr mögt eine einfache Heilerin sein, aber wenn Lhoris sich freiwillig opferte, um Euer Leben zu retten, so sah er etwas, das wir nicht sahen. Die Eule hatte schon immer den Ruf, durch die Nacht sehen zu können.«
      Er sprach weiter, während er die Schritte auf ein großes, weißes Gebäude mit dreierlei Türmen richtete.
      »Was auch immer die Information ist, die der König erwartet: Er hat keine Ahnung von Menschen. Ihr könntet Euch als wertvoll erweisen, indem Ihr ihm irgendetwas Militärisches erzählt. Währenddessen könnte ich einen Plan erarbeiten, wie wir Andvari wieder aus dieser misslichen Lage befreien...«

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell
    • Viola

      Ein Schauspiel. Die Gestalt des gebrechlichen und zerstreuten Magiers war nichts anderes als Theater gewesen und offensichtlich war Slyvar seinem Bruder mehr zu getan, als es Lysanthir mit einem arroganten Grinsen war. Sichtlich erstaunt hob Viola die Augenbrauen in die Höhe und bemerkte erst nach einigen Sekunden, dass sie den blonden Elf vor sich unhöflich angestarrt hatte. Ertappt ließ sie den Blick zur Seite schweifen und beobachtete, wie Marktstände und kleine Verkaufsflächen wie Pilze aus dem Boden schossen. So schnell ging man also zum Tagewerk über. Aber schließlich hatte sich die Aufregung gelegt.
      Bisher war sie mit bedächtigen Schritten hinter Sylbar gegangen aber nachdem sie seine Worte gehört hatte, war sie eilig neben ihn geeilt. Es überraschte sie wie groß der Elf war. Vornübergebeugt über seinen Stab war er auf perfekter Augenhöhe gewesen. Viola legte den Kopf leicht in den Nacken, um ihn direkt ansehen zu können. Wie bei Andvari verspürte sie nicht die gerringste Scheu ihm in die Augen zu sehen. Sie konnte sich nicht ängstlich wie eine kleine Maus zusammenkauern, wenn sie helfen wollte. Es würde eine schwierige Prüfung werden.
      "Befreien?" Murmelte sie und blickte unverwandt in das fein geschnittene Profil des Magiers. Also war Sylvar auf der Seite seines Halbruders. Die Machtlosigkeit schwand ein wenig aus ihrem Herzen. Vielleicht gab es wirklich eine Chance.
      "Ich werde alles tun, was nötig ist." Die Heilerin sprach mit fester Stimme und nickte wie um ihren eigenen Entschluss zu bestätigen. Sei konnte Andvari nicht sterben lassen, ohne es wenigstens zu versuchen. Sie musste einfach.
      "Hoffen wir, dass Lhoris sich nicht geirrt hat." Sprach sie leise, während ein paar wirre, roten Locken über ihre Narben tanzten.
      Entschlossen richtete Viola den Blick nach vorne auf das außergewöhnliche Gebäude, dass sich nun vor ihr erhob. In ihren grünen Augen lag ein glimmenden Feuer. Nein, sie würde niemanden enttäuschen.
      "Wie viel Zeit haben wir?" Fragte sie nun in einem leiseren Ton, als sie das ungewöhnliche Gebäude betraten.
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
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    • Sylvar

      Slyvar nickte ihr zu, während sie den Platz überquerten und das Gebäude erreichten.
      Es war größer als zunächst vermutet und doch kleiner als gebietend. Die drei unterschiedlich hohen Türme ragten in den Himmel hinaus während Sonnenlicht durch die fensterlosen Öffnungen in der Wand fiel. Die Akademie der magischen Künste blieb nicht vielen geöffnet. Die meisten kehrten ein, aber niemals kamen sie heraus. Zauberer verhielten sich zurückhaltend, niemals anmaßend und blieben im Schatten, selbst wenn der Tag sie rief.
      Doch heute war alles anders, nicht wahr?
      Sylvar klopfte mit dem Stab gegen die Tür und ein unsichtbarer Puls schien durch die Materie zu gehen. Dort, wo eben noch eine Tür auf einen Stein gezeichnet schien, kristallisierte sich mit lautem Geknirsch und Geächze eine echte, schwere Holztür aus dem weißen Stein der Mauer. Ein Griff in Form eines Löwenkopfes bildete sich und Sylvar drückte diesen herab, um die Tür aufschwingen zu lassen.
      Drinnen erwartete sie entgegen des Bildes eines Treppenhauses oder andersartigen Zellentraktes, ein grüner Innenhof, in dem Bäume sprossen und Kieswege sich befanden. Zu allen Seiten wuchsen Kräuter und Gräser wie wild aus dem Boden heraus und beinahe erschien es einem, als seien sie nicht zufällig hier.
      "Lhoris hat sich nicht getäuscht, meine Liebe", murmelte Sylvar. "Lhoris wurde von mir höchstselbst ausgebildet. Und wenn dieser Elf eins konnte, so war es Einschätzung von Wert und Gefahr."
      Ein Lächeln zog sich über sein schlankes Gesicht, während er die Tür hinter den beiden wieder schloss.
      "Ja, ich habe vor, meinen Halbbruder zu befreien, jedoch müssen wir mit Tücke und List vorgehen. Ein direktes Eindringen im Palast ist gefährlich und tor, wenn Ihr mich fragt."
      "Ich könnte..."
      "Nein, Nuala. Deine Fähigkeiten liegen darin, möglichst viel Dreck und Aufsehen zu erregen. Wir aber wollen Andvari dort herausholen, ohne gleich ein halbes Volk abzuschlachten. Daher werden die junge HEilerin und ich das selbst erledigen."
      er wandte sich noch einmal zu Viola.
      "Nicht viel Zeit, fürchte ich. Die Frage ist hier, wie viele Informationen könnt Ihr geben und welchen Wert haben diese?"

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    • “A cell is a cell, no matter how comfortable it is.”

      Viola

      Mit einem mulmigen Gefühl im Bauch betrat Viola das eigenartige Bauwerk und ließ den Blick über das unerwartete Grün schweifen, dass aus jeder kleinsten Ecke zu sprießen schien. Allein der Geruch in der klaren Luft erinnerte sie an die Gärten des Ordens und war doch gänzlich anders. Viele der Pflanzen, die ihr kundiges Auge erspähte, konnte sie gar nicht erst zuordnen. Es wäre ein unverhoffter Segen gewesen, sich mit dem fremden Wissen vertraut zu machen, aber dafür war sie nicht hier. Unter ihren Füßen knirschten die kleinen Kieselsteinchen, die sich verschlungen durch die Vegetation schlängelten.
      Die Worte Sylvar legten ein ungeahntes Gewicht auf ihre Schultern. Was war wenn sie versagte? Wenn es einfach nicht genug war? Bei den Göttern, sie betete, dass sie die Erwartung nicht enttäuschen würde. Nicht um ihretwillen. Schwer seufzte sie und zwang sich zu einem schmalen Lächeln.
      Viola war ein wenig vorraus gegangen und betrachtete die filigranen und hübschen Blüten einer ihr unbekannten Pflanze. Die Blüten waren strahlend weiß und so rein wie frisch gefallener Schnee. Doch ihre Gedanken hingen fest bei Sylvar.
      "Ich kenne die Positionen ein paar weniger Versorgungslager. Wir haben dort auf dem Weg ins Grenzgebiet immer wieder unsere Vorräte aufgefüllt. Es steht ein harter Winter hinter den Bergen bevor. Ohne eine stetige Versorgung der Heerlager, kann die Frontlinie nicht gehalten werden." Nachdenklich tippte sich Viola mit den Fingerspitzen an die Lippen.
      Der Blick der jungen Frau und auch ihre zögerliche Weise zu sprechen, verrieten wie zerrissen sie zwischen ihrer Pflicht und dem Wunsch Andvari zu befreien war.
      "Was immer ich auch berichte, es werden Unschuldige sterben. Dörfer werden brennen, Familien zerrissen." Viola schüttelte den Kopf. Konnte sie wirklich so viel Schuld auf sich laden, um einem einzigen Mann das Leben zu retten. Aber sie hatte ihr Wort gegeben.
      "Das ist noch etwas. Kein wirkliches Geheimnis, aber niemand wagt es auszusprechen."
      Die Heilerin drehte sich nun wieder zu den beiden Elfen um.
      "Es gibt Gerüchte über den Gesundheitszustand des Kaisers. Es heißt Kaiser Alexandre de Bourgone leide unter einem zunehmend gebrechlicherem Verstand. Der Kaiser soll verwirrt und unberechenbar sein. Man versucht es zu verheimlichen. Aber es würde erklären, warum er ohne Rücksicht auf Verluste Truppen an die Grenzlinien schickt. Die Garde verliert mehr Männer als sie nachziehen kann. Es heißt der Rat in Bourgone spiele mit dem Gedanken den Prinzen vorzeitig auf den Thron zu setzen, was aber nur möglich ist, wenn der derzeitige Regent seine Zustimmung gibt. Oder er verstirbt."

      [A Kingdom of Flesh and Fire]
      “We all change, when you think about it.
      We’re all different people all through our lives.
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    • Sylvar

      Der Elf hörte der jungen Heilerin gespannt zu, während seine Finger komplizierte Muster in die Luft malten. Es erschien beinahe als zeichne er einen Stuhl, der sogleich aus dem Nichts des umherliegenden Seins ihrer selbt erntstand. Beinahe beiläufig nahm er ihn aus der Luft und stellte ihn vor sich hin, die Lehne Viola zugeneigt und machte eine einladende Geste.
      Freilich hier, inmitten von Gräsern und Kräutern, dem geheimsten seiner Regugien.
      Nuala lehnte sich an eine Säule und schien das erste Mal seit Tagen zu entspannen. Ihre Gesichtszüge lockerten sich und ihr Atem ging ruhig, ehe sie sich nochmals abstieß und ihn ansah.
      "Ich werde mich kurz in die Krypta begeben", murmelte sie.
      Sylvar nickte wissend und blickte sodann wieder Viola an. Er wusste, wohin Nuala verschwand. Lhoris wurde dort unten aufgebahrt und auch wenn der Erzmagier durchaus Hoffnung hatte, den Tod mit der Zeit zu besiegen, so war Lhoris vermutlich verloren im Nichts. Es hieß, wenn ein Leib zu lange lag, würde selbst die Zeit nicht mehr den Tod besiegen können.
      Als Viola endete setzte sich der Elf ebenfalls auf einen Stuhl ihr gegenüber, ehe er einen Tisch aus dem Nichts holte und diesen zwischen ihnen platzierte. Er griff nach links, scheinbar in die Luft. Und während seine Hand in einem unsichtbaren Raum verschwand und eine Teekanne mit zwei Tassen zuTage förderte, lächelte er nachsichtig.
      "Ihr müsst durstig sein. Ich habe einen wunderbaren Kräutertee, der Euch mit Sicherheit einiges an Erleichterung bringen würde", murmelte er und blickte sie beim Einschenken an. "Die Information hinsichtlich des Kaisers ist sehr wertvoll, meine Liebe. Es ist durchaus möglich, dass der König sich hierfür erkenntlich zeigt. Es ist immanent wichtig, dass Ihr seine Aufmerksamkeit für eine kleine Zeit bindet, damit ich meinen Bruder befreien kann..."
      Er sah einen Moment lang sehr bedauernd aus.
      "Es darf nicht sein, dass er für ein Verbrechen büßt, dass er nicht beging. Oder nur teilweise. "

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell
    • "I don't know where I would be right now if it weren't for you.
      I don't know if I would be alive. But I do know what I would be.
      I would be less. I wouldn't feel like this."



      Viola

      Beinahe zögerlich berührte Viola die Lehne des Stuhls, als müssten sich ihre Finger davon überzeugen, dass das Möbelstück tatsächlich von Substanz war. Der irrwitzige Gedanke, sie könnte sich setzen und der Stuhl würde im Nichts verschwinden, ließ sie kurz schmunzeln. Vielleicht lag es an der Aura, die der Garten verströmte, aber die Heilerin hatte das Gefühl leichter atmen zu können. Einen Seitenblick zu Nuala verriet ihr, dass es es der Elfin wohl ähnlich ging.
      Anscheinend wusste Sylvar genau wohin Nuala verschwand. Viola hatte ihre Vermutung, als die Elfin die Krypta erwähnte, war aber so höflich nicht weiter nachzufragen. Etwas zögerlich nahm sie schließlich auf dem Stuhl platz. Beeindruckt sah die junge Frau zu, wie weitere Gegenstände aus der Luft auftauchten. Das Glitzern in ihren Augen ähnelte der Begeisterung eines Kindes. Sie hatte sich noch immer nicht an den Anblick von Magie gewöhnt.
      "Das ist absolut erstaunlich..." Wisperte sie mehr zu sich selbst und drehte die Teetasse umsichtig zwischen ihren Fingern, klopfte sogar leicht mit den Fingerspitzen dagegen. Sie erinnerte sich an das wärmende Licht, dass Andavari in bitterer Kälte beschworen hatte und für einen Augenblick huschte etwas Trauriges über ihr Gesicht. Viola stellte die Tasse wieder ab, damit Sylvar den Tee einschenken konnte. Der wohlriechende Duft schien sie einzuhüllen.
      "Danke..." Sprach sie leise und roch an der dampfenden Tasse. Der Geruch beruhigte ihre strapazierten Nerven. Nachdem sie bedächtig einen Schluck getrunken hatte, langsam um sich nicht die Zunge zu verbrennen, hielt sie die Tasse in ihrem Schoß fest.
      "Wird das wirklich reichen um den König abzulenken? Falls er mir überhaupt Gehör schenkt. Er hat mich angesehen, als würde er mich am liebsten in das dunkelste Loch werfen und verroten lassen. Ich muss gestehen, es macht mir Angst ihm gegenüber treten zu müssen."
      Viola hob den Blick und blickte Sylvar eine Minute lang schweigen an.
      "Werdet Ihr mir erzählen, was vorgefallen ist? Es geht mich nichts an, aber..." Die junge Frau kaute nervös auf ihrer Unterlippe. Nachdenklich nippte sie an ihrer Tasse. Irgendetwas an Sylvar machte es ihr einfach ihre wirren Gedanken zu sortieren. Vielleicht war auch etwas im Tee.
      "Der Gedanke, dass sie Andvari etwas antun, zerfrisst mich."
      “We all change, when you think about it.
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    • Sylvar

      Der Elf blickte die junge Heilerin lächelnd an und trank einen Schluck des Tees, um ihr gleichsam dessen Ungefährlichkeit zu vermitteln.
      "Erstaunlich mag es sein", stimmte er zu. "Wenn man so lange lebt wie wir, erscheint es bald als mehr als selbstverständlich, aber ja. Es ist einzigartig, derlei Magie zu besitzen. Meine Magie ist die sogenannte Erschaffung. Ich bin in der Lage, leblose Gerätschaften oder Dinge hervorzubringen, wenn ich meine Aura an einem Ort konzentriere. So entstand dieser Stuhl. Und diese Tasse."
      Zur Verdeutlichung tippte er mit dem Fingernagel an die Tasse, um deren Beschaffenheit zu zeigen. Der Klang erfüllte den Raum und wies sie eindeutig als Porzellan aus. Ein wertvolles sogar. Das Porzellan seiner Mutter.
      "Ob es reichen wird, werden wir sehen. Sprecht, als hinge Euer Leben davon ab!", bemerkte er und begann sogleich zu kichern. "Nun, vielleicht tut es das sogar, nicht wahr?"
      Sylvar nahm einen weiteren Schluck Tee und verschluckte sich beianhe, als sie ihre letzte Frage stellte.
      "Ich..."
      Er setzte zu Sprechen an und hielt dann doch inne.
      "Nun...Es ist nicht ganz einfach und vieles bleibt auch mir verborgen, müsst Ihr wissen. Aber Andvari hat sich inder Vergangenheit zu meiner SChande eines Verbrechens schuldig gemacht, dass mein BRuder und mein Vater ihm nicht verzeihen können."
      Der Elf setzte seine Tasse ab und Traurigkeit stahl sich in seinen Blick. Für einen Moment lang erschien er beinahe unendlich viel älter als er eigentlich war, während er an die Wand hinter Viola starrte und sich die grausigen Ereignsse der letzten Jahre wieder in Erinnerung rief.
      "Andvari tötete meine Mutter, die Königin."

      The more that I reach out for heaven
      The more you drag me to hell