[2er RPG] No Good For You

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    • Anthony hatte bereits anhand der finsteren Geischtszügen von Elias erkannt, dass dieser wie an vielen anderen Tagen nicht bester Laune war, da hatte er sich jedoch vermutlich eher zu wundern, sollte er mal mit einem Grinsen auf den Lippen zu sehen sein. Der Blonde ließ sich gerne von so einer Stimmung mitziehen, seufzte selbst nochmal aus, ehe die beiden sich in das Auto begaben und Elias nochmal am Handy ansah, ob er womöglich neue Informationen zu diesem Gebiet hatte, die als Warnung galten. Doch geschrieben stand nichts auf seinem Handy, auf welches Elias ohnehin schon des öfteren zu oft drauf gesehen hatte. Mit gerunzelter Stirn hatte er dieses wieder in die Hosentasche verstaut, doch so wie er aussah, konnte zumindest der Blonde die Fahrt nicht aushalten. " Warum so schlecht gelaunt? ", fragte er auch schon nach, solange sie im Auto waren, konnte man ihm ja schlecht eine überbraten für die Frage. Auch wenn es womöglich fehl am Platz war, konnte er das Grinsen auf den Lippen weder unterdrücken, noch richtig verstecken, als die Antwort von Elias kam. " Halt's Maul " Die Worte konnte Anthony nun sowieso nicht ernst nehmen, schließlich kannte er ja seinen Umgang mit Kamila, sollte ihm mal etwas nicht gefallen oder sollte er irgendeine Aufgabe zugesteckt bekommen, die nicht nach seinem Wunsche ist. Deswegen hatte er eher wenig Respekt davor gehabt, auf seine Aussage zu reagieren und etwas zu entgegnen. " Mach du das mal, vielleicht kriegst du dann ja wieder eine ab. " Natürlich hatte der Blonde nichts anderes als das Schnauben von Elias erwartet, weswegen sein Gelächter auch nicht mehr weit weg blieb und er aus dem Fenster blickte, um sich die Straße zu merken und sich ein wenig zu beruhigen, bevor man das Auto noch in den nächsten Baum fährt. Doch er war sich sicher, dass er aus dem Augenwinkel ein Grinsen erkannte, weswegen Anthony sich wieder entspannte und mit einem Schmunzeln bloß die Bäume betrachtete, an denen sie vorbei fuhren. Kamila hatte bereits gesagt, dass das Drogenmilieu in welches sie fahren nicht das ungefährlichste war, da konnte sich der Blauäugige schon ungefähr vorstellen, was dort abging. Er ließ sich einfach darauf ein und sieht später nach, ob er da wirklich Lust zu hatte. Nun, was besseres konnte er sich so oder so vorstellen, er hoffte einfach, dass sie den langweiligen Teil am schnellsten durch haben.
      Sie waren jedoch auch nicht am Mittag fertig, denn sie waren wahrscheinlich laut Elias erst mit der Hälfte fertig gewesen. Sie hatten gerade Mal die nächsten Packungen der Drogen abgeliefert, wobei der letzte Handel mit einer letzten Person noch ausstand. Diese verspätete sich scheinbar, weswegen Anthony schnaubend aufs Handy blickte, um die Uhrzeit zu kennen und abzuschätzen, wie lange sie wohl hier noch stehen werden. Es zog sich lang, da war das beste Geschenk was er sich selbst machen konnte, mit der Ankunft zu Hause als dieses Mal Erster ins Bett zu gehen. Das Handy wurde schnell wieder weggesteckt, als jemand auf sie zukam. Sie hatten sich wieder begrüßt, noch irgendwie Blickkontakt gehalten. Die mitgebrachten Koffer wurden bloß ausgetauscht, ehe beide ihren weiteren Weg liefen. Im Auto kontrollierten sie das Geld, solange der andere noch in der Nähe war. Es war ausreichend vorhanden und nachdem der Blonde nochmal prüfte ob es echt war, legte er die Scheine wieder beiseite. " Und jetzt? ", fragte er bereits nach, während er den Koffer schloss und zum anderen Mann blickte. Elias bließ die Wangen kurz auf, sah auf sein Handy, sie hatten wohl noch zu tun gehabt. " Wir müssen weiter, eine Überbringung.. "
    • Kamila Kayla Redstone
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      "Wir sind gleich fertig.. Wie lange braucht ihr noch?". Die Dinge schienen gar nicht so lange zu brauchen, wie eigentlich geplant war, aber noch blieb Kamila ruhig und lehnte sich bloß gegen ihren Wagen an, mit der Zigarette im Mund, während ihre Männer etwas zu Essen besorgten. Der halbe Tag war schon rum und damit auch die erste Aufgabe, die sie sich selbst heute gestellt hatte. Es gab zwei Geschenke für den blonden Mann, dessen Geburtstag heute gefeiert werden sollte und eines davon befand sich schon sicher verstaut auf dem Rücksitz des schwarzen Mercedes. Es war eine Pistole, eine elegante und dennoch sehr schlichte, auf welcher mit einer filigranen Schrift Anthonys Initialen eingraviert waren. Es war nichts ganz so besonderes, denn so ein Geschenk machte Kamila gerne den Männern, die sich ihr anschlossen. Es war eine Art Anerkennung ihrerseits, als würde sie ihre Arbeit loben, ihnen zeigen wollen, dass sie stolz darauf war und mehr sehen wollte. Aber genau deshalb, weil es nichts allzu besonderes war gab es ein zweites Geschenk, welches darauf wartete abgeholt zu werden.
      "Gib mir 'ne Stunde.. Vielleicht auch zwei.. Dann bin ich ready..", schrieb die Brünette in der Gruppe zurück, die sie extra für den Geburtstag gegründet hatte, um vor allem nicht ständig mit beiden Männern einzeln kommunizieren zu müssen.
      " Wir treffen uns sowieso in der Base.. Da macht es keinen Unterschied, wie früh Elias zurück ist" ", schrieb Mike in die Gruppe und eröffnete damit die Möglichkeit zurück zu kommen. Er war früh mit den Vorbereitungen fertig geworden, wie es schien.. Jedenfalls früher, als Kamila dachte. Sie seufzte und rauchte ihre Zigarette zu Ende, bevor diese auf dem Boden landete und von ihrem Fuß zerdrückt wurde. "Ich darf nicht vor euch zurück sein.. Ich warte auf die Nachricht".
      " Als wenn es so wichtig wäre.. ", schrieb Elias drauf zurück, man konnte sich schon vorstellen, wie er die Augen verdrehte. "Schnauze..", schrieb Kamila noch, während sie ihren Kopf schüttelte. Damit steckte sie ihr Handy auch wieder weg und sah zum Ausgang, ob ihre Männer mit dem Essen kamen. Sie waren zu viert mit ihr zusammen und konnten sich nach der ersten Fahrt einen kleinen Halt an einer der Fastfoodketten erlauben. Zu dem nächsten Halt gab es noch eine gute halbe Stunde weg, aber danach würde es nur noch gerade aus nach Hause gehen.
      Ein Lächeln bildete sich auf den Lippen der Brünette, als sie ihre Männer mit dem Essen rauskommen sah. Sie setzten sich ins Auto, welches die einzige Frau der Runde natürlich fuhr und erlaubten sich noch schnell zu essen, bevor es weiter gehen würde. "Wo geht's denn jetzt hin, Boss?", fragte einer der Männer und verteilte das Essen aus den Tüten. "Wehe, ihr macht mein Innenraum dreckig!", warnte Kamila die Herren noch, bevor sie ihr Essen auspackte. "Wir fahren an einen Ort, der euch mit Sicherheit gefallen wird..". Sie biss in ihren Burger hinein und blickte in den Rückspiegel, in dem fragende Gesichter zu sehen waren. "Ich lasse euch am Leben.. Solange ihr gescheit esst.. Versprochen". Die Männer atmeten erleichtert aus und nickten sich zu, die Sorge war da gewesen, dass die Chefin sie vielleicht einfach nur ausschalten wollte und deshalb mitnahm. Aber so ganz war es nicht.. Sie brauchte die Herrschaften, um das zweite Geschenk zu besorgen..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Elias hing wieder so lange an seinem Handy, dass der Blonde schon beinahe dabei war ihm dieses zu entziehen und den Kontakt mit der Person abzubrechen, die ihm gerade wichtiger ist, als das die Arbeit schnell fertig ist und sie wieder nach Hause können. Er blieb jedoch geduldig, so gut wie es ging und hatte sich lieber in der Umgebung umgesehen, während er mit verschränkten Armen schnaubte. Den Tag hätte er sich nun deutlich besser machen können, nun bleibt womöglich nicht sonderlich viel von dem Tag, als das er seinen Freunden einen Besuch abstatten konnte, doch bei der Uhrzeit würde es noch passen, wenn er sich in eine Bar verzieht. Wirklich geplant hatte er jedoch nichts, es war eher eine Fluchtmöglichkeit dafür, dass er keine weiteren Aufgaben erledigen muss, sollte er zu Hause noch weitere aufbekommen. Der Tag war wohl deutlich besser zu ertragen, wenn er sich schon zuvor den Plan gemacht hätte, dass er heute wieder eine Stadt abklappern geht oder prüft, ob bei den Schützlingen alles gut lief und keine Bedrohung bei ihnen ausgeht. Doch dafür war es zu spät, weswegen er sich bloß ärgerte und darauf wartete, bis Elias das scheiß Ding aus den Händen nimmt. Sie würden sich gleich noch mit jemandem treffen müssen in einem gemieteten Saal, um dort ein wenig ungestörter zu sein. Glücklicherweise hatte Anthony dabei keine große Rolle oder irgendeine Arbeit zu erledigen, wie es geplant war, musste er nur zusehen wie sowas ablief, um es womöglich irgendwann für einen Tag selbst in die Hand nehmen zu können. Es brauchte nur noch wenige Minuten, dann war das Handy auch schon weg und so konnten sie zum nächsten Ziel fahren, um dort die weiteren Fäden zu ziehen. Wirklich um ein Gespräch hatten sich beide nicht gekümmert, so waren sie beide nicht von der gesprächigen Sorte, schon gar nicht während Elias wieder seine schlecht gelaunte Phase hatte. Man sagte ihm jedoch bereits, dass das höchstwahrscheinlich das letzte Ziel für heute sein wird.

      Mit der Bemerkung, dass sie nur noch das eine Gespräch zu führen hatten, zog sich die Zeit wieder in das Unendliche, doch umso froher war der Blonde dann darüber, dass es nun vorbei war. Zusehen war nun wirklich nicht eines der Dinge die er gerne tat, da war er lieber derjenige der die Arbeit machte. Sie befanden sich jedoch wieder im Auto, dieses Mal jedoch zum Glück auf der Reise wieder zurück, wo er sich wahrscheinlich in seinem Zimmer verzieht und Sport macht, solange er sich nicht in eine Bar verziehen musste. Die Fahrt über hatte er nicht viel zu tun gehabt, so hatte er sich selbst ans Handy gesetzt und durchstöberte das Internet. Er sah sich zwischendurch gerne die Akitivitäten seiner Freunde an, so konnte er doch noch irgendwie an ihrem Leben teilnehmen, auch wenn er sich selbst ohne jegliche Warnung aus diesen entriss. Er hatte jedoch bereits selbst schon einen neuen Lebensabschnitt begonnen, brauchte sich eigentlich gar nicht mehr an die Vergangenheit festzuhalten, genauso wenig wie er es mit seiner Arbeit im Gefängnis tat. Er sah sich nach Nachrichten um, ob sich jemand bei ihm meldete, wobei er doch eigentlich immer nur auf Nachrichten von Kamila achtete, wenn nicht sogar von Mike. Das Smartphone nahm er jedoch aus den Händen, als ihm der Ort wieder bekannt vorkam, sie würden wohl nicht mehr lange brauchen. Er lehnte sich einfach zurück und sah wieder aus dem Fenster mit der Sehnsucht, dass er gleich einfach wieder entspannen konnte, selbst irgendwas tun konnte, statt sich zwanghaft mit irgendwas beschäftigen zu müssen.
    • Kamila Kayla Redstone
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      "Sind auf dem Weg zurück" . Es war die Nachricht, auf die Kamila gewartet hatte, um ihr schwarzes Fahrzeug auf den Weg nach Hause zu fahren. Sie war schon dabei gewesen, um nicht sinnlos irgendwo rumzustehen und die Zeit zu verlieren. Sie war sich aber auch dessen bewusst, nicht zu früh zurück zu sein, deshalb warteten ihre Männer, die sie heute begleitet hatten auf ihr Kommando, um zurück zu kehren, so war die Frau auf der sicheren Seite und konnte ihre weitere Überraschung planen. Sie wollte gerne, dass der Tag dem Blonden noch gut in Erinnerung bleiben wird, vor allem wollte sie, dass dieser der beste Geburtstag überhaupt werden sollte. Natürlich war sie sich nicht dessen bewusst, wie die anderen immer abgelaufen sind, aber bei der Party und den Geschenken heute konnte es nur gut werden, oder eben besser als jemals vorher. Damit war die Messlatte für den nächsten sicherlich sehr hoch gesetzt, aber solche Herausforderungen liebte Kamila. Sie hatte schon immer verrückte Ideen gehabt und konnte sie so am Besten ausleben, ohne, dass jemand das Gesicht verzog, als würde es falsch sein. Selbst wenn es das war, es war ihr egal... Heute zählte sowieso nur noch das, war Anthony dachte.
      Geduldig wartete die Frau auf die Nachricht, dass die beiden Herren zuhause angekommen waren und hielt an der Seite an, um sich um das Handy für einen Moment zu kümmern. Sie schrieb nur ungern während der Fahrt, die Branche, in der sie arbeitete trug schon sehr viel Risiko mit sich, da musste sie ihr Leben nicht mit so einer Dummheit, wie das Handy am Steuer riskieren. Sie schrieb ihren Männern, dass sie los konnten und wählte Anthony, um ihm eine Nachricht zu schreiben. "Wir müssen reden..", schrieb sie ihm und schickte es so ab, ohne großen Schick Schnack drumherum. "Bin in fünfzehn Minuten da", schickte die Brünette noch hinterher und fuhr den Wagen wieder auf die Straße, um nach Hause zu kommen.

      Vor dem Haus stellte Kamila den Motor ab, bevor sie im Spiegel überprüfte, ob sie nicht verschmiert war. So ganz hatte sie sich noch nicht in Schale geworfen, dafür gab es aber auch noch Zeit und genau so etwas würde sie auch verdächtig machen. Mit einer schwarzen Schachtel unter dem Arm, in der die Pistole gut sicher verwahrt war stieg sie aus dem Wagen und steuerte das Haus an, in dem die Männer schon zu hören waren. Von dem großen Foyer aus war deutlich herauszuhören, dass sie wieder einmal an der Konsole saßen und gegeneinander spielten, aber die Zeit dafür war jetzt vorbei. "Anthony?!", rief Kamila hoch, in der Hoffnung ihn überhaupt zuhause anzutreffen. Sie schmunzelte ein letztes Mal, bevor das ernste Gesicht zu sehen war, welches sie besser drauf hatte, als alles andere überhaupt. "Esszimmer!", rief sie noch einmal hoch, dort würden sich auch ihre Männer versammeln, zu denen sie als nächstes ging, um ihnen das Spiel auszuschalten. Genug verheimlicht.. Jetzt konnten sie den Spaß in die Höhe treiben.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es war befreiend für den damaligen Wärter gewesen, dass er wieder festen Boden unter den Füßen hatte, nach den ganzen Fahrten die sie im Drogenmilieu machen mussten, um die Aufgaben korrekt auszuführen. Mit dem Betreten des Hauses hatten sich auch schon die beiden Männer voneinander getrennt, er achtete auch gar nicht mehr darauf was die anderen in seiner Umgebung taten, er wollte nur aus seinem Zimmer eine neue Schachtel von Zigaretten holen und für einen Moment im Garten verweilen, um da seine Ruhe zu bekommen. Die Männer waren wieder an der Konsole, was lautstark zu hören war, da werden die Männer wohl auch noch die nächsten Stunden mit verbringen. Ihm war es egal, so ist er da einfach vorbei gelaufen ohne sich anzusehen, was sie wohl noch womöglich spielen wollten. Seine Schritte gingen geradewegs die Treppenstufen hoch, um sich die besagte Schachtel zu holen. Er war für gewöhnlich nicht allzu oft in seinem eigenen Zimmer, wenn er es überhaupt so nennen konnte, wenn dann war es nur ein kurzer Rückzugsort für den Sport oder um mal gelegentlich die Dinge herauszuholen, die er hier in den Schubladen verstaute. Mit dem Ergreifen einer neuen Zigarettenschachtel begab er sich wieder aus seinem Zimmer, als er sein Handy in der Hosentasche vibrieren spürte und dieses heraus nahm, als er von der Treppe war. Wie gesteuert hatte er sich schon in die Richtung des Gartens bewegt, die Jacke hatte er schließlich noch an und hoffte damit nicht noch frieren zu müssen, und prüfte am Handy, was nun los war. Er erwartete nichts mehr zu seinem Geburtstag, irgendwelche gute Nachrichten, trotzdem blieb er für einen Moment stehen, als Kamila ihn anschrieb. Nun, auf gute Nachrichten hatte er nicht gewartet, doch das wäre ihm deutlich angenehmer gewesen als diese offene Nachricht, die eigentlich so ziemlich alles bedeuten konnte. Anthony las sich die Nachricht durch, sie ergänzte nur noch, dass sie in 15 Minuten auch wieder im Hause sei.
      Seinen Kopf war wohl nur noch zum an die Wand schlagen gut, denn mit einem sichtlich genervten Blick hatte er sich nur noch nach draußen begeben, um sich dort ein wenig mit einer Zigarette abzuregen. Was war denn nur jetzt mit Kamila los, was hatten sie denn jetzt sonderlich zu besprechen, was sie nicht auch am Abend machen konnten, die sie jeden Tagen hatten. Womöglich wollte sie genau das ändern, wenn nicht sogar ganz abschaffen. Vielleicht ging es auch um seinen Job hier, vielleicht hatte er ja Mist gebaut und kriegt dafür noch Ärger, doch den Mist den er gebaut hätte, würde er doch noch kennen. Draußen ging er in eine Hocke und hatte so den Rauch hinaus gestoßen, die Nachricht war auch einfach schlecht geschrieben, sie hielt ihn unnötig hin, dabei konnte sie doch schon längst schreiben, worum es ging. Der Blonde schloss seine Augen, ein Gespräch mit Kamila konnte er sich nun auch sparen, den Ärger kann er sich dann wohl auch morgen abholen, wenn es nicht so wichtig ist. Schließlich musste das Problem heute aufgetaucht sein, doch heute stand bei ihm nichts drin, als das er kurz bei Mike zusieht. Die Kippe hatte er letztendlich in den Aschenbecher geschnipst und nahm nochmal einen tiefen Zug, bevor er sich in den Keller verzog und dort die Waffe und die Schutzweste ablegte. Unten war außerhalb irgendwelchen Missionen nicht viel los, was er mit der Stille ziemlich begrüßte, doch die Stille bekam er ebenso im eigenen Zimmer.
      Er hatte sich wieder dem Sport hingegeben, auch wenn er erst damit begonnen hatte. Es war wohl zu seinem Vorteil geworden, wenn nicht sogar eher als Nachteil, dass er noch nicht so fixiert darauf war, denn die einzig weibliche Stimme unterbrach die Stille, die sich bisher bot. Der Blonde stoppte, er sollte in das Esszimmer um mit ihr zu sprechen, auch wenn er nicht wirklich wollte. Die Nachricht hatte ihm ein murmliges Gefühl gegeben, ebenso die klare Aussage von ihr, doch da hatte er nun durchgehen müssen, was auch immer zu bereden war. Die blonden Haarsträhnen hatte er sich zurückgestrichen, nachdem er sich das Oberteil wieder umzog. Seine Schritte waren eher langsam, so konnte er zumindest noch ein wenig Zeit dazu gewinnen, doch es kam trotzdem dazu, dass er das Esszimmer betrat. Anthony hatte sich erst nur umgesehen, um ihren strengen Blick zu entweichen, bevor er in die grünen Augen blickte. " Worüber wolltest du reden? "
    • Kamila Kayla Redstone
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      Widerwillig enzogen sich die Männer der Konsole und schalteten das Spiel mitten drin ab, um ihrer Chefin in das Esszimmer zu folgen. Es waren nicht alle da, Mike und ein paar der Männer waren noch unterwegs, um die Party vorzubereiten, aber auch Elias schaffte es in das Esszimmer zu kommen, ohne eine Sondereinladung zu brauchen. Er war zwar oft sehr mürrisch und schlecht gelaunt, aber er konnte auch anders und auch ganz herzlich sein, das wussten einfach nur die wenigsten. Er lehnte sich an eine der Wände an, zwischen all den anderen Herrschaften des Hauses, während sich Kamila auf dem Tisch gemütlich machte. Sie setzte sich an der Ecke hin, um auf den blonden Kopf zu warten, der eigentlich heute die Hauptattraktion war. Er ließ sich Zeit, war nicht anders zu erwarten bei dem Arrangement, welches Kamila auf die Beine gestellt hatte, aber sie erblickte das Haar und kurz darauf auch die blauen Augen, die zu ihren grünen sahen. Sie wollte am liebsten lächeln, ihm etwas von ihrer Wärme geben, die sie für ihn übrig hatte, aber stattdessen deutete die Frau auf den Stuhl, der neben ihr stand, am Ende des Tisches und zog ihn sogar ein wenig raus, um ihm Platz zu machen. "Setz dich", antwortete sie auf seine Frage, aber sie wartete nur einen Moment, ob er dem auch nachkommen würde.
      Kurz ließ sich die Brünette Zeit und seufzte, um kurz den Kopf hängen zu lassen. "Wir.. Müssen uns alle bei dir entschuldigen", fing sie dann an und hob den Kopf, um mit ihren grünen Augen zu seinen blauen zu sehen. "Wir haben dich ein wenig vernachlässigt.. Und auch wenn das alles auf meine Kappe geht, wollen wir uns bei dir alle herzlich entschuldigen..". Die Herren hinter ihr nickten alle zusammen und murmelten was, aber verstummten schnell wieder, als ihre Chefin weiter reden wollte. Sie schmunzelte jetzt endlich auch und musste nicht mehr die Strenge spielen, als hätte Anthony wirklich etwas verbockt, denn bisher machte sich der Mann wirklich gut. Seine Arbeit war gut, sein Auftreten war gut.. Er musste nur noch ein wenig mehr kennenlernen, was die Gang anging.
      "Wir haben heute alle dir das Gefühl gegeben, als würden wir etwas wichtiges vergessen haben". Jetzt griff die Brünette auch nach der Kiste, welche hinter ihr auf dem Tisch stand und hielt sie Anthony hin. Im Hintergrund war ein leises Zählen zu hören, von drei auf runter, bevor sie Männer ihre Stimme zusammen nahmen, um das Esszimmer vollzubrüllen. Sie sangen ein kurzes Ständchen für das Gebrutstagskind, wie es sich an diesem Tag eigentlich gehörte und Kamila schmunzelte umso breiter, während sie auf eine Reaktion wartete. Sie übergab das kleine Kästchen mit der Pistole und fügte ihre eigene Worte noch daran: "Happy Birthday, Anthony".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Auch wenn seine blauen Augen auf das Grün ihrer trafen, so hatte er trotzdem den Blick für einen Moment von ihr abgewandt, denn die Männer waren nun nicht zu übersehen, sie waren alle nicht zu ignorieren. Trotzdem war das Augenmerk auf Kamila gestaltet, die Männer hatten sich im Hintergrund gehalten und blieben still, auch wenn sie mit ihren verschränkten Armen ziemlich bedrohlich aussehen. Die Männer kannte der Blonde jedoch nun zumindest alle zu einem Teil, so bedrohlich wie sie wirkten waren sie nunmal nicht wirklich. Die fiese Mine blieb einfach bei den meisten Männern stecken, auch wenn sie zu bestimmten Situationen nicht passten. Genauso wie in dieser, denn die Männer hatten für ihn nur als weiteres Warnsignal gegolten, doch so weit würde es nun auch nicht kommen, weswegen er wieder zu der Brünetten blickte und ihren Worten lauschte. Sie ging gar nicht erst auf das Gesprächsthema ein, hatte ihn nur dazu gebeten sich neben sie zu setzen, sie hatte schließlich auch den Stuhl für ihn heraus gezogen. Er ging ihren Worten nach, fand noch keinen wirklichen Grund es nicht zu tun, weshalb er ohne weiteres Zögern sich hinsetzt und sie mit gehobenen Brauen ansah. Er wusste immer noch nicht, was denn nun hier los war und warum auch noch Elias an der Wand stand, obwohl dieser doch schon den ganzen Tag mit ihm verbrachte und bis dahin kein einziges Wort über dieses Gespräch verlor. Natürlich verstand der Blonde direkt, dass etwas faul war, doch er konnte nicht erraten was es denn nun war, was ihm dieses murmlige Gefühl bescherte. Kamilas Gesichtsausdruck blieb weiterhin ernst, auch wenn sie nun begann den Kopf hängen zu lassen und darüber sprach, dass sie sich alle bei ihm zu entschuldigen hatten. Anthony war nur verwirrt, hatte sich umgesehen, ob nicht die Männer etwas weiteres verrieten. Es war eine Entschuldigung, so musste er doch hoffentlich nichts schlimmes befürchten, da der Fehler nicht von ihm aus ging. Die Geduld war ihm heute nicht wirklich im Gesicht geschrieben und doch hatte er für die Brünette immer ein Stück mehr Geduld parat, als wäre es bereits eine Selbstverständlichkeit, auf alles von ihr zu warten. Ob er nun auf ihre Anwesenheit wartete, auf eine Nachricht von ihr oder auf ihre Worte, auf ihre Antworten, solange es die Brünette war, wartete er auch eine Ewigkeit, solange sie dabei bei ihm blieb.
      Mit der Kiste die ihm hingehalten wurde und ihren Worten, verliefen seine Vermutungen alle in die selbe Richtung, doch trotzdem wollte er keine voreiligen Schlüsse ziehen, um auch sich selbst im nachhinein nicht vor sich selbst lächerlich zu stellen. Das Zählen bekam er mit, so hatte er sich umgesehen, bevor er mit der vollen Lautstärke der Männer überrascht wurde. Schon fast überwältigt sah er zu Kamila, diese sagte ja es wäre alles auf ihre Kappe, da war das breite Lächeln auch nicht mehr zu verdecken. Der Tag war wohl durchgeplant, wenn sie in der Mitte des Tages nicht doch den Einfall bekam, dass er Geburtstag hatte. Dafür wollte er jedoch nun die Schachtel öffnen, in der er mit dem Aufmachen eine Waffe erkannte. Die Gravur stach von der matten Oberfläche der Waffe ab, so hatte er diese schnell erkennen können. Er nahm sie in die Hand, strich mit dem Daumen einige Male mit einem Schmunzeln über die Gravur. Nun war er derjenige, der den Kopf hängen ließ, er machte sich solche Gedanken. Er schnaubte belustigt, böse konnte er doch niemandem sein, enttäuscht schon gar nicht. Man hatte ihm gratuliert, so sah er mit einem Schmunzeln wieder zur einzigen Frau hinauf. " Danke.. ", flüsterte er ihr zu, er würde sich noch später richtig bedanken, hier war nicht der Zeitpunkt dafür.

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    • Kamila Kayla Redstone
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      Kamila mochte praktische Geschenke, die man auch oft und vor allem auch gern nutzen konnte, so gab es einen Sinn dahinter jemanden was zu schenken, hier in dem Fall die Pistole, die Anthony jetzt seins nennen konnte. Es gab nicht viel, was hier ihm gehörte und da war es doch eine nette Geste ihm etwas zu geben, was auf jeden Fall sein Eigentum genannt werden konnte. "Jetzt hast du keine Ausrede mehr keine bei dir zu tragen", entgegnete die Brünette und nickte dem Mann vor sich zu, der sich dafür bedankte. Er bedankte sich viel zu früh, denn es gab noch einiges, was auf ihn zukommen würde, aber genau aus diesem Grund war das Grinsen breit auf den roten Lippen zu sehen, sie hatte noch ein wenig mehr in der Hinterhand, aber alles der Reihe nach. Es sollte etwas besonderes werden, etwas einzigartiges, als müsste Kamila irgendetwas oder gar irgendjemanden toppen müssen. "Wir haben da aber noch ein wenig mehr, nicht wahr?". Die Frau hatte nach hinten zu ihren Männern gesehen, die alle einheitlich ihr klares 'Ja' von sich gaben. Unter diesem Aspekt waren die Jungs wirklich die besten, sie wussten immer ganz genau, wann ihre Chefin ihre Zustimmung brauchte, um ein wenig mehr Druck zu machen, oder in diesem Fall um ein wenig mehr zu betonen, dass da auch noch etwas war. Der Schlüssel in der Haustür war zu hören, gleich darauf mehrere Schritte, die sich auf das Esszimmer zubewegten. Es konnte nur die zweite Überraschung sein, die die Frau in der Hinterhand hatte, aber das würde noch kurz warten müssen. Sie sah lediglich kurz zu ihren Jungs, die das Esszimmer betraten und nickte ihnen zu, wobei sie mehr auf die Antwort zurück gespannt war, aber sie sahen nicht so aus, als würden sie besorgt über eine Reaktion ihrer Chefin sein. Mit einem soliden Nicken überreichten sie ihr einen kleinen Karton und stellten sich zu den Rest der Männer nach hinten. Sie waren pünktlich und haben ihre Aufgabe, wie es schien, gar nicht mal so schlecht erfüllt, sie wollten ja auch schließlich alle das Privileg bekommen heute mitfeiern zu dürfen, da konnte Kamila wohl nur nicken und sich dem Geburtstagskind widmen. Mit einem Lächeln auf den Lippen stellte sie das kleine Paket auf den Tisch zwischen sich und Anthony, als würde es dort sicher aufbewahrt sein.
      "Um zum Thema zurück zu kommen", widmete sich die Frau wieder dem Blonden zu. "Du hast eine halbe Stunde, um dich frisch zu machen.. Sonst fahre ich komplett ohne dich zu deiner eigenen Geburtstagsparty..". Das Schmunzeln war wieder auf ihren Lippen zu sehen, sie hatte es verraten, aber diese einfache, simple Art war einfach nur sie selbst. "Und ich glaube, du brauchst dafür etwas.. Besonderes". Sie schob das kleine simple Paket noch näher zu dem Mann rüber, um ihm anzudeuten dieses zu öffnen. "Das ist von mir.. ". Ihre Hand zog Kamila auch wieder zurück, um den Mann alleine mit seinem Geschenk zu lassen und um vor allem eine Reaktion darauf zu sehen, was sie ihm da besorgt hatte..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Die Pistole hatte er selbst aus den Händen genommen und wieder in die dazugehörige Kiste gepackt, um zu unterstehen, nicht noch gleich zum Test diese auf jemanden zu richten, bloß um ein Gefühl dafür zu bekommen. Doch das würde nur eine unaufhaltbare Lawine auslösen, die vorallem der Blonde nicht verursachen wollte. Deswegen hatte er sie nur noch von der Ferne beobachtet, bevor er die Kiste wieder verschloss und sich lieber dem hingab, was die Brünette ihm weiterhin erzählen wollte. Er hatte seinen Kopf mithife seines Arms auf den Tisch gestämmt, während er wieder einige Male blinzelte, als die Männer ihr nach ihrer Aussage zustimmten, sie würden wohl alle davon Bescheid wissen müssen, wenn sie gerade nicht einfach ihrem Gefühl gefolgt sind. Mit gehobenen Brauen blickte er deswegen zu der kleinen Schachtel zwischen den beiden, als würde diese die beiden voneinander trennen können. Sie hatte das Thema jedoch nicht auf diese schlichte Box gelenkt, was wohl den Inhalt nicht verraten wollte, sie sprach eher darüber, dass er sich innerhalb einer halben Stunde vorbereiten sollte, um überhaupt auf seine eigene Geburtstagspart gehen zu können. Ihr Ton war dabei entspannt, als hätte er doch davon Bescheid wissen müssen, weshalb er auch schon die Mine verwirrt verzog, mit der Hoffnung vielleicht noch irgendwelche Bemerkungen der Brünetten aus den Gedanken herausziehen zu können. Es kam jedoch nichts in ihm hervor, so wollte sie ihn wohl einfach mit Überraschungen überhäufen, was wohl ziemlich gut gelang.
      Sie wollte ihm für die Geburtstagsfeier etwas besonderes geben, so lenkte sein Blick sich von ihr hinunter zu der Schachtel, die sie ihm mit der Hand näher hinschob. Ihre Hand zog sie auch schon wieder weg, es war ihr eigenes Geschenk an ihn gewesen. Anthony hatte sie gemustert und gegrinst, während er bei dem Gedanken den Kopf schüttelte, wie sie die Tatsache, dass er heute Geburtstag hatte, völlig gekonnt ignorierte. Sie hatte es geplant, da konnte er sich auch bestens erklären, warum er diesen Ausflug mit dem größeren Miesepeter als Mike machte. Doch das war wohl der kurze Leidensweg vor dem Spaß, den er bestenfalls nicht verpassen sollte. Ohne weitere Gedanken über das Geschenk selbst, hatte er mit Leichtigkeit das Paket geöffnet. Die Leichtigkeit verflog jedoch mit dem Erblicken des vermeindlichen Geschenkes, es war ein Autoschlüssel gewesen und sollte die Brünette nun nicht wieder Spielchen mit ihm spielen, war es wohl nun seiner. Er runzelte die Stirn, musterte das Objekt vor sich, was mehr wert hatte als überhaupt gedacht. Es brauchte seinen Moment, bis es ihm wirklich einfiel, doch glauben war bei ihm nun wirklich nicht mehr drin, nachdem er den ganzen Tag dachte, er würde seinen eigenen Geburtstag verpassen, wenn nicht sogar selbst ignorieren, auch wenn er dem Altern nicht entgehen konnte. " Kamila.. ", gab er entsetzt von sich, prüfte doch selbst nochmal, ob es nicht einfach das Immitat eines Autoschüssels war, doch die Vermutung konnte er verneinen. Langsam kam es bei dem Blonden an, so hatte er nur wieder den Kopf hängen lassen und die Hände vors Gesicht geschlagen, um wohl das breite Lächeln, wie daraufhin das ungläubige Lachen zu verdecken. Alles was gerade passierte gehörte jedoch zur Realität, doch wusste er gar nicht zu reagieren, wenn die Männer noch unter ihnen waren. So hatte er die Hände vom Gesicht genommen und in ihre grünen Augen gesehen, während er lautlos mit seinen Lippen Worte formte. "Oben " Es genügte wohl auch als Hinweis, ehe er mit dem Grinsen die Schachtel wieder verschloss und diese in die Hand nahm, um nun aufzustehen und auf die Uhr zu blicken. Den Männern hatte er fraglich zugenickt, sie müssten sich schließlich selbst erst umziehen, so hatten sie sich auch schon umgedreht und sind abmarschiert. Seine Augen hatten wieder nach Kamila gesucht, bevor er bereits los ging und sich den Autoschlüssel näher ansah, während er die Treppen hochlief. Er würde sich selbst für einen Moment in sein Zimmer verziehen, in dem Zimmer der Brünetten waren nunmal eher seine alltäglichen Klamotten gewesen. Dafür würde er jedoch auch gleich wieder zu ihr laufen, so konnte er es ja nicht stehen lassen.
      Anthony war sich bewusst, dass es wohl immer wieder zu Feiern in der Branche kommen würde, also hatte er sich selbst einiges dafür zugelegt, um nicht weiterhin etwas von Mike nehmen zu müssen. Er hatte sich wieder in ein Hemd geschmissen und zog ein Sacco drüber, er hielt sich schwarz, die Zeit hatte er jedoch im Blick gehabt. Mit einem kurzen Blick in den Spiegel lief er auch schon die letzten Treppenstufen zu Kamila hoch, wo er mit einem Grinsen kurz klopfte, auch wenn ihm der Einlass sowieso erlaubt war. Er wartete einen Moment, lief jedoch auch hinein und sah sich nach Kamila um, bevor er sie mit einem Lächeln musterte. " Und das ist kein Witz? ", hakte er nach, bevor er fortfuhr, solange er die letzten Schritte zu ihr ging. " Und kein Leihwagen, und kein Modell und kein Spielzeugauto? " Anthony hatte seine Arme um sie gelegt, kaum hatte er sie erreicht und ließ einen seiner Händen an ihren Hinterkopf ruhen. Für kurze Zeit verharrte er so, so konnte er doch aber nicht lange, ohne ihre Lippen zu vereinen. Seine Hand an ihren Kopf strich zu ihrer Wange, nur um sie in einen Kuss zu verwickeln. Er war sich gar nicht bewusst, wie man sich für so etwas bedanken sollte, weswegen er nur schnaubte. " Vielen Dank, Kamila.. ", hauchte er noch gegen ihre Lippen, kaum war der Kuss gelöst.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Es war schön zu sehen, dass sich der Blonde darüber freute, was er da in die Hände bekommen hatte, auch wenn sein erster Blick etwas ganz anderes sagte. Er konnte es scheinbar gar nicht glauben, was er da in den Händen hielt, auch wenn es erst nur der Schlüssel war und nicht das Gefährt selbst, bei dem ihm eigentlich die Augen aus den Aughöllen rausfallen sollten. Für Kamila war es nichts besonderes so viel Geld auszugeben, aber er war für sie etwas besonderes und nun zeigte sie es ihm das erste Mal öffentlich. Teure Geschenke gab es häufig von der Frau, aber bisher hat keiner ein Auto bekommen, wobei es sich jeder hier locker leisten könnte. Es ging viel mehr um die Geste natürlich und nicht um den Wert des Geschenkes, aber es gab trotzdem den ein oder anderen, der im Hintergrund gespannt darauf war wie das Fahrzeug wohl aussah. Die Brünette sah aber nicht dort hin, sie schmunzelte viel lieber über die Reaktion, die sie zu sehen bekam und beobachtete den Mann vor sich. Ihre Augen trafen sich wieder einmal und sie verstand direkt, was er von ihr wollte, er wollte sich oben bedanken, aber das brauchte er doch gar nicht. Seine freudige Reaktion war schon genug, es war teilweise sogar mehr, als sie es überhaupt erwartet hatte.
      Die Männer wollten sich fertig machen, aber sie warteten den Moment ab, ob Kamila ihnen jetzt erlaubte mitzufeiern oder nicht. Sie blickte zu ihnen nach hinten und nach einem sanften Nicken waren sie alle raus, um sich in Schale zu werfen. Man hörte die freudigen Rufe, die Freude an sich, da konnte die Chefin nur schmunzelnd ihnen hinterhersehen. Sie blieb noch einen Moment auf dem Tisch sitzen, blickte auch Anthony nach und seufzte innerlich. "Ein Auto also?", hörte sie von hinten, Elias war noch mit im Raum geblieben. "Jap", entgegnete Kamila zurück und erhob sich elegant vom Tisch, um sich auch was anderes gleich rüber werfen zu können. "Geh dich umziehen", sprach sie daraufhin noch und blickte zu dem Braunhaarigen. Er musterte sie, hatte seinen ernsten Blick aufgeworfen. "Wir können nicht alle gleichzeitig feiern", sprach er und hob seine Augenbraue. "Ich setze aus heute.. Es ist ein Männerabend.. Also geh dich fertig machen, ich habe alles im Griff". Sie wartete eine weitere Antwort nicht ab, sondern verzog sich stattdessen in ihr eigenes Zimmer, um sich den Gästen der heutigen Party ein wenig anzupassen.

      Es dauerte nicht lange, da klopfte es an der Tür der Brünetten. Sie hatte sich eine einfache schwarze Jeans angezogen und eine lockere weiße Bluse, die in die Hose gestopft war. Ein schwarzes Jackett rundete den eleganten, aber dezenten Look ab, für den Rest zog sich die Frau ein wenig Schmuck an ihrem Schminkplatz an. Selbst das Make Up war dezent gehalten, schließlich war es nicht ihre Party und Kamila wusste, wie sie sich zu Benehmen hatte, wenn sie nicht im Mittelpunkt stand. Anthony betrat das Zimmer, er wartete gar nicht ab, ob er sie Erlaubnis bekam, aber in letzter Zeit teilten sich die beiden das Zimmer, da war es vor allem Kamila fast schon egal, wie oft der Mann hier ein und ausging. Er durfte das, er durfte so einiges, sie vor allem in einen Kuss ziehen, nachdem er sich noch einmal vergewissert hat, dass das Fahrzeug echt war. Die Brünette erwiderte den Kuss, bevor sie den Kopf ein wenig schief legte und breit schmunzelte. "Du hast es noch gar nicht gesehen und bedankst Dich schon?", fragte sie und schüttelte ein wenig den Kopf. "Du kannst dich bedanken, wenn es dir gefällt.. Und heute Abend sollst du Spaß haben, okay? Du sollst dich gehen lassen und dich vor allem feiern lassen.. Ich habe den Jungs erlaubt heute mal ein wenig mehr aus sich rauszugehen, als sonst immer". Ihre Hand strich sanft über die Wange des Mannes, bevor Kamila sich auf die Zehenspitzen stellte und dem Mann noch einen Kuss auf die Lippen gab. "Und ich werde heute auf dich aufpassen.. Also sei unbesorgt". Das Lächeln auf den roten Lippen war warm und einladend, an liebsten hätte sie Brünette noch viel mehr Zeit mit dem Blonden verbracht, aber es war sein Geburtstag, es ging um ihn.
      "Und jetzt gehen wir dein neues Auto ansehen, damit du mir sagen kannst, wie toll ich bin, es dir gekauft zu haben". Ihre Stimme war dieses Mal deutlich ironischer, sie meinte es nicht ganz ernst, aber den Blick des Mannes, beim Anblick des Autos wollte sie trotzdem sehen.

      Unten stand das Fahrzeug schon bereit und abgedeckt, damit das Geburtstagskind nicht allzu viel davon mitbekommen konnte
      Kamila zog sich ihre Jacke drüber und auch die Stiefel wieder an, bevor sie als erste zu dem Fahrzeug runter ging. "Wenn es dir nicht gefällt.. Dann weiß ich es nicht weiter", entgegnete sie zu Anthony und griff zu dem Tuch, unter dem das Fahrzeug stand. "Bist du bereit?", fragte sie noch einmal, bevor sie elegant das Tuch vom Auto runter zog.
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      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Die Brünette war über die Tatsache verwundert, dass er sich bereits bei ihr bedankte, obwohl er das Aussehen des Autos gar nicht kannte. Für ihn schien es aber nicht so überraschend, schließlich war es ihr Geschenk an ihn gewesen, zumal es nicht nur um den Preis ging, sondern auch noch um die große Geste. Sie konnte es sich leisten, daran wollte er gar nicht erst zweifeln, doch würde nicht als sofortige Überlegungen in Gedanken kommen, jemanden ein brandneues Auto zu schenken. Da brauchte er nicht noch das Äußere des Autos sehen, es war ihm vorallem jetzt egal wie es aussah, denn es kam von ihr. Er hätte sich selbst über einen einzigen Kuss gefreut, über irgendeine kindliche Liebeskarte, die sie selbst bastelte. Seinen Geburtstags hätte sie schlichtweg ignorieren können und doch hatte er die Autoschlüssel in der Tasche des Saccos gehabt. Diesen hatte er sich sicherhaltshalber angezogen, auch wenn ihm immer viel zu warm wurde, sollte etwas Alkohol geflossen sein. In seinen Gedanken hatte sich jedoch die Erinnerung daran gefestigt, dass Kamila diese beim letzten Mal brauchte. Doch er hatte selbst an ihr ein Jackett erkannt, sie hielt sich ruhig in ihrer Kleidung, auch wenn auch diese Art von Kleidung wieder aufregend an ihr aussah, schließlich hatte er sie bisher nicht so erlebt. Sie wollte heute jedoch auch etwas runterschrauben, während sie ihren Männern erlaubt hatte, etwas aufzudrehen. Da hatte Anthony bereits ungläubig die Brauen gehoben, als wäre es wohl eine schlechte Idee, jedoch wunderte er sich auch, ob die Männer nicht noch lauter werden konnten. Er würde es sehen, wenn er denn bis dahin nicht selbst schon dicht sein wird und mitmacht, doch das war dahin gestellt. Ihre zarte Haut strich über seine Wange, da schmunzelte er wieder und fuhr mit der eigenen Hand ihren Rücken runter, während sein Zeigefinger die Wirbelsäule nachzeichnete. Er hatte sein Tun jedoch gestoppt, als er erkannte was sie vor hatte, und hatte sich deswegen vorischtig selbst zu ihr gebeugt. Es brachte ihm wieder ein Lächeln auf die Lippen, wahrscheinlich hatte er es selbst nicht ganz realisiert. Doch es war wohl die immer wieder kehrende Sehnsucht nach den roten Lippen von ihr, die er nicht stillen konnte. Es war wohl wie ein Hinweis darauf, dass er sie ein Leben lang braucht, egal wie schwer sie es sich gemeinsam machten.
      Kamila hatte ihm darüber berichtet, dass sie heute den Rest des Tages auf ihn aufpassen wollte, er sollte sich ja keine Sorgen machen. Da konnte er nicht anders als zu lachen, wollte sie etwa keinen Spaß haben? " Ich brauch' niemanden zum aufpassen, aber wenn das bedeutet, dass du die ganze Zeit bei mir bist.. " .. Dann bräuchte er ja eventuell doch sie als seinen Aufpasser. Sie werden den Abend nicht im Zimmer verweilen, so werden sie wohl wenig Körperkontakt zueinander haben, wenn sie nicht sogar auf einige Themen vor den anderen verzichten müssen. Er ließ es jedoch los, er wollte sich noch von der Party überraschen lassen und vorallem noch das Auto sehen, was Kamila für ihn wählte. Dieses hatte sie auch schon angesprochen, damit sie noch ihren Lob holen konnte, auch wenn es mit Ironie untermalt war.

      Unten hatte er sich noch die Schuhe angezogen, auf die Jacke hatte er nun verzichtet, die würde er den Abend wahrscheinlich nicht gebrauchen. Danach liefen sie jedoch schon zum Auto, welches noch abgedeckt wurde, damit er es wohl nicht zu früh erkennen konnte. Die Brünette hatte das Tuch in die Hand genommen, war selbst schon bereit es wegzuziehen, ehe sie auch nach ihm fragte. Mit einem Schmunzeln nickte er und verschränkte die Arme, war schon gespannt. Sie hatte den Stoff vom Auto weggezogen, so elegant wie sie war, und zeigte damit das eigentliche Geschenk für ihn. Ihm fiel der matte Lack des Autos auf, da hatte er nicht schlecht geschmunzelt und ging näher ran, um sich dieses näher anzusehen. Mit einer Hand strich er über das matte Schwarz, womöglich hatten sie es sogar noch umlackieren lassen, um den Schein des Autos wegzubekommen. Deswegen blickte er kurz zu Kamila, wie sie selbst vielleicht auf seine Reaktion reagierte, da grinste er kurz. Der Blonde lief kurz um das Auto herum, sah sich die Felgen an, bevor er einen Halt vor Kamila machte. " Du bist so toll ", hatte er ihr die vorherige Aussage nach geäfft, natürlich eher spielerisch. " Dann muss ich dich ja später versuchen zu toppen.. ", gab er auch noch von sich, lachte jedoch danach wieder. Er wollte hier nicht mehr lange verweilen, je nachdem wo sich die Party befand. Deswegen sah er auch schon fragend zu ihr. " Fahren wir? "

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    • Kamila Kayla Redstone
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      Kamila lachte, als der Blonde ihre Aussage nachäffte und sammelte den Rest des Stoffes auf, welcher gerade noch auf dem Auto gelegen habe, um es zur Seite zu schmeißen, damit es sie nicht weiter störte. Scheinbar gefiel das Auto dem Geburtstagskind, es ging sogar näher dran, um sich den Lack anzusehen, woraufhin seine Chefin schmunzeln musste. "Du musst mich gar nicht toppen.. Mich kann man nicht toppen", gab sie von sich und schüttelte ein wenig den Kopf. Bevor sie jedoch fahren wollte, erzählte die Frau lieber noch ein wenig zu dem neuen Wagen: "Dieses Baby hier.. Ist seit gestern von dem Laufband runter..". Das Schmunzeln auf ihren roten Lippen wurd noch größer, ehe sie sich selbst das Auto ein wenig näher ansah und einen Fussel vom Auto runter nahm. "Die Karosserie ist eine Spezialanfertigung.. Größtenteils Kugelsicher, genauso wie die Scheibe, aber ich würde nicht komplett darauf vertrauen.. Es ist außerdem ausgestattet mit einem wundervollen Boardcomputer, der mit dir sprechen kann.. Die Sitze sind aus weißem Leder, wenn sie dir in weiß nicht so gefallen kann man sie noch umändern lassen.. Dauert einen Tag.. Meinte er jedenfalls.. Getankt habe ich dieses Mal einmal voll.. Die nächste Tankfüllung übernimmst du schon selber.. Die Kennzeichen sind gefaked.. Und das einzige, woran du dich halten musst.. Ist regelmäßig deine Kennzeichen zu wechseln, wenn du viel unterwegs damit bist". Ihre grünen Augen wanderten noch einmal über das Fahrzeug, bevor sie zu den blauen des Blonden sahen. Aus dem Schmunzeln wurde ein breites Grinsen. "Und der Mercedesstern ist aus Gold.. Jetzt können wir fahren". Sie zwinkerte dem Mann noch einmal zu, bevor sie sich auf die Beifahrerseite begab, um dort einzusteigen. Das Auto war ein Luxus in jeder Ecke, in die man hinsah. Ledersitze, LEDs Computer und edles Armaturenbrett aus Holz gaben dem Auto einen gewissen Kick, der sich sehen ließ. "Und wenn du es gegen den nächsten Baum fährst, werde ich dich köpfen.. Ich habe mir den Arsch für dieses Fahrzeug aufgerissen".
      Kamila schnallte sich an und blickte zu ihrem Fahrer, den sie nur schmunzelnd ansehen konnte. Sie wollte das gewisse Etwas, das besondere Etwas und das bot sie ihm dieses Mal auch. "Ich wollte dir etwas zurück geben...ich meine.. Du hast alles aufgegeben, um für mich zu arbeiten und hier.. Hast du etwas Luxus zurück, wie ich versprochen habe.. Wobei.. Bisher keiner von mir ein Fahrzeug bekommen hat". Ihr Lachen ertönte im Auto, bevor die Frau aus dem Fenster sah, um zu den Männern zu sehen, die aus dem Haus stiegen. Mit einem Nicken deutete sie ihnen an, dass sie hinterher fahren konnten, wenn sie soweit waren, die beiden würden in diesem schicken Schätzchen dahin fahren. Ihre Augen blickten nur kurz zu ihnen, dann sah sie auch wieder zu dem Blonden, dem sie ein Lächeln schenkte. "Die Party ist von den Jungs.. Was da also heute passiert, geht nicht auf mich.. Wollt ich nur mal gesagt haben.. Und die Adresse.. Ist schon eingegeben". Mit einem kurzen Nicken deutete sie auf das Navi, welches den Mann mit seinem Namen begrüßte. Das Grinsen auf Kamilas roten Lippen wurde nur noch größer. Sie liebte diesen Luxus.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Kamila hatte ihm mehr Informationen über das Auto gegeben, schließlich konnte er dieses nun als seinen eigenen Besitz ansehen und da war ein wenig Hintergrundwissen ganz gut, sollte er nicht womöglich irgendwas gebrauchen, etwas wechseln müssen, ohne dabei den kompletten Wagen umändern zu müssen. Doch er hatte auch seine Konzentration auf etwas anderes gelenkt, denn wie sie über den Luxus, den das Auto mit sich brachte, staunte, fand er ihre Wortwahl faszinierend. Sie sprach darüber, ohne dabei einen fragenden Blick aufzusetzen, als würde sie sich selbst über die gesprochenen Wörter wundern. Es schien als hätte sie das Verständnis dafür, was sie nur noch attraktiver machte, da blieb das Grinsen von ihm nun auch nicht mehr lange aus. Im Großen und Ganzen konnte man davon sprechen, dass der Wagen ein Schmuckstück war, etwas mit was man gut angeben konnte. Es war jedoch nicht sein eigentliches Ziel, so wollte er doch gut damit reisen, auch wenn er dafür regelmäßig die Kennzeichen wechseln musste, um weiterhin auf der sicheren Seite zu fahren. Auf der sicheren Seite wäre er jedoch immer noch am besten, wenn er den Wagen ungeschädigt an ihrer Villa parkt, sonst würdes ie ihn aufgrund des Aufwands dafür köpfen. Wegen dieser Bemerkung hatte er auch wieder gelacht, mit dem Finger strich er währenddessen über die neuen Felgen, die bisher von jeglichem Schmutz geschützt waren.
      Sie war bereit gewesen loszufahren, so war er auch mit dem ersten Betrachten fertig gewesen, da konnte er auch die erste Fahrt damit unternehmen. Er hatte immer die Meinung gehabt, dass neue Dinge ihren eigenen Geruch hatten, so hatte er auch dieses Mal den Geruch mit einem Grinsen eingeatmet und sich letztendlich hingesetzt. Anthony hatte zuvor schon den Gedanken gehabt, sich mit dem bereits ersparten Geld einfach erst ein Auto zu holen, um wenigstens etwas davon auszugeben, doch damit war dies auch wieder weg gewesen. Das Geld wird er schon ausgeben können, wahrscheinlich jedoch erst mit der Zeit, er war bisher noch sein einfaches Leben gewohnt. Sie gab ihm die Begründung für ihr teures Geschenk, dabei war es nicht einfach um ihn aus den Socken zu hauen, es war auch kleines Dank gemeint. Dabei war es nicht wirklich ernst gewesen, er wohnte ja in einem guten Gebäude und hatte all das was er brauchte, Lust an der Arbeit hatte er nun auch wieder. Im Endeffekt war er auch ein Arbeitstier gewesen, das hatte er sich wahrscheinlich bei seinen Eltern abgeschaut, auch wenn er ihrer Arbeit nicht nachgeht. Ein Auto bekam bisher keiner ihrer Männer, da biss er sich mit einem breiten Grinsen auf die Lippe. Die Brünette war in jeder Hinsicht unglaublich, wie hatte er das nur verdient?
      Während sie darüber sprach, dass sie jede Schuld und jedes Problem bei der Party von sich wies, hatte er hier und dort ein wenig etwas eingestellt, um selbst dafür ein Gefühl zu bekommen. Letzten Endes brauchte er nicht lange dafür, die Adresse war bereits eingegeben, so konnten sie sofort losfahren. So dachte er doch, mit der Hand fuhr er schon einige Male über das Lenkrad, doch erhörte er von einer unbekannten Stimme seinen Namen. Von woher das kam hatte er verstanden, doch trotzdem war es ein belustiges Schnauben wert, da hatte sie sich was ausgedacht.. Da hatten seine Augen auch schon eher verträumt nach ihr gesehen, ob sie selbst soweit war und alles bei sich hatte, Geduld stand ihm gerade aber nicht im Gesicht geschrieben. Danach verschwendete er keine Zeit mehr, sah nur für eine Sekunde nach den Männern die aus dem Haus liefen, jedoch startete er bereits den Motor. Sie bräuchten ein wenig um anzukommen, doch das war vor allem für ihn kein Problem, damit konnte er den Wagen fahren und die Anwesenheit von Kamila genießen, solange sie das noch konnten. Anthony hatte sich vom Navi leiten lassen, hatte sich selbst noch dazu gezwungen, sich nicht noch im Inneren umzusehen. Die Blicke zu der Brünetten ließ er jedoch nicht aus, der Tag war aber auch auf einer anderen Art und Weise anstrengend gewesen. " Kleines Biest.. ", hatte er auch schon grinsend von sich gegeben. Die Hand, die auf der Gangschaltung ruhte, bekam auf der sicheren Strecke ihren Platz auf ihrem Oberschenkel, welchen er mit dem Daumen ein wenig entlang strich. Das Auto war ein Dank, doch er nahm es trotzdem eher als Kenntnis auf, dass er etwas Besonderes für sie war, wie es auch anders rum der Fall ist.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Männer und Autos sagte man doch immer, oder? Doch es gab auch Frauen, die sich für die schnellen, schicken und vor allem aus teuren Fahrzeuge begeisterten, eine davon war Kamila. Sie mochte schicke Autos, die von Luxus nur so triefen und vor allem genug Power unter der Motorhaube hatten. Dieser hier hatte es und auch wenn sie selbst einen Audi fuhr, fand sie den Mercedes hier ganz schön, auch vom Sound her. Lange hatte es nicht gedauert, bis Anthony den Motor gestartet hatte, um vom Anwesen zu rollen und auf die Straße zu kommen. Eine dreiviertel Stunde Fahrt hatten sie vor sich, aber es war eine Leichtigkeit, vor allem mit diesem Wagen, der wie ein Kätzchen schnurrte. Etwas ganz anderes hätte es fast auch, als Anthony seine Hand auf Kamilas Oberschenkel legte, als würde sie dort gehören. Ja, das tat sie und auch wenn ein wohliges Gefühl durch den Körper der Frau jagte, sie wollte sich noch immer nicht eingestehen, dass es was ernstes zwischen ihnen war.
      "Ich etwa?!", gab sie empört von sich und fuhr mit ihrer Hand über die auf ihrem Oberschenkel, ehe sie dort zu ruhen kam. Sanft verschränkte sie sogar die Finger miteinander, jedoch nicht zu fest, um dem Fahrer die Freiheit zu lassen, die Hand rauszuziehen, falls es notwendig war. Ein kleines Schmunzeln lag auf ihren Lippen, während ihre Augen zu dem Blonden sahen. "Es wäre doch langweilig.. Wenn ich mit dir in ein Autohaus fahren würde.. Um dort den Wagen zu präsentieren.. Also wollte ich dich ein wenig necken.. Vielleicht böse machen, ich war mir nicht sicher, wie wichtig dir dein Geburtstag ist.. Um dich dann für den harten Tag zu belohnen". Aus dem Schmunzeln wurde doch schnell ein Grinsen, während die Frau ihren Kopf ein wenig nach hinten fallen ließ. "War es sehr schlimm?", fragte sie und schüttelte ihren Kopf, bevor sie zu Anthony wieder sah. Sie konnte es sich zu gut vorstellen, wie hart es mit dem Braunhaarigen war, den Tag zu verbringen, während er so schlecht gelaunt war. Aus diesem Grund arbeitete er vollkommen alleine. "Ich meine.. Er hat mich so vollgetextet.. Alle zehn Minuten gefühlt.. Wie nervig er es findet.. Ich befürchte, er habe die letzte Nacht keine Dame mitnehmen können.. Da ist das Ego ein wenig gereizt". War es auch vermutlich, aber Elias machte seinen Job trotzdem gut, auch ganz ohne guter Laune oder netter Worte. Er war wie er war, er war vor allem schwierig zu verstehen, aber treu war er allemal und man konnte wirklich immer auf ihn zählen. Sie würde fast schon ihre Hand für ihn ins Feuer legen, fast nur..
      So langsam wurde es auch dunkel, obwohl es noch gar nicht so spät war. Zu dieser Jahreszeit war es ganz normal, die Nächte wurden länger, die Tage immer kürzer.. Und die Kälte brach über den Tag hinein, verabschiedete die warmen Sonnenstrahlen. Im Wagen war es angenehm, vor allem, da Kamila ihre Jacke mitgenommen hatte, falls sie später vor allem noch Rauchen gehen wollte. Sie würde sich die Zeit über irgendwie beschäftigen müssen, aber zur Not hatte sie ihr Handy mit und konnte filmen, auf was für peinliche Sachen die Jungs kommen würden. Mit einem Schmunzeln auf den Lippen lehnte sie sich wieder ein wenig schräg an, um Anthony zu mustern. "Du siehst übrigens gut aus.. Ich mag das Hemd", es musste ja auch gesagt werden, dass er gut aussah.. Vielleicht würde er das Hemd so öfter anziehen. "Und ich will, dass du heute wirklich Spaß mit den Jungs hast.. So richtig.. Ohne an Konsequenzen zu denken oder daran, dass du morgen aufstehen muss.. Ich.. Lasse euch dieses Mal auch ganz brav ausschlafen.. Versprochen". Das Grinsen wurde nur noch größer.. Das letzte Mal, gab es nach einer Party ein wenig Krach und vor allem das Laufen um den See.. Herrlich so eine Bestrafung, aber dieses Mal würde es anders laufen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Empört gab sie von sich, dass sie die Bezeichnung für sie kaum glauben konnte, doch für den Blonden konnte es nicht noch passender sein. Schließlich hatte sie alles durchgeplant, wenn nicht sogar einige Tage oder Wochen im Vorraus, denn das Auto musste auch erst in einer realistischen Zeit gemacht werden. Trotzdem hatte man ihn dafür noch zu dem schlecht gelauntesten Menschen des Jahrzenten geschickt, nur um ihn womöglich aus dem Haus zu haben, damit er keinerlei Hinweise zu dem Geplanten bekommt. Da war wahrscheinlich eine Schatzsuche besser geeignet, man hätte ihn sogar dazu verdonnern können den Einkauf zu machen. Damit wäre er wohl deutlich zufriedener, wenn er sonst zu Elias hätte gehen müssen. Doch der Tag hatte seinen Lauf gehabt, zwar ist Elias trotzdem nicht besser gelaunt geworden und der Blonde hatte defintiv nicht gelernt es auszublenden, wenigstens war er jedoch von ihm und dem Drogenmilieu entfernt genug. Womöglich war er jedoch in eines der Fahrzeuge, die hinter ihnen her fuhren, um selbst zur Party zu kommen und wie Kamila es ihnen erlaubte, ihre Existenz massiv mit Alkohol zu gefährden. Seine Augen sahen mithilfe des Rückspiegels zum Van hinter ihnen, bevor sein Blick an ihren Händen vorbei wieder nach vorne schwiff. Die Berührung brachte ihn zum Schmunzeln, so sagte es doch etwas über ihre momentane Beziehung zueinander aus, auch wenn es bisher nichts festes wurde.
      Über das Händchenhalten hatten sie jedoch kein Wort gesprochen, die Taten sprachen für sich selbst, sie begann sich jedoch für ihr Denken rechtzufertigen. Mit zum Autohaus konnte der Blonde nun wirklich nicht, da war ja jegliche Stimmung verschwunden, da war das lang gezogene Necken ja eine witzigere Weise gewesen, um ihn später von seinem Leid zu erlösen. Eine angemessene Entschuldigung war es gewesen, ein gelungenes Geschenk, denn aus Interesse hatte er beschleunigt, um den Motor lauter schnurren zu hören. Aus dem Augenwinkel hatte er gesehen, wie sich Kamila ein wenig zurück lehnte, der Tag war für sie wohl auch anstrengend gewesen, wie er sich vorstellen konnte. Es brauchte aber nicht lange, bis sie ihn fragte, ob die Arbeit mit Elias sehr schlimm war. Sie erzählte noch, was sie von der Seite von Elias mithörte, da hatte er nur geschnaubt. Es war mehr als nur nervtötend gewesen, ihn geistesabwesend an seinem Handy zu sehen, war das Handy jedoch weg, war er wieder schlecht gelaunt und gab dem Blonden die Schuld an jenen Dingen, die ansatzweise nicht so gut liefen, wie es sich der Braunhaarige vorgestellt hatte. Die Stunden mit ihm wollte er am besten auch vergessen, doch trotzdem konnte er sich eine Bemerkung darüber nicht verkneifen. " Der hatte den ganzen Tag 'nen Stock im Arsch gehabt und hätte er noch einmal auf sein scheiß Handy geguckt, hätte es dem Stock Gesellschaft geleistet. " Natürlich bekam er mit, dass Elias ständig auf sein Smartphone sah und irgendwem schrieb, nun wusste er wenigstens wem er da immer schrieb. Es war nicht das erste Mal, dass er ihn so schlecht gelaunt miterlebte, doch bis dahin hatte es ihn nicht weiter gestört, denn die Ausraster waren die letzte Zeit eher wenig auf Kamila und ihn gerichtet, da war ihm auch der Rest egal gewesen. Es war jedoch das erste Mal und auch das letzte Mal, dass er sich mehr oder weniger freiwillig zur Arbeit mit Elias einlässt. Danach würde nur noch eine Gegenwehr folgen, wenn sein Ego denn schon ständig angekratzt war. " Ich kann mir ja gar nicht vorstellen, warum er keine abgekriegt hat.. ", seine Stimme hatte einen ironischen Ton angenommen, doch ließ er das Thema einfach fallen und kümmerte sich lieber darum, nicht gleich falsch abzubiegen.
      Für einen Moment blieb es still, in diesem hatte er auch kurz seine Hand von der von Kamila genommen, um einen anderen Gang zu schalten. Die Finger hatte er wenig später jedoch wieder mit ihren verschränkt, die kleine Zweisamkeit konnten sie ja genießen, solange sie die Zeit dazu hatten. Er hörte ihr bei ihren Worten zu, sie hatte ihm ein Kompliment gegeben, da hatte er geschmunzelt und für einen Moment zu ihr gesehen. Ihr gefiel das Hemd was er an hatte, da nickte er ihr dankend zu. Nochmal wollte sie ihm versichern, dass er Spaß auf der Feier haben sollte und sich gehen lassen kann, denn noch so eine schlimme Aktion hatte sie zumindest morgen nicht geplant gehabt. Er lachte bei den Erinnerungen daran, es war schon eine Zeit her, das wunderte ihn schon. Die Zeit verging hier viel zu schnell, dabei hatte er sonst im Gefängnis immer die Stunden gezählt, um aus dem endlosen Gequäle heraus zu kommen und seinen Feierabend auf irgendeine Weise zu genießen. " Das ist schon so lange her.. ", gab er mit einem Schmunzeln zu, es war doch am Tag seiner Einweihung gewesen. Daran konnte er sich noch gut erinnern, ebenso daran, dass er sie zu beeindrucken versuchte. Es war ihm selbst kaum zu glauben, was für eine Geduld er bei ihr aufbrachte. Vielleicht brauchte er selbst einfach etwas nach helfen, darüber musste er noch nachdenken. Ihm fiel jedoch auf, dass sie doch auf ihn aufpassen konnte, da runzelte er die Stirn. " Hast du denn noch eine Beschäftigung für heute oder sollten wir etwas gemeinsam machen? " Anthony hatte sich selbst Gedanken darüber gemacht, was wohl überhaupt in Frage kam. Langweilen sollte sie sich nun wirklich nicht an seinem Geburtstag, da würde er wohl selbst sich ein wenig zurückhalten, um Kamila bespaßen zu können.

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    • Kamila Kayla Redstone
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      Es gab einige Gründe, warum Kamila den Blonden so gern hatte, aber einer davon war seine versteckte Art, die so langsam aus ihm heraus kam, je länger er bei ihr war. Sie hatte es ihm angesehen, damals im Gefängnis, als er den Wärter spielte und sie die Gefangene für die wenigen Tage ihres Aufenthaltes, Anthony konnte ganz anders und er brauchte nur die Möglichkeit zu bekommen dieses Ich auszuleben, was er hier auch tat. Es fing mit der Art an, wie er sprach und auch in seinen Taten, man konnte ihm schon ansehen, dass ihm einiges Spaß machte, was er hier in der Gang tat, vor allem aber seine Position änderte ihn, wie es Kamila fand. Sie erwartete auch, dass er das blöde Mobilfunkgerät wirklich noch irgendwo hin gesteckt hätte, an einen Ort, an dem es eigentlich nicht hingehörte, das waren einfach keine leeren Worte mehr, dieser Mann traute sich etwas und das machte ihn nur noch attraktiver, jedenfalls wenn es nach der Brünetten ging. Sie fand ihn äußerlich schon sehr anziehend, aber der Charakter war auch entscheidend, sonst würde sie ihm nicht erlauben sich so lange und so häufig in ihrem Zimmer aufzuhalten.
      "Ich hätte es gern gesehen", sprach sie zu der Aussage über Elias und grinste nur noch breiter, je mehr sie es sich vorstellte. Das Leben mit so vielen Männern unter einem Dach war nicht einfach und sie habe schon einiges in der langen Zeit gesehen, aber so etwas wäre ihr neu gewesen. "Keine Angst.. Du hast deinen Aufgabenbereich und der Tag mit ihm war Bestrafung genug für das restliche Jahr.. Nächstes Jahr denke ich mir was schlimmeres aus", sie grinste noch breiter. "Wie wäre es.. Mit einem Tag mit Mike! Das wäre doch was! Und vorher würde ich ihm so richtig auf den Sack gehen, noch mehr, als ich es sonst schon tue!". Sie war manchmal unerträglich und die Frau wusste das auch ganz genau, aber es war ihr Charakter, entweder man liebte sie so, oder aber.. Man lief genervt durch das Haus, weil es mal wieder zu viel wurde.

      Das Thema wechselte, nachdem Anthony den Gang gewechselt hatte und als seine Hand wieder bei der der Brünetten landete wagte sie es dieses Mal sogar sanft mit ihrem Daumen drüber zu streichen. Es waren die Kleinigkeiten, die zählten und nicht die großen Gesten, wie es vielleicht in Filmen der Fall war. Nein, es war noch keine Liebe, jedenfalls wenn man nach Kamilas Meinung gehen würde, sie hatte den Mann aber schon ein wenig lieber, als die anderen, aber das sah man auch wirklich. Anthony fragte nach ihrer Beschäftigung und hing noch die Möglichkeit, etwas gemeinsam zu machen hinten dran. Kamila musste schmunzeln und blickte zu dem Fahrer, bevor sie sanft den Kopf schüttelte. "Es ist dein Geburtstag, deine Party und du sorgst dich echt darum, was ich tun werde?", ein wenig warm wurde es der Frau schon in der Brust. Sie blickte auf die dunkle Straße. "Heute bin ich zu deiner Belustigung da.. Nicht du zu meiner". Bei diesen Worten strich sie sogar noch ein wenig höher, als nur über die Hand, als würde sie etwas damit andeuten wollen. "Ich werde schon meinen Spaß haben, ich trinke heute nur nicht, das Ist der einzige Unterschied eigentlich.. Darüber habe ich eine wirklich lange Diskussion mit meinem Bruder geführt.. Aber er hat recht.. Einer muss nüchtern bleiben, falls was los ist und da er schon so oft zurück gesteckt hat, lasse ich diese Party zu einer Männerparty werden.. Er hat jetzt auch die Möglichkeit mal die Sau raus zulassen.. Und ich kann dir versprechen.. Dass er betrunken echt cool drauf ist!". Da war das breite Schmunzeln wieder und Kamila blickte zu dem Mann am Steuer. "Ich werde mich nur ein wenig um eure Sicherheit kümmern.. Aber ich bin auch nüchtern für jeden Spaß zu haben".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es interessierte ihn nur, was sie wohl die Zeit lang machen möchte, während die ganzen Männer um sie herum trinken und sich anderweilig bespaßen. Seine Frage bewirkte auch Unverständnis bei der Brünetten, doch für ihn schien die Frage wichtig zu sein. Er wollte nicht, dass sie sich langweilt während er seinen Spaß mit den anderen hatte. So vieles wollte er noch mit ihr teilen, dazu gehörte nicht nur die Liebe oder den gleichen Nachnamen zu haben, denn wenn sie keinen Spaß hatte, dann wollte der Blonde ihn auch nicht haben. An diesem Tag würde die Zeit zwischen den beiden zu kurz kommen, das war zumindest für ihn abzusehen. Sie würden wahrscheinlich erst den nächsten Morgen wieder zu Hause ankommen und auch wenn sie dort waren, würde der Schlaf nach ihnen jagen. Ob er an dem Tag überhaupt noch etwas produktives machen wird, bleibt dahingestellt, doch das war eine gute Ausrede wieder Zeit mit Kamila zu verbringen, wenn sie diese denn auch aufbringen konnte. Die beiden letzten Tage hatten sie jedoch bereits nicht vieles für das Geschäft gemacht, da würden sie wohl etwas kürzer kommen müssen. Vielleicht würde eine kleine Auszeit auch bei der Brünetten etwas erwecken, wenn es denn schon bei Anthony des öfteren der Fall war?
      Auf seine Frage hatte sie erwidert, dass es heute nicht um sie gehen sollte, er sollte sich keine Sorgen um ihre Unterhaltung machen. Wahrscheinlich würde er wohl trotzdem einige Male zu ihr blicken, wenn sie denn nicht in Reichweite war, damit er über ihr momentas Wohl Bescheid wusste. Doch er würde sich wohl selbst ablenken müssen und einiges trinken, denn er konnte nicht an Kamila kleben, schon gar nicht wenn die anderen Männern sie und jede ihrer Bewegungen sehen konnten. Lautlos schnaubte er, in seinem Leben hatte sich vieles vereinfacht, doch bei der Liebe blieb es weiterhin schwer für ihn. Dabei hatte er doch das Gefühl gehabt, dass er nah dran war, es war aber gar nicht abzuschätzen. Für ihre Entscheidungen hatte er Verständnis gehabt, wie lange musste er denn damit warten?
      Mit einem Schmunzeln hatte er zu ihren Händen gesehen, sehen wollen, wo sie hinstrich. Letztendlich sah er jedoch wieder nach oben, hatte lieber die Straße im Blick, bevor ihnen oder dem Wagen irgendwas geschehen sollte, damit wäre er sowieso auch kopflos. Er hatte sich versucht wieder auf die Straße zu konzentrieren, auch wenn die Dame neben ihn für Anthony wesentlich interessanter und schöner anzusehen war als die angebrochene Dunkelheit, die das Licht der Scheinwerfer beim Fahren unterbrach. Sie sprach über Mike und das er im betrunkenen Zustand besser erträglich war, denn damit würde er auch seine eigenen Regeln vergessen. Anthony konnte ihren Bruder schon so kennenlernen, sie hatten dort eine ziemlich gute Zeit gehabt, wenn man bedenkt, dass der Blonde mit der Randbemerkung von Mike wieder gedanklich abwesend war. Mit dem Gedanken an der Bar, die sie damals gesessen hatten um der Flachzange eine Frau zu suchen, erinnerte er sich auch wieder an die damaligen Worte von dem großen Mann. Er kannte Kamila vor ihrem Auftritt im Gefängnis nicht, trotzdem hatte Mike ihm versichert, dass er etwas in ihr regte. Sie würde wieder ehrlich ein Lächeln von sich geben und Gott, liebte er ihr Lächeln. Auch da war der braunhaarige Mann betrunken gewesen, war ihm in seinem Zustand aber deutlich nützlicher als sonst, denn er hatte einiges über seine Schwester erzählt. Damit auch die Tatsache, dass sie wohl nicht ihre Liebe zugeben würde, auch wenn diese für ihn vorhanden war. Ob es nun so war oder nicht, Mike hatte ihn auf den richtigen Pfad gebracht, auch wenn es damit endete, dass er sich draußen mit irgendwem prügelte und irgendwie nach Hause fand. Da war er jedoch wieder bei Kamila, die selbst ihren Rausch auslebte. Bei den Erinnerungen darüber lachte er kurz und schüttelte den Kopf. " Betrunken ist Mike wie ausgewechselt.. ", hatte er selbst auch schon miterlebt. Da war wohl Mike ein guter Partner zum Trinken, denn Kamila würde er bei ihrem Vehalten danach nicht oft ans Glas führen. So lange wie er seinen Blick von ihr nehmen konnte, so hatte er diesen kleinen Rekord für sich gebrochen und ihre Hand angehoben, um sie nah bei sich zu haben. Lange blieb es dabei aber nicht, denn er hatte Mikes Worte im Kopf gehabt, an die er nicht mehr loslassen wollte. Er hatte den Kopf zu ihr gedreht, um mit einem Blick zu ihr auf die zarte Haut ihres Handrückens seine Lippen zu platzieren. Dazu wollte er jedoch nicht sagen, er lie den Kuss für sich sprechen, und blieb für einen Moment still. Was aus ihnen nun wird oder nicht, das konnte er nicht kontrollieren, ebenso sein Verhalten an diesem Abend. " Aus Erfahrung her entschuldige ich mich aber jetzt schon lieber für den Abend.. ", gab er mit einem Schmunzeln auf den Lippen zu, denn er hatte die Nächte schon einiges erlebt.

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    • Kamila Kayla Redstone
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      Anthony regte so einiges in der Frau, was schon seit längerem verborgen blieb. Er schaffte es ihr kleines, kaltes Herz wieder zu erwecken und es zum Schlagen zu bringen, wofür sie sonst immer zu Drogen oder anderen Sachen gegriffen hatte. Kamila sehnte sich schon lange nach diesem Gefühl geliebt zu werden, gesehen zu werden vor allem und der Mann hinter dem Steuer gab es ihr, sehr viel davon. Dabei reichten meistens kleine Gesten, die bei anderen Männern gar nicht so viel ausmachten, wie es bei ihm der Fall war. Sie hatte genügend Verehrer und konnte wählen zwischen ihnen allen, aber es gab an den anderen nichts, was sie für besonders halten würde. Alle, selbst Anthony, hatten etwas gemeinsam, sie wollten ihr die Welt zu Füßen legen, das Problem war nur, dass sie sich die Welt selber zu den Füßen legte und nicht alle akzeptierten diese Tatsache. Neben der Akzeptanz war etwas ganz anderes noch von Bedeutung, was bisher wirklich nur bei Anthony zu finden war: er ließ sie einfach machen. Der Blonde sah in ihr einfach keine einfache Frau, das schwächere Geschlecht, welches sich ständig in der Männerwelt beweisen musste, er sah einfach nur Kamila, so wie sie stand, so wie sie sich benahm und so zickig wie sie auch sein mochte, jedenfalls gab es ihr das Gefühl, dass er es tat. Er war für sie da, hielt sich aber in Hintergrund und war bereit dann einzugreifen, wenn es nötig war, wenn es aber dies nicht war, war es auch in Ordnung und vielleicht änderte diese Tatsache so ziemlich alles. Es änderte ihr Interesse an ihm, es ließ das überhaupt zu. Vielleicht war das alles aber auch nur ein großer Scheiß, den sich die Frau da zusammengereimt hatte, wenn sie mal nicht schlafen konnte, es war ihr aber bewusst, dass an diesem Mann etwas anders war, als an allen anderen, sonst würde sie nicht neben ihn sitzen und seine Hand nicht währenddessen halten.
      Anthony hatte der Brünetten recht gegeben, schließlich war er schon mal mit ihrem Bruder in der Bar und bestätigte seine gesellige Art, wenn der große Mann etwas mehr getrunken hatte. Kamila schmunzelte auf die Aussage hin und hätte eigentlich noch etwas hinzugefügt, ihr fehlten aber die Worte, als etwas ganz anderes geschah, etwas, was sie gar nicht hat kommen sehen. Sie wurde tatsächlich in Verlegenheit gebracht und das mit einem einzigen, winzigen Kuss auf den Handrücken. Es kribbelte, als Anthonys Lippen ihre Haut berührten und das Kribbeln ließ nicht locker, als die sich wieder entfernten und er sich auf das Fahren konzentrierte. Schon lange hatte es so einen Moment in Kamilas Leben gar nicht mehr gegeben. Schon oft musste sie unwillkürlich lächeln, wie auch dieses Mal aber sie war wirklich verlegen und wenn es nicht so dunkel wäre, hätte man es sicherlich sehen können, wenn man denn nicht so schon sah. Sie sah für den Moment runter, um das Lächeln aufzuhalten, aber es war zu spät und vor allem unmöglich. Ihr Körper sprach von sich selbst, ihr Herz beschleunigte seine Arbeit, als müsste es einen Marathon laufen und ihre Gedanken waren für einen Moment mal komplett still.. Und das alles auch nur durch einen einzigen, kleinen Kuss..
      Das Thema der Party ging weiter, auch wenn Kamila dem noch nicht ganz hinterher kam. Sie hatte einen Moment für ihre Antwort gebraucht. "Du musst dich für nichts entschuldigen", sprach sie und musste sich räuspern, als würde die Stimme gar nicht raus wollen. "Wie gesagt.. Es ist dein Tag..". Sie lächelte und auch wenn sie die Hand bei dem Mann beließ, sie vielleicht sogar noch ein wenig fester drückte, sie sah aus dem Fenster heraus, um die Welle an Gefühlen zu unterdrücken, die gerade auf sie zukam. Verrückt.. Was so ein Mann mit ihr anstellen kann..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es war bloß ein kleiner Kuss auf den Handrücken der Brünetten, einen kurz gewählten Moment, in dem er wieder ihre Liebe zeigte, ohne sie mit seinen Gefühlen und Wünshen überfordern zu wollen. Trotz der wenigen Zeit dafür hatte es mit der großen Bedeutung dahinter, auch etwas in ihr ausgelöst, was er jedoch nur wenig im Augenwinkel betrachten könnte, denn schließlch war er momentan hinter dem Steuer und war dafür zuständig, dass sie sicher ankommen. Mit einem breiten Schmunzeln hatte er zum weiß ihrer Zähne geblickt, bevor er sich jedoch wieder der Straße widmete und sie machen ließ, denn irgendwas hatte ihre Reaktion schließlich zu bedeuten. Es machte sie nicht kalt, dafür hatten sie bereits miteinander geteilt und gefühlt, dafür war die Zeit, die sie bereits seit seinem Seitenwechsel miteinander verbrachten, zu schade. Sie blieb still, so hatte sie wohl keine schlagfertige Bemerkung dafür parat, wie es sonst doch immer der Fall war. Dies brachte ihm das Gefühl von Sieg zwischen den eigenen verwirrten Gefühlen, denn trotz ihrer Vertrautheit und ihrer Bindung zueinander, hatten sie nichts festes. Nichts, was ihren Status verdeutlichen würde, etwas, was sie selbst nicht so oft in dieses Fettnäpfchen fallen ließ, sollten die Gefühle für den anderen wieder hochbrodeln.
      Seine Entschuldigung hatte sie abgewiesen, damit konnte sie wieder ihre Worte fassen und etwas sagen, zuvor war es nicht der Fall gewesen, weswegen er sich auch das nächste Grinsen nicht verkneiften wollte, noch konnte. Es war sein Geburtstag, er sollte das machen was er wollte und wenn es sein musste, auch wie er es wollte. Eine angenehme Abwechslung, auch wenn es wohl für ihn abzusehen war, dass er genau diesen Vorteil im betrunkenen Zustand schamlos ausnutzen würde, sollte er sich bis dahin noch daran erinnern. Auf seiner Hand spürte er den Druck ihrer, da blickte er kurz zu diesen hinunter, bevor er auch selbst die Finger ineinander enger vereinigte. Es war eine Qual gewesen mit Elias seine Geschäfte abzuarbeiten, doch war es umso lohnender, mit jeder Minute die sie hier ungestört im Auto verbringen konnten. Worte waren plötzlich egal gewesen, so hatte er sich selbst nicht mehr bemüht, er genoss nur die Lieblichkeit von Kamila und die Wärme, die sie mit ihrer Hand ausstrahlte.

      Es hatte noch seine Zeit gebraucht, bis es nach einer langen Strecke wieder Anzeichen auf Gebäude gab. Sein Blick schwiff in der Umgebung herum, die er vorne erblicken konnte, denn es waren nur noch wenige Minuten zu bestreiten. Der Navi hatte sie zum richtigen Ziel gefühlt, so gab er noch den letzten Befehl ab, bevor sich der Blonde zum Parken begab und einen weiteren Blick auf das näheste Gebäude zu ihnen warf. Egal wo er hinguckte, waren die Wände alle blank ohne irgendwelche Auffälligkeiten von sich zu zeigen, was auf irgendeine Veranstaltung deuten konnte. Er runzelte die Stirn, bevor er jedoch wenig später ausstieg und sich ein weiteres Mal umschaute. Wie das letzte Mal sollte es wohl einfach verdeckt sein, um nicht die Aufmerksamkeit auf das Gebäude zu lenken. Doch trotzdem sah er nun verwirrt zu Kamila, ob es das richtige Gebäude vor ihnen war. " Sind wir hier richtig? "
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