❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • ___ Kazuya ___

      Miyako schien Daiki wirklich sehr gern zu haben, was Kazuya ungemein freute. Für ihn war Miyako schon seit langem so etwas wie eine Schwester, die er nie hatte, zumal sie aktuell auch die einzige Familie war die er besaß. Es war schon traurig, dass er von der Freundin seines Bruders mehr hörte als von seinem Bruder selbst. Das förderte aber nur mehr die Befürchtungen der Brüder, weshalb Kazuya lange Zeit sogar Abstand zu Miyako genommen hatte. Nur hatte Miyako das erst gar nicht zugelassen und mehr als nur einmal vor Hajime klarstellen müssen, dass sie absolut kein Interesse an jüngeren Männern hatte, egal wie niedlich sie auch waren. Sie waren eben nur niedlich und das war nicht das wonach Miyako bei einem Mann suchte. Kazuya hatte das glücklicherweise nicht persönlich genommen, auch wenn er sich lange Zeit fragte, was genau sie damit wohl gemeint hatte. Das er allerdings eine ziemliche Weibervisage hatte, konnte er nicht abstreiten und das war wohl nicht jeder Frau Geschmack. Was noch mehr die Frage aufwarf, wovor seine Brüder bitte so eine Angst hatten. Miyako kicherte amüsiert bei den Worten von Daiki. "Uh, ich stehe auf Wetten. Dann wetten wir auf....mhhh....", gerade als Miyako etwas vorschlagen wollte und auch - Kazuya war sich ziemlich sicher das Miyako das aus purer Absicht gemacht hatte, um Hajime zu ärgern - von Hayato gespielt schwärmte, hatte man das unzufriedene Brummen von dem mittleren Bruder der Familie einfach nicht überhören können. Kazuya kam nicht einmal dazu seinen Bruder auch nur irgendwie zu grüßen, weil ihm Daiki zuvor kam und solch einen Blick hatte der Blonde noch nie an seinem lieblichen Mitbewohner gesehen. Nun sie kannten sich noch nicht so lang, aber er hätte dennoch nie erwartet, dass ein so herzlicher Mensch wie Daiki einen so kalten Blick aufsetzen konnte und das war nur Hajime. Wie würde er bitte Natsuo ansehen? Die Worte welche Daiki dann aussprach, imponierte wohl nicht nur Kazuya enorm, auch Miyako stand sprachlos daneben. Wollte Daiki wirklich das sich Kazuya nur noch mehr in ihn verliebte? Das war so unfassbar unfair! Der Kerl war perfekt, er war zu wunderbar und Kazuyas Zuneigung wuchs mit jedem Tag ins unermessliche, dass es wehtat. Daiki setzte sich für ihn ein, wollte ihn beschützen, obwohl sich Kazuya eigentlich auch selbst verteidigen könnte, auch wenn er das gegenüber seinen Brüdern nie geschafft hatte und er kämpfte seinen Kampf. Am liebsten hätte der Blonde ja geweint so gerührt war er. Kazuya griff schon aus Reflex nach der Hand des nun Blonden. Hajime wollte wohl etwas zu seiner Verteidigung vorbringen, er war nie jemand der sich etwas gefallen ließ, aber man sah ihm an sie baff er einen Augenblick lang war. Der Dunkelhaarige schaffte es gerade seinen Mund zu öffnen, da fiel ihm Miyako bereits ins Wort. "Wage es nicht Hajime! Ich habe wirklich genug von diesem Kindergarten. Das ist eine Hochzeit, der Tag gehört Natsuo und seiner Braut." daraufhin sah sie auch flehend zu Daiki. "Er wird nichts sagen, bitte belasse es auch dabei okay? Ich bitte dich...." sie lächelte Kazuya und Daiki leicht an und deutete zum Tempel. "Lasst uns gehen, ja?"


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    • Daiki
      Bei seinen kalten Worten und dem feindseligen Blick Hajime gegenüber hatte sich die Stimmung schlagartig ein wenig gewandelt, wenngleich Daiki überrascht feststellen musste, dass Kazuya ihm diesen kleinen Gefühlsausbruch wohl nicht sonderlich übel nahm. Der Blonde hätte wetten können, dass sein kleinerer Mitbewohner ihn für diese kleine Ansprache ermahnen würde und dann erst recht darauf bestünde, dass sie schnellstens wieder Heim fahren sollten. Aber stattdessen schenkte Kazuya ihm nicht einmal einen mahnenden Blick. Das war tatsächlich unerwartet, wenngleich es Daiki natürlich erleichterte mit dieser Anspreche wohl doch nicht gegen Kazuyas Willen gehandelt zu haben. Das bestärkte ihn allerdings nur noch mehr in seinem Vorhaben und sollte Kazuya wirklich irgendjemand blöd kommen, dann würde sich Daiki nicht zurückhalten. Handelte es sich um andere Gäste, würde er es dem Brautpaar zuliebe womöglich etwas diskreter handhaben, aber wenn der Bräutigam seinem kleinen Bruder blöd kam, dann wäre es Daiki auch egal ob er die Hochzeit ruinierte. Dann wäre Natsuo komplett selbst daran Schuld. Sollte Daiki den Bräutigam wenigstens vorher vorwarnen? Mal sehen ob er dazu überhaupt kommen würde oder ob sie sich gleich gegenseitig an die Kehle springen würden.
      "Ich bin brav, wenn er brav bleibt.", zuckte Daiki schließlich vage mit den Schultern, während er einen beinahe unschuldigen Blick aufsetzte und seine Hand von Kazuyas löste, nur um seinen Arm um die Taille seines Mitbewohners zu legen. "Aber glaub mir. Ich stehe so oder so zu meinem Wort." Damit war für ihn die Konversation mit Hajime soweit abgehakt und als Miyako vorschlug zum Tempel zu gehen nickte er schließlich wieder lächelnd und blickte Kazuya förmlich ermutigend an. "Na komm. Lass uns gehen. Ich weiche auch nicht von deiner Seite. Versprochen."
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    • ___ Kazuya ___

      Kazuya war es wirklich leid irgendwo in seinen Brüdern nach etwas zu suchen, was sie früher so miteinander verbunden hatte. Kazuya hatte seine beiden Brüder abgöttisch geliebt und ein Teil von ihm tat das wahrscheinlich immer noch. Allerdings war es ihm irgendwann egal geworden was aus dieser Familie wurde. Sie hatten ihn wegen einer Sache verbannt, für welche er nichts konnte und während er sich früher für sein Gesicht abgrundtief gehasst hatte, blieb jetzt einfach nur noch eine verbitterte einsame Seele in ihm zurück, welche sich so sehr danach sehnte geliebt zu werden, was ihm vor Daiki nur nie bewusst gewesen war. Er hatte nie geglaubt das er einsam war, ihm waren Menschen egal und er wollte auch so gut es ging mit niemandem etwas zu tun haben. Kazuya wäre einfach ein gruseliger Opa mit 13 oder 30 Katzen geworden, der sein Dasein damit fristet Kinder vom Rasen zu scheuchen und Mistgabeln zu sammeln. Dann war Daiki in sein Leben getreten und ihm wurde bewusst wie allein er sich eigentlich fühlte, wie sehr er sich jemanden wünschte der ihn so akzeptierte und liebte wie er eben war. Das erste Mal wollte er, das ihn ein Mensch schön fand, das man ihm Aufmerksamkeit schenkte. Er sehnte sich so sehr danach von Daiki akzeptiert zu werden, dass es ihm Angst machte. Angst das es sein Mitbewohner merkte und abstoßend fand. Was wenn ihn Daiki auch allein ließ? Wenn er schon wieder ....
      Doch weiter kam er gar nicht, da hatte ihn der Blonde tatsächlich an der Hüfte geschnappt und an sich gezogen. Mit großen Augen und hochrotem Gesicht starrte er ihn sprachlos an. Kazuya hörte Miyako im Hintergrund kichern. Kazuya spürte den Blick von Hajime auf sich, der wohl etwas sagen wollte, es aber sein ließ, wofür ihm Kazuya ziemlich dankbar war. Wenn man ihn beleidigte war das in Ordnung, würden sie aber ein schlechtes Wort über Daiki verlieren, war es ihm egal, dass sie Brüder waren. Zu viert machten sie sich dann auf zum Tempel, wo das Brautpaar tatsächlich schon vor dem Altar kniete und die Zeremonie jeden Augenblick beginnen würde. Natsuo ist Anhänger des buddhistischen Glaubens, weshalb er eine Hochzeit im Butsuzen-Stil gewählt hatte. Dieser Stil ist in Japan zwar nicht so häufig, aber mit dem Gesang und dem wunderschönen schneeweißen Kimono der Braut macht es schon echt was her. Natsuo sah im dem schwarzen klasssichen Obi wirklich sehr edel aus und seine Ehefrau mit dem langen seidig schwarzen Haar und dem roten Lippenstift, musste sich wirklich nicht verstecken. Kazuya freute sich ehrlich für seinen Bruder, auch wenn ihm dieser das wohl nicht glauben würde. Die Vier kamen gerade rechtzeitig zum San-San-Kudo-Ritual, bei welchem drei Schälchen Sake überreicht werden, aus welchem jeweils drei Schlücke getrunken werden. Die Symbolik dahinter sieht aber jeder anders. Miyako neben ihnen strahlte förmlich bei dem Anblick, während man Hajime ansah, dass er lieber überall wäre nur nicht hier. Hajime bemerkte wohl den Blick seines kleinen Bruders auf sich, woraufhin er ihn sogar frech angrinste. Überrascht blinzelte Kazuya, freute sich aber und blickte lächelnd wieder weg, während er die Hand von Daiki leicht drückte. Vielleicht würde ja doch alles gut gehen?


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    • Daiki
      Die erste Auseinandersetzung mit Hajime war vorerst pausiert und würde wohl erstmal nicht fortgeführt werden, was wohl besser für alle Beteiligten war. Der Tag war schließlich noch jung und wo war den der Spaß bereits von der Hochzeit geschmissen zu werden, wenn Daiki nicht einmal die Chance hatte die Ausgangsperson allen Streits und allen Übels kennenzulernen. Bisher hatte Daiki Natsuo weder kennengelernt noch überhaupt gesehen und sicherlich sah der älteste Bruder ebenfalls ganz nett aus, da das wohl in den Genen der Familie zu stecken schien, dennoch tat Daiki bereits die künftige Braut sehr Leid, die sich solch einem Vollidioten versprochen hatte. Ob Natsuo Geld oder irgendwelche hohen Positionen innehatte? Vielleicht war es ja keine Heirat aus Liebe? Vielleicht war die Braut aber auch blind oder ähnlich drauf wie ihr Bräutigam. Wer wusste das schon. Eines war aber klar, die Chance dass Natsuo sich als liebevoller und sanfter Kerl bei einem Kennenlernen entpuppen würde, war so ziemlich gleich Null.
      "Wie lange sind Natsuo und seine Braut denn bereits zusammen?" Nachdem sie sich schweigend zur Zeremonie hingesetzt und das Brautpaar bei der Trauung beobachteten, lehnte Daiki sich ein wenig zu Miyako, um ihr die Frage ins Ohr zu flüstern. Hajime würde er schließlich ganz bestimmt nicht fragen und eine Antwort erwarten und Kazuya hatte bis vor kurzem ja noch nicht einmal gewusst, dass sein ältester Bruder eine neue Freundin hatte, geschweige denn dass dieser vorhatte jene Freundin zu heiraten. Und wenn man mal bedachte, wie groß diese Hochzeit war und wieviele Gäste hier aufgetaucht waren, wurde diese sicher schon über sehr lange Zeit hinweg geplant... oder hier hatten fünf Hochzeitsplaner gleichzeitig zusammengearbeitet. Am Rande bemerkte Daiki durchaus, dass Hajime Kazuya fast schon frech angrinste und ähnlich wie Kazu überraschte das Daiki ebenfalls, doch es brachte den Kleinen tatsächlich zum Lächeln und das brachte Hajime sogar tatsächlich einen klitzekleinen Pluspunkt bei Daiki ein. Sanft streichelte er mit dem Daumen über Kazuyas Handrücken, während er einfach nur hoffte, dass die Situation heute vielleicht gar nicht mal so sehr eskalieren würde...
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    • ___ Kazuya ___

      Kazuya wollte sich nicht zu sehr an dieses kleine Lächeln von Hajime klammern, ganz gleich wie sehr es ihn auch freute. Vielleicht lag es auch einfach daran das Hajime ein absoluter Romantikmuffel war und Kazuya und er damals immer mit den Augen gerollt hatten, wenn Natsuo einen seiner kitschigen Liebesdramen im Fernseher angesehen hatte, nachdem er sie für die Fernbedienung fast erschlagen hätte. Er sah zwar absolut nicht danach aus, Fakt war aber das der Kerl ein echter Romantiker war. In diesem Sinne hatte seine Braut wohl den Hauptgewinn gezogen. Diese Hochzeit schrie auch förmlich nach Natsuo, sicherlich hatte er das Ganze auch geplant. Die armen Hochzeitsplaner hatten es garantiert nicht leicht mit ihm. Miyako lehnte sich als Daiki ihr ins Ohr flüsterte kurz zu ihm. "Kennen tun sich die beiden schon ewig, offenbar noch aus der Grundschulzeit. Zusammen sind sie aber wohl erst seit knapp 2 Jahren", flüsterte ihm Miyako zu. Als Daiki Kazuya sanft mit dem Daumen über die Hand strich, lächelte er leicht und behielt weiterhin einen leichten Rosaschimmer auf den Wagen. Nun irgendwann gewöhnt man sich dran. Der Blonde wusste nicht einmal, dass er überhaupt so viel Blut im Körper besaß, dass dieses chronisch in sein Gesicht wanderte, wann immer Daiki in seiner Nähe war. Die Stimme des Priesters riss Kazuya etwas aus den Gedanken. Ein alter Mann mit grauem Ziegenbart und einem goldschimmernden Gewand sprach irgendwelche weisen Worte an das Brautpaar, während Natsuo wirklich unheimlich verliebt zu seiner Braut blickte. Sie waren aufgestanden und sein älter Bruder wirkte in dem schwarzen Obi noch größer als er ohnehin schon war. Seine Braut dagegen fast schon winzig, was die Getas auch nicht besser machten. Allerdings war sie gerade deshalb wirklich sehr niedlich. Im Gegensatz zu Miyako welche ein zartes und sehr schmales Gesicht hatte, hatte Natsuos Braut eher ein rundes Gesicht und vollere Wangen, aber nicht stämmig, allerdings mit einer verhältnismäßig großen Oberweite für ihre kleine Statur. Sie beide tauschten ihre Ringe aus, gaben sich das klassische Eheversprechen und der typische Kuss folgte. Es war eine schöne Hochzeit, eigentlich absolut perfekt und nachdem die Trauung zu Ende war, folgte der Marsch des Brautpaares durch den großen Garten. Die Hochzeitsgäste konnten sie dann in das angrenzende Teehaus begleiten.


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    • Daiki
      Zwei Jahre... Daiki wusste, dass Natsuo noch weniger mit Kazuya sprach als es Hajime tat, nichtsdestotrotz war es dennoch schockierend für den Blonden, dass diese Brüder einander mittlerweile so mieden und nicht mal solch wichtige Informationen wie eine Verlobung oder Hochzeit miteinander teilten. Daiki konnte einfach nicht verstehen, weshalb erwachsene Männer so kindisch waren und ihre Familie wegen solch einen Zwist zerstörten. Es war erschreckend und einmal mehr war Daiki über sein enges Verhältnis zu Hayato glücklich und er war sich mehr als sicher, dass solch ein Vorfall sie beide niemals entzweien könnte. Würde ein Mann zwischen sie beide kommen, könnte dieser ihnen wohl viel mehr gestohlen bleiben. Doch offenbar war das jeder Mensch und jede Familie ein wenig anders und das war ein Grund mehr, warum Daiki heute so dringend für Kazuya da sein musste, um ihm beizustehen, ihm zu helfen und wenn es nötig ist für ihn seine Brüder anzuschreien. Schließlich würde das Kazuya von selbst kaum machen.
      "Sie sind schon ein niedliches Paar...", gab Daiki schließlich nach einer Weile seufzend zu, während er sowie die anderen Gäste beobachtete, wie das Brautpaar sich den versprochenen Kuss gab und schließlich zur Ende der Trauung hinaustrat, um die restliche Feier im Garten fortzusetzen. Langsam aber sicher erhoben sich auch alle Gäste und Daiki ließ die Hand seines Mitbewohners nicht los, während sie beide zusammen mit Hajime Miyako dem Brautpaar und den anderen Gästen folgte und ähnlich prunkvoll wie auch zur Zeremonie im Tempel in dem besagten Garten begrüßt wurden. Es war natürlich alles sehr hübsch und romantisch gestaltet, für Daikis Geschmack aber ein wenig zu viel und zu kitschig. Er hatte sich ehrlich gesagt nie viele Gedanken über die Thematik Hochzeit gemacht, schließlich war es schon schwer genug einen Freund zu finden und er war ja nun noch eigentlich recht jung, dennoch wusste er, dass er es niemals so kitschig übertreiben würde, würde er tatsächlich mal den Bund der Ehe eingehen. "Wow... das ist echt unfassbar... " Ihm fehlten ganz klar die Worte. Zu viele Blumen... zu viel Dekoration, zu viele Lichter. Aber Hauptsache dem Brautpaar gefiel es.
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    • ___ Kazuya ___

      Kazuya freute sich wirklich aufrichtig für Natsuo, immerhin hatte er nun endlich jemanden an seiner Seite, denn er liebte und von dem er geliebt wurde. Vielleicht würde sein großer Bruder endlich begreifen, dass Kazuya niemals sein Glück zerstören würde. Falls das nicht, dann hoffte Kazuya das Natsuo jetzt wenigstens die Sicherheit durch die Hochzeit fand, dass seine Braut für andere Leute schwerer zu erreichen war. Es war ein irgendwie deprimierender Gedanke und der Blonde hatte lange die Hoffnung aufgegeben, jemals wieder ein normales Verhältnis zu seinen Brüdern zu haben. Der Zug war abgefahren und selbst wenn sie sich eines Tages aussprechen würden, der Knoten würde immer drin bleiben. Bei Hajime war es ein Knoten, aber Natsuo hatte direkt die Seile gekappt und nicht einmal mehr mit ihm gesprochen - kein Wort. Die Zeremonie war wunderschön und auch wenn die Atmosphäre entspannt war, konnte der Blonde nicht abschalten. Nur weil ihn Hajime hier tolerierte, bedeutete das nicht, dass Natsuo dies tun würde und vor diesem Augenblick fürchtete sich Kazuya ungemein. Er zeigte Gefühle nicht wirklich nach Außen, zumindest nicht wenn er seine Fassade in der Schule aufrecht hielt. In diesem Augenblick wünschte sich der Blondschopf wirklich seine Perücke und dicke Brille zurück. Als Kazuya aber war er ungemein schüchtern und unsicher, am liebsten hätte er ja Daiki geschnappt und wäre mit ihm direkt abgehauen. Bei seinem Glück wahrscheinlich noch über die Treppen gestolpert. Als die Zeremonie zu Ende war und das Brautpaar sich auf den Weg zum Teehaus machte, wurde die Braut währenddessen in ein anderes Häuschen geführt, um sich den nächsten Kimono anzuziehen. Raus aus dem schneeweißen Shiromuku und hinein in einen etwas farbenfrohen Irouchikake, von dem man ja im Augenblick noch nicht wusste, wie dieser aussah. Nun laut Miyako vertrat die Braut den Shintoglauben, also war das wohl eine gemischte Hochzeit, dazu kannte sich Kazuya zu wenig aus um es beurteilen zu können. Während sie liefen, hatte Kazuya an der Hand von Daiki gezogen, damit sie sich etwas zurückfallen lassen konnten. Er wollte wirklich nicht, dass sein Bruder ihn zu früh sah. Daiki sah sich im Augenblick allerdings mehr die prunkvolle Dekoration an. Den Satz des nun Blonden beendeten überraschenderweise nicht nur Kazuya allein, sondern auch Hajime der dies mitbekommen hatte mit den Worten "Kitschig?". Überraschend sah Kazuya zu Hajime, der sich räusperte, während Miyako kicherte und dies eindeutig als Erfolg verbuchte. Nun da war sie nicht allein, auch wenn sich Kazuya da keine Hoffnung machen wollte. "Natsuo war schon immer sehr romantisch. Ich bin mir sicher, dass die Deko sogar auf seine Kappe geht.", erzählte Kazuya Daiki. "Tut sie...",murmelte Hajime.


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    • Daiki
      Ohne sich logischerweise zu wehren, ließ Daiki sich ein Stück von Kazuya zurückziehen, während sie sich mit den anderen Gästen auf den Weg zu den Gärten machten, wo die Feierlichkeiten fortgesetzt werden würden. Es war verstädnlich, dass Kazuyas ungern sofort Natsuo in das Blickfeld laufen wollte und vermutlich wollte der Jüngere erst einmal die Wasser testen, ehe er den Bräutigam mit seiner Anwesenheit direkt überrumpelte. Das würde ihnen noch einmal ein paar Sekunden der Ruhe verschaffen, denn Daiki war sich mittlerweile recht sicher, dass es Natsuo nicht kalt lassen würde, dass sein jüngster Bruder zu dieser Hochzeit anwesend war, obwohl er streng genommen keiner der geladenen Gäste war. "Ja... kitschig trifft es absolut.", murmelte der Blonde in dem Designeranzug daraufhin leise lachend und schenkte zuerst Kazuya ein Lächeln, ehe er auch unweigerlich zu Hajime blickte. Abgesehen von der dämlichen Bemerkung vom letzten Mal wirkte Hajime nicht komplett schlecht und Daiki war sich sicher, dass der Kerl auf jeden Fall auch einige gute Seiten hatte. Sonst wäre Miyako wohl kaum an seiner Seite und würde ihm so viel ihrer Liebe schenken. Denn dass die beiden nur Augen füreinander hatten, war mehr als offensichtlich. "Das erinnert mich ein wenig an die Hochzeit meines Onkels, als dieser seinen Mann geheiratet hat. Wobei die beiden gar nicht so auf Kitsch stehen... aber die Hochzeitsplanerin hatte wohl eine ziemlich veraltete Sicht wie schwule Männer so drauf sind. Ich meine... sie war total nett und hat es nur gut gemeint, hat aber irgendwie alle Klischees über uns ausgepackt, die es gibt. Wenigstens den pinken Anzug hat mein Onkel dann zurückgeben lassen."
      Zugegeben war das bisher auch die einzige Hochzeit auf der Daiki jemals zuvor gewesen war, aber egal wie kitschig und übertrieben sie war, hatte sie mit dieser hier wirklich nicht viel gemein und jetzt wäre Daiki sicher nicht über einen der schicken Cocktails böse gewesen, die es damals zum Empfang gegeben hatte.
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    • ___ Kazuya ___

      Kazuya war unglaublich dankbar für das Entgegenkommen von Daiki, sodass sich die beiden zusammen mit Miyako und sogar Hajime etwas zurückfallen ließen. Der Blonde wusste das Hajime das weniger für ihn tat, sondern viel mehr, weil er mit dem ganzen Hochzeitskram absolut nichts anfangen konnte. Glücklicherweise hatte er in Miyako eine Freundin gefunden, die wenig Stress machte was das Heiraten anging. Ganz drum herum würde er aber nicht kommen, das hatte sie ihm bereits verklickert. Der Schwarzhaarige hatte das mit einem etwas verzweifelten Blick zur Kenntnis genommen, ihr aber versprochen das er sie heiraten würde, sobald er seinen Abschluss in der Tasche hatte. Genau genommen waren die beiden somit sogar verlobt. Nur wie bereits erwähnt hielt Hajime davon nicht sonderlich viel, er stellte Miyako nicht als seine Verlobte vor, sondern eigentlich als seine Frau, was so ziemlich nach Heirat klang, was dem Dunkelhaarigen durchaus bewusst war, er aber Miyako damit vermitteln wollte, dass er es wirklich ernst mit ihr meinte, auch wenn er so ein Hochzeitmuffel war. Kazuya fand das ja extrem niedlich. Kazuya bemerkte das Lächeln von Daiki auf sich und lächelte verlegen. Gott am liebsten wäre er ja jetzt einfach nach Hause gegangen, hätte sich mit Daiki irgendeinen Film angesehen und so getan als würde er schlafen, damit er einen Vorwand hatte mit Daiki zu kuscheln. Echt armselig, aber Kazuya war verliebt und konnte nichts dafür. Man wird es ihm also verzeihen, auch wenn der Blonde nicht wusste, vor wem er sich da gedanklich überhaupt rechtfertigte. Wenigstens durfte er jetzt die Hand seines attraktiven Mitbewohners halten und auch wenn Kazuya das Gefühl hatte, dass er aufgrund der Hochzeit und seinen armen Nerven sicher schlagartig 100 Jahre gealtert war, war es das alleine aus dem Grund wert. Glücklich hielt er also die Hand des anderen fest, während dieser dann von der Hochzeit seines Onkels erzählte und Kazuya anfing zu kichern "Jetzt will ich dich in einem pinken Anzug sehen.", japste er lachend. Wahrscheinlich würde Daiki aber selbst darin einfach aussehen wie ein Gott. Miyako kicherte ebenfalls. "Awwww, ich wäre zu gern auf der Hochzeit gewesen. Das war sicherlich deutlich spaßiger als das hier." seufzte Miyako theatralisch, woraufhin Hajime nur schräg grinste, das Drama seiner Freundin bereits gewohnt.
      "Kazuya.", ertönte plötzlich eine Stimme, welche er so lange nicht mehr gehört hatte, vertraut war und ihm dennoch in diesem Augenblick das Blut in den Adern gefrieren ließ.
      Er hätte nicht lachen sollen, offenbar hatte das gerade die Person gehört, von der Kazuya gehofft hatte, sie tat es nicht. Es war zwar unrealistisch, dass er diese Hochzeit überstehen würde, ohne von Natsuo gesehen zu werden, aber das sein älterer Bruder den Moment wohl perfekt abgefangen hatte, als seine Braut sich umzog, hatte der Blonde nicht erwartet.
      Stocksteif und kreidebleich blickte Kazuya an dem großen Mann hinauf. Nun keine Kunst mit seinen fast 1.90 war Natsuo ein echter Riese und diese kalten Augen ergänzten das Image perfekt. Was war nur aus diesen wundervollen warmen Augen geworden, als sie drei noch Kinder waren?
      "Na....Natsuo...", stammelte Kazuya und drückte die Hand von Daiki unbewusst stärker. Hoffentlich brach er dem armen Kerl nicht die Knochen. "Ich...also....das ist eine wunderschöne Hochzeit. Ich wünsche dir alles alles Gute!" unsicher aber dennoch mit einem Lächeln streckte Kazuya die Hand seinem Bruder entgegen, um ihm zu gratulieren.
      Natsuo wiederum sah einfach nur unbeeindruckt auf die ausgestreckte Hand vor sich, ehe er Kazuya wieder in die Augen sah. "Was machst du hier?", antwortete er ihm kühl.
      "Naja...es ist doch deine Hochzeit und...", Kazuya versuchte die richtigen Worte zu finden, da er Hajime ganz gleich was passiert war nicht in den Rücken fallen wollte, immerhin hatte dieser ein sehr enges Verhältnis mit Natsuo.
      "Wir haben es ihm erzählt.", antwortete Miyako direkt und erwiderte den Blick von Natsuo ziemlich unbeeindruckt. Nun wenigstens eine von Ihnen wollte gerade nicht gedanklich am liebsten in das nächste schwarze Loch fallen.
      "Ich habe ihn nicht eingeladen.", sein Blick haftete finster auf Hajime.
      "Komm schon Natsuo....er.. ist trotzdem noch unser Bruder und das ist deine Hochzeit.", antwortete nun selbst Hajime seinen kleinen Bruder verteidigend, wenn man das so bezeichnen konnte. Kazuya fühlte sich immer kleiner und kleiner.
      "Bruder? Als Bruder ist er für mich vor Jahren schon gestorben. Mach das du wegkommst Kazuya, ich will dich hier nicht haben.", daraufhin wandte er sich einfach eiskalt ab und ging. Er ließ sie einfach stehen. Selbst Hajime sah geschockt aus und schien das nicht erwartet zu haben. Miyako wiederum stand sogar der Mund offen.
      Kazuya wiederum stand einfach nur da, mit geschockten Augen und starrte seinen Bruder nach. Er wusste ja das der Tag schlimm werden würde, aber damit hatte er nicht gerechnet. Kazuya schien das Ausmaß des Hasses was sein eigener großer Bruder für ihm empfand, mehr als nur unterschätzt zu haben.
      "Kazu.....", unsicher versuchte Miyako ihn irgendwie anzusprechen, ehe sich ihre Augen weiteten, als sie sah wie ihm Tränen über die Wangen liefen. Kazuya konnte sich nicht erinnern, wann er das letzte Mal geweint hatte. Er hatte sich nicht einmal diese Blöße gegeben als das Drama angefangen hatte und sich die Wege der Brüder getrennt hatten. Immer hatte Kazuya im Stillen und alleine für sich geweint, versteckt. Die Tränen wollten gar nicht mehr aufhören, weshalb er fluchtartig aus dem Garten rannte.


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    • Daiki
      In einem Moment war die Stimmung noch deutlich entspannter und aufgeheitert gewesen, in dem nächsten änderte sich das auch schon schlagartig und alle schlimmsten Befürchtungen von Kazuya traten ein. Ohne Frage war Natsuo ein verdammtes Arschloch und die Tatsache, wie er Kazuya in diesem Moment behandelte, obwohl dieser nur das beste für ihn wollte, war absolut verachtenswert und ließ den Blonden förmlich rasend vor Wut werden. Ungläubig starrte er den Größeren an, wie dieser es wagen konnte seinen jüngsten Bruder so voller Hass anzublaffen und zu glauben, dass er im Recht war. Egal ob das hier seine Hochzeit, seine Taufe und sein ganz persönlicher Feiertag war, nichts rechtfertigte dieses widerliche Verhalten und die Tränen, die sich in Kazuyas Augenwinkeln zu sammeln schienen machten es nicht besser. Er wagte es also Kazuya so sehr weh zu tun? Im gleichen Moment, in dem Kazuya sich umdrehte, um hier schnellstens zu verschwinden, setzte Daiki sich selbst in Bewegung, allerdings war sein Ziel der älteste Bruder seines Mitbewohners, der ihnen längst den Rücken zugekehrt hatte und wohl keinerlei Konsequenzen befürchtete. Pech für ihn, dass Daiki seinem Drang gerade nur zu gerne nachgab dem Kerl seine Fresse zu polieren.
      "Deine Frau tut mir leid, dass sie solch ein erbärmliches, kindisches Arschloch wie dich geheiratet hat.", begann Daiki seine Tirade wütend und packte den Größeren grob an der Schulter, nur um ihn in der Bewegung aufzuhalten. "Sag mir mal... wie verbittert muss man eigentlich sein und wie wenig Selbstwertgefühl muss man eigentlich haben, um den jüngsten Bruder, der einen bewundert und vergöttert so widerlich zu hintergehen, nur weil deine Ex ihn attraktiver findet als dich.", lachte der Blonde bitter und erhob bei seinen Worten mit Absicht die Stimme, damit auch ja keiner der Gäste dieses Spektakel verpasste. Wie er bereits gesagt hatte... es war ihm scheiß egal, was die Leute hier von ihm dachten. "Es wäre schon ein richtiger Arschloch-Move von dir deinen Bruder nicht zur Hochzeit einzuladen, wenn es sich wenigstens um die gleiche Frau handeln würde, aber das ist sie ja offenbar nicht mal der Fall... Wie hast du deiner Frau denn erklärt, dass du deinen jüngsten Bruder so hasst und ihn nicht einmal eingeladen hast? Hast du ihr die Wahrheit gesagt? Oder hast du ihr noch nicht einmal von Kazuya erzählt?" Daiki schluckte schwer, seine Hand zur Faust geballt, während er den größeren Kerl zwang ihm in die Augen zu blicken. Gott, er hasste ihn mit jeder Faser seines Seins dafür was er Kazu angetan hatte. "Fühlst du dich kein bisschen erbärmlich, dass du deinen Bruder hasst, obwohl dieser deine Exfreundin sogar zurückgewiesen hat und keinerlei Interesse an ihr hatte? Oder hast du irgendein anderes Problem mit ihm? Falls dein Hass und dein Verhalten auf etwas anderem basiert, gebe ich dir jetzt die Chance dich zu erklären, andernfalls zögere ich nicht dir eine reinzuhauen. Versprochen."
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    • ___ Kazuya ___

      Kazuya hatte ja mit einigem gerechnet, aber das war schlimmer als all seine Befürchtungen. Hätte ihn Natsuo einfach angeschrien, was er hier machte, wäre es weitaus weniger schmerzhaft gewesen als diese kalten Augen und die gleichgültigen Worte, dass er ihn nicht einmal mehr als Teil der Familie sah. Es war nicht so, als hätte der Blonde noch viel Hoffnung für diese Familie gehabt, aber irgendwo tief in ihm hatte ein leises Stimmchen immer wieder versucht auf sich aufmerksam zu machen, dass mit einem erwachsenen Gespräch vielleicht einiges aus der Welt geschafft hätte werden können. Natsuo gab ihm dazu aber nicht einmal die Chance. Das war das erste Mal seit 2 verdammten Jahren, dass der Kerl überhaupt wieder mit ihm sprach. Kazuya fehlten die Worte, er konnte seinen eigenen Bruder einfach nur fassungslos anstarren ohne zu merken wie ihm bittere Tränen über die Wangen liefen. Er hatte seit Jahren nicht mehr geweint, zumindest nie vor anderen. Kazuya war nach außen hin immer unnahbar gewesen und stark, aber jetzt brach etwas in ihm endgültig zusammen. Seine eigenen Eltern interessierten sich nicht für ihre Kinder und die Brüder hatten nur einander, der eine war eifersüchtig auf ihn und der andere hasste ihn offenbar mehr als alles andere auf der Welt. Er war allein ...
      Als Kazuya realisierte, dass er gerade vor allen Leuten in Tränen ausgebrochen war, hatte er nicht weiter nachgedacht und war schnell von der Meute davon gelaufen. Er musste hier weg, ganz egal wohin nur weg. Seine Sicht war dabei schon vollkommen verschwommen und die Tränen wollten überhaupt nicht mehr aufhören. Es tat so weh, dass der Blonde glaubte plötzlich keine Luft mehr zu bekommen. Kazuya achtete nicht einmal mehr darauf wohin er überhaupt lief, bis er plötzlich gegen jemanden gerannt war, der ihn davon abhielt auf den Boden zu landen. "Du bist ganz schön schnell unterwegs, so schlimm war die Hochzeit auch wieder nicht.", ertönte eine fremde aber sehr sanfte Stimme, woraufhin Kazuya aufblickte. Er hatte den jungen Mann mit dem nachtschwarzen Haar, welches an den Seiten kürzer geschnitten war mit den ebenso dunklen Augen noch nie gesehen. Das Grinsen des Fremden verschwand schlagartig. "Du weinst ja......ist alles in Ordnung?" etwas unbeholfen klopfte er an sich herum bis er eine Packung Taschentücher heraus wischte. "Lass mich einfach in Ruhe....es ist nichts gegen dich, aber bitte geh einfach weg..." schniefte Kazuya und wollte sich abwenden, woraufhin ihn der Fremde aufhielt. "Ich kann dich so nicht gehen lassen. Du bist total aufgewühlt und am Ende stellst du noch irgendetwas Dummes an."
      "Was geht dich das überhaupt an?! Ich kenne dich nicht mal!" es war falsch seinen Frust an dem armen Kerl herauszulassen, welcher einfach nur freundlich zu ihm war, aber Kazuya wurde plötzlich alles schlagartig zu viel, sodass er das Gefühl hatte, das seine Beine bald nachließen. Der Fremde führte ihn zu einer Bank, woraufhin Kazuya wenigstens die Taschentücher annahm.


      Ein verächtlicher Ausdruck lag im Blick von Natsuo als er sich umdrehte, während ihn ein Kerl, den er noch nie gesehen hatte, dumm anblaffte. Wahrscheinlich ein weiteres Opfer seines Bruders, dem er schöne Augen gemacht hatte. Natsuo war so verblendet von seiner Eifersucht und dem Frust seiner vergangenen Liebe, dass er den Blick für die Realität schon lange verloren hatte. Miyako schritt etwas unsicher an Daiki heran und legte ihm eine Hand auf die Schulter. "Vielleicht solltest du lieber Kazu nach. Ich mache mir Sorgen...." flüsterte sie leise. "Und wer bist du? Einer von Kazuyas Betthasen? Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dich eingeladen zu haben. Du bist hier ebenso wenig willkommen, also verschwinde von hier!" antwortete Natsuo kühl und ging überhaupt nicht auf die Worte des Blonden ein. In seinen Augen war es unter seiner Würde sich mit einem ´Kind´zu streiten. Was ihn aber viel mehr interessierte war, was Hajime einfiel Kazuya von der Hochzeit zu erzählen. "Was dich angeht Hajime, hoffe ich, dass das nicht noch einmal vorkommt." Jetzt entglitten selbst die Gesichtszüge des Schwarzhaarigen. "Natsuo, er ist unser Bruder. Ich habe mit ihm auch nicht unbedingt das beste Verhältnis seit der Geschichte, aber das geht zu weit." antwortete der mittlere Bruder. "Ich habe nicht nach deiner Meinung gefragt." "HAH? Natsuo ich bin dein Bruder und nicht dein Feind okay? Genauso wenig wie Kazuya dein Feind ist. Niemand will dir hier irgendetwas Böses verdammt nochmal."


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    • Daiki
      Er hatte ihm eine Chance eingeräumt sich zu rechtfertigen und zu erklären, denn wenngleich Daiki nicht zweifelte, dass Kazuya ihm die Wahrheit erzählt hatte, gab es schließlich immer mindestens zwei Seiten zu jeder Geschichte und vielleicht steckte auch ein ganz anderes Missverständnis dahinter. Doch die Tatsache, dass der Kerl sofort so beleidigend wurde, bedeutete Daiki nur, dass die Aussagen stimmten und er damit den Nagel direkt auf den Kopf getroffen hatte. Damit stand für den Blonden außer Frage, dass Natsuo ein echt herzloses Arschloch war, das in diesem Moment nicht einmal davor zurückschreckte gegen Hajime vorzugehen, mit dem er doch eigentlich ein gutes Verhältnis bisher hatte. Scheiße... der Kerl war absolut wahnsinnig und verrückt. In seiner Wut und Rage hörte Daiki Miyako nicht einmal, die ihn überzeugen wollte nach Kazuya zu sehen. Unter normalen, ruhigen Umständen hätte er das auch sofort gemacht, aber es juckte Daiki jetzt nur zu sehr in den Fingern die Hochzeit dieses Kerls zu ruinieren und seine Visage noch gleich dazu. Wenn er das nicht tat, würde es wohl niemand tun und Natsuo würde sich nur noch bestätigter in seinem Handeln fühlen. So weit würde es Daiki ganz sicher nicht kommen lassen.
      Daiki holte aus und der erste Schlag saß. Er hatte direkt auf die Wange des Größeren gezielt und zu seiner Befriedigung schien Natsuo trotz Ankündigung im ersten Moment nicht mit dem Schlag gerechnet zu haben. Das gab Daiki nur Raum für eine weitere hasserfüllte Tirade.
      "Betthasen? Dein scheiß Ernst? Hörst du dir eigentlich selbst zu? Wenn du mein großer Bruder wärst, würde ich mich erschießen. Wie kannst du es auch nur wagen so respektlos und herablassend über Kazuya zu reden? Und wenn wir gleich dabei sind... was fällt dir ein Hajime so zu behandeln? Du behandelst deine Brüder wie Abschaum, die nach deiner Pfeife tanzen müssen, damit du zufrieden bist. Während sie dir Respekt gegenüber bringen, zeigst du selbst kein Respekt und hängst dich an deiner Eifersucht und deinem Hass auf. Seit ich mit Kazuya zusammenlebe hat er nie auch nur schlecht von seinen Brüdern geredet, obwohl ihr ihn so dreckig behandelt. Er ist einfach nur unfassbar traurig, dass ihm die einzigen Menschen, die er je geliebt hat auf diese Art und Weise den Rücken zugekehrt haben, wobei er an dieser Situation nicht einmal Schuld war. Wie verblendet kann man nur sein einem Jungen soetwas anzutun? In dem Sinne kann es dir scheißegal sein, ob Kazuya und ich nur Mitbewohner, Freunde oder er die Liebe meines Lebens ist. Fakt ist... ich werde nicht länger zusehen, wie er verletzt wird und sich dadurch nur noch mehr hasst."
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    • ___ Kazuya ___

      Der Kerl ließ nicht wirklich locker und weil der Blonde ohnehin das Gefühl hatte, dass sich all seine Kraft verabschiedet hatte, setzte er sich auf eine der Bänke in dem wunderschönen Garten weit abseits von dem Trubel. Das war zu viel für ihn und seine Nerven. Kazuya fragte sich ja wirklich, ob es die richtige Entscheidung war zu dieser verfluchten Hochzeit zu gehen, anderseits hatte er jetzt endlich die Gewissheit, dass sein Bruder ihn aufrichtig hasst und das diese Bindung keinen Sinn mehr machte. Es war wichtig, dies zu realisieren aber die Art und Weise war schlimmer als ein Faustschlag in die Magengrube gewesen. Kazuya versuchte mit dem Stapel an Tempos irgendwie seine Tränen in den Griff zu bekommen, aber es kam ihm so vor, als würden all die unterdrückten Tränen der letzten Jahre aus ihm heraus sprudeln. Er fühlte sich wie ein übergelaufener Springbrunnen und das auch noch vor einem Fremden. Der Tag konnte nicht schlimmer werden. Da die Tempos mehr Müll verursachten, als das sie ihm wirklich halfen, gab er es auf und vergrub sein Gesicht in den Händen. "Möchtest du darüber reden?", fragte der Dunkelhaarige vorsichtig nach. "Nein." Nun vielleicht nicht gerade die höflichste Antwort, aber Kazuya hatte es verlernt mit anderen Menschen zu sprechen und lediglich Daiki schaffte es, dass er auftaute. Moment Daiki! Den hatte er auch eiskalt stehen lassen. Bei dem Gedanken brachen die Tränen nur noch mehr aus ihm heraus. Scheiße, er hatte seinen einzigen Freund dort zurückgelassen, er musste ihn holen. Er konnte ihn doch nicht zurücklassen, aber seine Beine zitterten und er konnte sich einfach nicht von der Stelle bewegen. "Soll ich dich nach Hause fahren?", hakte der Fremde nach, aber Kazuya wollte einfach nicht mehr sprechen. Er hatte keine Kraft mehr dafür, auch wenn er gerade nichts mehr wollte als endlich nach Hause zu fahren.

      Damit hatte wohl die komplette Hochzeitgemeinschaft inklusive Bräutigam nicht gerechnet. Natsuo war ein groß gewachsener Mann und auch ziemlich stark, aber dieser Überraschungsschlag hatte gesessen und die Gäste zogen scharf die Luft an, während sich der Bräutigam über die blutende Lippe mit dem Handrücken strich. Miyako schlug geschockt die Hände auf den Mund. Hajime starrte Daiki geschockt an, wobei er nicht wusste, was ihn mehr aus der Bahn warf, dass er Natsuo mal eben eine verpasst hatte oder das ihn ein Kerl den er kaum kannte und den er vor Kazuya blöd angemacht hatte, ihn im Augenblick verteidigte. Der Schwarzhaarige fühlte sich elend. Noch schlimmer als Daiki erwähnte, dass ihr kleiner Bruder nicht ein einziges Mal schlecht über sie vor ihm gesprochen hatte, nach allem was passiert war. "Ich bring dich um, du kleiner..." Natsuo wollte sich gerade wohl ebenfalls zur Wehr setzen, da stellte sich Hajime zwischen Daiki und Natsuo. "Geh mir aus dem Weg!", fauchte der ältere Bruder. "Das werde ich nicht, es reicht. Du fässt ihn nicht an, verstanden?!" Er blickte über die Schulter zu Daiki. "Geh bitte zu Kazuya, er braucht dich jetzt und du auch der Einzige, der ihm helfen kann. Ich weiß ich habe nicht das Recht dich um etwas zu bitten, aber pass gut auf ihn auf. Sag ihm, dass ich mich später bei ihm melde, sobald ich mich hierum gekümmert habe." Miyako war in diesem Augenblick so stolz auf ihren Freund und in diesem Augenblick war er wieder der Mann, in den sie sich so unsterblich verliebt hatte, darum griff auch sie animierend nach der Hand von Daiki. "Wir kümmern uns hierum, bitte sieh nach Kazu ja?"


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    • Daiki
      Perplex starrte Daiki auf den Rücken den wenig kleineren Hajimes, der ihn gerade tatsächlich vor Natsuos Angriff abschirmte. Hajime stellte sich nicht auf die Seite seines großen Bruders, nein... er nahm gerade ernsthaft Daiki in Schutz und bot seinem großen Bruder die Stirn. Das war eine Situation, die hätte der Blonde in einer Millionen Jahren niemals erwartet und doch war diese Wendung der Ereignisse nicht nur willkommen, sondern änderte erneut den Blick des Blonden auf Hajime zum positiven. Vielleicht war der Kerl doch gar nicht so übel... Nur bei Natsuo war wohl jegliche Hoffnung auf Vernunft und Selbsteinsicht verloren. Der Kerl war geblendet von seinen negativen Gefühlen und es war Daiki ein absolutes Rätsel wie auch nur irgendjemand solch eine toxische Persönlichkeit lieben konnte. Na hoffentlich sah seine Frau das auch schnell ein und ließ sich innerhalb der nächsten Jahre scheiden, um wenigstens noch ein schönes Leben zu haben.
      Ein kleines Lächeln schlich sich tatsächlich auf Daikis Lippen, als Hajime ihn darum bat sich um Kazuya zu kümmern und meinte, er würde das mit Natsuo klären. Ja, vielleicht gab es für Hajime ja durchaus noch Hoffnung. Vielleicht reichte es, wenn man ihm mal einen anderen Blick auf die Dinge zeigte und er würde sich als netter Kerl entpuppen. "Danke.", murmelte Daiki nun etwas ruhiger und nickte langsam, während er eine Hand auf Hajimes Schulter legte. "Sei vorsichtig und weich im Notfall Schlägen aus. Miyako will sicher auch nicht, dass dein hübsches Gesicht Schaden nimmt.", murmelte der Blonde daraufhin leicht grinsend, ehe er sich von Hajime löste und auch schon begann in die entgegengesetzte Richtung zu rennen. Ja, Hajime würde das klären...

      Er lief eine gefühlte Ewigkeit herum, auf der Suche nach Kazuya und hatte schon beinahe das Handy gezückt, um seinen Mitbewohner verzweifelt anzurufen, wo er denn war, da erblickte der Blonde ein wenig entfernt eine bekannte zierliche Gestalt auf einer Parkbank, zusammen mit einer ihm fremden Person. Daiki wurde langsamer und blieb stehen. Kazuya weinte... das konnte er sogar aus der Ferne erkennen. Und der Kerl neben ihm sorgte wohl für Taschentuchnachschub, während er mit ihm beruhigend zu reden schien. Kannten die beiden einander? Es wirkte nicht so... Kazuya schien den Kerl aber auch nicht abzuweisen, was Daiki durchaus mehr nervte als er zugeben wollte. Natürlich war es gut, dass jemand da war der sich um den Kleineren kümmerte, während Daiki Natsuo eine lektion erteilt hatte. Nichtsdestotrotz gefiel Daiki der kerl irgendwie nicht. Sein Bauchgefühl schlug negativ auf den Schwarzhaarigen an und das hieß meist, dass der Kerl vermutlich wirklich kein netter Kerl war, sondern irgendwelche zwielichtigen Absichten hatte. Ob er Kazuyas Schwäche ausnutzen würde, um ihn zu verschleppen oder ins Bett zu kriegen? Erneut ballte Daikis Hand sich zu einer Faust, doch er zwang sich zur Ruhe, während er langsam näher trat und das eher einseitige Gespräch mitbekam.
      "Mach dir keine Umstände. Er fährt mit mir.", schaltete Daiki sich schließlich mit einem kühlen Lächeln in das Gespräch ein und schenkte besagtem Schwarzhaarigen einen warnenden Blick, ehe er sich selbst Kazuya zuwandte und sich mit einem traurigen Lächeln auf den Lippen vor seinen Mitbewohner hinhockte. "Hey... tut mir leid, dass ich jetzt erst da bin. Ich musste etwas vorher klären.", räusperte er sich langsam, während er die Hände des Kleineren in seine nahm und versuchte den Blick seines Freundes einzufangen. Den Schwarzhaarigen behandelte er dabei, als wäre dieser nicht-existent. "Wollen wir Heim fahren und uns zusammen kuscheln? Ich denke du könntest jetzt viel Ruhe gebrauchen."
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    • ___ Kazuya ___

      Seine Augen brannten wie Feuer und sein Hals tat weh. Er hatte ja schon viele verdammt beschissene Tage erlebt, aber dieser hier reihte sich eindeutig in die Top 3 ein. Der Blonde wusste, dass er langsam mal aufhören sollte zu heulen, immerhin musste er Daiki finden und sich bei diesem entschuldigen, dass er ihn einfach hatte stehenlassen. Allerdings konnte er sich einfach nicht vom Fleck bewegen und nun saß noch ein Fremder neben ihm, der rein gar nichts dafür konnte und all seine Laune abbekam. Als Kazuya plötzlich eine vertraute Stimme vernahm, blickte er schnell auf und erkannte Daiki vor sich knien. Der Blonde musste schrecklich aussehen so komplett verheult und wie ein absolutes Häufchen Elend. Er wollte nicht das ihn Daiki so sehen musste, aber die Freude Daiki zu sehen war zu groß, weshalb er dem anderen förmlich in die Arme sprang. "Daiki." heulte er leide und vergrub sein weinendes Gesicht in seinen Armen. "Oh, dein Freund?" schmunzelte der Schwarzhaarige, worauf Kazuya nicht antwortete, sondern sich lieber weiter in dessen Armen schmiegte. Der Fremde stand auf und klopfte Daiki leicht lachend auf die Schulter. "Schau mich doch nicht so böse an, ich nehme dir deinen hübschen Liebling schon nicht weg." Kazuya sah dem Schwarzhaarigen einen kurzen Moment nach, als dieser verschwand, ehe er sich mit Daiki erhob und sich mit dem Handrücken der freien Hand, welche Daiki nicht festhielt, über die Augen strich, damit diese Tränen endlich aufhörten. "Es tut mir so Leid, dass ich dich einfach habe stehenlassen. Ich...ich musste nur einfach weg." entschuldigte sich der Blonde schuldbewusst und senkte seinen Blick auf den Boden. "Hayatos hübscher Anzug war so ziemlich für die Katz.....ich sollte mich bei ihm entschuldigen..." Kazuya hatte das Bedürfnis sich einfach nur noch ins Bett zu werfen und den heutigen Tag zu vergessen, leider besaß der Blonde aber ein ausgesprochen gutes Gedächtnis wofür er sich das erste Mal wirklich verfluchte.


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    • Daiki
      Kaum hatte Kazuya realisiert, dass Daiki hier war, warf er sich auch schon weinend in die Arme des Größeren und der Blonde begann sanft seine Haare zu streicheln, während er ihm beruhigend die Hand hielt. Der Schwarzhaarige Kerl verdrückte sich zum Glück recht schnell und Daiki schenkte ihm auch nicht große Beachtung, als er meinte er würde Kazuya nicht wegnehmen. Es war gerade wichtiger Kazuya zu trösten und ihm zumindest ein wenig seiner Sorgen zu nehmen. "Ganz ruhig. Mach dir jetzt keine Sorgen um den Anzug. Es ist alles in Ordnung. Hajime hat versprochen dich später anzurufen und ihm hast du auch zu verdanken, dass ich jetzt hier bin. Er und Miyako haben sich ebenso Sorgen um dich gemacht, beschäftigen sich aber gerade mit Natsuo." Sie hatten sich mittlerweile erhoben und Daiki begann vorsichtig die Tränen des Jüngeren mit seinem Daumen wegzuwischen, ehe er ihn erneut in eine Umarmung zog und ihm so ein wenig mehr Halt bieten wollten. "Lass uns Heim fahren. Ich habe gerade ziemlich große Lust auf Pudding und vielleicht sogar noch Kakao. Was hältst du davon? Wir fahren zu unserer Wohnung, ziehen die Anzüge und all den teuren Kram aus, machen eine kleine ganz persönliche Modenschau, wer von uns beiden es schafft sich am niedlichsten und kuscheligsten zu kleiden und dann werfen wir uns mit Pudding, Kakao und Süßkram auf mein Bett und suchten diese Serie durch, von der wir beide so begeistert sind. Mit etwas Glück entscheidet sich die Protagonistin ja doch noch für den hotten Bad Boy. Mal ehrlich... der männliche Hauptcharakter ist doch eigentlich verdammt langweilig.", versuchte Daiki daraufhin seinen Mitbewohner weiterhin aufzumuntern, um ihn von den heutigen Geschehnissen abzulenken. Es musste Kazuya unfassbar weh tun, was heute geschehen war und Daiki fühlte sich durchaus schuldig, dass er den Jüngeren mehr oder weniger hierzu gezwungen hatte. Er hatte gehofft mit ein wenig Konfrontation den ganzen Zwist klären zu können, aber er hatte sich bei weitem überschätzt und Kazuya damit nur umso mehr weh getan.
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    • ___ Kazuya ___

      Normalerweise wäre er ja jetzt rot angelaufen vor Scham, dass er sich so in die Arme von Daiki geworfen hatte, aber im Augenblick hatte dieses Denken gar keinen Platz in seinen Gedanken. Er war einfach nur so unendlich glücklich, dass der Blauhaarige bei ihm war und er sich in dessen Armen verstecken konnte. Er konnte später noch im Boden versinken, aber jetzt wollte er sich einen Moment der Schwäche erlauben, wenigstens ein einziges Mal. Kazuya war immer stark geblieben, jetzt aber konnte er einfach nicht mehr. Der Blonde wäre am liebsten ewig in den Armen seines Mitbewohners gelegen und hätte die Welt um sich herum vergessen, aber das änderte nichts an der Situation und schon gar nicht daran, dass sie immer noch in Kazuyas ganz persönlicher Kammer des Schreckens waren. Als Daiki erwähnte, dass sich Hajime bei ihm melden wollte und er sich tatsächlich gegen Natuso gestellt hatte, sah ihn der Blonde ungläubig an. "Hajime hat was?", fragte er perplex nach und wischte sich erneut über die Augen. Irgendwie konnte Kazuya das gerade nicht so recht glauben. Er wollte sich nicht noch einmal an irgendeinen Hoffnungsschimmer klammern und wieder enttäuscht werden. Zwar war Hajime bei weitem nicht so kalt zu ihm gewesen wie es ihr ältester Bruder war und war ihm sogar beim Umzug zur Hand gegangen, aber das änderte nichts an ihrem angespannten Verhältnis zueinander. Immer noch ziemlich ungläubig war er mit Daiki aufgestanden und sah ihn mit verweinten Augen an, als sein Mitbewohner seine Tränen liebevoll von seinen Wangen strich. Daiki bemühte sich nach Leibeskräften ihn aufzumuntern und war so zuckersüß, dass Kazuya den Mund öffnete und ein "Daiki ich li...."begann zu formulieren, aber sehr schnell kapierte, was er da eigentlich tat, nun doch endlich nach all dem knallrot anlief und zügig mit dem Kopf schüttelte. Heilige Scheiße! Plötzlich mit deutlich mehr Kraft in den Beinen und viel mehr damit beschäftigt diese Blamage irgendwie unter den Teppich zu kehren war er an das Auto gelaufen. "Lass uns Heim...ich....ich kann es kaum erwarten mit dir diesen Film zu schauen und deinen Pudding zu essen.", immer noch mit geröteten Wangen aber einem sanften Lächeln sah er zu seinem Mitbewohner, welcher einfach zu wundervoll war um wahr zu sein. Er liebte Daiki so sehr....auch wenn er so einen perfekten Mann niemals verdienen würde. "Daiki? Danke....Danke das du da bist."


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    • Daiki
      Offenbar schien Kazuya ebenso überrascht über Hajimes Sinneswandel, wie es Daiki zuvor gewesen war und man konnte dem Kleineren ansehen, dass er sich ungern an die Hoffnung klammern wollte, dass er und sein mittlerer Bruder sich doch versöhnen könnten, aber Daiki war zuvor tatsächlich ein wenig beeindruckt von Hajime gewesen und sollte der Dunkelhaarige aufrichtig sein und Widergutmachung leisten, könnte Daiki durchaus erwägen ihn zu mögen. Grundsätzlich schien der Kerl ja nicht schlecht zu sein, wenn er so darüber nachdachte. Doch jetzt war erst einmal Priorität Nummer eins Kazuya heimzubringen und Daiki sollte versuchen diesen... Fehler wieder gut zu machen. Er wusste, dass es sein Fehler war, weswegen Kazuya nun so traurig war und leiden musste und Daiki betete nur, dass dieser Tag vielleicht ein paar kleine positive Auswirkungen mit sich bringen würden. Und er hoffte ja noch immer, dass diese Auseinandersetzung mit Natsuo zumindest Klatsch und Tratsch für die nächsten drei Monate in dessen Freundes- und Familienkreis abdecken würde, auf das sich niemand an die hübsche Hochzeit, die schöne Braut und den gutaussehenden Bräutigam erinnerte, sondern nur daran wie ein Fremder die Hochzeit crashte, dem Bräutigam eine Hasstirade an den Kopf warf und ihm daraufhin eine reinhaute. Na hoffentlich würde das ein schöner großer blauer Fleck werden... warte. Waren eigentlich auch Kazuyas Eltern in dem Moment anwesend? Wenn ja, hatte es sie wohl kein bisschen gejuckt, dass ihr ältester Sohn so vorgeführt wurde. Das zauberte ja fast ein kleines Lächeln auf Daikis Lippen, aber davon musste Kazuya wohl wirklich nichts erfahren. Ansonsten dürfte Daiki sich sicher eine ewig lange Moralpredigt anhören und musste mit dem wütenden Schweigen seines Mitbewohners leben. Besser er erfuhr davon also nichts.
      Daiki war ein wenig zu sehr in Gedanken versunken gewesen, als Kazuya etwas sagen wollte, sich aber schnell besann und das Thema wechselte, sodass der Ältere nicht mal erahnen konnte, was der andere eigentlich zuvor sagen wollte. "Schon gut, ich bin immer für dich da. Geht es wieder?" Der Größere überprüfte noch einmal das Gesicht des Kleineren, der nicht mehr zu weinen schien und nahm dann die Hand von Kazu fest in seine und setzte sich in Bewegung. "Na dann los. Lass uns auf dem Heimweg aber eine größere Runde fahren... wer weiß wann ich erneut dazu komme solch einen Wagen zu fahren..."
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    • ___ Haru ___

      Er lag jetzt genau seit einer Woche in diesem verfluchten Krankenhaus und er hasste sie bereits alle. Das er dieses zugeben sehr noble Krankenhaus aufgesucht hatte, war eine stille Vereinbarung welche Haruka mit seinen Eltern getroffen hatte, da es sich hier um befreundete Ärzte handelte, welche die Klappe halten konnten. Wo gäbe es denn auch so was, dass jemand aus der Familie Tsukiyomi ungezogen war? Alles schön vertuschen, damit ja nichts ans Licht kommt. Weder das ihm die Krankenschwestern konstant an die Wäsche wollten, ihn ein Arzt betreute, der so viel reden konnte, dass dem Dunkelhaarigen bereits schwindelig wurde und das er für diesen Aufenthalt nicht einmal etwas bezahlen musste. Alles kleine feine Familienintrigen, er hasste es. Schon mal davon gehört, dass Eltern sich das Schweigen ihrer Kinder erkauften? Nein? Willkommen in der Familie Tsukiyomi meine Damen und Herren. Schlecht gelaunt starrte Haru die weiße Decke über sich an, in der Hoffnung irgendetwas Spannendes würde passieren, wenn er sie einfach nur lang genug in Grund und Boden starrt - Fehlanzeige. Offenbar hatte es ihn ordentlich erwischt und wäre er nicht rechtzeitig ins Krankenhaus gekommen, hätte das verdammt böse geendet. Ein Fakt den Haru vor seiner Gang geheim hielt, da sie ohnehin schon krank vor Sorge um ihn waren und wenn Haruka noch einen Obstkorb oder noch ein Plüschtier bekam, würde er wahrscheinlich durchdrehen. Man hatte ihm eine gehörige Bluttransfusion verabreichen müssen und noch einiges anderes, was Haru lieber nicht so genau wissen wollte. Fakt war, dass ihn diese beschissenen Virus-Bastarde fast auf den Gewissen hatten. Ein Umstand den der Anführer der Velvets ganz und gar nicht begrüßte, zudem war Haru auch verdammt nachtragend, das würden sie ihm büßen. Jetzt aber musste er hier irgendwie herauskommen. Er war ja ehrlich erstaunt, dass nichts gebrochen war, aber die Prellungen waren schon schmerzhaft genug ebenso wie sein dröhnender Schädel, weil er offenbar auch eine saftige Gehirnerschütterung bekommen hatte. Glücklicherweise wurde aber rechtzeitig reagiert und es sollte zu seinen Folgeschäden kommen, sollte zumindest nicht. Seufzend fasste sich der Dunkelhaarige an den Kopf, Schmerzen hatte er immer noch und mit dem Schlafen hatte er so seine Probleme. Ob ihn heute seine Jungs wohl wieder besuchen kamen? Es war wirklich niedlich, dass sie fast rund um die Uhr bei ihm waren und sich um Haru sorgten. Bei dem Gedanken an seine Gangmitglieder musste er leicht lächeln. Er liebte seine Jungs und Mädchen wirklich abgöttisch und er war froh, dass es niemanden von ihnen erwischt hatte.


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    • Naoya
      Scheiße... das war definitiv nicht seine Welt. Naoya hätte nie gedacht, dass er sich mal für einen Krankenhausbesuch underdressed fühlen würde, aber das war jetzt definitiv der Fall. Dieses luxuriöse Privatkrankenhaus hatte mehr etwas von einem Nobelhotel und selbst die Krankenkleidung der Patienten schrie regelrecht danach, dass sie unfassbar teuer war. Es war unangenehm durch diese Gänge zu laufen, auf der Suche nach Harukas Zimmer, während die Schwestern einen wie einen Kriminellen beobachteten. Ja... er passte hier nicht her und wäre selbst lieber woanders, aber nachdem Minako ihm ewig vorgehalten hatte, er solle doch endlich mal Haruka im Krankenhaus besuchen, hatte er schließlich nachgegeben und sich schweren Herzens hierher begeben, obwohl er sich hier ganz und gar nicht wohl fühlte. Es war fast schon eine Erleichterung, als er endlich das Zimmer des Velvets erreichte und langsam die Tür öffnete.
      "Welchen Grund könnte man haben so dümmlich zu grinsen, während man an eine Krankenhausdecke starrt?", erkundigte Naoya sich spöttisch bei Haruka, wobei er so die Aufmerksamkeit seines Rivalen auf sich lenkte, während er näher an das Krankenbett in dem luxuriösen Zimmer trat und sich schließlich auf die Seite des Bettes setzte. Ein dunkelroter Apfel auf dem kleinen Tablett neben dem Bett lenkte seine Aufmerksamkeit auf sich und kurzerhand griff der Venom nach dem Obst und biss genüsslich rein, während er seinen Blick erneut umherschweifen ließ. "Jetzt wo ich weiß, dass du reich zu sein scheinst... frag ich mich ernsthaft, wie ein Rich Boy Mitglied und Anführer einer Gang wird. Oder werden bei euch die Velvet Anführer gut bezahlt? Wenn das so ist, sollte ich mir wohl auch mal mein Geld bei den Venoms einfordern." Er nahm einen weiteren Bissen von dem saftig süßen Apfel, der keinerlei Makel aufwieß und wahrscheinlich zu den teureren Obstsorten gehörte, die man erwerben konnte. Sie waren hier schließlich in einem privaten Krankenhaus, dass wohl nur Leute mit ordentlich Geld behandelte und das unter höchster Diskretion mit bestem Luxus. Kurz gesagt... Naoya würde niemals hier als Patient behandelt werden. Er konnte sich ja schon normale Krankenhauskosten nicht leisten, da wäre das hier absolut untragbar. Er sollte mit den Venoms vereinbaren, dass sie im Falle eines Unfalls ihn einfach liegen lassen sollten, anstatt ihn in ein Krankenhaus zu bringen.
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