Konnte er das denn tun? Nein, es ging nicht mehr darum, was er konnte, sondern was er schlussendlich schon getan hatte - Rain verletzt, sich selbst den Dolch in die Brust gerammt und sich dazu entschiedenen, ihnen beiden bittere Medizin zu verabreichen. Aufspringen wollte er, davonlaufen, so, wie er es schon einmal getan hatte - wieso hockte er auch noch über dem Lamm und setzte sein Verlangen nicht in die Tat um? Wovor fürchtete er - ein großer, starker, böser Wolf? Vor den Konsequenzen, die ein kleines, schwaches und liebenswertes Lamm ihm aufbrummen konnte, weil er es aufgescheucht hatte? Nayantai würde wieder in einem Kerker landen, allein und verlassen, würde wieder anfangen, die Wassertropfen zu zählen, die in einer Lache aufschlugen - war es nicht das, woraus sein Leben bestanden hatte? "Ich will von dir, dass du aufhörst, dich hier zu verkriechen!", rief der Wolf, dessen Wut bereits abklang - er wusste selbst nicht, was er tun sollte, geschweige denn, wieso er eigentlich so wütend geworden war. War es Angst? Oder hatte er wirklich den Verstand verloren, nachdem er mehr Schmerz und Leid erfahren hatte, als ein Mensch jemals sollte? Brannte all das deswegen so sehr in seinem verkohlten Herzen? Zu glauben, es war Liebe, das es höher schlagen ließ, war reine Einbildung gewesen - Rain war ein Fremder, war Niemand, den er kannte und doch hatte er versucht, ein Loch mit ihm auszufüllen, das gar nicht gestopft werden konnte. Wie jämmerlich er doch war.
"Was ich eigentlich tun sollte?" Rain hatte recht - er sollte eigentlich irgendwo in Thria sein, sollte versuchen, ein guter Kronprinz zu sein und die Illusion zu wahren, dass dieser verlorene Krieg so gut wie gewonnen war, wenn sie noch ein paar Jahre länger versuchten, nicht zu sterben - wenn er die klaffenden Wunden ignorierte, bis er seinen müden Körper nicht mehr schleppen konnte und irgendwo, so wie der Rest von ihnen - hungrig und einsam im Dreck verendete. "Ja, vielleicht will ich eine Rechtfertigung dafür, wieso ich nicht in mein miserables Leben zurückkehren will. Vielleicht willst du eine Rechtfertigung, damit du es dir schön reden kannst, wieso du nie nach draußen gehen wirst - wir haben beide verloren, egal was wir versuchen", seine Augen fielen wiederum auf das Lamm herab, von dem er seine Hände nach, von dem er sich entfernte, damit er sich am Ende des Bettes hinsetzen konnte und auf es starren konnte, auf die jämmerliche Gestalt, die sich nur selbst zu helfen wusste. "Wer weiß, vielleicht wäre es mir sogar besser gegangen, wenn ich einfach akzeptiert hätte, dass ich in den Kerker des Königs gehöre - aber das hat nichts damit zu tun, keine Sekunde lang." Sie beide waren Jammerlappen, waren maßlos verwirrt und waren - im wahrsten Sinne des Wortes - nicht diejenigen, die sie sein sollten. Woran glaubte Nayantai? Daran, dass er sich ewig gegen Traditionen auflehnen konnte, dass er einfach ein Lamm mit sich nach Hause schleppen konnte. Nun saß er da, zog seine Beine an sich heran und wandte selbst seinen Blick ab - viel mehr konnte er nicht falsch machen. "Es tut mir leid, dass ich jemals geglaubt habe ... dass ich irgendetwas will. Dass ich dich einfach in meine Träume miteinbeziehe, ohne, dass ich vorher daran denke, was du wirklich willst." In seinem Herz war ein Knoten, fest und schwer, der es eben jenem unmöglich machte, vernünftig zu schlagen. Wonach sehnte er sich? Wovon träumte er? "Aber ... ich kann dich nicht alleine hier lassen. Und wenn ich einmal meinen Fuß in den Schnee vor dem Tor setze, dann ... komme ich nicht mehr wieder. Selbst, wenn ich es mir wünschen würde."
"Was ich eigentlich tun sollte?" Rain hatte recht - er sollte eigentlich irgendwo in Thria sein, sollte versuchen, ein guter Kronprinz zu sein und die Illusion zu wahren, dass dieser verlorene Krieg so gut wie gewonnen war, wenn sie noch ein paar Jahre länger versuchten, nicht zu sterben - wenn er die klaffenden Wunden ignorierte, bis er seinen müden Körper nicht mehr schleppen konnte und irgendwo, so wie der Rest von ihnen - hungrig und einsam im Dreck verendete. "Ja, vielleicht will ich eine Rechtfertigung dafür, wieso ich nicht in mein miserables Leben zurückkehren will. Vielleicht willst du eine Rechtfertigung, damit du es dir schön reden kannst, wieso du nie nach draußen gehen wirst - wir haben beide verloren, egal was wir versuchen", seine Augen fielen wiederum auf das Lamm herab, von dem er seine Hände nach, von dem er sich entfernte, damit er sich am Ende des Bettes hinsetzen konnte und auf es starren konnte, auf die jämmerliche Gestalt, die sich nur selbst zu helfen wusste. "Wer weiß, vielleicht wäre es mir sogar besser gegangen, wenn ich einfach akzeptiert hätte, dass ich in den Kerker des Königs gehöre - aber das hat nichts damit zu tun, keine Sekunde lang." Sie beide waren Jammerlappen, waren maßlos verwirrt und waren - im wahrsten Sinne des Wortes - nicht diejenigen, die sie sein sollten. Woran glaubte Nayantai? Daran, dass er sich ewig gegen Traditionen auflehnen konnte, dass er einfach ein Lamm mit sich nach Hause schleppen konnte. Nun saß er da, zog seine Beine an sich heran und wandte selbst seinen Blick ab - viel mehr konnte er nicht falsch machen. "Es tut mir leid, dass ich jemals geglaubt habe ... dass ich irgendetwas will. Dass ich dich einfach in meine Träume miteinbeziehe, ohne, dass ich vorher daran denke, was du wirklich willst." In seinem Herz war ein Knoten, fest und schwer, der es eben jenem unmöglich machte, vernünftig zu schlagen. Wonach sehnte er sich? Wovon träumte er? "Aber ... ich kann dich nicht alleine hier lassen. Und wenn ich einmal meinen Fuß in den Schnee vor dem Tor setze, dann ... komme ich nicht mehr wieder. Selbst, wenn ich es mir wünschen würde."
Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.