❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

    • ___ Kazuya ___

      Kazuya hasste Körperkontakt, er hasste es berührt zu werden und der pure Gedanke, dass dieser widerliche Scheißkerl gerade seine Finger an ihm hatte, verursachte ihm solch einen Brechreiz, dass er sich schwer beherrschen musste nicht vor versammelter Mannschaft seinen Mageninhalt zu entleeren. Nicht das er das nicht gekonnt hätte, aber es wäre schade um das liebevoll zubereitete Frühstück von Daiki. Das konnte und wollte er seinem Mitbewohner nicht antun. Kazuya hatte ihn am Morgen mit solch einem verliebten Lächeln beobachtet, wie der Ältere summend durch die Küche gehuscht war, als wäre er Kazuyas persönliche gute Fee. Wie könnte er es da übers Herz bringen das wundervolle Mahl seines Schwarms auf diesen hässlichen Boden zu kotzen? Nein, er würde sich zusammen reißen. "Du hast genau drei Sekunden deine hässlichen und wahrscheinlich ungewaschenen Finger von mir zu nehmen.", brummte der Fakebrünette, doch keine Chance. Der Typ packte ihn nur noch fester, drehte seine Arme nach hinten, während der Großkotz mit dem Bierbauch auf ihn zuschritt. Gerade als Kazuya etwas sagen wollte, während diese verfluchten Idioten ihren Kreis enger zogen und Kazuya das ein oder andere Handy entdeckte, war Daiki aufgetaucht. Den Leuten fiel es immer noch extrem schwer das Outing des einst so coolen Schulstars zu akzeptieren, aber es gab sogar ein paar, die sich jetzt endlich trauten ihn anzusprechen und ihm sogar Komplimente machten. Offenbar hatte sich ein neuer Fanclub entwickelt und ein paar andere hatten sich getraut sich durch die mutige Aktion von Daiki ebenfalls zu outen. Kazuya war so stolz auf seinen süßen Mitbewohner! Jetzt gerade wollte er aber dessen Hilfe wirklich nicht, vor allem nicht, wenn er sich dadurch in echte Scheiße ritt. Seine ehemaligen ´Freunde´fanden Daikis neues Ich nämlich alles andere als berauschend. "Halt dich da raus. Warum sollten wir uns von einem Mädchen etwas sagen lassen?", grinste ihn Mr. Bierbauch an. "Die 3 Sekunden sind vorbei.", murmelte Kazuya. Man sah es dem Jungen wirklich nicht an, aber er konnte wirklich fest zuschlagen, davon konnte Daiki wahrscheinlich ein Lied singen. Hayato der inzwischen verkraftet hatte, dass sein geliebter Cousin verletzt worden war, hatte nach dem Grund des Schlags sogar lachend auf den Rücken von Kazuya geklopft, so stark, das der Blonde fast umgefallen wäre. Wahrscheinlich indirekt auch, weil es eben doch Daiki war und er Kazuya dafür eine Lektion erteilen musste, selbst wenn er ihm nur fast das halbe Rückgrat brach. Gott würde Hayato diese Szenerie hier gerade mitkriegen, er würde sie alle zerstören. Irgendwie juckte es ja den Blonden ein wenig in den Fingern es darauf ankommen zu lassen, aber das würde Daiki nicht begrüßen. Also kümmerte sich Kazuya selbst darum und trat mit voller Kraft auf den Fuß des Kerls der ihn fest hob, ehe er ihm den Ellenbogen in den Magen rammte. Grinsend blickte Kazuya auf den Kerl hinab, der nun auf dem Boden lag. "Du bist so lächerlich, mir kommt das Kotzen." Nun diese Seite hatte Kazuya tatsächlich nur in diesem Aufzug, kaum zu glauben das Daiki diese Art an ihm mochte ...
      Da der Blonde aber im Augenblick nicht aufpasste, hatte er nicht mit dem anderen Typen gerechnet, der ihm fast ein wenig mädchenlike an den Haaren zog, plötzlich aber nur die Perücke in der Hand hatte und durch die Bewegung auch noch die Brille herunter riss. Fassungslos starrte er erst die Haare in seiner Hand an und dann den Kerl vor sich.
      Scheiße....scheiße....verdammte scheiße!
      Panisch riss Kazuya ihm die Perücke aus der Hand, stieß ihn zur Seite und rannte vom Pausenhof.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Daiki
      Diese nicht sonderlich einfallsreiche Beleidigung von Seiten der Vollidioten, die ihn als Mädchen betitelten ließen Daiki ziemlich kalt, da das für jemanden, der sich eben nicht dem konservativen Rollenbild von Mann und Frau sowie dem Streben nach Heterosexualität identifizierte, dies absolut keine Beleidigung war und selbst wenn er sich eben nicht als Frau identifizierte, hatte er jetzt nicht gerade ein Problem damit als eine bezeichnet zu werden. Das bedeutete doch eigentlich nur, dass diese Idioten keine handfesten Argumente hatten um ihre Beleidigungen auch nur irgendwie zu stützen. Die würden bei ihren mündlichen Prüfungen Ende des Jahres wahrscheinlich echt große Probleme bekommen...
      Kaum nach dieser erbärmlichen Möchtegern-Beleidigung war Kazuyas Geduldsfaden ganz klar gerissen und der Kleinere setzte zur Gegenwehr an. Daiki wusste nur zu gut, dass der Jüngere deutlich stärker war, als er aussah und wirklich verdammt hart zuschlagen konnte. Wahrscheinlich würde der Kerl noch Tage den Angriff zu spüren bekommen. Hatte er ganz klar verdient, weshalb Daiki eher nonchalant mit den Schultern zuckte und ein kleines "Ich hab euch gewarnt.", formulierte, ehe die Situation aber doch überraschend schnell anders eskalierte. In einem Moment hatte Kazuya den am Boden liegenden Kerl noch angefaucht, im nächsten Moment wurden dem Kleineren plötzlich Perücke und Brille vom Gesicht geschlagen und ein aufgeregter Pulk an gaffenden Schülern starrte mit aktivierten Handykameras aus den kleinen Streber, der sich hinter einer unattraktiveren Fassade zwar versteckt hatte, nun aber mit schreckgeweiteten Augen ohne Brille und Perücke sich umblickte. Verdammte scheiße... Daiki wusste, dass diese Situation für Kazuya gerade förmlich die Apokalypse sein musste und dementsprechend rannte der Jüngere auch mit seiner Perücke in der schnellstens davon, um von dieser Situation so schnell wie möglich wegzukommen. Und Daiki? Ehe der große Blonde sich versah und es überhaupt wirklich realisierte, war er dem Kleineren förmlich hinterher gesprintet, wobei er natürlich Probleme hatte mitzuhalten. Er wusste nur, dass er Kazuya jetzt absolut nicht alleine lassen durfte.
      ღ For my adorable Shadowhunter ღ
    • ___ Kazuya ___

      Verdammte scheiße, das war das Ende. Am besten er verließ einfach die Stadt oder einfach direkt das Land, die Insel! Wie viel kostete ein Flug nach Europa? Wollte er da überhaupt hin? Australien, ja das klang doch gar nicht übel. Gott, er hätte diesen Bastard einfach erschlagen sollen. Er hätte sie einfach alle verprügeln sollen und dann würden sie denken, sie hätten sich das nur eingebildet. Okay, scheiß Plan. "Scheiße, scheiße, scheiße!", fluchend sprang Kazuya mit Leichtigkeit über eine der Mauern, bemerkte nicht wirklich das Daiki hinter ihm war und rannte weiter. Er musste nach Hause, weg von all den Blicken, vor all den Menschen, einfach nur weg. Er würde sich unter seiner Decke verkriechen und einfach nie wieder dort herauskommen. Wozu gab es Lieferdienste? Alles was er brauchte war in seinen Vier Wänden und vor Einsamkeit würde er ja nicht zugrunde gehen, immerhin lebte der Blonde nicht allein. Ob man die Wohnung Parkour geeignet ausbauen konnte? Kazuya wusste ja selbst, dass er gerade absoluten Schwachsinn zusammen dachte, aber er hatte Panik und wenn Menschen Panik hatten, schaltete sich das Hirn gern mal auf Standby. Einige Abkürzungen später war er Zuhause angekommen, die Treppen hinauf gesprungen und kickte die Schuhe von seinen Füßen, ehe er sein Zimmer ansteuerte und sich wie bereits geplant direkt unter der Bettdecke verkroch. Er würde Hayato auf ewig dankbar sein, dass er das Drama mit ihren fehlenden Möbeln nicht mehr ertragen hatte und sie nun mehr oder weniger komplett ausgerüstet waren, auch wenn Kazuya noch dabei war das Zeug in Raten abzuzahlen, selbst wenn der attraktive Hotelerbe das nicht annahm. Musste er aber.
      Seufzend drückte er sein Gesicht in sein Kissen.


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    • Daiki
      So ungern er es eben auch zugab, Kazuya hatte Daiki bereits an der ersten Mauer abgehängt. Während der Jüngere leichtfüßig wie ein Reh über dieses Hindernis sprang, als wäre es ein winziger Gartenzaun, hievt Daiki sich mehr als ungelenk und unelegant über das Gemäuer, nur um kurz darauf den Kleineren komplett aus den Augen verloren zu haben. Aber der Blonde hatte eine ziemlich gute Vorstellung davon, wo es den Kleineren höchstwahrscheinlich hin verschlagen hatte. Damit zückte Daiki außer Atem sein Smartphone und wählte Kazuyas Nummer, in der Hoffnung dass der andere heranging. Entgegen seiner Hoffnung wartete er aber vergeblich darauf, dass sein Mitbewohner ans Telefon ging und erreichte stattdessen nur seine Mailbox, was jetzt auch nicht unbedingt verwunderlich war. Innerlich seufzend öffnete Daiki seinen Line Chat mit Jun und bat ihn sowohl für Kazuya als auch für sich selbst eine Entschuldigung bei den Lehrern einzureichen. Zwar schien der Brünette aufgrund dieser Anfrage im ersten Moment sehr verwirrt, willigte aber schließlich ein und so machte der Blonde sich aufgewühlt und besorgt auf den Heimweg. Es dauerte eine Weile, aber schließlich erreichte der Ältere die Wohnung, betrat diese mit seinem Schlüssel und lief dann sehr zielstrebig in Richtung von Kazuyas Zimmer, vor dessen Tür er schlussendlich stehen blieb und kurz lauschte. Er wusste, dass der andere hier war und sich wahrscheinlich in seinem Zimmer vergrub, bisher herrschte allerdings nur Stille. Vorsichtig hob Daiki seine Hand und klopfte vorsichtig an der Tür. "Kazu? Wie geht es dir?... Darf ich hereinkommen?"
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    • ___ Kazuya ___

      Der Blonde hatte ja schon viele echt beschissene Tage in seinem Leben, aber das hier war ein wenig wie die Kirsche auf einem verdammt beschissenen Sahnetörtchen. Natsuo war die Sahne, wenn man eine bildliche Beschreibung wählen wollte. Ganz ehrlich war es zu viel verlangt, dass es einmal gut lief? Wenigstens ein bisschen? Erst dieses Drama mit Daiki und gerade als sie beide sich wieder gefunden hatten, ihre Freundschaft wieder etwas ´normaler´wurde und nicht mehr diese merkwürdige Situation zwischen ihnen beiden war, wo keiner so genau wusste was er sagen sollte, musste das hier passieren. Klasse, einfach nur hervorragend. Wie viele Leute hatten das mitbekommen? Genug und ein paar diese menschlichen Ratten hatten auch noch Bilder und Videos davon gemacht, einfach nur hervorragend. Was sollte er jetzt bitte machen? So konnte er doch nicht zurück zur Schule und vor allem wusste Kazuya beim besten Willen nicht wie er sich verhalten sollte. Konnte er einfach seine Rüstung anziehen und tun als wäre das alles ein schlechter Traum? Ganz ehrlich? Er hatte absolut keinen Peil was er machen sollte. Der Schulbeste fühlte sich gerade wie ein absoluter Idiot, aber da half ihm nun einmal kein Buch der Welt. Als er es an der Tür klopfen hörte und vernahm wie sich sein Mitbewohner liebevoll nach ihm erkundigte, war Kazuya kurz am überlegen, ob er sich einfach mit dem Bettlaken erhängen sollte. Wäre aber ein echt mieser Anblick für den armen Daiki, also verwarf er den Gedanken wieder.
      "Ich bin nicht da....ich verlasse das Land...oder so ähnlich. Wie weit komme ich mit einem Boot?" seufzend behielt Kazuya weiter die Decke auf dem Kopf. "Okay.....komm rein..."



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    • Daiki
      Nachdem der Blonde sich vorsichtig erkundigt hatte, ob es Kazuya gut ginge und er herein kommen könnte, herrschte für einen Moment Ruhe, dann folgte Kazuyas Absicht das Land zu verlassen und auszuwandern, doch schließlich erlaubte der Kleinere ihm einzutreten. Ein kleines aufmunterndes Lächeln schlich sich auf die Lippen des größeren und vorsichtig öffnete er die Tür. Auf dem Bett von Kazuya sah er eigentlich nur ein Häufchen Decken unter welchen ein bisschen ein blonder Schopf hervorlugte. Schnell überwand der Größere die Distanz zum Bett, setzte sich dann auf die Bettkante und begann vorsichtig mit seiner Hand über die blonden Haare des Kleineren zu streicheln, während er für einige Momente einfach nur die Ruhe auf sich wirken ließ. Nach einigen Minuten räusperte er sich dann aber doch leise und hielt langsam mit seiner Hand inne, seine Finger noch immer in den blonden Haaren vergraben. "Möchtest du reden? Ich denke es könnte dir helfen, wenn du dich bei mir ein wenig auslassen kannst... deinen Frust und deine Verzweiflung sozusagen etwas abbauen. Ich bin hier um dir zuzuhören, wenn du das möchtest...", bot Daiki also schließlich an und wartete dann geduldig auf die Antwort von Kazuya.
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    • ___ Kazuya ___

      Unter jedem anderen Umstand wäre dieser Moment für Kazuya der Himmel auf Erden gewesen. Auch wenn sie beide nur Freunde waren und Kazuya wusste, dass er nicht mehr erwarten durfte, war es immer noch Fakt das Daiki sein Schwarm war und besagter Schwarm streichelte ihm gerade so liebevoll durch das Haar, dass sein Herz Freudensprünge veranstaltete. Leider war der Anlass gerade absolut miserabel und der Blonde konnte die Freude nicht so sehr genießen, wie er es normalerweise getan hätte. Stattdessen erlaubte er sich gerade ein wenig in Selbstmitleid zu versinken, weil er einfach nicht wusste was er tun sollte. Kazuya war selten in einer Situation gewesen, aus der er nicht irgendwie herauskam, aber da konnte er doch niemals herauskommen! Die Leute hatten ihn gesehen, sie wussten, wie er aussah und es gab nun entweder die Möglichkeit, dass es den Leuten scheiß egal war und sie ihn immer noch für einen Freak hielten oder das sie Kontakt zu ihm suchten, ersteres wäre ihm deutlich lieber. Aber selbst wenn sie ihn für einen Nerd weiterhin halten würden, würde es nichts daran ändern, dass er jetzt Zentrum der Aufmerksamkeit stand. Schließlich hatte er da etwas ganz merkwürdiges getan und darauf stürzten sich die Leute wie Aasgeier. Ja eigentlich waren seine Mitschüler nichts weiter als Geier oder Schmeißfliegen, Auslegungssache. Als ihm sein liebster Mitbewohner anbot, dass er gern mit ihm sprechen konnte, traute er sich nur seinen Kopf aus dem großen Deckenberg herausblicken zu lassen. "Daiki......was soll ich denn jetzt machen?"


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    • Daiki
      Hilfesuchend blickte Kazuya unter dem Deckenberg zu Daiki hervor und bat ihn um Rat, doch wirkte alles andere als hoffnungsvoll in diesem Moment. Daiki wusste, dass der Kleinere nie die Aufmerksamkeit in der Schule gewollt hatte und seine Verkleidung ja nicht ganz von ungefähr kam, dass er nun aber dank ein paar Vollidioten aufgeflogen war und die gesamte Schule innerhalb kürzester Zeit wissen würde, dass er unter der Perücke und der dicken Brille ein bildschönes Gesicht versteckt hatte, würde mit Sicherheit zum Gesprächsthema Nummer eins werden. Aber so bitter es auch war... er müsste ernsthaft versuchen müssen da drüber zu stehen.
      "So ungern du das sicher auch hören möchtest... du musst versuchen die anderen Schüler und ihr Gerede zu ignorieren. Ich denke du weißt selbst, dass ein Umzug und eine neue Schule keine gute Option sind und wir können nur hoffen, dass die anderen Schüler schnellstmöglich ein anderes Thema finden werden, an dem sie sich aufhängen und schnell wieder das Drama um dich herum vergessen... wenn es hart auf hart kommt, verursache ich eben einen Skandal, damit du nicht mehr Gesprächsthema Nummer eins wirst. Ich denke ich hab durchaus noch ein paar kontroverse Themen im Ärmel, die ich einfach mal so bringen könnte... und wenn es hart auf hart kommt, frag ich Taejin, Hayatos besten Freund, eine Fake-Sugar-Daddy-Baby Beziehung mit ihm outen zu dürfen, dann wird sowieso die gesamte Schule sich nicht über dich unterhalten... und ansonsten bleibst du in der Schule einfach weiterhin so liebevoll pissig, wie auch zuvor und Möchtegern-Fakefreunde werden verdammt schnell von dir ablassen.", versuchte Daiki es leise lachend auf seine Art und Weise zu erklären, um Kazuya tatsächlich ein wenig Hoffnung zu geben, dass dies nicht den Untergang seiner Schullaufbahn markieren würde.
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    • ___ Kazuya ___

      ++ verzweifelte 2 Wochen später ++

      Kazuya hatte aufgehört die Tage zu zählen, in denen er sich verzweifelt unter seiner Bettdecke verkrochen hatte und ihm Daiki Mut zusprechen musste, damit er sich nicht einfach aus dem Fenster warf. Leider war es nicht so einfach mal eben das Land zu verlassen und seinen Mitbewohner im Stich zu lassen, weshalb Kazuya die Konfrontation mit der Schule wählen musste. Er hasste jeden Tag davon. Alles hatte damit angefangen, dass er jedem Lehrer erklären musste, dass er kein neuer Schüler war, was bei den einen schneller funktionierte als bei den anderen. Sein Englischlehrer beispielsweise hatte dafür eine komplette Woche gebraucht und Kazuya musste jeden Tag erklären, dass er weder schizophren war noch anderweitig Hilfe benötigte. Dann haben sich ihm plötzlich Frauen vorgestellt, von denen der Blonde nicht einmal wusste, dass sie auf diese Schule gingen. Nicht das es ihn jemals interessiert hätte. Das alles wäre noch halbwegs vertretbar gewesen, aber seine vorherigen Mobber wollten nun plötzlich mit ihm Freundschaft schließen, entschuldigten sich oder noch schlimmer, entdeckten plötzlich ihre Sexualität neu! Sein Spind war überfüllt mit irgendwelcher Schokolade, die er chronisch an die Grundschule nebenan verschenken musste, nur um am selben Tag das Doppelte in seinem Schließfach zu finden. Seine Beliebtheit bei den Grundschülern war unvorstellbar und das war das einzig positive an diesem Trauerspiel. Es war ein Albtraum! Keine Pause konnte er in Ruhe verbringen, weil ihm konstant irgendwelche Leute nachliefen und egal wie sehr er sie anschrie, unhöflich war, plötzlich fanden alle das unfassbar niedlich! Als wäre er ein mies gelauntes Kätzchen, dass versuchte böse zu schauen, aber bei jedem Schritt umfiel. Die einzigen die ihn tatsächlich in Frieden ließen waren ihre beiden Möchtegern-Gangster, welche die letzten Tage so müde aussahen, dass Kazuya sie tatsächlich auf einer Bank gemeinsam beim Schlafen erwischt hatte. Haru, wie inzwischen jeder die Namen der beiden kannte, hatte sogar mit dem Kopf auf der Schulter von Naoya geschlafen. Die Welt war komplett aus den Fugen geraten. War es merkwürdig, dass er sich tatsächlich wünschte, dass die beiden zurückkamen, um ihm auf den Keks zu gehen, weil sie die anderen von ihm fernhielten? Wenigstens hatte es sich nicht geändert, das alle Angst vor Naoya und Haru hatten. Ganz ehrlich? Kazuyas Nerven lagen blank. Daiki versuchte zwar sein Bestes ihn aus dem Schussfeld zu ziehen, aber das Zentrum der Aufmerksamkeit zu sein war für einen Misanthropen wie dem Blonden ein absoluter Albtraum. Ein echter Höllentrip. Er fühlte sich wie Dante aus Dantes Inferno. Soviel Pudding konnte er Zuhause gar nicht mehr essen, um das halbwegs kompensieren zu können. Am Abend war er so hundemüde, dass er nicht einmal die Kraft fand mit Daiki ihre Filmabende zu starten, da er konstant einschlief. Selbst sein Training litt darunter, das einzige mit dem er sich ablenken konnte, weil er einfach die Kraft nicht mehr hatte. All dieser Trubel zog so an seinen Nerven, dass sich Kazuya nur noch nach einem sehnte: Stille.


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    • Daiki
      Er sorgte sich ehrlich um Kazuya und natürlich waren da auch noch die Vorwürfe die er sich selbst machte. Entgegen seiner Hoffnung, dass die Schüler die Verwandlung von Kazuya schnell wieder vergaßen, war der Aufruhr selbst nach zwei Wochen noch ziemlich groß und mittlerweile wusste selbst der Größere nicht mehr, was er noch tun sollte. Da sie beide nun einmal in unterschiedlichen Jahrgängen waren, konnte Daiki kaum ständig bei seinem Mitbewohner sein und teilweise bildeten sich sogar solche Trauben um den süßen kleinen Misanthropen, dass Daiki es nicht einmal schaffte sich zu ihm durch zu kämpfen. Einmal mehr kam Daiki der Gedanke Taejin für einen kleinen Skandal auszuleihen, doch besagter Koreaner schien gerade leider im Ausland ziemlich beschäftigt, weshalb dieser Plan gerade nicht gerade wirklich umsetzbar war. Aber unter jedem weiteren Tag musste auch Kazuya unfassbar leiden und mittlerweile laugten ihn einfache Schultage sogar soweit aus, dass normale Interaktionen daheim kaum noch möglich waren, da er sich nur noch nach Ruhe zu sehnen schien. Kazuya litt. Wahrscheinlich war es nur eine Frage der Zeit bis der Jüngere komplett explodierte und Daiki wusste, dass es seine Aufgabe war dem Kleineren so gut es ging zumindest zu helfen, selbst wenn er dabei wahrscheinlich dennoch ziemlich versagte. Noch schlimmer waren ja eigentlich die Stalker von Kazuya, welche wohl nun einen Crush für ihn entwickelt hatten und fast tagtäglich versuchten ihm nach Hause zu folgen. Bisher hatte glücklicherweise noch niemand seine Adresse erfahren, aber vielleicht war das nur eine Frage der Zeit und Daiki machte sich Sorgen, was geschah, wenn sie einmal seine Adresse in den Händen hielten.
      Die Schulklingel läutete und kündigte das Ende des Unterrichts an, worauf Daiki ziemlich schnell sein Handy auspackte und eine Nachricht an Kazuya schickte. "Wollen wir irgendwo zusammen essen? Vielleicht auf dem Dach? Der Schülersprecher hat mir einen Schlüssel besorgt als Gegenleistung für einen Gefallen."
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    • ___ Kazuya ___

      Er wusste inzwischen nicht mehr, welcher Tag schlimmer war. Die Tage schenkten sich wirklich nichts und der heutige war nur wieder einer von vielen, den man in die Kategorie ´warum zur Hölle bin ich eigentlich aufgestanden´kategorisieren konnte. Inzwischen war der Blonde an einem Punkt angelangt, an dem ihm nicht einmal mehr sein geliebter Mitbewohner ablenken konnte und für seinen Sport hatte er keine Kraft mehr, was an den Nerven von Kazuya noch schlimmer zog als die ganzen Idioten, die ihm konstant hinterher rannten. Sein Sport war immer sein Ausgleich gewesen, damit fand er seine innere Ruhe und kam mit so vielem in seinem Leben zurecht: seinem fragwürdigen Familienverhältnis, der kranken Eifersucht seines Bruders und dem Mobbing in der Schule. Er hatte keinen Ausgleich mehr, eigentlich hatte man ihm alles genommen damit und das nur weil diese Tage so an seinen Nerven zogen und er psychisch nicht mehr konnte. Geschweige denn überhaupt die Kraft aufbringen konnte, einen Sprung zu tätigen. Bei der derzeitigen Situation würde er wahrscheinlich eher im Krankenhaus landen. Der heutige Tag hatte damit begonnen, dass einer seiner ehemaligen Mobber in einem Busch auf dem Schulweg von Daiki und Kazuya gelauert hatte, um ihn abzufangen. In einem fuckigen Busch! Kazuya hatte vor Schreck sogar seinen Kaffee fallen lassen und hätte Daiki nicht rechtzeitig die Tüte mit dem Frühstück aufgefangen, wäre das auch hinüber gewesen. Damit war der Tag schon im Arsch, bevor er überhaupt richtig begonnen hatte. In der Schule war auf seinem Platz ein Strauß roter Rosen mit irgendeinem schnulzigen Gedicht gelegen. Er hatte den Zettel war weg geworfen, die Blumen konnten schließlich nichts dafür, aber den Zettel hätte er nicht einmal lesen können, wenn er gewollt hätte. Die Doktorschrift hätte keiner entziffern können! Zudem hatte eines der Mädchen, welches ihn früher rund um die Uhr beleidigt hatte und für gewöhnlich Daiki nachhechelte, hatte ihm Bilder von sich im Bikini vor die Nase gehalten.
      Seine Nerven lagen blank, er wollte einfach nur seine Ruhe. War das wirklich zu viel verlangt? Erschöpft sah er auf sein Handy. Er wusste nicht, ob er sich auf die Pause freuen sollte, schließlich hatte er nur im Unterricht wenigstens etwas Ruhe, weil ihn die Lehrer behandelten wie immer: Nachdem sie endlich kapiert hatten, wer er eigentlich war, versteht sich.
      "Ich bitte darum....hol mich hier weg...." tippte er als Antwort an Daiki und legte seinen Kopf auf den Tisch.


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    • Daiki
      Ein kleines Lächeln umspielte seine Lippen, als er die Antwort von Kazuya las, weshalb er auch nicht länger zögerte, sich seine Schultasche über die Schulter hängte und sich zügig auf den Weg zu dem Klassenzimmer seines Mitbewohners machte, vor dem auch bereits wieder eine Hand voll Leute mit Sicherheit auf ihn warteten. Es war nahezu absurd wie sehr die Leute ihm hinterherhechelten und ihn nun behandelten als wäre er ein fucking Prinz mit Adelstitel, Reichtum und allem drum und dran. Ja, Kazuya sah verdammt gut aus, aber das reichte vielen wohl bereits aus um eine komplette Zukunft mit dem Blonden ohne seine Einwilligung zu planen. Lächerlich war gar kein Ausdruck für diese Situation.
      "Darf ich mal.", stöhnte der Größere genervt, während er sich durch die wartende Menge hindurch schob und dabei weniger sanft mit ihnen umging, als es sich normalerweise gehörte. Dass nun gerade jene Leute plötzlich Kazuya anschmachteten, die ihn vorher immer blöd angemacht hatten, war dabei an Absurdität kaum zu überbieten, selbst wenn Daiki vielleicht auch fast mit zu dieser Kategorisierung mit hinzugezählt werden könnte. "Sag mir nicht du stehst auch auf ihn, Ayaka.", vernahm Daiki die spöttischen Worte von einem der Mädels, die normalerweise eine recht große Klappe hatte und wahrscheinlich nicht den Witz an ihrer eigenen Situation sah. "Bloß weil du jetzt dich entschieden hast auf Kerle zu stehen, heißt das nicht, dass du dir plötzlich den heißesten Kerl an der Schule schnappen kannst, weil du nicht mehr die Nummer eins bist."
      Daiki hielt inne und sah über seine Schulter zurück zu der Göre mit dem losen Mundwerk, während er sich gedanklich daran erinnern musste, dass sie es eigentlich nicht wert war mit ihr zu diskutieren. Schon witzig, dass besagtes Gör noch vor einem Jahr Daiki hinterher gerannt war. "An deiner Aussage ist echt so viel falsch, dass ich nicht mal weiß, womit ich anfangen soll. Such es dir aus... soll ich dir eine zweihundert seitige PDF schicken, wo erklärt wird, wie Homosexualität funktioniert und dass man sich nicht aktiv dafür entscheidet oder wäre dir eine Abhandlung darüber lieber, dass ich nicht auf jeden Kerl stehe, der mir entgegenkommt, sowie du nicht jedem Kerl hinterherhechelst... Okay streich letzteres. Im Gegensatz zu dir bin ich wählerisch."
      Entsetzt schnappte besagtes Mädchen nur nach Luft, doch Daiki zwinkerte ihr nur knapp zu, erhob seinen Mittelfinger in ihre Richtung, ehe er sie auch schon links liegen blieb und er in das Klassenzimmer eintrat. "Kazu? Lust auf ein Date fernab deiner jetzigen Fans und meiner Ex-Fans?"
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    • ___ Kazuya ___

      Ja, es soll Leute geben welche so viel Aufmerksamkeit genossen und die es liebten, wenn man sie bezüglich ihrer Optik anhimmelte, aber Kazuya gehörte ganz klar nicht zu dieser Sorte. Für ihn war all der Trubel ein Albtraum. Wäre das mit seiner Erlaubnis wäre es etwas anderes, aber er hatte die Leute gefühlt 100 Mal darum gebeten, ihn doch bitte in Ruhe zu lassen. Er hatte sogar versucht in aller Höflichkeit, die er aufbringen konnte zu erklären, dass er sich damit unwohl fühlte, aber er biss dort förmlich auf Granit. Er hatte keine 5 Minuten Ruhe, höchstens im Unterricht. Nicht einmal die Schultoiletten konnte er noch besuchen! Am liebsten würde er sich ja einfach nur die Ohren zu halten und schreien, aber selbst das würde man sicherlich ignorieren. Ihm fehlte die Kraft noch irgendwelche Erklärungsversuche zu starten, geschweige den abzuhauen. Er konnte und wollte nicht mehr. Ganz ehrlich, wie ertrugen das andere Leute? Ballkönig oder so ein Quatsch zu sein, wäre für den Blonden wahrscheinlich Grund sich irgendwo aufzuhängen. Hätte er sie nicht alle darum gebeten, ihn doch bitte nur in Frieden zu lassen, würde er sich ja nicht beschweren, aber er hatte es echt versucht. Er hatte versucht mit der Gruppe zu reden, aber sie interessierte all das nicht.
      Das war es, was Kazuya nicht wollte, weshalb er immer sein Gesicht versteckte. Zuerst waren das Leute, die ihn mobbten und Daiki anhimmelten und nun beleidigten sie Daiki und rannten Kazuya nach? Der Jüngere hatte es so satt. Von außerhalb des Klassenzimmers vernahm er laute Geräusche, aber Kazuya hatte keine Kraft und keine Lust den Kopf zu heben, um nachzusehen. Erst die Stimme von Daiki ließ ihn endlich aufblicken und seine Augen leuchteten förmlich als er seinen Mitbewohner erblickte. Das war ungefähr so als würde man einem Ertrinkenden einen Rettungsring zuwerfen. Sofort war der Blonde aufgestanden und hatte seine Tasche geschnappt."Sehr gerne", antwortete er seinem Freund hastig.
      "Kazuya du kannst doch nicht einfach gehen. Geh mit uns Essen!" er konnte sich keine 2 Meter bewegen, da hatte sich schon eine Mauer um ihn gebildet. "Geht zur Seite...." er wurde langsam echt sauer.


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    • Daiki
      "Ich schwöre, in deinem früheren Leben musst du eine Kombination aus Sukkubus und Inkubus gewesen sein. Das ist echt nicht normal wie sehr die Leute auf dich fliegen, obwohl du sie immer wieder abweist.", seufzte Daiki leise, nachdem er in das Klassenzimmer eingetreten war und dort einen völlig verzweifelten und erschöpften Kazuya vorfand, der mittlerweile vermutlich nicht mehr weiter wusste und vielleicht sogar mit dem Gedanken spielte wieder an eine andere Schule zu wechseln, nur um all dem endlich entgehen zu können. Dass er diese Möglichkeit noch nicht vor Daiki erwähnt hatte grenzte dabei nahezu an ein Wunder. "Na dann lass uns essen gehen.", meinte der Größere schließlich lächelnd und nachdem Kazuya seine Tasche genommen hatte und den ersten Schritt aus dem Klassenzimmer gesetzt hatte, kam auch schon eine Flut an Schülern auf ihn zu, die ihn anflehten mit ihm Essen zu gehen, ohne dabei überhaupt darauf zu hören, was er denn eigentlich wollte und ob er überhaupt Interesse hatte. Sie bedrängten ihn förmlich, ohne ihm genug Freiraum zu geben um überhaupt zwei Schritte gehen zu können und obwohl Daiki den ein oder anderen anblaffte sich zu verpissen, wurde der Größere einfach ignoriert und seine Worte hatten nicht wirklich einen Effekt. Jetzt bereute er es fast schon sich nicht mit Naoya und Haru angefreundet zu haben, damit diese sich mal eben um diese erbärmlichen und heuchlerischen Vollidioten zu kümmern. Oder Daiki musste einfach nur lernen angsteinflößender zu sein. Das war doch nicht mehr normal... die gesamte Situation hatte sich bereits vor zwei Wochen nicht mehr als händelbar entpuppt und wenn das so weiter ging brachte Kazuya entweder seine Fans um oder sich selbst vor Verzweiflung. "Verpisst euch doch endlich und geht jemand anderem auf die Nerven. Und wenn ich noch einmal jemanden erlebe, der Kazuya auf dem Heimweg stalkt, droht eine Anzeige verdammt nochmal.", blaffte Daiki, erntete dafür aber nur ein paar desinteressierte Blicke, ehe besagte Vollidioten wieder Kazuya belagerten.
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    • ___ Kazuya ___

      "Ich habe mir das sicherlich nicht ausgesucht Daiki", antwortete Kazuya ein wenig pampig, auch wenn Daiki der letzte war, der etwas dafür konnte, weshalb er schwer seufzte. "Entschuldige. Das Ganze zieht wirklich an meinen Nerven.", murmelte er und versuchte Daiki wieder eines seiner süßen Lächeln zu schenken, welche in den letzten Wochen sehr stark nachgelassen hatten. Ein naiver kleiner Teil in dem Blonden hatte wirklich geglaubt, er käme heil davon aber er und sein Mitbewohner konnten nicht einmal 5 Schritte machen, da wurden sie im Flur wieder direkt umzingelt. Dieses Verhalten der Schüler, unabhängig welcher Klassenstufe war nicht mehr normal und hatte inzwischen Ausmaße angenommen, in denen sich selbst die Lehrer heraushielten. Den Großteil der Leute kannte Kazuya ja nicht einmal! Er wusste nicht mal, dass sie überhaupt zu der Schule gehörten! Von Tag zu Tag wurde es schlimmer und inzwischen war diese ganze Aufmerksamkeit an einem Punkt angekommen, der absolut nicht mehr zu händeln war. Kazuya konnte keinen Schritt mehr auf dem Schulgelände machen, geschweige den überhaupt die Toiletten besuchen. In der Kantine zu essen war eine Unmöglichkeit geworden und es gab keinen Ort wo er hin konnte. Als man dann noch herausgefunden hatte, das Kazuya in Wahrheit eine echte Sportskanone war, weil er das auch nicht mehr verstecken konnte, war das sein Todesurteil. Daiki versuchte sein bestes die neue Meute, die sich gebildet hatte in Schach zu halten, aber absolut vergebens. Er wurde komplett ignoriert und der Kreis um Kazuya immer enger und enger, dass sein Mitbewohner sogar aus der Runde geworfen wurde. Obwohl der Blonde versuchte irgendwie zu ihm zu gelangen, gab es echt keine Chance. Von allen Seiten wurde er gerufen, alle sprachen mit ihm. Es herrschte ein absolutes Stimmchaos und als ihn dann noch einer berührte, war es vorbei. "ES REICHT!" stocksauer warf er seine Tasche auf den Boden und fixierte die Runde. "Ihr seid doch krank! Was ist falsch bei euch im Kopf? Ich hasse euch alle, ihr seid verabscheuungswürdiger Abschaum jeder einzelne von euch und ich würde lieber sterben, bevor ich mit einem von euch Essen gehe! Verschwindet endlich von mir!" Kazuya packte einen seiner Stalker am Kragen seines Hemdes "Und DU! Wenn du mich noch einmal zu den Toiletten verfolgst, tunke ich deinen Schädel in die Kloschüssel bist du darin endlich verreckst! Es reicht mir mit euch!" grob stieß er ihn von sich und die Gruppe wich geschockt zurück, sodass er endlich aus der Hölle entkommen konnte. Sein Blick wanderte zu Daiki. "Wir gehen! Jetzt!"


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    • Daiki
      Natürlich nahm er es Kazuya nicht übel, dass der Jüngere ziemlich genervt war, das war in der Situation schließlich auch mehr als verständlich und es war ja leider auch kein Ende der Tortur in Sicht. Denn kaum hatten sie das Klassenzimmer verlassen, wurde die Belagerung fortgesetzt und während Daiki gar keine Chance hatte Kazuya wirklich zu helfen und stattdessen auch noch von der Masse ignorant weggedrängt wurde, hatte bei dem Kleineren der letzte Tropfen gereicht um das Fass endgültig zum Überlaufen zu bringen. Der Jüngere explodierte förmlich in diesem Moment, warf mit seiner Tasche, schrie höchst aggressiv die Leute um sich herum an, bis auch die extremsten Fans von ihm angsterfüllt zurückwichen und er nun endlich zumindest soweit Luft und Freiraum hatte um nun die Flucht antreten zu können. Völlig perplex und maßlos überrumpelt starrte Daiki seinen sonst so niedlichen Mitbewohner an und tatsächlich dauerte es auch einige Momente, ehe er realisierte, was dieser zu ihm gesagt hatte. Langsam nickte er und lief dem Kleineren schließlich noch immer ziemlich baff hinterher, noch unfähig etwas zu sagen, während sie sich ihren Weg zum Dach bahnten und Daiki den Schlüssel herausfischte, um besagte Tür aufzuschließen. Sicherheitshalber schloss er hinter ihnen wieder ab, damit Kazuyas Fans ihnen nicht nach dem ersten Schock doch wieder folgen konnten und womöglich dann von dem Kleineren eigenhändig vom Dach geschubst wurden. Es war im Prinzip also mehr zu ihrem eigenen Schutz, als zu Kazuyas. Kaum war die Tür wieder abgeschlossen, lief Daiki noch immer geschockt langsam zu Kazuya hinüber und ließ sich dann langsam neben ihm nieder. Was sollte er jetzt sagen? Es einfach ignorieren? Sagen, dass er damit nicht gerechnet hatte? Fragen, ob es Kazuya gut ging? Sich erkundigen, ob er ihm jetzt irgendwie helfen konnte?
      "Das war gerade ultra heiß."... Ernsthaft... wie schaffte es sein Mund gerade das komplette Gegenteil von dem auszusprechen, was er doch eigentlich sagen sollte.
      "Ich meine... geht es dir gut?"
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    • ___ Kazuya ___
      Es war lange her, dass Kazuya wirklich so wütend war, aber er war an einem Punkt angekommen da konnte er einfach nicht mehr. Er war vollkommen übermüdet, er hatte nonstop irgendwelche Verrückten, die ihn verfolgten und selbst auf seinem Nachhauseweg wurde er belagert. Die Leute versteckten sich vor dem Haus in Büschen und warfen ihm inzwischen schon Fotos mit Nacktbildern in den Briefkasten! Nacktbildern! Er ertrug den Großteil der Leute ja nicht einmal angezogen! Seine Nerven lagen blank und seine Laune war an einem offiziellen Tiefpunkt angelangt. Der Blonde konnte nicht einmal mehr einen einzigen Schritt im Schulhaus machen ohne das er nicht direkt von allen Seiten angefasst oder zugequatscht wurde. Das ging seit Wochen so, Wochen! Als er sich mit Parkour wenigstens irgendwie etwas ablenken wollte, hatte er eine Stufe verfehlt und jetzt auch noch ein komplett blaues Knie. Ja, seine Stimmung war zum Morden und er hatte gerade auch das Bedürfnis eine deutlich kriminellere Laufbahn einzuschlagen. Vielleicht hätte er sich mit Naoya und Haru anfreunden sollen. Wo waren diese Idioten, wenn man sie einmal brauchte? Daiki schlich vollkommen überfordert hinter ihm her und Kazuya würde sich am liebsten vor Schuldgefühlen vom Dach werfen. Der letzte Mensch, dem er weh tun wollte war Daiki und ihn anzuschreien, half absolut niemanden. Schon gar nicht ihm herrisch zu befehlen, dass er ihm folgen sollte. Kazuya konnte es nur gerade einfach nicht mehr stoppen. Er war so wütend und sauer, dass er selbst Daiki anblaffte.
      "Heiß? Wie es mir geht? Wie soll es mir gehen verdammte scheiße? Ich habe keine 5 Minuten Ruhe mehr, ich hab das Bedürfnis da drin alles und jeden in Stücke zu reißen und du fragst mich wie es mir geht? Wonach sieht es denn aus?!" genervt warf er seine Tasche in die Ecke und lehnte sich an die Wand, ehe er sich durchs Haar strich. "Es reicht mir. Diese beschissene Schule, diese scheiß Schüler und dieses Lehrpersonal, das ihren Job nicht mal auf die Reihe kriegt und dem ich wochenlang erklären muss, wer ich bin. Fuck!" genervt schlug er mit der Hand gegen die Wand, was er direkt bereute und sich ordentlich die Handknochen aufgeschürft hatte. "Gott, ich könnte kotzen!"


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    • Daiki
      So schnell ebbte Kazuyas Wut nicht ab und selbst nachdem sie beide auf dem Dach angekommen waren blaffte der Jüngere noch weiter und schien nicht mal sonderlich zu beachten, dass Daiki ihn als ultra heiß betitelt hatte. Zugegeben war das in dem Fall aber auch echt besser, da man kein Genie sein musste, um zu wissen, dass dies alles andere als die richtige Antwort in diesem Moment war. Stattdessen seufzte Daiki leise und nahm diese Worte des anderen natürlich nicht persönlich. Aufmunternd lächelnd näherte er sich dem aufgebrachten Jungen, der gar nicht aus dem Fluchen herauskam und musterte ihn, nachdem er sich auch noch seine Hand aufschürfte, weil er seinen Frust an der Wand ausließ. Fast schon ein wenig amüsiert verschränkte Daiki seine Arme vor der Brust und wartete geduldig, bis Kazuya vorerst mit seiner Tirade fertig war. "Ich würde dir ja anbieten ein Pflaster zu holen, um deine Hand zu verarzten, aber ein bisschen habe ich gerade auch Angst, dass du mir wieder eine reinhaust, wenn ich dir jetzt in diesem aufgewühlten Zustand zu nahe komme. Also bleibe ich erstmal wo ich bin... wenn du möchtest kannst du deinen Frust aber gerne trotzdem weiter auslassen. Meiner Meinung nach frisst du deine Probleme ohnehin immer zu sehr in dich hinein. Wenn du mich fragst steht es dir einfach viel besser deine Meinung einfach ohne Rücksicht zu äußern und deine Worte nicht hinter Nettigkeiten zu verschleiern. Damit hilfst du niemanden und es macht dich innerlich auch noch kaputt. Wahrscheinlich steh ich deshalb so sehr auf diese Seite an dir, weil du in dem Moment einfach konsequent ehrlich mit dir und anderen bist, ohne dich zurückzuhalten. Also... tob dich aus! Schrei meinetwegen herum oder schrei mich direkt an, aber lass es raus!", meinte der Größere schließlich ermutigend und innerlich bereits gewappnet nun eine Tirade an Beschimpfungen und Beleidigungen abzufangen, damit Kazuya diese Last endlich mal von seinen Schultern lassen konnte und all seine Wut und seinen Frust los wurde.
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    • ___ Kazuya ___

      Genervt blickte Kazuya auf seine Hand und seufzte. Es löste zwar keine Probleme sich hier wie ein Idiot aufzuführen, aber ehrlich gesagt hatte es etwas ungemein erleichterndes. Sein Blick wanderte einen Moment zu Daiki. "Ich will aber nicht dich anschreien, sondern diese Pisser da draußen!", murrte er weiterhin genervt, ließ sich dann aber auf den Boden sinken und blickte dann etwas missmutig zu seinem Mitbewohner. "Du findest eine Seite an mir heiß, die dich und die menschliche Bevölkerung anschreit und verflucht? Du bist echt merkwürdig, weißt du das?" Kazuya wusste, dass er sich dafür spätestens nach 10 Minuten, wenn er sich wieder beruhigt hatte verfluchen würde. Er blaffte seinen Schwarm gerade genauso an, wie er es zuvor als seine Kisaragi-Rolle getan hatte, dabei war Daiki inzwischen so zuckersüß. Gott, er wollte nach Hause und sich wieder unter seiner Decke verstecken. Vielleicht sollte er den Plan einfach auszuwandern, doch nicht so einfach in die Tonne kloppen. Von hier zu verschwinden erschien ihm immer mehr und mehr verlockender. Seufzend massierte sich der Blonde die Schläfen. "Ich hab Kopfschmerzen wegen diesen Idioten. Mal ehrlich, was soll ich bitte noch tun damit mich dieses Pack in Ruhe lässt? Am besten ich tunke diesen Bastard doch einfach in die Toilette. Ein Depp weniger fällt sicher nicht auf. Die Schule hat genug davon." grummelnd versuchte sich der Blonde irgendwie wieder zu beruhigen, was gar nicht so einfach war wie erhofft. Sein Blick wanderte erneut zu Daiki. "Du siehst mich die ganze Zeit so komisch an...." Gott, er wollte Daiki nicht so doof von der Seite anmachen. Er würde sich dafür 100 Mal entschuldigen müssen.


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    • Daiki
      Obwohl Kazuya weiter fluchte und sich wütend über die ganze Situation ausließ, umspielte ein Lächeln Daiki Lippen und beinahe zufrieden beobachtete er die nicht enden wollende Tirade, während der Jüngere ihm nun auch noch an den Kopf warf, dass er seltsam war, weil er von Kazuya angeschrien werden wollte. Mittlerweile hatte sich der Kleinere auf den Boden sinken lassen, blaffte aber dennoch weiter herum, obwohl er mittlerweile so aussah als wollte er nicht mehr unbedingt herummotzen. Sein Damm war nun einmal durchbrochen worden und er hatte nicht mehr an sich halten können. Jetzt kamen nun einmal all die frustrierenden Dinge hervor, die sich all die Zeit in ihm angestaut hatten und Daiki würde ihn sicher nicht aufhalten. Als zumindest nach einer Weile ein wenig Ruhe herrschte und der Kleinere nicht sofort frustriert weiterplapperte, setzte Daiki sich ihm gegenüber auf den Boden, packte eine Bentobox mit einfachem gebratenen Reis aus und reichte sie dem Jüngeren zusammen mit einem Paar Stäbchen, ehe er selbst wieder das Wort ergriff - ruhig und vollkommen gelassen. "Ich steh nicht darauf angeschrien zu werden, sondern ich mag es, wenn du eben einfach du selbst bist und dich nicht zurückhälst. Daheim habe ich dich eigentlich nur als vorsichtigen, fast schon etwas schüchternen Kerl kennengelernt und obwohl ich keinen kleinen Bruder habe, hat das in mir eine Art Beschützerinstinkt geweckt, dass ich auf dich aufpassen will, damit dir niemand etwas tut. Ich hatte nie wirklich erwogen dich in einem romantischen Licht zu sehen, weil ich nie komplett das Gefühl hatte, dass du mir genug vertraust um bedingungslos und ohne Reue du selbst zu sein, wie du eben bist. Ich weiß, du hast unfassbar viel in dich hineingefressen und nur dann mit mir geredet, wenn es nicht anders ging. In der Schule aber warst du trotz deiner Verkleidung dir selbst viel mehr treu, hast dich nicht geschämt dafür was deine Meinung ist und warst auch nie einem Konter verlegen. Das hat mich nicht nur beeindruckt, sondern ich habe dich dafür bewundert, weil du so mutig warst, wie ich es mir nie getraut habe. Ich habe mich in dich verliebt, weil ich genauso mutig sein wollte wie du und mich nicht länger verstecken will. Du bist also ohne Zweifel auch ganz klar der Grund für mein Outing. Ohne dich, würde ich mich noch immer hinter der Fassade eines Arschlochs verstecken und das habe ich - so sehr ich auch den süßen, niedlichen Kazuya daheim liebe - ganz klar deiner direkten und unverblümten Seite zu verdanken. Selbst wenn das alles gerade natürlich nicht ganz so relevant ist und du andere Probleme hast."
      Daiki öffnete seine Bentobox und begann ein wenig von dem gebratenen Reis zu essen, ehe er leicht mit den Schultern zuckte. "Und ich sag ja nicht, dass du die anderen Idioten nicht anmotzen sollst. Ich meine nur, du sollst dich jetzt bei mir erstmal auskotzen, damit du in Ruhe essen kannst. Du isst nämlich in letzter Zeit zu wenig. Danach kannst du jeden einzelnen immernoch so lange anschreien, bis sie es nicht einmal mehr wagen in deine Richtung zu sehen, weil sie Angst haben du bringst sie um."
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