[2er RPG] No Good For You

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    • Er war ja schon fast voller Tatendrang gewesen, denn es hatte ihn bisher nie enttäuscht, die Abende mit ihr zu verbringen. Dabei hatten sie nicht wirklich großartiges vollbracht, es war schon spannend genug einfach neben ihr zu liegen und zu sehen, wie sein Körper dieses Mal auf ihre Zärtlichkeiten reagierte, die ihm doch so gut taten. Aber er verwarf seine Energie ein wenig, als sie davon sprach, dass sie den ganzen Tag keinen wirklichen Fortschritt in der Suche machte. Die Stirn runzelte er ein wenig, da hörte er bereits ein weiteres Seufzen von ihr, als wäre sie wirklich betrübt deswegen. Vielleicht sollte er ihr morgen wirklich ein wenig die Arbeit abnehmen, ihr wenigstens für ein paar Stunden wieder Ruhe schenken oder die Zeit, um andere Dinge zu erledigen. Schließlich würde seine Arbeit erst am Abend beginnen, die Planung sollte nicht so viel aufbringen und der Herr, den er noch prüfen müsste, würde auch nicht den ganzen Tag für sich aufbrauchen. Kurz dachte er noch nach, aber er blieb wieder in diesem Moment. Denn ob sie jetzt Fortschritte machte oder nicht, so sollte ihr Arbeitstag heute beendet sein. Es wäre nur noch deprimierender, wenn sie noch den ganzen Abend durcharbeitet und immer noch nicht weiter kommt. Auch Kamila hatte bereits festgestellt, dass es sich gar nicht gegen seine Worte zu sprechen, denn er würde sie sonst aus dem Büro tragen, das Tragen von ihr hatte er ja so schon ein paar Mal übernommen.
      Das sie es wirklich nicht in Betracht zog, weiter zu arbeiten und schlussendlich auch den Laptop zuklappte, brachte ihn wieder zum grinsen. Sie hatte es ihm wirklich zugetraut, weswegen ihre Füße sie auch zu ihn trugen und sie bereits fragte, ob sie nicht wieder eine rauchen gehen. Ihre nächste Idee war sogar noch besser, sie würden einen gemeinsam trinken, aber Anthony hatte sie verbunden. " Warum auf das eine verzichten, wenn wir einfach beides machen können? ", fragte er nun nach, das Grinsen immernoch fest auf den Lippen. Damit hatte er nur noch darauf gewartet, bis sie ihre Sachen zusammensuchte und mit ihm mitlief. Solange sie den leeren Flur entlang liefen, hatte er seinen Arm um sie gehabt, doch wenige Zentimeter vor der nächsten Ecke hatte er diesen wieder bei sich gehabt. Er hatte schließlich erkannt, dass sie sich bereits das letzte Mal so umsah, bevor sie ihm einen Kuss gab. Er hatte nichts deswegen gefragt, doch es war auch so schon klar gewesen, deswegen nahm er es einfach wortlos hin.
      Sie bewegten sich wieder auf den Garten zu, auf welchem sie schon das letzte Mal alleine rauchten. Ob es jedoch immer noch so leer war, konnten er nicht vorher sehen. Das wäre aber nicht weiter schlimm, die Beiden würden schon eine Zeit lang die Finger voneinader lassen, so hoffte er doch. Sollte es schließlich nicht mehr auszuhalten sein, dann würden sie sich wieder nach oben verziehen und ihren geräumigen Raum füllen. Mit dem Öffnen der Tür hatte sich die Temperatursenkung gezeigt, diese müssten sie aber nicht für lange durch halten. Vorsichtshalber sah er trotzdem zu ihr, ob er nicht etwas tun könnte, sollte es ihr zu kalt werden.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Kamila hatte ihr Handy, den Schlüssel und die Zigaretten mitgenommen, um Anthony raus aus dem Büro zu folgen. Er schlug vor einfach beides zu tun, woraufhin sie wirklich ehrlich lächeln musste, ja, ein wenig Ablenkung würde ihr gut tun, damit ihre Gedanken nicht ständig bei ihrer Vergangenheit sitzen würden. Sie würde sich morgen darum kümmern, wenn sie es morgen noch interessieren würde, und jetzt würde sie einfach den Abend zusammen mit dem Blonden verbringen, mit dem sie auch wieder runter ging. Er legte den Arm um sie, da waren auch wieder die Schmetterlinge in ihrem Bauch zu spüren, das Herz raste und für den Moment war es ihr egal, dass jemand sie sehen könnte. Letztendlich nahm er den Arm aber früh genug weg, wofür sie zu ihm dankbar sah, es war ja nicht so, als würde sie sich schämen.. Das war es nicht,es steckte was ganz anderes dahinter.. Sie würde es ihm noch erklären, noch früh genug, aber davor kamen sie unten im Garten an und die erste Kältewelle überkam vor allem die Brünette. Der erste Wind stieß zu, es fühlte dich alles deutlich kälter an, als es zuvor war, noch, noch vor wenigen Tagen war es wärmer gewesen, jetzt dachte die Frau schon an eine Jacke. "Man merkt, dass der Herbst kommt", sprach sie und sah zu ihrer Begleitung, um festzustellen, dass genau diese ebenfalls zu ihr sah. Kamila lächelte, sie griff zu den Zigaretten, die sie mitgebracht hatte und bot zuerst Anthony eine an, bevor sie sich selbst eine zwischen die Lippen steckte und mit leicht zittrigen Händen anzündete,dann reichte sie das Feuerzeug auch dem Blonden. In ihrem Büro war es auch kalt gewesen, aber hier draußen noch ein wenig mehr, vor allem wenn der Wind kam.
      Kurz blickte die Brünette zu der Umgebung, aber es war keiner in der Nähe zu sehen, die Männer waren deutlich im Wohnzimmer zu hören, scheinbar waren sie wieder vor der Konsole. Aber genau deshalb rutschte Kamila zu ihrem Begleiter ein wenig näher, um sich vor dem Wind zu schützen. "Es ist nicht so, dass ich mich schäme..", sprach sie und nahm einen kräftigen Zug an ihrer Zigarette,bevor sie zu dem Mann hoch blickte. "Aber es hat einfach niemanden zu interessieren.. Die sollen sich alle auf was anderes konzentrieren". Ein sanftes Lächeln war auf den Lippen zu sehen, aber ihre Augen blickten auch wieder zum Garten, denn ihre Beine wurden langsam.. Zittrig. Wenn man das so nennen könnte. Sie wurden weich mit nur einen Blick in Anthonys Augen.. "Was hast du so gemacht, den Tag über?". Es interessierte sie schon, was der Mann gemacht hatte, es würde sie von der Tatsache ablenken, dass sie einfach nicht voran gekommen ist, vielleicht hatte er einen deutlich besseren Tag gehabt und wenn nicht, dann gab es noch die kleine Bar, mit der sich die Laune von beiden deutlich heben wird.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anthony stimmte ihr zu, als sie über den kommenden Herbst sprach. Der Herbst machte sich nun wirklich langsam breit, was leicht am Wind erkennen werden konnte, der die Brünette schon zum frieren brachte. An eine Jacke oder an eine Decke hatte er jedoch nicht gedacht, genauso wenig daran, sie jetzt nur für einen Moment aus den Augen zu lassen. Das Rauchen würde draußen doch hoffentlich nicht viel Zeit in Anspruch nehmen, denn als er die angebotene Zigarette annahm und kurz betrachtete wie sie ihre eigene anzündete, waren die zittrigen Hände gut zu erkennen. Da konnte sich keiner mehr darüber weigern, dass ihm nicht kalt war, denn selbst er hatte bereits eine Gänsehaut auf den Armen gehabt. Er hatte das Feuerzeug an sich genommen und hatte sich die Zigarette angezündet, kurz war die kleine Flamme ein Wärmespender gewesen, der jedoch ohne weiteres unnützlich war.
      Ihr Blick hatte sich wieder umgesehen, er hatte sich aber nicht lange darum gekümmert, zog lieber am Glimmstängel und stieß den Rauch wenige Sekunden später wieder aus, um seinen Weg nach oben zu betrachten. Kamila hatte jedoch das Thema schon angesprochen, über welches er gerade noch nachdachte. Es war jedoch ein unklarer Anfang gewesen, auch wenn er doch ingsgeheim wusste, worum es ging. Sie schämte sich nicht wirklich für ihn, ihr war es einfach wichtig, dass sie ihre Privatsphäre hat und nicht die ganze Manschaft alles von ihr wissen. Er nickte verständlich, hatte in diesem Moment jedoch die Zigarette zwischen den Lippen, weswegen er zur Antwort ihr durch das Haar fuhr. Es war in Ordnung gewesen, sie hatten sich schließlich sonst immer in ihren vier Wänden getroffen, zumindest da wären sie alleine und mussten nicht darauf achten, dass nicht jeden Moment irgendwer herein stürmt, der nicht unbedingt von ihnen Bescheid wissen muss. Bis dahin hieß es sich aber zusammenzureißen, zumindest solange sie nicht draußen oder in ihrem Zimmer waren.
      Danach war es kurz wieder still, manchmal war die Ruhe auch gut, so konnten sie sich sortieren. Sein Kopf ließ ihn aber an nichts anderes denken, als das sie gerade frierte. Die Zigarette landete deswegen frühzeitig im Aschenbecher und er hatte sich letztendlich hinter sie gestellt. Damit hatte sie ihren Blick auf den Garten gehabt und er selbst konnte sich darum kümmern, dass ihr wärme wurde. Seine Arme hatte er um ihren Bauch gelegt, zog sie so versichtig näher an sich und sah sich nun selbst etwas um. Er erkannte den Pool, der wurde bei der Kälte aber sowieso nicht mehr gebraucht, auch wenn er doch praktisch war. Einen Strudel in dem musste man sich ja nicht vorstellen.
      Sie hatte nach seinem Tag gefragt, der Beginn war ja genauso wenig erfolglos gewesen. " Ich bin wieder bei Luke verzweifelt.. Nach der Versammlung habe ich mir aber zumindest zwei der Männer holen können, den letzten werde ich morgens prüfen.. Sie sind wirklich nicht schlecht. ", erzählte er ihr mit einem Schmunzeln, dabei sollte er keinen Grund dafür sehen, er hatte einiges abbekommen..
      Er wartete noch, bis ihre Kippe von den Lippen verschwand und hatte sich damit mit ihr wieder nach drinnen verzogen, wo die Finger bereits ein Brennen entwickelten, weil sie schon abfroren. Hier hatte er wieder seinen Abstand zu ihr gehalten, hatte sich das Grinsen verdrückt, auch wenn er ihre Bedenken verstand. Es hatte die Männer einfach nicht alles zu interessieren.
      Die Augen des Blonden hatten die Bar aufgefunden, auf welche die Beiden nun zuliefen, damit sie den Tag ein wenig vergessen. Sie hatten sich hingesetzt, da wanderte sein Blick ein wenig herum. " Du lässt dir eine Villa machen.. Und wohnst selbst nicht drin? ", fragte er verwundert, denn sie hatte sich zuvor in der Zentrale befunden. Ihr Anwesen war ja nichtmal zu beschreiben gewesen, da konnte sich jeder Mann glücklich schätzen, aufgegabelt worden zu sein.

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    • Kamila Kayla Redstone
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      Es war kalt, das war einfach eine Tatsache. Der Wind nahm zu, die Sonnenstrahlen waren nicht mehr so warm und außerdem war es schon Abends, da war es grundsätzlich deutlich kälter, als am Tag. Sie frierte, aber Anthony opferte sich und rauchte schneller zu Ende, als es Kamila getan hatte, um sie an sich zu drücken. Von hinten wurde es ihr deutlich wärmer, es war vor allem so schön, seine Nähe war beruhigend.. Immer wieder wunderte sich diese Frau aufs Neue, dass sie wütend sein konnte und trotzdem schaffte es der Blonde mit seiner Anwesenheit oder seiner Nähe, dass sie sich gut und wohl fühlte, ohne große Anstrengung, jedenfalls sah es nach keiner aus. Er war fantastisch.. Auch wenn Kamila das nicht öffentlich einfach so zugeben würde, sie blieb lieber dezent und machte es mir Kleinigkeiten deutlich.
      Anthony sprach von seinem Tag, er fing wohl auch nicht gut an, aber letztendlich war es schön zu wissen, dass wenigstens zwei der drei Neuen gut waren. Das ließ Luke in den Hintergrund rücken, er wurde einfach nicht gebraucht, wenn es deutlich bessere Männer gab, als ihn.. Immerhin, dieser Mann konnte einfach nichts, das hatte Kamila selbst gesehen, aber Anthony versuchte es. Er gab sich die Mühe und allein dafür verdiente er es ein wenig verwöhnt zu werden.. Da musste sich die Brünette etwas überlegen nachher.. Etwas besonderes.

      Die beiden liefen wieder rein und Kamila zeigte, wo sich die Bar befand. Es war ein größerer Raum, der deutlich dunkler gehalten und den Anschein einer alten stilvollen Bar machte. Ein Flügel stand in einer der Ecken und wurde beleuchtet, es gab Stehtische und Möglichkeiten sich zu setzen, mitten drin die Bar, an der man ebenfalls setzen konnte. Es war alles im dunklen Holz gehalten, der Boden wirkte sehr alt, obwohl er es nicht war und verschiedene Bilder zierten die Wände. Es waren Ikonen darauf zu sehen, die die Welt gut kannte, auf einigen war auch Marilyn Monroe zu sehen. Kamila seufzte, als sie den Raum sah und schaltete das Licht an der Bar ein und ein wenig im Raum ein, damit die beiden es gemütlicher hätten, vor allem blieben sie zu zweit, die Brünette wollte keinerlei der Herrschaften hier sehen, es war ihr Raum. "Hier.. Empfange ich manchmal gerne Gäste", sprach sie und deutete auf die ganzen Sitzgelegenheiten. Es gab auch eine Möglichkeit Billard zu spielen, der Tisch wurde ebenfalls in der Ecke beleuchtet.
      Kamila schwang sich hinter die Bar, sie hätte sich bedienen lassen können, ließ es aber lieber sein. Ihre Erfahrungen hinter der Bar waren groß, aber sie musste vielleicht nicht erwähnen, woher sie diese hatte. Viel lieber griff sie zu den ersten Flaschen, um etwas zusammen zu mischen, für die beiden. Sie würde zunächst auch nicht fragen, Anthony sollte sich überraschen lassen. Seine Frage brachte ein Grinsen auf dem Gesicht der Frau, sie zuckte sanft mit den Schultern. "Ja.. Ich weiß.. Ist verrückt.. Vor allem, weil ich hier alles habe, was ich brauche und haben will". Die Brünette mixte weiter etwas zusammen. "Aber.. Wenn ich ehrlich bin.. Es ist so riesig.. So viel Platz, den ich nicht brauche.. Ich habe mir die Villa bauen lassen, weil ich genug Geld habe, um mir drei oder vier weitere davon bauen und einrichten zu lassen.. Aber.. So ein kleines Häuschen mitten im Wald am See.. Das war deutlich schöner...". Ihr Lächeln war warm und herzlich, aber lange beließ sie es nicht auf den Lippen, sie wollte lieber Gläser rausholen, um Crush-Eis zu füllen. "Und ich bleibe nicht gerne allzu lange an einem Ort.. Ich reise gerne.. Sehe mal was neues". Es ging nicht weit von dem Zimmer entfernt etwas zu bruch.. Kamila seufzte. "Und ich bin schnell von der Masse an Testosteron ziemlich genervt". Sie verdrehte die Augen, bevor sie die beiden Drinks umfüllte und servierte. Ein Glas bekam Anthony, das andere nahm sie in die Hand. "Wenn es dir nicht schmeckt, darfst du dir was wünschen". Die Frau grinste, bevor sie das Glas anhob, um den Mann zuzuprosten. "Auf ein wenig Entspannung".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anthony war bisher nicht bei der Bar gewesen und war dieser auch nichtmal wirklich nahe, da war es doch überraschend zu sehen, dass die überhaupt wirklich existierte. Er dachte eher an eine einfache Theke, wo sie den ganzen Alkohol verstauten, das gefiel ihm jedoch eher und wenn er sich so umsah, wieder eine Überraschung die Kamila noch in der Tasche hatte. Besonders gerne ließ er sich von ihr überraschen, es gäbe ja nichtmal ein entkommen dazu, sie machte es immer wieder unbewusst. Während er sich schon hinsetzte und sich ein wenig an das neue Umfeld gewohnte, hatte sie sich hinter die Bar gestellt und war bereits dabei gewesen, etwas zu mischen. Mit einem Fingerknöchel klopfte er ein wenig an der Oberfläche, solange er sich ein wenig umsah und darauf wartete, was sie wohl zu bieten hatte. Ihre Mixkünste würden wohl auch bei ihrer damaligen Arbeit, wenn man es denn nicht eher Ausbeutung nennen wollte, zur Erscheinung getreten sein, sie hätte es dort lernen können, aber wieder sprach er lieber nichts aus. Er ahnte es jedoch, schließlich floss gerne reichlich Alkohol dort, wo man solche Dienste anbot.
      Sie ließ dieses Anwesen nur bauen, weil sie sonst gar nicht wusste, wohin das ganze Geld fließen sollte. Es brachte ihn zum schmunzeln, so hatte sie wenigstens genug Platz für die Männer geschaffen, doch selbst für sie haben sie genügend weiteren Platz zur Verfügung. Kamila hatte recht, hier hatte man alles gehabt, was man brauchte und sich zu erwünschen mochte, doch wie sie ihm schon sagte.. Sie liebte es zu reisen, neue Dinge zu sehen, sie würde nicht lange an einem Platz bleiben. Das damalige Haus im Wald war wirklich schön, es hatte einfach einen ruhigen Faktor gehabt und es konnte der Brünetten vermutlich die Natur als Umgebung schenken, die sie doch gerne zum denken nutzte. Als er sich selbst daran erinnerte, lächelte er, bekam jedoch danach das Umgeworfene zu hören. Er hielt kurz die Augen zu, ja, die Männer waren nicht die vorsichtigsten gewesen.. Da wäre er auch schnell am platzen, würde er es nicht schon länger mit anhören müssen. Kamila kommentierte den Vorfall, er bekam jedoch auch schon das Glas, welchen Inhalt er kurz betrachtete.
      Wenn es nicht schmeckt, wird er einen Wunsch frei haben, da grinste er. Sie war sich ihrer Fähigkeit wohl bewusst, da hatte er sich auch gar nicht darum gekümmert welchen Wunsch er sich wohl erfüllen möchte, er hatte sich eher auf einen Genuss bereitgestellt. Mit ihren Worten erhob er auch ein Stück sein Glas und murmelte, er würde es doch schwer hoffen. Hier wurde es schnell chaotisch, da war es auch nur gut das Gäste in einen ruhigen Raum geführt werden, dabei wunderte er sich.. Welche Gäste es wohl alles sind.
      Aber das war nicht sein Hauptgedanke gewesen, er hatte am Glas genippt, bevor er sich einen weiteren Schluck nahm. Mit einem Grinsen sah er zu der Brünetten, nickte dieser zu. " Respekt.. ", entfloh es ihm aus der Kehle, bevor er sich wieder dem Getränk widmete. " Damit lässt es sich gut entspannen.. " Dabei blendete er einfach aus, dass die Herren im Hintergrund sich um das Zerbrochene kümmerten, sich gegenseitig die Schuld dafür gaben. Mit den Herren hatte sie es nicht wirklich einfach, doch man konnte auf sie vertrauen, wenn es ernst wird. Da erinnerte er sich selbst dadran, dass er sich morgen ein paar Männer nimmt. " Ich ziehe morgen abends los und klapper eine Stadt ab.. Da musst du einmal versuchen ohne mich zu schlafen. " Anthony wusste, dass sie es sehr wohl konnte, doch da war ihre Aussage süßer, dass er abends da zu sein hatte, sonst würde sie gar nicht einschlafen können.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Ja, sie hat häufig hinter der Bar gestanden und musste sich die Mühe machen, die Herrschaften, die ihr schon sowieso in den Ausschnitt geglotzt hatten noch zu bedienen. Noch dazu, wollte sie mindestens die Hälfte schon an der Bar ausziehen, aber damit würde alles seinen Reiz verlieren.. Kamila war vielleicht deshalb zu so einer starken Frau geworden, sie hatte gelernt nein zu sagen und sich darum zu kümmern, dass ein Nein auch ein Nein war, vielleicht war hatte sie auch deshalb den Mut gehabt dem Ganzen ein Ende zu setzen. Nun, daran war auch Mike schuld, er hatte ihr gezeigt, dass es noch jemanden in ihrem Leben gab, der sich um sie kümmerte und dem sie wichtig war, nachdem er wieder zurück war. Nur so schaffte sie es so weit zu kommen, wie sie heute war und die Anfänge waren ganz klar Mikes Ideen gewesen.. Warum er nicht der Kopf des Ganzen war? Gute Frage.. Er war immer der Kopf von allem, aber Kamila war immer die, die das Sagen hatte, so war es schon immer.
      Ein breites Lächeln war auf ihren Lippen zu sehen, als Anthony den Drink probierte und es ihm schmeckte. Es wurde zu einem Grinsen, nachdem er meinte, dass man damit entspannen konnte, weshalb sich Kamila nach hinten lehnte und ihr Glas an die Lippen führte. Ihr schmeckte es auch, und es brachte so viele Erinnerungen mit sich.. Aber da war ja wieder das Gebrüll der Männer zu hören, sie räumten dieses Mal wenigstens auf, hatten sicherlich Angst, sie könnte sie hier auch zum Morgensport verdonnern. Aber ihre Aufmerksamkeit richtete sich wieder dem Blonden zu, der meinte er würde morgen Abend gar nicht hier sein. Kamila runzelte sofort ihre Stirn und zog gespielt ein langes Gesicht. "Wie bitte?", fragte sie gespielt empört und stellte ihr Glas ab, um sich an der Bar nach vorne zu Anthony zu lehnen. "Du willst mich alleine lassen? Das geht gar nicht". Sie schmunzelte, es war halt so, dass er nicht die Nacht da sein würde, wenn er meinte was erledigen zu müssen, dann bitte, er hatte seine Aufgaben. "Aber sei vorsichtig, okay?". Sie wurde ein wenig sanfter und wollte seinen Blick einfangen. Konnte die Frau wirklich so liebevoll sein? - Nein, definitiv nicht. "Ich habe keine Lust deinen Arsch retten zu müssen". Es war ihre Art zu sagen, dass sie sich Sorgen machte, eine andere würde es mit Sicherheit nie geben.
      Sie grinste ein wenig und lehnte sich wieder zurück, um ihr Glas zu leeren und einen weiteren Drink dieser Art zuzubereiten. "Du auch?", fragte sie dabei den Blonden und wollte sein Glas haben, um es auszuspülen und noch einmal Nachschub reinzuschütten. Die ersten zwei oder drei Drinks gingen immer locker runter, danach würde man deutlich langsamer trinken, weil der Alkohol anfing zu wirken. Der Drink war schon recht stark, allein deshalb merkte die Brünette langsam die innere Hitze, während sie gekonnt zu den Flaschen griff. Die rote Flüssigkeit in dem Metallmixer ließ sie kurz Halt machen. Die Ruhe im Haus kehrte wieder ein, was deutlich beruhigender für ihre Ohren war. "Ich hasse die manchmal richtig hart..", gab sie grinsend zu. "dann würde ich sie gerne alle abgeben!".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Er grinste breit bei ihrer gespielten Empörung, wie konnte er sich nur so etwas einfallen lassen.. Aber es musste nunmal sein, die beste Zeit war nunmal abends gewesen, wenn es sie nicht stört, würde er sich aber nach der Arbeit zu ihr gesellen, was doch hoffentlich nicht so lange brauchen wird. Die Hoffnung hatte er sich jedoch schnell entzogen, denn die Städte waren weit entfernt gewesen, bei manchen Fahrten konnte es auch den ganzen Tag dauern, wenn man die Anreise und Abfahrt dazu zählte. Er seufzte innerlich, es musste aber sein. Seinen Job wollte er gut machen und dieses Mal würde er wohl auch das Geld selbst zählen, wenn er sich doch gerade daran erinnerte, dass sie es für ihn das letzte Mal machen musste. Das erste und das letzte Mal, wenn er es noch richtig im Kopf hatte.
      Sie hatte ihm gesagt, er sollte vorsichtig sein, das war wiederrum zu sanft für ihr Wesen gewesen. Sie hatte ihm körperliche Gesten gegeben, ihm ein Lächeln geschenkt und einiges mehr, aber selbst Mike war zuletzt bei ihren sanften Worten verwundert, fragte, was er mit seiner Schwester anstellte. Schnell wurde ihre Aussage verbessert, denn sie hatte keine Lust darauf gehabt, ihm den Arsch aus irgendwelchen Situationen zu retten. Er nickte, dann würde er wohl noch extra darauf aufpassen, sonst würde er noch eine Standpauke von ihr kriegen. Anthony hatte gerade das Glas geleert, da bot sie ihm bereits das Nächste an, was er doch nicht verneinen konnte. Deswegen reichte er ihr das leere Glas und sah ihr wieder dabei zu, wie sie die Drinks zubereitete. Mit dem Zeigefinger strich er über die Thekenoberfläche, man hörte die Männer immer noch brüllen, sie wissen wahrscheinlich gar nicht, dass Kamila schon von dem Zerbrochenen Bescheid wusste, da es genau nebenan geschah. Das blieb aber nicht unkommentiert, sie sagte, sie wollte manchmal alle die Männer wieder abgeben. " Aber doch nicht deine Kinder! ", gab er dieses Mal gespielt empört von sich, bevor er mithilfe seiner Hand seinen Kopf auf der Theke stützte. Er sah zum Metallmixer, der war aber nicht so spannend gewesen wie es Kamila war, weswegen auch schnell sein Blick zu dieser schwiff. Hier konnten sie auch die Ruhe genießen, auch wenn sie von der Bar getrennt wurden.. Es war aber eine Abwechslung von den anderen Abenden gewesen, es tat aber auch wieder gut, sich ein wenig dem Alkohol hinzugeben. Kurz brachte ihn das wieder zu der Party, welche sie gemeinsam besuchten, der Moment, an dem sie am tanzen waren und er.. Wieder raubte es ihn den Atem, genauso wie es beim ersten Mal war, weswegen er schnell die Fliege machen wollte. Doch jetzt war es anders gewesen, auch wenn das Komplizierte nicht von dannen war. Es wurde zur Normalität, so kam nach dem kurzen Atemstillstand nicht nur wieder das Atmen, sondern auch das Schmunzeln auf den Lippen. " Nett, die Kinder.. Geben dir immer wieder die Möglichkeit, dein Geld rauszuschmeißen. ", sagte er nun, manchmal war nunmal etwas zu ersetzen, wenn sie so wild waren. Für ihn war es aber auch gut vorzustellen, dass sie es einfach jedem vom Lohn zog. Das war wiederrum dämliches Papierkram gewesen, damit hätte sich zumindest Anthony beschäftigen können.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Ruhe. Sie spielten wieder ganz ruhig an der Konsole, jedenfalls gab es keinerlei Streit mehr zu hören.. Vielleicht war aber auch etwas anderes los und Kamila erahnte es nur noch nicht. Vielleicht würde gleich auch jemand sie suchen, sie auf dem Handy anrufen und ihr sagen, was los war, aber solange sich niemand meldete interessierte es die Frau einfach nicht, sie hatte lieber die Augen für den blonden Mann, dem sie einen neuen Drink spendierte und hinstellte. Sie stieß ihr Glas mit seinem an, um dann einen weiteren Schluck zu nehmen. Die Frau wollte dann den Mixer sauber machen, um gleich etwas neues zu mixen.
      "Ja.. Sie zeigen mir auch, was ich verpasse, wenn ich mir keine eigenen an schaffe... Zum Glück kann ich keine kriegen, sie wären sonst mit ihrer Mutter überhaupt nicht zufrieden". Kamila schmunzelte, sie war mit dem Auswaschen des Mixers beschäftigt, ehe sie still hielt und darüber nachdachte, was sie da gerade gesagt hatte. Die breite Narbe unter ihrem Bauch zeigte es deutlich, jedes Mal, wenn sie sich im Spiegel ansah, oder darüber fuhr erinnerte sie sich an den Moment, in dem es für sie für immer vorbei war mit der Weiblichkeit. Es gab keine Möglichkeit mehr für sie Kinder zu kriegen.. Andererseits gab es auch keine Regelblutung jeden Monat, dennoch, die Hormone spielten verrückt. Aber die Schmerzen.. Diese höllischen Schmerzen waren es verdammt nochmal nicht wert gewesen... Dieses Arschloch..
      Mit einem sanften Kopfschütteln griff Kamila zu ihrem Glas, um es doch auf ein Mal zu leeren, sie brauchte etwas, um ihre Gedanken an diesen Abend zu ertränken. Es gab besseres, woran sie denken konnte, anstatt daran, wie man ihr ihre Gebärmutter zerstört hatte. Sie trocknete den Mixer ab und stellte ihn bereit hin, bevor die Frau die Flaschen wegstellte, die sie vorhin benutzt hatte, um etwas anderes aus dem großen Regal hinter ihr zu entnehmen. Etwas härteres musste her, etwas deutlich härteres, da fiel ihr eine Erinnerung recht schnell und gerne in ihren Kopf. "Magst du es ein wenig schärfer?", fragte sie und blickte über die Schulter zu Anthony, um sich zu vergewissern, ob sie was für ihn mitmachen sollte. "Es brennt die Kehle herunter und nachdem du es getrunken hast, kriegst du das Gefühl, als würdest du auf eine Chili gebissen haben".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anthony blinzelte ein wenig verwundert, als sie ihm doch beichtete, dass sie erst gar keine Kinder bekommen könnte. Das würde ihre Narbe erklären, die er schon einige Male gesehen hatte, wenn sie sich mal umzog oder unter ihm lag. Es war aber ihm klar, dass da wohl etwas anders ist, schließlich hatte sie von Anfang an bei ihm auf Verhütung verzichtet, er sollte sich keine Gedanken darüber machen. Aber bevor es irgendwie thematisiert konnte, er irgendwie darauf reagierte oder es kommentierte konnte, schüttelte sie sanft ihren Kopf. Scheinbar kein Thema für sie, welches gerne groß an die Glocke gehangen werden sollte, weswegen er nichts darauf machte. Sie hatte sich damit auch das Getränk weggekippt, dass er es erst überhaupt gar nicht merkte. Er hatte nur das leere Glas vor den Augen gehabt, bevor er sich selbst dadran saß, sein eigenes Glas zu leeren. Die Brünette hatte sich aber auch schon mit dem nächsten Getränk beschäftigt, hatte noch alles sauber gemacht. Irgendwas scharfes wollte sie machen, da fragte sie auch ihn, ob er es wohl mochte. Wirklich hatte er sich noch nicht mit scharfen Getränken auseinander gesetzt, war dementsprechend gespannt gewesen, was wohl die Brünette auf die Beine stellen wollte. Er würde sich einfach überraschen lassen und selbst wenn es nicht schmecken würde, so würde er es trotzdem austrinken. Da machten ihre Worte schon ein wenig Freude, da musste er grinsen. " Klingt gut.. ", kommentierte er nun und sah ihr weiter zu, wie sie das Besagte begann zuzubereiten. Ihm blieb nichts anderes als zu probieren, doch scheinbar mochte es Kamila selbst. Die Beschreibung sagte ihm jedoch, dass es wohl etwas härteres sein würde, als das es der erste Drink war. Deswegen sah er von seinen Händen wieder auf, die er zum Nachdenken betrachtete. Er sah ihr wieder zu, war aber noch nicht ganz wieder da gewesen. Lange brauchte es aber nicht, da seufzte er auf und lehnte sich etwas vor. " Du betrinkst dich aber nicht, nur weil du mal keinen Erfolg hattest.. Oder? ", fragte er nun nach, schließlich war sie bei seinem Abholen wirklich betrübt gewesen. Sie würde aber morgen weiter machen können und wenn es sie so enttäuschte, hätte er sie eigentlich im Bett festhalten müssen.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Was härteres sollte ihrer Meinung nach her, aber bevor sie es Anthony auch anbieten würde, vergewisserte sie sich lieber ob er denn überhaupt dabei war. Ein sanftes Lächeln war auf ihren Lippen zu sehen, als er auch zu ihr sah, dann widmete sich aber die Frau der Zubereitung. Es war, als würde sie es wirklich gelernt haben, als würde ihr Kopf das die ganzen Jahre abgespeichert haben. Klar, Kamila bereitete sich auch oft einen Drink zu, aber sie hatte nur ein paar auf der Liste, die sie gern hatte und damit arbeitete sie meistens. Dieser Drink aber, war etwas ganz besonderes.. Es war ein Gefühl der Freiheit, jedes Mal, wenn sie einen Schluck davon nahm.
      Anthony wollte sich vergewissern, ob sie nicht nur trank, weil sie nicht weiter gekommen ist, da machte die Brünette halt in ihrem Tun und lehnte sich zu ihm vor. Ihre Augen musterten den Blonden, versuchten sich seine Gesichtszüge zum tausendsten Mal zu merken, um ein Bild im Kopf von ihm behalten zu können, wenn er mal nicht vor ihren Augen war. "Traust du mir etwa so etwas zu?", stellte sie die Gegenfrage und beugte sich so weit vor, dass sie Anthony gar nicht so weit entfernt war. Ein Schmunzeln war auf ihren Lippen zu sehen, bevor die Frau sachte den Kopf schüttelte. "Ich trinke nicht, nur weil meine Arbeit heute nichts wurde..". Sie war sich nicht sicher, ob sie die Wahrheit aussprechen sollte. "Ich trinke, um ein wenig locker mit netten Gesellschaft zu werden.. Und meine Gedanken zu ersaufen". Die beiden Drinks hatten sie doch ein wenig gelockert, da konnte so etwas lockerer über ihre Zunge gehen, außerdem, es war ja noch nichts dabei, wie es die Frau fand.. Es konnten ja jegliche Gedanken sein, die sie ertränken wollte.
      Mit einem Lächeln widmete sich Kamila aber wieder dem Drink und schüttelte es sanft, bevor sie ihre Gläser wieder ausspülte. "Es war immer der Lieblingsdrink meines Bruders.. Wenn er abschalten wollte", erklärte sie währenddessen. Sie halbierte eine Zitrone und verteilte den Saft auf dem Rand der Gläser, um sie dann in Zucker zu tunken. "Der Zucker lässt dich denken, dass etwas süßes auf dich zukommt.. Nur, um dann festzustellen, dass es dich vollkommen umhaut..". Sie befüllte die Gläser, während sie sprach. "Den rate ich nur nicht einfach so wegzukippen, sonst haben wir einen kurzen Abend vor uns". Die blaue Flüssigkeit sah einladend aus, wie Kamila fand und dieses Mal war sie auch bereit es selber langsam zu trinken. Sie stieß mit Anthony an, um das Glas an die Lippen zu führen. Der erste Schluck war sanft, süß und ganz anders, als beschrieben, bis die Kehle anfing zu brennen. Der Alkoholgehalt war hier auch deutlich höher. "Okay.. Jetzt bin ich vollkommen bereit den Abend zu genießen". Sie lehnte sich an das Regal zurück und betrachtete den Blonden, um eine Reaktion von ihm zu sehen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anthony war während ihrer Zubereitung in Gedanken gewesen, wenn sie neben ihm war, war es ihm viel einfacher an andere Dinge zu denken. Denn sie war bereits vor ihm, seine Augen konnten sich mit ihr beschäftigen und damit wurde auch sein Kopf freier, sie drehte dort nicht mehr ihre Runden. Es war aber bereits der Alkohol, der ihn seine Gedanken nicht so ernst nehmen lassen wollte, genauso wenig die Tatsache, dass sie gerade ohne weiteren Grund zu nennen ihr Glas leerte. Nachdem er nachhakte, bekam er jedoch den eigentlichen Grund, sie wollte die Gedanken, die in ihrem Kopf herumschwirrten, über Bord werfen. Da war er kurz dabei gewesen, zu ahnen, was wohl in ihrem Kopf war, doch das konnte so einiges sein. Er gab es einfach auf, er hatte auch gar nichts in ihrem Kopf zu suchen. Dabei war es sich ja schon fast sicher, dass es wegen der Arbeit war, doch so war es besser gewesen. Manchmal brauchte es auch keine tiefen Gedanken sein, einfach mal nicht zu denken, war auch immer wieder für den Blonden interessant gewesen. Er seufzte mit ihrer Antwort, als wäre sie nicht gut gewesen, das Seufzen galt jedoch etwas anderem. Aber er war wieder bei Kamila gewesen, sah ihr bei der restlichen Zubereitung zu, wie sie das Glas in Zucker tunkte. Es sollte Mikes Lieblingsgetränk gewesen sein, vielleicht war er es auch, doch bisher hatte er den Braunhaarigen selten trinken gesehen. Wenn es nicht nur das erste Mal war, als sie in der Bar waren. Doch dort hatte er auch seine Bekanntschaft gehabt, er müsste es also schon öfters Mal machen. Kamila hatte wirklich Ahnung mit dem Getränk gehabt, war schon fast ein Herz und eine Seele damit, da musste er wieder schmunzeln. Sie konnte ihm erklären, was auf ihn zu kommt, machte es ihm dabei nur noch spannender. Da bekam er auch schon das Glas vor die Augen und sie griff selbst nach ihres, sie sollten es nur bloß mit Vorsicht genießen. Das Anstoßen hatten die Beiden nicht vergessen, danach machten sie sich aber dabei einen Schluck aus dem Glas zu nehmen, das Brennen im Hals hatte nicht wirklich lange auf sich warten lassen. Doch er empfand es irgendwie als angenehm, räusperte sich aus Gewohnheit jedoch trotzdem. Er seufzte wohlig aus, hielt das Glas in seiner Hand, während er die Flüssigkeit ein wenig schwanken ließ.
      " Wo warst du nur mein ganzes Leben.. ", waren die Worte die er wählte, sie konnten sich sowohl auf das Getränk, als auch auf Kamila zutreffen. An wem dies jedoch galt, konnte er selbst nicht ganz sagen, es hatte aber beides gestimmt. Sie sprach davon, dass der Abend sich jetzt deutlich besser genießen ließ, dem konnte er nur zustimmen, eine beleidgte Miene zu ziehen fand er gerade aber auch passend. " Als wäre meine Gesellschaft so schlecht.. ", kommentierte er es, während er den Rand des Glases auf seine Lippe setzte. " Merk ich mir " Damit zwinkerte er ihr nur grinsend zu und hatte sich letztendlich wieder dafür entschieden, einen weiteren Schluck zu nehmen.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Das Getränk kam scheinbar gut an, denn die Worte, die aus Anthonys Mund kamen schienen nur positiv zu sein. Es hätte auf das Getränk aber auch auf Kamila selbst gedeutet werden können, sie spielte nur nicht gerne jetzt damit, irgendetwas da rein zu interpretieren und ließ diese Aussage einfach nur im Raum stehen. Ja, es erwärmte ein wenig ihr Herz, dabei war es ihr egal, ob er sie oder den Drink gemeint hatte, denn beides erfreute sie. Mit dem Drink, wenn dieser gemeint war, konnte sie dem Mann etwas Gutes machen, ein gutes Gefühl bringen, wenn jedoch sie gemeint war, dann nahm sie nur zu gerne das Kompliment an. Der Alkohol sank ein wenig die Gedanken, sie rasten nicht mehr so schnell und genau deshalb dachte die Brünette nicht darüber nach, wem das Kompliment galt, sie akzeptierte es einfach nur und grinste breit vor sich hin, bis Anthony meinte, eine beleidigte Miene ziehen zu müssen. Zunächst spielte Kamila die überraschte, als hätte sie nicht geglaubt, dass ihm ihre Worte wehtun könnten, aber spätestens als er das Glas ansetzte und ihr zuzwinkerte war es vorbei mit ihrem Schauspiel. Ihre Brust zog sich zusammen, während sie sich über die Lippen leckte, wie konnte ein Kerl so heiß dabei aussehen, während er nur einen Drink trank? Es gab einige Momente, von denen Kamila nicht dachte, dass Anthony dabei so gut aussehen konnte.. Unter der Dusche zum Beispiel, während das Wasser auf seinen.. Muskulösen.. Körper.. Prasselte..
      Sie sah auf das Glas runter und bewegte selbst ein wenig die Flüssigkeit im Glas, um einen Schluck davon zu nehmen. Die Brünette ermahnte sich, an was anderes zu denken und das möglichst schnell, bevor sie ihre Gedanken noch weiter spinnen würde. Ihr Blick ging wieder zu dem Mann hoch, sie schmunzelte. "Du bist blöd", stellte sie dann fest und stellte ihr Glas ab, um dann von der Bar abzutreten. Kamila wollte sich einen Stuhl hinter die Bar ziehen, um sich Anthony gegenüber zu setzen, sie brauchte nicht die ganze Zeit zu stehen, immerhin hatten die beiden vor, noch ein wenig länger hier zu verbringen, sie jedenfalls. Sie setzte sich hin, griff zu ihrem Glas und lehnte sich zurück, während ihre Augen die blaue Flüssigkeit musterten. Der Alkohol kam dort an, wo er ankommen sollte und sie wurde gesprächiger.. "Ich erinnere mich noch genau.. Als Mike ein Mal in den Stipclub kam... Ich hatte meine zweite oder vielleicht dritte Schicht an der Bar, weil jemand einspringen musste..". Kamila strich über das Glas. "Und dieses Arschloch wollte genau diesen Drink haben..Von dem ich überhaupt keine Ahnung hatte.. ". Sie schüttelte den Kopf, während ein sanftes Schmunzeln sich auf ihren Lippen bildete. "Gott, dieses verdammte Arschloch.. Ich habe mich so aufgeregt.. Während er sich zurück lehnte und einfach nur zusah, wie mir alles aus den Händen fiel". Es roch für einen Moment genauso süßlich, wie es in der Bar damals gerochen hatte. Es war das Parfüm eines der Mädels, die an der Bar vorbei gelaufen ist. "Er kam immer wieder und hat sich genau diesen Drink bestellt.. Aber jedes Mal, war irgendetwas daran falsch..". Kamila seufzte, bevor sie das Glas an ihre Lippen hob und in Gedanken nickte. "Und er hat es trotzdem jedes Mal getrunken".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sein Blick schwiff gar nicht mehr von ihr ab, er hatte sie fest im Blick gehabt und obwohl ihm das Getränk gefiel, so hatte er diesem keine großen Blicke mehr gegeben, nachdem die ersten Schlücke gemacht wurden. Mit jedem weiteren Schluck brannte es ein Stück weiter, etwas, was einem am Tag die Stimmung verderben konnte, doch die Schärfe war gerade genau richtig gewesen. Es war einfach das Gefühl gewesen, dass er das gerade gebraucht hatte. Wie sollte er denn anders seine Finger von ihr lassen, wenn er es die letzten Abende so gewohnt war? Ihr Blick war an ihn gerichtet, er hielt diesen bei, betrachtete sie selbst von seiner Sicht. Sie war gut an der Bar gewesen, es wunderte ihn, dass sie es nicht noch als Hobby nahm. Doch womöglich war sie selbst einfach eher der Typ dafür gewesen, es einfach zu genießen. Ohne großen Schabernak zuvor, ohne irgendwelche Arbeiten danach. So hatte er es gerade wahrgenommen, war ja schon fast soweit sich bei ihr zu entschuldigen, dass sie es machen musste. Aber es war eigentlich nicht so, sie hatte sich schließlich selbst da hin gestellt und von sich aus gezeigt, was sie drauf hatte. Es war wieder das Schmunzeln gewesen, welches er einfach nicht aus dem Gesicht bekam.. Das war dann aber in dem Moment weg, als sie ihm kundtat, er sei blöd. Da nahm er das Glas von den Lippen und lachte kurz, er sagte aber nichts dagegen. Ja, es gab einige Dinge an ihm, die ihn blöd machen konnten..
      Sie hatte sich vor ihn gesetzt, eine Kleinigkeit, die ihm schließlich doch etwas mehr bedeutete, als es eigentlich sollte. Er hatte sie weiterhin im Blick und konnte so ihrer Geschichte zuhören, während auch bei ihm der Alkohol seine Wirkung zeigen wollte. Sie hatte ihm darüber erzählt, dass Mike ständig bei ihr war und das Gleiche bestellte, genau das, von dem sie keine Ahnung hatte. Wenn man den Fakt betrachtet, dass die beiden Geschwister sind, dann schien es verständlich zu sein. Auch er hatte es immer geliebt seine Schwestern zu necken, letztendlich hatte Mike ihre Getränke aber trotzdem getrunken. Wenn sie ein paar Schichten an der Bar hatte, dann würde sie wohl mit einigen Menschen zu tun gehabt haben, vermutlich nicht alle mit dem selben Charakter. " Hats dir denn an der Bar gefallen? ", fragte er deswegen nach, es war für ihn ja gar nicht daran zu denken, dass sie Ruhe bewahren konnte. Doch jeder hatte eine Charakterentwicklung, vielleicht hatte sie es auch einfach unterdrückt, schließlich war sie ja bei dem Mann gewesen, dem sie ihre Liebe schenkte.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Sie roch es. Sie roch diese ekelig Mischung, bei der ihr schon fast alles wieder raus kam. Eine Mischung aus Alkohol, Schweiß, dem süßen Duft der Mädels, von denen jede nach etwas anderem roch.. Sie roch Geld, eine Menge Geld, Erbrochenes..eine Stripbar roch für sie immer gleich, aber das schlimmste war der Geruch der Herren, die vor ihr saßen. Sie hatten alle vermutlich Frau und Kinder, einen gut bezahlten Job und ein Haus, für welches sie hart arbeiteten und dennoch kamen sie zu ihr immer wieder, um Trost zu suchen..? Um sich abzulenken? Um ein junges Ding zu betrachten? Was war der Grund, dass solche Schweine in solche Bars gingen?
      Anthony erhob seine Stimme und stellte eine Frage, die sich Kamila wohl noch nicht selber gestellt hatte, dennoch reagierte ihr Körper deutlich schneller: sie schnaubte, bevor ein Seufzer ihre Lippen verließ. "Es war besser, als an der Stange zu stehen und sich Geld einstecken zu lassen, definitiv...", antwortete sie, griff auch wieder zu einem Schluck des Getränks, während ihre Augen auf die Arbeitsfläche hinter der Bar gerichtet waren. "Obwohl es sich nicht viel nahm.. Angegafft wurde man sowieso und die Schichten waren deutlich länger.. Es war eigentlich egal, ob sie dir an der Stange das Geld in die Unterwäsche stopfen.. Oder an der Bar.. Man hatte nur dort den Vorteil, nicht mit ihnen schlafen zu müssen..". Es hatte ihr nie Spaß gemacht dahinter zu stehen und sich angaffen zu lassen, aber die Brünette hatte keine andere Wahl. "Nun.. Es wurde aber mit der Tatsache besser.. Als ich erkannte, dass jeden Freitag mein Bruder diesen verfickten Drink bestellte.. Und nicht einer dieser Vollidioten, für den ich ihn am Anfang hielt.. Und glaube mir.. Bis dahin habe ich mir jedes Mal anhören dürfen, wie inkompetent ich in meiner Arbeit bin!". Damals war alles anders, damals war Kamila anders. Sie war ruhig und zurückhaltend, ein Gegenteil von dem, wie sie heute überhaupt auftrat und heute war. Doch, es war der Situation geschuldet, in der sie gesteckt hat. Sie hat sie zu dem Monster gemacht.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."


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      An der Bar zu arbeiten hatte für sie ihre Vorteile gehabt, doch letztendlich gab es nicht viele Unterschiede zu dem, was sie sonst an der Stange ertragen und erleben musste. Dabei schien es für ihn schon ein großer Vorteil, nicht mit irgendwelchen wildfremden Männern schlafen zu müssen, wobei sich vermutlich aber auch Stammgäste dort aufhielten, wie es normal in solchen Lokalen war. Er hatte sich damals selbst nicht wirklich dort aufgehalten, auch wenn es doch seine Freunde mit der Volljährigkeit machten, der Blonde hatte da nie sein Interesse gefunden, Sex als Dienstleistung anzusehen. Vielleicht hätten sie sich so schon einmal sehen können, doch er hätte nichts machen können, sie wären sich nie so emotional nicht so nahe gekommen wie jetzt, die Zeit wäre nicht bereit für die Beiden.
      Ihr Leben hatte sich aber wieder damit verändert, dass Mike jeden Freitag bei ihr war, es verwirrt ihn jedoch etwas. Sie hielt ihn für einen Vollidioten und Mike selbst hatte ihr erzählt, sie wäre in ihrer Arbeit unbeholfen. Er seufzte kurz, nahm danach die nächsten Schlücke, mit der Zeit floss das Getränk einfach besser. Das Glas hatte er aber ein wenig von sich genommen, es ein wenig weggeschoben, sonst wäre der Abend wirklich schnell für ihn vorbei. Kurz hielt er seine Augen zu, aus einem unerklärlichen Grund, bevor sie mit dem nächsten Augenaufschlag wieder bei Kamila waren. Sie hatte bereits einiges erlebt, nicht gerade die besten Dinge, doch sie wuchs daraus. Vielleicht war es dumm gewesen, sich damit so viel zu beschäftigen, doch genau das machte ihn so blöd. Es konnte jedoch am Alkohol liegen, den ihn gerade zwang, irgendeinen Mist zu denken. Sein Gedanke war aber nicht falsch gewesen, es hatte etwas wahres gehabt, an welchem er sich gerade lehnte. Seine Hand ließ das Glas auf der Oberfläche ein Stück herum rutschen, damit er betrachten konnte, wie die Flüssigkeit bewegte. Er nahm einen Schluck, behielt diesen kurz im Mund, bevor er das Brennen in der Kehle ein wenig ausholte. " Du hast vieles erlebt, Kamila.. ", bestätigte er, als wäre es nicht selbstverständlich gewesen. Doch so hatte gerade sein Kopf entschieden, dieser nahm ihm auch schon die nächsten Worte von der Zunge. " Es war nicht die beste Zeit.. Es lässt dich doch nicht kalt.. ", sprach er weiter, nippte damit jedoch wieder am Glas, gerade war ihm einfach selber danach. Das Glas stellte er jedoch wieder ab, sein Blick galt wieder der Brünetten, doch dieses Mal fehlte das Lächeln auf den Lippen. " Zerbrichst du.. denn nicht? "

    • Kamila Kayla Redstone
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      Ihr Kopf fing an sich ein wenig zu drehen, vermutlich war es die Wirkung des Alkohols, oder es waren die Gedanken, die Erinnerungen, die diesen dazu brachten. Wenn Kamila so weiter machen wird, dann wird es ihre weitere Nacht hier unten in der Bar sein, aber letztendlich... Wen interessierte es schon? Wen interessierte denn schon irgendetwas, außer sich selbst? Mhm. Die Gedanken gingen in die falsche Richtung, sie musste schnell aufhören zu denken, um nicht womöglich noch komplett der Depression zu verfallen. Eine Zigarette wäre jetzt gut, oder zwei.. Ein Joint wäre gut oder noch viel besser was stärkeres, was ihr endlich den Kopf frei machen würde. Warum war der Alkohol genau der falsche Ansatz dafür? Vielleicht würde noch deutlich mehr den helfen?
      Kamila zog ihre Schuhe aus, sie brauchte diese gar nicht mehr anzuhaben, stattdessen wollte sie in ihren Socken hier sitzen. Sie zog ihre Beine an, stellte die Füße auf dem Stuhl ab und lehnte sich zurück, wobei es nicht mehr viel Platz nach hinten gab. Das Glas steckte noch immer in ihrer Hand, nur die Augen konzentrierten sich nun auf etwas anderes, es waren ihre Knie, auf die sie den fast direkten Blick hatte. Sie verglich die beiden Knie miteinander, wollte sich ablenken, um nicht daran denken zu müssen, was in der Bar geschehen war. Anthony stieß wieder Worte von sich und ihr Blick galt ihm kurz, bevor die Frau schnaubte. Sie hat viel erlebt.. Ja, in der tat, aber war das wirklich was wert? Sie hätte lieber seine gut verdienenden Eltern gehabt, sie würde parieren, würde brav sein.. Und vielleicht nicht komplett verkorkst hier sitzen. Seine nächste Frage ließ Kamila jedoch halt mit ihren Gedanken machen.. Zerbrach sie daran nicht? Sie schnaubte belustigt, bevor ein sarkastisches Lachen ihre Kehle verließ. Sanft schüttelte sie dabei den Kopf und stellte das Glas auf die Theke, bevor ihre Augen zu ihm sahen. "Das frage ich mich oft", gab sie zu, ihre Augen musterte den Mann genau im Gesicht, als hätte sie es nicht schon tausend Male gemacht. "Aber.. Was gebrochen ist, dass kann nicht noch einmal brechen..". Sie schüttelte den Kopf, um diese Worte zu verdeutlichen. "Du findest das schon viel, Anthony? das ist erst ein kleiner Teil meiner Geschichte..". Sie meinte damit die Bar, von der sie gesprochen hatte. "Ich habe noch nicht erwähnt, wie viele Männer meine Mom besaß und wie viele mir davon an die Wäsche gegangen sind.. Oder darüber erzählt, was mein Stiefvater mit uns angestellt hat, während alle Nachbarn nur zugehört haben, wie ich schrie". Es war eine gewisse Abneigung in ihrer Stimme zu hören, während ihre Züge härter wurden. "Wie sie mich mit Drogen vollgepumpt haben, damit ich Geld einbring und endlich aufhöre mich zu wehren..". Sie war nicht fertig, aber ihr Kopf war es. Kamila war gut darin sich selbst zu bemitleiden, wenn sie getrunken hatte, ihre Hand griff auf zu ihrem halb vollen Glas, welches sie kurz betrachtete. "Scheiß drauf". Sie verzog ihr Gesicht für einen Moment, bevor sie das Glas ansetzte und die komplette Flüssigkeit aufnahm. Das leere Glas landete auf der Theke, während die Frau das Gesicht nur noch mehr verzog. Es brannte, es brannte überall. "Ich gehe eine rauchen".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

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    • Er hatte ihr fragend zugesehen, wie sie ihre Schuhe auszog und sich mit diesen auf den Stuhl setzte, ihr Blick war nur ihren Knien gerichtet. Ihr ging es nicht gut, sonst würde es doch gar nicht dazu kommen, dass sie sich hier in der Bar befinden, ohne jeglichen besonderen Grund außer dem, dass sie ihre Gedanken ersaufen möchte. Dabei fragte er nicht mal, welche Gedanken es waren, das machte auch keinen Sinn, wenn sie doch genau diese vergessen wollte. Ein Gefühl machte sich aber bei ihm breit, dass sie mit dem Alkohol nicht begann es zu vergessen, sondern ihre Seele davon befreien zu wollen. Sie hatte schließlich ihm einiges über die Bar erzählt, was sie dort erlebte und wie ihr Bruder sie neckte, dabei war es kein Ort gewesen, an welchen sie gerne zurückdachte. Wieder war es diese Schuldzuweisung gegeben, die ihn im Kopf herumschwirrte und plagte, denn er hätte sich einfach nur mit dem zufrieden stellen müssen, dass sie zum Abend gemeinsam rauchen gehen. Mit der Kälte draußen genügte es eigentlich auch, doch da war die eigene Lust schneller als sein Kopf gewesen, dieser schaltete aber wie gewohnt in ihrer Nähe aus, sein Gehirn hatte einfach bei einigen Gebieten das Licht ausgeschaltet. Aber er konnte nichts mehr dagegen tun, sie war erwachsen gewesen und konnte ihre Entscheidung selbst gut.. Nein das konnte sie nicht, er schüttelte innerlich den Kopf, sie hatte es ihm schon oft gezeigt.
      Es war ihr sarkastisches Lächeln, welches schon als Antwort genügte, er nahm einen Schluck aus dem Glas. Die Frage schwirrte ihr selbst oft im Kopf herum, aber es gab nichts mehr zu brechen, ihre Worte brannten sich in seinem Kopf ein, als diese ihn erreichten. Damit hatte Anthony wohl wieder einen wunden Punkt getroffen, denn sie hatte ihm nur noch mehr offenbart. Dinge, nach denen er nicht mal fragte, sie hatte sie von sich aus erzählt. Die Aufzählung brachte ihn dazu, seinen Kiefer anzuspannen, auch wenn er damit eigentlich nur wieder das Glas ergreifen wollte. Ihre Stimme hatte auch ohne Worte genug sagen können, sie klang bitter, sie war von ihrer eigenen Erzählung abgeneigt. Der Blonde wusste gar nicht mehr, wie er reagieren sollte, denn sein weder sein Körper hatte die Möglichkeit genommen, noch sein Kopf war wirklich beim antworten gewesen. Sie waren eher mit dem Verarbeiten beschäftigt, denn sie hatte einiges erzählt.
      Der Abend drehte sich in eine Richtung, die erst gar nicht beschritten werden sollte, das Gespräch hatte das Gegenteil von dem gegeben, was sie eigentlich wollte. Sein Blick behielt er aber bei ihr, wenn auch wenig schuldbewusst, als sie das Glas austrank. Es musste vermutlich unheimlich brennen, doch es sah nicht so aus, als würde sie das interessieren. Als würde es gerade überhaupt irgendwas.
      Kamila wollte wieder rauchen gehen, alleine würde er sie jetzt aber nicht sein lassen, egal wie sehr es sich doch wünschen würde. Doch er wusste auch, wie sehr sie gleich wieder zittern würde, während sie sturr ihre Zigarette rauchte. Deswegen trennten sich kurz ihre Wege, er lief mit ihr aus der Bar, schaltete damit das Licht aus und schloss die Tür hinter sich. Da würden sie nicht wieder rein..
      Seine Beine führten ihn nach oben in sein eigenes Zimmer, der Weg war einfach kürzer gewesen. Seine Hand griff nach einer Kapuzenjacke, ehe er wieder nach unten lief. Mit einem Seufzen öffnete er die Tür nach draußen, bevor er ihr die Jacke reichte. " Zieh dich wenigstens warm an.. ", sprach er nun, bevor er sich an die Wand lehnte. Er selbst hatte keine Lust daran gehabt, jetzt noch eine zu rauchen.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Sie war erwachsen und dennoch war sie jedes Mal aufs neue dem Alkohol verfallen, selbst wenn sie wusste, in was es endete. Vielleicht sollte Kamila einfach nur alleine trinken, oder gar nicht trinken, alleine verfiel sie wenigens nur für sich in diese Depression.. In diese Leere, die sie einnahm, in diese Gedanken.. Vielleicht war es nicht ganz so schlau gewesen, Anthony mitzunehmen, sie hatte ihm zu vieles verraten. Es war gar nicht so, dass sie sich schämte dafür, was los war - naja, sie schämte sie schon - aber es ging ihr wohl darum, dass sie selbst nicht damit klar kam, was passiert ist, wie sollte es dann jemand anderes tun? Wie sollte Anthony damit klar kommen, was ihr passiert ist, wenn er die Welt gar nicht so böse kannte? Er wusste doch gar wie böse Menschen sein konnten, wie viel sie anstellen könnten, sie schätzte ihn nicht so ein, als würde er das verdauen können, was ihr alles passiert ist.
      Ihre Wege trennten sich, nachdem Kamila wieder in ihre Schuhe gestiegen und ihre Sachen genommen hatte. Wohin er ging wusste sie nicht, interessierte sie auch nicht wirklich, wobei.. Sie blieb kurz stehen und blickte dem Mann nach, wie er die Treppe nach oben nahm. Ihr Herz schmerzte einen Moment lang, weil er sich von ihr trennte, aber vielleicht war es zu viel für ihn gewesen, was sie da gesagt hatte. Vielleicht mochte er sie nicht mehr.. Das würde ein herber Rückschlag für die Brünette sein, damit würde alles kaputt gehen.. Wut packte sie, aber anstatt etwas zu sagen versuchte die Frau in den Garten zu kommen. Es war kalt draußen, aber die Kälte erreichte dieses Mal nicht ihr inneres, denn da sorgte der Alkohol dafür, dass es warm blieb. Die erste Zigarette steckte sich Kamila zwischen die Lippen und zündete sich diese auch an, um einen tiefen Atemzug zu holen. Der Geruch des Rauchs stieg ihr in die Nase, es vertrieb den süßlichen Geruch der Bar, vertrieb die Gedanken ein wenig tiefer, um sie vielleicht wieder hinter Schloss und Riegel zu stecken.
      Die Tür ging wieder auf, ein blonder Kopf war zu sehen, woraufhin Kamilas Herz ein Mal aussetze. Ihre Augen blickten zu ihm, er hatte ihr eine Jacke besorgt, damit sie nicht frieren musste..und ihre Gedanken wollten ihn abschieben, weil er nicht mit ihr zusammen rausgegangen ist. Der Alkohol hatte zu sehr ihren Kopf eingenommen, die Brünette war ordentlich angetrunken, da waren klare Gedanken einfach nicht drin. Sie seufzte, ein Schmunzeln bildete sich auf ihren Lippen.
      Um sich die Jacke anzuziehen musste die Frau ihre Zigarette für einen Moment abgeben, aber sie reichte diese dem Blonden und schlüpfte schnell in die Jacke hinein. "Danke", entgegnete sie, um sich dann wieder ihre Zigarette zu nehmen und sich neben ihm an die Wand zu lehnen. Es war schon dunkel, ruhig.. Vereinzelte kleine Lichter waren zu sehen, es waren die vereinzelten Männer, die ihre Runde drehten, nach der Suche auf alles, was nicht rein passte.. Eindringlinge zum Beispiel. Kamila rauchte ihre Zigarette auf, sie warf diese wieder in den Aschenbecher und blickte in den Himmel, um sich die Sterne anzusehen, die am Himmel leuchteten. Sie seufzte.. Rutschte ein wenig näher an der Wand zu dem Mann, um dann ein wenig Nähe zwischen ihnen zu schaffen. Schuldgefühle überkamen die Frau, sie war sich nicht ganz sicher, was ihr genau leid tat.. Aber es tat ihr Leid. "Tut mir leid.". Sie blickte zu Anthony, bevor sie ihre Augen auch wieder auf den Garten richtete. "Ich bin manchmal.. Unausstehlich.".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Für einen Moment bekam er die Zigarette zum Halten, die er für einen Moment betrachtete, aber nicht wieder Beachtung schenkte. Sie zog sich die Jacke an und auch wenn er wusste, dass der Alkohol ihr eine gewisse Wärme geben würde, so sollte sie trotzdem nicht in irgendeiner Weise frieren können. Die kurze Zeit, die er draußen verbrachte, deutete aber nicht auf regelmäßigen Wind an. Womöglich musste er einfach ein wenig weiter da stehen und nichts machen, bis ihn entweder der Wind oder die Kälte packt. Er war jedoch sowieso nur auf Kamila fixiert gewesen, wie es ihr ging und was sie machen wollte. Als die Jacke an war, hielt er ihr wieder die Zigarette hin, bevor er die Hände in die Hosentasche steckte, damit er im warmen Raum nicht das Brennen in den Fingern spüren musste. Da war das Brennen in der Kehle angenehmer gewesen, jedoch hatte er es auch nicht so weg gekippt wie es die Brünette vorhin machte. Sie hatte ihm vieles erzählt und er war ein wenig in seinen Gedanken gefangen, denn er hatte nichts ahnen können. Leben wurden verschieden gelebt, nicht immer konnte man etwas dagegen tun, sie waren in diesem Fall unterschiedlich gewesen. Es schien so, als hätte er keinen Grund mehr gehabt, sich wegen irgendwas zu beschweren. Es würde keine Bedeutung mehr haben.
      Seine Augen folgten gerade einem der Herren, der die Wache übernahm und eine Runde drehte, um nicht irgendwas zu übersehen. Sie machten ihre Arbeit ohne Wiederrede, doch da sie nun auch am Garten vorbei liefen, konnte er sie nicht wieder so in die Arme nehmen, wie es beim letzten Mal der Fall war. Anders würde es jedoch nicht gehen, sie mussten ein wenig verstecken spielen, es geheim halten. Anthony erkannte ihre Handbewegung, sah sich für einen Moment den Rest der Zigarette an, bevor er sich dem wieder abwandte. Sie näherte sich ihm wieder, da war ein Schmunzeln nicht weit, doch sie war auch nicht wirklich richtig da gewesen und das wird sie die nächste Zeit auch nicht, wenn sie selbst schon warnte, er sollte das Zeug nicht sofort leeren. Sie brach damit ihre eigene Warnung, es war vermutlich genau die Wirkung, die sie erreichen wollte. Seine Hände behielt er bei sich, weil die ganzen Männer sie womöglich sehen könnten. Während er sich darüber Gedanken machte, hatte sie sich entschuldigt, weswegen er die Brauen hob. Er wüsste nicht, wofür es sich zu entschuldigen lohnte, sie hatte es ihm jedoch sofort beantwortet. Sie fand sich unausstehlich, ihm fiel es aber nicht richtig auf. Anthony hatte anders gefühlt, es anders wahrgenommen, was wohl einfach an der Liebe lag. Er konnte einfach einiges verdrängen, unbewusst ignorieren, als wäre sie der Engel auf seiner Schulter. Es war vieles einfach vergessen, wenn sie ihn wieder ansah, ihn anlächelte. Für den Moment war kein weiterer Mann zu sehen, sie blieben wahrscheinlich wieder stehen und machten die Runden in einem bestimmten Rythmus. Damit gelang sein Arm über ihre Schulter, seine Hand strich ihren Arm entlang, um vielleicht so noch ein wenig Wärme zu spenden. Gerade war es einfach nur interessant anzusehen, wie er sich lieber um sie kümmerte, als seinem eigenen Frieren. Es schien so natürlich zu sein, als wäre es nie anders gewesen. Der Blonde schenkte ihr ein Lächeln, schüttelte den Kopf. " Vielleicht bist du es manchmal, aber an diesem Abend nicht.. An keinen der Abende. ", kommentierte er ihre Entschuldigung, bevor auch sein Blick nach oben glitt.. Hatten sie das nicht schonmal gemacht? Sein Arm blieb an seiner Stelle, doch er hatte seinen Kopf vorsichtig an ihren gelehnt, während der Mond sein schwaches Licht auf den Garten gab. Er verharrte so, schloss für einen Moment entspannt die Augen. Doch er öffnete sie zögernd wieder, genoss einfach die Ruhe. " Wenn du hier bleiben willst.. Hol ich dir aber lieber noch eine Decke. ", meinte er nun grinsend, schließlich hatte sie ja schon geraucht.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Es gab zunächst keinen Kommentar zu Ihrer Aussage, dass sie manchmal unausstehlich war, woraufhin Kamila nachdenken musste. War sie es wirklich nur manchmal, oder war sie es eher immer? Wenn sie ihren Bruder fragen würde, dann würde er es ihr mit einem breiten Grinsen im Gesicht bestätigen, sie war immer nicht auszustehen, aber sie brauchte eine wirkliche Antwort, eine Wahrheit. Natürlich war es ihr egal, wenn sie nüchtern war, aber unter diesen Umständen war es ihr ganz anders.. Da wollte Kamila es wissen, wie sie eigentlich war. Ihrer Meinung nach machte sie nichts, aber jeder nahm es ganz anders war.
      Sein Arm, der ihr über die Schulter gelegt wurde brachte sie wieder zurück aus den Gedanken und Kamila lehnte sich noch ein wenig mehr an den Mann heran, während seine Hand über ihren Arm strich. Er war ganz sanft, er gab ihr das Gefühl wirklich geliebt zu werden, als würden seine Worte stimmen, die er ihr vor ein paar Tagen geflüstert hatte.. Er liebte sie auch, da hatte er ihr gesagt und wenn Kamila ehrlich war, dann merkte sie es schon deutlich. Es war nicht zu auffällig , es war dezent aber für sie immer noch genug, um ihr Herz zum schmelzen zu bringen. Er sprach davon, dass sie es nicht war, sie war nicht unausstehlich, an keinem der Abende gewesen und da war wieder ihr sanftes Lächeln auf den Lippen zu sehen. Da hatte sie die Antwort, auf die Frage, die sie so sehr beschäftigt hatte in diesem angetrunkenen Zustand. Er näherte sich ihr sogar noch ein wenig, da lehnte auch Kamila ihren Kopf an seinen und schloß für den Augenblick ihre Augen. Womit verdiente sie so eine Behandlung? Sie war ein kleines Monster, welches Menschen quälte, wie verdiente sie sich jemanden, der sie liebte? Der für sie da war.. Der ihr die Hand hielt, wenn es ihr schlecht ging.. Anthony war es von Anfang an gewesen, er war von Anfang an so fürsorglich und zurückhaltend, obwohl sie ihm schon einiges an den Kopf geworfen hatte.
      Kamila blickte zu ihm, als er davon sprach, er würde eine Decke holen, wenn sie länger hier draußen bleiben möchte. Auf ihren Lippen bildete sich ein sanftes Lächeln, aber sie schüttelte ihren Kopf. "Wir können ins Zimmer, wenn du magst.. Und was zum Einschlafen gucken". Als wäre es das normalste auf der Welt, dass einer der größten Drogenbosse zusammen mit ihrem Partner im Bett einen Film zum Einschlafen sah. Über die Tatsache schmunzelte die Frau. "Dann sind wir nicht neugierigen Blicken ausgesetzt". Sie deutete damit auf die Männer, die natürlich jede Gelegenheit nutzten, um zu ihr zu sehen und sich nach ihrem Wohl zu erkundigen. Die Brünette entzog sich deshalb dem Blonden, sie wollte ihre Sachen wieder alle einstecken und ihm die Tür aufhalten. "Oder wir trinken bis morgen früh, das geht von mir aus auch". Ein Grinsen war auf ihren Lippen zu sehen, damit waren auch alle schlechten Gedanken von vorhin wieder vorüber..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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