❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

    • ___ Haru ___

      Würde man Haruka fragen, ob er etwas für Naoya empfand würde es der Velvet natürlich nach wie vor vehement abstreiten. War schließlich reine Ego-Sache, aber Haruka war nicht dumm und er kannte sich und sein Gefühlsleben ziemlich gut. Er wusste, dass ihm der Venom leider nicht so egal war, wie er es hätte sein sollen und ganz gleich wie sehr es Haru gegen den Strich ging, dass er diesen Kerl mochte, er tat es leider Gottes. Das bedeutete im selben Atemzug, dass er nun auch zu den Personen gehörte, um die sich Haru sorgte. Man konnte dem launischen Velvet viel ankreiden, aber er war ungemein pflichtbewusst. Er wollte seine Bande beschützen und inzwischen gehörten die Venoms, ganz gleich wie schwierig es war, dazu und für ein paar Leute hegte selbst Haruka inzwischen Sympathie. Darum wollte er auch ein Auge auf sie haben, insbesondere auf ihren Anführer. Ja, er hatte zugelassen, dass er diesen Typen mochte und das bedeutete, dass sich Haruka verdammt nochmal Sorgen um ihn machte. Er wollte Naoya beschützen und ganz gleich wie ungern er darüber sprach, sie beiden waren über das Level hinaus, dass sie es voreinander abstreiten konnten. Darum hatte Haruka ihn auch nicht, wie es sonst für ihn typisch war von sich gestoßen und Naoya hatte ihn nicht, wie es eben für den Venom typisch war verächtlich angesehen, sondern sie beide hörten einander zu und Haruka ließ sich liebevoll maßregeln. Es lag nicht wie früher eine Bosheit in den Worten des anderen, sondern aufrichtige Sorge und bei Haruka kein Egotrip, sondern sein Pflichtgefühl. Naoya verstand, dass Harukas Verhalten daraus resultierte, dass er beschützen wollte und darum ließ sich Velvet auch sanft durch sein Haar streicheln. "Ich weiß ja das du recht hast. So sehr ich es auch hasse, das zuzugeben.", murmelte Haruka frustriert und seufzte schwer. "Es ist nur so verflucht frustrierend." gestand er ihm leise, ehe er Naoya lange ansah. Es freute ihn, das Naoya sich um ihn sorgte und ihn beschützen wollte. "Naoya, ich..." doch weiter kam er nicht, da sein Handy klingelte und Haru sich räuspernd von dem anderen löste. Eine unbekannte Nummer rief ihn an, weshalb er skeptisch eine Augenbraue hob und Naoya ansah. Sein Blick verdeutlichte dem anderen, dass etwas nicht stimmte. Als der Dunkelhaarige aber nachdem er das Telefonat angenommen hatte, erkannte wer da am anderen Ende der Leitung saß, wäre ihm fast das Handy aus der Hand gefallen.
      Jetzt meldete er sich? JETZT?
      Taejin fucking Hwang.
      Naja oder eben sein Assistent, weil jemand wie Taejin ja nicht persönlich die kleinen Fische anrief. Sie würden wohl ihre Züge gegen Virus starten.
      "Wurde auch verdammt nochmal Zeit.", fluchte der Velvet und kickte einen Kieselstein mit den Schuhen zur Seite. "Sag deinem Boss, dass ich helfen will. Das war der Deal. Ich sagte bereits, das für alles was passieren wird, ich den Kopf hinhalten werde. Lasst nur die anderen da raus. Die Abmachung hat er hoffentlich nicht vergessen."


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    • Naoya
      Seine kleine Ansprache schien tatsächlich zu wirken, denn Haru wirkte ruhiger und besonnener und räumte zudem seinen Frust über die gesamte Situation ein, welchen Naoya selbstverständlich absolut nachvollziehen konnte. Mal ehrlich. Wer könnte das nicht? "Das versteh ich doch.", erwiderte Naoya bestätigend und wären sie in diesem Moment nicht in aller Öffentlichkeit in unmittelbarer Nähe des Hauptquartiers gewesen, hätte er den Velvet vielleicht sogar umarmt. Aber schon ihr jetziger zärtlicher Umgang waren mehr oder weniger ein Risiko, wenn man bedachte, dass jederzeit ein Venom oder ein Velvet um die Ecke kommen könnte und die Situation missverstehen würde... oder wäre es überhaupt ein Missverständnis? Schließlich gab es nicht viele Arten, wie man diese Art des Umgangs deuten könnte und die meisten gingen sogar stark in Richtung der Realität, selbst wenn Naoya das vielleicht nicht so sehen und hören wollte. Aber in sich wusste er genau, dass Haruka und er bereits eine gewisse Grenze überschritten hatten und nun um dieses undefinierte Etwas zwischen ihnen herumtanzten.
      Naoya wollte gerade vorschlagen, ob sie beide eventuell zur Ablenkung in eine Arcade gehen sollten, um den Kopf ein wenig frei zu bekommen, da klingelte auch schon das Telefon des Velvets und nach einem kurzen Moment der Verwunderung über die unbekannte Nummer, ging er schließlich heran. Es dauerte nicht lange, da ließ er Naoya wissen, dass es sich dabei wohl um einen Anruf von Taejin Hwang handelte, dem wohl wieder eingefallen war, dass sie wohl einen Deal miteinander hatten, um Virus auszulöschen. Naoya trat etwas näher an Haru, um mit hören zu können, was am Telefon gesagt wurde und er erkannte die Stimme vom dunkelhaarigen Assistenten des Chaebols, der einen Ort und eine Zeit nannte, damit sich Haru und Naoya mit Taejin privat treffen könnten. Heute Abend. 19 Uhr. Im Club "Illusion". Naoya bezweifelte stark, dass dort normalerweise Minderjährige hineindurften, aber der Chaebol würde sie sicher nicht umsonst dorthin einladen.
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    • ___ Haru ___

      Im Augenblick verfluchte Haruka es tatsächlich, dass sie beide nicht schon längst in seinem Auto saßen und noch mehr, dass er keine getönten Scheiben hatte. Das Bedürfnis des Venom zu küssen, welcher so verständnisvoll mit ihm sprach, wie Haruka es sich niemals vor einigen Monaten hätte je erträumen können (jeder Traum von Naoya wäre damals ein Albtraum gewesen und nicht wie heute ein eher....nun schmutziger Traum) war gerade fast überwältigend. Der Dunkelhaarige musste sich schwer beherrschen seine Hände bei sich zu behalten, weshalb er sich damit zufrieden gab Naoya anzulächeln. Ebenfalls so ein Ding der Unmöglichkeit, wenn man an die Zeit zurückdachte, in der sie sich täglich die Köpfe einschlugen und sich damit übertrumpften, wer wem das Leben zur Hölle machte. Nun das sie sich immer noch gegenseitig neckten, zofften und in den Wahnsinn trieben war nach wie vor der Fall, allerdings deutlich liebevoller. Gerade als er etwas sagen wollte, wurde er von seinem Handy unterbrochen. Als sich der Velvet entschloss die unbekannte Nummer nun doch zu akzeptieren, hielt er sein Handy so, dass Naoya mit hören konnte. Der Assistent von Taejin Hwang hielt sich furchtbar knapp. Er nannte eine Zeit, einen Ort und legte knallhart einfach wieder auf. "Arroganter Sack.", brummte der Velvet verärgert, ehe sein Blick zu Naoya wandert. "Du weißt, dass du nicht mit musst oder? Ich weiß das du Abends lieber bei deiner Familie bist.", kam es ungewohnt sanft von dem anderen. Momenten schlug er allgemein einen sehr liebevollen Ton an, wenn er mit Naoya sprach, was ihn selbst gruselte. Er musste damit aufhören, er bekam ja schon Angst vor sich selbst. Haru gab ja zu, dass er den Typen mehr mochte als er sollte, aber man musste es ja nicht gleich übertreiben. Das Illusion welcher der mysteriöse Assistent des Koreaner vorgeschlagen hatte, war ein absoluter Eliteclub und Haru wusste, dass sein Bruder einmal dort gewesen war und Wochen geprahlt hatte, was dort eben nur die Elite der Elite verkehrte. Selbst für jemand wohlhabenden wie der Familie aus der Haru stammte, empfanden die Preise in diesem Club als ziemlich sportlich. "Ich würde meinem Bruder gern unter die Nase reiben, dass ich als Privatgast ins Illusion eingeladen wurde, während er stundenlang in der Schlange anstehen musste. Dazu müsste mich nur die Meinung dieses Sacks interessieren.", kam es belustigt von Haruka, welcher eigentlich nie über seine Familie vor jemand anderen sprach. Nun heute Abend würde es also ins Illusion gehen, das Territorium von Taejin Hwang. Ein falscher Schritt und er war so gut wie tot.
      Nur kein Druck.


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    • Naoya
      Kaum war Haru an das Telefon gegangen, um mit dem Assistenten von Taejin Hwang zu reden, hatte Naoya sich näher positioniert, um das Gespräch ebenfalls mithören zu können. Und besagtes Gespräch fiel tatsächlich eher schlicht aus. Der Koreaner am anderen Ende nannte lediglich einen Ort und eine Zeit, ehe er auch schon wieder auflegte, sich wahrscheinlich nur wenig darum scherend, dass Haruka ihn gerade auf zig verschiedene Arten und Weisen verfluchte und beleidigte. Naoya konnte durchaus Harus Frust nachvollziehen und stand in der Hinsicht auch komplett auf seiner Seite, wenngleich er selbst wohl deutlich weniger als Haruka geflucht hätte. Früher vielleicht, aber seit er dem Velvet näher stand war er einfach irgendwie entspannter geworden. Er konnte es ja selbst nicht ganz erklären, aber es war durchaus angenehm nicht ständig bei jedem kleinen bisschen auf hundertachtzig zu sein, nur weil das sein Bad-Boy-Image von ihm eben so erlangte. Erstaunlicherweise ist er seither auch besser in der Schule geworden. Es geschahen also doch noch Wunder und Zeichen.
      Nachdem Harus erster Frust abgeebbt war und sie zur Thematik kamen, ob Naoya mitkommen sollte oder der Velvet alleine ging, duldete den Venom tatsächlich gar keine Widerrede und schenkte dem Anderen dafür einen vorwurfsvollen Blick, verschränkte seine Arme vor der Brust und hob eine Augenbraue. "Hörst du dir eigentlich selbst zu? Also ob ich dich alleine in die Höhle des Löwen gehen lassen würde. Und außerdem..." Naoya wurde etwas kleinlauter und wich Harukas Blick ein wenig aus, während er seinen Satz leise beendete und dabei bewusst jeglichen Blickkontakt mit seinem Lieblingslover vermied. "... muss ich doch sichergehen, dass niemand anbaggert, was mir gehört." Ein mit Sicherheit ungewohntes Statement, hatten sie beide doch bisher bewusst nicht angesprochen, was das zwischen ihnen war und wie ernst, monogam und langfristig sie es sahen... Dennoch musste Naoya gestehen einen kleinen Besitzanspruch durchaus geltend zu machen. "Wollen wir fahren? Wir können uns vorher noch umziehen und was essen, bevor wir hinfahren."
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    • ___ Haru ___

      Natürlich hätte sich Haruka noch stundenlang über diesen arroganten Scheißkerl am anderen Ende der Leitung aufregen können, allerdings war die Wahrscheinlichkeit groß, dass das die Mafia doch irgendwie mitbekam und dem Typen steckte und zum anderen beruhigte ihn die Anwesenheit von Naoya irgendwie. Abgesehen von Rei schaffte es eigentlich niemand den hitzigen Velvet wieder auf den Boden zu bekommen, wenn dieser sich einmal in Rage gebracht hatte und nicht einmal seinem Vize gelang das oft. Bei dem Venom wiederum reichte ein Blick, eine liebevolle Begegnung oder ein sanftes Wort und Haru hatte das Gefühl eine ganze Ladung Baldrian gekippt zu haben. Der Dunkelhaarige konnte sich inzwischen nicht mehr vorstellen ohne den Venom an seiner Seite zu sein, er hatte sich sogar daran gewöhnt das ihre beiden Banden nun zwei Chefs hatte, auch wenn die meisten immer noch nur die Anweisungen ihrer jeweiligen Anführer hörte. Dieser Fakt erschreckte ihn fast noch mehr, wenn man bedenkt wie unglaublich stolz Haruka eigentlich ist. Nachdem der Velvet aufgelegt hatte und noch ein wenig vor sich hin brummelte, hatte er das Wort an seinen heimlichen Liebhaber gerichtet, welcher natürlich mitkommen wollte. Haru grinste leicht. Mal ehrlich, was hatte er auch anderes erwartet? Allerdings würde der Velvet wie immer ein Auge auf ihn haben. Naoya hatte so viel mehr zu verlieren als er und der Anführer der Velvets wollte nicht das sein Lover da hineingezogen wurde, nur weil sich Haruka auf den wahnwitzigen Deal mit der Mafia eingelassen hatte. Hoffentlich würde Taejin Hwang sein Wort halten und tatsächlich wie er versprochen hatte die Verantwortung lediglich bei Haruka lassen. Sie würden Virus aber ohne die Hilfe des Hwang-Clans niemals stoppen können. Das hatten sowohl Naoya als auch Haruka eingesehen, wenn auch mit knirschenden Zähnen. Die nächsten Worte des anderen hatten ihn allerdings doch überrascht und mit großen Augen sah er zu Naoya, welcher sich aber nicht traute nun seinen Blickkontakt zu suchen. Sie beide hatten sich lieber, als sie zugeben wollten und sicherlich machte es dem Venom genauso Angst wie auch Haruka. Es weiter zu verbergen war sinnlos und lächerlich, auch wenn sie das nicht nach außen tragen würden. Ihre Gangs durften das niemals erfahren und sie hielten sich schließlich perfekt zurück! Haru schmunzelte "einverstanden." Da sie beide es aber nicht lassen konnten trotz ihrer Sympathie sich gegenseitig zu sticheln, lehnte sich der Velvet zu dem Ohr seines heimlichen Lovers. "Sag das nochmal." hauchte er ihm zu.


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    • Naoya
      Haruka war sehr schnell wieder ruhiger geworden und Naoya wollte sich einreden, dass er der Grund dafür sein könnte, da ihm der Gedanke durchaus gefiel. Früher hätte keiner von beiden gedacht, dass er auf den jeweils anderen solch einen großen Einfluss haben könnte, außer vielleicht um schlechte Laune hervorzurufen, aber in den letzten Monaten hatte sich einfach so unfassbar viel zwischen ihnen verändert, dass Naoya sich manchmal fragte, warum Haru und er in erster Linie überhaupt verfeindet gewesen waren... nun abgesehen von der Gangfehde. Schließlich waren die vorherigen Gangleader von Venom und Velvet auch recht gut miteinander klargekommen. Es gab sicher Gründe für ihre früheren Feindseligkeiten, doch sie wollten Naoya einfach nicht mehr einfallen. Stattdessen fielen dem Venom mittlerweile nur noch die positiven Eigenschaften an dem anderen auf und selbst die Makel schienen plötzlich gar nicht mehr so schlimm... oder gar liebenswert. Es war absolut verrückt und aber irgendwie auch einfach schön. Schließlich hatte Naoya sich in der Vergangenheit selten so wohl gefühlt, wie jetzt in Harus Gegenwart.
      "Wir können uns vorher noch umziehen und was essen, bevor wir hinfahren.", wiederholte Naoya auf Harukas Aufforderung hin ernst, wenngleich ihm sehr wohl bewusst war, dass sein Lover nicht diese Aussage gemeint hatte, die er wiederholt haben wollte. Naoya hatte einmal laut seine Besitzansprüche geltend gemacht, ein zweites Mal würde er dem anderen ganz sicher nicht gönnen, also zuckte er nur vage mit den Schultern und stieg schließlich in den Sportwagen von Haru ein, während er innerlich grinsen musste. Die Tatsache, dass Haru auf die Aussage nicht negativ oder abwehrend reagiert hatte, war für Naoya tatsächlich in gewisser Maßen ein gutes Zeichen. Es zeigte ihm, dass er mit dieser Einstellung vielleicht gar nicht so alleine dastand und der Gedanke wiederum gefiel ihm besonders gut. "Was sagst du, wollen wir zu mir fahren? Dann können wir zumindest mit Masahiro und Shino vorher zu Abendessen."
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    • ___ Haru ___

      Natürlich würde Naoya die Worte nicht widerholen, das war dem Velvet aber auch von Anfang an klar gewesen. Einen Versuch war es aber wert und außerdem war dieses liebevolle Necken einfach ihr Ding. Wenn man bedenkt, dass dies früher kein Necken sondern regelrechtes beleidigen und anfeinden war, empfand der Dunkelhaarige diesen Umschwung immer noch als krass. Sie hätten sich beide damals lieber den Kopf abgerissen, als auch nur mehr als 5 Minuten miteinander zu verbringen. Jetzt stellten sie weiß Gott andere Dinge miteinander an und Haruka liebte jede Sekunde davon. Er hatte Naoya gern und das gab er inzwischen auch sich selbst gegenüber zu. Nein, er hatte ihn sogar extrem gern und er wollte dieses ´Was auch immer 'behalten und schützen. Es ging dem Velvet dabei ähnlich wie Naoya, der Gedanke, dass jemand anderes mit Naoya all diese Dinge anstellte, die Haruka mit ihm tat und noch tun würde, ließen ihn direkt brodeln. Vielleicht sollten sie diese Besitzansprüche tatsächlich ansprechen, denn der Venom schien alles andere als abgeneigt, diese Zuneigung füreinander monogam zu halten.
      Moment....wäre das dann nicht gleichzusetzen mit einer Beziehung? Haruka hoffte nicht direkt rot anzulaufen. Scheiße, warum war sein Körper eigentlich so ein massiver Verräter geworden, seit er mit Naoya anbandelte? Er war doch früher nicht der Typ dafür verlegen zu werden. Naoya war inzwischen eingestiegen, während sich Haruka an die Wangen klopfte, um sich so zu beruhigen. Er atmete tief durch und stieg dann in seinen Wagen. "Ja, lass uns davor etwas Essen." stimmte er dann dem Vorschlag zu, schnallte sich an und startete den Motor. "Ich würde mich freuen, mit den beiden zu Abendessen." inzwischen fühlte es sich so vertraut an, wenn er bei Naoya Zuhause war und Haruka war sehr wohl bewusst, dass der Venom das nicht ohne Hintergedanken vorgeschlagen hatte. Damit meinte er keine schmutzigen, nun das vielleicht auch, aber Naoya wusste, dass Haruka eigentlich sehr einsam war und so etwas wie eine Familie vermisste, ganz gleich das der Velvet dies nie zugeben würde.


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    • Naoya
      Er hatte gar nichts weiter gesagt und das Gespräch war für ihn mehr oder weniger beendet, doch Harus Kopfkino schien deutlich weiter zu gehen. Naoya konnte ihm förmlich ansehen, dass seine Gedanken die Worte weitersponnen und wohl die Richtung annahm, dass sich das Gesicht des Velvets purpurrot färbte. Entweder hatte Haru an etwas peinliches gedacht... oder... Ein amüsiertes Lächeln legte sich auf Naoyas Lippen und er stieg in den Wagen ein und es dauerte nicht lange, da stieg auch Haruka auf der Fahrerseite des Wagens ein und stimmte schließlich dem Abendessen mit Masahiro und Shino nur zu gerne zu, was Naoya ein weiteres wohliges Gefühl vermittelte. Es machte Naoya eben glücklich, dass seine Familie und Haru so gut miteinander klarkamen und seine Geschwister den Velvet förmlich liebten. Und es war mehr als offensichtlich, dass Haruka ebenso glücklich schien in einer funktionierenden und sich liebenden Familie sein zu dürfen. Eine Familie, die der Velvet selbst nicht wirklich hatte. Er sprach kaum über seine Familienverhätnisse, aber allein die Tatsache dass er es nicht tat, sprach bereits Bände. Naoya wollte Haru nur so viel Wärme zeigen, wie möglich. Er sollte sich in seiner Familie willkommen fühlen... warum das dem Venom auch immer wichtig war.
      Er zückte sein Handy und rief Masahiro an, um ihn darüber zu informieren, dass die beiden Gangleader bald Heim kommen würden und er schon einmal das Essen vorbereiten sollte. "Und wann stellst du ihn uns endlich offiziell als deinen Freund vor?", erkundigte sich der jüngere Bruder von Naoya, als wäre das die plausible Antwort auf: "Bitte mach Abendessen." Als im ersten Moment Naoya auf die Frage seines Bruders nicht antwortete, wiederholte Masahiro die Frage lauter, als würde er so erwarten, dass Haru es so auch hören könnte. "Halt die Klappe.", stöhnte der Venom und legte daraufhin auf, ehe er fast schon entschuldigend zu Haru sah. "Hab ich schon mal erwähnt, dass meine Geschwister echte Dämonen sind?"
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    • ___ Haru ___

      Es war nicht das erste Mal, dass Naoyas Geschwister sich danach erkundigt hatten, ob die beiden nun zusammen waren oder nicht. Haruka wusste es ja selbst nicht einmal so genau und er war sich sicher, dass es dem Venom da nicht viel anders ging. Was sie sich beide aber eingestanden hatten war ihre Zuneigung zueinander und wenigstens waren sie inzwischen schon so weit, dass sie das voreinander auch zugaben. Naja mehr oder weniger jedenfalls. Sie verdeutlichten es aber ausreichend und Haruka fühlte sich in der Gegenwart des anderen tatsächlich Zuhause. Er hatte nie so etwas wie ein Zuhause gehabt, der erste Mensch der ihm eines gab war Hiroto gewesen und danach die Velvets. Jetzt war es Naoya und dieser hatte ihm noch viel deutlicher vermittelt, dass Haru nicht nur in dem Gangleader ein Zuhause hatte, sondern sogar bei sich. Das Naoya ihm gestattete sich seinen Geschwistern zu nähern, welche ein absolutes Heiligtum für den Dunkelhaarigen waren, war etwas das den Velvet immer noch ungemein rührte und schmeichelte. Er hatte die Familie inzwischen wirklich lieb gewonnen. Den einzigen, den er allerdings noch nicht kennengelernt hatte, war der Vater der Familie und es war erschreckend wie nervös Haruka diesbezüglich war. Er verhielt sich tatsächlich wie der Freund des Venom. Ein Glück musste er fahren, sonst hätte er sich sicherlich wieder in seinem Kopfkino verstrickt. "Mir gegenüber sind sie echte Engel.", antwortete Haruka belustigt. Vielleicht sollten sie beide ernsthaft langsam darüber sprechen, denn auch wenn Haruka bislang allein schon vor der Tatsache, dass er Naoya mochte weggelaufen war und es vehement verneinte, war er inzwischen wenigstens an dem Punkt angelegt, dass er es sich eingestand. Nur....was war das genau und was wollten sie beide? Haruka versuchte erst einmal nicht daran zu denken und freute sich auf den gemeinsamen Abend mit Naoya und seinen Geschwistern. "Ich hätte deinen Geschwistern was mitbringen sollen. Sie haben sich das letzte Mal so über die Süßigkeiten gefreut. Sollen wir irgendwo anhalten?"


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    • Naoya
      "Untersteh dich. Du verwöhnst sie einfach viel zu sehr. Es reicht, dass du mein Sugar Daddy bist, da musst du nicht noch meine ganze Familie verziehen.", erwiderte Naoya leise lachend, bevor er dann doch einen leicht ernsteren Tonfall einschlug und mit einem sanften Lächeln zu dem Velvet neben sich blickte. "Aber ernsthaft. Ich denke meine Geschwister sind einfach nur froh, wenn du da bist. Sie mögen dich wirklich und ich vermute, dass es ihnen irgendwann auch ein wenig unangenehm wird, wenn du ihnen ständig etwas mitbringst. Das hoffe ich zumindest, weil sie sich nicht daran gewöhnen sollen, ständig mit Geschenken überhäuft zu werden.", versuchte er dann schließlich Haru auf diese Art und Weise von seinem Vorhaben abzubringen, nun noch Süßigkeiten für die Geschwister des Venoms einkaufen zu gehen, nur weil er wusste, dass er sie damit begeistern konnte. Mal ehrlich... alle waren von Haru begeistert. Da brauchte es keinen Süßkram. Masahiro schien den Velvet ein wenig zu bewundern aufgrund seiner coolen Ausstrahlung und seiner gelegentlichen Unfähigkeit Schimpfwörter zu unterdrücken. Außerdem war der Jüngere extrem begeistert von den Sportwagen, die der Velvet fuhr. Amari wiederum stand total auf Haru und schien als einzige nicht zu sehen, dass da offensichtlich bereits etwas zwischen Naoya und Haru lief und sie ohnehin nicht so viele Chancen bei ihm hatte. Und Shino? Nun sie war in ihren Reaktionen deutlich verhaltener als die anderen beiden, was meist dazu führte, dass es nicht ganz so einfach war ihre Gedanken zu lesen. Dennoch schenkte sie Haru gelegentlich kleine Lächeln und schien stets ein wenig glücklicher, wenn sie wusste, dass der Velvetanführer zu Besuch kam oder sogar bei ihnen übernachtete. Nur Naoyas Vater hatte ihn noch nicht kennengelernt, was bei seinen Schichten aber auch allgemein schwierig war. Der arme Mann sah ja selbst seine Kinder so gut wie nie und ernährte sich regelmäßig von den gekochten Resten, die die Geschwister ihm immer in den Kühlschrank stellten, wenn er nach Hause kam.
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    • ___ Haru ___

      "Ohh? ~ Bist du dann mein Babe?", hakte Haru amüsiert nach und grinste neckend den Anführer der Venoms an. "Gefällt mir, Babe." Da er sich mit den Worten aber selbst nicht ernst nehmen konnte, fing er an zu lachen. "Deine Geschwister sind auch wirklich süß. Ist ja kein Wunder, dass ich sie beschenken möchte. Um ehrlich zu sein....ich hab Angst, dass sie mich irgendwann nicht mehr mögen." Haruka hatte es wirklich Überwindung gekostet, so ehrlich seine Gedanken auszusprechen, aber da Naoya für ihn wirklich ein Zuhause geworden war, hatte er Angst das zu verlieren. Das er diesen peinlichen Gedankengang ausgesprochen hatte, behagte ihm überhaupt nicht. Er war gegenüber dem Dunkelhaarigen echt zu weich geworden. Wann war er eigentlich zu so einem Softie mutiert, das war ja schrecklich. Glücklicherweise schien er heute aber eine regelrechte Grünwelle auf der Straße zu haben, was in Tokio eine echte Kunst war. Allein mit dem Auto von A nach B zu fahren, war eine echte Zerreißprobe für die Nerven, vor allem für jemanden, der so leidenschaftlich gern fluchte wie der Velvet. Allerdings hatten rote Ampel so seine Vorteile, wenn er mit Naoya fuhr und in letzter Zeit war sein heimlicher Liebhaber ziemlich oft sein Beifahrer, er konnte ihm einen Kuss stehlen oder anderweitig berühren. Je näher sie beide sich nicht nur körperlich sondern auch emotional gekommen war, desto schwerer fiel es Haruka seine Finger bei sich zu behalten und es wurmte ihn ein wenig, da er wollte das ihn Naoya mehr mochte. Mal ehrlich selbst aus ihrer Zuneigung konnten sie noch einen Wettkampf machen. Als sie beide an dem Haus von Naoya angekommen waren, war Haruka nach wie vor der Meinung er hätte etwas mitbringen sollen, was der Venom aber direkt wieder zerschlagen hatte. So kam der Dunkelhaarige also mit leeren Händen und hoffte, die Geschwistern waren gnädig mit ihm.


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    • Naoya
      Babe... Er verzog leicht das Gesicht bei dem Kosenamen angelehnt an Sugar Babys, aber ein klitzekleiner Teil tief in ihm freute sich auch irgendwie ein kleines bisschen einen für ihn bestimmten Kosenamen aus Harus Mund zu hören. Das war wahrscheinlich absolut dumm, schließlich hatte der Kosename in diesem Kontext ja nicht mal wirklich eine besondere Bedeutung... aber trotzdem machte die Tatsache, dass Haruka ihn so genannt hatte, den Venom ein klein wenig glücklicher, als es tatsächlich der Fall sein sollte.
      "Ich werde dich aber ganz sicher nicht Daddy nennen, komme was wolle.", erwiderte er lediglich noch auf dieses Gespräch und beließ die Thematik dann dabei. Als Haru dann aber eine erstaunlich ernste und emotionale Aussage tätigte, blickte Naoya ihn doch überrascht an und hätte den anderen gerade am liebsten einfach in einen Kuss gezogen, um ihm diese Sorge ein klein wenig zu nehmen. Leider saß Haru aber am Steuer und die roten Ampeln schienen heute nicht wirklich sich blicken zu lassen. "Red keinen Unsinn. Meine Familie ist weit davon entfernt, materialistisch zu sein und meine Geschwister lieben dich so wie du bist. Amari vielleicht sogar ein bisschen zu sehr...", erwähnte Naoya mit einem gewissen Unterton, ehe er seine Ausführung fortsetzte. "Es müsste dir aufgefallen sein, dass Shino und Masahiro dich definitiv bereits in der Familie akzeptiert haben, sonst würden sie nicht fast täglich fragen, ob du und ich endlich fest miteinander ausgehen. Masahiro hatte sogar schon die Dreistigkeit nachzufragen, ob er mein Zimmer bekommen kann, wenn ich mich entscheide bei dir einzuziehen... also mach dir keine Sorgen. Meine Geschwister lieben dich... so wie ich... dich auch ganz gut leiden kann.", der letzte Teil war mehr geräuspert als ausgesprochen... da Naoya nicht wirklich geplant hatte soetwas zu sagen. Es war zum Haare raufen. Manchmal brachte die reine Anwesenheit von Haru ihn dazu ohne zu denken einfach Dinge auszuplaudern. Er war beinahe überglücklich, dass sie genau in diesem Moment vor dem Haus der Familie hielten und Naoya fast schon fluchtartig aussteigen konnte, damit Haru ihn nicht weiter ausfragen oder aufziehen konnte.
      Kaum hatte Haru zu ihm aufgeschlossen, betraten sie beide Naoyas Heim in welchem Mann schon beim Eintreten durch die Haustür den köstlichen Duft von Curry riechen konnte. Shino begrüßte die beiden lesend von der Couch aus, während Masahiro in der Küche wirbelte und dabei ein absolutes Chaos zu hinterlassen schien. "Ich bin gleich fertig. Deckt ihr schon mal den Tisch?", rief der jüngste Bruder der Familie gestresst aus der Küche, während er im nächsten Moment laut zu fluchen begann, weil wohl einer der Töpfe überkochte. Naoya hob unweigerlich eine Augenbraue aufgrund der schmutzigen Worte aus dem Mund seines Bruders, bevor er zu Haru blickte. "Das ist definitiv dein Einfluss."
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    • ___ Haru ___

      "Das war kein Nein, sag bloß dir gefällt das?", Haru grinste ihn neckend an, ehe er schnell wieder den Blick auf die Straße richtete und sich ein Kichern nicht verkneifen konnte. Naoya zeigte ihm immer öfter seine niedliche Seite und je mehr er den Venom kennenlernte, desto mehr sehnte er sich förmlich danach in seiner Nähe zu sein. Nicht, dass er das so einfach zugab. Sie waren so lange Rivalen gewesen, da fielen plötzliche Bekenntnisse nicht gerade leicht. Allerdings waren sie beide einen so gigantischen Schritt nach vorn gegangen, dass es wahrlich beachtlich war und man sich die Frage stellte, ob es wirklich mal eine Zeit gegeben hatte, in der sie sich nicht mochten. Wenn Haruka daran zurückdachte, dass sie alles getan hatten, um den jeweils anderen in die Scheiße zu reiten, erschien ihm das nun unvorstellbar. Ja, er würde den Kerl nach wie vor ärgern, aber es hatte nun eine gar liebevolle Bedeutung und nun war der Velvet an dem Punkt angekommen, an dem er Naoya beschützen wollte. Als der Dunkelhaarige plötzlich den Spruch mit Daddy raushaute, begann Haruka laut zu lachen. So sehr, dass er fast Angst hatte sein Lenkrad nicht festhalten zu können. Natürlich war ein Profi-Fahrer wie der Velvet es war, in der Lage dazu selbst dann sein Fahrzeug zu beherrschen und wenn jemand Auto fahren konnte, dann er. "Wenn du mich so nennen würdest, hätte ich Angst. Außerdem bin ich jünger als du."
      Das Thema wurde aber direkt umgeschwenkt und deutlich emotionaler, was Haruka selbst erschreckte. Vielleicht hätte er es beim Spaß lassen sollen. Allerdings war irgendetwas in ihm, dass ihm sagte, er musste es aussprechen. Naoya öffnete sich ihm immer mehr und Haruka hatte das Gefühl, dass auch er ihm entgegen kommen musste. Nein, wollte.
      Auch wenn er große Angst hatte dadurch zu verweichlichen. War wohl lächerlich, dass er typisch klischeehaft Gefühle mit Schwäche assoziierte, aber so war er leider groß geworden und das bekam man nicht so schnell aus einem Menschen heraus.
      Als Naoya ihm dann aber eine wundervolle Antwort auf seine Sorgen gab, hätte er fast geweint. Nicht, dass er das tun würde, aber es bedeutete Haruka so unendlich viel, dass die Familie von dem Venom ihn tatsächlich mochte. Es gab wohl tatsächlich warmherzige Familien. Auch wenn Hiroto ihn oft zu sich nach Hause genommen hatte, war immer eine gewisse Distanz vorhanden. Eine Distanz, welche er bei Naoyas Familie nicht spürte. Er liebte seine Geschwister beinahe so sehr, als wären es seine eigenen. Nein, er liebte sie wirklich. Schließlich konnte er seinen biologischen Bruder nicht ausstehen. Haru nahm sich vor, dass er alles dafür tun würde, damit er das Recht hatte in dieser Familie weiter willkommen zu sein. "Danke.", flüsterte er leise. Naoya konnte sich nicht im Ansatz vorstellen, wie dankbar Haru war und wie viel ihm diese Herzlichkeit bedeutete. Bezüglich der nächsten Worte, dass auch Naoya ihn genauso gern hatte, versuchte er nicht gerade jetzt nachzudenken oder gar rot anzulaufen. Er würde den Venom darauf ansprechen, wenn sie nicht gerade Auto fuhren.
      Als sie beide dann im Hause Hayashida ankamen, wurde sie direkt begrüßt, woraufhin ein fluchen folgte und Haruka dafür einen fast vorwurfsvollen Blick erntete. Haru musste lachen. "Kriege ich Ärger, wenn ich darauf stolz bin?" Haru begrüßte die Geschwister, ehe er in die Küche blickte. "Wow, das riecht klasse."


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    • Naoya
      Er antwortete bewusst nicht auf Harus Implikation, dass Naoya selbst wohl gern Babe genannt wurde, selbst wenn es ein klein wenig stimmte. Stattdessen ignorierte der Venom den anderen diesbezüglich und war umso glücklicher, dass sie wenig später das Haus von Naoya erreichten und der Brünette vor einem womöglich weiteren peinlichen Kommentar flüchten konnte. So betrat er also bald schon das Haus seiner Familie zusammen mit Haruka und wurde direkt von seinen Geschwistern begrüßt, wobei Masahiro sich wohl gestresst aus der Küche meldete, während Shino die beiden Neuankömmlinge von der Couch aus begrüßte. Ein Fluchen folgte aus der Küche und Naoya wandte sich fast schon vorwurfsvoll an Haru, der mit großer Wahrscheinlichkeit einen gewissen Einfluss auf Masahiro hatte, da dieser neuerdings erstaunlich viel fluchte, was er vor Haruka tatsächlich nie wirklich getan hatte. Allerdings schien der jüngste Sohn der Familie Hayashido sehr beeindruckt von Haruka zu sein und schaute sich so das ein oder andere von ihm ab. Daran war ja grundsätzlich nichts verkehrt, allerdings machte sich Naoya ein klein wenig Sorgen, dass sein kleiner Bruder dadurch vielleicht auch in unpassenden Momenten anfängt zu fluchen und womöglich in der Schule dadurch Ärger bekommt. Mal ehrlich, Masahiro war das Vorzeige-Kind der Familie Hayashida, was Schulnoten und besondere Leistungen anging. Es wäre zu schade, wenn er dadurch also Probleme bekäme. "Du kriegst gewaltigen Ärger. Hab gefälligst einen guten EInfluss auf meine Geschwister.", murrte Naoya daraufhin als Antwort an seinen Lover gerichtet, ehe er mit Shino begann den Tisch für das Abendessen zu decken, welches kurze Zeit später von Masahiro auch schon aufgetischt wurde. Stolz betrachtete der jüngere Bruder die gekochte Mahlzeit, während Naoya nur besorgt das Massaker in der Küche betrachtete, welches locker eine Stunde an intensiver Putzerei benötigen würde, um wieder ansprechend auszusehen. Das musste Masahiro wohl nochmal lernen...
      "Bring ihm Ordnung und Sauberkeit bei. Vielleicht hört er eher auf dich als auf mich.", schlug Naoya an Haru gerichtete schließlich flüsternd während des Essens vor, während Shino und Masahiro zufrieden und unbesorgt ihr Essen mampften.
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    • ___ Haru ___

      Vielleicht sollte Haruka nicht ganz so belustigt darüber sein, dass der süße Mashiro anfing zu fluchen, wie er es leider war. Naoya schien das nämlich nicht ganz so sehr zu begrüßen und bevor es damit endete, dass Haru keine Streicheleinheiten mehr bekam, müsste er wohl sein Temperament vor den Geschwistern ein wenig besser im Zaum halten. Das würde verflucht schwer werden. Harukas Wortschatz an Fluchworten war quasi in seinem normalen Sprachgebrauch verankert. Fast ein eigener Dialekt! Der Velvet grinste ein wenig vor sich hin, während sein Blick dem seines heimlichen Liebsten folgte. Mashiro hatte wirklich ein absolutes Chaos in der Küche veranstaltet. Wie hatte er es bitte geschafft Lauchzwiebeln an die Deckenlampe zu befördern? Wenn Haru genau hingesehen hatte, hatte sich der Topf bewegt! Wie um alles in der Welt? Ob man es nun glaubte oder nicht, war Haruka trotz seines Auftretens ein erschreckend ordentlicher Mensch. Selbst seine Handschrift war wunderschön und ordentlich und es war mehr als nur einmal vorgekommen, dass Naoya erstaunt darüber war wie ordentlich es sowohl bei Haru daheim als auch im Quartier der Velvets war. Der Anführer duldete keinerlei Chaos in seinem Hauptquartier und jeder der dagegen verstieß erhielt eine Zusatzwoche an Mülldienst. Ja, da mussten auch die Venoms durch. Seit sie zusammen arbeiteten, wurden selbst die Leute von Naoya von dem Velvet sprichwörtlich mit Kehrbesen gescheucht. Glücklicherweise war ihm der Venom selbst zu ihrer Anfangszeit in diesem Punkt nie in den Rücken gefallen. Sehr zum Leidwesen seiner Leute, aber zum Wohl ihres Lagers. Als ihn Naoya also darum bat, lieber dafür zu sorgen, dass der Junge aufräumte, war das gar nicht mal so abwegig.
      Haruka würde sich darum kümmern, aber gerade verweilte er ein wenig im Augenblick und musste sich immer wieder klar werden, dass das hier kein Traum war. Es fühlte sich immer nach einem echten Zuhause an, wenn er hier bei Naoya und seinen Geschwistern war. Die ganze Wohnung schien in den Duft von Mashiros köstlichem Curry gehüllt zu sein und ernsthaft der Kleine konnte kochen! Haruka hatte außer wenn er Hiroto und Keisuke besuchte nie wirklich das Glück Hausmannskost zu genießen. Jetzt wo er so oft gemeinsam mit der Familie zusammen aß, fragte er sich, wie er das nur davor überlebt hatte. Er seufzte zufrieden als er noch einen Bissen nahm.
      "Hey Hirolein, ich hab nächste Woche einen Termin in der Werkstatt zum Tunen für meinen Wagen. Willst du mit?", Irgendwann hatte Haru angefangen Mashiro Hirolein zu nennen und da sie eine absolute Liebe für Autos teilten, war er sich sicher, dass sich der Jüngere darüber garantiert freuen würde.


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    • Naoya
      Für Masahiro war die Arbeit in der Küche in dem Moment erledigt, in dem er ein fertiges Gericht zustandegebracht hatte. Dass allerdings Zutaten teilweise an Schränken und der Decke klebten und Flecken der Soße des Currys in der ganzen Küche verteilt waren, schien der sonst so vorbildliche Schüler halt doch eher auszublenden. Masahiro war normalerweise ein echter Musterschüler... was Ordnung und Sauberkeit allerdings anging, schien das bei weitem seine allergrößte Schwäche überhaupt zu sein. Naoya hatte ursprünglich gehofft, dass sich das mit dem Erwachsenwerden bei ihm gibt, aber bisher war davon nicht viel zu sehen und Naoya weigerte sich seinen kleinen Bruder nach seinem Schulabschluss ein richtiger Messi zu werden. Er hoffte also inständig Haru würde diesbezüglich ein großes Vorbild für ihn sein und er würde lernen, wie wichtig eine ordentliche Umgebung war. Naoya erwartete nicht, dass sein kleiner Bruder so extrem penibel werden musste, wie es sein... wie es Haruka eben war, aber wenn er sich zumindest ein bisschen dem nähern würde, wäre das schon ein gewaltiger Fortschritt. Doch Naoya entschied sich es vorerst dabei zu belassen. Er lobte Masahiro für das Essen, da es zugegebenermaßen verdammt lecker war und lächelte unweigerlich, als Haru wenig später den Jüngsten in der Runde einlud, mit ihm zu einem Tuningtermin seines Rennwagens zu kommen. Natürlich willigte er augenblicklich und euphorisch ein, während Naoya dem Szenario nur belustigt zusah und Shino parallel aus dem Augenwinkel im Blick behielt. Sie wirkte heute recht guter Dinge und wies auch keine Verletzungen auf, aber Naoya wollte sie dennoch im Blick behalten. Seit dem Zwischenfall vor kurzem. Er hatte mittlerweile angefangen Recherche zu betreiben, bezüglich der Mobber seiner Schwester und offenbar handelte es sich dabei um eine Mädchen-Clique, deren Eltern wohl ein wenig Einfluss in Tokyo hatten, worauf sie sich wohl viel einzubilden schienen. Naoya ließ besagte Mädchen aktuell von einem jüngeren Gangmitglied an der gleichen Schule beschatten. Er würde der erste vor Ort sein, wenn sie auch nur erwogen Mist zu bauen.
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    • ___ Haru ___

      "Aber dafür....", Harukas Blick wanderte zu der Küche. "Räumen wir später auf, mh? Ich bin kein Freund von Unordnung." Natürlich war die anfängliche Freude für den Werkstattbesuch, nach dieser Ankündigung fast komplett verfolgen. Haru könnte schwören, dass der Kleine schmollte. Harukas Lippen bildeten ein sanftes Lächeln, ehe er ihm durchs Haar wuschelte. "Nun schau nicht so. Ich helfe dir auch." Danach widmete sich der Velvet wieder dem köstlichen Essen und nahm sich fest vor, dass er den nächsten Einkauf der Familie machen würde. Mal ehrlich, er futterte oft genug bei Naoya Zuhause und der Kerl schlug es jedes Mal aus, dass ihm Haruka dafür wenigstens etwas Einkaufsgeld gab. Dann würde Haru eben den Einkauf selbst erledigen, da konnte ihn sein heimlicher Lover wohl kaum von abhalten. Schon gar nicht, wenn er einfach Amari oder Shino einspannte. Die Mädchen konnten ihm sicher sagen, was man so an Lebensmittel in einer mehrköpfigen Familie alles benötigte. Ihm würde ja auch ein einfacher Einkaufszettel ausreichen. Der Anführer der Velvets konnte es nicht vermeiden, dass sein Blick wieder zu Naoya wanderte. Er sah immer so sanft aus, wenn er seine Geschwister ansah oder mit ihnen sprach. In Ihrer Nähe wirkte er immer liebevoll, auch wenn er des Öfteren einen strengeren Tonfall anschlug. Es war ehrlich gesagt amüsant, dass gerade ein Gangleader wie Naoya versuchte Regeln für brave Bürger aufzustellen. Immerhin war Naoya genauso wenig ein Vorbild wie Haru, aber er wollte, dass wenigstens seine Geschwister nicht gerade kleine Gangster wurden. Das konnte der Velvet verstehen und nach wie vor, fand er es ziemlich niedlich. Verdammt, diese kitschigen Gedanken würden ihn irgendwann noch umbringen. Konnte man von zu viel schmalzigen Zeug explodieren? Der Velvet bemerkte, wie Naoya seine kleine Schwester genauer musterte. Nun die Sache mit dem Mobbing stand immer noch im Raum. Auch Haruka hatte sich ordentlich den Kopf darüber zerbrochen. Es war leider nicht einfach damit getan, dass er in die Schule spazierte und die Mädels ordentlich auflaufen ließ.


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    • Naoya
      Ein kleines zufriedenes Lächeln umspielte seine Lippen, als Haruka von Masahiro einforderte, dass das Chaos in der Küche beseitigt wurde und der Jüngere sofort massiv enttäuscht dreinblickte. Beinahe, als hätte er niemals damit rechnen können, dass sein veranstaltetes Chaos auch wieder aufgeräumt werden müsste... oder aber er hatte gehofft, dass dies seine Geschwister übernehmen würden, da er schließlich gekocht hatte. Mal ehrlich... hätte er nicht solch ein Massaker hinterlassen, hätten sich Naoya oder Shino mit Sicherheit bereit erklärt, aber das war definitiv zu viel des Guten. Nachdem sie alle aufgegessen hatten und nach einiger Überredungskunst schließlich alle vier Anwesenden die Küche säuberten, wobei Masahiro sich um die schlimmsten Stellen kümmern durfte, fiel Naoyas Blick auf seine Uhr und ein leises Seufzen entglitt ihm, bevor er ein wenig näher an Haruka herantrat. "Wir sollten langsam zum Illusion.", murmelte der Venom relativ leise, damit seine Geschwister nicht hörten, dass Haruka und Naoya gleich auf den Weg zu einem der teuersten Nachtclubs Tokyos waren und sie dort als Minderjährige tatsächlich sogar eingeladen wurden. Es würde ohnehin seltsam werden, schließlich war der Club weit davon entfernt in Naoyas Preisklasse zu sein, nichtsdestotrotz würde er die Chance nutzen diesen Club zu betreten. Schließlich würde das potentiell das erste und gleichermaßen letzte Mal in seinem Leben werden. Da war er sich doch weitestgehend sicher.
      Um von seinen Geschwistern nicht weiter hinterfragt zu werden, informierte Naoya sie, dass er und Haruka zum Apartment des Velvets fahren würden und er dort mit übernachten würde. Damit ersparte er sich zwar weitere Fragen, erntete dafür aber sehr vielsagende Blicke von Shino und Masahiro und bestätigte sie wohl einmal mehr darin angeblich zu wissen, was da zwischen dem Velvet und dem Venom lief. Wenigstens jetzt würde Naoya das eben zugute kommen und so verabschiedeten sich die beiden lediglich von Naoya und Haruka, ehe die beiden Gangleader, nach einem kurzen Klamottenwechsel von Naoyas Seite, sich schließlich auf den Weg zum Illusion machten.
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    • ___ Haru ___

      Zugegeben hatte Haru ein wenig Bestechungsarbeit geleistet, damit sich Mashiro erbarmte die Küche vollständig aufzuräumen und mit der Diskussion aufzuhören, dass er doch gekocht hatte. Allerdings war die Aussicht mit Haruka sogar auf einer Teststrecke das neue Tuning auszuprobieren doch zu verlockend gewesen. Naoya wusste, dass Haru ein ausgezeichneter Fahrer war und niemals so fahren würde, wie er es bei seinen Strecken tat, wenn der kleine Bruder des Venom im Wagen saß, aber so, dass der Kleinere seinen Spaß haben würde. Er durfte dem Jungen niemals erzählen, dass er illegale Rennen fuhr und das Tuning eigentlich für ein neues Rennen war, welches in zwei Wochen stattfinden würde. Haru freute sich ungemein darauf, zumal es wirklich spannend werden würde, da die Strecke erst kurz vor Beginn bekannt gegeben werden würde. Jetzt war der Velvet aber erst einmal damit beschäftigt, den anderen eine Predigt zu halten, wie sie nur auf die Idee gekommen waren einen Glasreiniger für die Fliesen zu benutzen, auch wenn dieser nach Zitrone roch, bis ihn sein heimlicher Liebhaber unterbrach. Wow, er hatte die Sache mit dem Illusion fast vergessen, weil er hier so viel Spaß hatte ...
      Es machte dem Velvet tatsächlich Angst, wie sehr er diese Familie inzwischen liebte...
      Haru legte den nicht mehr ganz so weißen Putzlappen zur Seite und nickte Naoya zu. Natürlich ernteten sie bei der Ausrede des Dunkelhaarigen eindeutige Blicke, aber Haruka zwinkerte den beiden nur zu, ehe er auch schon mit dem Venom verschwand. "Dann gehen wir unsere faule Yakuza oder wie auch immer man die koreanische Version davon nennt mal besuchen. Ich hoffe sie sind nicht untätig auf ihren faulen Ärschen gesessen, während wir uns hier irre gemacht haben.", brummte der Velvet wieder deutlich mehr fluchend, schließlich musste er sich in den vier Wänden der Familie Hayashida beherrschen und startete den Wagen, damit sie sich auf den Weg machen konnten. "Mach mal mein Handschuhfach auf, da ist ein Parfüm drin. So lecker das Curry auch war, ich muss nicht unbedingt danach riechen, wenn ich vor habe zu verhandeln." bat Haruka dann seinen Beifahrer.


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    • Naoya
      Zum Schluss hatten sie tatsächlich zu viert diese verdammte Küche gereinigt und dabei war die nicht einmal sonderlich groß. Egal wie lecker das Essen war, Naoya würde es sich noch einmal überlegen, Masahiro allein, unbeaufsichtigt kochen zu lassen. Amari wiederum war dahingehend das komplette Gegenteil. Ihre Kochkünste waren eher... mittelmäßig, dafür schien die Jüngste der Familie Hayashida einen starken Sinn für Sauberkeit und Ordnung zu haben. Wenn sie etwas massiv stresste und sie sich ablenken wollte schrubbte sie sogar zuweilen das Bad bis es glänzte und blitzte, einfach nur weil es sie zu beruhigen schien. Ob Haru ebenfalls Beruhigung im Putzen fand? Das sollte Naoya vielleicht mal beobachten. Es interessierte ihn nun einmal, wie er Haru beruhigen konnte... wäre schließlich vielleicht nützlich in Zukunft.
      Nach einem kurzen Blick auf die Uhr, erkannte Naoya schnell, dass sie langsam losfahren sollten um pünktlich zu ihrer Verabredung mit Taejin Hwang zu kommen, der sie schließlich in den letzten Wochen eher geghostet hatte. Nach einer kleinen Ausrede, die Masahiro und Shino grinsend zurückließ, verließen der Venom und der Velvet das Haus und stiegen in den Wagen von Haruka ein. Sofort bat der Velvet um ein Parfüm, welches er wohl immer in seinem Handschuhfach zu haben schien und mit einem kleinen Grinsen beugte sich Naoya zu Haru hinüber und schnupperte an ihm. "Aber du riechst doch so zum anbeißen." Naoya biss leicht spielerisch in die Schulter des anderen, ehe er besagtes Fach öffnete und das teure Markenparfüm herausholte. Neugierig nahm er die Kappe ab und sprühte sich eine kleine Menge auf sein Handgelenk, ehe er das Parfüm weiterreichte und dann schließlich an seinem Handgelenk roch. Er kannte den Geruch. Es war jener Geruch, den er grundsätzlich mit Haru verband. Ein Geruch, bei dem er sich wenn sie miteinander kuschelten, sich nur noch näher an den anderen kuschelte, weil er ihm etwas wohliges vermittelte. "Deswegen riechst du immer so unfassbar gut."
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