❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

    • ___ Seongwha ___

      Hongjoon würde ihn dafür sicherlich anschreien und das wäre sowas von verdient, dass Seongwha nicht einmal Einwände hätte. Mal ehrlich, es war eine Sache, dass er mit einem Polizisten zusammen arbeitete, eine andere, dass er ihm direkt eine seiner Karten gab. Der Mafiaboss hatte später genug Zeit um sich dafür zu hassen. Als er Mingi verkünden hörte, dass er eine Runde ausgab, hasste sich Seongwha bereits direkt danach. Wenigstens führte die Ansage, dass ein hübscher Kerl gerade Alkohol verteilte als wären es Süßigkeiten dazu, dass sich die Aufmerksamkeit weg von Seongwhas Hintern zu Mingi richtete. Sicherlich würden ihn einige Leute angraben. Der Schwarzhaarige hätte das zu gern beobachtet. Er konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, wie der regelkonforme Mingi mit Flirtereien umging. Vielleicht aber versteckte gerade dieser Musterknabe den ein oder anderen perversen Kink. Nun gerade solche Leute waren dafür echte Paradebeispiele. Was wohl Mr. Perfekter Cop versteckte? Seongwha schüttelte belustigt den Kopf. Wahrscheinlich war die einzige kriminelle Sünde von Mingi, dass er mit Socken schlief oder dergleichen. Als sich der Schwarzhaarige sicher war das die ganze Aufmerksamkeit des Clubs auf dem Polizisten und Seongwhas armer Kreditkarte lag, schlüpfte er auf leisen Sohlen in das Büro. Der merkwürdige Typ von vorhin war verschwunden...
      Seongwha linste zu dem schrecklichen Fake Bärenteppich. So etwas gab es wirklich? Bislang war Seongwha davon ausgegangen, dass gab es nur in ganz alten Mafiafilmen. Ein Braunbär-Kopf, wirklich? Unter besagten Braunbär verbarg sich tatsächlich eine Holztür im Boden.
      Wie sagte man so schön? Verstecke Geheimnisse an auffälligen Orten, damit es wieder zu offensichtlich wird um aufzufallen?
      Natürlich war die Tür verschlossen und man brauchte einen Schlüssel.
      Der Schwarzhaarige kniete sich also vor das kleine Schloss mit der merkwürdigen Form und versuchte dieses ebenfalls mit den Haarklammern zu knacken. Er hätte einen Dittrich mitnehmen sollen. Das konnte jetzt ein Weilchen dauern.
      Hoffentlich baut der verfluchte Cop da draußen keinen Scheiß.
      Seongwha schnalzte verärgert mit der Zunge.
      Warum um alles in der Welt hatte der Sack ihn nur retten müssen? Jetzt saß er hier im Feindesgebiet komplett aufgestylt auf dem Boden und wollte in einen runzeligen Keller, der nur so nach True Crime Klischee schrie.
      Warum musste er jetzt grinsen?
      Es dauerte tatsächlich ein Weilchen, aber er hatte es geschafft und hörte das vertraute klackende Geräusch, als er die Tür nach unten öffnen konnte.
      Steinige Treppen führten ins Dunkle.
      Seongwha verfluchte Mingi jetzt schon.
      Als er vorsichtig und mit der Hand an seiner Waffe die Treppe herunterstieg, waren an den Wänden überall Kerzen angezündet.
      Leise ging er weiter hinein, hörte Stöhnen und entdeckte einige Gittertüren in denen nun...gewisse Dinge geschahen, welche zu so einem Keller passten.
      Entweder man entdeckt Drogen, Leichen oder einen SM-Porno-Keller. Drittes hatte er bereits entdeckt. Seongwhas Gesicht blieb dabei so neutral, dass es schon erschreckend war. Der Schwarzhaarige sah den Leuten einen Moment genauer in die Gesichter, unauffällig versteht sich, wobei er sich das hätte sparen können. Die waren komplett zugedröhnt.
      Leute hingen an Kreuzen, Peitschenhiebe waren zu vernehmen und alles unter so einem massiven Drogeneinfluss, dass man kein Prof sein musste, um zu bemerken, dass hier nur gewisse Leute verkehrten.
      Die Mädchen und Jungen allerdings.....waren erschreckend jung.
      Moment...
      ...
      Es war vielleicht wirklich besser, dass Mingi das hier nicht sah. Ob er dabei so ruhig bleiben konnte wie es Seongwha blieb, bezweifelte das Mafiaoberhaupt stark. Wahrscheinlich hatte Seongwha auch einfach genug in seinem Leben gesehen und erlebt.
      Er machte heimliche Aufnahmen und Bilder, fotografierte die Schuluniform die er entdeckt hatte und ging weiter den Gang entlang. Die Leute waren so drauf, sie bemerkten ihn wirklich nicht, oder aber es war ihnen vollkommen egal.
      Als der Schwarzhaarige am Ende des Flures ankam, entdeckte er ein riesiges Buch mit goldenem Ledereinband.
      Ein wenig übertrieben,mh?
      Ein Gästebuch?
      Interessiert blätterte er die Seiten durch, viele Namen kamen ihm bekannt vor und bei einigen wurde selbst ihm schlecht.
      Nein, das war kein normales Gästebuch....
      Warum lag das Buch so offen herum? Warum gab man das einfach Preis? Ein lautes Geräusch und Stimmen die sich ´normal´unterhielten, ließen ihn aufschrecken.
      Fuck.
      Schnell huschte Seongwha hinter eine der Gittertüren, warf sein rotes Jackett welches viel zu auffällig war zur Seite, war erleichtert das er sich gegen die rote Hose entschieden hatte und so nur noch in schwarz gekleidet war. Das schwarze Hemd mit dem V-Ausschnitt ließ seine helle Haut regelrecht verboten aussehen und er lehnte sich an die Wand, als wäre er ebenfalls einer der hier ´spielte´.
      Er durfte nicht auffallen. Er hielt seinen Kopf gesenkt, um möglichst nicht mehr ganz zurechnungsfähig auszusehen, was glücklicherweise funktionierte.
      "Der Kerl, der gerade die Getränke ausgibt. Lass ihm etwas interessantes zukommen. Ich würde gern mit ihm spielen. Mach es aber unauffällig.", vernahm er die Worte eines groß gewachsenen Mannes mit dichtem schwarzen Haar, welcher mit einem kleineren Mann zu besagtem Buch schritt.
      "Er gefällt mir. Lasst ihn herbringen."
      "Verstanden, Sir." Seongwha hörte wie das Buch zugeschlagen wurde.
      Fuck, er musste hier raus und Mingi davor einsammeln, bevor das Ganze eskalierte.
      Der Riese war mit dem Buch in den einzigen Raum ohne Gitterstäbe verschwunden, während der andere den Gang zurücklief.
      Mist, er musste hier raus.
      So schnell man eben beim Schleichen sein konnte, war er dem Kerl gefolgt und hatte es irgendwie geschafft wieder aus dieser Kammer des Schreckens zu gelangen.
      Das war aber eher weniger ein Grund zum freuen, da der Kerl Mingi bereits ein Glas in die Hand gedrückt hatte.
      Kaum hatte Seongwha die Clublokation betreten, schnurrte schon der nächste Typ um ihn herum, an dem er aber einfach vorbei rannte.
      Für Erklärungen hatte er nicht viel Zeit, weshalb er Mingi direkt das Glas aus der Hand schlug.
      Sehr zum Entsetzen der Gäste.
      "Sorry", kam es nicht gerade überzeugend von Seongwha, der Mingi lediglich einfach nur in die Augen sah, in der Hoffnung das Polizist verstand, dass er ihm da gerade einen Gefallen getan hatte.
      "Was glauben Sie eigentlich wer sie sind?" fauchte ihn besagter Sack direkt an, woraufhin ihn Seongwha lediglich gelangweilt ansah und ihn ignorierte. Sein Blick richtete sich wieder zu Mingi.
      "Wir verschwinden."


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    • Mingi
      Die gute Nachricht zuerst: er hatte erfolgreich den halben Club abgelenkt, damit Seongwha unentdeckt und ungestört durch die Tür schlüpfen konnte, nun lag es nur noch an dem Dunkelhaarigen sich dort nicht erwischen zu lassen, denn dann würde auch Mingis größte Ablenkung absolut nichts mehr bringen.
      Die schlechte Nachricht: Er war sehr weit davon entfernt, noch als nüchtern zu gelten. Nachdem Mingi die erste Runde auf Seongwhas Karte ausgegeben hatte, schien fast jeder mit ihm trinken zu wollen und plötzlich war es gar nicht mehr so einfach den Alkohol zu verweigern. Nicht, wenn so viele Augenpaare auf ihm lagen. Also trank Mingi... und er trank... und trank... als Mingi gerade auch schon an dem nächsten Glas nippen wollte, welches man ihm in die Hand gedrückt hatte, wurde ihm dieses auch schon mit Wucht aus der Hand geschlagen. Raunen ging durch die Menge und Mingis Augen weiteten sich etwas, während er auf seine leere Hand starrte, in der sich eben noch ein Glas befunden hatte. Ihm fiel es schwer das Passierte zu verarbeiten, doch als er Seongwhas Worte vernahm, dass sie hier verschwinden mussten, schien Mingi das erste Mal wieder ein wenig klaren Verstand zu bekommen und er nickte leicht. Nicht ganz nüchtern, aber wieder mehr bei der Sache wandte er sich an den Kerl, der ihm zuletzt ein Glas gereicht hatte. "Meine Begleitung ist ziemlich eifersüchtig.", entgegnete Mingi mit einem leisen Lachen während er einen Schritt näher an Seongwha trat... hauptsächlich um mehr Abstand von diesem Kerl zu bekommen. Damit wandte sich Mingi an seinen Partner und hob gespielt amüsiert eine Augenbraue. "Sag bloß du möchtest an einen ruhigeren Ort?" Mingi zuckte leicht mit den Schultern. " Entschuldigen Sie, aber wir müssen uns wohl verabschieden. Ich muss mich um mein Kätzchen kümmern.Ich werde aber demnächst wieder kommen. Der Club gefällt mir wirklich sehr." Der Mann schien nicht begeistert, verabschiedete sich aber widerstrebend und so schritten Mingi und Seongwha wieder hinaus in die Nachtluft. Mingi hatte dabei seinen Arm um Hwas Hüfte geschlungen. Kaum waren sie weit genug hinaus getreten und hatten sich vom Eingang entfernt, blieb Mingi still stehen. Sein Arm sackte von Seongwhas Hüfte hinab und Mingis Blick wurde komplett glasig.
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    • ___ Seongwha ___

      Zugegeben war er da gerade rekordverdächtig aus dem Keller geschlichen, so fern man schnell schleichen konnte und hatte fast elegant das Glas von Mingi an die nächste Wand befördert. Hach und niemand schien ihn dafür zu bewundern - tragisch. Ob das wohl gute Karmapunkte gab? Hatte Seongwha überhaupt jemals so etwas wie gute Karmapunkte besessen? Nun, jetzt hatte er welche. Er hatte verhindert, dass ein Bulle unter Drogen zu einem Sexspielzeug wird. Mensch, was war er nur für ein Gutmensch. Ob ihm Mingi das dankte bezweifelte der Mafiaboss stark. Ungerechte Welt. Während ihn die einen aufgrund der Aktion mit den Blicken durchbohrten, starrten ihn andere weiterhin an, nur weil er sich sein Jackett nicht mehr angezogen hatte, sondern dieses um den Arm trug und somit ein wenig mehr Haut zeigte. Er hätte es ja verstanden, wäre er eine Frau und hätte Brüste. Was war bitte an seinem Ausschnitt so faszinierend, dass die Leute fast hineinfielen?
      Seongwhas Blick wanderte zu Mingi, welcher alles andere als nüchtern aussah. Skeptisch hob er eine seiner perfekt gezupften Augenbrauen und sah den Polizisten an. Wie viel hatte der Kerl bitte getrunken? Noch etwas mehr und er wäre ohne Drogeneinfluss schon komplett unzurechnungsfähig. Seongwha hatte das Bedürfnis ihn zu rügen, kam sich aber bei dem Gedanken absolut lächerlich vor. Mal ehrlich, er war ein Krimineller. Die Verkörperung aller schlechten Entscheidungen, warum sollte er jemanden tadeln, wenn dieser sich betrank? In der Regel lachte der Schwarzhaarige über so etwas.
      "Ja.......genau...eifersüchtig.", murmelte Seongwha. Das versuchte er unkommentiert zu lassen. Richtig, da war ja dieses merkwürdige Schauspiel zwischen ihnen. Es schockierte und überraschte den Schwarzhaarigen gleichermaßen, dass Mingi darin verflucht gut war.
      KÄTZCHEN?!
      Seongwha entglitten für einen Moment die Gesichtszüge, ehe er sich räusperte und Mingi seinen Arm um ihn legen ließ.
      Er würde ihn töten...irgendwann mit einem Lächeln.
      "Dein Kätzchen hat das Bedürfnis dich zu ermorden.", murmelte Seongwha genervt beim Herauslaufen, atmete aber dann erleichtert die frische Luft ein, welche ihnen förmlich mit einem Hammer entgegen schlug, als sie diesen beschissenen Club verließen.
      Da drin war es so dermaßen stickig gewesen, dass man nicht mal trinken musste, damit einem regelrecht schlecht wurde.
      Er spürte wie die Hand des anderen von ihm glitt, woraufhin sich Seongwha an Mingi wandte.
      Amüsiert beugte sich der Schwarzhaarige zu ihm.
      "Scheiße bist du dicht. Gehört das auch zum Job? Ich bin fast beeindruckt."


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    • Mingi
      Kaum hatten sie den Club verlassen und Mingi musste nicht mehr versuchenirgendeine Rolle zu spielen, überkam ihn seine Betrunkenheit förmlich. Er blieb still stehen, seine Augen wurdenglasig und einen Moment später starrte er auf den Fußweg, als wäre der Asphalt das interessanteste, das er seit langem gesehen hatte. Als würde dieser Boden seine ganze Welt ändern. Hauptsächlich musste er sich aber einfach nur extrem zusammenreißen, nicht sofort auf dem Boden zusammenzusacken oder gar nach vorne zu kippen. Alles dreht sich und er konnte nicht einen einzigen klaren Gedanken fassen. Ihm war zwar ein wenig schlecht, aber nicht soweit, dass er sich übergeben müsste.
      "Ich sollte nach Hause.", murmelte er schließlich zu sich selbst und setzte sich taumelnd erneut in Bewegung, wenngleich ihm die Orientierung zu seinem Auto oder gar zu seinem Apartment fehlten. Wahrscheinlich schaffte er es nicht mal ein Taxi zu rufen. Könnte er in dem Zustand einfach nach Hause laufen? Sein Apartment war um die vierzig Kilometer von hier entfernt... würde er also laufen... wäre er morgen früh wahrscheinlich immer noch nicht zu hause und hätte sich in dem Zustand wahrscheinlich entweder verlaufen oder sich auf halben Weg dann einfach auf einer Parkbank niedergelassen. Er könnte aber auch seinen Rausch in seinem Auto ausschlafen...
      Augenblicklich noch in seiner taumelnden Bewegung drehte er sich um hundertachtzig Grad um, nur um in die Richtung zu laufen, in der er sein Auto erahnte. Oder hatte er doch woanders geparkt. "Ich muss zu meinem Auto.", murmelte er erneut zu sich selbst, als könnte er seine aktuell sehr simplen Gedankengänge nicht in seinem Kopf behalten und musste sie laut aussprechen. Er musste nur bis zu seinem Wagen gelangen. Dann könnte er einsteigen, sich bei seiner Größe irgendwie auf die Rückbank quetschen und zum Schluss am nächsten Morgen direkt auf Arbeit fahren. Klang in der Theorie doch gar nicht mal nach solch einem schlechten Plan....
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    • ___ Seongwha ___

      Der Schwarzhaarige beobachtete die Situation mit einer Mischung aus purem Amüsement und totaler Verwirrung. Er hätte nie gedacht, dass sich Mingi vor ihm solch eine Blöße geben würde. Seongwha konnte sich nicht vorstellen, dass ein so analytischer Mensch wie der Polizist ihn nicht ernst nahm, viel mehr hatte er sich einfach komplett überschätzt oder eher den Alkohol unterschätzt. Seongwha grinste. Oh, würde sich der Kerl dafür morgen hassen. Mal ehrlich, Seongwha könnte ihm so einfach das Licht ausknipsen und all seine ´Schulden´wären gar nicht mehr präsent. Der Mafiaboss seufzte. Nein, solche Gegner wollte er nicht. Allerdings...
      Er zückte amüsiert sein Handy und nahm davon ein paar Szenen auf, ebenso wie das komplett betrunkene Gesicht von Mingi, welches er fotografierte. Das war die Rache für die Sache im Club. Allerdings nahm der Typ seinen Job wirklich ernst. Er hatte alles daran gesetzt, dass Seongwha nicht aufflog. Wäre er in diesem Keller entdeckt worden...
      GAH! Er war diesem Arsch schon wieder was schuldig. Sich selbst und die komplette Welt verfluchend packte er sein Handy wieder weg und lief dem Dunkelhaarigen nicht mehr ganz so Vorzeige-Polizisten hinterher. Seongwha begann bereits jetzt ein schlechter Einfluss zu sein. Ein wenig war er ja darauf schon stolz.
      Er lief dem taumelnden Polizisten nach. "Ich glaube zwar nicht, dass ich das tue, aber bevor dich jemand anderes umbringt als ich." er fasste dem Kerl an der Schulter und drehte ihn zu sich. Wow, seine Augen gingen ja in sämtliche Richtungen. War das biologisch möglich? "Wo zur Hölle wohnst du? Ich bring dich Heim oder lass uns dir wenigstens ein Hotel besorgen." entgegnete der Schwarzhaarige und pustete sich eine wirre Strähne aus dem Gesicht. Nach dem ganzen Drama war seine Frisur für heute auch im Eimer.
      Allerdings hatte Mingi andere Pläne als Seongwha zuzuhören und steuerte direkt auf...
      "Ey, da ist eine..."
      Weiter kam er nicht und vernahm ein Dong.
      "Laterne....", beendete der Mafiaboss den Satz und machte noch ein Bild davon, wie der Cop die Laterne umarmte. Ein Bild für die Ewigkeit.
      Ehrlich gesagt konnte er es nicht glauben, dass er das gerade miterlebt hatte. Hatte er Mingi nicht als den Streberbullen schlechthin kennengelernt? Das Einhorn in dieser verkorksten Branche?
      Seongwha biss sich leicht auf die Unterlippe damit er nicht lachte, räusperte sich dann aber und steuerte auf Mingi zu.
      Eigentlich hatte er vor den Kerl einfach mit sich zu ziehen, aber er hielt sich wirklich an dieser beschissenen Laterne fest.
      "Nicht dein ernst.....Lass die scheiß Laterne los!"
      Sie wurden beobachtet und Seongwha wollte nicht wissen, wie bescheuert dieses Bild aussehen musste, wie er an einem Betrunkenen zerrte, damit dieser endlich die Laterne los ließ, welcher er offenbar eine Liebeserklärung machte.
      Er wusste nicht wie, aber mit ein wenig sanfter Gewalt hatte er Mingi wenigstens soweit, dass er ihm folgte.
      Er hielt gerade die Hand eines Polizisten.
      Die Welt geht zugrunde....
      "Ich bring dich um...", brummelte das Mafiaoberhaupt leise vor sich hin.
      "Wo.wohnst.du?"


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    • Mingi
      Er war sich nicht ganz sicher, wie er sein Apartment erreicht hatte. Er konnte sich vage erinnern eine Laterne umarmt zu haben und mit Seongwha diskutiert zu haben... was ihn jetzt allerdings etwas ernüchtern schien, war das Licht in seinem spärlichen, fast schon heruntergekommenen Apartment, welches leicht surrte und ein grelles, kaltweißes Licht ausstrahlte. Ein Licht, was niemand wirklich in seiner Wohnung haben wollte, aber Mingi war eh zu selten daheim, um sich darum zu scheren und jetzt gerade schien es wahre Wunder zu wirken, um den berauschten Zustand des Polizisten zu mindern. Sein Blick glitt zurück über seine Schulter und erst jetzt realisierte er, dass gar nicht er selbst das Licht angeschaltet hatte, sondern sein unliebsamer Partner, der die spärliche Einzimmerwohnung mit einem schlichten Bett, einem winzigen Tisch und einer Küchenzeile, die für eine zierliche Frau zu klein wäre und im Vergleich zu dem großen Polizisten lächerlich wirken musste. Es war zwar sauber, aber das war auch nicht schwer, wenn man keine wirkliche Inneneinrichtung hatte. Der einzige persönliche Hauch in diesem Mini-Apartment war eine kleine Erdbeerpflanze auf dem Fensterbrett, die den fantastischen Blick auf eine schmutzige Seitengasse in Seoul genießen durfte. Wahrscheinlich bereute Seongwha gerade massiv überhaupt diesen suspekten Gebäudekomplex betreten zu haben. "Du kannst gehen.", murrte Mingi nicht mehr ganz so betrunken, aber dennoch nicht bei klarem Verstand und setzte sich bereits in Bewegung, während er seine Krawatte lockerte, sein Hemd begann aufzuknöpfen und seine Anzugjacke auszuziehen. Wenige Schritte später landete er auf seinem Bett, seine Klamotten nur halb ausgezogen und sein Kopf begann zu dröhnen. Scheiße. Ihn juckte es nicht wirklich, ob Seongwha beim Verlassen der Wohnung die Tür offen lassen würde. Hier gab es eh absolut nichts zu klauen und Mingi konnte sich auch noch halb komatös gegen Angreifer wehren. Und wenn eine Katze oder ein Straßenhund den Weg hier herein finden würden, wäre das auch nicht das erste Mal.
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    • ___ Seongwha ___

      Glücklicherweise gab es nicht viele Dinge in Seongwhas Leben, welche ihn überraschen konnten, abgesehen von extrem schlechter Kleidung. Allerdings war selbst in dem Haus, in welchem Seongwha aufgewachsen war mehr Einrichtung vorhanden, als in der Behausung des Polizisten. Plötzlich vermisste er regelrecht die Federboas an den schrecklich kitschigen Lampen, die Plüschteppiche und den konstanten übertriebenen Geruch von Parfüm. In den vier Wänden seines unfreiwilligen Partners herrschte regelrecht ein Hauch von Nichts. Ob Mingi zu den Nihilisten zählte oder aber der größte Minimalist auf dem Planeten war, wusste das Mafiaoberhaupt nicht, was er aber wusste war, dass ein betrunkener Mingi echt beschissene Manieren hatte. Der Schwarzhaarige verschränkte die Arme, während er sich an den Türrahmen lehnte und beobachtete den Polizisten dabei wie er in seine kleine Behausung torkelte. All das Weiß erschlug Seongwha regelrecht. Er hatte das dringende Bedürfnis irgendetwas umzuwerfen, damit wenigstens etwas Leben in die Stube kam.
      "Wow, Polizisten haben wohl wirklich alle beschissene Manieren. Du bist keine Ausnahme." Nun sein Soll war erfüllt, der Typ ging nicht auf der Straße drauf. Wenn er es in der eigenen Wohnung tat, war es nicht mehr Seongwhas Problem. Sollte Mingi von seinem Kopfkissen ermordet werden, war das ein Gegner, welchem der Mafiaboss gerne den Sieg über den Bullen schenkte. Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, machte der Schwarzhaarige auf Absatz kehrt und verließ die Wohnung. Natürlich schlug er die Tür mit Absicht laut zu in der Hoffnung wenigstens für ein wenig Kopfschmerzen zu sorgen.
      Ja, vielleicht war er manchmal eine kleine Diva, aber nach dem Tag war es ihm wirklich vergönnt. Er hatte für heute eindeutig genug erlebt und sehnte sich jetzt nach einem Schaumbad und seinem Bett.


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    • Mingi
      Sein Kopf dröhnte, selbst mit Sonnenbrille war das Licht viel zu hell und wäre er nicht zu einem Kaffee mit Seongwha verabredet, hätte er heute nicht mal sein Bett, geschweige denn seine Wohnung verlassen. Die Verabredung war natürlich rein geschäftlicher Natur und weit davon einem Date zu ähneln, wenn gleich er es auch nicht hundertprozentig als Arbeit bezeichnen konnte. Auf Arbeit würde er schließlich niemals verkartert aufkreutzen... Die Blöße würde er sich vor seinen Kollegen, die ihm eh wenig abgewinnen konnten, nicht geben. Sich diese Blöße vor Seongwha zu geben war zwar auch kein bisschen besser, dennoch hatte der Kerl ihn nun einmal bereits betrunken erlebt. Da machte es jetzt auch keinen sonderlich großen Unterschied mehr. Und dank dieses Kriminellen war er zumindest halbwegs sicher zuhause angekommen.
      Mingi betrat das Cafe und ließ seinen Blick durch das kleine Lokal gleiten. Er war noch nicht da. Sollte Mingi Recht sein. Der Polizist bewegte sich zum Tresen, ignorierte dabei den ein oder anderen irritierten Blick, warum er drinnen eine Sonnenbrille trug und bestellte zwei recht schlichte Kaffees. Einen für ihn, einen für Seongwha. Sollte der andere den Kaffee nicht haben wollen, weil Mr. Rich nur Dreifach Vanille Frapucchinos mit einem Schuß Karamell und Schlagsahne trank, könnte Mingi den zweiten Kaffee auch einfach selbst trinken. Ganz ehrlich... selbst fünf Kaffees könnten ihm heute zu wenig sein.
      Er nahm sich seine Bestellung und ließ sich dann auf einem Zweier-Platz in einer ruhigen Ecke des Cafes nieder, wo er auf seinen ungewollten Partner wartete. Einmal mehr war er in diesem Moment froh, dass in dem Cafe nur leise, klassische Musik lief... bereits das Klackern des Geschirrs, die normallauten Gespräche und das Zischen der Kaffeemaschine kratzten an seinen Nerven und befeuerten nur seine Kopfschmerzen. Er würde nie wieder Alkohol trinken.

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    • ___ Seongwha ___

      Seongwha war sich nicht ganz sicher, warum er dem Treffen mit Mingi für heute überhaupt zugesagt hatte. Er hatte absolut keine Lust auf diesen Sack und tausend andere Dinge zu tun. Die einzige Genugtuung, welche es für ihn erträglich machte war der Umstand, dass es dem Polizisten sicherlich richtig beschissen gehen musste. Nun das wollte der Mafiaboss auch schwer hoffen. Seongwha war unglaublich nachtragend und nachdem er sich schon dazu herabgelassen hatte, diesen undankbaren Idioten Heim zu schleppen und ihn davor bewahrt hatte als Sextoy zu enden, wenn er dieses beschissene Getränk getrunken hätte, war es wohl das mindeste das dieser Depp sich bedankte. Hatte er nicht - verdammter Arsch. Da sollte mal einer behaupten die Mafia wäre unhöflich. Warum Seongwha überhaupt einen Dank wollte, war ihm schleierhaft. Ihm konnte es eigentlich schnurzegal sein. Wäre der Kerl einfach abgekratzt, hätte er auch eine Sorge weniger gehabt und dennoch hatte er ihm geholfen....
      War seine Schuld damit nicht beglichen? War sie nicht, wusste der Schwarzhaarige auch verflucht nochmal.
      Ein wenig weniger auffallend als sonst, trug Seongwha heute lediglich ein schwarzes Shirt, eine schwarze eng anliegende Hose mit Löchern an den Knien und seine Lieblingslederjacke. Diese war mit dem royalblau, silber und schwarz ein wenig im Motorradstil und auch wenn Seongwha selten Motorrad fuhr, mochte er den Style ziemlich gern. Warum er sich für den Kerl überhaupt die Haare gestylt hatte war ihm zwar ein Rätsel, aber er rechtfertigte sich damit, dass er schließlich in sein Lieblingscafé ging und einen Ruf zu verlieren hatte. Außerdem hatte er danach noch was zu erledigen.
      Das leise Klingeln des Glöckchens an der Tür des Cafés kündigte sein Kommen an und während sich die Blicke direkt auf Seongwha richteten, wie es meistens der Fall war, wenn der Schwarzhaarige einen Raum betrat, lauschte er lediglich den sanften Klängen der klassischen Musik und nahm den Geruch von frisch gebrühten Kaffee auf. Er liebte diesen kleinen Laden sehr.
      "Guten Morgen Herr Park.", strahlte ihn die ältere Dame wie immer an, wenn er das Café besuchte und Seongwha wusste nicht genau weshalb, aber immer wenn er die Frau sah, huschte ein kleines Lächeln auf seine Lippen.
      "Ihr Freund ist bereits hier.", verkündete sie ihm das Lächeln erwidernd, während bei dem Schwarzhaarigen das Lächeln direkt verschwand. Freund war das letzte was Seongwha einfiel, wenn er an Mingi dachte, aber der alten Dame ihre genaue Beziehung zueinander zu erklären, erschien ihm ebenso unangebracht, weshalb er es einfach so hinnahm.
      "Könntest du mir einen Kaffee bringen?", seufzte der Mafiaboss, während seine leicht geschminkten Augen den Raum nach Mingi absuchten, welcher in der Ecke des Cafés saß, als wäre er hier der Verbrecher und nicht Seongwha.
      "Ihr Freund hat bereits 2 Kaffees bestellt, Mr. Park. Möchten Sie noch einen?"
      "Ach...hat er das..."
      Seongwha setzte sich in Bewegung und steuerte auf Mingi zu, während ihm die Blicke der Anwesenden folgten.
      Er konnte nicht anders als schadenfroh zu grinsen, als er dem Polizisten in das Gesicht sah, welches er mit einer Sonnenbrille verschleierte, die regelrecht Bände sprach.



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    • Mingi
      Es war absolut unmöglich nicht zu bemerken, wenn Seongwha Park den Raum betrat. Seine Aura sprach Bände und die Blicke aller Anwesenden schienen ihm zu folgen. Das Getuschel wurde lauter und Mingi verfluchte einmal mehr, dass der andere nicht einfach durchschnittlich aussah. Und warum fingern an einem Tisch etwas von ihm entfernt plötzlich zwei Mädchen zu kichern an. Das Geräusch war die Hölle.
      Seongwha hatte sich kurz mit der Inhaberin des Cafes unterhalten, die ihn an Mingis Tisch verwies, woraufhin sich der Dunkelhaarige in Bewegung setzte und schließlich gehässig grinsend vor Mingi zum Stehen kam. Es war offensichtlich, dass er den leidenden Gesichtsausdruck des anderen genoss und allein das wohl seinen Tag soeben ein bisschen besser gemacht hatte. Mingi unterdrückte einen Kommentar diesbezüglich... er hatte es ja irgendwie verdient. Wortlos schob er Seongwha den zweiten Kaffee hinüber, sowie die Kreditkarte des anderen, die er noch vom gestrigen Abend einstecken hatte und nun mit seinem Besitzer wieder vereinen wollte.
      "Meine Erinnerung an gestern Abend ist verschwommen...", murrte er mit rauer Stimme ", aber ich weiß sehr wohl dass du mich gestern Abend vor etwas ´bewahrt und anschließend nach Hause gebracht hast. Ich weiß zwar nicht, was genau vorgefallen ist, aber ich kann nur mutmaßen, dass es nichts schönes war.", begann Mingi schließlich das Gespräch recht diplomatisch und gab etwas Zucker in seinen Kaffee, ehe er Seongwha ebenfalls welchen anbot. "Was genau hast du gestern Abend da unten gesehen? Und hat es mit unserem Fall zu tun?", kam der Polizist dann doch wieder recht schnell zur Sache und rutschte auf seinem Stuhl ein wenig herum. Einerseits war ihm die Aufmerksamkeit der anderen Gäste extrem unangenehm, die Seongwha förmlich auf ihren Tisch zog, andererseits versuchte er noch immr eine Position zu finden, in der er nicht fast von den Lampen des Lokals geblendet wurde. Waren die immer schon so hell oder war sein Körper einfach nur so schwach? Wahrscheinlich letzteres.
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    • ___ Seongwha ___

      Seongwha war niemand der sich nach Aufmerksamkeit verzehrte. Natürlich war es schön, wenn man beachtet wird, aber im Fall des Mafiaoberhauptes, war es eine Art Aufmerksamkeit, welche ihm bitter aufstieß. Er würde lügen, wenn er nicht zufrieden mit seinem Aussehen war und er legte darauf auch sehr viel Wert. Dies war eine wichtige Sache in seiner fragwürdigen Erziehung gewesen, aber es gab einen Unterschied, ob die Leute jemanden schön fanden oder einfach nur ins Bett kriegen wollten. Genauso wenig hatte er sich irgendeinen Ruf zurecht gelegt, welcher ihm folgte wie ein Schatten. Diesen hatte man ihm angekreidet und offenbar wussten die Leute meistens vor ihm, was er überhaupt getan hatte. Mal ehrlich, er kannte nicht einmal so viele Leute wie er angeblich im Bett gehabt haben soll. Zu Beginn hatte es den Schwarzhaarigen gestört, inzwischen war es ihm gleichgültig. Sollten die Leute denken was sie wollten. Als Seongwha Mingi erblickt hatte, wie dieser wie ein Schluck Wasser in der Kurve hing, schlich sich ein schadenfrohes Grinsen auf seine fein geschwungenen Lippen. Okay, was heißt hier schleichen? Er grinste dem Polizisten so hämisch ins Gesicht, das man es sogar außerhalb des Cafés bemerken würde. Hey, dazu hatte das Mafiaoberhaupt absolut jedes Recht. Offenbar sah das selbst sein unfreiwilliger Polizistenpartner so, der ihm einen Kaffee zuschob inklusive seiner Kreditkarte. Mist, die hatte er ja auch noch. Amüsiert nahm der Schwarzhaarige beides an sich, während er Mingis Worten lauschte und ließ sich ihm gegenüber auf dem Platz nieder. "Oh ~.", säuselte Seongwha amüsiert, ehe er grinsend seinen Kopf auf der Hand abstützte. "Ist das etwa ein Danke? Ich bin gerührt." Seongwha lehnte den Zucker ab und nippte an seinem schwarzen Kaffee, ehe er sich zurücklehnte und den Polizisten lange nach seiner Frage ansah. Er bezweifelte stark das Mingi diese Bilder und Aufnahmen sehen wollte, reichte seinem Gegenüber aber das Prepaid-Handy mit welchem er besagte Bilder gemacht hatte. Die Bilder und Aufnahmen waren mehr als nur eindeutig und Seongwha hatte nicht wirklich etwas dabei ausgelassen.


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    • Mingi
      Natürlich genoss es Seongwha ein wenig die Oberhand zu haben und Mingi konnte es ihm auch nicht verübeln, denn rief sich der Polizist in Gedächtnis, dass der andere alles andere als ein Unschuldslamm war, weshalb er ihn auch nicht zu sehr ausgeliefert sein durfte. Mingi gab ein wenig Zucker in seinen Kaffee und bot Hwa ebenfalls welchen an, während er sich so diskret wie möglich bei dem anderen bedankte für die Rettung am gestrigen Abend und hoffte, dass das Thema damit vorerst erledigt war. Zum Glück zog ihn Seongwha nicht weiter auf und ging stattdessen auf die Frage des Polizisten ein, was er in dem Keller gesehen hatte. Und einen Moment später bereute Mingi die Frage auch schon. Ihm wurde speiübel. Wut, Frustraton, Entsetzen und purer Horror stiegen in ihm auf und nur einige Momente blickte er auf die Bilder, ehe er unweigerlich wegsehen musste. Normalerweise war er nicht zart beisaitet, doch das war eine ganz andere Liga von widerlich und er wünschte sich gerade er hätte am selben Abend dort noch eine Razzia veranstaltet. Jeder einzelne von ihnen gehörte hinter Gittern und für immer und ewig weggesperrt. "Schon gut... ich brauch nicht alle Bilder sehen...", brachte Mingi schließlich hervor und hoffte, Seongwha würde die Bilder schnell wieder hinter einem Lockscreen verstecken. Noch besser wäre es die Bilder zu löschen und das Handy zu verbrennen, doch das waren nicht unwesentliche Beweise, die sie womöglich mehr als dringend benötigen würden. "Wurdest du da unten erwischt oder gibt es einen Grund zur Annahme, dass sie dir oder uns auf die Schliche gekommen sind?" Sollte dies der Fall sein, würden sie ihre Zelte mit Sicherheit schnellstens abbrechen, wenn nicht womöglich der Club sogar bereits leer stand. Würde das der Fall sein, würde es schwer, sie nachzuverfolgen, solche Leute wussten nur zu gut ihre Spuren zu verwischen. Besser als jeder Kleinkriminelle. "Und gibt es klare Hinweise, dass das in Verbindung zu Big Fishs Drogenhandel steht?"
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    • ___ Seongwha ___

      Seongwha schien Recht zu behalten. Es war gut, dass er in diesem Keller war und nicht Mingi. Allein wie er auf die Bilder reagierte, verdeutlichte sehr wohl, dass dies zu viel des Guten war. Darum beließ es Seongwha auch nur mit den wenigen Bildern, welche er ihm gezeigt hatte. Das war nun einmal die grausame Realität der Unterwelt und der Mafiaboss war nicht unbedingt schockiert darüber. Jemand wie der Polizist, welcher offenbar tatsächlich noch an Gerechtigkeit in dieser Welt glaubte, erschien das wahrscheinlich wie eine absolute Absurdität. Allerdings war dies Tagesordnung und Seongwha hatte vor langer Zeit bereits aufgehört daran zu glauben, dass es Leute gab, die jemanden retten konnten. Er hatte es selbst in die Hand genommen. Wenn man in einer solchen Welt überleben wollte, musste man stärker sein als die Starken. Man musste so tief in die Dunkelheit versinken, dass einen die Grausamkeit anderer nicht mehr überraschen kann. Ob Mingi es ihm glauben würde, wenn er ihm erzählt, dass er in diesem schicken Gästebuch in diesem Pornokeller auch die Namen einiger Polizisten gelesen hatte? In der Welt seines kleinen Einhorns gab es schließlich noch die Guten. Seongwha spielte ein wenig mit dem Löffel in seinem Kaffee, auch wenn er keinen Zucker in der schwarzen Flüssigkeit hatte und beobachtete die Reaktion des anderen. Wenn Mingi von seinem offenbar mehr als nur üblen Kater nicht schon blass im Gesicht war, dann spätestens jetzt. Er erinnerte den Schwarzhaarigen an eine Kreidewand. War das biologisch überhaupt möglich? "Ich hätte andere Probleme und würde jetzt nicht gemütlich mit dir Kaffee trinken hätte man mich erwischt, Mingi.", antwortete Seongwha gelassen, legte den Löffel wieder zur Seite und nahm noch einen Schluck seines Getränks. "Es gibt dort unten eine Tür. Ich wollte dort hinein, allerdings hatten unsere Freunde vor dich zu vernaschen. Ich dachte mir, das wäre dir vielleicht nicht ganz so recht, daher war ich so frei dich da rauszuholen und die Tür zur Kammer des Schreckens erst einmal auf Eis zu legen." Grinsend sah der Schwarzhaarige zu ihm. "Schlechte Idee?" Den kleinen Scherz bei Seite schiebend verschränkte er die Arme und lehnte sich an der Rückbank der sofaartigen Wand zurück, welche sich um die kleine Nische befand, die Mingi für sie auserkoren hatte. "Ich bin mir nicht sicher was sich genau hinter der Tür befindet, aber sie haben das Gästebuch dort mithin genommen. Eventuell sind dort die VIP-Gäste untergebracht, also nicht nur Leute die darüber Bescheid wissen, sondern noch andere. Vielleicht aber auch etwas ganz anderes. Der Schuppen ist jedenfalls Big Fishs Gebiet und der Chef dieses versifften Pornoladens gehört zur Regie dieses Penners. Allerdings ist der Clan von ihm inzwischen schon so groß, dass ich nicht genau weiß wie nah sich die beiden stehen und ob Big Fish sich überhaupt an sein Gesicht erinnert oder er einfach nur ein Niemand ist, der sich für jemand Großen hält."


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    • Mingi
      Er war froh nicht länger die Bilder sehen zu müssen, wenngleich er wusste, dass er sich im Laufe der Ermittlung erneut mit ihnen befassen müsste. Und er würde sich mit ihnen definitiv befassen, das stand außer Frage. "Ich brauche dennoch die Bilder, selbst wenn ich sie mir gerade nur recht ungerne ansehe. Mit den Beweisen, kann ich zumindest eine Ermittlung gegen den Club einleiten, unabhängig davon, inwiefern das zu unserer eigentlichen Ermittlung steht.", erläuterte der Polizist schließlich im weiteren, während er einen Schluck von seinem viel zu süßen Kaffee nahm und die Tasse dann zufrieden wieder auf dem Tisch abstellte. Seine Kopfschmerzen schienen zumindest langsam ein wenig nachzulassen... oder aber seine Konzentration auf das Thema lenkte ihn von dem Kater ab, der ihn noch von gestern plagte. Schließlich erkundigte sich der Polizist weiter, was unten vorgefallen war und ob Seongwha undercover bleiben konnte, wobei der Mafiaboss fast schon patzig darauf reagierte, als würde es ihn schockieren, dass man denken könnte, er würde erwischt werden. Auf der anderen Seite schien Seongwha standardmäßig im Polizeipräsidium ein- und auszugehen und das sicher nicht nur aus Langeweile. Ganz so vorsichtig konnte er dann ja wohl doch nicht sein. Mingi würde das sicher nicht erwähnen, er wusste, dass das Seongwha durchaus falsch auffassen könnte, wenn Mingi ihm soetwas nun an den Kopf warf, insbesondere nachdem er ihm eine Nacht im Folter-/Pornokeller erspart hatte. "Das heißt wir können nicht hundertprozentig sagen, ob der Schuppen in Verbindung mit unseren Ermittlungen steht, geschweige denn ob Big Fish überhaupt weiß, was da genau abgeht und wir haben den Club auch noch nicht komplett erkundet. Allerdings glaube ich auch nicht, dass wir da noch einmal hereinkommen, ohne aufzufliegen... wenn sie nach unserem Verschwinden nicht ohnehin vielleicht schon misstrauisch geworden sind. Das heißt dann wohl, dass es auf offizieller Schiene weitergehen muss. Mit den Bildern von dir bekomme ich definitiv einen Durchsuchungsbefehl. Dann können wir uns auch dort ein wenig mehr umsehen und den Keller durchsuchen... vorausgesetzt..." Mingi hielt inne. Zweifel keimten in ihm auf und er starrte auf seinen Kaffee hinab. Es war kein Geheimnis, dass er seinen Kollegen im Präsidium nicht sonderlich vertraute... und leider traute er ihnen auch zu, da irgendwie mit drinnen zu stecken. Wenn er sich mit den Beweisen einen Dursuchungsbefehl holen würde und auch nur ein Maulwurf unter ihnen war, würde der Laden an jenem Tag komplett leergeräumt sein und sie würden gar nichts finden.
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    • ___ Seongwha ___

      Es war ein wenig amüsant, dass gerade jemand wie Mingi offenbar eine Schwäche für viel zu süßen Kaffee hatte. Dem Schwarzhaarigen war nicht entgangen, wie viele Löffel der Kerl in diese kleine Tasse gehauen hatte. Beim puren Gedanken kreischten selbst die Zähne des Mafiabosses und dieser hatte den Kaffee schließlich nicht angerührt, welchen Mingi da hinunterkippte, als wäre es Gottesgeschenk. Seongwha schüttelte gedanklich den Kopf und befasste sich wieder mit ihrer aktuellen unfreiwilligen Zusammenarbeit. Das der Polizist die Bilder wollte war absehbar und doch legte der Mafiaboss den Kopf leicht schief. "Siehst du solche Bilder das erste Mal?", fragte er nach. Es lag kein Spott in seiner Stimme, kein Vorwurf. Es war tatsächlich reines Interesse. Er wusste nicht ob Mingi tatsächlich solch schlimme Bilder nicht gewohnt war oder er sich daran einfach nicht gewöhnen konnte. Vielleicht war Seongwha auch einfach zu abgestumpft, um es zu erkennen. Vielleicht weil es in seiner Welt normal war, vielleicht weil er es es selbst nicht anders kannte. "Ich werde dir die Bilder auf einem...nun sicheren Kanal zukommen lassen." erklärte er und nippte noch einmal an seinem Kaffee, ehe er dem anderen ziemlich sachlich und ruhig die aktuelle Situation schilderte. Mingi schien das zu begrüßen. Das war zumindest das erste Gespräch, welches sie gemeinsam führte, in dem sie sich nicht gegenseitig die Pest an den Hals wünschten - vorerst jedenfalls.
      "Er wird es wissen, aber es wird ihn nicht kümmern. Der Kerl hat viele solcher Bunker. Einige besucht er regelmäßig selbst, andere betreiben seine engsten Vertrauen. Wenn man sie so nennen will. Im Untergrund ist das ein ziemlich offenes Geheimnis. Die meisten Bosse haben allerhand Geschäfte, welche sie betreiben. Big Fish ist nur....sagen wir mal ein wenig makabrer als die Hwangs oder meine Person. Jeder hat sein Steckenpferd. Big Fish hat sich eben die perversen davon herausgesucht." Seongwha spielte ein wenig mit einer seiner Haarsträhnen, während er seinen Blick ein wenig gedankenverloren durch das Café gleiten ließ. Der Geruch von frischen Kaffeebohnen umschmeichelte immer noch seine Sinne. Allerdings wurde er aus diesem Moment gerissen, als Mingi von etwas so langweiligem wie einem Durchsuchungsbefehl sprach. "Damit sie alle Zeit der Welt haben die Beweise wegzuräumen? Eure Durchsuchungsbefehle sind in etwa so geheim wie das Internetpasswort eures Präsidiums. Weißt du....", grinsend lehnte sich Seongwha über den Tisch zu Mingi. "Wir können auch einfach auf meine Weise dort hinein."


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    • Mingi
      Mingi, der aufgrund seines Zuckerkonsums eventuell an Diabetes erkranken könnte, hatte den amüsierten Blick des anderen ignoriert und versucht das Gespräch sachlich fortzusetzen. Die Frage, die daraufhin von dem Mafiaboss folgte ließ Mingi innehalten... Und tatsächlich... Seongwha hatte nicht komplett unrecht. "Es ist eine Mischung aus beidem... würde ich sagen.", räumte der Dunkelhaarige ein und versuchte nicht darüber nachzudenken, wieviel Seongwha womöglich schon gesehen hatte, das ihn das nicht mehr wirklich bewegte. Und noch weniger wollte Mingi darüber nachdenken, ob der Mafiaboss nicht sogar selbst womöglich der Grund für den ein oder anderen solcher Anblicke war. Um genau zu sein wusste Mingi so gut wie gar nichts über diesen Mann und hinter was dessen Kreis so alles steckte. Der Hwang-Clan war ihm bereits in Incheon ein Begriff gewesen, da sich dessen Netzwerke nicht nur durch ganz Südkorea, sondern auch durch Japan und Taiwan zog... wer weiß wo er noch alles vertreten war, wenngleich Mingi nie genaueren Kontakt mit dem Clan hatte, da sie ebenfalls Drogengeschäfte zu vermeiden schienen. Dafür schienen sie umso mehr Waffenhandel zu betreiben. Big Fish wiederum schien ein Drogenbaron zu sein und sein Geschäft eben darauf zu spezialisieren... und Seongwha? Was war denn genau Seongwhas Steckenpferd?
      "Ich bin seit je her im Drogendezernat. Ich habe bisher hauptsächlich mit allen Arten von Drogen und damit verbundenen Verbrechen zu tun gehabt. Selbst wenn ich aber nicht mehr genau sagen kann, wieviele Tote ich bereits durch Drogenkonsum oder Drogenkriege gesehen habe... lässt es mich nie wirklich kalt." Er hob langsam seinen Blick und sah Seongwha direkt an... hauptsächlich, um anhand seiner Mimik erahnen zu können, wie kalt diese Thematik ihn ließ. "An Tote und Gewaltverbrechen... sowie an jeglichen Arten von Missbrauch werde ich mich niemals gewöhnen können. Und das ist auch gut so.", setzte er schließlich mit fester Stimme nach, ehe sich seine Körperspannung wieder etwas löste und er sich auf seinem Stuhl zurücklehnte, ein kurzer Blick in Richtung des nächstgelegenen Fensters. Mingi unterbreitete den Vorschlag eines Durchsuchungsbefehls, der ihn selbst gegen Ende zögern ließ und zu niemandes Verwunderung gab Seongwha natürlich direkt Kontra und schlug SEINE Alternative vor. Mingi hatte ein ganz ungutes Gefühl dabei.
      "Will ich wirklich wissen, was deine Weise ist?", erwiderte der Cop fast schon sarkastisch und rechnete bereits mit dem Schlimmsten.
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    • ___ Seongwha ___

      Die Frage welche Seongwha dem Polizisten gestellt hatte interessierte ihn tatsächlich aufrichtig. Es lag kein Hintergedanke darin, so schwer es auch zu glauben war und diente nur seinem Interesse. Er erhoffte sich nichts aus der Information, weshalb er ihn lediglich nur interessiert ansah. Mingi schien zu bemerken, dass keinerlei Boshaftigkeit in den Worten des Mafiabosses lagen, weshalb er ihm seine Frage wohl auch so ehrlich beantwortete. Der Schwarzhaarige hatte ihm zugehört und sah ihn einen Augenblick lediglich einfach nur an, erwiderte den Blick welchen der Vorzeigebeamte ihm schenkte. Seongwha wusste warum er ihn so ansah, er wollte mehr wissen und auch ob er in Seongwha einfach nur einen skrupellosen Bastard vor sich hatte. "Das sollte dich auch nicht kalt lassen. Behalte dir das bei.", antwortete der Schwarzhaarige ehrlich, auch wenn ihn dies schon lange Zeit kalt lies. Es war keine Charaktereigenschaft auf welche der Mafiaboss stolz war, sie diente aber dazu, dass er in dieser Welt überleben konnte und nicht daran zerbrach. Vielleicht war Seongwha auch einfach verkorkst genug für dieses Leben. Das er einen Knacks hatte wusste er. Sonst würde er in der Unterwelt nicht so gut zurecht kommen, auch wenn Seongwha ähnlich wie Taejin Hwang seinen eigenen Regeln folgte. Es kotzte Seongwha an sich mit Taejin gleich zu setzen, wo er doch die Lebensweise des anderen einfach nur verabscheute, aber in gewissen Ansichten ähnelten sie sich leider dann doch mehr als ihm lieb war. "Warum ausgerechnet das Drogendezernat?", fragte Seongwha weiterhin aufrichtig interessiert nach und wollte einen erneuten Schluck seines Kaffees nehmen, nur um festzustellen, dass dieser leider schon leer war. Er blickte sich um und es dauerte keine Sekunde, da hatte er bereits Blickkontakt mit mehr Leuten als ihm lieb war, dabei wollte er eigentlich nur der Dame hinter dem Tresen die stumme Bitte mitteilen, ihm noch einen Kaffee zu bringen. Glücklicherweise verstand sie ihn trotz der vielen anderen Reaktionen im Raum und nickte ihm zu. Die alte Dame kannte ihn eben inzwischen. Wieder ein Grund mehr, weshalb Seongwha dieses Café sprichwörtlich heilig war. Das hatte die ein oder andere Gang bereits zu spüren bekommen, die hier Unruhen veranstalten wollte. Seongwha war im Gegensatz zu den anderen beiden regierenden Mafiaoberhäuptern stehts sofort informiert, wenn auch nur irgendeine Kleinigkeiten in seinem Bezirk vor sich ging und reagierte entsprechend. Wahrscheinlich war Big Fish und die Hwangs für Kleinigkeiten zu beschäftigt, aber Seongwha hatte immer sehr viel Wert darauf gelegt, dass jeder in seinem Herrschaftsgebiet der ihm Folge leistete auch geschützt wurde. Ganz gleich wie viele Umstände es dem Mafiaboss bereits gemacht hatte. Als ihm sein neuer Kaffee gebracht wurde, sah er zu Mingi. "Willst du noch einen Kaffee?"
      Erst als die ältere Dame den Tisch wieder verlassen hatte, hatte sich Seongwha grinsend über den Tisch zu Mingi gelehnt.
      "Nun schau nicht so vorwurfsvoll. Ein kleiner heimlicher Einbruch ist definitiv nicht das schlimmste Verbrechen."


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    • Mingi
      Seongwhas Antwort war nicht ganz eindeutig, wenngleich Mingi daraus schloss, dass der Mafiaboss den Polizisten dafür zumindest nicht belächelte. Dennoch schien der Dunkelhaarige selbst mittlerweile ein wenig abgestumpfter in der Hinsicht zu sein. Bei dem Geschäft? Mingi wollte nicht intensiver darüber nachdenken. War vermutlich besser so...
      Als der andere ihn dann aber nach seinem Grund fürs Drogendezernat fragte, folgte für einen Moment Stille. Mingi schenkte Seonwha einen langen Blick, ehe er sich schließlich leicht räusperte und die Beantwortung dieser Frage leicht umging. "Wieso nicht? Es werden immer Leute im Drogendezernat benötigt... schließlich passieren jeden Tag Verbrechen in Verbindung mit Drogen.", blockte er eine genauere Beantwortung der Frage ab und trank ebenfalls den letzten Schluck seines viel zu süßen Kaffees aus. Offenbar hatte Seongwha seine Tasse gleichzeitig mit Mingi geleert, denn der Mafiaboss blickte sich bereits nach der netten, älteren Barista um, damit er einen neuen Kaffee bestellen konnte. Dass viele der anwesenden Damen die Chance nutzten, um zu versuchen mit ihm Blickkontakt aufzunehmen, war mehr als offensichtlich und abgesehen davon, dass Seongwha dies stark zu vermeiden schien, hatte Mingi mittlerweile das Gefühl, dass die meisten Gäste dieses Cafes eigentlich nur wegen Seongwha hier saßen. Undercover war mit dem Kerl wirklich nicht einfach und Mingi war schlichtweg froh, dass er sich die abgeschirmtere Sitzecke ausgesucht hatte. Nicht, dass er der Meinung war, dass irgendeine der Damen hier überhaupt ihren schmachtenden Blick von Seongwha losreißen würde, um den erbärmlichen Anblick eines verkaterten Cops aufzunehmen. Auf die Frage des Dunkelhaarigen, ob Mingi auch noch einen Kaffee wollte, nickte der Polizist knapp, ehe sie sich nach der Bestellung wieder ihrem eigentlichen Gespräch widmeten. Seongwha war Mingi näher gekommen, vermutlich um nicht zu laut über illegale Machenschaften in einem Cafe zu reden und der Cop konnte sich ein leises Seufzen auf den Vorschlag nicht ganz verkneifen.
      "Dir ist schon bewusst, dass es mein Job ist Leute daran zu hindern Straftaten zu begehen und nicht sie darin zu unterstützen."
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    • ___ Seongwha ___

      Natürlich war das nicht die ganze Wahrheit und Seongwha war sich ziemlich sicher, dass Mingi wusste, dass der Mafiaboss dies selbstverständlich bemerkt hatte. Allerdings erzählte man das nicht mal eben einfach so und das verstand der Schwarzhaarige vollkommen. Schließlich war Seongwha nicht gerade die Seelensorge und eigentlich ging es ihn ja auch nichts an. Das Mafiaoberhaupt seinen eigenes Clans hatte lediglich aus Interesse gefragt, mehr steckte nicht dahinter und damit war für ihn das Thema auch erledigt. Er rechnete es dem Polizisten aber an, dass er ihm nicht patzig geantwortet hatte. Somit ging Seongwha nicht mehr darauf ein und widmete sich der Beschaffung von neuem Kaffee. Wahrscheinlich würden sie hier noch eine ganze Weile sitzen. Hatte sich Seongwha jemals so lange mit einem Polizisten unterhalten? Nun zumindest nicht über solche Dinge, das war schon mal sicher. Trotz der vielen anderen Störfaktoren hatten sowohl er als auch sein unfreiwilliger Polizistenfreund ihren Kaffee erhalten. Seongwha schenkte der Dame daraufhin ein dankbares Lächeln, welches sie freudig erwiderte und den Jungs entgegnete, dass sie wenn sich noch etwas benötigten, sich bitte melden sollen. Um sie herum herrschte ein regelrechtes Getuschel. Seit wann waren hier eigentlich so viele Schülerinnen? Gut zugegeben war Seongwha um die Uhrzeit eher selten im Café. Der Uhrzeit nach zu urteilen schienen sie gerade eine kurze Pause von der Schule zu haben und das Café war nicht einmal einen Katzensprung von einer anliegenden Schule entfernt. Seongwha vernahm ein Seufzen, was ihn doch amüsiert dreinblicken ließ. "Und dir ist bewusst mit wem du zusammenarbeitest und Hilfe möchtest, wenn auch nicht ganz freiwillig?" konterte er belustigt. "Aber bitte nur zu, hol dir deinen Durchsuchungsbefehl und lass die bösen bösen Kriminellen alles in Ruhe aufräumen bis du eintrudelst. Ich bin mir sicher, du wirst eine Menge Beweise finden." Seongwha lehnte sich wieder zurück und nippte zufrieden an seinem neuen heißen Kaffee.



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    • Mingi
      Er hatte der Dame dankbar zugenickt, als diese ihnen erneut Kaffee gebracht hatte und darauf bestand, dass sie sich melden sollten, wenn sie noch etwas benötigten. Mingi blickte ihr einen Moment hinterher, als sie sich wieder umdrehte und zu dem Tresen zurückkehrte, ehe er die tuschelnden Mädchen um sie herum ignorierend sich wieder an Seongwha wandte. Dieser hatte mittlerweile einen Einbruch vorgeschlagen und schien wenig überrascht, als Mingi vehement Veto einlegte. Seine weiteren Erklärungen machten es aber nur bedingt besser, wenngleich der Cop ganz genau wusste, dass ein Durchsuchungsbefehl bei seinem aktuellen Präsidium alles andere als eine gute Idee war. Er war sich sicher, dass so oder so die Information durchsickern würde und sie dann gar nichts in der Hand hätten und wieder komplett von vorne beginnen müssten. Das war der Fluch der Bürokratie und der korrupten Polizei. Seoul hatte nicht umsonst recht viele kriminelle Organisationen, denen es nur zu leicht fiel der Justiz zu entkommen. Und Mingi frustrierte das nur umso mehr.
      Für einen Moment schwieg er um nachzudenken, ehe schließlich Seongwha mit einem strengen Blick musterte. "Na gut... ohne Durchsuchungsbefehl, aber wir schaffen uns auf meine Art und Weise Zugang zu dem Club. Das heißt, wir müssen eine Zeit abfassen, wo er definitiv geschlossen ist und dort keine Events stattfinden.", räumte Mingi schließlich ein. Es war zwar ziemlich klischeebehaftet, aber wenn ein Beamter unter Vorwand eines vermeintlich gehörten Hilfeschreis sich zu einem Lokal Zugang verschaffte, gab es in der Regel die wenigsten rechtlichen Probleme. Zumal es in dem Etablissement nicht mal so abwegig war, dass man von dort Hilfeschreie vernahm. "Ich denke mal in den frühen Morgenstunden haben wir dort wahrscheinlich die besten Chancen. Zu der Zeit sind noch kaum Leute auf der Straße unterwegs und die "Clubgänger" sind normalerweise längst zuhause und schlafen ihren Rausch aus. Zu dieser Zeit sollten wir also am wenigsten Aufsehen erregen."
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