❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

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    • ___ Yazhen ___

      Der Chinese hatte das Gefühl, dass er sich gerade eine riesige Blöße gegeben hatte und verfluchte sich innerlich zutiefst. Allerdings hatte er nicht damit gerechnet ein süßes Kätzchen vor dem Hotel vorzufinden und zugegeben war es ein angenehmer Anblick sowohl den strahlenden Kaoru als auch den kleinen Kater zu sehen. Es war ein harmonisches Bild und Yazhen hatte sich direkt ein wenig wie in Watte gepackt gefühlt. Ein Gefühl, dass er nicht kannte. Allerdings war auch eben dieses Gefühl Grund dafür, dass sich der Tao gerade am liebsten selbst bestrafen würde, da es seine Familie nicht tun konnte. Wenigstens war niemand Zeuge davon geworden, abgesehen von Kaoru und ihrem plüschigen neuen Freund. Er glaubte nicht, dass es einer von beiden gegen ihn verwenden würde, zudem hatten sie beide keine Beweise. Als Kaoru sich ihm näherte, um das Kätzchen zu streicheln, versuchte sich Yazhen zu erinnern, wann ihm das letzte Mal jemand so nah war, abgesehen von seinen Geschwistern und....
      Er schüttelte innerlich den Kopf und versuchte nicht das Gesicht von Kaoru genauer zu betrachten. Yazhen würde lügen, würde er Kaoru nicht hübsch finden. Allerdings waren das Gedankengänge, die er nicht von einem anderen Mann haben sollte.
      Der Chinese hatte nichts gegen gleichgeschlechtliche Beziehungen, was in Anbetracht seiner Nationalität fast ein Ding der Unmöglichkeit war. Schließlich hatte Kit sich mit bibbernden Knien nur vor ihm und seiner Schwester geoutet, aber Yazhen hatte selbst darüber nie nachgedacht. Ihm war jahrelang eingetrichtert worden, dass es falsch war. Natürlich wusste Yazhen, dass das absoluter Quatsch war und er war der Welt deutlich offener zugetan, als es die Taos eigentlich sind. Dennoch legt man eine solche Erziehung nicht von heute auf morgen ab. Yazhen hatte aber für sich beschlossen, dass sollte er jemals etwas für einen Mann empfinden, dies nichts verwerfliches war, ganz gleich ob er damit überfordert war oder nicht.
      Nicht das Yazhen sich den Luxus überhaupt leisten konnte verliebt zu sein. Er war es und hatte es bereut. Das würde er kein weiteres Mal ertragen.
      Warum er nur bei dem Gesicht von Kaoru in solch eine Richtung abdriftete, war eigenartig und lag sicherlich am Schlafmangel und seiner schlechten Laune die er bevor er das Kätzchen erblickt hatte, nur gehabt hatte.
      Der Chinese schritt also einen Schritt zurück, um ein wenig Abstand zu gewinnen, nachdem Kaoru verneint hatte das Kätzchen zu tragen und blickte sich um.
      "Wir werden sicher etwas finden."


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    • Kaoru
      Yazhen schien durch den jungen Kater gut abgelenkt und während sich Kaoru noch vor knapp einer Stunde den Kopf zerbrochen hatte, ob er den Tao zumindest zu einem Frühstück überzeugen könnte, um einerseits weiter Zeit zu schinden und andererseits auch etwas in seinen Magen zu bekommen, war er zu diesem Zeitpunkt nicht sicher gewesen, ob Yazhen nicht sofort los wollte, um den Spuren direkt nachzugehen. Stattdessen waren sie nun zu dritt mit einem kleinen Fellball unterwegs, um ein Frühstückslokal zu finden, welches auch für den Kater etwas zu bieten hatte. Taejin würde Kaoru das nie und nimmer glauben, wenn dieser ihm das erzählte... Wahrscheinlich würde selbst Kitty, sollten sie ihn irgendwann endlich finden, das ganze nicht glauben können. Mal ehrlich... wer erwartete schon solch einen Anblick...
      Kaoru zückte beiläufig während sie losgelaufen waren sein Handy und versuchte so unauffällig wie möglich ein Bild von Yazhen mit der Katze auf dem Arm zu machen. Offenbar war er doch nicht ganz so subtil, denn Yazhen warf ihm einen Blick zu, woraufhin Kaoru schnell das Handy senkte. "Ich hab nur versucht von dem Kleinen ein Bild zu machen...", log er nicht sonderlich gut, versuchte aber das Thema direkt wieder zu wechseln, indem er auf seinem Handy eine Navigationsapp öffnete und nach geeigneten Lokalen in der Gegend suchte. "Wir könnten zu dem nächsten 7-Eleven gehen. Dort könnten wir für den Kleinen auch etwas Tunfisch in der Dose oder womöglich Katzenfutter holen. Etwa zwei Straßen von hier gibt es einen. Daneben befindet sich auch noch ein Bekleidungsgeschäft. Nach Möglichkeit würde ich mir dort auch gerne noch Klamotten zum Wechseln holen. Als wir los sind, hab ich nicht ganz damit gerechnet, dass wir irgendwo übernachten, geschweige denn dass das ein mehrtägiger Trip werden könnte. Da könnte ein wenig Wechselkleidung und ein paar essentielle Sachen wie Zahnbürste, Haarbürste und ähnliches nicht schaden...oder was sagen sie dazu?", schlug Kaoru vor während er die Karte auf seinem Handy näher analysierte, um anschließend auf das Bekleidungsgeschäft zu klicken, um herauszufinden welcher Stil da verkauft wurde.
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    • ___ Yazhen ___

      Während er denn kleinen Kater noch mit ungewohnt sanften Blick beäugte, wie er in seinem Arm thronte und keine Anstalten machte von dort zu verschwinden, verfinsterte sich sein Blick schlagartig und er drehte sich in einer solchen Geschwindigkeit zu Kaoru, dass dieser das Handy gar nicht so schnell wegpacken konnte. Die Ausrede von Kaoru war dabei so lausig, dass die Augen des Chinesen nur noch kälter wurden. "Sie werden mir später ihr Handy geben und wenn ich dort ein Bild entdecke, auf welchen ich ohne meine Erlaubnis abgebildet bin, dann hat sich diese Zusammenarbeit sehr schnell erledigt." daraufhin war das Thema für ihn erledigt und er wendete den Blick von dem Manager wieder ab. Yazhen dem Manieren und Anstand über alles ging, fand zum einen Angelogen zu werden alles andere als respektvoll und zum anderen war dies ein massiv unhöfliches Verhalten. Seine Laune war schlagartig im Keller und wurde nur halbwegs dadurch gerettet, dass diese Katze so niedlich war und er dem Tier keine Angst machen wollte. "In Tunfischdosen ist ein zu hoher Salzgehalt, welcher schädlich ist für Katzen." antwortete Yazhen knapp und bog direkt in eine Seitenstraße ein, in welcher er ein Tiergeschäft entdeckte. Er hielt es nicht für nötig Kaoru zu informieren. Bei der Größe von Yazhen und seinem finsteren Blick zuckte der kleine Verkäufer so schlagartig zusammen, dass man Sorge hatte, er würde im nächsten Augenblick umkippen. Wahrscheinlich war auch nur der kleine Kater der Grund, dass er nicht direkt die Flucht ergriff. Das Bild eines finsteren Chinesen mit süßer Katze im Arm wirkte wohl so skurril, das selbst ein Verkäufer der sich fast in die Hosen machte, neugierig wurde.
      "Ich möchte das hochwertigste Futter, welches sie hier führen und zwei Näpfe." er entdeckte in einem Regal sogar abgefülltes Spezialwasser für Katzen, welches er seinem Einkauf hinzufügte. Mit großen Augen starrte ihn der kleine Mann weiter an, woraufhin sich Yazhen lediglich höflich räusperte. Das reichte aus, damit der Herr schnell wie der Wind Futter auswählte, abkassierte und sichtlich erleichtert war, dass sein gruseliger Kunde wieder verschwand.
      In einer ein Seitenstraße, in der er keinen Menschen entdeckte, hatte er die beiden Näpfe inklusive Futter und dem Kätzchen platziert. Der kleine Kater stürzte sich regelrecht darauf.
      "Guten Appetit kleiner Tiger.", kam es sanft von dem Dunkelhaarigen, ehe er seinen Blick aufrichtete und Kaoru ansah.
      "Zu Ihrer Aussage von vorhin. Frühstücken und nach Kleidung suchen halte ich für angebracht. Ich wollte sie ebenfalls darum bitten. Nun da unser Gast versorgt ist." Yazhen streichelte nochmal sanft über das Fell des kleinen Tiers, erhob sich und streckte die Hand Kaoru entgegen.
      "Ihr Handy Herr Hoshino."


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    • Kaoru
      Er liebte Katzen und war ein wirklich großer Fan von Tieren... allerdings schien das nichts im Vergleich zu Yazhen zu sein. Der Tao war ernsthaft zum nächsten Tiergeschäft gegangen, um dem Kater nicht nur das beste Katzenfutter und Premium Katzentrinkwasser, sondern außerdem Näpfe zu kaufen, die ebenfalls alles andere als niedrige Preise hatten. Kaoru konnte bei dem gesamten Szenario nicht anders, als mit den Armen verschränkt im Eingang stehen zu bleiben und leicht zu sich selbst den Kopf zu schütteln. Da war es wieder... Kaoru kannte diese Art mit Geld umzugehen von Taejin und es erinnerte ihn einmal mehr daran, dass manche Menschen einfach mit einem komplett anderen Verhältnis zu Geld aufwuchsen. Dem Kater etwas Gutes zu tun war das eine, aber das war doch ein wenig übertrieben. Kaoru hatte mal von Taejin gehört, dass dessen bester Freund seine Hündin übermäßig verwöhnte und mit Reichtümern überschüttete... so schätzte Kaoru Yazhen nun tatsächlich auch ein und es war irgendwie ein komischer Gedanke.
      Yazhen hatte mittlerweile dem Kater in einer Gasse das Futter, sowie das Wasser in Näpfe gefüllt, während Kaoru sich weiterhin fragte, ob das hier immernoch Yazhen Tao war... Wahrscheinlich gab es nicht viele Menschen, die ihn mal so erlebten... und mit Sicherheit war der Straßenkater ebenso irritiert, wieso er gerade so teures Futter und Wasser bekommen hatte, wenn er wahrscheinlich normalerweise aus Pfützen trank und die ein oder andere Ratte in Gassen erlegte...
      Kaoru wurde aus seinen Gedanken gerissen, als Yazhen ihm nach Ewigkeiten endlich auf seinen Vorschlag antwortete... womit der Manager zwischenzeitlich schon gar nicht mehr gerechnet hatte. Kurz blinzelte der Dunkelhaarige irritiert, bevor er langsam nickte und sich aus seiner wartenden Position löste. Er wollte sich gerade in Bewegung zu besagtem 7-Eleven setzen, da forderte sich allerdings Yazhen das Handy des Japaners ein, welcher nicht anders konnte als leicht mit den Augen zu rollen. Tatsächlich holte er aber das Gerät wieder hervor, vermied es aber Yazhen das Handy zu reichen und ging stattdessen vor den Augen des Taos in die Galerie, um das wirklich verdammt niedliche Bild des sonst so eiskalten Mannes, mit dem Kater auf dem Arm, vor Yazhens Augen zu löschen. Er reichte ihm das Handy mit Sicherheit nicht rüber... einerseits hatte er Bilder in seiner Galerie... die der Tao nicht sehen musste und Informationen auf dem Handy, die Top Secret waren.
      "Zufrieden? Auf Datingplattformen hätte das Bild ihnen allerdings zahlreiche Verehrer verschafft.", erwiderte Kaoru schließlich nur mit einem leichten Grinsen schulternzuckend, war sich aber verdammt sicher, dass Yazhen Tao in seinem ganzen Leben noch nie überhaupt eine Dating-App erwogen hatte zu installieren. Womöglich liefen Beziehungen und Dating in diesen Reihen der Gesellschaft eh komplett anders ab, als es sich ein Normalsterblicher überhaupt vorstellen könnte... und Kaoru war ja noch nicht einmal ein typischer Normalsterblicher.
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    • ___ Yazhen ___

      Das Kaoru ihn sichtlich verwirrt ansah und auch der kleine Kater mit der Art von Aufmerksamkeit wohl nicht gerechnet hatte, ignorierte der Tao gewissenspflichtig. In der Welt des Chinesen hatte man jeden mit Respekt und Höflichkeit zu behandeln, ob Mensch oder Tier spielte hierbei keinerlei Rolle. Solange man es sich nicht mit Yazhen verscherzte, war er tatsächlich ein Gentlemen wie er im Buche stand. Umtriebigkeit, mehrere Beziehungen oder gar das Flirten mit jemand anderen außer der Liebe seines Lebens kam absolut nicht in Frage. Yazhen war der Typ Mann der seiner großen Liebe die Welt zu Füßen legte, aber dennoch Respekt vor der Person hatte und alles Aspekte berücksichtigte. Im gleichen Augenblick konnte er aber bei Verrat oder seiner Arbeit direkt umschlagen. Wahrscheinlich machte genau das den Leuten so eine Angst bei Yazhen. Während sein kleiner Bruder von Natur aus ein Hitzkopf war und direkt um sich schlug und seine Schwester wohl der nachtragendste Mensch dieser Welt war, handelte es sich bei Yazhen um jemanden, der selbst mit seinen Feinden respektvoll sprach, während er ihnen das Licht ausknipste. Emotionen waren nicht die Stärke des Chinesen und Gefühlsausbrüche waren eine echte Seltenheit, selbst vor seinen Geschwistern. Das Kaoru ihn nun so erlebt hatte, war dem kleinen Fellball geschuldet und ehrlich gesagt war es dem Tao schrecklich peinlich. Auch wenn man dies aus seinem stoischen Gesichtsausdruck im Leben nicht herauslesen würde. Innerlich schämte er sich gerade in Grund und Boden.
      Dennoch konnte er nicht anders als das kleine unschuldige Geschöpf einen schönen Tag zu bereiten. Wer wusste schon, wann es je wieder die Chance hatte solch ein Essen zu kosten? Yazhen wollte dem Tierchen eine Freude machen und im Gegensatz zu dem Kater hatte er das Geld dafür. Warum es also nicht sinnvoll nutzen? Es war ohnehin sehr amüsant, dass ein hochrangiges Mafiamitglied der gefürchteten gruseligen Taos aktiv im Tierschutz tätig war. Seine Großeltern fanden dies für ihren Ruf extrem unangemessen und er hatte dafür tatsächlich schon die ein oder andere Abreibung kassiert, aber das interessierte ihn nicht sonderlich.
      Er hatte vor kurzem erst ein Unternehmen in China niederbrennen lassen, dass Tierversuche durchführte. Er war kein Weltverbesserer, dass wäre auch absolut geheuchelt und in Anbetracht seines Lebensstils respektlos gegenüber den wirklich guten Menschen auf der Welt - wenn es diese überhaupt gab. Allerdings hatte er sich nie als irgendein Klischee-Bösewicht betrachtet. Warum sollte er einen Filmschurken spielen, nur weil er zur Mafia gehörte? Aus Yazhens Sicht war dies einfach nur kindisch. Seine Familie wiederum sah das deutlich anders und lebte die dunkle Seite vollkommen aus...
      Kein Wunder das ihre Geschäftspartner nur mit Yazhen Geschäfte abwickeln wollten ...
      Nun nachdem das kleine Wesen versorgt war, hatte Yazhen das Handy von Kaoru eingefordert. Dieser reichte es ihm zwar nicht, löschte das Foto aber vor seinen Augen. Es war schade um das Kätzchen, aber von Yazhen durften keine Bilder außerhalb der Familie existieren.
      Er vertraute darauf, dass Kaoru dies nicht in einer Cloud hochgeladen hatte.
      "Ich bin zufrieden. Vielen Dank." seine Antwort war weder sarkastisch, noch irgendwie ironisch gemeint. Tatsächlich hatte er sich höflich bedankt, da er keine sonderliche Lust hatte jetzt eklig werden zu müssen. Er war also dankbar für die Kooperation. "Ich bin allerdings nicht an zahlreichen Verehrern interessiert. Ich werde dies aber als Kompliment sehen." Yazhen deutete in Richtung belebte Straße und weg von der Gasse.
      "Lassen sie uns frühstücken. Nachdem wir uns Kleidung besorgt und gerichtet haben, würde ich gerne wieder die Suche aufnehmen. Mein Tagesplan ist deutlich durcheinander gekommen. Dies liegt aber in meinem Verschulden und soll nicht zu ihrem Nachteil werden, dass sie kein Frühstück bekommen."


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    • Kaoru
      So ganz wurde Kaoru einfach nicht aus Yazhen schlau. Der Chinese hatte diese eiskalte, ernste Seite an sich, die er wahrscheinlich den Großteil des Tages der Welt zeigte und damit erfolgreich so ziemlich jeden einschüchterte, der ihn nur über den Weg lief. Und dann gab es wahrscheinlich sehr seltene Momente, wie der gerade eben mit dem Kater, welche komplett untypisch für den Chinesen wirkten und Kaoru sich ehrlich fragte, was für unerwartete Seiten dieser Mann noch in sich trug...
      Fast schon widerstrebend hatte Kaoru das Foto von Yazhen und dem Kater vor dessen Augen gelöscht und dazu einen sarkastischen Kommentar bezüglich Online Dating von sich gegeben, den Yazhen selbst natürlich ernst und komplett neutral erwiderte. Ob dieser Mann zumindest einen Hauch Humor in sich trug? Vermutlich hatte er dafür einen äußerst seltsamen Humor, den man im ersten Moment nicht wirklich verstand... oder er mochte Wortwitze... was sich der Japaner allerdings noch weniger bei ihm vorstellen konnte.
      "Tschüß kleiner Kater. Bleib vorsichtig.", verabschiedete sich Kaoru dann schließlich von dem Kätzchen, streichelte ihm noch einmal kurz durch sein Fell, ehe er sich erhob und in Bewegung setzte. Er hatte Hunger und sehnte sich nach ein paar bequemeren Klamotten.
      "Ich bin bereit mir den Tagesplan anzuhören, sobald ich etwas im Magen habe und nicht länger darüber nachdenken muss, ob ich süß oder herzhaft frühstücken möchte.", erwiderte Kaoru schließlich schlicht und übernahm mehr oder weniger die Führung zu besagtem 7-Eleven, welcher wirklich nicht sonderlich groß war, allerdings das nötigste besaß. Kaoru begann sich eine Auswahl an Notwendigkeiten in einen Einkaufskorb zu legen. "Brauchen sie auch etwas?", erkundigte er sich parallel bei Yazhen, während er überlegte, ob er sich eine einzelne Zahnbürste für den doppelten Preis von dem Dreierpack holte. Er brauchte keine drei Zahnbürsten... aber diese waren nun mal günstiger.
      Auch bei der Wahldes Frühstücks schwankte er eine ganze Weile zwischen süß und herzhaft, entschied sich dann aber doch für ein mit Pudding gefülltes Teigteilchen mit viel zu viel Puderzucker oben drauf.
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    • ___ Yazhen ___

      Zwar hätte Yazhen gern ein Foto von sich und diesem süßen Fellball in seiner Sammlung gehabt, aber es durften keine Fotos außerhalb der abgesegneten Bilder der Taos von ihm existieren. Die Regeln, Gebräuche und Sitten des Clans waren streng und auch wenn er uns seine Geschwister das ein oder andere Bild heimlich ausgedruckt im Besitz hatten, mussten sie diese hüten wie Schätze. Sie verabschiedeten sich also von ihrem neuen Freund und Yazhen wünschte dem Kater alles Glück dieser Welt. Gemeinsam mit Kaoru verließ er also die ruhige Seitengasse und folgte dem Japaner, welcher einen 7-Eleven für die Wahl ihres Frühstücks angesteuert hatte. Hinsichtlich der Argumentation, dass er erst einmal frühstücken wollte, bevor es weiterging, hatte der älteste Tao keine Einwände und nickte verständnisvoll. Es fiel selbst einem Yazhen Tao schwer mit leerem Magen zu denken. Als sie die schmalen Regale des 24-Stunden Stores durchliefen, beäugte er die kleine Auswahl und linste dann über die Schulter von Kaoru, als dieser ein Zahnbürstenpack genauer unter die Lupe nahm. Irgendwie war das fast süß. Yazhen hatte noch nie jemanden so ernsthaft über Zahnbürsten nachdenken sehen. Da es ihm aber unhöflich erschien, seinem mehr oder weniger Reiseführer einfach so über die Schulter zu blicken, nahm er etwas Abstand und rüstete sich ebenfalls mit dem Nötigsten aus. Er hasste es, dass er so unvorbereitet in dieses Abenteuer gestolpert war. Mal ehrlich, er plante in der Regel alles bis in das kleinste Detail. Wie konnte er so nachlässig gewesen sein? In seinen Einkaufswagen folgte ähnlich wie in den von Kaoru allerhand Hygieneartikel und Nötiges. Deprimiert stellte er fest, dass er auch sein Lieblingsparfüm im Hotel vergessen hatte. Wenn sie Kleidung einkaufen gehen, würde er Kaoru bitte danach einen kurzen Abstecher in eine Parfümerie zu machen. Mit Billigparfüm konnte und wollte er sich nicht einsprühen. Er hatte seine Vorlieben was Düfte anging und war diesbezüglich leider ein wenig eitel. Jeder brauchte seine Macken. Das war eine von vielen.
      Endlich näherten sie sich der Frühstückstheke. Yazhen war erfreut eine Minibäckerei in dem 7-Eleven zu entdecken und machte große Augen, als er tatsächlich Kuchen entdeckte, der ihn in fröhlichen Farben anlachte. Er liebte Kuchen, er liebte Kuchen abgöttisch. Allerdings aß er so etwas immer nur allein und in völliger Ruhe. Er würde sich also nun mit etwas schlichtem begnügen müssen...
      So entschied er sich also für eines der frittierten Brötchen, welche sogar noch warm waren und hoffte das der Kaffee nicht allzu sehr nach abgestandenem Schuh schmeckte.


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    • Kaoru
      Nach langem hin- und herüberlegen hatte sich Kaoru zum Schluss doch für die einzelne teure Zahnbürste entschieden, da er wirklich nicht wusste, was er sonst mit den restlichen anfangen sollte und insgeheim hoffte, dass der Preis sich wenigstens in ihrer Handhabung wiederspiegelte... vielleicht würde sie sein Zahnputzerlebnis ja ungeahnt verbessern... okay, das glaubte er nicht wirklich, er versuchte schlichtweg den Preis zu rechtfertigen. Obwohl er der Manager eines der größten und hochkarätigsten Clubs in Tokyo war, war Kaoru nicht unbedingt wohlhabend aufgewachsen, weshalb er eben zuweilen dann doch einen etwas anderen Blick auf Geld hatte, als zum Beispiel ein Taejin Hwang, eine Vielzahl ihrer Gäste im Club... oder wie viele andere Clanmitglieder des Hwang Clans. Und vermutlich war Yazhen auch nicht unbedingt gewohnt auf sein Geld zu achten. Der Japaner vermutete stark, dass der Tao vermutlich eine unbegrenzte Kreditkarte besaß... Die Taos waren mit Sicherheit verdammt reich... womöglich sogar reicher als die Hwangs, wenn man bedachte, dass sie beinahe ein Monopol im Waffenhandel besaßen.
      Der Japaner schob die Gedanken beiseite und suchte noch ein paar weitere Kleinigkeiten zusammen, die er potentiell die nächsten Tage gebrauchen könnte, ehe er auch schon zu der Backtheke des 7-Eleven gelangte und sich wahrscheinlich das süßeste von allen Gebäcken aussuchte und dazu einen Kaffee bestellte. Aus dem Augenwinkel beobachtete er Yazhen und wenn er es nicht besser wüsste, hätte er meinen können, dass der Chinese ein besonderes Augen auf die ausgestellten Kuchen geworfen hatte, da er sich dann aber doch für frittierte Brötchen entschied, schob Kaoru es schlichtweg darauf, dass der Japaner seinen Blick wohl etwas falsch gedeutet hatte. Sie bezahlten beide ihre Einkäufe und ließen sich dann an der Fensterfront des Convenience Stores nieder, wo sie sich hinsetzen und in Ruhe ihrem Frühstück widmen konnten. Kaoru nahm einen ersten genüsslichen Bissen seines süßen Teiggebäcks, ehe er zu seinem aktuellen Partner hinüberblickte. "Okay, ich bin bereit den Plan zu hören."
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    • ___ Yazhen ___

      Zwar war dieser Kuchen sicherlich kein Konditoreiwunderwerk, aber nach allem was er die Tage erlebt hatte, sehnte er sich nach einer echten Kalorienbombe, mit möglichst viel Creme. Zwar aß er davon nicht viel, aber ein kostbares Stück und sein Tag war meistens gerettet. Von einem Stück nahm man zwar nicht zu, Yazhen war aber dankbar, dass er trotz seiner Vorliebe für Süßes mit einem herausragenden Stoffwechsel gesegnet war. Ein Tao zu sein musste schließlich auch mal finanziell unabhängige Vorteile haben und seine ganze Familie war extrem schlank. Vielleicht war das auch einfach so ein Asiatending und würde er sich irgendwann in Amerika befinden, würde er aufgehen wie ein Hefekloß? Wer wusste das schon. Jedenfalls musste nun doch ein frittiertes Brötchen herhalten. Alles andere als gesund, aber das war sein Kuchen auch nicht. Mit einem Kaffee bewaffnet war er Kaoru an die Frontscheibe des Ladens gefolgt und setzte sich auf den hohen Stuhl, welcher für seine Größe immer noch sehr niedrig war, nachdem sie ihre Einkäufe gezahlt hatten.
      Kaum hatte er sich gesetzt, hatte Kaoru schon seinen ersten Bisse genommen und Yazhen bereute instinktiv, dass er nicht doch etwas Süßes hatte. Dennoch war das eben seine kleine private Sünde und nichts für einen Convenience Store. Er beäugte sein Brötchen, biss hinein und war erleichtert, dass dieses Gebäck schon mal nicht schlecht schmeckte. Es knusperte und war immer noch warm. Sicherlich würde es mit geschmolzener Butter noch besser schmecken. Er bezweifelte aber, dass der gelangweilte Kassierer, dessen Schildkappe eindeutig entweder einen Baseball-Fan ausmachte oder er dem Trend geschuldet so ein Teil trug und nicht mal wusste, was auf dem Ding stand, überhaupt Interesse an seinem kulinarischen Vorschlag hatte. Gelangweilt kaute der Kassierer auf seinem Kaugummi herum und blätterte durch eine Zeitschrift, welche auf dem Cover ein Bikinimodel präsentierte. Im Laden war zwar um diese Uhrzeit nichts los, aber war das sein ernst? Yazhen seufzte, er war zwar als Chinese deutlich prüder als die meisten, aber das war nun wirklich unangemessen. Als er dann noch einen Schluck seines Kaffees aus dem Plastikbecher nahm, verzog er das Gesicht. Es schmeckte doch wie alter Schuh...
      Schnell beförderte er den Becher wieder von sich ans andere Ende des Tisches. Er würde wohl jetzt ohne Kaffee auskommen müssen.
      Sich absolut nicht aus dem Konzept bringen lassend, antwortete er aber komplett professionell seinem Gegenüber. "Nun, zunächst stimme ich ihrem Vorschlag hinsichtlich Klamotten zu. Ich hatte ebenfalls vor sie darum zu bitten, mir ein gutes Kaufhaus zu empfehlen. Bitte ein Kaufhaus, welches auch eine Drogerie mit Parfüm besitzt. Danach würde ich gerne ein wenig brainstormen, um alle Hinweise zusammen zu tragen, welche wir bisher haben. Haben sie zwischenzeitlich etwas von Taejin Hwang und seiner Begleitung gehört?"


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    • Kaoru
      Sie hatten sich am Fenster niedergelassen und ihr Frühstück zu essen, wenngleich die Atmosphäre dieses 7-Elevens ein wenig zu Wünschen übrig ließ. Der Japaner hatte die ersten Bissen seines viel zu süßen Gebäcks verschlungen, bevor er sich nach dem aktuellen Plan bei Yazhen erkundigte, welcher zu seiner Überraschung tatsächlich zuerst eine Shoppingtour vorschlug. Kaoru hatte ihn irgendwie eingeschätzt, dass er Komme was Wolle weiter nach Kit suchen würde, egal wie ihre aktuelle hygienische Lage war... aber dem Nachtclub Manager kam das eben zugute. Zufrieden nickte und überlegte kurz, welches Kaufhaus hier in der Nähe dafür geeignet sein könnte, bevor er die perfekte Idee hatte. "Hier in der Nähe gibt es ein Hotel der Sakurai-Kette, welches eine sehr große Mall beinhaltet. Da es eine der wenigen Malls der Gegend ist, gibt es dort zwar hauptsächlich hochpreisige Mode, Parfümerien, Schmuckgeschäfte und ähnliches, aber auch das ein oder andere erschwingliche Geschäft. Dort sollten wir auf jeden Fall Bekleidung für die nächsten Tage bekommen...", schlug der Japaner schließlich zufrieden vor und nahm anschließend noch einen Bissen seines Gebäcks, ehe Yazhen ihm auch schon die nächste Frage stellte.
      "Seine... Begleitung?" Kaoru hielt kurz inne, ehe er realisierte, wen Yazhen damit meinte und lächelte schließlich ein wenig in sich hinein. Taejin würde Shin mit Sicherheit nicht nur als sein "Begleitung" bezeichnen. Da war sich Kaoru sehr sicher. Und Shin ginge es da wohl ähnlich. Die beiden hingen förmlich aneinander und schienen unzertrennlich. Kaoru hatte vor dem schwarzhaarigen Japaner tatsächlich ehrlich bezweifelt, dass Taejin Hwang mal eine wirklich ernste Beziehung eingehen würde... mittlerweile würde es ihn aber nicht einmal mehr wundern ihre Hochzeit miterleben zu dürfen... wahrscheinlich aber eine extrem blutige Hochzeit.
      "Shin geht wohl ebenfalls Spuren seiner Kontakte nach, scheint aber bisher nicht so viel Glück wie wir zu haben...Kit hat seine Spuren offenbar weitestgehend verwischt...", erwiderte Kaoru schließlich und nahm einen Schluck dieses besonders widerlichen Kaffees, wobei er unweigerlich das Gesicht verzog, einen kleinen angewiderten Fluch ausstieß und schlussendlich seinen Kaffeebecher ebenfalls von sich schob. Er vermisste seine heißgeliebte Kaffeemaschine in seinem Club.
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    • ___ Yazhen ___

      Beim Namen Sakurai hörte Yazhen auf, schließlich lieferte ihm Kaoru endlich etwas vertrautes und er nickte zustimmend. "Die Sakurais haben ebenfalls ein Hotel in Hongkong. Ich war dort bereits zu Gast. Ich denke dort werden wir sicherlich schnell fündig werden." Er war sehr zufrieden, dass ihm der Japaner deutlich bessere Vorschläge unterbreitete, als seine unbrauchbaren Bodyguards, wenn er sich denn mal mit ihnen unterhielt. Mit Kaoru konnte er wenigstens eine Konversation führen. Bei seinen Bodyguards beschränkte sich der Großteil der Konversation weniger mit Intellekt. Nach wie vor war er der Ansicht, dass Bodyguards für Mitglieder der Tao-Familie absolut unnütz waren. Jeder von ihnen konnte sich perfekt verteidigen. Selbst sein 80 Jahre alter Großvater schickte Profisportler noch auf die Matte. Allerdings gab es einige Tao-Mitglieder aus entfernteren Clans, die eben auch eine Aufgabe benötigten. Oft wurden diese tatsächlich zu Leibwächtern gerade für die Kinder das Tao-Familie, welche erst noch in Kampfkunst unterwiesen wurden. Yazhen erinnerte sich, dass er mit 10 Jahren drei seiner Bodyguards niederstrecken musste, um nicht als Versager dazustehen und erst ab da, durfte er sich auch einen Tao nennen. Nun ihre Erziehung war einfach anders, um es milde auszudrücken. Yazhen hatte sich oft gefragt, wie es in anderen Mafiafamilien mit der Kindererziehung lief, aber das war ein besser gehütetes Geheimnis als die Bankkonten, so erstaunlich es auch klang. Nachdem er nochmal einen Bissen seines Gebäcks zu sich nahm, erkundigte er sich bei seinem Reiseführer, wie es denn bei Taejin Hwang und dessen Begleitung lief. Kaoru schien seine Frage zu amüsieren, was den Chinesen zunehmend verwirrte. Hatte er es auf japanisch falsch ausgesprochen? Der Chinese beschloss nicht weiter nachzufragen, ob es nun an seiner Aussprache lag oder er einfach wieder einen Witz aufgrund seines mangelnden Humors nicht verstanden hatte und blickte relativ stoisch zu Kaoru. "Hatte sich besagter Shin nicht noch aufgespielt, er würde meinen Bruder in nicht einmal einer Woche ausfindig machen?", hakte er nach und beobachtete nun doch deutlich milder gestimmt, wie Kaoru nun ebenfalls den Kaffeebecher zur Seite schob. "Er...ist furchtbar nicht wahr? Hat die Mall auch ein Café?"


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    • Kaoru
      Offenbar war Yazhen ebenso der Name Sakurai ein Begriff, wenngleich eine Erwähnung der Stellung von Hayato Sakurai in Taijins Freundeskreis wohl kaum für Begeisterung bei dem Chinesen sorgen würden. Allerdings wirkte Yazhen bis jetzt erstaunlich zufrieden mit der Wahl des Japaners und er war selbst einfach nur froh, dass er offenbar einen gewissen Wert für den Tao entwickelt hatte. Was die Familie Tao eigentlich dazu sagen würde, dass Yazhen seine Bodyguards einfach ausgesetzt hatte und nun mit einem Hwang-Mitglied unterwegs war. Die Begeisterung würde sich wohl ganz klar in Grenzen halten.Weiterhin log Kaoru darüber, dass Taejin und Shin nicht wirklich Spuren hatten, wenngleich die beiden den Japaner durchaus mehr oder weniger im Dunkeln ließen. Kaoru vermutete, dass Taejin ihm bewusst so wenig Informationen gab, damit er sich nicht verdächtig machen konnte. Wenn er eben kaum etwas wusste, dann war es ja tatsächlich beinahe so, als hätten die beiden bisher kaum Informationen sammeln können. Dass Yazhen mit seiner nächsten Aussage ein wenig Shins Ego angriff, würde den Lover seines Chefs wahrscheinlich recht wenig interessieren. Hoffentlich würde Shin ihm dementsprechend auch nicht die nächsten Worte übel nehmen, aber besser Yazhen dachte Taejin und sein Liebster hätten kaum Informationen und spuckten nur große Worte, als wenn er ihnen augenblicklich nach Südkorea hinterherreiste, um ebenfalls der dortigen Spur nachzugehen und womöglich den Plan vom Hwang Erben zu ruinieren. Nicht umsonst handelte es sich bei Seoul um Taejins Revier... wenn er auch nicht vollständig alle Bezirke beherrschte. Einen Tao dort allerdings mitmischen zu haben konnte zu gefährlichen Gerüchten führen. Taejins Machtposition war aktuell ohnehin noch nicht unerschütterlich... da konnte er einen Tao kaum auch noch dort gebrauchen.
      "Ich befürchte, dass Shin das eher behauptet hat, um Taejin zu beeindrucken...", seufzte Kaoru daraufhin gespielt und nahm dann einen Schluck des widerlichsten Kaffees, den er schnell verschmähte.
      "Dort gibt es sogar ein sehr gutes Café mit einem Kaffee, der einen nicht umbringt."
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    • ___ Yazhen ___

      Einen Augenblick sah Yazhen seinen Gegenüber einfach nur an. Seine Intention dahinter war nach einer möglichen Lüge Ausschau zu halten. Ein verdächtiger Blick zu Seite, ein verräterisches Zucken der Mundwinkel oder eine nervöse Gestik - allerdings nicht. Yazhen war nicht unbedingt der talentierteste Tao wenn es darum ging seinen Gegenüber zu lesen. Psychologie war nicht unbedingt seine Stärke, das fiel eher in das Beuteschema seiner Schwester. Allerdings erkannte er bei Kaoru nichts dergleichen, entweder war er ein guter Schauspieler, er wusste einfach nichts oder Taejin Hwang lies ihn absichtlich im Dunkeln. Er tippte auf Letzteres. Leider musste er zugeben, dass sein koreanischer Partner alles andere als dumm war und er dem Hwang-Erben durchaus zutraute, selbst einen engsten Vertrauten anzulügen. Allerdings erschien auch die Aussage von Kaoru dem Chinesen nicht ganz so abwegig. Dieser Shin wirkte wirklich wie ein vorlauter Angeber. Er hatte von dem Ruf des Auftragsmörders gehört, hatte sich aber ehrlich gesagt jemand ganz anderen vorgestellt. Kein fast noch Kind mit hübschen Gesicht und viel zu großer Klappe. Seine Intuition war wirklich nicht die Beste, wie Yazhen erschreckend feststellen musste. Seine Begutachtung von Kaoru endete also eher in einer absoluten Unkenntnis, die er leider so hinnehmen musste. Auch wenn er bei der Musterung des Japaners feststellte, dass Kaoru sehr schöne Augen hatte.
      Sein Blick wanderte zu dem verbannten Kaffee. Das Getränk tat ihm nicht wirklich gut...
      "Leider...glaube ich es sogar wirklich, dass er sich vor Taejin Hwang aufspielen wollte. Er wirkt sehr großspurig. Ich habe von dem Ruf von diesem Shin gehört, allerdings habe ich kein arrogantes Kind erwartet." Yazhen räusperte sich. "Verzeihung, das war sehr unhöflich von mir und nicht meine Art. Ich werde dem Kaffee die Schuld dafür geben." Als ihm Kaoru versöhnlich mitteilte, dass es in besagtem Hotelkomplex ein gutes Café gab, war der Chinese deutlich erheiterter. "Wenn mich kein Gift umbringt, dann dieser Kaffee. Bitte erlauben Sie mir Sie, für meine unhöfliche Bemerkung von zuvor, auf einen Kaffee dort einzuladen. Bei Shin kann ich mich im Augenblick nicht für mein unangemessenes Verhalten entschuldigen. Verzeihen Sie die die Nachfrage, aber besitzt er auch einen Nachnamen? Es ist ungewohnt für mich jemanden mit Vornamen anzusprechen, der nicht zu meiner Familie gehört."


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    • Kaoru
      Es amüsierte ihn ein wenig, dass Yazhen sich so viele Gedanken um Shin gemacht hatte und wohl ein ganz anderes Bild von ihm in seinem Kopf ursprünglich hatte, als es der Realität entsprach. Allerdings war eben auch nicht viel über Tokyos Phantom bekannt und das führte in der Regel immer dazu, dass sich die Leute unrealistische Vorstellungen machten, als würde dahinter kein Mensch stecken. Yazhens Enttäuschung war allerdings schon ein wenig niedlich, selbst wenn dieses Wort in Verbindung mit diesem eiskalten Chinesen absurd wirkte. "Ich kenne Shin nicht wirklich, bevor er begonnen hat mit Taejin zusammenzuarbeiten, aber ich bin mir sehr sicher, dass Tae unter anderem auch eine Seite an ihm hervorkitzelt, die nicht viele kennen. Wieviel wir davon sehen ist natürlich fraglich, aber den Rest sollen die beiden hinter verschlossenen Türen klären.", erwiderte der Japaner schließlich leicht schmunzelnd und sehnte sich innerlich nach einem richtig guten Café Latte... Sie mussten definitiv in die Mall... und definitiv besseren Kaffee trinken. Kaoru hatte also mit dem widerlichen Gesöff hier bereits abgeschlossen und den Becher so weit wie möglich von sich geschoben, ehe er sich seinem Gesprächspartner wieder zuwandte, die Einladung zu dem Kaffee dankend annahm und schließlich wieder leicht grinsen musste, als Yazhen erneut seiner Neugierde über Shin nachgab und die nächste Frage stellte. Wenn Taejin davon erfuhr könnte er womöglich eifersüchtig werden, dass Yazhen so viel Interesse an seinem Liebhaber... oder was auch immer sie waren... zeigte... der Gedanke war fast schon witzig. Sollte Kaoru die Information beim nächsten Telefonat fallen lassen?
      "Soweit ich weiß ist Shin nicht wirklich sein Name... niemand kennt seinen echten Namen, er agiert schließlich nur unter 'Shin'. Dementsprechend auch kein Nachname oder ähnliches. Aber wenn er so weiter macht, könnte er künftig einen koreanischen Nachnamen tragen...", setzte Kaoru dann noch einmal leise lachend nach, wenngleich er nicht erwartete, dass Yazhen verstand, was er damit meinte.
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    • ___ Yazhen ___

      Glücklicherweise schien ihm Kaoru seine Unhöflichkeit nicht übel zu nehmen. Für Yazhen waren Manieren neben Loyalität das Wichtigste und das er sich so über jemanden geäußerte, denn er nicht einmal kannte, sprach gegen seine Natur. Allerdings war sein japanischer Gastgeber im allgemeinen eine sehr verständnisvolle und freundliche Person. So fern man diese Charaktereigenschaften in ihrer Branche überhaupt besitzen konnte. Diese Augen waren auch viel zu sanft und warm. Entweder hatte sich der Schwarzhaarige seine Menschlichkeit erhalten oder aber er war wirklich ein so begnadeter Schauspieler und der Chinese schwer von Begriff. Als sich Yazhen nach dem Nachnamen von Shin erkundigte, überraschte ihn die Antwort nicht. Der Auftragsmörder war wirklich nicht einfach zu fassen ...
      Was Kaoru allerdings mit einem koreanischen Nachnamen andeuten wollte, ließ ihn mit einigen Fragezeichen zurück. Konnte man sich in Korea so schnell einbürgern oder einen koreanischen Nachnamen besorgen? Vielleicht würde sich Shin auch einen kaufen. Yazhen entschied, dass der Kerl seine Zeit nicht wert war und er sich lieber darum kümmern sollte, seinen Bruder zu finden. Nun, das ging aber nicht ohne einen vernünftigen Kaffee und eventuell doch etwas Süßem. So erhob er sich also, damit sie dieses unliebsame Thema beenden konnten und deutete Kaoru, dass er ihm bitte den Weg zeigen sollte. Ein Gespräch mit dem sympathischen Manager von Taejin Hwang, erschien ihm in einer angemessenen Location deutlich verlockender als in einem 7-eleven, dessen Scheiben dringend mal wieder geputzt werden mussten. Er hatte beim Beobachten der Straße ständig graue Punkte vor sich und die Ampel konnte nie seine Farbe ändern, weil an der Stelle der Scheibe ein weißer Strich war - Herkunft unbekannt und Yazhen wollte auch nicht wissen, was es damit auf sich hatte.

      Sie fanden sich also relativ zügig in dem wunderschönen Hotelkomplex der Sakurais wieder und Yazhen stellte fest, dass es dem Prachtgebäude in Hongkong in nichts nachstand. Dieses hier war sogar noch schöner. Sicherlich lag es daran, dass hier der Hauptsitz der Sakurais war und sie ihren Beginn ebenfalls in dieser Stadt hatten. Der Hotelkomplex war riesig, prachtvolle Kronleuchter erhellten sämtliche Flure der riesen Einkaufsmeile und tatsächlich wirkte der Einkaufsbereich des Hotels wie ein ganzes Kaufhaus. Yazhen konnte ganze 4 Etagen ausmachen. 2 Etagen kümmerten sich nur um Kleidung, eines davon war Bistro und das oberste hatte offenbar ein paar andere Annehmlichkeiten, was dieses Hotel zu bieten hatte. Sehr beeindruckend, das musste er den Sakurais zugestehen.


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    • Kaoru
      Yazhens Blick nach zu urteilen, schien dieser gar nicht zu verstehen, was Kaoru mit seinen beiläufigen Bemerkungen und seiner Andeutung meinte und das war in Ordnung. Vermutlich war Yazhen Tao ohnehin ein Mann, dessen Fokus viel zu sehr auf der Arbeit oder ähnlichem lag, als dass er sich überhaupt auch nur ansatzweise Gedanken über das Liebesleben anderer machte. Ob der Tao selbst ein Liebesleben hatte? Kaoru bezweifelte es ein wenig, konnte aber auch nicht ganz ausschließen, dass Yazhen bereits verheiratet oder zumindest einer Chinesin versprochen war, deren Familie den Taos nützte. Kaoru erkannte zwar keinen Ehering an Yazhens Finger, allerdings hatte das eben auch absolut nichts zu bedeuten und je mehr der Japaner darüber nachdachte, umso mehr interessierte ihn die Frage... vielleicht würde er das ja auf subtile Art und Weise in Erfahrung bringen... Es war definitiv keine wichtige Information, schon gar nicht wichtig um Kit zu finden, allerdings hatte der Anflug dieses Gedankens dazu geführt, dass Kaoru ein wirkliches Interesse entwickelte...
      Schließlich hatten sie sich gemeinsam auf den Weg zu der Sakurai Mall gemacht, die Yazhen durchaus nicht zu missfallen schien und deutlich vielversprechender war, als der 7-Eleven von zuvor. Kaoru ließ sich den Chinesen kurz ein wenig umschauen, ehe sie eine der Etagen mit der Herrenbekleidung ansteuerte und nachdem sie eine Weile an den Schaufenstern entlangschlenderten, steuerte Kaoru sie schließlich in eines der Geschäfte, deren Stil eher "Casual Chic" für Herren entsprach. Nicht zu formell, aber es fühlte sich genauso falsch an Yazhen Tao in einen Streetwear Laden zu schleppen, selbst wenn es davon ebenfalls ein paar Exemplare in dieser Mall gab.
      "Denken Sie, sie könnten hier etwas finden?", erkundigte sich Kaoru schließlich bei ihm, während sie durch den Laden schlenderten, während eine junge Verkäuferin sie aufmerksam beobachtete und dran und drauf zu sein schien zu ihnen hinüberzukommen, um ihnen ihre Beratung anzubieten. Allerdings wirkte sie etwas unsicher...
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    • ___ Yazhen ___

      An jedem Geschäft, an welchem sie in dieser schicken Mall vorbei liefen, lief irgendein anderer japanischer Song, den Yazhen nicht kannte und wenn er doch etwas entdeckte, dann waren es Lieder die ihm Kit einmal gezeigt hatte. Musik war abgesehen von klassischer Musik nichts was im Leben der Taos Platz hatte. Sie alle konnten ein Instrument spielen, weil man es ebenso von ihnen in der Kindheit erwartet hatte wie Perfektion und man es aus den Reportagen über chinesische Wunderkinder so kannte. Kit war von ihnen allen der musikalischste und Yazhen hatte oft genug in seiner Kindheit Normalität vermisst. Er mochte Musik, es war schade, dass er damit keine Zeit verbrachte. Jetzt als Erwachsener, vor allem auf eigenen "Missionen" wenn man sie so nennen wollte, erlaubte er sich immer bei seinem geliebten Stück Kuchen Musik zu hören, welche eben nicht dem Wunsch des Clans entsprachen. Der Dunkelhaarige lies seinen Blick über die verschiedenen Schaufenster wandern. Jedes Geschäft hatte seinen eigenen Stil und versuchte mit Angeboten zu locken. Der hatte aus den Augenwinkeln bereits eine Parfümerie gesichtet, welche er später aufsuchen würde. Kaoru hatte an einem Geschäft Halt gemacht, welches er nicht kannte. Es war keines der großen Markengeschäfte, aber die Schaufenster sahen vielversprechend aus.
      "Natürlich. Außerdem habe ich mit ihnen eine kompetente Beratung an meiner Seite." kein Vorwurf, kein Sarkasmus, einfach nur Yazhens typische Ehrlichkeit und er meinte was er sagte. Der Manager von Taejin Hwang hatte einen sehr gepflegten Kleidungsstil. Er mochte die Art wie er sich präsentierte und verhielt. Glücklicherweise schien Kaoru das komplette Gegenteil von seinem Chef zu sein, was sowohl Verhalten als auch Kleidung anging. Yazhen betrat mit dem Japaner das Geschäft. Er war kein Freund von Beratung von Fremden, weshalb er der Verkäuferin keine Beachtung schenkte. Nicht aus Unhöflichkeit, sondern lediglich als kurze Kommunikation, dass sie sich bitte wegen ihm keine Mühe machen sollte. Der Chinese sah sich also interessiert um.


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    • Kaoru
      "Ich weiß nicht, ob ich da so eine große Hilfe bin. Ich bin froh, dass ich es schaffe mich selbst halbwegs angemessen einzukleiden. Mode ist nur bedingt mein Ding... zumal wir für unsere... Mission schließlich keine ausgefallene Bekleidung benötigen. Solange sie sich in etwas wohlfühlen, wird es schon reichen, denke ich.." Er musste leicht lachen als Yazhen ihn als kompetente Beratung bezeichnete, es selbst allerdings vermied mit der Verkäuferin zu interagieren, was die junge Frau zwar zu verunsichern schien, sie aber durchaus akzeptierte. Was sollte sie auch anderes tun? Während also Yazhen seinen Blick umherschweifen ließ auf der Suche nach geeigneter Kleidung, schnappte sich Kaoru ziemlich zügig das ein oder andere Kleidungsstück, dass ihm sofort zusagte. Kaum hatte er eine gewisse Auswahl über seinen Arm geworfen, hatte er sich bei der Verkäuferin nach der Umkleide erkundigt und war nach kurzer Information an Yazhen dorthin verschwunden. Er hatte die Kleidungsstücke recht schnell durchprobiert und war sogar ziemlich überrascht gewesen, wie gut diese geschnitten waren und ihm tatsächlich standen. Mehrfach betrachtete er sich eingehend im Spiegel, drehte sich vor seinem eigenen Spiegelbild, ehe er den Vorhang seiner Umkleidekabine beiseite schob und nach Yazhen Ausschau hielt, die Verkäuferin von zuvor allerdings direkt Blickkontakt mit ihm aufbaute und ihn eingehend zu mustern schien, während ihre Wangen sich langsam rosa färbten. Kaoru hatte sich für eine fröhliche, helle Farbkombination entschieden, die ihn meist noch mehr wie ein Engel erscheinen ließ... Er wusste sein Gesicht eben einzusetzen.
      "Das steht ihnen unfassbar gut!", schwärmte die junge Frau sogleich, als sie zu ihm hinüber kam, während Kaoru tatsächlich noch immer seinen Blick umherschweifen ließ, um Yazhen irgednwo in dem Geschäft zu entdecken. "Ehm... danke...aber haben sie meine Begleitung gesehen?" Ehrlich gesagt gefiel Kaoru der Gedanke nicht, dass Yazhen womöglich verschwunden war... wenngleich er sich das nicht vorstellen konnte.

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    • ___ Yazhen ___

      Ein angedeutetes Schmunzeln versuchte sich auf die Lippen des Chinesen zu verirren, als er Kaoru so über sich selbst lachen hörte. Yazhen wusste nicht so genau, weshalb Kaoru sich so schlecht machte, aber im Gegensatz zu Taejin Hwang war der Japaner wohl ein sehr bescheidener Mensch. Wobei es wahrscheinlich auch nicht schwer war im Vergleich zu Taejin bescheiden zu sein. Wie konnte jemand so bodenständiges wie Kaoru nur bei einem so selbstverliebten Vogel landen? Nun Gegensätze zogen sich bekanntlich an. Der Dunkelhaarige war froh, dass er diese Suche nicht mehr Taejin antrat sondern mit dessen Manager. Sonst wäre dieser Einkauf sicherlich nicht so entspannt verlaufen. Wobei er sich nicht vorstellen konnte, das Taejin jemals ohne seinen Klamottenberg überhaupt irgendwo hin gehen würde. Er musste dem Koreaner einen guten Stil zuschreiben, auch wenn es Yazhen persönlich zu aufdringlich war. Er bevorzugte schlichte Kleidung, elegant und einfach. Seine Begleitung machte sich schon auf die Suche und der Tao wollte es ihm gleich tun. Interessirrt betrachtete er die einzelnen Kleidungsstücke und überlegte sich, ob er nicht einfach bei seinem typischen Stil bleiben sollte. Gerade als er Kaoru ein Kleidungsstück entgegenhalten wollte, war dieser bereits verschwunden und er folgte ihm nur noch mit den Blicken.
      Dafür das Kaoru es wohl nicht so mit Mode hatte, schien er Spaß an ihrem kleinen Ausflug zu haben. Er schmunzelte und steuerte in Richtung der Umkleidekabinen, als seine Begleitung aus der Kabine trat. Offenbar suchte Kaoru nach ihm und das war irgendwie niedlich. Im höflichen Sinne versteht sich. Yazhen kam nicht umhin allerdings den anderen ein wenig zu sehr zu betrachten. Dieses zarte blau passte wunderbar zu dem Hautton des Japaners, er strahlte damit noch mehr und sein hübsches Gesicht wirkte rein und unschuldig. Er hatte das Gesicht von Kaoru ja ohnehin als sehr zart empfunden, fast engelhaft. Mit den hellen Tönen, den unschuldigen Farbnuancen hatte er dies nur noch mehr unterstrichen. Er sah wirklich gut aus.
      Als Kaoru sich bei der offenbar sehr von ihm angetanen Verkäuferin nach Yazhen erkundigte, war dieser direkt hinter der Dame aufgetaucht. Er überragte sich um so viele Köpfe, es war beeindruckend.
      "Ich muss der Dame Recht geben. Sie sehen sehr gut darin aus Herr Hoshino.", antwortete er ruhig, sachlich und eben einfach eine Tatsache verkündend. Das es sich bei Kaoru um einen hübschen jungen Mann handelte, war nun einmal Fakt und Yazhen hatte schließlich Augen im Kopf. Der Verkäuferin schien er Angst gemacht zu haben, da sie nicht erwartet hatte, dass er direkt hinter ihr aufgetaucht war. Der Sprung zur Seite erinnerte ihn an Bambi. Nur nicht ganz so elegant.
      "Verzeihen Sie. Ich wollte sie nicht erschrecken." antwortete er ruhig. Die Dame starrte ihn immer noch geschockt an. "Schon gut....."
      Da das nun geklärt war, steuerte nun auch Yazhen seine eigene Kabine an und verschwand dort mit ein paar Kleidungsstücken.
      Er hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass ein sehr ambitioniertes Mädchen einfach direkt den Vorhang zur Seite riss, um ihm im Gegensatz zu der anderen Kollegin einfach Beratung aufzuzwingen.



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    • Kaoru
      Wie aus dem Nichts tauchte Yazhen plötzlich hinter der jungen, verlegenen Frau auf und Kaoru fragte sich ehrlich wie zur Hölle dieser große Mann hinter der zierlichen Frua auftauchen konnte, als wäre er dort soeben hin teleportiert. Dass der Chinese ihm allerdings solche Komplimente machte, ließ Kaoru dann doch ein wenig stocken und er senkte seinen Blick, während er Anstalten machte den Vorhang zu schließen. "Ich weiß, dass ich gut aussehe... ich habe schließlich auch keine Bestätigung gesucht...", murmelte der Japaner beiläufig, also müsste er sich selbst von dieser Tatsache überzeugen und als er sich gerade wieder umziehen und seine neue Kleidung bezahlen wollte, hörte er wie eine durchaus übereifrige junge Frau den Vorhang der Kabine neben ihm förmlich aufriss und ohne jegliches Gefühl für Anstand Yazhen wohl ihre Beratung anbieten wollte. Kaoru riss überrascht seinen eigenen Vorhang auf, da die Frau plötzlich verstummt war und blickte mit hinüber zu der benachbarten Umkleidekabine in der nun Yazhen komplett oberkörperfrei stand. Die beiden Verkäuferinnen... sowie Kaoru musterten den extrem muskulösen Körperbau langsam und gerne hätte Kaoru diesen Moment noch ein wenig länger genossen um diesen Anblick sich gut zu merken, doch die Tatsache, dass besagte Verkäuferin ohne Taktgefühl immernoch mit Vorhang in der Hand und glotzend vor Yazhen stand reichte aus, sodass Kaoru sich von Yazhens beinahe perfekten Körperbau losriss und seine Arme vor der Brust verschränkte, während er sich an die zwei Frauen wandte.
      "Das ist sexuelle Belästigung... wenn sie nicht augenblicklich den Vorhang zu machen und sich so weit es geht von den Umkleiden entfernen, sorge ich dafür, dass sie morgen gar nicht mehr auf Arbeit kommen müssen. Ich denke, dass es der Sakurai Corporate und ihren Kunden so gar nicht gefallen wird, dass sie ihre Kunden sexuell belästigen und ihre Umkleidekabinen kein sicherer Ort zum Umziehen sind.", entgegnete Kaoru schließlich mit einer angespannten, kalten Stimme, die die Damen nun endlich aus ihrer Gedankenwelt zu reißen schien und die beiden Frauen hochrot und sich mehrfach verbeugend und entschuldigend von den Männern entfernten. Kaoru blickte ihnen noch kurz nach, um sicherzugehen, dass sie auch wirklich außer Sichtweite waren, ehe er sich an Yazhen wandte und mit Mühe dazu zwang, dem Mann nur ins Gesicht zu blicken und nicht seinen Blick langsam nach unten schweifen zu lassen.
      "Alles in Ordnung?"
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