❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

    • ___ Haru ___

      Sie beide waren sich unglaublich ähnlich was ihre Stichelleien anging und allgemein ihrer Art und Weise wie sie mit ihrer interessanten aktuellen Liebschaft umgehen. Trotz all ihrer untypisch für sie selbst romantischen Momente, konnten sie sich nicht nehmen lassen einander immer wieder zu ärgern. Man musste dazu sagen, dass der Biss dahinter nachgelassen hatte. Zu Beginn waren ihrer Streitereien ziemlich ernst gewesen und wer den anderen mehr beleidigen konnte hatte gewonnen, inzwischen war dies zu einem liebevollen Necken mutiert. Gerne würde Haruka ja sagen, dass es einfach an dem guten Sex lag, den sie beide nicht missen wollten, aber sich selbst zu belügen erschien ihm ungemein kindisch. Das zwischen ihnen war schon lange etwas anderes, auch wenn ihm dafür die Worte fehlten. Vielleicht brauchte auch nicht unbedingt alles Worte? Sie beide waren ohnehin mehr Männer der Tat. Haru grinste also seinen heimlichen Liebhaber an und lachte leicht, als dieser mit den Augen rollte und erhob sich von dem weichen Bett. Naoya war ebenfalls aufgestanden und hatte sich zu seinem Kleiderschrank begeben, auf der Suche nach den passenden Schlafklamotten für seinen aktuellen Gast. Irgendwie war der Gedanke schön dieses Mal etwas von dem Venom zu tragen. Etwas an dem der Duft von Naoya haftete und in das sich Haru einkuscheln konnte. Allein das er sich heute in dessen Bett schmiegen konnte...
      Er sollte dringend duschen.
      Als Naoya ihm dann eine schlichte Jogginghose reichte, aber dazu ein Shirt mit dem er nun wirklich nicht gerechnet hatte, hielt Haruka kurz inne. Natürlich schrie der Velvet in ihm, dass er kein Clanshirt eines anderen tragen sollte, aber sein gesunder Menschenverstand wusste auch, dass das hier einfach nur ein verfluchtes Shirt war. "Das machst du mit Absicht, oder?", entgegnete Haruka amüsiert und näherte sich dem anderen. Heute wohl in der Rolle von Naoya, der in der Regel mehr auf Konfrontation im Flirten aus war als Haru. "Macht dich wohl an mich darin zu sehen,mh?" grinsend nahm er ihm das Shirt ab und verließ mit den Sachen das Schlafzimmer des Venoms auf der Suche nach dem Badezimmer.


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    • Naoya
      Zugegeben es hätte in zwei Richtungen gehen können. Entweder Haru hätte bei dem Angebot des Venom T-Shirts mit starker Ablehnung reagiert und Naoya für verrückt erklärt, ihm überhaupt ein feindliches Gang-Shirt anzubieten... oder aber er reagierte so wie er es jetzt gerade tatsächlich tat: überraschend belustigt und nahm es ohne weitere Diskussionen, ohne dass Naoya ihm überhaupt etwas anderes hätte anbieten können. und so war Haru auch schon im Bad verschwunden. Naoya blickte ihm überrascht nach, ließ sich dann aber doch leicht lächelnd wieder auf dem Bett nieder. Wirklich... er genoss die Gegenwart und Gesellschaft von Haru. Der Velvet machte ihn zuweilen wirklich glücklich ohne viel dafür machen zu müssen. Meist reichte die bloße Anwesenheit des Velvets aus, damit Naoya sich schon ein wenig wohler fühlte und er musste auch gestehen, dass er den anderen zuweilen sogar vermisste, wenn sie nicht zusammen waren und sich außer in der Schule aufgrund von Naos Job wenig sahen. Würde er einem Außenstehenden das genau so schildern, würde dieser mit Sicherheit ganz klar identifizieren, weshalb Naoya für Haru so empfand und was es genau war, was er für ihn fühlte... Aber eher würde die Hölle einfrieren als dass Naoya sich einem Außenstehenden diesbezüglich anvertrauen würde und er gewisse Dinge eingestehen müsste. Stattdessen zwang sich Naoya sich zusammenzureißen, und machte sich dann daran für Haru ein neues Kissen und eine neue Decke zu beziehen, ehe er sich selbst ein schwarzes Tanktop und eine hellgraue locker sitzende Hose zum Schlafen heraussuchte und nur darauf wartete, dass der Velvet zurückkehrte, damit er selbst ins Bad verschwinden und sich fürs Bett fertig machen könnte. Freute er sich dabei ein klein wenig Haru in seinem alten Venom Shirt zu sehen? Definitiv. Deswegen wartete er auch mit seiner aktivierten Handykamera in der Hand auf die Rückkehr des Velvets, damit er direkt von ihm im Venom Shirt ein Foto machen konnte. Vielleicht als Erpressung? Vielleicht auch als kleine Aufmunterung für schlechte Tage... Oder als Hintergrund.
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    • ___ Haru ___

      Nachdem Haru zunächst einmal in das falsche Zimmer gelaufen war und von einem Besen in der Abstellkammer begrüßt wurde, hatte er das Badezimmer gefunden. Es war klein, aber liebevoll eingerichtet und es gab kuschelige Handtücher in allen möglichen Farben. Als der Velvet die Tür hinter sich abschloss, hob er noch einmal das Shirt vor sich. Hätte ihm Naoya vor ein paar Wochen dieses Oberteil gegeben, hätte er es ihm wahrscheinlich kurzerhand fluchend ins Gesicht gepfeffert, aber zwischen ihnen war einiges anders geworden. Er sah sich nicht mehr in seiner Rolle als Anführer gefährdet und schon gar nicht wegen eines Shirts. Er glaubte sogar, dass er Naoya damit glücklich machen konnte und sein Herz machte einen verräterischen Hüpfer, war ihm so gar nicht in den Kramm passte. Seufzend schüttelte er den Kopf und pellte sich aus seiner Kleidung ehe er unter die Dusche stieg. Hoffentlich war es in Ordnung, wenn er sich an Shampoo und Duschgel bediente. Er wusste inzwischen welche Düfte sein heimlicher Liebhaber bevorzugte, also war es nicht schwer herauszufinden welche Dinge dort ihm gehörten. Zielsicher griff er also nach besagten Utensilien, schloss einen Moment die Augen und fühlte sich in dem Duft, welchen sonst Naoya umgab eingewickelt. Ihn beruhigte der Duft des anderen ungemein und leider Gottes wann immer er das Parfüm des anderen roch, wollte er an seiner Seite sein und gewisse Dinge mit ihn anstellen. Haruka versuchte nicht zu fluchen, schließlich war er hier nicht zuhause aber er wusch sich schnell das Gesicht, damit er nicht weiter so einen Müll dachte. Das Naoya so verstärkt in seinen Gedanken und nicht nur mit seinem Kopf, sondern auch seinem Körper gewisse Dinge anstellte machte ihn teilweise rasend. Er wollte nicht, dass der Venom so eine Macht über ihn hatte, dass machte sein Ego nicht mit. Andererseits fühlte er sich so zu dem anderen hingezogen, dass er sehr peinliche Träume hatte, wenn der andere nicht da war. Es war ein Trauerspiel!
      Als Haruka mit dem Duschen fertig war, schlüpfte er in das geliehene T-Shirt und blickte in den beschlagenen Spiegel, den er erst mit seinem Handtuch vom Dunst befreien musste. Es stand ihm....
      Er musste Naoya unbedingt einmal seine rote Lederjacke anziehen, irgendwie fühlte er sich gerade ein wenig besiegt von dem anderen und für jemanden wie Haruka war das ein furchtbares Gefühl. Mit noch leicht feuchten Haaren, da er sie nur angetrocknet hatte und besagten geliehenen Klamotten, machte er sich auf den Weg zurück in das Zimmer seines Gastgebers. Dieses Mal ohne vorherigen Besuch in der Besenkammer. Das er aber direkt fotografiert wurde, damit hatte er ehrlich gesagt nicht gerechnet, verfluchte sich aber für seine eigene Unaufmerksamkeit.
      "Ich hasse dich..."


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    • Naoya
      Ein Grinsen umspielte seine Lippen, als Haru wieder eintrat und realisierte, dass Naoya gerade von ihm ein Foto mit einem Venom T-Shirt gemacht hatte. Die anschließende Hassbekundung brachte Naoya nur noch mehr zum Lachen und so legte der Venom sein Handy wieder beiseite. "Was hast du erwartet? Als ob du nicht das gleiche getan hättest." Er zwinkerte dem Velvet zu und erhob sich dann vom Bett nur um näher an Haru heranzutreten und ihn genauer zu betrachten. Es sollte Naoya bei weitem nicht so anturnen, doch die Kombination aus seinen Klamotten, und seinem Shampoogeruch an Haru, sowie dem feuchten Haar begeisterte den Venom Anführer deutlich mehr, als er gedacht hätte.
      "Steht dir wirklich gut.", schnurrte der Venom zufrieden, während er spielerisch eine Hand über das T-Shirt gleiten ließ, und dabei fast schon den Oberkörper des Velvets streichelte, bis er den Saum erreichte und diesen leicht anhob, um Haru über seinen nackten Bauch zu streicheln. Kurz gab er diesem Verlangen nach, ehe er dann doch seine Hand wieder zurückzog und schließlich einen Schritt zurücktrat. "Ich geh duschen und dann können wir schlafen gehen. Es war ein langer Tag...", murmelte der Brünette mehr um sich selbst wieder auf die richtige Bahn zu lenken und verließ darauf kurzerhand das Zimmer, um selbst duschen zu gehen. Seine Dusche war allem voran Kalt um sich von gewissen Gedanken wieder abzukühlen und sich einmal mehr bewusst zu machen, dass er hier mit seinen Geschwistern zuhause war. Erst als er komplett geduscht und wieder ausreichend abgekühlt war, kehrte er in seinen sehr simplen Schlafklamotten wieder. Haru hier in seinem Zimmer so zu sehen, löste leider erneut gewisse Fantasien aus und so dumm die Idee auch war, plötzlich hatte der Venom den Wunsch es mit Haru hier zu tun, wenn niemand aus seiner Familie zuhause war. Blöderweise war das so gut wie nie der Fall, also war das nicht sehr realistisch. Dann lieber Harus Apartment, oder gewisse Räumlichkeiten im Hauptquartier... oder leere Klassenzimmer in der Schule...
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    • ___ Haru ___

      Das Problem an der Sache war, dass Naoya Recht hatte mit seiner Aussage. Er hätte nichts anderes getan, wäre es der Venom der etwas von ihm trug, was der Velvetgang entsprach, aber das sprach der Dunkelhaarige nicht aus. Stattdessen blickte er ihn finster an. "Wenn dieses Foto jemals jemand sieht, bring ich dich um." Warum er ihm nicht sagte, dass er es sofort löschen sollte, wusste Haruka allerdings selbst nicht so ganz. Vielleicht weil eine kleine Stimme in ihm selbst ein Foto des anderen auf seinem Handy haben wollte? Oder vielleicht weil er irgendwie hoffte, dass dieses Foto etwas in dem Venom auslöste? Es war zum verrückt werden und Haruka hasste dieses Gefühl, denn er fühlte sich restlos besiegt von seinen eigenen Emotionen. Er hatte dieses unbändige Verlangen nach Naoya, dass sich natürlich auch auf Sex bezog aber inzwischen schon solche Richtungen annahm und er wusste nicht so recht, ob ihm das Angst machte. Nicht das Haru vor irgendetwas Angst hatte. Er war furchtlos! Der Blick in den Augen des anderen allerdings stimmte ihn schnell milde, denn es lag ein Glanz in den Augen von Naoya, den der Velvet ziemlich genau deuten konnte: Verlangen. Gefiel er ihm in diesem Shirt wirklich so gut? Er hatte Naoya unbewusst verführerisch angesehen, während der Geruch des Venoms überall an ihm haftete. Scheiße, er wollte Naoya gerade so sehr, aber so ein Arsch war er auch wieder nicht. Immerhin war hier die Familie des Venoms anwesend und das musste nun echt nicht sein. Allerdings ein bisschen ärgern konnte er Naoya ja oder? Schließlich neckte ihn dieser auch konstant. Als Naoya auf ihn zugeschritten war und an ihm entlang strich, ließ ihn Haru gewähren, neigte seinen kopf leicht zur Seite und sah dem anderen spielerisch in die Augen. Ein Grinsen umspielte seine Lippen allerdings als Naoya sich so schnell von ihm zurückzog, aber da er ihn doch ein wenig ärgern wollte - stand ihm schließlich zu! - zog er Naoya nochmal kurz zu sich zurück, bevor dieser den Raum verlassen konnte. Er schlang die Arme um den Nacken des Venoms und hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen, ehe er ihm in die Augen sah und seinen Körper etwas mehr an ihn drückte. "Ich werde auf dich warten.", schnurrte er ihm zu, ließ dann aber frech grinsend von ihm ab. Als Naoya so fluchtartig den Raum verließ konnte sich Haru ein Lachen nicht verkneifen und nahm sich die Freiheit heraus sich auf das Bett des anderen zu legen. Verflucht hier roch einfach alles nach dem Venom. Wenn ihm jemand sagen würde, das es ziemlich verknallt wirkte wie er sein Gesicht nun an das Kissen schmiegte, würde er denjenigen dafür töten. Es lag einzig und allein an diesem tollen Parfüm - ganz sicher!


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    • Naoya
      Er weigerte sich einzusehen, dass er sich ganz offensichtlich wie ein total verknallter Teenager verhielt. Sein Kopf wusste, dass das nicht der Wahrheit entsprechen durfte, wenngleich sein Herz da ganz anderer Meinung war. Und sein Kopf und sein Herz hatten sich noch nie in seinem gesamten Leben so sehr widersprochen, wie jetzt wenn es um Haru ging. Normalerweise war Naoya jemand, der sich stets nach seinem Herz richtete und seine Entscheidungen eher mithilfe seiner Emotionen trifft, als mit Logik und Verstand. Aber dies war ein Punkt, da musste er selbst innehalten und stark hinterfragen inwieweit er seinen Gefühlen trauen konnte und inwiefern diese aktuell dadurch beeinflusst werden, dass er ein notgeiler Teenager ist, der natürlich Sex liebt und einen Partner gefunden hat mit dem der Sex richtig gut und nie langweilig war. Manchmal wünschte er sich durchaus jemanden, dem er sich mit solchen Anliegen anvertrauen konnte. Jemand, dem er all das schildern konnte, der ihm anschließend sagte, ob er seinem Herzen oder seinem Kopf folgen sollte, doch seine Venoms standen außer Frage, da diese zu voreingenommen waren und seine Geschwister würde er aus der Thematik heraushalten... weil sie eben genau das waren: seine kleinen Geschwister, die er beschützen wollte. Hatte er sonst noch jemanden? Nein... niemanden außer eben Haru...
      Als Naoya wieder in das Zimmer zurückkehrte, lag Haru in seinem Bett, eingekuschelt und unfassbar... heiß... Also zumindest empfand Naoya den Anblick als einen der attraktivsten, die er bisher gesehen hatte. Wortlos gab der dumme Teenager einmal mehr seinen Trieben als seinem Verstand nach und so kletterte der Venom Anführer kurzerhand auf Haru, hielt seine Handgelenke fest und begann den Hals des anderen mit Küssen und kleinen spielerischen Bissen zu übersäen. Was er jetzt nicht alles mit ihm anstellen wollte...
      Es war wirklich ein Fehler gewesen Haru einzuladen hier zu übernachten. Naoya hatte in dem Moment definitiv auf eine Selbstbeherrschung plädiert, die er schlichtweg nicht besaß.
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    • ___ Haru ___

      Er war froh, dass er hier war. Haru musste zugeben, dass die Abende ohne Naoya verflucht einsam waren. Nicht alleine, er hatte schließlich wundervolle Freunde, aber einsam. Natürlich besaß er ein schickes Apartment und konnte sich nicht beklagen was seine Finanzen angingen, aber in Wahrheit war er einsam. Er liebte seine Velvets abgöttisch, aber Haru war noch nie der Typ gewesen, der anderen von seinen Sorgen berichtete, nicht einmal Keisuke. Als er jünger war hatte er sich Hiroto anvertraut, aber nachdem dieser weg war und nun er die Leitung hatte, konnte er das nicht mehr. Ein Anführer hat in seinen Augen stark zu sein. Stark, stolz und unbesiegbar, wie es eben Hiroto für Haruka war. Er musste in seine Fußstapfen treten und da gehörte es nicht dazu, dass er vor den anderen Schwäche zeigte. Dieses Gefühl der Einsamkeit hatte ihn erst verlassen, als Naoya auf diese Art in sein Leben getreten war. Wenn der Venom bei ihm war fühlte er sich geborgen. Er konnte sogar vernünftig schlafen und auch wenn er zu Beginn immer das Gefühl hatte sich vor dem anderen beweisen zu müssen, hatte dieses Empfinden nachgelassen, als er Naoyas verletzliche Seite gesehen hatte. Als sich Naoya als erster erlaubt hatte vor ihm einzuknicken, war dieses schwere Gefühl in Haru plötzlich verschwunden. All dieser Druck ständig den Anforderungen von allen gerecht zu werden, war verschwunden. Merkwürdigerweise war er ja von Zuhause abgehauen, um diesem Druck zu entfliehen, kaum war er Anführer der Velvets war eine andere Form von Druck wieder auf ihn geladen worden. Nicht das er es bereute! Er wollte Anführer dieser fantastischen Leute sein und er bereute keine Sekunde davon, aber erst mit Naoya hatte er zur Ruhe gefunden. Nicht das sie beide ruhige Charaktere wären. Sie waren wahrscheinlich das chaotischte Gespann überhaupt. Sie stritten sich weiterhin konstant, neckten sich und gingen sich gegenseitig an die Gurgel, wann immer sie unterschiedlicher Meinung waren, aber es hatte etwas sanftes angenommen. Ein Gefühl, welches Haruka konstant vermisste, wenn Naoya nicht bei ihm war. Wenn dieser Kerl nicht an seiner Seite schlief, wünschte sich der Velvet er wäre bei ihm. Er dachte öfter an diesen Typen als ihm lieb war und wenn er an seiner Seite war fühlte er sich plötzlich so geborgen. Genau wie in diesem Moment. Haru hatte sich in das Bett des anderen gekuschelt und sein Gesicht an das Kissen des Velvets geschmiegt, als sei es sein größter Schatz. Einfach nur um diese Nähe zu spüren. Verflucht nochmal, er wusste genau was dieses Gefühl bedeutete...aber er weigerte sich konstant dem nachzugeben.
      Als er die Tür aufgehen hörte, drehte er den Kopf zu Naoya und sah zu ihm nach oben. Der Venom schwieg, steuerte aber konsequent auf ihn zu und platzierte sich plötzlich auf ihn. Harukas Gesicht umspielte ein attraktives und neckisches Grinsen als Naoya seine Handgelenke geschnappt und festgehalten hatte. Als Naoya spielerisch in seinen Hals biss, keuchte er leise.


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    • Naoya
      Das war definitiv das erste und letzte Mal, dass der Venom Haru zum Übernachten bei sich einlud. Als er die EInladung ausgesprochen hatte, war die Stimmung nicht wirklich heiß mit den vorherigen Problemen bezüglich seiner beiden Schwestern und dem aufgewühlten Abendessen... aber mittlerweile war das anders. So ungerne Naoya es auch zugab, er wurde mittlerweile immer öfter in der Gegenwart des Velvets schwach... was bedeutete, dass Haru beängstigend viel Macht über den Anführer der Venoms hatte. Weitaus mehr, als es in ihrer Situation der Fall sein sollte. Der Venom in ihm schrie förmlich danach sich gegen diese Macht zu wehren und seine Dominanz zu zeigen, doch der dumme Teenager in ihm, der einen weitaus größeren Teil von ihm ausmachte, gierte danach seinen Trieben nachzugeben und sich den Mann einfach zu nehmen. Dieser Mann, der ihn in letzter Zeit immer öfter wahrlich verrückt machte. Und auch in diesem Moment gewann der Teenager bei weiten über den rationalen Venom Anführer. Vielleicht war das ein Beweis, dass Naoya ein schlechter Anführer war... Wenn seine Venoms davon wüssten... sie würden ihm definitiv den Rücken zu drehen und gehen.
      "Es ist absolut unfair...", murmelte Naoya an Harus Hals, während er ihm weitere Küsse und kleine spielerische Bisse verpasste, die dem Anführer der Velvets das ein oder andere heiße Keuchen entlockte. Wie Naoya dieses Keuchen liebte... es machte ihn glücklich Haru diese Laute zu entlocken und zu wissen, dass es den anderen absolut nicht kalt ließ.
      "Es ist unfair, dass du einfach immer zum anbeißen aussiehst. Du könntest wahrscheinlich einen Müllsack tragen und würdest immer noch attraktiv aussehen.", vervollständigte Naoya schließlich seine Ausführung von zuvor und löste sich leise lachend von Harus Hals, um ihm einen sanften Kuss auf die Lippen zu hauchen.
      "Halt mich auf. Sag mir, dass wir das hier nicht dürfen. Plädiere bitte an meine Vernunft... ich schaffe das gerade selbst einfach nicht." Man könnte fast meinen Naoya schmollte ein wenig, während er kleine Küsse auf Haru Wangen hauchte und sich dabei einredete, dass er gefälligst aufhören musste.
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    • ___ Haru ___

      Es war ein Triumph für Haruka, dass Naoya so sehr auf ihn reagierte. Es freute ihn mehr als es sollte, dass er eine solche Wirkung auf den anderen hatten und das er ihn sogar verführen und schwach machen konnte. Nicht weil es um Genugtuung ging, das war vielleicht am Anfang so, inzwischen wollte der Velvet von dem anderen begehrt werden und er wollte nicht der einzige sein, der glaubte bei dem jeweils anderen schwach zu werden. Er dachte so oft an Naoya, dass es ihn förmlich rasend machte und sein Stolz ließ es einfach nicht zu, dass er der einzige war der in dieser Beziehung offenbar einknickte. Sie wollten es oberflächlich halten und Haruka erwischte sich viel zu oft dabei, wie er das nicht wollte, dass er der einzige für Naoya sein wollte und er hatte Angst, dass es nur ihm dabei so erging. Irgendwie war es einfach erleichternd, dass es Naoya nicht kalt ließ, wenn er bei ihm war und er ihn so um den Finger wickeln konnte, auch wenn es vielleicht nur im sexuellen Sinne war. Die Vorstellung der Venom vögelte jemand anderen behagte ihm irgendwie nicht ...
      Zufrieden drückte sich der Anführer der Velvets ein wenig mehr an den anderen und grinste zufrieden, als dieser seinen Hals küsste und während den kleinen Bissen etwas vor sich hin murmelte.
      Die Worte des Dunkelhaarigen ließen sein Herz verräterisch schneller vor Freude hüpfen. Er grinste leicht als sich Naoya von ihm löste, musste dann aber ebenfalls leise lachen und erwiderte freudig den sanften Kuss.
      "Mhhh, Vernunft ist nicht meine Stärke.", säuselte der Velvet in einem spielerischen Singsang-Ton. "Und .....wenn ich verspreche, dass ich ganz leise bin?" Seine Hände waren zwar noch im Griff des anderen, aber nicht seine Beine, weshalb er diese einfach um die Hüfte des anderen schlang. Sein Blick ruhte eine Weile auf dem schönen Gesicht des Venoms, ehe er leicht seufzte. "Aber...wenn du das gerade wirklich nicht hier möchtest, dann verstehe ich das und höre auf dich zu ärgern."
      Er glaubte selbst kaum was er da sagte, aber dieser Mistkerl und dessen Meinung war ihm leider viel zu wichtig geworden....


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    • Naoya
      Das war nicht gut. Ganz und gar nicht gut. Naoya hatte ernsthaft gehofft Haru würde ihm jetzt direkt hier sagen, sie müssten aufhören. Stattdessen deutete der Velvet eher an, dass er selbst nicht so viel Selbstbeherrschung hatte und schlug stattdessen vor, dass sie einfach nur leise sein mussten. Haru war absolut kein guter Einfluss, aber Naoya war ja nicht besser. Würden seine Geschwister das mitbekommen, müsse er sich ganz offiziell begraben gehen... Allerdings konnte der Venom auch nicht behaupten, dass sein Körper aktuell Entscheidungen mit seinem Gehirn fällte. Ganz im Gegenteil. Viel mehr kümmerte sich ein südlicheres Körperteil bei ihm aktuell vielmehr um die Entscheidungsfindung. "Du wirst mein Untergang sein, weißt du das?", seufzte Naoya schließlich und löste sich von Haru um vom Bett aufzustehen, wobei er sich gleichzeitig sein Schlafoberteil auszog und es in eine Ecke des Zimmers warf. Sein Weg führte ihn zuerst zu seiner Zimmertür, die er sicherheitshalber abschloss und anschließend zu seiner Musikanlage, die er anschaltete und in mittlerer Lautstärke Rockmusik abspielen ließ. Lauter würde er es nicht machen, um nicht seine Geschwister zu sehr zu stören... und um auch kein Misstrauen zu erwecken. Noch ein kurzer Blick zu seinem Kleiderschrank und er schnappte sich ein Bandana, welches er eigentlich ohnehin nie trug, ehe er sich wieder dem Bett näherte.
      "Sollte ich zu laut werden, darfst du mir den Mund zuhalten oder mir den Mund verbinden." Bei letzterem deutete er auf das Bandana in seiner Hand, ehe er dieses auf den Nachttisch am Bett legte und schließlich wieder auf den Velvet kletterte und sich auf dem Schoß des anderen positionierte. Er selbst war definitiv erregt und Naoya meinte sehr deutlich durch die Jogginghose auch Haru spüren zu können, was dem Venom einmal mehr Genugtuung gab. Wirklich... er liebte es unfassbar diesen Effekt auf Haru zu haben. Er wollte in den Augen des anderen immer begehrenswert sein... er wollte, dass Haru wirklich nur Augen für Naoya hatte, so dumm das eben auch war... Er wollte seinen Besitzanspruch an Haru geltend machen und ebenso, dass der Velvet besitzergreifend ihm gegenüber war. Er wollte Seiten von Haru sehen, die niemand sonst kannte und ihm sich ebenso öffnen, wie er es bei niemand anderem tat. Er wollte sein sicherer Hafen sein und Haru genau das gleiche bieten. Er wollte Haru beschützen, für ihn da sein und alles dafür tun, dass der andere glücklich war.
      ...
      Scheiße...
      Er wollte Haru.
      Nicht nur körperlich.
      Er wollte ihn komplett.
      Allem voran sein Herz.
      ...
      Das war eine Erkenntnis, die jetzt gerade nicht ganz so beängstigend wirkte, da Naoyas Körper sich gerade für wichtigere DInge interessierte: allem voran den anderen in sich spüren zu wollen.
      Aber diese Erkenntnis würde definitiv noch nachsetzen... nicht jetzt, vielleicht nach dem Sex, wenn sie schlafen wollten oder am nächsten Morgen, wenn Haru fort war... so oder so... die Panik würde noch einsetzen.
      ღ For my adorable Shadowhunter ღ
    • ___ Haru ___

      Natürlich sollte Haruka seinen heimlichen Liebhaber nicht so necken, vor allem nicht in dessen eigenen vier Wänden und wenn er das nicht vor seinen Geschwistern wollte. Der Velvet verstand das, aber er wollte all diese Emotionen aus dem anderen herauskitzeln. Er wollte wissen, welche Reaktionen er in Naoya auslösen konnte. Haruka wollte von ihm begehrt werden und er würde höchstwahrscheinlich jeden anderen erschlagen, den Naoya neben ihm attraktiv fand. Scheiße war er etwa so eine eifersüchtige Type? Vor allem machte er gerade gedanklich einen Anspruch auf den Venom geltend, der ihm gar nicht zustand...allerdings war Haruka einfach ein zu großer Egoist, um sich zu fragen, ob ihm das zustand oder nicht. Er betrachtete Naoya einen Moment, während er seine Beine um ihn geschlungen hatte. Der Anführer der Velvet liebte diesen Blick in den Augen des anderen, die ihm so offen zeigte, dass er ihn begehrte und wollte. Sein Körper sprach ähnliche Bände, nicht das es Haruka da anders gehen würde und ehrlich gesagt war er doch sehr froh, dass Naoya nicht so resistent war. Er wollte den anderen gerade wirklich...
      Haru hatte es mit Vernunft noch nie wirklich gehabt, aber Naoya war nicht viel besser und gemeinsam gaben sie ein echtes Chaospaar ab, aber Haruka liebte es. "Dein Untergang,mh?", schnurrte der Velvet und blickte Naoya etwas fragend nach, als dieser sich von ihm erhob. War er zu weit gegangen? Allerdings flog das Oberteil seines Gastgebers fast in einem perfekten 90 Grad Winkel auf den Boden, was ihn beruhigte und die Tür wurde ebenfalls abgeschlossen. Haruka und Naoya hatten nicht viele Gemeinsamkeiten was ihren Geschmack anging, aber glücklicherweise war Musik eine Gemeinsamkeit und der gewählte Song passte erschreckend gut zu ihnen.
      Als Naoya allerdings mit dem Bandana zurückkehrte, hob Haru skeptisch eine Augenbraue. "Noch so einen interessanten Kink hast du da Süßer." Okay, das mit dem Necken konnte er einfach nicht lassen. Als dieser aber wieder auf ihm saß, zog ihn Haruka erst einmal zu sich nach unten um ihn leidenschaftlich zu küssen.


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    • Naoya
      Vernunft hatten sie beide nicht wirklich und das war vielleicht auch das Problem an der ganzen Situation. Naoya hatte dem Vorschlag von Haru sehr schnell nachgegeben, dass sie ja lediglich leiser sein müssten. Haru verleitete ihn wirklich zu unmöglichen Dingen... und Naoya bereute es ja nicht einmal. Ganz im Gegenteil, es freute ihn ein klein wenig, dass Harus Verlangen nach dem Venom wohl so groß war, dass er selbst jetzt nicht einfach so aufhören konnte... und wollte. Naoya hatte also Musik angemacht, das Zimmer abgeschlossen und sogar sicherheitshalber als Plan B ein Bandana bereit gelegt, was natürlich einen spitzen Kommentar von Haru zur Folge hatte und Naoya mit einem gespielt genervten Blick konterte. "Ich geb dir gleich 'Kink'", murrte der Venom daraufhin, setzte sich aber kurzerhand wieder auf den Velvet Anführer und küsste ihn erneut leidenschaftlich. Die Erfahrung hatte definitiv bereits gezeigt, dass Haru und Naoya definitiv auch dieses Mal wieder fantastischen Sex haben würden. Mal ehrlich, seit sie das erste Mal betrunken miteinander geschlafen hatten war nie einer von ihnen davon unbefriedigt gewesen. Ganz im Gegenteil. Sonst hätten die beiden einstigen Rivalen sicher nicht diese sexuelle Beziehung fortgesetzt, obwohl eigentlich alles dagegen sprach. Und jetzt hatte Naoya doch tatsächlich ernsthafte Gefühle für seinen ehemaligen Rivalen und Erzfeind Nummer eins entwickelt. Das war wohl diese 'Enemys to Lovers' Sache, von der Amari ihm in Dramen immer so schwärmte. Bisher war Naoya der Ansicht gewesen, dass das im realen Leben sehr unwahrscheinlich war, aber unwahrscheinlich hieß nicht, dass es nie passieren könnte. Würde er aber mit Haru so schnell über seine Gefühle reden? Definitiv nicht... Die Angst abgewiesen, ausgelacht oder verhöhnt zu werden war viel zu groß, besonders weil Naoya einen gewissen Stolz hatte und wusste, würde er Haru dies sagen, würde das alles zwischen ihnen beiden ändern, egal wie Haru reagierte. Könnte Naoya damit klarkommen, wenn Haru ihn abwies und klarstellte, dass das hier rein körperlich war und er kein weiteres Interesse an dem Venom hatte? Potentiell nicht...
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    • ___ Hayato ___

      Viele große Worte würden zutreffen, wenn man Hayato beschreiben müsste, eines war ihm aber ausgesprochen wichtig: Loyalität. Als Mann der Tat war der Hotelerbe niemand der Kompromisse einging, wenn diese in seinem Nachteil waren und wenn er etwas wollte, dann holte er sich das auch. Sei es im Beruf, in der Liebe oder in der Freundschaft. Nun wenn man ehrlich sein wollte, war es ja Jun der ihn um den Finger gewickelt hatte, aber das war ein anderes Kapitel und sollte nicht das unterstreichen, weshalb der Blauhaarige aktuell seinen schwarzen Koffer über die Fahrtplanke zu seinem Privatflugzeug ansteuerte. Sein bester Freund Taejin hatte es tatsächlich gewagt all seine Anrufe zu ignorieren und sich eine Woche lang nicht zu melden, was einen Perfektionisten wie Hayato fast in den Wahnsinn getrieben hatte. Nicht weil er einem Kontrollzwang unterlag, sondern weil er krank vor Sorge um diesen Idioten war. Der Hotelerbe war alles andere als dumm und auch wenn sie nie über den Berufszweig von Taejin gesprochen hatten, konnte er eins und eins zusammen zählen. Das Business indem sich seine platonische Liebe befand war alles andere als ungefährlich und wenn er nichts von ihm hörte und sei es eins von ihren tausend Selfies, machte sich Hayato Gedanken, zumal das absolut nicht die Art des Koreaners war.
      Da Hayato niemand war der einfach ohne eine Erklärung abrauschte, schon gar nicht nach solch einer perfekten Nacht mit Jun, hatte er seinem Liebsten erklärt, dass er sich große Sorgen um Taejin machte und zu diesem nach Korea fliegen würde. Sein Vater war ebenfalls informiert. Da Hayato gefühlt nie Urlaub nahm, war das ganze Hotel in großem Aufruhr gewesen, was aber ein böser Blick von Bethany unterbinden konnte. In den fähigen Händen der Frau konnte der Blauhaarige also ohne Angst haben zu müssen der Laden würde in seiner Abwesenheit abbrennen in das Land der ausgefallenen Popmusik reisen.
      Jun hatte er zuvor 100 mal versichert, dass er bald wieder bei ihm sei, er ihm ebenso viele Geschenke wie Liebesbekundungen mitbringen würde und das er ihn so sehr liebte, dass er ihm sogar Sherazade und seinen Wohnungsschlüssel anvertraute.
      Eigentlich ein absolutes Unding für jemanden so rationalen wie Hayato, aber er war wirklich so über beide Ohren verliebt, das er wohl jeglichen Sinn für Vernunft, wenn es um Jun ging beim shoppen für den anderen verloren hatte. Allerdings bezweifelte er stark, dass er sich bei Jun Sorgen machen musste, wenn dieser in seine Wohnung konnte. Außerdem er war Hayato Sakurai und niemand wollte ihn zum Feind.
      Gesagt getan hatte er sich also alles Wichtige in den Koffer gepackt und war seine Reise nach Korea angetreten, um seinem besten Freund erst mal gehörig in den Arsch zu treten.


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    • Taejin
      Der Hwang-Erbe saß am Krankenhausbett seiner Mutter, welche noch immer nicht ihr Bewusstsein erlangt hatte und ihre Söhne damit nur umso mehr sorgte. Sein kleiner Bruder lag zusammengerollt mit einem Buch in der Hand auf dem nahegelegenen Sofa und war vor einiger Zeit eingeschlafen. Chanyeol hatte bei seinem Trainer eine Auszeit beantragt und seitdem nur Zeit im Krankenhaus verbracht. Taejin jatte mehrfach versucht ihn zu überzeugen, sich zumindest ein Hotel in der Nähe zu suchen, doch der Jüngste Hwang-Erbe hatte sich lediglich strikt geweigert und darauf beharrt seine Mutter nicht verlassen zu wollen, für den Fall dass erneut ein Anschlag auf sie stattfinden würde. Daraufhin hatte Taejin die Wachen verdreifacht und seine Mutter in das luxuriöseste Zimmer verlegen lassen, wo Chanyeol ebenfalls ein Bett, Verpflegung und eine schöne Aussicht hatte. Er selbst besuchte das Zimmer mehrfach täglich, schlief allerdings außerhalb. Selbst wenn der Anschlag nicht gezielt auf ihn gerichtet war, wusste Taejin, dass er wahrscheinlich das eigentliche Ziel war und dieser Anschlag nur dazu dienen sollte ihn hierher zu locken. Mission erfolgreich. Und nun erwartete Taejin jeden Tag, jede Stunde, jede Minute... dass man sich ihm widmen würde... und vielleicht hoffte er das auch. Es zeriss ihm das Herz zu sehen, wie seine Familie verletzt wurde, während er doch eigentlich das Ziel jeglichen Hasses sein sollte. Wenn er die Menschen, die er liebte, dadurch beschützen konnte, dass er sich von ihnen fernhielt, dann war das halt so. Gott sei Dank war zumindest Hayato sicher und behütet daheim in Tokyo und er würde sich nicht um seine Sicherheit Sorgen machen müssen...
      Taejins Handy klingelte. Ein kurzer Blick auf das Display verriet ihm, dass Kean anrief, weshalb er auch relativ unbekümmert heranging, sich aber von seinem Stuhl erhob und das Krankenzimmer verließ, um seinen kleinen Bruder nicht zu wecken.
      "Was gibt es? Schon irgendwelche Neuigkeiten?", erkundigte sich Taejin, während er instinktiv die Wachen im Flur vor dem Zimmer zählte und zufrieden feststellte, dass die sechs großgewachsenen Männer sich nicht vom Fleck bewegt hatten.
      "Mr. Sakurai ist soeben am Flughaben von Seoul gelandet.", ertönte die Stimme vom anderen Ende mit einer gewissen Anspannung und augenblicklich war Taejin hellwach und alles andere als begeistert. "Was? Nein... verdammt. Der Idiot... ich bin auf dem Weg..."
      Innerlich fluchend legte Taejin auf, suchte kurz Blickkontakt zu Shin, ehe er angespannt Hayatos Nummer wählte und realisierte, dass dessen Handy vom Flug wohl immer noch aus war. "Verdammte scheiße..." Er musste also schnellstmöglich Hayato vorm Flughafen abfangen, damit dieser bloß nicht zum Anwesen fuhr, geschweige denn sich irgendwie anders in das Hwang Machtgebiet begab und sich damit ein Zielkreuz auf die Stirn setzte.
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    • ___ Shin ___

      Die letzten Tage waren angespannt gewesen, was in Anbetracht der Situation verständlich war und auch Shin in höchste Alarmbereitschaft versetzte. Ihm war das Bild seines weinenden Auftraggebers immer noch so lebhaft vor Augen, dass er sich fragte, weshalb ihn das so beschäftigte. Taejin war nicht der erste Untergrundboss der vor ihm weinte, auch wenn normalerweise der Auftragsmörder Schuld für die Tränen war. Das er jetzt allerdings in der Position des Trösters war, ja vielleicht war es das was ihn so irritierte, darin hatte er schließlich keinerlei Erfahrung. Er war nicht dafür gedacht als Bodyguard zu fungieren und schon gar nicht um als Seelentröster wahrgenommen zu werden. In der Regel war er der Verursacher solcher Leiden, aber dennoch hatte er sich nicht vom Fleck gerührt und Taejin im Auge behalten, als würde es hier um sein eigenes Leben gehen. In Anbetracht dessen das Shin eigentlich ziemlich lebensmüde war, ein amüsanter Vergleich. Allerdings hatte der Japaner nicht vor das zeitliche zu segnen und er wollte auch nicht das Taejin das tat. Schließlich zahlte der Kerl verdammt gut und er war seit langem der erste Chef für den es angenehm war zu arbeiten. Zugegeben wenn Shin ganz ehrlich zu sich selbst war, hegte er eine gewisse Sympathie für den Koreaner, allerdings gehörte das nicht ins Business, weshalb er sich lieber auf die Arbeit für den viel zu reichen Kerl konzentrierte, als für den Typen selbst. Der Schwarzhaarige war von Natur aus sehr fleißig und perfektionistisch, weshalb er es nicht auf sich sitzen lassen konnte, dass er dem Schuldigen noch kein Loch in den Schädel geschossen hatte. Daher hatte Shin die letzten Tage mit eifriger Recherche verbracht und hatte Taejin trotz der Situation überreden können eine Art ´Bankett 'zu veranstalten. Er würde es seinem Auftraggeber überlassen wie er ein Bankett in dieser Zeit für seine Gastgeber schmackhaft machen konnte, für Shin diente es der Informationsbeschaffung. Der Japaner war sich nämlich ziemlich sicher, dass hinter dem Ganzen jemand aus engem Kreis stecken musste, auch wenn der Hellhaarige das ungern wahrhaben wollte. Allerdings war Shin nicht umsonst so gut in seinem Metier, nein er war sogar überragend! Er bekam so gut wie nie einen Kratzer, löste alles mit gerissener Intelligenz und auch jetzt würde er sich nicht irren - niemals! Die Sache war allerdings komplexer als er erwartet hatte, das gab er zu, wenn auch sehr ungern. Im Augenblick befanden sie sich im Krankenhaus, genauer gesagt in dem Flügel in dem man Taejins Mutter und Bruder untergebracht hatte. Shin saß in seiner schwarzen Lederjacke lässig mit überschlagenen Beinen in einem Sessel in der Ecke und las ein koreanisches Sprachlernbuch. Erst als er den Hellhaarigen fluchen hörte und den Blick auf sich spürte, hob er den Blick und sah Taejin fragend an.

      ___ Hayato ___

      Da Hayato um das Netzwerk seines besten Freundes in Korea Bescheid wusste, machte sich der Blauhaarige nicht die Mühe sich großartig vom Flughafen wegzubewegen. Mit Sicherheit musste es Taejin erreicht haben, dass sich der Hotelerbe im Land befand. Sollte dem nicht der Fall sein, konnte Hayato immer noch zum Anwesen seines besten Freundes fahren. Jetzt aber verließ er sich einfach auf seine Intuition. Mit Sicherheit würde der Koreaner alles andere als begeistert sein, aber das war Hayato auch nicht und er würde Tae sehr wohl daran erinnern, dass er ihm mehrmals gedroht hatte, wenn er sich nicht einmal die Woche bei ihm meldete, er ihn aufsuchen würde, scheiß egal wo auf diesem verfluchten Globus er sich auch befand. Das war etwas, dass sie sich bereits in Kindertagen versprochen hatten und Hayato hielt jedes seiner Versprechen.


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    • Taejin
      Sich jetzt noch um Hayato Sorgen machen zu müssen war das letzte was Taejin gerade brauchte, aber er wusste wie stur sein bester Freund war und dass dieser gewisse Prioritäten anders setzte, als es in solch einem Fall sinnvoll war. Hayato konnte sich durchaus denken, dass Taejin in einem nicht ganz ungefährlichen Geschäft tätig war und dennoch tauchte er hier einfach auf. Taejin verfluchte ihr törichtes Kindheitsversprechen in diesem Moment. Hätte der Koreaner schon als kleiner Junge gewusst, was gefahrentechnisch eines Tages auf ihn zukäme, hätte er dieses Versprechen nie und nimmer gegeben. Er wusste sehr wohl, dass die Chancen nicht ganz unwahrscheinlich waren, dass er eines Tages durch einen Feind getötet oder schwer verletzt werden könnte und ihm sagte ganz und gar nicht der Gedanke zu, dass Hayato dann hier nach ihm suchen würde und sich selbst in Gefahr begäbe. Scheiße... er musste dringend ein längst überfälliges Gespräch mit Hayato führen...
      Aber jetzt musste er Hayato erstmal am Flughafen abfangen, ehe dieser auf die Idee kam, zum Anwesen der Hwangs zu fahren und noch mehr in dieses Chaos mit hereingezogen zu werden.
      Taejin ließ seinen Blick schweifen, deutete dann auf Shin und zwei der hier platzierten Wachen. "Mitkommen. Wir müssen zum Flughafen.", murrte er knapp auf koreanisch, wiederholte sich dann aber für Shin nochmal auf japanisch, während er seine Wagenschlüssel zückte und sich auf dem Weg zum Ausgang des Krankenhauses begab. Er würde Chanyeol später schreiben, wo er war und was geschehen ist. Vorerst müsse er aber zügig zum Flughafen gelangen. Er wies die beiden Bodyguards an, ihm in einem anderen Wagen zu folgen, während er selbst mit Shin in seinen eigenen Wagen einstieg und losfuhr. Er legte gerade nicht allzu viel Wert auf Geschwindigkeitsbeschränkungen und Verkehrsregeln, umso erstaunlicher war es, dass er weder einen Unfall baute, noch von der Polizei angehalten wurde. Stattdessen erreichte er den Flughafen innerhalb kürzester Zeit, ließ seinen Wagen von einem der Bodyguards schlichtweg einparken und stürmte stattdessen zum Terminal, an dem Hayato wohl laut Kean angekommen sein sollte. Und tatsächlich... da stand Hayato. Umringt von ihn amschachtenden Frauen. Das war Taejin aber gerade in diesem Moment egal. Wütend, aber allem voran besorgt stapfte der Hwang-Erbe zügig auf seinen besten Freund zu und erhob auf japanisch seine Stimme gegen ihn.
      "Wie kannst du so leichtsinnig sein und hier einfach auftauchen, du Idiot?", ließ der Koreaner seinen Frust an ihm aus, während er ihn leicht in die Schulter boxte und dadurch die umstehenden Frauen sehr irritierte. Vielleicht auch, weil sie nicht damit gerechnet hatten plötzlich Taejin Hwang vor sich erscheinen zu sehen. Währendessen hatte einer der Bodyguards wieder zu Taejin aufgeschlossen und kümmerte sich darum, die Zivilisten auf Abstand zu Taejin und Hayato zu bekommen, damit die beiden nicht länger ungewolltes Publikum hatten.
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    • ___ Shin ___

      Der Dunkelhaarige blickte von seinem Buch auf und antwortete seinem Auftraggeber, welcher ihm auf japanisch noch einmal wiederholt hatte, dass er ihm folgend sollte, auf koreanisch. Dem Blick nach zu urteilen, hatte er aber etwas komplett falsches gesagt. Skeptisch hob er eine Augenbraue und blickte nochmal in das Buch, stellte fest, dass er seinen Boss gerade Kamelkopf genannt hatte und seufzte leicht. Koreanisch war eine verdammt merkwürdige Sprache und warum um alles in der Welt, stand das in einem Sprachbuch? Er klappte sein offenbar mit sehr vielen kreativen Vokabeln versehendes Buch zu und folgte Taejin zu dessen Wagen. Natürlich wäre ihm sein Motorrad lieber gewesen, aber er wollte mal nicht kleinlich sein. Shin saß nun also ziemlich entspannt im Wagen, während der viel zu reiche hellhaarige Schönling sämtliche Verkehrsregeln brach und blätterte weiter durch das Buch. Nun abgesehen von der Kamelkopf-Sache machte er Fortschritte wie er fand. Im Hintergrund hörte er sehr viele Autohupen und ein paar Schimpfworte, die er verstanden hatte. Hah! Wie er schon sagte, er machte Fortschritte. Sie kamen in Windeseile am Flughafen an und Taejin sprang fast schon Aktionfilmreif aus dem Wagen, was Shin zugegeben ziemlich beeindruckend fand und folgte seinem Auftraggeber in die Halle. Er brauchte keine Erklärung um zu wissen, dass es nur einen Menschen abgesehen von dessen Familie gehen konnte, bei dem Taejin so durchdrehte. Shin behielt Recht. Da stand er also: Hayato Sakurai in all seiner Pracht. Der attraktive Hotelerbe zog die Aufmerksamkeit genauso auf sich wie der Hwang-Erbe. Fast wie die Motten zum Licht wie der Auftragsmörder fand. In einem schicken - wahrscheinlich einem Einfamilienhaus teuren- Designeranzug und top gestylten Haaren stand Hayato umringt von einer Scharr Frauen mitten am Flughafen von Seoul, während Taejin auf ihn stürmte und ein wenig an eine wütende Ehefrau erinnerte. Die Damen wussten gar nicht wohin sie zuerst schauen sollte, sprangen aber doch geschockt zur Seite. Den Rest erledigten dann die Bodyguards.
      Hayato schien von der erhobenen und frustrieten Stimme seines besten Freundes nicht im geringsten beeindruckt zu sein. Der Hotelerbe sah seinen Freund lediglich lange an, ehe er ihn einfach in eine Umarmung zog.


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    • Taejin
      Kaum hatte er seinen besten Freund erreicht - ungeachtet der schmachtenden Frauen, die den Hotelerben belagerten - hatte der Chaebol dem Blauhaarigen auch schon eine ausgiebige Standpauke auf japanisch gehalten. Natürlich hätte Hayato ihn auch problemlos auf koreanisch verstanden, allerdings war so das Risiko ein wenig geringer, dass die umliegenden Zuschauer verstanden, worum es hier genau ging. Hayato ließ Taejin aussprechen, sich als Idiot bezeichnen und zuckte nicht mal bei dem Boxer in seine Schulter zurück. Stattdessen wartete er bis der Koreaner mit seiner Ausführung fertig war, ehe er ihn schweigend in eine feste Umarmung zog und Taejin zögerlich diese schließlich erwiderte. Er vergrub sein Gesicht in Hayatos Schulter, schlang seine Arme um den Oberkörper des Japaners und schloss kurz seine Augen, um einfach diese Umarmung und die Geste zu genießen. Nach einer ganzen Weile - in der ihm durchaus bewusst war, dass von ihnen beiden zahlreiche Fotos gemacht wurde, die auf jeden Fall wieder im Internet landen und zu Spekulationen der Klatschzeitschriften führen würden - murmelte Taejin in Hayatos Halsbeuge: "Wir müssen dringend reden. Du glaubst gar nicht wie gefährlich es ist, dass du hier bist..." Langsam löste sich der Chaebol von seinem besten Freund, blickte ihn leise seufzend an, ehe er mit einem Kopfnicken in Richtung Ausgang deutete. "Lass uns wohin gehen, wo wir besser reden können. Ich denke..." Er zögerte. "Ich denke, ich habe dir verdammt viel zu erklären, damit du das Ausmaß verstehst.", ergänzte der Koreaner schließlich deutlich leise und lief dann voraus. Er deutete seinen Bodyguards an, Hayato sein Gepäck abzunehmen und nutzte die Gelegenheit gleich mit ihnen klar zu machen, dass sie für Hayatos Aufenthalt hier vollstens für seine Sicherheit zuständig waren.
      Taejin führte Hayato und Shin zurück zu seinem Wagen, welcher bereits direkt im Eingang auf sie wartete. "Bevor ich mit dir zu meinem Hotel fahre, müssen wir woanders hin..." Taejin schluckte schwer, während er den Motor startete und langsam losfuhr. Diesmal ruhiger als bei der Hinfahrt. "Wir fahren zuerst ins Krankenhaus... wo aktuell meine Mutter liegt."
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    • ___ Hayato ___

      Hayato und Taejin hatten schon immer eine besondere Art von Beziehung. Sie kannten einander und sie wussten genau, wann der andere in Schwierigkeiten steckte oder sie sich brauchten. Das der Koreaner sich nicht gemeldet hatte, war untypisch für ihn und darum war es nicht verwunderlich, dass bei Hayato sämtliche Alarmglocken läuteten und er ganz genau wusste, wo er sein zu sein hatte. Natürlich war der Hotelerbe nicht dumm. Er hatte früh bemerkt, dass mit dem Geschäft seines Freundes so einiges nicht stimmte und es dort nicht gerade mit rechten Dingen zuging. Spätestens nach der Aktion in der Bar, als sie angegriffen wurden, war es amtlich gewesen. Hayato hatte sich selbst eingeredet, dass Taejin nicht im Untergrund Japans tätig war oder gar den Yakuza angehörte, aber er wusste, dass es nicht anders sein konnte. Allerdings wollte er das von dem anderen selbst hören. Als sie sich also am Flughafen endlich wiedersahen, hatte der Hotelerbe die Moralpredigt gelassen über sich ergehen lassen. Er sagte kein Wort, denn er wusste das die Worte allein aus Angst und Sorge aus dem anderen heraussprudelten. Der Blauhaarige konnte sich ohnehin nur auf die Augen seines besten Freundes konzentrieren bzw. auf dessen Gesicht. Er hatte geweint und kaum geschlafen...
      Als der Chaebol endlich mit seinen Ausführungen fertig war, hatte ihn Hayato wortlos an sich gezogen. Es war ihm egal, dass diese Bilder wieder durch das ganze Netz wanderten - wäre ja nicht das erste Mal. Diese Umarmung war wichtig und allein wie sich der andere an ihn klammerte beweist, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmte. Hayato spürte den wachsamen Blick des hübschen katzenäugigen Mannes auf sich, der offenbar immer noch an der Seite von Taejin war und ihn keinen Moment aus den Augen ließ. Hayato nickte lediglich bei den Worten seines besten Freundes. Ja, Taejin hatte ihm verflucht viel zu erklären, aber Hayato war noch nie der Typ der ihn dazu gedrängt hatte und ganz gleich was auch kommen würde, es hätte nichts daran geändert, dass er hier wäre. Sie hatten sich voneinander gelöst, während die Bodyguards, welche ungefähr genauso breit wie hoch waren und nicht wie die typischen Bodyguards reicher Leute wirkten - sondern deutlich finsterer und....nun tödlicher - hatten ihm sein Gepäck abgenommen, während sie diese in einen anderen Wagen einluden, als Taejin mit ihm und dem Katzenjungen ansteuerte. Shin hatte sich kommentarlos nach hinten gesetzt, damit sich Hayato neben Taejin vorne platzieren konnte. Als der Koreaner den Wagen startete, ließ er allerdings Worte fallen mit denen Hayato nicht gerechnet hatte. Hayato wurde plötzlich blass.
      "Krankenhaus? Tae....was ist passiert..."


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    • Taejin
      Er musste gestehen, dass er gehofft hatte bis an sein Lebensende Hayato da nicht mit hereinziehen zu müssen. Schließlich stammte sein bester Freund zwar aus ebenso reichen und gehobenen Kreisen, die Familie des Japaners hatte aber ihr Reichtum tatsächlich ausschließlich auf legalen Geschäften aufgebaut. Taejins Familie wiederum besaß nur ein offizielles Millionenunternehmen, um dahinter ihre illegalen Milliardenmaschenschaften zu verstecken. Die Familie Hwang war unfassbar reich, aber sicher nicht hauptsächlich wegen Schmuck. Wahrscheinlich hatte Hayato sich schon zuweilen so seinen Teil gedacht, schließlich hatte er Taejin und seine bewaffnete Belegschaft im Nachtclub erlebt. Und mal ehrlich: Hayato war ja schließlich auch nicht dumm.
      So fuhr Taejin also mit Hayato und Shin auf der Rückbank zurück zum Krankenhaus, antwortete aber vorerst nicht auf Hayatos entgeisterte Frage, nach dem Wohlergehen der Mutter von Taejin. Stattdessen begab er sich auf schnellstem Weg wieder zu besagtem Gebäude, parkte davor und stieg dann aus, ehe er sich an Shin wandte. "Ich brauche etwas Zeit alleine mit Hayato bei meiner Mutter. Durchsuch in der Zwischenzeit meinen Wagen, mein Hotelzimmer und die angrenzenden Hotelzimmer auf Wanzen.", wies der Hwang Erbe Shin an und gab den Bodyguards, deren Fokus nun auf Hayato liegen sollte, ein Zeichen, dass sie ihren Abstand wahren sollten.
      Schließlich wandte er sich Hayato zu und mit einem kurzen Kopfnicken in Richtung des Eingangs meinte er nur: "Komm mit."
      Es bedurfte mittlerweile keiner Anmeldung mehr, wenn Taejin vorbei kam, um seine Mutter zu besuchen. Das Krankenhauspersonal kannte ihn spätestens jetzt, wenn sie ihn nicht schon vorher aus den Nachrichten kannten. Zielstrebig steuerte er das teure Krankenhauszimmer an und ließ Hayato den Vortritt, ehe er hinter ihnen die Tür schloss und bestimmt seinen Finger an die Lippen legte, um Hayato anzudeuten, erst einmal nichts zu sagen. Taejin tippte etwas auf seiner Armbanduhr und lief langsam, beinahe analysierend, durch das Zimmer, um wirklich jeden einzelnen Meter durchzukämmen. Erst als er auch das Bad überprüft hatte, deaktivierte er seine Uhr wieder und nickte Hayato zu. "Keine Wanzen."
      Damit bewegte er sich zu dem Bett seiner Mutter, welche noch immer komatös dalag und fast schon so wirkte als würde sie schlafen.
      "Es hat einen Anschlag auf unser Anwesen gegeben und sie wurde dabei verletzt."
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