❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

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    • ___ Hayato ___

      Es war natürlich mehr als nur offensichtlich, dass Jun alles andere als begeistert von der Aktion des jungen Geschäftsmannes war. Das er sich aber ein höfliches Lächeln und eine gewählte Ausdrucksweise bewahrte, sprach für ihn und imponierte Hayato gleichermaßen. Er würde den Jungen tatsächlich gerne mal nicht so gefasst erleben, aber das lag wohl an der Erziehung des Jungen. Hayato hatte gelernt seine Mitmenschen zu lesen, unter anderem gerade wegen seiner Arbeit. Es war wichtig zu wissen was die Geschäftspartner dachten, bevor sie es überhaupt wussten. Man achtete auf jegliche Kleinigkeiten, die Haltung, die Art der Klamotten, die Bewegung der Finger, der genaue Blicke der Augen. Selbst die Farbe des Make-ups bei Frauen spielte eine Rolle im Verhalten derjenigen Person. Es war eine Art Berufskrankheit die Hayato nicht einfach so abstellen konnte. Darum war es auch nicht verwunderlich, dass er zwischen den Zeilen las, als ihm Jun knapp erzählte wie er zum Sport kam. Es war offensichtlich das Jun ein Mensch war, der nicht zu viel von sich selbst Preis geben wollte und offenbar auch nur sprach, wenn es denn unbedingt nötig war. Immer gefasst, verantwortungsbewusst und gesittet. Sicherlich hatte ihn seine Mutter von klein auf gedrillt, so das Jun nichts anderes kannte und vielleicht auch gar nicht mehr wusste, ob er überhaupt Spaß an all dem hatte. Hayato wäre es wohl ähnlich ergangen, hätte er auf seinen Großvater gehört. "Verstehe." war alles, was Hayato auf die Erzählung von Jun geäußert hatte, ehe sie mehr oder weniger schweigend zu dem Sportgeschäft fuhren. In solchen Momenten wünschte sich Hayato wirklich Daiki oder seinen besten Freund an seiner Seite, diese konnten selbst einen Stein bequatschen und unterhalten. Die Stille zwischen ihnen war gerade mehr als nur unangenehm. Hayato war also heilfroh, als sie endlich die große Lagerhalle erreicht hatten, denn von der Größe kam dieses Sportgeschäft diesem am nächsten. Der junge Mann war wirklich beeindruckter als er erwartet hatte. Es gab gefühlt nichts was es nicht gab und so trottete er Jun, welcher zielstrebig genau wusste, wohin er wollte, hinterher. Vorbei an einer Teststation zur nächsten.
      Als sie beim Abteil für das Bogenschießen ankamen, war Hayato erstaunt welche Farben und Formen es alles für Bögen gab und der Reaktion der Verkäuferin zu urteilen, war Jun eindeutig Stammgast. Als sie freundliche Verkäuferin fragte, was denn der genaue Grund für ihren Besuch sei, schenkte ihr Hayato sein schönstes Geschäftslächeln und stellte sich nun höflich vor. "Man Name ist Hayato Sakurai ich bin der Sponsor des Vereins von Jun. Wir sind auf der Suche nach neuer und hochwertiger Ausrüstung für den Verein", erklärte er souverän. Sein Blick wanderte auf Jun. "Du bist in diesem Metier deutlich mehr bewandert als ich. Ich habe deine Liste zwar bearbeitet, möchte aber das du die Produkte mit geschultem Auge noch einmal unter die Lupe nimmst. Wir werden dann die Bestellung aufgeben."


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    • Jun
      Die Fahrt war sehr ruhig... man könnte beinahe meinen, sie war unangenehm ruhig, doch das kümmerte Jun normalerweise nicht unbedingt. Er war niemand, der gerne Smalltalk führte und je weniger er reden musste, desto besser. Mal ehrlich... wenn die Besorgungen erledigt waren und der Club neues Equipment hatte, würde Jun wohl wirklich vorschlagen, dass Hayato von nun an den Rest mit Ayaka klärte. Die beiden standen einander schließlich klar und Ayaka war schon seit etwas mehr als einem Jahr in diesem Club und hatte schon vorher Kyudo gelernt. Er wusste also ebenfalls alles wichtige und dann musste sich Jun nicht so fühlen, als würde er gerade gleichermaßen die Zeit ihres Sponsors und seine eigene Zeit maßlos vergeuden. Der Geschäftsmann schien schließlich immerzu ordentlich Arbeit zu haben.
      Sie erreichten das Sportgeschäft und bahnten sich einen Weg in die richtige Abteilung, wo Jun schnell auch schon auf ein bekanntes Gesicht traf. Sofort schlich sich ein ehrlich freudiges Lächeln auf seine Lippen, als er von der Mitarbeiterin wie immer begrüßt wurde, kam aber kaum dazu, sie selbst zu begrüßen, da der Blauhaarige Geschäftsmann in dem Anzug das Wort ergriff und fast schon formell erklärte wer er war und was sie hier machten. Amüsiert blickte die junge Frau zu dem Mann auf und musterte ihn kurz und blickte schließlich wieder zu Jun, ehe sie begann leise zu lachen. "Schon gut. Ich verstehe, dass du heute nicht zum Spaß hier bist. Ich lege dir den Bogen zurück, dann kannst du ihn die Tage mal ausprobieren. Er dürfte dir gefallen, er ähnelt deinem Standardmodell sehr, ist aber ein wenig leichter und lässt sich besser balancieren.", beendete die junge Frau die Thematik zügig, während sie den Bogen wieder wegpackte und Jun ihr dabei fast schon ein wenig sehnsüchtig zusah. Er hatte wirklich große Lust diesen mal zu testen. Es würde sicher ein wenig dauern, bis er sich einen neuen Bogen leisten könnte, aber es war nie schlecht ein Ziel zu haben, auf das man sparen könnte.
      "Freut mich sie kennenzulernen. Wie kann ich euch helfen? Beziehungsweise was genau braucht ihr denn alles?", versuchte die Mitarbeiterin es dann doch ein wenig formeller und blickte schließlich zum Jüngeren, da sie vermutete, dass der Sponsor hinter Jun wenig Ahnung davon hatte. Zugegebenermaßen war sie auch überrascht, dass ein Sponsor tatsächlich für den Einkauf mitgekommen war. Die meisten Vereine kauften die Geräte alleine und gaben dann einfach die Rechnung an ihren Sponsor weiter.
      "Wir brauchen sechs Compoundbögen und Recurvebögen, zwei Hybridbögen, eine größere Auswahl an Pfeilen und etwa zehn Hakamas in kleineren Größen. In letzter Zeit sind uns einige Mädchen beigetreten." Jun zückte aus seiner Tasche eben jene Liste, welche er mit Preisen auch bereits Hayato geschickt hatte und reichte sie schließlich der jungen Frau, welche diese aufmerksam durchging. "In Ordnung. Ich gehe mal eben ins Lager und reserviere die Bögen für die Lieferung. Ich vermute mal dass alles wie immer an die Schule geliefert werden soll?", erkundigte sie sich und bekam ein kleines Nicken als Antwort. "In Ordnung. Teste du derweil die Pfeile und sag mir dann von welchen du wieviele haben möchtest. Bis gleich." Damit verabschiedete sich die Dunkelhaarige kurz und ließ die beiden in der Abteilung alleine. Jun selbst schnappte sich aus der Auslage etwa ein Dutzend verschiedener Pfeile, legte sie einen bereitgestellten Köcher und deutete Hayato dann an ihm zu folgen. Keine zehn Meter entfernt erreichten sie eine kleine Trainingsfläche mit Zielen, welche in verschiedenen Entfernungen aufgebaut waren. Jun zog seine Schuhe sorgfältig aus und betrat dann den mit Bambusmatten bedeckten Platz und griff sich einen der fünf Testbögen, die hier immer zum testen der Pfeile herumstanden. "Wenn sie möchsten können sie sich auch noch ein wenig umsehen oder sie setzen sich hier. Das wird nun leider eine kleine Weile dauern.", erklärte Jun seinem Sponsor und deutete dabei einerseits auf die Sessel die neben dem Übungsplatz standen von denen die Übungen gut beobachtet werden konnten. Damit lenkte Jun seine komplette Konzentration auf sein Ziel und blendete um sich herum alles aus. Präzise und genau platzierte er jeden einen Pfeil mit einem Schuss in den Mitten der Zielscheiben, wobei er sich gedanklich Notizen über jeden Pfeil machte, wie diese von der Handhabung her waren und welche sich für den Club am besten anboten.
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    • ___ Hayato ___

      Offenbar war die Verkäuferin ziemlich erstaunt darüber, dass Hayato ehrliches Interesse zeigte und auch all dies kennenlernen wollte, was er unterstützte. Das war eine Angewohnheit seinerseits. Es war ihm natürlich bekannt, dass die meisten Sponsoren einfach nur zahlten und den Leuten mehr oder weniger freie Hand ließen, aber Hayato war es wichtig wann immer er Zeit erübrigen konnte, nah am Kunden bzw. am Partner zu sein. Es hatte etwas Psychologisches an sich, denn so lernte Hayato die Personen auf anderen Ebenen kennen und konnte sich ein Bild von ihnen machen. Das erspart einiges an Ärger in der Zukunft, einfach weil man durch Kontakt die Personen ein wenig besser einzuschätzen lernt. Natürlich funktioniert das nicht immer, aber Hayato war noch nie ein Mensch der Dinge unterstützte, ohne sich davor ausreichend zu informieren. Es schien ihm respektlos, würde er den Tätigkeiten, welche andere so leidenschaftlich nachgingen, nur von der Ferne beobachten und kein Interesse zeigen. Er verstand zwar nicht viel vom Bogenschießen, war aber gewillt sich zu informieren. Natürlich nahm solch ein Denken viel Zeit in Anspruch, was seine mangelnde Freizeit erklärte. Irgendwann würde er bei all dem Stress wahrscheinlich umkippen, nicht das er so etwas nicht auch schon hinter sich hätte. Er erinnerte sich heute noch an die Moralpredigt von Daiki und ihm klingelten sobald er daran dachte die Ohren.
      Ganz wie es Hayato erwartet hatte, war Jun vollkommen in seinem Element und listete alles auf was sie benötigten, während er diese noch genauer erörterte. Dabei entging dem attraktiven Geschäftsmann nicht der Blick, den Jun dem neuen Bogen schenkte und wie er diesem fast schon traurig nachsah. "Du kannst ihn gerne testen, wenn er dir gefällt setzen wir ihn auf die Liste", erklärte Hayato und folgte Jun dann zum Übungsplatz, wo er die Pfeile genauer unter die Lupe nehmen wollte. "Lass dich von mir nicht stören und nimm dir alle Zeit die du brauchst", antwortete Jun geduldig und nahm auf dem Sessel Platz. Glücklicherweise hatte Hayato was seine Geschäfte anging eine überraschende Geduld. Im Privaten war das wieder ein anderes Thema.


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    • Jun
      Er spürte, wie sich sein Gesicht etwas anspannte, als Hayato anbot den neuen Bogen ebenfalls mit zu kaufen, versuchte aber das nicht nach außen zu zeigen und schenkte dem Größeren stattdessen ein leichtes nicht ganz echtes Lächeln. Manieren und Pflichtgefühl waren bei seiner Erziehung an allererster Stelle gewesen, weshalb er versuchte dieses Unwohlsein über den Vorschlag zumindest nicht ganz so sehr zum Ausdruck zu bringen. "Ich danke Ihnen für den Vorschlag, aber Sie sind der Sponsor des Vereins und nicht mein persönlicher Sponsor. Wenn ich den Bogen also getestet und für gut befunden habe, werde ich ihn mir selbst kaufen.", versuchte Jun es so knapp wie möglich klar zu stellen, ehe er auch schon auf die Übungsfläche verschwand und dort höchst konzentriert die Pfeile testete. Vielleicht eine halbe Stunde war vergangen, als die Mitarbeiterin sie wieder aufsuchte und Jun ihr mitteilte, welche Pfeile sie in welchen Mengen ebenfalls benötigten. Mit einem Tablet in der Hand wählte besagte Dunkelhaarige diese ebenso für die Bestellung aus und fügte einiges an extra Equipment hinzu, welches der Club ebenso benötigen würde, gab ihnen noch einen ordentlichen Rabatt und hielt schließlich das Tablet Hayato hin, wo dieser noch einmal überprüfen konnte, wie der Preis schlussendlich war und was sie alles nun bestellen würden. "Möchten Sie sofort bezahlen oder per Rechnung?", erkundigte sie sich lächelnd bei dem Größeren, während Jun selbst seine Schuhe wieder anzog, die Pfeile zurück in die Auslage brachte und den Testbogen zurückstellte. Kurz glitt sein Blick ein weiteres Mal zu dem Karton in dem sich der nagelneue Sportbogen verpackt befand, doch ein Blick auf die Uhr bestätigte Jun nur, dass er heute keine Zeit mehr haben würde diesen zu testen. Es war eigentlich wirklich eine Schande. Aber gut... am Wochenende würde er sicher ein wenig Zeit finden um erneut hier vorbeizuschauen und das gute Stück zu testen. Wenn es wirklich so gut war, wie ihm bereits versprochen wurde wäre ihm der Preis sogar egal. Er gab in der Regel sein Geld ja ohnehin eher sparsam aus.
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    • ___ Hayato ____

      Man sah Hayato mehr als nur deutlich an, dass er sehr wohl erkennen konnte, dass dies kein echtes Lächeln war. Der junge Geschäftsmann machte auch kein Geheimnis daraus, sein Blick sprach Bände. Da war jemand von Zuhause ordentlich gedrillt worden, kam ihm bekannt vor. "Du bist ebenfalls Teil des Vereins, oder etwa nicht? Wenn ich den besten Bogenschützen fördere, fördere ich damit den Erfolg der Gruppe, aber wenn dir das egal ist. Nun wie du möchtest." Damit war für ihn das Thema erledigt. Er würde diesen Bogen nicht mehr erwähnen, außer Jun sagte ihm deutlich er wollte diesen haben. Er hoffte ja, dass der Junge etwas direkter wurde, aber dafür war Hayato nicht zuständig. Der aktuell Blauhaarige ließ es also gut sein und folgte dem Jungen nun zum Übungsgelände. Es war faszinierend Jun zu beobachten. Die Körperhaltung war anmutig und seine Gesichtszüge angespannt und doch wieder nicht. Der Blick fokussiert. Mit so einem Ausdruck würde er sicherlich einige Mädchen aus ihren Klamotten kriegen. Der Junge ist attraktiv. Wäre er nicht so introvertiert, würden ihm Scharren nachlaufen, sowohl Männchen als auch Weibchen. Die Mitarbeiterin war ziemlich leidenschaftlich was ihre Arbeit anging oder aber sie hatte einen Narren an Jun gefressen, dahinter war Hayato noch nicht ganz gestiegen, aber das war ja auch nicht so wichtig. In wirklich kurzer Zeit, kaum waren sie mit dem Testen fertig, hatte sie schon alles zusammen gestellt und auch eine Rechnung aufgesetzt. Für die meisten eine ziemliche Summe. "Ich zahle sofort mit Karte, bitte", antwortete er der Verkäuferin höflich und war gemeinsam mit Jun zur Kasse gelaufen, damit die gute Frau auch alles verrechnen konnte bzw. damit sie ihre Einnahme auch bekam. Hayato zückte seine schwarze American Express und bezahlte. Nachdem alles geklärt war, wanderte sein Blick zu Jun. "Möchtest du noch einen Kaffee trinken gehen oder hast du es eilig?"


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    • Jun
      Forschend musterte Jun den Blauhaarigen leicht, legte den Kopf ein wenig schief, schüttelte aber schließlich leicht den Kopf. War die Situation zwischen ihnen gerade ein wenig angespannt? Er war sich unsicher. Schließlich waren solche Interaktionen für ihn nicht unbedingt alltäglich und im Regelfall war er eigentlich eine grund ehrliche Person. "Dies ist mein letztes Jahr... der Club sollte Sponsorings bekommen, von denen auch zukünftige Mitglieder profitieren können. Zumal mein Können nicht von einem speziellen Bogen abhängig ist und ich ihn bei Wettbewerben ohnehin nicht benutzen dürfte." Er war sich nicht wirklich sicher, ob das gerade unfassbar arrogant klang und tatsächlich überlegte er für einen Moment seine Wortwahl zu überdenken und sich zu korrigieren, doch er wusste nicht wie er es anders ausdrücken könnte und beließ es schließlich dabei. Sollte er den Mann nun damit verärgern oder auf Unmut stoßen, hatte ihr Club gleich einen Sponsor weniger... was überaus ungünstig war, wenn es insgesamt nur einen Sponsor gab.
      Nach einer halben Stunde des Testens der Pfeile hatte sich schließlich die Mitarbeiterin wieder zu ihnen gesellt und die Bestellung soweit fertig gemacht, sodass Hayato tatsächlich nur noch bezahlen musste. Nach einer kurzen Abklärung der Zahlmethode gingen sie an die Kasse um den Vorgang abzuschließen und bald darauf hielten sie auch schon die Rechnung mit allen nötigen Informationen zur Lieferung in der Hand. Höflich und freundlich bedankte sich Jun sowohl bei besagter Dame, als auch bei dem Älteren, ehe Jun sich von der Dunkelhaarigen verabschiedete und schlussendlich das riesige Sportgeschäft verließ auf dem Weg zum Parkplatz. Schweigend lief der Jüngere langsam neben Hayato her, ehe dieser erneut seine Stimmte erhob. Jun hielt inne. Der lud ihn auf einen Kaffee ein. Das war... ungewohnt und es fiel dem Jüngeren mehr als nur schwer die Beweggründe dahinter zu verstehen. Dies war ein geschäftliches Anliegen, oder etwa nicht? "Ich muss mich leider entschuldigen, aber ich denke nicht, dass ich heute noch mehr Zeit so spontan habe. Ich hoffe wirklich sie nehmen das nicht persönlich.", versuchte er es taktvoll.
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    • ___ Hayato ___

      Es war wahrscheinlich der merkwürdigste Einkauf den Hayato jemals getätigt hatte. Er hatte geglaubt das nichts merkwürdiger sein konnte als sein Cousin in einem komischen rosa Flauschpullover, der durch die Mall rannte, weil er unbedingt so einen merkwürdigen Ballon haben wollte, aber er hatte sich getäuscht. Zu Daikis Verteidigung waren sie beide da noch extrem jung gewesen, hach schöne Zeiten. Jun war ehrlich gesagt sehr schwierig. Hayato war konservative Personen in seinem Geschäftsleben gewohnt und er konnte auch solche Menschen genauso einfach lesen wie extrovertierte Charaktere, aber Hayato tat sich schwer ein Gespräch mit dem Dunkelhaarigen zu führen, ohne das Gefühl nicht loszuwerden, dass ihn dieser absolut nicht leiden konnte. Sie hatten gezahlt und Jun sich auch höflich bedankt, aber es war nach wie vor einfach ....angespannt. Das Gespräch vorhin hatte es nicht besser gemacht und um das Eis zu brechen hatte Hayato versucht ihn auf einen Kaffee einzuladen. Wie zu erwarten war, hatte Jun abgesagt, aber direkt wie es nun einmal der junge Geschäftsmann war, ließ er das nicht so einfach stehen. "Ich bin nicht verärgert, auch wenn es schade ist. Allerdings werde ich das Gefühl nicht los, dass dieser Einkauf für dich eine Qual war. Habe ich dich irgendwie verärgert oder verletzt?", fragte ihn Hayato nun und erkundigte sich eben auf den frontalen Weg. Der Blauhaarige war ohnehin schon immer ein Mensch der Dinge direkt klärte und sofort aus der Welt schaffen wollte. Seien es Probleme oder Menschen, wobei das bei Menschen natürlich nicht so einfach war, falls man nicht gerade eine kriminelle Ader hatte. Diese hatte er nicht, auch wenn er sich dies gelegentlich manchmal wünschte. Zusammen mit Jun wollte er aber wenigstens in das Auto zuvor einsteigen, um diese Unterhaltung nicht gerade in der Öffentlichkeit auf einem Parkplatz zu führen.


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    • Jun
      Zwar erfolgreich aber mit einem dennoch etwas unbehaglichen Gefühl verließ Jun zusammen mit Hayato das Geschäft und machte sich über den Parkplatz hinweg auf den Weg zu dem teuren Wagen des Älteren. Die Stimmung war... seltsam und offenbar ging es Jun damit nicht alleine so, denn nachdem er das Angebot des Blauhaarigen höflich abgelehnt hatte, fragte dieser förmlich gerade heraus, ob er den Jüngeren verletzt oder verärgert hatte. Verwirrung spiegelte sich in dem Blick des Brünetten wider und das erste Mal schien er nicht unbedingt gefasst sondern viel mehr unsicher. Als würde er fieberhaft überlegen, was er getan hatte, dass der Ältere diese Schlüsse zog. Vorsichtig stiegJun wieder auf der Beifahrerseite in den Wagen, ehe sein Blick zu dem Mann neben ihm glitt und der Schüler legte beinahe fragend den Kopf schief. "Verärgert? Verletzt? Nein... also... so würde ich das nicht ausdrücken. Tut mir Leid, wenn Sie mein Verhalten falsch gedeutet haben.", räusperte er sich leise. Es war eine mehr als ungewohnte Situation für ihn diese Art von Gespräch zu führen und das auch noch mit einer gewissen Autoritätsperson, der er mehr oder weniger unterstand. Zugegeben sprachen ihn die meisten Menschen aber auch schlichtweg nicht so direkt auf solche Sachen an, sondern dachten sich einfach im Stillen ihren Teil dazu. "Nun ehrlich gesagt... vielleicht trifft es das Wort unbehaglich ein wenig besser...", fügte er schließlich leiser hinzu, entschied sich aber weiter zu reden, da der Andere dies wohl womöglich falsch verstehen könnte. Erneut. "Es ist nicht böse gemeint, sie haben mich wohl schlichtweg von meiner schlechten Seite kennengelernt. Ich bin... gelinde gesagt ein ziemlicher Kontrollfreak und kann mit Spontanität so gar nicht umgehen. Ich plane meine Tage sehr intensiv durch und strauchle, wenn sich plötzlich etwas ändert. Zudem reagiere ich ein wenig empfindlich auf Dinge wie private Sponsorings, die nicht für den gesamten Club sondern nur für mich gelten... der genaue Grund dahinter ist nicht wichtig, aber ich nehme grundsätzlich keine Sponsorings in meine Person an."
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    • ___ Hayato ___

      In den Augen des jungen Geschäftsführers war es richtig und vor allem wichtig Dinge anzusprechen. Es brachte nichts Themen die einen beschäftigten tot zu schweigen, wenn man es mit einem klärenden Gespräch aus der Welt schaffen konnte, so zumindest die Sicht von Hayato. Er war sowie kein Mensch der Dinge schnell persönlich nahm oder gleich beleidigt reagierte, wenn man mal nicht seiner Meinung war. Dies stachelte ihn viel mehr an, die andere Person von seiner Meinung zu überzeugen. Hayato war in Charisma und Charme förmlich getränkt worden. Dies war keine Fassade, sondern zählte zu seinem echten Charakter. Die einzige Fassade, die er tatsächlich aufrechterhalten musste waren Höflichkeit und Geduld, denn es gab genug Menschen welche diese Eigenschaften nicht verdient hatten. Das war aber ein anderes Thema und gehörte nicht hier her. Jetzt im Augenblick schien es wichtiger dieses Unbehagen zwischen Jun und ihm aus der Welt zu schaffen. Der Brünette schien solch eine Direktheit offenbar nicht gewohnt zu sein, denn er war überrascht als der Blauhaarige ihn darauf ansprach, aber es gab ihm auch die Möglichkeit zu erklären und Hayato hörte ihm aufmerksam zu. "Du brauchst dich nicht zu entschuldigen. Ich bin nur jemand der Ungereimtheiten aus der Welt schafft, es bringt nichts Dinge tot zu schweigen, wenn man merkt, das etwas nicht stimmt und es erschien mir richtig, dich zu fragen", erklärte Hayato ruhig. Das Jun ein Kontrollfreak war und mit dieser direkten und spontanen Art von Hayato nicht umgehen konnte, hatte er gemerkt aber das war etwas, was er nun nicht ansprechen wollte. Menschen mochten es für gewöhnlich nicht, wenn man sie analysierte, selbst wenn dies bei Hayato eher automatisch und unterbewusst geschah. Man konnte es eine Berufskrankheit nennen. "Ich hatte nicht vor dich privat zu sponsern, sondern wollte dir eigentlich nur eine Freude machen. Es tut mir leid, sollte dich das verletzt oder missmutig gestimmt haben. Was das andere Thema angeht..." Hayato lächelte ihn sanft an. "Manchmal tut ein wenig zu leben ganz gut. Ich bin selbst ziemlich organisiert und meine Zeitplanung könnte nicht abgestimmter sein, aber wenn ich mir für etwas anderes die Zeit nehmen möchte, dann tue ich es auch. So halte ich meine Psyche im Gleichgewicht." einen Moment sah er den Jungen vor sich einfach nur sanft an, ehe er fort fuhr. "Gibst du mir die Chance, dass du mich einfach kennenlernst? Auch wenn ich nicht in deinen Zeitplan passe?"


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    • Jun
      Ein klein wenig unruhig rutschte Jun auf seinem Sitz herum. Natürlich war es ungewohnt, dass jemand ihn tatsächlich geradeheraus direkt auf soetwas ansprach und einmal mehr hatte der Brünette das Gefühl für soetwas wichtiges wie ein Ansprechpartner für einen Sponsor des Clubs der Falsche zu sein. Nichtsdestotrotz war Aufgeben jetzt ganz und gar keine Option und noch weniger würde er diese Chance ruinieren, weil seine Sozialkompetenzen nicht unbedingt die besten waren. Er wusste wie man höflich war, aber jegliche tiefere Empathien waren für ihn zuweilen etwas kompliziert. Ganz besonders Sarkasmus und Flirtereien. Dahinter stieg er nun wirklich noch nicht.
      Doch er erkannte, dass Hayato ehrlich daran interessiert war jegliche unangenehmen Gefühle zwischen ihnen zu klären, damit ihre Zusammenarbeit ein wenig angenehmer werden würde und Jun wäre dumm, würde er dem nicht entgegen kommen. Das erste Mal schlich sich tatsächlich ein aufrichtig freundliches Lächeln auf seine Lippen und statt sich erneut verbal zu entschuldigen, neigte der den Kopf und atmete dann langsam aus. "Danke... ich habe einfach keine gute Erfahrung mit Sponsoren gemacht, die 'mir eine Freude machen wollten'. Das ist alles. Ich weiß ihren Gedanken wirklich zu schätzen, aber abgesehen davon ist einem solch eine Sache doch ohnehin viel mehr wert, wenn man selbst darauf hinarbeitet und spart. Wo ist denn sonst der Reiz?" Unbewusst glitten seine Finger durch seine brünetten Haare und begannen dann leicht mit diesen zu spielen, während er über das Gesagte des Mannes neben sich nachdachte. Er sollte 'leben' und seinen Zeitplan auflockern... zudem bat Hayato, dass Jun ihn kennenlernen sollte. Der Blauhaarige war ganz eindeutig kein typischer Sponsor. Wenn überhaupt hatte Jun wahrscheinlich noch nie jemanden wie ihn getroffen. Nun gut... so oft wurde Jun eben auch nicht von Luxuskarossen angefahren. "Ich kann nichts versprechen, aber vielleicht kann ich lernen ein klein wenig flexibler zu werden...", murmelte er langsam und senkte schließlich leicht den Blick. "Darf ich Sie etwas fragen? Warum haben Sie darauf beharrt, dass ich ihr Ansprechpartner bin, wenngleich Sie Ayaka wohl sehr nahezustehen scheinen und er ebenso ein kompetentes Mitglied des Clubs ist?"
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    • ___ Hayato ___

      Er hatte gelächelt! Tatsächlich gelächelt und das war keines dieser Höfflichkeits-Lächeln, sondern ein echtes. Hayato war nun durchaus darin bestätigt, dass es die richtige Entscheidung war einfach ein ehrliches und offenes Gespräch in aller Ruhe zu führen. Dieses Lächeln war es wert gewesen und Hayato musste ganz ehrlich zugegeben, dass der junge Mann neben ihm ein wunderschönes Lächeln besaß, welches er durchaus gern öfter sehen würde. Jun ist hübsch, daran besteht kein Zweifel und das war Hayato natürlich schon zuvor aufgefallen, schließlich besaß er ja Augen im Kopf. Da Hayato aber wie Daiki es nannte, ja auf nichts ansprang und ohnehin keine Zeit für etwas anderes außer seiner Arbeit hatte, war die Attraktivität von Jun tatsächlich nicht der Grund weshalb er seine Freizeit mit ihm verbrachte. Nun es war ein netter Fakt, aber nicht der Hauptgrund. Jun erinnerte ihn ungemein an sich selbst, wenn er sich von seinem Großvater hätte beeinflussen lassen...
      Natürlich könnte sich Hayato auch irren, aber irgendetwas sagte ihm das Bogenschießen nicht alles im Leben für Jun war, es aber dazu gemacht wurde und er mehr Pflichtgefühl als Leidenschaft dafür empfand. Nicht das es ihm keinen Spaß machte, aber da war noch irgendetwas an ihm. Etwas Trauriges. "Nun mit dem Erarbeiten, gebe ich dir durchaus recht. Es ist ein unglaublich befriedigendes Gefühl, wenn man weiß das man es allein erreicht hat. Ich werde nicht hinterfragen, was es mit den anderen Sponsoren auf sich hat. Vielleicht erzählst du es mir irgendwann, aber das musst du nicht. Ich möchte dich aber darum bitten, dass du mir sagst, wenn dich etwas stört. Lächle mich nicht höflich an und nimm es hin, sag es mir. Ich kündige dir nicht das Sponsoring deswegen." Das charmante aber ehrliche Lächeln von Hayato zierte immer noch das hübsche Gesicht des jungen Firmenchefs. Irgendetwas an Jun faszinierte ihn, auch wenn er noch nicht genau dahinter gekommen war, was es war. Die nächste Aussage von Jun überraschte ihn allerdings und er konnte gar nicht anders als erneut zu lächeln. "Du musst mir nichts versprechen, es freut mich allein das du es für mich versuchen möchtest." Hayato war zwar ein knallharter Geschäftsmann, kühl und analytisch, aber wenn man ihn kennenlernte ein unglaublich warmer Mensch. Zu Freunden, Familie und Partnern die treuste Seele, zu seinen Feinden aber der schlimmste Albtraum. Hayato besaß zwei extreme Charaktere in einem vereint. Und nein, er war nicht wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde, auch wenn ihm Bethany dies gern ankreidete. Man wollte ihn nicht zum Feind, aber zum besten Freund umso mehr. Was Hayato an Jun extrem aufgefallen war, dass er sehr dazu neigte immer den Blick zu senken, als würde er sich konstant unterordnen. Zwar war Hayato ständig von seinen Untergebenen umgeben, aber Jun war sein Partner und nicht sein Angestellter. Respekt erwartete Hayato von jedem Menschen und Respektlosigkeit war etwas, bei dem er unglaublich wütend werden konnte, aber Angst sollte man nicht von ihm haben. Angst sollten nur seine Feinde und Rivalen vor ihm haben. Hayato konnte wirklich zum Fürchten sein, bei Jun beabsichtigte er dies aber nun wirklich nicht. Schmunzelnd hob er sehr sanft das Gesicht von Jun an. "Du kannst mich gern fragen. Schau nicht weg okay? Das wäre schade." Da er nicht zu aufdringlich sein wollte, entfernte er seine Hand sofort wieder. "Daiki ist mein Cousin, so etwas wie mein kleiner Bruder. Wir stehen uns sehr nah, aber ich will nicht mit meiner Familie über geschäftliches sprechen. Außerdem kann ich dich gut leiden Jun. Du bist verlässlich und so etwas wünsche ich mir bei einem Partner. Intelligenz und Verlässlichkeit, außerdem sagte ich es dir bereits, dass ich dich gern kennenlernen möchte."



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    • Jun
      "Also... soll ich sie lieber nach Lust und Laune kritisieren?" Jun zog bei der Frage ein wenig die Augenbrauen zusammen, lächelte aber dennoch, da er das natürlich nicht komplett ernst meinte. Selbst wenn Hayato tatsächlich von ihm erwartete, er solle ihm geradeheraus Kritik mitteilen ohne zu zögern, widersprach das so ziemlich Juns Natur. Vielleicht würde er versuchen ein wenig offener zu sein, wenn ihm etwas nicht ganz angenehm war, aber alles an ihm sträubte sich dagegen eine Respekts- und Autoritätsperson ernsthaft hart zu kritisieren. Er war schließlich wahrscheinlich eh nur ein Kind in den Augen des Blauhaarigen und selbst wenn Jun an sich schon volljährig war, änderte es nichts daran, dass er sich selbst als dummes Kind gegenüber dieses Mannes sah. Er hatte online nachgelesen, dass sie beide zwar gerade einmal vier Jahre voneinander trennten, doch Hayato hatte bereits teilweise mehr erreicht, als die meisten anderen Menschen, die doppelt so alt wie er waren. Dementsprechend sah Jun den Mann ohnehin auf einer komplett anderen Ebene, als er sich selbst sah.
      Der Brünette hatte angefangen ein wenig mit seinen Haaren zu spielen, während er sich weiterhin mit dem Älteren unterhielt und eher unbewusst, vermied er es den Mann direkt anzusehen. Er wusste nicht genau wann dies immer geschah, aber zuweilen fühlte er sich ein wenig eingeschüchtert und in diesen Momenten fiel es ihm besonders schwer Menschen in die Augen zu sehen. Normalerweise war er ganz und gar nicht die Art schüchterner Kerl und selbst wenn er zu den meisten Leuten ein eher distanzierteres Verhältnis hatte, war er meist recht selbstbewusst. Und dann gab es diese wenigen Momente wie jetzt. Momente, die normalerweise eher gegenüber seiner Mutter stattfanden. Nur dass diese es im Gegenzug zu Hayato zu bevorzugen schien, wenn Jun seinen Blick senkte. Innerlich schnappte er leicht überrascht nach Luft, alser spürte dass der Blauhaarige sein Gesicht leicht anhob und spürte die Hitze in seinen Wangen. Ein indirekter panischer Blick in den Seitenspiegel verriet ihm, dass seine Wangen sich leicht rosa gefärbt hatten, dennoch hoffte er dass der Andere dies in dem schummerigen Licht nicht unbeding bemerken würde. Für einen Moment blendete Jun sogar mehr oder weniger die Worte Hayatos aus, die nun eigentlich eine Antwort auf seine gestellte Frage waren, doch fing sich schnell wieder, während er versuchte sich mehr auf das Gespräch als auch einen zufälligen Anflug von Verlegenheit zu konzentrieren. Natürlich... ganz objektiv betrachtet war Hayato attraktiv und das würde jeder unabhängig seines Geschlechts bestätigen. Trotzdem war das kein Grund für gerötete Wangen. Jun hatte wirklich schon lange nicht mehr mit einem Menschen privat so viel Zeit am Stück verbracht ohne über seinen Trainingsfortschritt oder seinen Ernährungsplan zu reden. Das musste ihm seltsam zu Kopf gestiegen sein.
      "Ich verstehe...", murmelte er langsam nickend, nahm den letzten Satz aber nicht zu ernst, schließlich war es nur normal sich einander besser kennenzulernen, wenn man miteinander arbeitete. "Ich war mir unsicher, inwiefern Ayaka in die Geschäfte ihrer Firma involviert ist, da er ja nun eigentlich auch mit zu ihrer Familie gehört, die diesen Konzern betreibt."
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    • ___ Hayato ___

      Da war es wieder, dieses wunderschöne Lächeln. Hayato hoffte ja, dass er ihm dieses noch öfter entlocken konnte. Jun wirkte so viel niedlicher damit, denn dieser kühle Charakter schien dem jungen Geschäftsmann irgendwie so falsch und unecht zu sein, aber vielleicht konnte auch er sich dieses Mal täuschen. Nur sagte ihm irgendetwas das Jun eigentlich ein sehr warmer Mensch war und dieses Verhalten im Augenblick mehr oder weniger antrainiert oder aufgezwungen war, weil er so erzogen wurde. Das er demnach eine leicht freche Antwort des Brünetten erhielt, freute ihn. "Das stelle ich mir amüsant vor", antwortete Hayato leicht lachend. "Ich bin gespannt was du da alles auftischen würdest. Muss ich mich warm anziehen?", scherzte der Blauhaarige mit einem attraktiven Schmunzeln auf den Lippen. Ja, das war viel mehr die Art Gespräche die Hayato mit Jun führen wollte. Natürlich war er ernste, kalte und durchaus sachliche Gespräche gewohnt. Lediglich mit seinem Vater, seinem besten Freund und selbstverständlich seinem geliebten Cousin konnte er solche Dialoge führen und herumalbern. Mit Jun aber wollte er ebenso kein angespanntes Verhältnis. Er würde natürlich das Sponsoring ernst nehmen und alles rational entscheiden, aber eine kleine Stimme in Hayato schrie danach diesen Jungen aus seinem Schneckenhaus zu holen. Woher kam nur diese Neugier auf den Kerl, denn er nicht einmal eine Woche kannte? Das fing schon damit an, dass er wollte das Jun ihn ansah. Er sollte nicht seinen Blick von ihm abwenden. Darum nahm sich der junge Student die Freiheit heraus, dass Gesicht des anderen sanft anzuheben, damit er in dessen Augen sehen konnte. Natürlich war das furchtbar dreist und er hoffte Jun verzieh ihm das. War das ein leichter Rotschimmer in dessen Gesicht? Wie niedlich.
      Er schenkte ihm noch einmal ein Lächeln, ließ ihn dann aber wieder los um ihren neuen Schritt nach vorn nicht gleich zu gefährden, ehe er ihm seine Frage beantwortete. "Eine logische Frage. Die Firma betreiben allerdings nur mein Vater und ich, der Rest der Familie hat damit nicht viel zu tun und damit möchte ich es gerne belassen. Macht schadet vielen Menschen und zerstört auch genug, darum sollten nicht zu viele nah stehende Personen damit konfrontiert werden.", erklärte Jun und startete dann den Motor, hielt aber einen Moment inne bevor er losfuhr. "Soll ich dich nach Hause fahren.....oder möchtest du doch vielleicht noch einen Kaffee?", schmunzelte er. "Wenn du aber bei deinem Nein bleibst, akzeptiere ich das natürlich. Ich fand unser Gespräch nur gerade sehr angenehm, da ist es schade dich gehen zu lassen."


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    • Jun
      "Ich... denke nicht. Ich mag als Kyudo Captain kritisch und streng sein, aber da dies weitestgehend das Einzige ist in dem ich das Können besitze, um diese Strenge zu rechtfertigen, bin ich in anderen Bereichen nicht ganz so. Solange sie also nicht plötzlich das Bogenschießen lernen wollen, müssen sie nichts befürchten.", spielte Jun seine vorherigen Worte durchaus wieder ein bisschen herunter und wurde ein wenig ernster. Er war es nicht gewohnt ironische Bemerkungen zu machen. Es gab Menschen, die wussten genau, wann sie wie sarkastisch sein konnten, ohne die Situation falsch zu interpretieren oder die Stimmung zu ruinieren, aber Jun tat sich damit schwer und es war ja nicht so, als ob Ironie im Hause Nakamura unterrichtet würde. Seine Mutter kannte vermutlich nicht einmal das Wort Ironie und sein Vater war zu nett, sanft und zu direkt um soetwas zu benutzen.
      Nachdem Hayato sein Gesicht so angehoben hatte und Jun tatsächlich einen leichten Anflug von Verlegenheit verspürte, versuchte der Jüngere es kurz darauf einfach zu überspielen und hoffte inständig der Blauhaarige bemerkte die Rötung seiner Wangen nicht. Das wäre peinlich genug und Jun war schließlich kein Schulmädchen, das mit einem Jungen flirtete. Er wurde nie wirklich rot... schon gar nicht von solch einer Berührung. Sich innerlich selbst ermahnend versuchte er sich wieder auf das Thema zu konzentrieren und nickte vage Hayato zu, während dieser den Wagen startete und langsam vom Parkplatz rollte. "Verständlich. Ich habe online nicht viel darüber herausgefunden, wer alles aus ihrer Familie in das Geschäft involviert ist, deshalb bin ich schlichtweg davon ausgegangen.", erklärte der Jüngere daraufhin und ließ seinen Blick langsam aus dem Beifahrerfenster gleiten. Nicht wirklich, weil die Szenerie draußen so interessant war, sondern viel mehr, weil er sich sorgte erneut rot werden zu können. Wer wusste schon was genau das auslöste und ob der Brünette das kontrollieren könnte. "Wenn... wir schnell vorankommen und etwas eher wieder zurück sind, kann ich sicher noch eine Viertelstunde für einen Tee erübrigen.", murmelte er mehr in Richtung der Glasscheibe, hoffte aber Hayato verstand ihn dennoch.
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    • ___ Hayato ___

      Hayato musste bei der Vorstellung mit sich und einem Bogen lachen. Nicht aufgrund dieser eleganten Sportart, sondern weil er sich sicher war, dass er damit höchstwahrscheinlich eher jemanden erschießen würde, als das Ziel zu treffen. "Ich glaube das lasse ich lieber, sonst muss mein armer Anwalt auch noch versuchen mich heraus zu boxen, weil ich jemanden einen Pfeil durch den Kopf gejagt habe", kam es amüsiert von dem Blauhaarigen. "Ich glaube aber ich werde dir öfter zusehen. Du hast beim Bogenschießen eine wunderschöne Körperhaltung." außerdem sah er dabei irgendwie verflucht heiß aus, aber das musste er jetzt nicht unbedingt dazu erwähnen. Er wollte sein Glück wirklich nicht noch weiter herausfordern, wenn Jun es schon schaffte mit ihm etwas mehr zu sprechen und wenigstens etwas aufzutauen. Dieses Mal herrschte keine unangenehme Stille zwischen ihnen. "Wenn wir unter uns sind, ist ein Du in Ordnung Jun. Vorausgesetzt natürlich du möchtest das ich dich lieber Sieze, dann werde ich das selbstverständlich." Im Privaten jedenfalls erschien es Hayato aufgrund ihrer beider Alter angemessen ihm das Du anzubieten. Im geschäftlichen allerdings begrüßte Hayato tatsächlich das Sie. Dies hatte einfach den Grund, dass es in seinem Alter schwer war von Geschäftspartnern ernst genommen zu werden und es tatsächlich ein echter Kampf in der Firma gewesen war sich den Respekt zu erarbeiten, was man wenn man Hayato so sah kaum glauben konnte. Als sie auch über seine Firma sprachen, nickte der Blauhaarige. "Das kann ich dir auch nicht verübeln, da es tatsächlich ein Familienunternehmen ist, welches dann aber nur mein Vater übernommen und an mich übertragen hat", erklärte ihm Hayato offen. Ob er ihn wohl noch einmal dazu bekam so niedlich rot zu werden? Herr Gott was war denn nun los? Würde er das Daiki erzählen würde er im Kreis springen und ihn konstant blöd angrinsen. Lieber hielt Hayato den Mund. Sein geliebter kleiner Cousin würde ihn damit ewig aufziehen. Nun....er würde Sherazade davon berichten. Als Hayato den Wagen startete und Jun tatsächlich bereit war mit ihm noch eine Tasse Tee zu trinken, sah er mit einem freudigen Lächeln zu dem Jüngeren. "Dann hoffe ich das mir der komplette Gegenverkehr schön aus dem Weg geht", schmunzelte er amüsiert. "Ich kenne ein Teehaus, dass dir sicherlich gefallen wird." so setzten sich die beiden also nach ihrem erfolgreichen Einkauf wieder in Bewegung, während Hayato tatsächlich innerlich hoffte der Verkehr war ihm heute gnädig. Merkwürdig, warum wollte er nur so gern Zeit mit Jun verbringen, wo doch zuerst die Stille zwischen ihnen so furchtbar unangenehm gewesen war?
      Besagtes Teehaus das Hayato angesteuert hatte, war ein klassisches japanisches Teezeremoniehaus mit traditioneller Holzverkleidung. Ein prachtvoller und wunderschöner japanischer Garten wurde darum angelegt mit einem kleinen Teich und einem dieser klischeehaften Bambusstäbe die Wasser sammelten und dann sobald sie sich mit diesem fühlten, nach unten schellten und dieses altbekannte Geräusch von sich gaben. Es waren separate Zimmer und nichts wo man in der Öffentlichkeit saß, während einem mit zeremoniellen Kimonos bekleidete Damen prächtigen Tee servierten und im Hintergrund instrumentale Musik erklang. "Das ist der innere alte Mann in mir, ich hoffe es gefällt dir hier."

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    • Jun
      Ein leises Lachen verließ seine Lippen, doch schnell fing Jun sich wieder und räusperte sich, während er seinen Blick aus dem Fenster richtete, um sich nicht ganz die Blöße vor Hayato zu geben. Es war mehr als deutlich, dass die Stimmung auf der Rückfahrt komplett anders als bei der Hinfahrt war und wenngleich Jun wusste, dass er daran nicht ganz unschuldig war und er womöglich durchaus ein wenig kühler als nötig gewesen war, zum Glück schien Hayato ihm dies nicht übel zu nehmen. Allgemein war der Blauhaarige durchaus netter, als Jun es erwartet hatte, obwohl er natürlich nicht ganz ausschließen wollte, dass dies die gewisse Höflichkeit und Freundlichkeit war, die Hayatos Beruf eben so mit sich brachte. Jun könnte niemals einen Beruf ausüben, in dem er anderen Leuten Honig ums Maul schmieren und übermäßig freundlich sein müsste. Höflichkeit war nicht das Problem, aber es war für ihn durchaus schwer, andere Leute zu lesen und freundlich zu sein, wenn ihm nicht danach war. Eine Tatsache, die zuweilen auch seine Mitschüler abschreckte und selbst wenn er sich mit vielen ganz gut verstand, würde er kaum einen von ihnen wirklich als Freund bezeichnen. Es gab halt immer noch eine gewisse Distanz zwischen ihm und den anderen... ganz zu schweigen davon, dass er nie Zeit hatte. Wohl das Todesurteil für die meisten Freundschaften und Beziehungen. "Ich weiß nicht. Mich können Sie natürlich gerne duzen, aber es fühlt sich falsch an, das ebenfalls zu tun.", murmelte er zögerlich und lauschte schließlich nickend der Erklärung, weshalb Ayaka nichts mit dem sogenannten Familienunternehmen zu tun hatte. Nun gut... sie waren zwar Cousins, aber womöglich kam dieser Betrieb ja von der anderen Seite der Familie, die sie sich nicht teilten. Und selbst wenn doch... brachte diese Information dem Brünetten auch nur bedingt etwas, weshalb er nichts weiter dazu sagte.
      Stattdessen stimmte er nach einiger Überlegung der Einladung zu einem Tee zu und nachdem sie schließlich ziemlich gut durch den Verkehr kamen, erreichten sie ein sehr traditionelles Teehaus, welches Jun zwar bisher noch nie besucht hatte, aber durchaus vom Namen her kannte. Nachdem sie einen geeigneten Parkplatz gefunden hatten, folgte Jun dem Älteren durch den hübschen japanischen Garten, der einen geradezu vergessen ließ, dass sie sich hier immernoch mitten in einer Metropole befanden. "Es ist hübsch hier. Erinnert mich ein wenig an den Teeladen meines Vaters, selbst wenn das hier natürlich deutlich größer ist.", murmelte er beinahe gedankenverloren, während er seinen Bluck umherschweifen ließ und sich schließlich in dem ihm zugeteilten Raum niederließ. Als Kind hatte er früher oft mit seinem Vater Teezermonien abgehalten und besonders kurz nach der Geburt seiner kleinen Schwester hatte Jun diese Zeit mit seinem Vater wirklich genossen. Doch mittlerweile hatte er dafür wohl kaum noch Zeit. Das stimmte ihn beinahe ein wenig traurig, wenn er so darüber nachdachte. Ob es seinem Vater damit ähnlich ging?
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    • ___ Hayato ___

      Ein Lachen! Jun war wirklich verdammt niedlich und mal ehrlich, es war wirklich ziemlich schwer den Ansprüchen von Hayato gerecht zu werden. Der Brünette hingegen war genau die Definition von niedlich für den jungen Geschäftsmann und das war ein ausgesprochen großes Lob für jemanden der mit seiner Arbeit verheiratet war. Die Zeit mit dem Bogenschützen war überraschend angenehm geworden und Hayato war dankbar darüber, dass Jun das Gespräch ebenfalls am Laufen hielt. Die Hinfahrt war anstrengend gewesen und erneut erschien es Hayato als äußerst gute Idee, dass er es angesprochen hatte. Es war wieder ein Beweis dafür, dass es sinnvoll war Probleme aus dem Weg zu schaffen und nicht totzuschweigen. Der Diplomat in Hayato war stolz! Ein sanftes Lächeln umspielte das schöne Gesicht des Blauhaarigen, während er ab und an versuchte zu Jun zu blicken, aber dann konzentrierte er sich doch lieber wieder auf den Verkehr. Die Entscheidung das Jun ihn lieber siezen wollte, akzeptierte Hayato selbst verständlich, schließlich war er das gewohnt und es machte für ihn keinen Unterschied. "Kein Problem", antwortete er ihm daher auch leicht her, da er die Aussage von Jun ziemlich gut nachvollziehen konnte. Hayato siezte für gewöhnlich die Leute auch ständig, nur kam er sich ehrlich gesagt bei einem Schüler dabei komisch vor, auch wenn er sich für diesen Gedankengang hasste, schließlich war er auch nichts anderes als ein Student. Hätte Jun ihn gebeten ihn mit Sie anzusprechen, wäre Hayato der Bitte ohne Widerworte sofort nachgekommen. Die Fahrt ging glücklicherweise schnell voran und Hayato musste gedanklich wohl niemanden verfluchen oder beschimpfen, was ihn ungemein erleichterte. Es erschien ihm wie eine Verschwendung würde er die Chance nicht nutzen ein wenig Zeit mit Jun zu verbringen, wo er doch auch jemand war, der wenig Zeit hatte. Nur war Hayato im Gegensatz zu Jun jemand, der sich die Zeit einfach nahm, wenn er es darauf anlegte oder er entschied das ein Treffen wichtiger war als ein Geschäftsmeeting. Diese Freiheiten hatten aber nicht jeder und Jun schien nicht wie der rebellische Jugendliche, der seinen Eltern Probleme machte. Nun wäre interessant, wenn er doch ein wenig mehr den kleinen Teufel in sich entdeckte...
      Die Wahl des Teehauses hatte offensichtlich den Geschmack von Jun getroffen, was Hayato ungemein erleichterte. "Ich freue mich, wenn es dir hier gefällt." Ein freies Zimmer erhielten die beiden sehr schnell, was nur nicht an Hayatos Job lag, sondern weil er hier tatsächlich Stammgast war und mit der alten Dame des Hauses ein sehr freundschaftliches Verhältnis pflegte. Er konnte es der alten Frau einfach nicht abschlagen, wenn sie ihm unbedingt von ihrem Sohn erzählen wollte oder von ihrer Zeit als junges Mädchen. Nur weil er keinen Respekt vor seinem Großvater hatte, bedeutete das nicht, dass er die Älteren nicht respektierte.
      Eine junge Frau in einem anmutigen königsblauen Kimono hatte sie in ihr Zimmer geleitet und ihre Wünsche entgegengenommen, ehe Hayato Juns Aussage von zuvor nochmal ansprach. "Dein Vater besitzt einen Teeladen? Wo wenn ich fragen darf? Ich bin immer für guten Tee zu haben und ein guter Kunde."


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    • Jun
      Nach einer deutlich entspannteren Rückfahrt mit besserer Atmosphäre erreichten sie zum Glück recht zügig das Teehaus. Ein zufriedener Blick auf die Uhrzeit verriet Jun, dass er durchaus noch ein klein wenig Zeit hatte, ehe er tatsächlich den Heimweg antreten müsste und so noch Tee mit dem Älteren trinken konnte. War es seltsam, dass er mit dem Sponsor des Vereins Tee trinken war? Vielleicht sah das auf den ersten Blick ein wenig ungewöhnlich aus, zumal Jun hier in seiner Schuluniform saß, während der Blauhaarige einen Anzug trug. Dennoch wäre dies hier wohl kaum etwas anderes als ein Geschäftsessen unter ein bisschen anderen Bedingungen, oder nicht? Das war doch durchaus in Ordnung.
      Sie waren der hübschen Dame in dem Kimono in eines der Zimmer gefolgt, wo sie beide schließlich ihre Ruhe von anderen Gästen haben würden und in ruhiger Atmosphäre die heißen Getränke genießen könnten. Höflich bedankte Jun sich bei der Dame und setzte sich zusammen mit Hayato, ehe er sich einen der Teesorten aussuchte, dieer auch gerne bei seinem Vater trank und die ihn zumeist ein wenig entspannter werden ließ. Es war schon erstaunlich, wie viel solch ein Getränk bewirken konnte. Nachdem besagte Frau den Raum wieder verließ, um die Bestellungen vorzubereiten, erkundigte der Blauhaarige sich schließlich genauer nach dem Teeladen von Juns Vater und unweigerlich lächelte der Brünette wieder ein kleines bisschen. Während das Kyudo-Dojo seiner Mutter viel mehr für ihn wie vertraute Heimat war, hatte der Teeladen seines Vaters stets etwas fantastisches und fabelhaftes an sich. Wie als käme dieses Geschäft direkt aus einem Märchen. "Nahe des Ueno Parks. Ich lebe mit meiner Familie auf der Westseite des Parks in einer Dachgeschosswohnung oberhalb des Kyudo-Dojos meiner Mutter, während der Teeladen meines Vaters sich etwa anderthalb Kilometer in Richtung Norden ebenfalls nahe des Ueno-Parks befindet. Ich bin also nicht nur mit einem traditionellen Sport und traditioneller Teekunst aufgewachsen, sondern lebe ebenso in einem recht geschichtsträchtigen Stadtteil... wie ist es bei Ihnen? Sie meinten ihr Vater wäre noch mit am Familienbetrieb beteiligt. Wie ist es mit ihrer Mutter? Was macht sie?" Noch während er die Frage stellte, fiel ihm ein, dass Hayatos Familie unfassbar reich sein musste und es vermutlich nicht einmal verwunderlich wäre, wenn seine Mutter nicht arbeiten müsste. Schließlich gehörte dieser Familie die größte Hotelkette des Landes. Es war unvorstellbar für Jun in solch einer Familie mit solch einem Unternehmen aufwachsen zu können, doch der Blauhaarige schien seine Arbeit zumindest zu mögen, so wie er bisher auf den Jüngeren gewirkt hatte. Jun ging beinahe der Anblick nicht aus dem Kopf, der ihm geboten wurde, als er den Älteren das allererste Mal in diesem luxuriös ausgestatteten Designerbüro besucht hatte, welches so ziemliche das komplette Gegenteil darstellte zu allem was der Schüler bisher kannte. Es hatte beinahe unwirklich gewirkt...
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    • ___ Hayato ___

      Hayato liebte dieses Teehaus sehr, denn trotz seines jungen Alters hatte er tatsächlich in dieser Hinsicht einen alten Mann Charakter. Er mochte die traditionelle Einrichtung mit den Shoji-Türen und dem Engawa-Balkon, ebenso den perfekt angelegten Garten. Ihre Kultur hatte nicht nur für Tee, sondern auch für die Gartenkunst ein echtes Händchen. Hätte Hayato mehr Freizeit hätte er sich gern an der Teekunst versucht, aber wenigstens kam er in den Genuss der Kalligrafie in seinen Kindheitstagen. Noch heute konnte er perfekt mit dem Pinsel auf Seide und Papier schreiben. Im Hintergrund dieser in Hayatos Augen perfekten Szenerie erklangen die sanften Töne der Koto, ein Instrument welches seine Mutter tatsächlich spielen konnte. Leider hatte sie all ihre Vorzüge weggeworfen und gab sich ihrem idiotischen Wunsch nach ewiger Jugend hin, in dem sie auf allen möglichen Socialmedia-Seiten performt und Werbung für ihr eigenes Make-up machte, dass absolut furchtbar aussah. Nein, darüber wollte er jetzt lieber nicht nachdenken. Er hatte immerhin nun die Möglichkeit einen entspannten Nachmittag zu verbringen, was bei Hayato nicht oft vorkam, in Beisein eines zugegeben sehr niedlichen Kerls. Oh Gott davon durfte Daiki wirklich nicht erfahren, er würde ihn ewig aufziehen und mit ewig meinte Hayato ewig. Was solche Themen anging, hatte der Kleine ein Gedächtnis wie ein Elefant. Nachdem sie beide also ihren Tee bestellt hatten und Hayato es wirklich begrüßte mit jemanden gewählt etwas Trinken zu gehen der davon auch Ahnung hatte, erzählte ihm Jun sogleich auch ein wenig von dem Teeladen und sogar von sich. Hayato freute sich darüber tatsächlich sehr! Woher kam nur diese Begeisterung für den Jungen? "Wozu zieht es dich mehr? Immerhin sind beide Traditionen sehr zeitintensiv?", erkundigte sich Hayato interessiert. Die Frage nach seiner Familie bzw. nach seiner Mutter war Hayato extrem unangenehm, was er aber nach Außen nicht zeigte. Gern hätte er Jun davon erzählt, dass er sie nicht ausstehen konnte und sie ein absolut kindisches, verwöhntes Biest war, aber das schluckte der Blauhaarige sehr souverän hinunter. Stattdessen wollte er lieber über seinen Vater zu sprechen, was ihm ein Lächeln entlockte, davor musste er aber etwas ausholen und bei seinem Großvater beginnen. "Der Betrieb hat meinem Großvater gehört, ein alter klappriger Mann wie man sich ihn vorstellt der immer noch böse zetert, aber wohl oder übel den Betrieb abgeben musste. Natürlich hindert ihn das nicht daran wie ein Schlossgespenst uns alle heimzusuchen", begann Hayato lachend. "Mein Vater hat den Betrieb übernommen und mich sehr früh an Bord geholt. Meine Mutter.....nun sie hat mit dem Hotelgeschäft nicht wirklich etwas zu tun. Sie versucht sich gerade eher selbst zu finden, in dem sie das tut wofür sie sich interessiert. Aktuell arbeitet sie an einer Make-up-Serie." Nun das hatte er doch gut gelöst, oder? Die hübsche Dame im Kimono kam zum Glück gerade perfekt um ihnen ihren Tee und dazu passend süßes Teegebäck zu bringen. Da japanischer Tee in der Regel sehr bitter ist, sind die Süßigkeiten dazu umso süßer. Ein interessantes Prinzip, das sich über Jahre wohl bewährt hat.


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    • Jun
      Kerzengerade, wie es ihm nun einmal von klein auf beigebracht wurde, saß Jun Hayato gegenüber, die Hände in seinem Schoß zusammengefalten. Ohne Frage ähnelte dieses Teehaus dem Teeladen seines Vaters zwar von der Atmosphäre her, nichtsdestotrotz schien es deutlich schicker und luxuriöser zu sein, während das Geschäft seines Vaters klein, übersichtlich und... nicht unbedingt heruntergekommener war, aber man sah der Einrichtung an, dass diese schon viele Jahre liebevoll genutzt wurde. So wie das Geschäft das Herz und die Seele von ihm war, war das Kyudo-Dojo die gesamte Leidenschaft seiner Mutter. Und wenngleich sie nun keine Profi Sportlerin sein konnte, machte sie noch immer was sie liebte und verdiente damit ihr Geld, ebenso wie sein Vater. Es gab Momente... einige wenige... in denen Jun sie beide beneidete. Sie beide hatten sich selbst für diese Träume entschieden und ihren Willen durchgesetzt das machen zu können, was sie so sehr liebten. Für Jun hatte die Frage aber nie bestanden. Kurz nach Eröffnung des Dojos, hatte seine Mutter ihm beigebracht wie wichtig Kyudo sei und wie stolz sie wäre, wenn ihr Sohn in ihre Fußstapfen treten würde. Dementsprechend hatte auch nie wirklich die Frage bestanden, was ihm lieber wäre oder welche Tradition er bevorzugte. "Kyudo ist mein Leben... würde ich sagen. Ich kann mir keinen Tag mehr ohne diesen Sport vorstellen und im Kontrast dazu ist es sehr lange her, dass ich mich mit Teezeremonien beschäftigt habe. Deshalb ist es wohl nicht wirklich eine schwere Entscheidung. Hätte der Tag mehr Stunden, würde ich mich sicher zuweilen auch mit Teezeremonien beschäftigen, aber damit sollte ich in den nächsten Jahren wohl erstmal nicht wirklich rechnen." Seine Antwort war nicht gerade voller Emotionen, entsprach aber eben auch in der gewissen Emotionslosigkeit der Wahrheit. Es war einfach keine Option über die er jemals nachdenken könnte und auch nicht ernsthafter nachdenken würde. Dafür war sein Leben wohl bereits zu sehr vorbestimmt und er würde sich auch sicher nicht von seinem Sport abwenden. Selbst wenn es manchmal nicht leicht war, brannte doch sein Herz dafür.
      Kurz nachdem Hayato schließlich begann seine Familienverhältnisse zu klären, trat auch schon die Dame von zuvor erneut ein und servierte ihnen sowohl den Tee, als auch ein wenig Gebäck, welches Jun sogar tatsächlich schnell wiedererkannte. Diese verkaufte sein Vater nicht nur im Laden, sondern sie hatten auch selbst daheim stets eine Dose mit diesem Gebäck in einem der Oberschränke versteckt, sodass seine kleine Schwester nicht herankäme. Die Kleine war süchtig nach den Keksen und das war absolut nicht mehr gesund.
      "Ich verstehe. Dann ist die Firma also wirklich ein ganz klassischer großer Familienbetrieb wie man ihn aus Filmen und Dramen kennt. Ich habe mit dieser Welt bisher nicht unbedingt viele Berührungspunkte gehabt und es wirkte sehr unwirklich, als ich sie in ihrem Büro besucht habe. Ich glaube für mich wäre das nie etwas, aber ihnen scheint ihre Arbeit am Herzen zu liegen..."
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