❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

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    • ___ Haru ___

      Als der Fremde damit begann, dass er das ja nicht als Beleidigung gezählt hatte, lag ein mahnender Blick in den Augen von Keisuke und der Kerl verstand glücklicherweise und erklärte ihnen endlich, was er hier wollte. Das, was der Schwarzhaarige sagte, klang logisch und wären sie darin spezialisiert, hätten sie ja wohl kaum einen solchen ITler gesucht. Haru wollte lieber nicht wissen, ob Virus nicht vielleicht den ein oder anderen Techniknerd besaß und die Vorstellung eine dieser vollbusigen Miststücke würde nun sein Hauptquartier kennen, verstimmte den Velvet nur noch mehr. Wenn er geglaubt hätte, dass seine Laune nicht noch schlechter hätte werden können, hätte er eine Wette haushoch verloren. "Hättest du das gleich gesagt, statt hier so reinzumarschieren, hättest du einen deutlich besseren Eindruck gemacht", brummte der Brünette nach wie vor äußerst verstimmt über die Art von Auftritt. Das Haruka selbst nicht unbedingt zur taktvollen Sorte gehörte, sollte man hierbei aber nicht erwähnen. Nun lag Keisukes mahnender Blick auf seinem Anführer und Haru seufzte sich geschlagen gebend. Wenn es jemanden gab, den er auf der Welt nicht verärgern wollte, dann waren es Hiroto und Keisuke. "Ist ja gut, schau nicht so", brummte der Velvet und sah wieder zu dem Schwarzhaarigen. "Ungeachtet unseres schlechten Starts, danke ich dir im Namen der Velvets und auch der Venoms. Wie du ja unschwer erkennen kannst, sind wir nicht erfahren was technisches Knowhow angeht und suchen jemanden wie dich. Es gibt eine rivalisierende Gang, die uns Ärger macht und wir brauchen einen von der Szene unabhängigen Verbündeten. Mehr Einzelheiten erst, falls du dich dazu bereit erklärst und nachdem er..." Daraufhin deutete Haruka auf Naoya. "und ich uns beraten haben." Inzwischen hatte sich der Velvet wieder gefangen und versuchte deutlich sachlicher an die Angelegenheit heranzugehen. In der Hoffnung, dass auch der namenlose Schwarzhaarige ihn nicht weiter provozierte.


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    • Naoya & Talay
      "Hätte mich denn einer von euren Leuten hier einfach so hereingelassen, wenn ich mich vorgestellt hätte mit: Hallo, ich bin Talay. Ich habe mich in euren Router gehackt, um euren Standort ausfindig zu machen und ich bin jetzt hier um eben diesen zu zerstören. Könntet ihr mich bitte hereinlassen?"
      Naoya musterte den Neuankömmling mit großer Klappe alles andere als glücklich. Der Kerl hatte ein bisschen zu viel Selbstbewusstsein, dafür dass er gerade einfach so in das Hauptquartier zweier Gangs komplett unbewaffnet eingedrungen war. War ihm nicht bewusst in welcher Gefahr er hier sein könnte, insbesondere wenn er so großspurig mit ihnen sprach? Naoya tauschte unschlüssig einen Blick mit Haru aus. Ihm war das hier noch alles nicht so ganz geheuer.
      Währendessen sprach Haru weiter und bedankte sich bei Talay und erörterte dem Neuankömmling ein bisschen die Situation.
      Verblüfft blickte Talay bei diesen Worten in der Runde herum und musterte allem voran die beiden genannten Anführer, die hier wohl das Sagen hatten. Zwei Gangs, die zusammenarbeiteten? Damit hatte er nun wirklich nicht gerechnet... Entweder schienen die beiden Gangs wirklich verdammt gefährliche Gegner zu haben, damit sie sich zusammenschließen mussten... oder da lief was viel tiefergehenderes, was Talay höchstwahrscheinlich absolut nichts anzugehen hatte. Trotzdem war er ein wenig neugierig... aber das gehörte hier und jetzt noch nicht hin. Würden sie tatsächlich zusammenarbeiten, könnte er noch früh genug den ganzen Klatsch und Tratsch und die zwischenmenschlichen Beziehungen der beiden Gangs analysieren. "Zwei Gangs? Ungewöhnlich... zumal die Atmosphäre hier alles andere als angespannt ist..." Er sprach mehr mit sich selbst, zuckte dann aber vage die Schultern und lächelte schließlich leicht, während er sich fast schon wie selbstverständlich auf einen Stuhl in der Nähe setzte. "Mir soll es egal sein. Ich biete jedenfalls meine Hilfe an... natürlich nicht kostenlos, aber ich bin auch nicht unbezahlbar. Alternativ kann ich auch wieder verschwinden, falls ihr kein Interesse habt. Dann könnt ihr das hier..." Er deutete auf den zerstörten Router. "...Als Preis für meine Neugierde ansehen und ich werde euch nicht weiter behelligen. Eure Informationen bleiben natürlich auch unter uns. Wenngleich ich bei dem Namen Tsukiyomi Haruka eher mit einer hübschen jungen Frau gerechnet habe..." Ein amüsiertes Grinsen umspielte Talays Lippen, als er doch noch einmal den Anführer der einen Gang aufziehen musste, hob aber automatisch beschwichtigend die Hände. "Sorry..."
      Naoya schenkte dem Kerl einen mahnenden Blick und tatsächlich schien er etwas zu bewirken. Das selbstsichere Grinsen verschwand langsam von Talays Lippen und der Hacker rutschte sogar beinahe ein bisschen nervös auf dem Stuhl herum. "Schon gut, ich lasse solche Bemerkungen. Ich neige dazu viel zu reden wenn ich ..." Beinahe hätte er 'nervös' gesagt. "...in ungewohnten Situationen bin."
      Naoya verschränkte nachdenklich die Arme vor der Brust und lief dann langsam zu Haru herüber, ehe er neben ihm stehen blieb und sich nah zum Ohr des Velvetanführers beugte. "Was hältst du von dem Kerl? Ich traue ihm nicht..."
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    • ___ Haru ___

      Wenn Haru eines nicht leiden konnte, dann waren es Klugscheißer, um es mal nicht sehr elegant zu umschreiben. Der Velvet war eigentlich gar kein so schwieriger Mensch, wenn man normal mit ihm sprach. Hochtrabendes Gerede machte ihn wütend und erinnerte ihn viel zu sehr an seine Familie. Wenn er wollte, dass jemand abfällig mit ihm sprach, oder ihm offenbar irgendeine Überlegenheit verdeutlichen wollte, konnte er nachhause gehen. Dafür brauchte er sicherlich keinen daher gelaufenen Idioten wie besagten ´Talay´. Jedenfalls war das eindeutig ein Triggerpunkt bei Haruka, aber er wollte nicht nur für die Velvets einen Anführer symbolisieren, sondern auch jemand charakterstarken für die Venoms, da ihr Verhältnis vor allem nach der Aktion vorhin auf ziemlich wackligen Füßen stand und sie es sich einfach nicht leisten konnten, würde ihr Bündnis zerfallen, bevor sie Virus gestoppt hatten. Haruka war für seinen Hitzkopf bekannt und das er sich so zusammen riss, zeugte von gutem Willen für alle hier. Er hoffte ja, dass es irgendwer zu schätzen wusste und wenn es der Idiot vor ihnen war, der dank dessen seine Zähne behalten durfte. Allerdings war dieser Talay jemand von der äußerst gesprächigen Sorte und hätte Haruka geglaubt, dass der Schwarzhaarige nicht noch mehr scheiße reden konnte, dann hätte er die Wette haushoch verloren. Das Gespräch über Geld und den Router war Haruka mehr als nur gleichgültig, dass er ihn aber wegen seines Namen aufzog, das war ein anderes Thema und selbst wenn Naoya den Typen mahnend ansah, änderte das nichts daran, dass ihr besagter Störenfried einen weiteren Punkt getroffen hatte, den Haru schwer abkonnte. Es war eine Sache, wenn ihn Naoya deshalb aufzog, eine andere, wenn es ein Fremder tat. Bevor der Kerl eine Entschuldigung überhaupt über die Lippen brachte, hatte Haruka so stark gegen den Stuhl getreten, auf den sich Talay so freimütig gesetzt hatte, dass dieser direkt nach hinten kippte, samt dem Schwarzhaarigen und Bekanntschaft mit dem harten Boden der Lagerhalle machte. "Schieb dir deine Entschuldigung sonst wohin Arschloch. Noch eine solche Bemerkung und du kommst hier nicht mehr in einem Stück raus!" Talay hatte Glück, dass nun Naoya das Gespräch mit ihm suchte, denn Haru wüsste nicht, ob er nicht doch nachgetreten hätte. "Ich hasse ihn, wenn du es genau wissen willst.", sagte er äußerst hörbar, seufzte dann aber schwer und wandte sich wieder ernster an den Venom. "Er scheint allerdings Ahnung zu haben, von dem was er tut und offenbar hat er selbst genug Dreck am Stecken, dass die Gefahr nicht besteht, dass er uns an die Bullen verpfeift.", flüsterte er nah an dem Ohr von Naoya zurück.


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    • Naoya & Talay
      Wenn er behaupten würde, er hätte soeben die falschen Worte gewählt, dann würde Talay ganz stark untertreiben... Die Untertreibung des Jahrhunderts und das bekam auch wenig später schon zu spüren, als Haru ihn förmlich vom Stuhl kickte und der schwarzhaarige sich sehr unsanft auf dem Boden wiederfand. Stöhnend rieb er sich den Arm, auf den er gefallen war und fuhr sich dann seufzend mit einer Hand durch seine Haare, um sich die schwarzen Haarsträhnen aus dem Gesicht zu streichen. Schon gut... das hatte er wohl verdient gehabt. Vielleicht sollte er sich glücklich schätzen, dass der Kerl nicht noch nachgetreten hatte. Seinem Gesichtsausdruck zu urteilen nach wäre er dazu sehr wohl imstande gewesen und hätte das wahrscheinlich auch nur zu gerne wirklich getan. Besser er hielt vorerst sein Klappe. Wenn schon nicht die beiden Anführer, schienen auch die anderen anwesenden Gangmitglieder nicht wenig versucht ihm eine reinzuhauen. Seine Großspurigkeit wurde ihm halt gelegentlich zum Verhängnis.
      Naoya hatte sich währendessen Haru genähert, um mit ihm im Flüsterton die Situation zu bequatschen und sie waren sich aktuell beide sehr einig, dass sie keinerlei Sympathie für den Kerl hegten. Das stand gerade außer Frage. Allerdings wollten sie ja auch keine Freundschaft mit ihm schließen, sondern sie brauchten ihn auf geschäftlicher Ebene. Und da schienen seine Fähigkeiten durchaus überzeugender. "Wir müssen ihn ja auch nicht lieben. Schließlich haben wir beide uns ja auch nicht aus Sympathie zusammengeschlossen. Wenn das wahr ist, was er erzählt hat, könnte er uns wirklich von Nutzen sein... vorausgesetzt..." Naoya hielt inne und räusperte sich kurz, ehe er sich Talay zuwandte und mit etwas lauterer Stimme zu ihm sprach. "Das ist noch keine Bestätigung... nur ein Aspekt, den wir auch berücksichtigen müssen: wegen deiner Bezahlung... wieviel Yen forderst du?"
      Talay hob leicht eine Augenbraue, etwas überrascht, dass der Brünette plötzlich mit ihm sprach und sich nach der Bezahlung erkundigte. Vorsichtig erhob er sich vom Boden, klopfte seine Hose von dem Staub ab und ließ dann seine Fäuste in den Taschen seines Pullovers verschwinden, während er nun doch etwas vorsichtiger antwortete. "Mir geht es nicht um Geld. Ich würde das auch ohne entgeltliche Bezahlung machen. Alles was ich bräuchte wäre ein Gefallen... oder die Aussicht auf einen Gefallen. Die Möglichkeit, dass ich eines Tages diesen Gefallen einfordere und ihr in Erwägung zieht mir diesen zu gewähren." Das Grinsen auf Talays Lippen war nun mehr komplett verschwunden und der Dunkelhaarige wirkte deutlich angespannter als noch zuvor.
      Naoya musterte ihn unschlüssig. Das klang nicht nur verdammt vage, sondern auch irgendwie riskant... allerdings formulierte Talay das ganze gerade so, als könnten sie selbst entscheiden ob sie in der Situation den Gefallen gewährten oder nicht. "Und sonst nichts?", versuchte Naoya es etwas verwirrt erneut, während er die Augenbrauen zusammenzog.
      "Naja... maximal vielleicht etwas zu essen, wenn ich für euch arbeite oder Getränke... ansonsten brauche ich nichts weiter."
      Naoya wandte sich wieder Haru zu. "Zumindest verlangt er kein Vermögen...", murmelte er fast schon ironisch.
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    • ___ Haru ___

      Der Kerl hatte verfluchtes Glück, dass ihn Haruka nicht in Stücke gerissen hatte. Nicht nur er, sondern alle versammelten Velvets, wahrscheinlich aber auch die Venoms, denn die sahen auch nicht glücklich aus, hatten wahrscheinlich das Bedürfnis diesen arroganten Sack zu vermöbeln. Sie hatten alle ohnehin angestauten Frust und der Typ schrie förmlich danach, dass er verprügelt werden musste. Dieser Talay schien die menschlich gewordene Version eines LED-Schildes zu sein mit der Aufschrift ´schlag zu´. Allerdings sprach doch die Sache für ihn, dass er offenbar Ahnung hatte von dem was er tat und Naoya hatte recht - auch wenn er das nie zugeben würde - sie wollten ja hier keine Freundschaft schließen. Was für ein Tag...er hätte mit Naoya im Bett bleiben sollen.
      Talay wirkte nach der Bruchlandung durchaus vorsichtiger und seine große Klappe war nicht mehr ganz so gewaltig wie vor wenigen Minuten. Vielleicht war ja jetzt in diesem großspurigen Hirn angekommen, dass es sich hier immer noch um Gangmitglieder handelte und nicht um eine gemütliche Teegesellschaft. Haru wäre sehr wohl in der Lage ihn krankenhausreif zu schlagen und er hatte genug Kontakte um all das zu vertuschen. Vielleicht musste der Dunkelhaarige ihren Gast, sollten sie die Zusammenarbeit akzeptieren, öfter die Leviten lesen, damit er nicht erneut in diese Schiene rutschte. Wow, er war doch kein Kindergärtner. Als der Venom die Bezahlung ansprach, war die erhaltene Antwort ihres fragwürdigen ITlers sehr vage, beunruhigend vage und darum runzelte der Velvet berechtigt die Stirn, während er Naoya ansah. Wahrscheinlich kam es nicht nur dem Anführer der Velvets sehr suspekt vor. Der Schwarzhaarige wirkte fast wie ein verlorenes Häufchen Elend, als er so die Hände in den Taschen seines Pullovers vergrub und auf den Boden starrte. War der Kerl vielleicht schizophren? Das auch noch. Warum zogen sie eigentlich immer diese merkwürdigen Leute an? "Mir wäre Geld lieber...", brummte der Velvet, erntete dafür allerdings doch diverse Blicke und seufzte. "Ja ja..." sein Blick galt nun wieder ihrem Störenfried. "Wenn es uns freisteht, diesen Gefallen, was auch immer er sein mag, bei Dingen die gegen unsere Moral sprechen abzulehnen, dann ist das von meiner Seite aus in Ordnung. Allerdings wirst du diesen Gefallen von mir und nicht von meiner Gang einfordern. Ich traue dir nicht und habe nicht vor, dass du die anderen da hinein ziehst." Er sah nun zu Naoya. "Was meinst du dazu?"


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    • Naoya & Talay
      So suspekt das auch mit dem Gefallen klang, ihnen blieb immernoch die Option diesen im Zweifelsfalle auszuschlagen und ansonsten würde es ihnen einiges an Ressourcen sparen, wenn der Kerl keine Bezahlung wollte. Dass Haru lieber das ganze mit Geld geklärt hätte, wunderte Naoya allerdings weniger, da der Velvet schließlich die Mittel dazu hatte. Das sähe bei den Venoms insgesamt anders aus und Naoya hätte sich ohnehin nicht ganz wohl dabei gefühlt, würden die Velvets nur für einen Dienst bezahlen, den sowohl Venoms als auch Velvets nutzen würden. Das würde automatisch dazu führen, dass in dem Sinne keine Gleichberechtigung zwischen den Gangs herrschen würde und das würde Naoya komme was wolle verhindern. Dass er mit Haru schlief war eine Sache, aber im Endeffekt gehörten sie beide immer noch unterschiedlichen Gangs an und diese Zusammenarbeit war nur temporär... bis Virus für ihre Taten gezahlt hatten. "Das gleiche gilt auch für mich... du machst den Deal mit Haru und mir, nicht mit den Venoms und Velvets. Heißt... den Gefallen schulden maximal wir beide dir."
      Venom? Velvet? Talay hörte die Namen nicht das erste Mal... er konnte allerdings nicht ganz zuordnen, woher er die Namen bereits kannte. Damit würde er sich später noch einmal beschäftigen müssen. "Das reicht mir... dann werde ich auch nur euch beide als meine Auftraggeber ansehen.", schlug der Dunkelhaarige daraufhin vor und nach einem weiteren Moment des misstrauischen Musterns von Seiten Naoyas, drehte sich der Venom wieder Haru zu und beugte sich nah zu dessen Ohr, sodass nur der Velvetanführer seine Worte verstehen konnte. "Wir haben viel zu viele Spuren, die gerade in Sackgassen landen. Lass ihn uns testen... sozusagen eine Probezeit. Geben wir ihm die unbedeutenste Spur und sollte er sie aufdecken können ohne Probleme erwägen wir eine weitere Zusammenarbeit. So sehen wir auch gleich direkt was er drauf hat und erfahren, ob das nicht nur alles leere Worte sind und der Kerl sich größer aufspielt, als er eigentlich ist."
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    • ___ Haru ___

      Es überraschte Haruka nicht, dass Naoya in die Aussage des Velvets mit einstimmte. Schließlich war der Venom ebenfalls jemand, der andere nicht in Entscheidungen, die nicht sicher waren, hinein ziehen wollte. Sollte etwas passieren, würden nur die Anführer dafür gerade stehen. Auch wenn Haru das Verhalten des Dunkelhaarigen nicht überraschte, war er dennoch erfreut über dessen Unterstützung in dieser Hinsicht. Es unterstrich ihre Zusammenarbeit und ganz gleich welche Differenzen beide Gangs miteinander hatten, mussten sie geschlossen gegen Virus stehen und für diese Geschlossenheit mussten die Anführer als Beispiel vorangehen und nicht ihr Ego entscheiden lassen. Amüsant, wenn man bedenkt, dass sie sich vor wenigen Wochen gegenseitig am liebsten an die Gurgel gegangen waren. Aus Hass wurde eine etwas fragwürdige Art der Freundschaft. Das sie miteinander schliefen war nochmal eine eigene Kategorie, aber eher den Bedürfnissen geschuldet und nicht irgendeiner Sympathie. Nun vielleicht ein wenig freundschaftlicher als bislang, aber das war's dann auch schon. Okay, diese Gedankengänge hatten hier jetzt nichts zu suchen. Warum drifteten Harus Gedanken in letzter Zeit immer wieder zu dem Venom? Wahrscheinlich, weil er ihn einfach zu oft vor der Nase hatte. "Exakt nur wir beide. Wenn du ein Anliegen hast, wirst du es auch nur uns beiden schildern. Eins noch, sollte ich herausfinden, dass du uns hintergehst, hast du Glück, wenn dein Gesicht nur den Hallenboden wiedersieht. Du kannst in uns entweder einen Verbündeten haben oder einen Feind, überleg dir also gut, was du tust.", Haru war es wichtig dies nochmal klar und deutlich zu machen. Ja, er hätte dies wahrscheinlich jedem gesagt, der für sie arbeiten wollte, aber Talay hatte sich nicht gerade von seiner Schokoladenseite präsentiert, falls er so etwas überhaupt besaß und Harukas Misstrauen abzuschütteln war verflucht schwer. Als Naoya sich wieder zu ihm beugte, kitzelte ihn der warme Atem und Haru fragte sich erneut, warum sie heute Morgen nicht einfach im Bett geblieben waren. Auf den ganzen Ärger hätten sie heute sicherlich beide verzichten können. Die Idee, welche der Venom da aber hatte, war ziemlich schlau und egal ob Rivalität hin oder her, in solchen Fällen entschied Haruka immer was das Beste für die Gang war und nicht für sein Ego, weshalb er zustimmend nickte. "Ich stimme zu. Das erscheint mir auch das vernünftigste zu sein. Wie wäre es mit der letzten Kiste von unseren Aufnahmen?"


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    • Naoya & Talay
      Während die beiden Anführer der Gangs sich zu beraten schienen, ließ Talay seinen Blick erneut umherwandern und erntete tatsächlich viele feindliche Blicke von den Mitgliedern der Gangs. Eine Arbeit hier würde sicher nicht ganz so ruhig und angenehm werden, allerdings machte er das hier ja auch nicht, um sich mit den Gangs anzufreunden oder weil er so hilfsbereit war. Wenn alles nach Plan lief und sie ihm genug vertrauten, würde er diesen Gefallen nutzen und hoffentlich endlich große Schritte in seinen privaten Angelegenheiten machen. Zur Polizei gehen war nun mal keine Option und aktuell wirkte das wie die vielversprechendste Variante, wenngleich die Wahrscheinlichkeit immernoch groß war, dass er auch verraten werden könnte. Sollte das passieren, würde er es die Velvets und Venoms definitiv bereuen lassen. Egal was sie ihm gaben, er würde natürlich sicherheitshalber von allem ein Backup machen, für den Fall dass er es benutzen müssen würde.
      Naoya räusperte sich leicht, nachdem er sich mit Haru beraten hatte und ging eine Schritte von dem Velvet zurück, ehe er zu dem Dunkelhaarigen in dem grauen Hoodie blickte. "Talay, nicht wahr? Wir hätten einige Tage und Stunden an Überwachungsmaterial, bei welchem wir sichergehen müssen, ob es nicht irgendwelche illegalen Aktivitäten oder suspekte Leute zeigt. Wie schnell kannst du das herausfiltern?" Talay musterte die beiden Chefs, hob leicht eine Augenbraue und verschränkte dann leicht die Arme vor der Brust. Das klang nicht gerade nach etwas sonderlich anspruchsvollem, aber er verstand, dass dies ein Test war.
      "Kommt drauf an, wieviel auf dem Material los ist... kann ich jetzt nicht so spontan sagen. Gebt mir das Material und einen Platz wo ich mich mit meinem Laptop hinsetzen kann und ich dann kann ich euch mehr sagen.", bot er daraufhin an, während er auf seine Tasche deutete und indirekt damit auf seinen Laptop der sich in eben dieser befand. Mit einem Nicken deutete Naoya auf einen freien Tisch mit einem Stuhl und wortlos setzte sich Talay auf eben diesen und platzierte seinen Laptop auf dem Tisch, den er wenig später startete, während Naoya das Videomaterial holte und es ihm schließlich hinlegte.
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    • ___ Haru ___

      Ehrlich gesagt war dem Velvet die ganze Angelegenheit immer noch nicht ganz geheuer. Er traute diesem Talay nicht, ganz und gar nicht. Allerdings war es nun einmal amtlich, dass es niemanden in beiden Gangs gab, der Ahnung von Technik hatte. Haru hatte eine technische Begabung für Autos, aber sicherlich nicht für zu groß geratene Taschenrechner. Sein Handy war tatsächlich das höchste der Gefühle für ihn und da schien es den anderen ähnlich zu gehen. Haru hatte sich mit Naoya geeinigt, einen kleinen Test durchzuführen. Am Ende war der Schwarzhaarige nur ein weiterer Idiot mit großer Klappe und so viel Zeit hatten beide Gangs nicht, um sie mit jemanden zu verschwenden, der ihnen ohnehin auf den Zeiger ging. Da ihm Talay sowieso bereits auf den Schlips getreten war, wie man so schön sagte, würde ihn Haru ohnehin mit Argusaugen beobachten. Der Junge wirkte nicht dumm und sicherlich hatte er auch eine Absicherung für sich selbst, sonst wäre er garantiert nicht einfach so in das Quartier einer Straßengang marschiert und hätte so eine große Klappe riskiert. Haru juckte es ja immer noch in den Fingern, dem Typen einfach eine reinzuhauen, aber er musste persönliches Empfinden hier aus dem Spiel lassen. So schaute der Velvet einfach nur finster vor sich hin, während Naoya das Material für den Test zu ihrem Störenfried schaffte. Eigentlich war gerade die Sitzung der Gangs beendet und die armen Venoms und Velvets standen doch ein wenig verloren weiterhin in der Lagerhalle und wussten wohl nicht so genau, wie es jetzt weiterging. Sie hatten sich zwar entschieden allesamt Talay böse anzustarren, so verbunden hatte er beide Gangs noch nie erlebt, aber es wäre Schwachsinn sie jetzt alle hier auf der Matte stehen zu haben. Mit dem Typen wurde Haru auch allein fertig. So richtete er also seine Aufmerksamkeit zumindest auf seine Mitglieder. "Schon in Ordnung. Ihr könnt gehen, denkt an das, was wir besprochen haben. Ich habe so lange ein Auge auf....Talay...." den Namen sprach er bewusst betont aus, um dem Kerl zu vermitteln, dass er ihn weiterhin nicht aus den Augen ließ. Kei hielt dennoch inne, woraufhin der Brünette lächelte. "Du hast eine Familie, um die du dich kümmern musst, mach das du wegkommst. Ich melde mich bei dir." Kei seufzte leicht, nickte aber dankend und machte sich auf den Weg. Seine kleine Schwester hatte jetzt Schulschluss von der Abendschule und Haruka war es wichtig, dass Kei sie von dort abholte. Sein Vize sollte ein Auge auf seine Familie haben, sie alle. Nun abgesehen von Haru...aber das war ein anderes Thema. Sein Blick wanderte zu Naoya. Da auch der Venom Familie hatte, wusste Haruka nicht so recht wie sein aktueller Loverboy vorgehen wollte, aber vor Talay wollte er das Thema nicht anschneiden, darum versuchte Haru es ein wenig anders zu formulieren. "Hast du noch was zu erledigen? Wird wahrscheinlich wieder ein langer Abend. Ich werde hier bleiben und Pizza für mich und den Spinner bestellen. Er wollte Verpflegung und ich lasse mir sicherlich nicht sagen, dass ich ein schlechter Gastgeber bin."


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    • Naoya & Talay
      Dass Haru die anderen nach Hause schickte war wahrscheinlich auch die sinnvollste Entscheidung. Schließlich brachte es niemanden wirklich, wenn die anderen hier nur hilflos daneben standen und nicht wirklich etwas mit sich anzufangen wussten. Zwar wollte tatsächlich der ein oder andere lieber hier bleiben, um auf Nummer sicher zu gehen, aber Naoya und Haru vermittelten ihnen auch klar, dass sie nach Hause gehen sollten und Talay schon gegen Haru und Naoya wohl keine Chance haben würde. Grummelnd zogen die anderen damit ab und so blieben nur noch der Hacker, der Anführer der Venoms und der Anführer der Velvet. Als Haru dann Naoya bezüglich seiner familiären Verpflichtungen ansprach, blickte Naoya ein wenig unschlüssig zwischen seinem Handy und dem Hacker hin und her, der mittlerweile die ersten Videoaufnahmen zwar eingelesen hatte, aber nun in ein Bedienerfeld eine Vielzahl an abstrakten Zeichen und Buchstaben eintippte, als ginge es um sein Leben... vielleicht wirkte das auch nur auf Naoya so, weil der Venom auf Tastatur relativ langsam schrieb.
      Naoya legte eine Hand auf Harus Arm und zog ihn mit sich ein paar Meter hinter den Rücken des Hackers, sodass sie dennoch einen Blick auf ihn hatten, er die beiden aber nicht direkt sah. Naoya beugte sich wieder nah zu Haru, damit ihr ungebetener Gast sie nicht hörte. "Ich würde Amari und Masahiro von der Schule abholen und Heim bringen und anschließend wieder hierher kommen. Meinst du, du kommst bis dahin alleine klar? Falls was sein sollte oder der Kerl Blödsinn anstellt ruf mich einfach an, dann komme ich sofort hierher." Wieder blickte Naoya testweise in Richtung des Kerls, der sich nur für seinen Laptop zu interessieren schien und sich nicht wirklich zu interessieren schien, was die beiden Anführer taten. Das nutzte Naoya und legte für einen kurzen Moment seine Lippen auf Harus, ehe er sie wieder löste. Es war nur ein flüchtiger Kuss, beinahe eine simple Verabschiedung und so gar nicht, wie ihre sonst so heißen leidenschaftlichen Küsse.
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    • ___ Haru ___

      Während Naoya wohl versuchte, die Hieroglyphen zu entziffern, die man auf dem Bildschirm von Talay erkennen konnte, hatte es der Velvet bereits ausgegeben. Er hatte von dem Zeug keinen Schimmer und wenn es so wäre, wäre dieser Vogel wohl kaum hier. Während Talay also auf die arme Tastatur einhämmerte und sich der Velvet fragte, wie viel das Ding wohl aushielt, bestellte er nebenher per App Pizzen für sie. Er kannte Naoya, selbst wenn dieser kurz nach Hause fahren würde, würde es ihm keine Ruhe lassen und eine Stunde später stünde er hier wieder auf der Matte, also konnte er gleich für den Venom mitbestellen, zumal er ohnehin die Geschmacksrichtung des anderen kannte. Nun, nicht weil er sich das gemerkt hatte oder so. Der Velvet hatte eben einfach nur ein gutes Gedächtnis ....
      "Irgendwelche Allergien? Ich will nicht, dass du mir auf meinen Boden krepierst", brummte der Velvet taktvoll wie immer an den ITler gerichtet und drehte ihm das Handy entgegen, damit er sehen konnte, dass es tatsächlich nur um Pizza ging und nicht darum, dass ihn Haru ermorden wollte. Nun noch nicht jedenfalls. Nebenher hatte sich der Dunkelhaarige aber auch an Naoya gewandt und ihn indirekt danach gefragt, ob er denn vorhatte nach Hause zu gehen. Tatsächlich hatte ihn sein geheimer Liebhaber auch zur Seite genommen und das Angebot angenommen. Bei der Frage, ob Haruka allerdings klar kam, grinste er amüsiert. "Ich bitte dich, ich habe einen Vollcrash in meinem Auto überlebt. Ich denke, mit dem Typen werde ich fertig." Der überraschend sanfte Kuss zur Verabschiedung ließ aber jeglichen weiteren Kommentar verstummen und wenn es nur ein flüchtiger Kuss war, hatte Haru diesen erwidert. "Geh schon. Ich melde mich, wenn etwas sein sollte." Die Worte waren allerdings deutlich sanfter, als es sonst für den Velvet üblich war.


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    • Naoya & Talay
      "Sollte ich hier krepieren, dann sicher nicht wegen Pizza.", murrte Talay beiläufig auf Harus Frage hin und verneinte anschließend ob er irgendwelche Allergien hatte. Pizza klang gut und er war was das anging ohnehin nicht allzu wählerisch. Dass Naoya und Haru sich außerhalb seines Blickwinkels bewegten, merkte er nur am Rand und er entschied ohnehin nicht zu neugierig zu sein, da die beiden ganz offensichtlich etwas privates leise besprachen und das nicht für die Ohren des Hackers bestimmt waren. Also widmete Talay sich voll und ganz seinem Laptop.
      Naoya hatte währendessen Haru darüber informiert, dass er kurz seinen Bruder und seine jüngste Schwester von der Schule abholen würde, um anschließend wieder herzukommen. Den kleinen Kuss, den er dem Velvet auf die Lippen hauchte, erwiderte dieser sogar kurz, ehe Naoya ein Paar Schritte zurücktrat und nochmal kurz zu Talay sah, ehe er wieder Haru direkt in die Augen sah. "Bis dann. Ich versuche mich zu beeilen."
      Damit kehrte Naoya auf dem Absatz um und verließ das Hauptquartier, um seine Geschwister abzuholen und zumindest temporär Talay mit Haru alleine zu lassen. Hoffentlich würde in dieser Zeit nichts geschehen. Dass sie Talay nicht trauten war mit Abstand eine Untertreibung.
      "Die Videos sind jetzt bereits alle soweit komprimiert, dass sämtliche Aufnahmen, in denen nichts passiert, automatisch herausgeschnitten wurden.", informierte Talay Haru wenige Minuten nachdem Naoya gegangen war über seinen aktuellen Fortschritt, damit der Ganganführer ihm später nicht vorwerfen könne, er hätte ihn über nichts unterrichtet. Parallel dazu hatte der Dunkelhaarige neun gleichgroße Videoplayer Fenster geöffnet, in denen besagte komprimierte Videoausschnitte zu sehen waren, die in zehnfacher Geschwindigkeit abgespielt wurden und die der junge Mann in dem grauen Hoodie gleichzeitig beobachtete, ehe er nach einigen weiteren Minuten innehielt und nur noch zwei Aufnahmen auf dem Monitor diesmal vergrößert zu sehen waren. Auf der einen Aufnahme sah man zwei Männer die sich trafen und wohl hinter einer der großen Mülltonnen etwas austauschten auf der anderen Aufnahme waren zwei Frauen zu sehen, die erst miteinander diskutierten und anschließend sich gegenseitig ihre Zungen in die Hälse steckten. Was auffällig für Talay war... alle vier trugen ähnliche Symbole auf der Kleidung und er meinte sogar ähnliche Tattoos ausmachen zu können. Die Videoqualität war definitiv nicht die beste und auf den Aufnahmen war nur von einem der Männer das Gesicht ziemlich gut zu erkennen... aber das war doch sicher etwas nütztliches.
      "Habt ihr danach gesucht?"
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    • ___ Haru ___

      "Du wirst dir wünschen, es wäre die Pizza", brummte Haru sarkastisch und war doch ganz erleichtert, dass ihn Naoya von dem Typen wegholte. Dieser Talay war ihm suspekt und würden sie ihn nicht brauchen, hätte der Anführer der Velvet ihn schon längst einige Köpfe kürzer gemacht. Es war zum verrückt werden! Immer noch ein wenig eingeschnappt war er dem Dunkelhaarigen gefolgt und aus dem Blickwinkel des neugierigen ITler geflüchtet, was der Venom nutzte um ihn zu küssen. Haru hatte aufgehört zu hinterfragen, warum er sich auf jeden Kuss freute und diese auch erwiderte. Waren sexuelle Triebe, was anderes konnte er sich nicht vorstellen. Auf die Worte des Anführers hin nickte er. "Erkundige dich nach dem Stundenplan deiner Geschwister, damit ich weiß, wann ich sie holen muss", erinnerte Haruka ihn nochmal und sah seinem geheimen Liebhaber kurz nach, als dieser verschwand. Diese schwarze Lederjacke stand dem Venom extrem, aber Haru war sich ziemlich sicher, dass der Dunkelhaarige auch sehr heiß in einer dunkelroten Lederjacke aussehen würde. Wo zur Hölle kam das jetzt her? Kopfschüttelnd steuerte er wieder auf Talay zu. Er konnte den Typen schließlich nicht alleine lassen. Mit verschränkten Armen beobachtete er das Display und versuchte sein Erstaunen so gut er konnte zu unterdrücken, genauso wie seinen Ärger, wenn er daran dachte, wie lange er mit Naoya an diesem beschissenen Videomaterial gesessen war. Als plötzlich die beiden knutschenden Weiber zu sehen war, drängte sich Haru an den Bildschirm. "Das ist diese verfluchte Virus-Schlampe!" platzte es aus ihm heraus. Er erinnerte sich sehr gut an das Miststück vom Rennen. Das andere Weib war wohl ihre Liebhaberin. "Kriegst du es irgendwie hin Screenshoots zu machen von den Weibern und dem Typen? Je mehr Mitglieder von Virus sichtbar sind, desto besser." Er klopfte Talay auf den Rücken. Ein Fortschritt! "Perfekt! Du bist ja doch zu was gut!" auf Haruisch war das jedenfalls ein großes Kompliment. Plötzlich hämmerte es an der Tür und sein Handy verriet ihm, dass sogar die Pizza schon da war. Gerade bestens gelaunt über den Fortschritt war Haru zur Lagertür gelaufen. Aus purer Gewohnheit aber öffnete er die Tür dennoch vorsichtig. Man konnte nie wissen, ob sie nicht doch jemand entdeckt hatte. Haruka rief immer beim gleichen Pizzadienst an und man kannte sich inzwischen. Zu seiner persönlichen Freude war auch sein Lieblingsliefertyp wieder derjenige, der die Pizza brachte. Warum ihn Haruka so mochte? Es lag nicht nur an dem verdammt guten Aussehen, sondern eher daran, dass dieser Typ ihr Geheimnis perfekt bewahrte. Er sprach einfach absolut kein Wort mit einem, nur das Nötigste und das reichte Haruka vollkommen. Der Kerl war schnell, er war präzise und er machte seinen Job ohne Fragen zu stellen. Ihn schien es auch nie sonderlich zu interessieren, wenn er Pizzen zu Gangs brachte, was wohl oft der Fall war. Keine Gesichtsregung, absolutes Desinteresse. Er war schon ziemlich cool, musste Haruka gestehen. Jedenfalls hatte der Dunkelhaarige 3 große Pizzaschachteln in der Hand und man konnte den Duft des verlaufenen Käses schon aus der Verpackung riechen. Sie war noch perfekt heiß! Haruka musste dem Lieferjungen mit den zugegeben süßen Hundeaugen, die so gar nicht zum kühlen Charakter passten, nichts weiter sagen, da dieser schon genau wusste, was er tun sollte. Wie immer lief er schweigend hinein, stellte die Pizzaschachtel ab und wendete sich an Haruka, auf sein Geld wartend.


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    • Talay
      Nach der süßen Verabschiedung der beiden Gang-Anführer war Haru plötzlich mit Talay alleine und die Stimmung war deutlich angespannter, wenngleich der dunkelhaarige Hacker sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen ließ. Stattdessen erledigte Talay innerhalb kürzester Zeit die Aufgabe, die Haru und Naoya zuvor Tage gekostet hatte. Durch das halbherzige Lob von Haru daraufhin ließ Talay sich weniger kränken, schließlich wusste er, dass dies wahrscheinlich schon das höchste Gefühl an positiven Worten von dem Velvet war. "Mach ich. Ich würde dann auch mal überprüfen ob vielleicht zumindest der Kerl dessen Gesicht man sehen kann irgendwelche Vorstrafen oder dergleichen hat...", schlug Talay vor, doch da meldete sich bereits der Pizzalieferant, der, nachdem Haru ihn begrüßt hatte, in das Hauptquartier schweigend eintrat, die Pizzakartons abstellte und anschließend weiterhin schweigsam das Geld von dem Anführer der Velvets einforderte. Dabei würdigte er Talay keines Blickes... vielleicht bemerkte er auch nicht mal wirklich, dass noch eine andere Person anwesend war... oder es interessierte ihn schlichtweg nicht. Talay erhob sich von seinem Platz, klappte der Laptop vorerst zu und näherte sich dann neugierig dem Pizzalieferanten mitsamt besagter Lieferung. Vorsichtig hob er den Deckel seiner Pizza an, um zu schauen, was ihm Haru bestellt hatte, ehe er zufrieden lächelte und dann zu besagtem schweigsamen Kerl sah, der noch immer auf sein Geld wartete. Er musterte ihn ein wenig eindringlicher und sein Blick blieb schließlich an seinen tättowierten Unterarmen hängen, die zwar irgendwie zu der attraktiven Optik des Kerls an sich passten, aber weniger zu seiner Arbeitsuniform. "Die sehen cool aus. Was bedeuten sie?", erkundigte sich Talay in Smalltalk-Laune bei dem anderen, tatsächlich ein wenig neugierig, wie wohl die Stimme dieses Mannes klingen würde.
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    • ___ Haru ___

      Es war furchtbar deprimierend, dass dieser Hacker nicht einmal mit einem Augenblinzeln, all die Nächte Arbeit geschafft hatte, die Naoya und ihm Augenringe so groß wie Mondkrater beschert hatte. Hätte das der Venom gesehen, er hätte sicherlich geweint. Na ja innerlich eben, so wie es Haruka auch tat. Es war ärgerlich, allerdings hätten sie ja auch sonst keine Hilfe gebraucht und die Tatsache, dass dieser Spinner tatsächlich einen wichtigen Hinweis gefunden hatte, zauberte dem Velvet ein zufriedenes Grinsen ins Gesicht. Talay war wahrscheinlich eher mäßig begeistert, aber die Art und Weise wie Haruka gerade ausdrückte, dass er gute Arbeit geleistet hatte, war schon eines der größten Komplimente, die er für einen Fremden aufbringen konnte. Er kniff einen Moment die schönen dunklen Augen zusammen, um etwas mehr von diesem Miststück erkennen zu können, die ihn ins Krankenhaus gebracht hatte. Das sie seelenruhig ihrer Freundin die Zunge in den Hals streckte, grenzte an eiskalter Provokation. Es würde den Anführer der Velvets nicht wundern, wenn sie genau wussten, dass sie beobachtet wurden. Entweder ein Fetisch oder pure Absicht. "Tu das. Gute Arbeit." Er nickte dem Schwarzhaarigen nochmal zu und öffnete deutlich besser gelaunt die Tür zu seinem Versteck, um seinen Pizzaboten des Vertrauens zu begrüßen. Der Kerl war zuverlässig und besaß eine solche Ruhe, auf die man einfach nur neidisch sein konnte. Haruka hatte ihn einmal versucht anzuwerben, ohne Erfolg...leider. Jedenfalls marschierte der attraktive Dunkelhaarige schweigend in den Raum und stellte die Pizzakartons ab, ehe er auf den Velvet wartete, der ihm sein Geld schuldete. Gerade als Haru in seinem Geldbeutel kramte, damit er dem Kerl auch ein nettes Trinkgeld geben konnte, wie er es immer tat, ertönte schon die Stimme seiner neuen persönlichen Nervensäge:Talay. Das dieser das Wort an den Pizzaboten richtete, bei dem es Haruka fast ein Jahr gekostet hatte nur seinen Namen zu erfahren, ließ ihn amüsiert grinsen. Nun die kleine Quasselstrippe würde sich noch wundern. Besagter Pizzabote, blickte auf seinen tätowierten Unterarm, auf den er angesprochen wurde, der einen wirklich perfekt gestochen Wolf zeigte, welcher stilistisch mit Dreiecken komponiert wurde und sah dann wieder zu Talay. Er schwieg, wie er es immer tat, wendete lediglich den Blick gelangweilt ab und sah nun Haruka eindringlich an. "Richtig. Sorry, dein Geld." er drückte also dem deutlich größeren jungen Mann das Geld in die Hand, dieser nickte und war so schnell wieder verschwunden, wie er aufgetaucht war.


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    • Talay
      Nach dem Lob von Haruka hatte Talay sich interessiert einerseits der Pizza, aber andererseits eben auch dem Pizzaboten genähert und ihm versucht per Smalltalk ein Paar Worte zu entlocken. Erfolglos wie es schien. Der hübsche Kerl dessen Abstammung definitiv nicht rein asiatisch sein konnte, wenn man sein Gesicht so betrachtete, ignorierte den Hacker nur, nahm das Geld von Haruka an und verschwand dann ebenso schweigend, als hätte er nie auch nur mit einem der Anwesenden interagiert. Einen Moment blickte Talay ihm nach, zuckte dann aber vage die Schultern und widmete sich seinem Essen, in welches er genüsslich biss. "Scheint wohl nicht so gesprächig zu sein...", murmelte Talay dabei mehr an sich selbst gerichtet, ehe er wieder zu Haruka sah und auf seine eigene Pizza deutete. "Danke." Es konnte schließlich niemand behaupten er wüsste seine Dankbarkeit nicht zu zeigen. Während er einen weiteren Happen nahm, ließ er sich die Geschehnisse des heutigen Tages noch einmal wenig durch den Kopf gehen.
      "Was mich erstaunt... ich habe noch nie erlebt, dass zwei Gangs miteinander arbeiten... zumindest nicht so eng wie ihr es tut. Euer gemeinsames Problem scheint ja verdammt groß zu sein, wenn ihr dafür kooperiert... Du und der Anführer der Venoms, ihr scheint sogar richtig befreundet zu sein. Das ist wirklich ungewöhnlich. Standet ihr beiden euch schon immer nahe?", versuchte es Talay ein wenig auf normaler Konversationsebene, wobei er aber sehr wohl damit rechnete jederzeit abgeblockt zu werden. Aber seine Neugierde entsprach der Wahrheit. Er hatte bisher nie so viel mit Gangs zu tun gehabt, aber wenn er eines wusste, dann war es der Fakt, dass diese sich erst zusammenschlossen wenn die Apokalypse bevorstand und sie am Höllentor angelangt waren. Das hieß, es könnte natürlich auch für Talay eine Gefahr darstellen ihnen zu helfen und vielleicht begab er sich damit aber sogar selbst in die Schusslinie... aber das Risiko würde er aktuell sogar eingehen. Er müsste nur darauf achten sich gut genug bedeckt zu halten...
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    • ___ Haru ___

      Amüsiert hatte Haruka das Szenario zwischen den beiden beobachtet. Talay glaubte wohl jedem ein Wort entlocken zu können, aber bei dem Typen würde er sprichwörtlich auf Granit beißen. Sein Lieblingspizzabote hatte wieder so desinteressiert ausgehen wie eh und je. Soweit er wusste, belieferte der Kerl auch die Venoms und auch Leute von der Mafia. Die mussten schließlich auch essen und sicherlich würde sich auch niemand anderes außer ihm trauen, diese zu beliefern. Jedenfalls war er genauso schnell verschwunden, wie er aufgetaucht war und hätte Haruka ihn nicht bereits wenige Male reden hören, hätte er geglaubt, er wäre tatsächlich stumm. Der Velvet hatte sich auf den schwarzen Sessel gegenüber von Talay fallen lassen und tippte eine Nachricht auf seinem Handy an Naoya.
      ´Deine Pizza wird kalt´.
      Indirekt wollte er aber auch damit nachfragen, ob bei dem Dunkelhaarigen alles in Ordnung war. Nun er braucht ihn schließlich noch und so.....
      Als sich Haruka gerade seiner Pizza zuwenden wollte, hatte der ITler wieder das Gespräch gesucht. Offenbar fiel es dem Typen echt schwer, still zu sein. "Hat Dir mal jemand gesagt, dass Du scheiße neugierig bist? Das wird Dich noch irgendwann den Kopf kosten." brummte der Velvet, seufzte dann aber schwer. Nun er musste mit dem Kerl irgendwie auskommen, es sah nämlich ganz danach aus, als hätte er echt was drauf und sie brauchten ihn noch. Ohne jemanden mit Computerkenntnissen waren sie aufgeschmissen, aber hätte es nicht jemand wie der Pizzakerl sein können? Warum ausgerechnet so eine Nervensäge? "Wir hätten Dich nicht gebraucht, wären die Leute nicht gefährlich. Sie haben viel Schaden angerichtet und wie können wir von unseren Leuten erwarten zu kooperieren, wenn sich die Anführer gegenseitig den Kopf abreißen?", antwortete Haru ihm dann, um den Kerl nicht komplett vor den Kopf zu stoßen, aber um noch so ausweichend zu antworten, dass der Typ nicht mehr erfuhr als unbedingt nötig. "Lass mich Dich dieses Mal etwas fragen. Diese Kerle oder eher diese Schlampen, hinter denen wir her sind, sind gefährlich. Sie schrecken nicht davor zu töten oder auch Unbeteiligte mit reinzuziehen. Bist Du wirklich bereit, uns zu helfen? Wir werden zwar unser Möglichstes tun, damit du aus der Sache herausgehalten wirst, aber wir können nichts versprechen. Virus geht über Leichen und ich möchte, dass du dir dessen bewusst bist. Wenn du aussteigen willst, hast du jetzt noch die Möglichkeit dazu. Ich werde dich nicht verurteilen und dir wird auch kein Nachteil entstehen."


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    • Talay & Naoya
      "Ich weiß zu schätzen, dass du mir noch eine Chance geben willst auszusteigen, aber mir ist die Gefahr bewusst. Und ich würde diese Gefahr nicht eingehen, wenn ich nicht auch etwas davon hätte... Vertrau einfach darauf, dass eure Feinde uns zumindest nicht online aufspüren werden können.", versuchte Talay Haru gegenüber klarzustellen, während er einen weiteren Bissen von seiner Pizza nahm und zufrieden beobachtete, wie der Käse lange Fäden zog. "Ihr müsst mich nicht mögen und mir ist ohnehin klar, dass ihr und eure Leute mich natürlich wie einen Außenseiter behandeln werdet, aber ich helfe euch schließlich auch nicht, um neue Freunde zu finden. Und wenn euch mein vieles Gerede auf die Nerven geht, arbeite ich lieber in einer Ecke, wo ihr eure Ruhe vor mir und ich meine Ruhe vor euch habe." Es war eine Art Friedensangebot, schließlich hatten die beiden Anführer ihm gegenüber ihre Abneigung mehr als deutlich zum Ausdruck gebracht und konzentriertes Arbeiten fiel nun einmal durchaus schwerer, wenn man besagte Abneigung die ganze Zeit zu spüren bekam. "Sollte es dich beruhigen, habe ich ohnehin weniger vor hier tagsüber, als mehr nachts zu arbeiten, wo die meisten eurer Mitglieder wahrscheinlich längst zuhause sind. Ich bin nachts nun mal produktiver und tagsüber habe ich Vorlesungen." Und damit war das vorerst alles an Informationen, die Talay bisher bereit war zu geben. Mehr müssten sie voneinander erstmal nicht wissen und selbst würde er auch weniger nachfragen, da dies eher auf Misstrauen bei Haru traf.
      Während Talay also nun ruhiger seine Pizza weiter verputzte, erreichte den Velvet eine Nachricht von Naoya, welcher den anderen darüber informierte, dass er auf dem Rückweg war und einen Bärenhunger hatte. Parallel erkundigte er sich auch fast schon besorgt, ob alles in Ordnung sei und Talay bereits irgendwelchen Blödsinn angestellt hatte.
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    • ___ Haru ___

      Da Talay nun erneut verkündete, dass er sich der Gefahr bewusst war, war für Haru das Thema erledigt. Er würde nicht noch einmal nachfragen und würde auch kein Gejammer hinterher dulden. Natürlich würde er auf ihn aufpassen, denn ganz gleich wie sehr ihm der Typ auf den Sack ging, wollte er nicht, dass ihm für seine Hilfe etwas passierte. Allerdings war Haruka auch kein Babysitter und ihm war ihr ITler auch wie vor nicht geheuer. "Mir egal wann und wo du arbeitest, aber glaub nicht, dass ich dich unbeaufsichtigt lasse. Ich traue dir nicht und das wird sich so schnell auch nicht ändern." antwortete der Anführer der Velvets knapp und lehnte sich auf dem Sofa zurück, ehe er den Schwarzhaarigen noch einmal ansah. "Ach eins noch. Ich hasse Unordnung. Wenn du hier Dreck machst, hast du das auch sauber zu machen, verstanden?" Ja, man konnte über Gangs sagen, was man wollte, aber bei den Velvets war es aufgrund von Harukas Putzfimmel extrem sauber und ordentlich. Ein fremder ITler würde ihm das sicherlich nicht vermasseln, soviel war sicher. Wenn sich selbst inzwischen die Venoms daran hielten, da sie sich aufgrund der Größe des Hauptquartiers mehr im Lager der Velvets aufhielten, dann konnte der Dunkelhaarige das auch von Talay erwarten. Nun damit war alles gesagt und sie beide beschäftigten sich lieber mit der köstlichen Pizza. Allerdings hatte Haruka nebenher Naoya eine Nachricht geschrieben, um sicher zugehen, dass alles in Ordnung war. Glücklicherweise antwortete Naoya inzwischen auf seine Nachrichten extrem schnell und der Velvet lächelte sogar als er die Zeilen las. Der Anführer der rivalisierenden Gang machte sich offenbar auch Sorgen und war glücklicherweise wieder auf dem Weg.
      ´Es ist alles okay. Der Kerl wird zwar nicht mein Lieblingsmensch, aber solang er seine Arbeit macht, ist mir das egal. Die Pizza kam gerade, wenn du dich beeilst, ist sie noch warm´
      Die Nachricht hatte er abgeschickt und widmete sich dann wieder seiner köstlichen Pizza. Er hatte Tunfisch gewählt, mit leckerem Mozzarella und wie immer war sie perfekt gelungen. Wäre er Sozialmedia affiner hätte er sicherlich schon Werbung für das Lokal gemacht, denn bislang hatte Haruka dort tatsächlich noch nie schlecht gegessen. War er aber nicht.


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    • Naoya & Talay
      "Schon gut, ich werde euer Hauptquartier schon nicht in Chaos stürzen.", sicherte Talay Haru noch einmal zu und verzog sich dann mit seiner Pizza wieder zu seinem Laptop, an welchem er bereits ein Programm laufen ließ, welches die Gesichter aus den Überwachungsaufnahmen einerseits mit Internetbildern aber auch andererseits mit Fahndungsbildern abglich. Das würde nun doch ein ganze Stückchen dauern.
      In der Zwischenzeit hatten sich Haru und Naoya ein wenig geschrieben und tatsächlich dauerte er nicht lange, da betrat der Venom auch schon erneut das Hauptquartier, die Haare ein wenig wirr, da er bis eben noch seinen Motorradhelm auf gehabt hatte und alles was an Styling vorher bei seiner Frisur zu erkennen gewesen wäre nun dahin war. Besagten Motorradhelm legte er auf einem Tisch unweit des Eingangs ab, ehe er weiter eintrat und erst dem Essen seine Aufmerksamkeit widmete, ehe er zu Haru sah und diesen breit angrinste. "Genau das was ich jetzt brauche." Noch einen Moment blickte Naoya Haru direkt an, implizierend, dass seine Aussage womöglich nicht auf die Pizza bezogen war, ehe er dem Velvet zuzwinkerte und sich dann ein Stück seiner Pizza schnappte, die zum Glück immer noch warm war. Genüsslich biss er rein, stöhnte fast schon ein wenig vor Zufriedenheit, ehe er mit einem Kopfnicken in Richtung Talay deutete und dann deutlich leiser sich bei Haru erkundigte. "Und? Irgendwelche Fortschritte? Hat der Kerl irgendwelchen Blödsinn angestellt oder ist er brav geblieben?"
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