[2er RPG] No Good For You

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    • Überrascht zog er die Augenbrauen zusammen, hatte neben sich zu den grünen Augen gesehen, ob mit ihren Worten sofort eine Erklärung käme, die ihm ihre Antwort irgendwie begründen könnte. Scheinbar schien immer noch nicht alles wieder beim alten zu sein, sicher, die Ware war ja bei ihnen und nicht dort, wo sie sein sollte, doch das schien zumindest für Anthony kein Grund zu sein, sich noch stressen zu lassen, auch wenn es wohl die Käufer tun konnten. Man hatte ihnen doch aber nicht sofort die Ware am gleichen Tag versprochen, an der sie die Drogen überhaupt überliefert bekommen? Es war jedoch nicht das, sie sprach darüber, dass sie dem Herren immer noch nicht ganz traute. Es war nichts, was er selbst nicht vollkommen verstehen konnte, weswegen er für einen Moment genervt die Augen schloss. Natürlich, auch mit der Abfuhr, mit eigentlichen all den Abfuhren die er bereits von ihr innerhalb der letzten Jahre bekam, würde er sich nicht von seinem Wunsch lösen, die Brünette an seiner Seite zu haben. Ein Wunsch, der wohl nun auch aus einem weiteren Grund nicht erfüllt werden konnte, denn der Blonde hatte sie schon, schätzte er doch. Aussprechen konnte er es trotzdem nicht vor den anderen, schon gar nicht vor jemandem wie Gregory, der es wohl überall hinaus posaunen würde. Vermutlich würde Kamila das kleine Geheimnis zwischen den beiden immer noch behalten wollen, doch darüber konnten sie immer noch später reden, so wie sie es bereits im vorraus geplant hatten. Bis dahin hatten sie noch einen Weg den sie erst antreten mussten, um nach Hause zu fahren und scheinbar wollte sie bis dahin nochmal mit Mike über die weitere Vorgehensweise sprechen und auch der Blonde hatte sich zu diesen gesellt, hatte sich jedoch lieber zu den abfahrenden Männern gedreht, um noch einen guten Blick auf diese zu haben, solange sie sich hier noch in der umgehenden Nähe aufhielten. Sie hatten sich jedoch nicht mehr darum geschert, was hier noch weiter geschah, denn sie hatten den nackten Mann noch wegzubringen. Der Gedanke daran, was Miguel wohl nun blühen konnte, ließ ihn für den Moment nicht ganz los. Es war ihm egal gewesen, doch waren die Möglichkeiten über seine weitere Zukunft ziemlich breit gefächert, letztendlich würde er jedoch sterben, wenn Gregory sich denn nicht noch einen Butler zu legen wollte, aber das war wohl ziemlich unwahrscheinlich.
      Sie sprachen davon, dass vorallem der dritte Mann sich nicht über die Pläne der Brünetten freuen würde, doch man hatte ihn noch nie wirklich in die Luft springen sehen, wenn es wieder um Veränderungen ging. Elias schien jedoch allgemein ziemlich hitzköpfig zu sein, da war nichts anderes zu erwarten, man müsste seine nächste Trotzphase einfach ertragen, wenn es denn nicht eine Frau für sie machen musste. Wenn er sie denn kriegt, dachte er sich, da grinste Anthony wieder blöd. Langsam aber sicher wandte er sich immer mehr den Männern hinter sich ab, denn sie waren bereits beim Abfahren gewesen, da hatte er nichts mehr genaustens beobachten müssen. Die beiden waren mit ihrem Gespräch jedoch auch am Ende, sie hatte scheinbar kein großes Problem damit gehabt, sich auch dieses Mal mit ihm auseinanderzusetzen, da war der Blonde eher derjenige gewesen, der sich das Gebrüll nicht anhören wollte. Mike machte sich selbst fertig weiter in den Osten zu fahren, für den Blonden hieß es nun auch, sich auf den Fahrersitz zu platzieren. Den Blick erwiderte er, hatte sie gemustert, doch vermutlich hatten sie den Schlüssel einfach im Wagen stecken lassen. " Muss ich meinem Wagen etwa schon fremdgehen? ", fragte er auch schon mit einem Grinsen, doch bewegte er sich lieber auf das Auto zu. Bisher hatte er ihn nur einmal gefahren, der Gedanke daran war jedoch schon erfreulich.
    • Kamila Kayla Redstone
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      "Solange es nur dein Wagen ist, welchem du fremd gehst", stellte Kamila fest und schmunzelte. Sie gab den anderen Männern noch ein Zeichen, dass sie Mike hinterher fahren sollten und stieg selbst auf der Beifahrerseite ein, damit Anthony losfahren konnte, wann immer er sich dafür bereit fühlte.

      Die Fahrt war lang gewesen, es waren einige Kilometer, welche die beiden hinter sich gelassen hatten, aber nicht nur der Weg war lang gewesen auch Kamilas Diskussion mit Elias, der wirklich nicht mit der Situation zufrieden war. Sie war lange wirklich ruhig geblieben und hatte die Sache erklärt, oder eher beschlossen, aber irgendwann waren auch ihre Nerven durchgebrannt und sie lauter geworden. Zum Glück fuhr sie nicht, das hätte nämlich ganz anders geendet, als es jetzt mit Anthony war, denn er fuhr den Wagen ganz entspannt auf den Vorplatz des großen Hauses, welches sich in der Dunkelheit vor ihnen erstreckte, jedenfalls wirkte er nach außen hin sehr entspannt, ob er es auch innerlich war konnte sie nicht sagen, dafür hätte sie gerne seine Gedanken gelesen, aber letztendlich war auch sie sehr fertig von dem Tag und ließ den Versuch bleiben, wenigstens seine Gesichtszüge zu deuten. Mit einem lauten Seufzen nickte sich die Frau mehrmals zu, als hätte sie genau das nötig um sich aus dem Wagen zu bewegen. "Ich werde ihn irgendwann erschießen", stellte sie fest. "Oder mich..". Sie war einfach nur ein wenig zu gestresst, denn ihre Sorgen waren noch nicht ganz still. Zu ihrer Erleichterung war aber alles am Haus ordentlich und vor allem sicher und kaum wagte sie einen Fuß außerhalb des Wagen schon meldete sich auch Mike damit, dass die Transporter los sind in die jeweilige Gebiete. Wenigstens etwas lief so, wie sie es wollte, denn wenn sogar das schief gelaufen wäre, wäre sie nun wirklich ausgetickt.
      "Tut mir leid, dass ich dir ins Ohr gebrüllt habe". Ihre grünen Augen sahen nach den Blonden und Kamila schaffte es sogar ihm ein leichtes Lächeln zu schenken, bevor sie sich auf das Haus zubewegte. Sie wollte am liebsten ein warmes Bad nehmen, sich entspannen und dann tot ins Bett fallen, ihre Arbeit, die heute Mittag liegen geblieben war konnte sie morgen erledigen, dafür gab es noch Zeit, aber was sie sofort mit dem Betreten des Hauses tat war die Weste auszuziehen, die sie im Auto nicht mehr ausgezogen hatte, aus reiner Bequemlichkeit. Sie landete vor der Tür, welche in den Keller führte, jemand anderes konnte ihre Weste wegräumen, sie war fertig mit den Nerven. Auf den Treppen nach oben streckte sie sich mehrmals und ließ vor allem ihren Nacken kreisen, der steif von der Fahrt wirkte. Sie blickte wieder nach Anthony, ob er ihr hinterher gelaufen war, oder etwas anderes hatte. Womöglich hatte der Mann ja noch eigene Pläne, durfte er gerne haben. "Wollen wir in die Wanne?". Sie schmunzelte, mit ihm würde sie sogar die Badewanne teilen, nicht nur das warme, große Bett.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anthony konnte sich während der Fahrt so einiges von ihrer Disskusion mit Elias anhören und nicht war anders, als das sie nicht schon vorher ahnten, dem jungen Mann schienen Veränderungen, die nicht von ihm gemacht wurden, allemal überhaupt nicht zu gefallen. Es war jedoch nichts vermeidliches, es musste so gemacht werden, schon deswegen, weil Elias da mit seiner Chefin disskutierte und irgendwie etwas in seine Richtung schieben wollte, um es ihm einfach angenehmer zu machen, doch das war nicht geschehen, das konnte es auch gar nicht, schließlich war alles schon geplant und geklärt. Der Blonde ließ sich da aber erst gar nicht richtig reinziehen, Elias wusste am Hörer wahrscheinlich gar nicht, wer überhaupt noch in der Nähe war, der womöglich noch sein Gespräch mit ihr belauschen konnte. Nun, es war jedoch genau so und trotz der immer lauter werdenden Lautstärke hatte er sich einfach daran gemacht, die beiden wieder sicher nach Hause zu fahren. Gegen hohe Lautstärke schien er wirklich sensibel zu sein, wenn man nicht sogar von einer Allergie sprechen konnte, denn darauf schien er immer genervt, wenn nicht bei anhaltenden Schreien sogar agressiv zu werden. Jedoch nicht bei ihr, er hatte sich auch einfach wieder ein wenig in seine eigene Welt gemacht, sich wieder ein wenig von seinen Gedanken treiben lassen, solange er sich noch auf das Fahren konzentrierte und die Brünette nicht für ein Gespräch frei war.
      Der Anruf mit Elias fand jedoch ein Ende, so tat es auch glücklicherweise die Autofahrt, denn mit einem Seufzen hielt er mit dem Blick auf das entfernte Gebäude an. Womöglich war nun alles geklärt gewesen, doch der dritte Mann, der sich hier um die Drogen kümmerte hatte eine magische Art an sich, die alles nochmal aufwühlte und stressiger machte, als das es schon so war. Den Tag mit ihm würde Anthony wohl nicht nochmal erleben wollen, da hatte er wohl ihre Worte am besten verstehen können, dass sie sich vielleicht nicht sogar noch erschießt. Er schüttelte jedoch grinsend den Kopf. " Dabei sind wir doch schon so weit gekommen.. " Sie würden sich wohl weiterhin kleine Bemerkungen geben, die nur weiter auf ihre Beziehung deuten konnten, eine gute Sache zwischen ihnen, die zumindest für den Blonden nicht an den Nerven ziehen konnte. In seiner eigenen Ruhe, die selbst für ihn schon oft genug sehr überraschend war, stieg er ohne weiteres aus dem Auto aus, er wollte selbst schon ins warme Bett, solange er denn nicht alleine da drinne liegen musste.
      Während sie sich auf den Weg ins Haus machten, er noch aus der Ferne das Auto schloss, hatte sies sich bei ihm schon entschuldigt, er konnte bei dem Gespräch letztendlich mitleiden. Mit einem breiten Lächeln schnaubte er, schüttelte wieder den Kopf, als wären ihre Worte gar nicht nötig. Er hatte sich lieber daran gemacht, die Tür vor ihnen zu öffnen und aufzustoßen, damit sofort beide hinein gehen konnten. Hinter sich hatte er sie auch schon wieder geschlossen, sah zu, wie Kamila schon dabei war die Schussweste auszuziehen. Er hatte den Schutz nicht mal mehr wirklich im Auge gehabt, dafür hatte er sich wohl einfach daran gewohnt, der Blonde tat es ihr jedoch auch schon gleich und hielt an, nahm sich Zeit dafür, während Kamila schon die ersten Treppenstufen hinauf lief. Zu ihrer warf er auch seine, machte sich dann selber lieber weiter auf den Weg. Seinen Blick erhob er von den Treppen, als die Frage kam, ob sie nicht noch in die Badewanne steigen wollten. " Unbedingt.. ", sprach er auch schon aus, übersprang ein paar der Stufen, nur um sie einzuholen und sogar die letzten Meter hinauf zu tragen.

    • Kamila Kayla Redstone
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      Es dauerte nur einen kurzen Augenblick, schon bekam Kamila ihre gewünschte Antwort. Anthony wollte unbedingt mit ihr in die Wanne steigen, woraufhin sich ein Lächeln auf ihren Lippen bildete. Sie bekam die Gelegenheit ihn kurz anzusehen, aber bevor sie überhaupt weiter gegangen war wurde sie schon die letzten Stufen hinauf getragen. "Du bist verrückt..", lachte sie und schlug dem Mann sogar leicht auf den Oberarm, damit er sie wieder runter lassen würde, doch den restlichen Weg in ihr Zimmer konnte sie dann auch schon selbst gehen. Das Lächeln verschwand nicht aus ihrem Gesicht auch nicht, als die Tür im Zimmer hinter ihnen zu war und es für den Moment eigentlich gar nichts zum lächeln gab. Es war irgendwie allein die Tatsache, dass er überhaupt mit ihr mit kam und sie nicht den Rest des Abends alleine ließ, obwohl sie heute solch ein Biest war, vielleicht aber auch das dämliche Grinsen in seinem Gesicht. Obwohl Kamila jeden anderen Mann dafür schon längst in Grund und Boden gestampft hat hatte sie dieses Grinsen und vor allem diesen hungrigen Blick bei Anthony sogar ziemlich gern. Sie mochte es, wenn er sie mit seinen Blicken schon auszog und sich vermutlich im Kopf ausmalte, was er alles mit ihr tun wollte, denn sie teilte die gleichen Gedanken. Oh, wie oft sie doch schon miteinander geschlafen haben.. Und dennoch kreisten ihre Gedanken immer wieder um eine weitere gemeinsame Nacht mit ihm.
      Die Brünette hatte ihr Oberteil, welches scheinbar einige Blutspritzer abbekommen hatte, gleich in den Wäschekorb geschmissen und war in ihr großes Bad stolziert, um sich der Badewanne zu widmen. Im Gegensatz zu dem gestrigen Tag war wieder schöne Spitzenunterwäsche unter ihrer eigentlichen Kleidung zu sehen, dieses Mal in einem dezentem weiß, welches sich deutlich von ihrer bunten Haut abhob. Der Blonde hatte sie jedoch schon so häufig mit und ohne jegliche Klamotten gesehen, da war nichts mehr mit Scham vorhanden, wobei so etwas Kamila sicherlich nicht besaß, sie hätte an sich überhaupt kein Problem damit sich nackt zu zeigen, aber vielleicht war ihre Vergangenheit daran schuld. Sie dachte nicht lange darüber nach, widmete sich stattdessen lieber der Wanne zu und spülte diese aus, um anschließend den Korken reinzulegen und heißes Wasser reinfließen zu lassen. Die freistehende Badewanne war ihr Schmuckstück, aber noch viel lieber, als diese hatte sie den Anblick von Anthony, am liebsten nackt, aber auch einzig und allein sein Gesicht reichte ihr aus. Ihre grünen Augen sahen zu ihm rüber, sie wollten einen Blick zurück erhaschen, ihr Körper sehnte sich nach diesem warmen Gefühl in der Brust, für welches es mit Sicherheit töten würde. Sie hatte so vieles für diesen Mann schon aufgegeben.. Ihre Prinzipien, ihre Regeln.. Ein Stück sich selbst, aber dieses verbitterten Ich.. Aber das viel überraschende war eigentlich, dass sie für ihn zu weit aus mehr fähig war.. Weit aus mehr..
      Ein Schmunzeln bildete sich wieder in ihrem Gesicht, dann widmete sich Kamila aber wieder dem Wasser zu. Sie griff zu den Badezusätzen und überließ Anthony die Auswahl für heute: "Möchtest du heute nach Schokolade oder Lavendel riechen?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Man hatte ihn für seine Idee, sie nicht noch mit dem plötzlichen Tragen zu erschrecken, bereits eine Bestrafung gegeben, die er wohl oder übel auch einigermaßen verdiente, auch wenn es sich wohl eher um den ganzen Tag ging. Er hatte sich gut daran erinnert, wie empört sie doch darüber sprach, dass sie ihn später noch schlagen würde. Da hatte er auch darüber gesprochen, dass das Blut im Gesicht ihr ein bisschen Farbe verleiht, natürlich nicht das beste Kompliment, doch das war auch gar nicht als eines gedacht. Trotzdem war ihre Reaktion darauf lustig gewesen, auch wenn es ihn nicht davon abhalten konnte, noch weiter zu machen. Mit ihrem sanften Schlag auf seinen Oberarm rieb er sich kurz diese Stelle, auch wenn er nicht davon sprechen konnte, dass es ihm langwierig Schmerzen bereiten könnte, doch diese Absicht konnte er sich zumindest bei diesem Grund kaum bei der Brünetten vorstellen. Er hatte seine Provokationen jedoch für den Moment aufhören lassen, sie wollten schließlich baden gehen und sich da wieder ein wenig beruhigen, dem Blonden nagte es jedoch auch schon ein wenig an der Energie. Im Zimmer hatten sie sich nicht erst noch ins Bett geworfen, eigentlich einer der automatischen Reaktionen die sich Anthony so angeignet hatte, wenn er dieses Zimmer betrat. Jedoch würde er diesen wahrscheinlich gar nicht erst wieder verlassen, sollte er sich jetzt schon drauf geschmissen haben, da blieb er aber lieber im warmen Wasser mit Kamila. Während des Betreten des Zimmers hatte er schon wieder die Brünette dabei erwischt, wie sie wieder eines ihrer ehrlichen Lächeln abgab, welches ihm doch selbst kurz dazu brachte, den Kopf mit seinem dämlichen Grinsen zu schütteln. Es war nicht, als würde er es nicht sehen wollen, denn eigentlich würde er sich doch genau dieses Lächeln einrahmen, es waren die Hintergründe dahinter. Wie oft hatte man ihm schon gesagt, Kamila wäre niemand, der viel lächelt und wenn, schon gar nicht ehrlichn. Mike erzählte ihm, sie wurde vorallem mit ihm fröhlicher und glücklicher, etwas, was schon eine lange Zeit nicht mehr so da war. Die schwarze Witwe teilte ihr Bett nicht, so war es doch auch beim verbitterten Wächter gewesen.
      Kamila hatte nicht lange gebraucht, um ihr Oberteil schon vom Leibe zu nehmen und dieses wegzuschmeißen. Er hatte ihr dabei zugesehen, natürlich erhaschte er sich dabei auch einen Blick auf ihre reizende Unterwäsche, auch wenn diese zu den Dingen gehörten, die man an ihr eigentlich immer finden konnte. Das Weiß hatte ihn jedoch für einen Moment abgelenkt, so hatte es doch ein zeimlichen Kontrast zu ihren sonstigen Tattoos gemacht, welchen er sogar gar nicht als schlimm empfand. Sie hatte sich schon ins Bad gemacht, da wartete er selbst nicht mehr lange darauf, sich auch das Shirt über den Kopf zu ziehen, um ihr folgen zu können. Dort wurde er bereits mit der Frage begrüßt, nach was er denn heute riechen wollte. Bisher war seine Entscheidung immer eher auf Schokolade eingerichtet, aber dieses Mal entschied er sich anders, der Geruch war für ihn nur etwas nebensächliches. " Lavendel, sonst krieg ich wieder Hunger.. " Geduldig hatte er gewartet, bis sich die Wanne hoch genug füllte, bis sie sich in das Wasser setzen konnten, nur um sofort seinen Wunsch zu kriegen. Obwohl sie doch immer ihren Platz auf ihm fand, hatte er sich dieses Mal erst gegenüber sie gesetzt, nur um die Hände nass zu machen und das Blut von ihrem Gesicht zu bekommen. Mit dem Daumen strich er über ihre zarte Haut, hatte nur dabei zugesehen, wie dann doch wieder die unschuldigen Gesichtszüge zum Vorschein kamen, nur, um die Hände schließlich auf ihren Wangen zu behalten und seine Lippen, die von einem Schmunzeln geschmückt waren, auf ihre zu platzieren.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Auch wenn Kamila diesen Mann schon einige viele Male ohne seiner Kleidung gesehen hatte, so empfand sie es dennoch jedes Mal immer wieder aufregend, wenn er nicht nur sein Oberteil auszog, um die darunter verborgenen Muskeln zu zeigen, sondern sich auch dem Rest seiner Kleidung entblößte. Sie warf auch dieses Mal einen kurzen Blick auf seinen nackten Körper und der Drache über der Leiste brachte ihr ein Lächeln auf die Lippen. Er war ein Teil von ihnen, ein Teil von etwas viel größeren, ein Teil der Familie. Kama nannte es gerne so, auch wenn sie sonst nicht so sentimental war, aber trotz dessen, dass sie immer wieder so kalt und direkt war, ihr lag etwas an ihren Jungs, sonst würde sie nicht unter einen Dach mit ihnen leben.
      Die Lavendel-Badekugel landete in der Wanne, sobald das Wasser genügend vorhanden war und kaum löste sich diese ein wenig auf schon kam der Brünetten der Geruch dessen entgegen. Sie war in vielen Hinsichten keine durchschnittliche, normale Frau, aber in sehr vielen anderen Hinsichten war sie es doch, sie pflegte sich gerne und roch gerne gut, es musste alles gut riechen.. Außerdem entspannte sie gerne in dieser verdammt großen, freistehenden Wanne, mit ordentlich Schaum und heißem Wasser, genauso, wie es jetzt war. Ihre Klamotten landeten auf dem Boden, sobald die Brünette das Wasser wieder ausschaltete und sie setzte sich zu dem Blonden, um von der Wärme begrüßt werden zu können. Ihre Muskeln entspannten sich sofort, während ihr der Geruch des Schaums entgegen kam. Noch bevor sie sich wirklich nach Anthony erkundigen konnte hatte dieser aber schon die Hände nass gemacht, um ihr das getrocknete Blut im Gesicht wegzumachen. Das hätte sie auch schon fast vergessen gehabt, mal gut, dass er das sehen konnte. "Es stört dich also doch", stellte sie dann doch grinsend fest, aber sein Blick, der auf ihren Gesicht lag, lockerte ihre Züge wieder. Kamila hatte wieder einmal das Gefühl, als würde ihr Herz gleich die Arbeit versagen, es schlug viel zu schnell dafür, dass sie der Mann nur ansah, aber es beschleunigte noch deutlich mehr, als seine Lippen auf ihren landeten. Sofort schloss sie ihre Augen und legte eine ihrer Hände auf seine Wange, damit der Mann es ja nicht wagte sich von ihr zu lösen.
      Entspannt atmete die Frau aus und lächelte innerlich, nach diesen Lippen hatte sie sich gesehnt, seit sie gemeinsam das Zimmer verlassen hatten. Natürlich hatten sie ihren gemeinsamen Moment im Auto gehabt, auf dem Weg zu der Übergabe, aber es hatte ihr nicht gereicht, sie wollte mehr, sie brauchte mehr, sie brauchte ihn. Nach einigen Momenten war es ihr dann aber doch sehr ungemütlich in dieser Position und sie entzog sich dem Kuss, um in die blauen Augen zu sehen. Was sagen brauchte sie nicht, stattdessen lächelte die Frau sanft und lehnte sich zurück, um von dem Schaum bedeckt zu werden.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Seine kleine Waschaktion, was die Blutflecken an ihrem Gesicht anging, hatte sie selbst damit interpretiert, dass es ihn sehr wohl störte, jedoch ging es ihm eher darum, sie endlich zu küssen. Er sprach an, dass er mit dem Blut an ihren Wangen noch sehen müsste, dass er nicht noch den toten Mexikaner küsste und wenn man es so sehen wollte, dann würde es ihn eher stören, nicht sie selbst zu küssen. Aber das beantwortete er zuvor gar nicht, er hatte sich lieber darum gekümmert, nochmal die Lippen zu spüren und vielleicht diese sich auch einzuspeichern für Momente, an denen er einen Kuss möchte, jedoch nicht die Möglichkeit für einen hatte. Sie waren den Tag am Arbeiten gewesen, sich so einen Kuss zu ergattern war deutlich einfacher, wenn die beiden sich einfach in verschiedenen Räumen befanden, doch mit der Ernst der Lage und ihren ganzen Fahrten, um letztendlich alle Informationen aus den beiden Männern zu quetschen, war die Zweisamkeit nicht ganz so zu genießen, wie es sonst am Abend immer der Fall war. Der Blonde war nicht der Einzige, dem genau diese angenehme Zweisamkeit fehlte, denn auch Kamila hatte mit ihren Händen auf seinen geäußert, dass sie das selber gerade brauchte. Darüber war er selbst schon fast überrascht, doch das war ihm wieder egal gewesen im Moment, in welchem sie sich wieder voneinander lösten. Man konnte es wohl als eine Überraschung selbst sehen, dass er sich trotz der wütenden Stimmung der Brünetten die ganzen Stunden lang immer noch danach bei ihr befand, ohne sich irgendwie vor ihr zu fürchten, denn er hatte sich selbst wie ein Ruhepol von ihr gefühlt, was er doch gerne spielte. Sie verhielt sich wieder ruhig, die Ware war verschickt und damit konnte Gregory an keine wichtigen Informationen kommen, er hoffte doch, dass sie damit sich in den ruhigen Schlaf legen konnte.
      Die beiden Lippenpaare hatten sich voneinander gelöst, stattdessen hatten sie sich an die Wanne gelehnt, um die angenehme Wärme zu genießen. Mit den gehobenen Mundwinkeln sah er jedoch zu Kamila, wollte sich doch erklären. " Ich bevorzuge meine liebe Freundin doch mehr, wenn ich nur sie schmecke, als den Mexikaner da noch dran.. Wobei es doch ganz hübsch aussah " Sein Blick schwiff über das Sichtbare der Brünetten, eher er die Augen schloss und den Kopf in den Nacken lehnte. Er gab ein Brummen von sich, während er sich wieder Gedanken machte. Er ließ die Situation im Auto noch mal im Kopf Revue geschehen und mit dieser Szene im Kopf hatte er die Augen wieder geöffnet, sah die Decke über sich an. Er sprach ohne einen Hintergrund über seine Gedanken zu geben, doch das war nicht nötig, dachte er doch. " Hast du dir das gut überlegt? "
    • Kamila Kayla Redstone
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      Das warme Wasser war gut für jede Muskelpartie ihres Körpers und die ganze Anspannung, die Kamila den Tag über gespürt hatte ließ langsam von ihr ab. Es war angenehm, vor allem noch viel mehr mit dem Mann an ihrer Seite, aber er brachte schon einen Satz von sich, der sie wieder nachdenken ließ. Er sprach von 'Freundin', da erinnerte sich die Brünette an das Gespräch in dem Fahrzeug, welches von ihrer gemeinsamen Beziehung handelte. Da war ja was.. Und sie hatte ja auch versprochen, dass sie nachher darüber reden werden, jetzt war dieses Nachher, aber ihre Meinung dazu war nicht anders. Sie hatte Angst, sie könnte die Entscheidung vielleicht bereuen, denn keiner konnte ihr die Sicherheit geben, dass es nicht passieren wird.. Was war, wenn Kamila es doch nicht konnte? Wenn sie nicht in der Lage dazu war eine Beziehung einzugehen und damit dem Blonden das Herz brechen wird? Es war merkwürdig, dass sie sich darüber Gedanken machte, so etwas war nicht normal für sie.
      Scheinbar hatte auch Anthony selbst darüber nachgedacht, während sie sich beide zurück gelehnt hatten, denn er stellte schon die erste Frage. Ob sie sich das gut überlegt hat? Nein.. Definitiv nicht, es war eine spontane Überlegung, aber konnte sie es so aussprechen? Nun, sie war sonst immer ehrlich und nicht auf den Mund gefallen, aber irgendetwas in ihr wollte den Mann nicht verletzen, definitiv nicht. "Nein", gab sie ehrlich zu und blickte die Decke über sich an, während ein Schmunzeln auf ihren Lippen zu sehen war. "Ich bin spontan, wie sonst immer". Sie seufzte. "Ich denke, es ist ein nächster und vor allem wichtiger Schritt.. Ich meine.. Ich teile mein Bett mit dir.. Ich teile mein Zimmer und sogar meine Badewanne mit dir.. Warum sollte ich diesen Schritt nicht wagen?".
      Kamila lehnte ihren Kopf seitwärts an der Wanne und blickte so zu dem Blonden. Sie sprach nicht von Gefühlen, denn das konnte sie nicht, das konnte sie noch weniger, als dieses Gespräch, welches hier gerade stattfand. "Oder denkst du.. Dass es nicht richtig ist, wenn wir.. Es versuchen?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es war keine Frage, die ihm jegliche Antwort innerlich köpfen konnte, weil man ihm mit den erhaltenen Informationen nicht das bieten konnte, was er sonst eignetlich erwartet hätte. Selbst hatte er einige Gedanken darüber getätigt, was für einen Gedankengang denn bei der Brünetten die ganze Zeit über war. Wie sie sich neben ihm fühlte, was ihre Blicke auf ihm bedeuteten, wie wichtig er ihr war. Es waren keine Fragen, die er ihr stellen würde, schon gar nicht wenn die Stimmung überhaupt gar nicht passte. Er interpretierte lieber selbst etwas hinein, denn manche Dinge bleiben lieber ungewusst, so konnte man sich wohl selbst am besten schützen, sollte etwas nicht die eigenen Vorraussetzungen erfüllen. Während er ihrer Antwort zuhörte, lockerte er einfach seine Haltung und entspannte sich einfach, denn vor allem die Wärme die die Brünette für ihr Wasser so mochte, konnte den Blonden bereits so fertig machen, er würde nach dem Bad nicht reichlich Kraft haben, zumindest die ersten Minuten, solange die Kraft nicht noch wirklich ernsthaft in Einsatz kommen muss.
      So wie man es von ihr gewohnt war, hatte sie die Wahrheit gesagt und da er mit seiner Vorahnung doch gar nicht so falsch lag, gab er ein Schmunzeln von sich. Sie hielt während ihrer Antwort an ihre Spontanität, wie sonst so oft einige Male, an denen er daran teilhaben konnte. Es war nichts, was er als wirklich schlimm empfand, es erfreute ihn sogar eher mehr, dass er sie etwas was sie machte, hervor sehen konnte zu einem kleinen Teil. Sie weitete ihre Aussage aus, sprach darüber, wie es dazu kam, da hatte er schon die Augen erneut geöffnet und den Kopf wieder langsam erhoben, um zu den grünen Augen zu sehen. Es war der nächste Schritt, an anderes war gar nicht erst zu denken, doch war es für ihn überraschend, wie logisch sie dabei dachte. Sie hatte sich wohl so etwas wie einen Plan gemacht oder sie hatte einfach ihre eigene Strichliste gehabt, was die Reihenfolge einer Beziehung anging. Ruhig atmete er aus, schenkte ihr sein Lächeln, bevor er an der selben Seite wie Kamila seinen Kopf ablegte, um den besseren Augenkontakt zu haben.
      Woran auch immer es lag, ihre Tonlage hatte doch noch etwas Unsicherheit ausgestrahlt, wenn es nicht ihre Worte selbst waren. Doch mit dieser Einschätzung klang es doch wirklich so, als würde es ihr eher Sorgen bereiten, als würde der Mann sich zu wenig Gedanken darüber gemacht haben. Dabei war seine Frage gar nicht daran gerichtet, ob er nicht selbst kneifen wollte, sich lieber wieder zurückzieht und alles mögliche abblockt, doch das konnte nicht geschehen. Sie wollte es wissen, da wollte er sie nicht lange auf die Folter spannen. Er schüttelte eindeutig den Kopf, auch wenn er dabei vorsichtig war, schließlich rieb er den Kopf damit an die Wanne. " Ich bin der letzte, der etwas dagegen hätte.. oder brauchst du noch mehr Bestätigungen dafür? ", fragte er nun selbst nach, bevor er sich langsam wieder hochsetzte. Er dachte daran, wie es überhaupt zu dieser Situation kam, dass sie zu so einem Entschluss kamen. Er sah sie an, betrachtete ihre Bewegungen und Reaktionen, bevor er mit einem Schmunzeln nochmal das Wort ergriff. " Den Ring kann ich dir aber erstzu einer späteren Zeit versprechen.. "
    • Kamila Kayla Redstone
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      Ja, sie brauchte Bestätigungen, aber nicht dafür, dass Anthony es für richtig hielt dem Ganzen, was zwischen ihnen herrschte einen Namen zu geben, sondern dafür, dass es das Richtige war. Kamila war wirklich zwigespalten.. Sie war niemand, der sich sonst offen großartig Sorgen um etwas tat, ihre Sorgen blieben eher verborgen, aber sie war eigentlich auch niemand, der sonderlich Angst hatte. Bisher war es ihr egal, ob sie vielleicht draufgehen würde, oder nicht, es war ihr Berufsrisiko und dieses nahm sie vollkommen in Kauf. Sie war sich auch dessen bewusst, dass Mike, Elias oder die anderen Männer sterben konnten, denn sie spielten mit Feuer, mit einem sehr gefährlichen Feuer, welches nicht nur Verbrennungen auslöste, sondern zu weit aus mehr fähig war.. Die Frau machte sich auch kaum Sorgen um ihre Existenz, denn selbst wenn sie mit ihrer Gang pleite gehen sollte, sie hatte Millionen auf den Schweizer Konten und sie konnte hier abhauen, um sich irgendwo nieder zu lassen, das Geld wurde reichen.. Aber es gab zwei Sachen, die ihr wahnsinnige Sorgen bereiteten, über welche sie sich einen Kopf machte.. Und beide hatten mit dem Mann vor ihr zu tun. Die eine Sorge, war die Angst, ihm könnte etwas passieren.. Nicht einmal um sich selbst sorgte sie sich, aber um den Blonden schon. Was war, wenn er eines Tages nicht mehr zu ihr ins Bett kam, weil er nicht mehr in der Lage dazu war? Was war, wenn er sie alleine in dieser Welt lassen würde? Für immer..?
      Die andere Sorge war nicht weniger schwer.. Eine Beziehung mit ihm einzugehen.. Es war riskant.. Sogar mehr, als nur das. Dabei war er doch gar nicht das Problem, dieser Mann war toll! Nicht nur von dem Aussehen her.. Es war definitiv sie, welche das Problem darstellte. Kamila war nicht in der Lage eine Beziehung zu führen, sie war verkorkst, kaputt und ängstlich..
      Ein Lächeln bildete sich dennoch auf ihren Lippen und sanft schüttelte sie den Kopf. "Nein, ich brauche keine Bestätigung", antwortete sie und musterte den Mann vor sich. Ihre Mimik fror für einen Moment ein, als er den Ring erwähnte, welchen er ihr versprochen hatte.. Ein Ring.. An ihren Finger.. Von ihm.. Das ging zu weit, der Gedanke ging eindeutig zu weit.. Sie seufzte innerlich. Warum konnte es nicht alles so einfach sein, wie ihr Leben es bisher war? Warum musste der Mann ihr den Kopf verdrehen, nachdem er in diesen scheiß Transporter gesehen hatte?! Warum schickte Kamila nicht jemanden anderen, um ihre Bruder rauszuholen?!
      "Bist du dir sicher, dass..du das willst?". Sie sprach ihre Sorge aus, wenn auch nur indirekt und deutete dabei auf sich. "Anthony..". Ihr fehlten definitiv die richtigen Worte. "Ich bin nicht so, wie andere es sind.. Und manchmal mache ich Sachen, die andere nicht verstehen.. Ich bin.. Schwierig.. Schwierig im Umgang.. Schwierig im verstehen.. Du kannst so viel Recht haben und ich weiß es, und dennoch schaffe ich es an meiner Meinung zu halten.. Willst du es dir wirklich antun?". Das kleine, naive Mädchen in ihr schrie nach Ja, und zwar sofort.. Kamila erinnerte sich nicht mehr daran, wann sie zuletzt diese innere Stimme gehört hatte, wenn nicht heute. Es ist so lange her.. "Ich habe damit kein Problem einen Menschen zu erschießen.. Ich habe Spaß daran zu foltern und bin in meiner Rage dazu in der Lage vermutlich auch dir wehzutun..wenn auch nicht absichtlich.. Ich bin eiskalt und sturr, ich bin ein Biest.. Bist du dir wirklich sicher, dass du das willst? ".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Kamila war nicht daran interessiert, noch mehr Bestätigungen dafür zu erhalten, ob er sie denn nun wirklich liebte und doch hatte sich der Blonde nicht daran hindern lassen, sich womöglich immer mehr Gesten auszudenken, die ihr seine Liebe zeigten, wie wichtig sie ihm hier war. Er hatte so einiges im Kopf, schließlich waren sie erst beim Beginn einer langen, wunderschönen Zeit, auch wenn bei ihnen als Paar wahrscheinlich so einiges anders ablaufen wird, denn sie führten alles andere als ein normales Leben. Sie konnten es nicht so ausleben, vielleicht wäre es jedoch genau andersrum, denn lebten sie zwar gefährlich, doch mit reichlich Geld. Sie konnen sich mit so vielen Mitteln verwöhnen, und doch brauchten sie nichts anderes als sich selbst. Kleine Gesten hatten bisher ihre Liebe bestätigt, zwischen dem ganzen Chaos und der Arbeit die erledigt werden musste. Es reichte, mehr brauchten sie nicht, jedoch hatte sie wohl auch die Berechtigung wie eine Prinzessin verwöhnt zu werden, wenn es denn nicht sogar einer der Bezeichnungend für sie war. Nur bei dem Gedanken, sie nicht sogar mit dem ein oder anderen zum Lächeln oder gar zum Lachen zu bringen, erwärmte sein Herz ungemein. Er blieb jedoch nicht bei diesen Gedanken, er sollte wohl lieber die Gedanken in Taten umsetzen, bevor er vor sich her schwärmte über Reaktionen, die womöglich auch gar nicht geschehen konnten, denn die Männer hatten sich wahrscheinlich so einiges für sich überlegt, wenn man sie denn schon bei der Konkurrenz beeindrucken wollte. Vorallem Gregory hatte doch seine Mittel sie zu beeindrucken, zumindest denkt er das doch.
      Als er wieder diesen Ring ansprach, sah sie weniger erfreut aus, als das sie es doch noch zuvor im Auto tat. Er konnte gar nicht daran denken, dass es einfach daran liegen konnte, dass er ihre Bewegungen noch nicht ganz richtig einschätzen konnte, ihre Gesichtszüge und Blicke. Ob es nun einfach an seinem Selbstbewusstsein nagte, was doch sowieso in großen Mengen vorhanden war, doch es verunsicherte ihn. Bis zu diesem Schritt würden sie wohl noch einiges durchleben müssen, denn die Brünette schien ihre eigene Spontanität zu hassen, es sah doch zumindest so aus, weswegen er lieber einfach für sich zum Wasser blickte, den Schaum in seiner Hand ansammelte. Mit seinen Blicken wollte er sie nicht womöglich noch einschüchtern oder erdrücken, bei was auch immer sie doch dachte, da blieb er lieber still.
      Die Stille blieb auf keinen Fall lange, denn die wohlklingende Stimme hatte wieder zum Reden angesetzt und so sah Anthony wieder fragend auf, was sie ihm denn wohl noch zu sagen hatte. Alles schien irgendwie so unangenehm, wenn es nicht sogar an den Unsicherheiten der beiden lag, sie wussten sich aber auch gar nicht anders zu helfen. Beide hatten so ihre Schwierigkeiten mit dem Äußern von Gedanken, womöglich auch Gefühlen und Sorgen, doch trotzdem hatte er so einiges in ihrer Aussage gehört. Sie zweifelte wohl in der Zeit, in der sie für sich still blieb, da hatte er den Kopf wieder erhoben, denn es schien ihr wohl wirklich ernst zu sein. Man fragte ihn, ob es denn auch wirklich das war, was er wollte, da hatte er bereits irritiert zu ihr gesehen, doch er versuchte die Züge wieder zu lockern. Nichts sollte schlecht gedeutet werden, so einige Dinge konnten schnell nach hinten los gehen, Gespräche wie diese auf ewig einfach verhindern, denn niemand wollte sie danach mehr führen. Anthony hörte ihr jedoch zu, wie sie ihre Sorge äußerte, wobei wohl mehr Selbstkritik, wenn nicht einfach Selbstzweifel dabei war. Sie hatte sich selbst runter gezogen, sich selbst falsch gewertet, denn so vieles sah Anthony doch anders, auch wenn es wohl einer der besseren Meinungsverschiedenheiten waren.
      Der Blonde ließ sie ausreden, wollte nicht zu voreilig eingreifen, doch in ihrer Aussage gab es keine Wendung, die ihn selbst von seinen Worten hindern konnten. Ihre Worte ließ er in seinem Kopf wiederholen, doch nichts schien anders, als wie er es von Anfang an verstand. Denn auch mit ihrer zweiten Frage, ob er das denn auch wirklich wollte, konnte er innerlich nur hektisch mit dem Kopf nicken, sich aus der umrandenden Haut hinausreißen, um genau das auch noch in die Weite Welt zu schreien. Er blieb jedoch entspannt, wählte selbst vorsichtig seine Worte, blieb dabei immer noch in einer angenehmen Zeit, ohne lange zu brauchen.
      " Kamila.. ", seufzte er nur, wobei er das Schmunzeln unterdrückte, nichts ins Lächerliche ziehen wollte. Seine blauen Augen trafen auf das Grün ihrer, jegliche Sorge wollte er ihr wegnehmen, egal wie viele es doch sein konnten. " Und wie ich das haben will. Eine Frau, die mit ihrer Besonderheit mich nicht noch mehr um den Finger wickeln kann, denn nach ihr ist jede andere langweilig und uninteressant. " Von seiner Position kam er hinaus, denn er näherte sich lieber der Brünetten, um mit dem weiteren Sprechen über ihre Wange zu streicheln. " Eine Frau, die nicht noch eiskalter sein kann, und doch alle um sie herum zum Schmelzen bringt.. Eine Frau, die auch mit dem Blut im Gesicht von anderen Mensch trotzdem das süße Gesicht nicht verliert. Ein kleines Biest, was in den richtigen Händen zu zähmen ist, die selbst in den kleinsten Momenten zeigen kann, wie sehr sie doch einen liebt. " Jetzt musste er jedoch schmunzeln. Er blickte hinunter, dachte nach, ob er nicht womöglich zu viel sprach, doch etwas musste noch hinaus. " Und ich glaube, dass ich das nicht einfach will.. Ich kann schon nicht mehr ohne. " Sein Blick lief wieder hinauf zu ihr, wollte bei ihr eine Bestätigung finden, dass er ihr die Sorge nehmen konnte. Alles war wohl möglich gewesen und doch war er am suchen, nach einer Reaktion. " Muss ich weiter machen? ", fragte nur noch nach, denn sollte ihr das nicht reichen, könnte er ihr noch einiges zur Besänftigung sagen.

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    • Kamila Kayla Redstone
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      Als ihr Name fiel.. Stoppte das Herz für einen Moment seine Arbeit, um sich darauf gefasst zu machen, was jetzt auf sie zukommen könnte. Es war schon so schwierig dieses Gespräch mit Anthony zu führen, es grenzte fast schon an ein Wunder, dass Kamila in der Lage war einige dieser Worte so frei auszusprechen, aber es reichte wirklich wenig, um diese bröckelige Mauer wieder instand zu setzen und das vermutlich dann wirklich für immer. Sie kämpfte mit sich, mit ihrem innerlichen Monster, welches sich über die Jahre immer weiter aufgebaut hatte, aber der Mann sprach weiter, er sprach davon, dass er genau das wollte und davon, dass sie ihn um den Finger wickelte. Sie wickelte so einige Männer um ihren Finger und das, was ihr anfänglich nur dabei helfen sollte den Ausbruch aus dem Gefängnis ein wenig einfacher zu gestalten wurde doch weit aus ernster, als sie es sich damals vorstellen konnte. Die Frau hatte ihn in ihr Netz gefangen, ihn dazu gebracht all das Gute zurück zu lassen, um ein ganz anderes Leben zu leben, das, welches ihn alles machen ließ, wozu er nur Lust hatte. Damit dachte sie aber ganz sicher nicht daran, dass er so hartnäckig an ihr haften blieb, auch wenn es gewiss ein Stück in ihr gab, welches das gehofft hatte. Er war hartnäckig, aber das war Gregory auch und dennoch war Anthony ihm meilenweit voraus, wenn sie ehrlich war konnte man sie beiden überhaupt nicht miteinander vergleichen. Es gab in allen erdenklichen Kategorien so viele Unterschiede, obwohl es von außen hin sicherlich gleich wirkte..
      Als sich der Blonde ihr näherte, um weiter zu sprechen schob die Frau ihre Gedanken auch wieder zur Seite, um ihm zuzuhören. Es war nicht fair jetzt über so etwas zu denken, während er ihr auf ihre Frage antwortete.. Er bestätigte eigentlich jeden von ihr angesprochenen negativen Aspekt an ihr, um ihn gleichzeitig wieder zum Guten zu wenden, als würde das so einfach sein. Er nannte sie ein kleines Biest, aber sprach gleichzeitig darüber, dass sie zu bändigen war.. Ein Aspekt, den sie bis heute auch nicht erkannt hatte, bis der Mann sie auf dem Schrottplatz aufhielt. Es war nicht ihr Bruder, der dieses Mal eingriff, es war Anthony, der sie abgehalten hatte weiter zu machen und selbst wenn sie Wut darüber verspüren wollte, sie konnte es nicht, denn es schien ihr so unwichtig zu sein sich darüber aufzuregen.. Was tat er doch nur mit ihr?
      Dann sprach er noch etwas ganz essentielles an, er konnte nicht mehr ohne.. Damit war sie gemeint, definitiv, und alles, was noch zu ihr dazu gehörte. Kamila schluckte schwer, als hätte sie einen Kloß im Hals, welchen sie damit entfernen könnte, aber sie hatte keine Ahnung, was sie sagen sollte oder vielleicht auch wollte. Ihr Kopf war mit diesen seiner Worte leer, so ganz plötzlich und unbewusst. Es wurde ihr heiß und kalt gleichzeitig und mit Sicherheit wurde sie rot im Gesicht, aber es konnte auf das heiße Wasser zurück zu führen sein, oder aber auf die Gefühle, welche der Mann in ihr auslöste. Es waren zu viele, viel zu viele und sie kam damit nicht klar, aber es war in Ordnung.. Er war in Ordnung.. Doch das konnte sie ihm nicht sagen, sie konnte nichts mehr aussprechen aus Angst, ihre Stimme würde brechen stattdessen reagierte sie ganz anders, als es die Frau von sich erwartet hätte. Dieses Mal sprach sie nicht, sie konnte es nicht kommentieren, was ihr gesagt wurde, sie umarmte Anthony einfach und drückte damit ihren nackten Körper an seinen. Er musste nichts mehr sagen, er hatte sie überzeugt.. Dass sie es versuchen sollten..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Mit Geduld wartete er auf eine Antwort, auf eine Reaktion in jeglichster Form, denn mit den eigenen ausgesprochenen Worten hatte er sich selbst ein wenig leer gefühlt, als hätte er sich gerade etwas vom Herzen gesprochen, wobei es doch keine dramatische Thematik war, sodass er irgendwie etwas verheimlichen musste. Trotzdem schien ihm dieses Aussprechen schwer zu fallen, es hatte ihm jedoch ein Schmunzeln auf die Lippen gegeben, auch wenn dieses mit der Stille sofort wieder verschwand. Er achtete darauf, was sie in dieser Zwischenzeit machte, wechselte den Blick mehrere Male zwischen ihren Augen und Lippen, ob diese nicht irgendwelche Worte los werden wollten. Doch er sah nichts und mit dem trance-artigen Blick auf ihren Lippen, zuckte er schon fast auf, als er doch bei ihr eine Regung erkannte. Mit ihrem Körper hatte sie sich zu ihm nach vorne gelehnt und bevor er überhaupt darüber nachdenken konnte, was denn überhaupt kam, hatte er sich schon in ihren Armen wieder gefunden. Ob es nun an ihm lag, weswegen sie gar nicht mehr sprechen mochte oder ihr schlichtweg nichts dagegen einfiel, das Gefühl dabei blieb das Gleiche, denn genau dieses hatte ihm wieder ein Schmunzeln auf den Lippen geschenkt. Sie hatte sich an ihn gedrückt, da hatte er selbst nicht lange mehr darauf gewartet, bis auch er seine Arme um ihren Oberkörper schloss, um ihr das selbe Gefühl geben zu können. Es blieb still um sie und es war nichts, was sie sonderlich störte. Denn sollten sie sich wieder dazu entscheiden, miteinander zu reden, würden sie wohl genau dieses Gespräch fortführen, welches für beide doch unangenehm zu sein scheint. Doch musste so einiges bei ihnen ausgesprochen werden, damit ihre Beziehung überhaupt klappen konnte, sonst würden sie schneller in ihrer Stille zerbrechen, als das sie selbst schätzen konnten.
      Seine Hand fuhr mit der Wärme, die das Wasser ihm bereits spendete, über ihren Rücken und schloss selbst die Augen, um genau diesen Moment zu genießen. Zu gerne würde er sehen wollen, was wohl in ihrem Gesicht geschrieben stand, doch das konnte er noch aushalten, es zu einem anderen Zeitpunkt womöglich noch erkennen. Anthony atmete für einen Moment tief durch, ehe er seine Augen ein wenig öffnete, um über ihre Schulter zu sehen. Seinen Kopf legte er auf diese ab, ehe er versuchte sie doch selbst wieder ein wenig abzulenken, wenn ihr schon keine Antwort einfiel, obwohl genau diese Reaktion überraschenderweise einer der Möglichkeiten waren, die ihm am besten gefielen, auch wenn er diese gar nicht erwartete. " Und mach dir keine Sorgen darum, dass du mich in deiner Wut noch verletzt..Wahrscheinlich hab ich das dann sowieso verdient. " An einige Dinge konnte er sich doch erinnern, wie er der Brünetten versuchte auf den Geist zu gehen und sie zu ärgern und er hatte nicht mal darüber denken müssen, denn sie hatte vermutlich noch eine Rechnung mit ihm offen, nachdem er ihr den Schlag in die Leber gab. " Defintiv. ", hatte er noch hinzugefügt, denn er hatte ihr schließlich heute auch noch die Stirn bieten wollen, als er sie versuchte wieder zu beruhigen. Wahrscheinlich wäre er nach Kamilas Meinung damit schon längst tot, doch er stand hier immer noch, irgendwie ja auch ein kleiner Beweis dafür, dass sie ihn doch mehr mochte, als das sie selbst aussprach.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Ihre Brust hob und sank sich soweit es in der Umarmung möglich war, aber dennoch in einem gleichmäßigen Tempo. Es war merkwürdig, der ganze Tag war merkwürdig, aber am merkwürdigsten waren tatsächlich ihre Gedanken. Kamila war verwirrt von ihnen und sie wäre am liebsten abgehauen, wie sie es immer tat, wenn etwas ihr gefühlstechnisch über den Kopf wuchs, aber dann hätte sie auch schon vor Wochen abhauen müssen. Vielleicht überforderte es sie auch, weil sie sich ihre Gefühle für den Mann nicht eingestand, oder gar eingestehen konnte, aber wenn sie wirklich ehrlich zu sich war, dann musste es einen bestimmten Grund dafür geben, warum er so eine Wirkung auf sie hatte. Er war mindestens genauso penetrant, wie andere Männer es waren und die Tatsache, dass er wirklich männlich war machte alles nur noch schlimmer, aber dennoch hatte die Brünette Eifersucht gespürt, als sie ihn mit dieser billigen Nutte gesehen hatte. Bisher gab es keinen Mann, bei welchem sie so etwas verspürte, seit sie aus dem Schuppen befreit hatte, in welchem sie ihren Körper und ihre Seele verkaufen musste.. Aber bisher interessierte sie kein Mann, mit welchem sie ein One Night Stand hatte und nachdem sie mit Anthony schlief war sie auch nicht mehr daran interessiert ihn abzuschieben. Sie mochte den Sex mit ihm.. Sie mochte es Abends auf seiner Brust einzuschlafen und sie mochte es seine Hand zu halten, während sie alleine im Auto waren.. Kamila seufzte innerlich, es war alles einfach nicht so.. Einfach.
      Sie sprach nicht, aber dafür sprach Anthony und zwar davon, dass sie ihm sicherlich nur mit einem Grund wehtun würde, da schloss sie schon die Augen und legte ihren Kopf auf seiner Schulter ab. "Ich will dich nicht verletzten", hauchte die Frau ihm ins Ohr und seufzte leise. "Ich will nicht, dass dir jemals jemand weh tut". Es waren die Worte, die in ihrem Kopf kreisten, die ganze Zeit. Aber sie schwieg auch wieder.. Für einen Moment jedenfalls. "Anthony..?", sie war leise, als würde ein lauteres Wort vielleicht etwas schlimmes bewirken. Kamila schluckte schwer, ehe sie ihre Augen öffnete und unsicher den Schaum hinter dem Mann betrachtete. Sie kämpfte mit sich. "Ich.. Vertraue dir.. Ich vertraue dir wirklich.. Und es ist nicht einfach für mich.. Okay? Es ist noch schwieriger das zuzugeben.. Als es sich selbst einzugestehen". Langsam lockerte die Frau ihre Umarmung, um sich wieder ein wenig zurück zu lehnen und in diese blauen Augen zu sehen. Leicht bewegten sich ihre Lippen, sie lächelte, wenn auch nur sanft, aber es war ehrlich und es spiegelte ihre Gefühle aus, das war das viel wichtigere.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Seine Hand, die ihr zuvor noch über die nackte Haut am Rücken strich und dort den Schaum ein wenig hin und her schob, fand ihren neuen Platz auf ihren Hinterkopf, an welchem er seine Finger im Haar vergrub. Mit der Position fand er sich deutlich wohler, als sie ein wenig entfernter von sich sitzen zu haben, denn damit begrenzte sich der Körperkontakt zum minimalsten. Es war nichts, was nicht zu überleben war, doch hatte er sie gerne näher um sich gehabt, als hätte er damit mehr Wissen über sie und könnte einiges, was um und in ihr geschieht besser deuten. Ob es nun auch der Fall war, ließ sich nicht auf die Schnelle sagen, doch trotzdem fand er sich immer wieder in Situationen, in denen Kamila ihn mit der Wärme mehr von sich erzählt, womöglich etwas beichtet, wenn sie schon so vieles für sich behielt. Dies war auch wieder der Fall gewesen, als er ihr einreden wollte sie solle sich nicht schlecht fühlen, sollte sie ihn jemals in ihrer Wut verletzen, denn in ihrer Rage war sie nur schwer zu kontrollieren und wenn er sie in dieser Phase störte, so würde er es wohl verdient haben. Das war jedoch nicht die Meinung der Brünetten, sie möchte ihn so oder so nicht verletzen, das sollte auch kein anderer. Er lächelte ungläubig, als hätte er solche Worte bei Kamila gar nicht geahnt, und trotzdem gaben sie ihm die Schmetterlinge im Bauch, die sich schon vor einer ganzen Weile dort eingenistet haben, ihm keine richtige Möglichkeit zum Schlafen gaben. Es war nicht umzusetzen, das der Blonde wundlos blieb und vor allem nicht wenn sie sich weiterhin in dieser Branche befanden, für ihn galt jedoch das Gleiche. Beim Kampf fiel es ihm schon schwer, irgendwie mit der Faust ihren Körper zu treffen, wie sollte er sich denn nur verhalten, müsste er zusehen, wie jemand anders ihr ernsthaft weh tat? Er wurde einschreiten, dafür fehlte ihm jegliche Zurückhaltung, er hatte aber die Sorge, es könnte einmal zu spät sein. Zu spät, sodass man wieder nächtelang auf ihre Gesundheit achten musste, denn das letzte Mal hatte Kamila ihm und ihrem Halbbruder einen Schrecken gegeben.
      Er hörte seinen Namen zwischen den Lippen ihrer, weswegen aus ihm ein leises Brummen kam, um ihr sein Zuhören versprechen zu können. Er wartete auf ihre Worte, die immer wieder Überraschungen bei sich hatten, sie sprach über ihr Vertrauen zu ihm, dass ihr all das nicht einfach fiel. Doch so fühlte er auch, hatte sie deswegen nur für einen Moment näher an sich gedrückt, um ihr auch genau dieses Gefühl zu geben, als würde er ihr Vertrauen nicht missbrauchen wollen. Die Umarmung wurde jedoch wieder gelockert, sie wollte ihn ansehen und so tat er es ihr gleich, hatte sich wieder die grünen Augen angesehen, in denen er sich immer wieder verlieren könnte. " Ich kann mir vorstellen, dass dir alles noch nicht ganz richtig vorkommt.. Ich werde dir aber auch das nehmen. ", sprach er weiterhin mit einem Schmunzeln, denn er würde nicht ruhen, bis sie sich wirklich wohl bei ihm fühlte. Ihre Gefühle und Gedanken mit ihm teilte, sich nicht darum sorgte, was er selbst darüber dachte.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Es fiel ihr schwer, es fiel ihr so einiges schwer, was sie dem Blonden berichtete und auch wenn sich Kamila nicht sicher war, ob sie das Richtige hier tat, es fühlte sich bis hier hin gut an. Klar, ihre Angst wollte ihr etwas anderes einreden, aber letztendlich war das warme Gefühl in der Brust der Frau, welches sich mit dem Ansehen der blauen Augen ausbreitete tausend Mal stärker, als es ihre Angst war. Vielleicht war es Liebe, vielleicht war es das nicht, aber ganz gleich, was es das wirklich war, sie wollte es versuchen, sich nicht im Nachhinein selbst Gedanken darüber machen, was wenn gewesen wäre. Zur Not.. Konnte sie den Mann vor sich noch immer töten..aber so weit würde es ganz sicher nicht kommen.
      Sie lächelte sanft, als es auch Anthony tat und hob ihre Hand aus dem Wasser, um über seine Wange zu streichen. "Ich will es versuchen..", gab sie zu und nickte sanft, um ihre Worte zu unterstützen. "Auch wenn.. Ich nicht versprechen kann, dass es vielleicht.. So wird, wie du es dir vorstellst". Sie wusste aber, um ehrlich zu sein, gar nicht, was der Mann von ihr erwartete, wie er sich so eine Beziehung mit ihr vorstellte. Doch Kamila wusste, was sie sich definitiv nicht vorstellte, was sie definitiv nicht haben wollte. Ihre Hand verließ wieder seine Wange. "Ich möchte, dass die Arbeit da raus gehalten wird, okay? Wenn du Scheiße baust.. Dann wirst du genauso behandelt wie der Rest, wenn er Scheiße baut.. Ich werde dich nicht sanfter behandeln nur weil ich dich.. Gern hab". Ihr Gesichtsausdruck deutete darauf an, dass sie es ernst meinte, bis sich die Frau dessen bewusst war, was sie da gerade sagte. Wenn es etwas gebracht hätte, hätte sie sich auf die Zunge gebissen, aber die Worte waren ausgesprochen und damit machte sie sich wieder verletztbar. Ihre Augen weiteten sich, die Brünette hatte nicht erwartet, dass sie es aussprechen würde, aber genau deshalb ließ sie sich nach hinten ins Wasser fallen, um tief Luft zu holen und ihren Kopf samt des Gesichtes unter zu tauchen. Sie wurde rot, das spürte sie und es war verdammt noch einmal gegen ihre Natur. Sie war die scheiß verdammte schwarze Witwe! Sie sagte niemanden, dass sie ihn gern hatte! Und sie wurde auch nicht rot.
      Kamila zählte in Ruhe und nutzte die Stille im Wasser, um runter zu kommen, um ihre Reaktion und ihre Wut auf sich selbst so gering wie möglich zu halten, bevor sie wieder auftauchte und sich durch das Gesicht fuhr. "Okay.. Keine Bevorzugung..". Das Untertauchen hatte nichts gebracht, denn es kreiste immer noch der Gedanke daran, was sie gerade gesagt hatte.. So ein Mist aber auch.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sie hatte ihm wieder ihre Zuneigung gezeigt, ihre Hand auf seine Wange gelegt, solange sie ihren intensiven Augenkontakt aufrecht erhielten. Es war eine Kleinigkeit gewesen, die jedoch gar nicht sein musste, und an diesen Berührungen hatte er sich immer wieder vergleichen wollen, wie weit er doch bei ihr stand. Er musste immer wieder sehen, was sie doch wohl für ihn fühlte, wenn denn irgendwas in dieser Richtung existierte. Doch das genau das nicht vorhanden war, daran zweifelte er schon seit einer Weile. So viele Dinge deuteten auf ihre Gefühle, auch wenn ihre Mauer immer noch weiterhin bestand und alles in sich einsperrte, um bloß so jemanden wie ihn zu verschrecken, damit die Mauer auch weiterhin bestehen konnte. So viele andere waren mit ihm an ihr dran, wollten der Einzige für sie sein, doch bis sie das schafften, mussten sie erst die Mauer von ihr durchbrechen, die Anthony scheinbar selbst nicht wirklich brechen konnte. Er brachte sie schon einige Male zum Brechen, hatte einige ihrer Einstellungen im Leben geändert und doch war die dritte störende Person in ihrer Beziehung diese Mauer gewesen, die einen Keil zwischen den beiden treiben möchte.
      Sie sprach an, wie sie ihm vielleicht nicht all das bieten konnte, was er sonst von einem Beziehungsstatus wie ihrem erwarten konnte, doch da war er sich selbst gar nicht sicher. Was erwartete denn alles, wenn er an die Brünette dachte? Für einen Moment blieb er still für sich, konzentrierte sich danach jedoch lieber auf die Hand, die langsam von seiner Haut gelöst wurde. Er hatte dabei zugesehen, wie sie langsam wieder in das Wasser sinkte. Schon fast zu sehr hatte er sich darauf fokussiert, denn in ihm gab es doch ein wenig Unbehagen bei der Frage, was er denn von ihr alles erwartete. Was war es denn, was er so an dieser Beziehung brauchte, was sie ihm wohl auch geben könnte ohne gegen die eigenen Regeln zu verstoßen? Ihm blieb nicht lange dafür diese Frage für sich zu beantworten, wurde schon zum nächsten Thema gelenkt, der Arbeit. Die Brünette wollte alles gern getrennt haben, er sollte sich nichts erlauben nur, weil er bei ihr nun den ein oder anderen Vorteil ergattern kann. Wie es heute der Fall war, so sollte es während der Arbeit bleiben. Anthony nickte verständlich während ihrer Aussage, verharrte jedoch selbst in seinem Vorhaben, als sie etwas aussprach, was für ihn gar nicht so schlimm schien wie es wohl für sie selbst war. Auf den Lippen Anthonys bildete sich schon fast ein stolzes Lächeln, als sie sich jedoch auch schon nach hinten lehnte und letztendlich im Wasser verschwand, was er nur mit einem Lachen hinnehmen konnte. " Kamila.. ", sagte er schon etwas lauter, nur um darauf zu achten, dass sie es auch unten hörte. Er lehnte sich schon vor, nur um sie da wieder rauszuholen, aber sie kam selbst schon wieder hoch, weswegen der Blonde vor einem Zusammenstoß nochmal zurück zuckte.
      Er blieb jedoch immer noch gerade sitzen, hatte sie mit dem breiten Lächeln angesehen, während sie wieder auf ihre Worte kam. Keine Bevorzugung, damit würde er wohl klar kommen, das würde jedoch auch heißen, dass er sich auch auf seine Arbeit konzentrieren sollte, auch wenn dafür noch die Zeit mit ihr draufgehen müsste. " In Ordnung. ", brachte er noch heraus, bevor das Lächeln die Überhand gewann und er sie wieder in seine Arme schloss, sodass er sie vorsichtig ein wenig weiter nach hinten mit sich ziehen konnte. Aus ihm kam ein wohliges Seufzen, bevor er ein wenig nachdachte. " Du bist auch viel zu süß.. ", flüsterte er bereits, nur um sie weiter zu ärgern. Er ließ es jedoch nicht einfach so stehen, sonst müsste er sie noch wirklich aus dem Wasser fischen. " Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass du nach deiner stundenlangen Wut sofort einschläfst.. Soll ich nachhelfen.. mit einer kleinen Massage? "
    • Kamila Kayla Redstone
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      Anthony lachte und fast hätte Kamila sich eingeredet, dass er über sie lachte, aber es war vermutlich die Tatsache, was sie getan hat lustig und nicht sie. Ein wenig unangenehm war es ihr dennoch, denn sie hatte sich geöffnet und in diesem Moment war sie verletzlich, ihre Angst war groß , dass es missbraucht werden konnte. Natürlich vertraute sie Anthony, sonst würden sie nicht hier in der Wanne sitzen und sonst hätte sie ihre Worte nicht ausgesprochen, aber ihr Kopf wollte ihr etwas ganz anderes vermitteln, ihr Kopf wollte ihr eine andere Version dessen verkaufen, was hier passierte.
      Der Mann nahm sie wieder in den Arm, er legte seine Arme um sie und die Brünette ließ sich in die Umarmung rein ziehen, um ihren Kopf auf seiner Schulter zu platzieren. "Ich bin nicht süß..", murmelte sie, musste aber schmunzeln. Langsam strich sie mit ihrer Hand über seinen Rücken und merkte, wie schrumpelig ihre Finger waren. So langsam wollte sie auch aus dem Wasser raus, es war nur noch lauwarm und sie konnten sich auch im Bett unterhalten. Aber Anthony sprach es schon indirekt an und bot der Frau eine kleine Massage an. Aus ihrem Schmunzeln wurde ein Grinsen, während ihr Kopf ihr deutlich machte, was aus so einer Massage alles werden kann. Vielleicht würde es ja gar nicht dabei bleiben.. "Macht man so etwas für seine Freundin?", fragte sie und deutete damit selbst an, dass sie nun wirklich in einer Beziehung waren.. Dennoch hatten die beiden noch ein wenig was zu besprechen, aber das konnte man auch während einer Massage machen.
      Kamila löste die Umarmung, um in die blauen Augen zu sehen, während ihr Grinsen sich zu einem Schmunzeln bildete. "Ich würde liebend gerne eine Massage nehmen", mit einem Nicken bestätigte sie den Satz. Ein letztes Mal beugte sie sich dann auch vor, um Anthony einen Kuss auf die Wange zu geben, dann erhob sie sich auch schon aus der Wanne, um nach einem Handtuch zu greifen. Sie brauchte sich nicht anzuziehen, nicht für eine Massage, aber sie wickelte ihre langen, nassen Haare in eines der Handtücher, ehe sie mit einem um ihren Körper wieder in das Schlafzimmer zu bewegen und auf Anweisungen zu warten. "Was erwartest du von mir?", fragte sie den Mann und sah zu ihm rüber. "Oder eher.. Was wünschst du dir von mir?". Sie meinte damit eindeutig die Beziehung, wobei.. Vielleicht hatte er einen geheimen Wunsch, den sie erfüllen konnte..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Seine Worte trafen auf kein Verständnis bei der Brünetten, die doch wie erwartet gegen die Bezeichnung wiedersprach. So nah wie sie jedoch seinem Ohr war, konnte man einen gewissen Unterton hören, der sie doch zu verraten schien, er sprach es jedoch nicht an. Er behielt das kleine Geheimnis für sich und sprach nicht noch weiteres an, bevor sie sich wieder dazu brachten über irgendwelche nutzlosen Dinge zu disskutieren wie ob die Bezeichnung "süß" bei so jemandem wie ihr nicht sogar noch als Beleidigung gelte, gar nicht sein konnte oder ob er denn nicht wenigstens ein Synonym dafür nutzen konnte, welches sie nicht so sehr stören würde. Es blieb jedoch so nach wie vor und so war er doch gut mit zufrieden, damit hatte er nicht gegen sie ankämpfen müssen, sie dürfte sich noch einige andere Male anhören dürfen, wie süß er sie doch in vielen Momenten fand. Ihre Beziehung hatte gar nicht wirklich begonnen, sie waren an einem ziemlich großen Beginn, obwohl sich nicht viel an ihnen und ihre Bindung änderte. Es fühlte sich ernster an und vor allem fester, sie würden wirklich nur sich gehören. Jedoch waren sie auch vor diesem Tage ziemlich aneinander gebunden, hatten sich aneinander sehr gewöhnt, als das sie sich das erst nun aneignen müssten.
      Kamila fragte nach, ob die angebotene Massage nicht eines der Vorteile dafür waren, dass man mit ihm in einer Beziehung war, aber auf ihre Frage fielen ihm ganz andere Antworten in den Kopf, denn eine Massage war wohl nichts gegen all dem, zu was er wohl noch fähig sein könnte, für seine Freundin. Ein unendlicher Gedanke, den er hier nicht wirklich fortsetzen und ausbreiten mochte, denn darüber müsste er wohl noch ein wenig Zeit investieren. Dabei brauchte er keine Ankreuz-Liste, die ihm zeigte, was er wohl für sie machen könnte, ihm sagte sein Gefühl schon einiges. " Für meine Freundin mache ich wohl noch viel mehr.. ", sprach er dann auch schon aus, mit dem selben Grinsen, welches wohl einer seiner Begleiter im Alltag waren. Ganz anders, wie es doch im Gefängnis war, denn dort hatte er sich nun wirklich nun um seinen Job geschert, auch wenn dieser so oder so wenige Gefahren mit sich brachte, als das es sein momentaner Job tat. Sie nahm sein Angebot an, anderes hatte er auch gar nicht erwartet, wer ließ es sich denn nicht gut machen lassen. So wie es wohl auch schon einige andere Male der Fall war, kriegt er mit ihrer Bejahung kurze Zweifel, ob er es überhaupt hinkriegt, doch da war es schnell wieder heraus, er würde es schon packen, er hatte schon deutlich schwereres gemacht.
      Kamila hatte ihm noch einen Kuss gegeben, weswegen er nur den Kopf drehte, um ihr genau das zu vereinfachen. Es war eigentlich überraschend, dass er überhaupt genau wusste, was sie machen wollte, denn so oft wusste er genau das nicht. Viele Dinge spielten sich wohl doch noch ein, da schmunzelte er und hatte sich selbst auf dem Weg aus der Wanne zu machen, nachdem auch die Brünette das Wasser verließ. Er griff zum Handtuch und hatte sich abgetrocknet, bevor er im Gegensatz zu Kamila sich noch bemühte eine Boxer anzuziehen.
      Sie blieb vor dem Bett stehen, wartete wohl nur, bis er selbst fertig war, doch ihre Frage war wohl etwas, was ihn eher beschäftigte. Was er von ihr verlangte, was er dabei erwartete, das wusste er nicht wirklich. Alles hatte seinen Ablauf und seine Regeln, die sich schon mit den Beziehungen der Umgebung an einem selbst aneigneten. Aber es schien nicht richtig, was man ihm doch alles vorsagte, genauso wie es gerade sein Kopf tat. Das war nicht wonach sie fragte und selbst wusste er nicht, wonach er gerade suchte. Was er von ihr erwartete war es doch, aber trotzdem fühlte sich sein Kopf wie leer gefegt. Er hatte sie lieber zum Bett gelotst, deutete ihr an, sich auf den Bauch zu legen, um auch gleich auf sie zu steigen. Beim Nachdenken schnaubte er kurz, er platzierte jedoch lieber seine Hände an ihren Rücken, um diesen ein bisschen aufzuwärmen. " Ich schätze, ich verlange nicht viel von dir.. Außer.. Dass du mich liebst. " Es kam ihm doch überflüssig vor, doch trotzdem schien es etwas zu sein, was ihm bisher wirklich im Leben fehlte. Er wollte es jedoch nicht sacken lassen, sprach lieber weiter, als hätte er nichts gesagt. " Hast du irgendwas, was du von mir erwartest? "
    • Kamila Kayla Redstone
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      Liebe.. Was war Liebe denn eigentlich? War sie ein Gefühl oder war sie eher ein Verlangen? Wo fing sie an? Irgendwo hatte Kamila gelesen, dass Liebe schon damit anfing, dass man sich um jemanden sorgte.. Dann war sie definitiv nicht selbstverliebt, denn sie sorgte sich nur wenig um sich selbst, aber sie sorgte sich um den Blonden, unbewusst. Doch, ob es wirklich Liebe war, das konnte sie nicht sagen. Die Frau hatte so etwas in ihrem Leben noch nicht bekommen, wenn man denn Anthony selbst nicht dazu zählte, denn weder ihre Mutter, noch einer der Männer, welcher ihren Vater ersetzen sollten oder ihr eigener Bruder gab ihr das Gefühl geliebt zu werden. Ihr Ex gab ihr statt Liebe Furcht und Angst, die Männer, für die sie ihren Körper geben musste Hass und Rache. Einzig Anthony hatte es ihr schon mehrmals gesagt, dass er sie liebte. Es war nicht oft, aber er hatte es sogar betrunken auf der Fahrt von seinem Geburtstag gesagt. Aber, woher wusste er, dass er sie liebte? Wie fühlte sich das an? War schon das Bedürfnis danach ihre mögliche Zeit mit ihm zu verbringen wirklich Liebe? Oder eher das Gefühl, welches sich in ihrer Brust bereitete, wenn er sie ansah? Kamila war sich unsicher und während die kräftigen Hände auf ihrem Rücken zu spüren waren musste sie wirklich überlegen, ob sie dem Mann das geben konnte, was er von ihr wollte. Seine Frage überhörte die Frau zunächst, sie wusste schon allein gar nicht, was sie dazu sagen sollte, hielt sich auch lieber mit seiner Aussage auf. Wie konnte sie herausfinden, wie sich das nannte, was sie für ihn fühlte? Dafür musste sie es sicherlich zusammenfassen, aber auch das war nicht wirklich möglich. Sie musste sich daran erinnern, wie es war, als sie ihren Ex getroffen hatte. Wie definierte sie damals Liebe? Was war damals anders, als es jetzt der Fall war? Nun, okay, Kamila war deutlich erwachsener und zurückhaltender. Aber was war es noch? Sie sorgte sich um ihn, wenn auch nicht so offensichtlich, wie andere es taten.. Sie fühlte sich zu ihm definitiv hingezogen, keine Frage und sie musste unwillkürlich lächeln, wenn sie ihn sah. Es war, als würde er ein fehlendes Puzzleteil sein, auch wenn sich die Brünette nicht dessen bewusst war, dass ihr etwas gefehlt hatte. Sie mochte den Gedanken am Morgen, den Abend wieder mit ihm zu verbringen. Konnte die das wirklich zur Liebe zählen? Würde es irgendjemand jemals als Liebe zählen? Das wusste sie nicht, aber sie wusste, dass sie den Blonden so nehmen würde, wie er war.. Das war doch fast schon Liebe, mehr oder weniger..
      Ein Schmunzeln bildete sich in der Stille, in der sie wirklich nicht geantwortet hatte. Lange hatte er sich dennoch mit seinem Satz nicht aufgehalten, deshalb hielt es auch Kamila kurz, um nicht zu sehr darauf einzugehen. "Das kann ich dir versichern", durchbrach sie kurz die Stille und seufzte. Es passte auch schließlich ihr, dass sie sich nicht lange damit aufhielten, weshalb die Frau auf die Frage antwortete. "Ich schätze..", fing sie an und musste schmunzeln, ihre Überlegung für diese Frage war fast schon zu banal. "Ich erwarte, dass du mich nicht unter Drogen setzen wirst um mit meinem Körper Gewinn zu machen". Es sollte die Situation ein wenig auflockern, aber letztendlich schüttelte sie grinsend den Kopf und blickte zu dem Mann nach hinten. "Bleib einfach, wie du bist.. Und sei ehrlich zu mir.. Egal, was es ist.. Ich.. Vertraue dir". Sie sprach es schon wieder an, aber es wr ihr wichtig.. Es war ihr wichtig, denn an diesem Abend löste sich doch ein sehr großer Teil ihrer inneren Mauer.

      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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