[2er RPG] No Good For You

    • Mit dem Blut an den Fingern der Brünette hatte auch er mit der Berührung seiner Wangen etwas abbekommen, so war es für beide schon so schnell entschieden, dass sich beide gemeinsam in die Dusche begeben und dort ihre Zuneigung weiter ausführen würden, wie es schon so oft der Fall war. Sie wurden einander nicht langweilig, waren doch immer wieder erneut sehr überrascht vom anderen, wobei sie sich schon fast in- und auswendig kannten mit dem Moment an, in welchem Kamila genehmigte, dass sie dieses Zimmer neben dem eigenen Bad gemeinsam nutzten. Er bekam hier schon vor einer langen Zeit einen Platz um seine eigenen Sachen gut unterbringen zu können, nachdem sie diesen Platz erstmal von ihrer Kleidung löste, und zu dieser hatte er sich auch schon mit einem umgebundenen Handtuch begeben, kaum ist er aus dem Raum gegangen, welcher so nach den gewählten Gerüchen Kamilas roch, dass man sich erst an die frische Luft im Schlafzimmer gewöhnen musste, sich sogar erst wunderte. Schlecht fand er es nicht, sogar im Gegenteil, es war neben ihrem gemeinsamen Spaß nichtmal wirklich relevant gewesen, da waren die Gedanken gefüllt von etwas anderem.
      Diese Gedanken kreisten auch weiterhin im Kopf des Blonden, kaum schlich sie sich an diesen und kratzte mit ihren neu gemachten Nägeln über seine nackte Haut, weswegen er mit einem Grinsen über die Schulter zu Kamila blickte, als er den weiteren Kuss spürte. Oh, so gerne würde er die weitere Zeit mit ihr verbringen, doch nun drängte die Zeit ein wenig, eine weitere Runde war gar nicht möglich, so wie es auch der Dame hinter ihm gefallen würde. Sie teilten die selben Gefühle, vorallem die gleichen Gedanken. Würde er weiterhin hier bleiben, wäre so viel mehr möglich, was sie hier noch tun könnten. Kamila ließ sich aber selbst noch zum Zeitpunkt vertrösten, bis er wieder hier angekommen wäre, doch da überlegte er selbst haarscharf, wann das denn sein könnte.. Und vorallem, ob er bis dahin noch genügend Kraft aufbringen konnte, da war er aber zuversichtlich, auch wenn das Dornröschen, wie Kamila ihn doch damals gerne nannte, aus ihm raus springen könnte. Da war sein Kopf wohl stärker, denn dieser begab sich schon in den Vorstellungen, wogegen er versuchte noch anzukämpfen.
      Sie ließ von ihm ab, er hatte sich mit dem Ergreifen der Kleidung zu ihren Bewegungen gedreht und betrachtete für einen Moment, worauf sie sich gerade so fokussierte. Da machte er sich jedoch auch schon lieber darum, sich hier anzuziehen, weswegen er sich auch aufs Bett begab und dort sein Vorhaben fortsetzte, solange die blauen Augen immer wieder bei ihr landeten. Immer wieder bekam er weitere Tipps, dass er nichts tun sollte, was nicht auch bei ihr verfolgt werden könnte, da lachte er. " Da ist das Spektrum ja immer noch sehr groß.. ", kommentierte er, während er sich langsam erhob, um sich an die Knöpfe des Hemdes zu machen. Er richtete alles, zog sich für den Moment nur einen der ledernen Handschuhe an, sollte er nicht vielleicht noch zum Handy greifen müssen. Er sollte sich melden, sollte nicht irgendwas sein und vorallem soll er zeigen, dass allesamt noch wohlauf und sicher waren, das würde er wohl schaffen, weswegen er mit einem Lächeln nickte. " Mach dir keine Sorgen, es ist nicht das erste Mal.. ", sprach er entspannt, deutlich belustigt über ihre Worte, denn die ähnelten mit ihrem letzten Satz sehr an einen der Situationen mit Mike, an denen Anthony teil genommen hatte. So recht hatte er es jedoch auch nicht mehr im Kopf gehabt, so packte er das aufgeladene Handy in die Hosentasche und drehte sich auch gleich wieder zu Kamila um, um ihr den letzten, wenn auch kurzen Kuss geben zu können. " Und du schreibst mir, falls du nicht schlafen kannst.. Oder ruf mich gleich an, dann versuchen wir es so. "

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    • Kamila Kayla Redstone
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      Die kalte Luft breitete sich durch das offene Fenster im ganzen Zimmer aus und auch wenn Kamila eigentlich dachte, sie würde diese Kälte gleich nicht mehr so spüren täuschte sie sich. Sie hatte seit Anthonys Verlassen des Hauses sich nicht mehr anderes angezogen als den Morgenmantel, welchen sie in der schlichten Kiste gefunden hatte, was vielleicht ein Fehler war, wenn man die Jahreszeit und vor allem die Uhrzeit bedachte. Seit einer Stunde schon war die Sonne unter und die Dunkelheit hatte sich rasant ausgebreitet, bis sie schließlich auch bei Kamila ankam. Ihr fehlte etwas.. Sie sorgte sich um genau das, was ihr fehlte und sie kam damit nicht ganz so gut klar, wie sie es sich eigentlich wünschte. Ihr sollte es egal sein, dass Anthony da alleine draußen ist und mit den Jungs versucht krumme Nummern abzuziehen, aber es war es ihr leider nicht. Ihre Gedanken kreisten darum, was möglicherweise passieren könnte, was die Männer vielleicht nicht bedenken werden, in ihrer männlichen Dummheit. Natürlich vertraute die Brünette dem Blonden, sonst hätte er nich einfach so mit den Männern um die Häuser ziehen können, um das Gebiet zu erweitern, aber auch wenn sie ihm zutraute, dass er deutlich mehr Gehirnzellen besaß, als die anderen und auch, dass er heil nach Hause kommen würde, ihre Gedanken konnten nicht still bleiben.
      Sie fühlte sich auf einmal auch gar nicht mehr müde, das lieber mit der dritten, oder auch vielleicht vierten Zigarette im Mund auf der Fensterbank, mit dem Handy neben sich und blickte zunächst in die Ferne, bevor sie sich irgendwann den Teddy vom Bett geschnappt hatte, um sich diesen näher anzusehen. Er war süß, die Kette daran noch viel schöner, es entlockte ihr tatsächlich ein Lächeln von den Lippen. Vielleicht sollte Kamila jetzt mal schreiben? Sie wollte den Mann nicht ablenken, so machte man leichter Fehler, verschätzte sich, oder überschätzte etwas.. Aber, wenn sie nichts schreiben würde, dann wäre auch dann Anthony abgelenkt.. Schwierig... Doch die Frau griff zu ihrem Handy und entsperrte es, um Anthony eine SMS zu schicken: >>Läuft alles rund? <<. Sie würde ihm keine Romane schreiben, das war definitiv nicht sie, aber sie wollte sich nach ihm erkundigen, wissen, dass er noch lebt und vor allem ihre Sorgen ein wenig dämpfen. Genau für das letztere beschloss die Frau ihre Zigarette wieder wegzuschmeißen, um das Fenster zu schließen und sich vielleicht ins Bett zu begeben. Sie wollte noch nicht schlafen, konnte noch ein wenig arbeiten und sich vor allem aufwärmen, die neue Decke ausprobieren, welche ihr Anthony gekauft hat.

      Die Decke war wirklich schön warm, fühlte sich vor allem sehr gut auf der fast komplett nackten Haut an, da fehlte nur noch jemand neben ihr, aber die andere Bettseite war.. Leer. Kamila blickte zu den Blumen, welche sie in eine Vase gesteckt hatte, bevor sie schmunzelte und doch noch zu ihrem Handy griff. >>Jetzt liege ich hier.. Nackt.. Im Bett.. Und du verpasst alles.. :P <<. Ein wenig flirten konnte sie ja trotz der Entfernung, da würde sicherlich keiner was gegen sagen, schon gar nicht Anthony, aber sie hielt sich noch ein wenig zurück, um dem Mann die Freiheiten zu lassen, die er brauchte. Stattdessen schnappte sich Kamila den Laptop und öffnete ihn, um ein wenig mehr über ihren Gefangenen heraus zu finden.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Seinen Arm lehnte er auf dem Beifahrersitz an das offene Fenster, welches nach der ersten Stunde für einen Moment wieder frische Luft einließ und ihnen wieder einen tiefen Atemzug erlaubte, vielleicht schien nur ihn es so zu stören, denn mit dem schweifenden Blick über die dunkle Landschaftsstraße kamen ihm auch wieder die Gedanken hoch, die sich in seinem Kopf nur für einen Moment eine Pause erlaubten, um ihm im unpassensten Moment wieder eine überzuwischen. Seine Gedanken sollten um die Arbeit kreisen, so schien es doch auch noch vor wenigen Minuten, oder war er so eingedöst, dass er es sich nur einbildete? Ob es nun so war oder nicht, Kamila hatte in seinem Kopf eine deutlich größere Wichtigkeit gehabt und so fegte es auch die Arbeit weg, zu der er gerade mit den Männern fuhr. Er fragte sich, ob sie schlief und wenn wie sie denn alleine in ihrem Bett schlief. Damals war es keine Seltenheit für die schwarze Witwe gewesen, vor ihm sprach sie nie darüber, dass sie mit jemanden ihrer Bettgeschichten außerhalb diesen auch weiterhin das Bett teilte, da machte sie bei dem Blonden eine Ausnahme und hatte sich damit wohl auch eine schlechte Angewohnheit eingefangen, die der Blonde teilen und auch vollkommen verstehen konnte. Zu schnell wird ihm selbst während des Schlafens bewusst, dass sich die Dame gerade ohne ihn aus dem Bett bewegt und so schlugen schon die Alarmglocken, denn damit meldete sich auch sein Aufwachen, ohne sie würde er auch nicht wieder einschlafen. Nur rumliegen war da seine Option gewesen und wenigstens diese nutzte er gerne noch am Morgen aus, bevor auch er sich aus dem Bett bewegen musste. Die Dame hatte da ihre Probleme vorallem aber beim Einschlafen am Abend gehabt, da hatten die beiden ihm wohl die ungünstigste Arbeitszeit zugeteilt, doch anders war seine Arbeit auch gar nicht zu erledigen. Nur mit einem Seufzen konnte er sich kurz von dem Gedanken an Kamila ablenken, sie wollte es zumindest versuchen. Ob sie nun später schlief würde er wohl noch erfahren, schließlich würde er ihr zwischendurch immer noch ein Zeichen geben, dass sie noch am leben waren und sollte darauf irgendeine Reaktion kommen, hatten sich seine Geschenke nicht so bewährt, doch dann müssten sie wohl einfach den Schlaf ein wenig nachziehen lassen, um sie das nächste Mal nicht schlaflos zu lassen. Vermutlich würde er schon nach der Arbeit wieder nach Hause eilen, wenn er bei den Männern denn auch sein Versprechen einlöst, sie würden bei guter Arbeit noch kurz zum Essen anhalten.
      Mit einem sachten Kopfschütteln hatte er sich an seinem Handy umgesehen, wie besucht die Läden denn alle waren. Zu den meisten würde er perfekt zur Schließungszeit kommen, sollte er denn nicht gerade zu den Nachtlokalen fahren. Den Rest würde er einmal am Tag erledigen, das würde wohl auch Kamila eher gefallen als das er wieder die Nacht weg war. Er sah sich die Route erneut an, war am berechnen gewesen, wie viel Luft ihnen zwischen den ganzen Zielen blieben, ehe sie den richtigen Zeitpunkt verpassen könnten. So vieles könnte sie schließlich daran hindern, die Arbeit richtig auszuführen doch wenn er so wie die Brünette denken würde, würden wohl auch die Störenfriede schnell beseitigt sein. Mit dem Vibrieren des Handys grinste er, kaum hatte er ihren eingespeicherten Namen sehen und damit sofort ihre Nachricht, auch wenn das nur bedeuten konnte, dass sie wach war. >> Ja, noch <<, antwortete er ihr knapp, denn mit dem nächsten Abbiegen fielen ihm die Lichter der ganzen Straßenlaternen ins Auge, sie würden gleich beim ersten ankommen, weswegen sie sich auch schon langsam wieder vorbereiteten. Anthony blieb jedoch ruhig, sie waren alle gut ausgestattet und brauchten sich zumindest bei dem Beginn nicht so viel sorgen müssen, da hatten sie die wenigste Aufmerksamkeit. Anthony hatte sich deswegen auch schon aus dem Auto gemacht, kaum hatten sie das Ziel erreicht, um auch schon die hintere Tür für die Jungs zu öffnen. Wieder vibrierte sein Handy nun in der Hosentasche, solange die Männer ausstiegen, hatte er sich die neue Nachricht gelesen. Belustigt schnaubte er, wie soll er denn jetzt bei der Vorstellung noch konzentriert arbeiten können, wenn sie vielleicht schon auf ihn wartete.. >> Warte nur ab, bis ich wieder da bin.. Ich werde dich die ganzen Stunden vergessen lassen. <<
    • Kamila Kayla Redstone
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      Kamila bekam recht schnell ihre Antwort zurück und musste selbst belustigt schnauben, während sie kurz ihre Arbeit unterbrach. >>Verspreche nichts, was du nicht halten kannst.. Und jetzt konzentriere dich auf deine Arbeit ;) <<. Sie musste ihn einfach ein wenig ärgern, das war der natürliche Lauf der Dinge und so wie die Brünette den Mann kannte wusste sie auch, dass er seine Arbeit trotz dessen professionell ausführen konnte, sonst wäre er nicht einer ihrer drei heiligen Ritter.


      Es regnete seit drei Tagen ununterbrochen. Die Sonne versteckte sich zwischen düsteren, schweren Wolken, der Herbst war endlich richtig gekommen und zeigte sich von seiner schlimmsten Seite, aber es störte Kamila nicht wirklich, denn in den letzten Tagen war alles ziemlich ruhig geblieben, da machte ihr nicht einmal das schlechte Wetter zu schaffen. Anthony hatte für ein paar weitere Einnahmen gesorgt und den Job richtig gut erledigt, er war schon ein kleiner Profi drin, aber so gut wie er seine Arbeit erledigte, so schlecht schien es Kamila selbst zu machen. Ihre Zahlen stimmten nicht. Die Aufträge waren nicht richtig und noch dazu fehlte ihr Geld. Die dritte Stunde saß sie nun in ihrem Arbeitszimmer und versuchte den Fehler in ihren Zahlen zu finden. Wenn sie BWL studiert hätte, wäre es sicherlich nichts schwieriges gewesen, aber leider musste sie es sich alles selbst beibringen und hatte damit große Probleme ihre eigenen Fehler zu entdecken, es wirkte für sie alles viel zu schlüssig. Verzweifelt ging sie noch einmal die Aufträge der letzten Woche durch und versuchte das den Zahlen zuzuordnen, bis ihr etwas markantes ins Auge sprang. Sie hatte was übersehen.. In den fünf Jahren, in welchen sie es hier schon machte, war ihr bisher nie so etwas passiert. Sie war unvorsichtig geworden.. Hatte ihre Arbeit zu schnell erledigt, um sie hinter sich zu haben.. Es hatte sich immerhin vieles geändert, seit dem Anthony in ihr Leben getreten war. Kamila saß nicht mehr bis Mitten in die Nacht und überprüfte die Zahlen, um keinen Fehler zu machen, denn jeder kleinster Fehler konnte Millionen kosten und das war gerade hier der Fall. Sie hatte eine Lieferung übersehen, das Geld nicht eintreiben lassen, als hätte sie es gar nicht erst gesehen, dass dieses noch zum Eintreiben war. Ihr Puls stieg. Die Brünette wusste in dem Moment nicht, auf wen sie mehr wütend war, auf sich oder eher den blonden Mann, mit dem sie ihr Bett teilte. Er hatte nichts damit zu tun, daß hätte sie auch beim gesunden Verstand so bezeugt, es war ihr Fehler, aber Kamila war leider zu explosiv, um sich darüber Gedanken zu machen. Der Fass explodierte und riss damit alles nieder, was in der näheren Umgebung zu finden war.
      Der Schreibtisch wurde umgeworfen, die Unterlagen flogen durch das ganze Zimmer, der Wind, welche durch das offene Fenster herein kam wirbelte sie nur noch mehr auf. "Verfickte Scheiße nochmal!", Kamila schrie, um ihrer Wut irgendwie freien Lauf zu lassen, aber es brachte nichts. Auch das Nachtreten des massiven Schreibtisches, welcher umgeworfen auf dem Boden lag brachte nichts. Sie war zu abgelenkt. Kamila gestand es sich selbst ein, sie war unachtsam geworden und der Grund dafür befand sich direkt im Haus. "Fuck!".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Mit einem verwirrten Blick wanderte der Blonde durch das Erdgeschoss der Villa, hob mit jedem weiteren Blick in die Leere nur noch skeptischer die Braue empor, doch Herrscher der Lage wurde er immer noch nicht mit dem Suchen. Das Gebäude war fast leer gewesen, ein Staubkorn weniger und man hätte man hier womöglich noch die Vögel im Wald gehört, so weit sie doch eigentlich waren. Die Suche nach einer Antwort auf seine Frage hatte er schon fast aufgegeben, es war nicht so, als würde er die Männer gerade brauchen oder diese gerade ausgerechnet an einem anderen Ort sein sollten, sie hatten vermutlich noch ihr Training gehabt mit Mike, sollte er sich denn nicht bei der Uhrzeit vertun. Mit den leeren Räumen hatte Anthony seine Freiheit gehabt, sein Weg würde ihn letztendlich jedoch sowieso in den Keller führen. Abends war immer seine Arbeit dran und sollte er sich nicht um die Planungen dazu kümmern, konnte er seine freie Zeit nach Belieben umstellen, auch wenn er hier und da immer noch gerne aushalf. Hinzu kommt ja noch, dass er mit Mike für die Drecksarbeit zuständig war, also war er bei manchen Dingen sowieso an seiner Seite. Bevor er sich jedoch noch dazu entschied, was er unten alles machen wollte, brachten seine Beine ihn in die Küche, wo er auch schon den Herren erblickte, der seines Wissens eigentlich mit den Männern draußen sein sollte. Einmischen wollte er sich da nun nicht, da war Mike freier als er und vorallem erfahrener, der weiß seinen Plan wohl selbst schon genug, da musste Anthony nicht noch nachhaken. Lieber fragte er, ob dieser nicht vielleicht indirekt etwas mit dem Verschwinden der ganzen Männer zu tun hatte. " Strafarbeit.. Eine Runde joggen, sie sollten aber gleich wieder alle auftauchen. " Wenn man bereits von den ganzen kleinen Teufel sprach, hörte man diese auch schon in iher Lautstärke. Sie würden wohl gleich wieder alle antreten, da hatte der Brünette sich auch schon wieder aufgerafft, stand langsam auf, nur um noch die letzten Schlücke seines Getränks zu nehmen.
      Dies wurde jedoch auch schon unterbrochen, die Tasse wurde jedoch nicht wieder gesenkt, genauso wenig wie Anthony sich die Gedanken darüber machte, nicht vielleicht den Kühlschrank zu schließen, kaum hatten beide den großen Knall von oben gehört. Selbst die Tür, die gerade noch geöffnet wurde, wurde nicht zum Betreten benutzt. Die Männer konnte man dieses Mal nicht für den Krach beschuldigen und wenn diese es nicht waren, weder einer der beiden Männer in der Küche, müsste die Schuldige sich wohl oben irgendwo befinden. Anthony wusste, dass sie gerade in ihrem Büro zu tun hatte, doch das ihre Aufgaben sie gerade so zum Durchdrehen brachten, konnte er nicht ahnen. Die Blicke der beiden haben sich getroffen, fast gleichzeitig hatten sie ausgeatmet, ehe Anthony zögernd den Kühlschrank schloss, um die heraus genomme Wasserflasche auch schon wieder auf die Arbeitsfläche zu stellen. " Ich schau mal nach.. ", begründete er sein Wegtreten, welches wohl ein wenig eiliger wurde, doch sie bewies ihm schon, dass ihr nicht geschehen war. Sie fluchte oben vor sich her, da musste er sich nochmal sicher sein, ob er denn da auch wirklich rein gehen wollte, doch da musste er für sie da sein, womöglick konnte er sie auch beruhigen, ihr ein anderen Blick auf die Situation geben. Mit einem Klopfen meldete er sein Kommen, kaum war er an ihrem Büro angekommen. Schnell öffnete er die Tür, hatte sofort sein Augenmerk auf den Schreibtisch auf dem Boden gelegt. " Alles gut..? ", fragte er unsicher, hob den Blick nur langsam, die Verwirrung war ihm im Gesicht geschrieben. " Was ist passiert? "
    • Kamila Kayla Redstone
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      Mit zitternden Händen hatte Kamila nach ihren Zigaretten gegriffen, um sich eine anzuzünden und aus dem offenen Balkon nach draußen zu sehen, in der Hoffnung, die Zigarette würde sie ein wenig beruhigen. Sie fuhr sich durch das Gesicht, bevor sie einen weiteren Zug der giftigen Droge aufnahm, um die Lungen damit zu füllen. Der Fehler war jetzt nicht mehr zu beheben, es war geschehen und damit musste die Brünette klar kommen, ob sie wollte, oder nicht. Sie würde sich sicherlich damit abfinden, oder eine Möglichkeit finden es auszugleichen, wenn sie denn von ihrem Trip runter kommen und ihre Wut bekämpfen würde, aber das war leichter gesagt, als getan. Wenn Kamila ein Mal wütend war, dann blieb es auch für einige Zeit so, sie steigerte sich immer weiter in die Gefühle ein, als würde es einen Sinn haben, es zu tun, aber es hatte keinen tieferen Sinn.
      Die Tür ging auf, nachdem die Frau ein Klopfen an dieser vernahm, aber sie hatte keine Lust mit jemanden zu sprechen, sich jemandem zu öffnen, ihre Gefühle zu offenbaren, leider meldete sich jemand, der in diesem Moment vielleicht nicht unter ihre Augen treten sollte, aber Anthony konnte eigentlich nichts dafür, dass ihre Wut ausgerechnet auf ihn traf und nicht auf einen der Männer, er konnte auch nichts dafür, dass seine Frage mehr Schaden anrichtete, als gewünscht. Kamila schnaubte belustigt, als würde die Antwort auf die Frage so selbstverständlich sein, während sie einen tiefen Zug von ihrer Zigarette nahm und den Rest durch den offenen Balkon nach draußen weg schnippte. Sie sprach nicht, malte sich stattdessen lieber aus, was sie sagen wollte, oder eher sagen könnte, aber es war nicht einfach jetzt nicht auszurasten. "Ich habe einen großen Fehler gemacht", sprach die Brünette und fuhr sich noch einmal durch das Gesicht, dieses Mal jedoch mit zwei Händen, nicht nur mit einer. Sie bemühte sich.. Sie bemühte sich wirklich nicht wieder auszurasten und womöglich hier alles klein zu machen, aber es war leider nicht möglich, ihre Wut war deutlich stärker. "Weil ich Scheiße verdammt abgelenkt war!".
      Kamila blickte zu dem Mann und sah ihn mit ihren voller Wut leuchtenden Augen an, als wäre er die Ursache dafür. "Weil du.. Mich ablenkst.. Habe ich einen scheiß Fehler gemacht!". Sie hielt nicht lange stand, stattdessen trat sie noch einmal gegen den Schreibtisch und überlegte kurz, ob sie das Regal umwerfen wollte oder es lieber sein ließ. "Ich habe mir den Kopf verdrehen lassen und das habe ich jetzt davon! Unachtsamkeit und Fehler! Genau deshalb sage ich immer, dass Männer zu nichts zu gebrauchen sind!". Okay, das meinte sie eigentlich nicht so, aber in ihren Augen war genug Wut zu sehen, die eigentlich darauf schließen ließ, dass es nicht das war, was sie eigentlich dachte.. Aber letztendlich.. War es bei Kamila nie wirklich sicher, was sie in ihrer Wut wirklich ehrlich meinte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anthony wollte den Grund für dieses Chaos in ihrem Büro wissen, warum denn sie den massiven Schreibtisch umkehrte und ihn auf den Boden schmiss, als würde sie gar nicht wissen, dass sie damit vielleicht so einige Macken produzieren kann, doch das war womöglich ihr kleinstes Problem in diesem Moment. Die konnte sie auch wieder mit ihren Männern bessern, doch dafür nicht ihre Wut, die immer weiter in ihr brodelte, sie wurde vermutlich noch platzen, wenn das denn nicht schon mit dem Tisch passierte. Wirklich wusste der Blonde auch nicht, wie er in solchen Phasen bei der jungen Dame reagieren sollte, so stand er lieber auf Abstand und achtete einfach darauf, wie sie reagierte, was sie mit seinen Worten anfing. So konnte er selbst entscheiden, was sich gerade für ihn am Richtigsten anfühlte, um sie da ein wenig von ihrem Trip zu bekommen. Ihre Worte hatten jedoch keinen Grund zur Sorge für den Blonden gegeben. Sie hatte einen Fehler in ihrer Arbeit gemacht, einen großen, wie sie behauptete. Da hob er interessiert die Brauen, deutete mit einem Nicken auch schon die Frage an, was für einen Fehler sie denn gemacht hätte, dass sie hier sowas veranstaltete. Sie schien aber nicht darauf geachtet zu haben, fuhr sich lieber mit beiden Händen, die endlich das Blau an den Fingern verloren, und konzentrierte sich vermutlich eher auf ihre Gefühle, auf ihre fortführende Antwort. Abgelenkt war sie, weswegen sie wohl diesen großen Fehler machte. Dadurch wurde er nun aber auch nicht schlauer, hatte sie deswegen nur weiterhin verwirrt angeguckt, irgendwie fand er immer noch keinen wirklichen Weg ihr zu helfen, vielleicht sollte er sich auch einfach nur die Papiere ansehen, er könnte die Dinge ein wenig objektiver ansehen.
      Ihre grünen Augen blcikten jedoch auch schon in seine, sahen so aus, als würden diese ihn mit diesem Zeitpunkt am besten versteinern, weswegen er nur unsicherer in ihre blickte, was denn jetzt los war. Er soll sie abgelenkt haben und dies war wohl genau der Punkt, wo es für ihn in eine andere Richtung ging als er eigentich anstrebte, doch das hatte sein Kopf auch schon wieder ausgeblendet, die ganzen vorherigen Gedanken. Hier ging es um etwas deutlich anderes, es ging hier um die Schuld des fatalen Fehlers, was auch immer es für ein Fehler was, darauf ging sie schließlich nicht wirklich bei ihm ein. Schuld war er jedoch trotzdem gewesen, irgendwas hätte er laut ihr verbrochen. Jetzt begann es auch für ihn interessanter zu werden, er wollte den Grund für ihre Beschuldigungen wissen, doch sie fuhr lieber mit ihrer Wut fort und so gab sie auch ihm den Grund dafür, auf ihre Wut einzugehen. Er ließ sich voll darauf an, so war die schnellste Emotion die auf ihn einwirkte vor allem die Wut gewesen, die sich mit ihren Worten über Männer nur weiter hochschaukelte. " Wenn du die ganzen verdammten Männer nicht hättest, hättest du es doch gar nicht erst so weit geschafft! ", keifte er nur zurück, sah dieses Mal doch sehr uninteressiert aus, als sie wieder gegen den auf dem Boden liegenden Tisch trat. " Komm von deinem drecks Trip runter und seh ein, dass du doch als das ach so göttliche Ebenbild des weiblichen Geschlechts auch einen scheiß Fehler machst, mehrmals " Nun war auch der Blonde daran interessiert gewesen, gegen den Schreibtisch zu treten, nicht doch noch gegen das Regal zu schlagen, irgendwas rauszuschleudern, doch er ließ es. Eher ließ er ihre Wut noch weiter auf sich wirken lassen, ehe er nur leise vor sich hingrinste, jedoch auch nur, weil er gerade nicht fassen konnte, was passierte. " Schrei deinen Sexismus doch am besten in die Mülltonne, da gehörts auch hin und du lässt mich damit mit dem scheiß Gerede in Ruhe, hör dir doch mal einmal im Leben selbst zu! "
    • Kamila Kayla Redstone
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      Anthony begann einen Fehler, einen ziemlich großen Fehler, aber das würden sie beide erst im Nachhinein merken, denn mit seinem Einsteigen auf die Wut der Frau steigerte er sie nur. Kamila war ein explosives Geschöpf, was man schon an einigen Situationen gut sehen konnte, sie ließ sich nicht immer von ihren Gefühlen leiten, dachte auch Mal rational, außer es ging um Wut, denn damit war alles rationale für sie vorbei. Es war eine der Nebenwirkungen des langen Drogenkonsums, welchem die Brünette ausgesetzt war, sie hatte keine Kontrolle über sich selbst, wenn die Situation sie dazu zwang wütend zu werden. Die Männer hier im Haus kannten es schon gut, selten stieg Mike drauf ein und wurde selbst wütend, er ignorierte es einfach, damit war alles deutlich einfacher für ihn, aber scheinbar war Anthony nicht so gemacht, denn nachdem er angebellt wurde bellte er gleich zurück. Kamila hatte währenddessen kurz halt gemacht, ihren Blick wieder auf den Mann gelegt und die Augenbrauen gehoben, als wäre sie nicht in der Lage zu glauben, was sie da gerade gehört hätte.
      "Ich soll mir selbst zuhören?", fragte sie noch relativ ruhig nach, bevor sie anfing über diese Aussage tatsächlich zu lachen. Es war ein ironisches Lachen, die Aussage war natürlich nicht witzig genug, dass man hätte lachen können, aber für Kamila war es schwierig nicht da weiter zu machen, wo sie mit ihrer Wut aufhörte. Abrupt hörte sie auf mit ihrem Lachen und blickte zu dem Blonden, in der anderen Ecke des Raumes. "Denkst du.. Du hast hier was zu sagen, weil ich dich nachts in meinem Bett schlafen lasse?". Es wurde persönlich, aber laut Kamila wollte es der Mann gar nicht anders haben, er hatte ihre Wut nur noch gesteigert, ihren Blickpunkt auf das alles verändert. "Ihr wärt nichts.. Ohne mich.. Du.. Die anderen.. Sie wären schon längst tot.. Oder im Knast bis ans Ende ihres Lebens..", dessen war sich Kamila nicht nur sicher, sie war sich dessen gut bewusst. Wenn man die Männer kannte, bevor sie sich ihr angeschlossen hatten, dann würde man dies auch sicherlich bezeugen können. Wie viele sie schon vor dem Tod auf der Straße bewahrt hat? Eine Menge. "Und du.. Würdest immer noch wie eine kleine, graue Maus in dem Gefängnis hocken, in welchem du nichts Wert warst.. Ich war deine Erlösung.. Ohne mich würdest du immer noch dort.. Unglücklich.. Allein.. Und vor allem Scheiße gelangweilt".
      Kamila hob ihre Augenbraue wieder, als sie den Mann musterte, es war alles nicht so gemeint, wie sie es jetzt aussprach, aber das Fass war explodiert, es gab kein Zurück mehr, jetzt würde alles ausgesprochen werden, wie es sich ihrer Meinung nach gehört. "Also wer braucht hier wen, ich bitte dich..". Sie schnaubte belustigt, bevor sie ihren Kopf schüttelte, um sich selbst im Klaren darüber zu werden, wie lächerlich das gerade hier war. "Du verdankst alles dem göttlichen Ebenbild des weiblichen Geschlechts.. Also halt einfach deinen Mund, wenn du nichts produktives zu sagen hast".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Der Gegenwind, der bezüglich seiner Bemerkung kam sie würde es nie so weit geschafft haben, hätte sie diese unbrauchbaren Männer nicht gehabt, ließ natürlich nicht auf den Blonden warten und er war auch schon darauf vorbereitet gewesen. Er hatte diese Reaktion erwartet, irgendetwas, was wieder Gift in das Gespräch sprüht, denn kaum waren sie bei dem Thema Männer angekommen, setzten sich beide daran fest, denn beide hatten da ihre Meinungen gehabt, die sie stark verdeitigten, vorallem doch in ihrer Streitigkeit, da war das Thema immer wieder gut aufgehoben. Doch sie giftete eher noch auf etwas anderes, fragte ihn lieber, ob er wirklich denke er hätte hier was zu sagen, weil er mit der Brünetten zu tun hat. Da schüttelte er nur ungläubig den Kopf, während das Grinsen nur sich weiter ausbreitete, denn das alles war hier gerade nur ein großer Witz gewesen, wäre Mike hier, läge der vermutlich auch schon lachend auf dem Boden, würde er denn jemals sein strenges Gesicht verlieren. Doch dafür übernahm Anthony lieber die Rolle, schnaubte nur amüsiert von ihren Worten aus, denn die nächsten hatten es noch in sich gehabt. Seine Aussage drehte sie um, denn ohne sie wären die Männer eher verloren, statt andersrum. Ihr Ton hatte sich etwas beruhigt, auch wenn die Worte immer noch Feuer in sich trugen, doch er ließ sie nur aussprechen, denn damit hatte er sich auch schon was gespart. Schnell hätte er sich doch selbst reingebracht, ob sie denn wirklich denkt er wäre im Gefängnis verreckt, in seinem bisher doch immer scheinbar normalen Leben, in welchem er wenigstens nicht jemanden wie Kamila ertragen musste. Vieles deutete bei ihm gerade auf Wut, die ließ sich auch so nicht schnell wieder beruhigen, eher würde er hier rausgehen und für sich einfach auf Abstand gehen, damit die beiden nicht doch noch eher die Fäuste sprechen ließen.
      Sie sei seine Erlösung, da lachte er wieder, während er einige Schritte hin und her ging, als würde er ihr nur nebenbei zuhören, als würde sie gerade gegen eine Mauer sprechen. Er war dort nichts wert, spielte das graue Mäuschen.. Kamila hielt ihrer Meinung immer noch stand und bevor er wieder mit dem Keifen beginne würde, sah er ihr nur in die Augen, ob sie das alles nicht witzig meinte, doch damit sah er nur die Traurigkeit, denn das alles war wahr gewesen, sie spielten hier nicht wieder eins ihrer Spiele, das würden sie hier niemals. " Glaubst du, du hattest damal einen höheren Wer als ich? " Anthony kam mit diesem Thema, nur um ihr damit genau zu zeigen, dass sie kein Anrecht auf diese Aussage hatte. Vielleicht traf er damit aufs Schwarze, doch irgendwie musste sie zu schocken sein, damit das hier endlich aufhört. " Aber du hast recht, so recht.. Ich hätte immer wieder mein Maul halten müssen, wenn ich dir über meine Liebe erzählt habe.. Damit hätte ich mir den ganzen Scheiß mit dir gespart! " Mit jedem Wort wurde er nur immer lauter, er wollte sich ihre Worte gar nicht erst gefallen lassen, sie gab ihm nichts besseres zurück und da er sich genau das auch mit ihrer nächsten Aussage vorstellen konnte, trat er auch schon einige Schritte zurück. Schon fast verachtend musterte er sie, seufzte nur kurz aus, ehe er zur Tür blickte. " Fick dich"
    • Kamila Kayla Redstone
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      Kamila lachte bei dem Kommentar, sie hätte recht und Anthony sollte seinen Mund immer gehalten haben, dann gäbe es nicht die Schwierigkeiten mit ihr und seiner Liebe. Sie lachte bitter, als hätte sie nur auf diesen Satz gewartet, um sich über all das lustig zu machen, was hier passiert ist. Sie waren beide mit wenigen Worten zu weit gegangen, viel zu weit. "Du bist erbärmlich", entgegnete die Brünette lachend und schüttelte den Kopf, ehe sie den Mann anblickte, als wäre er wirklich nicht dessen wert noch etwas dazu zu sagen. Er sprach aber...sie sollte sich selbst... Schön, da wurde ihr Grinsen auf den Lippen fast genauso groß, wie seins war. "Fick du dich doch, Anthony!", rief sie ihm nach und schüttelte den Kopf über die Tatsache, dass er aus dem Raum ging. 3r sollte ruhig gehen, er konnte ruhig verschwinden, denn in diesem Moment zählte nur das, was ihr Kopf sagte und nicht das, was ihr Herz wollte, denn das Herz wollte ihn nicht gehen lassen, es war traurig über die Tatsache, dass der Blonde aus dem Raum trat und dazu noch so wütend weg ging, als wäre es ihm in diesem Moment egal. Vielleicht war es ihm das auch, denn im Kamilas Kopf war es gerade in der Tat. Sollte er gehen, sollte er verschwinden.. Sollten sie alle einfach verschwinden und sie in Ruhe lassen.
      Die Brünette lachte noch einmal laut, als würde sie wirklich in die Psychiatrie gehören, vielleicht tat sie das auch, aber sie würde sich nicht in so etwas stecken lassen. Amüsiert schüttelte sie ihren Kopf, um anschließend nach einer Zigarette zu suchen und sich diese zwischen den Lippen anzuzünden. Ihre Wut war noch immer vorhanden, sie brodelte in ihr und wollte nach draußen hin, vor allem nach den Worten, die der Mann rausgelassen hatte, aber zunächst war Kamila amüsiert.. Ob sie einen höheren Wert hatte, als der Mann? Bestimmt, jedenfalls wenn sie jetzt darüber nachdachte. Sie war sich außerdem sehr sicher darüber, dass er es einsehen würde, wenn er zurück kommen würde, denn sie würde den ersten Schritt nicht machen.

      Kamila rauchte nicht zu Ende, sie nahm die Zigarette mit, als sie das Büro verließ und mit schnellen, kräftigen Schritten runter in den Keller lief. Ihre Männer waren alle verwirrt, hatten sicherlich das ein oder andere Wort gehört, wollten aber viel eher darüber bescheid wissen, was denn nun los war Kamila wollte es ihnen gar nicht sagen, sie beobachtete das Geschehen um sie herum nicht einmal wirklich, als sie runter in den Keller stieg und die Tür hinter sich ins Schloss fallen ließ. Die Treppen waren schnell bewältigt, die Zigarette wurde auf dem Beton Oden ausgedrückt, bevor sich Kamila das Oberteil über den Kopf zog, denn durch die brodelnde Wut ist es ihr viel zu warm geworden. Sie schlug zu, traf den Boxsack, der von der Decke runter hing und schlug ein zweites Mal noch fester zu. "So.. Ein.. Vollidiot!", rief sie sich selbst zu, bevor die Schläge stärker wurden. Von ihrer Belustigung über Anthonys Worte fehlte nun jede Spur, sie wollte jetzt einfach nur die Welt dafür bestrafen, dass sie sich schlecht fühlte.. Das ergab zwar für jeden anderen keinen richtigen Sinn, aber für Kamila schon.. Sie musste sich nur abreagieren, dann würde es schon wieder alles gut werden, dachte sie jedenfalls.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Die Brünette bekam nur noch die einzige Möglichkeit ihm hinterherzurufen, er solle die selbst gewählten Wörter doch einfach selbst tun. Doch er war nicht derjenige gewesen, der ein Problem mit dem anderem Geschlecht hatte, vorallem irgendeinen Groll gegen diesen hegte. Ihre Worte kamen aber mental einfach nicht mehr bei ihm an, seine Ohren hatten nur zum Selbstschutz eine Mauer aufgebaut, um sich nicht noch dazu hinreißen zu lassen nochmal zurück zu kehren, um genau das selbe Gespräch noch einmal zu führen. Vielleicht war es auch seine Barriere gewesen, die sich automatisch damit bildete, dass er sich wieder in seine Gedanken verschanzte, denn nun drehte sich wieder alles im Kopf. Sie sagten Dinge, die sie nicht sagen sollten, vorallem nicht bei dem Gegenüberen, doch das schien noch nicht so ganz bei ihm angekommen zu sein, eher machte er sich über Kamila Gedanken, wie sie darauf kommte, dass er etwas realistisches mit ihrem Fehler zu tun hatte. Es passte hinten und vorne nicht, wahrscheinlich konnte sie es selbst gar nicht wirklich begründen, doch es reichte einfach aus, dass er zum wertlosen Geschlecht angehörte. Da war es wieder, er hatte in ihrem Auge keinen Wert.. Nur durch sie wurde er erlöst, da hielt er auf seinem Weg, welches Ziel ihm gar nicht erst bewusst war, an. Irgendwas fühlte sich nicht mehr richtig in ihm an, da stimmte etwad gewaltig falsch an und kaum hatte er seinen Weg auch wieder fortgesetzt, setzte sich dieses Gefühl fort, ließ sein Inneres leer zurück, je mehr Schritte er sich von der Brünetten entfernte. Er schnaubte nur, beruhigt hatte er sich nicht, so hatte das schlechte Gefühl ihn nicht wirklich berührt, auch wenn es auch immer noch vorhanden war. Es verwirrte ihn jedoch, er ließ sich aber nicht weiter beirren und lief in das Zimmer der beiden, um dort im Eingang stehen zu bleiben. Anthony sah sich um, machte die Hände nur zu Fäusten, um die Finger in diesen einzuquetschen. Es war sinnlos gewesen, alles war sinnlos gewesen. Was war hier denn bitte nicht sinnlos gewesen? Seine blauen Augen wanderten umher, blieben aber am Bett stehen, er erinnerte sich wieder an ihre Worte. Nur weil er genau da lag, war es kein Grund, dass er ihr etwas zu sagen hatte. Wieder grinste er, es bildete sich ein Lachen, aber es verstummte auch schon wieder, als er dafür ausholte, gegen genau dieses Bett zu treten. Es reichte, was auch immer ihm gerade reichte. Hier wird er nicht bleiben, sie hat ihre ganzen wertlosen Männer unten in ihrem Teich und kann mit denen spielen.. So wenig wert wie er hatte, desto weniger würde er sich das gefallen lassen. Sie wird schon sehen, wie es sich ohne ihn schlafen lässt, das Ende kennen doch beide.
      Er öffnete einen der Schubladen, nahm sich die knappe Zeit sich umzuziehen, um die Nacht auch nicht wiederzukommen. Irgendwo würde er für sich ein besseres Umfeld finden, ein besseres als hier und ist das nicht zu finden, wüsste er immer, wo er hinkommen kann. Egal wie fern er war, seine Freunde waren immer da und die kann er auch gerade eher ertragen. Wo sein Weg ihn aber führen würde, wusste er nicht, er würde einfach in irgendeine Richtung fahren, auf gut Glück. Er lief nach unten, wurde dort auch von den unwissenden Blicken der Männer begrüßt. " Kümmert euch um euren Scheiß.. ", murrte er diesen nur laut zu, ehe er aus dem Haus raustrat. So ein Gefühlschaos hatte er das letzte Mal gehabt, als er sich in Kamila verliebte.

    • Kamila Kayla Redstone
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      Ihre Faust traf das letzte Mal auf den Sack, der sich mit einer Wucht in die andere Seite begab, bevor dieser mit einem Schwung wieder zurück kam. Die Kette, an welcher der Sack befestigt war gab Geräusche von sich, das Metall schlug aufeinander, aber ein ganz anderes Geräusch hätte die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, wenn es denn jemanden hier unten gäbe. Kamila ließ sich auf die weichen Matten fallen, ihr Körper prallte auf, aber es war ihr egal, sie hatte keine Kraft mehr auch nur an irgendetwas zu denken. Ihr Brustkorb hob und sank sich viel zu schnell, sie war außer Puste und dazu noch fürchterlich verschwitzt, aber damit war ihre Wut endlich aus ihrem Körper befördert, jedenfalls soweit es möglich war. Der bittere Nachgeschmack war noch immer zu schmecken, ein wenig wütend war Kamila noch immer über die Worte, die Anthony, ihr gesagt hatte, aber ihre Gedanken kreisten jetzt viel mehr darum, wie sie sich hier aus dem Keller hoch bewegen sollte, denn ihre Kraft hatte sie in den Boxsack und die Schläge dagegen reingesteckt. Am liebsten wäre sie noch einmal aufgestanden, um auch den Rest der Wut dort rein zu stecken, aber die Kraft, welche sie vorhin aus dem Gefühl geschöpft hat war aufgebraucht. Da war einfach gar nicht mehr.
      "Fuck!", brüllte Kamila vor sich her und schloss die Augen, um die Betondecke nicht mehr sehen zu müssen. Es war alles falsch gelaufen, einfach alles, was möglich war.. Sie hat sich ablenken lassen und das erste Mal seit einer Stunde dachte die Brünette wirklich rational über diese Sache nach. Anthony hatte damit eine Menge zu tun, aber er war vielleicht doch nicht so sehr schuld, wie sie es sich vorhin ausgemalt hatte.. Sie hatte sich ablenken lassen.. Sie hatte es erst möglich gemacht, so ein Mist!

      "Ein Fuck wird dich auch nicht weiter bringen". Die männliche Stimme kam Kamila sofort bekannt vor, sie brauchte ihre Augen nicht zu öffnen um zu wissen, wer dort stand. Wie war Mike hier runter gekommen ohne, dass sie es mitbekommen hatte?! "Verpiss dich, Mike", knurrte die Frau und schüttelte ihren Kopf, sie blieb dennoch liegen. Der Mann schmunzelte, während er seine Arme vor der Brust kreuzte und sich gegen den Türrahmen lehnte. "Willst du reden?", fragte der Mann, da schnaubte Kamila dieses Mal belustigt und öffnete ihre Augen. "Willst du nicht jemanden anderen deine dämliche Ratschläge geben?". Sie hob ihre Augenbraue und schüttelte den Kopf, um die Augen wieder zu schließen. Mike grinste innerlich ein wenig.. Er kannte seine Schwester und wusste, wie man die Frau wieder besänftigen konnte. Er lockere die Arme vor der Brust und lief die wenige Schritte zum Schrank, um Boxhandschuhe raus zu nehmen. Kamila bekam sie ab, sie hatte es nicht kommen sehen, wollte lieber den Mann einfach ignorieren, um abzuwarten, bis er gehen würde, doch daraus wurde nichts.. Die Handschuhe landeten in ihrem Gesicht, da setzte sich die Brünette vor Schreck auf und blickte wütend zu ihrem Bruder. Er zog sich selber Handschuhe an, schlug gegen, um anzudeuten, was er vor hatte. "Komm.. Sonst poliere ich dir dein hübsches Gesicht". Der Mann meinte es scheinbar ernst, er deutete einen Schlag auf und obwohl Kamila wirklich keine Kraft mehr hatte, stand sie wieder auf und zog sich die Handschuhe wieder an, das war eine deutlich bessere Möglichkeit ihre Wut weiter auszulassen.
      "Pass auf.. Sonst poliere ich dir dein Gesicht..".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Ohne sich irgendwie um Entspannung zu bemühen, sich dazu zu bewegen nur einmal zu blinzeln, sahen die blauen Augen auf die Straße, während sein Kopf selbst einfach nichts mehr meldete. Er wusste nicht, was um ihn geschah und seine Gedanken konnten es ihm auch nicht beantworten, vermutlich waren diese selbst dabei zu realisieren, was sich die beiden nur in dieser kürzesten Zeit gegen die Köpfe warfen, was sie dem Gegenüberen beschuldigten getan zu haben. Irgendwas brannte immer noch im Inneren des Blonden, während der Blick nicht noch leerer sein konnte, denn das Lenken des matten Autos schien nebensächlich zu sein, er bekam alles noch recht gut mit, auch wenn die Reaktionszeit schwer unter seinem Nachdenken litt. Es brachte dadurch jedoch keinen Schaden, auch wenn sich gerade sein Magen zumindest genau das wünschte, denn der Sarkasmus darüber, dass er trotzdem mit dem geschenkten Wagen Kamilas fuhr, gab ihm einen faden Geschmack, eine gewisse Übelkeit. War er wirklich so abhängig von der Dame gewesen, wie sie es sich selbst vorstellte? Waren genau dies die wirklichen Vorstellungen von ihr, hatte sie ihn schon so satt gehabt? Schwer war es, realistische Reaktion der Brünetten von ihren gefühlsverursachten Aussagen zu unterscheiden, doch es war ihm nicht wichtig. Man beschuldigte ihn, man unterstellte ihm was und sogleich hatte man ihn auch schon unter seinem eigentlichen Wert verkaufen wollen, doch er spielte selbst nicht mit richtigen Mitteln, war nur darauf aus etwas zurückzufeuern, die Emotion hatte ihn geleitet, auch wenn er sowas nur schwer zugeben wollte.
      Mittlerweile fuhr er schon eine halbe Weile, es lagen ein paar Stunden hinter ihm, das Autofahren hatte ihn beruhigt, doch er schien einfach nur im Kreis zu fahren, denn so fern schien er dann doch nicht von der Villa zu sein, es lagen trotzdem einige Kilometer zwischen ihnen und das reichte ihm vollkommen, mehr Abstand brauchte er nun wirklich nicht. Die beiden hatten sich aus den Augen verloren, zumindest körperlich und so konnte vielleicht wieder Ruhe in die Seele der beiden kehren, wobei Anthony das wohl auch erst testen wollte. Die letzten Abbiegungen sah er sich mehr in der Umgebung um, sah für den Moment sogar in den Himmel, denn die kommende Dunkelheit schien bisher nicht wirklich bei ihm angekommen zu sein. Da war sein Plan aber auch schon schnell festgelegt, es gab nicht nur einen Grund zum Trinken sondern es war auch schon fast die perfekte Zeit dazu, er würde definitiv etwas finden und sollte er nicht noch zu tief ins Glas blicken, sich auch irgendwo kurzzeitig eine Unterkunft finden, denn auch die Stunden würden nicht ausreichen, solange er die Situation in der Villa nicht kannte. Er hielt an, kaum fiel ihm eines der bereits leuchtenden Namensschilder auf zur Anlockung der Kunden. Es hatte auch gut seinen Zweck erfüllt, denn Anthony machte sich bereits dafür bereit in diesen hineinzutreten, ließ sein Handy noch im Auto, davon wollte er nun wirklich nichts wissen. Aus dem Wagen stieg er so auch relativ schnell aus, hatte nichts mit sich zu nehmen, was sich nicht bereits schon in seiner Jacke befand und kaum schlug er die Tür zu, erspähte er eine kleinge Menge von Männern, die sich das Auto ansahen. Nichts, was er sich nicht vorstellen konnte, so ein Auto war eine Seltenheit auf den Straßen gewesen, weswegen er sich einfach auf den Weg in die Bar machte.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Es war schon sicherlich die vierte Zigarette, welche Kamila zwischen ihre Lippen steckte und es war kein Ende in Sicht. Nach dem kleinen Training mit ihrem Bruder war sie unter die Dusche gegangen und hatte den blonden Mann bei sich gemisst, auch wenn die Wut auf ihn noch immer vorhanden war. Okay, das war gelogen, die Wut war mit dem Wasser wieder ausgewaschen gewesen und es machte sich ein anderes Gefühl in ihr breit.. Es war das Schuldbewusstsein, welches den Platz der Wut übernommen hatte, denn Kamila wusste ganz sicher, was sie falsch gemacht hatte, es war ihr bewusst, dass es nicht fair war ihre Probleme auf den Mann zu projizieren, aber das war auch das erste Mal, dass es sie überhaupt beschäftigte. Er war nicht hier und sie wusste nicht, wo er war, er hinterließ eine Leere und das nicht nur in ihrem Zimmer..
      Der Morgenmantel war genauso kalt, wie es der Wind war, der von draußen durch das offene Fenster nach innen zog. Die Brünette saß auf einer ihrer Fensterbänke im Schlafzimmer und lauschte der Nacht, während ihr Hand neben ihr lag. Der Bildschirm war schwarz, es gab bisher keine Nachricht, welche ihr all das, was sich in ihr angestaut hatte erlichtern würde, denn Kamila war in einem Zwiespalt. Einerseits war sie sich dessen bewusst, dass sie Scheiße gebaut hatte, dass sie ein wenig zu viel gesagt hatte, als sie vielleicht sollte, aber sie war kein Mensch der sich einfach entschuldigte. Diese Tatsache hatte einen deutlich tieferen Hintergrund.. Dabei ging es eigentlich nur darum, dass jede Entschuldigung bei Kamila mit einer Angst verbunden war, dass sie abgelehnt werden würde, dass man ihre Gefühle in den Müll stecken würde, wie es sich eigentlich gehörte. Sie gehörte komplett in den Abfall und das realisierte sie recht schnell, es war einfach komplett falsch, was sie da gesagt hatte.
      Die letzte Zigarette wurde ausgedrückt und raus geworfen, durch das offene Fenster, bevor sich die Frau durch das Gesicht fuhr. Die Gänsehaut auf ihrem Körper machte ihr deutlich, dass sie schon viel zu lang mit nur dem Morgenmantel bekleidet da saß, aber ihr war es nicht wichtig, dass die womöglich krank werden könnte, ihr war es viel wichtiger zu erfahren, was sie denn jetzt tun sollte. Würde Anthony die Entschuldung akzeptieren und zurück kommen? Das erhoffte sie sich, aber es war nicht einfach sich einfach das Handy zu schnappen und eine Entschuldigung zu schreiben, auch wenn es nur vier Worte waren. Wütend schloss sie das Fenster und ließ sich auf die Decke fallen, die Anthony ihr gekauft hat. Es roch hier alles nach ihm, er schlief ja auch normalerweise in diesem Bett gemeinsam mit ihr. "Verdammt!", brüllte die Frau durch das Zimmer und fuhr sich noch einmal dur h das Gesicht, bevor ihre Hände in den Händen verharrten. Es war alles eine Katastrophe, es war alles so schwierig und das nur, weil sie sich den Kopf verdrehen ließ! Das konnte doch nicht sein.. Bisher war ihr jeder, wirklich jeder egal, selbst sie selbst war sich komplett egal, aber nicht der Blonde.. Um ihn kreisten die ganzen Gedanken. Wo war er? Was machte er? War der sicher? War er sehr wütend?
      Viele andere Fragen bildeten sich in ihrem Kopf. War das aus zwischen ihnen? Nein.. Das konnte nicht passieren, das würde nicht passieren. Kamila seufzte, sie setzte sich auf und griff zu dem Handy auf der Fensterbank.
      >>Es tut mir leid.<< Das war sie. Die erste richtige Entschuldung in ihrem Erwachsenen Leben.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Er ertappte sich nur immer wieder und wieder dabei, wie sein Blick auf sein schon leeres Glas immer wieder aus dem Fokus kam. Immer wieder sah alles abstrakt aus, als hätten sich seine Augen in sein Inneres versteckt, um sich lieber auf die Gedanken zu konzentrieren, die immer wieder um die Brünette kreisten. Es war schon zum gewöhnen gewesen, was er im Auto erleben durfte, was sich nur hier weiter ausleben würde, denn hier bekam er keine weitere Ablenkung, an der er sich hängeln konnte, um nicht gleich noch den Verstand zu verlieren. Denn was vermutlich an seinem Äußerem nicht zu erkennen war, war der Kampf in seinem Inneren darüber, wie schlecht sich das alles nur gerade anfühlte. Alles in Alkohol zu ertränken war nun keine richtige Lösungsstragie, es war jedoch die einfachste und vermutlich die vorerst einfachste, solange er keine richtige Problemlösung für Kamila hatte. Was war es denn, was sie denn gerade waren, wie hieß es? Sie waren nur ein wenig zerstritten, zumindest auf der Seite des Blonden, denn sein Herz sehnte sich so wie immer wieder nach ihr. Es schrie förmlich von Innen, versuchte auf sich aufmerksam zu machen doch kaum hätte er sich auf genau das eingelassen, hatte er endlich die Aufmerksamkeit, die Ablenkung auf etwas gekriegt, um sein unwohles Gefühl womöglich vergessen zu können, solange dieses sich nicht unter einem Alkoholgehalt verstecken ließ. Das Getränk ließ er durch seinen Mund laufen, wollte den Geschmack noch etwas austesten und damit vielleicht auch hinauszuzögern, dass er sofort zum nächsten griff und hier wirklich Dinge tun würde, die er am Ende diesen Tages noch bereuen würde. Den Mund leerte er jedoch, kaum bekam er neben sich eine neue Gesellschaft. Ein Mann, der sich ohne weiteres neben sich setzte und auch schon grinsend zum Blonde blickte, sich nicht die Mühe gab, sich auch irgendwie ein Getränk zu bestellen oder die Aufmerksamkeit dafür zu bekommen, wegen was auch immer er hier gerade saß.
      Schon fast irritiert sah er zu dem breiten Mann neben sich, fragte sich auch schon gleich, was die Nervensäge neben ihm haben wollte, denn der Blick gefiel ihm schon von Anfang an nicht, ließ das letzte Stück in ihm wieder brodeln. Er war reizbar gewesen, vorallem wenn er sich doch gerade versuchte mit sich selbst auseinanderzusetzen. Anthoy verengte nur die Augen, bis sich sein Nebenmann dazu machte, schon zu erzählen, was gerade so wichtig war auszusprechen. " Dein Wagen an der Straße, oder? " Der Blonde erinnerte sich wieder an die Männer an der Straße, die irgendwas in ihrem Kreis zu besprechen hatten, dafür aber ein Blick auf sein momentanes Gefährt hatten. Es gab jedoch nichts dazu zu erzhählen, vorallem wollte er darüber niemanden etwas sagen, der sich extra dafür in dieses Lokal machte. " Ziemlich schick.. Wie dein Weib, wo ist sie denn überhaupt hin? " Die blauen Augen, die er zuvor noch lieber auf den Barkeeper richtete um auch schon zu erkennen, was dieser gerade zu tun hatte, sahen auch schon wieder skeptisch zum Mann neben sich. Sie musterten ihn warnend bezüglich seiner Wortwahl, suchten nach möglichen Absichten, aber es gelang ihm nicht irgendwelche Zusammenhänge zu finden. " Wäre ich sie, wäre ich bei der Vorahnung von deiner Gesellschaft auch schnell weg ", sprach er schon aus, nur um diesen auch wieder abzuwimmeln. Es kam ihm alles makaber vor, natürlich war hier etwas seltsames im Gange, doch noch fand er sich hier sicher, auch wenn hier gleich etwas aufzufliegen drohte, sollte das denn nicht schon längst bekannt sein. " Ein Witzbold also.. ", bekam der Blonde nur noch mit, schüttelte nur den Kopf und versuchte alles weitere zu ignorieren. " Und einer ihrer Männer, wenn nicht sogar ihr Mann"
      Anthony sah sich das leere Glas an, welches er zum Perspektivenwechsel zwischen die Finger hin und her drehte. Sein Blick hatte aber einen anderen Grund gehabt, es diente dem Gedanke einer Fluchtmöglichkeit. Wirklich ausgedacht hatte er nun aber nicht, es war eher eine Arbeit von wenigen Sekunden, denn genau diese konnten gerade wichtig werden. Das Glas landete an den Kopf des Mannes, es löste sich mit dem Aufprall mit Wucht in tausende Teile, die sich versuchten in den Kopf und in die Haut zu bohren, sollten sie keinen Weg gefunden haben, sich auf dem Boden zu zerstreuen. Den Schockmoment nahm Anthony für sich, machte sich von dem Platz weg und machte seinen Weg zum Hinterausgang, denn blöd wäre er doch gewesen, würde er geradewegs am Eingang auf die anderen treffen. Blöd waren diese aber auch nicht so, so hatte er doch mit dem Öffnen auch schon Hände erblickt, die ihn herauszogen. Anthony versuchte die Schritte zu stoppen, um nicht in etwas hineinzulaufen, aus was er nicht mehr heraus kommt und um sich genau vor sowas zu wehren, sollte solch ein Kreis nicht noch gebildet werden, holte er bereits zum ersten Schlag aus. Es war ein Schlagaustausch zwischen den beiden gewesen, doch war schon zu ahnen, dass er sich nicht auf etwas faires freuen durfte, denn mit dem Schlag, der bei Berührung einen metallischen Klang von sich gab, war nichts mehr zu retten.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Es war schon eine Stunde her, seit Kamila sich entschuldigt hat und seit dem hat das Handy nicht ein einziges Mal vibriert, um den Eingang einer Nachricht anzukündigen. Seit dem hatte sich die Frau auch nicht wirklich weiter bewegt, sie lag noch immer quer auf ihrem Bett und betrachtete die Decke des Himmelbetts, als würde sie das weiter bringen. Eine Vorahnung in ihr sprach darüber, dass irgendetwas los war, dass etwas passiert ist, aber das konnten auch nur die Schuldgefühle glauben, welche sich immer weiter in der Brust der Frau ausbreiteten. Es würde alles deutlich besser werden, wenn ihr Handy vibrieren und Anthony ihr schreiben würde, dass es ihm auch leid tat, oder dass er ihr verzieh, aber bisher kam einfach nichts und jede weitere Sekunde fühlte sich wie eine Ewigkeit an. Sie meinte es doch nicht so.. Er war nicht weniger wert, als sie es war.. Sie war ein Abschaum.. Sie war nicht für diese Welt geschaffen, sie hatte nicht einmal einen richtigen Abschluss, das war bei Anthony ganz anders. Vielleicht verdiente Kamila ihn nicht.. Vielleicht war es besser, wenn sie alleine war, das Problem an dem Gedanken war eigentlich nur, dass sie es nicht mehr wollte. Sie hatte liebe gekostet, das Gefühl, wie sich ihre Brust mit Wärme füllte und wie seine Haut sich auf ihrer anfühlte. Ihr war der Sex in diesem Moment komplett unwichtig, ihr war es deutlich wichtiger seine Nähe wieder hier zu spüren.. Sein Parfüm einzuatmen und die Hände in seinen Haaren zu vergraben. Noch viel lieber würde sie dieses schelmische Grinsen auf seinen Lippen sehen, oder in die blauen Augen, welche immer so leuchteten, wenn sie alleine waren.
      Kamila seufzte laut. So sehr sie es auch bisher verneinte, sie war definitiv verknallt, wenn nicht sogar noch mehr, als nur das, warum sonst sollte ihr der Mann als einziges Wesen auf der Welt nicht egal sein? Selbst sie selbst war sich komplett egal..

      Lange konnte die Brünette nicht mehr liegen bleiben, solange alles nach Anthony roch, aber er nicht bei ihr lag. Sie hatte sich ein Oberteil von ihm übergezogen, um mit noch einer kurzen Hose, die das nötigste bedeckte das Zimmer zu verlassen. Das Handy war mitgekommen, anders hätte es Kamila gar nicht machen können, auch wenn sie lieber alles einfach ignorieren würde. Sie schlenderte barfuß durch das ruhige Haus, die Männer waren schon am schlafen, es war alles dunkel im Haus, bis auf die Küche, in welche Kamila rein ging. Mike saß an seinem Laptop in der Küche, er arbeitete, wie es schien. "Kannst du nicht schlafen?", die Brünette blieb kurz in dem Türrahmen stehen, bevor sie sich zu dem Kühlschrank bewegte, um sich ein Bier raus zu holen. Ihr Bruder blickte auf, hob seine Augenbraue, als würde er verwirrt sein. "Du trinkst...Bier?",fragte er ein wenig verwirrt und lehnte sich zurück, er kreuzte die Arme vor der Brust. Kamila zuckte mit den Schultern, nutzte ein Feuerzeug, um das Bier zu öffnen. "Es gibt immer ein erstes Mal", sprach sie und deutete lieber auf den Bildschirm. "Was machst du?".
      "Ich habe oben den Router dezent vernichtet.. Unser Nerd versucht es gerade zu reparieren". Der Mann blickte wieder auf den Bildschirm, auf welchem sich die Maus wie von selbst bewegte. Kamila nahm derweil einen Schluck Bier, während ihre Augen ebenfalls auf den Monitor sahen, aber sie verzog schnell das Gesicht, als sie dieses ekelige Gesöff schmeckte. "Wie kann man das trinken?", fragte sie und blickte auf die Flasche in ihrer Hand, bevor sie einen weiteren Schluck nahm.
      "Lass mich raten.. Er meldet sich nicht?". Mike blickte wieder zu seiner Schwester. "Quatsch.. Ich halte noch etwas Abstand". Natürlich log sie, weil es ihr unangenehm war, aber die hochgezogene Augenbraue ihres Bruder deutete darauf, dass er es nicht glaubte. "Sieht man es so sehr?", jetzt klang Kamila ein wenig.. Unsicher. "Du trinkst Bier..und hast dich hier runter begeben, anstatt deine Freiheit zu genießen.. Ich würde sagen.. Definitiv". Die Brünette seufzte und fuhr sich durch das Gesicht. "Ich habe mich entschuldigt.. Und es kommt einfach nichts.. Ich habe keine Ahnung, was ich machen soll". "Warte mal..", Mike unterbrach das kurz. "Du hast dich entschuldigt?". Kamila zuckte mit den Schultern. "Ich habe Scheiße gebaut.. Und ich will doch.. Einfach nur... Dass er hier rein spaziert und alles einfach gut ist..".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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      Anthony begann seine Augen wieder zu öffnen, nach einer Zeit wie es sich für den jungen Herren schnell feststellen ließ, denn seine Augen vertrugen das abbekommene Licht nich ganz, auch wenn dieses nicht von heller Farbe war. Es war jedoch nicht das Einzige gewesen, was er so schnell feststellte, denn hier empfand er noch etwas ganz anderes neben dem Schmerz, der sich mit dem Heben des Kopfes meldete, es war das Warnsignal in seinem Inneren, was sich noch dazu meldete. Es wollte ihnen vor dem kommenden waren, wobei dies vermutlich schon einer Stunde zuvor wichtig wäre, doch auch da war es bereits zu spät für den Blonden gewesen, um irgendwas schnell genug wahrzunehmen, sodass er rechtzeitig aus dieser Situation entziehen konnte. Etwas anderes hatte es jedoch auch gemeldet, so sahen seine empfindlichen Augen vor seine eigenen Füßen, um auch schon die letzte Möglichkeit zu bekommen, hier irgendwem noch etwas auszuteilen, etwas zurückzugeben. Den Männern war wohl nicht bewusst gewesen, dass er bereits wieder wach war, was aus immer denn vorher überhaupt geschehen war, dass es überhaupt zum Aufwachen kommen musste. Sie waren da entspannt gewesen, ihn nicht noch irgendwie am Boden zu fixieren, doch der Mann nahm auch schon die Kraft in die Arme, um sich an der Kette festzuhalten und mit dieser auszuholen, um einen der Herrschaften auch schon die Füße in das Gesicht zu kicken. " Scheiße! ", fluchte man ihm nur entgegen, während der besagte Herr auch schon aus seiner Hocke flog und selbst auf dem Boden landete, um auch schon das Gesicht mit beiden Händen zu verdecken. Damit war das lange Ausatmen jedoch umso besser zu hören, die Situation kannte er selbst nur aus dem anderen Blickwinkel, hatte jedoch bisher immer noch allen Grund zu grinsen, denn damit konnte er nur selbst vielleicht einen Vorteil ziehen, sich womöglich noch rechtzeitig wehren zu können, solange genau das für ihn möglich war. Wie lange er diese Freiheit noch hatte, war ihm nun auch nicht bewusst gewesen, weswegen er sich nur wieder an die Kette hängelte und nach dem nächsten Opfer blickte, man drückte ihn bereits aber auch schon runter, damit war die Freiheit auch schon entnommen. " Der kleine Drache ist ja wach.. ", meldete sich jemand aus der dunkelsten Auge, da rollte der Blonde nur mit den Augen. Ja, er kannte diesen Ablauf hier bereits und so waren die Warnmeldungen in seinem Körper nur noch aktiver, denn hier ging es für ihn selbst einzig und allein darum, Zeit zu schinden, wie auch immer dies gelingen sollte. Es war die Frage selbst, für was er Zeit schinden sollte, war er denn gerade noch jemandem wichtig gewesen, dass man ihn dort noch gebrauchen konnte? Kamila fiel ihm mit dem Blinzeln ein, doch da war er sich nicht mehr sicher, ob sie ihre Beziehung wirklich gut noch voneinander trennen konnten, wenn sie ihn schon für ihre Fehler bei der Arbeit beschuldigte. Er seufzte nur, bekam nur zur Rache vom Mann am Boden einen Tritt gegen die Magengegend, der sich jedoch gut wegstecken ließ, denn seine Konzentration lag auf einem anderen. " Du siehst auch ziemlich klein aus, Kollege. ", bewertete er mit einem Grinsen den Anblick vor seinen Augen, gestaltete das Ganze mal ein wenig interessanter. Natürlich waren die Männer hier nicht nur zum Zusehen da, es waren nur Schläge von allen Seiten zu spüren, die auf ihn einschlugen, kaum hob der Mann seine Hand. Dieser ließ sich noch nicht aus der Fassung bringen, dabei lag die Betonung wohl aber bei noch, denn das war die Möglichkeit von Anthony. Der Fremde zeigte nur ein Foto auf dessen Handy, so vermutete der Blonde doch, ein Foto des Pärchens auf ihrem Weg zum Auto, welches er versuchte neutral anzusehen, ohne dabei sofort ein Lächeln auf die Lippen zu bekommen. " Arbeitest du für sie? " - " Ich seh nichts, hab meine Brille nicht auf.. ", gespielt verengte Anthony die Augen, wollte sich hier für blöd verkaufen, während er hinter dem Rücken das Gegenteil machte. Man erkannte jedoch ziemlich schnell, was der Blonde doch hier bezwecken wollte, es war ein übliches Spiel zwischen den beiden Rollen, welches nicht zu ignorieren war. Das Handy wurde ihm auch schon ins Gesicht gedrückt, damit er es sich ansehen konnte, da gab er einen Ton von sich, als hätte er das verstanden. " Ah! .. Ne, die kenn ich nicht.. " Wieder bekam er einen bösen Blick von Mann, den der Blonde nur gewieft erwiderte, als er die Braue skeptisch hob. Die Hand wurde wieder hoch gehalten.
    • Kamila Kayla Redstone
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      >>Es tut mir wirklich leid<<
      Kamila war irgendwann alleine in der Küche geblieben, nachdem sie ihrem Bruder versichert hatte, nach der Zigarette, welche sie sich gerade angezündet hatte, ins Bett zu gehen. Sie wollte da nicht hin, das war ihr zu viel dort alleine zu liegen, während sie nicht wusste, was mit Anthony war. Er meldete sich nicht, auch wenn die erste Nachricht durch gegangen war, die anderen waren es nicht mehr. Verdammt.. Wo war er?
      >>Ich habe es nicht so gemeint.. Und ich weiß.. Das es Scheiße war<<
      Es war ihr egal, dass sie den Mann vermutlich mit den Nachrichten störte, sie wollte ihn stören, egal, was er gerade machte, aber da sie nicht mehr durch kamen dachte die Brünette schon, dass das Handy aus wäre. War er mit einer anderen Frau unterwegs? Nun.. Es wäre verständlich sich jetzt bei jemanden wohler zu fühlen, als bei Kamila.. Aber der Gedanke machte sie rasend.
      >>Ich vermisse dich. <<
      Die dritte Nachricht in den ersten zehn Minuten, was war nur mit ihr los? In ihrem Kopf drehte sich alles, die Szenen, was dem Mann womöglich zugestoßen sein kann wiederholten sich immer wieder. Mike hätte über die Gedanken gelacht, genauso, wie er es beim Rausgehen aus der Küche getan hatte. Er war der Meinung, Anthony suche gerade Trost im Alkohol und er würde bald wieder zurück sein, spätestens morgen, wenn er wieder nüchtern sein würde.
      >>Ich verstehe.. Wenn du sauer auf mich bist, aber.. Ich mache mir Sorgen<<.
      Wann zuletzt machte sich Kamila überhaupt solche Sorgen? Nun, sie machte sich Gedanken, vor irgendwelchen großen Übergriffen, ob es denn gut gehen wird.. Aber sie machte sich nie Sorgen, nicht um sich, nicht um ihre Männer.. Nicht einmal um ihren Bruder. Jetzt schrieb ihr Anthony seit einigen Stunden nicht, nachdem er wütend hier raus war und schon wurde sie fast verrückt. Was sollte Kamila nun tun? Sich anziehen und nach ihm suchen? Er konnte überall sein.. Und was, wenn er so wütend war, dass er nichts mehr von ihr wissen wollte? Damit würde sie durchdrehen, ganz sicher.
      >>Meld dich bitte..<<
      Die Zigarette war aus und Kamila griff zu der Packung und ihrem Handy, um sich durch das Haus zu bewegen. Es war still und ruhig, nur das Geräusch ihrer Füße war zu hören. Das Haus war riesig.. Dementsprechend gab es auch eine Menge zu sehen, während die Frau weiter ging. Ihr Handy vibrierte. Fast schon panisch blickte sie darauf, es fiel ihr beinahe aus der Hand, aber die Enttäuschung machte sich breit, als nicht Anthonys Name zu sehen war, sondern der ihres Bruders. Kamila seufzte, öffnete die Nachricht. >>Komm rüber<<. Sie antwortete nicht drauf, blickte aber noch einmal auf den Chat mit Anthony. Die Nachrichten sind durch gegangen.. Es gab aber keine Antwort. >>Ich mache mir Sorgen..<<. Nach der Nachricht sperrte die Frau das Handy wieder und bewegte sich mit nackten Füßen zu dem Zimmer ihres Bruders. Es war dunkel im Zimmer, der Mann lag unter seiner Decke im großen Bett und erblickte seine Schwester in der Dunkelheit. "Er hat sich immer noch nicht gemeldet?", fragte er, daraufhin schüttelte Kamila den Kopf und bewegte sich auf das Bett zu. Mike klopfte auf die Seite neben sich und hob die Decke, um seine Schwester in den Arm zu nehmen. Wie lang war es her, seit dem er es das letzte Mal gemacht hatte?
      "Er braucht einfach seine Zeit.. Schlaf ne Runde".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."


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      Immer wieder sträubte sich der Mann an der Kette dagegen, irgendwelche wichtigen Äußerungen bezüglich seiner Bindung zu der Brünetten zu geben, Informationen, wo sich diese denn überhaupt befinden könnte oder irgendwelche Geheimnisse auszuplaudern, die die Dame doch überhaupt so weit brachten. Es war völlig egal, wie nett oder böse man sich gegenüber ihm verhielt, was man ihm doch bot, sollte er mal sein Wort für Nützliches offen machen, der Mann sprach nicht und gab sich damit die Zeit die er benötigte, um ihnen zu Hause die Zeit selbst zu geben, um zu realisieren, dass Anthony einen Moment zu lang nicht mehr die Villa betrat, das dort irgendetwas nicht stimmen konnte, ob er nun in einem Graben lag oder man sofrt zu der Vorstellung kam, er würde sich in genau so einer Situation befinden können. Dem Mann, der hier vermutlich das meiste zu sagen hatte ließ sich nur ungerne auf die Spielchen des Hängenden ein, hatte jedoch keine andere Wahl gehabt als diese mitzumachen, denn von Zeit zu Zeit gab Anthony immer weitere leere Versprechungen, mit denen er die genervten Augen seines Gegenübern in Hoffnung füllen konnte. Er sprach jedoch nicht, er sprach immer und immer wieder nicht, solange er sich nicht für eine freche Aussage entschied, weil es so wunderbar in das Gesprächsthema passte, nicht. Man gab ihm jedoch Bedenkzeit, was sein Verhalten hier am Arsch der Welt anging, um dieses noch rechtzeitig ändern zu können, bevor er seine letzten Atemzüge ziehen musste, bevor es auch für ihn ein Ende finden würde, wie für die Gefangenen selbst, die sich bisher jemals im Keller von Kamila befanden. Ob es nun wirklich sein Ende hier war, das war nicht zu ahnen und wirklich daran denken wollte er nicht, denn so schnell er den Chef hier auf die Palme brachte, so schnell verschwand dieser auch schon zur Beruhigung. Man überließ den Blonden den restlichen Männern, die selbst daraus eine Befragung machten, zwischen all den Schlägen, die man gegen den ganzen Körper des Blonden austragte. Die Nacht lang machten sie dieses Spiel, hatten den Herren vorallem provoziert, während dieser noch daran glauben musste, gleich unter dem enormen Stresslevel seines Körpers erbrechen zu müssen, denn etwas schien auch immer noch nicht ganz abgeheilt zu sein, was auch immer ihm man denn gegen den Kopf schlug, das konnte er nichtmal mehr mit den bisherigen Informationen darüber ergänzen, erahnen, es fehlte ein ganzes Stück in der Geschichte und an dieses kann er nicht denken, während man immer wieder auf ihn einschlug, ihn wie eines der Boxsäcke benutzte, welches sich mit der besseren Robustheit als ziemlich gut bewährte. Anthonys Konzentrationsspanne hielt sich hier am geringsten, diese benötigte er auch kaum, sollten ihm hier keine Auffälligkeiten ins Auge fallen. Die Männer versuchten irgendwie auf sich aufmerksam zu machen, ihre hohe Rolle ihm doch irgendwie bewusst zu machen, er gab ihnen aber nicht viel Aufmerksamkeit. Diese bekam erst der Mann aus der Bar, kaum hatte sich dieser zu ihm runter getraut, denn die Tür quietschte bereits beim Öffnen. " Siehst gut aus.. ", kommentierte er nur noch den Verband um seinen Kopf, so schlimm war es nun auch nicht gewesen, aber scheinbar war er von der weinerlichen Sorte gewesen. " Maul halten, würde dir gut tun.. " Anthony hielt sogar wirklich seinen Rand, aber auch nur weil man bereits auch schon wieder vom ihm abließ, um den Mann seine Kreise um ihn zu kreisen. Das Stück Stoff an seinem Oberkörper wurde ihm bereits weggerissen, um sofort das Tattoo auffindig zu machen, doch das war nicht das, was man gerade ansprach. " Von wem hast du die denn? ", fragte der Mann auch schon interessiert, als wäre die Antwort nicht eigentlich schon für jeden klar, nachdem sie das Bild von den beiden sahen, wie sie seelenruhig die Straße hinunterliefen. Der Blonde konzentrierte sich auf das kalte Metall, welches er an seinem Rücken streifen spürte, als würde da eine Klinge an ihm hinunter laufen. " Von deiner Mutter ", gab er nur stumpf von sich, schon gelangweilt von den Gesprächsthemen hier unten, das Gesicht des Mannes kam vor seine Augen und ehe er es realisieren konnte, war dieser auch schon dafür bereit, in diese restliche Nacht noch zur persönlichen Hölle zu machen.

      Es war Anthony nicht bewusst, welche Uhrzeit sie gerade hatten, so ließ er sich eher von den Schmerzen leiten, die sich bereits seit einer gefühlten Ewigkeit in ihm ausbreiten, vorallem immer größer wurden, hatte den Männer nicht mehr die eigenen Fäuste gereicht, um ihren Spaß mit ihm zu haben. Jeder Atemzug hatte irgendwas im Inneren bewirkt, als würden die Lungen gegen eines der unzähligen Verletzungen drücken, während es ihm einen Moment von Freiheit gab. Der Moment von Freiheit war hier aber gar nicht vorhanden, Anthony fühlte sich von allen Seiten erdrückt, war es von den Ketten, den Männern oder vom eigenen Körper, der versuchte auf alles gleichzeitig zu reagieren. Man gab ihm keine Ruhe, immer wieder wechselten sie die Männer durch, als würde es jeder einmal tun wollen, als hätten sie den ganzen Tag nichts anderes zu tun gehabt, jedoch kam mit dem nächsten Rutsch wieder die wichtigere Person, die mit einem Grinsen sein Handy hoch hielt. " Deine Prinzessin hat die geschrieben.. Und wie oft sie dir geschrieben hat.. " Der Mann setzte sich auf den Stuhl, rückte mit diesem nur näher an den Blonden ran, um ihm auch zu zeigen, dass sie sein Handy endlich knacken konnten. " Es tut mir wirklich Leid, ich habe es nicht so gemeint,.. ", las er auch schon vor, mit einer bemitleidenden Stimme, die äußern sollte, wie scheiß egal es ihm doch eigentlich war. Doch damit hatten sie mehr Informationen von ihr, Dinge, mit denen man sie ausfindig machen könnte. Es setzte Panik bei ihm ein, nicht nur, weil sich die Brünette Sorgen um ihn machte, so langsam beruhte es auch auf Gegenseitigkeit, denn man konnte nicht ahnen, was man denn mit ihr machen wollte. Anthony kommentierte die Nachrichten jedoch nicht, atmete nur tief aus, denn anders konnte er nicht. Alles hätte so schnell anders laufen können, doch der Blonde hatte selbst diesen Weg gewählt, hatte die Brünette vielleicht damit noch in Schwierigkeiten gebracht. Sie wollte ihn wieder bei ihr haben, aber für was für einen Preis? " Komm, wir rufen sie an, sonst stirbt sie noch vor Sorge.. Lade sie doch zu uns ein " Ohne weitere Vorwarnung, ohne etwas dagegen sagen zu können, drückte man ihm das Telefon gegen das Ohr, weswegen er nur schwer schluckte. Was sollte er bitte sagen, konnte er hier noch einen Halt machen? Er hörte nur, wie das Handy klingelte, die Töne, die immer immer schneller vor kamen. Es hörte auf, so blitzschnell, dass Anthony nur erschrocken zum Mann blickte. Zur Warnung hob einer der Männer eine Brechstange, deutete mit dieser nur an, endlich zu sprechen. " Kamila.. ", gab dieser nur langatmig von sich, hielt den Blick scharf auf die Brechstange vor sich. " Mach dir keine Sorgen, es ist alles gut.. " Der Mann schlug ihm an die Seite, als würde er verdeutlichen wollen, es solle in die andere Richtung gehen. Doch bevor dieser noch weiter auf seine Worte reagieren konnte, sagte Anthony auch schon schnell: " Such nicht nach mir, die wollen dich alle umbringen, mach´s- " Es war der massive Schlag des Metalls, welches ihm auf weiteres die Luft zum Atmen wegnahm, sein Körper suchte bereits nach dieser, während er nur schmerzerfüllt stöhnend die Schmerzen versuchte zu verkraften. Der Mann beendete den Anruf nur, schmiss das Handy gegen die nächste Wand, nur um seiner Wut preiszugeben, Anthony war fällig gewesen.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Sie war eingeschlafen irgendwann.. Denn die Wärme, die von ihrem Bruder auf ging hatte die Müdigkeit mit sich gebracht, auch wenn Kamila lange dagegen ankämpfte. Sie hatte ihr Handy neben sich und lag auf der Seite, während der Braunhaarige einen Arm um sie gelegt hatte. Er wollte ihr das Gefühl geben, sie zu beschützen, für sie da zu sein und Kamila konnte sich nun wirklich nicht daran erinnern, wann sie zuletzt so viel Geborgenheit von ihrem Bruder bekommen hatte. Es brachte nur sehr wenig.. Denn auch der Schlaf war sehr unruhig und nicht wirklich sehr tief, aus Angst, das Handy zu überhören. Es vibrierte plötzlich, ein Anruf ging ein und ehe sich Kamila versah war sie schon dran gegangen, um es sich ans Ohr zu halten, ohne wirklich drauf zu schauen, um wen es sich da handelte. "Anthony?", fragte sie noch recht ruhig, als würde sie abwarten wollen, was da jetzt auf der anderen Seite kommen würde. Es konnte jetzt alles kommen.. Alles, was sie nicht wollte.. Er sprach ihren Namen.. Etwas stimmte nicht, dafür kannte sie den Mann schon etwas länger und erlebte ihn in fast allen erdenklichen Situationen. Was war los? Doch bevor sie fragen konnte sprach der Mann schon weiter. Ihm ging es gut.. So klang er nicht. Er atmete zu schnell für seine Verhältnisse und vor allem viel zu flach, da war irgendetwas faul. "Anthony.. Wo bist du?", fragte sie recht bestimmt, als würde sie nicht mit sich reden lassen, aber was darauf folgte hätte sie sich nicht ausmalen können.. Die Worte.. Kamen zwar zu ihr durch, aber der Schrei brannte sich in ihren Kopf ein, wie eine schlechte Erinnerung. "Anthony!", rief Kamila ins Handy, aber ein Knall unterbrach die Verbindung. "Scheiße", sprach sie, bevor sie die Nummer noch einmal wählte, aber die Mailbox kam dran. Das war nicht gut, das war gar nicht gut.
      "Was ist los?", Mike war wach geworden und hatte die Stirn gerunzelt. "Sie haben Anthony", sprach die Frau, welche ihr Handy auseinander nahm, um die Karte raus zu nehmen und sie in zwei Teile zu brechen. Wenn sie sein Handy hatten konnten sie mit ein wenig Zeit den Ort hier orten.. Jedenfalls ihre Karte, mit ein wenig Geschick, deshalb wechselte die Frau oft ihre Nummer jetzt war es wieder soweit. "Fuck", sprach Mike und war sofort mehr, als hellwach. "Nummern tauschen.. Sofort.. Alle..". Kamila sprang aus dem Bett heraus und war bereit aus dem Zimmer zu gehen. "Und Oliver her holen.. Der soll so schnell wie möglich mit der Ausrüstung hier sein.. Um das Handy zu Orten.. Wir können den Wagen orten.. Und die Jungs sollen alle ihre Handys ausschalten!". Es waren ziemlich viele Befehle auf einmal, aber damit konnte Mike gut umgehen, nachdem er nach seiner Schwester aus dem Bett gestiegen war. Sie war schon aus dem Zimmer verschwunden, wollte sich anziehen und alles vorbereiten.. Anthony konnte es vergessen.. Sie würde nach ihm suchen und ihn finden, alleine, weil sie diesen Schrei nicht mehr aus dem Kopf bekam. Für jeden aus ihrer Gang würde sie das tun.. Aber Anthony musste da so schnell wie möglich raus.

      Die Jungs aus der Umgebung wurden her geholt, um sie alle zuhause zu haben. Es war recht früh am Morgen, seit dem Anruf war eine Stunde vergangen und das Wohnzimmer war im Chaos ausgebrochen. Unter Kamila waren viele Männer.. Mehrere Hundert, um genau zu sein und für sie alle gab es eigentlich Platz in der Villa, aber es waren auch große Männer.. Und damit war der Platz begrenzt. Es war laut, sie waren aber alle bereit für die nächsten Befehle, während Oliver in der Küche auf dem Tisch sein Equipment ausgebreitet hatte. "Das Handy ist ausgeschaltet", verkündete er recht früh und hatte die anderen Handys der Männer eingesammelt. Kamila war sich nicht sicher, wie viele der Nummern Anthony besaß, deshalb war es besser, einfach alle zu ändern, um nichts falsch zu machen. Als erste bekam sie ihr neues Handy mit der neuen Nummer, es folgte dann Mike und Elias, der sogar runter gekommen war, um auf Befehle zu warten.
      "Kannst du den Wagen orten?", fragte die Brünette sofort, nachdem sie sich das Handy angesehen hatte und blickte dem Nerd über die Schulter. "Bedingt", sprach er und deutete auf einen der vielen Bildschirme. Er hatte drei Laptops da und noch einen extra Bildschirm, um alles einrichten zu können. "Das ist der Radius, in dem er sich vermutlich aufhält.. Aber genauer kann ich es nicht sagen". Kamila sah sich die Gegend auf der Karte an, es sagte ihr aber nichts.. Sie brauchte da mehr Infos.
      "Habe ich alle meiner alten Nummern drauf?", fragte sie und griff zu ihrem Handy. Oliver nickte. "Ich habe sie dir zurück geholt..",bestatigte er, bekam aber keinen Blick mehr ab, denn Kamila wollte aus der Küche raus. "Wo gehst du hin?", fragte Mike schon laut, da blickte die Frau kurz zurück. "Ich muss.. Einen Gefallen einlösen".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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