❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

    • ___ Hayato ___

      Hayato würde sich nicht unbedingt als einen ungeduldigen Menschen bezeichnen. Nun, er hatte zwar nicht die Gelassenheit dieses Kerls auf der Rückbank, aber in der Regel konnte der Geschäftsmann seinen Gemütszustand ziemlich gut im Zaum halten. Gerade aber musste er gestehen, dass er wie auf heißen Kohlens saß. Taejin wollte ihm nicht weiter erläutern, was es genau mit dem Zustand seiner Mutter auf sich hatte. Allerdings war sein bester Freund auch mehr der Mann der Tat und so wie er den Koreaner kannte, würde er ihm zeigen was los war, bevor er sich mit langen Reden aufhielt. Zu Reden würde es aber mehr geben als ihnen wahrscheinlich beiden lieb war. Dennoch wollte Hayato Klarheit. Natürlich konnte er sich seinen Teil denken, aber er wollte es selbst von dem Hellhaarigen hören. Der millionenschwere Hotelerbe war nicht der Typ für Vorurteile, er bildete sich lieber sein eigenes Bild und er würde Taejin niemals verurteilen. Wozu? Er hatte ihm nie geschadet oder schlecht behandelt. Er konnte nicht für andere sprechen, aber für ihn war der Koreaner immer der perfekte beste Freund gewesen. Krimineller Hintergrund hin oder her, er würde nicht vergessen was sie beide gemeinsam erlebt hatten. Allerdings würde er lügen, würde er behaupten das ihn die Sache nicht extrem schockierte. Hayato wusste, dass er nicht so gefasst bleiben konnte wie er es sonst war und die blutigen Details wollte er dann doch lieber erspart bekommen. Untypisch nervös blickte der Hotelerbe aus dem Fenster des Wagens, während sie ein Krankenhaus ansteuerte, in dem wohl Taejins Mutter untergebracht war. Über die komplette Fahrt sagte der Schwarzhaarige auf der Rückbank kein Wort. Nicht das ihn Hayato für sonderlich gesprächig einschätzte, allerdings war dem Blauhaarigen nicht entgangen wie genau er sie beobachtete. Ob der Schönling wohl wirklich als Bodyguard agierte? Allerdings war der Kerl sowas von Taes Beuteschema...
      Als sie aus dem Wagen stiegen, hatte sich sein bester Freund an besagten hübschen Katzenjungen gewendet und um Zeit für sich und Hayato gebeten.
      Wanzen?
      Shin sah Taejin einen Moment genauer an, ehe er kommentarlos nickte und sich auf den Weg machte. "Über ihn werden wir wohl auch noch sprechen...",murmelte Hayato und folgte seinem besten Freund in den Krankenhausflur, in welchem sich auch Taejins Mutter befand.
      Hayato kannte Taejin von Kleinkindalter an, demnach war auch die Mutter des Koreaners praktisch so etwas wie seine Tante. Die Entfernung war für beide Familien kein Problem, schließlich lag es wohl kaum am Geld, dass sie sich Sorgen um irgendwelche Reisekosten machen mussten. Er hatte demnach die Familie des Koreaners so oft besucht, das ihm irgendwann die Einrichtung der Familie als normal vorgekommen war. Hayato hatte sich da er es nicht anders von den Hwangs kannte, nie über die skurillen Bodyguards gewundert, welche aussahen wie Schwerverbrecher oder den Yakuza-Flair, denn die ganze Mannschaft ausstrahlte. Wobei in Korea die Mafia eher nicht vertreten ist, eher gesagt sind es alles Untergrundgruppen ...
      Nun Hayato würde wohl bald wirklich erfahren, was hinter all dem streckt. Gerade als die Tür geöffnet wurde und Hayatos Blick geschockt auf die Mutter des Koreaners fiel, wurde er schon angehalten still zu sein.
      Als Taejins alles analysiert hatte und dann schilderte was vorgefallen war, war das Nicken des Hotelerben mehr automatisch und er lief fast ein wenig roboterartig an das Krankenbett. "Ich habe sie noch nie so.....verletzlich gesehen. Tante Hwang war für mich immer die mächtigste Frau der Welt...." Liebevoll nahm er die Hand der Dame in seine und strich über ihren Handrücken. "Tae...es tut mir so Leid. Kann ich irgendetwas tun?"


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    • Taejin
      Kaum hatten sie das Krankenhaus erreicht, hatte Taejin Shin angewiesen sein Hotelzimmer, sowie seinen Wagen nach Wanzen zu durchsuchen, während er sich natürlich selbst darum im Krankenzimmer seiner Mutter kümmerte und erst wieder das Wort ergriff, als er fertig war und sich versichert hatte, dass sie beide nicht belauscht wurden.
      "Es ist für mich auch seltsam sie so schutzlos und schwach zu sehen...", stimmte der Koreaner seinem besten Freund zu und ließ sich auf der anderen Seite des Bettes nieder und strich ihr behutsam die Haare aus dem Gesicht, beinahe so als würde er ihre Frisur richten.
      "Das ist es ja... du hilfst mir am meisten, wenn du dich da heraushältst und dich vorerst von uns fern hältst. Ich mache mir bereits genug Sorgen um meine Mutter, Chanyeol ebenso, da er sich strikt weigert sie alleine hier im Krankenhaus zu lassen, während ich mich um die Suche nach dem Täter kümmere." Er schluckte schwer und fuhr sich mit den Fingern durch sein gebleichtes, blondes Haar, bevor er den direkten Blickkontakt mit seinem besten Freund suchte und beinahe resignierend sich entschied ihm die wichtigste und gefährlichste Wahrheit zu vermitteln, die Hayato nicht nur in Gefahr bringen konnte, aber auch dazu füren könnte, dass Taejins engster Freund sich von ihm abwenden könnte.
      "Du hast sicher bereits gemerkt, dass unsere Familiengeschäfte nicht immer so normal und legal wirken. Das liegt daran, dass das Hauptgeschäft meiner Familie von Legalität weit entfernt ist. In der Unterwelt sind wir als Hwang-Clan bekannt. Wir sind eine familiengeführte Organisation, die sehr viele Fäden zieht, sogar soweit, dass man uns zuweilen mit einem Mafia-Clan nur eben in Südkorea vergleichen kann. Seit Generationen kontrollieren wir Hwangs all das... und seit mein Vater gestorben ist, bin ich das offizielle Oberhaupt des Clans." Er hielt inne, wusste dass das erst einmal viel für Hayato zu verarbeiten sein musste und er wollte sicher gehen, dass der Japaner auch bereit war das folgende zu hören und nicht bereits hier abbrechen wollte.
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    • ___ Hayato ___

      Der Japaner hielt die Hand der mächtigen Hwang-Frau, die für Hayato immer das Ebenbild von Stärke gewesen war in seiner und strich ihr sanft mit dem Daumen über den Handrücken. Ihre Hand fühlte sich kalt an und im Augenblick war nichts von der Dame übrig, die ihn und Taejin wenn sie Ärger gemacht hatten mit dem Hausschuh hinterher rannte. Gerade wirkte sie so verletzlich, so gebrechlich, dass es dem Hotelerben förmlich das Herz brach. Hayato wusste, dass Reichtum eine Menge Probleme löste, aber das war eine Nummer zu groß für ihn. Diesen Krieg konnte er nicht mit Geld für Taejin gewinnen. Hayato war vernünftig und erwachsen genug, dass zu akzeptieren. Alles was er tun konnte, war dem Koreaner eine Stütze zu sein. Er fühlte sich erbärmlich und das war ein Gefühl das Hayato nicht kannte und bereits jetzt hasste. Während der Blauhaarige immer noch auf der Bettkante des Krankenbettes saß, rückte sein bester Freund langsam mit der Sprache heraus. Der Blick des Hotelerben wanderte zu dem Hellhaarigen, welcher verzweifelt versuchte Hayatos Blickkontakte zu suchen und untypisch für ihn ängstlich wirkte. Taejin hatte Angst um ihn, seine Familie und alles was ihm wichtig war. Die Hände des Koreaners zitterten, als er sich durch das Haar strich. Das konnte Hayato selbst von Weitem erkennen. Aufmerksam hörte er seinem besten Freund seit Kleinkindalter zu, unterbrach ihn nicht und atmete tief durch. "Ich bin nicht dumm, falls du das geglaubt hast. Du weißt doch, ich bin der berühmte Sternchen-Student.", scherzte der Hotelerbe, schüttelte dann aber den Kopf, da keine Worte der Welt diese Situation auflockern konnte. Natürlich hatte sich Hayato das bereits gedacht. Er konnte schließlich 1 und 1 zusammenzählen und Taejin war lausig darin Geheimnisse vor ihm zu haben. Der Koreaner konnte die Welt belügen, aber nicht seinen besten Freund und der Blauhaarige war sich sicher, dass Taejin das ebenso wusste wie er. Es war dennoch eine ganz andere Hausnummer seinen Verdacht bestätigt zu bekommen und Hayato würde lügen, wenn er behaupten würde, dass er vor der Situation nicht einen scheiß Respekt hatte. "Es wäre gelogen, würde ich jetzt behaupten, dass ich es mir nicht gedacht hätte. Ich hab dich mit dem Mafiageschäft in Verbindung gebracht, schon lange. Nur ist es doch heftiger diesen Verdacht bestätigt zu bekommen, als ich gedacht habe.", gestand ihm der Blauhaarige ehrlich. "Und....dein hübscher Freund ist sicherlich nicht wirklich dein Bodyguard oder?"


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    • Taejin
      Natürlich hatte Hayato sich schon so seinen Teil gedacht. Mal ehrlich, normalerweise brauchte ein Chaebol nun mal keine Handfeuerwaffen und Taejin war durchaus der Meinung sein bester Freund hatte schon die ein oder andere Waffe bei Taejin sowohl in seinem koreanischen Heim, als auch in seinem japanischen Apartment entdeckt. Dennoch konnte sich Taejin vorstellen, dass es seltsam sein musste, zu erfahren, dass der eigene beste Freund der Kopf einer großen, koreanischen Mafia Familie war. Dennoch nahm es Hayato vorerst weitestgehend gelassen und stellte stattdessen direkt die nächste Frage nach Shin, der wahrscheinlich sehr wohl gewisse Fragen bei dem Blauhaarigen aufwarf. Nun... das war noch mal ein anderes Thema. Mafia war das eine... mal sehen wie Hayato diese Wahrheit vertrug. "Ich habe genügend Bodyguards und kann mich auch ganz gut selbst verteidigen. Shin habe ich angeheuert um den Verräter im Hwang Clan aufzudecken, welcher höchstwahrscheinlich auch hinter dem Anschlag gegen meine Mutter steckt. Shin ist jemand, der Menschen finden und sie verschwinden lassen kann... langfristig. Außerdem ist er sehr versiert darin Menschen zum Reden zu bringen, die nicht vorhaben Informationen zu teilen, komme was wolle." Taejin versuchte es so diplomatisch wie möglich auszudrücken, dass Shin ein Auftragskiller war, obwohl das nun wirklich absolut nicht seine Art war. Doch vor Hayato darüber zu sprechen, dass er selbst Morde und Folterungen beauftragte fühlte sich irgendwie... dreckig an. Es war sein Familiengeschäft seit Jahrzehnten und fast jeder, der Taejin 'geschäftlich' kannte, wusste dass der Chaebol selbst gerne Opfer mit Giften die Zunge lockerte, doch Hayato gehörte nicht zu diesem Untergrund... zu dieser Gesellschaft, wo das beinahe normal war und Auftragsmorde ein übliches Geschäft ohne bitteren Beigeschmack waren.
      "Ich will denjenigen bezahlen lassen, der meiner Mutter das angetan hat. Erst war es was rein geschäftliches, als einer unserer Transporter überfallen und beraubt wurde, aber jetzt ist es extrem persönlich geworden und ich werden nicht aufhören, bis ich den Verräter eigenhändig Schmerzen und Qualen bereitet habe...
      ..
      .
      also bitte Hayato... geh. Lass dich da nicht mit hineinziehen. Das hat nichts mit dir zu tun und ist viel zu gefährlich."
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    • ___ Hayato ___

      Hayato hatte Fragen, verflucht viele Fragen und er wusste ehrlich gesagt nicht, welche er zuerst stellen sollte. In seinem Kopf kreisten so viele Denkansätze, die aber nach all der Information wie weggeblasen schienen. Taejin war sein bester Freund und das würde er auch immer bleiben. Er kannte den echten Taejin, den Taejin den niemand in dieser Welt kannte. Wie oft hatte der Koreaner weinend in seinen Armen gelegen, wenn mal wieder etwas schief gelaufen war? Hayato kannte diese Seite an dem Hellhaarigen und diese würde er hüten und beschützen. Natürlich war der Fakt, dass dieser Kerl welcher ihn so abgöttisch liebte, parallel ein Geschäft betrieb, welches nicht mal eben beim Brunchen besprochen werden konnte, extrem verstörend und Hayato war auch nur ein Mensch, natürlich warf es ihn aus der Bahn. Glücklicherweise hatte er einfach so viel Zeit damit verbracht auch die merkwürdigsten Neuigkeiten zuerst sachlich anzugehen, das er auch diese Information ein wenig wie einen Arbeitsbericht aufnahm. Vielleicht war das auch besser so und Hayato dankte sich - ohne selbstverliebt zu wirken - für seine Professionalität, auch wenn er sonst eher emotional auf Dinge die mit Taejin zu tun hatten reagierte. Jetzt gerade war er doch ganz dankbar, dass er sachlich bleiben konnte. Er versuchte Taejin und die Arbeit die er betrieb separat zu sehen und Hayato kannte sich, er wusste, dass er das konnte. Verdauen musste er die Geschichte dennoch. Da der millionenschwere Hotelerbe nicht recht wusste, welche der 100 Fragen er zuerst stellen sollte, hatte er sich für den katzenäugigen jungen Mann entschieden. Es war ungewöhnlich für Taejin, dass er jemanden außer seiner Familie und Hayato so nah an sich ran ließ. Nicht einmal seine Bettgeschichten hatte Taejin so oft an seiner Seite. Dieser Shin schien in letzter Zeit aber förmlich der Schatten des Koreaner zu sein, weshalb sich Hayato entschied nun Fragen über ihn zu stellen. Die Antwort allerdings hatte ihn doch etwas mehr schockiert als gedacht. Gerne hätte Hayato geschockt verlauten lassen, dass Shin sicherlich gerade mal volljährig war. Wie konnte jemand in diesem Alter solch ein Geschäft betreiben? Allerdings rief sich Hayato im selben Atemzug ins Gedächtnis, dass es in dieser Branche wohl normal war. Hier ging man offenbar mit Waffe und Folter seine Arbeitskollegen besuchen...
      "Also.....ein Auftragsmörder, hab ich das richtig verstanden?", hakte Hayato vorsichtig nach, da eine Stimme in ihm hoffte sich zu irren, er aber wusste, dass er es nicht tat. Der Hotelerbe fragte sich, ob Taejin all die Leute hatte ebenfalls verschwinden lassen, die Hayato nur böse angesehen hatten als sie noch zur Schule gegangen waren. Diese hatten nämlich sehr oft plötzlich einen Schulwechsel.
      Der Blauhaarige atmete tief ein und aus, nachdem er all die Informationen langsam akzeptiert hatte. Er rechnete es Taejin hoch an, dass er versucht hatte seine Worte möglichst in Watte einzupacken, was sonst nicht die Art des Koreaners war.
      Der Hotelerbe hatte sich einen Moment des Schweigens gegeben, bis er wieder gefasst und sachlich wie immer aufblicken konnte. Es würde ihm nichts bringen, jetzt vollkommen durchzudrehen, denn ganz gleich was Taejin sagte, vor ihm stand immer noch der kleine Junge von damals, der zitternd seine Hand hielt, weil ihnen Mutter Hwang ordentlich die Leviten gelesen hatte. Auch jetzt sah er wie unruhig und besorgt der Koreaner war, als er mit ihm sprach.
      Hayato stand auf und ging einige Schritte auf seinen besten Freund zu, ehe er das Gesicht des Koreaners in seine Hände nahm.
      "Und wer kümmert sich um dich, wenn du alleine bist und keiner sieht wie sehr deine Welt gerade zusammenbricht? Ja, was du erzählt hast schockiert mich und ich habe Angst. Ich wäre dumm, wenn ich vor der Situation keinen Respekt hätte und Angst schützt die Menschen, aber ich kenne dich. Ich kenne das Ich ohne Waffen und bösen Blick....bevor ich gehe brauch ich die Gewissheit, dass sich jemand um dich kümmert und auf dich aufpasst. Ich will jeden Tag eine Nachricht, das es dir gut geht und ich will das du mir versprichst, das du zu mir zurückkommst. Wenn du mir diese Dinge versprechen kannst, dann gehe ich. Ich weiß, das ich dir in diesem Teil der Welt nur ein Klotz am Bein bin, aber du kennst mich, ich kann nicht unterdrücken auf dich aufpassen zu wollen. Egal wer du in der Unterwelt auch sein magst, für mich bist du immer noch Taejin. Der Taejin der als Kind eine echte kleine Heulsuse war."


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    • Taejin
      Hayato gab sein bestes ruhig zu bleiben und wahrscheinlich nicht anhand dieser wahrscheinlich recht schockierenden Neuigkeiten zu flüchten, aber der Koreaner kannte seinen besten Freund und wusste dass ihm gerade tausend Sachen durch den Kopf herumschwirren mussten. Dass er dann auch noch nach Shins Art der Beschäftigung fragte und aus der diplomatischen Antwort von Taejin durchaus die richtige Schlussfolgerung zog, machte es das wahrscheinlich nicht gerade besser. Taejin hatte gerade offen zugegeben Auftragskiller anzuheuern und die Ermordung und Folterung von Menschen zu beauftragen. Fast schon erstaunlich, dass Hayato gerade nicht alles überdachte, was er jemals über Taejin zu wissen glaubte. Andererseits... vielleicht tat er das ja sogar tatsächlich. Es würde Taejin das Herz brechen, würde einer seiner engsten Vertrauten ihm so den Rücken zukehren und ihn im Stich lassen... aber in Anbetracht der aktuellen Gefahr, wäre das womöglich sogar für alle Beteiligten besser! Hayato wäre in Sicherheit und Taejin müsste sich nicht auch noch um ihn sorgen. Allerdings schien da Hayato einen ganz anderen Plan zu verfolgen.
      Der Japaner war aufgestanden und zu Taejin hinüber gegangen, ehe er sein Gesicht in seine Hände nahm und forderte, die Gewissheit, dass sich jemand um Taejin kümmerte und auf ihn aufpasste. Natürlich hätte der Koreaner plump antworten können, dass er seine Bodyguards hatte, die ihn beschützten, doch der Blonde wusste genau was Hayato damit meinte und statt einer Antwort, konnte er ihm nur einen langen Blick schenken. Er hatte niemanden. Er musste Chanyeol und seine Mutter beschützen, vor dem Clan musste er sein Gesicht wahren und sonst gab es niemanden, der ihm nah genug stand, sich aufopfern würde ihn zu beschützen und gleichzeitig auch dazu imstande war. Einen kurzen Moment dachte er an Shin, doch dieser Gedanke war an Absurdität kaum zu überbieten. Taejin sollte schleunigst dieses Kapitel abschließen und die Arbeit mit Shin beenden. Das war absolut nicht gesund, was sein Gehirn sich zurechtsponn.
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    • ___ Hayato ___

      Taejin wusste, dass Hayato genauso stur war wie der Koreaner und er keine halbherzigen oder gelogenen Antworten duldete. In Anbetracht der Position des Hellhaarigen, von der Hayato nun ganz offiziell wusste, könnte ihn der andere auch einfach zwingen, aber der Hotelerbe kannte Taejin. Er kannte ihn besser als jeder andere und ganz gleich wie gefährlich dieser Mann auch war, für ihn war er einfach Taejin. Seine kleine Heulsuse, auch wenn der Koreaner diese Rolle schon lange nicht mehr erfüllte, für den Japaner war er immer noch sein bester Freund der ihn immer anrief, wenn er Kummer hatte und der lausig darin war ihn anzulügen. Auch jetzt als der Blauhaarige aufgestanden war und Taejins Gesicht sanft in seine Hände nahm, konnte er anhand des Blickes seines besten Freunden die Antwort erahnen, die er befürchtet hatte. Der Koreaner war nicht der Typ der sich auf andere verließ, genauso wenig wie Hayato. Ein Punkt im dem sich beide sehr ähnlich waren und doch wussten sie, dass man nicht jeden Krieg alleine gewinnen konnte, ganz gleich wie sehr sie es auch beide versuchten, weil sie niemanden damit belasten wollten und auch ihr Ego es ihnen verbat zuzugeben, dass sie es nicht alleine gebacken bekamen. "Und genau das hab ich befürchtet." seufzte der Hotelerbe schwer und strich dem anderen liebevoll durch das weiche Haar. "Tae, ich kann dich nicht alleine lassen, aber ich weiß, dass ich dir gerade Sorgen bereite und du Angst um mich hast. Lass es uns so machen, ich werde hier bleiben aber bei den Bodyguards und bewacht. Ich werde auf keine deiner...nun ich nenne es mal Missionen mitkommen, sondern einfach auf dich warten. Erst wenn ich weiß, dass jemand auf dich aufpasst, werde ich gehen, sonst habe ich absolut keine Ruhe. Du bist vielleicht für alle ein böser Mafiaboss, aber für mich nicht....ich..." doch weiter kam Hayato nicht, da Taejins Handy sie unterbrach.

      Shin hatte dem Koreaner auf ihr privates Handy, das man nicht zurückverfolgen konnte ein Foto von einem geknebelten Typen geschickt, vor dem er stand und in die Kamera grinste, während er in der Hand zig Wanzen präsentierte, die er gefunden hatte. Der Typ sah ziemlich lädiert aus, aber war noch am Leben - vorerst. Unter dem Bild hatte Shin den Namen einer Firma beziehungsweise Organisation genannt.


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    • Taejin
      Er konnte Hayato nicht anlügen und das wusste der Japaner sehr gut. Genau deshalb sah er sich darin bestärkt mehr oder weniger an Taejins Seite zu bleiben, selbst wenn das hieß, dass er sich selbst in Gefahr begab. Bodyguards waren die eine Sache, aber trotzdem könnte der Blauhaarige den Fokus von Taejins Feinden auf sich ziehen und das besorgte den Koreaner zunehmend. Aber Hayato war stur, er würde wohl kaum weitere Widerworte akzeptieren, noch dulden. Sollte Taejin allerdings den Verräter so schnell wie möglich finden und ausschalten, sah das schon ein wenig anders aus und er hätte einen guten Grund um Hayato wieder zurück in seine Heimat zu schicken. Würde Hayato hier zu lange bleiben, würde er doch ohnehin ohne seinen süßen, kleinen Freund zugrunde gehen. Schließlich war der Japaner dem Schüler offenbar voll und ganz verfallen.
      Gerade wollte Taejin Hayato eine wiederstrebende Zustimmung geben, da vibrierte sein Handy. Weder sein Geschäftliches, noch sein Privates... nein, nach einigem Abtasten entdeckte er eine neue Nachricht auf dem Wegwerfhandy dessen Nummer nur ein einziger Mensch besaß: Shin. Unruhig öffnete der Koreaner die Nachricht und betrachtete erst das Bild, ehe er den zugehörigen Text las... und laut fluchte.
      Kenhra. Ein Unternehmen, welches als Tagesgeschäft Spirituosen vertrieb und im Untergrund für die perfekte Fälschung von Papieren und Ausweisen bekannt war. Eine recht große Familienunternehmung, deren aktuelle Führung in der Hand eines jungen Mannes lag, der diese von seinem Onkel geerbt und weitergeführt hatte. Ein junger Mann, den Taejin bereits aus Kindestagen von Besuchen bei Verbündeten des Hwang-Clans kannte und der sich im Ansehen und im Vertrauen bei Taejin über die Jahre zu einem seiner engeren Vertrauten hochgearbeitet hatte. Ein junger Mann, der durchaus dazu in der Lage wäre einen gezielten Anschlag auf das Hwang Anwesen zu verüben und gleichzeitig wichtige, vertrauliche Informationen an Virus weiterzugeben. Taejin hatte mit einem Verrat im engeren Kreis gerechnet - schließlich war das die einzige logische Schlussfolgerung - aber die Wahrheit war doch schmerzhafter.
      Er atmete tief ein, versuchte sich zu beruhigen und zu sammeln, ehe er Shin ein Foto schickte, auf welchem besagter junger Mann mit Taejin lachend und einander umarmend zu sehen war, während sie in Designeranzügen posten.
      "Das ist unser Verräter. Hae Hyunjun."
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    • ___ Hayato ___

      Anhand des kreativen Mimikspiels erkannte Hayato, dass er gewonnen hatte. Der Koreaner mochte zwar sehr talentiert im Überzeugen sein, aber das war der junge Hotelerbe nun einmal auch und er wusste ganz genau, welche Knöpfe er bei Taejin drücken musste. Dazu kannte er den Hellhaarigen einfach zu gut und ganz gleich welche kriminelle Rolle sein bester Freund in der Unterwelt auch einnahm, niemand kannte den Koreaner besser als er und Taejin wäre der letzte Mensch der ihm je Angst machen würde. Hayato liebte diesen Kerl, ganz gleich wieviel Blut an den Händen des anderen klebte. Ja, er würde lügen, würde er behaupten es ließe ihn kalt und der Umstand das ein Auftragsmörder mit Katzenaugen um sie herumschnurrte, machte ihn ungemein nervös, aber für ihn änderte es nichts an dem Fakt, dass dieser Mann vor ihm immer noch Taejin war. Hayato war niemand der andere einfach verurteilte und Diplomatie hatte immer zu seinen Stärken gehört. Da musste sich selbst ein wortgewandter Taejin geschlagen geben, so sehr es ihn auch ärgerte. Hayato schmunzelte leicht, als er dieses unglückliche Gesicht des anderen sah. Ja, er wusste wie sehr es Tae gegen den Strich ging, aber der Blauhaarige war nun einmal unfassbar stur. Vielleicht sogar sturer als der Koreaner. Eine Freundschaft zwischen so dominanten Persönlichkeiten klang im ersten Augenblick unrealistisch, aber sie hob verdammt gut und Hayato würde dieses Band wenn es sein musste mit Panzertape verstärken, ganz gleich wie sehr Taejin zum Schutz des Hotelerben an diesem Band herumsägen würde. Er würde den Hellhaarigen nicht verlassen, niemals. Zwar würde Hayato absolut nicht zu einem Komplizen taugen, aber er konnte wenigstens so tun, als hätte er nie etwas gesehen - das sollte er hinkriegen. Gerade als er Taejin ermutigend auf die Schulter klopfen wollte, hörte er ihn lautstark fluchen. Perplex sah ihn Hayato an. "Tae? Was ist passiert?" hakte er vorsichtig nach. Er wusste nicht wie viel ihm Taejin verraten würde, aber es war einen Versuch wert einfach nachzufragen. Er wollte Taejin beistehen und der Gedanke wie oft sein bester Freund allein durch solche Situationen musste, brach ihm das Herz. Wie einsam musste Tae all die Zeit gewesen sein?
      Taejin tippte auf dem Handy, ehe dieses wieder vibrierte. Nun fühlte sich Hayato doch ein wenig ausgeschlossen und lehnte sich untypisch neugierig ein wenig zum Display.
      Offenbar hatte ihm dieser Shin geschrieben. Hayato konnte die Worte nicht ganz deuten, aber vielleicht war das auch besser so.

      ´Ich bin gleich wieder bei dir. Ich hab eine Idee. Schlussfolgere nicht so früh und hör dir erst an, was ich zu sagen habe. Ich muss hier nur kurz aufräumen´


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    • Taejin
      Er hatte seinen besten Freund nun offiziell mit in diese kriminelle Unterwelt gezogen und fühlte sich deshalb einerseits ein wenig erleichtert, aber auch sehr schuldig. Schließlich gab es dahingehend nun kein Zurück mehr und er musste nun künftig Hayato mehr im Blick behalten und dennoch auch hoffen, dass sein bester Freund... so böse es auch klang... ihm aufgrund seines neugewonnenen Wissens nicht weiter im Weg stehen würde. Nicht umsonst, hatte der Chaebol den Japaner bisher aus diesem Teil seines Lebens herausgehalten. Und gerade jetzt war es mehr denn je gefährlicher für jeden in Taejins Nähe, der nicht kampferprobt war. War Hayatos Freund nicht Bogenschütze? Vielleicht sollte er mit dem Kleinen mal reden, dass er den Blauhaarigen auch in Japan beschützte. Hayato war zwar relativ sportlich, aber auch zuweilen in gewisser Weise tollpatschig. Auf seine Selbstverteidigungskünste würde der Hwang-Erbe also nicht unbedingt wetten.
      Er wurde ein wenig abgelenkt, als eine Nachricht von Shin ihn auf dem verschlüsselten Telefon erreichte, welche Taejin gleichermaßen schockte, aber auch wütend machte. Wenn Shin Recht hatte und dies nicht nur ein seltsamer Zufall war, der aufgrund eines Verrats von Hyunjins Untergeordneten zustande kam, mit dem der Kopf von Kenhra nichts zu tun hatte, wäre das ein besonders schwerer Fall. Tae und Hyunjin kannten einander schon ewig und hatten dementsprechend ein ganz besonderes Band zueinander. Natürlich war die Familie Hae den Hwangs unterstellt, aber man konnte wohl nie wirklich jemanden trauen. "Offenbar haben wir einen Hinweis auf einen Täter bezüglich des Anschlags und des Verrats.", murmelte Taejin für Hayato als Information, wenngleich er nicht vorhatte genauer ins Detail zu gehen. Shin würde bald hier sein... Mal sehen was dieser noch dazu zu sagen hatte.
      Keinen Moment später ging die Krankenzimmer Tür auf, durch welche ein ziemlich müder aber mit Snacks bewaffneter Chanyeol eintrat, der erst zu seinem Bruder sah und anschließend zu Hayato, den er mit einem strahlenden Lächeln begrüßte. "Hyung!"
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    • ___ Hayato ___

      "Du meinst den Täter hinter..." Hayato wagte es kaum zu der starken Hwangfrau im Krankenbett zu blicken. Nicht weil es sich bei Mama Hwang wohl um eine der gefährlichsten Frauen im Untergrund handelte, sondern weil es tatsächlich jemand geschafft hatte, diese Frau zu verletzen. Mama Hwang war für Hayato immer so etwas wie eine uneinnehmbare Festung gewesen. Jemand den man nicht erschüttern oder aus der Ruhe bringen konnte. Trotz ihres strengen Gesichtsausdruck war sie ihm gegenüber immer sehr sanft gewesen. Nein, für Hayato würde sich an dieser Familie nichts ändern. Allerdings sein Blick auf Taejins Umgebung. Sein bester Freund war in gefährliche Geschäfte verwickelt und das wahrscheinlich schon von Kindesbeinen an. Wie kam es, das er gerade Hayato so nah an sich heran gelassen hatte? Weil sie sich als Kindergartenkinder kannten? Nun nicht das Hayato an seinem einnehmenden Wesen zweifelte, aber es schmeichelte ihm doch irgendwie. Auch wenn er sich nicht sicher war, ob er geschmeichelt von dem Fakt sein sollte, dass ihm jemand bei einem falschen Schritt eine Waffe an den Schädel halten könnte. Er würde versuchen seinem besten Freund nicht im Weg zu stehen, aber der Hotelerbe würde für ihn da sein und zwar in den Momenten, in denen es eben niemand war. Hayato wusste, dass Taejin auch andere Seiten hatte. Sensible und verletzliche Seiten. Wie schaffte es der Hellhaarige also in dieser Welt zu überleben? Für ihn war Tae immer so sanft gewesen, aber vielleicht traf das auch nur auf Hayato zu. Der Blauhaarige konnte sich noch gut an all die bösen Blicke erinnern, die der Koreaner ihren Klassenkameraden geschenkt hatte, wenn sie Hayato auch nur angrinsten. Nun ergab das Verschwinden der Störenfriede zur Schulzeit plötzlich deutlich mehr Sinn. Hayato hatte sie wirtschaftlich ruiniert, Taejin hingegen....
      Er sollte nicht darüber nachdenken.
      Glücklicherweise kam in diesem Augenblick Chanyeol herein und obwohl dieser Kerl ebenfalls zur Untergrundfamilie gehörte, sah er mit seinen Bergen an Snacks und dem verschlafenen Blick genauso niedlich aus wie immer. Dieses strahlende Lächeln ließ Hayato wenigstens einen Moment all diese Dunkelheit in der Welt der Hwangs vergessen. "Chanyeol!" Natürlich hatte er den Jüngeren in seine Arme gezogen, wie er es immer tat. Die Chips knisterten dramatisch zwischen ihnen, was Hayato kurz lachen ließ, ehe er Chanyeol los ließ. "Ich freue mich dich zu sehen...." danach trübte sich aber der Blick des Blauhaarigen ehe er dem kleinen Bruder seines besten Freundes sanft durch das Haar strich. "Es tut mir Leid was passiert ist. Wenn ich etwas für dich tun kann, dann sag es mir bitte."

      Wie auch immer es dieser Shin geschafft hatte so schnell ´aufzuräumen´ stand er plötzlich grinsend im Türrahmen und erinnerte an die Cheshire Cat aus Alice im Wunderland, als er sie beobachtete. Der Kerl war so lautlos, dass es Hayato einen unwohlen Schauer über den Rücken jagte. Ja, dieser Shin war unglaublich attraktiv, aber der Fakt, dass er einfach so Menschen des Licht ausknipsen konnte, wenn man ihn gut genug bezahlte dämpfte die hübsche Erscheinung zunehmend. Dem Blick von Taejin zu urteilen, sah er dies aber vollkommen anders. Nun Hayato und Taejin hatten glücklicherweise schon immer einen komplett unterschiedlichen Geschmack was ihren ´Typ´anging.
      Shin deutete zuerst auf Hayato und dann auf Chanyeol ehe er zu Taejin blickte. "Wie offen darf ich sprechen?"


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    • Taejin
      Zugegeben die plötzliche Anwesenheit von Chanyeol lockerte die Stimmung zumindest ein wenig auf. Hayato liebte den jüngsten Hwang als wäre er sein eigener kleiner Bruder und Chanyeol sah ähnlich zu dem Japaner auf, wie er es zu Taejin tat. Einmal mehr zeigte sich dadurch, wie eng sich doch eigentlich Taejins und Hayatos Familien standen und dass die beiden doch beinahe Adoptivbrüder hätten sein können, so viel Zeit wie sie in ihrer Kindheit bei dem jeweils anderen verbracht hatten. Auch Taejin fühlte sich in der Gegenwart von Hayatos Vater unfassbar wohl und verstand sich mit ihm sehr, wenngleich er das aber nicht über den Großvater oder die Stiefmutter seines besten Freundes behaupten konnte. Hayatos Großvater hasste Taejin schon allein, weil er auf die Idee gekommen war Tae wäre ein Liebhaber von Hayato oder würde ihn zumindest in die Abgründe seiner Umtriebigkeit mit hineinziehen. Auf Anraten seines besten Freundes hatte Taejin den alten, verbitterten Mann nie korrigiert und Hayato schien es sogar Spaß zu machen den Alten glauben zu lassen, dass Hayato sich mit Taejin Hwang regelmäßig im Bett vergnügte. Das war wohl Hayatos rebellische Seite. Tae war absolut stolz auf ihn.
      Die Stiefmutter des Japaners war allerdings ein anderer Kopfschmerzen bereitender Faktor und am liebsten würde Taejin manchmal verdrängen, dass diese Frau überhaupt existierte. Sie war dumm wie Brot, hatte eine Stimme, als könne sie Glas zerbrechen, an ihr schien nichts mehr echt zu sein und es war leider mehr als offensichtlich, dass sie Hayatos Vater nicht aus Liebe geheiratet hatte. Bei jedem noch so kurzen Gespräch mit ihr schienen Taejins Gehirnzellen abzusterben und wann immer sie einen Kommentar von sich gab, dass Hayato und Taejin optisch ihre älteren Brüder sein könnten, kam dem Hwang Erben der Brechreiz hoch.
      Allerdings zu wissen, dass Hayato Taejins Familie ins Herz geschlossen hatte, war immer beruhigend. Taes Mutter war eine sehr strenge Frau, aber auch sie schätzte den blauhaarigen Japaner sehr und Chanyeol sah Hayato vielleicht sogar ein bisschen als sein Idol an. Ein Vorbild, welches nichts mit der koreanischen Unterwelt zu tun hatte, so wie es schließlich auch Chanyeol wollte.
      Taejin bedachte die Szene vor sich mit einem leichten Lächeln, als erneut die Tür aufging und er über seiner Schulter zu Shin blickte, welcher eintrat und sich erkundigte, wie offen er denn sprechen könnte.
      "An mir soll es nicht liegen...", murmelte der Hwang Erbe und blickte dann zu Hayato. "Solltest du das folgende lieber nicht erfahren wollen, dann musst du das jetzt sagen. Dann geh ich mit Shin in ein Nebenzimmer."
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    • ___ Hayato ___

      Lange konnte sich der Blauhaarige nicht an der Anwesenheit seines praktisch eigenen kleinen Bruders erfreuen, welcher ihn mit so funkelnden Augen anblickte, dass der Hotelerbe fast schon schwach wurde und Chanyeol am Liebsten alles gekauft hätte, was er sich nur wünschte. Nun unabhängig davon, dass die Familie Hwang in Sachen Reichtum garantiert nicht den Sakurais hinterher hing. Shin hatte sich die Ehre gegeben und war mit so einer Leichtigkeit in den Raum getreten, das Hayato nicht wusste, was ihn mehr schockierte. Die Tatsache, dass er in Anbetracht der Situation so gelassen blieb oder das man ihn praktisch nicht gehört hatte. Der Blauhaarige rief sich gedanklich immer wieder vor Augen, dass es sich bei dem Schwarzhaarigen um einen Mörder handelte. Wie alt war der Kerl überhaupt und wie lange tat er das? Wann hatte Taejin damit angefangen? Diese Gedanken konnte er leider nicht abstellen, aber das war wahrscheinlich nur verständlich. Man bekam ja nicht alle Tage mal eben mit, dass der beste Freund einer der größten Mafiaoberhaupte überhaupt war und hobbymäßig Killern schöne Augen machte. Da Hayato aber von klein auf gelernt hatte eine ziemlich gefasste Haltung zu wahren, blieb er nach außen hin ruhig wie immer und nickte auf die Aussage von Taejin hin. Der Hotelerbe hatte sich geschworen seinen besten Freund nicht alleine zu lassen. Sie hatten so viel gemeinsam durchgestanden, was war da schon ein wenig Sprengsätze und Waffenschmuggel? Okay, es war eine ganze Menge aber für Taejin tat er praktisch alles und das wusste der Koreaner und wahrscheinlich war es auch genau das, was ihm solche Sorgen bereitete.
      Shin hatte die Tür hinter sich geschlossen und schlenderte zu den Anwesenden, ehe er sich auf den schwarzen Ledersessel in der Ecke des Raumes fallen ließ und die langen schlanken Beine überschlug, während sein Blick zu Tae wanderte. "Ich habe beim Aufräumen einige interessante Dinge erfahren, wie du anhand meiner Nachricht schon mitbekommen hast. Nachdem unser Freund mit ein wenig Nachdruck meinerseits gesungen hat, hab ich erfahren, dass er zu Kenhra gehört. Offenbar ist er ein hohes Tier dort. Sagt dir der Name Siwon Kim etwas? Er gehört wohl zur Führungsriege ...nun er gehörte, jetzt wohl nicht mehr." berichtete der Japaner und blickte einen Moment zu Hayato um anhand seiner Reaktion ablesen zu können, ob er nicht doch lieber mit Taejin alleine sprechen sollte. Hayato winkte ab, dass der Schwarzhaarige fortfahren konnte. Für einen Auftragskiller war er überraschend aufmerksam was das anging oder war er es gerade deswegen?
      "Jedenfalls wäre es leichtsinnig jetzt einfach zu deinem Kumpel zu marschieren und ihn hochzunehmen, ich will ihn vor deiner versammelten Mannschaft auffliegen lassen. Damit diese großkotzigen Alten, die deine Position als Oberhaupt anzweifeln kapieren, dass du interne Machtkämpfe sehr wohl alleine auf die Reihe kriegst und Stärke beweist in dem du Verräter bestrafst. Ich weiß, dass es gerade für dich schwer ist einen kühlen Kopf zu bewahren, aber veranstalte ein Essen. Ein Gruppenmeeting mit allen wichtigen Organisationen, zeig Stärke. Um den ekligen Part kümmere ich mich."


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    • Taejin
      Die Freude über Hayatos Anwesenheit von Seiten Chanyeol war groß, dennoch spiegelte sich auch ein wenig Sorge im Gesicht des Koreaners wider, schließlich wusste auch er in welche Gefahr sich Hayato mit seiner bloßen Anwesenheit hier begab. Doch Hayato entschied selbst darin involviert zu werden und dementsprechend sprach Shin auch recht frei vor allen Anwesenden, während er den Verräter enthüllte und dabei seinen Plan mit ihnen teilte. Chanyeol war überrascht und gleichermaßen geschockt als er "Kenhra" vernahm, mit weit aufgerissenen Augen blickte er zu seinem großen Bruder und hauchte nur geschockt: "Hyunjun?" Angespannt nickte Taejin auf die Frage und wandte sich schließlich wieder Shin zu, welcher noch immer auf eine Antwort von dem Chaebol wartete, der sich das ganze intensiv durch den Kopf gehen ließ. Ihm gefiel es nicht wirklich seine Feinde länger als nötig auf freien Fuß zu lassen, allerdings hatte Shin nicht ganz unrecht. Er wusste nicht, wieviele seiner Untergebenen noch Verrat erwogen oder ihm bereits in den Rücken fielen. Besser er setzte eine ganz klare Nachricht, sodass so schnell kein anderer erwog der Familie Hwang so dreist zu schaden. Schließlich vergaß die Familie Hwang nicht und noch weniger vergab sie.
      "In Ordnung. Ich beauftrage Kean eine hohe Versammlung des Hwang Clans einzuberufen und versuche bis dahin nichts durchblicken zu lassen. Chanyeol wird diesmal aber nicht teilnehmen."
      "Was? Als ob ich dich da alleine hingehen lasse...", protestierte der Jüngere empört, erntete aber sofort einen bösen und strengen Blick von seinem großen Bruder, der ihn damit wortlos ermahnte, bevor er sich räusperte und einen sanfteren Tonfall anschlug. "Du bist zwar Teil der Hwang Familie, aber kein offizielles Mitglied des Clans und das ist auch gut so. Das ist meine Welt. Es reicht, dass du mehr als nötig über unsere Geschäfte Bescheid weißt, du hast allerdings ein anderes Leben gewählt und das unterstütze ich. Das heißt aber, dass diese Versammlung für dich keine Option ist. Tut mir bitte einen Gefallen..."
      Diesmal ging sein Blick zu Hayato hinüber.
      "Chanyeol, Hayato bitte macht einen Ausflug während wir die Versammlung abhalten. Unternehmt etwas zusammen, möglichst in der Öffentlichkeit und stellt euch damit nicht so leicht als Ziele hin."
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    • ___ Hayato ___

      Der Hotelerbe versuchte das eben gesagte zu verarbeiten und lauschte still den Worten des jungen Mannes mit den pechschwarzen Haaren, während er Chanyeol durch das weiche Haar wuschelte, fast als diente es ihm als Beruhigung. Okay zugegeben, das tat es wirklich. Er hatte seine geliebte Sherazade nicht bei sich, deren weiches Fell eine fast therapeutische Wirkung auf ihn hatte. Also musste er sich anderweitig ablenken und auch Chanyeol hatte etwas an sich, das Hayato ein wenig an die Sonne erinnerte. Er strahlte und selbst jetzt hatte ihn der junge Koreaner so herzlich angelächelt, dass Hayato beinahe vergessen hatte, wer hier eigentlich alles im Raum war. Bislang kannte Hayato Auftragsmörder nur aus Film und Fernsehen, so jemanden vor sich zu haben war noch einmal eine ganz andere Hausnummer. Allerdings war der Fakt das sein geliebter bester Freund zur Mafia gehörte auch nicht gerade besser. Natürlich hatte Hayato mit einigen Storys gerechnet, die ihn auf seine Reise nach Korea erwarteten, aber das war nun doch mehr als erwartet und nichts was ihm mal eben im Flugzeug durch die Gedanken gekreist war, als er sich überlegt hatte was passieren könnte. Für gewöhnlich war Hayato jemand mit Plänen von A bis Z. Jetzt gerade war er wahrscheinlich bei den Umlauten angekommen. Seine Familie und Jun durften das jedenfalls niemals mitbekommen. Wie sollte er das seinem geliebten Bogenschützen auch beibringen? ´Hey, das ist mein bester Freund und platonische Liebe meines Lebens. Mal so nebenbei lässt er Leute umbringen. Ich hoffe ihr versteht euch´ Nein...das er erschien ihm nicht ganz überzeugend. Wie auch immer
      Jetzt aber galt seine volle Aufmerksamkeit ganz allein Taejin und es deprimierte Hayato ungemein, wie lang der Koreaner wohl schon allein durch all das musste. Um den Hotelerben nicht zu gefährden, hatte Tae all die Jahre geschwiegen und diese Bürde auf seinen Schultern getragen...
      Wie allein musste sich der Hellhaarige wohl all die Jahre gefühlt haben müssen? Natürlich hatte er genug Verbündete, aber Hayato kannte Taejin und er wusste, dass dieser mit niemanden wirklich offen über das sprach, was in ihm vorging. Taejin war sensibler als die meisten wussten und Hayato würde es nicht wundern, würde er diese Seite auch nur vor Hayato offenbaren. Wären sie jetzt allein, hätte der Blauhaarige seinen besten Freund noch einmal an sich gedrückt, aber er wollte sich auch für den anderen zusammenreißen. Hayato wusste, dass er dem Mafiaoberhaupt lediglich im Weg stand, aber dennoch würde er ihn nicht alleine lassen. Er konnte zwar nicht mit ihm in den Kampf ziehen, aber er konnte auf ihn warten.
      Hayato fühlte sich erschreckend nutzlos...
      Ein Gefühl, welches der reiche Hotelerbe, der all seine Probleme entweder mit Geld, Charisma oder Charme löste nicht kannte und das stieß ihm wirklich bitter auf. Ein Sakurai wusste immer was zu tun ist und nun stand er da und wusste absolut gar nichts. Er hatte erkannt, das er dieses bislang nicht bekannte Gefühl hasste.
      Als Shin ungefähr so trocken seinen Plan offenbarte, als würde er gerade ein Rezept in einem Kochbuch vorlesen, hatte Taejin überraschend schnell auf ihn gehört. Shin ist intelligent und schien offenbar alles genau zu durchdenken, das musste man ihm lassen, aber Tae war in der Regel jemand der gern Dinge direkt anging.
      Hayato konnte also nicht anders als den Schwarzhaarigen eine Weile lang anzusehen, während Taejin Chanyeol darum bat wohl auf Hayato aufzupassen, während er und sein Auftragskiller an die ´Arbeit´ gingen.
      Shin hatte den Blick erschreckend schnell bemerkt und grinste Hayato an, woraufhin dieser seufzte.
      "Shin...nun das ist wahrscheinlich nicht dein richtiger Name oder?"
      "Erraten."
      "Pass auf Taejin auf. Ich weiß das ich euch hier nur im Weg bin, weshalb Chanyeol und ich diesen Ausflug machen werden, was aber nicht bedeutet das ich einfach verschwinden werde, bevor ich nicht weiß das Taejin sicher ist..." kam es selbstbewusst wie Hayato nun einmal war. Auftragsmörder hin oder her.
      Shins Blick wanderte kurz zu Taejin. "Der kann auf sich aufpassen, aber du hast mein Wort."


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    • Taejin
      Natürlich stieß Taejins Anweisung, Hayato und Chanyeol sollte während der Versammlung einen Ausflug machen, nicht unbedingt auf Begeisterung, wenngleich der jüngste Hwang und der Hotelerbe sehr wohl wussten, dass dies die richtige und sicherste Entscheidung war. Schließlich würde diese Versammlung verdammt gefährlich werden und wenngleich Chanyeol durchaus kämpfen konnte um sich selbst und andere verteidigen zu können, wäre das nichts im Vergleich zu den bluthungrigen und mörderischen Mitgliedern des Hwang Clans. Besser die beiden blieben mit einigen Bodyguards auf Abstand, während Taejin und Shin sich um die wirklich blutigen Angelegenheiten kümmerten. Schließlich würde Tae alles dafür tun, um seinen besten Freund und seinen kleinen Bruder von jeglicher Gefahr zu beschützen. Insbesondere, wenn Taejin potenziell selbst der Auslöser dafür war.
      Bei Hayatos Worten wiederum, musste der Chaebol dann doch leicht amüsiert die Augen verdrehen und griff fast demonstrativ zu einer seiner Handfeuerwaffen versteckt unter seinem Mantel, um Hayato zu beweisen, dass er nicht komplett schutzlos war. Dennoch... wieso wirkte die Interaktion des Hotelerben mit dem schwarzhaarigen Attentäter ein wenig, wie ein großer Bruder, der den neuen festen Freund seiner kleinen Schwester überprüfte, ob dieser etwas taugte. Vielleicht bildete sich Taejin da aber auch nur ein, weil er selbst ja so unfassbar dumm gewesen war, es ein ganzes Stück komplizierter zwischen Shin und ihm gemacht zu haben... Womöglich schenkte der dunkelhaarige Japaner dem mittlerweile recht wenig Bedeutung, aber Taejin machte es innerlich immernoch wahnsinnig, dass er schwach geworden war, Shin eine verletzliche Seite von ihm offenbart hatte und sich ihm förmlich an den Hals schmiss. Allein, wenn er jetzt wieder darüber nachdachte fühlte er sich absolut erbärmlich und lächerlich. Am besten er verbannte diese Gedanken einmal mehr in den Hintergrund.
      "Danke, dass ihr das versteht.", murmelte der Hwang Erbe schließlich zufrieden und erntete dafür unter anderem von Chanyeol einen schmollenden Blick, wenngleich der Jüngere es ihm nicht übel zu nehmen schien und wohl selbst einsah, dass er keine große Hilfe wäre.
      "Was haltet ihr davon, wenn ihr aber jetzt zumindest erstmal zusammen essen gehen? Ich habe Hayato ewig nicht mehr gesehen und es ist zu lange her, dass wir alle drei etwas zusammen unternommen haben.", warf der Jüngste schließlich ein und blickte nach kurzem Zögern zu Shin, da er noch immer nicht ganz wusste, wie er mit ihm umgehen sollte. Chanyeol räusperte sich leicht und fügte auf japanisch, mit einem stärkeren koreanischen Akzent hinzu: "Du kannst natürlich gerne mit Essen kommen. Ehrlich gesagt versteh ich manchmal nicht so ganz, ob ihr beide eine rein geschäftliche oder auch private Beziehung habt. Euch umgibt eine ganz seltsame intime Aura."
      Und für diese Worte erntete Chanyeol von seinem großen Bruder den so ziemlich finstersten Blick, den er ihm jemals geschenkt hatte. Da hatte er wohl genau ins Schwarze getroffen.
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    • ___ Hayato ___

      Natürlich hatte Hayato all das noch nicht so einfach verdaut, aber die Tatsache das es nun einmal um seinen besten Freund ging und es nichts an ihrer Beziehung zueinander änderte, machte es einfacher zu akzeptieren. Allein wie sie immer noch miteinander umgingen, zeigte das Alles beim Alten war. Das Taejin nun so demonstrativ nach seiner Waffe griff um dem Hotelerben zu zeigen, dass er gut auf sich aufpassen konnte, stieß bei Hayato demnach nicht auf sonderlich viel Reaktion. Zumindest wusste Hayato schon zuvor, dass das Koreaner Waffen besaß, wenigstens das war keine Überraschung. Mit einem entspannten Gesichtsausdruck sah er also zu dem Hellhaarigen und rollte grinsend mit den Augen. Taejin wusste, dass Hayato genug peinliche Kindheitsgeschichten kannte, um die Aussage des reichen Schönlings direkt zu widerlegen, aber das würde er vor den anderen nicht ansprechen. Das war für Momente, in denen sie gemeinsam in Erinnerungen schwelgten und erschrocken feststellten, wie alt sie geworden waren. Shin schien all das mit unglaublich viel Humor zu nehmen, jedenfalls wirkte er von all den Anwesenden am entspanntesten. Vielleicht weil es ihn nur aus beruflicher Sicht betraf oder aber es interessierte ihn schlicht und ergreifend nicht. Hayato mochte es nicht, wenn er aus Leuten nicht schlau wurde. Darum war er ungemein erleichtert, als sein bester Freund den Vorschlag machte, gemeinsam Essen zu gehen. "Das würde mich wirklich freuen. Es ist eindeutig zu lange her und nach all den Informationen brauch ich jetzt ein gutes Glas Hwayo 53 Soju." Er lächelte Taejin aufmunternd zu, dass alles in Ordnung war und er sich wirklich keine Sorgen machen musste. Seine Sicht auf Taejin hatte sich nicht geändert und er liebte diesen Kerl weiterhin abgöttisch. Als sich Chanyeol an Shin wandte, musste Hayato anfangen zu lachen. Schön, dass es nicht nur dem Hotelerben so ging. Natürlich erntete der arme Kerl den wohl finstersten Blick den er für seinen Bruder auf Lager hatte. Beschützend legte Hayato einen Arm um die Schulter des Jüngsten der Runde. "Nun schau nicht so böse, da kriegt man ja Angst. Chanyeol hat doch Recht." Der Auftragsmörder gluckste belustigend. "Ach, ist das so?", schnurrte er in einer zugegeben sehr verführerischen Tonlage. Na herrlich da hatte Taejin endlich jemanden gefunden, der bei all seinen Flirtereien mit einstieg. Nur wusste man bei dem Kerl absolut nicht, ob es nicht einfach nur professionelle Schauspielerei war. Hayato musste dringend mit Taejin reden. Er traute diesem Shin nicht über den Weg.
      "Schon gut. Ich muss noch ein paar Vorbereitungen treffen und ein paar Leute ´besuchen´." Sein Blick wanderte zu Taejin. "Ruf mich an, sobald ihr fertig seid." Lässig hob er die Hand und schlenderte genauso lautlos und geschmeidig aus dem Raum wie er zuvor aufgetaucht war. Erst nach Verlassen des Raumes wurde der amüsierte Blick des Auftragsmörders finster. Wurde Zeit an die Arbeit zu gehen.
      Hayato sah zu Taejin. "Du weißt, das wir über den Kerl reden müssen oder?"


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    • Taejin
      Bildete sich der Koreaner das nur ein oder verschwörten sich da gerade sein bester Freund und sein kleiner Bruder zusammen gegen ihn? Nun wäre definitiv nicht das erste Mal... Selbst in solch einer Situation mit neuen ungeahnten Gefahren konnten die beiden es immer noch nicht lassen Taejin zu ärgern und seine Beziehung zu Shin zu hinterfragen... und das obwohl Taejin doch selbst keinen Schimmer hatte was da gerade zwischen ihnen ablief. Wobei er durchaus bemerkt hatte, dass Shin releativ nonchalant mit jeglichen Andeutungen in der Richtung umging und es meistens nur mit einem grinsen oder einem schnurrenden Kommentar beiseite schob. Wahrscheinlich juckte ihn das alles kein bisschen und der reiche Chaebol und Kopf einer der größten Mafiaorganisationen Südkoreas zerbrach sich förmlich den Kopf wie ein Teenager, der auf Social Media seinen Beziehungsstatus regelmäßig von "Es ist kompliziert", "verknallt", "Single" und "Ich brauche niemanden" wechselt. Erbärmliche Gedanken, die Taejin nicht einmal vor Hayato äußern würde, da er sonst wahrscheinlich nie wieder von seinem besten Freund ernst genommen würde. Mal ehrlich... er war halt scharf auf Shin! Das gab er ja offen zu. War der Kerl sein Typ? Zu hundert Prozent. Empfand er diese Katzenaugen als heiß? Definitiv. War die schnurrende Stimme des Japaners zum niederknien? Leider ja. Machte es Shin noch zehn Mal attraktiver, dass er tausend verschiedene Varianten kannte jemanden zu foltern und umzubringen? Sollte es nicht, aber es hatte bereits die ein oder andere Fantasie in Taejin ausgelöst. Normalerweise war Taejin der Mann den man anhimmelte, nach dem sich egal ob Männer oder Frauen förmlich die Finger leckten, dementsprechend kannte es der Chaebol nicht von jemandem so fasziniert zu sein und sich von ihm so angezogen zu fühlen. Natürlich hatte er sich schon mit vielen attraktiven Menschen vergnügt, aber noch nie hatte zuvor jemand alle Eigenschaften an sich gehabt, die Taejin so zum anbeißen fand und zusätzlich sogar den Chaebol noch neue Vorlieben entdecken lassen, von denen er bisher nicht einmal wusste, dass er sie unfassbar scharf fand. Tja... irgendwann hatte es eben auch mal passieren müssen, dass er etwas nicht haben konnte, das er so sehr wollte. Und diese schwache Nacht und die Küsse hatten das ganze nicht einfacher gemacht. Taejin musste sich einfach so langsam wieder zusammenreißen. Er brauchte einen massiven Arschtritt und musste sich auf das wichtigste konzentrieren. So schnell sie endlich den Verrat und den Konflikt mit Virus beseitigten, könnte Taejin seiner eigenen Wege gehen und sich durch die sieben Weltmeere vögeln. Ernsthaft... vielleicht war es auch einfach viel zu lange her, seit er das letzte Mal Sex hatte. Insbesondere richtig guten...
      Er blickte Shin nach, als dieser sich mit den Worten, er hätte noch einiges zu tun, ausklinkte und den Raum verließ, ehe Hayato, Chanyeol und Taejin wieder mit dessen bewusstloser Mutter alleine im Raum waren. Schließlich leise seufzend blickte der Hellhaarige zu den anderen beiden und verdrehte die Augen, als Hayato anmerkte, dass sie definitiv über Shin reden müssten. Fast schon hoffte Taejin es würde sich nur auf den beruflichen Aspekt ihrer Beziehung beziehen, aber er war sich ziemlich sicher, dass das nicht der Fokus war.
      "Überspringen wir das Essen. Ich brauch Alkohol."
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    • ___ Hayato ___

      So einen Blick hatte Hayato bei seinem besten Freund noch nie gesehen und er kannte schließlich Seiten an dem Koreaner die keiner kannte, nicht einmal dessen geliebte Familie. Der Ausdruck in den Augen des Hellhaarigen als dieser Shin nachblickte war ziemlich eindeutig. Er schien ihn tatsächlich irgendwie zu mögen. Hayato war sich nicht sicher, ob es über sexuellem Interesse hinausging, da dies bei Taejin praktisch nie der Fall war und sich Hayato nicht erinnern konnte, das sein bester Freund überhaupt jemals eine richtige Beziehung geführt hatte oder eine die länger als einen Monat gehalten hatte. Er würde ihn ausquetschen und sein geliebter kleiner nicht blutsverwandter Bruder Chanyeol würde ihm dabei helfen. Hach, war er froh wieder in Korea zu sein. Hayato hatte es vermisst mit den beiden um die Häuser zu ziehen und gemeinsam Zeit zu verbringen. Natürlich war es jetzt doch etwas anders durch die Straßen von Seoul zu gehen als früher. Immerhin hatte er mit unschuldigen 15 Jahren nicht gewusst, dass der Chaebol praktisch das ganze Land zum Feind hatte. Nun das der Koreaner mit 15 Jahren schon nicht unschuldig war, war auch Hayato klar gewesen - nur nicht in diesem Ausmaß. Wie er auf 15 kam? Nun in diesem Alter hatte ihn der Kerl, welcher sich sein bester Freund schimpfte, das erste Mal mit Soju abgefüllt. Noch nie in seinem Leben hatte Hayato so einen schlimmen Kater gehabt. Soju war wirklich nicht die beste Wahl für seinen ersten Vollrausch. Er erinnerte sich noch daran wie ihn Tae von einer Straßenampel wegziehen musste, weil Hayato geglaubt hatte sie könne tanzen. Gut, sie hatte zu seiner Verteidigung getanzt, aber auch nur aus dem Grund weil der Japaner alles doppelt gesehen hatte. Wieso erlebte der perfekte Hayato nur all seine Peinlichkeiten immer mit Taejin? "Na dann, lasst uns gehen.", grinste der Hotelerbe zufrieden und hoffte, dass sie diesen Tag mit den viel zu vielen Informationen mit genug Alkohol hinter sich lassen konnten.

      Kurze Zeit später fanden sie sich in einer schicken Bar wieder, da Taejin fürs Erste heute nicht seinen eigenen Club aufsuchen wollte. Die Bar war natürlich für Normalsterbliche nicht betretbar und die Kosten waren astronomisch, zumindest aus der Sicht der meisten. Die goldfarbenen Ornamente an den Wänden, die sachte Musik im Hintergrund und der schwarze Marmorboden, welcher die Kronleuchter an den Decken perfekt spiegelte, strahlte dies nach Aussehen genauso aus. Vielleicht war dieser schicke Ort nicht gerade der perfekte Ort für eine solche Unterhaltung, aber da sie ihre eigene Lounge hatten und ungestört waren, platzte es aus Hayato förmlich heraus und man musste hierbei erwähnen, dass es sich bei dem Hotelerben nicht um einen neugierigen Menschen handelte.
      "Also, was ist das zwischen dir und Shin? Weißt du wie der Kerl überhaupt richtig heißt?"


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    • Taejin
      Kaum hatten sie die auserwählte Bar betreten, sich auf Taejins Namen einen etwas abgelegeneren Sitzplatz geben lassen, da wahrscheinlich jedes gehobenere Lokal Souls den Namen Hwang nicht nur kannte, sondern auch sehr wohl wusste, wer Taejin war und so musste der Erbe eigentlich nie warten oder vorher reservieren. Normalerweise bevorzugte er dennoch seine eigenen Lokale, allein weil er dort genau wusste, dass ihn immer mindestens zehn seiner Leute bewaffnet umgaben und er im Zweifelsfall nicht prüfen musste, ob das Essen oder die Getränke vergiftet oder mit Drogen versetzt waren... man würde tatsächlich staunen, wie oft Getränke solche ominösen Substanzen beinhalteten, insbesondere wenn ein anderer Gast versuchte ihn einzuladen. Doch Taejin hatte seine Methoden und nicht umsonst war seine Spezialität bereits seit Jahren seine Feinde mit diversen Giften auszuschalten. Er machte sich nicht oft die Hände schmutzig, aber wenn, dann eben mit Stil.
      Sie ließen sich in ihrer Lounge nieder und bestellten sehr untypisch für dieses gehobene Lokal schlichtweg Soju und Bier, was den Kellner bei Aufnahme der Bestellung zögerlich stocken ließ, ehe er vage nickte und verschwand. Wahrscheinlich hatte er von dem Hwang-Erben, dessen kleinen Bruder und dem internationalen Hotelerben dann doch eine teurere Bestellung erwartet.
      Es dauerte nicht lange, da kehrte der Kellner mit der gewünschten Bestellung zurück, ehe er sie erneut alleine ließ und Hayato diese Chance nun endlich nutzte, um die Fragen zu stellen, die ihn wohl zu quälen schienen. Konnte ihn Taejin nicht ganz verübeln.
      Der Hellhaarige schwieg vorerst, öffnete die erste Flasche Soju und goss zu allererst sich selbst einen Schluck ins Glas. Dann zückte er eine Art schwarzen Kugelschreiber ohne Miene, welchen er kurz hineintippte und ein kleines Lämpchen am Ende des Griffs aufleuchtete. Sehr gut. Kein Gift, keine Drogen...
      Dann goss er auch seinem besten Freund und seinem kleinen Bruder ein, hob das Glas und stürzte den ersten Schluck hinter.
      "Ich hab keinen Schimmer."
      Chanyeol blickte den Älteren verdutzt an. "Hast du keinen Background-Check gemacht? Ich dachte das ist das erste was du machst, wenn du jemand neu einstellst. Egal für welche... eh... Tätigkeit...", fügte Chanyeol schließlich zögerlich mit einem Blick zu Hayato hinzu. Zwar wusste Hayato jetzt Bescheid, dennoch musste er das noch mehr oder minder verarbeiten und da musste ihm keiner von beiden unter die Nase reiben, wie oft Taejin Attentäter oder Profi-Folterer für begrenzte Zeit einstellte.
      "Natürlich habe ich einen Background-Check gemacht... oder es zumindest versucht. Man findet absolut gar nichts über ihn. Weder wo er wohnt, noch seinen echten Namen, wie alt er ist oder ob er Familie hat... was ich in dem Beruf tatsächlich eher bezweifle. Die einzige Information, die ich herausfinden konnte, war seine verdammt hohe Erfolgsrate, dass er sich Shin oder "Reaper" nennt und dass er bereits seit Jahren im japanischen Untergrund tätig ist, aber stets alleine arbeitet. Er scheint sich nur temporär für viel Geld anstellen lassen und erfüllt immer seine Missionen... Dass er extrem heiß ist, hab ich allerdings auch erst bei unserem kleinen Bewerbungsgespräch erfahren.", seufzte der Blonde und exte sogleich ein weiteres Glas Soju.
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