___ Haru ___
"Oh ja du armer Kerl", antwortete Haru amüsiert und lachte herzlich. Irgendwie war ihm schleierhaft warum er eigentlich so viel lachen musste, wenn er in der Nähe von Naoya war und warum ihm die Gesellschaft sogar Spaß machte, hatte er nach den letzten Malen irgendwann aufgehört zu hinterfragen. Nur warum er jetzt so lachen musste, das verstand er absolut nicht, denn so witzig war es nun auch wieder nicht. Vielleicht lag es auch einfach daran, dass wahrscheinlich alles spannender war als diese Videoaufzeichnungen. Er brauchte dringend einen ITler bei den Velvets und wenn es hart auf hart kam, dann warb er eben einen Studenten ab! Und wenn er diesen an den Haaren aus der Uni schlief! Ihm reichte es langsam, wie viel Zeit sie hier verschwendeten. Nicht nur die Velvets, sondern auch die Venoms. Ihre Hintern würden irgendwann platt werden von lauter Sitzen und ihre Augen viereckig, auch wenn das nur eines dieser Ammenmärchen war, denen man kleinen Kinder erzählte, damit sie weniger Fernsahen. Er konnte dennoch schon fühlen wie seine Augen eine andere Form annahmen. Sie hätten in der Zeit schon längst etwas gegen Virus unternehmen können, stattdessen saßen sie hier praktisch tatenlos herum und warteten darauf, dass irgendwelche Infos vom Himmel fielen. "Ich hab keine Lust mehr", stöhnte Haru, warf den Kopf in den Nacken und fächerte sich weiter Luft zu, in dem er am Ausschnitt seines Shirts herumwackelte. Es half alles nichts, er verbrannte förmlich. Wenigstens schien es ihm nicht alleine so zu gehen und so schlug er dem Venom vor, dass er das Fenster ganz aufmachte, was ihm auch nicht abgeschlagen wurde. Als sich Haru erhob, drehte es ihn leicht und er hob sich perplex den Kopf. Was war denn das? Vielleicht die Hitze? Ein wenig schwummrig beugte er sich zu dem Fenster und riss dieses ganz auf, woraufhin ihm die kalte Nachtluft entgegen schlug, die er freudig einatmete. "Das tut so gut." Ein wenig unelegant ließ er sich zurück auf das Sofa plumpsen, schnappte sich den Milchtee und nahm davon ein paar kräftige Schlücke. Sicherlich würde es helfen, immerhin war es doch kühl, oder? Nun falsche Logik, aber irgendwie fiel Haru das Denken gerade etwas schwer und als er die Plastikflasche abstellte, sah er einen Moment schweigend zu Naoya, ehe er diesen süß anlächelte.

ღ For my lovely Warlock ღ