❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • ___ Yazhen ___

      Es war ziemlich schwierig einen Menschen wie Yazhen zu überraschen oder ihm annähernd genug Gefühle zu entlocken. Auch wenn er seinen stoischen Gesichtsausdruck behielt, als man ihm knallhart den Vorhang zur Seite gezogen hatte, war er innerlich dermaßen perplex, dass ihm das erste Mal die Worte fehlten. In China wäre das Mädel dafür abgeknallt worden und der Tao spielte selbst mit dem Gedanken, diese Person einfach verschwinden zu lassen. Da er sich aber hier nicht in seiner Heimat befand, in Gesellschaft von Kaoru und weil es seinem Anstand widersprach, war seine einzige Reaktion die Frau ziemlich unbeeindruckt anzusehen. Ehrlich gesagt war ihm diese Situation alles andere als egal, aber die Taos waren nun einmal dazu gedrillt worden ihre Gefühle zu unterdrücken. Seinem kleinen Bruder war das selten gut gelungen. Die Verkäuferin starrte ihn an als wäre er ein Tier im Zoo. Er selbst war froh, dass er mit dem Oberkörper zu den anderen stand und nicht mit dem Rücken. Wahrscheinlich hätten diese sonst vor Schock über all die Narben und Striemen geschrien. Sein Blick wanderte zu Kaoru, als dieser plötzlich die Stimme erhob und diese kalte und ernste Stimme passte so gar nicht zu diesem engelsgleichen jungen Mann. Vielleicht war aber auch gerade dieser Switch der Grund, weshalb er auch seinen Posten bei Taejin Hwang hatte. Der Tao hatte gute Lust den jungen Mann abzuwerben...
      "Ich danke Ihnen für Ihr Taktgefühl. Ich muss gestehen, das ich damit nun wirklich nicht gerechnet habe." Seine Blick wandere zu seinem Oberteil. "Und dann ist auch noch das Oberteil in der falschen Größe." Er zog also den Vorhang wieder zu und sammelte seine Klamotten ein, für die er sich entschieden hatte.
      Wahrscheinlich war es das Beste, wenn sie beide schnellstmöglich diesen Laden verlassen würden. Mit Kaoru an seiner Seite hatte er die Kasse angesteuert. Die Verkäuferinnen waren beide immer noch feuerrot im Gesicht, dass sie der roten Werbetafel für die neusten Schokoriegel gegenüber bei der Chocolaterie enorme Konkurrenz machten. Sie sprachen kein Wort, kassierten regelrecht in Schallgeschwindigkeit und der Chinese konnte sich nicht daran erinnern, wann er jemals so schnell abkassiert und mit Einkaufstüten versorgt worden war.
      Mafioso waren nun wirklich nicht die Lieblingsgesellschaft, aber so schnell war er auch noch nie irgendwo herausgeflogen.


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    • Kaoru
      Er verzog leicht das Gesicht, als die beiden Verkäuferinnen sich hochrot und beschämt schnell entfernten, warf ihn förmlich einen angewiderten Blick hinterher, ehe er sich wieder an Yazhen wandte, welcher immernoch viel zu freizügig dastand und das eben geschehene dennoch recht nonchalant kommentierte. Kaoru hob dabei eine Augenbraue und schüttelte nur leicht den Kopf.
      "Damit rechnet keiner. Kann ich ihnen also nicht verdenken. Ziehen sie sich fertig um, ich steh Wache... traurig genug, dass das wohl nötig ist.", bot der Japaner schließlich an und wartete, während sich Yazhen hinter dem wieder zugezogegenen Vorhang umzog und behielt die zwei Damen weiter entfernt genau im Blick. Es dauerte nicht lange, da öffnete sich der Vorhang wieder und Yazhen trat nun wieder eingekleidet aus der Umkleide und bewegte sich zügig mit Kaoru zur Kasse, wo sie ihre ausgewählten Kleidungsstücke bezahlten. Der sonst so engelsgleich und freundlich wirkende Kaoru strafte die Damen nun eher mit Kälte, hielt es nicht nötig mit ihnen noch weiter Konversation zu führen, weshalb er nachdem er bezahlt hatte wortlos die Tüte mit der Ware nahm und mit Yazhen das Geschäft verließ. Ernsthaft... hätte Taejin das miterlebt, hätte Hayato umgehend davon erfahren... und die Damen hätten keine Minute später eine Kündigung in der Hand gehalten. Da war sich Kaoru verdammt sicher.
      "Was halten sie davon, wenn wir das Cafe aufsuchen? Die Wahrscheinlichkeit dort bespannt zu werden ist deutlich geringer...", schlug Kaoru schließlich vor, spürte aber im gleichen Moment sein Handy in seiner Tasche vibrieren. Mit einem entschuldigenden Nicken fischte der Japaner sein Handy heraus, blieb kurz stehen und nahm das Gespräch an. Er vernahm die Stimme von Taejin, welcher Kaoru knapp begrüßte. Kaoru schenkte Yazhen einen kurzen Seitenblick, unsicher, ob er lieber einen Vorwand finden sollte, um mit Taejin in Ruhe telefonieren zu können, ohne das Yazhen neben ihm stand oder ob das zu sehr für Misstrauen bei dem Chinesen führen würde... natürlich würde es zu großem Misstrauen führen.
      "Ist Yazhen noch mit dir unterwegs?", hörte er schließlich Taejins Worte und Kaoru antwortete mit einer knappen Bestätigung.
      "Gib ihn mir. Ich muss mit ihm reden." Zögerlich blickte Kaoru zu dem Chinesen auf und reichte ihm dann sein Handy. "Taejin möchte mit ihnen reden."
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    • ___ Yazhen ___

      Dieser Laden würde ihn so schnell nicht wiedersehen und in Anbetracht dessen, dass es sich hier um ein Kaufhaus mit sehr großen Namen handelte, war das Verhalten der Verkäuferinnen extrem schockierend. Nun wie sagte man so schön? Kam wohl in den besten Familie vor. Die Sakurais wären außer sich. Es war nicht so, dass sich der Tao für seinen Körper schämte, auch wenn sein Rücken alles andere als etwas war, dass man anderen zeigen sollte. Allerdings war er nun einmal so erzogen worden, dass sämtliche Intimitäten lediglich ins Schlafzimmer gehörten. Wenn es nach seiner Familie ging, war Fortpflanzung auch nur der einzige Grund für Intimität, aber so prüde war Yazhen nun auch wieder nicht. Schließlich hatte er Liebe kennengelernt. Ein einziges Mal in seinem Leben und er hatte eigentlich nicht vor das zu wiederholen. Sexuelles Verlangen kannte er auch, er war schließlich auch nur ein Mensch und es wäre gelogen, würde er behaupten asexuell zu sein. Sich allerdings einfach zu entblößen gehörte nicht zu etwas das bei ihm an der Tagesordnung stand. Herrje, das beschäftigte ihn mehr als gedacht. Glücklicherweise wirkte er nach außen gelassen wie eh und je. Der Chinese hatte das strenge Training seiner Familie immer gehasst und verflucht, war aber für seine Kontrolle oft dankbar. Als er den Vorhang zugezogen hatte atmete er erleichtert aus. Schnell zog er sich um und verließ mit Kaoru schneller den Laden als dieser Superheld aus den Comics seines kleinen Bruders, die er vor seiner Familie versteckte.
      Für den Vorschlag von Kaoru war er sehr dankbar. " Sehr gute Idee.", antwortete er, nickte dann aber verständnisvoll als Kaorus Handy vibrierte und sich der Japaner höflich entschuldigte. Yazhen wartete geduldig, sicherlich rief Taejin Hwang an und der Japaner musste jetzt herausfinden, wie er am besten in Gegenwart des Tao sprechen konnte.
      Allerdings kam es anders als erwartet und ihm wurde das Handy gereicht. Zugegeben überrascht nahm er das Handy entgegen.
      "Sie möchten mich sprechen?"


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    • Kaoru
      Er musste zugeben, dass er in diesem Moment hier mit Yazhen in einer Mall tatsächlich für kurze Zeit vergessen hatte, weshalb sie überhaupt hier waren. Es hatte sich kurz wie eine Art... Date angefühlt, so absurd das eben auch klang... Kaoru war kein Mensch der normale Dates hatte und das schon gar nicht mit dem Erben eines chinesischen Mafiaclans, dessen Verhältnis zu den Hwangs eher... angespannt war. Und waren wir mal ehrlich... die meisten Taos würden sich eher selbst umbringen, als auf ein gleichgeschlechtliches Date zu gehen. Ganz so schlimm schätzte Kaoru Yazhen zwar nicht ein, aber es war ziemlich offensichtlich, dass der einzige queere Tao jener war, der aktuell gesucht wurde. Leider hatte Taejin aus dieser Gedankenwelt und dem unbekümmerten hier und jetzt herausgeholt. Kaoru hatte sein Handy aus der Tasche gefischt, war herangegangen und hatte im gleichen Zuge direkt fieberhaft überlegt, wohin er denn verschwinden könnte und welche Ausrede er nutzen würde, um Abstand zu Yazhen zu gewinnen und das Gespräch ohne die Anwesenheit des Taos führen zu können. Doch Taejin hatte wohl andere Pläne. Umso perplexer reichte der Japaner Yazhen das Telefon, welcher schließlich das Gerät an sein Ohr hielt.
      "Yazhen... ich bin erstaunt, dass du noch mit Kaoru unterwegs bist und sogar deine Leute abgewimmelt hast... sag bloß du rebellierst nun endlich gegen deine Familie..." Er wusste, dass Yazhen dem nicht zustimmen würde, oder es gar kommentierte, weshalb Taejin Hwang direkt weitersprach um auf den Punkt zu kommen.
      "Ich sag gleich vorweg, dass ich dir keinen Tipp gebe, wo Shin und ich uns aktuell aufhalten, allerdings kann ich dir bestätigen, dass wir ebenfalls der Spur des Wappens folgen, welches ihr wohl auch bereits entdeckt habt... und mir ist nicht entgangen, dass deine Familie noch nicht darüber Bescheid weiß... ich bin mir nicht ganz sicher, warum du es deiner Familie vorenthältst und stattdessen auf eigene Faust weitersuchst, aber es kommt mir zugute... und weil ich ebenfalls ein großer Bruder bin, dem sein kleiner Bruder verdammt viel bedeutet, möchte ich dir eine kleine Last nehmen. Wir kommen Kitty näher... und haben ein Lebenszeichen von vor knapp fünf Tagen von ihm, sowie eine heiße Spur wo er hin ist. Das heißt, dass er womöglich immernoch wohlauf sein könnte und einfach nur in diese Jagd zu vertieft ist."
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    • ___ Yazhen ___
      Nicht das er nach der Aktion in diesem Geschäft sonderlich gute Laune hatte, aber er war überraschend entspannt in der Gesellschaft von Kaoru. Es war einfach mit dem Japaner zu sprechen, selbst wenn es einfach nur Belanglosigkeiten waren. Es lag keine Anspannung, Gefahr oder der nächste Streit in der Luft. Natürlich hatte Yazhen nicht vergessen für wen Kaoru arbeitete und schon gar nicht, was seine Mission hier war. Allerdings hätte er einen schlimmeren Reisegefährten erwischen können und Kaoru war erstaunlich angenehm. Weniger angenehm war es da mit Taejin zu sprechen. Das katapultierte die Ruhe des Chinesen direkt in schlechte Laune. Man sah es dem Tao selbstverständlich nicht an, aber allein schon von Taejin Hwang wieder einmal geduzt zu werden, obwohl er ihm dies nie angeboten hatte, verärgerte ihn. Es war nicht so, dass er Taejin hasste, aber leiden konnte er ihn auch nicht. Auf die niveaulose Begrüßung ging der Chinese nicht ein, warum auch? Mit Taejin zu diskutieren war ungefähr wie mit einem hormongesteuerten Teenager und er hatte seinen eigenen Jugendlichen, den er ausfindig machen musste, da brauchte er nicht noch einen. Yazhen ignorierte demnach alle Stichleien, blöde Andeutungen und Lobpreisung an die eigene Person, mit denen der Hwang-Erbe um sich warf und konzentrierte sich auf die ihm einzig wichtige Information. Sein kleiner Bruder wurde vor knapp 5 Tagen gesehen. 5 Tage waren viel zu viel und jeder wusste, dass die ersten 24 Stunden entscheidend sind, aber es war besser als nichts und Kit ist ein Tao. Wenn die Tao-Geschwister etwas können, dann überleben. Mal ehrlich niemand konnte sie mehr foltern, als die eigene Familie.
      "Ich bedanke mich für dich Info.", kam es knapp von dem Chinesen. "Wenn Sie nichts dagegen haben werde ich mich wieder meiner eigenen Suche widmen. Es ist nicht so, dass ich für Ihre Hilfe nicht dankbar wäre, aber ich vertraue Ihnen nicht. " Die Information von Taejin Hwang war alles andere als hilfreich, abgesehen von der Tatsache, dass sie wohl eine Spur hatten, was schlicht und ergreifend auch einfach gelogen sein konnte, um Zeit zu schinden. Er konnte damit also nicht viel anfangen und beließ es dabei. Yazhen würde an seine Informationen schon kommen, das tat er immer. "Falls Sie mir sonst nichts zu sagen haben, würde ich sie an Herrn Hoshino weiterreichen. Bitte melden Sie sich, wenn Sie weitere Informationen haben, welche Sie mit mir teilen möchten.", damit reichte er Kaoru das Handy und nickte ihm dankend zu.


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    • Kaoru
      Er hatte Yazhen sein Handy gereicht, nachdem Taejin angerufen hatte, um mit dem Tao zu sprechen. Entgegen Taejins Erwartungen wimmelte der Chinese ihn aber recht schnell desinteressiert wieder ab und gab Kaoru das Handy zurück, an welchem noch immer Taejin war, der nun begann leise vor sich hin zu wettern. "Herzloser Bastard... wäre Chanyeol seit knapp zwei Wochen verschollen, würde ich mich über jedes Zeichen freuen, das bedeutet, dass er vor einigen Tagen noch wohlauf war. Die Taos sollten sich nicht als Familie bezeichnen...", murrte Taejin abschätzig eher zu sich selbst, wobei Kaoru nicht ganz ausschloss, dass er sich gerade auch gleichzeitig bei Shin über die kalte Art des Taos auskotzte. Während der Hwang-Erbe sich so äußerte, musterte Kaoru Yazhen aus dem Augenwinkel. Taejin hatte nicht ganz unrecht, dass die Antwort des Chinesen ziemlich kalt gewesen war, dennoch hatte all das war der Japaner von ihm bisher gesehen hatte dafür gesprochen, dass ihm seine Geschwister am Herzen lagen... schließlich hatte er nicht umsonst die Taos noch nicht von Kits Verschwinden unterrichtet. Womöglich löste auch schlichtweg Taejin diese Kälte an Yazhen aus...
      "Hör zu, Kaoru." Der Japaner konzentrierte sich wieder auf das Telefonat, nachdem Taejin mit seiner Tirade fertig war und lehnte sich dabei leicht an eine nahegelegene Wand.
      "Shin und ich wir haben ein neu aufgetauchtes Problem privater Natur. Nichts was mit dem Hwang Clan zu tun hat, aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass uns dieses Problem noch richtig Ärger machen wird. Solange das also nicht beseitigt wird, können wir bei der Suche nach Kitty nicht ganz hundert Prozent geben. Ich schicke dir Informationen, sollte ich eine heiße Spur haben, der ihr direkt nachgehen könnt... aber bleib vorsichtig was du mit Yazhen teilst. Und... sei bitte allgemein vorsichtig. Ich vertraue ihm nach wie vor nicht und da ihr jetzt wohl auch selbst Spuren von Kit gefunden habt und du aktuell alleine mit ihm unterwegs bist, möchte ich dass du ihm keine Chance gibst dich zu hintergehen oder als Beute zu nutzen."
      Ein kleines Lächeln schlich sich auf Kaorus Lippen bei diesen Worten und der Japaner lachte leise.
      "Hyung... keine Sorge, ich pass auf mich auf, versprochen. Bleibt ebenso vorsichtig!" Damit verabschiedete sich Kaoru am Telefon von seinem Boss, legte das Handy auf und wandte sich dann wieder an Yazhen.
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    • ___ Yazhen ___
      Taejin bereitete ihm Kopfschmerzen. Was glaubte er den wie er auf diesen Anruf reagieren sollte? Würde er nun die Fassung verlieren, nachhaken und sich der Freude hingeben, würde ihm der Koreaner ohnehin keine Antworten geben. Ebenso konnte er nicht sicher sein, dass ihn Taejin nicht einfach dreckig ins Gesicht log. Jede Blöße die sich der Chinese gab, desto angreifbarer machte es ihn und ganz ehrlich? Er vertraute dem Koreaner schlicht und ergreifend einfach nicht. So wie ihn Taejin nicht ausstehen konnte, brachte Yazhen auch einfach nicht genug Sympathie für diesen Mann mit. Wer sagte ihm denn, dass der Kerl nicht selbst an dem Verschwinden von Kit beteiligt war? Yazhen seufzte leise und merkte wie unruhig er nach diesem Anruf geworden war. Ihm war der Kaffee ehrlich gesagt komplett egal und er verfluchte sich selbst, dass er sich eine Pause gegönnt hatte. Der Tao machte sich jetzt sogar noch größere Sorgen als davor. Er musste seinen kleinen Bruder finden und wenn es Yazhen selbst umbrachte. Seine Geschwister bedeuteten ihm alles auf der Welt. Der Tao beobachtete Kaoru einen Moment wie dieser mit seinem Vorgesetzten sprach. Wahrscheinlich war Taejin Hwang verärgert, aber das interessierte Yazhen herzlich wenig. Erst als Kaoru sich nun ihm zuwendete, versuchte Yazhen wie er es immer tat die Fassung zu bewahren. "Ich würde tatsächlich einen schnellen Kaffee vorschlagen, wenn es Ihnen nichts aus macht und mich wieder auf die Suche machen.", Der Chinese war sich durchaus bewusst, dass dies mehr als nur klar verdeutlichte, dass ihn dieses Gespräch aufgewühlt hatte, aber er bezweifelte das Kaoru nun direkt Taejin deshalb kontaktierte.


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    • Kaoru
      Taejin schien bei Yazhen einen Schalter umgelegt zu haben... vielleicht nicht unbedingt im positiven Sinne, aber der Tao schien nun wieder mehr darauf fokussiert zu sein, seinen jüngeren Bruder schnellstens zu finden. Es wirkte beinahe, als hätte Yazhen bis zu dem Telefonat eben sich weniger Sorgen gemacht hatte, nun aber wieder auf höchster Alarmstufe war und fast schon in gewisserweise auf Distanz ging. Er wirkte plötzlich wieder ein wenig kühler Kaoru gegenüber und dem Japaner wurde bewusst, dass Taejin eine Art Alarmglocken in dem Tao wohl auslöste. Ob auch in der Vergangenheit etwas zwischen ihnen vorgefallen war, so sehr wie sie einander nicht leiden konnten...? Taejin hatte nichts genaues erwähnt, aber der Hwang Erbe machte sich nicht umsonst zahlreiche Feinde, unabhängig von seinen Kooperationen.
      Kaoru hatte seine Handy wieder in seiner Tasche verstaut und dem 'schnellen Kaffee' zugestimmt. "Natürlich. Ich würde nach dem Kaffee nur schnell die Chance nutzen mich umzuziehen und dann können wir gerne unseren weiteren Spuren nachgehen. Haben sie einen konkreten Plan, wo wir unsere Suche als nächstes fortsetzen sollten?", erkundigte sich der Japaner daraufhin, während sie beide sich auf den Weg zu dem Cafe machten, welches in einer der anderen Etagen sich befand und um diese Uhrzeit tatsächlich noch sehr leer war.
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    • ___ Yazhen ___

      Es widersprach Yazhens höflichen und ruhigen Wesen und er wusste wie kontraproduktiv es wäre, aber er hatte gute Lust Taejin Hwang zu verprügeln. Er beherrschte nicht umsonst zahlreiche Kampfsportarten und eine Faust würde sich so gut in dem Gesicht des Koreaners machen. Allerdings war dies nun einmal nicht die Art des Chinesen. Er gab sich lieber seinem stillen Zorn hin. Darum versuchte er sich innerlich selbst zur Ordnung zu rufen und das typische kühle Äußere des Tao kam wieder zum Vorschein. Er hatte Karou darum gebeten, dass sie ihren Kaffee möglichst kurz halten sollten und auch wenn er seinen Bruder schnellstmöglich finden musste, war der Chinese kein Unmensch. Natürlich würde er Kaoru erst einmal seine Kleidung wechseln lassen und Yazhen würde es ihm gleich tun. "Selbstverständlich." entgegnete er ihm daher ruhig und folgte seiner japanischen Begleitung zu dem hübschen kleinen Kaffee. Hätte der Chinese nicht so viel um die Ohren hätte er dieses hübsche Lokal zu gern in Ruhe einmal besucht. Es wirkte einladend, er mochte die ruhige Lounge-Musik und der Kuchen in der Theke sah so verlockend aus, dass Yazhen innerlich weinte. Nicht das man es merken würde, aber er bedauerte diesen Umstand das er hier nicht kurz verweilen konnte zutiefst. Ein anderen Mal, wenn sein kleiner Bruder in Sicherheit war. Als Kaoru ihn nach den nächsten Schritten fragte, sah ihn der Tao einen Moment einfach nur an. Die Wahrscheinlichkeit, dass Kaoru ihn direkt wieder an Taejin verpfiff war natürlich immer da, aber was hatte er für andere Möglichkeiten? Im Augenblick musste er mit ihnen zusammenarbeiten. Das Tao-Netzwerk war selbst in Korea und Japan groß, aber Taejin hatte immer noch seinen Heimvorteil und dem Fakenamen von Shin zu urteilen, hatte er seinen Heimvorteil in Japan. Demnach waren sie nun mal nicht in China und hier liefen die Dinge anders, so rational und vernünftig war Yazhen. Dennoch auch in diesen Ländern hatten die Taos erschreckend viel Einfluss und das würde er sich zu Nutzen machen.
      "Erinnern Sie sich an das Gespräch mit dem Mädchen aus dem Store? Diese Spielzeugwaffen und ihr Chef? Ich habe beschlossen das Gespräch mit dem Chef ein wenig vorzulegen."


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    • Kaoru
      Sie hatten das zugegeben idyllisch wirkende Cafe betreten und es war tatsächlich eine Schande, dass sie die Atmosphäre nicht genießen konnten. Stattdessen waren sie direkt zur Theke gegangen und hatten sich ihre Heißgetränke To Go bestellt, was sich in solch einem schicken Cafe tatsächlich wie eine Sünde anfühlte. Auch der junge Barista hinter der Theke musterte sie kurz überrascht, suchte dann aber aus einem Schrank To Go Becher heraus, die er mit ihren gewünschten Getränken befüllte. Er hatte die beiden Männer einen Moment noch angeblickt, als würde er ihnen weitere Fragen zu den Getränken stellen wollen, hatte dann aber schnell eingeschüchtert den Blick gesenkt und einfach angefangen die Getränke zuzubereiten. Währendessen hatte sich Kaoru bei Yazhen erkundigt, wie sie nun weiter vorgehen würden und tatsächlich bot sich der nächste Schritt an. Aus dem Chef würden sie mit Sicherheit ein bisschen herauskitzeln können und ehrlich gesagt war Kaoru durchaus erstaunt, wie geduldig der Tao mit ihm bisher gewesen war. Er wusste, dass nicht viele seine Zusammenarbeit überhaupt angenommen, geschweige denn dafür ihre eigenen Leute weggeschickt hätten... vor allem nicht, wenn er wusste, dass Kaoru ein treuer Vertrauter von Taejin Hwang war, den Yazhen ganz offensichtlich hasste... und was wohl auf Gegenseitigkeit beruhte. Kaoru wurde aus diesem Mann einfach nicht so ganz schlau... und das machte ihn einfach umso interessanter... verdammt. Da war wieder Kaorus Schwäche für mysteriöse, heiße Männer. Gesunde Beziehungen waren einfach nicht sein Ding... dafür stand der Japaner zu sehr auf Red Flags...
      "Klingt gut, wenn wir den Chef des Ladens erwischen, haben wir deutlich bessere Chancen mehr über diesen Deal herauszufinden.", stimmte Kaoru schließlich verbal zu und noch während ihr Barista die Getränke zubereitete, blickte sich der Dunkelhaarige nach einer Toilette um, die er nur etwas weiter entfernt entdeckte und schließlich kurz zu seiner Einkaufstasche mit der neu erworbenen Kleidung blickte. "Warten sie hier einen Moment? Dann zieh ich mich zügig um... ich beeil mich auch."
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    • Yazhen

      Der Barista empfand es sicherlich als genauso großes Verbrechen wie Yazhen, dass er nicht in diesem traumhaften Café blieb und diesen einladenden Kuchen genoss. Er konnte es dem jungen Mann mit einer Haarfarbe die dem Fell eines Eichhörnchens ähnelte nicht verdenken. Allerdings hatte Yazhen allein mit seiner Anwesenheit eine unfassbar einschüchternde Art an sich, was durch seine beachtliche Körpergröße nur noch einmal unterstrichen wurde, was den Kerl nicht weiter nachfragen ließ. Stattdessen machte er sich brav an die Arbeit. Auch wenn er nach dem Besuch in dem Klamottengeschäft negativ gestimmt war, musste er den Sakurais für dieses Einkaufszentrum tatsächlich sein Lob aussprechen. Allein dieses Café hatte den Chinesen sehr gnädig gestimmt. Der Geruch des aromatischen Kaffees, welcher für eine sehr gute Sorte sprach, breitete sich in dem Etablissement aus und wäre der Tao nicht so diszipliniert hätte er sich einen tiefen Atemzug erlaubt. Stattdessen widmete er sich Kaorus Frage und antwortete ihm wie immer sehr ruhig. "Wir werden ihn erwischen. Ich neige dazu sehr hartnäckig zu verfolgen was ich will.", dabei blickte er Kaoru direkt in die Augen, als würde er ihm bis tief in die Seele blicken. "und das immer." Seine Stimme war ruhig und doch mysteriös und unergründlich. Das war es auch was Yazhen so unheimlich für die meisten Leute machte, er war im Gegensatz zu seinem Bruder weder ein Hitzkopf, noch wie seine Schwester heimtückisch. Gerade weil niemand wirklich wusste was in Yazhen vorging, konnte ihn auch niemand einschätzen und jeder seiner Untergebenen wusste, dass man gerade den ruhigsten Tao niemals verärgern durfte. Als Kaoru ihm mitteilte, dass er sich eben umziehen wollte, sich aber auch beeilen würde, wurde Yazhens Gesicht deutlich sanfter. Es war irgendwie fast niedlich, dass Kaoru sich solche Gedanken machte. "Gehen Sie nur. Ich werde es ihnen später gleich tun, aber erst einmal unseren Kaffee entgegennehmen."
      Vielleicht würde Kaoru auch Taejin Bericht erstatten, wer wusste das schon, aber das würde nichts daran ändern, dass Yazhen seinen Bruder finden würde.


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    • Kaoru
      Er hielt inne, als Yazhen ihn so intensiv und eindringlich anblickte und schluckte sogar leicht, in der Hoffnung, dass es dem Tao nicht auffiel. Yazhen wusste mit Sicherheit, dass diese Art an ihm Menschen nicht kalt ließ und wahrscheinlich im Regelfall die Menschen einschüchterte... Kaoru wiederum ließ es auf eine andere Art und Weise nicht kalt. Kurz hielt er den Blickkontakt mit dem Chinesen noch aufrecht, ehe er verkündete, dass er sich zügig umziehen würde, worauf er wiederum einen untypisch sanften Blick von Yazhen erntete und Kaoru sich automatisch in Bewegung setzte, um so schnell wie möglich die Toiletten zu erreichen, ohne noch einmal zurückzublicken.
      Er riss die Tür auf, stürmte hinein und sobald die Tür zu war, atmete er tief aus und betrachtete sein Spiegelbild über den Waschbecken, welches nun zu ihm zurückblickte. Er war ganz leicht gerötet... und wenn es nach ihm ginge, könnte er jetzt eine eiskalte Dusche benötigen. Offenbar war es ganz und gar keine gute Idee, dass er mehr Zeit mit Yazhen verbrachte... Mit dem höflichen, gleichgültigen Tao war er noch klargekommen... aber nun da der Mann ein wenig aufgewühlter und wütender durch das Telefonat mit Taejin war... Kaoru war vermutlich untervögelt... und Taejin würde ihn auf jeden Fall einen Kopf kürzer machen, wenn er wusste, dass Kaoru den Tao extrem heiß fand.
      Der Japaner atmete erneut tief aus, trat näher an die Waschbecken und schaufelte sich erst einmal ein wenig kaltes Wasser ins Gesicht, ehe er in eine der Kabinen verschwand und sich dort in das zuvor anprobierte Outfit mit der türkisen Jacke umzog und dabei seine bisher getragene Kleidung in der Einkaufstasche verstaute. Er kehrte aus der Kabine zurück und betrachtete sich dann erneut im Spiegel. Er war mit dem Outfit sehr zufrieden. Es stand ihm unfassbar gut, das wusste er und mit Sicherheit würden ihm viele Menschen dabei zustimmen. Er war nicht länger gerötet... allerdings wirkten seine Haare etwas platt, also trat er etwas näher ans Waschbecken und begann seine Haare mit den Fingern zurecht zu zupfen, bis sie wieder perfekt saßen. Zufrieden nickte er... bloß weil er kein Interesse an Yazhen haben durfte und sollte... konnte er ja dennoch heiß aussehen. Würde den Tao wahrscheinlich eh nicht interessieren...
      Leicht seuzfend warf Kaoru einen letzten Blick in den Spiegel, ehe er die Toiletten wieder verließ und geradewegs Yazhen ansteuerte, welcher mittlerweile zwei Kaffeebecher vor sich auf der Theke stehen hatte.

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    • Yazhen
      Als Kaoru so davon rauschte, sah ihm Yazhen einen Moment nach, ehe er sich wieder dem Barista zuwendete. Dieser hatte sich offenbar sehr mit dem Kaffee beeilt, da er dem Chinesen die Getränke förmlich entgegendrückte. Sichtlich eingeschüchtert versuchte der Eichhörnchen-Junge an der Kasse den Betrag einzugeben. Herrje dabei hat der Tao sich nicht einmal die Mühe gemacht wirklich einschüchternd zu wirken. Eigentlich verhielt er sich gerade komplett friedlich, aber das reichte bei den meisten Leuten wohl schon aus, dass sie sich förmlich in die Hose machten. Geduldig wartete der Dunkelhaarige auf den nervösen Barista der sich zig mal vertippt hatte, ehe er den Betrag nannte, den Yazhen auch artig zahlte. Da er dem jungen Mann nun wirklich keine Angst machen wollte, hatte er ihm ein nettes Trinkgeld da gelassen, was den Kerl wohl extrem verwirrte, aber hundertmal verbeugen ließ. Jetzt war Yazhen verwirrt, versuchte sich das aber nicht unbedingt anmerken zu lassen, schnappte sich die türkisfarbenen To Go Becher, welche offenbar nun perfekt zu Kaoru passten, der nun wieder zu ihm geeilt war. Der Chinese erlaubte sich den anderen ein wenig länger als nötig anzusehen. Allerdings hatte er ja erlebt, dass der Japaner ein wenig gereizt auf sein Kompliment im Kleiderladen reagiert hatte, also ersparte sich der Tao die erneute Ablehnung. Moment, konnte man das so nennen? Eigentlich war das Kompliment ja nur eine nüchterne Erkenntnis darüber, dass der Manager des Illusion eben ziemlich ansehnlich war. Vollkommen rational betrachtet. Warum auch immer Kaoru deswegen so merkwürdig reagiert hatte, wollte dem Chinesen nicht ganz klar werden. "Dürfte ich Ihnen unseren Kaffee anvertrauen? Ich werde mich ebenfalls umziehen, damit wir keine Zeit verlieren." bat er den anderen dann und reichte Kaoru die Getränke. Danach ging er an dem anderen vorbei, bemerkte den Blick des Barista auf sich und hob skeptisch eine Augenbraue. Nein, er würde den Kerl nicht darauf ansprechen. Als der Tao auf der Toilette verschwand und in den Spiegel blickte, starrte er fast fassungslos sein Spiegelbild an. Er sah schrecklich aus! In der Regel sah man dem Dunkelhaarigen keine Müdigkeit an, aber langsam war er über seinem Limit was schlaflose Nächte anging. Er hatte aufgehört zu zählen, wie viele Nächte er nun durchgemacht hatte. Schnell hatte er sich das Gesicht gewaschen und zog sich in der Toilettenkabine um. Wenigstens konnte ihm hier keiner den Vorhang aufziehen.
      Nachdem er sich in den dunkelblauen Anzug gekleidet hatte, welchen er als sehr angenehm auf der Haut empfand, sorgte er noch bei seinen Haaren für Ordnung, so gut es eben ging. Sie wirkten immer noch leicht zerzaust, aber da musste er nun durch. Als er es dann doch aufgegeben hatte, war er wieder zu Kaoru zurückgekehrt.



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    • Kaoru
      Keine Reaktion von Yazhen. Der Mann hatte ihn kaum eines Blickes gewürdigt, war schlichtweg an ihm vorbei gelaufen, um sich ebenfalls umzuziehen, während der Manager des Illusion sich gerade innerlich dafür verfluchte, dass er sich die Zeit genommen hatte seine Haare nochmal nachzustylen. Hoffentlich fanden sie bald Kitty. Er vermisste den Kleinen ein bisschen und für seine mentale Gesundheit würde es ebenfalls von Vorteil sein, wenn er nicht länger mit Yazhen Tao zusammenarbeiten müsste.
      Er nahm einen Schluck seines Kaffees und warf dann einen Blick zu dem Barista, der ihm immer wieder verstohlene Blicke zuwarf, Kaoru aber nicht ganz einschätzen konnte, was genau der Grund war. So oder so hielt der Kleine seinen Abstand...
      Während sich Yazhen also umzog führte Kaoru ein paar Telefonate mit einem Mitarbeiter des Illusion, der sich aktuell hauptsächlich um das Geschäft kümmerte und ein paar organisatorische Fragen hatte. Kaoru vermisste seinen Club, war er es allem voran nicht so sehr gewohnt so spontan unterwegs zu sein, ohne zu wissen, wann es für ihn zurückging. Dementsprechend koordinierte der Japaner aktuell teilweise das Geschäft von unterwegs aus... was aber keine Langzeitlösung war. Je schneller sie Kit fanden, desto besser.
      Schließlich beendete Kaoru das Telefonat als Yazhen die Toiletten wieder verließ und selbst dabei einem Model in diesem Anzug glich... Man hätte meinen können er wäre maßgeschneidert... aber offenbar hatte der Mann schlichtweg einen Körper der ideal für diese Art von Schnitt war... Fast schon beneidenswert.
      Kaoru schnappte sich beide Kaffeebecher, die er zwischenzeitlich nochmal auf der Theke abgestellt hatte und kam Yazhen ein paar Schritte entgegen, ehe er diesem seinen Kaffeebecher entgegenhielt und er selbst an seinem eigenen kurz nippte.
      "Nun können wir den Kerl mit Stil foltern... ich meine natürlich, wir können ihn mit Stil davon überzeugen uns sämtliche Fragen zu voller Zufriedenheit zu beantworten.", korrigierte Kaoru sich selbst, mit einem strahlenden engelsgleichen Lächeln, als hätte er nicht soeben darüber nachgedacht dem Mann langsam nacheinander die Zähne zu ziehen....
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    • Yazhen

      Als Yazhen nun wieder an der Seite von Kaoru war, konnte er sich auf die Bemerkung des anderen hin überraschenderweise ein Schmunzeln nicht verkneifen. Eine sehr seltene Gefühlsregung, aber die Vorstellung seine Gegner mit Mode in die Knie zu zwingen hatte etwas durchaus amüsantes. "Diese Vorstellung gefällt mir.", antwortete der Chinese daher und betrachtete Kaoru noch einmal einen Augenblick. Das Äußere konnte immer wieder täuschen, das war etwas das Yazhen wusste und doch war es erstaunlich wie jemand ein solches Engelsgesicht haben konnte und doch dieser Art Arbeit nachging. Wie hatte Taejin Hwang diesen Jungen gefunden? Vielleicht konnte er Kaoru diese Frage stellen. Es interessierte ihn tatsächlich. Yazhen nahm seinen Kaffee entgegen, nickte dem eingeschüchterten Barista nochmals zu und verließ mit dem Manager des Illusion des Café. Der Tao könnte schwören er hatte den Barista erleichtert ausatmen sehen. "Nun denn, ich habe meine Männer bereits nach dem Aufenthaltsort suchen lassen und sie sind fündig geworden.", erklärte Yazhen nun ganz wieder in seinem Geschäftsmodus oder eher gesagt Auftragsmodus. Man machte sich einen Tao nicht zum Feind. "Wird also Zeit unserem Freund einen Besuch abzustatten. Verhöre sind zwar nicht meine Stärke, aber ich habe durchaus Möglichkeiten Leute zum Reden zu bringen." Er nahm einen Schluck seines Kaffees und blickte verblüfft zu dem Becher. "Oh, er ist sehr gut." Der Umschwung von mordlustigen Gedanken zur Bewunderung eines Kaffees war erschreckend. "Ich sollte dieses Café wirklich noch einmal besuchen, sobald wir Kit gefunden haben. Es würde ihm auch gefallen."


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    • Kaoru
      Offenbar war der Wortwitz des Japaners nicht allzu schlecht angekommen, denn Yazhen schien ein klein wenig zu schmunzeln, wenngleich der Chinese wohl normalerweise eher kaum für Witze zu haben war. Ein Fakt, den der Manager des Illusion sich merken würde...
      "Im Hause Hwang sind wir erprobt in Verhören... ich assistiere also nicht nur gerne, sondern mbin auch gerne Dolmetscher, sollte das irgendwie nötig sein...", bot Kaoru schließlich an und verließ damit das hübsche Cafe in dem sie wohl beide gerne länger verweilt wären, hätten sie nicht noch einiges vor...
      Bei der Bemerkung, dass Yazhen gerne mit Kit hierher kommen würde, musterte der Japaner seinen aktuellen... Partner (?) etwas intensiver. Solch einen bedrückten und nachdenklichen Blick sah man selten an einem Tao... schon gar nicht an Yazhen, dennoch schien Kit eben immernoch einer der wichtigsten Menschen in dem Leben des Tao Erben zu sein und wenn man nicht viele Menschen in seinem Leben hatte, die einem unfassbar viel bedeuteten... dann beschützte man sie mit absolut allem was man hatte. Dieses Art von Band kannte zwar Kaoru in dem Sinne nicht, aber auch für ihn galten die wenigen Menschen in seinem Leben, denen er vertraute, als etwas besonderes und beschützenswertes... ein Grund mehr weshalb Kaoru Taejin niemals verraten würde... und weshalb Hyunjuns Verrat an der Familie noch immer so tiefe Narben hinterließ. Keiner hatte mit seinem Verrat gerechnet und seitdem war es im Hause Hwang eben nicht mehr das gleiche...
      "Ich bin mir sicher Kit würde es hier gefallen.", stimmte Kaoru schließlich leise zu, vermied es diesmal bewusst den Spitznamen des Kleinen zu benutzen, mit denen er den jüngsten Tao in den gemeinsamen Wochen immer aufgezogen hatte und zusammen verließen sie schließlich auch die Mall der Sakurai Kette, nur um schlussendlich zum Wagen zurückzukehren.
      Wie gehabt setzte sich Kaoru hinter den Lenker seines Autos, wartete bis Yazhen eingestiegen war und fuhr schließlich los... bereit aus diesem Kerl ein paar Informationen über die Fake-Taos und Kit herauszukitzeln.
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    • ___ Yazhen ___

      "Oh, wir Taos reden dabei nicht sonderlich viel." antwortete Yazhen kryptisch und führte besser nicht sämtliche Foltermethoden aus, welche leider im Hause der Taos allzu oft praktiziert wurden und wenn es an den eigenen Kindern war. Die Erziehung im Clan war sprichwörtlich mörderisch und hatte schon den ein oder anderen Tao gegeben, der sich selbst das Leben genommen hatte. Einen Luxus den sich Yazhen weder leisten konnte nicht wollte. Wenn er nicht da wäre, würde niemand seine Geschwister beschützen und niemand konnte mehr zum Feind werden als die eigene Familie. Mal ehrlich in welcher Familie war es normal, dass man in kleinen Mengen ständig Gift zu sich nahm, damit man eine gewisse Immunität entwickelt? Liebe gehörte nicht in das Leben der Taos sondern kalter Praktizismus und das Geschäft. Ein Grund mehr, warum Yazhen derjenige war, der seine Geschwister aufgezogen hatte und mit all dem versorgte, dass ihnen in der Familie fehlte. Er würde Kit nicht im Stich lassen und ihn finden. Wenn er dafür die Welt brennen lassen musste, war das nur ein kleines Opfer. Der Dunkelhaarige nahm sich noch einen Schluck von dem zugegeben extrem köstlichen Kaffee und fragte sich ja wirklich um welche Sorte es sich handelte. "Ich habe gehört Taejin Hwang ist mit dem Sakurai Erben befreundet? Meinen Sie Sie können die Kaffeesorte herausfinden?" Yazhen war sich oft seiner plötzlichen Themenumschwünge nicht bewusst und stellte solche Fragen mit purer Ehrlichkeit und Direktheit. Der Chinese wollte es nun einmal gerne wissen und seine Höflichkeit gebot es ihm anständig nachzufragen. Daraufhin bemerkte er aber den etwas intensiveren Blick des Japaners. "Stimmt etwas nicht?" fragte er ruhig nach und nickte als ihm Yazhen bezüglich des Cafés für Kit zustimmte. Kit würde dieses Café kennenlernen, dafür würde Yazhen sorgen.
      Ihr Weg führte die beiden zielstrebig zum Wagen seines aktuellen Begleiters und Yazhen setzte sich fast erschreckend brav auf den Beifahrersitz von Kaorus Wagen. Nebenher hatte er dem Manager des Illusion den Standort besagten Zielobjektes mitgegeben, den seine Männer herausgefunden hatten. Das Netzwerk der Taos war in jedem Land nicht zu unterschätzen.
      Das sie allerdings vor einer echten Bruchbude hielten hatte Yazhen nicht erwartet. Glücklicherweise besaß Yazhen von Geburt an einen sehr neutralen Gesichtsausdruck, denn in Wahrheit war er gerade maßlos verwirrt.
      Das Gebäude bräuchte nur einen Windhauch und würde auseinander fallen. Hier lebte ihr besagter kleiner Verbrecher?


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    • Kaoru
      Natürlich redeten die Taos dabei nicht sonderlich viel... die chinesische Mafiafamilie war allgemein nicht die gesprächigste, wie Kaoru gehört hatte und Yazhen war vermutlich normalerweise auch ein ziemlich gutes Beispiel dafür, wenngleich der Tao aktuell recht viel mit dem Japaner zu reden schien. Vielleicht war es Kaorus angenehme Art, die dazu führte, dass Yazhen doch so viel mit ihm kommunizierte oder aber der Taos fühlte sich genötigt im Zuge ihrer Zusammenarbeit so viel wie möglich über Kaoru in Erfahrung zu bringen.
      Während sie beide die Mall verließen, tranken sie ihren Kaffee, wobei amüsanterweise Yazhen sich sogar nach der Kaffeesorte erkundigte... wer hätte das gedacht?
      "Taejin und Hayato sind Kindheitsfreunde und unzertrennlich seit sie klein sind. Ich bin mir allerdings nicht so sicher inwiefern er genau weiß, welche Kaffeesorten in einem Cafe verwendet wird, welches zu der Mall seiner Hotelkette gehört.", erwiderte Kaoru aufrichtig leicht lachend, da er den Gedanken süß fand, dass Yazhen der Meinung sein könnte, dass Hayato selbst solche Dinge eigenhändig absegnete. Soweit Kaoru wusste hatte der Sakurai genug mit der Hotelkette zu tun und die Mall gehört zwar ebenfalls zu dieser, wurde aber sehr wahrscheinlich als Schwesterfirma verwaltet.
      "Sie können auch durchaus das nächste mal den Barista fragen, wenn sie hier mit Kit herkommen. Sie bekommen mit Sicherheit auf die Frage eine Antwort, wenn sie nur diesen finsteren Blick ablegen und ein hübsches Lächeln aufsetzen. Ich bin mir sicher, dass sie ein Lächeln haben, dass Menschen schnell von ihnen überzeugen kann, selbst wenn sie es vermutlich kaum einsetzen."
      Zwar hatte Kaoru den Tao bisher nicht wirklich lächeln gesehen, aber das Gesicht von Yazhen war nicht nur unfassbar attraktiv, sondern auch an manchen Ecken etwas weicher, wenn er einem nicht gerade seinen Todesblick schenkte. Ihn aufrichtig lächeln zu sehen würde mit Sicherheit viele Herzen höher schlagen lassen.
      Einen Moment betrachtete Kaoru den Mann etwas zu eingehend, was Yazhen zwar nicht entging, doch der Japaner winkte nur knapp ab, bevor sie endlich den Wagen erreichten, einstiegen und schon wenig später vor einer absoluten Bruchbude zum Halten kamen.
      Fassungslos blickte Kaoru von seinem Navi Display, zu der eingegebenen Adresse und wieder zu dem Haus vor ihnen, das er als letztes erwartet hatte.
      "Sicher, dass wir uns nicht verfahren haben?"
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    • ___ Yazhen ___

      Für einen Tao war es nahezu unvorstellbar, dass seine Familie nicht komplett alles selbst absegnete, was in ihrem Namen geschah. Der Mafiaclan aus dem er stammte war nicht zu absolut paranoid sondern auch wahnsinnig kontrollsüchtig. Sein Großvater würde den Teufel tun und irgendjemanden eigenmächtig Verantwortung übertragen, der nicht zur direkten Familie gehörte. Nebenbetriebe wurden also chronisch abgesegnet und alles wichtige direkt von den Taos geleitet. So fiel der Waffenhandel und die Auswärtsverhandlungen in den Aufgabenbereich von Yazhen und die anderen wichtigen Hauptzweige seinen Geschwistern, während sein Großvater und seine Eltern die Macht inne hatten. Würde man sie mit einer Sekte vergleichen würde man nicht einmal so falsch liegen. Darum war es wohl auch nicht verwunderlich, dass der Chinese die Aussage von Kaoru nicht ganz nachvollziehen konnte und auch nicht weshalb er lachte. Noch weniger, dass Kaoru nun von seinem Lächeln sprach. "Ich glaube mein finsterer Blick ist angeboren." murmelte er mehr zu sich selbst als zu seinem Gegenüber. Ehrlich gesagt war er selten überfordert in einem Gespräch, gerade fühlte er sich aber ein wenig überrumpelt. Noch überrumpelter war allerdings ihr Zielort und Yazhen konnte nicht anders als diese Bruchbude, welche man nicht als Haus betiteln konnte anstarrte. Er verglich die Adresse mit dem Navi und dann noch einmal mit dem Straßennamen. "Das ist die Adresse.", bestätigte er Kaoru seine Frage. Der Japaner war nicht weniger verwirrt als er und Yazhen deutete das er bitte anhalten und parken sollte, damit sie sich diesen Ort aus der Nähe ansehen konnte. Vorsichtig näherten sich die beiden dem Gebäude und es benötigte nicht einmal das Anstupsen mit dem kleinen Finger, damit sich die Tür öffnete. Kaum trat Yazhen in das Gebäude schlug ihm direkt ein widerwärtiger Geruch entgegen, der ihn bereits erahnen ließ, dass ihr potenzielles Ziel nicht mehr ganz lebendig sein würde. Der Gestank nach Verwesung war so intensiv, dass es sicherlich schon ein paar Tage her sein musste. Mit keinerlei Gefühlsregung lief Yazhen durch das Gebäude. Der alte morsche Boden knarzte verräterisch und es würde nicht viel Zeit benötigen, bis dieser Boden, wenn man ihn überhaupt so nennen konnte, den Geist aufgab. Man hörte bereits die Geräusche von Insekten und auch eine offensichtlich sehr schlecht gelaunten Ratte die an ihnen vorbei rannte. Die Vermutung von Yazhen war nicht sehr überraschend eingetreten. Ihr Ziel lag nicht mehr ganz so lebendig auf dem Boden, in seiner Brust ein Küchenmesser mit einem Zettel aufgespießt. Yazhen der immer Handschuhe mit sich führte, zog diese an und lief ohne jegliche Gefühlsregung auf das Opfer zu und riss ihm den kleinen Papierfetzen heraus, ehe er seufzte und das Fake-Tao-Logo entdeckte.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Kaoru
      Die Bemerkung, dass Yazhens böser Blick angeboren war, kommentierte Kaoru lediglich mit einem Augenrollen, da er nicht wirklich daran glaubte, dass der Tao nicht in der Lage war zu lächeln oder zumindest ein wenig sanfter zu schauen... Vielleicht hatte sich Kaoru das auch nur eingebildet, aber er war der Meinung, dass der Chinese ihm sogar den ein oder anderen nicht ganz so bösen Blick geschenkt hatte. Aber gut, wenn Yazhen sich einreden wollte, dass er der große, böse Wolf war, würde Kaoru ihm diese illusion nicht nehmen und vermutlich glaubten ihm das sogar mehr als genug Menschen.
      In der Zwischenzeit waren sie an ihrem Ziel angekommen und während Kaoru hinterfragte, ob er nicht versehentlich falsch gefahren war oder das Navi falsch eingestellt hatte, bestätigte Yazhen die Richtigkeit ihres Zieles und so langsam hatte der Japaner das Gefühl, dass sie hier in eine gewaltige Falle tappen würden... Er hätte echt in Tokyo bleiben sollen...
      Mit einem unguten Bauchgefühl hatte er den Wagen vor dem Gebäude geparkt und war mit Yazhen ausgestiegen, nur um selbst eine seiner Handfeuerwaffen zu ziehen und zu entsichern. Wenn das hier gleich hässlich werden könnte, würde er mit Sicherheit nicht kampflos untergehen. Sie näherten sich vorsichtig der Eingangstür und sobald Yazhen diese öffnete, drängte sich ein widerlicher Gestank ihnen entgegen und Kaoru verzog unweigerlich das Gesicht. Den Geruch würde jeder zuordnen können, der ihn bereits einmal gerochen hatte. Hier roch es ganz offensichtlich nach Verwesung... Sie beide folgten förmlich dem Geruch und als sie wenig später eine bereits halb von Tieren zerfressene Leiche vor sich erblickten, seufzte Kaoru leicht auf. Nicht aufgrund des traurigen Schicksals dieses Mannes... sondern viel mehr, weil es unfassbar erbärmlich wirkte mit einem Küchenmesser ermordet zu werden.
      "Na wenigestens wurde er nicht mit einem Löffel geköpft.", murmelte Kaoru sarkastisch, besann sich aber schnell wieder, dass seine Begleitung wohl kaum diese Art von Humor teilte, weshalb er den Kopf schüttelte und seinen Blick im Raum umherschweifen ließ. "Spätestens jetzt wüsste man genau, dass es sich nicht um ihre Familie handelt. Ich bezweifle, dass sie einen Autragskiller in ihren Reihen haben, der mit Küchenutensilien mordet und dabei alles andere als sauber arbeitete."
      Es brauchte keinen geübten Blick, um die Schuhabdrücke und Zigarettenstummel im Raum verteilt zu sehen... und mit Sicherheit fand man hier auch zahlreiche Fingerabdrücke und Haare.
      ღ For my adorable Shadowhunter ღ