[2er RPG] No Good For You

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • Sein eigenes Lächeln hatte etwas in ihr umgeschaltet, denn auch sie war für den Moment am lächeln, wieder am strahlen gewesen. Es würde jedoch nicht lange dauern, denn sie war sichtlich erschöpft und angestrengt gewesen, lange auf den Schmerz musste sie vermutlich auch nicht warten, wenn es denn mit der Seitenlage verbessert wurde, denn da begann sie üblicherweise ihr Gesicht etwas zu verziehen. Und das musste sie nicht in sich hineinfressen, irgendwie versuchen das Lächeln aufrecht zu erhalten, denn er war sich ihren Schmerzen und ihren Verletzungen bewusst. Sie hatte auch keine Möglichkeit ruhig zu schlafen, denn sie war bereits einige Male unruhig geworden aus welchen Gründen auch immer, Anthony wollte lieber nicht nachfragen. Denn sie atmete hin und wieder immer wieder flach, musste sich auch erst wieder nach dem Sprechen entspannen, da wollte er nicht noch weitere Fragen stellen. Dann würde er sie wohl versuchen wach zu halten oder dafür zu sorgen, dass sie während ihres Schlafs ihre Ruhe bekommt. Doch er konnte nicht viel dagegen anrichten, sie musste es irgendwie durchhalten. Der Blonde wäre jedoch da, wenn sie wieder aufwachen würde, oder auch jemand anderes. Sie würde nie alleine sein, es wird immer jemanden geben, der sie aus ihrem Albtraum zieht.
      Kamila war am Zögern gewesen, als er bei ihr nachfragte, ob sie noch irgendwelche anderen Informationen bräuchte. Er wartete aber geduldig, sah für diesen Moment von ihren Augen, um sie nicht noch irgendwie dabei zu hetzen. Die Frage kam schließlich, als er kurz die Temperatur des Tuches fühlte um abschätzen zu können, ob er es nicht wieder in das kalte Wasser tunken muss. Ihre Worte überraschten ihn aber, so auch sein Herz, welches verwirrt für einen Moment aufhörte weiter zu schlagen. Anthony nahm die Hand von dem Tuch an ihrer Stirn, ließ ihn kurz mustern, bevor er mit einem Schmunzeln nickte. Ihr Blick fing ihn wieder ein, weswegen er wieder in ihre Augen sah. Die Brünette fragte wieder nach, dieses Mal ein wenig genauer, fragte auch nach verlorenen Männern. " Ich bin unversehrt.. ", antwortete er dieses Mal deutlich mit Worten und dachte nach, wie es wohl den anderen Männer ging. Sie waren alle versorgt gewesen, waren alle auf den Beinen gewesen. " Die Männer sind leicht bis schwer verletzt.. Aber alle auf den Beinen, von Toten habe ich nichts gehört.. ", antwortete er weiter und atmete tief aus, da stellte sie weitere Fragen, die er ihr keinerlei böse nahm. Sie lag hier nun, wird es wohl auch noch eine Weile tun, und irgendwie musste sie ja an Informationen kommen. Er bot es ihr dazu an und wenn es ihr dabei half, etwas abzuschalten, dann würde er es auch weiterhin tun. Ein Gespräch wäre wohl nicht schlecht für sie, damit war sie ein wenig abgelenkt. Ihre Frage brachte ihn zum nachdenken, doch letztendlich nickte er. " Ich werde dir aber helfen müssen.. Oder du nimmst ein Bad. ", bot er ihr weiter an, wusste aber selber nicht, ob in der Wanne auf dem Rücken zu liegen ihr gefallen würde. Irgendwie musste es jedoch gemacht werden, wahrscheinlich auch eher gemeinsam, denn Kamila würden viele Bewegungen weh tun. Er kannte bereits ihren Körper, was das Ganze womöglich etwas angenehmer gestalten könnte. Seine Gedanken waren aber wieder weg, als sie so erschöpft die Augen schloss. Vielleicht würde sie aber auch gleich wieder schlafen, wenn das Reden sie so erschöpfte, wenn sie es denn zulässt.
      Mit dem nächsten Augenaufschlag hatte sie ihre Augen auf seine Hände gerichtet, die er beim Vorlehnen leicht ineinander verschränkte. Seine Ellenbogen platzierte er auf seine Oberschenkel, um es selbst irgendwie zu schaffen dauerhaft sitzen zu bleiben. Sie war still gewesen, musste wahrscheinlich kurz wieder ruhig werden und atmen, um weiterhin da zu sein. Ihre Bewegung erkannte er an ihrem Arm, weswegen er diesen hinunter blickte und zur Hand sah, die weiter aus der Decke fuhr. Sie griff nach einen seiner, da löste er die beiden Hände voneinander, damit er der Brünetten seine Hand hinreichen konnte. Kamila sprach wieder, doch sprach damit ihre Angst aus, weswegen er kurz schlucken musste. Sie fragte ihn, was wohl wäre, doch er wusste es selbst nicht ganz. Er konnte sich aber nicht vorstellen, auch wenn jetzt noch der Fieber dazu kam, Kamila war schließlich eine Kämpferin gewesen. Sie war nur am Ende, erschöpft und schwach. Sie griff fester nach seiner Hand, er hielt selbst ihre ein wenig fest, strich mit dem Daumen über ihre weiche Haut. " Du wirst nicht sterben, Kamila.. Dafür sorge ich, ich lass das nicht zu.. ", sprach er ihr zu, versuchte selbst ruhig zu bleiben. Sein Blick schwiff kurz zu den beiden Händen, es brachte ihn wieder zum Lächeln, doch er sah wieder in ihre Augen. Er konnte nicht wissen, was ihr jetzt am besten gut tun würde, doch er versuchte einfach alles zu erwidern, was sie machte. " Du wirst gesund werden, zu Kräften kommen.. Und dann machen wir den Locos Angst. ", sprach er weiter, bevor er bestätigend nickte. Er konnte jedoch keinen Tag nennen, weder wann sie genesen würde, noch wann sie mit Angst einjagen dran ist oder ob sie es überhaupt machen werden. Es war alles gerade unplanbar gewesen, zumindest für den Blonden, er war ja nicht lange dabei gewesen. " Möchtest du es im Bad versuchen oder liegen bleiben? ", fragte er nun nach, um sie wieder auf andere Gedanken zu bringen.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Anthony war unversehrt, was Kamila zufrieden seufzen ließ, denn auch ihr Blick bestätigte ihr die Tatsache, dass ihm nichts passiert war. Er sprach weiter, die Männer waren noch am leben, was sehr gut war, damit ließ sich arbeiten, auch wenn Kamila noch ein wenig schwach war, sie musste ja wissen, was um sie herum passiert war. Der Mann stimmte auch einer Dusche zu, auch wenn er anmerkte, dass er ihr helfen müsste, womit sie keinerlei Probleme hätte, vor allem nicht, wenn sie sich wieder an die letzte Nacht mit ihm erinnerte. Da hörte sie innerlich auch wieder die Handschellen klicken, woraufhin sie innerlich schmunzelte es war ein guter, gemeinsamer Spaß gewesen, den sie gerne wiederholen könnten, aber da war die Frage wieder, was danach passiert war. Darum musste sich die Frau auch noch kümmern, aber langsam und alles mit der Ruhe.
      Kamila griff zu der Hand des Blonden und betrachtete seine Reaktion darauf, ob sie vor allem nicht zu weit damit gegangen war, aber scheinbar nicht, denn er verstärkte den Druck, woraufhin sie sich auch mehr traute und die Finger miteinander verschränkte. Sein Daumen strich über ihre Haut, da schloss sie für einen Moment die Augen und genoss es sichtlich, solche Zärtlichkeiten zu bekommen. Er sprach ihr gut zu, er würde dafür sorgen, dass sie leben würde, woraufhin die Brünette auch wieder schmunzelte, ja damit würde die es definitiv schaffen, ohne wenn und aber, deshalb strich auch ihr Daumen über seine Haut ganz sanft. "Angst?", fragte sie letztendlich und grinste ein wenig, auch wenn es anstrengend war. "Wir werden sie fertig machen". Kaum ausgesprochen musste Kamila husten und das nicht gerade wenig, aber kaum wieder beruhigt verzog sich auch schon ihr Gesicht, denn es schmerzte in der Brust. Kurz hielt sie die Luft an, wartete einen Augenblick bis es nicht mehr zog, dann atmete die Frau auch schon wieder recht flach. Sie schmunzelte dennoch, jetzt hatte sie ein Ziel, sie wollte schnell auf die Beine kommen, was sie auch mit Sicherheit tun würde, wenn es nicht das Fieber geben würde welches den Raum sich wieder drehen ließ. Die Brünette schloss die Augen, sie wollte es überstehen, ohne dass es ihr übel werden würde, doch Anthonys Frage ließ die auch wieder über etwas anderes nachdenken. Stimmt's, sie wollte ja eigentlich duschen gehen, was Kamila vergessen hatte, aber würde sie es hinbekommen stehen zu bleiben? Es war besser, als würde sie in die Wanne gelegt werden, da könnte sie doch nie wieder raus, jedenfalls nicht ohne Hilfe.
      "Hilfst du.. Mir denn?", fragte die Frau recht zurückhaltend und blickte unsicher zu dem Mann nach oben. Der Blonde hat sie schon nackt gesehen, aber die Frage war, ob er ihr überhaupt helfen wollte.. Er konnte es verneinen und das war auch sein gutes Recht, denn so musste er vermutlich mit ihr gemeinsam unter die Dusche, sie musste sich auch nicht großzügig sauber machen, es würde ausreichen einfach nur ein wenig unter dem warmen Wasser zu stehen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Seine Worte hatten aus ihr wieder das Verhalten heraus gelockt, welches er bei ihr kennenlernen durfte. Es schien gerade nämlich alles so fremd, auch wenn sie bereits zu ihm auf das Bett ging und mit ihm kuschelte, worauf die schöne Nacht entstand. Doch es war so seltsam gewesen, schließlich war sie nach der Fahrt wütend ins Haus gestürmt, als er halbwegs seine Gefühle für sie gestand. Mike sagte ihm bereits, sie mache sich gerne härter als sie eigentlich ist, das aus ihnen etwas werden könnte, doch war es richtig, seinen Worten zu vertrauen? Kamila schien selbst zumindest nicht abgeneigt von ihm, so wie es für eine Zeit lang war, womöglich war es aber auch nur die Langeweile, das hohe Fieber, welches sie so ausknockte. Anthony war immer an der gleichen Stelle stehen geblieben, war nur am Vermutungen aufstellen, denn aus der Brünetten wurde er nicht so schnell schlau. Er konnte sich nur selbst fragen, was wohl war, wo er dran war, denn sie würde so auch keine Antworten geben. Sonst würde er sie wieder in die Flucht schlagen, sich nur wieder selbst schaden. Anthony war viel am überlegen gewesen, schlief mit ihr in Gedanken ein, wachte mit ihr im Kopf wieder auf. Er schlich sich schnell wieder aus seinem eigenen Labyrinth, denn er musste jetzt für Kamila da sein, solange sie ihn ertragen konnte.
      Er kam im richtigen Moment wieder zu sich, denn die Brünette hustete plötzlich, weswegen er etwas aufschreckte. Er konnte nichts tun, es nur anzusehen war schlimm, doch Kamila hatte da wesentlich größere Probleme gehabt. Anthony achtete dadrauf, dass sie sich wieder beruhigte, sonst müsste er sich um Hilfe kümmern. Viel darüber nachdenken musste er aber nicht, denn sie wurde von selbst ruhig und wusste selbst bereits, was zu tun war. Trotzdem kamen danach wieder die Schmerzen, was er ihr sofort an dem Gesichtsausdruck ansehen konnte, aber auch dort konnte er nichts tun. Dafür hatte er aber seinen Damen ein wenig in die freie Hand gedrückt, um sich selbst nicht am ganzen Körper anzuspannen. Ihr Lächeln war aber eine Hilfe für sein eigenes Problem gewesen, er löste langsam seinen Daumen aus seiner Haut und kümmerte sich lieber darum, auch weiterhin ihre Hand zu halten und sie damit ein wenig zu unterstützen.
      Sie dachte wohl kurz nach, ob sie nun wirklich duschen oder baden gehen wollte. Ihre eigentliche Frage stellte sie ihm jedoch sofort, mit einer so zurückhaltenden Art, dass Anthony belustigt schnaubte. Er sah von den Händen wieder zu ihr hoch, nickte mit einem Schmunzeln. " Ich werde dir helfen. ", bestätigte er ihre Unsicherheit und strich nochmal kurz über ihre Hand, bevor er sich löste und aufstand. Er lief zur Tasche, holte lieber ihre neuen Sachen raus, wenn sie sich schon unter die Dusche stellen wollte. Er sah sich selbst kurz im Zimmer um, während er darüber nachdachte, wie weit er ihr beim Duschen helfen sollte. Wirklich die Arme bewegen sollte sie nämlich nicht, sollte er mit unter die Dusche? Er war aber wieder schnell mit dem Blick bei Kamila, holte deswegen die Klamotten aus der Tasche und legte diese auf das Bett. Anthony stellte sich wieder vor sie und überlegte, wie er sie wieder am besten heben sollte. " Hast du hier dein eigenes Bad? ", fragte er nun nach, damit er womöglich sofort auf dieses steuern konnte. Ihm fiel aber noch schnell ein, dass er die Tür öffnen sollte, weswegen er das tat und sie mit dem Stuhl offen hielt. Danach blieb er auch wieder bei Kamila und nahm die Decke von ihr, bevor er langsam seine Arme unter ihren Körper schob. Den einen hatte er wieder an ihre Kniekehlen platziert, den anderen in der Nähe des Nackens, damit sie sich etwas anlehnen konnte. Damit lief er aus dem Zimmer hinaus und ging mit ihr den Weg zum Bad, er stand dort jedoch vor einer geschlossenen Tür, weswegen er ratlos zu seinen beiden Händen sah. Das war aber nicht drinne, wesegen er die Türklinke mit dem Ellenbogen hinunter drückte und mit dem Handgelenk auch wieder schloss.
      Anthony stand wieder vor einer Herausforderung, hatte sie deswegen nur langsam auf die Beine gelassen, eher gesagt nur auf das eine. Eines der Knöchel war schließlich verstaucht gewesen, weswegen er sie nicht darauf ließ. Noch einmal sah er sie fragend an, bevor er mit einem Schulterklopfen zeigte, dass sie ihn zum festhalten nutzen konnte. Er zog sie vorsichtig aus, ließ die Sachen auf dem Boden liegen. Er musterte nochmal die Dusche, bevor er an sich runtersah. Kurz seufzte er, zögerte ein wenig, doch zog er letztendlich auch aus. Damit war die Situation vielleicht ein wenig besser gewesen, da Kamila nicht die Einzige war. Wieder hob er sie wieder an, stellte sie dieses Mal unter die Dusche und stellte für sie das Wasser an. Damit sah er wieder zu ihr, ob sie irgendwie Hilfe benötigte, wie weit er überhaupt gehen sollte.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Es hatte nicht lange gedauert, da bekam Kamila auch schon die Antwort auf ihre Frage, dass der ehemalige Wächter ihr unter der Dusche helfen würde, was sie schon ein wenig erleichterte. Es war ihr noch immer ziemlich kalt gewesen, auch wenn sie innerlich glühte, weshalb eine Dusche doch besser sein könnte. Der Mann ließ sie auch für den Moment los und begab sich zu einer Tasche, die im Raum stand, er hatte scheinbar Klamotten für sie mitgenommen, woraufhin ihr kleines Herz wieder dahin schmolz. Die Frau schmunzelte auch, als sich der Mann weggedreht hatte und seufzte innerlich, so etwas hatte einfach bisher noch keiner für sie gemacht, bis auf vielleicht Mike, aber er war ihr Bruder und irgendwie dazu verpflichtet so etwas zu tun. Vor allem durch das Fieber war die Mauer, die sie sich sonst aufgebaut hatte deutlich kleiner, als sie sonst war und es fiel ihr so einfach die Gefühle rauszulassen, die sonst nicht an die Oberfläche durften.
      Er fragte nach dem eigenen Bad, woraufhin die Frau nickte, es gab so viele Bäder in diesem Haus hier, da war hier unten auch eines, in dem sie duschen konnte. "In Richtung Küche.. Zweite Tür weiter.. Glaube ich". Es war nicht einfach nachzudenken, wenn er Kopf wehtat und die Erinnerungen sich so merkwürdig anfühlen, aber Anthony hob sie auch schon an und trug sie aus dem Zimmer, um das Bad aufzusuchen. Kamila drückte ihren Kopf trotz der Schmerzen, die sie besaß näher an den Mann und genoss diese Nähe für den kurzen Augenblick, in welchem sie überhaupt vorhanden war, denn schon bald war die Tür zum Bad offen und die beiden wieder drinnen. Er ging behutsam mit ihr um, allein dafür müsste sie ihm einen Oscar reichen, es war schön zu sehen, wie liebevoll sein Umgang mit ihr war. Selbst das Ausziehen ihrer wenigen restlichen Sachen war sehr durchdacht, Kamila konnte sich an ihm festhalten und stand auch schon bald nackt und mit glühenden Wangen vor ihm. Die Wunde am Oberschenkel war versorgt, der Knöchel mit einer Bandage fest gebunden, um weniger Schmerzen zuzufügen, der Rest waren die blauen Flecke und die gebrochenen Rippen, dafür sah man aber an deren Seite einen großen blauen Fleck entlang der linken Seite, weshalb es auch so schmerzte. Die Brünette war auch schon am überlegen, wie sie überhaupt duschen sollte, da war ihr Begleiter aber schneller und zog sich die Klamotten aus. Ihre Brust zog sich zusammen, das Herz setzte für einen Moment aus, bevor es anfing deutlich schneller zu schlagen. Sie mochte es sehr, wenn er seine Klamotten auszog, aber in diesem Moment und vor allem in ihrer Situation brachte es sie mehr aus dem Konzept.. Dabei hatte sie schon so verdammt viele nackte Männer gesehen...

      Sie standen letztendlich beide in der recht großen, ebenen Dusche, die mit schwarzen, großen Fliesen sehr elegant aussah. Das Wasser kam von oben, wie der Regen vom Himmel und selbst die Temperatur war recht angenehm, wobei Kamila den nackten Körper des Mannes vor sich deutlich besser fand. Sie sah zu ihm, während er sie fragend ansah, er wollte ihr scheinbar helfen, aber sie hatte mit was ganz anderem ein Problem, es machte sie nervös, dass er nackt war. Sie konzentrierte sich darauf stehen zu können, hielt sich an der Wand fest und atmete tief durch, ihr Kreislauf würde bald schlapp machen.
      "Nicht runter sehen..", ermahnte sie sich innerlich immer wieder, aber letztendlich sahen ihre Augen an ihm herunter, um eigentlich nach seiner Hand zu greifen, da entdeckten ihre Augen aber etwas, was sie vorher gar nicht gesehen hatte. Ihr Drache zierte Anthonys muskulösen Bauch, auch wenn er eher dezent war, im Gegensatz zu ihrem auf ihrem Bauch. Ein Schmunzeln bildete sich auf ihren Lippen, Neugierde wurde geweckt, wann er sich das Tattoo überhaupt hat stechen lassen. In ihrer letzten gemeinsamen Nacht war es zu dunkel, um es gesehen zu haben, aber jetzt sah sie es deutlich. Dafür streckte sie, auch wenn es schmerzhaft war, ihren Arm aus und fuhr ganz sanft die Konturen des Drachens nach. "Jetzt haben wir wieder was gemeinsam", stellte sie fest, bevor die Brünette zu dem Mann hoch sah und nach seinen Augen suchte. Sie hätte noch was gesagt, aber da drehte sich wieder alles und sie griff nach seinem Arm, um sich festzuhalten. Das Wasser tat ihr zwar gut, das eingetrocknete Blut und der Dreck wurden ausgewaschen, aber der Schwindel kündigte sich wieder an,weshalb sie sich einfach festhielt. "Kannst du.. Mir einfach schnell die Haare waschen.. Ich.. Sollte den Rest hinkriegen"... Wenn auch mit großen Schwierigkeiten, aber sie wollte ihn nicht auch noch darum bitten, ihr ihren Körper einzusteifen..wobei ihr die Idee an sich sehr gefiel.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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      Anthony befand sich mit ihr in der edlen Dusche, für die er sich auch einen Moment nahm, um sie etwas näher zu betrachten. Sein Blick streifte kurz über die schwarzen Fliesen und über die Decke über ihnen, aber letztendlich war er mit den Augen wieder bei Kamila gelandet, bei welcher er kurz die Verletzungen am ganzen Körper betrachtete. Sie war gut verpflegt worden, auch wenn sie immer noch ziemlich angeschlagen aussah mit ihren blauen Flecken, doch viel konnte man gegen diese gerade nicht tun. Da mussten sie einfach abwarten, irgendwann würden sie mit den anderen Verletzungen abheilen und wieder verschwinden. Damit würde es auch Kamila leichter fallen, ihren Job nachzugehen, sich bei den Spaniern zu rächen. Da würde auch der Blonde teilnehmen, schließlich hatten sie Kamila diese Schwierigkeiten gebracht. Er war kurz am überlegen, was diese jetzt wohl machten, was sie nun vor hatten. Womöglich dachten sie ja auch, dass sie Kamila endlich erledigt hatten, vielleicht hatten sie aber auch schon neue Informationen zu ihr bekommen.
      Seine Gedanken verschwanden jedoch damit, dass die Brünette ihren Blick auf ihn hat. Er folgte ihren Blicken und sah kurz nach, wo sie wohl hinsah. Der Blonde ist aber inmitten dessen wohl etwas abgedriftet, denn er sah an sich herunter zum Glied, weswegen er mit gehobener Braue ihr in die Augen sah, warum sie denn da so gerade drauf starrte. Doch er war daneben gewesen, musste deswegen kurz schief grinsen, konnte es aber schnell wieder in den Griff kriegen. Sie sah sich nur das gestochene Tattoo an, von welchem er bereits die Folie abnahm. Er konnte schnell ihre Fingerkuppen an seiner Haut spüren, wie sie mit diesen über die Kontur fuhr. Sie sprach das Tattoo an oder eher gesagt eine weitere gemeinsame Eigenschaft, wobei er sich für einen Moment fragte, welche Gemeinsamkeit sie denn für Kamila noch hatten. Der damalige Wärter sprach es jedoch nicht an, er schmunzelte bei ihren Wort nur etwas, denn so etwas von ihr zu hören war wieder untypisch gewesen. Sie müssten wohl die Liste ein wenig erweitern, wenn es darum geht, dass sie nur in irgendwelchen Zuständen etwas sagen würde. Da würde unter Alkohol noch Fieber stehen, das konnte er sich noch merken.
      Ihre Augen fuhren wieder zu ihm hoch, er sah nun auch nach oben, nachdem er den Blick spürte. Er ging jedoch auch schon einen halben Schritt auf sie zu, als sie plötzlich zu kippen drohte, sie hatte sich aber noch rechtzeitig an seinem Arm festgehalten. Erleichtert atmete er kurz aus, es ging noch gut aus. Kamila meldete aber mit ihren Worten schnell, dass sie hier raus wollte, denn es stimmte wieder etwas nicht. Er nickte kurz und griff nach dem Duschgel und bot ihr dieses an, bevor er ihr Haar richtig durchnässte. Anthony blieb jedoch vor ihr, damit sie sich weiterhin ohne Mühe festhalten konnte, denn die Wand wäre da nicht besser gewesen. Im Augenwinkel sah er ihr dabei zu, ob sie es auch wieder schaffen würde, kümmerte sich aber trotzdem um seine eigene Aufgabe. Er bemühte sich darum, dass das Shampoo nicht in ihre Augen läuft und ebenso, dass er sie nicht irgendwie forsch anfässt. Es gelang ihm jedoch ganz gut, er spülte im Wasser ihre Haare aus und ließ es wieder nach hinten fallen. Jetzt hatte er wieder seinen Blick auf sie gehabt. " Schaffst du es? ", fragte er sicherheitshalber nach, denn er bot ihr bereits seine Hilfe an. Er wartete nur noch ab, bis sie auch mit ihrem Körper fertig war und sah dann wieder aus der Dusche, um sich etwas umzusehen. Im Regal erblickte er die Handtücher, weswegen er noch schnell ihre Haare vorsichtig etwas auswrang, nachdem er das Wasser abstellte.
      Kamila wurde wieder mit einer kurzen Warnung hochgehoben, nur ein paar Meter weiter weg getragen und dort wieder vorsichtig hingestellt, damit er ihr beim Abtrocknen helfen konnte. Er gab ihr dafür ein Handtuch und kümmerte sich dann mit einem zweitem, dass ihre Hinterseite und ihre Haare einigermaßen trocken waren. Zögernd löste er sich etwas von ihr, er streckte seinen Arm nach einem weiteren Handtuch für sich. Bei sich selbst hatte er es dann etwas eiliger mit dem Abtrocknen gehabt, denn er wollte sie erst in ihrem Zimmer umziehen, da sie sich danach sofort hinlegen konnte. Schnell sammelte er seine Kleidung auf, zog sich zumindest die Hose an, bevor er das längliche Handtuch um Kamila wickelte und sie damit wieder hob. Unbeholfen machte er die Tür auf, schaltete mit dem Rücken das Licht wieder aus, bevor es wieder in das Zimmer ging.
      Seufzend setzte er sie vorsichtig ab und zog ihr die neuen Sachen an, die er mitnahm. Er hatte bereits beim Packen darauf geachtet, dass sie nicht zu eng waren, was eine gute Entscheidung von ihm war. Für die Hose hatte er sie kurz wieder auf die Beine gestellt, doch danach brachte er die Brünette wieder auf das Bett und legte sie seitlich hin. Nun griff er endlich selbst nach seinem Shirt und zog sich dieses wieder an, während er sich auf den Stuhl fallen ließ. Von dort zog er wieder die Decke über sie, schloss danach jedoch für einen Moment die Augen. Vielleicht hätte er lieber Pfleger werden sollen als Wachmann, da hatte er ihr vielleicht auch besser helfen können. Nach wenigen Sekunden zog er nochmal tief die Luft ein, bevor er mit einem sachten Lächeln wieder zu ihr sah. " Möchtest du wieder schlafen? ", fragte er nun nach, denn er würde nicht wissen, wie er sie hier noch beschäftigen konnte.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Kamila mochte die Tatsache, dass Anthony sehr ruhig war und nicht viel sprach, denn so konnte sie immer ruhig in ihren Gedanken bleiben und vor allem war sie dann immer diejenige, die viel sprechen konnte, ohne jemanden zu unterbrechen. Dennoch, sie mochte es auch, wenn der Mann vor ihr ein wenig mehr mit ihr sprach, als er es sonst tat, sie genoss es dann immer wahrhaftig und hörte ihm bei jedem seiner Worte zu.
      Das Tattoo kommentierte er nicht, aber er griff zum Duschgel und Shampoo, um ihr die Haare einzuschäumen und sie zu waschen. Das Atmen fiel der Frau schwer, sie hatte eine große Mühe sich auf den Beinen zu halten, aber dafür hielt sie sich immer wieder an seinem Oberarm oder seiner Brust fest. Es gab Momente, da griff sie gerne einfach so hin, um seine Muskeln zu spüren. Dabei wurde es ihr tatsächlich etwas wärmer, auch wenn das warme Wasser ihr Muskelzittern zum größten Teil beseitigt hatte. Das Duschgel wurde von ihr langsam und grob verteilt, sie konnte sich nicht bücken um ihre Beine und Füße einzuseifen, aber wenigstens schaffte es die Brünette irgendwie den Oberkörper und ihren Intimbereich einzuseifen und sich damit vom Schweiß und größten Dreck zu befreien. Sie nickte, als Anthony nachfragte, ob es denn wirklich ging, aber zwischendurch machte sie doch noch die ein oder andere Pause, um richtig durchatmen zu können. Die beiden gebrochenen Rippen waren das größte Problem, Kamila hatte das Gefühl, als würden diese sich bei jedem Atemzug in ihre Lunge bohren, aber vielleicht übertrieb sie in ihrem Zustand einfach nur ein wenig, es war auch mit Sicherheit dem Fieber geschuldet.
      Es gab aber eine Sache, die sie mehr als nur ein wenig störte.. Es war dieses Tragen von einer Stelle zur anderen, denn das Laufen kostete Kraft und dauerte vor allem seine Zeit, die vermutlich keiner aufopfern wollte. Sie nahm es dennoch einfach unkommentiert hin, je länger sie darüber nachdenken würde, desto mehr würde es die Frau stören, deshalb tat sie es einfach nicht. Stattdessen nahm sie das Handtuch an sich, um ihren Oberkörper und Intimbereich abzutrocknen, dann betrachtete sie auch Anthony dabei, wie er sich abtrocknete und die Hose anzog. Innerlich schmunzelte sie, denn trotz dessen, dass sie sich immer wieder ermahnte ihn nicht ständig zu mustern tat sie es und erhaschte einen weiteren Blick auf seinen muskulösen Körper.
      Es ging zurück ins Schlafzimmer, in welchem sie angezogen wurde, auch hier gab es wieder den negativen Gedanken darüber, dass Anthony alles für sie machen musste. Kamila nahm sich vor sich bei ihm ordentlich zu bedanken, wenn sie denn auch in der Lage dazu war. Dafür musste sich die Frau auch etwas einfallen lassen, aber es hatte noch seine Zeit. "Tut mir leid, dass ich eine Last bin zur Zeit..", murmelte sie und seufzte, schüttelte sachte den Kopf, um die Frage zunächst zu verneinen. "Ich habe Schmerzen" stellte sie fest. Und sie hatte Angst vor den Alpträumen, aber das sprach sie nun wirklich nicht aus, dafür war das Fieber nicht hoch genug. "Gibst du mir Schmerzmittel bitte?". Sie setzte sich dafür auch langsam auf, auch wenn ihre Hand die Seite fest hielt, auf der die Rippen gebrochen waren. Die Hose, die sie an hatte war recht gut gewesen, aber etwas störte die Frau schon ein wenig, deshalb blickte sie sich nach dem T-Shirt um, das ihr vorhin zugelegt wurde. Daran erinnerte sie sich noch...kaum gefunden schlüpfte sie langsam rein, ihr fehlte die Kraft, um das Oberteil drunter auszuziehen, deshalb kam es oben drüber. Sie wartete auf die Medikamente, legte sich erst dann wirklich hin und hielt die Luft für einen Moment an, bis die Seite aufhörte wehzutun. "Jetzt.. Kann ich schlafen", murmelte sie, auch wenn der Körper wieder anfing zu zittern, das Fieber war noch nicht ganz vorbei. Ihre Augen blickten zu Anthony, jetzt lächelte auch Kamila ganz sanft. "Du bist mein Superheld, Anthony". Damit meinte sie seine Hilfe, die er ihr anbot.
      Kaum waren ihre Augen geschlossen, um sich auszuruhen griff sie aus der Decke heraus mit ihrer Hand zu ihm, um seine Hand zu greifen, aber sie bekam es gar nicht mehr mit, ob sie diese ergreifen konnte, denn der Schlaf kam schneller, als sie darüber nachdenken konnte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Kamila entschuldigte sich dafür, dass sie ihm momentan so eine Last sei. Für die Entschuldigung schenkte er ihr ein sachtes Schmunzeln, doch schüttelte er sogleich ein wenig seinen Schopf, denn so anstrengend war sie nun nicht gewesen. Die Situation war nunmal so gewesen und der Blonde würde defintiv nicht lieber selbst im Bett liegen, wenn Kamila hier litt und unter anderem auch etwas auf Hilfe angewiesen ist. Sie konnte schließlich vieles zwar alleine machen, was sie ihm während der Dusche zeigte, doch es war alles langsamer und erschwerte es ihr nur, sich richtig zu erholen und bald wieder gesund zu werden. Dabei war nicht mal ein Datum bekannt oder eine Tages- oder Wochenanzahl bekannt, so war nicht mal abzuschätzen, wann sich diese Situation wieder ändern würde. Kamila müsste aber langsam wieder beginnen in ihr eigentliches Leben zurückzukehren, auch wenn er ihr defintiv zutrauen konnte, dass sie sofort mit dem ersten Tag in einen Kampf mit den Locos ziehen würde. Er würde sie davon wohl nicht abhalten können, denn sie war sein Chef, er konnte sie lediglich begleiten und darauf aufpassen, dass sie nicht sofort übertreibt und sich neue Verletzungen zu zieht. Wahrscheinlich wäre auch Mike dieser Meinung, würde sie vermutlich erst gar nicht aus der Tür gehen lassen.
      Sie sprach über ihre Schmerzen und damit erhob er sich ein wenig, zog seinen Rücken wieder gerade, um mit den Händen seinen Körper abzutasten. Elias hatte sie ihm gegeben, aber er war sich gerade nicht sicher, wo er die jetzt schon wieder liegen gelassen hatte. Er stand kurz auf und tastete die hinteren Hosentaschen ab, bevor er die benötigten Tabletten herauszog. Er sah zum Glas, welches er ihr bereits auf den Nachttisch stellte und rückte dieses weiter zu ihr. Man sagte ihm, wie viel sie bekommen dürfte und holte diese Menge raus, bevor er ihr die Tabletten mit dem Glas Wasser reichte, falls sie es dafür auch noch brauchen würde. Den kurzen Moment, den Anthony selbst mit Suchen verbrachte, nutzte Kamila dafür, sich das Shirt von ihm anzuziehen. Dafür bekam sie einen musternden Blick von ihm, er betrachtete sein eigenes Shirt an ihr. Es hatte ihm schon das letzte Mal gefallen, dass sie es von sich aus selbst trug, weswegen er auch dieses Mal innerlich erfreut darüber war. Obwohl sie ihm doch nicht gehörte, nicht mal ein Stück, so sah es doch mit dem Shirt an ihr so aus.. Als hätte er einen bestimmten Platz in ihrem Leben, auch wenn er erst gar nicht daran denken sollte.
      Nach der Einnahme ihrer Medikamente warteten sie nur noch auf die Wirkung, auf die die Beiden nicht so lange warten mussten. Sie sprach darüber, dass sie nun endlich schlafen könnte, woraufhin er nickte. Hoffentlich würden sie nur wieder keine Albträume plagen, denn es schien sie wirklich zu beschäftigen, wenn sie sich so verhielt. Jetzt war aber noch das Fieber da, welches noch stören könnte, aber dafür war jetzt Anthony zuständig. Er nahm wieder das Tuch und ließ dieses kurz im Wasser, bevor er es wieder auswrang und an ihre Stirn legte. Der damalige Wärter hatte sich gerade darum gekümmert, dass durch das Tuch nicht noch ihr Pony nass wurde, als Kamila ihre Worte aussprach. Ein Superheld sollte er sein, sogar ihrer. Es dauerte für ihn einen Moment, um ihre Aussage richtig zu verstehen, da war sie bereits langsam beim Eindösen gewesen. Mit ihren geschlossenen Augen griff sie noch zu seiner Hand, doch berührte sie nur einen seiner Finger. Er half ihr dabei und nahm dafür ihre Hand in seine, um ihr den Wunsch noch zu erfüllen. Kamila war gerade wirklich ein Engel gewesen, weswegen es gar nicht anders für ihn ging, als jetzt zu lächeln. Kurz betrachtete er sie noch dabei, wie sie am schlafen war. Jetzt würde es für ihn aber wieder langweilig werden, denn er selbst musste weiterhin wach bleiben. Er schaffte es jedoch, auch wenn sein Körper schon nach einer Aktivität schrie, er blieb bei ihr und hatte sie und ihr Wohlbefinden im Auge gehabt. Die Stunden gingen damit vorrüber und Mike musste ihn jetzt ablösen, doch er kam ein wenig früher am Zimmer an. " Ich muss noch kurz was erledigen, du kannst aber schon gehen, wenn es ihr gut geht. ", sprach Mike in leiser Stimme, während sein Blick zwischen Kamila und dem Blonden wechselte. Anthony nickte kurz, löste langsam seine Hand von ihr, denn die letzte Stunde hatte sie einigermaßen ruhig geschlafen. Kurz war er noch am überlegen, ob es denn eine gute Idee war, doch Mike benötigte sicher nur ein paar Minuten. Damit verschwand er zögernd aus dem Zimmer, packte dafür noch die Medikamente auf den Nachttisch, damit Mike sie im Notfall auch hatte.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Es war eine sehr ruhige restliche Nacht, vor allem weil das Fieber gut wieder runter ging und Kamila deshalb mehr Ruhe bekam. Die Medikamente wirkten langsam, ihr Atem wurde ein wenig tiefer und kräftiger, weil sie nicht mit Schmerzen kämpfen musste, genoss auch den Schlaf, den sie bekam.
      Es waren ein paar Stunden vergangen, wie viele wusste sie nicht wirklich, aber es war auch hell geworden, als sie ihre Augen wieder öffnete. Der Stuhl war leer, vielleicht war Anthony kurz auf die Toilette gegangen und würde sofort wieder zurück rein, deshalb schloss sie auch wieder die Augen und wartete, wann denn jemand durch die Tür kommen würde. Sie schlief auch wieder ein, aber nur für einen Moment, wie es für sie erschien, bevor sie ihre Augen auch schon wieder öffnete und sich umsah. Es war noch immer keiner da, war es schon vielleicht Zeit für Mike? Hat er sie vielleicht allein gelassen? War vielleicht auch was passiert und Kamila hatte es nicht mitbekommen? Es würde eine Schande sein, wenn sie es nicht mitbekam, dass etwas los war, ihre Wunden hin oder her. Sie musste aufstehen, sich umsehen, ob alles in Ordnung war, aber kaum hatte sich die Frau aufgesetzt schon uberkamen sie auch schon die ersten Schmerzen. Ihre Atmung wurde wieder deutlich flacher, doch mit einem Blick durchs Zimmer erkannte sie die Tabletten, die sie vorhin von Elias und auch Anthony bekommen hatte. Es war nicht ganz schlau öffnete Schmerzmittel so liegen zu lassen, vor allem mit einem Junkie in einem Zimmer, aber Kamila überlegte nicht lange, sie griff gleich zu drei, um etwas noch für später zu haben, bevor sie diese mit dem Glas Wasser auf dem Nachttisch runter schluckte. Sie bräuchten nicht lange um zu wirken, in der Zeit könnte sich die Brünette ein wenig umsehen.

      Das Aufstehen war eine Qual gewesen, fast hätte sie es auch schon aufgegeben, aber letztendlich stand Kamila und war bereit aus dem Zimmer zu gehen. Die Strickjacke ihres Bruders war über den Stuhl gelegt worden, er musste definitiv hier gewesen sein, aber nach dieser griff die Frau recht schnell, um sich genau diese über zu werfen, ein wenig kalt war es ihr noch immer. Sie versuchte sich an diese Nacht zu erinnern, aber so einfach war es nicht, stattdessen erblickte sie den Unfall wieder vor ihrem geistigen Auge und zuckte zusammen. Der Aufprall war schmerzhaft gewesen, die Rippe fing auch wieder an zu schmerzen.. Aber sie stand schon und war an der Tür, da zog die Frau es auch komplett durch!
      Ihre Beine trugen sie - wenn auch sehr schwer - in die Lobby der Villa, aber es war so ruhig und so... Leer. Ein Blick auf die Uhr verriet ihr auch, weshalb es so war: es war erst acht Uhr in der Früh, deshalb könnte sie auch kein Gesicht erwarten,aber wo war Mike? Sie hörte ihn fluchen, er war scheinbar draußen, telefonierte aber relativ laut, zu ihm wollte sie aber in seinem aktuellen Zustand nicht hin. Das würde nur Stress geben, bevor Kamila ihre Zigarette rauchen könnte, diese Idee bekam sie relativ spontan. Sie hielt sich die Seite fest, die ihr so schmerzte und ging relativ sicher, trotz des verstauchten Knöchels in die Küche. Sie griff zu einem Stuhl, zog diesen an das nächste Fenster und blickte auch nach einer Zigarette, aber die meisten ihrer Jungs rauchten, deshalb fand sie auch schnell etwas. Das Fenster wurde geöffnet, Kamila nahm Platz und zündete sich die erste Zigarette an, während die Medikamente anfingen zu wirken... Ja, so fühlte es sich besser.

      Mikael 'Mike' Redstone
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      Er diskutierte schon wieder mit Oliver am Telefon darüber, dass er besser auf aufpassen sollte. Oliver gab ihm die Schuld daran, dass Kamila beinahe umgekommen wäre und das nicht zum ersten Mal. Mike wollte sich die Vorwürfe nicht anhören, er wusste, dass er Scheiße gebaut hatte, aber er wusste auch, dass Kamila freiwillig in den Transporter gestiegen war.
      Mike rauchte schon wieder, er tat es immer wenn er gestresst war. Die ganze Nacht hatte er nicht geschlafen, er musste so vieles vorbereiten, fertig machen.. Aber zunächst sah er gerne nach seiner Schwester. Die Tür stand ein wenig offen, aber vielleicht hatte er sie offen gelassen, doch sein Blick nach drinnen verriet sofort, dass etwas nicht stimmte. "Kamila?", fragte er und sah sich um, sie war doch nicht aufgestanden, oder nicht? Wo war sie hin? Hatte er nicht aufgepasst.. Schon wieder?!
      "Kamila?", rief er ein wenig lauter und lief zurück zur Lobby, um sich umzusehen. "Fuck..", murmelte der Mann und schüttelte den Kopf, sie konnte nicht einfach weg sein. "Kamila?!", brüllte er raus, aber es kam keine Antwort. Seine Panik stieg ein wenig, er lief raus, auch wenn es fast unmöglich war, dass sie raus gekommen war. Vielleicht stieg ihr das Fieber zu Kopf? Vielleicht war sie nicht der Herr über ihre Sinne?! "Fuck man.. KAMILA?!".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Kaum war Anthony aus dem Zimmer gewesen, lief er mit geschlossenen Augen den Gang entlang. Es war für ihn selbst ganz gut, dass sie sich mal ruhig zeigte und ein wenig entspannte, da konnte er auch ohne schlechten Gewissens aus dem Raum treten. Seine Gedanken kreisten sich jedoch immer noch um die Unfallsstelle, wie er sie am Baum gelehnt vor fand. Die Fahrzeuge waren am Brennen gewesen, mit den Teilen, die in der Gegend rumliegten, war wahrscheinlich auch eine Explosion da gewesen. Aber sie hatte sich rechtzeitig retten können und trotzdem schien es ihm doch ein wenig suspekt, wie man sich denn selbst fast umbringen vermag, nur um eine Person aus dem Weg zu haben. Er schüttelte kurz den Kopf, die Locos waren ein großes Rätsel für sich gewesen. Sie hatten so schnell alles erobern können, dass sogar nicht nur diese Gang ihre Probleme hatte. Zu viert hatten sie vermutlich bessere Erfolgschancen, doch die Spanier sollten trotzdem nicht unterschätzt werden, denn sie haben eine Informationsquelle, die auch die Zentrale verriet. Solange aber Kamila noch nicht gesund ist, sollten sie die Finger still halten und einfach abwarten. Die Locos hatten bei ihnen schon genug Schaden angerichtet, womöglich versuchten sie ihr Glück ja bei den anderen Banden..
      Ohne weiteren Gedanken verschwand er in seinem Zimmer, sah sich in diesem kurz um. Wieder musste er sich umgewöhnen, auch wenn es bereits das letzte Mal nicht so schwer war. Das Zimmer war aber größer und neuer, hier konnte er sich wohl zurück ziehen. Nach Schlaf war ihm nicht wirklich, auch wenn er gerade noch hundemüde von Kamila kam, er hatte davor schon ein paar Stunden Schlaf bekommen. Die kurzen Stunden waren aber unruhig gewesen, die Brünette hing tief in seinem Kopf fest, vorallem mit ihren neuen Verletzungen. Solche Sorgen hatte er sich seit Ewigkeiten nicht mehr gemacht, da war er sogar eher derjenige gewesen, der die Verletzungen bei seinen Freunden mit irgendwelchen Aktionen auslöste. Er wollte nicht viel darüber nachdenken, warum er sich denn solche Sorgen machte und ausgerechnet bei seinen Freunden nicht, und auch wenn er tief im Inneren weiß, dass die Liebe die er für sie empfindet daran Schuld ist, er hatte eine bessere Begründung gefunden. Er ist verweichlicht, sein Verhalten im Gefängnis konnte er im Moment besser leiden. So unnahbar zu sein, hatte ihn gefallen, ebenso den Respekt, den er von den anderen Beamten bekam. Bei Kamila machte er jedoch nicht mal Versuche daran, sich irgendwie zu verdecken, als müsste er es bei ihr nicht tun. Er schien verloren in ihr..
      Der Blonde schloss langsam die Tür seines Zimmers und lief auf die Mitte zu, bevor er einen Blick aus dem Fenster nahm. Er hatte keine Ahnung, was er jetzt tun sollte, außer sich wieder dem Sport hinzugeben. Eine andere Möglichkeit wäre ja Alkohol gewesen, die Sonne ist aber gerademal erst aufgegangen, das wäre nicht schlau, vorallem wenn er später wieder Verantwortung für Kamila tragen sollte. Deswegen entschied er sich einfach für die Sportübungen, die er mühsam versuchte regelmäßig zu machen. Damit hatte er auch seine Zeit gehabt, die Gedanken wieder ein wenig zu sortieren. Er wurde ja bereits einigermaßen in seinen Job eingeführt, er hatte es nach seinem Empfinden auch nicht wirklich schlecht gemacht, womöglich sollte er ja bald eines der anderen Städte abklappern, die Kamila erwähnte.
      Die Zeit hatte er nicht im Blick gehabt, während er sich ruhig in seinem Zimmer beschäftigte. Er war wieder vertieft in seinen Gedanken gewesen, hatte sich desweiteren mit seinem Sport beschäftigt.
      Von diesem erhob er sich aber, als Mike aus der Stille plötzlich nach Kamila rief. Aber nicht nur einmal, irgendwann stieg die Lautstärke wieder und obwohl er bis gerade einfach daran dachte, dass die Beiden sich einfach wieder stritten, so gab ihm sein Magen ein anderes Gefühl. Er sützte sich vom Boden ab und lief im nächsten Moment aus seinem Zimmer hinaus, lief die Treppen hinunter, um dem Krach nachzugehen. Er sah sich nach Mike um, aber konnte er ihn nicht so schnell ausfindig machen, wenn er nicht damit beschäftigt ist, laut irgendwas zu rufen. Seufzend lief er an Kamilas Zimmer vorbei, hielt jedoch prompt an und lief einige Schritte zurück, um die Tür zum Zimmer weiter zu öffnen. Der Paltz am Bett war leer, genauso der Stuhl daneben. Damit hatte sich auch bei Anthony das Signal gemeldet, dass Mike nach seiner Schwester suchte. Damit war auch der Blonde am Suchen gewesen, lief von einem Zimmer zum Anderen, um nach ihr zu suchen. Er fand sie dort jedoch nicht, deswegen lief er einfach weiter und suchte die anderen Räume ab. Mike konnte er bereits draußen hören, vielleicht ist sie ja hinaus gelaufen, vielleicht hatte er aber einfach schlecht gesucht.
      Ob es nun das war oder sie sich einfach versteckte, so konnte er aus der Lobby den Rauch heraus riechen, weswegen er fragend zu diesem lief. Es brauchte keinen Moment, bis sein Blick an Kamila stehen blieb und er selbst nur schnaubend am Türrahmen stehen bleibt. " Nimm die Zigarette aus dem Mund ", sprach er noch recht ruhig, griff währenddessen nach seinem Handy und rief kurz Mike an, um diesem Bescheid zu geben. Ob sie nun seinen Worten folgte oder nicht, ging er nun näher an sie ran und ergriff die Zigarettenschachtel neben ihr, bevor er diese einsteckte. Er musterte kurz Kamila, sie sah gerade eher aus, als hätte sie es sich gemütlich gemacht. Er nahm ihr mit dem nächsten Moment die Zigarette aus der Hand und sah sie wieder an. " Das ist doch nicht dein ernst, Kamila.. ", murrte er weiter und schmiss die Kippe aus dem Fenster, bevor er dieses schloss. Mit dem Kopf deutete er wieder Richtung des Zimmers, in welchem sie sich lieber hinbewegen sollte, denn Mike wird sicherlich nicht so ruhig bleiben.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Es war deutlich kühler draußen, als sich es die Frau überhaupt vorgestellt hatte, aber die Strickjacke ihres Bruders gab ihr ein wenig Wärme und Schutz, so war es deutlich erträglicher, als nur in der kurzen Hose und Anthonys T-Shirt. Sie nahm einen kräftigen Zug, einen nach dem anderen, genoss die fast komplette Schmerzfreiheit, die ihr das Gefühl gab, endlich wieder normal leben zu können. Sie konnte tief durchatmen, die Rippe gab nur noch wenige Schmerzen und auch der Kopf hatte für den Moment aufgehört. Drei Tabletten waren keine so schlechte Wahl gewesen, mit vier hätte sie sicherlich gar keinen Schmerz mehr gehabt, aber so war es auch okay.. Schließlich brauchte die Frau noch für später etwas.
      Mike bemerkte irgendwann, dass sie sich nicht im Zimmer befand, er schrie ihren Namen mehrmals raus, aber war es nicht klar, dass sie ihrer größten Sucht nach ging:Den Zigaretten? Es konnte ihm doch nicht so fremd sein, wo sollte die Frau denn sonst hin? Mit einem Schmunzeln auf den Lippen schüttelte sie den Kopf, er würde ja früher oder später an der Küche vorbeikommen, Anthony war jedoch schneller, als ihr Bruder. Er sah ein wenig entsetzt aus, vielleicht war er aber auch genervt, das würde vermutlich besser dazu passen. Kamila sollte die Zigarette aus ihrem Mund nehmen, mhmm... Diese Tonart gefiel ihr sogar ein wenig, diese Strenge passte zu dem Blonden, auch wenn er ihr nur wenig zu sagen hatte. Sie wollte ja auch schon die Zigarette ausmachen, aber da kam er auf sie zu und riss es ihr aus der Hand, er könnte von der Strenge her gut mit Mike konkurrieren, aber an diesem Mann gefiel es der Brünetten verdammt gut. Er könnte ruhig öfter so durchgreifen, um sie in die Schranken zu weisen, dieses Auftreten stand ihm verdammt gut.
      "Chill..", murmelte sie dem Mann zu und streckte sich sanft, aber vorsichtig, um die Rippen noch etwas zu schonen. Die Frau wollte sich erheben, aber ihr Bruder kam in die Küche geeilt, sein Blick deutete darauf hin, dass es nun mächtig Ärger geben würde, aber mit den Tabletten war alles so.. Entspannt! Sie durfte sich nur nichts anmerken lassen. "Kamila", fing er an, allein die Art und Weise, wie er ihren Namen aussprach deutete darauf hin, dass es nun mächtig Anschiss geben wird, die Brünette seufzte. "Du kannst nicht einfach aus dem Zimmer stolzieren nach dem, was gestern passiert ist", er schrie dieses Mal nicht, wow. Seine Schwester erhob sich und legte den Kopf ein wenig schief. "Und warum nicht? Du kannst nicht erwarten, dass ich vierundzwanzig sieben dort in dem Raum verbringen werde.. Ich wollte eine Rauchen und habs getan". Sie klang schon so uneinsichtig, aber ihre Worte waren nicht gerade schlau, was den Umgang mit ihrem Bruder anging. "Warum nicht?", fragte er noch ganz ruhig, auch wenn in Mike alles brodelte. Er holte tief Luft und schloss für einen Moment die Augen, um nicht die Fassung zu verlieren. "Verdammt Kamila.. Du konntest drauf gehen, verstehst du das? Oder steigt dir das Fieber so sehr zum Kopf?". Eher die Medikamente.. Aber das sollte ja ein Geheimnis bleiben.. Kamila seufzte schwer. "Mein Gott, chill Mike.. Ich hätte drauf gehen können und nun bin ich hier.. Es ist nicht das erste und auch nicht das letzte Mal..". Sie kreuzte die Arme vor der Brust, vielleicht nicht die beste Idee, wenn die Einnahme der Medikamente geheim bleiben sollte. Mike zog scharf die Luft ein."Es war ein Anschlag, Kamila..Es war nicht ein ausversehen". . "Ich bin ein fucking Drogenboss.. Was erwartest du? Sie werden mich nicht anders behandeln, weil ich eine Frau bin.. Gott, chill mal deine Base und überlege lieber, wie wir es den Arschlöchern heim zahlen können". Kamila hob ihre Augenbrauen und schüttelte sanft den Kopf, bevor sie aus der Küche laufen wollte. "Du benimmt dich wie ein kleines Kind!". "Und du hörst dich wie Mom an". Sie verdrehte die Augen ein wenig, um das Zimmer zu verlassen, aber sie musste dafür an ihrem Bruder vorbei, der sie grob am Oberarm aufhielt. Er war nicht dumm und sie konnte ihn ganz sicher nicht für dumm verkaufen, auch wenn sie es oft glaubte. "Du tust mir weh", sprach Kamila streng, während ihre Augen zu ihrem Bruder sahen. "Und ich bin immer noch für dich zuständig.. Wie viel hast du genommen?". Seine Stimme war strenger geworden. Kamila blickte zu Anthony rüber, bevor sie seufzte. "Drei.. Ich will ja nicht übertreiben.. Und jetzt lass mich los.. Arbeit wartet". Ihr Lächeln war gespielt, aber das war auch ihre Absicht, ihr Bruder ließ sie los und die Brünette nahm ihr Zimmer ins Visier. Sie wollte die Treppe nehmen, mit den Schmerzmitteln ging es richtig gut, was sollte sie hier unten machen? Oben war viel mehr zu tun.
      Mike blieb stehen in der Küche und seufzte, vielleicht sollte er seinen Job an den Nagel hängen und irgendetwas sinnvolles machen, auf seine Schwester konnte er ja nicht aufpassen, das hatte sie ihm wieder beweisen. Er fuhr sich mit den Händen durchs Gesicht, bevor er den Kopf schüttelte. Sie war so verdammt anstrengend. "Du bist unerträglich!", rief er ihr doch noch hinterher und drehte sich dafür um, aber das Lachen, welches er zurück bekam war nicht das, was er hören wollte. "Du auch, Bruderherz!".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

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    • Kamila wollte wirklich, dass er sich beruhigt. Chillen sollte er, aber daran war gar nicht in dieser Situation zu denken. Man konnte sie keine paar Minuten alleine lassen, dabei schlief sie doch noch, als der Blonde aus dem Zimmer trat. Es wunderte ihn, dass Mike überhaupt gar nicht da war um sie zu betrachten, er wollte schließlich nach wenigen Minuten wieder da sein. Aber so war es nicht oder es gab einfach andere Gründe, wie die Brünette es unbemerkt aus dem Zimmer und hier ans Fenster schaffte. Ihre eigene ruhige Art hatte etwas gehabt, was ihm sagte, dass sie mit Schmerzen sich so unmöglich verhalten konnte. Aber das war gerade nicht sein Problem, damit durfte sich jetzt lieber Mike befassen, denn er hatte das Ganze überhaupt ausgelöst. Vielleicht sollte einfach Anthony wieder ran, denn Mike schien wohl überfordert oder einfach geistig verwirrt zu sein, dass er sie nicht im Bett halten konnte. Aber er sollte nicht so viel Zeit mit Kamila verbringen, wenn sein Herz in ihrer Nähher immer schneller schlägt und auch sein Körper ihm deutliche Hinweise darauf gibt, dass sie die Eine ist. Sein Kopf wollte sich aber immer wieder dem entreißen, denn er konnte bei ihr kaum seine strenge Miene ziehen, so gelangweilt wie sonst auch immer klingen. Er beschäftigte sich kaum mit den anderen Männern, weil er immer bei der Brünetten hing.
      Das Gespräch wurde weiter zwischen den Gewischtern geführt und Anthony selbst hatte sich nur seufzend an das geschlossene Fenster gelehnt, denn das war ja nicht das erste Mal, dass sie sich stritten. Es war nur eine Frage der Zeit, wie lange es dieses Mal dauern wird, bis Mike wieder aufgeben würde. Aber bevor es in diese Richtung gehen könnte, hatte Mike etwas festgestellt, wo auch er selbst ein Fragezeichen im Kopf hatte. Die Schmerzmittel lagen einfach auf dem Nachttisch, jetzt verstand er wohl auch, warum der Arzt die Beiden bereits davor warnte. Es war nicht das erste Mal gewesen, dass sie sowas machte, was wohl auch an der Reaktion ihres Bruder abzusehen war. Sie disskutierten wieder, es war aber auch keine Überraschung gewesen. Er verfolgte weiterhin das Gespräch, beteiligte sich aber nicht, seine letzten Nerven würde er noch gerne behalten wollen.
      Anthony runzelte die Stirn, als die Grünäugige offenbarte, dass sie jetzt ihrer Arbeit nachgehen wird. Er schloss seine Augen und atmete tief aus, an der Situation konnte man sowieso nichts mehr ändern, da konnte sie ja wenigstens mal ihre Beine vertreten. Es wird für sie aber wohl noch eine große Überraschung, wenn die Medikamente mit ihrer Wirkung aufhören. Sie konnte damit aber auch sofort in ihr eigenes Bett, das war wieder ein Pluspunkt gewesen. Wenn die Wirkung aufhört, könnte ja schon Elias seine Schicht haben und Mike konnte sich um die Dinge kümmern, die ihn gerade so beschäftigten. Wie er aber schon dachte, es ist nicht seine Sache und er wollte es sich auch nicht zu seiner Sache machen, deswegen hörte er nurnoch kurz dem Gerufe an, bevor die ersten verschlafenen Männer die Lounge betraten. Sie sahen die Beiden fragend an, der Blonde schüttelte nur sein Kopf, es sei nichts gewesen. Kamila hatte sich bereits auf den Weg in ihr Zimmer gemacht, nahm dafür die Treppen, aber da hatte Anthony nicht angeschlagen. Da sie ihre Schmerzen nicht hatte, konnte sie gut selbst laufen, dafür machte er sich auf den Weg nach draußen und packte die erste Zigarette aus. Das würde noch witzig werden mit ihr, wenn sie das noch einige andere Male vor hat..
    • Kamila Kayla Redstone
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      Sie war frech, unerträglich und wusste immer alles besser, so würde es mit Sicherheit ihr Bruder beschreiben, aber Kamila war sich dessen bewusst, dass sie so war, sie war sich auch dessen bewusst, dass sie unerträglich war, weshalb es ihr nicht ganz bekannt war, warum Anthony Gefühle für sie entwickelt hat, wenn sie so ein schlimmer Mensch war. Klar, zwischendurch konnte sie anders, sie konnte auch liebevoll und fürsorglich sein, aber das war einfach nicht die Standartkamilla. Vieles in ihrem Leben hatte sie geprägt, aber ganz besonders die Bar, die ihr die Nacht wieder zum Vorschein gekommen war. Die Frau hasste alles, was männlich war und trotzdem zog sich ihre Brust zusammen, wenn sie nach Anthony sah oder genau dieser mit ihr sprach. Sie bekam das Gefühl, dass er sie vielleicht aus dieser Dunkelheit herausholen konnte, aber je länger sie darüber nachdachte desto mehr bezweifelte sie es. Er war auch nur ein Mann.. Ein Mann mit ihrem Drachen auf dem Bach.. Jaa.. Daran erinnerte sie sich, wenn auch schwach, noch immer. Sie waren gemeinsam in der Nacht unter der Dusche gewesen, er hatte ihr die Haare gewaschen und ihr Herz erfreute das kleine Ding auf seinem Bauch. Vor allem der Anblick darunter war reizend, aber unter den Umständen war sie nicht zu haben, selbst wenn ihre Gedanken schon weiter waren.. Mhm. Sie durfte definitiv nicht so oft über ihn nachdenken.

      Ihre Beine trugen die Brünette in das Foyer, in welchem sie schon den ersten ihrer Männer begegnete. "Morgen Boss", ertönte von ihnen, wie im Chor, aber Kamila nickte ihnen dieses Mal zu, während ihre Finger mit der Packung der Tabletten spielten. Sie lief hoch, doch auch wenn die Schmerzen gut nachgelassen haben war es ihr schwindelig, als sie oben ankam. Eine große Treppe zierte das Foyer, die man rechts oder links begehen konnte, der Flur oben führte auch jeweils in beide Richtungen. Im rechten Flügel war ihr Schlafzimmer, ihr Büro.. Und noch einige andere Räume, die sie aber eher weniger nutzte, sie war wenig hier gewesen, seit dem Haus im Wald. Dort war es ruhiger, entspannter.. Deutlich entspannter..
      Kamila öffnete ihre Tür zum Büro, sie brauchte einige Sachen, um sich in ihrem Bett gemütlich zu machen. Man konnte einiges über sie sagen, aber dumm war sie gewiss nicht. Die Frau wusste, dass sie Ruhe brauchte, auch wenn er nicht mehr weh tat, aber genau deshalb wollte sie sich noch ein wenig hinlegen, vor allem der Schwindel hatte es ihr deutlich gemacht. Sie griff zu einem Laptop, der schon seit Ewigkeiten in diesem Büro lag, hier war wirklich schon länger niemand drinnen gewesen. Da fielen ihr auch ihre Sachen ein, aber sie würde Anthony nachher darum bitten, sie ihr zu geben.. Wo waren sie überhaupt? Hatte er da.. Reingesehen? Sie runzelte die Stirn. Die Fotos waren das, was sie nicht gerne an die Öffentlichkeit gelangen ließ, vor allem nicht die aus der Bar, mit Kathie und Mary.. Und Co.. Den Gedanken verwarf sie jedoch wieder, vermutlich hatte er da gar nicht reingesehen, nein, der Mann wusste nichts, jedenfalls schätzte sie ihn so ein.
      Mit einem mulmigen Gefühl im Magen öffnete die Frau das Fenster in ihrem Zimmer, sie blickte für einen Moment raus. Auf dieser Seite konnte sie die Einfahrt sehen, die Wälder um sie herum, aber es war jetzt nicht Zeit sich damit zu beschäftigen, viel lieber legte sie sich ins Bett, die Klamotten musste sie nicht wechseln, öffnete ihren Laptop und wollte anfangen mit der Arbeit, im Bett ging es doch ganz gut..

      Mikael 'Mike' Redstone
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      Er würde gerne behaupten, dass es ihm egal war, aber das war es definitiv nicht. Der Mann kannte die Sturheit seiner Schwester, aber er hatte gehofft, dass sie wenigstens jetzt.. Während sie so verletzt war.. Nach einen Anschlag.. Zur Besinnung kommen und ein wenig ruhiger werden würde, aber er täuschte sich. Letztendlich musste es ihm egal sein, er musste sich zurück ziehen und sie machen lassen, sie war der Boss..
      Es dauerte nicht lange, da fasste er den Entschluss sie Sachen und Schlüssel zu nehmen und eine Runde rauszufahren. Scheinbar war das Fräulein in sicheren Händen, in ihren eigenen nämlich, sie brauchte ja keine Hilfe, wie sie es gesagt hatte.. Mike wollte nach Anthony sehen, um ihm davon zu berichten, dass er weg fuhr, aber letztendlich war es doch auch egal, war es überhaupt wichtig, was er sagte? Der Mann lief raus, er erblickte den Blonden, gut.. Wenn er ihn schon sah konnte er auch was sagen. "Ich bin weg", kündigte er an und schloss einen der Wagen auf, um seine Sachen dort reinzuwerfen. "Das Fräulein meint ja, sie kann auf sich aufpassen, dann darf sie es auch tun.. Ich sollte heut abend wieder da sein". .
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Er stieß entspannt den Rauch hinaus und sah diesem beim Hinaufsteigen zu, als er automatisch zur Haustür sah, die sich in dem Moment zu öffnen begann. Er hatte eigentlich nichts mit den Leuten hier zu tun gehabt, auf Gespräche oder Small Talk hatte er kein Interesse gehabt und genauso wenig unbewusst in irgendeine Wette oder Prügelei hingezogen werden, auch wenn Prügelei bei dem Gedanken doch gar nicht so schlecht klang. Aber es war Mike gewesen, der hier gerade aus dem Anwesen von Kamila lief und auch dieser sah den Blonden für einen Moment an, als würde er etwas überlegen. Es dauerte aber nicht lange, bis dieser zum Sprechen ansetzte und ihm verkündete, er würde abhauen, zumindest bis zum Abend. Seine Sachen die er bei sich hatte und letztendlich auch in den Kofferraum warf, hatten zwar nicht darauf gedeutet, aber er wollte da nicht weiter nachfragen. Es klang nämlich so, als wäre Mike noch ziemlich angepisst von dem letzten kleinen Gezoff mit seiner Schwester. Aber er war erwachsener als seine Schwester, da konnte er sich wohl auch ohne jegliche Informationen mal zurückziehen. Kurz bevor der Braunhaarige in das Auto stieg, kam Anthony jedoch noch zum sprechen. " Mach nichts unüberlegtes. ", warnte er ihn, sollte er mit dieser Stimmung irgendwo hin wollen. Danach nickte er ihm nur noch zum Abschied zu und sah noch kurz zu, wie er mit dem Auto davon fuhr. Damit warf er auch schon seine Kippe weg und ging wieder rein, Kamila war ja gerade in Sicherheit und würde keine Wache brauchen. Das müsste er wohl auch noch Elias erzählen, wenn sich dieser irgendwo zeigen lassen würde. Er sah sich kurz um, bemühte sich aber auch nicht wirklich nach diesem zu suchen, denn sein Blick warf er ziemlich schnell wieder von der Gegend ab. Er blieb einfach bei sich und lief in die Küche, um wenigstens mal etwas zu essen, da dachte er aber auch schon wieder an Kamila, als er den Griff am Kühlschrank in der Hand hatte. Sie hatte vermutlich genauso wenig gegessen wie er es tat und wenn es ihr schon nicht so weh tut, so konnte sie wenigstens ein wenig zu sich nehmen. Er zögerte etwas, aber er wandte sich dann doch dem Kühlschrank ab. Gerade würde er sich nur selbst dafür hassen, weil er sich damit freiwillig zu ihrem Butler machen würde. Damit hatte er den Gedanken glücklicherweise aber auch schon verworfen, denn wenn sie schon essen konnte, dann könnte sie bei Hunger einfach selbst in die Küche gehen. Außerdem wusste er wahrscheinlich gar nicht, wo ihr Zimmer überhaupt war.
      Lange blieb er aber nicht alleine, ein paar Männer hatten nun auch vor zu frühstücken und da er deren Lautstärke nicht ertragen wollte, war er auch schon am weggehen. Die Männer griffen aber schon ein, so unbemerkt wegzulaufen war dann doch nicht so möglich, die Männer stellte er sich aber auch ignoranter vor. " Ein Neuling also. ", sprach einer von diesen und Anthony blieb stehen, drehte sich bereits nur bei den Worten zu ihnen um. Er hob die Brauen und verschränkte die Arme vor der Brust, wollte damit klarmachen, dass sie entweder weiter sprechen oder ihn lieber in Ruhe lassen sollten. " So selbstbewusst, der Wicht.", sagte man weiter, ein anderer ergänzte die Aussage. Womöglich waren sie sich nicht bewusst, was der Neuling schon erzielte, aber das hatte er gar nicht vorgehabt aufzudecken. Er grinste dieses Mal in sich hinein, lehnte sich mit der Schulter an die Wand und ließ sie einfach weiter machen. " Ich würde dich mal im Ring sehen, traust'e dich? " Gerade war es wohl mehr oder weniger amüsant für ihr gewesen, denn man unterschätzte ihn mit seinem Status etwas. Er sprang aber sofort darauf ein, da hatte man ihn geködert gehabt. " Traust du dich denn? ", fragte er nun selbst und ließ sein schiefes Grinsen heraus, da hatten die Männer gelacht. Das Essen war wohl vergessen gewesen, denn die Männer liefen mit ihm mit.

      Den Nachmittag hatten sie schließlich mit dem Raufen verbracht, es hatten sich noch ein paar dazu gesellt, diese hatte Anthony aber nicht noch zu weiteren Runden eingeladen. Er hatte sich eher mit dem Mann beschäftigt, welcher ihn doch so gerne im Ring haben wollte. Vielleicht war es dann im Ring doch keine so gute Idee gewesen, das hatte Anthony ausgiebig gezeigt. Er hatte sich seine Zeit genommen, steckte selbst einiges an, aber nichts ernsthaftes. Nach dem kleinen Kampf machte er sich aber mit dem erhaltenen Respekt davon, das Interesse war wieder weg gewesen. Schließlich war es nun Abend gewesen, Mike würde bald wieder kommen. Bevor das aber geschieht, wollte er sich noch nach Kamilas Wohl erkunden, wofür er kurz bei Elias einen Halt machte und bei diesem nachfragte. Er lief nach der Antwort schließlich die Treppe hoch und klopfte an ihrem Zimmer an, bevor er hinein lief. " Alles gut? ", fragte er nun nach und strich sich die blonden Strähnen, die gerade noch aus der Frisur rutschten, wieder zurück.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Das Arbeiten fiel ihr nicht ganz leicht, aber sie tat es trotzdem, denn irgendjemand musste es machen und es gab einfach keinen anderen als sie selbst, der es machen würde. Die Jungs hatten alle ihre zugeteilten Aufgaben gehabt, da konnte sie sich nicht vor ihren Drucken, nur weil sie ein wenig Schmerzen hatte und etwas eingeschränkt war. Anschlag hin oder her, ihre Arbeit konnte nicht einfach stehen und nicht gemacht werden, die Lieferanten mussten bezahlt werden, die Routen neu zusammengelegt und.. Sie musste sich noch immer etwas gegen die Locos ausdenken. Das erschreckendste dabei war, dass sie sich zwischenzeitlich an den Unfall erinnern und die beiden hinter dem Steuer erkennen konnte.. Es waren nicht die Locos, die sie tot haben wollten, es war jemand ganz anderes, der es dafür in Kauf nahm, dass seine Männer dabei drauf gingen. Erschreckenderweise wusste sie genau, wer es gewesen ist.. Sie erinnerte sich an genug, um eine Spekulation dafür abzugeben, aber sie wollte es noch nicht wahr haben, vor allem wollte sie es nicht Mike sagen, solange der Streit noch in der Luft hing, denn auf ihn konnte sie gerade nicht zählen. Deutlich hatte die Brünette gehört, wie er sich verpissen wollte, um ihr eines auszuwischen, oder es gab etwas, wovon sie noch nicht wusste..

      Der Tag ging langsam vorbei und Kamila hatte zu einer zweiten Dosis Schmerzmittel gegriffen, dieses Mal nahm sie jedoch nur zwei, anstatt von drei Tabletten, um nicht weiter zu übertreiben. Ja, sie hatte es eingesehen, aber es war schwierig nicht mehr als zwei zu nehmen, deshalb verschwanden die Tabletten auch in einem ihrer Nachtschränkchen, nach dem Motto: aus den Augen, aus dem Sinn. Dennoch, sie fühlte sich so fremd in dem großen Zimmer war.. Es war zwei- wenn nicht sogar dreifach so groß, wie das Zimmer in dem Haus im Wald, ein großes Himmelbett zierte sie Mitte des Raumes, ein riesiger Kleiderschrank zierte eine der Wände und dann gab es noch eine Kommode.. Einen großen Spiegel und sogar einen Fernseher. Es war alles in weiß gehalten, wenn auch die Wände zum gräulichen Ton neigen, an sich alles schön und luxuriös, aber es war irgendwie nicht das richtige. Dennoch, sie hatte sich im Bett gemütlich gemacht, ein wenig gearbeitet.. Die Frau wagte es sogar ein wenig zu Meditieren, um die Schmerzen vielleicht so wegzubekommen, aber dann war da noch das Problem mit dem Aufstehen.. Zum Glück sah Elias mal nach ihr und konnte der Frau so in das Bett helfen, dennoch würde die Brünette ihr Vermögen darauf verwetten, dass ihr Bruder Elias zu ihr geschickt hatte, damit er ihm ein Bericht abgeben konnte.
      Die restliche Zeit über wollte dennoch Kamila nicht mit Schlafen verbringen, sie hatte sich ein Buch aus dem Arbeitszimmer geholt und versuchte sich ihre Zeit damit zu vertreiben, aber es war einfach noch immer keine Zeit fürs Schlafen.. Damit würde sie nur am nächsten Tag früh morgens wieder auf den Beinen sein und sich womöglich noch mit ihrem Bruder wieder streiten, weil sie nicht im Bett war. Sie seufzte, war schon bereit vielleicht doch zu schlafen, da klopfte es an ihrer Tür. Kamila runzelte ihre Stirn, sie nahm das Buch runter und wollte sich schon fragen, wer nach ihr sehen wollte, da erblickte sie auch schon den Blondhaarigen. Ihre Brust zog sich zusammen, das Herz setzte für einen Moment aus, als Anthony sich die Haare nach hinten strich. Sie erkannte ein paar Schweißtropfen auf seiner Stirn, ihre Gedanken gingen wieder in die falsche Richtung.. Verdammt..
      "Joa", antwortete sie und versuchte es eher beiläufig klingen zu lassen, um nichts davon zu verraten, was sie innerlich fühlte. Sie legte das Buch auch zur Seite und erhob sich ein wenig, um zu sitzen und sich so den Mann anzusehen. "Ist etwas langweilig, vor allem alleine. ". Sie zuckte mit ihren Schultern, musterte den Blonden vor sich noch einmal. "Bei dir alles gut?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anthony musste mit dem Eintritt erst gar nicht, wo er wirklich hingucken sollte, denn ihr Zimmer war gigantisch gewesen, wenn man es mit ihrem vorherigen Zimmer vergleicht. Es hatte eine eher ungewöhnliche Einrichtungsart gehabt, doch zu dieser kam er erst gar nicht, denn seine Augen hatten ihm die Aufgabe abgenommen. Sein Blick galt nur Kamila in der Nähe, er hatte nur nebenbei im Augenwinkel die ganzen Dinge erkannt, da würde er sich aber auch gleich besser umsehen können. Jetzt war eher Zeit gewesen, sich bei Kamila ein wenig zu erkundigen, schließlich hatte Mike keine Wache gemacht und auch Anthony hatte darauf verzichtet, wenn er nicht sogar in dieser Zeit seine eigentliche Wache halten müsste. Sicher war er sich nicht mehr, denn er hielt sich sonst immer an Mike und Elias und nach der Absprache, wie lange man bei ihr bleiben könnte. Morgen würden sie sich aber womöglich wieder an den Plan halten, denn sie würde nicht ewig überhäuft ihre Medikamente zu sich nehmen können. Erst recht nicht, wenn einer der Drei die Mittel in die Finger kriegt. Sie lagen hier aber nicht herum, weswegen er erst darüber nachdachte, ob sie nicht noch unten im Zimmer lagen. Er meinte die Tabletten aber an ihr gesehen zu haben, konnte aber den Zeitraum nicht wirklich einschätzen, womöglch war es gestern gewesen..
      Sie gab ihm nur eine knappe Antwort, die so gelassen war, dass sie wieder lustig war. Er schnaubte belustigt und näherte sich dann etwas der Zimmermitte, war schon fast dabei sich umzusehen, als sie ihm jedoch davon erzählte, dass es vor allem so alleine langweilig war. Sicher könnte der Blonde ihr Gesellschaft leiden, sonst würde er sicher nur wieder irgendwo herum laufen und einfach gucken, wo er sich dieses Mal verirrte, womöglich fände er die Bar aber auch gut. Er hatte sich aber nicht viele Gedanken darüber gemacht, schließlich war er schon froh, den Mittag beschäftigt gewesen zu sein. Die Frage war bloß, ob er eine wirklich gute Gesellschaft war. Bisher war er stiller gewesen, Kamila nahm ihm aber auch ein wenig die Fähigkeit durchzuatmen, sollte sie in seiner Nähe sein. Womöglich würde es jedoch jetzt passen, wenn sie nicht gleich vor hatte einzuschlafen. Sonst würde er sie so lange mit langweiligem Zeug vollreden- Ach nein, so redselig war er nicht wirklich. Trotzdem hatte er sich auf die freie Seite des Bettes gesetzt, sah kurz zu ihrem Buch, bevor er ihre Gegenfrage mitbekam. Ob es ihm gut ging? Er sah kurz an sich runter, bevor er ihre Worte mit einem belustigten Lächeln auf den Lippen wiederholte. " Joa " Danach sah er sich endlich etwas im Zimmer um, es war sehr hell gehalten, anders ihre letzte Einrichtung.
      Nachdem er sich etwas umsah, dachte er sich lieber eine Frage aus, um Kamila zum nachdenken zu bringen, damit hatte sie wieder eine Beschäftigung. Doch war er gerade am überlegen, sollte er wieder eine Frage stellen, was ihre generelle Haltung zu einem Thema preisgibt? Aber gerade war ihm nach etwas tieferes und ohne wirklich an Konseuenzen zu denken, ob sie nun wieder platzt oder ihn abweist. Sein Blick war noch auf den Möbel gewesen, weswegen er dieses wieder an Kamila richtete. Seine Augen hingen an ihren grünen, sie durchbohrten sie schon fast. Anthony war womöglich ziemlich direkt gewesen, denn hier hatte sie nicht viele Ausweichmöglichkeiten, irgendwas, was sie sonst noch ablenken könnte. Es war wahrscheinlich schon fast fies, dass er sowas fragte. Er zögerte kurz mit seiner Aussage, sie kam aber letztendlich trotzdem heraus. " Fühlst du was für mich? ", war schließlich seine Frage gewesen. Ihm war nur wichtig gewesen, mal so langsam selbst zu verstehen, wo er stand, ob er mit seinen Hoffnungen aufhören sollte. Denn ihn verwirrte ziemlich vieles, das Vertrauen welches sie zueinander hatten, wenn sie sich nahe waren, ob es nun nur wieder um eine gemeinsame Nacht ging oder das einfache Umziehen, das Duschen von ihr. Es gab Zeichen, sowohl für die Beiden, als auch gegen sie. Ein Fan langes Wartens war er nicht gewesen, das zeigte ihm auch sein Körper, der sich versuchte von etwas loszureißen, was schon längst Teil von ihm wurde. Denn er selbst wird von seinen Gedanken schon fast verrückt, die große Sorge, nachdem sie für eine Zeit lang spurlos verschwand. Irgendwas war anders an der Frau und obwohl sie ihm schon sagte, sie würde das profisionell angehen, schließlich waren sie immer noch Geschäftspartner, ließ ihn alles nicht ganz kalt.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Eigentlich hätte sie gedacht, dass Anthony gar nicht reinkommen, sondern sich nur vergewissern würde, dass es ihr gut ging, aber er betrat tatsächlich das Zimmer, was ihr kleines Herz ein wenig.. Erfreute. Natürlich, es war hier was ganz anderes, als in dem vorherigen Haus, hier war mehr Platz und alles deutlich größer, aber dennoch fühlte sich Kamila einfach nicht ganz wohl,vielleicht war es einfach zu groß für sie alleine? Vielleicht sollte sie ihr Bett.. Teilen? Da ging der Blick sofort zu dem Mann, der sich in dem Zimmer umsah und vermutlich auch darüber nachdachte, dass es einfach zu groß war. Dennoch ging er auf ihre Frage ein und da er ihre Antwort benutzte und genauso beiläufig erwähnte, wie sie es tat musste die Brünette schmunzeln. Der Mann war wirklich süß, auch wenn sie das Wort ungern für einen Mann benutzte, aber er war einfach nur süß für sie. Die Art wie er lächelte brachte sie jedes Mal aufs neue ins Zögern, als würde für einen Moment alles stehen bleiben, damit sie ihn einfach ansehen konnte. Sie schluckte schwer, aber sie beruhigte sich schnell wieder, um ihn zu mustern. Anthony war so ruhig, so still.. Als würde es etwas geben, womit er haderte. War es vielleicht wegen ihr und Mike? Gott, wenn sie jetzt eine Standpauke deshalb bekommen wird, dann geht sie wirklich lieber schlafen, dass ist die Langeweile einfach nicht wert. Sie hatte keine Lust auf ein wenig Ärger, zumal das Thema mit Mike vorbei war - für sie jedenfalls.
      Die negativen Gedanken waren schnell fort, als seine Augen wieder auf ihre trafen. Sein Blick war so intensiv, als würde sie eine Formel an der Tafel sein und er sie entziffern wollen. Vielleicht war sie auch eine Formel, die nicht zu lösen war, vielleicht war er aber auch die Lösung für alles.. Ihre Lösung. Es kam jedoch ganz anders, denn Anthony öffnete seinen Mund und seine Frage traf die Brünette mit voller Wucht. Für den Moment stockte sie komplett, sie behielt ihre Augen auf seinen, während sie das Gefühl bekam, als wäre das ganze Blut in ihre Beine geflossen. Er.. Fragte sie gerade.. Ob sie was für.. Nein.. Oder ja.. Sie fühlte Hass, wie doch für alle anderen Männer, auf dieser verdammten großen Welt.. Ihr Herz sprach sofort dagegen, aber nein, in ihrem Leben gab es keinen Platz für Liebe.. Sie wusste nicht einmal richtig, wie man dieses Wort benutzte, immerhin hatte sich Kamila versprochen gehabt, es nie wieder zu nutzen oder zu fühlen.. Was war es dann, was sie zu Anthony so hinzog? Warum raste ihr Herz plötzlich und warum zum Teufel musste er so gut aussehen?!
      Kamila holte wieder Luft, denn sie vergaß zu atmen, auch wenn es zu den wichtigsten Dingen im Leben zählte. Sie schluckte schwer und in diesem Moment spürte sie deutlich, wie ihre Mauer anfing zu bröckeln.. Sie verlor an Halt und das alles mit nur einer einzigen Frage. Anthony hatte sie an einem Wunden Punkt erwischt, da fiel der sonst sehr schlagfertigen Frau nicht ein, was sie hätte sagen können. Ihre Augen blickten zu der Decke, die ihr Wärme spendierte, aufeinmal war es so furchtbar heiß hier in diesem Raum. Ihre Wangen wurden langsam rot, sie durfte doch nicht jetzt die Fassung verlieren, die sie sonst immer aufrecht hielt. Die Frau seufzte. "Ich..". Sie blinzelte mehrmals. "Gefühle.. Sind n-nicht meine Stärke", gab sie zu und blickte wieder hoch zu dem Mann. Am liebsten würde sie einfach nur ihren Brustkorb aufmachen und ihm zeigen, was sie fühlte, denn sie wusste nicht, was es genau war. "Ich.. Weiß es nicht". Ein wenig Angst überkam sie.. Sie war so.. Verletzlich in diesem Moment.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

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      Anthony war geduldig gewesen mit der zu erwartenden Antwort, denn die Brünette ließ ihn bereits des öfteren warten, auch wenn es wohl nicht ihre Absicht war. Er war schließlich der Schuldige für dieses Chaos gewesen, denn bei ihm hatte sich alles schneller in die andere Richtung gedreht, als das er überhaupt dagegen steuern konnte. Es war plötzlich da, intensiver als alles andere was er bisher für eine Frau fühlte, jemals für irgendwen. Vielleicht war der verdammte Beamter Cooper mit seiner Theorie, er würde doch von ihr verführt worden sein, gar nicht mal so im Unrecht. Denn Kamila hatte ihn in der Hand gehabt, er brauchte nichtmal irgendwelche Befehle, er las ihre Wünsche einfach von den Augen ab. Vielleicht war er ihr Schoßhund geworden, genau das, was er doch bei den anderen Männern unter ihnen so amüsant fand. Mike sagte von dem ersten Moment an, er wäre ihr Liebling gewesen, und trotzdem waren sie keinen Schritt weiter. Vielleicht brauchten sie auch keinen weiteren Schritt, wenn sein Körper nicht nach mehr flehen würde.
      Während sie über ihre Antwort nachdachte, vielleicht auch darüber, wie sie es ihm am schonensten sagen könnte, schließlich war sie mit ihrer Bettruhe etwas an Hilfe gebunden. Doch er achtete auf ihre Körpersprache, denn wenn sie wirklich härter tun würde als sie doch eigentlich ist, dann würde einem Nein nichts im Wege stehen. Es sah aber anders aus, denn sie dachte wirklich nach, ihre Augen strahlten einen Hauch von Unsicherheit aus, sowas untypisches für ihr Wesen. Sie blickte zu ihrer Decke, atmete tief aus, da hatte sie auch den Blonden wieder erinnert. Er war wahrscheinlich selbst unsicher bei ihrer Frage gewesen, denn er konnte von ihr einiges erwarten, einiges aber nicht wollen. Dabei war es nicht mal wirklich relevant, denn selbst wenn sie wieder ablehnen würde, so würde er immer noch an ihr hängen. Sonst war es immer andersrum gewesen, man hang an ihm, doch mit Kamila war so vieles anders gewesen. Von ihren Augen sah er zur Rötung an ihren Wangen, die mit dem Blick nicht passender und süßer aussehen konnte, doch er wollte sich daran nicht bespaßen. Damit würde er sie nur wieder abschrecken, wieder sein eigentliches Ziel verfehlen. Trotzdem brachte es ihn ein Schmunzeln auf den Lippen, bevor er für den Moment von ihr wegsah. Damit musste er dann aber nicht mehr lange auf ihre Antwort warten, denn sie begann zu sprechen, hatte dieses aber schnell wieder beendet. Sein Blick erhob sich dennoch wieder, richtete sich an das Grün ihrer Augen.
      Hetzen war in diesem Moment nicht drin, so versuchte er sich einfach zurückzuhalten, weswegen er sich auch mithilfe der Arme ein wenig zurücklehnte. Es kam ein Ziehen an seiner Brust an, als würde ihre eigene Unsicherheit an ihm nagen, als wäre seine Frage deutlich unangebracht gewesen. Doch sollte nicht das an ihm nagen, so würde es die eigene Unvollkommenheit tun, jedes Mal, wenn sie nicht zusammen waren. Seine Händen spannten sich mit ihrer wiederholten Rede etwas an, doch er hatte sich eher auf das Zuhören konzentriert, wollte jedes Wort durch ihn durchdringen lassen. Sie gab zu, Gefühle waren nicht ihre Stärke gewesen, da war sein Lächeln nicht mehr aufzuhalten. Das war nicht zu übersehen gewesen, doch das sollte er nicht kommentieren.
      Ihre weiteren Worte sagten ihm die erwartete Antwort und sie war sanfter, als er es erst dachte. Sie würde es nicht wissen, doch sie sprach nicht darüber, dass sie von ihm abgeneigt war, nichts von ihm wollte. Es hatte eine andere Spannung erzeugt, als es das letzte Mal erzeugte. Sie sagte nämlich etwas und sie machte keine Umstände, ging nicht einfach fort. In dieser Situation sah es jedoch so aus, als hätte er sie mit seiner Frage überfordert, womöglich war auch einfach das Fieber wieder da. Dieses Mal musste er aber nichts denken, denn er war doch irgendwie zufrieden gewesen. Seine Augen wechselten kurz zwischen denen ihrer, bevor er mit dem nächsten tiefen Ausatmen wieder ein Schmunzeln auf den Lippen hatte. Er rutschte etwas mehr auf das Bett, bevor wieder kurz eine Stille herrschte.
      Er unterbrach diese aber schnell wieder, denn er wollte sie nicht noch unsicher mit seinem eigenen Schweigen machen. Sein Blick verschwand kurz zu ihren Händen, waren jedoch schnell wieder bei ihren Augen gewesen. " Ist in Ordnung ", sagte er in einem ruhigen Ton und sah sich ihre Gesichtszüge an, blieb aber an ihren Lippen stehen. Sein Kopf drehte sich wieder, als wäre es das erste Mal gewesen, dass er über Kamila nachdachte. " Es ist manchmal so, Kamila.. ", kommentierte er weiter, denn es sah so aus, als hätte sie sich selbst Gedanken darüber gemacht, ob ihre Antwort überhaupt genug war. Sie war aber mehr als nur genug gewesen, denn damit ließ sich für ihn arbeiten, sich womöglich auch etwas runterfahren. Das Runterfahren würde aber nicht mit diesem Moment beginnen, denn wenn er schon mit dem Rutschen näher an ihr war, ihre niedlich rosanen Wangen sah, so würde auch er sich nicht unter Kontrolle halten. Seine Hand machte den Beginn, sein Daumen strich über die Röte, während die anderen Finger sich an ihre Wange schmiegte. Er kam ihr näher, wenn auch eher zögernd, denn er konnte nicht wissen was das auslösen könnte. Womöglich war es aber eine Entscheidungssütze für Kamila, es könnte auch genau das Gegenteil bewirken. Seine Lippen legten sich auf die weichen ihrer, er achtete auf ihre Reaktion, um sich falls nötig, auch wieder zurückzuziehen.

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    • Kamila Kayla Redstone
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      So oft sich die Brünette zu einreden versuchte, dass da nichts war, so oft erblickte sie einfach nur den Mann und stellte fest, dass da was sein musste. Es war dieses Lächeln auf seinen Lippen, welches sie immer unwillkürlich Lächeln ließ, es löste immer eine große Welle an Gefühlen aus und irgendwie fühlte sie sich jedes Mal so besonders, weil er ihr dieses Lächeln schenkte. Anthony war etwas Besonderes, er gab ihr das Gefühl sicher zu sein und das mit seiner bloßen Anwesenheit an ihrer Seite, selten hatte sie so etwas gespürt, aber das letzte Mal hatte es nicht gut geendet. Wenn sie darüber nachdachte, was das letzte Mal passiert war, als sie einem Mann vertraut hatte, der ihr das Gefühl gab sicher zu sein jagte es ihr einen kalten Schauer über den Rücken.. Auch wenn Kamila nicht das Gefühl hatte, Anthony könnte ihr das Gleiche antun war immer noch die Angst vorhanden, dass es nicht gut für sie enden würde.. Wie sollte sie ihm vertrauen, wenn sie sich selbst im Weg stand? So etwas funktionierte nicht, egal, wie wohl sie sich in seinen Armen fühlte.
      Durch sein Schmunzeln bekam die Frau das Gefühl, als würde ihr ganzer Körper schmelzen und die leichten Schmerzen, die sie noch hatte waren auch schnelm vergangen, sie konzentrierte sich lieber auf den Schwung der Lippen, die sich bisher immer so wundervoll angefühlt hatten. Wie oft hatte sie ihn schon geküsst? Es waren viele Male.. Allein die zwei Male, die sie im Bett gelandet waren umfassten viele, sehr viele Berührungen seiner Lippen. Warum musste ihr Körper so verrückt spielen, wenn sie daran zurück dachte, wie es sich angefühlt hatte..? Sex war für sie eine sehr lange Zeit nut ein Mittel gewesen, eine Dienstleistung.. Es hatte lange gedauert, bis sie sich traute doch das zu nehmen, was sie wollte und nun.. Nun stellte sie sich immer wieder vor, was sie mit dem Blonden noch alles anstellen könnte.. Oder eher mit ihr. Kamila schluckte schwer, sie sollte jetzt lieber nicht daran denken.
      Ist in Ordnung ... Auch wenn es nur drei simple Worte waren, so fühlte es sich verdammt gut an, dafür gelobt zu werden etwas gewagt zu haben. Es war schon viel für sie gewesen nicht laut nein zu brüllen und sich so hinter ihrer Fassade zu verstecken, die sie sonst immer zog, wenn es nötig war.. Es war jetzt eigentlich auch nötig, aber sie verzichtete darauf zu einem sehr großen Teil einfach nur, weil Anthony es verdiente. Er verdiente vor allem noch so viel mehr.. Wie sorgfältig er sich um sie kümmerte.. Ihr Superheld, wie sie es schon ein Mal erwähnt hatte. Er bestätigte noch einmal, dass es in Ordnung war, jedenfalls interpretierte es Kamila so, nachdem er davon sprach, dass es manchmal so war.. Aber die Art und Weise wie er ihren Namen aussprach ließ sie scharf die Luft einziehen. Die Brünette war schon einiges gewohnt, aber es war zum Verrücktwerden, wie er ihren Namen betonen konnte, ohne es ins lächerliche zu ziehen. Sie schluckte schwer, war sich unsicher, was sie denn jetzt überhaupt tun sollte.. Hatte es ihm gereicht? Was sollte sie tun um ihn nicht zu verletzen, aber nicht zu viel Preis zu geben? Sie wollte sich wieder in die Gedanken geben und daran verzweifeln, aber da war etwas anderes, was ihren Kopf anfing zu beschäftigen. Anthony kam ihr näher und seine Hand landete direkt auf den Wangen, die von innen glühten. Kamila kam sich ein wenig wie ein Teenager vor, aber eigentlich war sie nichts anderes, denn sie hatte nicht gelernt erwachsen zu sein. Es hat ihr keiner beigebracht, was normal war und was nicht.. Aber neben Anthony fühlte sich für sie einfach alles normal an.. Auch, dass ihr Herz anfing noch schneller zu schlagen und sie sich dessen unsicher wurde, was sie tun sollte. Ihre grünen Augen beobachteten jeden seiner Züge, aber bevor sie sich überhaupt dessen sicher wurde, was hier passierte landeten seine Lippen auf ihren. Sie seufzte zufrieden, als hätte sie vorher die ganze Zeit die Luft angehalten und hob, wenn auch zögerlich, ihre Hand, um über seine Wange zu streichen. Es war, als hätte jemand einen Knopf umgelegt und die Gefühle explodiert wären, aber sie ermahnte sich, nicht darüber nachzudenken, sondern eher zu kosten, dass diese weichen Lippen wieder auf ihren waren.
      Sie wagte es, den Mann noch näher zu sich zu ziehen, um ihren Abstand ein wenig zu verringern, ohne sich selbst womöglich noch wehzutun.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

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    • Der Kuss wurde nicht von ihr abgeblockt oder auf einer anderen Art irgendwie abgewehrt, ihm wurde nichts schwerer gemacht, dass es überhaupt gar nicht zum aufeinander treffen ihrer Lippen zu Stande kommt. Stattdessen spürte er wenig später ihre Zarte Hand an seiner Wange, sie ließ ein angenehmes Gefühl auf seiner Haut, welches er nicht weiter beschreiben konnte. Denn es war nicht daran zu denken, was gerade in ihm los war, es schien alles außer Takt zu sein und ihn interessierte es nichtmal, denn er war in ihrer Nähe gewesen. Diese Tatsache hatte sein Herz sogleich auch beruhigt, auch wenn sie ihm wohl immer noch nicht gehörte. Doch diese Zeit würde wohl auch noch überstehen, wenn er denn darüber nachdachte, wie lange er ungewollt im Strafvollzug arbeitete, während er auf Besseres wartete. Das Warten würde sich hier nur noch mehr lohnen, denn es gab momentan nichts größeres für ihn, als irgendwann Kamila bei sich haben zu können, sich nicht weiter darum sorgen zu müssen, dass sie bei irgendjemand anderem sein könnte.
      Er wollte nur dieses Moment genießen, es war gar nicht abzusehen, wann sie wieder die Zeit dafür hätten. Eigentlich war gar nichts abzusehen, ob sie mit ihrer Unsicherheit sich für ihn entscheidet oder doch lieber für sich bleibt, ob sie weitere ihre seltsame Beziehung führen oder es prompt einen Schluss finden würde. Daran müsste sich der Blonde noch gewöhnen, denn sonst vertraute er immer auf sowas. Vielleicht hatte Kamila ihn so schnell einfangen können, weil sie ihn aus der Komfortzone holte und ihm des öfteren zeigte, dass es auch ohne gut ging. Und wie gut es ging..
      Die Brünette zog ihn näher an sich, da musste er wieder etwas schmunzeln, beendete dies aber aufgrund des Kusses schnell, es sollte nichts stören. Denn die Stille in diesem Flur, das die Beiden nur alleine waren und sich nichts aufgezwungen fühlte, hatte alles für einen schönen Moment gesorgt. So viel die Beiden schon im anderen Haus gemeinsam verbracht hatten, das konnten sie auch hier wieder alles aufholen. Die Erinnerungen waren nicht vergangen, auch wenn jetzt das Haus sicherlich nicht mehr steht. Gerade würde er nichts gegen das hier tauschen, seine Hände strichen zart an ihr runter, er dachte immer noch an ihre Verletzungen. Seine Hände blieben an ihrer Taille stehen, er ließ sie dort, packte jedoch nicht zu sehr zu. Seine Hände passten zu ihrer Rundung, es war ein kleines Zeichen gewesen, so könnte man doch meinen. So weit waren sie aber nicht, vor allem die Grünäugige war es nicht, auch wenn sie gerade mit ihrem Tun ein wenig Sicherheit deutete. Sie zu lesen war für ihn aber weiterhin nicht einfach, er konnte nicht erkennen, was in ihrem Kopf lief, auch wenn er bestimmtes Verhalten bei ihr bereits ein wenig zu Situationen zuordnen konnte.
      Auch wenn es für ihn nichts mehr bedeutete, als ihre zarten Lippen zu spüren, entschied er sich es zu beenden. Seine Hände landeten wieder auf ihren Wangen, denn er zögerte doch das Beenden heraus. Letztendlich hatte er es trotzdem gemacht, es bildete sich wieder eine kleine Lücke zwischen den Beiden, die er aber nicht großartig weitete. Er sah ihr in die Augen, wollte nachsehen, ob es bei ihr irgendwas anstellte. Doch weiter bohrte er nicht nach, sie sollte sich wieder beruhigen und noch zu Schlaf kommen, welchen sie zu dieser Zeit sicher bräuchte. Ob er nun Wache halten sollte oder nicht, da war er sich nicht sicher, doch er würde noch bei ihr bleiben. Ihr war langweilig gewesen, da war der Kuss wohl auch ein schöner Zeitvertreib, der aber auch nicht ewig halten konnte. Sie würden sich nur wieder in etwas reinreiten, was mit ihrem Gesundheitszustand nicht vereinbar war. Seine Hände streiften noch für einen Moment die zarte Haut ihrerseits, danach löste er diese jedoch auch und ließ einen größeren Spalt zwischen ihnen zu. Der Blick haftete jedoch immer noch auf ihr, er hatte auch nicht vorgehabt, diesen von ihr zu nehmen.
      Er konnte nicht weiter bezüglich ihrer Gefühle fragen, er wollte auch gar nicht, weswegen es für einen Moment still blieb. Die Stille war jedoch zumindest für ihn nicht so unangenehm gewesen, wie als hätten sie in tiefes Gespräch gehabt und plötzlich auf die andere Sekunde nicht mehr gesprochen. Denn gerade war alles egal geworden, wobei es aber auch nicht wirklich alles war.. Anthony betrachtete kurz die Decke auf ihr, sah noch kurz zur Tür, ob er diese überhaupt hinter sich schloss. " Wenn dir alleine langweilig ist.. könnten wir irgendwas machen. ", schlug er vor, mit einem leichten Schmunzeln auf den Lippen, der nach dem Kuss noch nicht verging. Vieles konnten sie jedoch nicht machen, vorallem hatte sie im Bett zu bleiben, da sah er sich auf dem Bett etwas um. Ihr Laptop war hier, dazu noch ein Buch, das war auf Dauer aber sicher auch langweilig gewesen. " Wir könnten einen Film gucken.. Oder wieder Fragen stellen.. ", begann er aufzuzählen und sah zur Decke, während er sich wieder in den Armen nach hinten lehnte. Da wo er gerade sich an die unzähligen Fragen erinnerte, so schloss er kurz die Augen. " Im Gefängnis war es spannender, als alles andere gewesen. ", beichtete er schon fast, denn trotzdem hatte er meist seine grimmige, unmotivierte Mimik gezogen.

    • Kamila Kayla Redstone
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      Es war tatsächlich die beste Möglichkeit, sich die Zeit zu vertreiben, wie es Kamila fand, denn die Lippen, die auf ihren lagen und ihr ein Gefühl der Sicherheit vermittelten waren einfach alles, wonach sie sich sehnte. Sie kam erst jetzt dazu, sich das wirklich einzugestehen, dass es bisher wirklich keine besseren Lippen gab, als gerade diese. Ihre Hand strich über Anthonys Wange und blieb irgendwann auch nur noch darauf liegen, während sie selbst gerne in diese andere Welt eintauchte, die sich mit der Nähe zu dem Blonden immer wieder bildete. Sie waren nur für sich hier, es würde sie keiner stören, es würde keiner dazwischenkommen, sie konnten einfach nur die Nähe des anderen genießen, was die Brünette auch tat. Sie war sich nicht sicher, ob es für Anthony ausreichte, dass sie sich ihm so offen hergab, immerhin wollte sie auch seine Nähe haben, aber es war nicht so einfach.. Sie wollte sich nicht binden, sie wollte ihre Gefühle nicht eingestehen oder gar Preis geben, aber sie wollte diesen Mann haben, bei sich.. In diesem großen Zimmer, denn so erschien das Zimmer auch nicht mehr so groß, wie es vorher war. Sie könnten sich dieses teilen, jedenfalls immer dann, wenn es Kamila danach war.. Und da war auch schon wieder das nächste Problem, welches gegen eine Beziehung sprach.. Sie. Kamila wusste einfach nicht, wie lange diese Phase andauern würde und wenn sie schon morgen keine Lust mehr auf ihn hätte..?
      Anthony beendete den Kuss und sie ließ es zu, auch wenn in ihrem Körper alles danach schrie weiter zu machen. Ihr Herz wollte ihn, ihr Körper wollte ihn.. Selbst der Kopf schrie danach.. Aber sie sprach das nicht aus, sondern lächelte viel mehr ein wenig schüchtern, um sich dann auch noch sanft auf die Lippe zu beißen. Sie wartete. Es war der Frau nicht ganz deutlich, was der Mann vor ihr jetzt wollte, ob er weiterhin darüber reden wollte, aber sie wusste, dass sie ihn aufhalten würde, wenn er saus diesem Zimmer geben wollte. Sie selbst wollte einfach nicht alleine sein und es gab keine bessere Gesellschaft, als genau diesen Mann. Ihre Augen blickten zu ihm, versuchten zu verstehen, was in ihm vor ging, aber bevor sie wirklich fragen konnte schlug er auch vor was zusammen zu machen. Kamila nickte, ihr Lächeln wurde noch breiter und sie blickte sich selbst danach um, was sie machen könnten. Anthony schlug einen Film vor.. Oder gegenseitige Fragen, die sie sonst immer gerne zwischendurch gemacht haben, vor allem im Gefängnis. Die Frau griff zu ihren Sachen auf dem Bett, um sie wegzulegen und Platz für den ehemaligen Wärter zu schaffen, da sprach er auch schon etwas aus, was sie so gar nicht erwartet hätte.. Es hatte ihm also doch gefallen, dass sie ihn so zugelabert hatte..
      "Wow.. Und das, obwohl ich eher das Gefühl hatte, dass ich dir sowas von auf den Sack gehe", gab die Brünette zu und grinste breit, während sie ihn betrachtete. "Ich dachte wirklich, dass ich dich einfach nur nerve.. Zwischendurch.. Aber.. Ich hätte mir meine Zeit im Gefängnis nicht besser vorstellen können". Kamila zuckte mit den Schultern, auch wenn das Lächeln auf ihren Lippen noch immer sehr breit war. Es waren Kleinigkeiten, die dem Mann eigentlich deutlich machen sollten, dass sie insgeheim was von ihm wollte.. Vor allem... Sicherheit.
      "Komm her..", sie klopfte auf den Platz neben sich und richtete sogar das Kissen für den Mann, damit er es gemütlicher haben konnte. "Ich kann ja die nächste Frage stellen.. Und wenn es zu langweilig wird, dann gucken wir einen Film.. Was hältst du davon?". Es fühlte sich schon fast wie ein kleines Date an.. Aber Kamila schüttelte genau diesen Gedanken ab und konzentrierte sich lieber darauf, eine ebenso fiese Frage zu wählen. "Okay.. Bist du bereit?". Sie schmunzelte. "Nenn mir mal drei Eigenschaften an mir, die katastrophal sind". Da war sie jetzt gespannt, was er sich wohl ausdenken würde.. Vor allem, wie vorsichtig er mit seiner Aussage sein wird.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."