❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

    • ___ Haru ___

      Das mit der Schürze war nach wie vor ein Jammer, denn der Velvet stellte sich in der Tat vor wie Naoya wohl damit aussah und befand es als ausgesprochen niedlich. Inzwischen schockierten ihn diese Gedankengänge nicht einmal mehr und er hatte sich damit abgefunden, dass er den Kerl leider etwas zu sehr mochte, was ihrer Rivalität einen kleinen Knick verpasste. Allerdings konnte er mit diesem Knick weitestgehend gut leben, er fragte sich nur wie lang diese Art ihrer besonderen ´Beziehung´ anhalten würde. Bis sie Virus vernichtet hatten? Irgendwie stimmte ihn ein eventuelles Ende traurig. Nicht, dass er das zugeben würde.

      Das Abendessen hatte allerdings sämtliche Gewitterwolken verbrannt und die Sorge, dass die Geschwister ihn nicht mögen könnten war sofort verschwunden, als er sich mit Mashiro intensiv über Rennwagen unterhielt. Gerne hätte er den Jungen einmal mit zu einem Rennen genommen, aber er wusste wie gefährlich das war und auch, dass ihn Naoya deshalb killen würde. Also entschied versprach er dem Jungen, dass er ihm wenigstens einmal seinen Rennwagen zeigen würde - eine neue Freundschaft wurde geboren und das halbe Abendessen intensiv über Mechanik unterhalten. Amari wiederum hatte ihren Bruder unter dem Tisch getreten, da sie sich wohl ebenfalls mit Haru unterhalten wollte. Haruka fühlte sich das erste Mal abgesehen von den gemeinsamen Abendessen früher mit Hiroto Zuhause und konnte ein Lächeln nicht unterdrücken, während er mit ihnen allen am Tisch saß. Es war ein wundervolles Gefühl...
      Lediglich Shino schien der ganzen Situation nicht positiv gestimmt zu sein oder aber etwas war vorgefallen. Haruka hoffte, dass er das Mädchen nicht zu sehr mit seiner Anwesenheit verstimmt hatte. Er würde Naoya diesbezüglich fragen sobald sie alleine waren. Als sie gemeinsam dann zu Abend gegessen hatten, nutzte Naoya die Chance wohl das Gespräch mit seiner Schwester zu suchen. Haruka nickte ihm lediglich zu, aber Amari schien die Situation wohl nicht einfach so hinnehmen zu wollen. Schmunzelnd legte er einen Arm um das Mädchen. "Ich würde aber liebend gern mit dir gemeinsam Abwaschen Amari, erweist du mir die Ehre?", lächelte er sie charmant an.


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    • Naoya
      Er war dankbar, dass Haru den Wink verstand und trotz Amaris Protest die jüngste der Geschwister mit seiner Flirterei direkt überzeugen konnte, dass es eine sehr gute Idee war mit dem Gast des Hauses den Abwasch zu machen. Die Flirterei von Haru mit Amari machte Naoya zwar nicht sonderlich glücklich, aber der Venom verstand, dass es eine Ablenkungsmethode war, damit Naoya in Ruhe mit Shino reden konnte. Tonlos formte Naoya ein "Danke" mit den Lippen an Haru gerichtet, ehe die zwei jüngsten der Geschwister zusammen mit Haru in der Küche verschwanden, um dort den Abwasch zu machen. Naoya führte Shino wiederum mit auf das Sofa im Wohnzimmer, wo er sie anwies sich zu setzen und sich schließlich neben ihr niederließ. Sie sagte kein Wort, ihr war wohl bewusst, dass Naoya etwas gemerkt hatte und sie schien sich selbst nicht sicher, wie sie es überspielen könnte oder ob sie das denn überhaupt wollte. "Sieh mich an.", forderte Naoya sie sanft auf, doch sie hob nur ein kleines Stückchen ihren Kopf. Der Brünette rückte etwas näher und wiederholte sich. "Shino, sieh mich an." Sie zögerte, schien zu überlegen ob sie ihren Kopf weiter anheben sollte und drehte stattdessen ihr Gesicht zur Seite. "Shino...", murrte der Ältere nachdrücklich, aber allem voran besorgt und streckte seine Hand aus, um ihr das Pony aus dem Gesicht zu streichen. Sie hielt seine Hand mit ihrer schwach auf. Erneut wiederholte Naoya ermahnend ihren Namen und diesmal ließ sie seine Hand los. Mit der einen Hand drehte Naoya das Gesicht seiner Schwester in seine Richtung und mit der anderen strich er ihr die Haare aus dem Gesicht. Und dann stockte er. Shino sah schrecklich aus. Rund um ihr rechtes Auge war die Haut gerötet, teilweise bereits bläulich und angeschwollen. Auf ihrer Wange knapp unterhalb des Auges befand sich ein kleiner, aber sicher dennoch schmerzhafter Kratzer und sie sah verheult aus. Als hätte solange geweint, bis keine einzige Träne mehr kam. Naoyas Herz zog sich massiv zusammen. Tausend Fragen schwirrten in seinem Kopf und Wut machte sich in ihm breit... Wut, Trauer und auch Verzweiflung. "Wer war das?", flüsterte er beinahe, während er sie weiter schockiert musterte und ihr nicht gestattete ihr Gesicht wieder wegzudrehen. "Niemand... Ich bin ge..."
      "Wenn du jetzt gestolpert sagst, bring ich dich um.", blaffte Naoya zurück, entsetzt dass es jemand gewagt hatte seine kleine Schwester zu misshandeln und sie dennoch versuchte es zu verschleiern. "Ich frage noch einmal: wer war das? War das jemand aus deiner Schule? Aus deiner Klasse? Ich will Namen!" Shino zuckte bei Naos Ausbruch zusammen, schien ein wenig verängstigt und lief wahrscheinlich deshalb Gefahr gleich in ihr Zimmer zu flüchten, deshalb ermahnte sich Naoya innerlich sofort wieder ruhiger zu werden. Er atmete also zwei Mal tief ein... und zog sie dann behutsam in seine Arme. Eine Hand streichelte beschützend und behutsam durch ihre dunklen Haare und es dauerte nicht lange, da klammerte sich Shino schluchzend an ihren großen Bruder und begann lauthals zu weinen. Über Shinos Schulter hinweg erkannte Naoya Masahiro und Amari, die im Durchgang von der Küche zum Wohnzimmer innegehalten hatten, weil sie Shino gehört hatten und die beiden blickten schockiert auf das Szenario vor sich. Naoya schüttelte vage den, bedeutete ihnen damit, dass sie sich erst einmal heraushalten sollten und sehr zögerlich kehrten die beiden zurück zum Abwasch. Und Naoya saß noch eine ganze Weile mit Shino auf dem Sofa, ließ sie sich an seiner Schulter einfach nur ausweinen und erst als sie sich ein wenig beruhigt hatte, kümmerte er sich um ihre Wunden im Gesicht.
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    • ___ Haru ___

      Amari hatte sich glücklicherweise schnell überreden lassen und gemeinsam mit den beiden Geschwistern hatte sich Haru in die Küche begeben. Ihn störte es nicht, als Gast den Abwasch zu machen, warum auch? Er und Naoya machten diesen meistens gemeinsam, wenn Naoya für sie bei ihm kochte und der Velvet erinnerte sich noch sehr gut an die Schaumschlacht der beiden, was mit durch genässten Klamotten endete, die nicht sehr lange an ihren Körpern verweilt waren. Eine schöne Erinnerung, weshalb Haruka schnell den Kopf schüttelte, während er gerade einen Teller abspülte. "Alles in Ordnung?", hakte Amari besorgt nach. "Sicher, mir ist nur etwas eingefallen, das ist alles.", antwortete der Dunkelhaarige lächelnd und reichte den Teller Mashiro zum Abtrocknen. Dieser schien mit Gedanken aber ebenfalls nicht ganz anwesend zu sein, sondern richtete seinen Blick in Richtung Wohnzimmer. Die Geschwister schienen sich wirklich umeinander zu sorgen. Wie das wohl war? Als sie plötzlich die Laute Stimme von Naoya vernahmen, war selbst Haruka einen Moment in Versuch nachzusehen, aber inzwischen konnte er behaupten seinen geheimen Liebhaber zu kennen und machte sich keine weiteren Gedanken. Würde Naoya ihm davon erzählen, würde Haruka zuhören und falls nicht, dann eben nicht. Er war neugierig, das gab er zu aber war ihr Verhältnis inzwischen schon intim genug für Familienangelegenheiten? Ja, Haru war teilweise involviert, aber in so etwas? Wieso deprimierte ihn der Gedanke plötzlich, dass er Naoya vielleicht doch nicht so nah stehen könnte? Verflucht, es war ja nicht so als das sie eine Beziehung miteinander hatten! Sie warne inzwischen Freunde geworden, das leugnete keiner der beiden mehr. Freunde mit gewissen Vorzügen eben. Weil Haruka allerdings diese innerliche Diskussion mit sich selbst führte, die er drohte zu verlieren - das mal so am Rande - waren Amari und Mashiro bei der Stimme ihres Bruders aufgeschreckt und hatten besorgt nachgesehen. Haru war ihnen gefolgt und blieb mit dem Blick bei Naoya hängen. Der Venom hatte seine Schwester in den Armen und strich ihr liebevoll über das Haar, während diese lauthals weinte. Es war ein herzzereissender Anblick und Haruka befand Naoya in diesem Moment einmal mehr als fantastischen großen Bruder. Als Naoya den Kopf schüttelte hatte Haruka die beiden Geschwister wieder eingesammelt und beendete mit ihnen dann den Abwasch. Erst als es wieder ruhiger wurde, trauten sich die drei zurück ins Wohnzimmer.


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    • Naoya
      Es dauerte eine ganze Weile bis Shino aufhörte laut zu schluchzen und langsam ihre Tränen auf ihren Wangen trocknete. Sie sah immernoch furchtbar aus, schien sich aber nicht mehr so sehr in sich selbst zurückzuziehen. Sie ließ sich von ihrem großen Bruder im Gesicht verarzten und Naoya fragte sie vorerst nicht weiter nach den Tätern, die sie offenbar belästigt und misshandelt hatten. Die Gefahr Shino würde einen weiteren Zusammenbruch haben war schlichtweg zu groß. Dennoch wollte Naoya das nicht dabei belassen und er würde schon noch auf seine eigene Art und Weise an Informationen kommen, die die Mobber seiner kleinen Schwester betrafen. Yasuo ging, soweit Naoya wusste, ebenfalls an die gleiche Schule. Vielleicht sollte er ihn mal beauftragen sich umzuschauen. Er müsste im gleichen Jahrgang wie Shino sein und vielleicht hatte er ja sogar eine Ahnung, wer Schuld sein könnte. Die Schuldigen würden definitiv bezahlen. Dafür würde Naoya absolut alles tun.
      Nachdem Shino soweit verarztet war, kehrten auch Masahiro und Amari ins Wohnzimmer zurück, wo die beiden nacheinander nur kurz ihre Schwester in den Arm nahmen, aber so feinfühlig waren und nicht weiter nachfragten. Die beiden konnten sicher auch eins und eins zusammenzählen und realisierten, dass es Shino nicht helfen würde das immer wieder aufzurollen, wenn sie offensichtlich nicht reden wollte. Noch einige Momente scherzten die Geschwister miteinander, um die Stimmung wieder ein wenig zu lockern, bevor die drei Jüngsten in ihre Zimmer zurückkehrten um ihre Hausaufgaben zu erledigen. Naoya ließ sich zurück auf das Sofa fallen, das Lächeln verschwand sofort von seinen Lippen und noch einige Momente starrte er in Richtung von Shinos Zimmer, ehe er zu Haru aufblickte und leise seufzte. Sämtliche Spannung verließ dabei Naoyas Körper. "Ich glaube Shino wird in der Schule gemobbt. Sie wollte nichts sagen, aber sie hat Verletzungen im Gesicht, die viel zu sehr nach Prügelei aussehen... nur dass ich nicht glaube, dass sie sich dagegen wehrt. Die Art Mensch ist sie nicht..."
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    • ___ Haru ___

      Haruka war da in eine ziemlich intime Familienszene hereingeplatzt mit seinem Besuch und er wusste auch, dass ihn das eigentlich nichts anging. Dennoch konnte der Velvet es nicht vermeiden selbst ein wenig unruhig in der Küche das Geschirr abzuspülen und seine Gedanken zu den beiden Geschwistern im Wohnzimmer wandern zu lassen. Wann war es eigentlich so weit gekommen, dass Haruka sich wünschte mehr vom Leben seines Lieblingsrivalen wissen zu wollen? Eigentlich wäre es vernünftig jetzt zu gehen, aber der Dunkelhaarige konnte sich einfach nicht vom Fleck bewegen. Es war verrückt und er verstand nicht weshalb er sich plötzlich so verantwortlich für Naoya und seine Familie fühlte. Als sie alle wieder ins Wohnzimmer zurückkehrten, hatte sich der Anführer der Velvets im Hintergrund gehalten, während die Geschwister sich in die Arme nahmen. Ehrlich gesagt wusste er nicht was er sagen sollte, aber da er Shino heute das erste Mal sah, konnte sie sicherlich auf irgendwelche blöden Floskeln von einem Fremden verzichten. Es war ihr sicherlich mehr geholfen, wenn nicht auch noch ein Außenstehender von ihrer Situation wusste. Ein wenig unruhig wippte er im Hintergrund des Raumes mit den Füßen, während er sich an den Türrahmen der Wohnzimmertür gelehnt hatte und Naoya beobachtete. Er war ein wundervoller großer Bruder...
      Glücklicherweise waren die Tränen von Shino mehr oder weniger versiegt, auch wenn man ihr ansah wie sehr sie geweint hatte. Ihre Augen waren geschwollen und ihre Nase wund. Als die Geschwister den Raum verließen, blieb nur noch Naoya zurück, dessen zuvor lächelnder Gesichtsausdruck wie ein Kartenhaus in sich zusammenfiel. Irgendwie fühlte es sich besonders an, dass der Venom seine Fassade vor dem Velvet fallen ließ. Verflucht nochmal, sein Herz musste jetzt nicht so einen dramatischen Hüpfer machen. Vor allem nicht in solch einem unpassenden Moment. Als ihm Naoya erklärte was los war - auch wenn sich Haruka in Anbetracht des verletzten Gesichts der Kleinen seinen Teil denken konnte - steuerte er auf den Dunkelhaarigen zu. "Auf welche Schule geht die Kleine. Ich finde schon raus wer das war.", brummte Haruka nicht gerade erfreut darüber, dass er leider mit seiner Vermutung recht hatte. Wer zur Hölle legte bitte Hand an ein kleines Mädchen, abgesehen von Virus natürlich, auch wenn Haruka nicht glaubte das die Gang damit etwas zu tun hatte. Schule ist grausam...
      "Falls du mich helfen lässt.", er stand vor dem anderen und strich ihm eine Haarsträhne aus dem Gesicht.


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    • Naoya
      Kaum waren seine Geschwister in ihren Zimmern verschwunden, bröckelte die Fassade des Venoms ab und sein wahrer Gemütszustand kam zum Vorschein. Er teilte seine Vermutung zu Shinos Zustand mit Haru und seine Sorge und seine Wut darüber machten sich dabei mehr als nur klar bemerkbar. "Ich werde Yasuo auf jeden Fall darauf ansetzen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er auf die gleiche Schule und wahrscheinlich sogar in den gleichen Jahrgang wie Shino geht. Mit etwas Glück kennt er die Schuldigen. Falls du ansonsten aber noch jemanden kennst, der auch an die Schule geht, lehne ich Hilfe nicht ab. Ich will, dass diejenigen leiden...", murrte Naoya frustriert und gab sich dann seiner Schwäche hin und schlang seine Arme um den Velvet. Wahrscheinlich wirkte das gerade alles andere als cool und hatte mehr etwas von einem Klammeräffchen, aber das war dem Brünetten gerade absolut egal. Haru lernte gerade intime Details über seine Familie kennen, Dinge die so gut wie niemand aus seiner Gang wusste, geschweige denn erfahren durfte. Schließlich kannten die meisten weder Naoyas finanzielle Situation, noch wussten sie, wieviele Geschwister genau Naoya hatte und wer sie genau waren.
      Selbst auf dem Sofa sitzend, während Haru vor ihm stand und der Brünette seine Arme um den Oberkörper des anderen geschlungen hatte, vergrub Naoya für einen Moment sein Gesicht an Harus Bauch, ehe er zum dem Velvet aufblickte. "Magst du heute hier bleiben? Mein Bett ist bei weitem nicht so riesig wie deins und ich kann dir auch nur eher abgetragene Klamotten zum Umziehen anbieten... Aber dann musst du zumindest nicht durch ganz Tokyo fahren um nach Hause zu kommen." Es war einerseits ein Angebot, aber eben auch irgendwie eine versteckte Bitte. Naoya hatte sich einfach viel zu sehr daran gewöhnt mit Haru zu schlafen. Ja, Sex war natürlich ein Aspekt, aber nicht immer der Grund. Mittlerweile schliefen sie oft genug zusammen im Bett, ohne dass etwas intimes geschah. Aus seltenen Gelegenheiten war ein Mal aller zwei Wochen geworden. Daraus war ein Mal die Woche geworden und mittlerweile schlief Naoya eigentlich jeden zweiten Tag bei Haru oder zusammen mit ihm im Hauptquartier. Insbesondere wenn Naoya komplett erledigt war und der Tag körperlich und mental anstrengend war, fand der Venom in der Gesellschaft des anderen Ruhe und Trost. Es erschien ihm allerdings falsch jetzt noch das Haus zu verlassen und er wollte ungerne alleine schlafen.
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    • ___ Haru ___

      Warum konnte er sich gerade einfach nicht beruhigen? Ja, er war mit Naoya eindeutig intimer geworden als er es jemals geplant hatte und ihre Beziehung ging schon lange über einfachen Sex hinaus, aber musste sein Herz ein solcher Verräter sein? Wieso hatte er das Gefühl sein Organ musste gerade jeglichem Presslufthammer der Welt Konkurrenz machen, als es so gegen seinen armen Brustkorb hämmerte und das alles nur weil ihn Naoya so ansah? Der Venom hatte ihn in seine Welt gelassen und Haruka wollte ein Teil davon sein. Er sehnte sich nach dieser Nähe zu dem anderen und was ihn zu Beginn rasend vor Wut gemacht hatte, weil er so dachte hatte sich in Verwirrung verwandelt, weil er sich über seine eigenen Emotionen nicht mehr im Klaren war. Natürlich zankten sie sich immer noch und inzwischen betitelten sie beide Gangs als altes Ehepaar, das war also beim Alten geblieben, allerdings war so viel mehr hinzugekommen. "Sie werden leiden, das versichere ich dir. Ich finde die Kerle." antwortete der Dunkelhaarige und blickte einen Moment perplex nach unten als Naoya die Arme um ihn schlang und sein Gesicht bei ihm vergrub. Der Velvet konnte ein sanftes Lächeln nicht unterdrücken und legte die Arme um die Schultern des anderen, während er mit der Hand durch das weiche und volle Haar des anderen streichelte. Als Naoya aber plötzlich den Kopf hob und ihn ansah, glaubte er hinter dieser Frage mehr zu sehen als nur eine einfache Übernachtung. Ja, sie beide schliefen deutlich mehr zusammen und das nicht immer mit Sex verbunden. Haruka hatte dank des Venoms auch endlich einen vernünftigen Schlafrhythmus entwickelt. Endlich schlief er einmal Nächte durch oder ging zu normalen Zeiten ins Bett. Wenn Naoya einmal nicht bei ihm war, brauchte er Ewigkeiten um einzuschlafen. "Ich würde sehr gerne bleiben.", antwortete Haruka untypisch sanft. Auch Haruka war nicht entgangen, dass seine Tonlage wenn er mit Naoya sprach leichte Änderungen angenommen hatte. Er war in der Regel nicht unbedingt der sanfte Typ, aber er konnte nicht verhindern einen solchen Ton anzuschlagen, wann immer er intime Momente mit Naoya teilte und diese waren öfter als ihnen beiden bewusst war. Er beugte sich nach unten und hauchte dem anderen einen Kuss auf die Stirn. "Weißt du....ich bin irgendwie ziemlich neidisch auf deine Geschwister. Sie haben einen ziemlichen tollen großen Bruder....Lass dir das aber nicht zu Kopf steigen.", zwinkerte er ihm aufmunternd zu.


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    • Naoya
      Ein kleines Lächeln umspielete Naoyas Lippen, als Haru darauf beharrte, dass die Mobber von Shino leiden würden, denn da waren beide sich ziemlich einig und zusammen könnten die beiden Ganganführer es jenen das Leben zur Hölle machen, die es gewagt hatten die Schwester des Venoms zu misshandeln. Es war natürlich nicht auszuschließen, dass es sich dabei ebenfalls um Teenager handeln könnte, aber Kinder konnte grausam sein, insbesondere Teenager-Cliquen an Schulen. Umso mehr Grund für Naoya seine Schwester zu beschützen. Shino würde das sicher nicht unbedingt gut heißen, aber das war in dem Falle egal. Hauptsache diejenigen würden bezahlen.
      Mittlerweile hatte Naoya erschöpft seine Arme um Haru geschlungen und nach einem kleinen Moment der Überwindung des Velvet schließlich gefragt, ob dieser die Nacht hier mit verbringen würde. Es musste eine seltsame Frage für Haru sein, schließlich waren sie hier absolut nicht allein und der Velvetanführer hatte ein durchaus viel geräumigeres und ansprechenderes Apartment... und doch sagte er zu und wirkte dabei gar nicht mal so unglücklich. Ganz im Gegenteil. Haru wirkte sogar ziemlich froh darüber, dass Naoya ihn gefragt hatte. Als der Velvet ihm dann auch noch ein Kompliment darüber machte, was für ein guter großer Bruder er war, hob Naoya doch überrascht eine Augenbraue, ehe sich ein Grinsen auf seine Lippen schlich und er sich schließlich langsam vom Sofa erhob, um nun direkt vor Haru zu stehen, nur weniger Zentimeter die sie trennten.
      "Sag bloß, ich soll auf dich auch noch aufpassen. Ich meine... wenn du UNBEDINGT willst, darfst du mich natürlich auch als deinen großen Bruder ansehen. Schließlich bin ich elf Monate älter als du. Du solltest also in Zukunft besser auf mich hören.", entgegnete der Venom schließlich sichtlich amüsiert und legte neckend zwei Finger unter Harus Kinn, um dieses dabei leicht anzuheben.
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    • ___ Haru ___

      Bevor Harukas armes Herz sich weiter nicht entscheiden konnte, ob es nun einfach wie verrückt schlug oder seinem Magen mitteilte jetzt bescheuert umher zu flattern um ihn abzulösen, war er doch ganz dankbar das sie wieder auf ihre alte Schiene zurückgekehrt waren. Ja, er würde die Nacht bei Naoya verbringen und der Velvet wusste ganz tief im Inneren, dass er über die Frage irgendwie dankbar war, aber gerade war er doch erleichtert, dass ihn Naoya schon wieder begann zu necken, kaum hatte sich dieser vom Sofa erhoben. Von dem verletzlichen sanften Bruder war nicht mehr viel übrig, stattdessen war der Venom wieder zum Vorschein gekommen, der in jeder seiner Sticheleien gegenüber Haruka seit Neusten einen ungemein zweideutigen Tonfall annahm oder bildete sich der Dunkelhaarige das nur ein? Nun es war ja nicht unbedingt ein Geheimnis zwischen ihnen, dass sie sich beide bei jeder Gelegenheit gern bekrabbelten. Mit einem frechen Grinsen hob der Velvet sein Kinn an "Hat da etwa jemand einen Bruder-Kink? Träum weiter." antwortete er ebenfalls ziemlich herausfordernd ehe er sich zu dem anderen beugte. "Zeig mir dein Zimmer." Die Neugier siegte! Flirten konnten sie später noch. Jetzt hatte sich der Velvet vorgenommen auf Entdeckungstour zu gehen. Er hatte über Naoya in der kurzen Zeit seit der in diese Wohnung eingetreten war so viel Neues in Erfahrung gebracht, dass er förmlich Feuer gefangen hatte. Das Schlafzimmer eines Menschen sagt über den wahren Charakter eines Menschen viel aus, umso neugieriger war er nun das Schlafzimmer seines geheimen Lovers zu besichtigen. Schade das er noch keine Babybilder an der Wand entdeckt hatte. Er hätte den Venom damit ewig aufgezogen. So waren sie beide nun einmal und vielleicht machte das auch ihre merkwürdige Art der Beziehung so besonders.


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    • Naoya
      Ein amüsiertes Grinsen zierte seine Lippen und Naoya war beinahe erleichtert, dass Haru es ziemlich erfolgreich geschafft hatte ihn wieder ein wenig zu mentalisieren. Natürlich war er immer noch sauer und entsetzt über die Situation mit Shino, aber jetzt gerade in diesem Moment konnte er nicht allzu viel daran ändern und musste sich zumindest für heute damit abfinden. Morgen wiederum würde er aber auf jeden Fall zur Tat schreiten und sich darum kümmern. Er würde definitiv jeden umbringen, der Shino auch nur ansatzweise das Leben schwer gemacht hatte. Ein langsamer, grausamer Tod wäre wahrscheinlich noch zu gut für diejenigen.
      Naoya hatte Haru nicht lange überreden müssen heute Nacht hier zu bleiben und mit bei dem Venom zu schlafen und es war mehr als offensichtlich, dass die Neugierde des Velvets siegte und er geradezu gespannt schien das Zimmer von Naoya zu sehen. Grinsend verdrehte Nao leicht die Augen, ging aber vorweg und führte ihn schließlich in das letzte Zimmer am Ende des Ganges, direkt neben Amaris und gegenüber von Masahiros Zimmer. Naoya öffnete die Tür und deutete Haru an reinzugehen, ehe er selbst eintrat und die Tür hinter sich schloss. Das Zimmer war ziemlich klein, mit einem etwas größeren ungemachten Bett, welches die Hälfte des Zimmers einnahm. Ein Schreibtisch stand rechts von ihnen an der Wand und direkt daneben ein übersichtlicher Kleiderschrank. Ein Regal füllte den Rest des Zimmers aus, wodurch keine der Wände wirklich direkt erreichbar waren. Es war nicht sonderlich unordentlich, aber ziemlich voll mit diversen Fantasyromanen, welche sich neben dem Bett stapelten, einigen Modellen von Motorrädern, die das Kopfende des Bettes schmückten und erstaunlich vielen Schulbüchern und Lernordnern, die sich auf dem Schreibtisch stapelten und den Anschein erweckten, dass dort vor kurzem noch gelernt wurde. In dem Regal wiederum standen ein paar Bilder. Weniger von Naoya, war er doch nur auf dem einen Familienbild mit seinen Geschwistern und seinem Vater drauf, aber mehr Bilder von seinen Geschwistern bei ihren Schuleinführungen und bei besonderen Anlässen. Besonders hervorgehoben war ein Foto von Shino, Amari und Masahiro in Kimonos, offenbar zu Neujahr.
      "Willkommen. Ist nicht mit deiner Wohnung zu vergleichen, aber ich hoffe du bekommst keine Klaustrophobie.", murmelte der Venom, während er zu seinem Bett ging und die Bettdecke etwas ordentlicher zurechtzupfte.
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    • ___ Haru ___

      Der Velvet konnte es gar nicht erwarten endlich das Zimmer von Naoya zu sehen. In dieser Hinsicht war der Anführer der Venoms nämlich nicht viel anders als Haruka. Sie beide nahmen in der Regel niemanden mit zu sich und demnach war das ein gewaltiger Schritt in die Privatsphäre des anderen. Die eigenen vier Wände verraten immerhin so viel und das Naoya ihm nun gestattete auch noch in die Nähe der ganzen Familie zu kommen war unglaublich. Haruka hätte niemals damit gerechnet, dass ihn das so voller Stolz erfüllte und das es ihn gleichzeitig so rührte. Irgh, er war wegen diesem verfluchten Naoya echt weich geworden. Als der Dunkelhaarige also das geheime Reich von dem anderen betreten konnte, blickte er sich neugierig um. Es war friedlicher als er erwartet hatte. Eigentlich hatte er jetzt mit irgendwelchen Rockerpostern gerechnet und Schlangenmotiven, aber stattdessen lachten ihn Fantasyromane an und niedliche Fotos seiner Familie. Lediglich auf dem Bett stapelten sich kleine Motorradmodelle, was das ganze aber irgendwie süß machte. Ja, dieses Zimmer zeigte nicht den Venom, welchen er zu Beginn kannte sondern den Naoya den er kennenlernen durfte. Lächelnd betrachtete er das Bild seiner Geschwister in Kimonos, was Haruka unweigerlich den Gedanken entlockte wie wohl Haru in so etwas aussah. Allerdings strichen seine Finger vorsichtig über einen anderen Bilderrahmen. "Dein Vater? Er sieht wirklich freundlich aus. Du siehst ihm ähnlich." Sein Blick wanderte aber nun zu dem Dunkelhaarigen während er ihn dabei beobachtete, wie er das Bett machte. "Naoya, ich werde das Gefühl nicht los das du dir heute schon den ganzen Tag über unsere beiden Wohnungen den Kopf zerbrichst. Warum denkst du über dein Zuhause so schlecht? Ich finde es toll hier. Im Gegensatz zu meinem Zuhause, strahlt alles hier so viel Wärme aus." Ein wenig nachdenklich strich sich der Velvet durchs Haar. "Ich saß das letzte Mal mit einer Familie an einem Tisch als ich 13 war und es war der Horror. Ich kenne so schöne gemeinsame Abendessen lediglich von Hiroto der mich oft zu sich und seiner Familie genommen hat." Bevor Naoya weiter das arme Bett quälte hatte sich Haruka darauf fallen lassen. Es roch nach Naoya. Er hatte das Gefühl er würde heute Nacht sehr gut schlafen.


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    • Naoya
      Er hatte Haru tatsächlich in sein persönliches Reich gelassen. Sein ehemaliger Erzfeind stand nun hier in seinem Zuhause, in seinem eigenen Zimmer wo noch nie jemand aus Naoyas Gang gewesen war. Nicht umsonst hatte Naoya immer versucht seine Gang und seine damit verbundenen Tätigkeiten weit entfernt von seiner Familie zu halten. Dass Haru nun genau hier stand, Naoyas Geschwister kennengelernt hatte und in so etwas intimes wie sein Zuhause eingeladen wurde... war eigentlich absolut dumm und töricht. Und doch...
      Kaum hatte Haru Naoyas Zimmer betreten, begann der Venom es sofort ein wenig herunterzuspielen und begann sein Bett etwas zurechtzuzupfen, um sein Zimmer noch etwas ordentlicher zu machen. Bei der Anmerkung Harus bezüglich Naoyas Vater, lächelte der Venom unweigerlich leicht und nickte vage. "Er ist der beste, ohne Frage. Wir sehen ihn nur wegen seiner vielen Arbeit kaum. Masahiro und ich sind allerdings unfassbar stolz darauf, dass wir ihm so ähnlich sehen. Allgemein ist niemand von uns sonderlich böse, dass wir optisch wohl alle nicht nach unserer Mutter zu kommen scheinen..." Den letzten Satz fügte Naoya dabei ein wenig leiser hinzu und sein Lächeln auf den Lippen hatte nichts mehr glückliches an sich, sondern ähnelte viel mehr einer angespannten Grimasse.
      Erst als Haru seine Stimme wieder mahnend erhob, wurde Naoya aus seinen Gedanken gerissen, blickte verdutzt wie der Velvet sich einfach auf sein Bett fallen ließ und setzte sich dann selbst leise seufzend auf die Kante. "Ich denke nicht schlecht über mein Zuhause... ich liebe es. Allerdings weiß ich auch, dass deine Lebenssituation und meine sehr unterschiedlich voneinander sind. Ich fühle mich einfach manchmal ein wenig..." Er hielt inne. Sollte er das wirklich aussprechen? Er schluckte schwer, blickte über seiner Schulter zurück zu Haru und zuckte dann vage mit den Schultern. "Ich weiß nicht... ich fühl mich manchmal einfach etwas klein neben dir. Ist etwas schwer zu beschreiben..."
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    • ___ Haru ___

      Er hatte vorsichtig und fast ein wenig ehrfürchtig über den dunklen Bilderrahmen gestrichen, welcher den Vater von Naoya abbildete, dem er unfassbar ähnlich sah. Wenn er genauer hinsah, sahen alle Kinder dem Vater ziemlich ähnlich. Dem sanften und freundlichen Gesichtsausdruck zur Folge, war der Mann darauf sicherlich sehr stolz. Es wurmte den Velvet das er erneut dieses widerliche Gefühl des Neids empfand, dass er versuchte hinunterzuschlucken. Es war ein ekliges und ungerechtes Gefühl, da er sich ja für den anderen freute und doch konnte er es nicht unterdrücken, dass der kleine Junge in ihm sich ebenfalls einen solchen Vater gewünscht hätte. Haruka versuchte den Gedanken zu vertreiben und fragte sich, was es eigentlich mit Naoyas Mutter auf sich hatte. Dieser Gedanke wurde ihm indirekt beantwortet. Offenbar gab es in dieser Richtung böses Blut. Konnte man sich bei dieser Familie schwer vorstellen. "Ich nehme an deine Mutter ist ein rotes Tuch? Ich werde nicht nachbohren. Wenn du es mir irgendwann erzählen möchtest, werde ich dir zuhören." daraufhin wandte sich der Dunkelhaarige zu dem Bett seines heimlichen Liebhabers und ließ sich darauf fallen. Wie sehr er diesen Geruch von Naoya liebte. Scheiße was für ein Parfum war das? Er atmete es tief ein und schloss entspannt die Augen. Es war furchtbar merkwürdig, aber er fühlte sich in dieser Wohnung kaum hatte er sie betreten wohl. Es war zum verrückt werden und eigentlich auch extrem merkwürdig. Sie hatten eindeutig eine sehr eigenartige Beziehung aufgebaut. Er und Naoya...
      Als Naoya aber dann wieder irgendwie sein Zuhause klein machte, wurde Haruka sauer und ermahnte ihn diesbezüglich. Dies endete in Verwirrung bei dem Venom und später in noch größerer Verwirrung bei dem Anführer der Velvets. Perplex hatte er sich aufgerichtet und saß nun im Schneidersitz vor dem anderen. "Klein...." wiederholte er verblüfft. "Der große Naoya?" er schmunzelte leicht und beugte sich zu dem anderen, ehe er dessen Kinn anhob. "Du hast dazu keinerlei Grund. Ich bin ehrlich gesagt ziemlich eifersüchtig auf das hier. Was nützt es mir, dass ich Geld habe, wenn meine eigene Familie mich verleugnet?"


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    • Naoya
      Haru hatte aus den Worten des Venoms richtig herausgehört, dass er nicht unbedingt gut auf seine Mutter zu sprechen war und hatte sich eher vorsichtig indirekt erkundigt, was der Brünette durchaus zu schätzen wusste. "Schon gut, es ist kein Geheimnis. Meine Mutter ist abgehauen, kurz nachdem Amari auf die Welt kam und hat sich seitdem nicht mehr blicken lassen. Ich bin der einzige von uns Geschwistern, der sich noch vage an sie erinnern kann und ich hasse es, dass ich eigentlich nur gute Erinnerungen mit ihr habe. Noch mehr hasse ich es aber, dass unser Vater es ihr offenbar nie übel genommen hat. Wegen ihr muss er so unfassbar viel arbeiten, nur um unsere Familie zu finanzieren und trotzdem hat er nie ein schlechtes Wort über sie verloren. Er meinte nur mal zu mir, dass sie sicher ihre Gründe hatte... Ich kenne ihren Grund... habe ihn vorletztes Jahr herausgefunden. Sie hat eine neue Familie. Ich habe vor zwei Jahren endlich dem Drang nach Wissen nachgegeben und habe sie aufgespürt. Sie wohnt mit einem wohlhabenden Mann und ihren dreijährigen Zwillingen in Kyoto. Ab diesem Moment war sie restlos für mich gestorben. Ich habe es nicht übers Herz gebracht Papa oder meinen Geschwistern davon zu erzählen. Mal ehrlich... was hätte es geändert? Meine Geschwister würden ebenfalls einen Hass gegen jemanden entwickeln, den sie nicht einmal kennen und mein Vater würde es das Herz restlos brechen. Ich weiß nicht wirklich ob mir dieses Wissen gut getan hat oder ob es eher Schaden angerichtet hat... ich konnte jetzt zumindest nur irgendwie damit abschließen." In Naoya brodelte eine Vielzahl von Gefühlen... Wut, Trauer, Frust aber eben auch die Liebe zu seiner Familie und sein starker Beschützerinstinkt. "Tut mir leid, dass ich das gerade alles an dir auslasse. Ich habe mit noch niemandem außer mit Minako über diese neuen Erkenntnisse geredet... und als ich ihr davon erzählte waren sowohl ich als auch sie komplett betrunken. Ich weiß also nicht wieviel sie davon überhaupt mitbekommen hat.", murmelte der Venom leise lachend und ging anschließend auf die mahnenden Worte des Velvets ein, welcher ganz und gar nicht glücklich darüber schien, dass der Brünette ständig sein Zuhause und seine Lebensweise schlecht machte. Die Begründung dazu schien der Velvet allerdings noch weniger zu verstehen und Naoya lachte nur leise. "Hör auf dich über mich lustig zu machen.", schmollte der Venomanführer erst, ehe er doch vage lächelte und Haru einen kleinen Kuss auf die Lippen hauchte. "Du bist hier jederzeit willkommen. Ich denke da werden mir meine Geschwister, ganz besonders Amari, zustimmen."
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    • ___ Haru ___

      Im Schneidersitz saß er weiterhin neben dem Venom und hätte ehrlich gesagt nicht erwartet, dass ihm Naoya tatsächlich von seiner Mutter erzählte. Haruka stufte dies als weiteren großen Vertrauensbeweis ein und fühlte sich ungemein geschmeichelt. Wahrscheinlich hätte sein Gegenüber im Traum nicht daran gedacht, dass er jemals seinem Rivalen sein Herz ausschütten würde und hier saß er und wurde eingeweiht. Er war sogar in den eigenen privaten Wänden des anderen, lernte dessen Familie kennen. Sex war eine Sache, aber das hier war ein eindeutig etwas anderer Schritt. Haruka war nie der Typ für Bindungen gewesen, sobald etwas in eine ernste Richtung gegangen war, war er wie ein Arschloch verschwunden und hatte auch nie irgendwelche Gefühle zugelassen. Die Angst verlassen zu werden saß einfach zu tief und lieber verließ er andere bevor man ihn allein ließ. Jetzt aber mit Naoya fühlte es sich anders an. Er wusste nicht genau, was das zwischen ihnen beiden war, aber das war in Ordnung. Manche Dinge brauchen nicht zwingend einen Namen, wenn es sich richtig und gut anfühlt und das mit dem Venom fühlte sich verboten gut an. Er wollte mehr über ihn erfahren, er wollte solche sensiblen Themen wissen und er wollte der einzige sein. Haruka hatte ja schon immer eine etwas besitzergreifende Ader...okay eigentlich eine extreme Ader, aber er hätte nicht gedacht, dass er das mal auf jemanden bezog und schon gar nicht auf Naoya! Dem verfluchten Anführer der Venoms und sein fucking Rivale! Aufmerksam hatte er jedem einzelnen Wort gelauscht und zischte. "Tss egoistisches Miststück. Wie kann man so dumm sein und so eine Familie zurücklassen? Hoffentlich scheißen ihr die Kinder ins neue Ehebett." Als er sich bewusst wurde, was er da eigentlich gesagt hatte, hob er schnell die Hände. Ja Haruka hatte schon immer ein loses Mundwerk und er fluchte sehr zum Leidwesen von Hiroto früher schlimmer als jeder Seefahrer, aber er hatte gerade die Mutter eines anderen beleidigt und das war ein no go, selbst für Haruka. "Sorry....ist immer noch deine Mum und so...ich hätte nicht so reden sollen......auch wenn ich es so meine...." ein wenig unbeholfen fuhr er sich durch das dunkle Haar und war dankbar, dass sie das Thema indirekt wechselten. "Es ist auch mal ganz nett nicht nur übers vögeln oder Virus zu sprechen.", grinste er Naoya an um die Situation aufzulockern und dem anderen zu vermitteln, dass es okay war, dass er ihm das anvertraut hat. Haruka wollte es schließlich wissen. Er wollte diesen Mann kennenlernen....ach verdammte scheiße.
      "Ich muss mich über dich lustig machen, wenn du so eine scheiße von dir gibst. Wenn du dein Zuhause noch einmal schlecht machst, hau ich dir eine rein." er fuhr mit der Hand zum Hinterkopf des anderen, als dieser ihm einen kleinen Kuss schenkte, nur um ihm einen richtigen Kuss auf die Lippen zu drücken. "Danke."


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    • Naoya
      Er starrte verdutzt Haru an, ehe er plötzlich begann herzlich zu lachen und sich sogar eine kleine Träne aus dem Augenwinkel wischte. Haru hatte mit seiner derben Art genau richtig reagiert und vielleicht war das auch ein Punkt, warum Naoya ihn so mochte... zumindest glaubte Naoya, dass er begann den Velvet ernsthaft zu mögen. Er wusste, dass es selten dämlich war für seinen Ex-Erzrivalen und eigentlich größten Konkurrenten Gefühle zu entwickeln war, aber seit wann sprach sich das Herz schon mit dem Gehirn ab? "Danke, das habe ich jetzt gebraucht! Mir ist es deutlich lieber wenn jemand diese Frau offen verflucht, als wenn sie nur von einer weiteren Person in Schutz genommen wird. Das hat sie absolut nicht verdient. Nicht, nachdem sie uns so im Stich gelassen hat.", versuchte er Haru fast schon ein wenig zu beruhigen und grinste sogar ein wenig amüsiert, als dieser ihre sonstigen Gesprächsthemen ansprach. "Nun ja... im Regelfall reden wir eher weniger über Sex...", betonte der Venom mit einem anzüglichen Unterton, bevor ihr Gesprächsthema wieder ein wenig ernster wurde und er von Haru aufgrund seiner Eigenheit sich kleiner zu machen gemaßregelt wurde, woraufhin Naoya den Velvet sogar auch für die Zukunft hier in sein Zuhause einlud. Würde er das vielleicht bereuen, wenn Venom und Velvet nicht mehr zusammenarbeiteten? Womöglich? Könnte Haru ihm das Herz brechen, welchem der dumme Venom gerade so naiv folgte? Sehr wahrscheinlich. Aber Naoya war niemand, der sich einfach zurücknahm, nur weil die Zukunft schlechtes bereithalten könnte. Würde dem Venom das Herz gebrochen werden, dann würde sich der zukünftige Naoya damit herumschlagen müssen. Nicht aber der Naoya im Hier und Jetzt.
      Der Brünette richtete sich etwas auf und nachdem sich ihr kurzer Kuss gelöst hatte, drehte er sich mehr zu Haru und setzte sich kurzerhand auf dessen Schoß, die Arme um seinen Hals geschlungen und Naoyas Kinn fast schon erschöpft auf der Schulter des Velvets abgelegt. "Danke fürs Zuhören. Falls du jemals über etwas sprechen möchtest... bin ich für dich da."
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    • ___ Haru ___

      Er war erleichtert, als er Naoya so lachen hörte und wie so oft stellte er fest, dass er das Lachen des anderen mochte. Nun, solange er ihn nicht auslachte versteht sich. Da sie sich aber trotz ihrer Sympathie für einander dennoch gegenseitig zur Weißglut brachten, war das oft nicht ausgeschlossen und dann wünschte er sich, dem anderen für das Lachen im Hals stecken bleiben. Jetzt aber, war es das schönste Geräusch der Welt für ihn, neben diversen zweideutigen Lauten und dem Schurren seines Rennwagens natürlich. Kitschigen Gedanken gekonnt zerstört - jawohl! Wegen dem Kerl wurde er nämlich eindeutig zu rührselig, aber was sollte er dagegen tun? So wie sich Naoya die Lachtränen aus den Augenwinkeln strich und ihn anlächelte, war es einfach unfair wie niedlich er dabei aussah. "Oh, ich bin gut im fluchen. Stehts zu Diensten.", antwortete er schmunzelnd und war nun derjenige der nach den nächsten Worten lachen musste. "Stimmt, Männer der Tat und so." er zwinkerte dem anderen daraufhin zu und war froh, dass der andere endlich aufgehört hatte sich klein zu reden. Das passte nicht zu dem sonst so selbstbewussten Naoya, auch wenn Haruka dadurch das Bedürfnis hatte ihn beschützen zu wollen. Irgendwie immer noch abstrakt, dass er gerade den Anführer einer anderen Gang beschützen wollte, zumal Naoya nicht wirklich der Typ war der Schutz brauchte. In solchen Momenten aber, wenn der Venom diese verletzliche Seite an sich zeigte, fühlte sich der Dunkelhaarige irgendwie verantwortlich für ihn und das Gefühl war gar nicht so übel. Er fühlte sich dadurch besonders und eine kleine Stimme in seinem Kopf hatte ohnehin festgelegt, dass niemand außer er Naoya je so erleben durfte! Als sich der andere dann auch noch auf seinen Schoß setzte und sich so erschöpft an ihn schmiegte, bekräftigte das dieses Gefühl nur noch mehr. "Du weißt doch, ich bin nicht so der Typ der über Sorgen spricht. Ich bin eher derjenige der die Leute für andere verprügelt.", antwortete er amüsiert, zog Naoya dann aber an sich und legte die Arme um ihn. "Danke....vielleicht komme ich darauf dennoch mal zurück."


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    • Naoya
      Er hatte sich auf Harus Schoß niedergelassen, sein Kinn erschöpft auf dessen Schulter abgelegt und sich an den Velvet gekuschelt, während dieser ebenfalls seine Arme um Naoya schlang und die beiden Ganganführer den Moment einfach nur so genossen. "Ich bin normalerweise auch niemand, der sich bei jemand anderem ausheulen würde... aber manchmal braucht man das einfach. Mein Angebot bleibt also stehen.", stellte der Venom zufrieden klar und hauchte dem Velvet anschließend noch einen Kuss auf die Lippen, der zunehmend inniger und heißer wurde, ehe er sich schließlich von Harus Schoß erhob und sich neben ihm auf das Bett legte, die Arme hinter dem Kopf verschränkt und der Blick starr an die Decke gerichtet. Ihm war extrem warm und sein Verlangen Haru und sich selbst jetzt gerade auszuziehen half absolut nicht. Er musste sich verdammt nochmal zusammenreißen. Unter normalen Umständen, wenn sie jetzt bei Haru wären, hätten die beiden sich längst wieder die Klamotten vom Leib gerissen und wären übereinander hergefallen... einfach weil ihnen danach war. Hier und jetzt würde Naoya sich aber gewaltig zusammenreißen müssen. Schließlich waren sie hier nicht in einem großen, schallgedämmten Apartment dessen Nachbarn der Velvet nicht einmal kannte... nein, sie waren hier in Naoyas Haus, wo seine Geschwister in direkter Hörweite waren und der Venom alles andere als seine Geschwister verstören wollte. Es reichte, wenn Masahiro bereits eins und eins zusammengezählt haben schien, und sich womöglich ein bisschen was zusammenreimen konnte, nichtsdestotrotz würde er hier nichts riskieren und seinen Geschwistern den letzten Rest Unschuldigkeit rauben.
      "Willst du ein paar Klamotten von mir zum schlafen? Da wir ja in etwa gleich groß sind, müssten meine Sachen dir passen und schließlich habe ich schon oft genug deine Klamotten bei dir geschnort.", bot der Venom an und versuchte seine Gedanken wieder auf harmlose, jugendfreie Wege zu lenken, was leichter gesagt als getan war. Vielleicht war es auch keine gute Idee gewesen Haru zu überzeugen hier zu bleiben.
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    • ___ Haru ___

      Wann hat es eigentlich angefangen, dass sich die Nähe zu seinem Lieblingsrivalen so angenehm und vertraut anfühlt? Was zuerst nur Spaß war, war zu etwas anderem geworden, etwas intimen und schwer zu beschreibenden. Leider war Haruka auch an dem Punkt angelangt, dass er nicht wollte das Naoya neben ihm noch jemand anderen hatte. Was auch immer das hier war, er wollte nicht teilen und die Vorstellung der Venom hatte Spaß mit irgendeiner Ziege mit zu großen Silikonbrüsten verschaffte ihm Brechreiz. Darum schlang er auch direkt die Arme um den anderen, als dieser sich auf seinen Schoß gesetzt und ihn geküsst hatte. Leider hatte sich der Anführer der Venoms viel zu schnell von ihm gelöst, was ihn grummeln ließ. Wenigstens legte sich Naoya neben ihn, was ihn halbwegs milde stimmte. Er hätte nichts dagegen gehabt den Dunkelhaarigen weiterhin auf seinem Schoß nah bei sich zu haben. Ach verflucht nochmal...das war alles die Schuld von diesem Typen! Was musste Naoya auch so gut aussehen? Grinsend beugte sich Haru kurz über das Gesicht des anderen, der stur an die Decke starrte. "Glaubst du die Decke fällt runter, wenn du sie nur böse genug ansiehst?", scherzte er leicht lachend und richtete sich wieder auf. "Gern. Ich würde aber gern erst einmal duschen bevor wir schlafen gehen. Zeigst du mir dein Badezimmer?" Danach lehnte er sich kurz an das Ohr des Dunkelhaarigen. "Um Zeit zu sparen, kannst du natürlich auch gerne mit." Natürlich würde er einen bösen Blick von Naoya ernten, schließlich wollte der Venom wohl kaum, dass seine Geschwister noch mehr mitbekamen als ohnehin schon. Allerdings war das seine kleine Rache dafür, dass es nur Naoya schaffte ihn in Verlegenheit zu bringen und Haruka war sonst nie verlegen!


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    • Naoya
      Es war schwer sich in Harus Gegenwart zusammenzureißen, auch wenn der Abend nicht ganz so entspannt und romantisch begonnen hatte, dennoch musste Naoya sich immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass er hier nicht mit Haru in dessen Apartment mit dicken Wänden war, sondern sich seine Geschwister auf der anderen Seite der Wände befanden und jedes lautere Geräusch ohne Probleme hören konnten. Plötzlich wünschte der Venom sich wieder in die Wohnung seines ehemaligen Erzrivalen und aktuellen Liebhabers.
      "Sehr witzig.", murrte Naoya auf die Sticheleien von Haru hin und boxte diesen leicht in die Schulter. "Wenn du mein Zimmer verlässt, geh einfach wieder in Richtung Wohnzimmer. Es ist die letzte Tür rechts, bevor du das Wohnzimmer erreichst.", beschrieb der Venom dem Velvet ohne weiter auf die Einladung einzugehen. Stattdessen erntete Haru dafür nur ein Augenverdrehen von Naoya für seine Worte, konnte aber auch das kleine Lächeln auf seinen Lippen nicht ganz unterdrücken. So erhob sich Naoya also vom Bett, suchte in seinem Kleiderschrank nach einer neutralen Jogginghose und einem T-Shirt, welches fürs Schlafen geeignet war. Sein Blick blieb bei einem dunklen Shirt hängen, dessen Aufdruck schon etwas verblasst war, aber sehr viel Erinnerung weckte. Als er als Teenager den Venoms beigetreten war und er noch zu jung für das Tattoo war, hatte er das als Geschenk bekommen, um sich ebenso wie ein vollwertiges Mitglied zu fühlen. Das Schlangenlogo der Venoms hatte sich im Laufe der Zeit verändert, aber dennoch verband man auch dieses ältere Symbol unmissverständlich mit seiner Gang. Naoya hielt inne... und reichte Haru dann besagtes Shirt mit der Hose wortlos. Der Gedanke, Haru würde sein Gang-Shirt tragen war irgendwie... schön, wenngleich die Geste wohl auch seltsam wirken musste... Haru war immer noch der Anführer einer rivalisierenden Gang... Es wäre also absolut nicht verwunderlich, wenn er aus besagtem Grund genau dieses Shirt ablehnen würde. Würde Naoya etwas von Velvet anziehen? Wenn Haru es ihm anbieten würde...
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