❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

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    • ___ Hayato ___

      Der Blauhaarige konnte nicht anders als Jun ein wenig zu beobachten. Diese starre Haltung war Erziehung, das sah man ihm an und Hayato war sich ziemlich sicher, dass der Brünette ein sehr strenges Elternhaus besaß. Allein seine Art sich auszudrücken sprach schon dafür. Der junge Geschäftsmann wollte die Leute um sich herum nicht zu sehr analysieren, aber es passierte fast immer automatisch und es war schwer es irgendwie abzustellen. Um so mehr konnte man ihn aber überraschen, wenn man sich komplett gegensätzlich verhielt. Beispielsweise wenn Jun dieses unschuldige und süße Lächeln hatte, welches gar nicht zur kühlen Erscheinung passte, die er versuchte zu präsentieren. Solche Momente fand er unglaublich aufregend und natürlich war das Lächeln des Jüngeren auch einfach verboten niedlich. Als sich Hayato ein wenig mehr nach Jun erkundigte, empfand er die Erklärung des Brünetten als ziemlich kalt. Ob Jun sein Hobby wirklich aus reiner Leidenschaft machte, bezweifelte er dadurch ein wenig, aber Hayato stand es nicht zu dies zu hinterfragen. Stattdessen versuchte er es anders. "Ich verstehe. Angenommen dein Sport würde dich nicht zu viel Zeit kosten, wie es beispielsweise bei mir das gleiche mit der Arbeit ist. Gäbe es da etwas was du gern tun würdest?", fragte er also interessiert nach und schenkte dem jungen Mann vor sich ein sanftes Lächeln. Ehrlich gesagt hatte er nun wirklich nicht damit gerechnet mit dem sonst zurückhaltenden Jun eine solche Unterhaltung in einem Teehäuschen zu führen, während im Hintergrund der Klang eines klassischen japanischen Zupfinstrumentes zu hören war, aber es war schön und er genoss es irgendwie. Ob es Jun auch so ging konnte selbst jemand wie Hayato nicht einschätzen, der die Menschen normal gut zu lesen wusste. Das war aber etwas das er bei dem Kleinen echt nicht erkennen konnte. Allerdings tat es sowohl Jun als auch ihm selbst gut einmal herauszukommen. Das er das zugab, wäre für seinen Daiki sicherlich ein Grund ein rotes Kreuz im Kalender zu machen. Als der Tee und das Gebäck gebracht wurde, nickte Hayato zufrieden der freundlichen Dame zu, welche ihnen auf elegante Weise den Tee in ihre kleinen Tassen schenkte bevor sie die beiden wieder ihrer trauten Zweisamkeit überließ. Dies war eben so etwas, dass Hayato sehr an diesem Haus schätze. Es war nicht aufdringlich und sehr höflich. Etwas worauf Hayato großen Wert legte. Mit einem entbrannten Gesichtsausdruck nahm er einen Schluck des kostbaren grünen Tees zu sich. "Viele glauben es mir nicht, aber ich mag diese Arbeit tatsächlich sehr gern und ich übernehme die Firma mit Freuden. An und für sich leite ich die Firma bereits selbst, mein Vater hält sich mehr und mehr zurück, da er ja auch vorhat mir das Unternehmen zu vermachen. Aber natürlich gab es wie bei jedem anderen auch mal solche Momente, in denen man sich wünscht, einfach mal alles stehen und liegen zu lassen. Dir geht es sicherlich auch manchmal so, oder?"


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    • Jun
      Nachdem ihnen der Tee mitsamt des Gebäcks gereicht wurde und sie beide schlussendlich wieder alleine waren und ihre Ruhe hatten, hob Jun seine Tasse an seine Lippen und trank einen Schluck des heißen Getränks, bevor er diesen wieder auf dem Tisch vor sich abstellte und sich daran machte die Frage seines Gegenübers zu beantworten, die dieser kurz zuvor gestellt hatte. "Ehrlich gesagt... weiß ich es nicht so genau. Es mag seltsam klingen, aber das ist keine Frage, über die ich oft nachdenke. Wenn ich aber eine Entscheidung treffen müsste... ich würde vielleicht einfach die gewonnene Freizeit nutzen, um Zeit mit anderen Menschen zu verbringen." Er hatte erst sagen wollen, dass er Zeit mit Freunden verbringen wollte, Tatsache war aber, dass er tatsächlich nur einen einzigen Freund besaß, die einzige Person die verstand, dass er selbst wenig Zeit hatte und ihm dies weder übel nahm, sich noch von ihm dadurch distanzierte. Ansonsten hatte er lediglich Bekannte, Teamkollegen, Mitschüler und in seltenen Fällen eine feste Freundin für ein oder zwei Wochen, ehe diese sich wieder von ihm trennte, weil er sich zu wenig Zeit für sie nahm. Er fragte sich manchmal wie andere Oberschüler ihr Privatleben, Schule und außerschulische Aktivitäten so erfolgreich unter einen Hut bekommen konnten, doch vermutlich würde es auch nichts ändern, wenn er die Antwort auf diese Frage wüsste. Oder vielleicht...
      "Gibt es etwas, das Sie gerne tun würden, wenn sie mehr Zeit dafür hätten?" Sie schienen sich in dieser Hinsicht wohl ziemlich ähnlich zu sein, denn wenngleich ihr Charakter sehr verschieden schien, hatten sie beide stets unfassbar viel Arbeit und konzentrierten sich hauptsächlich darauf, statt zu entspannen oder sich einfach mal einen Tag frei zu nehmen. Nun gut, solange Jun in dem Haus seiner Eltern wohnte, würde er ohnehin niemals wirklich einen freien Tag bekommen. Wobei er sich nicht einmal sicher war, ob er dies wirklich für schlimm empfand. Wahrscheinlich wüsste er nicht einmal, was er an solch einem freien Tag überhaupt tun würde. Er würde sich höchstwahrscheinlich ziemlich unnütz fühlen.
      Während Hayato weitersprach, hörte Jun ihm aufmerksam zu und nahm gelegentlich einen Schluck des Tees, ehe er bei der letzten Frage innehielt und beinahe gedankenverloren in seine Tasse blickte. "Ich... bin mir nicht sicher. Es ist weniger der Wunsch alles stehen und liegen zu lassen, als mehr der Wunsch einfach mal durchatmen zu können. Tief Luft zu holen und den Kopf einfach mal für einige Momente abzuschalten. Ich denke das wäre manchmal durchaus ganz schön..." Natürlich meinte er das nicht wortwörtlich. Tief Luft holen, konnte er schließlich auch so, aber es war einfach der Druck, der sich manchmal schlichtweg überwältigend anfühlte und ihm den Atem raubte. Das Gefühl folgte ihm oft, aber er hatte gelernt, es weitestgehend zu missachten und sich dennoch auf seine Aufgaben zu konzentrieren. Denn vielleicht würde er eines Tages, wenn er alle Ziele erreicht hatte endlich in der Lage sein durchzuatmen.
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    • ___ Hayato ___

      Es war eine tiefsinnige und interessante Unterhaltung, welche dir beide führten, die man schon lange nicht mehr als einfachen Smalltalk bezeichnen konnte. Hayato hatte sich schon gedacht, dass sich hinter Jun ein sehr feinfühliger und nachdenklicher Mensch verbarg, aber nicht das er ein solch guter Gesprächspartner war. Wenn man bedachte, dass sie beide zuvor förmlich nach Worten gerungen hatten, war dieses Gespräch gerade wirklich unglaublich. Hayato befand Menschen schon immer als unglaublich faszinierend, auch wenn er sich die meiste Zeit sehr kühl und analytisch verhielt, war dies eben nur eine Seite an ihm. Sein Ich als Geschäftsmann und sein Ich als Privatperson konnten nicht unterschiedlicher sein, nur das seine private Persönlichkeit viel zu wenig ans Licht kam. Für die Gesellschaft war er weiterhin der perfekte Geschäftsmann, dem Charisma und Charme in die Wiege gelegt worden waren, ebenso wie ein ganzer Batzen Geld. Er war dabei so viel mehr und das Gleiche dachte er sich auch, wenn er Jun ansah. Der Junge war viel mehr als er zeigen konnte. Jun war sich das nur noch nicht bewusst. Dieser Junge interessierte ihn, das konnte der Blauhaarige nicht leugnen und er wollte es auch nicht. Hayato stand hinter allem, was er sagte und tat. Charakterstark waren nämlich beide Seiten, die er vertrat, sowohl geschäftlich als auch privat. Juns Antwort konnte Hayato nachvollziehen, als er ihm die Frage stellte, was er denn mit mehr Zeit tun würde. "Manchmal muss man sich diese Zeit nehmen Jun. Ich weiß es ist schwer, ich könnte auch konstant arbeiten. Ich habe aber für mich selbst entschieden, dass ich auch manchmal Dinge tun muss die mich glücklich machen, richtig glücklich und nicht von dem ich glaube das es mich glücklich macht. Verstehst du was ich meine? Das ist nicht einfach und viele Leute denken nach wie vor, dass ich das viel zu wenig tue, unter anderem mein Cousin, der mir immer eine Predigt hält, dass ich mal leben soll." bei den Gedanken an Daiki lachte er leicht. "Aber wie jetzt nehme ich mir die Zeit, wenn ich sehe, dass es das wert ist und dieser Nachmittag mit dir, ist es mir wert.", ein charmantes Lächeln lag auf den Lippen des jungen Geschäftsmannes, ehe er auch einen weiteren Schluck des köstlichen Tees zu sich nahm. Da es nur berechtigt war, dass ihm Jun die gleiche Gegenfrage stellte, stellte er die Tasse wieder ab. "Also wenn ich mir mal wirklich all die Zeit nehmen könnte, würde ich in den Urlaub fahren. Ich würde die Länder die ich besucht habe nicht aus geschäftlichen Gründen sehen wollen, sondern privat. Einfach um Spaß zu haben", antwortete Hayato ehrlich. Wann war Hayato das letzte Mal wirklich im Urlaub gewesen? Er konnte sich nicht daran erinnern. Das Gespräch der beiden blieb weiterhin sehr tiefgründig und vielleicht ging es weiter in die Privatsphäre des anderen als zuerst beabsichtigt, aber keiner der beiden schien bisher etwas dagegen zu sagen. Auch Hayato störte es überraschender Weise nicht. Er war es zwar, der die Frage gestellt hatte, aber das bedeutete es nicht zwingend das er sie gerne beantwortete, aber er tat es. Und irgendwie tat er es sogar sehr gerne. Es kam selten vor das sich Hayato wirklich verstanden fühlte. "Tief Luft holen...ja, ich verstehe, was du meinst", antwortete Hayato. "Weißt du, ich besitze aktuell einen Hund. Sie ist mein Augenstern und ich merke das mir ihre Gegenwart gut tut. Ich kann bei ihr abschalten und darum hänge ich ungemein an ihr. Ich habe bis vor einem Jahr bevor ich sie geholt hatte, nicht gewusst, dass es das war, was mir gefehlt hat. Vielleicht brauchst du auch etwas in deinem Leben? Etwas von dem du aktuell noch nicht glaubst, dass du es brauchst."


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    • Jun
      Ob Jun wohl naiv war, sich einem Fremden so zu öffnen, wenn er doch wusste, sollte er etwas falsches sagen könnte er den Mann damit verscheuchen. Wahrscheinlich hätte eine normale Person dieses Gespräch nicht mit einer Autoritätsperson geführt, die er seit nicht einmal einer Woche kannte... aber Jun hatte nicht wirklich jemand anderen, mit dem er darüber sprechen konnte. Seine Eltern, insbesondere seine Mutter standen absolut außer Frage, Freunde hier an in Tokyo hatte er keine und sein bester Freund befand sich zurzeit am anderen Ende der Welt, wo er ein Auslandsjahr in Europa machte. Die beiden schafften es ja nicht einmal wirklich groß zu telefonieren, wegen des Zeitunterschieds. Und nun hatte er jemanden getroffen, der sich wohl ähnlich fühlte und diese Empfindungen zumindest weitestgehend nachempfinden konnte. Das war für Jun absolut nichts alltägliches und er wusste es zu schätzen dieses Gespräch führen zu können. Selbst wenn sie beide nur vier Jahre trennten, war der Brünette eben nur ein Schüler und Hayato der Vorsitz einer der größten Hotelketten des Landes. Der Blauhaarige musste den Jüngeren nicht so nett behandeln, aber er tat es und Jun empfand es nun einmal als äußerst angenehm, dass der Größere mit ihm beinahe auf Augenhöhe sprach und ihn nicht von oben herab behandelte, weil er eben nur ein 'Kind' war.
      Ein Hauch von Überraschung spiegelte sich in Juns Augen wieder, als Hayato anmerkte dass ihm dieser Nachmitag mit dem Jüngeren es wert sei. Wieder senkte Jun seinen Blick, aber ein kleines verlegenes Lächeln umspielte für einige Sekunden wieder seine Lippen, ehe er sich fasste und wieder aufsah. Jetzt war nicht die richtige Zeit um sich von soetwas geschmeichelt zu fühlen. "Selbst wenn ich mir die Zeit nehmen wollen würde, wäre das nicht möglich. Ich habe einen recht strikten Wochenplan, den ich unter der Anleitung meiner Mutter aufgestellt habe und der kontrolliert wird. Da ist nicht unbedingt viel Spielraum... Womöglich ändert sich das ja eines Tages, wenn ich meine eigene Wohnung habe oder so..." Erneut nahm er einen Schluck von seinem Tee, schloss für einen Moment sogar die Augen und genoss einfach nur wie das heiße Getränk ihn von innen aufwärmte und ein wenig mehr beruhigte. Wenngleich Jun das Gebäck neben des Tees mochte und auch kannte, hielt er sich seiner Diät zuliebe aber vorerst davon fern.
      "Das klingt durchaus schön. Ich wollte als Kind schon immer ein Haustier haben, aber wir hatten nie Zeit für eins und nachdem meine kleine Schwester geboren wurde, hatte sich das weitestgehend ohnehin erledigt, da sie allergisch gegen Tierhaare ist und weder Fische noch Reptilien leiden kann. Aber sie haben recht... vielleicht finde ich ja eines Tages auch etwas oder jemanden, der mir das gibt, was ich brauche... wer weiß das schon."
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    • ___ Hayato ___

      Auch wenn er Daiki abgöttisch liebte, war das ein Thema über das er nicht einmal mit seinem Cousin sprechen konnte. Natürlich gab es genug über das er nur mit dem Kleinen reden konnte, aber diese Thematik war etwas das Daiki nicht nachvollziehen konnte. In Jun hatte er jemanden gefunden, der ihm irgendwie ähnlich war. Hayato war sich sicher, dass wenn er nicht selbst in der Jugend die Reißleine gezogen und seinem Großvater die Stirn geboten hätte, würde es ihm ähnlich gehen wie Jun jetzt. Vielleicht fühlte er sich deshalb irgendwie mit dem Jüngeren verbunden, obwohl er ihn kaum kannte? Er sah sich in ihm und das machte ihm Jun so vertraut, als würde er ihn schon immer kennen. Natürlich war das albern und er wusste von dem süßen Bogenschützen rein gar nichts, aber etwas sagte dem Blauhaarigen verband sie. Ob Jun dies auch spürte? Nachdenklich nahm Hayato einen Schluck von seinem Tee und betrachtete den Brünetten einen Augenblick, welcher immer wieder sein Gebäck betrachtete aber nicht anrührte. Hayato wollte etwas testen, weshalb er ihm seinen eigenen Teller mit dem kleinen gelben Minikuchen zuschob. "Möchtest du? Ich bin kein großer Liebhaber von Teegebäck, aber du siehst aus als würdest du es mögen." Natürlich hatte Hayato nichts gegen die kleine Leckerei, aber auch wenn es nur ein kleiner Schritt war, wollte er Jun unterstützen. Selbst wenn es mit einem lächerlichen Stück Kuchen war, war es ein erster Moment für den Brünetten etwas zu tun, was er wollte. Klar könnte sich Hayato auch irren und der Jüngere konnte Kuchen nicht ausstehen und er irrte sich das es einfach aus Diätgründen war, die Jun absolut nicht nötig hatte, trotz dieser typischen Diätpläne die Sportler immer hatten. Die Chance lag bei 50:50, aber er wollte es mal darauf ankommen lassen. Als ihm Jun von seiner Mutter erzählte, fühlte sich Hayato nur in seiner Vermutung bestätigt. "Ich glaube mein Großvater und deine Mutter sind sich ziemlich ähnlich. Aber weißt du, manchmal und wenn es nur ein kleiner Schritt ist, muss man auch mal Dinge tun, die einem das eigene Herz sagen. Das ist ein Teil des Lebens und ab und zu...", schmunzelnd deutete er auf den Kuchen. "Fängt es schon mit einem kleinen Stück Kuchen an." Er nahm daraufhin wieder einen Schluck von seinem Tee. "Entschuldige Jun, ich trete dir ziemlich nah, oder? Aber ich habe mich selten mit jemanden auf diese Art unterhalten. Es..." ein wirklich strahlendes Lächeln lag auf den Lippen des Älteren. "Es ist wirklich schön. Danke. Ich wiederhole mich, aber dieser Nachmittag war es wirklich wert." Das kleine verlegene Lächeln von Jun unterstrich diesen Gedanken nur um so mehr. Als Hayato ihm dann von Sherazade berichtete, lauschte er aufmerksam den Worten des Brünetten die darauf erwiderten. "Du wirst so jemanden finden, das versichere ich dir."


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    • Jun
      Es war nicht schwierig zu erraten, dass Hayato Jun gerade indirekt testete, indem er ihm den Kuchen anbot. Wahrscheinlich konnte der Ältere durchaus vermuten, dass Jun als Sportler ebenso strenge Diatpläne zu befolgen hatte und schließlich auch von seiner Mutter sehr intensiv dahingehend kontrolliert wurde. Er musste schlichtweg jederzeit in bester Form sein, um die bestmöglichen Ergebnisse erzielen zu können, in der Hoffnung eines Tages noch weiter zu kommen, als seine Mutter es je geschafft hatte. Trotzdem hinterließ diese Tatsache immer gewissermaßen einen bitteren Nachgeschmack. Sein Verdacht, Hayato würde ihn mit diesem Gebäck testen wollen, bestätigte sich nur umso mehr, als dieser es zudem als ersten Schritt betitelte, um sein eigenes Leben zu leben und sich nicht nur nach den Regeln anderer zu richten. Eigentlich hätte es Jun nicht gefallen sollen, dass dieser Mann, obwohl er ihn kaum kannte, ihn hier zu analysieren versuchte und ihn auf den Pfad locken wollte, von dem seine Mutter ihn bisher erfolgreich abgehalten hatte. Nun gut, das klang dramatischer, als es der Fall war, aber trotzdem änderte es nichts daran, dass Jun Hayato nicht einmal böse war. Ganz im Gegenteil, er fühlte sich nur noch mehr von ihm verstanden und das beruhigte ihn irgendwie. Er hatte bisher nie jemanden getroffen, der diesen Druck nachvollziehen konnte und ihn vermutlich selbst oft genug zu spüren bekommen hatte. Das war ein ganz neues Erlebnis für den Brünetten und er empfand es nicht zwingend als schlecht.
      Eine halbe Ewigkeit starrte der Jüngere nur das Stück Kuchen an, unsicher ob er davon wirklich kosten sollte... Die Stimme seiner Mutter hallte streng in seinem Kopf wider und ermahnte ihn Süßkram zu meiden, da er das sicher später bereuen würde, aber tatsächlich war die Neugierde von ihm deutlich größer und so griff er schließlich zu der kleinen Gabel, nahm sich ein Stückchen des Gebäcks und hielt erst kurz vor seinem Mund damit inne. Es brauchte tatsächlich ein gewisses Maß an Überwindung für ihn und jeder Außenstehende wäre sicher irritiert, wie ein Oberschüler ein Stückchen Kuchen nur so glorifizieren konnte, aber die meisten verstanden ihn eben auch nicht. Noch einen Moment hielt er still, starrte nur auf das Stück und schluckte schwer, ehe er die Gabel schließlich an seine Lippen führte und das Stück mit einem Bissen verschlang. Ehe er sich selbst davon abhalten konnte, schloss er die Augen und stöhnte genüsslich, aufgrund des extrem süßen Geschmacks. Er war Zucker tatsächlich so gut wie gar nicht geschmacklich gewöhnt, weshalb dieses kleine Stück bereits einen halben Zuckerschock in ihm auslöste, aber es war absolut himmlisch. Gesund war daran ganz sicher nichts, aber wen kümmerte das gerade? Eilig nahm er ein weiteres Stück und schließlich noch eines, ehe der Kuchen innerhalb von Sekunden komplett vom Teller verschwunden war und dem Jüngeren langsam bewusst wurde in was für einer Situation er hier noch gleich war. Seine Wangen brannten vor Hitze, er konnte nur vermuten, dass sein ganzes Gesicht knallrot sein musste, während er dieses unfassbar peinlich berührt in seinen Händen vergrub und sich gerade am liebsten wünschte, er würde im Erdboden versinken. "Bitte vergessen Sie, was sie gerade gesehen haben... Ich bin normalerweise nicht so..."
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    • ___ Hayato ___

      Hayato wusste, dass er sich da gerade verdammt viel heraus nahm und er hätte es Jun nicht einmal verübelt, wäre er ihm nun böse. Sicherlich hätte der ein oder andere ihm bereits die Teetasse ins Gesicht geworfen, was zum einen sehr schade um sein Gesicht und zum anderen auch bezüglich des guten Porzellans war. Dennoch war diese kleine Mutprobe keinesfalls böswillig oder weil er Jun auf den ´dunklen´Pfad bringen wollte, im Gegenteil. Er verstand den Brünetten nur zu gut und gerade weil er ihn verstand, wollte er nicht das Jun in seinem Alter auf alles verzichten musste oder das Leben eines anderen lebte, statt seines eigenen. Er mochte jetzt wie ein alter Mann klingen, aber diese Zeit gab ihnen niemand wieder. Sie beide waren nur einmal jung und sie sollten leben. Natürlich nicht gerade wie der Gott in Frankreich und auf überhaupt nichts mehr achten, aber wenigstens insoweit das man nichts bereuen musste. Hayato hätte nicht gedacht, dass Jun tatsächlich auf das einging, was er ihm gesagt hatte, beziehungsweise es so gut annahm! Der Blauhaarige hatte im Nachhinein tatsächlich die Sorge, dass er Jun verärgert hatte, aber der Jüngere probierte tatsächlich ein Stück Kuchen und ehe er sich versah hatte der süße Bogenschütze tatsächlich das ganze Stück verputzt. Was für jeden anderen eigentlich total normal war, aber Hayato wusste was für ein immens großer Schritt das für Jun gewesen war und er konnte nicht leugnen, dass er extrem stolz auf ihn war! Es war verrückt, er kannte ihn ja nicht einmal und trotzdem verspürte er so einen Stolz, dass Hayato sich langsam fragte, ob er noch richtig tickte oder ob er inzwischen so überarbeitet war, dass er langsam durchdrehte oder schlimmer noch, durchgedreht war. Jun schien sein kleiner Ausbruch wohl ziemlich peinlich zu sein, dabei sollte er stolz sein! Die rot gefärbten Wangen, das leichte Stöhnen der Süße, es war so niedlich. Dann vergrub er auch noch sein hübsches Gesicht in den Händen, herrje der Kleine war einfach verboten niedlich. Mit einem sanften Lächeln griff Hayato vorsichtig nach seinen Händen, damit dieser ihm wieder sein Gesicht zeigte. "Ich werde es nicht vergessen, weil du gerade wirklich mutig warst. Ich weiß, dass ich mit dieser Mutprobe absolut unverschämt war und das wir beide uns kaum kennen, aber auch wenn das jetzt wahrscheinlich verdammt merkwürdig klingt, bin ich sehr stolz auf dich Jun. Außerdem bist du gerade absolut niedlich, da werde ich den Anblick erst recht nicht vergessen", schmunzelnd ließ er seine Hand wieder los, damit er wirklich nicht noch eine Grenze überschritt. "Es bleibt unser kleines Geheimnis, versprochen."



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    • Jun
      Diese gesamte Situation war ihm so unfassbar peinlich und dabei wurde Jun selten schnell verlegen. Eigentlich behielt er sogar meist einen kühlen Kopf. Warum wollte er also jetzt am liebsten im Boden versinken? Nun... weil er gerade eine komplett neue Seite an sich selbst kennengelernt hatte und diese natürlich voll und ganz vor Hayato zum Vorschein bringen musste. Noch peinlicher ging es ja wohl kaum. Und dass er nur komplett knallrot war und ihm einfach nur unfassbar heiß wurde, machte es wirklich nicht besser. Im Boden zu versinken klang von Minute zu Minute wirklich immer verlockender und nun fiel es ihm sogar schwer überhaupt seinen Gegenüber wieder richtig ansehen zu können. Selbst da machte der Größere ihm aber einen Strich durchdie Rechnung indem Hayato Jun dazu brachte seine Hände vom Gesicht zu nehmen und sich nicht weiter dahinter zu verstecken. Ohne Zweifel wusste er gerade nicht was eigentlich das peinlichste an der ganzen Situation war... Dass er so auf ein wenig Süßkram reagiert hatte? Dass er knallrot anlief und sich wie ein schüchternes Schulmädchen verhielt? Dass er Hayato nicht einmal mehr ansehen konnte, dieser es aber irgendwie schaffte dass der Brünette Regeln brach, die er die letzten zehn Jahre nicht gebrochen hatte. Es war für ihn absolut unverständlich wieso er selbst so auf den Älteren reagierte und das ließ ihn fast verrückt werden. Das war doch nicht normal. Und dann sagte dieser Mann ihm auch noch direkt ins Gesicht, wie stolz er auf ihn sei und wie mutig Jun doch gewesen war. Das machte die Situation ganz und gar nicht besser und das strahlende, charmante Lächeln des Blauhaarigen gab dem Jüngeren schließlich den Rest. Ohne auf die Worte des Anderen zu antworten sprang Jun plötzlich auf und fuhr sich nervös mit einer Hand durch sein brünettes Haar, während er mit der anderen fast schon unsicher auf die Schiebetür deutete, die ihren Raum von dem Flur abgrenzte. "Ich... denke ich gehe mal eben auf Toilette.", stammelte er alles andere als gefasst und eilte förmlich aus dem Raum heraus, nur um die Tür schnell hinter sich zu schließen und sich für einen Moment an die Wand zu lehnen. Langsam atmete er tief aus und legte seine Hand auf sein schnell klopfendes Herz, in der Hoffnung, dass es sich dadurch wieder beruhigen würde. Er brauchte einige Sekunden, während er sich langsam wieder von der Wand stieß und unsicher den Weg zur Toilette suchte. Nicht, weil er ernsthaft musste, sondern weil es ihm gerade ein sehr großes Bedürfnis war sich kaltes Wasser ins Gesicht zu spritzen.
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    • ___ Hayato ___

      Erneut zierte diese herrliche zart rote Farbe die schönen Wangen des Brünetten und ehrlich gesagt konnte sich Hayato daran gar nicht satt sehen. Jun hatte er ja schon von Anfang an ziemlich niedlich gefunden. Nur weil er keine Zeit und Nerven für Dates und Beziehung hatte, oder wie Daiki es nannte nicht zu leben, bedeutete das nicht das er kein Interesse an schönen Menschen oder romantischen Momenten hatte. Ob es sich dabei um einen Mann oder eine Frau handelte war Hayato dabei eigentlich ziemlich egal, ehrlich gesagt hatte er sich darüber auch nie Gedanken gemacht. Sowohl sein Cousin als auch sein bester Freund waren in dieser Angelegenheit sehr offen und da diese beiden Menschen seine Bezugspersonen waren, hatte er dies nie als Problem erachtet oder sich gar hinterfragt an welchem Geschlecht er Interesse hatte. Er mochte diese Bezeichnungen ohnehin nicht, aus Hayatos Sicht gab es nur die Definition, dass man eben einen Menschen liebt. Sein Großvater wiederum nun, würde er spitz kriegen das Hayato gerade einem Mann schöne Augen machte, würde ihn sicherlich noch mehr verfluchen als ohnehin schon. Interessant, vielleicht sollte Hayato dies beim nächsten Mal erwähnen? So beiläufig bei Kaffee und Kuchen? Gab sicher einen hervorragenden Nachtisch ab. Sein Vater hatte kein Problem damit als er es bei Daiki erfahren hatte, liebte den Kleinen nach wie vor sehr und hatte es ohne irgendein Kommentar einfach akzeptiert. Demnach war sich der Blauhaarige sicher, dass es auch bei ihm keine Schwierigkeiten geben würde, sollte das Thema wie gesagt beim Brunch mal aufkommen. Seine Mutter wiederum hatte mit der Nase gerümpft und es als unnatürlich empfunden. Als Hayato ihr dann an den Kopf geknallt hatte, dass es deutlich unnatürlicher war Kerle zu vögeln, die so alt waren wie ihr eigenes Kind, hatte sie sehr schnell die Klappe gehalten und das Thema war erledigt. Während er also Jun sein schönstes Lächeln schenkte, war dieser plötzlich panisch davon geeilt, so das Hayato dem brünetten Wirbelwind nur mit großen Augen nachsehen konnte. Eindeutig Sportler, das war eine olympiareife Geschwindigkeit, die er da drauf hatte.


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    • Jun
      Er hatte seine Hände am Waschbecken abgestützt, während aus dem Wasserhahn stetig kaltes Wasser lief und er gelegentlich etwas davon abschöpfte, um es sich in sein Gesicht zu schaufeln. Sein Herz klopfte noch immer etwas schneller und ein Blick in den Spiegel verriet ihm, dass seine Wangen noch röter waren, als er vermutet hatte, was jegliche Hoffnung ausschloss, Hayato könnte dies nicht so sehr bemerkt haben. Er könnte im Boden versinken. Warum musster er gerade jetzt so verlegen werden? Das war der denkbar schlechteste Zeitpunkt und zudem war es auch noch maßlos unprofessionell von ihm. Ob er Hayato eine Textnachricht schreiben sollte, dass es ihm nicht gut ging und er jetzt gehen würde, damit er sich ganz heimlich einfach hier herausschleichen konnte? Nein, sein Bogen sowie sein Schulzeug lagen noch in Hayatos Auto und er würde es auch nicht so schnell von hier wegschaffen. Die Option bestand also gar nicht erst und innerlich verfluchte der Brünette sich ja durchaus für diese ganze Situation. Es war wohl doch keine gute Idee gewesen, mit dem Älteren Tee trinken zu gehen. Ach wäre er doch direkt nach Hause gefahren! Und warum musste Hayato ihn auch noch unbedingt als niedlich betiteln? Das machte es nun wirklich nicht besser.
      Am liebsten hätte er sich hier wirklich gerne verschanzt, aber irgendwann musste er ja wieder herauskommen und der Blauhaarige wunderte sich sicher schon, weshalb der Jüngere so lange brauchte. Also kühlte Jun sein Gesicht noch einmal weitestgehend herunter, sodass er nicht mehr ganz so sehr einer Tomate glich und verließ schließlich die Toilettenräume um zögerlich in den Raum zurückzukehren, wo er mit Hayato zuvor seinen Tee genossen hatte. Ohne den Älteren direkt ansehen zu können, verneigte er sich leicht und setzte sich langsam wieder hin, eine Entschuldigung nebenher stammelnd, dass er so lange weg gewesen war. Nach alldem könnte er dem Blauhaarigen nun noch weniger ins Gesicht blicken, ansonsten würde er vermutlich vor Scham noch in Ohnmacht fallen. "Ich denke... ich sollte mich langsam auf den Heimweg machen."
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    • ___ Hayato ___

      Auch wenn Jun gerade einfach verboten niedlich war und sich Hayato den Anblick des Brünetten auf ewig ins Gedächtnis brennen wollte, hatte er es wohl übertrieben. Sie sind ein ordentliches Stück vorangekommen, haben sich angenähert und mit diesem Moment drohte all das wieder zu zerbrechen. Zulassen durfte Hayato das nun wirklich nicht! Wenn er an ihren ersten Moment auf der Hinfahrt dachte, wie sie sich eisern angeschwiegen hatte, grauste es ihn allein schon davor daran zu denken. Als Jun also zurückkam, Distanz suchte und nach Hause wollte, bekam der Blauhaarige schlagartig ein schlechtes Gewissen. Man mochte es kaum glauben aber der harte Geschäftsmann war im privaten eigentlich eine ziemlich zuvorkommende Seele. Nun das er sich nahm, was er wollte, konnte er nicht ganz abstellen aber er ging im privaten Leben deutlich taktvoller an die Sache heran. "Es tut mir leid Jun, ich habe es übertrieben, nicht wahr?" entschuldigte sich der Blauhaarige sanft. "Es war ein wundervoller Nachmittag und ich hoffe das es nicht der letzte war", entgegnete er ihm und winkte dann die freundliche Bedienung in ihrem atemberaubenden nachtblauen Kimono heran, die hinter der Tür wartete, um ihre beider Rechnung zu bezahlen. "Na komm, ich fahre dich nach Hause Jun." lächelte er ihn verständnisvoll an. Zusammen mit dem Brünetten verließ er also sein liebstes Tee-Establishment und kehrte mit dem jungen Bogenschützen zu seinem Wagen zurück.


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    • Jun
      Nachdem er sich überwunden hatte in den Raum zurückzukehren, wo Hayato nur auf ihn wartete, entschuldigte sich der Jüngere erstmal aufgrund seiner längeren Abwesenheit und bat dann darum sich langsam auf den Heimweg zu machen. Er mied es dabei eher den Blickkontakt mit Hayato aufrechtzuerhalten, da er sich recht sicher war, dass dies nur in einem neuen Anfall großer Verlegenheit enden würde. Als sich der Ältere dann aber doch bei dem Jüngeren entschuldigte es übertrieben zu haben, schlich sich ein kleines Lächeln auf die Lippen des Brünetten, der es immer noch nicht schaffte ihm direkt in die Augen zu sehen. Er sollte daheim die Bedeutung hinter alldem mal ein bisschen überdenken. "Ich möchte mich bedanken. Ich hatte tatsächlich auch Spaß... und möchte mich noch einmal für mein abweisendes Verhalten zuvor entschuldigen.", versuchte es Jun also und nachdem sie bezahlt hatten, machten sie sich wieder auf den Weg zum Auto, in welchem sich immernoch die Sachen von Jun befanden. Auf das Angebot ihn heimzufahren, nickte der Jüngere leicht lächelnd und stieg wieder auf der Beifahrerseite ein. "Vielen Dank. Es reicht, wenn sie mich aber zwei Querstraßen entfernt absetzen. Diese Nachbarschaft ist sehr konservativ und ich möchte ungerne Fragen beantworten müssen... wenn sie verstehen, was ich meine." Natürlich waren sie weit davon entfernt soetwas wie ein Paar zu sein und Jun müsste nicht mal lügen, würde er plausibel ihre Beziehung zueinander erklären müssen, aber er machte sich mehr Sorgen um jene Nachbarn die eben nicht nachfragten und lieber ihre eigenen Schlüsse zogen und diese dann als Tatsachen am besten noch überall verbreiteten. In seiner Nachbarschaft lebten einige alte Leute... wahrscheinlich hatten diese den ganzen Tag nichts anderes zu tun, als Leute auszuspionieren und herumzutratschen. Zumindest kam es einem oft so vor. Wieder einmal fischte Jun aus seiner Tasche und blickte auf sein Handy. Er biss sich leicht auf die Unterlippe. Sie hatten etwas länger gebraucht als erhofft und nun würde er wohl etwas zu spät Heim kommen. Er konnte sich ja schon mal auf die Predigt seiner Mutter einstellen.
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    • ___ Hayato ___

      Das Jun Spaß hatte erfreute Hayato ungemein. Es erstaunte ihn wie sehr es ihn tatsächlich freute. Irgendetwas hatte der Brünette an sich von dem Hayato nicht die Finger lassen konnte. Er hatte diesen Nachmittag trotz ihrer beider Startschwierigkeiten wirklich genossen und er nahm sich vor den Jüngeren eindeutig noch öfter zu entführen. Oh Gott das dürfte er wirklich niemals Daiki erzählen, er würde nicht mehr aufhören zu grinsen! Das würde sich der Blauhaarige dann sein Leben lang anhören müssen. Wobei das hier gerade extrem unschuldig war und kein Erzählungsbedarf herrschte. "Danke Jun, das freut mich wirklich und entschuldige dich nicht. Ich hoffe du hast dich darauf gefasst gemacht, dass ich dich nun häufiger nach einem kleinen Treffen fragen werde." schmunzelte Hayato sanft um sich erst einmal vorsichtig heranzutasten. Zusammen mit Jun war er dann wieder in seinen Wagen gestiegen und war erleichtert, dass Jun sein Angebot angenommen hatte. Natürlich konnte er die Bitte mehr als nur nachvollziehen. Er wusste genau wie solche Leute sein konnten, er hatte schließlich so einen konservativen Alten in seiner eigenen Familie. "Natürlich, das verstehe ich. Sag mir bitte einfach sobald ich Halten soll", antwortete ihm Hayato dann und setzte sich in Bewegung. "Sollte es Zuhause Ärger geben, gib ruhig mir die Schuld und flunkere etwas. Wenn du wegen dem Bogenschießen zu spät kommst, wird deine Mutter wohl kaum allzu verärgert sein. Sollte sie dir nicht glauben, kann sie mich gern anrufen." versuchte Hayato Jun ein wenig zu beruhigen, der unruhig auf sein Handy starrte, als sie beide an einer Ampel halten mussten und Hayatos Blick auf ihn fiel. Als die Ampel umschaltete, konnten sie sich wieder in Bewegung setzen und Hayato folgte den Anweisungen von Jun wie er am besten fahren sollte. Der Abschied kam für Hayato leider ein wenig zu schnell, als er am Straßenrand den Blinker setzte und anhielt.


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    • Jun
      "Nach einem Treffen?", murmelte der Jüngere etwas unsicher, unschlüssig wie er diese Worte auffassen sollte. Im ersten Moment klang es natürlich so, als wollte Hayato sich mit Jun öfter privat treffen, um vielleicht wieder mit ihm Tee zu trinken und viel zu reden, aber Jun konnte sich auch täuschen und womöglich gäbe es geschäftlicher Natur einfach auch unfassbar viel zu besprechen, was sie immer wieder in kleinen Treffen klären könnten. Er war sich nicht ganz sicher, wie er die Frage danach stellen sollte, ohne dass es klang, als würde er sich irgendwelche falschen Hoffnungen oder ähnliches machen. Hoffnungen... von wegen. "Sie meinen bezüglich des Vereins, oder?", probierte Jun es also weitestgehend taktvoll und suchte parallel nach der schnellsten Route zu seiner Adresse, um eine Ausrede zu haben, weshalb er den Älteren nicht direkt ansah. Hoffentlich war er nicht mehr rot, wenn er Heim kam. Das könnte schwer zu erklären sein und er war so ganz und gar kein guter Lügner. Ganz im Gegenteil.
      Sie fuhren eine ganze Weile, ehe sie etwa zehn Minuten nach Vereinbarung nahe des Hauses auf Juns Wunsch hielten und dieser seinen Sicherheitsgurt löste. "Danke... für alles und auch die Deckung wegen des Zuspätkommens. Machen sie sich keine Sorgen, ich kann das alleine mit meiner Mutter klären und sie wird sie heute abend nicht mehr telefonisch belästigen. Sollte noch irgendetwas sein, können sie mir gerne jederzeit eine Textnachricht schreiben, wenn ich telefonisch gerade nicht erreichbar bin." Nun blickte er ein letztes Mal doch wieder auf und lächelte dem Mann ihm gegenüber leicht zu, ehe er respektvoll nickte und die Beifahrertür öffnete. Er stieg aus, holte noch seine Taschen und seinen Bogen aus dem Wagen, ehe er zu Hayato vor ging. "Ich wünsche ihnen eine gute Heimfahrt. Fahren sie vorsichtig."
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    • ___ Hayato ___

      Hayato schmunzelte während er die Augen geradeaus gerichtet behielt, um auf den Verkehr zu achten. Er musste Jun nicht ansehen um zu wissen, dass er aufgrund seiner Aussage wohl maßlos überfordert war. Nun glücklicherweise war Hayato ein sehr direkter Mensch und konnte ausdrücken was er meinte. Gott Jun war wirklich süß. "Nicht nur wegen des Vereines. Es wäre schön wie heute auch einfach wieder Tee trinken zu gehen. Natürlich nur wenn du das möchtest und dir meine private Gesellschaft nicht unangenehm ist." erklärte Hayato nun einfach mal direkt, damit es keine falsche Art gab seine Einladung aufzufassen. Bei jemanden wie Jun durfte er nicht doppeldeutig sein, das hatte er spätestens jetzt gelernt. Wie gern er nun sein Gesicht sehen würde, um die rötlichen Wangen zu betrachten. Leider musste er aber seine Konzentration und Blick auf den Verkehr gerichtet behalten - ein Jammer. Da sich Jun wegen ihres kleinen Ausflugs wahrscheinlich auf eine Moralpredigt der Mutter einstellen musste, wollte ihm Hayato helfen und ihn decken. Dies war kein Alibi, sondern war Hayato ja wirklich schuld daran, dass der sonst so brave Jun spät dran war. "Sie kann ruhig anrufen, mach dir keinen Kopf. Solang sie dir deinen hübschen Kopf nicht abreißt, nehme ich das in Kauf. Außerdem bin ich gruselige Anrufe gewohnt." beim letzten Teil lachte er und fuhr dann nach der Anweisung von Jun an die Seite. Lächelnd sah er zu dem Brünetten. "Bis dann Jun, ich hoffe bis bald." er wartete bis Jun außer Sichtweite fahr und setzte dann seine Fahrt fort. Dieses Mal aber Richtung Heimat. Er war länger abwesend gewesen als geplant, aber irgendwie bekam er dieses Grinsen nicht aus dem Gesicht.


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    • Naoya
      Sein Kiefer war angespannt, während er an sein Motorrad angelehnt und die Arme vor der Brust verschränkt sich umblickte. Die Anzahl der Teilnehmer, sowie der Schaulustigen an diesem illegalen nächtlichen Straßenrennen war deutlich größer, als es der Venom erwartet hätte und wüssten sie nicht, dass Virus mit großer Wahrscheinlichkeit an diesem Straßenrennen teilnehmen würde, wäre Naoya nicht einmal hier. Er konnte dem ehrlich gesagt nicht so viel abgewinnen, selbst wenn er wusste, dass einige seiner Venoms, insbesondere Anko und Kenshin, rege Teilnehmer bei diesen Sachen waren. Aber er bevorzugte eh viel mehr das alte Motorrad seines Vaters. Mal abgesehen davon dass er gar kein Geld für irgendwelche schnellen Sportwagen hätte. Er musste das Motorrad ja bereits mit größter Sorgfalt behandeln, da er sich vermutlich nicht einmal eine Reparatur leisten könnte.
      "Du bist sicher, dass jemand von Virus hier erscheinen wird? Und wenn ja? Woran erkennen wir die Person?", begrüßte Seiko den Anführer der Venoms eher indirekt, während er sich neben ihm positionierte, die Arme ebenfalls vor der Brust verschränkt und sie beide in die typischen Lederjacken der Venoms gekleidet. "Arroganz.", murmelte Naoya, seinen Blick immernoch umherschweifend, während er Anko entdeckte, wie dieser mit Kenshin sprach und die beiden sich vermutlich über ihre Sportwagen und deren Tunings austauschten. Dennoch behielten auch diese beiden die Umgebung im Blick, schließlich war das oberste Priorität für diese Nacht. Naoya war es scheißegal wer dieses Rennen gewann oder verlor. Er wollte verdammt nochmal einen Namen, Gesichter zu Virus...
      Ein wenig verwundert hob Seiko seine rechte Augenbraue und wartete wohl auf eine weiterführende Erklärung des Anführers, der mittlerweile ein wenig an seinen fingerlosen Handschuhen herumspielte. "Virus hat bisher große Arroganz gezeigt. Ich bezweifle, dass sie sich jetzt plötzlich zurückziehen. Sie sind stolz, auf das was sie machen und sie scheinen kein Interesse daran zu haben, sich zu verstecken." Vage nickte Seiko und blickte für einen kurzen Moment zu seinem Zwillingsbruder, ehe er die restlichen Teilnehmer analysierte. Alle waren allerdings auch noch nicht da. "Ich habe bereits ein paar der Leute von Velvet gesehen, aber nicht ihren Anführer. Meinst du er kommt nicht? Ich dachte wir hätten eine Abmachung." Naoya schnaubte verächtlich und schüttelte dann den Kopf. "Glaub mir, Haruka wird kommen. Der lässt sich solch ein Rennen ganz sicher nicht entgehen."
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    • ___ Haru ___

      Unruhig lief das junge Mitglied der Velvets Akashi in ihrem Quartier auf und ab. "Keisuke wo zur Hölle steckt unser Boss? Er wollte mich heute mitnehmen und jetzt ist er unpünktlich!" fluchte der Blondschopf. Es war nicht so das sich Akashi sonderlich für Straßenrennen interessierte, auch wenn er gehört hat das Haru zu den besten Fahrern gehört und die Gang deshalb einen verdammt guten Ruf in dieser Szene hatten, es war nämlich viel mehr auch bekannt das Informanten an solchen Orten ihr Unwesen trieben und die Chance stand verdammt gut das er Hawks treffen könnte! Und jetzt war ihr Boss nicht da! "Der flirtet, das dauert etwas.", antwortete Keisuke trocken und steckte sich eine Zigarette an. "Der Kerl und seine Spielzeuge.", seufzte Takuya und fuhr sich durch das brünette Haar. "Flirten?", hakte Akashi nach, woraufhin der jüngere Bruder von Takuya nach draußen deutete. "Sieh nach." Perplex lief der junge Blondschopf also vor ihr Versteck, dem großen Lagerhaus, auf den Parkplatz und entdeckte dort Haruka vor einem wirklich prachtvollen Sportwagen. Er wusste nicht genau was ihn nun mehr erstaunte diese Karre oder sein Boss. Ein Toyota Mahart Supra GR 450 in pechschwarz mit rubinroten Felgen in all seiner Pracht und ein stolzer Haru davor. "450 PS, Dreiliter-Reihensechszylinder.." und irgendwelches anderes Fachchinesisch das Akashi nicht verstand. Gerade als er seinen Boss unterbrechen wollte, legte ihm Keisuke eine Hand auf die Schulter und schüttelte den Kopf. "Du bist eine Schönheit! Mein Baby, du wirst gewinnen nicht wahr? Gegen dich sieht jedes andere Auto aus wie eine Schrottkarre. Mach mich stolz!" funkelte Haru sein ´Baby´an. Keisuke räusperte sich. "Boss, wir kommen zu spät." Haru drehte sich zu seinem Vize um, nickte und deutete auf seinen Wagen. "Steigt ein." Als wäre nie etwas gewesen, nur das ein sehr kreidebleicher Akashi später aus dem Wagen stieg, hatte sich Haru mit Keisuke, Akashi und den beiden Samatoki-Brüdern auf den Weg gemacht. Der heimliche Treffpunkt erschien einen bei der Anzahl von Leuten gar nicht mehr so geheim, aber das offenbar hatte es noch kein Cop spitz bekommen. "Virus soll heute kommen. Die Venoms warten wahrscheinlich schon", kam es von Keisuke der neben ihm auf dem Beifahrersitz saß. Haruka nickte und brachte sein Baby zu den teilnehmenden Wagen, ehe er sich mit den Jungs zum Treffpunkt mit den Venoms begab. "Kommst du mich anfeuern?", grinste Haruka Naoya amüsiert an, als sich die beiden Gangs nun vereint hatten.


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    • Naoya
      Es war kaum zu übersehen, als Haruka tatsächlich besagten Treffort erreichte und mit seinem schicken und sicherlich unfassbar teuren Sportwagen ein ganz nettes Bild abgab. Naoya wusste bereits, dass der Anführer der Velvets nicht nur in Autos vernarrt war, sondern ebenso eine große Leidenschaft für illegale Rennen hegte, weshalb seine Ankunft nun auch bei weitem nicht verwunderlich war. Es hätte Naoya deutlich mehr schockiert, wäre der Kerl nicht aufgetaucht. Dann hätten sie wahrscheinlich einen Suchtrupp aussenden müssen. Sobald eben jener Velvet aus seinem Wagen ausstieg, lief er geradewegs auf Seiko und den Anführer der Venoms zu, die Haruka und dessen Gefolge eher unbeeindruckt musterten. Nao konnte sich nicht einmal ein leichtes Augenrollen verkneifen, bei dessen arroganten Worten, setzte aber kurz darauf ein Grinsen auf und beugte sich zu seinem Erzfeind vor, um ihm etwas ins Ohr zu flüstern, was keinesfalls für die anderen bestimmt war zu hören. "Ich bin ja durchaus beeindruckt, dass du wieder sitzen und stehen kannst. Oder kämpfst du noch immer mit den Schmerzen?" Fast schon selbstzufrieden lehnte der Venom sich wieder zurück, die Arme vor der Brust verschränkt, während er einen fragenden Blick von Seiko erntete, der allerdings nicht weiter nachfragte und sich womöglich so seinen eigenen Teil dabei dachte. Mittlerweile stolzierten auch mehr Velvets hier herum und selbst wenn es heute nicht zu einer richtigen Konfrontation kommen würde, war es durchaus nicht schlecht ein paar mehr Leute auf der eigenen Seite zu wissen. Naoya erkannte durchaus einige Gesichter, die er flüchtig von der gemeinsamen Party kannte und auch die Venoms waren bis auf die minderjährigen Mitglieder wie Yasuo und Akio tatsächlich vollständig und mehr als bereit hier im Zweifelsfall einzugreifen. "Die Startnummer von Virus ist bis jetzt noch nicht besetzt. Die Person scheint also noch nicht hier zu sein. Lassen wir uns überraschen, wer erscheinen wird."
      Langsam glitt sein Blick zu Kenshin, der an seinem Wagen lehnte und ein angeregtes Gespräch mit Minako führte, während Anko nochmal die komplette Funktionstüchtigkeit seines Wagens testete. Naoya betete nur, dass Virus nicht beim Rennen etwas Gefährliches versuchen würde. Sollte seinen Leuten bei diesem Rennen etwas geschehen... er mochte nicht darüber genauer nachdenken, wenn er ehrlich war.
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    • ___ Haru ___

      Haruka hätte nie erwartet, dass er sich einmal mit Naoya vor einem Straßenrennen treffen würde. Mal ehrlich, es wäre wahrscheinlicher gewesen wäre er in einem rosa Tüllkleid hinter dem Steuer gesessen, aber seine Laune war wie immer vor einem Rennen so unsagbar gut, dass ihn selbst die Hackfressen der Venoms nicht auf die Nerven gingen. Sollten sie doch hier sein, dumme Sprüche reißen und die Idioten sein, die sie eben waren. Haruka konnte man vor einem Straßenrennen selten die gute Laune nehmen und das wussten die Velvets alle, weswegen sie mit Gefallen oder ähnlichen gern solche Tage abwarteten. Blöd waren seine Jungs wirklich nicht. Keisuke ganz der anständige Vize, mit deutlichen besseren Manieren als der Boss der Velvets, begrüßte die Gruppe mit einem höflichen Nicken. Er verlor zwar kein Wort, wusste aber was sich gehörte. Er war zwar auch nicht sonderlich begeistert von dieser Kooperation, aber er verstand den Sinn dahinter, also stellte es Keisuke nicht weiter infrage. Zumal der Dunkelhaarige Harukas Anweisungen nie missachtete. Ein wenig erinnerte er da an Haruka als Hiroto noch der Chef war. Im Hintergrund erkannte man nur einen aufgeregten Akashi, der sich fast den Hals verrenkte auf der Suche nach Hawks. Es war so offensichtlich, dass Haru nicht wusste ob er das nun niedlich oder peinlich finden sollte. Als sich aber Naoya zu Haru beugte, war das schnell Vergessen und der Brünette fragte sich ja was der Venom vor hatte, doch damit hatte er nicht gerechnet - wirklich nicht. Es war schwer Haru sprachlos zu machen und es war praktisch unmöglich, dass er verlegen wurde. Jetzt aber starrte er Naoya tatsächlich mit hochrotem Gesicht an. Verfluchte Scheiße! Haruka versuchte schnell wieder die Fassung zu erlangen und versuchte das Geschehene einfach direkt zu ignorieren, indem er sich auf das Gesagte konzentrierte. Gerade als er etwas sagen wollte, trat Takuya zwischen Haruka und Naoya und deutete mit dem Zeigefinger nach vorn. Haru hasste zwar Unterbrechungen, aber dafür war er ehrlich gesagt ziemlich dankbar. Nur schien ihn heute wohl jeder überraschen zu wollen, darunter auch Virus. Wobei sich Haru fragte ob es ihn wirklich überraschen sollte. Mal ehrlich, wenn sie etwas von dieser Gruppe wussten, dann wie aufmerksamkeitsgeil sie waren. "Ich glaube eure Frage beantwortet sich gerade von selbst", meinte er, woraufhin Haruka in die Richtung blickte. Provokant wie sie es von Virus kannten stand dort tatsächlich ein pechschwarzer schimmernder Sportwagen , auf Hochglanz poliert direkt unter einem der Straßenlaternen, dramatisch ausgeleuchtet, mit einem giftgrünen V auf der Motorhaube. Fast als so als wollten sie direkt den Leuten ins Gesicht brüllen wer sie waren, wahrscheinlich bezweckten sie dies auch wirklich damit. "Echte Dramaqueen.", murrte Haru und schnalzte verächtlich mit der Zunge.


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    • Naoya
      Der Anblick eines knallroten Harukas, der keinen Schimmer hatte, was er auf diese explizite Bemerkung erwidern sollte war wirklich befriedigend und zauberte ein selbstsicheres Grinsend auf die Lippen des Venomanführers. Naoya 1 : Haruka 0. Allein dafür hatte sich diese betrunkene Nacht mit dem Anführer der Velvets gelohnt. Nun... nicht dass daran etwas anderes positives wäre. Naoya konnte von Glück reden, dass er sich an all das nicht erinnerte. Mal ehrlich... dass sie beide miteinander schliefenwar schon so sehr weit hergeholt gewesen und würde auch mit absoluter Sicherheit nie wieder passieren. Am besten Naoya trank einfach nie wieder Alkohol in Gegenwart irgendeines Velvets um auch ganz ganz sicher zu gehen. Das Video von jenem Abend war schlimm genug gewesen und Naoya hatte an dem Abend ja wohl nicht nur einen, sondern gleich zwei Velvets abgeknutscht. Keisuke wirkte aber zu höflich und anständig, als dass Naoya den Vize der Velvets damit aufziehen würde. Überraschenderweise kümmerte es den Venom nicht wirklich, dass er Keisuke geküsst hatte, die ganze Geschichte mit Haruka war aber schlichtweg erniedrigend und wenigstens war er in dieser Situation der dominante Part gewesen. Das befriedigte ihn zumindest ein bisschen.
      Doch ihr Thema wechselte schließlich schnell und alle Blicke glitten zu dem Neuankömmling, mit dem schwarzen Auto, auf dessen Motorhaube ein grünes V prangte. Das war besagte Startnummer von Virus und ehrlich gesagt war Naoya ziemlich baff, als einen Moment später die Fahrerin des Wagens in einem hautengen Renndress ausstieg, sich an ihren Wagen lehnte und süffisant grinsend ihre Sonnenbrille aufsetzte. "Scheiße... sie mag eiskalt sein, aber optisch ist sie unfassbar heiß...", murmelte Naoya beinahe viel mehr zu sich selbst, schüttelte aber dann vage den Kopf, da es schließlich egal war, ob sie das schönste Geschöpf auf Erden war oder nicht. So oder so war Virus ist Staatsfeind Nummer eins und der Venomanführer würde sicher nicht so leicht vergessen, was Virus getan hat. Sie würden definitiv bezahlen.
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