❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

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    • ___ Shin ___

      Shin lehnte sich zu Taejin um einen genaueren Blick auf die Visitenkarte zu erhaschen. Sie hatten sich zwar mit dem Logo Mühe gegeben, aber auf der Rückseite waren einfach koreanische Kontaktdaten angegeben. Skeptisch hob der Japaner eine Augenbraue. Kein Wunder das sein Informant skeptisch geworden war und direkt wusste, dass es sich hierbei nicht um die echte Tao-Familie handelte. Schon gar nicht, wenn die Taos nicht einmal selbst hier Geschäfte abschlossen, sondern einfach nur Mittelmänner mit Lieferungen schickten. Sicherlich waren das auch nur irgendwelche 0815 Waffen. Die großen Kaliber, wie sie Shin bereits bei Taejin im Lager entdeckt hatte, bekamen wohl nur die ausgewählten Kunden. Was man wohl tun musste, um an Tao-Waffen zu gelangen? Shin würde sich ja wirklich gern mal in dem richtigen Waffenkatalog umsehen. Ob er Taejin darum bitten sollte oder einfach Yazhen anquatsche? Nein, das war nicht der Stil des Japaners. Er wollte diesen prüden chinesischen Langweiler mit seiner Professionalität vom Hocker hauen, dass er ihn anflehte Kunde zu werden oder gar seine Fähigkeiten zu wollen! Okay, das war weit hergeholt. Die Taos waren ungemein arrogant und sicherlich würde sich Yazhen lieber die Zunge herausschneiden, als an Shin auch nur ein Wort des Lobes zu vergeuden. Würde er aber seinen kleinen Bruder vor dem ältesten Tao-Bruder finden, sah die Sache schon anders aus.
      Shin konnte es gar nicht abwarten ihm selbstgefällig ins Gesicht zu grinsen.
      Das Mädchen des Informanten würde noch eine Weile brauchen, also zog Shin es vor mit Taejin nicht unbedingt in der Nähe des Kerls zu warten. Zwar war er als Informant absolut fantastisch, seine Persönlichkeit aber strengte das Nervenkostüm des Auftragsmörders an. Er hatte oft genug das dringende Bedürfnis den Kerl zu ermorden. Allerdings war verflucht nützlich und es wäre ein Jammer diesen Kontakt zu verlieren, nur weil Shin Tagträume darüber hatte, wie er den Idioten irgendwo ausbluten ließ.
      Als er mit Taejin an der Bar war, lehnte er sich an den Tresen und ließ seinen Blick über den Club schweifen. Wenn man mal von den ganzen halbnackten Leuten absah und dem inzwischen nackten Mädel an der Stange, wirkte der Laden fast wie ein normaler Nachtclub. Für die Untergrundverhältnisse war es hier sogar recht schick und gesittet. Allerdings hatte Shin schon von ein paar Mädels mitbekommen, dass sie sich alle danach sehnten in den Bordellen in einem anderen Stadtbezirk zu arbeiten, da dort Prostituierte offenbar unter dem Schutz eines bestimmten Mafiaclans standen und extrem gut behandelt wurden. Nun nicht das es Shin sonderlich interessieren würde. Er war nicht gerade das was man einen Menschenfreund nannte.
      "Ich bezweifle es stark. diese Fake-Taos werden den echten Taos unter allen Umständen aus dem Weg gehen wollen und sicherlich verfügen sie nicht einmal im Ansatz über genug Budget um in deinen Kreisen zu verkehren. Darum verticken sie ihr Zeug am Schwarzmarkt und in Schuppen wie diesem hier. Kein Wunder das Kitty sauer war, kratzt wohl am elitären Ego sich mit der unteren Schicht zu befassen." In Shins Stimme schwang ein Schwung Abscheu mit, schließlich hatte auch er in der untersten Schicht begonnen und wurde nicht mit einem goldenen Löffel geboren. Dann wanderte sein Blick aber aufmerksamer durch den Club.
      Schon wieder.
      Schon wieder hatte er das Gefühl beobachtet zu werden.


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    • Taejin
      "Ich verstehe Kit... würde sich jemand für den Hwang Clan ausgeben und unter unserem Namen agieren... ich würde ebenfalls absolut rasend werden. Das hat etwas mit Familien-Ehre zu tun... insbesondere bei uns Mafia Familien. Nichts ist wichtiger als unsere Familie und unser Ruf und wenn den jemand ruiniert... dann kümmern wir uns im Regelfall um eben jene Person... oder Gruppierung. Das wird bei den Taos nicht anders sein, zumal diese noch deutlich mehr unter sich bleiben, wie es heißt. Das heißt, sie sind fast soetwas wie ein super exklusiver Club... den man absolut nicht verärgern sollte. Wenn Yazhen mittlerweile auch Bescheid weiß, dass sich jemand für die Taos ausgibt, kann ich nur vermuten wie wütend er ist... und wenn die Information nach China zu seiner Familie gerät... dann ist Yazhens Anwesenheit unser größtes Problem... Die Taos würden mit Sicherheit halb Korea und Japan abreißen, auf der Suche nach den Hochstaplern." Taejin öffnete seine Wasserflasche, die er bestellt hatte und nahm einen großen Schluck der Flüssigkeit, ehe er die Flasche wieder schloss, vor sich auf dem Tresen abstellte und dann zu seinem Liebhaber hinüber blickte... welcher ungewöhnlich unruhig wirkte. Taejin ließ seinen Blick durch den Club gleiten, erkannte aber nicht unbedingt den Grund dafür und es war mit Sicherheit nicht die überwältigende Nacktheit hier in den Räumlichkeiten.
      Noch einmal blickte sich Taejin um... allerdings hatte er so langsam auch ein etwas... unruhiges Gefühl, konnte aber nicht ganz sagen
      weshalb. Irgendetwas war... komisch...
      Taejin rückte näher an Shin heran, legte seine Hand an dessen Wange und beugte sich bis zu seinem Ohr nah vor, als würde er versuchen sich an den Hals des japanischen Auftragskillers hinab zu küssen. Stattdessen sprach er aber in einem leisen, tiefen Ton.
      "Was sagt dein Gefühl? Ich seh doch, dass dich irgendwas beunruhigt und mein Bauchgefühl sagt mir auch, dass hier irgendwas sich seltsam anfühlt..."
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    • ___ Shin ___

      Einen Moment lang sah er Taejin einfach nur an, wendete den Blick dann ab und sah nachdenklich an die Decke. "Ich hab keine Familie. Ich kann das also nicht wirklich verstehen. Würde allerdings aber jemand dafür sorgen, dass ich als Killer lausig dastehe, wäre ich sehr verärgert." antwortete er gelassen. Konnte er seinen besten Freund oder Taejin als seine Familie ansehen? Vielleicht das Waisenhaus aus dem er stammte? Zumindest kamen die Option dem Gefühl von Familie am Nächsten. Es war zumindest die einzige Wärme, die Shin in seinem Leben kennengelernt hatte. Er hatte zugelassen, dass es Wärme in seinem Leben gab und genau darum waren diese Menschen seine Schwäche. Glücklicherweise konnte sich sein Liebster ziemlich gut wehren und was seinen besten Freund anging. Nun, der würde jeden mit Leichtigkeit zerlegen. Schließlich hatte er Shin das Kämpfen überhaupt erst beigebracht. Das er aus einem Waisenhaus stammte, wusste bis auf ihn ohnehin niemand und das war auch gut so. Shin hatte sein Leben schon immer in Dunkelheit verbracht und wie Taejin oder Kitty für Familienehre zu kämpfen, warf in ihm Fragezeichen auf.
      Dennoch verstand er was Taejin ihm damit sagen wollte. Ein Grinsen schlich sich auf die Lippen des Japaners. Sich sentimental zu zeigen, war noch nie seine Stärke gewesen und er konnte es auch nicht, schon lange nicht mehr. Darum beschäftigte er sich lieber anderweitig in dem er fast schon lachend an Taejin gerichtet ein "Wobei ich Yazhen aber gerne mal wütend sehen würde. Der Kerl wirkt wie ein Cyborg. Vielleicht geht er ja in die Luft? Ich würde gern dabei zusehen." entgegnete.
      Da Shin aber dieses andere ungute Gefühl nicht los wurde, konnte er es nicht vermeiden sich weiter in dem Club umzusehen.
      Nichts...es machte ihn rasend.
      Seinem geliebten Koreaner schien das nicht zu entgehen.
      "Ich hab den ganzen Tag schon das Gefühl das ich beobachtet werde. Nein....eigentlich schon bei der Landung in Korea. Ich werde mich später damit befassen. Ich glaube das ist unser Mädchen.", Shin nickte in Richtung der Treppen.
      Ein zierliches schwarzhaariges Mädchen mit schulterlangen Haaren und braunen mandelförmigen Augen kam auf sie zu. Sie war ziemlich klein, wirkte fast wie ein Puppe und war zugegeben ziemlich niedlich. Shin hatte es nicht wirklich mit niedlich, aber es gab genug Menschen die so etwas mochten.
      Sie richtete während des Laufens ihr Haar und blieb vor ihnen beiden stehen. Sie war locker 2 Köpfe kleiner als Taejin und er.
      "Bitte folgt mir."


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    • Taejin
      Er hatte eine leise Ahnung, dass Shin diesen Wert für Familie und die damit verbundene Ehre nicht wirklich nachvollziehen konnte. Zwar wusste Taejin nur, dass Shin keine Familie besaß, da der Schwarzhaarige allerdings nicht mehr darüber preisgab würde Taejin auch sicher nicht nachhaken. Er wusste, dass es ihn nichts anging und aus seiner Sicht änderte das ja ohnehin nichts an seiner Beziehung zu dem mörderischen Japaner, der ihn um seinen Finger gewickelt hatte. Der Vergleich mit seiner eigenen Berufsehre war aber dennoch kein schlechter... schließlich war die Ehre einer Mafia-Familie fast zwei in eins... die Ehre einer Berufung und die einer Blutlinie. "So geht es uns Clanfamilien auch. Wenn jemand unseren Ruf in den Dreck zieht, dann muss er dafür bitter bezahlen.", bestätigte Taejin und trank dann einen Schluck seines Wassers, ehe ihm die Unruhe seine Freundes und sein eigenes ungutes Bauchgefühl ein wenig vorsichtiger werden ließ. Er versuchte sich bei Shin genauer zu erkundigen, was das Problem war, doch dieser gab nur preis, dass er sich seit ihrer Ankunft in Seoul beobachtet vorkam, schob das allerdings schnell beiseite und obwohl Taejin gerne weiter nachfragen wollte, wurden sie von der Ankunft ihrer potentiellen Informantin unterbrochen, die ihnen anwies ihr zu folgen. Sie war klein, zierlich und hatte ein Puppengesicht. Taejin wusste, dass verdammt viele Männer hier auf diesen Typ standen und er wusste ebenso genau, dass nicht wenig Kriminelle aus dem Untergrund geradezu einen Fetisch für unschuldig und sehr jung aussehende Frauen hatten. Wahrscheinlich damit sie sich selbst als der große, böse Beschützer sehen konnten. Taejin selbst war zwar um einiges größer als die junge Frau, bevorzugte allerdings bei seinen weiblichen Bettgefährtinnen viel mehr Selbstbewusstsein und ein starker Wille. Er hatte tatsächlich auch kein Problem sich von seinen Bettgefährten dominieren zu lassen... egal ob Frau oder Mann...
      Zügig folgten Shin und Tae der junge Frau in einen der privaten Räume, wobei Taejin sich nicht ganz sicher war, ob das einfach nur eines der aktuell unbenutzten Zimmer war... oder ob dies hier IHR Zimmer war und hier bis vor wenigen Minuten sie noch ihrem Beruf nachgekommen war. Es roch nach Desinfektionsmittel hier drinnen, was tatsächlich ein angenehmerer Geruch als in der VIP Lounge des Besitzers war.
      "Wir haben gehört, dass du letztens Besuch von einem Herren hattest, der wohl mit diesem Symbol herumlief und Geschäfte mit dem Club hier machen wollte." Taejin hatte direkt begonnen koreanisch zu sprechen, da er sich unsicher war, ob die junge Frau auch japanisch verstand und sprach... war in Seoul ja nach wie vor nicht unbedingt üblich. Er zückte die Skizze mit dem Symbol der Fake-Taos und reichte es ihr hinüber.
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    • ___ Shin ___

      Shin würde seinem unguten Gefühl später noch auf den Grund gehen und aus dem Weg räumen. Wenn jemand so dumm war ihn zu verfolgen, würde sein Verfolger das ohnehin nicht überstehen. Der Japaner hatte bislang noch nie Informationen nach außen dringen lassen, da er jeden aus den Weg geräumt hatte, der ansatzweise etwas mitbekommen hatte. Das würde also nichts anderes werden und doch musste er gestehen, dass sein Verfolger geschickt war. Es nervte ihn. Er machte Feinden ungern Komplimente. Jedenfalls würde er sich damit hinterher befassen. Niemand wäre so dumm hier ein Chaos zu veranstalten, zumal der Besitzer des Pearls niemand war, mit dem man es sich verscherzen wollte. Er war nicht auf die Art gefährlich wie es Shin oder Taejin waren, aber er handelte mit Geheimnissen und die waren den Leuten meistens kostbarer als ihr Leben. Hier gingen ziemlich bekannte Leute des Untergrundes ein und aus.
      Ihre kleine Informantin war aufgetaucht, welche für ihre Größe verflucht schnell laufen konnte. Sein Liebster und er folgten ihr zügig und das mussten sie auch. Die Kleine erinnerte Shin an einen flinken Hamster.
      Das zierliche Mädchen, welches Shin nicht einmal bis zum Brustkorb reichte führte sie in ein sauberes kleines Zimmer. Es roch nach Desinfektionsmittel und besaß ein großes frisch bezogenes Bett, einen Kleiderschrank und einen Schminktisch. Dort setzte sich die Schwarzhaarige, wies die beiden an bitte die Tür zu schließen und puderte sich das Gesicht ab.
      Sicherlich hatte sie nicht viel Zeit. Dennoch hatte sie die beiden empfangen. Taejin sprach koreanisch mit dem Mädchen, was nur logisch war und sich Shin deshalb an der Tür angelehnt zurückhielt. Das Mädchen sah zu ihm, musterte ihn kurz und blickte dann zu Taejin.
      "Ich verstehe, warum Mister Kang euch helfen möchte. Deine Begleitung ist genau sein Typ. Das ist wohl euer Glück....." sie nahm das Bild entgegen nachdem sie etwas gesagt hatte das Shin nicht verstand und nickte kurz.
      "Hier war ein Mann vor 4 Tagen. Er hat sich sehr...nun eher gespielt wie ein Verbrecher aufgeführt. Männer mit wirklicher Macht müssen nicht darüber reden, sie verkörpern es, ungefähr wie Sie Mr. Hwang. Dieser Mann aber...er hat geprahlt das er ein Tao ist und wieviel Geld und Ansehen er hat. Ich erkenne wenn Menschen lügen und er hat gelogen." erzählte sie und deutete auf das Symbol. "Diese Karte hat er an einflussreiche Leute im Club verteilen wollen, aber niemand wollte ihm glauben. Ich kenne die echten Taos nicht, aber niemand schien ihm zu glauben das er von dieser Familie stammt. Ein junger Mann kaum größer als ich war deshalb sehr wütend und wollte ihn verfolgen. Ich weiß nicht, ob er sie gefunden hat. Die Leute mit den Visitenkarten haben davon gesprochen, dass sie hier in der Stadt ein Büro haben und man dort die Geschäfte abschließen kann. Sie würden richtig mächtige Waffen haben. Ich habe ihn gefragt, wo denn dieses Büro sei, wenn ich einmal Hilfe brauche. Aber er hat nur sehr kryptisch gegrinst und meinte, da wo der goldene Fisch sein eigenes Restaurant hat. Ich bin nicht gut in Rätseln, vielleicht sagt es euch etwas. Das ist alles was ich weiß Mr. Hwang."
      Das Mädchen schien viel zu erzählen. Shin hatte irgendetwas von Fisch verstanden, konnte sich aber nicht vorstellen, dass sie mit Taejin über Fische sprach. Er würde seinen Liebsten danach befragen.
      Das Mädchen blickte unsicher zu ihnen beiden und rieb sich die dünnen Oberarme. Shin hob eine Augenbraue löste sich von der Tür und schritt auf das Mädchen zu, welches ihn ängstlich ansah. Er hatte sie an der Schulter gepackt und zog die dünne Strichjacke an der rechten Schulter herunter. Dort waren zahlreiche blaue Flecke.
      "Dachte ich es mir." Er blickte zu Taejin. "Mir ist es relativ gleichgültig, was mit den Leuten hier passiert. Aber ich schätze du willst dich für ihre Hilfe revanchieren, oder? Frag sie schon wer das war, dann mach ich ihn kalt und wir sind quitt mit dem Mädchen und können verschwinden." Er ließ von ihr ab, was sie nur sehr verwirrt zu Taejin blicken ließ.


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    • Taejin
      Das Mädchen war definitiv sehr hilfreich und Taejin hatte sich schnell entschieden, ihr noch einen Gefallen zu gewähren, für ihre Bereitschaft mit ihnen zu reden. Er wusste, dass selbst in diesem Gewerbe eben Geld nicht alles war, denn der eigene Schutz und Sicherheit stand da auch einer komplett anderen Ebene. Taejin hatte ihr also zugehört, ihr Fragen gestellt und geduldig genickt, wenn er mit ihr sprach, während Shin wahrscheinlich auf eine Zusammenfassung seines Liebsten später warten müsste. Shin hatte zwar in letzter Zeit Basic Koreanisch gelernt, dennoch war das Verständnis für komplexe Gespräche logischerweise immernoch nicht da und das erwartete Taejin auch nicht. Er empfand es durchaus als süß, dass der eiskalte japanische Auftragskiller sich überhaupt die Mühe machte auch mit Taejin zuweilen bruchstückhaft auf koreanisch kommunizieren zu wollen. Das war eine von diesen wenigen soften Seiten an Shin, die eben nur Taejin zu Gesicht bekam... und er liebte es.
      "Das klingt definitiv nach den Leuten die wir suchen. Der junge Mann, der ihnen aufgebracht hinterher ist, sieht der zufällig so aus?" Taejin zückte sein Smartphone und zeigte der jungen Frau eines der wenigen Bilder von Kit, die der Chaebol in seiner Galerie hatte und schnell bekam der Hellhaarige die Bestätigung. Sehr gut. Sie waren auf der richtigen Spur und Kit war hier gewesen. Dass er diesen Kerlen hinterher war, war zwar gleichermaßen naiv als auch gefährlich, aber Taejin konnte es eben auch nachvollziehen... Kit hatte im Alleingang eine Mission verfolgt und sich für die Ehre seiner Familie in Gefahr begeben. Taejin wünschte er könnte behaupten, er hätte in seinem Alter klüger gehandelt, allerdings wäre das gelogen. Taejin hätte wahrscheinlich ähnlich agiert, in der Annahme, dass ihm niemand etwas antun konnte... und das war in ihrer Welt eine gefährliche Einstellung.
      Nach den soeben erworbenen Informationen wandte sich Taejin an den Japaner, der während des gesamten Gesprächs geschwiegen hatte und ihn nun neugierig ansah, da er sich wohl nicht ganz hatte erschließen können, worum es in dem Gespräch ging.
      "Die Kerle waren hier, genauso wie Kit. Offenbar haben sie sich hier ziemlich aufgespielt und damit Kittys Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Auf Nachfrage von wo sie agieren meinten sie wohl 'da wo der goldene Fisch sein Restaurant hat'. Ich bin mir nicht ganz sicher, wo genau das ist, aber es ist vermutlich eine Referenz zu Big Fish..."
      Shin war der jungen Frau nähergekommen und hatte ihr die Jacke ein wenig von der Schulter gezogen, woraufhin diverse Blutergüsse und blaue Flecke offenbart wurden. Auf Shins Bitte hin, wandte sich Taejin also wieder auf koreanisch an die junge Frau. "Wer hat dir das angetan? Wir können dafür sorgen, dass das nicht erneut geschieht..."
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    • ___ Shin ___

      Irgendwie war Taejin verflucht sexy, wenn er koreanisch sprach, ein Grund mehr verstehen zu wollen was er da eigentlich von sich gab. Das er gerade nur die Worte ´Fisch´ und ein paar andere Bruchstücke verstand, war nichts mit dem er sich brüsten konnte. Er beobachtete seinen Liebsten, musste sich aber schweren Herzens von ihm lösen, da eine seiner Stärken darin bestand Leute zu lesen und er konnte schlecht herausfinden, ob das Mädel log, wenn er ständig nur den hübschen Hintern des Koreaners betrachtete. Also stand er mit verschränkten Armen an der Tür gelehnt, beobachtete das junge Mädchen und machte sie damit offenbar sichtlich nervös, obwohl sie in dieser Branche so etwas eigentlich gewohnt sein musste. Er konnte es ihr nicht verdenken. Wahrscheinlich überwog die Angst vor Shin mehr als sein attraktives Äußeres, außer man war so lebensmüde wie der Besitzer des Pearls und baggerte ihn dennoch an. Mutig war er ja, musste er dem Penner lassen. Jedenfalls führten sein Freund und die junge Frau ihr Gespräch in Ruhe weiter. Ihre Körpersprache verriet zwar, dass sie unglaubliche Angst hatte, aber sie offenbar nicht log - gut.
      Taejin hatte dem Mädchen ein Foto von Kit gezeigt und das Mädchen nickte eifrig.
      "Ja, ein junger Mann, der mehr aussah wie eine sehr hübsche Frau. Das ist er. Mein Chef wollte ihn anwerben, daraufhin hatte er wochenlang mit Magenschmerzen zu kämpfen. Wir vermuten, dass dieser Kit wohl irgendetwas damit zu tun hat. Ein Glück hat er ihn nicht umgebracht. Unser Manager meinte, dass er froh sein kann mit Magenschmerzen davon gekommen zu sein." das Mädchen zuckte mit ihren schmalen Schultern. "Ich weiß nicht genau wer der junge Mann war, aber er hatte sehr viel Selbstbewusstsein, dafür das er so klein und niedlich ist." Sie lächelte. "Ich fand ihn sehr bewundernswert." daraufhin räusperte sie sich. Shin sah fragend zu Taejin, der ihm erklärte, dass Kit offenbar wirklich hier war.
      "Also jagen wir nun ein Schmusekätzchen und einen Fisch. Ich hab meine Berufung verfehlt.", kam es als Antwort belustigt von dem Auftragsmörder, aber dann nickte. "Alles klar, kriegen wir schon raus. Ich bin gut in Rätseln." er stieß sich von der Tür ab und schritt auf das Mädchen zu, deren Schulter er dann entblößte und Taejin daraufhin wies, für ihn zu übersetzen.
      Panisch hatte das Mädchen ihr Oberteil wieder nach oben gezogen und blickte verwirrt und ängstlich zu Taejin, welcher ihr übersetzte was der unhöfliche Auftragskiller eigentlich damit bezweckt hatte.
      Das Mädchen schüttelte panisch den Kopf.
      "NEIN! Ich meine nein....es ...ist alles in Ordnung. Das war meine Schuld...Bitte erzählt es nicht Herrn Kang!"
      Shin konnte sich zwar in etwa zusammenreimen, was das Mädel da so panisch geschrien hatte, sah aber dennoch zu Taejin.
      "Lass mich raten, sie will es nicht verraten?"


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    • Taejin
      "Wahrscheinlich hat dein Chef wirklich Glück, dass Kit mit ihm so sanft war...", murmelte Taejin eher zu sich selbst, sich sehr wohl bewusst zu was ein verärgerter Tao imstande war. Er hatte nie die böse Seite von Kit erlebt, schließlich schien der Kleine für Taejin ein bisschen zu schwärmen, dennoch kannte der Koreaner die chinesische Mafia Familie zu gut, um zu wissen, dass jedes einzelne der Familienmitglieder ausnahmslos tödlich sein konnte und niemand in dieser Familie die Option hatte diese gefährliche Erziehung und Ausbildung auszuschlagen. Jeder Tao hatte dem Clan zu dienen... da gab es keine Ausnahme und Taejin konnte sich durchaus an die Diskussion in seiner eigenen Familie erinnern, in welcher die Entscheidung gefällt wurde Chanyeol aus dem Untergrund-Geschäft fernzuhalten. Die Diskussion hatte in Form eines groß angelegten Clan-Treffens stattgefunden, wobei Taejins Mutter sich sehr intensiv durchgesetzt hatte, um ihren jüngsten Sohn zu beschützen. Das war definitiv nicht bei allen Mafia-Familien vorstellbar und Taejin hatte seitdem seine Mutter in einem leicht anderen Licht gesehen. Die Taos wiederum waren dahingehend doch deutlich konservativer...
      Taejin hatte Shin darüber informiert, dass Kit hier gewesen war und das Rätsel an ihn weiter kommuniziert, wobei er hoffte dass es kein Rätsel war, welches nur im koreanischen Sinn ergab. Er selbst war nicht sonderlich gut in Rätseln und Shin würde es schwer haben, sollte das Rätsel tatsächlich nur im koreanischen komplett logisch sein... aber sein Lover würde schon kreativ werden. Da war sich Taejin sicher. Schließlich wies Shin auf die Verletzungen der jungen Frau hin und ließ über Taejin kommunizieren, dass er ihr helfen würde... doch sich zog sich sofort zurück, wurde geradezu panisch und versuchte das ganze herunterzuspielen. Taejin verschränkte etwas die Arme vor der Brust, hob eine Augnebraue und nickte dann auf Shins Frage hin ihm zu, ehe er sich der jungen Frau wieder zuwandte. "Ich habe viel Macht... sehr viel Macht. Es wäre eine Kleinigkeit für mich sich für deine Hilfe erkenntlich zu erweisen. Ich kann dich zu nichts zwingen, allerdings solltest du wissen, dass die Gefallen, die ich gewähre sich sowohl im legalen, als auch im extrem illegalen Spektrum bewegen. Solltest du dich also umentscheiden... " Taejin zückte eine schwarze matte Visitenkarte aus seiner Innentasche. Auf der Karte stand kein Name, kein Logo... nur eine einfache Handynummer. Seine private Handynummer.
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    • ___ Shin ___

      Der Japaner beobachtete das Szenario zwischen der jungen Frau und Taejin. Es war fast ein wenig belustigend, dass das Mädel vor ihm eine solche Angst hatte, aber Taejin praktisch aus der Hand fraß. Entweder lag das an dem unglaublichen Charisma seines Liebsten - was er definitiv nicht ausschloss - oder aber sie hatte keine Ahnung wer Taejin überhaupt war. Ungewöhnlich, aber wahrscheinlich kamen die Angestellten dieses Etablissements nicht oft hier raus. Shin verstand aus der Unterhaltung nicht viel, lediglich weitere Wortfetzen, was aber auch egal war. Sein Liebster würde ihn schon über das Wichtigste updaten und falls nicht, dann war das auch nicht so tragisch. Shins Interesse an irgendwelchen anderen Menschen, wenn es keinen weiteren Nutzen hatte, mit seiner Arbeit oder seinem Liebsten zu tun hatte, hielt sich ohnehin stark in Grenzen. Das war fast bedauerlich, da Shin ein unglaubliches Talent dafür hatte die Psyche anderer zu analysieren und zu ergründen. Für einen Psychologen oder Psychotherapeuten war er aber bei Weitem nicht selbstlos oder moralisch genug, weshalb dieser Berufszweig sehr weit entfernt für ihn war. Dennoch erkannte er, dass das Mädchen sich merkwürdig bewegte, beobachtete des Zusammenkneifen der Augen und entdeckte wie zu erwarten war eine Verletzung am Oberarm der jungen Frau. Natürlich hatte sie die Hilfe abgelehnt, dennoch schien sie zu versuchen die Tränen wegzublinzeln, was ihr sehr tapfer gelang und nahm die Karte von Taejin an. Ihre Lippen formten ein stummes "Danke."
      Das hatte auch Shin verstanden. Verflucht er musste sich wirklich mehr hinter seine koreanisch Bücher klemmen, vor allem wenn er nun Rätselraten spielen durfte. Bei seinem Glück war das nämlich irgendein beschissenes Wortspiel - er hasste Wortspiele.
      Der Japaner nickte Richtung Tür, damit sie endlich verschwinden konnten und verließ mit Taejin den Raum. Auf dem Weg nach draußen, schnappte er sich allerdings eine der Bediensteten, welche in knapper Maid-Uniform, welche Shin absolut unerotisch fand, an ihnen vorbei huschte. Sein Blick wanderte zu Taejin. "Sag ihr bitte, sie soll ihrem Chef ausrichten, dass seine Schuld beglichen ist - vorerst."
      Die Dame, welche hier offenbar ´nur 'Kellnerin war, soweit man das in einem solchen Club sein konnte, blickte verwirrt zwischen ihnen hin und her, schien aber im Gegensatz zu dem Mädel von vorhin ziemlich entspannt zu sein. "Ich spreche japanisch. Ich richte es ihm aus, Hübscher.", sie zwinkerte Shin zu, was ihn nun fast schon lachen ließ, mit welchem Selbstbewusstsein sie ihn ansprach. Amüsiert nickte er ihr zu, schnappte sich Taejin und verschwand mit ihm endlich aus diesem Schuppen.
      Er war kaum 5 Meter mit Taejin Richtung Parkplatz gelaufen, da drehte sich Shin in einer geschickten Drehung um, in der er Taejin hinter sich aus Reflex schob und direkt seine Waffe zückte.
      Der Schuss schlug neben ihnen auf dem Betonboden ein. Welcher Idiot war so bescheuert auf offener Straße zu schießen?
      Er vernahm ein Klatschen und wie jemand aus dem Schatten einer Gasse trat - schrecklich klischeehaft.
      Es handelte sich um einen großgewachsenen Mann in einem schwarzen Trenchcoat. Sein Haar war dunkelbraun und er trug es sehr kurz. Militärdienst? Auffallend an ihm war aber weniger die Waffe in seiner Hand, welche er nur noch locker trug, da er mit Klatschen beschäftigt war, sondern die Narbe, welche seine komplette linke Gesichtshälfte zierte. Sah nach einer Brandnarbe aus.
      "Beeindruckend. Ich hatte nichts anderes vom berühmten Reaper erwartet." ertönte die Stimme, welche Shin schrecklich bekannt vorkam, aber ihm fiel beim besten Willen nicht ein woher.
      "Nenn mir einen guten Grund, dich nicht hier auf der Stelle abzuknallen." brummte Shin alles andere als glücklich darüber, dass es jemand gewagt hatte Taejin in Gefahr zu bringen.
      In der Regel hätte er sofort gehandelt und geschossen, aber da es sich bei dem Typen offenbar nicht um einen Amateur handelte und er vielleicht mit Kit im Zusammenhang stand, wenn er sie nun schon bei all ihren Spuren verfolgte, versuchte er sich zu beherrschen.
      "Aber aber....begrüßt man so seinen großen Bruder? Willst du mich nicht deinem Lover vorstellen? Wer hätte gedacht, dass Abschaum wie du zu Gefühlen fähig ist? Oder dient sein hübsches Gesicht nur für deine Gelüste?"
      Okay, scheiß auf Informationen.
      Er zückte die Waffe, entsicherte sie und...
      "Das würde ich an deiner Stelle lassen, mein süßer Tomoe."
      Und nun dämmerte es ihm, wer hier vor ihm stand.....


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    • Taejin
      Zögerlich hatte die junge Frau die Visitenkarte von Taejin entgegen genommen und anschließend die beiden Männer verabschiedet. Die beiden verließen also die Räumlichkeiten, Shin ließ anschließend noch über eine junge Angestellte dem Chef des Ladens ausrichten, dass seine Schuld bei Shin nun beglichen war, ehe sie beide das Gebäude verließen. Sie hatten eine Spur, selbst wenn Taejin sich noch nicht ganz sicher war, was diese Spur zu bedeuten hatte. Shin würde schon herausfinden, was mit dem Rätsel gemeint war... und Taejin würde endlich ausatmen können, wenn sie Kitty gefunden hatten. Dem Kleinen war wahrscheinlich nicht bewusst, wieviel sein Verschwinden für Unruhe in der Unterwelt gesorgt hatte und Taejin hoffte ehrlich, dass der junge Tao noch am Leben und bestenfalls wohlauf war. Taejin wollte gerade vorschlagen, dass sie erst einmal wieder zu ihm fuhren, um die Neuigkeiten zu verarbeiten, da machte sich in ihm urplötzlich ein schlechtes Gefühl breit, doch sein Lover reagierte noch schneller. Ein Schuss wurde auf sie abgeschossen und Shin brachte Taejin sofort hinter sich, ehe er sein Waffe zog. Auch Taejin hatte sofort seine Waffe gezogen und entsichert, wenngleich es ihm gar nicht gefiel, dass Shin schon wieder so vor ihn gesprungen war. Der Kerl hatte dank Taejin erst vor nicht allzu langer Zeit ein paar Schusswunden erlitten... Taejin hatte gehofft, dass Shin nicht noch einmal solch einen Blödsinn veranstaltete, aber offenbar nahm sein Lover das mit dem "Schein-Bodyguard" wohl ein wenig zu ernst. Er würde Shin später dafür maßregeln, doch erst einmal galt es sich um ihren Angreifer zu kümmern. Kaum hatte Taejin den Mann erblickt, hob er selbst seine entsicherte Waffe und zielte sie direkt auf ihn, wobei er hinter Shin ein paar Schritte zur Seite trat, um den Kerl besser sehen zu können. Im ersten Moment rechnete der Chaebol damit, dass es sich um einen seiner Feinde handeln musste... allerdings kam dieser ihm nicht bekannt vor... und zu seinem Entsetzen, schien der Kerl seine komplette Aufmerksamkeit auf Shin zu konzentrieren. Erst machte das Gesagte von ihm nur wenig Sinn, doch dann vernahm Taejin Shins Geburtsnamen aus dem Mund des Fremden und sofort gefror das Blut des Koreaners, ehe er besorgt zu seinem Liebhaber blickte. Dieser Mann war wegen Shin hier und offenbar hatten die beiden eine Vergangenheit zusammen... Das hieß nichts gutes.
      "Mir ist egal wer das ist, aber wenn du willst, dass er stirbt, erschieß ich ihn sofort und lass ihn verschwinden.", murmelte Taejin seinem Lover leise zu, entschied sich aber vorerst noch nicht in das Gespräch einzugreifen.
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    • ___ Shin ___

      Shin konnte nicht auf die Worte seines Liebsten reagieren. Alles was er im Augenblick konnte war seinen Gegenüber anzustarren, als hätte er einen Geist gesehen und das hatte er ja auch! Noch nie hatte der Auftragsmörder gezögert jemanden aus den Weg zu räumen und nun das erste Mal in seinem Leben war er vor Schock erstarrt. Nicht weil er denjenigen vor sich nicht tot sehen wollte oder es nicht konnte, sondern weil derjenige hätte tot sein müssen! Mausetot! Shin hatte ihn eigenhändig.....
      Dem Schwarzhaarigen wurde speiübel und würde es nicht gegen sein Ego gehen, hätte er sich auf der Stelle hier direkt übergeben. Bei seinem Glück direkt auf die teuren Schuhe von Taejin. Na der hätte sich gefreut.
      Wenigstens konnte sich der Japaner noch etwas Würde zusammenraufen. Er wünschte sich gerade nichts sehnlicher als das emotionslose Gesicht von Yazhen Tao. Der Kerl hatte zwar einen Stock im Arsch, war aber auch die erste Person, die Shin nicht lesen konnte. Wahrscheinlich mochte er ihn deshalb nicht. Shin war zwar bei seiner Arbeit vollkommen emotionslos und man fragte sich wirklich, ob Shin überhaupt etwas empfinden konnte, aber was man von ihm wusste, war das er stehts ein überhebliches und amüsiertes Grinsen auf den Lippen trug. Selbst wenn man ihm eine Waffe an die Schläfe hielt. Nichts schien dem Japaner Angst machen zu können und es war kein Wunder, dass sich niemand von dem Japaner ernstgenommen fühlte.
      Nun bei Taejin war er anders, wenn auch trotzdem mit viel Grinsen auf den Lippen.
      Und jetzt war er anders....
      fassungslos....
      Überrascht wäre die Untertreibung des Jahrhunderts.
      "Du müsstest..."
      "Tot sein?", beendete sein Gegenüber amüsiert den Satz. "Ja, hätte ich! Nach allem was du meiner Familie angetan hast. Unserer Familie! Jeden verdammten Tag habe ich Schmerzen, jeden verdammten Tag werde ich daran erinnert, dass du mir alles genommen hast!" er deutete dabei auf die Brandnarbe in seinem Gesicht "Ich vergesse diese Schmerzen nicht eine einzige Sekunde."
      Nun endlich schien er Taejin zu beachten und betrachtete ihn von oben bis unten.
      "Taejin Hwang. Noch eine reiche Familie, die du ausnutzen kannst Tomoe? Aber wo sind meine Manieren? Taejin Hwang, mein Name lautet Hisoka Hinamori. Sie haben sicher von unserer Familie gehört."
      Man müsste unter einem Stein leben, wenn man diese Familie nicht kannte. Während man die Hwangs für ihren Reichtum und Einfluss kannte und immer wieder spekulierte, ob sie krumme Geschäfte drehten, waren die Hinamoris für das absolute Gegenteil bekannt.
      Wahre Heilige.
      Sie hatten so viele Gelder an wohltätige Zwecke gespendet, unterstützten Waisenhäuser und Schulen, veranstalteten jährlich Benefizgalas und spendeten alle Erlöse gewissenhaft.
      Ja, selbst einen Heimjungen haben sie aufgenommen und behandelten ihn wie ihr eigenes Fleisch und Blut.
      Um so schockierter war die Gesellschaft über den unerklärlichen Brand, welcher die Villa bis auf die Grundmauern niederbrannte und niemand überlebt hatte.
      Nun fast niemand....


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    • Taejin
      Vorsichtig blickte Taejin zu seinem Lover neben sich, welchen er in diesem Moment kaum wiedererkannte. Shin wirkte immer selbstsicher und ein wenig arrogant... aber diese heiße Art von Arroganz, auf die Taejin so unfassbar stand. Doch jetzt gerade spiegelte sich Schock in seinem Blick wider. Sämtliche Farbe war aus seinem Gesicht gewichen und er schien die Anwesenheit seines Liebhabers nicht mehr wirklich wahrzunehmen. Dennoch senkte Taejin die entsicherte Waffe nicht. Shin und dieser Mann kannten sich und selbst wenn der Chaebol immernoch nicht so ganz dahinterstieg, was genau ihre Vergangenheit war, wusste er, dass der Kerl nicht gut auf seinen Liebsten zu sprechen war und allein das war Grund genug für Taejin ihn wenn nötig zu erschießen. Der Koreaner würde definitiv keine Skrupel haben, sollte es dazu kommen...
      Der Mann hatte Shin als seinen Bruder bezeichnet, was Taejin natürlich hellhörig werden ließ... und offenbar sollte dieser Mann eigentlich tot sein... Taejin warf einen flüchtigen Blick zu Shin, doch dieser wirkte nach wie vor geschockt und ganz und gar nicht Herr der Situation, was wohl bedeutete, dass hier wirklich ein riesen Problem vor ihnen stand. Und dann stellte sich der Mann vor...
      Taejins Atem stockte nur eine Millisekunde, ehe er langsam, gespielt gefasst wieder ausatmete. Natürlich war ihm dieser Name ein Begriff und man musste schon unter einem Stein leben, wenn man nicht von der Tragödie gehört hatte... und doch war Taejin eben auch ein Hwang. Er war ein Mafia Boss, der die High Society, sowie den Untergrund Südkoreas gleichermaßen wie Japans in- und auswendig kannte... und wenn er etwas wusste... dann, dass absolut niemand ein Heiliger war und diejenigen die sich als Samariter darstellten, in der Regel die meisten Leichen im Keller hatten. Taejin konnte es sich nicht verkneifen, den Mann aufgrund seiner Vorstellung ein wenig in seine Schranken zu weisen... und wenn nur, weil er es wagte Shin so zu beunruhigen... und weil der Arsch auf sie geschossen hatte.
      "Bei dem Namen klingelt was... das ist definitiv ein Name, der in der High Society massiv an Bedeutung verloren hat... nun ja, was bringt ein Name, wenn niemand übrig ist, der ihn trägt?", erwiderte Taejin daraufhin etwas bissig und war dabei ein paar Schritte vorgelaufen und hatte sich bewusst dabei ein wenig vor seinen geliebten Japaner gestellt. Shin wirkte aktuell nicht, als wäre er in der Lage schnell genug zu reagieren, weshalb Taejin lieber seinen Schutz übernahm. "Also... warum genau unterhalte ich mich gerade mit einem Geist?"
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    • ___ Shin ___

      Reiß dich zusammen! Reiß dich verdammt nochmal zusammen! Immer wieder versuchte sich der Japaner in Gedanken selbst zur Vernunft zu rufen. Er war ein Auftragsmörder, er war berühmt für seine kalte Grausamkeit. Er war Herr jeder beschissenes Situation. Arrogant, unverschämt und fucking awesome in seinem Job.
      Natürlich wäre jeder schockiert, wenn jemanden, denn man 8 Jahre lang tot geglaubt hatte, plötzlich vor einem auftauchte und nach dem Leben trachtete.
      Aber das war nur einer von vielen. Er musste sich hinten anstellen.
      Reiß dich zusammen!
      Ja...nur einer von vielen.
      Während er sich versuchte zusammen zunehmen, führte nun sein Freund dieses Gespräch und es ärgerte den Japaner, dass ihn sein Liebster in diesem erbärmlichen Zustand erlebte. Hatte sich der Koreaner gerade sogar schützend etwas vor ihn gestellt?
      Verdammt....
      "Rührend, der Reaper lässt sich nun also beschützen? Du bist tief gesunken Tomoe. Ich dachte nicht, dass das möglich wäre, noch mehr zu versinken." verächtlich blickte er zu dem Japaner, als wäre er nur ein Insekt unter seinem teuren Schuh. So hatte er ihn auch all die Jahre behandelt. Als wäre er ein jämmerliches Insekt. Ein hübscher aufgespießter Schmetterling in seiner Sammlung.
      "Warum sie sich mit einem Geist unterhalten? Was glauben Sie wem dieser Umstand zu verdanken ist? Ich habe gehört den Hwangs geht die Familie über alles oder ist das nur Heuchelei? Es dürfte Sie doch sicherlich interessieren, dass ihr Liebster ein Familienmörder ist. Seiner eigenen. Ist es da verwunderlich, dass ihm nun das gleiche blüht?"
      Shin biss sich nun so heftig auf die Unterlippe, dass er Eisen schmeckte und Blut an seinem Mundwinkel entlang lief. Sicherlich sah er jetzt mehr nach einem übergeschnappten Irren aus, als nach einem sexy Vampir, aber um seinen Anblick konnte er sich später Gedanken machen.
      Der Schmerz half und er hatte seine gewohnt arrogante Tonlage zurück, als er nun eine Hand auf die Schulter seines Freundes legte und Hisoka ansah.
      "Stell dich hinten an. Mich wollen viele Leute tot sehen. Zieh eine Nummer und warte bis du dran bist."
      Offenbar schmeckte die arrogante und wieder gefasste Art von Shin seinem Gegenüber überhaupt nicht. Da sich der Blick des anderen nun extrem verfinsterte.
      Shin zückte seine Waffe, allerdings ertönten Sirenen der Polizei im Hintergrund. Natürlich auf offener Straße war das auch eine absolut beschissene Idee.
      "Wir sind noch nicht fertig!" Hisoka war ebenso schnell verschwunden wie er aufgetaucht war.
      "Wir sollten auch verschwinden Tae. Im Knast kann ich dir schlecht helfen unser rebellisches Kätzchen ausfindig zu machen."


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    • Taejin
      Ein tonloses Lachen verließ die Lippen des Chaebols, während er noch immer darauf bedacht war Shin solange abzuschirmen, wie dieser sich in dieser Trance zu befinden schien. Es machte dem Koreaner Sorgen, dass dieser Fremder seinen Lover so aus dem Konzept brachte... denn normalerweise brachte nichts und niemand ihn so leicht aus dem Konzept, maximal Taejin, aber das auf eine komplett andere Art und Weise. "Sie missverstehen da etwas. Den Hwangs ist die EIGENE Familie unfassbar wichtig. Andere Familien sind uns scheißegal, sonst hätten wir nicht so viel Krieg mit anderen Clan Familien.", erwiderte der Hwang und hatte mittlerweile gut Lust diesem Kerl eine reinzuhauen, statt nur auf ihn zu schießen. Schußwaffen waren eben doch nicht so persönlich, wie einfache Faustschläge. Allerdings schien Shin sich nun langsam aus seiner Starre zu lösen und formulierte einen Konter gegen den äußerst unsympathischen Kerl ihnen gegenüber, während Taejin seinen Liebsten aus dem Augenwinkel beobachtete... hauptsächlich aus Sorge, aber auch weil er grad nicht so gut einschätzen konnte, wie die Anwesenheit dieses Kerls Shins Verhalten weiter beeinflussen würde. Nun zückte Shin sogar wieder seine Waffe und wollte sie gerade auf diesen Mann zielen, da ertönten auch schon in der Ferne Polizeisirenen, was beide Japaner aufschrecken ließ und während Hisoka eilig flüchtete, wollte Shin sich ebenso schnell mit Taejin aus dem Staub machen, um mit der Polizei nicht agieren zu müssen. Taejin wiederum packte seine Waffe sehr entspannt wieder weg und blickte zu dem Dunkelhaarigen. "Das hier mag nicht mein Machtgebiet in Seoul sein, aber die Polizei drückt bei harmlosen Zwischenfällen dennoch ein Auge zu. Mach dir also keine Sorgen.", erwiderte Taejin nur sanft. Etwas entfernt kam der Streifenwagen zum Halten und ein Mann mittleren Alters stieg mit Waffe in der Hand aus, blieb aber dann ruckartig stehen, als er Taejin erblickte. Der Hwang winkte ihm nur lächelnd zu, der Mann verbeugte sich nur kurz und stieg dann schnell wieder in seinen Wagen. Die Partnerin des Mannes konnte kaum irritierter sein, ordnete sich ihm aber unter und wenig später fuhr der Wagen wieder davon.
      Taejin war währendessen näher an Shin getreten und legte ihm eine Hand an die Wange.
      "Wollen wir zu meinem Apartment und da unsere Spuren ein wenig besprechen?" Er würde Hisoka nicht ansprechen, nicht solange Shin nicht selbstständig über ihn sprechen würde. Schließlich hatte diese Vergangenheit keinerlei Bedeutung für Taejin.
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    • ___ Shin ___

      Mit dem Handrücken strich sich Shin über die blutende Unterlippe, ärgerte sich über seine Fassungslosigkeit und war erleichtert, dass er sich wieder gefangen hatte. Jemand wie er gab sich keine Blöße, vor niemanden. Er war kalt, arrogant und furchtlos und das würde er immer bleiben. Da konnte auch ein Zombie, wie dieser Idiot, aus seinem Grab wieder emporsteigen. Der Japaner war als Reaper bekannt, er würde diese Leiche wieder dahin verfrachten, wo er eigentlich hingehörte - unter die Erde. Glücklicherweise hatte sich Shin tatsächlich wieder ziemlich gut im Griff. Es war dennoch ungemein rührend, wie sich sein Liebster gerade für ihn einsetzte. Sie hatten als Bettgefährten begonnen und nun war es so viel mehr. Shin würde für Taejin alles tun und wenn er dem anderen so zuhörte, hatte er das Gefühl, dass es dem Koreaner da ähnlich gehen könnte. Allerdings hatte Taejin viel mehr zu verlieren als Shin, darum war das hier auch seine Angelegenheit, weshalb er nun derjenige war, der wieder seine Waffe zückte und mit der Hand auf der Schulter seines Geliebten demonstrierte, das wieder alles in Ordnung war. 5 Minuten Schwäche, die nie wieder vorkommen würden.
      Sie wurden allerdings drastisch von Polizeisirenen unterbrochen. Während Hisoka das Weite suchte und sich eigentlich auch Shin verabschieden wollte, war Taejin entspannt wie eh und je.
      Der Japaner konnte tatsächlich nur ein wenig perplex daneben stehen und beobachten, wie die Polizei vor der Mafia katzbuckelt und wenn er sich noch etwas tiefer verbeugte, Taejin gleich die überteuerten Schuhe lecken konnte.
      Die Waffe und der Aufruhr schienen so langweilig zu sein, wie eine Dokumentation über die Herstellung von Mehl.
      "Ihr Koreaner seid wirklich merkwürdig. Sind in dem Land etwa alle korrupt?", hakte Shin belustigt nach, wieder ganz der Alte. Er konnte sich gedanklich immer noch das Hirn zermartern, wie er dieses Arschloch schnellstmöglich kalt machte.
      Das er es tun musste, war von der ersten Sekunde an besiegelt gewesen. Bislang hatte er niemanden ein zweites Mal töten müssen, aber für alles gab es ein erstes Mal. Offenbar auch dafür.
      Als er die Hand von dem Hellhaarigen auf seiner Wange spürte, drehte er sein Gesicht leicht damit er die Handinnenfläche von Taejin küssen konnte. "Ja, lass uns verschwinden."


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    • Kaoru
      Er war sehr zeitig aufgestanden, wenngleich er durch ihre späte Ankunft im Hotel dadurch nur knapp drei Stunden Schlaf bekommen hatte. Das reichte ihm nicht oft, aber ausnahmsweise müsste er damit mal auskommen. Er wusste schließlich, dass Yazhen mit Sicherheit so schnell wie möglich weiter ihren Spuren nachgehen wollte... und Kaoru würde nicht das Risiko eingehen, dass er den Chinesen aus den Augen verlor. Also war der Japaner gleich nach dem Aufstehen zu einem nächstgelegenen Café gegangen, welches um diese Uhrzeit für die frühen Pendler bereits Kaffee und Frühstück anbot und hatte für Yazhen und sich selbst jeweils einen Kaffee geholt, selbst wenn er sich nicht ganz sicher war, ob dieser überhaupt welchen trank. Auf dem Rückweg war er ziemlich geradlinig zurück zum Hotel gegangen, um anschließend sich den Weg zu Yazhens Zimmer zu bahnen und bei diesem zu klopfen... allerdings wurde er auf diesem Weg aufgehalten. Sein Blick fiel auf eine junge Katze, die vor dem Eingang des Hotels sich hingelegt hatte und entspannt ihren Bauch in Richtung der langsam aufgehenden Sonne streckte... und Kaoru fiel es mehr als nur schwer einen Bogen um dieses niedliche Wesen zu machen. Er war gerade auf ihre Höhe gekommen und war felsenfest motiviert gewesen, sie einfach zu ignorieren und weiter zu laufen... da wachte das kleine Wesen durch seine Anwesenheit auf, maunzte ihn kurz jämmerlich an, ehe die Katze sich auch schon erhob und ihm um die Beine strich. Und ab da war Kaorus Wille ganz offiziell gebrochen.
      Seufzend stellte er die zwei Kaffeebecher sicher neben sich ab, ehe er vorsichtig in die Hocke ging und seine Hand über das weiche Fell der Katze gleiten ließ, wodurch diese sofort mit schnurren begann, ehe sie sich mehr an seine Hand schmiegte und sich so ihre Streicheleinheiten förmlich einforderte. Kaoru war nicht in vielen Belangen ein schwacher Mensch... aber Katzen waren sein Kryptonit...

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    • ___ Yazhen ___

      Er hatte nicht geschlafen. Natürlich hatte er nicht geschlafen. Obwohl er sich vorgenommen hatte, wenigstens ein wenig Ruhe zu finden und sich wenn auch nur um die müden Glieder zu strecken im Hotelbett versinken wollte, war er kaum hatte er sich auch nur die Socken ausgezogen von seiner Mutter angerufen worden. Die Frau schlief einfach nie. Yazhen hatte über 2 Stunden lang erst mit ihr, dann mit seinem Vater und dann auch noch mit seinem Großvater gestritten, da diese alles andere als erfreut über den mangelnden Fortschritt ihres Ältesten waren. Sie waren Ergebnisse und zwar herausragende Ergebnisse von Yazhen gewohnt und ein Versagen war schlimmer als alles andere für die Familie. Den Kopf für seine Geschwister hinzuhalten, war etwas das Yazhen seit er denken konnte gewohnt war und er tat es gern. Er war immer der Fels hinter dem sich sein kleiner Bruder und seine kleine Schwester verstecken konnten. Er beschützte sie mit seinem Leben und vielleicht sogar am meisten vor seiner eigenen Familie. Wenn sie über ihn schimpften und ihren Frust an Yazhen ausließen war das eine Sache, dass sich die drei aber über Kit beschwerten, das war ein rotes Tuch für den ältesten Tao-Sohn. Seine Laune war sprichwörtlich im Keller und auch wenn man es dem Chinesen nie ansah, war er zu schlecht gelaunt die restliche Stunde Schlaf zu suchen, bevor er mit Kaoru sich weiter auf die Suche begab. Er entschied sich also lieber den kleinen Sessel aufzusuchen, welcher neben der ebenso kleinen Minibar stand und bis er los musste frustriert die Decke anzustarren.
      Da er aber nicht ewig die Decke anstarren und darauf warten konnte, bis der Putz von der Decke krachte - nein, es war ein kleines aber feines Hotel ohne Besonderheiten, aber sauber und gemütlich - konnte er genauso gut Frühstück besorgen. Da Yazhen schnell los wollte, kam für ihn ein üppiges Frühstück im Hotelrestaurant nicht in Frage, weshalb er sich mit Kaoru auf to go geeinigt hatte. Der Chinese sprach glücklicherweise fließend japanisch was die Kommunikation deutlich erleichterte. Also erhob er sich aus dem Sessel, stellte fest, dass er Rückenschmerzen hatte - er fühlte sich alt - und betrachtete sich missmutig im Spiegel. Er und Kaoru hätten sich besser vorbereiten müssen. Sie hatten nicht mal Wechselklamotten. Vielleicht sollten sie einkaufen gehen.
      Einkaufen mit dem Manager seines Geschäftspartner....
      Ein Geschäftspartner, mit dem er ein etwas schwieriges Verhältnis hatte ...
      Ein Geschäftspartner, der seinen kleinen Bruder verloren hatte ...
      Wenn Yazhen Sinn für Humor hätte, hätte er gelacht.
      Wenigstens war eine Dusche drin und so entschied sich, sich wenigstens halbwegs vorzeigbar zu machen. Das schlimmste war immer noch, dass er seine Hautpflegeprodukte nicht bei sich hatte.
      Er fühlte sich jetzt noch älter.
      Nachdem er sein Spiegelbild nicht mehr ganz so sehr verfluchte, entschied er sich das Hotel zu verlassen und nach einer Bäckerei oder Konbini zu suchen. Wie schwierig konnte das schon sein?
      Allerdings hatte er nicht die Rechnung mit Kaoru gemacht, welcher auf dem Boden kniete und er hatte die Rechnung ohne ein flauschiges Wesen gemacht, welches von Kaoru gestreichelt wurde.
      Das kleine Wesen maunzte als es ihn entdeckte und setzte sich auf seinen Schuh.
      Ein Lächeln schlich sich auf die Lippen des Chinesen. Ein denkwürdiger Moment.



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    • Kaoru
      Ab dem Moment, in dem er sich zu der kleinen Katze hinunterbeugte und begann sie zu streicheln, war er komplett auf das kleine Tier fokussiert und blendete mehr oder weniger alles andere um sich herum aus. Erst als ein weiteres Paar Schuhe näher trat und das Kätzchen sich von Kaoru löste, um den Neuankömmling zu begrüßen, blickte der Japaner langsam auf und erblickte Yazhen, dessen gesamte Aufmerksamkeit sich ebenfalls sofort auf die Katze vor seinen Füßen zu richten schien und sich ein breites Lächeln auf seinen Lippen abzeichnete. Irritert musterte Kaoru den sonst verdammt ernsten und nie eine Miene verziehenden Chinesen, bei dem man normalerweise vermuten könnte, dass dieser nie gelernt hatte zu lächeln... doch hier hockte er strahlend vor einem kleinen Flauschball, als wären sämtliche Sorgen und Probleme gar nicht existent. Offenbar war Yazhen ebenso wie Kaoru ein Katzenmensch... das machte den Taos tatsächlich deutlich sympathischer, selbst wenn es wirklich absolut unerwartet kam... auf der anderen Seite... jeder hatte wohl eine Schwäche, selbst ein so kalt wirkender Mensch, wie es Yazhen eben war.
      "Ich habe uns Kaffee geholt... wurde allerdings auf meinem Rückweg aufgehalten und ich befürchte, dass der Kaffee jetzt mittlerweile kalt sein dürfte.", entgegnete Kaoru dem Chinesen mit einem entschuldigenden Lächeln auf den Lippen, ehe er seinen Blick wieder auf das Kätzchen richtete, welches es sehr wohl genoss, die Aufmerksamkeit der beiden Männer eingefangen zu haben.
      "Ich kann uns einen neuen Kaffee holen, das Café in dem ich war, ist nicht allzu weit entfernt und wenn sie wollen kann ich ihnen auch gleich Frühstück mitbringen. Haben sie Wünsche?", bot Kaoru daraufhin an und erhob sich langsam, da das Kätzchen nun eher den Neuankömmling umgarnte, welcher in der Gegenwart des kleinen Fellballs doch deutlich sanfter und liebevoller wirkte, als... nun... als er eben sonst in jeder Lebenslage war, soweit der Japaner das eben einschätzen konnte.
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    • ___ Yazhen ___

      Vorsichtig als könnte er das kleine Tier zerbrechen streichelte er durch das weiche Fell des Kätzchens. Belohnt wurde er mit einem Schnurren und Yazhen schlechte Laune war schlagartig verschwunden. Der Chinese hatte schon immer eine Schwäche für Tiere. Leider durfte er nie welche halten, nicht einmal jetzt in seinem Alter, da niemand den Tao-Clan so einfach entkommen kann. Zumal Yazhen aufgrund seiner Geschwister nicht einfach ausziehen konnte, sonst wurden sie zur Zielscheibe. Wobei seine Mutter sich Giftschlangen hielt. Er hatte nichts gegen Odin und Hades, eigentlich mochte er sie sogar sehr, aber die beiden waren eher schwer zu kuscheln. Zumal diese Schlangen tatsächlich noch ihr Gift in sich trugen und außer den Taos niemand sie berühren durfte. Sie hatten viel Tode zu verzeichnen ...
      Als Kaoru ihn nun allerdings ansprach und Yazhen bemerkte, wie sehr er sich gerade gehen lassen hatte - etwas das er nie tat! Räusperte er sich schnell und setzte sein normales, neutrales und höfliches Gesicht auf. Er war nicht emotionslos, aber das war nun einmal sein Gesicht. Konnte er schlecht abschneiden und Lächeln lag ihm nicht, nun außer man ging auf vier Pfoten und war flauschig.
      "Schon gut, das ist in Anbetracht unseres Besuchers verständlich. Wir sollten den Kater zum Frühstück einladen." Yazhen griff nach dem Kaffee. "Vielen Dank Herr Hoshino. Ich habe nichts gegen kalten Kaffee." Er kraulte das Kätzchen hinter dem Ohr. Als Kaoru sich erhob maunzte der kleine Kater protestierend, was während des Schnurrens sehr interessant klang. "Ich glaube er hat etwas dagegen.", stellte Yazhen fest und blickte nun zu Kaoru. "Wir sollten alle zusammen frühstücken gehen." Yazhen hob das kleine Kätzchen auf seinen Arm, welches nun sehr weit oben thronte, da der Chinese eine sehr staatliche Größe vorzuweisen hatte. In seinem maßgeschneiderten Anzug wirkte er tatsächlich noch größer. Das Kätzchen schien dies nicht zu stören, da es sich nun interessiert die Welt von oben ansah. Sein Blick wanderte zu Kaoru, da dieser immerhin das Tierchen zuerst entdeckt hatte. "Möchten Sie den Kater halten? Schließlich ist er ihr Gast."
      Heimlich hoffte er aber das Kätzchen doch noch ein wenig im Arm behalten zu dürfen. Allerdings wog die Höflichkeit des Chinesen mehr als seine eigenen Wünsche und es widersprach seinem Ehrgefühl Kaoru einfach ein so anmutiges Wesen vorzuenthalten.


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    • Kaoru
      Es war extrem ungewohnt den sonst so kalten Tao so behutsam zu sehen, allerdings begrüßte Kaoru es irgendwie auch. Es war deutlich angenehmer mit jemanden zu interagieren, der eben auch menschlich wirkte und eine softe Seite an sich hatte. Es war in gewisserweise eine Schwäche, die Kaoru einen Vorteil verschaffen konnte... wenn eben auch nur einen kleinen. Auf der anderen Seite, waren eben auch Menschen, die keine Tiere mochten eher absolute Psychopathen...
      Er hatte sich erhoben und angeboten erneut warmen Kaffee und Frühstück zu holen, doch da hatte er nicht mit dem kleinen Kater gerechnet, welcher es ganz und gar nicht gut zu finden schien, wenn Kaoru jetzt einfach so verschwand. Yazhen hatte den Kater kurzerhand hochgehoben und vorgeschlagen, dass sie sich zu dritt Frühstück suchten, was den Japaner innerlich ein wenig grinsen ließ, schließlich schien die Anwesenheit dieser Katze Yazhen seine Eile und seine Sorgen zumindest temporär vergessen und womöglich würde der heutige Tag dadurch ein wenig entspannter ablaufen. Kaoru war es zwar gewohnt mit Workaholics zusammenzuarbeiten, allerdings konnte er am Ende des Tages Feierabend machen und sich dann daheim entspannen... was aktuell in Yazhens Gegenwart eben nicht möglich war...Der kleine Kater war förmlich ein Segen für Kaorus Nerven.
      Lächelnd schüttelte Kaoru auf das Angebot den Kater zu tragen den Kopf, trat stattdessen nur näher an den großgewachsenen Chinesen heran, stellte sich leicht auf seine Zehenspitzen und streckte seine Hände lächelnd nach dem Kater aus, welchen er in den Armen von Yazhen etwas kraulte. Der Kater schien sich in dieser Position pudelwohl zu fühlen, also würde Kaoru ihm das jetzt sicher nicht nehmen. Wer wusste schon ob der Kleine jemanden gehörte oder auf der Straße zuhause war... jeden Falls schien er nicht gegen die beiden Männer abgeneigt zu sein und Kaoru und Yazhen waren ganz klar hin und weg von dem Kleinen.
      "Alles klar, dann schauen wir mal, ob wir auch Frühstück für den Kleinen finden.", erwiderte Kaoru lächelnd und schnappte sich seinen kalten Kaffee.

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