[2er RPG] No Good For You

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    • Kamila hatte ihm den Pizzakarton gereicht, zu welchem er erst fragend sah, doch er nickte schließlich. Er setzte sich auf, tat es ihr mit dem Schneidersitz gleich, und hatte sich einer der übrigen Pizzastücke genommen. Danach wurde der Karton auch schon verlegt, wobei er nur zusah, selbst aber einfach still blieb und aß. Die Ruhe war wieder angenehm gewesen, er konnte sowieso alles durchhalten und mögen, sollte Kamila neben ihm sein und das Gleiche tun. Bei seiner Wiederholung schmunzelte sie selbst, weswegen es ihm die Stimmung wieder erhöhte. Sie hatte es mit dem Grund gesagt, weil sie nicht sofort den Gedanken daran hatte, auf ihrem Bruder eine Waffe zu richten. Da war er ja auch schon dabei gewesen, das war jedoch auch sein erster Tag gewesen oder eher gesagt einer seiner ersten Stunden, die er in diesem Haus verbrachte. Wenn seine Erinnerungen ihn nicht täuschten, dann war sie wütend gewesen, weil irgendwer während ihrer Abwesenheit in ihren Sachen herumwühlte und Mike sie schließlich versuchte ruhig zu stellen. Dabei wunderte er sich gerade, wie auffällig man sich doch ein Dokument holen konnte, wenn sie es innerhalb ein paar Minuten erkennen konnte. Vielleicht war sie auch einfach so ordentlich mit ihrer Arbeit gewesen, dass ihr die kleinste Unordnung auffallen würde.
      Anthony hatte das Pizzastück aufgegessen, ehe sie ihm mit dem nächsten Ablauf antwortete. Sie wollte sich noch umziehen, was er mit einem Nicken bejahte. Sie hatte es nicht wirklich mit Filmen gehabt, zumindest sah sie sich nicht wirklich viele an, da war der Blonde die bessere Wahl zum Aussuchen gewesen. Zuerst würde es am Laptop versuchen, weswegen er wiederholt nickte und diesen an sich zog. Er sah ihr jedoch noch hinterher, wie sie zu ihrer Kommode lief, um nach passender Kleidung zu suchen. Ihm war es nur wichtig zu sehen, dass sie es gut alleine konnte, was danach aussah. Trotzdem erhörte er bei ihr eine Art Beschwerde, weswegen er seufzte. " Damit musst du dich aber noch ein wenig mehr herumschlagen.. ", entgegnte er, bevor seine Hand den Laptop aufklappte und nicht weiter nach irgendwelchen persönlichen Dingen suchte, sonder sich eher an die Filme machte. Was passieren würde, wenn man unerlaubt an ihre Sachen ging, war ihm ja bereits bekannt gewesen.. Sein Blick wich zwischendurch zu Kamila, ob er sich nicht noch irgendwas aufschnappen konnte, wobei er sich doch selbst bereits ertappte und mit einem Grinsen wieder auf den Bildschirm sah. Er hatte was im Blick gehabt, weswgen er dies einfach offen ließ. Er war nur am hoffen, dass sie ihn auch mochte, sonst würde er einen anderen aussuchen oder ihr die Wahl überlassen. Sein Blick geriet wieder an Kamila, dieses Mal sah er einfach nur dabei zu, wie sie wieder zu ihm auf das Bett zulief. Er machte ihr wieder ihren Platz frei und erhob direkt die Decke, damit sie sich zudeckte. Dafür erhob er sich selbst kurz vom Bett, um auch seine Seite frei zu machen und die Decke aufzuschlagen. Lange blieb er dann aber nicht von ihr getrennt, er betrachtete sie nur kurz, bevor er sich wieder dazu legte und schmunzelte. Es hatte etwas schönes gehabt, wenn man nicht ständig die leere Seite neben sich ansehen musste wenn man doch genau wusste, wem dieser leerer Platz doch eigentlich gewidmet war.. Hier waren sie aber wieder gemeinsam gewesen und mehr brauchte er auch nicht, außer vielleicht ihre Zärtlichkeiten, die er ihr noch zurückgeben musste. Anthony deckte sie noch fürsorglich zu, bevor er dem Laptop seinen Platz suchte, dieser war jedoch auch schnell gefunden und er startete den Film. Sein Arm fand wieder seinen Weg unter ihren Kopf, sein anderer blieb noch für einen Moment bei ihm.
    • Kamila Kayla Redstone
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      In der Kommode waren schnell Klamotten gefunden, denn Kamila hatte überall ein wenig Kleidung, immerhin wechselte sie ihre Domizile alle paar Wochen und hatte nicht die Lust, ständig ihre Klamotten mitzunehmen. Es war deutlich einfacher ohne einen Koffer abzuhauen, wenn es nötig war und außerdem.. Es war nur Kleidung! Da war ja nichts wichtiges daran, Kleidung konnte man einfach nach kaufen, so ein Problem war es nicht. Da war sie einfach deutlich anders, als die anderen Frauen, aber es war für so.. Sie wollte auch anders sein.
      Das T-Shirt, welches eigentlich dem Blonden gehörte, landete nicht weit von den Wäschekorb entfernt, es musste gewechselt werden, roch auch gar nicht mehr nach dem Mann selber, aber davon würde sie später auch noch genug haben. Kamila zog ein einfaches Oberteil aus der Kommode und drehte sich ein wenig, um in einen der Spiegel zu sehen. Sie wollte sehen, wie schlimm ihre Verletzungen aussahen, aber sie brauchte nur ihre Seite anzusehen, um den großen blauen Fleck an ihren Rippen zu sehen. Es war so dunkel, dass ihre Tattoos nicht richtig zu erkennen waren, aber der Arzt musste es gesehen haben, damit sollte es auch was ganz normales sein. Sie seufzte, betrachtete die anderen blauen Flecken auf ihrem Oberkörper, bevor sie das Oberteil langsam über ihrem Kopf zog. Ihr kam es auch nicht in den Sinn sich irgendwie verdecken zu müssen, schließlich hatte der Mann auf ihrem Bett sie schon nackt gesehen und durch ihre Vergangenheit war ihr Umgang mit Nacktheit und Scham eine ganz andere. Sie zog sich auch eine andere kurze, aber dennoch lockere Hose an, um letztendlich auch ihre Haare ein wenig zu machen, sie wollte ja noch immer gut aussehen. "Ich weiß..", murmelte sie auf die Aussage, sie hätte noch ein länger damit zu kämpfen. "Aber es wird ja". Hoffte sie jedenfalls, denn sonst würde sie nach noch mehr Schmerzmittel schreien, denn mit dem bisschen, was sie hatte würde sie nicht auskommen.
      Kamila hatte ihre Haare gebürstet und war dann auf das Bett zugegangen um sich zu Anthony auf das Bett zu legen. Sie wurde sogar zugedeckt, der Mann bot ihr seinen Arm zum drauf legen und sie nahm es auch an. Ihr Kopf landete halb auf seiner Brust, halb auf seinem Arm, während sie sich von der Seite an ihn schmiegte. Die Schmerzmittel wirkten, die Rippe schmerzte deutlich weniger, der Kopf tat gar nicht weh und Kamila genoss es, dass sie den Mann bei sich hatte. Er positionierte den Laptop auch gut, es war gemütlich und warm zugleich. "Ich habe noch nie mit jemanden auf dem Bett gelegen und einen Film geguckt", gab sie zu, dann fing der Film auch schon an und die beiden kuschelten währenddessen.

      Einige Zeit später war der Film zu Ende und Kamila hob ihren Kopf empört. "Wie jetzt? Und der kommt glimpflich davon? Er baut so viel Scheiße.. Und nur weil er gegen das Böse kämpft.. Darf er es auch tun?!". Sie blickte vom Bildschirm zum Anthony und runzelte ihre Stirn. "Ich kann auch gegen das Böse kämpfen.. Aber die Polizei und der Staat werden mich nicht lieben!". Sie seufzte und schüttelte den Kopf. "Aber.. Ich fand ihn trotzdem gut". Sie lächelte breit, es war wirklich schön gewesen, vor allem weil Anthony da war. Die Frau hatte ihn an verschiedenen Stellen gestreichelt, ihm ein wenig Liebe und Zuneigung von sich aus gegeben. "Magst du noch einen Film sehen, oder sollen wir was anderes machen?". Es war schön ein wenig spät geworden, aber ihr war es nicht wirklich nach Schlaf gewesen, vor allem weil sie dem Blonden in die Augen sah und ihr Herz wieder anfing zu rasen.. Vielleicht hatte sie ihn doch lieber, als sie zugab.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Kamila hatte noch nie in einem Bett mit jemandem gelegen und einen Film gesehen, was ihn ein wenig verwunderte. Doch die Überraschung verflog schnell, denn er dachte über ihren damaligen Freund, wenn man diesen denn überhaupt so nennen konnte. Er wollte es erst darauf schieben, dass sie ja nie ihr Bett teilen wollte und es deswegen dazu kam, doch es war ihr Freund gewesen, der sowas nicht mit ihr unternahm. Aber darüber sollte er nicht denken, wenn er denn jetzt derjenige war, mit dem sie es tun konnte. Deswegen war sein Lächeln nicht mehr weit, er genoss ihre Nähe und die Wärme, die sie ihm spendete. Seine freie Hand kam mit dem Beginn des Filmes vorsichtig auf ihren Bauch, über welchen er strich, zwischendurch auch mit einem Finger Kreise malte. Der Film war eher im Fokus gewesen, so sollte es ja sein, doch Kamila hatte er aus seinem Blickwinkel immer noch nicht verloren und er achtete, dass sie sich wohl fühlte und keine Schmerzen hatte.
      Mit dem Ende des Films hatte die Brünette ihre Empörung Worte verlieren. Es wäre doch nicht gerecht gewesen, denn es würde alles anders verlaufen, wenn sie etwas ähnliches gemacht hätte. Es hatte vielleicht nicht wirklich Sinn gemacht, doch Filme brauchten meist keine Logik, auch wenn sie in einer anderen Situation war. Sie gehörte mit ihren Taten ja auch zum Bösen, irgendwie.. Es gefiel ihr jedoch trotzdem, da nickte er, um das selbe zu verdeutlichen. Ihre Freude war auf ihren Lippen mit einem breiten Lächeln zu sehen, wofür er sich einen Moment nahm, um es ansehen zu können. Aber die Brünette zeigte keine Anzeichen dafür, dass sie müde war, überhaupt schlafen wollte. Da war es mit dem Blonden anders gewesen, mit den Streicheleinheiten hatte er sich ein wenig zu sehr besänftigt, ihm fielen während des Filmes kurz die Augen zu, mit dem nächsten Krach waren sie jedoch auch wieder offen gewesen. Ihm fiel aber nicht ein, was sie sonst noch machen wollten, welcher Film jetzt dran sein sollte.. Er überlegte trotzdem, sein Körper hatte sich aber schon längst für ihn entschieden. Anthony drehte sich auf die Seite, um sie wieder vor seinen Augen zu haben, bevor er mit einem Schmunzeln durch ihr Haar fuhr. " Schlaf würde uns nicht schaden, Kamila.. ", erzählte er über seinen eigenen Plan, doch auch die Brünette sollte lieber schlafen. Sie hatte sich vorhin wieder aufgeregt und ihr Körper war sicher erschöpft gewesen, auch wenn sie ihre Schmerzmittel einnahm. " Wir nehmen uns einfach einen anderen Abend, wo wir wieder etwas gemeinsam machen ", schlug er weiter vor, sie müsste ihre Bettruhe ja immer noch einhalten, zumindest in der Nacht. Das sollte sie auch jetzt tun, weswegen er sich leicht mit dem Oberkörper erhob und den Laptop an sich nahm, um diesen herunterzufahren. Damit war es gleich viel dunkler gewesen, es war aber auch schon spät. Anthony legte sich wieder zurück zu ihr, wollte sie nicht unnötig warten lassen. Seine Hände hatten wieder ihre Plätze an ihrem Körper gefunden und über diese strich er kurz, während seine Augen nochmal die Gesichtszüge von ihr betrachteten. " Schlaf schön, Kamila.. " Der Blonde rutschte mit dem Kopf etwas näher, hatte letztendlich kurz seine Lippen auf ihre Stirn platziert, nachdem er von dort die Haare für einen Moment wegstrich. Danach hatte er wieder seinen Platz auf dem Kissen eingenommen, wartete bloß darauf, dass auch sie es gemütlich hatte.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Sie wollte am liebsten noch was anderes machen, zusammen mit dem Blonden und seine Nähe genießen, mit ihm zusammenalbern und sich näher kennenlernen. Jetzt gerade hatte sie Lust dazu, sie hatte wirklich Lust dazu sich ein wenig zu öffnen und dem Mann zu zeigen, sie kann auch anders. Natürlich, sie war noch immer ein Drogenboss und war eine eiskalte Killerin, doch auch diese wollte mal für eine Stunde in die Arme eingeschlossen werden, im Liebe zu bekommen. Ja, das konnte Anthony auch wirklich gut, auch deutlich dezenter, als sie es von anderen Herren kannte. Es gab schließlich eine Menge Männer, die ihr in ihrem Leben schon ihre Liebe zu ihr gebeichtet hatten, aber nur bei Anthony fühlte es sich gut und vor allem auch richtig an.. Nur bei ihm hatte sie das Gefühl, als würde ihr Bauch voller Schmetterlinge sein und ihre Brust bald explodieren, weil das Herz so sehr raste.
      "Na gut", seufzte die Brünette und gab sich geschlagen. "Aber ich werde dich beim Wort nehmen!". Sie würde sich dann früher oder später melden und einen weiteren schönen Abend zu zweit haben wollen. Erstmal galt es aber schlafen zu gehen und der Mann kümmerte sich wirklich um alles. Er legte alles weg und legte sich gemütlich hin, damit auch Kamila sich gemütlich zu ihm legen konnte. Sie kuschelte sich wieder an ihn ran, seufzte zufrieden und war sich sicher, dass sie so früher oder später gut schlafen wird. Anthony erhob sich aber noch sanft, er gab ihr einen Kuss auf die Stirn und in diesem Moment war es wirklich vorbei mit dem Schlaf für die Frau. Ihr Herz fing wieder an zu rasen, während sie ein wenig rot anlief, zum Glück war es dunkel und er konnte es nicht sehen. "Schlaf gut, Anthony", flüsterte sie ihm entgegen, aus Angst, ihre Stimme könnte brechen, wenn sie lauter sprechen würde. Der Kuss auf die Stirn brachte sie einfach komplett aus der Bahn, aber dennoch.. Mit einem Schmunzeln auf den Lippen machte sich Kamila gemütlich und gab sich die größte Mühe irgendwann einzuschlafen.

      Die ersten Sonnenstrahlen kamen durch die großen Fenster und erhellten das geräumige Zimmer. Das Himmelbett stand gut, weshalb die Sonnenstrahlen Kamilas Gesicht nicht erreichen konnten, dennoch wurde sie langsam wach. Die Rippe schmerzte, der Nacken fühlte sich steif an und der Kopf dröhnte ein wenig. Sie stöhnte leise, bevor sie ihre Augen öffnete und erblickte, auf wessen Brust sie da lag. Sie hatte es also wirklich nicht geträumt.. Anthony war wirklich bei ihr im Bett gewesen und hatte die Nacht mit ihr verbracht. Ein Schmunzeln bildete sich auf den Lippen der Brünetten, sie genoss den Augenblick für einen Moment. Es war schön sehr lange her, seit dem sie sich so gut fühlte, wie sie es gerade tat. Es war ein Glücksgefühl, nach dem sie sich gesehnt hatte, aber da war ja noch die Angst, die immer dazu kam. Was war, wenn es so enden würde, wie vor acht Jahren? Was war, wenn damit alles wieder kaputt gehen würde? Wenn Anthony nicht der war, der er vorgab zu sein.. Es war nicht einfach für sie ihm als einem Mann zu vertrauen, aber ihm als ihren Mitarbeiter konnte sie gut vertrauen.
      Mit einem Seufzen erhob sie sich langsam, es ergab einfach keinen Sinn, wie sie fand.. Kamila versuchte sich ein wenig zu strecken, ließ es aber sein, nachdem ihr die ersten Stellen wieder schmerzen, sie griff lieber in ihre Nachtschublade und holte die Medikamente raus. Eine, zwei oder drei? Wie viele Tabletten sollte sie wirklich nehmen? Mit drei würde es ihr gut gehen.. Aber damit übertrieb sie.. Sie entschied sich für zwei, eine goldene Mitte, schluckte diese runter und wartete den Moment, bevor sie ins Bad gehen würde. Vielleicht würde sie aber sich auch nur zurück zu Anthony legen.. Zu ihm sah sie kurz.. Ein Lächeln bildete sich auf ihre Lippen, er war süß, wenn er schlief.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anthony wusste gar nicht, wann er einschlief und war er bis zu diesem Zeitpunkt machte, ob Kamila bereits eingeschlafen ist. Umso schwieriger war es für ihn schließlich zu verstehen, warum es während seines Halbschlafes so dunkel war und die Kälte in ihm stieg, als die Braunhaarige sich von ihrem Platz neben, teils sogar auf ihn, erhob. Er blieb jedoch am schlafen, hatte sich mit dem nächsten Atemzug auf den Bauch gedreht und seine Arme unter seinem Kissen vergraben, um sich selbst einigermaßen zu wärmen, ihm kam nicht in den Sinn, sich einfach weiter zuzudecken. Die Wärme kam ihm jedoch nicht sofort bei ihm an, er brauchte Kamila in seinen Armen, um wieder einzuschlafen. Dadurch entschied er sich, seine Augen zu öffnen und nach derjenigen zu suchen, nachd der sich seine Arme sehnten. Er stieß ein Brummen aus, bevor er überhaupt dazu kam, seine Augen aufzuschlagen. Er hatte ihren Schatten neben sich gehabt, weswegen sein Blick diesem folgte und am Ende die Silhouette ihrerseits erkannte. Seine Ellenbogen stützen ihn ab, mit dem Oberkörper erhob sich der damalige Wärter von der Matratze, um Kamila betrachten zu können. " Morgen.. Gut geschlafen? ", fragte er nach, während er erahnte, was sie gerade noch machte. Sie hatte scheinbar wieder ihre Schmerzmittel eingenommen, die letzte Dosis hatte vermutlich gar nicht mehr gewirkt. Da die Sonne jedoch schon schien, hatte er sich für die Uhrzeit interessiert.
      Seine Hand schlich sich unter die Decke und ergriff das Handy, welches während des Schlafens aus der Hose fiel. Der Blick blieb nicht lange auf dem Display, er schaltete das Handy wieder aus und setzte sich letztendlich richtig auf. Ihm fiel das Strecken einfacher als Kamila, er hielt sich jedoch nicht lange damit auf. Stattdessen führte er seine Füße auf den Boden unter sich, um aufzustehen. Er kam zu Kamila rum, strich ihr kurz durchs Haar, bevor er auf das Bett deutete. " Bleib lieber im Bett.. ", sagte er, bevor er jedoch ein Seufzen ausstieß. " Ich muss aber los, der Flachzange was beibringen. " Es waren schließlich wieder Tage vergangen, in denen er Luke nichts beibrachte, er fragte aber auch gar nicht nach.. Vielleicht war er auch nach dem letzten Geprügel einfach eingeschüchtert gewesen. Anthony ging einen Schritt zurück, bevor er sie aufmunternd anlächelte. " Ich bin abends aber wieder da, warte auf mich. " Damit wurde der Abstand zu ihnen größer und mit jedem weiteren Schritt hatte es sich fremder oder schlechter angefühlt, ihre Nähe war ihm lieber gewesen. Solange sie aber im Bett liegt, sollte alles andere weiter laufen. Er würde noch sehen, ob er Mike helfen könnte, sonst würde er sich auf Luke fokussieren. An der Tür blieb er kurz stehen, er trat jedoch trotzdem heraus, nachdem er nochmal einen Blick auf Kamila hatte..

      Anthony hatte die Nächte nicht gezählt, in denen er bei ihm übernachtete, doch das war nicht ausschlaggebend gewesen. Denn er war einfach bei ihr gewesen, mit jedem Abend konnte er an ihr erkennen, dass es mit der Genesung bergauf ging. Sie versuchten einfach möglichst Stress zu vermeiden, dafür hatte auch der Blonde gesorgt, sodass sie sich einfach entspannen konnte. Vermutlich war es die Zeit lang langweilig gewesen einfach im Bett zu liegen und Anthony hatte auch schwer mit der Flachzange zu kämpfen, doch umso fröhlicher war er dann, als er die restlichen Abende neben ihr verbringen konnte. Sie hatte ihm damit das Gefühl gegeben, er wäre angekommen..
      Es war bereits üblich gewesen, dass er mit dem morgendlichen Augenaufschlag Kamila vor sich hatte, sie zumindest hören konnte, und so war es auch dieses Mal nicht anders gewesen. Die Brünette war dieses Mal jedoch noch vor seinen Augen gewesen, ob sie nun bisher aufstand oder nicht, hatte er dieses Mal nicht mitbekommen. Seine Hand fuhr schon natürlicherweise zu ihrer braunen Mähne, durch welche er mit seinen Fingern strich. " Und wie gehts dir heute? ", fragte er bereits neugierig mit einem Schmunzeln, dabei hatte er den morgendlichen Gruß vergessen. Anthony beachtete auch gar nicht, nach ihrem Schlaf zu fragen, denn in ihrer Antwort würde auch stecken, wie es die Nacht lang war.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Es waren schon einige Tage vergangen und wenn die Brünette ehrlich war, dann ging es ihr wirklich jeden Tag besser. Der Kopf und der Nacken waren in Ordnung, der Knöchel meldete sich nicht, solange sie diesen fest wickelte, die Wunde am Bein war in Ordnung und selbst die Rippen wurden deutlich besser, auch wenn diese ihr noch ein paar Probleme bereiteten. Dennoch, sie konnte unter die Dusche ohne Probleme, konnte ab und zu sich die Beine vertreten und es war schon vollkommen in Ordnung, dass die Frau im Bett arbeitete. Die meiste Zeit verbrachte sie jedoch im Bett, um den beiden Männern gerecht zu werden, welche sie dazu drängten, aber es war okay.. Immerhin kam Anthony jeden Abend zu ihr ins Bett, sie verbrachten die Abende mit Reden oder Filme gucken und es wurde zur Normalität, dass der Mann zu ihr ins Bett kam, selbst wenn es ein wenig später wurde. Es fühlte sich alles so normal und so richtig an, dass Kamila schnell aufgehört hatte zu zweifeln, ob es das Richtige war. Ihr wurde durch das Haar gewuschelt, sie bekam immer wieder einen Kuss auf den Kopf oder die Stirn.. Manchmal auch auf die Lippen, aber es passierte alles in einem ruhigen und angenehmen Tempo. So wirklich sicher war sie sich nicht, was das jetzt zwischen ihnen beiden war, aber sie genoss es einfach.
      Es war recht früh und die Sonne schien wieder langsam ins Zimmer, als Kamila langsam wach wurde. Dieses Mal brauchte sie kein Schmerzmittel, um es liegend auszuhalten, dieses Mal kuschelte sie sich einfach noch mehr an den Blonden und genoss es, dass er bei ihr war. Sie drehte sich zu ihm um, hatte sich scheinbar in der Nacht weggedreht und drückte ihr Gesicht gegen seine nackte Brust. Der Mann roch so gut und dabei war es nur der Geruch seiner Haut, welchen sie so gern hatte. Es war schön zu hören, wie sein Herz kräftig in der Brust schlug und zu sehen, wie sich diese mit jedem Atemzug hob und sank. Einen Moment lang sah sie der Brust zu, dann hörte sie aber Anthonys Stimme und schmunzelte breit. Ihre Augen blickte zu ihm nach oben, er sah so schön aus, wenn er gerade erst wach wurde. "Mir geht's heute richtig gut", antwortete sie ihm und drückte ihren Kopf an seine Brust, im sich an ihn zu schmiegen. "Meine Rippen tun kaum noch weh.. Und ich bin froh, dass du endlich ein wenig im Bett bleibst, bevor du deinen Aufgaben nach gehst".
      Das beste Gefühl war vermutlich, wie seine Finger durch ihr Haar fuhren.. Oder wie sich seine Brust bewegte, wenn er lachte.. Wie seine Mundwinkel sich nach oben bewegten, während ihr Herz dabei fast explodierten.. Er war einfach toll. "Ich will heut auch wieder arbeiten, um endlich voran zu kommen.. Vorausgesetzt, ich kriege deine Erlaubnis". Sie scherzte natürlich ein wenig, es war ihr fast schon egal, ob sie eine Erlaubnis bekam, sie wollte einfach endlich arbeiten. Natürlich, so war es einfacher, aber sie musste ja irgendwann anfangen. "Und wie geht es dir?". Dabei blickte sie wieder nach oben und versuchte einen Blick oder ein Lächeln von ihm zu erhaschen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Ihre grünen Augen, der erste Blick am Morgen, traf ihn immer wieder aufs Neue und er konnte nichts anderes tun, als den kurzen Moment durchzustehen, in welchem seine Atmung nachgab und sein Erinnerungsvermögen sich die Sorgen machte, er hätte noch nicht lange genug in diese gesehen, er hätte sie nicht richtig im Kopf, dabei hatten sie sich bereits in ihm eingebrannt. Indem sie den Blick ein wenig erhob, war für ihn auch ihr Lächeln deutlicher zu erkennen, was seine Stimmung noch weiter hob, als das es die Tatsache so schon machte, dass er in so einer Position aufwachen durfte. Sie hatten nichtmal wirklich abgeklärt, dass er nun jeden Abend hier schlafen würde, sein Herz hatte ihn nur immer wieder erst in das Zimmer gezogen und schließlich auch auf das Bett, in welchem sich sein Herz vollkommen fühlte.
      Kamilas Zustand hatte sich glücklicherweise weiter verbessert, von ihren Rippen kam nicht mehr großer Schmerz, so sagte sie. Doch sie hatte weiter gesprochen, sie war froh darüber, dass er liegen bleiben konnte. Er schmunzelte, sie waren früher wach geworden und damit waren sie der Zeit ein wenig voraus gewesen. Wenn er noch Zeit hatte, dann würde es sie hier bei ihr verbringen, an anderes brauchte er gar nicht denken. Deswegen hatte er entspannt zugesehen, wie ihr Kopf wieder den Platz wieder auf seiner Brust einnahm, sie konnte vermutlich seinen Herzschlag hören. Ihr ging es so gut, dass sie heute wieder mit ihrer Arbeit beginnen wollte, worüber er kurz nachdachte. Doch fast alle Beschwerden traten in den Hintergrund, oder hatten sich komplett verzogen, weswegen ihrem Vorhaben eigentlich niemand im Weg stand. Sie fragte nach seiner Erlaubnis, da grinste er und strich noch einmal durch weiche Mähne. " Antrag genehmigt. ", witzelte er, denn er hatte ihr ja eigentlich nichts zu sagen gehabt. Damit war es aber deutlich einfacher, denn Mike und Anthony hatten sich ständig quer gestellt, wenn sie irgendeine dumme Idee hatte. Da waren sich die Beiden immer einig gewesen, sie sollte einfach ihre Zeit im Bett absitzen und gut war. Doch nun war sie fast völlig gesund, sie hatte keine großen Schmerzen mehr gehabt und damit konnte er ihr auch nichts mehr verbieten. Mike hatte auch schon gesehen, dass bei ihr langsam alles bergauf ging, sie wieder gesund wurde, obwohl doch zuvor noch darüber gedacht wurde, ob sie das überhaupt durchstehen würde..
      Sie fragte ihn, wie es ihm wohl ging, ihre Stimme vibrierte an seiner Brust. Sein Lächeln verließ seine Lippen gar nicht, dafür seine Hand jedoch ihr Haar, denn es fand seinen Weg zu ihrem Rücken, welchen er entspannt auf und abfuhr. " Noch gehts mir blendend. ", antwortete er auf ihre Frage, dabei war ihr schon bekannt, warum sich die Stimmung schnell ändern konnte. Es war immer wieder das dumme Gefühl gewesen, sie verlassen zu müssen und erst wieder am Abend richtig sehen zu können, bei ihr bleiben zu können. Doch auch der Knallkopf von Luke trug dazu bei, dass er hin und wieder aufgeregt das Zimmer von der Brünetten betrat. Doch seine Stimmung ließ er nicht bei ihr breit, wenn dann hatte er mal erzählt, was die Flachzange dieses Mal falsch machte, dabei war es viel einfacher gewesen zu erzählen welche Fortschritte er machte, denn die letzte Zeit rannte er einfach weg, sollte Anthony wieder ausgeholt haben.
      Ihr Blick blieb nicht lange bei ihm unbemerkt, er sah wieder runter, ihr erwartetes Lächeln hatte sie sofort bekommen. Doch daran dachte er erst gar nicht, denn er erinnerte sich eher daran, was er sonst noch machte. " Achja.. " , sagte er knapp, ehe er ein wenig weiter zu ihr runter rutschte. Seine Handballen hatten ihren Pony aus dem Weg geräumt, hielten sie an den Schläfen fest, solange er seine Lippen auf ihre zarte Haut auf der Stirn platzierte. Sein Blick galt wieder ihren Augen, doch er hatte sich wieder auf seinen vorherigen Platz gemacht, damit sie es gemütlich hatte. Seine Hand fuhr wieder über ihren Rücken, sein Blick war auf die Stoffdecke über den Beiden gerichtet, während er sich die störenden Haare aus dem Gesicht wischte. " Gib aber nicht sofort wieder Vollgas. ", warnte er sie, damit ihre Schmerzen auch wirklich weg blieben. Er müsste sich nur wieder Sorgen machen, wieder unruhig schlafen, doch so gut wie neben ihr hatte er vermutlich noch nie geschlafen. " Und wenn irgendwas ist.. Ruf mich an, schreib mir, schrei.. Je nachdem wonach dir ist. ", sprach er weiter und musste grinsen.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Sie bekam die Genehmigung und war zufrieden damit, dass sie sich darüber nicht mit Anthony streiten musste, denn das würde nur wieder mühsam werden und die Frau war sich einfach sicher, dass heute der richtige Tag dafür war, wieder voll und ganz zu arbeiten. Die Jungs unten waren vermutlich auch ein wenig faul geworden, außerdem gab es noch vieles zu tun.. Kamila musste die Jungs zusammenpfeifen, sie musste mit ihnen ein paar Sachen besprechen, dann musste sie die anderen Jungs zusammentrommeln,um mit ihnen das weitere Vorgehen bezüglich der Spanier zu bereden.. Sie musste sich im ihre Finanzen kümmern und es stand noch einiges andere auf der Liste, was zu kurz gekommen war. Es war angenehm sich endlich darum kümmern zu dürfen, immerhin war alles bisher einfach viel zu kurz gekommen. Nur Anthony nicht, aber dieser Mann würde bei ihr definitiv nicht zu kurz kommen.
      Anthony fuhr ihr wieder durch das Haar und bestätigte, dass es auch ihm gut ging.. So konnte doch der Tag jeden Tag starten, am besten für immer.. Dazu kam noch der Kuss auf die Stirn und Kamila war fast schon Wachs in seinen Armen. Es fühlte sich so gut an, es passte einfach alles, aber alles, hatte ein Ende.. Und vor diesem Ende hatte Kamila Angst. Vermutlich würde es damit Enden, wenn der ganze weitere Stress anfangen würde, oder die Brünette schlechte Laune bekommen würde.. Sie war sich aber sicher, dass sie ihn trotzdem jede Nacht bei sich im Bett haben wollen würde.. Denn auch wenn sie es nicht sagte, sie lagen trotzdem jeden Abend zusammen auf ihrem Bett und sprachen über den Tag, letztendlich schliefen sie auch beide zusammen ein, sie brauchte dazu auch nichts sagen, er verstand es auch so. "Ich werde nicht übertreiben", versprach sie und verdrehte innerlich schon die Augen. "Und ich werde dich jeder Zeit nerven, wenn ich die Zeit nur habe.. Und wenn ich nach dir schreie, hast du dann auch sofort da zu sein". Sie grinste breit, bevor ihr Kopf zu dem Mann nach oben sah. Kamila hatte es wirklich gut mit ihm, ganz egal was es zwischen ihnen wirklich war.
      Ganz sanft erhob sie sich, um ihr Bein über dem Mann zu schwingen und zu ihm runter zu sehen, während sie sich gemütlich auf ihm hinsetzte. Sie kaute ein wenig nachdenklich auf ihrer Wange von Innen, während ihre Augen über seinen Oberkörper fuhren. Gänsehaut bildete sich auf ihrem Körper, aber es war in Ordnung, Anthony wusste genau, was für eine Wirkung er auf sie hatte.. Ihre Augen sahen zu ihm hoch, sie grinste schelmisch. "Kommst du noch mit unter die Dusche, bevor du die Flachzange weiter terrorisierst?". Sie wartete einen Moment, während ihr verschiedene Gedanken durch den Kopf jagten, die meisten waren sehr.. Schmutzig.. Aber zu einer Dusche würde der Mann doch nicht nein sagen. Damit er jedoch einen Anreiz dafür hatte schwung sich Kamila von ihm runter, um das Bett zu verlassen und ihr Oberteil langsam auszuziehen. "Bitte?". Sie verdeckte ihre Brust mit ihren Händen, um ihm nicht den kompletten Reiz zu geben, während ihre Augen ein wenig unschuldig zu ihm rüber sahen. Sie wusste doch, wie sie ihn kriegt, zur Not würde er schon sehen, was er verpasst.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Die Worte ihrerseits, sie würde nicht übertreiben , hatten ihn beruhigt. Sie würde schon nicht ihr Wort brechen, vorallem doch nicht, wenn sie an ihn gerichtet waren. Die letzte Zeit hatten sie sich sogar vertrauter gemacht, sie hatten Zeit gehabt Dinge an dem anderen zu sehen, die zuvor gar nicht so auffielen. Doch die Ruhe in ihm hielt nicht lange, denn sie sprach danach darüber, dass sie ihn jederzeit in ihrer Freizeit nerven wird und er sollte ja darauf achtet, dass er ihren Ruf nicht überhört. Das würde er gar nicht können, denn sein Körper hatte schon fast einen Melder dafür antrainiert jedes Mal, wenn sie etwas von ihm wollte oder bräuchte, ihre Stimme war in seinem Kopf gefangen und er würde sofort erkennen, sollte er die Stimme hören, denn sie klang wie er sich den süßesten Honig vorstellte.
      Damit war es aber zwischen den Beiden nicht vorbei, er dachte, sie würden einfach weiter herumlungern und die Nähe des Anderen genießen, als er jedoch feststellen musste, dass sie sich erhob. Er wollte schon innerlich beginnen zu schmollen, mit irgendwelchen Gesten sie wieder dazu zu bewegen, sich neben ihn zu legen, doch das Kommende war noch besser gewesen. Er sah sie überrascht an, während sie ihr Bein, die zarte Haut gegen seine eigene, über ihn schwang. Sie setzte sich hin, sah nachdenklich aus, als würde sie aus seinem Oberkörper schlau werden wollen. Doch ihr Blick verriet ihm anderes, er kannte diesen doch schon viel zu gut, seine Muskeln hatten bisher immer etwas bestimmtes in ihr ausgelöst. Die letzten Tage hatten sie jedoch weitesgehend darauf verzichtet, sie hatten sich eher auf ihre Genesung konzentriert. Seine Hände hatten sich schon nach ihren Kurven gesehnt, sind deswegen bereits ihre Beine entlang gefahren, während sie nachdachte und sich langsam die Gänsehaut ihre Haut ummantelte. Ihr Blick traf ihn mitten ins Herz, nein, es war deutlich tiefer gewesen. Sie stellte ihm eine Frage, die er nur schwer verneinen konnte, da grinste auch er breit. Er wäre doch kein Mann, schon gar nicht er selbst, wenn er nicht sofort Ja sagen würde, vorallem bei ihr. Sie war sogar schon bereit und hatte ihr Shirt mit dem Aufstehen ausgezogen, aber sie gab ihm keinen direkten Blick darauf. Es heizte ihn nur mehr an, so auch der unschuldige Blick, der mit der verdeckten Brust nur göttlich aussah. Keine Minute hatte es gedauert, da war er schon selbst aufgestanden und hatte sie eilig mit sich gezogen, ehe er die Tür des Badezimmers schloss..

      " Luke, wenn ich es dir doch sage.. ", versuchte er schon in Ruhe mit der Flachzange zu reden, die vor ihm wieder den üblichen verwirrten Blick zeigte. Er wollte nicht zuschlagen, wehren war auch nicht drin, nur losrennen hatten die Beiden gut trainieren können. Das war aber nicht Grund für dieses Training, er hatte es ja auch schon satt gehabt, den Herren immer wieder einfangen zu müssen, weil er auch keine hohe Geschwindigkeit beim Rennen hinlegte. Der Blonde hatte Zeigefinger und Daumen an seinen Nasenrücken platziert, er schloss seine Augen, seine Wut hier reinzustecken hatte einfach keinen Sinn mehr gehabt. Er erhoffte sich schon sehnlichst, vermeindlich von Kamila genervt zu hören, seinen Namen gerufen zu hören, damit er verschwinden konnte. Doch es geschah nicht, es passierte einfach nichts. Die Zeit verging sehr langsam, deswegen hatte er sich auch die Zeit genommen um sich selbst zu beruhigen. Danach hatte er sich auch wieder auf beide Beine gestellt, deutete Luke damit an, dass es weiter ging. Eine Reaktion von der Flachzange kam jedoch nicht mehr, denn die Beiden sahen zum Mann aus dem Haus, welcher den Beiden zurief, im Wohnzimmer gäbe es eine Versammlung. Es war nicht ganz das, was sich der Blonde wünschte, aber defintiv besser als weiter bei ihm zu bleiben. Also machte er sich auf den Weg, hatte eher größere Schritte gemacht, da sie sich etwas von der Villa von Kamila entfernten, um zu trainieren. Als sie ankamen, waren bereits die meisten angekommen und hatten ihren Platz gesucht. Seine Augen suchten nach Kamila, um zu sehen, ob es ihr nach wie vor gut ging. Es war aber das Grinsen, was ihn von dieser Frage abhielt, denn er dachte eher über die Dusche nach.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Die gemeinsame Dusche hatte es in sich gehabt und Kamilas gute Laune nur noch verbessert. Sie war glücklich aus der Dusche gekommen und hatte Anthony sogar noch einen langen Kuss gegeben, bevor sie ihn zu seiner Arbeit mit der Flachzange entließ. Dann wartete die eigentliche Arbeit auf Kamila selbst, die sich bereit dafür machte, den Tag irgendwie zu überstehen, ohne großartig in Arbeit zu ersticken. Mike hatte bei ihr reingesehen und ihr sogar ein Handy gebracht, über welches die Frau sich wirklich freute, sie war endlich wieder mit der Welt verbunden, er war aber auch damit einverstanden, dass sie wieder arbeiten wollte. Die Frau würde es auch ohne seiner Erlaubnis machen, aber so war es deutlich einfacher, genau wie bei Anthony. Der erste Weg führte die Brünette aber in ihr Büro, nachdem sie ihre Sachen aus dem anderen Haus hoch brachte.. Sie musste den Safe füllen, damit ihre Sachen sicher vor neugierigen Nasen versteckt waren und sie wollte sehen, ob Anthony alles mitgenommen hat. Das Foto von ihr und ihrer besten Freundin kam ihr dabei wieder zwischen die Finger und sie seufzte.. Auf dem Foto war sie noch blond gewesen, hatte die Brünette neben sich.. Das letzte, was von ihr übrig blieb.


      Gegen späten Nachmittag ließ Kamila ihre Männer alle zusammentrommeln. Sie versammelten sich in dem großen Wohnzimmer, in dem es Platz für alle gab. Die Einrichtung war sehr schlicht und trotzdem modern gehalten, es passte zu dem Rest des Hauses. Mehrere Sitzgelegenheiten waren in den Wohnzimmer zu finden, auch ein großer Fernseher und vieles andere an SchnickSchnack. Kamila hatte sich an einem der Fenster gesetzt und es geöffnet, sie hatte sich Zigaretten besorgt und wollte endlich ihrer Sucht nachgehen. Mike hatte sich neben sie an die Wand gesellt, während sich die Meute immer weiter sammelte. Hier waren es deutlich mehr Männer, immerhin musste sie Frau ihren alten Rückzugsort aufgeben. Sie ließ ihren Blick durch die Menge schweifen, wollte auf Nummer sicher gehen, dass auch wirklich alle da waren. Ihr fehlte der blonde Mann, mit dem sie in letzter Zeit das Bett teilte, aber er kam noch gerade so rechtzeitig mit der Flachzange rein. Er grinste breit, Kamila musste sich zusammenreißen um nicht selbst zu grinsen, es war so ansteckend..
      "Ich bin wieder unter den Lebenden", verkündete sie und zog an ihrer Zigarette, ihre Männer freuten sich ein Mal laut. "Das heißt aber, dass der Urlaub vorbei ist.. Wir müssen hart arbeiten, um es den spanischen Flachwixxern heim zu zahlen". Sie grinste ein wenig und ließ ihren Blick durch den Raum schweifen, er blieb kurz bei Anthony.. Aber vielleicht auch ein wenig länger, als nur kurz. Dennoch, sie widmete sich für den Moment ihrer Zigarette, während ihre Männer unruhig wurden. "Meine Herren.. Der eigentliche Grund, weshalb ich euch hier versammelt habe.. Ist ein anderer". Sie schmiss ihre Zigarette raus. "Wir haben einen Maulwurf unter uns.. Ich könnte mir nicht anders erklären, wie die Spanier nicht nur mein Drogenversteck, sondern auch das Haus herausfinden konnten.. Vielleicht mag mir das einer von euch erklären?". Ihre Stimme war gefasst, aber dennoch streng ihre Männer sahen sich um, sie fingen an laut zu diskutieren und der Geräuschpegel nahm zu, bevor sich einer erhob und sie verstummten.
      " Was ist mit dem Neuen?", er klang sich sicher, einige der Männer stimmten ihm laut zu. "Der ist raus". Natürlich war Anthony gemeint. "Und warum?". "Er hat keine Ahnung, in welcher Lagerhalle wir unsere Sachen aufbewahren.. Alle sind raus, die kürzer bei uns sind, als drei Jahre..und es gab nur bestimmte, die davon wussten.. Entweder es hat sich jemand verplappert..oder..ich weiß nicht.. Zauberei?". Sie klang ein wenig sarkastisch. "Ich kann euch nur so viel sagen..". Sie lächelte ein wenig. "Derjeniege, der es gewagt hat mich zu verraten.. Dem werde ich eigenhändig die Eingeweide aus dem Körper holen". Das Lächeln war auch wieder weg, während Kamila recht streng zu ihren Männern sah. "Also überlegt euch das gut.. Ich würde nämlich zu gerne ein wenig spielen".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sein eigener Blick verharrte schon fast bei der wunderschönen Frau, er hatte sie gerne vor den Augen und er hatte es gerne, ihr zuzusehen. Hier hatte sie jedoch eine andere Seite gezeigt, anders als die, die ihm im Bett bekannt wurde. Auch wenn ihm ihre weiche Seite gefiel, so hatte es ihn doch erfreut, die alte Kamila bei der Arbeit zu sehen. Sie musste sich wirklich eine lange Zeit zurückhalten mit der Arbeit, die meiste Arbeit war für sie nur auf dem Bett möglich, dabei war es doch eines ihrer Hobbys gewesen. Womöglich hatten die Beiden sie dabei ein wenig gequält, doch das musste nunmal sein, wenn man nicht auf die eigene Gesundheit achtete. Sie verkündete mit Stolz, dass sie wieder auferwacht ist und es nun wieder richtig losgehen würde, das wird es definitiv. Die Attacke von den Spaniern würde jemand wie die Brünette nicht auf sich sitzen lassen, der Blonde hatte da auch schon seinen eigenen Groll aufgebaut, sie würden es ihnen doppelt und dreifach schwerer machen, sie auslöschen, auch wenn sie dafür die Hilfe der drei anderen hohen Köpfe bräuchten, von denen Kamila und vorallem Elias nicht ganz begeistert war. Doch manchmal musste man sich auch mit anderen verbünden, um an das eigentliche Ziel zu kommen.
      Doch das war noch kein Thema, denn sie sprach eher etwas anderes an, eine Vermutung oder vielleicht sogar schon eine Feststellung. Ein Maulwurf sollte unter ihnen sein, anders waren die Attacken der Locos gar nicht zu erklären, das stieg auch dem Blonden schnell in den Kopf. Interessiert hörte er weiter zu, lehnte sich im Hintergrund an eine Wand, da hatte er es am liebsten gehabt. Es sollte nicht so aussehen, als würde er zu der anderen Männerbeute gehören, von dieser hatte er sich bisher abgegrenzt, ein wich einem Kennenlernen weitesgehend aus, daran war niemand wirklich interessiert. Denn es gab auch andere Mitglieder, die nicht in diesem Haus lebten, da war ein Kennenlernen sinnlos gewesen. Sie hatten nur eine Gemeinsamkeit gehabt und das war die, dass sie zu Kamila gehörten. Er war gerade dabei die Arme vor der Brust zu verschränken, es brach sofort eine Disskusion aus, bei der er nicht teilnahm. Schließlich konnte er nicht einfach irgendwen beschuldigen, dafür kannte er die wenigsten. Doch dafür kam es umso schneller, dass jemand von seinem Sitzplatz aufstand und selbstbewusst erklärte, der Neuling wäre es. Anthony sah auf, er war doch der Neuling.. Er sah zu den Herrschaften, die sich seiner Vermutung anhangen und so überzeugt aussehen, dass er ihnen den Kopf abreißen wollte. Doch Kamila war schneller gewesen, hatte jedoch stattdessen Worte genommen, die das Ganze aufklärten. Er konnte es nicht gewesen sein, von dem Versteck hatte er keine Ahnung gehabt, es musste einer von den älteren Hasen sein.. Soweit war der Blonde aber nicht, er hatte noch einen Blick auf sich gespürt und er hatte bereits im Kopf, wer es denn war. Anthony sah hin, hatte jedoch selbst einen warnenden Blick aufgesetzt, der Herr sollte lieber mit seinen Vermutungen aufpassen, sonst würde es ungemütlich werden.
      Doch sie waren nicht weiter, es würde schon lange keinen Sinn ergeben, wenn sie einfach Vermutungen aufstellen und sehen, was die meisten Stimmen bekam. Die Männer sollten aufpassen, Kamila hatte sie gewarnt, gar schon fast bedroht. Denn da war es angenehmer seinen Verrat zu beichten und einen Kopfschuss zu kriegen, als sich die Eingeweide herausziehen zu lassen. Jeder war sich schon dabei sicher, sie würde es wirklich tun, daran zweifelte niemand. Die Männer sahen das erste Mal wirklich nachdenklich aus, was dem jungen Herr kurz Beachtung schenkte, seine Augen zogen sich jedoch sofort wieder auf Kamila. Sie war ein Magnet gewesen, lange war es ihm nicht möglich gewesen, über ein anderes Thema zu denken. Er betrachtete sie wieder, fragte sich kurz was sie wohl bisher machte, ob sie noch mit ihrer Arbeit für heute fertig werden würde, ob sie Hilfe benötigte.

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    • Kamila Kayla Redstone
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      Kamila blickte durch die Menge, sie fingen an sich unsicher zu fühlen und fingen auch an leicht miteinander zu tuscheln, keiner von ihnen war sich sicher, was nun wirklich geschehen wird. Ihre Augen blieben bei dem Blonden stehen, er sah ebenfalls zu ihr rüber, ihre Blicke trafen aufeinander, woraufhin ihr Herz kurz aussetzte, nur um dann wieder zu rasen. Sie blickte einen Moment zu ihm, bevor ihre Augen wieder auf die Meute gerichtet waren. "Und wer sich dessen nicht sicher ist, dass ich es wirklich durchziehe..", die Meute wurde wieder still. "Der darf gerne nach vorne treten und sich dessen sicher werden, wozu ich in der Lage bin". Ihre Stimme klang deutlich bedrohlicher, als es bisher der Fall war. Es war merkwürdig zu spüren, wie zunächst ihr Herz es mit nur einem Blick geschafft hatte zu rasen und so viele positive Gefühle auszuschütten, mit dem anderen Augenblick aber wieder die Gefühle des Hasses verbreitete. Sie wollte den Maulwurf finden und ihn am liebsten selber auslöschen, aber das würde noch einen Augenblick dauern. "Dennoch!", sie erhob wieder ihre Stimme und stellte sich auf die Füße, um das Fenster hinter sich zu schließen. "Es gibt ebenfalls die Möglichkeit, dass wir einfach nur ausspioniert werden.. Deshalb.. Werden wir mehr Wachposten um das Gebäude herum positionieren.. Ihr werdet euch ablösen, wie und wann könnt ihr selber regeln.. Dafür bin ich nicht zuständig.. Aber ich weiß, dass wir denjenigen schon finden werden, der dafür zuständig ist". Ein Lächeln bildete sich auf ihren Lippen, sie blickte kurz zu ihrem Bruder, der nickte. "Und wenn es Probleme geben sollte.. Dann meldet euch bei mir.. Ich kläre sie liebend gerne mit euch". Es wirkte nicht wirklich so, als würde sie wirklich bereit dazu sein, das Problem selbst zu klären. "Gibt es noch etwas, was ansteht?". Sie grübelten alle ein wenig, aber es wagte sich einer von ihnen zu sprechen: "Was machen wir mit den Spaniern?". Kamila blickte zu ihm rüber, bevor ein Schmunzeln ihre Lippen zierte. "Wir werden uns früher oder später rächen.. Aber ich muss mir noch überlegen, wie..". Sie stoppte kurz ihre Aussage. "Wie wir es ihnen am besten heimzahlen". Sie grinste daraufhin breit. "Aber alles mit der Ruhe.. Zunächst.. Finden wir die Ratte unter uns".
      Ihre Männer wurden ein wenig lauter, sie diskutierten scheinbar über das Thema des Verräters, da lehnte sich Kamila wieder zurück und griff zu ihrem Handy. Für sie war alles inzwischen gesagt, es gab scheinbar nichts, was noch besprochen werden musste. Die Frau wählte Anthonys Nummer, um ihm eine Nachricht zu schicken: 'Wollen wir eine rauchen?' . Ihre Augen blickten hoch zu dem Blonden, während die Männer noch lauter wurden, sie wollte ihm andeuten auf sein Handy zu schauen, aber stattdessen ertönte neben ihr ein lauter Pfiff, der die Jungs wieder darauf aufmerksam machte, dass es noch etwas gab, worauf sie sich konzentrieren sollten. Sie verstummen alle und blickten zu dem Boss im Haus - der Frau. Sie schmunzelte. "Ihr seid für heute entlassen.. Aber ab morgen werden wir wieder härter arbeiten.. Also los, geht euch beschäftigen".
      Kamila deutete auf die Tür, sie sah zu ihrem Bruder, dem sie ebenfalls zunickte. "Ich geh eine rauchen", kündigte sie ihm an und hoffte, dass Anthony mitkommen würde..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Kamila hatte ihre Männer herausgefordert, ihre Abreibung, ihr Verderben abholen zu dürfen, sollte man ihre Warnung und sie selbst nicht ernst nehmen. Natürlich hatte es niemand angenommen, man hatte nichtmal Witze darüber gewissen, irgendwen vor geschickt, um es zu testen. Man hatte sie sofort ernst genommen, ein paar der Männer verzogen das Gesicht bei dem Gedanken, sich von der Brünetten die Eingeweide herausnehmen zu lassen. Für den Blonden schien es auch nicht die beste Art, von der Welt zu gehen, doch wer Kamila in so eine Gefahr setzte, durfte sogar noch schlimmeres erleben. Der Blonde hatte seinen Blick durch die Menge gleiten lassen, ob nicht mit diesen Worten irgendeiner der Männer mit seinem Verhalten oder seiner Mimik bereits erzählte, er würde etwas wissen oder es sogar selbst sein. Es gab keine Geste von Nervösität, zumindest war sowas auf die Schnelle nicht zu entdecken, weswegen er kurz seufzte. Sie müssten den Kerl schnell schnappen, das war auch der Plan der Brünetten gewesen. Denn solange sie den Verräter oder den Spion außerhalb nicht schnappten, würden jegliche Rachepläne letztendlich auf dem Tisch als Bericht bei den Locos landen und sie würden sich vorbereiten, wenn sie nicht kneifen und davor schon die Flucht ergreifen. Es war schwierig gewesen, deswegen wurde auch nochmal am Plan der Wache gefeilt, sie würde mehr Männer Wache stehen lassen. Das Thema ließ die Männer auch gar nicht erst los, auch wenn es für die Chefin bereits geklärt war, zumindest das weitere Vorgehen. Er hörte Vermutungen neben sich, Männer, die es niemals sein konnten, weil sie dies und das taten. Doch hörte er auch Beschuldigungen, es würde derjenige sein, weil er sich dies erlaubte. Kurz seufzte er, die Lautstärke hatte sich nicht wirklich beruhigt, glücklicherweise war der Raum groß gewesen.
      Seine Augen führten ihn jedoch wieder zu Kamila, die ihr Handy herausholte, irgendwas tippte. Er sah an ihr Handy herunter, fragte sich kurz, wem die Nachricht wohl geschickt wurde, aber da erhaschte auch schon die Brünette seine Aufmerksamkeit. Sie sah zu ihm, deutete ihm, er sollte auf sein Handy sehen. Da ergriff es auch schon, runzelte jedoch die Stirn, eine Nachricht war von ihr nicht zu erwarten schließlich waren sie in einem Raum, es war aber auch verdammt laut gewesen.. Doch die Lautstärke änderte sich schnell, als ein Pfiff ertönte und die Männer zum Schweigen brachte. Auch wenn der Pfiff selber nicht von Kamila kam, so waren sie alle trotzdem auf sie gerichtet. Sie hatte damit verkündet, dass sie alle für heute aufhören konnten, sich anderweilig beschäftigen sollten. Das hieß es wohl auch für ihn und für die Flachzange, die er in der Männermenge bereits verlor, was er jedoch auch willkommen hieß. Wenn er aber an die letzten Stunde dachte, dann war es überhaupt nicht verkehrt gewesen, für heute Schluss zu machen. Da nichts mehr zu sagen war, hatten sich die Männer wieder verteilt und er nahm sich die Zeit, auf sein Handy zu sehen. Er erkannte die Nachricht, sie fragte ihn, ob er eine rauchen wollte mit ihr. Gegen eine Zigarette hatte er gerade nichts gegen gehabt, er sah hoch, doch sie war schon längst hinter der Tür verschwunden. Anthony ging er jedoch an, schloss die Tür wieder hinter sich, bevor er mit einem Grinsen Kamila musterte. " Noch eine Stunde mit dem Volldeppen.. Und er hätte gelegen. ", erzählte er mit einem Grinsen, eine Art, für den Feierabend zu danken. Jetzt müsste er aber sehen, wie er den Rest des Tages vergeudet, wenn Kamila noch ihre Arbeit machen musste. Ihm fiel es jedoch schnell ein, vielleicht würde er sich einfach wieder dem Sport hingeben, wenn nichts anderen übrig blieb. Seine Hand griff nach seiner Zigarettenschachtel, zog sich eine heraus und bot Kamila diese an, falls sie ihr Zeug nicht dabei hatte. Dafür hatte er ihr auch die offene Flamme gehalten, damit sie sich ihre Zigarette anzünden konnte. " Was ist deine nächste Aufgabe? ", fragte er nun nach, sah ihr wieder in die Augen, während er einen kräftigen Zug nahm.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Kamila hatte sich zwischen ihren Männern, die das Zimmer verließen, gedrängt und war raus gegangen, um draußen ein wenig frischer Luft zu schnappen. Sie wartete einen Augenblick, aber es dauerte nicht lange, da tauchte auch schon Anthony auf, um mit ihr zusammen eine zu rauchen. Es waren die kleinen Momente, in denen sie dem Mann zeigte, dass er ihr wichtig war und es waren auch diese kleinen Momente, die sie schätzte. Er grinste sie sofort an, die Frau selbst konnte nicht anders und erwiederte das Grinsen. Die ihr hingehaltene Zigarette ergriff sie gerne, auch wenn sie wieder ihre eigenen hatte, ließ sich diese aus anzünden und nahm einen kräftigen Zug davon. "Ist seine Zeit nicht schon sowieso abgelaufen?", fragte die Brünette und blickte zu dem Blonden. "Ich habe bisher nicht gesehen, dass er überhaupt irgendwelche Fortschritte gemacht hat.. Aber mir kommt auch immer wieder in den Kopf, ob er nicht vielleicht die Ratte ist.. Ich meine, warum sollte er es sonst nicht kapieren?".
      Die beiden sahen sich einen Moment lang in die Augen, bevor Kamila schmunzelnd wo anders hin sah. Sie konnte sich nicht auf ihre Arbeit konzentrieren, wenn sie ihn so ansah.. Er löste so viele Gefühle in ihr aus, daß war schon fast zu viel für sie. Manchmal, wenn er sie so ansah bekam die Brünette weiche Knie.. Als würde sie nicht auf ihren Beinen stehen können, manchmal wurde es ihr auch schwindelig, so schnell schlug ihr Herz dabei, aber Anthony fragte sie nach ihren weiteren Aufgaben, sie hatte noch einiges auf der Liste für die nächsten Tage. "Ich habe noch ne Menge zu tun", antwortete sie und blickte wieder zu dem Mann, während sie kräftig an ihrer Zigarette zog. "Aber Oliver hat mir einen Zugang zu dem Polizeiprogramm verschaffen.. Ich werde wohl daran sitzen und nach Informationen suchen.. Wenn die Locos wirklich mit der Polizei arbeiten, dann würde ich gerne wissen, was sie schon über und wissen.. Damit wir gegen steuern können.. Aber diese Datenbank ist riesig, das wird ein wenig dauern". Sie seufzte. Am liebsten würde sie es jemanden anderen auftragen, aber ihr Bruder hatte seine Aufgaben, Elias war nicht da, Anthony hatte ebenfalls seine Aufgaben.. Und sie konnte nicht wissen, wer von ihren Männern die Ratte war.. Es blieb noch Oliver übrig, aber er kümmerte sich derweil auch um was anderes.
      Kamila sah wieder in die Ferne und betrachtete das riesige Grundstück, welches ihr war. Sie waren nach hinten gegangen, um zu rauchen, ein Garten erstreckte sich vor ihnen, es gab auch theoretisch einen Pool, aber der Sommer war schon fast zu Ende, da war dieser auch nicht mehr im Betrieb. Es war vieles grün um sie herum, es gab einige große Bäume, Sitzgelegenheiten.. "Aber ich habe eine Aufgabe für dich, wenn du magst". Die Frau rauchte zu Ende und warf ihre Zigarette in den Aschenbecher, der dort stand. "Elias hat ein paar Männer aufgegabelt, die vielleicht nützlich sein könnten... Magst du sie ein wenig prüfen? Du gibst dir schon so viel Mühe mit der Flachzange.. Und vielleicht bringt es ihm was.. Wenn nicht.. Dann weiß ich nicht.. Dann ist er wirklich nutzlos". Kamila strich sanft über dem Arm des Blonden. "Sie sind zu dritt und haben Vorerfahrungen im kämpfen, aber Mike ist zur Zeit ein wenig gestresst und du hast gut Erfahrung mit".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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      Kamila sprach etwas wichtiges an, was ihm bisher noch gar nicht richtig in den Sinn kam. Seine Zeit würde bald ablaufen, wenn sie es denn nicht schon tat. Er versuchte sich daran zu erinnern, wann seine Zeit überhaupt begann, er konnte sich an das Gespräch mit Kamila über ihn erinnern, doch nicht an den Tag, an irgendeine Schätzung. Er seufzte, er konnte ihre Frage nur mit einem Schulterzucken erwidern, er müsste nochmal darüber nachdenken. Doch ob sie nun vorbei war, bald ablaufen wird oder ob er noch Zeit hätte, Anthony wird ihm die Zeit nehmen, wenn er ihn weiterhin so fertig machte. Denn es war nicht darüber zu denken, dass er irgendwas gut machen würde und da er nun einen Eintrag in seinem Strafregister hatte, so war er nicht für eine ähnliche Aktion wie zuvor zu gebrauchen. Womöglich würde er noch als menschliches Schutzschild dienen, doch von dieser Aufgabe würde er vermutlich auch flüchten. Sie erzählte ihm von ihrer Meinung über ihr, er könnte die Ratte sein, die hier jegliche Informationen weitergab, anders war seine Zurückhaltung nicht zu erklären. Er hatte einen Zusammenhang erkannt, den er sich jedoch nicht wünschte. " Solange er nicht kampffähig ist.. Würde er auch nicht gegen die eigenen Leute kämpfen müssen. ", setzte er ihren Gedanken fort, hatte damit sogleich auch den Rauch aus der Lunge geholt. Aber sie konnten vieles denken, sollte jedoch wirklich etwas dadran sein, dann müsste auch der Cousin der Flachzange unter Verdacht gestellt werden, er hatte ihn schließlich überhaupt erst hierhin geschleppt.
      Es war aber auch ein echter Glückstreffer gewesen, zum Trainieren sich den Idioten ausgesucht zu haben, mit ihm war ja wirklich nichts anzufangen.. Er schnaubte kurz, hatte mit dem Blick zur Seite alles über ihn verworfen, um ihre Aufgaben zu hören. Sie hatte noch eine Menge zu tun, da würde sie sich jetzt nicht noch ausruhen, aber sie sah auch noch ganz gut aus. Mit der Datenbank der Polizei wollte sie sich beschäftigen, da hatte er sich selbst kurz daran erinnert, was er selbst alles von Mike und Kamila gesehen hatte. Er bekam sofort mit ihrem Haftantritt Dinge zugeschickt, um sich auf ihr Verhalten einstellen zu können. Doch hier ging es um die Gesamtheit aller Dinge, die von der Polizei aufgenommen wurden, was vermutlich nicht wenig war. Ihr Seufzen hatte auch bereits gedeutet, wie wenig Lust sie doch darauf hatte, da entlofh ihm ein Lachen. Sonst würde er ihr die Aufgabe für einen Moment abnehmen, damit sie ihre Ruhe bekommen konnte. Ihr Blick schwiff zum großen Garten, er folgte ihr und sah sich ein wenig um. Doch mit der Aussage, er würde eine Aufgabe bekommen, sah er wieder zu der Brünetten. Elias hatte ein paar Männer gefunden, sie hätten anders als bei der Flachzange Vorerfahrungen, es klang schon so, als wäre es deutlich einfacher mit den Dreien zu arbeiten. Er nickte, er war am überlegen gewesen, aber durch das Streichen am Arm hatte er das schneller als gedacht beendet. Er sah zu ihrer Hand, schmunzelte, aber darum sollte er sich jetzt nicht kümmern. Anthony warf die Kippe in den Aschenbecher, stieß den letzten Rauch aus, bevor er nickte. " Ich machs.. Dann sieht die Flachzange vielleicht auch mal, wie es eigentlich aussehen sollte. " Dieses Mal war er mit dem Seufzen dran, er hatte ihm ausdrücklich gesagt, dass der Blonde ihm jederzeit eine Kugel durch den Kopf jagen könnte. Welchen Grund er dabei hatte, war nichtmal abzusehen. Aber er dachte nach, wenn er womöglich die Ratte war, dann bräuchten sie ihn vielleicht noch.. " Wenn seine Zeit rum ist.. Brauchst du ihn noch, aus Informationszwecken? ", fragte er nun, denn tot würde Luke nicht viel bringen, auch wenn womöglich damit die Ratte tot war. Dann würde er ihn einfach irgendwo festhalten und sich zusammenreißen, dass er nicht vielleicht doch eine Kugel abkriegt. Seinen Gedanken dienten jedoch kurz den drei Männern, die er prüfen sollte. Wenn sie erfahren waren, würde es ziemlich schnell gehen. Dann könnte er sich noch einen Kopf darum machen, ob er diesen Abend oder den nächsten nehmen würde, um einen der Städte abzuklappern. Die Männer waren aber noch zu informieren, überhaupt erst zu finden, es würde sowieso auf den nächsten Abend hinllaufen. Ein Windstoß kam an den Beiden vorbei und grinsend hatte er sich schützend vor Kamila gestellt, damit der Wind nicht so an ihr vorbei zieht. Es war nur wieder eine Ausrede gewesen ihr Nahe zu sein, denn so hatte er wieder einen guten Blick auf sie gehabt.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Anthony setzte den Gedanken weiter fort und Kamila nickte ein wenig nachdenklich. Ja, wenn Luke wirklich die Ratte war, war es ein geschicktes Spiel von ihm, sich einfach nur dumm zu stellen. "Aber..", Kamila seufzte. "An seiner Stelle würde es mir tierisch auf den Sack gehen.. Wenn ich ständig Prügel einstecken müsste, ohne mich wehren zu dürfen.. Ich meine überlege mal, wie oft du ihn schon verprügelt hast!". Ihre Augen blickten zu Anthony. "Ich weiß nicht.. Einerseits.. Kann ich mir das gut vorstellen.. Andererseits.. Ist es auch nur eine Flachzange". Sie war sich nicht ganz sicher, was das Beste war, was man aus dem Lappen machen konnte, aber irgendetwas musste her. Man konnte ihn nicht einfach erschießen, beziehungsweise.. Es ging schon, aber vielleicht könnte man einen größeren Nutzen darauf holen, wenn man Informationen aus ihm rausprügeln würde. Vielleicht würde man so auch herausfinden, welchen Schwachpunkt die Locos hätten, irgendeinen müssten sie ja haben. Jeder hatte einen Schwachpunkt, auch Kamila, aber sie hielt ihn gut unter dem Verschluss, es gab bis auf Mike niemanden, der von ihm wusste.. Nun, vielleicht Anthony, aber er hatte keine Ahnung, dass es wirklich ihr Schwachpunkt war.. Er konnte dennoch nicht die Ratte sein, niemals. Es waren zu viele Zufälle, die die beiden zu dem gebracht haben, wo sie heute standen. So, wie ihr kennenlernen passiert ist.. Niemals hätte irgendjemand es vorher planen können, dass sie nur die Augen für ihn bekommen wird.. Nein, sie vertraute ihm, auch wenn die Angst bestand, dass das Vertrauen vielleicht nicht ganz schlau war.
      Kamila sprach die neuen Herrschaften an, die Elias aufgegabelt hatte, woraufhin Anthony nicht lange brauchte, um dem zuzustimmen, er würde sie ein wenig unter seine Fittiche nehmen. "Ich denke, sie sind gut bei dir aufgehoben", bestätigte die Frau und lächelte sanft, während ihre Augen den Mann bei sich musterten. Er fragte auch nach, was er nun mit der Flachzange machen sollte, daraufhin seufzte wieder die Brünette. "Ich weiß es nicht.. Ich glaube, man könnte vielleicht etwas aus ihm raus prügeln, aber ich bin mir dessen nicht sicher.. Ich glaube, er weiß nichts, selbst wenn er die Ratte ist.. Du hast die freie Hand, ihn zur Not zu erschießen". Wenn er denn überhaupt dazu in der Lage war, dessen war sich nämlich die Frau nicht so ganz sicher. Sie hatte Anthony schon dabei gesehen, wie er sich prügelte, wie er sie beschützen wollte, aber konnte er einfach so ein Leben auslöschen, ohne großes wenn und aber? War er so eiskalt, wie er der Rest der Truppe war?
      Anthony hatte sich bewegt und sich näher zu der Frau hingestellt, weshalb sie von der Ferne zu ihm blickte. Ein sanftes Lächeln war auf ihren Lippen zu sehen, während sie sich kurz umblickte, ob jemand in der Nähe stand. Sie nutzte die Gelegenheit und zog den Mann vor sich an seiner Kleidung zu sich, um ihre Lippen auf seine zu drücken. Sie wollte ihm einen Kuss von sich aus geben, hier draußen, nicht nur in ihrem Schlafzimmer, in ihren vier Wänden. Es war nicht so, dass sich die Frau schämte, sie war nur gerne sehr vorsichtig und zeigte nicht gerne der Welt alles mögliche, so wie ihre besondere Beziehung zu Anthony. Von dem ließ sie auch langsam wieder los. "Ich muss wieder arbeiten.. Kommst du heut abend rüber?". Sie strich sanft über seine Brust und ließ auch von der Kleidung wieder los. "Du kannst auch schon vorher rüber kommen".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Die Beiden wussten nicht wirklich, was sie mit der Flachzange machen sollten. Sie konnten nicht in seinen Kopf blicken, es war ja schon schwer gewesen, dass er irgendwas von sich aus von sich preisgibt. Er war ein kleines Rätsel gewesen, welches sich nur durch Glück in diesen vier Wänden wohl fühlen durfte. Dabei konnte man es vielleicht auch nicht wirklich als wohl fühlen bezeichnen, denn wie Kamila bereits sagte, die Prügelei auf Luke hatte sich gehäuft. Anders war aber auch gar nicht mit ihm zu arbeiten, denn selbst wenn der Blonde es mit bloßen Worten versucht, ihm eine Trainingspuppe vor die Nase hielt, sein kleiner Finger zuckte nicht mal. Ob er es nun versuchen wollte oder nicht, ob es nun wegen der Einschüchterung war, er sollte wissen, dass sein Leben auf dem Spiel war und wer damit nicht aufschreckt, der hatte kein Interesse an einem schlagenden Herzen gehabt. Anthony wusste auch gar nicht, wie oft er ihn nun deshalb warnte, aber es zeigte keinerlei Wirkung bei ihm. Als hätte er schon mit seinem Leben aufgegeben, lange bevor der Blonde sich um ihn zu kümmern versuchte. Doch letztendlich war es ihm egal gewesen, er hatte mit Kamila abgesprochen, nach dem Ablauf würde er ihm einen Kopfschuss verpassen. So wusste auch der Blonde, zu was er verpflichtet war, wenn die Flachzange keinen winzigen Fortschritt macht. Dabei musste er doch nicht mal zu einer Kampfmaschine werden, nur verteidigen sollte er sich können, damit er nicht sofort umgelegt werden könnte..
      Kamila hatte ihm trotzdem bezüglich den anderen drei Männern vertrauen geschenkt, was ihn erleichterte, denn die Flachzange war nicht der beste Vorzeiger dafür gewesen, ob sein Training wirkte oder nicht. Dafür konnte er sich dann mit den Männern austoben, sie müssten schließlich wissen, was sie da im Kampf machen. Er würde sich jedoch erst nach ihnen umsehen, vielleicht auch einfach die Informationen von Elias bekommen, das würde die Suche vereinfachen. Sie gab ihm noch den Bescheid, er könnte ihn notfalls erschießen. Der Blonde nickte deswegen, er würde sich auch nicht mehr ewig mit ihm rumschlagen, dafür war er sich zu Schade. Die Brünette sprach ja bereits darüber, dass er sich Mühe machte, das war ihm am Wichtigsten gewesen. Sie hatte sich nun aber ein wenig umgesehen, er runzelte die Stirn, ob sie nicht vielleicht irgendwas auffälliges gehört hatte, es zeigte sich aber anderes. Ihre Finger zogen an seiner Kleidung ihn näher an sich und als er ihre eigentliche Absicht sah, musste er breit schmunzeln. Er durfte wieder ihre zarten Lippen spüren, ein guter Austausch für das, was er danach zuhören bekam. Da sie doch soviel zu tun hatte, musste sie sich auch wieder dadran setzen. Er nickte verständlich, ließ sich jedoch ungerne von ihr lösen. " Je nachdem, was die Zeit sagt.. ", antwortete er, doch am Abend würde er defintiv wieder bei ihr sein. Den Moment nahm er sich noch, in ihre Augen zu sehen, bevor er zögernd den Vortritt nahm und ihr die Tür offen hielt, damit sie wieder ihrer Arbeit nachgehen konnte. Es war aber aus kompliziert zwischen ihnen, was waren sie denn jetzt?

    • Kamila Kayla Redstone
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      "Ich schlafe nicht, wenn du nicht kommst", es war eine kleine, süße Drohung, die eigentlich mehr als Spaß gewertet werden sollte, sie würde definitiv ohne ihn schlafen gehen, denn auch Anthony hatte seine Aufgaben zu erledigen. Klar, sie hatten nun irgendetwas miteinander und solange es noch ausgesprochen wurde, fühlte sich die Brünette wohl damit, aber sie verlor ihren Fokus nicht, sie tat es nie, jedenfalls bisher nicht. Die Frau wusste, was sie war, was sie vorhatte und zu was sie fähig war, deshakb war ihr ihr Fokus so wichtig und es ging recht gut, solange Anthony nicht in ihrer Nähe war.. Denn dann, versuchte ihr Kopf ständig umzuschalten. "Ich überlege mir auch was, wegen der Flachzange". Mit einem kurzen Nicken ging Kamila dann vor und blickte ein letztes Mal über die Schulter, bevor sie wieder verschwand, um ihrer Arbeit nachzugehen.

      Die Tür zu ihrem Büro stand offen, während das Fenster ebenfalls offen stand und die durchsichtigen Gardinen durch den Wind hin und her geweht wurden. Kamila war hier fast alleine, die meisten Räume, wie auch das Haus gehörten ihr, doch hier hatte sie das Büro in der Ecke, damit ging keiner einfach so vorbei und sie konnte die Tür offen lassen. Seit dem sie vorhin mit Anthony auseinander gegangen war, um ihrer Arbeit nachzugehen, hatte sie die nächste Zeit damit verbracht, sich durch die Datenbank der Polizei durchzulesen. Durch das offene Fenster konnte sie auch nebenbei rauchen, aber die Frau vermied sonst jegliche Ablenkungen. Sie saß an einem massiven Schreibtisch und klickte sich an ihrem Laptop durch die Seiten, die sie da fand. Es war eine schreckliche Arbeit, vor allem gab es zu ihrer Person viel zu viele Einträge, vor allem auch welche, mit denen sie gar nicht einverstanden war. Es gab viele Kleindelikte, die ihr und ihrer Gang zugeschrieben wurden, aber eigentlich war sie nicht daran beteiligt gewesen, oder ihre Jungs, vielleicht wusste sie aber auch nichts darüber, was ihre Jungs immer trieben, sie kamen manchmal auf die dümmsten Ideen.
      Sie fand auch vieles frühere unter den Nachnamen 'Redstone', welches durch das schlechte Programm dort gelandet war. Es waren Anzeigen, wahnsinnig viele Anzeigen gegen ihren Bruder Mike, der in seiner Jugend vieles angestellt hatte, doch je weiter sie zurück ging, desto mehr der Anzeigen fand sie. Sie waren nicht nur alle gegen ihren Bruder gestellt, es gab noch welche, der ganz anderen Sorte. 'Ruhestörung' 'Gewalt in der Familie' 'Erneute Ruhestörung'.. Davon gab es einige hunderte und sie waren alle gegen die Familie Redstone. Neugierig öffnete Kamila eines dieser, sie erinnerte sich nicht daran, dass Mike eine Anzeige gestellt hatte oder deshalb die Polizei bei ihnen gewesen war, aber die dazugehörigen Protokolle bewiesen Kamila, dass es noch Nachbarn gab, die alles mitbekommen haben.
      "Ich kann sie schreien hören.. Ganz laut.. Als würde man ihr Schmerzen zufügen".
      "Ma'am sind sie sich dessen sicher? Wir haben vorhin eine Streife dort hin geschickt, da war nichts"
      "Natürlich bin ich mir dessen sicher, da wohnen zwei Kinder.. Mit dem Mann.. Und der Ältere hat immer Schrammen überall!"
      "Jungs in diesem Alter prügeln sich gerne!"
      "Ja, aber das Mädchen sieht man auch nicht mehr aus dem Haus kommen! Obwohl ich sie schreien höre!"
      "Ich schicke eine erneute Streife dort hin".

      Fall zu Akten gelegt. Fehlmeldung.


      Auch wenn sich Kamila dort weiter durchlas, alle dieser Meldungen und Anzeigen landeten wieder in den Akten. Warum hatte sie nie davon mitbekommen, dass die Polizei da war? Die Nachbarn haben es doch gehört.. Und sie dachte jahrelang, es wäre einfach allen alles egal gewesen, schließlich waren ihre Schreie sicherlich bis nach draußen zu hören, wenn er ihr wieder wehtat. Mit einem Stirnrunzeln lehnte sie sich zurück und spielte mit dem Gedanken, ob sie nicht noch einmal mit ihrem Bruder reden sollte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anthony seufzte, als sie in der nächsten Ecke in die Richtung ihres Büros verschwand. Die letzten Tage schienen viel zu schnell zu vergehen, vorallem die Abende waren zu schnell vergangen, während die Mittage Ewigkeiten zum vergehen brauchten. Es war die immer stärkere Sehnsucht nach der Brünetten, die er ohne weitere Beschäftigung eher schwerer beistehen konnte. So war es jedoch gewesen, sie sind sich während ihrer Genesung deutlich näher gekommen, als er es überhaupt ahnen konnte. Sie zeigte ihm ihren weichen Kern, was er doch sehr schätzte und es schien so, als wäre sie in ihrer eigenen Art einer Beziehung, oder empfand es bloß der Blonde so? Er konnte es nicht erkennen, dabei strahlte er jedes Mal bei ihrer Zärtlichkeit, konnte nicht lange seine miese Miene ziehen, vorallem nicht wenn sie vor ihm stand. Sie hatte ihn im vollkommen im Griff, er wusste gar nicht, wann es überhaupt begann. Mit dem Augenkontakt hatte er sich in ihr verloren und er machte keine Anstalten, sich einfach dem hinzugeben. Er würde lügen, wenn er sagen würde, diese Beziehung würde ihm nicht gefallen, sie jeden Abend in seinen Armen haben zu können und ihr ein Gefühl von Sicherheit schenken zu können, doch war es immer noch nicht offizieel zwsichen den Beiden. Musste es denn überhaupt? Kamila würde er nicht darüber ausfragen, er bezweifelte, dass sie eine Antwort hatte. Mit seinen Fragen wollte er sowieso vorsichtiger umgehen, denn die Frage über ihre Gefühle war für sie anstrengend genug gewesen. Es würde ihm schon gut tun, wenn er nicht zu allem eine Antwort findet, so schwer es für ihn ist.
      Sein Blick wandte sich einige Momente später ab, denn jetzt musste er noch seiner eigenen Aufgabe nachgehen. Damit müsste er zwar wieder die Flachzange bei sich behalten, er musste aber nichts sagen und nur zusehen, das wird auch für ihn deutlich gemütlicher ausfallen. Elias war nicht da gewesen, doch dafür suchte er Mike auf, der trotz seines Stress' einen Moment Zeit für ihn hätte.
      Er klopfte an, bevor er eintrat, Anthony zögerte nicht lange das Thema anzusprechen. Man sprach kurz über die Männer, Mike hatte ein paar Informationen bekommen, da er grundsätzlich derjenige war, der die Männer prüfen sollte. Aber die Arbeit nahm er ihm wohl ab, wenn er nicht die Zeit dazu hatte. Es war nur ein kurzes Gespräch, der Blonde wollte gar nicht solange stören, weswegen er auch wieder ging. Die blaue Wange war immernoch da, die Nase sah aber ohne das eingetrocknete Blut besser aus.

      Er hatte die Männer einzelnd geholt, da er gar nicht wusste, wie lange er für den einzelnen Mann bräuchte. Jedes Mal ermahnte er Luke jedoch, er sollte lieber aufpassen, denn da die zwei Wochen bereits vergangen ging es nur noch darum, wie lange der Blonde die Lust auf weiteres Training hatte und wie lange es bräuchte, bis Kamila vielleicht etwas für Luke gefunden hatte. Die Erfahrungen der ersten beiden Männer war deutlich zu erkennen und zu spüren, sie hatten eine andere Fußarbeit gehabt, als die er bisher bei Luke feststellen konnte. Doch man erkannte schnell, wo die Probleme des Gegenüberen lagen, es waren aber überraschenderweise nicht viele gewesen. Er hatte sich erst nur ein paar Schläge, Tritte zeigen lassen, wie sie auswichen und blockierten. Interessanter war es aber bisher immer gewesen, wie sie die ganzen Dinge im Kampf ineinander verschmolzen. Anthony hatte es gefallen, wieder Herrschaften vor sich zu haben, die ihn auch trafen, deutlich härter. Es war auch letztendlich ein starker Tritt gewesen, den er gar nicht kommen sah, der Anthony zum Schmunzeln brachte. Er beendete den Kampf, denn die Uhr zeigte die bald kommenden Abendstunden an, die er immer bei Kamila verbrachte. Da war es ein guter Zeitpunkt gewesen aufzuhören, denn bisher war er überzeugt gewesen. Einer fehlte ihm jedoch noch, diesen hatte er letztendlich aufgesucht, um ihn darüber Bescheid zu geben, dass er morgen rechtzeitig da zu sein hatte. Das Gesicht kam ihm so bekannt vor, doch er hatte es gar nicht richtig erkannt, weswegen er es schnell sein ließ. Nur kurz hatte er die Nachricht überbracht und ging auch wieder, wenn auch etwas verwirrt.
      Sein Blick ging auf die Uhr des Handys, er hatte noch genug Zeit, weswegen er erst duschen ging. Doch auch danach schien es nicht so, als wäre sie womöglich schon in ihrem Zimmer, also hatte er den Weg zu ihrem Büro genommen. Er klopfte ruhig, bevor er wieder die Tür aufmachte und eintrat. Der Blonde konnte sein Lächeln gar nicht zurückhalten, er wagte es nicht mal es weiter zu versuchen. " Bist du fertig.. Oder muss ich dich raustragen? ", fragte er nach, bevor er zu ihre Arbeit linste.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Kamila hatte sich ein wenig zurück gelehnt und darauf gewartet, dass sie sich an irgendetwas erinnern würde, aber Fehlanzeige, in ihrem Kopf gab es keine einzige Erinnerung daran, dass die Polizei da gewesen ist. Es gab kein Klingeln, es gab auch keine Unterbrechung.. Es hat sich keiner von ihnen darum gekümmert, dass sie regelmäßig geschrien hatte, wirklich regelmäßig. Nicht einmal, als Mike ein Mal den Krankenwagen gerufen hatte war das Jugendamt gekommen, um festzustellen, woher die beiden Jugendlichen so viele Verletzungen hatten. Irgendetwas stimmte dabei nicht, aber Mike musste es besser wissen, als Kamila. Er hatte immer gesagt, er kümmert sich um alles, nachfragen war einfach nicht erlaubt gewesen.
      Die Brünette sah weiter nach. Die meisten der Fälle waren zu Akten gelegt, es wurde nichts unternommen, aber warum? Was war der Grund dafür gewesen, dass niemand geholfen hatte, dass es der Polizei egal war? Sie schüttelte ihren Kopf und gab etwas anderes in der Suche ein, sie gab den Namen des Mannes ein, mit welchem ihre Mutter sie gelassen hatte und mit welchem die Hölle überhaupt angefangen hatte. Das Programm suchte, es suchte und suchte noch weiter, bis der Zugriff verweigert wurde. Die Brünette runzelte die Stirn. Zugriff verweigert? Was sollte das denn bitte heißen? Sie suchte noch einmal nach dem Nachnamen Redstone, um zurück zu den Meldungen von vor gut vierzehn Jahren zu kommen, sie konnte doch auf alles zugreifen, warum nicht zu dem ersten Mann in ihrem Leben, der dieses zerstört hatte. Es gab nur zwei, neben den ganzen hunderten, denen sie ihren Körper verkaufen musste. Kamila seufzte, sie wollte Oliver anrufen und klar stellen, warum ihr Zugriff verweigert wurde, aber sie konnte nicht verraten, warum sie es wissen musste.
      Noch bevor sie wirklich darüber überlegen konnte, wie sie Oliver erklären konnte, dass ihr Zugriff verweigert wurde wurde die Frau von etwas ganz anderem aus den Gedanken gerissen. Anthony war reingekommen und wollte sie scheinbar abholen, um den Abend zusammen zu verbringen. Ihr war es nicht danach, ihr war es nach gar nichts, außer weiter zu kommen, diesen Mistkerl vielleicht zu finden, den sie seit Jahren suchte, aber sein Lächeln bewirkte etwas, was ihr die Wut darüber, dass es nicht so funktionierte wie sie wollte, ein wenig nahm. Er hatte geduscht, die nassen Haare machten es ihr deutlich und wäre sie nicht so schlecht drauf, würde sie ihn ebenfalls anlächeln. Kamila seufzte. "Ich bin kaum weiter gekommen", gab die Frau zu und seufzte noch einmal, bevor ihre Mundwinkel doch ein wenig zuckten. "Aber wenn ich jetzt nicht mitkommen befürchte ich, dass du mich hier wirklich raus tragen wirst". Sie würde es dem Mann wirklich zutrauen, deshalb lehnte sie sich vor und schloss den Laptop, ohne die Seite zu schließen. Morgen würde sie weiter suchen, vielleicht Mike darauf ansprechen, ob er eine Ahnung hatte, ob er ihr wenigstens irgendetwas sagen könnte. Argh... Da war das Ziel, welches sie sich ursprünglich gesetzt hatte wieder aus den Augen..
      "Wollen wir noch eine Rauchen, bevor wir was zusammen machen..?". Sie erhob sich, um ihre Sachen zusammen zu suchen und blickte dann kurz zu Anthony, um ihm doch zuzulächeln. "Oder wollen wir was trinken hier?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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