❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

    • ___ Haru ___
      Es war tatsächlich angenehm und auch wenn Haruka zuerst bei dem Gedanken öfter mit Naoya eine Nacht verbringen zu müssen, nicht im sexuellen Sinne, um das mal klar zustellen, fast Brechreiz bekam, hatte er seit dieser Nacht das Gefühl, dass das vielleicht doch gar nicht so übel werden könnte. Das würde zwar nicht bedeuten, dass sie sich vielleicht bald wieder gegenseitig das Leben zur Hölle machten, aber gerade empfand er den Venom als ziemlich angenehme Gesellschaft. Erschreckend....vielleicht hatte er doch Hafenwasser gestern geschluckt oder so. Er konnte sich doch jetzt nicht über gemeinsame langweilige Filmabende mit Naoya anfangen zu freuen.... Gott, was war denn bitte jetzt los? Als er freudig von der Bäckerei berichtete, war die Aussage von dem Älteren gar nicht mehr so verkehrt, weshalb er den Anführer der Venoms schräg angrinste. "Lachst du mich jetzt aus, wenn ich dir das bejahe?", hakte er amüsiert nach, musste dann aber sogar lachen und nahm zufrieden einen Schluck Kaffee. Es war schön den Morgen einmal so zu beginnen. Natürlich hatte Haruka öfter schon mit seinen Freunden gefrühstückt oder auch mal mit der ein oder anderen hübschen Lady, aber das war eben nicht immer der Fall. Ein intaktes Familienleben besaß er nun einmal nicht und darum verbrachte er eigentlich sein ganzes Leben nur in der Gang, folglich auch hier und saß einfach an diesem Platz am Meer. Ey, das klang gerade echt traurig, dass darf er echt keinem erzählen. Schlagartig fühlte er sich echt erbärmlich. Das er sich keine Sekunde später auch noch vor Naoya blamierte, machte es nicht besser. Wieso zur Hölle hatte er jetzt bitte diesen Spruch raus hauen müssen? Sein Gesicht war zudem auch ein echt beschissener Verräter, warum verdammt nochmal lief er jetzt rot an, als ihm der Venom die perplexe Frage stellte? Haruka sah sein Gesicht zwar nicht, fühlte aber förmlich wie seine Wangen glühten. Natürlich war Naoya verwirrt! Das wäre jeder, wenn er so eine beschissene Aussage mal eben beim Frühstück zu hören bekam. Statt dem anderen zu sagen, dass er das ganz schnell wieder vergessen sollte, konnte Haru einfach nicht die Klappe halten und redete weiter. "Du würdest sie aufsetzen, nur weil ich dich damit süß finde?"
      Okay, Haru würde sich jetzt offiziell im Meer ertränken gehen.


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    • Naoya
      "Du hast mir meine Frage bereits beantwortet...", entgegnete Naoya amüsiert den Kopf schüttelnd, wobei seine Frage zuvor auch eher rethorischer Natur gewesen war. Er hatte sich das ja nun mal bereits denken können und damit war eben auch nichts verkehrt. Klar, es hatte schon irgendwie etwas trauriges an sich, wenn jemand deutlich lieber in einer einsamen Lagerhalle seine Nacht verbrachte als tatsächlich daheim, aber es hatte eben auch nicht jeder ein stabiles Familienumfeld. Naoya selbst konnte zwar bei sich daheim nie wirklich entspannen, oder hatte mal komplett seine Ruhe, aber er und seine Geschwister unterstützten einander intensiv und wenngleich der Venom am Ende des Tages immer komplett fertig war, liebte er es zuhause zu sein, da ihm seine Geschwister eben alles bedeuteten. Selbst wenn sie sich oft genug stritten und ständig in den Haaren lagen, würde er für die drei ausnahmslos alles tun und das war etwas, was nun einmal nicht jeder hatte.
      Sie aßen weiter, tranken ihren Kaffee und Naoya realisierte schließlich, dass er noch immer seine Brille trug, weshalb er diese absetzte, erntete dafür von Haru aber fast schon Bedauern und Naoya war definitiv mehr als überrascht zu erfahren, dass der Velvet ihn doch gerne länger mit Brille sehen würde, ihn damit nun einmal auch süß fand und dies sogar ziemlich ernst zu meinen schien. Im ersten Moment war der Venom doch unfassbar baff, schüttelte aber dann nur leicht den Kopf und nahm sich seine Lesebrille von seinem Kopf. "Glaub nicht, dass du solch eine Macht über mich hast.", schnaubte er beinahe, setzte sich aber entgegen seiner Worte tatsächlich seine Brille wieder auf, inszenierte dies beinahe und schenkte dem Velvet daraufhin ein schiefes Grinsen.

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    • ___ Haru ___

      Amüsiert streckte er dem Venom die Zunge heraus, grinste dann aber und biss zufrieden in sein Sandwich. Sie beide gaben gerade ein seltsames Bild ab, wenn man bedenkt wer sie beide eigentlich sind, aber das war schon in Ordnung so. Egal wie es Haruka gerade auch dreht und wendet, er hatte schon deutlich schlechtere Morgen und er fand aktuell die Gesellschaft des Venom ziemlich angenehm. Ein Glück konnte keiner Gedanken lesen und Haru würde den Teufel tun und das jemanden erzählen. Was er aber offenbar unbedingt mitteilen musste war, wie süß er Naoya mit seiner Lesebrille fand. Ein Fakt bzw. ein Geständnis für das der Velvet am liebsten im Erdboden versunken wäre. Wetten das würde ihm Naoya ewig vorhalten? Nun es war berechtigt und Haru war ja selbst schuld. Mal ehrlich, er hätte sich das auch einfach denken können, was ja allein schon verstörend genug war, aber er hatte es erneut aussprechen müssen. Offenbar hatte der Velvet eine masochistische Ader, von der er noch nichts wusste. Gott, er würde einfach jetzt erneut ins Hafenwasser springen. Vielleicht hatte er gestern davon etwas geschluckt und brauchte nochmal eine Ladung um normal zu werden? Sozusagen das gleiche Prinzip wie bei einem Konterbier bei einem Kater. Vielleicht gab es ja Konterhafenwasser oder so. Okay, es wird immer schlimmer. Er sollte einfach gar nichts mehr sagen. Das Naoya aber entgegen seiner Worte seine Brille tatsächlich wieder aufsetzte und ihn dabei angrinste, ließ Haru auch grinsen. "Schon klar." Ja, das war eindeutig ein verdammt merkwürdiger Morgen und Haruka hoffte einfach nicht noch mehr so peinliche Scheiße von sich zu geben.


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    • Naoya
      Zusammen hatten sie sich an einem improvisierten Rastplatz am Hafen niedergelassen. Der Venom setzte sich im Schneidersitz hin und widmete sich schließlich denen von Haru gesponserten Sandwiches und dem dazugehörigen Kaffee, ehe er die Sache mit seiner Brille realisierte. Doch so schnell wie Naoya die Lesebrille abgesetzt hatte, setzte er sie indirekt auf Harus Wunsch hin auch schon wieder auf und grinste den Velvet regelrecht an. Er hätte ehrlich gesagt gedacht, Haru würde sich lieber den Arm absägen, als Naoya jemals auch nur zu sagen dass er süß war, aber offenbar hatte der Venom da komplett falsch gedacht. Denn Haru hatte es zwar ein bisschen Überwindung gebraucht, dies zu sagen, aber nicht sonderlich viel und der Kerl ruderte nicht mal zurück. Er ließ das so im Prinzip im Raum stehen, ohne sich sofort wieder zu Verbessern oder alles als Witz zu tarnen. Vielleicht war das die Müdigkeit, vielleicht aber auch einfach eine sanftere und ruhigere Seite an ihm, die nur eben nicht ganz so oft zum Vorschein kam. Naoya würde sich aber nicht beschweren. Er war froh endlich mal halbwegs gut mit dem Anführer der Velvets klarzukommen. Deshalb sagte der Venom nichts weiter dazu und griff stattdessen zu seinem zweiten Sandwich und biss hinein, während sein Blick wieder über die Wasseroberfläche glitt. "Wie lange bist du mittlerweile eigentlich schon bei den Velvets? Ich habe mitbekommen, dass du ungefähr zum gleichen Zeitpunkt wie ich zum Anführer befördert wurdest, aber wann bist du der Gang beigetreten?"
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    • ___ Haru ___

      Haru war sich nicht ganz sicher, was da genau in ihn gefahren war, aber zurücknehmen konnte er es nicht, das würde die Sache ja nur noch peinlicher machen. Ehrlich gesagt, wollte er es nicht einmal und das machte die Situation ja nur noch merkwürdiger. Haruka konnte sich beim besten Willen nicht daran erinnern, wann er Naoya jemals süß gefunden hätte. Offensichtlich tat er es aber im Augenblick, was der Velvet gewissenhaft einfach auf seine Müdigkeit schob. Ja, wenn man müde ist macht man schließlich allerhand Sachen! Naoya schien gegen die Bezeichnung auch nicht unbedingt etwas zu haben, viel mehr schien es ihm sogar zu gefallen. Ein wenig skeptisch, ob er das richtig deutete beobachtete er den Anführer der Venoms, der seelenruhig in sein zweites Sandwich biss. Nun der Kerl hatte eindeutig die Ruhe weg im Augenblick. Amüsant wenn man bedenkt, dass der Kerl nicht weniger hitzköpfig ist wie Haruka selbst. Beim besten Willen hätte der Jüngere nicht geglaubt, mal so friedlich mit Naoya zu frühstücken. Allerdings war es angenehm, wenn er ehrlich war. Diese ständigen Streitereien waren zwar witzig, aber auf Dauer unglaublich ermüdend. Sie konnten sich gerne zanken, aber hin und wieder so ruhige Momente waren wirklich ganz nett und etwas an das sich Haruka tatsächlich gewöhnen könnte. Nicht, dass er das zugeben würde, aber sicherlich ging es Naoya da ähnlich. Als ihm der Venom aber plötzlich eine Frage stellte, was Harus Beitritt bei den Velvets anging, nippte er nachdenklich an seinem Kaffee. "Zu den Velvets bin ich indirekt mit 14, aber wirklich aufgenommen erst mit 15. War sozusagen mein Geburtstagsgeschenk von Hiroto und ehrlich gesagt, dass schönste Geschenk was ich je bekommen habe." warum er ihm allerdings letzteren Teil auch noch erzählte war Haru selbst ein Rätsel. "Und wie sieht es bei dir aus?", fragte der Velvet dann ehrlich interessiert.


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    • Naoya
      Der Venom wollte die entspannte Stimmung gleich nutzen und erkundigte sich dementsprechend ehrlich interessiert bei Haru, wie lange dieser denn bereits bei den Velvets war oder seit wann er denn bereits ein Mitglied war. Vage nickte der Venom. Es war nicht ungewöhnlich und verwunderlich, dass Haru erst mit 15 Jahren bei den Velvets aufgenommen wurde, schließlich war alles darunter doch verdammt jung und Gangs bewegten sich auch gerade nicht unbedingt im legalen Rahmen. Ob Haru schon mit 14 Jahren in Hiroto verknallt gewesen war? Nicht, dass der Velvet-Anführer jemals offen zugegeben hätte, dass er in den ehemaligen Anführer der Velvets verliebt war, aber es gingen schon solche Gerüchte in den Gangkreisen herum, da war Naoya noch recht neu im Geschäft. Offenbar ist aus dieser einseitigen Schwärmerei aber wohl nie etwas mehr geworden... "Ich bin mit 16 beigetreten. Anfangs war die Gang für mich eher ein Mittel zum Zweck... eine Absicherung sozusagen, aber irgendwie wurde ich sehr schnell von Tadashi in alles eingearbeitet. Ehrlich gesagt hab ich anfangs ja nicht mal realisiert, dass er mich indirekt darauf vorbereitet mehr Verantwortung zu übernehmen, aber irgendwann war es recht offensichtlich... Als Tadashi dann letztes Jahr die Venoms verlassen hat, war die Umstellung gar nicht ganz so seltsam, da ich ja bereits Monate vorher die gleiche Arbeit bereits gemacht habe... nur mit Tadashi zusammen. Es ist irgendwie dennoch seltsam darüber nachzudenken, dass der Kerl bereits ein Jahr nicht mehr bei den Venoms ist und jetzt mehr oder weniger alles an mir hängt..."
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    • ___ Haru ___

      Naoya war im Gegensatz zu Haruka schon immer deutlich kommunikativer gewesen, während Haru eher mit barschen Kommentaren um sich warf, ungeachtet wer vor ihm stand. Seine Gang wusste wie sie ihn nehmen mussten und überhörten inzwischen den ein oder anderen garstigen Ausdruck. Das war aber vielleicht der Grund, weshalb er so oft mit dem Venom aneinander krachte, ungeachtet der jahrelangen Rivalität zwischen den beiden Gangs, war Naoya ähnlich impulsiv wie Haru und konnte bei doofen Sprüchen nicht weghören. Sie hatten beide zu viel Feuer, um damit ruhiger und reifer umgehen zu können. Gerade aber war es zwischen ihnen ungewohnt entspannt und Haru musste gestehen, dass er die Gesellschaft des Venom im Augenblick gar nicht so übel fand. Ehrlich gesagt unterhielt er sich ganz gern mit Naoya iirgenwie jedenfalls und er hatte auch nicht das Bedürfnis irgendeinen Streit anzufangen. Ihr Frieden würde wahrscheinlich nur bis zum Mittag anhalten, bis sie sich beide wieder an die Gurgel gingen, aber es war irgendwie gut zu wissen, dass sie beide auch anders konnten. Als ihn Naoya sichtbar interessiert nach seinem Beitritt bei den Velvets fragte, antwortete ihm der Dunkelhaarige ehrlich und stellte auch dieselbe Gegenfrage. Nicht aus Höflichkeit, schließlich war Haruka alles andere als ein höflicher Mensch, sondern weil es ihn ehrlich interessierte. "Ein Mittel zum Zweck?", fragte Haruka dann doch neugierig nach, in der Hoffnung das ihm Naoya vielleicht auch diese Frage beantworten würde, ehe er noch einen Schluck seines Kaffees nahm. Dieser war inzwischen mehr kalt als war. Nun er hatte ja auch nicht erwartet, so viel mit Naoya beim Frühstück zu reden, was er aber als ungewohnt positiv erachtete. Was die plötzliche Verantwortung gegenüber der Gang anging, nickte Haru verständnisvoll. "Ich kann ehrlich gesagt auch nicht glauben, dass Hiroto nicht mehr bei den Velvets ist. Er war der geborene Anführer und in seine Fußstapfen zu treten ist schwer. Er ist deutlich entspannter als ich...." beim letzten Teil musste Haruka lachen, ehe er zu Naoya blickte. "Hiroto hat nie schlecht über Tadashi gesprochen. Er meinte, dass er ein würdiger Konkurrent ist, ich habe ihn allerdings nicht oft zu Gesicht bekommen. Ich habe mich allerdings immer gewundert, dass die beiden nach einem Kampf oder Streit zusammen was Trinken gegangen sind."


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    • Naoya
      Haru hatte Naoyas Worte aufgegriffen und weiter nachgefragt inwiefern der Venom eher zum Mittel zum Zweck der Gang beigetreten war, schließlich war das vermutlich alles andere als eine Antwort, die man vom Anführer der Venoms erwartete. Stattdessen war es wohl deutlich üblicher, dass man eben wie Haru von Anfang an solch eine Begeisterung für die Gang hatte, dass man ihr nicht nur beitreten wollte, sondern auch viel bewirken und helfen wollte. Damit hatte es bei Naoya nun wirklich nicht angefangen und wenn der Brünette so darüber nachdachte, war es schon seltsam darüber nachzudenken, dass er nie und nimmer jetzt an dieser Stelle wäre, wäre seine jüngste Schwester nicht eine äußerst kritische Situation geraten. "Amari, meine jüngste Schwester wurde damals auf dem Heimweg von Mitgliedern der Gang 'Obsidian' angegriffen und bedroht. Sie fanden sie hübsch und dachten sich wohl aus irgendeinem bescheuerten Grund, dass meine Familie Geld hätte. Sie haben Amari gefangen gehalten und zu mir nach Hause eine Lösegeldforderung geschickt, die ich schließlich nach der Schule abfing. Mir war klar, dass wir dieses Geld, dass sie da forderten, niemals zusammenbekommen würden, selbst wenn wir alle unsere Ersparnisse zusammenkratzten und uns Geld ausleihten. Also habe ich mich nach Leuten umgeschaut, die uns helfen könnten. Ich hatte Gerüchte über Gangs gehört, die tatsächlich gegen solche Vorgehen waren und mir helfen könnten. Ich habe also Industriegebiete abgeklappert, habe mich in Bars geschlichen um Leute zu befragen und bin schließlich mehr oder weniger Tadashi in die Arme gelaufen. Nachdem ich ihm versprochen habe alles zu tun, wenn er und die Venoms mir nur helfen würden, war Amari eine Stunde später auch schon wieder sicher daheim und ich war das neuste Mitglied der Venoms. Wenn ich in dieser Nacht vielleicht einem anderen Ganganführer in die Arme gelaufen wäre, wäre ich jetzt kein Venom... vielleicht wäre ich sogar ein Velvet.", murmelte Naoya leise lachend und schüttelte dabei leicht den Kopf. Es klang einerseits absurd, andererseits war es aber wohl auch die Wahrheit. Schicksal? Zufall? Wer wusste das schon? "Tadashi hat tatsächlich auch stets respektvoll von Hiroto geredet. In der Anfangszeit habe ich gedacht, dass er vielleicht auf Hiroto steht oder er irgendetwas gegen Tadashi in der Hand hat, aber mittlerweile verstehe ich es. Selbst wenn wir beide uns oft an die Kehle springen, habe ich Respekt vor dir. Wir sind Konkurrenten... keine Feinde."
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    • ___ Haru ___
      Als ihm Naoya erzählte was eigentlich sein wahrer Beweggrund war, weshalb er den Venoms zu Beginn beigetreten war, starrte ihn der Velvet einen Moment fassungslos an. "Diese Bastarde!" das er dabei gerade sein armes Sandwich zerdrückt hatte, fiel ihm leider auf, nachdem es schon passiert war, weswegen er fluchend seine Hand an einer der Servietten abwischte, die ihm die freundliche Bäckerin mitgegeben hatte. "Unterste Schublade. Ich erinnere mich an diese Schweine. Im Gegensatz zu mir hat Hiroto nie geflucht, zumindest sehr selten. Bei den Kerlen war aber selbst er ausfallend. Obsidians Anführer war ein echtes Arschloch, mit dem Hiroto wahnsinnig oft aneinander geraten ist. Ein Glück hat die Gang nicht lange Bestand gehabt und ist auseinander gebrochen." erinnerte sich der Velvet zurück. Sein Blick wurde nun allerdings deutlich nachdenklicher und ernster. "Naoya hör mal, ich bin mir ziemlich sicher das Virus auch keinen Halt vor Familien macht. Du und die anderen solltet wirklich Acht geben. Es wäre vielleicht sinnvoll, wenn ihr eure Geschwister von der Schule abholt und sie nicht mehr alleine abends herumlaufen lasst.Ich denke, wir sollten das beim nächsten Meeting nochmal deutlich ansprechen." wandte sich der Dunkelhaarige dann an sein Gegenüber. Was das Thema Tadashi und Hiroto anging, stimmte Haruka Naoya durchaus zu. Er hat beim besten Willen auch nie so ganz die Beziehung von ihren beiden Anführern zu Beginn verstanden, aber das was Naoya sagte, war richtig. Sie hatten Respekt voreinander. Als ihm aber Naoya dies ebenfalls so direkt ins Gesicht sagte, ließ Haru einen Moment überrascht aus der Wäsche schauen, ehe er dann untypisch für ihn sanft lächelte. "Ich wirke zwar ziemlich respektlos, aber ich habe Respekt vor dir", erwiderte er die freundlichen Worte. Dies war tatsächlich so. Er hatte Naoya nie gehasst oder keinen Respekt vor ihm gehabt, auch wenn er oft so wirkte. Ehrlich gesagt hatte er immer geglaubt, dass ihn Naoya hasste, zu hören, dass er ihn aber respektierte war irgendwie verdammt schön. Haruka war zwar ein extrem guter Beobachter, auch wenn es nicht den Anschein macht sehr empathisch, dies betrifft aber leider nur den Gesundheitszustand anderer Leute oder seine Einschätzung gegenüber Menschen. Was Emotionen angeht, muss man ihm schon förmlich ins Gesicht brüllen, dass man ihn mag. Vielleicht konnte er das auch auf die fehlende Erziehung von Zuhause schieben, schließlich hat er erst bei den Velvets überhaupt vernünftigen Kontakt mit anderen Leuten gehabt, die nicht in einer Welt lebten, die nur von Geld und Heuchelei gepeinigt war. Plötzlich vibrierte sein Handy, weshalb er einen Blick auf das kleine Gerät warf und schmunzelte. "Er ist wirklich vorbildlich. Keisuke schreibt, dass er uns ablöst und wir schlafen gehen sollen. Er ist in der nächsten halben Stunde hier."


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    • Naoya
      Ein kleines Lächeln umspielte seine Lippen, als Haru förmlich aus Mitgefühl sein Sandwich zerquetschte und kurz darauf fluchend mit einer Serviette seine Hand säuberte. Aber Naoya konnte die Wut des Velvets nachvollziehen. Selbst wenn Amari nicht seine eigene Schwester gewesen wäre... sie war zu dem Zeitpunkt noch ein Kind... keine 13 Jahre alt. Gangs wie Obsidian waren ganz klar das Allerletzte und es war Naoya durchaus ein Stein vom Herzen gefallen, als er erfuhr, dass die Gang nicht länger existierte. Der Venom war sich nicht ganz sicher, ob daran womöglich Tadashi oder Hiroto Schuld waren oder ob die Gang sich von ganz alleine einfach zugrunde gerichtet hatte, so oder so war es aber absolut kein Verlust. Dass Virus in Hinsicht auf Familien wahrscheinlich ebenso skrupellos nur deutlich mächtiger war, daran hatte Naoya wenig Zweifel und die warnenden Worte des Velvets beantwortete der Venom mit einem eher ruhigeren Nicken, während er den letzten Bissen seines Sandwichs verschlang und sich dann seine Hände an seiner Jeans abklopfte. "Amari und Masahiro gehen beide an die gleiche Schule wie Kenshin und Ryo. Seit Virus Yasuo verprügelt haben, haben die beiden mir bereits versprochen auf die beiden aufzupassen und auf dem Hin- und Rückweg auf sie aufzupassen. Es wäre zu auffällig wenn ich direkt darauf bestehen würde, jeden Tag mit ihnen zur Schule und wieder Heim zu gehen, wenn sie doch eigentlich alt genug sind und meine Schule in der ganz anderen Richtung liegt. Shino wird wiederum täglich von ihrem Freund von der Schule abgeholt. Sagen wir mal... ich hatte ein Gespräch mit ihm so von großer Bruder zu festem Freund meiner Schwester. Er hat mir geschworen mir Bescheid zu geben, sobald er das Gefühl hat, dass sie jemand beobachtet oder jemand Probleme bereiten möchte. Grundsätzlich können die beiden sich auch erstmal wehren, solange nicht plötzlich jemand eine Schusswaffe zieht... aber ja die anderen sollten wohl von nun an auch vorsichtiger sein. Wir begeben uns in immer gefährlichere Gebiete mit Virus und ich will jenen auch die Möglichkeit geben aus dieser Aktion auszusteigen, wenn es für sie oder ihre Liebsten zu gefährlich wird." Wenig später kamen sie zwei auf das Verhältnis von Tadashi und Hiroto zu sprechen, welche einander immer respektiert hatten und als Naoya erwähnte, dass er Haru ebenso respektiere, schien der Velvet im ersten Moment doch mehr als überrascht, wirkte aber schließlich ziemlich erleichtert und erwiderte diese Worte sogar. Naoya wollte gerade eine neckende Bemerkung daraufhin äußern, da vibrierte auch schon Harus Handy und der Velvet unterrichtete ihn darüber, dass Keisuke bald kommen und sie beide ablösen würde. "Uh... ich werde auf jeden Fall dann erstmal verdammt viel Schlaf benötigen. Ich hätte nicht gedacht, dass mein Körper nicht mal eine Nacht ohne Schlaf gut durchhält."
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    • ___ Haru ___

      Um eine Gang wie Obsidian war es sicherlich nicht schade. Haru war sich nicht ganz sicher, wer die Bande zerschlagen hatte, vielleicht waren es Tadashi und Hiroto ja gemeinsam. Es soll allerdings, wenn man den Gerüchten Glauben schenkt, ein echtes Drama gewesen sein, inklusive Polizei. "Der Chef der Gang sitzt offenbar ein. Ich weiß nicht genau wie sie sich getrennt haben, aber offenbar sind sie direkt nach der Polizeirazzia auseinander gegangen." erklärte Haruka dem Venom. Er wusste nicht, woher diese sentimentale Seite plötzlich kam, aber er hoffte tatsächlich, dass er mit diesen Worten den anderen wenigstens etwas Trost spenden konnte. Natürlich machte es die Sache mit seiner Schwester nicht ungeschehen, aber es war sicherlich ein besseres Gefühl, wenn man wusste, dass der Kerl seine Strafe erhalten hat. Da Haruka gerade den letzten Rest seines Sandwich malträtiert hatte und es alles andere als essbar aussah, stellte er es dann doch wieder zur Seite. Der Ordnungstick des Velvets könnte den Anblick von unappetitlichen Essen ohnehin nicht ertragen. Als der Dunkelhaarige dann von Obsidian zu Virus schwenkte, war der Vergleich gar nicht so verkehrt, auch wenn Virus noch eine Spur härter war. Schließlich hatten sie wirklich versucht Haruka umzubringen. Auch wenn der Velvet mit dem Ganzen ziemlich gelassen umgegangen war, würde er lügen, wenn er in diesem Augenblick nicht Angst gehabt hätte. Es würde Haru aber nicht wundern, wenn ehemalige Mitglieder der Obsidian unter ihnen waren. Die Leute waren allesamt übergeschnappt. Jedenfalls hatte der Velvet Naoya ans Herz gelegt, dass er auf seine Familie wirklich noch besser aufpassen musste als ohnehin schon. Als ihm dieser aber erklärt er habe bereits vorgesorgt, sie aber dennoch das Thema noch einmal in der Gruppe ansprechen sollten, nickte Haru. Da sie beide gegessen und getrunken hatten, räumte Haru das Zeug ordentlich bei Seite, stopfte alles in die Bäckereitüte um es gesammelt entsorgen zu können, bis das Handy des Anführers der Velvet klingelte und ihnen Harus Vize mitteilte, dass er bald da sein würde um sie abzulösen. Auf den Kommentar von Naoya grinse ihn Haru frech an. "Vielleicht wirst du einfach nur alt Süßer." Haruka versuchte als er seine Worte realisiert hatte, sofort so zu tun, als hätte er den Venom nicht gerade schon wieder als süß bezeichnet. Verfluchte Scheiße, er hätte Naoya zwingen sollen, diese Brille doch abzunehmen.


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    • Naoya
      "Hauptsache die Kerle stellen keine Gefahr mehr dar. Ob sie nun im Gefängnis sitzen oder ob sie auf dem Grund des Pazifiks liegen ist mir dabei eigentlich weitestgehend egal.", entgegnete Naoya schulternzuckend und meinte dies tatsächlich auch ernst. Er wünschte selten anderen den Tod, selbst wenn es Gangs waren, die sich eher als Parasiten entpuppten, allerdings hörte der Spaß bei ihm ganz klar bei seiner Familie auf und er würde lieber sterben, als noch einmal zuzulassen, dass einem seiner Geschwister soetwas wiederfuhr. Amari hatte das alles trotz ihres jungen Alters erstaunlich gut überstanden und verarbeitet und war lediglich manchmal von Alpträumen geplagt, aber Naoya mochte sich kaum Ausmalen was noch hätte passieren können... Egal ob es dabei um seine Schwestern oder seinen Bruder ging... alle drei bedeuteten ihm einfach alles. Wenig später beendeten sie ihr Frühstück und die Aussicht darauf von Keisuke abgelöst zu werden und endlich den mangelnden Schlaf nachzuholen war mehr als verlockend! Naoya spürte die Müdigkeit in allen Gliedmaßen und er wusste, würde er sich jetzt auf den dreckigen Hafenboden hinlegen, würde er höchstwahrscheinlich ohne Probleme sofort einschlafen und erst nach dem Aufwachen bereuen, dort geschlafen zu haben. Einerseits hätte er dann wohl keine Wertsachen mehr bei sich und andererseits zweifelte er nicht daran dass er danach die Rückenschmerzen des Jahrhunderts hätte. Gerade als auch Naoya seinen Müll zusammensammelte, hielt er plötzlich überrascht inne und blickte zu Haru auf, welcher ihn nun tatsächlich sogar als 'Süßer' bezeichnet hatte, womit der Venom nie und nimmer gerechnet hätte. Ja, er hatte ihn als süß betitelt, aber ein Kosename war dann doch nochmal eine komplett andere Hausnummer. "Womit habe ich diesen neuen Kosenamen verdient?", entgegnete Naoya daraufhin regelrecht neckend und schenkte dem Jüngeren ein breites Grinsen, während er den Velvet musterte, welcher innerhalb dieser Nacht sich von einem streitsüchtigen Hahn in ein handzahmes Kaninchen verwandelt hatte.
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    • ___ Haru ___
      Haru teilte die Ansicht von Naoya was diese feindliche Gang anging komplett und ähnlich ging es ihm da auch mit Virus. Es mochte zwar grausam klingen, aber für Haruka wäre es wirklich am angenehmste, würde diese Truppe einfach verschwinden. Mal ehrlich, das war schon lange kein typischer Gangfight mehr. Dieser Haufen war bereit über Leichen zu gehen und sie hätten ihn fast umgebracht. Natürlich zeigte Haruka es nicht nach außen und er liebte Autos trotz des Unfalls immer noch abgöttisch, aber es gab immer mal wieder Momente, in denen er nachts aufschreckte, zitterte und tatsächlich kleine Panikanflüge bekam. Haruka mochte zwar leichtsinnig wirken, aber ihm war sehr wohl bewusst, dass nicht viel gefehlt hätte und er würde hier nicht mehr sitzen. Er war dankbar für sein Reaktionsvermögen gewesen, als er den Wagen irgendwie zum Stehen gebracht hatte, aber es hätte auch ganz anders ausgehen können. "Mir wäre es auch recht, würde Virus irgendwo auf dem Meeresboden liegen", murmelte Haruka, ehe er mitteilte, dass Keisuke sie bald ablösen würde. Haru war sich nicht sicher, ob er nicht einfach weiter machen würde, oder ob er tatsächlich nach Hause ging. Jetzt nachdem sich diese Gedankengänge wieder in seinen Kopf geschlichen hatten, wusste er nicht, ob er schlafen konnte. Um sich abzulenken und weil er Chaos einfach nicht leiden konnte, hatte er begonnen ihren Müll zusammen zu räumen, als sie auch schon wieder herum alberten und Haruka ohne nachzudenken tatsächlich das Wort ´Süßer ´fallen ließ. Natürlich war Naoya das nicht entgangen und er nutzte die Chance dies zu kommentieren. Mit großen Augen sah er den Venom an und binnen ein paar Sekunden gingen Haruka zig Möglichkeiten durch den Kopf wie er aus dieser peinlichen Situation wieder herauskommen sollte. Mal ehrlich, what the fuck? Warum zur Hölle hatte er das gesagt? Es gab die Möglichkeit, dass er diese Brille einfach in den Hafen warf, damit das nie wieder passiert, aber das erschien ihm doch zu radikal. Er könnte sich selbst ertränken, das wäre aber ein verdammt erbärmlicher Abgang. Er könnte ihn ignorieren oder aber... "Ist es dir lieber, wenn ich dich wieder beleidige?", scherzte Haru amüsiert. "Lass es dir nicht zu Kopf steigen, ich hab gute Laune." Ah souverän gelöst!


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    • Naoya
      Ohne Frage hegten beide Anführer mittlerweile einen nicht gerade geringen Hass für Virus und es wäre nun wirklich absolut kein Verlust für die Gesellschaft, würde besagte feindliche Gang ganz plötzlich von der Bildfläche verschwinden und sie müssten sich nie wieder Sorgen machen. So leicht würde es aber nicht werden. Virus hatte sich ganz klar als hartnäckig und lästig entpuppt und Naoya wollte nicht ausschließen, dass der Anschlag auf Haru und die Angriffe auf einzelne Mitglieder beider Gangs erst nur der Anfang war und noch größeres folgen würde. Bei dem Gedanken wurde Naoya förmlich schlecht und es besorgte ihn einmal mehr, dass sie bisher viel zu wenig Fortschritt in dieser Hinsicht hatten. Doch sich zu ärgern, war mittlerweile mehr Zeitverschwendung und Naoya betete nur inständig, dass sie bald schon einen Durchbruch haben würden. Als Haru den Venom dann darüber informierte dass Keisuke sie bald ablösen würde, begannen beide die Reste ihres Frühstücks zusammenzupacken, um sich schließlich zurück zum Hauptquartier der Velvets zu bewegen. Doch der Kosename, den Naoya kurz darauf hörte ließ den Venom tatsächlich innehalten und belustigt erkundigte sich der Brünette genauer danach. Er konnte förmlich beobachten, wie sich die Zahnräder in Harus Kopf drehten und er vermutlich fieberhaft überlegte, wie er darauf nun reagieren sollte. Seine schlussendliche Antwort war dann aber doch wieder sehr typisch für den Velvet und Naoya konnte nicht anders, als leicht seine Augen dabei zu verdrehen. "Schon klar... Süßer", betonte Naoya dabei extra amüsiert, ehe er an dem Velvet vorbeiging und geradewegs sich in Richtung des Lagerhauses begab.
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    • ___ Haru ___

      Als Naoya die Augen verdrehte, biss sich Haruka förmlich auf die Zunge um jetzt keinen gemeinen Kommentar abzulassen, der ihm förmlich auf den Lippen brannte. Er wollte diese angenehme Stimmung zwischen Ihnen beiden nicht ruinieren und im selben Moment fragte er sich aber auch, warum es ihn kümmerte, ob er Naoya nun einen doofen Spruch um die Ohren haute oder nicht. Schließlich nahm er was seine Kommentare anging auf niemanden Rücksicht, nicht einmal bei den Leuten die er mochte. Das war einfach sein Charakter und gehörte zu ihm. Er war eine patzige Persönlichkeit und es interessierte ihn herzlich wenig, ob er sich damit beliebt machte oder nicht. Darum warum interessierte es ihn gerade bei Naoya? Vor nicht einmal einen Tag hätte er ihm jeden dummen Spruch um die Ohren gehauen, der ihm einfiel und jetzt wollte er nicht ´die schöne Stimmung´ruinieren? Verflucht nochmal, das musste am Schlafmangel liegen. Haruka schlief immerhin seit einiger Zeit mies. Statt eines doofen Kommentars aber grinste er Naoya lediglich frech an und strecke ihm die Zunge heraus. Das inzwischen Keisuke eingetroffen war und die beiden ziemlich verwundert anstarrte, bemerkte er erst, als er sich mit dem Venom gerade auf den Weg zur Lagerhalle machen wollte. Keisuke betrachtete erst die beiden, dann ihre Frühstücksreste, dann wieder sie beiden und man sah ihm an, dass er sich im Augenblick fragte, was er verpasst hatte. Da Keisuke aber im Gegensatz zu Haruka eine sehr rücksichtsvolle Person war und Dinge eher mit Reife und Ruhe anging, ignorierte er das ungewohnte Bild. Vielleicht freute er sich aber auch, dass er keine Blutspuren beseitigen musste oder sein armes Trommelfell wegen Streitereien verschont blieb. "Morgen ihr zwei. Ihr seht furchtbar aus und gehört beide ins Bett. Geht nach Hause, ich mache weiter. Ich habe auch vorhin Kenshin gesehen, der mir sicherlich Gesellschaft leisten wird, also macht euch also keine Gedanken." Es war schon beeindruckend, das Keisuke inzwischen selbst jeden Namen der Venoms kannte oder zumindest von denen, welche sehr oft anwesend waren. Gerade als Haruka den Mund aufmachen wollte, blickte ihn Keisuke streng an. "Nein, denk nicht daran und geh schlafen." Haru blickte zu daraufhin zu Naoya. "Er ist wie eine Mama oder?"


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    • Naoya
      Gemeinsam hatten sich der Anführer der Venoms mit dem Anführer der Velvets zurück auf den Weg zum Lagerhaus gemacht, wo sie ein sichtlich überraschter Keisuke abfing, aber nicht das offensichtliche fragte. Naoya hatte keinerlei Zweifel daran, dass der Vize der Velvets aufgrund dieses seltenen Anblicks ein wenig verwirrt sein musste und sich wahrscheinlich fragte, was in dieser Nacht vorgefallen war, damit die beiden doch recht friedlich miteinander auskamen, aber vermutlich sparte er sich die Frage für einen ruhigeren Moment, wenn er mit Haru alleine war auf. Stattdessen wies er die beiden mehr oder minder freundlich an nach Hause zu gehen und ihren Schlaf nachzuholen, während sich Kei weiter durch die Überwachungsaufnahmen kämpfen würde und Kenshin ihm wohl später auch noch Gesellschaft leistete. Naoya war ja doch sehr überrascht, dass der Vize der Velvets mittlerweile die Namen der Venoms doch recht sicher beherrschte und sie auch ihren Gesichtern zuordnen konnte. "Alles klar. Soll ich dir später noch Minako vorbeischicken, um deine Stimmung etwas zu heben oder überlebst du den Tag auch ohne?", erkundigte sich Naoya daraufhin breit grinsend bei Keisuke, welcher tatsächlich ein gewisses Interesse an der blauhaarigen Ärztin entdeckt zu haben schien, selbst wenn er es wahrscheinlich nicht sagen würde. Aber Naoya hatte Augen im Kopf. Der Venom hatte mittlerweile seine Sachen zusammengepackt und den Laptopan Kei weitergegeben, ehe er zu Haru blickte und seine Tasche schulterte. "Soll ich dich nach Hause fahren oder kannst du mittlerweile wieder selbst hinters Steuer?"
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    • ___ Haru ___

      Was die Bemerkung bezüglich der Ärztin anging, die Naoya mal eben so beiläufig abließ, konnte der Velvet nicht anders als amüsiert zu grinsen, woraufhin er sich einen bitterbösen Blick von Keisuke einfing. Kei konnte echt gruselig sein, wenn er mal wütend war, weshalb er Naoya leicht auf die Schulter klopfte, damit er es gut sein ließ, wenn ihm sein Leben lieb war. Keisuke beobachtete die beiden mit erhobener Augenbraue, äußerte sich nicht weiter zu der Bemerkung und nahm lieber den Laptop entgegen, den ihm Naoya reichte. "Geht schlafen, alle beide.", brummte Keisuke dann und ließ sich zusammen mit dem Laptop neben Kenshin nieder, welcher tatsächlich aufgetaucht war. Als ihm Naoya das Angebot machte ihn nach Hause zu bringen, schüttelte er sanft mit dem Kopf. "Ich kann fahren, danke." ungewohnt höfliche Töne seitens des Velvets, weshalb Kenshin und Keisuke fast parallel irritiert den Kopf hoben. "Starrt nicht mich so doof an, sondern den Laptop.", fauchte Haruka wieder ganz er selbst, ehe er sich gähnend an Naoya wandte, ihm lediglich eine Hand auf die Schulter legte und dann seiner Wege ging. Das war eindeutig eine verflucht lange Nacht gewesen und ungeachtet dessen ob der Dunkelhaarige überhaupt schlafen konnte, wäre etwas Ruhe sicherlich nicht verkehrt. Er würde aber lügen, hätte er den Abend mit Naoya nicht doch ein wenig angenehm gefunden. Wahrscheinlich war es auch einfach nur der Schlafmangel und morgen würden sie sich wieder die Köpfe einschlagen. Bei ihnen beiden konnte man nie wissen, aber sich mal nicht mit dem Venim zu bekriegen, hatte etwas erschreckend willkommenes.


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    • Taejin
      Seine Hände waren in den Taschen seiner Anzughose vergraben, während Taejin dem stellvertretenden Manager des Illusions noch einmal zum Abschied zunickte, ehe der Koreaner die Lounge zusammen mit Kaoru verließ. Normalerweise hätte Kaoru den Laden heute geleitet, doch das Clanessen der Hwang-Familie stand an und selbst wenn der Japaner nicht mit Tae blutsverwandt war, gehörten für Taejin und seine Mutter eben deutlich mehr Mitglieder des Imperiums zu einem Familienessen, als nur die engsten Blutsverwandten. In dem Sinne war es ganz und gar nicht seltsam, dass Kaoru ebenfalls an diesem teilnahm und aus diesem Grund sich zusammen mit Taejin und Shin auf den Weg zum Hauptfamiliensitz nach Seoul machen würde. Dass wiederum der Hwang-Erbe einen Außenseiter, der nicht mal zum Clan gehörte, mit zu diesem Essen bringen wollte, hatte seine Mutter doch weniger begeistert aufgefasst und war fast so weit gewesen ihm dies zu verbieten und das Essen abzusagen. Wahrscheinlich hielt sie nur die Liebe zu Chanyeol ab, welcher extra für dieses Essen nach Seoul zurückgekehrt war, um daran teilzunehmen. Tae wusste, dass er sich würde erklären müssen, aber da gab es deutlich schlimmeres und außer seiner Mutter, würde es wahrscheinlich auch kaum jemand wagen seine Taten zu hinterfragen. "Meinst du, du überlebst einen so kurzfristigen Flug?", erkundigte Kaoru sich gleichermaßen besorgt aber auch ein wenig belustigt über die ungewöhnliche Schwäche seines Chefs, welcher unmittelbar leicht das Gesicht verzog und ein "Ich muss.", entgegnete. Am Hintereingang des Illusions warteten die beiden auf Shin, um schließlich mit dem Wagen zum nächstgelegenen Flughafen zu fahren und von dort mit einem der Hwang-Privatjets die Reise nach Seoul anzutreten. Tae würde es heute Abend zum Essen mit Sicherheit unfassbar dreckig gehen. Daran hegte er keinerlei Zweifel, aber was tat man nicht alles für die Familie.

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    • ___ Shin ___

      Warum zur Hölle tat er sich das eigentlich an? Mal ehrlich, er hatte schon viele Jobs in seinem Leben angenommen. Die einen waren gefährlich, die anderen fragwürdig und es gab auch hin und wieder welche, die er wahrscheinlich kein zweites Mal mitmachen würde. Aber ein Familienessen? Das war eine Premiere und Shin fragte sich nach wie vor, was um alles in der Welt sich Tae dabei gedacht hatte. Viele Leute wollten schon mit Shin ausgehen bzw. ihn zum Essen einladen, aber mit der ganzen Familie? Das war echt neu und es war ja nicht so, als würde er mal eben mit den netten Leuten von neben an speisen. Nein, er saß da mit den fucking Hwangs, einer der bekanntesten Mafiafamilien überhaupt. Shin kam also nicht drum herum, sich heute wenigstens etwas formeller zu kleiden und auf seine geliebte Lederjacke zu verzichten. Ein Umstand der ihn ziemlich ankotzte, aber was tat man nicht alles? Sein Problem, war ein ganz anderes. Diese beschissene Krawatte zu binden, von denen er nur ein einziges Paar besaß und das auch nur, weil er diese mal für einen Job brauchte, hatte ihn eine komplette Stunde gekostet. Diese Stunde beinhaltete einen Anruf bei seinem besten Freund, ein YouTube-Tutorial und das er seine arme Hausechse zujammerte. Shin besaß zwar einen unglaublich hohen IQ, aber für so etwas bescheuertstes wie Krawatte binden, reichte es offenbar dann doch nicht - er wusste nicht ob er deshalb nun lachen oder weinen sollte. Worauf hatte er sich da bitte nur wieder eingelassen? Ein mitleidiger Blick zu Ram, seiner geliebten Echse und Shin setzte sich in Bewegung. Er war ein äußerst pünktlicher Mensch, das würde er auch bleiben, auch wenn er tatsächlich keine sonderliche Lust auf dieses Dinner heute Abend hatte und sich nach wie vor fragte, was in dem hübschen Kopf von seinem Auftraggeber eigentlich von sich ging, einfach einem Außenseiter zu einem Familienessen einzuladen, bei dem sicherlich nicht über das neuste Kuchenrezept von Oma Gerlinde gesprochen wurde. Seufzend schwang er sich also mit einer eleganten schwarzen Hose, einem weißen Hemd, der verfluchten Krawatte und passendem Jackett, welcher aber wenigstens einen Reißverschluss besaß und damit noch etwas Coolness besaß auf sein Motorrad. Eine interessante Kombination, aber da mussten die edlen Hwangs eben durch. Wobei hatte Taejin nicht irgendetwas davon geplappert, dass sie fliegen mussten? Wenn er sich recht erinnerte, residierte die Familie ja in Seoul. Nun nichtsdestotrotz musste Shin trotzdem erst einmal zu ihrem Treffpunkt. So packte er also seine Waffen und alles was er brauchte zusammen, sicherte seine Wohnung und fuhr zum Club, wo Taejin und ein anderer seiner Clanangehörigen warten würden. Mit dem Motorrad dauerte die Fahrt nicht lange, es war äußerst vorteilhaft, dass man sich mit der Maschine überall durchschlängeln konnte. Das Shin einfach mal quer über den Parkplatz fuhr, dabei auch einige fluchende Gäste aus dem Weg scheuchte, interessierte den jungen Mann herzlich wenig. Man hatte ihm einmal verraten, dass es dort Privatparkplätze gab und das hatte sich Shin natürlich gemerkt. Er würde sein Baby garantiert nicht irgendwo öffentlich stehen lassen. So bretterte er also einfach mal zum Hintereingang, entdeckte in der Nähe seines Chefs, der dort schon mit dem anderen Kerl stand, Kaoru wenn er sich recht erinnerte, auch den Parkplatz von dem Taejin einmal gesprochen hatte und brachte seine Maschine dort zum Stehen. Auf dem Parkplatz setzte er seinen Helm ab, strich sich durch das pechschwarze Haar ehe er zu Taejin blickte, der zugegeben verdammt gut in diesem Outfit aussah. "Kann ich das Bike hier stehen lassen?"



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    • Taejin
      Kaum vernahm Tae das Geräusch eines Motorrads, welches sich ihnen näherte, erblickte der Hwang-Erbe auch schon seinen neuen angeheuerten Angestellten, welcher die Maschine auf einem der Privatparkplätze des Illusion parkte, welche eigens für die VIP Gäste des Clubs angelegt waren, sodass keine Sorge bestehen müsste, dass der Wagen am Ende des Abends nicht mehr dastehen würde. Hier wurde nicht nur jede noch so kleine Ecke mit Kameras überwacht, zusätzlich gab es auch noch Wachschutz, der in Viertelstunden-Abständen seine Runden drehte und alles kontrollierte. Und wenn man kein VIP war, kam man noch nicht einmal auf diesen Parkplatz. Shin müsste sich also definitiv keine Sorgen um sein Motorrad machen, während sie ihren Abend in Seoul verbringen würden. Sowohl Kaoru, als auch Taejin sahen dem Japaner dabei zu, wie dieser seinen Helm abnahm und schließlich mit seiner Hand durch sein dunkles Haar strich. Der Koreaner wollte nicht leugnen, dass sein Blick dabei deutlich länger auf Shin verweilte und er die Chance nutzte ihn eingehend in seinem Outfit zu betrachten. Es sah sicher nicht danach aus, dass der Kerl öfter Anzüge trug, geschweige denn dass er einen Schimmer hatte wie man eine Krawatte trug, so traurig wie das gute Stück um seinen Hals aussah, aber darum konnte sich Taejin auch immer noch im Jet kümmern, wenn sie abgehoben waren. "Kannst du. Deinem Baby wird nichts geschehen. Das hat mir der Besitzer des Clubs zugesichert.", entgegnete Taejin grinsend und deutete schließlich mit einem Kopfnicken in Richtung eines pechschwarzen Rolls Royce, auf dessen Fahrersitz sich bereits Kaoru gesetzt hatte, damit Shin und Tae auf der Rückbank Platz nehmen konnten. Der Wagen war definitiv keiner von Taejin, sondern war mehr Besitz des Hwang Imperiums im Allgemeinen für offiziellere Angelegenheiten. Er wusste, dass seine Mutter diesen gerne benutzte, wenn sie in Japan war, doch Tae bevorzugte dann eher doch seine Sportwagen. "Sag bloß du hast dich extra für mich schick gemacht. Steht dir... selbst wenn es sehr ungewohnt wirkt.", schmunzelte der Koreaner daraufhin amüsiert und öffnete Shin seine Wagentür.
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