"Ich glaube auch nicht, dass sich ein lebender Wolf hierher bringen ließe", was wiederum hieß, dass Nayantai wusste, dass er gar nicht mehr in einem Stück war, nachdem er den Kerker verlassen hatte. Wer wusste schon, vielleicht hatte man ihn viergeteilt, war nur mehr die Einbildung eines kranken, sterbenden Mannes, der nicht mehr wusste, als sich mit seiner Illusion aus der anderen Welt zu unterhalten. "Aber wer weiß, vielleicht bringt er dir ja noch einen mit." Dann wäre nicht nur Nayantai selbst vermutlich überflüssig, sondern hätte ein ganz anderes Problem, mit dem er sich herumplagen musste - jemand, der vermutlich wusste, wer er war und der ihm Dinge vorhalten konnte, aber die Chancen dafür waren mehr als gering. Welche Gründe besaß ein Krieger auch schon, noch mehr Wölfe in ein fremdes Land zu verschleppen um sie vor dem Tod zu wahren? Keine. Nicht einen einzigen, der ihm konkret einfallen würde und keiner davon würde Sinn machen. "Du wirkst so, als redest du nicht gerne über deinen Vater, hm? Gibt es irgendetwas, das dich belastet?", fragte der Wolf, war sich im klaren darüber, dass er nicht in der Position war, sich um Rain zu kümmern und doch interessierte es ihn nicht, sich zügeln zu lassen. Wenn er schon hier war, schon umsorgt wurde, dann konnte er sich wenigstens dem jungen Fürsten erbarmen und darauf hoffen, er würde ihn dazu umstimmen können, dass Wölfe auch nur Menschen waren, denen man Unrecht tat.
Wölfe und Schafe glichen sich, waren beide unvernünftig und doch konnten sie nicht miteinander koexistieren, weil der König der Schafe es sich zur Aufgabe gemacht hatte, die Wölfe schlecht zu reden, die nicht mehr taten, als sich aus den Machenschaften des anderen Volkes herauszuhalten und schließlich auch dazu gezwungen wurde, sich wieder gegen einen gemeinsamen Feind zu vereinen. Wann hatten alle Stämme das letzte Mal auch einigermaßen zusammen agiert? Nicht oft, höchstens, als sich ihre Oberhäupter trafen und Dinge diskutieren wollten - oder wenn die Prinzen auf die Jagd gingen. "Um eine Frau? Wölfe tun das ... auch, aber nicht alle", nuschelte der Wolf, der dennoch die Nähe des Schafes suchte, jetzt, da sie auf ihren Rücken lagen und er seinen schweren Kopf nicht mehr auf die Schulter seines Lammes legen konnte. "Wenn sich die ... Prinzen? ... der Wölfe treffen dann ... schlagen wir uns aus Spaß, oder weil jemand ... schlecht über ein anderes ... Volk redet", gab er dann doch zu. Nayantai hatte zwar nicht oft zu der Fraktion gehört, die auf einer mehrtägigen Jagd wie eben jener sich einfach mit jemandem schlug, aber Meinungsverschiedenheiten gab es immer, spätestens dann, wenn man sich mit jemandem das Zelt teilen musste, den man nicht kannte oder kennen wollte.
Hier war es anders, es war keiner auf Krawall gebürstet und die einzigen Personen, die ihn umgaben, waren auch keine Wolfsprinzen, die ihn nicht leiden konnten - oder ihn zu gut leiden konnten. "Nicht immer. Ich glaube, ich habe mich eher auf ... andere ... Dinge konzentriert", lachte Nayantai. Sah man sich nur wenige Tage im Jahr, nutzte man die Zeit eben nicht nur, um irgendein mystisches Tier zu jagen, das man sich dann ohnehin miteinander teilen musste, sondern auch, um Bände zu knüpfen und unerfahrenen, jungen Prinzen zu zeigen, dass ihre Väter oder Mütter sich nicht ewig vor sie stellen würden, nur, weil sie ihre Kinder waren. Mit Konsequenzen musste man leben und wer austeilte, der musste auch einstecken können. "Ich meinte nur, dass wir auch ... nachts jagen ... manchmal", mehr brauchte Rain auch gar nicht erst zu wissen. Sein Blick wanderte nach oben, bevor er den Talisman vor seine Augen hielt und diesen nochmals eindringlich anstarrte. "Daraus werde ich auch nicht schlau."
Wölfe und Schafe glichen sich, waren beide unvernünftig und doch konnten sie nicht miteinander koexistieren, weil der König der Schafe es sich zur Aufgabe gemacht hatte, die Wölfe schlecht zu reden, die nicht mehr taten, als sich aus den Machenschaften des anderen Volkes herauszuhalten und schließlich auch dazu gezwungen wurde, sich wieder gegen einen gemeinsamen Feind zu vereinen. Wann hatten alle Stämme das letzte Mal auch einigermaßen zusammen agiert? Nicht oft, höchstens, als sich ihre Oberhäupter trafen und Dinge diskutieren wollten - oder wenn die Prinzen auf die Jagd gingen. "Um eine Frau? Wölfe tun das ... auch, aber nicht alle", nuschelte der Wolf, der dennoch die Nähe des Schafes suchte, jetzt, da sie auf ihren Rücken lagen und er seinen schweren Kopf nicht mehr auf die Schulter seines Lammes legen konnte. "Wenn sich die ... Prinzen? ... der Wölfe treffen dann ... schlagen wir uns aus Spaß, oder weil jemand ... schlecht über ein anderes ... Volk redet", gab er dann doch zu. Nayantai hatte zwar nicht oft zu der Fraktion gehört, die auf einer mehrtägigen Jagd wie eben jener sich einfach mit jemandem schlug, aber Meinungsverschiedenheiten gab es immer, spätestens dann, wenn man sich mit jemandem das Zelt teilen musste, den man nicht kannte oder kennen wollte.
Hier war es anders, es war keiner auf Krawall gebürstet und die einzigen Personen, die ihn umgaben, waren auch keine Wolfsprinzen, die ihn nicht leiden konnten - oder ihn zu gut leiden konnten. "Nicht immer. Ich glaube, ich habe mich eher auf ... andere ... Dinge konzentriert", lachte Nayantai. Sah man sich nur wenige Tage im Jahr, nutzte man die Zeit eben nicht nur, um irgendein mystisches Tier zu jagen, das man sich dann ohnehin miteinander teilen musste, sondern auch, um Bände zu knüpfen und unerfahrenen, jungen Prinzen zu zeigen, dass ihre Väter oder Mütter sich nicht ewig vor sie stellen würden, nur, weil sie ihre Kinder waren. Mit Konsequenzen musste man leben und wer austeilte, der musste auch einstecken können. "Ich meinte nur, dass wir auch ... nachts jagen ... manchmal", mehr brauchte Rain auch gar nicht erst zu wissen. Sein Blick wanderte nach oben, bevor er den Talisman vor seine Augen hielt und diesen nochmals eindringlich anstarrte. "Daraus werde ich auch nicht schlau."
Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.