Es blieb bei dem einen einzigen Schlag mit der Brechstange, den er für diesen Moment zu verkraften hatte, denn für den Täter selbst war es spannend zuzusehen, wie er auf diese Wucht reagierte, die scheinbar gar nicht erst erwartet war, so überrascht wie der Blick über den Schlag schien. Der Schlag mit der Brechstange brachte einen ziehenden Schmerz mit sich, der versuchte sich immer weiter auszubreiten. Sein Körper war bereits bei dem Versuch gewesen, genau diesen Schmerz mit anderen Bewegungen abzuleiten, sich mit dem Krümmen ein wenig dagegen zu wehren, doch die Automatik seines Körpers machte nichts gegen die Ketten, an denen er gerade noch hing, sich in diesem Moment auch diese gleich schon weg wünschte, um mit der letzten Kraft jedem einzelnen hier eine Lektion zu verpassen dafür, dass sie seine Freundin hier noch wirklich reinzogen. Anthony war ein Mittel zum Zweck gewesen, das war ihm klar, denn sie kamen relativ schnell auf das Thema zu seiner Beziehung zu Kamila, ob er mit dieser nicht relativ viel von ihr und ihren Geschäften wissen würde. Er verneinte so viel er kannte, steckte dafür so viel wie möglich ein und trotzdem schien es für ihn nicht genug gewesen zu sein, denn er konnte es nicht lange genug herauszögern, sie hatten den Kontakt zu ihr aufbauen können, wobei er sich hier nur weiter quer stellen hätte müssen, mit welchen Methoden auch immer. Es war jedoch unmöglich gewesen, denn der Chef trat schon aus, kaum hatte er hier genug gehabt, der Blonde hätte eine andere Strategie nehmen müssen würde er wissen, dass sie so sehr in die Offensive gehen würden. Der Blonde kniff die Augen zu, versuchte nur irgendwie an genug Sauerstoff zu kommen, nach welchem sein Körper immer weiter rang, solange der wichtige Mann hier im Keller nur weiter auf den Schlag der Brechstange schlug, um genau diesen ihn nur intensiver spüren zu lassen. Das Krümmen des Körpes war unmöglich gewesen, er fühlte sich immer schlechter, selbst mit seinem mentalen Zustand, denn er konnte nicht ahnen, was die Brünette gerade tat. Er kannte sie zu gut, sie würde ihn suchen gehen, doch vielleicht war jemand da, der sie genau vor diesem Vorhaben noch hindern konnte, um vielleicht dem Wunsch des Blonden nachzugehen. So unwahrscheinlich war es jedoch, dass er zur Tür blickte, als würden sie schon da sein. Wieder zog er scharf die Luft ein, warf den Kopf nur in den Nacken, es war nicht mehr ertragbar gewesen. Der Herr mit der Brechstange brauchte jedoch zu lange, war eher fasziniert von der Reaktion, sodass der Chef persönlich die Brechstange an sich nahm und nicht weiter darauf wartete, die Wut endlich rauszulassen. Mit jedem weiteren Schlag hatte er ein Wort zu seinen Wortfetzen hinzugefügt, um beide Dinge gleichzeitig zu erledigen. " Du.. sollst sie.. verdammt nochmal.. herholen! Und.. was machst du?! ", bekam der Blonde nur noch nebensächlich mit, weder sein Körper noch sein Kopf war noch wirklich konzentriert gewesen, sie waren mit der Situation überfordert gewesen, irgendwas schien in ihm zu erlischen.
[2er RPG] No Good For You
Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/
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Kamila Kayla Redstone
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Ihre Finger zitterten, während sie sich die Zigarette an den Mund führte. Die Sonne ging langsam auf und das Auto fuhr genau in diese Richtung. Es hatte einen Moment gedauert, bis Kamila den möglichen Ort gefunden hatte, samt der möglichen Verursacher für diesen Schrei in ihren Ohren, aber sie hatte es geschafft. Es kostete die Frau außerdem sehr viel Überwindung einige Nummern zu wählen und vor allen auch einige Gefallen einzufordern, aber sie behielt im Hinterkopf die ganze Zeit den Grund dafür und sprang über ihren eigenen Schatten. Kamila hatte sehr viele Nummern in ihrem Handy gespeichert, die alle darauf warteten irgendwann gewählt zu werden und heute war es soweit. Mit dem Radius, der in Frage kam und dem Ort, an dem der Wagen davor zuletzt geortet wurde konnte sie bei einigen ihrer Informanten Informationen darüber holen, wer die potentiellen Entführer waren und vor allem wo sie sich befinden konnten. Es war riskant, zumal niemand wusste, ob ihr Handy vorhin geortet wurde oder nicht, aber dafür gab es genug Männer zuhause, die darauf warteten einen Besuch zu bekommen.
Es war niemand bekanntes oder großes, der sich an Anthony zu schaffen machte, eher eine kleine Gruppe, welche versuchte mit den Großen zu spielen, wie Kamila. Sie waren nicht viele, die Frau hatte deutlich mehr Männer und noch viel mehr in der Hinterhand, sie war sich dessen sicher, dass sie diejenige war, die sauber da raus kommen würde. Die Sorgen galten nicht dem Plan, die Sorgen galten eher Anthony.. Ob der Blonde noch leben würde, wenn sie ankommen?
"Mach dir keine Sorgen um ihn", Mike war am Steuer gewesen und führte einen der Transporter, denn Kamila hatte keinen nerv dafür. Sie seufzte und schmiss die Zigarette aus dem offenen Fenster. "Ich mache mir keine Sorgen um ihn..",sprach sie und schmunzelte ein wenig. "Ich mache mir eher darüber Sorgen.. Wie schnell ich sie alle töten möchte". Aus dem Schmunzeln wurde schnell ein Grinsen. "Anthony ist stark.. Er hält durch.. Aber.. Das kann ich von den anderen nicht behaupten". Sie malte es sich schon aus, wie weit sie gehen würde, wie weit ihre Kräfte es zulassen werden.. Eines konnte sie dennoch sicher sagen.. Sie würde nur ungern in ihrer Haut stecken.
Vor einem Wald machten die drei Transporter Halt und Mike blickte zu Oliver, der sich hinten mit seinem Laptop gemütlich gemacht hatte. "Wir sollten da sein", sprach er und nickte dem Mann zu, der zu seiner Schwester blickte. Kamila mahlte mit ihrem Kiefer, die Anspannung war größer geworden mit jedem Kilometer, welchen sie zurück gelegt hatten.. "Wir laufen", verkündete sie, als ihr Blick in den Wald geführt hatte und stieg als erste aus, um sich umzusehen. Die Sonnenstrahlen wurden von düsteren Wolken verdeckt, aber sie brauchten keine Sonne, um durch den Wald zu kommen.
Nach ihr waren die anderen ausgestiegen. Die Männer waren hart bewaffnet und dazu bereit alles zu tun, was man ihnen befahl. Die Brünette seufzte kurz, bevor sie sich ihren Männer widmete: "Oliver wird die Sicherung von draußen raus nehmen.. Wir gehen leise vor, schießen nur, wenn es nötig ist.. Hat jeder was anderes noch, um sich zu verteidigen?". Die Männer hielten ihre Äxte und Brechstangen hoch, um nicht zu viel Lärm zu machen, sie sprachen nicht. "Wir gehen dann rein.. Machen auf uns aufmerksam,von jeder Seite.. um sie zu verwirren und holen den Blonden da raus, verstanden". Sie nickten alle, dann nickte auch die Brünette. "Ihr dürft sie so fertig machen, wie ihr es schon immer geträumt habt..außer der Anführer.. Er gehört mir, verstanden?". Die Männer nickten wieder, da atmete Kamila noch einmal tief durch und zog sich ihren Mundschutz hoch über die Nase, um die ersten Schritte in den Wald zu machen. Sie würde ihn da rausholen.. Dessen war sie sich sicher.."The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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Sein Körper reagierte nicht mehr. Es schien sich ausgepowert zu haben, selbst aufgegeben zu haben, sich hier jemals in noch einer anderen Situation wiederzufinden. Die Schläge verweichlichten bloß, wenn auch diese noch weitere Schmerzen produzierten, gab sein Körper diese Reize nur noch nebensächlich an sein Gehirn weiter, welches auch nicht mehr weiter auf diese reagierte und aufgrund dieser agierte, er schien wie ein einziger Tropfen zu sein, der nur noch darauf wartet, vom Leben auszuscheiden. Anthony hatte die kommenden Schläge selbst begonnen zu ignorieren, er hatte sie einfach ausgeblendet, denn er fand wieder seinen Weg mit seinen Gedanken, mit denen er noch irgendwie versucht sich zusammenzureißen, um im Inneren nachzuempfinden. Er konnte die Schmerzen nicht wirklich identifizieren, sie zu irgendwas unterordnen können, denn es schien nur noch ein einziger Brocken von Schmerz zu sein, der pulsierend den Blonden ummantelte, um ihn das weitere Wachbleiben einfach nochmal zu erschweren. Das eigene Blut hing ihm an den Lippen, versuchte dieses immer wieder wann möglich auszuspucken, denn er befürchtete zu ersticken, sollte er zwischen seinen langsam Atemzügen das noch tun. Seine Augen arbeiteten noch gut, weswegen er sich auf diese fokussierte, sie hin und her blicken ließ, um nicht noch den Männern eine neue Möglichkeit zu geben, diesen vielleicht noch weiter aus der Fassung zu bringen. Denn dies gelang nach dem Geschmack von Anthony bereits zu gut, denn dieser würde nur noch bedingt seinen Mund nochmal öffnen, irgendwelche Wörter von seinen Lippen bringen, denn hier ging es nur noch darum irgendwie Energie zu sparen, denn er würde hier noch rauskommen irgendwie, irgendwann. Nur unachtsame Momente brauchte er erleben, für die er die lezte Kraft verwenden konnte, doch da war die Frage nur.. Wie kommt er denn von den Ketten los, die ihn hier so fixierten, es ihn nicht möglich machten sich gegen die ganzen Schläge und Tritte zu wehren, dass er erst gar nicht umkippen konnte, sollte etwas zu viel für seine Abwehr sein. Die Männer hatten ihn wieder angesprochen, während das Stück Metall auf den Betonboden fallen gelassen wurde, den Raum mit dessen Klirren erfüllte. Die kurze Lautstärke hatte ihn wieder geweckt, zumindest einen weiteren Teil von ihm, weswegen sich auch die Augen auf ein weiteres Stück öffnen ließen. Die Körperhaltung schien sich jedoch nicht geändert zu haben, er hing immer noch, von viel Kraft konnte er nicht mehr sprechen, was er noch einsparen konnte. Die Männer sprachen ihn wieder an, nur ihren Namen konnte er heraus hören, es war auch das Einzige, was er in diesem Moment der Schwäche hören wollte, um wieder einen Grund zu fassen, sich nicht von dieser Seite zu zeigen, für etwas zu kämpfen. Etwas anderen hatte jedoch schon seine Ohren erreicht, die Lautstärke der Umgebung hatte sich um ein großes Stück erhöht, irgendwas war oben los gewesen und auch wenn seine Hoffnung richtig ahnen konnte, ließ er diese verborgen in seinem Kopf, zu schwer wäre vermutlich die kommende Enttäuschung sein, sollte es hier nicht darum gehen, dass er noch eine Rettungsmöglichkeit bekommen konnte. So sehr wie er sich dies denn hoffte, so sehr hoffte er doch auch, dass sich unter den Rettern nicht die Brünette befand, denn genau diese würde hier noch selbst leiden könnte, der Grund, warum er hier überhaupt alles einsteckte. Er dachte, damit wäre vielleicht nicht mehr der Reiz da, alles an Kamila auszulassen, wobei doch ein bekannter Geruch in die Nase stieg, aber das konnte nicht sein, sie war nicht in seiner unmittelbaren Nähe, er bildete sich das sicherlich ein.. Das Poltern kam jedoch immer näher, so langsam wurden auch die Männer unten unsicher über diesen Geschehen, hatten sich begonnen zu bewaffnen, um für das Schlimmste gewappnet zu sein. Die Tür öffnete sich, er gab sich die Mühe, sich genau zu dieser zu drehen und kaum hatten seine blauen Augen ihren Anblick erfasst, blieb sein Herz wieder für einen Moment stehen. -
Kamila Kayla Redstone
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Oliver hatte sich recht schnell in den Sicherungskasten von außen gehackt, um dir Stromzufuhr zu den Kameras zu unterbrechen, falls sich auf diesem Gelände überhaupt welche befanden. Er blieb draußen, wartete auf weitere Befehle, während sich Kamila mit ihren Männern gemeinsam um das Gebäude geschlichen hatte, um nach Eingängen zu suchen. Sie waren alle bereit nach dem Mann zu suchen, der der Chefin so wichtig war, auf eine ganz andere Art, als sie es normalerweise gewohnt waren. Lautstärke und Lärm waren zwei Sachen, welche man bei den Männern immer fand, aber sie schafften es dieses Mal tatsächlich ohne ihrer Schusswaffen auszukommen und die draußen stehenden Herrschaften ganz anders zu erledigen. Es waren nicht viele, drei oder vielleicht vier, aber das Gebäude an sich war nicht sehr groß, damit bestätigte sich bei Kamila fast schon die Vermutung, dass in dem Gebäude drinnen nicht viel auf sie warten wird. Sie waren Anfänger, wie sie es herausgefunden hatte, eine Gruppe Männer, welche mit den großen Spielen wollte.. Aber wenn sie es so wollten, konnte sie es ihnen ruhig geben.
Ihre Axt in der Hand hatte eine Menge Blut abbekommen. Kamila schwung diese fast schon zu grazil, wenn man das so sagen konnte. Sie hatten die oben stehenden Männer umgelegt, um den Weg weiter runter in den Keller zu nehmen. Es waren tatsächlich nicht viele, aber nachdem diese zu Schusswaffen gegriffen hatten war es das auch schon mit der Ruhe, welche in dem Plan der Brünetten zu finden war. Auch ihre Männer hatten irgendwann zu den Schusswaffen gegriffen, denn auf so einem Abstand konnte man nun wirklich nicht mit den Gegenständen kämpfen, die sie alle in der Hand trugen. Kamila war mit ihren Männern dennoch in der Überzahl, es war kein großes Problem die wenigen Herrschaften auszulöschen, um den Weg in den Keller zu finden, in dem sich vermutlich alles abspielte. Es war ruhig da unten, die Gruppe war dennoch bereit auf alles, was nicht hervorzusehen war. Von Anthony war zunächst keine Spur, der Keller war voll mit Räumen, dessen Türen aber allesamt offen standen, nur eine war verschlossen und zu genau dieser bewegte sich die Gruppe hin. Sie wurden vermutlich schon erwartet, bei dem Lärm, der von oben zu hören war war es kein Wunder, aber Kamila war inzwischen alles egal.. Sie wollte ihren Mann da rausholen, egal um welchen Preis.
Um die Tür herum hatten sich ihre Männer versammelt und warteten nur drauf, dass die Brünette ihr Ok geben würde. Sie atmete tief durch blickte zu ihrem Bruder, der hinter ihr stand, bevor sie ein Nicken von sich gab. Gewaltsam wurde die Tür geöffnet.. Sie war vermutlich gar nicht verschlossen, aber die Frau hatte ihren Männern Spaß versprochen, deshalb sagte sie nichts darüber, sondern blickte viel lieber herein. Ihre Männer hatten die schweren Waffen gezogen, sie entsichert, um bereit zum Schießen zu sein, während alle Augen in dem kleinen Raum auf sie gerichtet waren. Sie erblickte den von ihr gesuchten Mann, bevor ihre Augen jemanden ganz anderen vernahmen. Das schelmische Grinsen auf den Lippen des Mannes, der vermutlich für das alles verantwortlich war konnte sie unter ihrer Maske erwidern. "Du bist also der Mann, der mit den Großen Spielen möchte?", ihre Stimme hallte ein wenig im Keller. Kamila ließ die Axt in ihren Händen zu Boden fallen, als würde es sie langweilen, als gäbe es etwas besseres. Der Mann schnaubte belustigt, bevor er kurz zu seinen Männern sah. "Ich habe euch doch gesagt, dass sie kommen wird!". Die Brünette nutzte den Augenblick kurz, um noch einmal zu Anthony zu sehen.. Er lebte.. Damit waren sie zum Glück nicht zu spät.
"Ich stehe nicht so auf.. Fans", die grünen Augen blickten zurück zu dem Mann, der bei den Worten lachen musste. Langsam traute sich Kamila die ersten Schritte in seine Richtung zu machen. Sie war innerlich angespannt, wirkte äußerlich sehr gelassen, als hätte sie alles unter Kontrolle. Das war leider nur nicht so. "Ich würde uns nicht als.. Fans.. Bezeichnen", der Mann legte seinen Kopf ein wenig schief, um die Brünette zu mustern. "Viel eher möchten wir dich vom Thron stürzen". Er grinste wieder schelmisch, da kreuzte Kamila ihre Arme vor der Brust und zog den Mundschutz runter, es war warm hier unten. "Deine Männer sind oben alle tot.. Deine Gruppierung besteht nur noch aus lächerlichen zehn Männern und dir.. Wie stellst du es dir also vor?". Sie hob ihre Augenbraue hoch, aber den Mann belustigte es nur weiter. Er zog ein Messer raus, um die Klinge ausfahren zu lassen, bevor er sich den Blonden an den Haaren packte und ihm das Messer unter die Kehle hielt. "Ich habe ihn... Das reicht doch vollkommen, oder nicht?". Kamila hob ihre Augenbraue wieder, als würde sie sich nicht ganz sicher sein, wie sie es nun finden sollte. Ihre Gedanken kreisten zu viel, sie hatte zu viele Ideen auf einmal, aber keine, welche gut genug wäre. "Ich würde fast schon sagen, er reicht dir dafür nicht". Kamila schnaubte kurz. "Du tötest ihn.. Ich töte dich.. Du tötest ihn nicht.. Ich töte dich trotzdem.. So oder so wirst du gleich nicht mehr leben, also kannst du es dir ersparen". Sie zuckte mit den Schultern, als wäre es nicht großes, da fing der Mann tatsächlich an zu lachen. "Was schlägst du denn sonst vor, Prinzessin ?". Er zog den Kosenamen ins lächerliche, aber Kamila hatte schon eine Idee, wie sie das regeln konnte. "Kämpfe mit mir.. Zeig der Welt doch einfach, dass du es mit der schwarzen Witwe aufnehmen kannst"."The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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Es war alles egal geworden, was nun gerade um ihn herum geschah, denn seine blauen Augen hatten den Augenmerk auf die Brünette gesetzt und von dieser wollten sie gar nicht mehr wegsehen. Sie hatten wieder ihre Aufgabe gefunden, die für sie doch schon so üblich schienen und trotzdem immer wieder Freude in seinem Herz ausbreiteten, hatte er nur die kurze Möglichkeit dazu gehabt, sie für ein paar Augenblicke betrachten zu können. Wie ihre Gesichtszüge lagen, wie sie daraus ihre eigene Mimik formte, was sie machte und warum sie es machte. All die Dinge begann er sogar schon zu vermissen in den abendlichen Stunden die er hier gezwungen war zu verbringen, sie irgendwie zu ertragen, und da wo er sie vor seinen Augen hatte, schien wieder alles steil bergauf zu gehen, als wäre das einzige Heilmittel für seine momentane Trostlosigkeit Kamila selbst gewesen, als würde sie allein ihn wieder zu Kräfte kommen lassen können, als wären genau diese nur am schlafen, denn ohne sie hätten sie keinen Grund zu existieren. Seine Augen musterten sie, jedoch ziemlich stockend so war der schwache Körper Anthonys überfordert mit der ganzen Situation gewesen, welche sich auch kaum änderte, als man ihn an den Haaren zog und auch schon die Klinge an die Kehle drückte. Zumindest ließ sich das für ihn erspüren, durch das kalte Metall an seiner noch unversehrten Haut, die Kehle blieb bei den Schlägen aus, hätten vermutlich zu viel Kraft gehabt, als das sie den Blonden bis zu diesem Zeitpunkt am Leben erhalten könnten. Aber so war es perfekt gewesen, unberührt wäre er so oder so nicht heraus gekommen, der Druck musste auf der Brünetten stehen. Sein Atem schien mit dem Kopf im Nacken nur noch erschöpfter zu sein, so war nach dem ewigen Stehen genau diese Postition überhaupt nicht mehr vom Vorteil für den hängenden Mann, es hatte ihm sogar eher noch den Schwindel intensiviert, der sich bisher nur im allgemeinen Unwohlsein Anthonys im Hintergrund versteckte, solange es keine Möglichkeit dazu gab, dem Herren damit das Leben nicht noch erschweren zu können. Bereut hatte er bereits schon lange, sich jemals trotz des unguten Gefühls irgendwo zu verschanzen, weil mal etwas mit der Brünetten nicht klappte, doch es gab für ihn keinen anderen Ausweg, er brauchte frische Luft.
Kamila sprach auf ihn zu, dass er gar nicht den Blonden so dringend bräuchte, denn sterben würde er so oder so, ob der Herschlag von ihm später noch existierte oder nicht, es würde keinen großen Unterschied geben, der Boss selbst hier würde unter jedem Umstand sterben. Sie gab ihm jedoch ein anderes Angebot, sie würde sich auf einen kleinen Kampf mit ihm einlassen, um ihm die Genugtuung zu geben, da schien Anthony jedoch nicht ganz mit einverstanden zu sein, denn er schluckte nur schwer, was vor allem beim Knicken der Kehle so deutlich hörbar war. Es wirkte jedoch, man ließ von ihm ab und auch die blonden Haarsträhnen wurden losgelassen, auch nur unter der Tatsache, dass er den Kopf des hängenden Mannes auch wieder nach vorne warf. Scheinbar fühlte sich der Chef hier damit zufrieden, denn Anthony bekam die Schritte mit, die er von ihm selbst weg machte, doch damit trat nur eine weitere Sorge auf. Sie hätte zu Hause bleiben müssen, wenn sie schon einen Rettungstrup hierhin schickte, das brauchten sie nicht, dass sie sich auch noch in Gefahr begab. -
Kamila Kayla Redstone
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Ihre Männer waren angespannt, dafür brauchte Kamila nicht zu ihnen nach hinten sehen, das spürte sie schon instinktiv, wie eine Mutter bei ihren Kindern. Ihre Finger waren alle bereit zu schießen, wenn es notwendig gewesen wäre, aber sie warteten noch immer auf einen Zug der Brünetten. Sie wollte es nicht so einfach haben, das erfüllte nicht ihre Gier nach Blut, die sich mit jedem weiteren Moment aufstaute, den sie hier unten verbrachten. Klar, es wäre einfach gewesen sie alle schnell zu erschießen und zu verschwinden, aber die Rache war süß.. Zuckersüß.
"Die Lady will kämpfen!", kündigte der Mann an, der noch vor wenigen Sekunden das Messer an Anthonys Kehle gehalten hatte und blickte zu seinen Jungs, die ihn dafür feierten, dass er sich mit Kamila anlegte. Er war unachtsam, denn kaum war er in ihrer Nähe schon schlug die Frau in sein fast schon makelloses Gesicht. Der Schlag saß, das spürte sie auf den Knochen, aber viel überraschter war für sie war der überraschte Gesichtsausdruck auf dem Gesicht des Mannes. Er war die paar Schritte zu seinen Männern nach hinten getaukelt und hielt sich das Gesicht, während seine Augen eine Mischung aus Wut und Entsetzen deutlich machten. "Weniger quatschen.. Mehr schlagen", sprach die Brünette auch schon und kreuzte ihre Arme vor der Brust, als würde es sie alles hier kalt lassen. Das stimmte nicht, sie war in der Sorge Anthony vielleicht nicht lebend hier rausholen zu konnen, da musste sie noch ein wenig darauf aufpassen, wie weit sie es treiben lassen würde.. Viel Zeit zum Nachdenken blieb ihr nicht, denn der Anführer holte aus, nachdem er die Schritte zu ihr wieder überwunden hatte und schlug zu, als würde es hier um sein Leben gehen. Nun, das tat es auch wirklich und auch wenn Kamila den ersten Schlägen ausweichen konnte, sie war achtsam und hielt sich zurück, während ihr schnell etwas einfallen musste.
Ihre Gedanken wurden mit dem Aufblitzen des Messers unterbrochen, welches der Mann raus holte und gegen sie nutzen wollte. Sie blockte seine Arme ab, gerade noch rechtzeitig, um nicht das Messer in die Brust gestochen zu bekommen. "Jetzt spielen wir unfair?", fragte sie ein wenig überrascht, bevor das Grinsen sich auf ihren Lippen bildete. "Da bin ich dabei". Kaum sprach sie die Worte aus schon nutzte sie ihre Position aus, um ihr Knie mit voller Wucht in eine der empfindlichsten Regionen des Mannes zu schlagen. Er ließ das Messer schneller fallen, als man gucken konnte, um sich mit den Händen sein Genitalbereich abzudecken. Der Mann verzog das Gesicht, während seine Männer tief Luft holen mussten, sie konnten sich vorstellen, wie sehr es schmerzte.
"Du solltest dich lieber nicht mit Stärkeren anlegen". Kamila hatte den Kopf des Mannes an seinen Haaren hoch gezogen, damit er sie ansehen würde, das nutzte er aber aus, um sie zu überwältigen und zu Boden zu reißen. Der Beton war hart, vor allem für den Kopf.. Hat Kamila das wirklich nicht kommen sehen? Warum eigentlich? Ah.. Ihr Ego war mal wieder viel zu groß..
"Und dir sollte man lieber zeigen, wo dein Platz ist!". Der Mann grinste breit, er holte auch schon aus, um den ersten Schlag in ihrem Gesicht rauszulassen, aber Kamila war für den Moment noch damit beschäftigt, dass ihr der Kopf schmerzte. Sie wollte ihre Arme bewegen, aber er hielt sie fest und kniete über ihr.. Die perfekte Gelegenheit.. "Nämlich unter mir!". Der Mann lachte, aber auch nicht mehr lang, denn nachdem er sich vorgebeugt hatte, nutzte die Brünette die Chance und schlug ihm das Knie ein zweites Mal zwischen seine Beine. Er ließ ihre Arme los, griff sich zu der Stelle des Schmerzes, eine typische Reaktion, welche sich Kamila zu nutze machte. Sie drehte den Spieß um, kniete über dem Mann und drückte ihre Knie in die Innenseiten seiner Ellenbogen, denn mit ihrem Fliegengewicht konnte sie ihn nicht davon abhalten sie nicht runter zu schmeißen. Sie nahm ihm die Freiheit die Arme zu bewegen und holte auch schon aus, um die Faust in seinem Gesicht zu landen. "Das ist dafür.. Das du mich nervst". Sie schlug mit der anderen Seite ein zweites Mal zu, die Nase brach. "Das ist dafür, dass ich wegen dir nicht schlafen konnte". Ein dritter Schlag.. Der Kiefer brach. "Und das ist dafür, dass du meinen Mann so unfair verprügelt hast". Nein.. Sie sagte nicht einen meiner Männer.. Gerade äußerte sich Kamila ziemlich direkt, aber sie war in Rage, ihre Worte waren ihr dabei egal.
Ihre Hand vergrub sich in den Haar des Mannes, um daran zu ziehen, bevor sie sich zu ihm runter beugte. "Und ich kann dir sagen.. Er hätte dich genauso wenig verschont". Sie ließ das Haar los, um einen weiteren Schlag zu setzen, der Mann war K. O. Aber noch nicht tot.. Das machte nichts, denn sie hatte wichtigeres zu tun. Ihre Augen blickten nach den Blonden. "Losmachen", befiehl die Frau, aber keiner rührte sich. Sie blickte nach den fremden Männern um, die ziemlich verwirrt an der Wand standen, als wüssten sie nicht, wer gemeint ist. "Losmachen, habe ich gesagt!"."The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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Der Mann, der hier für all jenes in diesem Keller verantwortlich war und es vermutlich noch deutlich länger ziehen wollte als eigentlich gebraucht, verkündete den Kampf mit jeglicher Freude in seiner Körpersprache und Mimik, was nur wieder zum Vorteil der Brünetten genutzt wurde und genau so kannte er sie, sie hatte ein gutes Auge für solche Chancen gehabt und nutzte diese gerne aus, ein großer Vorteil für sie, auch wenn Anthony an sie glaubte, so schwer schien der Herr nämlich nicht zu sein. Nur übermütig war der Mann gewesen, der sich mit seiner kleiner Manschaft zu voreilig etwas aufbauen wollte, denn sie hatten sich von Anfang an mit den falschen angelegt, sie legten sich selber zu große Steine in den Weg, die alle von ihnen früher oder später, aber vorallem heute, unerwarteterweise zerdroschen würde. Kamila war der größte Stein gewesen und wäre Anthony nicht selbst in so einem schlechten Zustand gewesen, ließe dieser auch nicht viel Gnade walten, er hätte jeden einzelnen hier verdroschen, auf eine einzigartige Weise umgebracht, wobei sie es gar nicht erst wert waren, kreativ zu werden. Die Brünette ließ sich jedoch genau diesen Aspekt nicht nehmen, sie war ihrem Blick nach noch auf etwas anderes fokussiert gewesen, sie dachte nach, wenn die Augen des Blonden denn nicht trübten und genau das konnte er sich gerade zu gut vorstellen, im Körper schien alles fehl am Platz zu sein und genauso fühlte sich Anthony auch, doch die Erschöpfung hatte dieses Gefühl einigermaßen mildern können, auch wenn diese auch gleich schon für andere Dinge sorgte.
Doch die Erschöpfung verließ ihn wie es sein Geist hätte tun können, wären die Herrschaften samt Kamila zu spät gewesen, mit dem Verlauf des Kampfes den Kamila selbst anzettelte, mehr oder weniger, weil sie es auch musste. Der Mann hing Anthony mit der Klinge an der Kehle, doch vor allem für den Blonden schien der momentane Anblick nicht besser zu gefallen, kaum war ihr Kopf auf dem kalten Betonboden aufgeschlagen. Er zog die Luft scharf ein, als sich sein Körper begann anzuspannen, weil sich die Augen nicht an das gewöhnen wollten, was sich genau vor diesen erspähte. Die Männer selbst sahen auch allesamt besorgt aus, er vertraute darauf, dass sie selbst zugreifen würden sollte es kritisch werden, doch die junge Dame wurde selbst schnell die Führerin des Kampfes und damit ließ sich auch wieder entspannt der Körper hängen lassen, als wäre damit auch nichts mehr möglich gewesen. Sein Atem reagierte jedoch weiterhin auf jedes einzelne der Schläge, die nur ansatzweise an die Brünette gingen, es war jedoch schnell vorbei, der Mann lag am Boden und bekam die letzte Rage der Brünette ab, die sie mit ihren Worten kommentierte. Sie sprach Worte aus, die der Mann selbst nur gut spüren konnte, die letzte Phrase hatte ihn jedoch wieder irgendwo anders hin katapuliert, ihr Mann.. Der Chef dieses Kellers schien nicht weiter zu reagieren, die Bewegung des Brustkorbs war noch zu erkennen, aber das war gerade nicht wichtig gewesen.
Lieber fokussierte sich die einzige Dame im Raum nun darum, dass ihr Mann von den Ketten gelöst wird, es gab keine wirkliche Bedrohung mehr, denn die übrigen Männer waren nur verwirrt gewesen und unsicher darüber, was sie nun machen sollten. Allmählich waren sie aber sicher, kaum wurde Kamila ein wenig lauter und so bewegten sie sich auf Anthony wieder zu, hatten sogleich auch einen Schlüssel für das Schloss gehabt, der die Ketten um die Handgelenke des Blonden verband. In kürzester Zeit wurde er genau von diesem eisigen Metall befreit wurden, als sich die übrigen auch um die Fußketten kümmerten und damit bekam er endlich die Freiheit, nicht mehr auf den Zehenspitzen stehen zu müssen, er ging eine kleine Stufe hinunter und wurde dadurch nur wieder vom eigenen Körper überwältigt, Bewegungen schienen gerade nicht so witzig zu sein, doch eines ließ er sich immer noch nicht nehmen. Die Kraft die er im Arm hatte, brachte er auch schon in das Gesicht des nähestens der Männer, nur um auch plötzlich an diesem vorbei zu torkel, um sich auch schon an die Wand zu lehnen, es war zu viel, deutlich zu viel. Der ganze Körper schien wieder zu reagieren, jedoch nur zum schlechten, denn es kombinierte sich wieder alles. Die Schwäche überkam ihm wieder, ihm war speiübel und die Beine machten nicht mit, alles war außer Gefecht gesetzt, doch er lebte und damit sah er auch lieber zu Kamila. An der Wand suchte er sich seinen Weg zu der Brünetten, war diese kaum erreicht hatte er sich bei ihr einen Stützpunkt an der Schulter gefunden, nur um die andere Hand über ihren Kopf zu fahren. " Alles gut? ", fragte er mit heiserer Stimme, untersuchte schon selbst ihren Kopf nach irgendwelchen Verletzungen.
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Kamila Kayla Redstone
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Sie hatte sich mit der Bewegung der fremden Männer von ihrem Opfer erhoben, um zu ihren eigenen Männern zu sehen, die nicht einmal im geringsten daran dachten die Waffen runter zu nehmen. Sie waren bereit, wenn die anderen nicht hören wollten, aber die Anfänger waren zu sehr mit ihrer Angst beschäftigt, den Respekt hatte sich die Frau erkämpft, ganz sicher, da brauchte sie auch gar nicht mehr zu sagen, die Herrschaften standen schon wie von selbst wieder mit genügend Abstand von dem Blonden, um ja nicht auf dumme Gedanken zu kommen. Einen hatte es noch erwischt, da blickte auch Kamila ein wenig überrascht, dass Anthony genügend Kraft hatte, mit seiner Faust in einem anderen Gesicht zu landen, doch schnell verschwand der Hochmut auch, mit dem Anblick des Blonden und seiner Kraftlosigkeit. Er hatte es bis hier hin ausgehalten, jetzt würde alles nur noch besser werden, dessen war sich die Frau sehr sicher, denn solange er lebte konnte man ihn wieder auf die Beine bringen.
Den Weg zu ihr hatte sie ihm deutlich kürzer gestaltet, war Anthony entgegen gekommen, um erleichtert auszuatmen, als er mit ihr sprach. Bei ihr war definitiv alles gut.. Nun, ihr Kiefer schmerzte, von den Schlägen im Gesicht, ihr Kopf war von dem Beton noch am Schmerzen und eigentlich brannte auch der Oberarm, aber viel wichtiger war der Blonde, er war deutlich schlimmer verletzt, da war das, was Kamila hatte unwichtig. Sie nickte energisch mit dem Kopf und stützte den Mann, um ihn ja nicht stürzen zu lassen. "Ich bringe dich hier raus", sprach sie und fuhr mit ihrer Hand sanft über seine Wange, um ein wenig besorgt zu lächeln. Mike war schon zu ihnen geeilt, um den Mann von der anderen Seite zu stützen, da bot sich Kamila für die andere Seite an, er würde es sonst alleine sicherlich niemals schaffen.
"Lass mich das machen", Elias wollte schon die andere Seite stützen und Kamila die Aufgabe abnehmen, aber diese schüttelte nur den Kopf. "Kümmere dich um die da.. Sie gehören dir". Mit ihrem Kopf deutete sie auf die fremden Männer in der Ecke und kaum blickte Elias zu ihnen grinste er schon über beide Ohren hinweg. "Sicher?", fragte er noch einmal nach, da musste die Brünette doch kurz lachen. "Viel Spaß.. Wir fahren schon mal vor". Mit den Worten deutete Kamila auch schon auf die Tür, um mit Anthony und ihrem Bruder aus dem Keller zu verschwinden, damit die medizinische Hilfe so schnell wie möglich kommen konnte.
"Hast du den Arzt schon abholen lassen?", Kamila blickte zu ihrem Bruder, Sorge lag in ihrem Gesicht. "Er wartet im Haus..". "Hat er alles mit?". Mike schmunzelte ein wenig belustigt. "Ja, Chefin..". Er schüttelte den Kopf ganz sachte, aber auch nur, weil er es nicht glauben konnte.. Kamila war jemand wichtig, sie sorgte sich um jemanden.. Sonst wären sie ja nicht hier. Ungewohnter Anblick."The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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Die schmerzhaften Schritte, die vorallem mit einer gewissen Taubheit in den Schenkeln so schwer schienen, wurden ihm glücklicherweise erleichtert, indem seine lang ersehnte Freundin selbst auf ihn zu kam, ob es nun eine indirekte Hilfestellung war oder die eigene Sehnsucht von Kamila. Er seufzte erleichtert, als sie schon ihm zunickte, ihr ging es scheinbar noch gut, auch wenn er sich trotzdem immer noch anderes vorstellen konnte, der Aufprall mit dem Kopf schien ihm doch nicht ganz so harmlos zu sein, vielleicht sollte er es wohl selbst noch einfach bei ihr beobachten, wie es die nächsten Stunden sein könnte. Doch wer wüsste, ob er überhaupt die Konzentration dafür noch hatte, sich immer wieder selbst daran zu erinnern. Doch es war Kamila, wenn es sein sollte würde er es sich noch die nächsten Tage immer wieder in den Kopf führen lassen, um auch immer sicher zu sein. Sie sprach, dass sie ihn hier rausbringen würde, doch er war sich unsicher, ob sie ihn denn genug stützen könnte, da war Mike an seiner Seite noch besser aufgehoben, sonst wären die beiden noch gemeinsam durch ihn noch die Treppen wieder runtergestürzt, weil er nicht ganz die Kontrolle über seine Beine hatte. Die zarte Haut ihrerseits konnte er noch an seiner Wange spüren, das Lächeln beunruhigte ihn jedoch nur, wie viel Sorgen hatte sie sich gemacht, vorallem schon wie lange? Sie schlief scheinbar nicht, doch das konnte auch schon deswegen sein, weil er einfach nicht da war. Da waren die beiden wohl gemeinsam fertig gewesen, Anthony konnte sich auch nur noch flach hinlegen, für anderes war er vermutlich auch nicht mehr fähig. Der Schlag war zur Befriedigung seinerseits, doch alles hatte seine Konsequenzen und ob es nun in einem Zusammenhang stand oder nicht, er schwächelte wieder in seinem Stand, er brauchte sich aber keine Sorgen um eine Stütze zu haben, die beiden waren bereits für genau solche Momente da und während er sich wieder sicher auf beide Beine stellte, sprachen sie über den Arzt, den er schon kennenlernen durfte. Er war bereits da, so hoffte der Blonde doch schon selbst, denn ihm war ganz unwohl bei der Sache. Es stand ihm auch schon im Gesicht geschrieben, die Blässe machte einen Kontrast zum eingetrockneten Blut am Mund und der Braue, doch das war seine letzte Sorge gewesen. Es waren übliche Dinge gewesen, die sich zu jeder Prügelei bilden konnten. Langsam und vorsichtig hatten sie ihn nach oben gebracht, vorallem jedoch musste alles irgendwie trotzdem geschwind gehen. Sie hatten es geschafft, ihn in den Wagen zu bringen, wo sich der Blonde auch schon hinlegte unter Schmerzen, die er im Liegen abklingen lassen konnte. Er konnte sich natürlich noch was von ihr anhören, das war ihm bewusst gewesen, doch er konnte ihr nur bedingt folgen. Ja, er würde es nicht nochmal tun.. Und ja, er war ein furchtbar großer Idiot gewesen, das wusste er selbst und wie gut er doch wusste, dass die Brünette sich Sorgen machte. Die Nachrichten zeigten es ihm, doch er konnte sie nicht lesen, er hätte sie gerne einmal gesehen, auch wenn er die Worte kannte. Durch alles hatte er selbst Schuldgefühle angesammelt, die ihn nur schlechter fühlen ließen, doch sie hatte schon eine Lösung für beide gezeigt. Ein Kuss, der die beiden wieder verbinden konnte, beide zeigte, dass sie auch nicht mehr getrennt sind. Ein kleiner Hoffnungsstrahl für beide, dass es wieder zur Normalität kommen würde. Die Hand des Blonden krallte sich jedoch in die Haut seines Bauchs, während die andere versuchte entspannt die der Brünetten zu halten.
Sie waren angekommen, Anthony konnte endlich die benötigte Behandlung bekommen, zu der sie auch schon versuchten zu eilen, denn der Blonde wartete nur verzweifelt auf eine Besserung. Er wollte nicht in das besorgte Gesicht der Brünetten sehen, er wollte ihr zeigen, dass alles gut bei ihm war und so hoffte er doch auch, dass der Arzt mitspielte, mit welchem er alleine im Zimmer alleine gelassen wurde. Zu Beginn schien es routinemäßig zu sein, denn es war nichts sofort zu erkennen, jedoch erzählte er immer weiter und weiter und gab vermutlich die besten Anzeichen darauf, dass er etwas hatte, indem er vorallem zuckte, sollte etwas höllisch schmerzen. Der Arzt schien jedoch für einen Moment ratlos zu sein, etwas fehlte ihm selbst, denn er konnte noch nicht alles erklären. Die Übelkeit konnte gut noch von dem schweren Schlag auf dem Kopf kommen.. Die Schmerzen bei Bewegungen kamen vorallem von der Beckenprellung, die Lendenwirbeln schienen dazu noch verletzt zu sein, aber was sollte der Schwindel, die Taubheit in seinen Beinen? Der Arzt ging hinaus, dafür fand er bisher keine Lösung, weswegen er draußen Kamila aufsuchte. " Ich hab eine Beckenprellung diagnostiziert und die Lendenwirbel wurden auch verletzt, deswegen sollte er sich so wenig wie möglich bewegen.. Ich würde ihn aber unter Beobachtung stellen, weil.. " Im Hintergrund erhörte man nur den Blonden erbrechen, damit blieb es jedoch auch schon still, weswegen der Arzt kurz lauschte. Es geschah jedoch vorerst nichts weiteres, er würde sich gleich sofort darum kümmern. " er unerklärliche Symptome hat und er eine Gehirnerschütterung von einem starken Schlag hat, es sollte aber- " Anthony meldete sich zu Wort, denn er selbst konnte endlich realisieren, verstehen, was alles gerade auf sich hatte. " .. Doc? Ich hab Blut erbrochen.. " Der Arzt huschte auch schon rein, um nach dem rechten zu sehen, denn es schien doch etwas mächtig schief zu sein, weswegen er nur kurz weiter nachfragte, was er denn noch gerade hatte. " Kamila? Holst du die Tasche unten? ", fragte dieser auch schon etwas konzentrierter, ließ den Blonden nicht aus dem Blick, während er die Magengegend bereits abtastete. -
Kamila Kayla Redstone
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Es stimmte alles vorne und hinten nicht und dessen war sich Kamila sehr wohl bewusst. Sie hatte genug Menschen in ihrem Leben körperlich so verletzt, dass sie ganz genau wusste, was man damit alles anstellen könnte und da befürchtete sie nur schlimmes. Natürlich wollte es sich die Frau nicht anmerken lassen, deshalb meckerte sie auch schon im Wagen drauf los, einfach nur, um Anthony wach zu halten. Es würde sich alles als deutlich schwieriger erweisen, wenn er jetzt einschlafen würde, wer weiß, ob sie ihn wieder wach kriegen würden, deshalb meckerte Kamila drauf los. Er hörte ihr zu, sie ließ ihre Augen nicht von seinen los, um genau das zu sehen, bevor sich ihre Lippen berührten. Es hatte sich wie eine Ewigkeit ohne einen Kuss angefühlt.. Dabei waren es gerade vielleicht zwölf Stunden, nicht einmal ein ganzer Tag.
Der Doc hatte sie mit einem kurzen Nicken begrüßt, sagte nichts dazu, in welcher Situation er schon wieder steckte, aber Kamila konnte ihm ansehen, dass er froh war, dass nicht schon wieder sie in den schlimmen Zustand war. Seit gut zehn Jahren kannte sie den Mann schon und sie wollte gar nicht zählen, wie oft der Mann ihr schon das Leben gerettet hatte. Ihm vertraute sie ihren eigenen Mann an, der Arzt wusste, was er zu tun hatte, auch wenn er zu Anfang noch ein wenig ratlos schien. Er war sich nicht ganz sicher, was dem Blonden fehlte, nun, ohne die nötigen Geräte war es sicherlich schwierig, aber ein Krankenhaus jetzt.. Unmöglich!
Es ging jedoch plötzlich alles so schnell.. Anthony hatte Blut erbrochen und in der Brünetten zog sich alles zusammen. Sie ignorierte die eigenen Schmerzen.. Der Kopf pochte von dem Aufprall sehr, aber es war nichts gegen die Angst, die sich in ihrem Körper aufbaute. Blut im erbrochenen,sie wusste, was das bedeutete.. Und trotzdem schaffte sie es gegen das Bedürfnis anzukämpfen, zu Anthony zu laufen, um seine Hand zu halten. Die Tasche musste her, die restlichen Sachen sollten hoch, das besorgte die Frau auch, animierte ihre Männer dazu, den Rest nach oben zu tragen, damit es schneller alles da war. Kamila wollte mit den Sachen eigentlich rein, aber ihr Bruder wollte es anders, er nahm sie ihr ab und war dabei ihr die Tür vor der Nase zu schließen, um den Mann im Kittel zu helfen. "Mike, lass mich rein", die Frau wehrte sich dagegen und hielt die Tür auf, aber ihr Bruder ließ nicht wirklich mit sich reden. "Geh eine Rauchen, Kamila". Er klang so ernst, wie er es selten war. "Mach keinen Scheiß, lass mich rein!". Sie wollte sich an dem Mann vorbei rein drängen aber er war deutlich größer und vor allem stärker als sie, da war es für ihn kein Problem die Brünette zurück zu schieben und kurz vor die Tür zu kommen. "Hör auf, Kamila! Du reißt dich jetzt zusammen und gehst eine Rauchen!". Er wurde jetzt auch lauter. "In diesen Zustand bringst du gar nicht! Verstanden? Du gehst jetzt brav die Füße still halten und wenn wir hier fertig sind hole ich dich rein, kapisch?!".
Die Brünette öffnete ihren Mund, um etwas zu sagen, aber die Worte erreichten das richtige Zentrum in ihrem Gehirn und ließen den Mund sich auch wieder schließen. "Reiße dich zusammen.. Und komm runter.. Er braucht dich nicht in diesem Zustand..". Mike verschwand wieder in dem Zimmer und schloss die Tür vor Kamila zu, er ließ sie in dem Flur stehen.. Alleine und vor allem mit einer Leere in ihrer Brust.. Blut im erbrochenen.. Vielleicht war sie doch zu spät gekommen.. Vielleicht hatte sie versagt, das zweite Mal schon in ihrem Leben. Sein Schrei von dem Anruf in der Nacht war in ihrem Kopf wieder zu hören, während sich Kamila am Ende des langen Flurs am Fenster auf den Boden setzte. Einer der Männer hatte ihr tatsächlich Zigaretten gebracht.. Es gab auch Wasser für sie und sie wollten alle wissen, ob sie ihr helfen konnten, aber die Frau konnte nur die Tür fokussieren, hinter welcher Anthony lag.. Und darauf warten, dass sie aufgehen wird."The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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Von Anfang an war ihm bewusst, dass seit den Schlägen mit der Brechstange etwas nicht mehr nach dem rechten ging. Irgendwas lief nicht richtig, etwas reagierte anders, doch er spielte er es runter. Schließlich hätte das ausgespuckte Blut kurz nach den Schlägen bei einer Ruhephase auch einfach nur das Blut der Lippe gewesen sein können, irgendwas hätte sich da abgeschlagen, weswegen er diese intensiven Schmerzen verspürte, weswegen es plötzlich wenig später um ihn begann sich alles zu drehen. Er schob es nur auf den Schlag auf den Kopf, damit hatte er versucht so vieles zu erklären während er da hing, denn die Ungewissheit hätte ihn noch vermutlich vor Sorge sterben lassen, er hätte sich in den Wahnsinn getrieben wären es die letzten Momente gewesen, die er nicht noch mit der Brünetten teilen konnte. Sein Blick richtete sich jedoch auf den Fleck vor ihn, er erhob sich ruckartig bei dem Gefühl, dieses Mal wolle wirklich irgendwas raus und mit der Warnfarbe vor sich begann sich wirklich alles in ihm zusammenzuziehen, als hätte er nicht schon längst eine Vorahnung gehabt, die er vorallem vor seiner Freundin nicht offenbaren wollte, denn genau diese hätte schon viel früher so reagiert, wie sie es scheinbar genau jetzt tat. Denn während seine Augen nur musterten, wie das Blut in den Stoff hinein sickerte, war der Arzt auch schon dabei gewesen ihn lieber wieder in die Matratze zu drücken, egal welche Schmerzen diese denn verursachen konnten, denn er konnte überhaupt froh darüber sein, wenn er später die überhaupt noch spüren konnte. Es ging alles schnell, im liegen ließ sich auch der nächste Schwächeanfall verkraften, er hatte nicht Möglichkeit irgendwo hinzukippen und so sah er nur, wie sich alles wieder vor seinen Augen an der Decke drehte, während er nur schuldbewusst versuchte die besorgniserregende Stimme Kamilas zu ignorieren, doch das ging nicht. Ihr Bruder war da gewesen um zu vor ihrer eigenen Panik zu schützen, um es hier alles nicht noch schwieriger zu gestalten. Wieder versuchte sich Anthony aufzuraffen, um nochmal zur Tür zu blicken um vielleicht noch einen Anlitz von ihr zu bekommen, im gleichen Moment biss er auch schon die Zähne zusammen und gab einen unterdrückten Ton von sich, bevor er sich selbst wieder flach hinlegte. Die Augen kniff er zusammen, konzentrierte sich doch wieder vergebens auf die Fragen, seit wann er das Taubheitsgefühl in den Beinen hätte, seit wann ihm die ganzen Sachen auffielen. Er sprach über den Anruf an Kamila, Mike würde damit vielleicht schon wissen um welche Uhrzeit das sein könnte, damit wurde nur noch alles eiliger. Der Arzt leitete Mike an, was er in der Tasche suchen sollte, während er selbst an Anthony herumfummelte, was er nicht wirklich nachspüren konnte, nur überfordert da lag. Wieder bekam er es nur schwach mit, seine Augen versuchten nur irgendwie das Geschehen zu verfolgen, während man ihn geschwind versuchte an eine Bluttransfusion zu stöpseln, bevor man ihm auch schon einen Medikamenten-Cocktail vorbereitete. Irgendwelche Instrumente holte man raus und bevor er selbst in Panik verfallen konnte, schwächelte es wieder.
Gefühlt eine Ewigkeit steckten sie bereits in diesem Zimmer, welcher sich vorallem für Anthony immer verkleinerte und verkleinerte, doch es waren nur Wahnvorstellungen, auf die er nicht weiter eingehen konnte, denn entweder war Mike bereits da um ihm vom Unsinn zu schützen oder der Arzt richtete ihn wieder her, um in Ruhe weiter machen zu können. Man hinderte ihn mit allen möglich an sich runter zu sehen, bevor er damit noch einen Energiekick bekommen würde, weil sein Körper wieder Warnungen von sich gab. Doch so ganz mitbekommen hatte er nun nichts wirklich, man hatte gut um ihn gesorgt, weswegen vorallem der Arzt erleichtert ausatmete, als er die Naht fertig hatte. Der Blonde war zum Teil zugedröhnt gewesen, er spürte irgendwie gar nichts mehr, weswegen ihm wieder die Augen zufallen wollten. Mike hielt ihn aber wach, vorallem um seiner Schwester keinen Schrecken zu geben, sollte er sie gleich endlich reinholen können. -
Kamila Kayla Redstone
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Reiße dich zusammen!
Es war wie ein Mantra, welches Kamila in ihrem Kopf immer wieder zu sich sprach. Sie hatte es irgendwann aufgegeben auf die Tür zu sehen, das brachte sie nur dazu eine Zigarette nach der anderen zu rauchen in der Hoffnung, dass dieses bedrückende Gefühl auf der Brust endlich los lassen würde, aber es brachte nichts, das sah sie auch nach der fünften Zigarette ein und ging lieber in sich, um sich zusammen zu reißen. Bisher war sie immer die, die dort drin war und dafür sorgte, dass sich der Rest endlich beruhigte und ihr nicht auf die Nerven ging, aber so schnell konnten sich die Rollen ändern, vor allem, wenn man am wenigsten daran glaubte. Es war übel darin.. Sicherlich war es das, wenn man sich die Zeit dafür nahm kurz darüber nachzudenken, was Anthony alles zugestoßen worden sein kann. Das Schlimmste an der ganzen Sache war eigentlich nur die Tatsache, dass Kamila schuld war.. Und das so gut wie an allem. Sie war ausgerastet und hatte sich nicht unter Kontrolle gehabt, womit Anthony ausgerastet war.. Und wenn sie ihm diese Scheiße nicht an den Kopf geworfen hätte wäre er nicht gegangen... Und dann.. Würde er dort drinnen jetzt nicht um sein Leben kämpfen.
Tränen bildeten sich in den Augen der Brünetten und so schnell, wie es für sie nur möglich war drückte sie auf die Tränendrüsen, um ja jetzt nicht zu weinen. Ihre Männer standen noch in der Nähe, sie machten sich alle Sorgen um den Blonden und vor allem um Kamila, den so kannte man sie wirklich nicht.
Nicht weinen... Nicht weinen.. Verdammt.. Nicht weinen!
Es war das zweite Mantra gewesen, welches sich die Frau in ihrem Kopf immer wieder sagte. Sie hielt es schon so lange ohne Tränen aus, da musste sie nicht jetzt anfangen zu heulen, ohne wirklich zu wissen, was los war. Sie konnte weinen, wenn es soweit war.. Wenn der Arzt rauskommen und ihr sagen würde, dass man nichts mehr für Anthony tun konnte.. Doch.. Vermutlich würde sie nicht einmal dann weinen, um nicht die letzten Minuten mit dem Mann dafür zu verschwenden.
"Kamila?". Die Stimme kam ihr bekannt vor, es war Mike.. Moment, hatte sie nicht mitbekommen, wie die Tür aufgegangen war? Erschrocken über diese Tatsache blickte sie zu dem Mann, der sich zu ihr runter gebeugt hatte. "Hör zu..", diese Sanftheit in seiner Stimme war sie nicht gewohnt. "Ich lasse dich jetzt zu ihm.. Aber nur.. Wenn du versprichst kurz nach ihm zu sehen, um dich dann verarzten zu lassen...". Die Frau runzelte die Stirn. "Du hast eine Schusswunde am Oberarm.. Das sollte gesehen werden". Ein großes Fragezeichen war auf ihrem Gesicht zu sehen, bevor die Brünette zu dem Oberarm sah, um den Grund dafür zu finden, warum es sich so komisch anfühlte.. Das Adrenalin ließ sie den Schmerz gar nicht spüren.. Ihre Augen blickten wieder zu den Brünetten und sie wollte eigentlich aufstehen. "Wenn du dich verarzten lässt.. Darfst du bei ihm bleiben, okay?". Mike sprach gerade mit seiner Schwester, wie mit einem kleinen Kind, aber nach seiner Einschätzung war ihre psychische Verfassung zur Zeit für nichts anderes zu haben.
Nur langsam nickte Kamila und ließ sich auf die Beine helfen, um ins Zimmer begleitet zu werden, in welches sie vorhin noch krampfhaft versuchte reinzukommen. Da lag er.. Es sah übel um ihn herum aus... Wie ein Schlachtfeld.. Aber die grünen Augen blickten lieber zu dem Mann, welchem sich Kamila näherte, um vor dem Bett in die Knie zu fallen. "Anthony..", sprach sie leise, bevor sie nach seiner Hand griff. "Es tut mir leid..". Jetzt fing der Kampf gegen die Tränen wieder an, aber den würde sie noch gewinnen.. Sie würde definitiv nicht vor ihm weinen, nicht, solange er in dieser Verfassung war."The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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Man verkündete ihm noch kurz, dass zumindest der Brünette das Zimmer verlassen würde, um sogleich auch schon seine Schwester mit sich wieder herzubringen, um keine ruckartigen Bewegungen bei dem verarzteten Mann zu verursachen, weil dieser vielleicht noch durch den Türrahmen den Weg des Mannes sehen wollte. Abgehalten wurde er davon nicht direkt, das war auch gar nicht nötig gewesen, denn seine Verletzungen hatten ihn bereits selbst genug dabei eingeschränkt, sich irgendwie voreilig in irgendeine Richtung bewegen zu können. Zusammenreißen musste jedoch vorallem Anthony sich, als er die leichtfüßigen Schritte hinter denen des großen Mannes hörte, sie war nah und so musste er sich unbedingt nach ihr umschauen, richtig, er wollte doch nach ihrem Kopf sehen. Man rannte auch schon auf ihn zu, er selbst blieb jedoch still liegen, denn mit der flachen Hand auf der Brust hatte der Arzt auch genau das angewiesen, während er nochmal die umgebende Haut der Naht sterilisierte, nur um sicher zu gehen, denn für solche Eingriffe hatten sie nun wirklich den falschen Raum gehabt, sowas war dann doch eher im Krankenhaus besser aufgehoben, aber die Möglichkeiten wie diese waren ihnen einfach verwährt, sollten sie denn nicht ein ganzes Krankenhaus dafür besetzen. Es ging so auch schon alles gut, so fühlte es sich doch alles an oder genau so fühlte es sich nicht an, denn er spürte nichts, doch bevor er deswegen in Gedanken über diese Frage philosphieren konnte, ergriff sein Kopf wieder die Konzentration und sah zur Hand, die Kamila ergriff. Sie entschuldigte sich wieder, dieses Mal jedoch unbegründet, denn bei ihr traf keine Schuld, jedoch sah genau die Dame es anders. Vorsichtig drehte er sich auf die Seite, gab dem Arzt auch die Freiheit die ganzen Instrumente zu reinigen, um sich auch gleich um Kamila zu kümmern, so wie es Mike ihm erzählte. Ihre Augen waren rot, als hatte sie mit sich selbst zu kämpfen gehabt, weswegen Anthony selbst kurz durchatmen musste, um sich nicht in die selbe Stimmung ziehen zu lassen. Lieber wollte er den positiven Pol spielen, um sie ein wenig aufzuheitern, schließlich ging gerade wieder alles bergauf, wenn man den Blicken des Arztes traute. Die trüben Augen musterten die Hände, die Anthony versuchte nur weiter ineinander zu haken, um ihre Nähe besser bei sich zu fühlen. Die freie Hand fand wieder an ihrem Kopf Platz, über welche er wieder schwach strich, nur um nach ihr zu sehen. " Dich trifft keine Schuld, Kamila.. Das weißt du. ", begann er zu reden, kaum hatte er die Worte zusammen gesammelt. Seine Augen konnten endlich wieder in die grünen ihrer sehen, es gab ihm ein so schönes Gefühl, auch wenn die Augen schon wieder fast sein Herz zerbrechen ließen. " Du.. bist doch sonst auch so ein schlaues Mädchen. ", sprach er nur weiter und schüttelte auch gleich den Kopf, als würde er Worte dagegen schon wieder abwehren, andere Meinungen interessierten ihn gar nicht, sie war nicht schuld, in keinstem Wege. Der Blonde seufzte jedoch, laut Arzt soll er erstmal auf seinem Rücken bleiben, weswegen er diesem lieber folge leistete. " Und wie geht es jetzt deinem Kopf, Prinzessin ? ", fragte er nur, um sie auf andere Gedanken zu bringen, irgendwas musste er ja in seinem Möglichen tun, um sie von ihrer Stimmung, von ihrer erdachten Schuld wegzubekommen.
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Kamila Kayla Redstone
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Die Wunde am Bauch wurde noch einmal sauer gemacht, aus dem Augenwinkel heraus konnte es die Frau sehen, aber nicht wahr haben. Man musste nicht mit ihr sprechen, um ihr zu erklären, was los war, dafür hatte sie viel zu viel in ihrem Leben bisher gesehen und war sich sicher, dass zwar die Lebensgefahr erst einmal vorüber war, die Sorge aber um das Wohlergehen des Mannes noch bleiben würde. Er durfte sich jetzt nur keine Entzündung holen, keinen Infekt, der die Wunde infizieren und die Lebensgefahr wieder mit sich bringen würde. Wenn sie das vermeiden werden, wird alles gut gehen, dessen war sich die Brünette sicher.
Sie achtete nicht wirklich auf ihre Umgebung, sie vernahm zwar das Chaos um sie herum, welches langsam beseitigt wurde, war aber mit ihren Gedanken und vor allem mit ihren Augen ganz wo anders. Kamila musterte den Mann akribisch, um jede kleinste Veränderung in seinem Gesicht zu sehen. Er verschränkte ihre Finger ineinander, dabei half sie ihm, kam ihn entgegen, damit er seine Kraft nicht dafür verschwenden musste. Er brauchte sie noch für den Kampf, der ihm entgegen stand. Seine ersten Worte lösten eine Welle aus, in dem ganzen Körper der Brünetten.. Gänsehaut bildete sich, ihre Brust fühlte sich wieder deutlich enger an und neben der Angst, die noch immer vorhanden war war dort genau das Gefühl vorhanden, nach welchem sie sich die letzten Stunden gesehnt hatte.. Allein die Art und Weise, wie Anthony ihren Namen aussprach schenkte der Frau so viel Liebe, dass sie gar nicht wusste, wohin damit, aber entgegen der Vorstellungen des Mannes wusste sie definitiv nicht, dass es nicht ihre Schuld war. Immer wieder war Kamila das Szenario gegangen und hatte versucht rational darüber nachzudenken und auch wenn sie keinen Abschluss und damit keine großen Mathekenntnisse hatte, in ihrer Rechnung war sie immer das, was übrig blieb. Durch ihren dummen Fehler standen sie jetzt hier, wo sie gerade stehen.
Gegen den nächsten Satz sagte die Brünette nichts, sie wollte keinen Streit auslösen, sie wollte Anthony nicht wütend machen, daß brauchte er erst einmal nicht, viel lieber genoss sie seine Stimme, seine Anwesenheit, die sie nicht mehr missen wollte. Er nannte sie Prinzessin.. Er konnte sie alles nennen, was er nur wollte.. "Der Kopf ist okay", antwortete die Brünette gar nicht so laut und sicher, wie sie es sonst tat. "Der Doc wollte drüber gucken, wenn er mit dir fertig ist". Sie gab sich dem hin, was ihr auferlegt wurde ohne großes wenn und aber, als hätte sie eine Wende vorgenommen, die all ihre vorherigen Prinzipien verwerfen ließ. Es war die Angst, die Panik, mit welcher Kamila noch zu kämpfen hatte, die dafür Schuld waren, die die zu dem Mädchen machen, welches sie vor dem ganzen Scheiß in ihren Leben war.
Mike räusperte sich, er wollte andeuten, dass Kamila mitkommen sollte, wie sie es versprochen hatte. Ihr Blick glitt kurz zu ihrem Bruder, der mit der Kopfbewegung auf die Tür deutete und mit einem Nicken blickte die Frau auch wieder zurück. "Ich komm gleich wieder, ja? Schlaf ein wenig.. Damit du schnell wieder zu Kräften kommst". Ein sanftes Lächeln war auf ihrem Gesicht zu sehen, bevor sich Kamila vorbeugte, um dem Blonden einen Kuss auf die Stirn zu geben. Nut widerwillig und langsam ließ sie seine Hand los, um sich von ihrem Bruder wieder auf die Beine zu helfen und mitzukommen. Unsicher glitt ihr Blick immer wieder zurück, sie wollte den Mann nicht alleine lassen, das brach ihr das Herz. "Ich bleibe hier und passe auf", Mike hatte ihr zugenickt und blieb in dem Zimmer zurück."The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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Einzig und alleine galt seiner Konzentration das Funkeln ihrer grünen Augen, doch das Funkeln galt nicht völlig ihm, denn es ließ sich immer wieder ein bitterer Unterton erwischen. Es war ihre Schuldzuweisung, die ihre Augen doch noch so traurig aussehen ließen, da brachten auch die die schwungvollen Wimpern nichts, jedes Mal wenn sie blinzelte, welche er sonst doch immer so gerne bewunderte. Es hatte nicht mehr die gleiche Magie gehabt im Moment, denn er wollte in das Grün sehen, nur um sich mit einem Seufzen darüber im klaren zu werden, dass er ihr definitiv noch ein paar Worte sagen sollte. Das sie nicht Schuld an dem ganzen war, das er sich dafür entschied auf Abstand zu gehen, das sie die beiden bereits gemeinsam gesehen haben, das sie ihn so oder so irgendwann gefunden hätten, denn er war ein Mittel zum Ziel gewesen, welches schließlich bei ihr lag. Gerade schnürte jedoch sein eigener Körper ihm die Kehle zu, als würden ihn weitere ausgesprochene Worte nur weiter in den körperlichen Stress versetzen, weil sich seine Lunge nicht einzig und allein auf das Atmen konzentrieren konnte. Ihre unsichere Stimme hatte ihm auch schon alles gegeben, was er als Antwort benötigte, doch der Arzt würde sich auch schon gleich mit ihr hinsetzen und genau das untersuchen, weswegen der Blonde sich einfach nur zurücklehnte, ihre Behandlung würde auch nicht mehr lange warten müssen, sie waren hier endlich fertig gewesen.
Deswegen war auch Mike wieder der gewesen, der genau dafür den richtigen Zeitpunkt fand, um sie wieder mit dem Arzt wegzuschicken. Sie konnte sich endlich auf sich selbst konzentrieren, wobei Anthony selbst schon genau das wiederlegen konnte, er kannte sie doch dafür schon zu gut. Kamila sprach ihm jedoch die Sicherheit zu, dass er sich ein wenig ausruhen sollte, schlafen sollte, da nickte er ihr nur zu und schloss genüsslich die Augen, als er wieder ihre Lippen auf seiner Haut spüren konnte. Aufmunternd lächelte sie ihm zu, die gehobenen Winkel hatten seine Stimmung verbessert, weswegen er es auch mit einem Schmunzeln bei ihr versuchte. Seine Augen verfolgten ihre letzten Zentimeter aus dem Raum, er hob die Hand zum Abschied, als sie noch einmal so unsicher in den Raum blickte. Es war eine Mimik gewesen, die sonst so unüblich bei ihr schien, weswegen er nur wieder schwer ausatmete und statt zum Türrahmen zu ihrem Bruder blickte. Er sah ihn nur ratlos an, was das denn alles zu bedeuten hatte, doch man kann ihm nichts anderes als den gleichen Blick zurückgeben, weswegen er sich mit der Hilfe von Mike auch schon aufsetzte, er war hier nicht fertig und solange er Kamila nicht wieder bei sich hatte, um sie nicht noch ein wenig beruhigen zu können, würde er sich nicht trauen ein Auge langzeitig zu schließen. " Lass uns die Bettwäsche wechseln, solange sie nicht noch auch Ruhe braucht.. ", schlug er auch schon mit leiser Stimme vor, während sein Kopf sich nur weiter die Mühe versuchte zu geben, zumindest mental bei der jungen Dame zu sein. Vermutlich würde sie sich auch noch verrückt machen, weil sie noch den Rest seines ausgeschiedenen Bluts erkennen konnte, so würde man sich jedoch auch gar nicht erst neben ihm hinlegen. Anthony bestand darauf, wenigstens die Kissen machen zu können, warf den genutzten Stoff auch schon auf den Boden, eigenständig in den Keller zu laufen konnte er vergessen, es war auch alles andere als gesundheitsförderlich. " Du erzählst ihr nichts, oder? ", fragte der Blonde auch schon bei dem großen Mann nach, der hier zur Sicherheit bei ihm blieb. Er bekam hier die Gespräche mit dem Arzt mit und sollte er sich bei Kamila mit diesen Details verwickeln, würde sie noch austicken und noch selbst irgendwo in die weite Welt laufen, das war schon vorprogramiert gewesen. Das erste Kissen legte er ab, jedoch auch nur um wieder auszuatmen, es war doch anstrengender gewesen als vorerst gedacht. -
Kamila Kayla Redstone
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Unsicherheit. Wann zuletzt verspürte Kamila solch ein Gefühl in ihrer Brust? Es musste schon einige Zeit her sein, denn so wirklich konnte ihr Kopf nicht ganz drauf klar kommen. Sie war ängstlich, sie war unsicher..und sie hatte das Bedürfnis einfach nur loszuweinen, um all das, was sie spürte endlich wieder verschwinden lassen zu können. Natürlich würde ihr keiner was sagen, vor allem ihr Bruder nicht, der sich nicht dessen sicher war, was er von der ganzen Situation halten sollte. Er hatte eine große Sorge, welche nicht nur dem Blonden galt, sondern vor allem seiner Schwester. Das letzte Mal in diesem Zustand.. Hatte es nicht gut geendet, sie konnte mit Angst und Panik nicht umgehen und er war sich sicher, dass es nicht gut enden wird, je mehr sie sich dort rein steigert, deshalb nickte er stumm auf Anthonys Worte hin. "Je weniger sie weiß, desto besser für sie", sprach er schon dazu, auch wenn er sich dessen bewusst war, welch Konsequenzen auf die beiden warten werden, sollte es doch rauskommen. Er nahm sie in Kauf.. Er nahm alles in Kauf, um seine Schwester wieder vor dem Abrutschen zu bewahren, welches ihr bevorstand, wenn sie sich weiter reinsteigern würde.
Die Brünette saß in einem der Zimmer nebenan. Das Haus bot viele freie Zimmer, der Arzt hatte sich eines dieser ausgesucht, um sie und ihre Männer zu versorgen. Es waren, verglichen mit Anthony, nur sehr oberflächliche Verletzungen, ein paar Prellungen hier, ein paar blaue Flecke da.. Nur bei Kamila sah es nicht ganz so gut aus, aber das war sie schon gewohnt. Mit nacktem Oberkörper saß sie auf einem der Stühle, die in die Mitte gestellt wurden und ließ sich den Oberarm verarzten, der wohl angeschossen wurde. Es war ein Streifenschuss.. Aber ein sehr tiefer, er musste genäht werden, dabei gab es nur ein großes Problem.. Nähen tat weh.. Und Kamila sollte lieber nicht mit Schmerzmitteln anfangen, nicht in diesem Zustand. Der Arzt kannte sie schon lang genug, um sie in allen erdenklichen Lagen des Lebens gesehen zu haben, er war sich dessen bewusst, wie es enden konnte, sollte er jetzt damit anfangen.
Jemand klopfte an der Tür, sie ging scheinbar einen Spalt weit auf, ganz genau konnte es Kamila nicht sagen, sie saß mit dem Rücken zu dieser gewandt zu. "Wie sieht es aus, Doc?". Es war Mike.. Moment mal, wer war bei Anthony? Ein wenig panisch blickte Kamila schon zu der Tür, aber ihr Bruder konnte sie beruhigen: "Ich habe Oliver kurz reingesetzt.. Um nach dir zu sehen". Die Panik löste sich langsam auf, ein brennen durchzog die Frau, während der Mann im weißen Kittel die Wunde reinigte. "Wir haben ein Problem.. Sie hat diverse Prellungen.. Der Kiefer ist aber ganz.. Im Gegensatz zu der Nase..Mit dem Kopf bin ich mir nicht ganz sicher.. Aber das.. ", der Mann stoppte kurz und holte den Mann rein, der in der Tür stand. Er warf einen Blick auf die Wunde, welche ihm präsentiert wurde. ".. Muss ich nähen", sprach der Arzt weiter, da runzelte Mike schon die Stirn und schüttelte den Kopf. "Wir können ihr keine Schmerzmittel geben", griff der Brünette auch schon rein und blickte zu Kamila, die, obwohl man über sie sprach, als würde sie gar nicht da sein, sehr wohl wusste, was das für sie bedeutete.
"Ich brauche keine Schmerzmittel". Da kam auch langsam ihr Ego aus ihr heraus. Mike seufzte, er konnte es sich gut vorstellen, wie schmerzhaft das Nähen ohne einer richtigen Betäubung war. "Kannst du mir was zum anziehen bringen?". Ihr Augen blickten von der Leere, in welche sie starrte zu dem Mann, der langsam nickte. Kaum war Mike aus dem Zimmer raus, schon blickte sie den Mann im weißen Kittel an. "Fangen Sie an, Doc.. Ich kriege das hin". Leichter gesagt, als getan.. Aber sie würde es hinkriegen. Mit Sicherheit."The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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Das Verhalten der Dame war für beide sehr auffallend gewesen, ohne das der Blonde dafür noch einen Vergleich zu einer ähnlichen Situation hatte, doch vielleicht war genau das das beunruhigende für ihn. Er kannte sie so gar nicht, er hatte noch nie gesehen wie sie für entstandene Fehler den Kopf gerade halten wollte, wobei sie dabei überhaupt keine Schuld traf. Die beiden waren sich bereits ohne es wirklich innerhalb eines Gesprächs zu sagen, darüber einig, dass sie einfach so wenig wie möglich wissen sollte und so nickte der Blonde auch erleichtert, er hatte nichts zu befürchten. Scheinbar wusste sie bereits so schon zu viel, der Anruf war schon zu viel für ihre Seele gewesen. Nichts der geschehenen Dinge ließen sich rückgängig machen, so versuchte sich Anthony bloß noch mit den weiterführenden Gedanken über ihr Verhalten wachzuhalten, um auf sie warten zu können jetzt, wo doch gerade wirklich alles fertig war. Die Blutzufuhr die er bekam war ausreichend, er selbst befürchtete gar nichts mehr, auch wenn in ihm die Panik mit dem gesehenen Blut wuchs, doch er war in guten Händen gewesen und so dachte er gerade auch über die Brünette nach. Bezüglich ihren Kopfes war sie nicht mehr sicher gewesen, der unsicher, immer leise werdender Ton hatte sie verraten und ließ ihn damit alleine in seinen Gedanken, was sie denn versuchte von ihm zu verstecken. Wirklich intesiv konnte er nicht mehr darüber denken, es hatten sich eher andere Dinge in seinen Kopf geschlichen, wie der besorgte Gesichtsausdruck von Mike selbst, als wäre ihm auch von ihr deutlich mehr klar, als er es wüsste. Kamila würde aber bald wieder bei ihm sein, er hoffte es zutiefst, als könnte er sie nicht irgendwie mit sich beruhigen. Vielleicht war es nur der fehlende Schlaf gewesen, der sie da gerade so durchwühlte und es war garnicht der Blonde selbst gewesen? Oder war der Aufprall mit ihrem Kopf nicht doch schlimmer als man dachte, weswegen sie sich gerade so verhielt? Anthony ließ sich wieder in das frisch gemachte Bett sinken, sah nebenbei nur zu, wie Mike seine Entscheidung gedanklich traf, seine Mimik war so durchschaubar gewesen, wenn man diese länger betrachtet hatte. " Schau ruhig nach ihr.. ", kommentierte er selbst sein Denken, denn die Füße richteten sich schon zur Tür, durch die er vermutlich gleich stolzieren wollte. Wenn er könnte, wäre er mitgegangen, er wollte das Wohlbefinden von Kamila sehen, ihre Hand halten, sollte etwas versorgt werden. Doch statt eine gute Unterstützung sein zu können, wenn er denn nicht selbst nur vor der Tür hätte warten müssen, blieb er liegen und ließ die Schwäche den freien Lauf. Die Augen gingen immer wieder schwerer auf, diesbezüglich gab er jedoch nicht auf und bittete bei Oliver sogleich auch schon einen nassen Lappen, um die Zeit sich damit zu beschäftigen, denn Rest vom abegtrockneten Blut wegwischen zu können, sollte er noch so lange durchhalten können.
Man ließ ihn alleine, so gewollt von dem Blonden, denn so konnte er nochmal in sich gehen. Er atmete tief durch, seine Mundwinkel sanken noch mehr als sie schon taten, was geschah gerade nur bei Kamila? Sie wollte doch nicht anfangen zu weinen, weil sie sich die Schuld für alles gab.. Lange konnte er nicht darüber nachdenken, denn mit dem nächsten Ton welchen er von den Lippen seiner Freundin hörte, schreckte er auf. Anthony versuchte die Richtung herauszufinden, woher dieser kam, was geschah denn da nur bitte? Er atmete schnell ein und aus, hoffte doch nur darauf das Mike gleich auftauchen würde, um ihm eine Entwarnung zu geben. -
Kamila Kayla Redstone
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"Fuck!". Kamila war doch vielleicht ein wenig lauter gewesen, als sie beabsichtigt hatte, aber nach der Hälfte der Tortur konnte sie ihre Zähne doch nicht mehr zusammengebissen lassen und brauchte einen Moment Pause. Schweißperlen standen auf ihrer Stirn, Stress hatte sich breit gemacht und für den Moment all die Sorgen verdrängt, um welche sich die Frau vorhin noch gekümmert hatte. "Pause.. Bitte", brachte sie außer Atem und lehnte den Kopf zurück in den Nacken, um die Augen kurz zu schließen und noch einmal tief durchzuatmen. Alles brannte.. Der Arm pochte, der Kopf pochte.. Schmerzen breiteren sich im ganzen Körper aus und wollten nicht verschwinden, aber der Arzt ließ für einen Moment von der Frau ab und ließ die Nadel, die er gerade rein gestochen hatte drinnen. Er hatte die Stellen betäubt, aber es war nicht möglich alles zu betäuben, dafür reichten die Maßnahmen nicht aus, die der Arzt hier hatte.
"Wir haben die Hälfte hinter uns", verkündete der Mann im Kittel und versuchte der Frau ein gutes Gefühl zu vermitteln, aber sie war damit beschäftigt das Atmen nicht zu vergessen. Mike war derweil reingekommen, sein bemitleidendes Gesicht musste sie nicht sehen, um festzustellen, dass er genau das aufgesetzt hatte. "Ich habe dir was zum Anziehen gebracht", er bewegte sich im Raum, legte die Klamotten ab, aber seine Schwester öffnete ihre Augen nicht, sie atmete stattdessen wieder tief durch. Ihre Meditationsübungen waren vielleicht nicht gerade das, was sie eigentlich tun wollte, aber es brachte eine Besserung und ließ den Schmerz im Arm fast schon verschwinden. "Okay.. Ziehen Sie es durch". Sie öffnete ihre Augen nicht, ließ den Kopf noch immer zurück und wartete auf den Schmerz..
Die Wunde war vernäht und auch wenn der Arzt abgelassen hatte, nachdem sie noch einmal gesäubert und verbunden hatte, hatte Kamila das Gefühl, als würde die Nadel noch immer in ihrer Haut stecken. Sie war müde.. Schmerz machte müde, aber bevor einer der Männer im Raum mit ihr sprach hob sie schon die Hand,um anzudeuten, dass sie ihre Ruhe brauchte und widmete sich den Klamotten, die ihr gebracht wurden. Tränen waren durch den Schmerz in ihre Augen gestiegen und das positive an den immer noch vorhandenen Schmerz war eigentlich nur, dass die Angst zurück gefahren war, um diesem Platz zu machen. Die Brünette zog sich ein T-Shirt drüber, versteckte damit ihre blau geschlagene Brust, und eine einfache Leggins, wenigstens waren ihre Beine nicht verletzt dieses Mal. Sie hatte nicht mehr nach Anthony gefragt, ihr würde sowieso nichts gesagt werden, das wusste sie von vorne rein, nicht in diesem Zustand.. Aber sie hatte auch keine Kraft mehr sich mit ihrem Bruder darüber zu steigen. Der Arzt hatte ihr nur erklärt, dass der Blonde jetzt viel Ruhe brauchte und viel Schlaf, das würde er kriegen, dafür sorgte die Frau schon.
"Kümmert euch um die anderen Männer.. Ich gehe zu Anthony rüber". Die Schmerzen hatten ihr die Kraft geraubt, aber gehen konnte sie noch und so war sie wenig später in an dem Zimmer angekommen, in dem Anthony lag. Sie öffnete die Tür, ihre Augen blickten sofort zu dem Mann, um festzustellen, dass das Chaos um ihn herum beseitigt wurde.
"Ohne das ganze Blut um dich herum siehst du schon deutlich besser aus", sie schmunzelte.. Und bewegte sich auf den Mann zu, um sich neben sein Bett hinzuknien und nach der Hand zu greifen."The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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Ihre laute Stimme hatte begonnen ihn wieder zu beunruhigen, als würde sie wenige Zimmer weiter von dem Arzt gefoltert werden und auch wenn er genau weiß, dass det weiß gekleidete Mann gerade vermutlich genau das Gegenteil davon machte, klang die Stimme auf die er gerade hörte umso mehr danach. Er wollte aufstehen, schnell sehen ob er ihr nicht irgendwie helfen konnte oder dem Arzt Feuer unter dem Hintern geben sollte, doch zu beiden war er nur bedingt fähig gewesen, beides wäre nur ein Fortschritt für die Verschlechterung seiner Gesundheit, so hatte er nur erschrocken gelauscht, als würde er den Ton von Qual hören müssen um zu sehen, wann die Grenze seines Herzens erreicht war, wann dieses den Körper selbstständig machte und ihn bei Kamila antanzen ließ. Doch immer wieder versuchte er sich zu beruhigen, er brauchte sich nicht die Sorgen machen, denn der Brünette war schon hoffentlich Unterstützung genug. Vielleicht war es auch genau das Richtige, wenn er den Abstand zu Kamila hält so gut er konnte, um sie nicht an ihren Sorgen ersticken zu lassen. Sie sollte atmen können, auch wenn gerade alles anderes war als ein ruhiges Durchatmen. Aber die Lautstärke sank wieder, damit auch wieder der Oberkörper des Blonden, denn er musste selbst die Ruhe bewahren. Schnell musste et wieder auf die Beine kommen, schnell musste alles abheilen, um umso schneller die Schuldgefühle Kamilas in die Flucht zu steigen. Wahrscheinlich tat er sich gerade jedoch selbst nicht gut, indem er sich zwanghaft versuchte wach zu halten. Er versuchte es mit dem Lappen, mit dem er vorsichtig über den nackten Oberkörper wischte, doch war es nicht so effektiv gewesen, denn es erinnerte ihn nur wieder an jene Abende, an denen Kamila ihn kraulte. Anthony versuchte sich mit Schmerz wachzuhalten, es war in der Nacht schon so effektiv, weswegen er sich mit zwei Fingern an seinen Becken drückte, durch die Schmerzmittel hatte es aber nicht ganz den Effekt gebracht, den er haben wollte. Es war aber auch gar nicht mehr nötig, denn mit den Fingern schreckte er wieder ab, als er die Schritte der Brünetten hörte.
Mit den ganzen Männern um sich herum stach vorallem die Schrittart von ihrer auf, das Gewicht welches sie auf den Boden brachte, weswegen er nur mit wenig Überraschung zu ihr blickte, dafür aber mit umso mehr Vorfreude, dass es für sie nun auch ein Ende hatte. Sofort wollte er nachfragen, was denn da gerade los war, doch ihr Schmunzeln ließ es ihn wieder vergessen. Entgeistert sah er sich ihre Lippen an, doch sie hatten wieder ein positiven Effekt zu ihm gebracht und so lächelte er zurück, auch wenn es nicht lange auf den Lippen blieb. Sie kommentierte, dass er ohne das Blut drum rum deutlich besser aussah, aber es stellte sich sofort eine neue Frage bei ihm auf. " Je nachdem was du meinst.. gesundheitlich oder ästhetisch? ", fragte er schon neckend nach, ehe er sich zur Seite hievte, um einen besseren Blick auf sie zu haben. Sie nahm wieder seine Hand an sich, aber das genügte vorallem ihn nicht, nachdem sie sich eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr gesehen haben, gespürt haben. Die Hand zog er deswegen wieder weg, breitete dafür aber sofort beide Arme aus, als er ihr Platz auf dem Bett machte. " Du siehst fertig mit den Nerven aus.. Was haben sie gemacht? " Seine Augen wanderten runter, er wunderte sich, wie sie nur mit einem TShirt rumlaufen konnte, während er gefühlt an einer Unterkühlung leidete. Sogleich erfasste er etwas, was wieder die Sorgen in ihm ausbreiteten, aber er wollte sie erzählen lassen. " Kamila.. " -
Kamila Kayla Redstone
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Er entlockte ihr ein Lachen, bevor sie sich auf ihn zubewegte mit der Frage, ob sie das ästhetisch oder gesundheitlich meinte. Kamila schmunzelte noch viel breiter und überlegte einen kurzen Moment, auch wenn ihr die Antwort schon bewusst war. "Gesundheitlich.. Ästhetisch.. Hatte es schon was an sich.. Wenn ich die Tatsache ausblende, dass es dein eigenes war". Sie spielten wieder miteinander, auch wenn die Brünette sich mit ihrer Antwort wieder dessen bewusst war, was hier vorhin vorgefallen war. Sie trat dennoch an das Bett des Mannes dran und kniete sich neben ihn, um ihn ja nicht dazu zu bringen sich zu bewegen, aber es brachte nichts, er bewegte sich dennoch und das rang der Brünetten einen Seufzer ab.
"Und du sollst dich nicht bewegen", sprach sie schon und schüttelte sachte den Kopf, während sie mit sich innerlich kämpfte, ob sie sich dazu bewegen sollte, oder nicht. Anthony brauchte Ruhe und vor allem sollte er still halten, war das möglich, wenn sie neben ihm lag? Ihre Augen musterten sein Gesicht, seinen Oberkörper und für den Moment auch die Wunde, die frisch vorhin genäht hatte, da war sie auch schon bereit ihm auf seine Frage zu antworten. Sanft lächelte Kamila ein wenig, ehe ihre Hand durch das Haar des Mannes fuhr, um es ihm aus dem Gesicht zu streichen. "Der Arzt musste meinen Oberarm nähen.. Und da ich Junkie keine Schmerzmittel bekomme.. Muss.. Ich es leider ohne aushalten". Aus dem Lächeln wurde ein Schmunzeln, natürlich wusste sie die Blicke der beiden Männer vorhin im Zimmer zu deuten, sie konnten es alle ruhig aussprechen, ohne sie wie ein kleines Kind zu behandeln. Kamila war ein Junkie und das wusste sie selber sehr gut.
"Ich habe scheinbar was abbekommen.. Habe ich in meinem Rausch gar nicht gemerkt", sie deutete auf den Oberarm und den Verband, der unter dem T-Shirt ein wenig zu sehen war. "Aber ich wusste schon immer, dass ich mehr Eier habe, als die Männer da unten.. Jetzt fühle ich mich darin nur bestätigt". Sie versuchte ihre Sorgen auszublenden, um dem Mann zu zeigen, dass alles in Ordnung war und er sich einfach nur erholen sollte. Er sollte sich keine Sorgen machen, sie sollte es tun, sie würde jetzt alles für ihn übernehmen, damit er einfach nur wieder zu Kräften kommen kann.
Ihre Augen blickten noch einmal zu dem freien Platz neben dem Blonden, sie wollte doch auch seine Nähe spüren. "Ich lege mich neben Dich hin.. Aber nur, wenn du versprichst ruhig auf dem Rücken liegen zu bleiben und sich von mir verwöhnen zu lassen, Deal?". Kamila hob ihre Augenbraue, während sie auf eine Antwort wartete. "Sonst schlafe ich hier neben dir auf dem Boden.. Und glaube ja nicht, dass ich es nicht ernst meine". Sie meinte es ernst.. Auch wenn ihr Schmunzeln ein wenig raus kam und es fast schon anders aussehen ließ. Aber sobald der Mann den Konditionen zustimmen würde, würde sich die Brünette zu ihm legen, um ihn mit ihrer Nähe wieder gesund zu machen."The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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