"Weil es in meiner Natur liegt, für meine Freunde dazusein und zu helfen, wo ich nur kann."
Er legte einen Arm um sie und zog sie an sich. Das Blut und die Kälte waren ihm dabei egal. Er musste sich einfach um sie kümmern.
"hey... Ist doch alles in Ordnung. ich weiß, was du getan hast und es ist mir egal. Das ist kein Problem."
Er strich ihr sanft und beruhigend über den Rücken. Natürlich achtete er dabei auf ihre Flügel, er wollte ihr ja nicht weh tun.
Nemu blickte zu Boden und rieb sich das Blut vom Gesicht.
"J-ja..." sie legte ihren Kopf auf Shinjis Schulter und versuchte an etwas anderes zu denken.
"Es nicht alles schlecht, weißt du? Wenn du willst, kann ich dir helfen damit klar zu kommen. So richtig meine ich. Keine schmerzhaften Anfälle von Fleischeslust mehr."
Er stellte diesen Vorschlag einfach so in den Raum. Sie musste nicht einmal was sagen. Und dieses Angebot galt zu jederzeit. Wenn sie seine Hilfe brauchte, würde er ihr helfen. Wenn nicht, dann eben nicht. Ihre entscheiung.
"Okay. Auch kein Problem."
Er konnte gar nicht verhindern, dass siche seine Flügel zeigten. Sie tauchten einfach auf; brachen nicht wie das letzte Mal aus seinem Rücken.
Sie leuchteten so hell, dass sie den ganzen Raum ins Licht tauchten. Doch das Zimmer war Shinji egal.
Er legte seine Flügel um Nemu wie er es mit seinem Arm getan hatte. Seine Flügel waren wohlig warm und strahlten ein Gefühl der Sicherheit aus.
Shinji lächelte bloß.
"Ich hab das jetzt alles verstnden. Am besten ruhst du dich jetzt erstmal aus. Ich regel das Chaos hier schon irgendwie, versprochen."
Er strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht und lächelte immer noch.
Nemu dachte kurz nach und seufzte dann leise.
"Ich...weißt du ich hatte vorher noch nie solche Gefühle...wie für dich...ich war schon mit so vielen zusammen...und da war der Zweck nichts mehr als mich zu Ernähren doch bei dir...ist es mehr..." fing Nemu an zu erklären.
Shinji verstand, was sie ihm sagen wollte und schloss die Augen. Er nickte bloß als Bestätigung, dass er sie gehört hatte.
Er befand sich in einem Dilemma. Auf der einen Seite war Asuna und jetzt war da noch Nemu...
Innerlich seufzte er. Das würde alles noch viel komplizierter werden.
Nemu war über die Reaktion ziemlich...besser gesagt mehr als Überrascht.
"Eh...und...ich weiß auch...das wir nicht zusammen gehören egal wie sher ich es mir wünsche...darum verschwand ich...als du erfahren hast was du bist..." fuhr sie fort.
"Wer sagt denn, dass wir nicht zusammen gehören? Gegensätze haben sich schon immer angezogen. Wenn du böse bist und ich gut, dann sind wir doch wie Ying und Yang, oder nicht? Das Gute hält das Böse von seinen Taten ab und das Böse befreit das Gute aus den Regeln. Vielleicht brauchen wir eine Weile. vielleicht wird nie etwas draus. Aber... sollten wir es nicht gerade wegen diesem 'Vielleicht' versuchen? Aus dem Vielleicht ein klares Ja oder Nein zu machen?"
Er klang schon fast wie ein Priester.
"Nein das Funktioniert nicht...ich bin ein Succubus...und du Seraphim...das hat nichts mit böse und gut zu tun...sondern mit Leben und Tot" antwortete Nemu traurig.
"Sind das nicht auch Gegensätze? Es kann keinen Tod ohne Leben geben. Und niemand lebt, wenn keiner sterben kann."
Er strich ihr sanft über die Wange und sah ihr dann lächelnd in die Augen.
"Vielleicht ist nicht gleichbedeutend mit nein."