[2er RPG] No Good For You

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • Mit dem Einsteigen erblickte er den Rücken der Dame, zumindest sah dieser unversehrt aus. Er atmete leise aus und sah etwas über ihre Schulter um erkennen zu können, was ihr Bruder gerade an ihr machte. Sein Blick erzählte dabei tausend Worte, er war besorgt gewesen. Anderes war jedoch nicht zu erwarten, er war ihr Bruder und sie waren ein Leben lang zusammen gewesen, danach sah es zumindest aus. Es brachte ihn etwas in Gedanken zu seiner eigenen Familie, zu seinen beiden Schwestern, Tyrannen, wie er sie immer nannte. Er hatte unzählige Kosenamen für die Beiden gehabt und sie haben sich des öfteren gestritten, doch es war wohl immer eine Erleichtung gewesen, als sie sich wieder im Arm hielten. Vor seinen Augen erschienen die beiden Zicken, ja, ein Besuch wäre angemessen. Ihnen würde es jedoch gut gehen, weswegen seine Gedanken lieber bei derjenigen waren, die verwundet neben ihm saß. Seine Gedanken kreisten schon seit einiger Zeit um sie und es gab keine wirkliche Ablenkung, die ihn langzeitig davon wegriss. Sie war wohl immer da, lebte nun dort.
      Seine Augen verfolgten die Handbewegungen von Mike, die er nur ein wenig erkennen konnte, als man seinen Namen auch schon ansprach. Irgendwas hatte er wohl noch zu erledigen, doch er hatte das Thema nicht ganz verstanden, irgendwas hatte er nachzusehen. Deswegen öffnete er die Augen etwas mehr und blinzelte etwas ahnungslos, doch mit dem Zunicken von dem Herren nickte er nun auch, Kamila würde es ihm wohl schon erzählen. Diese sah er nochmal an, bevor er noch etwas hinterher gerufen bekam. Jetzt hatte er auch nicht mehr wirklich nachzufragen, er sorgte einfach darum, sie irgendwie schmerzfrei aus der Weste zu kriegen. Was aber so einfach klang, wird sicherlich schwerer in der Praxis sein. Das Heben war für sie schon nicht angenehm gewesen, vielleicht hatten die Beiden aber dieses Mal Glück. Kamila war auch schon dabei sich richtig hinzusetzen und schloss damit auch die Tür, durch welcher vorhin noch Mike mit ihr sprach. Damit kehrte ein wenig Ruhe ein, doch das Chaos war immer noch zu sehen. Die Männer beluden die Transporter, hier waren sie alle nicht mehr wirklich sicher. Wohin es jedoch wirklich ging, wusste er selbst nicht, außer das es in Richtung Westen ging.
      Die Brünette schaffte es sich wieder normal hinzusetzen, damit geriet ihr Blick auch zu ihm, denn er musste sich um die Wuste kümmern. Sie sprach ihn auch schon selbst darauf an, jedoch eher ungewöhnlich, weswegen er ihr erst mit einer gehobenen Braue zuhörte. Er würde es wohl noch öfters machen, es war ihm auch recht, so würde es außerhalb von Mike niemand anderes übernehmen. Die Bitte dürfte er sich aber nurnoch in so einer Situation anhören, weswegen er kurz schmunzelte. " Klar.. Untenrum gehört auch zu einer anderen Situation.. ", witzelte er, bevor er sich etwas näher dran saß. Er betrachtete noch kurz die Weste und sah zu, wie er sie am Besten runterbekam, ohne sie weiter verletzen zu müssen. Kurz bevor er dann die Hände hob, seufzte er kurz. Danach löste er langsam die Schutzweste von ihr und wartete, bis sie ihren Rücken etwas von Sitz nahm, damit er es hindurch ziehen konnte. Die ausgezogene Weste legte er neben sich, bevor er kurz fragend Kamila ansah, ob er weiter machen sollte. Danach führte er seine Hand wieder zu ihrem Rücken und löste von dort die Haken, bevor er langsam die Träger des Bhs von ihren Armen löste und ihn vorsichtig von vorne hervor zog. Der Bh landete in die Tasche, wo er auch die anderen Dinge für sie aufbewahrte. Kurz sah er aus dem Fenster, wie weit die anderen Männer waren und ob Mike schon da war, doch danach sah es nicht aus. Damit erkundigte er sich selber danach, wie es mit ihrem Oberkörper aussah, weswegen er den Stoff ihres Oberteils etwas hochzog, um nach möglichen Verletzungen zu sehen. " Wenn wir jetzt woanders hinfahren.. Wirst du dort sicher sein? "
    • Kamila Kayla Redstone
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      Das Schmunzeln blieb auf ihren Lippen, als auch Anthony ein wenig ironisch wurde und einen Kommentar zu ihrem Kommentar abließ. Kamila wollte nicht bemitleidend angesehen werden, nur weil sie verletzt war, immerhin ging es ihr gut und sie lebte noch, die Verletzungen waren nicht lebensbedrohlich. Sie seufzte selbst, bevor sie ihre Arme langsam ein wenig anhob und sich die Weste aufmachen ließ. Das Ausziehen war gar nicht so einfach, aber noch bevor die Weste runter war zog die Brünette die Luft scharf ein und hielt sie für den Moment in ihren Lungen, um den Schmerz so gering wie möglich zu halten. Ihr Gesicht verzog sich, aber die Weste landete letztendlich runter, was ihr das Atmen deutlich erleichterte. Bevor sie Anthony mit einem Nicken signalisierte, dass er weiter machen sollte atmete sie tief durch, es war schon eine Erleichterung, denn die Weste war sehr eng gewesen. Seine Hand an ihrem Rücken ließ die Frau sanft seufzen, es war herrlich seine Haut an ihrem Rücken zu fühlen. Eine Gänsehaut bildete sich auf Kamilas Körper, das Schmunzeln versuchte sie zu verbergen, es verschwand jedoch schnell, nachdem der BH auf und damit mehr Platz im Brustkorb war. Mindestens eine Rippe war gebrochen, dass spürte auch die Brünette jetzt deutlich, vor allem nachdem es nichts mehr gab, was sie fest hielt.
      Sie seufzte, ließ sich langsam nach hinten lehnen und schloss ihre Augen, um den Schmerz nach Möglichkeit wegzuatmen. "Danke", hauchte sie fast schon außer Atem, da wurde ihr ihr Oberteil hochgezogen, um einen Blick drauf zu werfen. Es war deutlich einfacher, dass die beiden schon einmal was miteinander gehabt haben und auch Anthony kein schüchterner Mann war, denn wenn Kamila so jemanden neben sich hätte wie Luke, dann würde sie sich noch mit der Schüchternheit auseinander setzen müssen, was ihr tierisch auf den Geist gehen würde. Aber der blonde Mann war ihr auch lieber.. Unwillkürlich zog sie ihren Bauch ein wenig ein, aber bis auf Prellungen und blaue Flecke gab es keinerlei Verletzungen. "Die Weste hat die Kugeln abgefangen", stellte Kamila fest, bevor sie ihren Kopf nach hinten lehnte, um den Nacken nicht weiter anspannen zu müssen.

      Anthonys Sorgen waren wirklich süß, wie es die Brünette fand, er machte sich Gedanken darum, ob sie sicher war, wohin sie Auch fuhren. Sie schmunzelte, für mehr gab es kaum Kraft. "Mein Lieber.. Es gibt keinen Ort, an dem ich sicher bin". Sie blickte zu ihm, um sein Gesicht ein wenig zu mustern. "Es ist ein Wunder, dass das Haus zwei Jahre hier nicht gefunden wurde.. Aber mein Anwesen in Westen steht seit gut fünf Jahren nicht erkannt, ich denke nicht, dass sie uns da finden werden.. Zumal ich nichts darüber weiß, dass die Spanier auch den Westen aufmischen". Den Kopf lehnte sie wieder zurück, um ihre Augen zu schließen. "Mike ist seine Sachen holen gegangen.. Möchtest du auch noch was mitnehmen, bevor das alles hier verbrannt wird?". Sie atmete flach, sie bemühte sich nicht allzu viel Kraft dafür zu verschwenden.. "Mir ist schlecht..", murmelte sie und öffnete die Augen wieder, aber auch vor den Augen drehte sich alles, nicht nur wenn die Augen zu waren.
      Mike kümmerte sich währenddessen um seine Sachen, die er schnell zusammenpackte. Er brauchte seine Unterlagen, ein paar Klamotten und auch Waffen, aber viel nahm er nicht mit. Kurz kontrollierte er noch die Jungs, sie waren dabei das nötigste aus den Räumen und dem Keller zu holen, der andere Teil verschüttete Benzin überall, damit das Haus gut brennen konnte. "Wir treffen uns drüben! Ruf mich an, wenn ihr los fahrt!". "Aye, Boss!". Damit und mit seiner Tasche lief der Mann zurück zum Auto, um dort auf dem Fahrersitz Platz zu nehmen. Die Tasche landete auf dem Beifahrersitz, dann blickte er nach hinten. "Sieht es schlimm aus?", fragte er besorgt und deutete auf ihren Oberkörper.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Mit dem Hochziehen des Stoffes war deutlich die Prellung zu sehen und die blauen Flecken, die sich langsam abzeichneten. Lange sah er nicht darauf, er war sich auch gar nicht sicher, ob es für Kamila in Ordnung war oder sie am liebsten jetzt in Ruhe gelassen werden will. Vorsichtig zog er das Oberteil wieder runter und seufzte, es war ihm lieber gewesen, dass er in der Lagerhalle geblieben und selbst den Laster fuhr. Vorallem als sie über geschossene Kugeln sprach, die die Weste noch abwehren konnte. Sein Blick landete ohne Halt von ihrem Bauch zu ihren Augen, ob sie nicht wieder Witze machte. Doch sie würde keine Zeit mit so einem Mist verbringen, weswegen er selbs tief einatmete. Man hat sogar auf sie geschossen, da hoffte er doch, dass zumindest die Täter in ihrem Auto elendig verbrannt und erstickt sind. Es war schwer gewesen, jetzt noch zu entscheiden, ob seine vorherige Wahl die Richtige war. Wäre er geblieben, hätte er nämlich fahren können und sie sofort heraus nehmen können, denn sie war die wichtigste Person gewesen. Nicht nur für ihn, für Mike und die Anderen auch. Ohne sie würde das Ganze nicht rollen, weswegen sie sich jetzt lieber um ihre eigene Erholung Sorgen sollte, bevor sie sich wieder auf Arbeit stürzt. Sie würde sich womöglich langweilen, doch da konnte Anthony beistehen.
      Kamila versuchte sich nun irgendwie zu entspannen, ihre Schmerzen ertragbar zu machen, da sah er jedoch weg. Sein Blick glitt wieder durchs Fenster zum beladenen Laster, wahrscheinlich wollten sie einfach für ausreichend Waffen und Sonstigem sorgen, wenn sie schon von hier wegfuhren. Er selbst hatte bereits auch was mitgenommen, um Kamila während der Fahrt verteidigen zu können und Mike die Arbeit abzunehmen, während er fährt. Doch daran wollte er nicht wieder denken, die Spanier würden keinen dritten Versuch wagen, wenn sie bereits die ersten Beiden verloren. Der Blonde konnte nur schätzen und hoffen, die Brünette sollte schnell versorgt werden können und sich danach ausruhen. Damit würden sich die Anderen mit dem kleinen Umzug beschäftigen, wo auch immer es gleich hingehen würde. Vieles erwartete er nicht, es sollte einfach wieder ruhiger werden, denn die Männer waren auch verwundet. Es wurde still im Auto, zumindest kurz, und diese Zeit genoss er für einen Moment. Es war wieder ruhig geworden, weswegen er die Augen genießend schloss. Er ließ die Augen geschlossen, auch wenn Kamila gerade sprach. Die Augenlider öffneten sich nur zögernd, als sie zu Ende sprach. Sie wollen das ganze Ding abbrennen lassen? Gar nicht mal so blöd, doch damit musste er sich wieder aufraffen und nach oben laufen. Ein kurzes Murren war von ihm zu hören, bevor er nickte, er würde noch paar seiner Sachen holen. " Soll ich dir dann noch mehr Sachen holen? ", fragte er sicherheitshalber nach, denn sie selbst würde ihre Sachen nicht packen können.Womöglich waren es aber auch nicht alle ihre Sachen, die hier lagen. Er selbst musste sich aber wohl beeilen, die Männer fackelten ja nicht wirklich lange. Die Zeit nahm er sich jedoch noch, auf Mike zu warten, der gerade auf das Auto zulief. Er stellte sofort die Frage, wie es unter der Weste aussah. " Ich hab nichts anderes als blau und lila gesehen.. ", antwortete er sofort, damit konnte Mike sich dann selbst eine Meinung bilden, ob er es als schlimm empfand. Doch mit der Anwesenheit ihres Bruders hatte Kamila wieder jemanden bei sich, da konnte Anthony seine Sachen holen. Er sah kurz Kamila in die Augen, gab er ihr damit ein stilles Zeichen, dass er kurz seine Sachen holt. Viel hatte sich hier jedoch nicht von ihm angesammelt, das würde so oder so schnell gehen. Dementsprechend lief er hoch und sammelte das Geld und ein paar Klamotten ein, nachdem er den Männern sagte, dass er noch drinne war. Er sah nochmal zur Kommode, ob er nicht noch mehr bräuchte, doch das beantwortete er selbst mit einem Kopfschütteln. Sonst konnte er sich einfach Sachen aus seiner Wohnung holen, da wollte er sowieso noch hin. Schnell lief er wieder die Treppe runter, nickte den Männern zu, bevor er wieder ins Auto stieg.
      Sie waren startklar gewesen, nachdem sie nochmal prüften, ob sie alles da hatten. Danach zögerten sie jedoch nicht lange, sie fuhren sofort weiter in den Westen, denn die Fahrt würde einige Stunden dauern. Im Auto hatte er die Zeit gehabt seinen letzten Schlaf nachzuholen, wenn er denn nicht innerlich so unruhig war. Vielleicht lag es daran, dass seine letzte Zigarette eine Zeit lang her ist und der Drang sich mit der Stresssituation meldete, vielleicht war es auch die verletzte Kamila, der er nicht helfen konnte, oder sonst was. Wirklich konnte er sich nichts erklären, es war gerade auch egal gewesen. Anthony lehnte sich einfach zurück und sah im Augenwinkel zu Kamila und überlegte, wie der Transport vom Auto zum Anwesen angenehmer wäre, doch tragen musste er sie wohl dorthin.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Sanft verneinte die Frau die Frage, ob ihe etwas mitgebracht werden sollte, aber Anthony hatte schon genug für sie getan, er würde auch noch mehr machen müssen, denn irgendwie musste sie auch ins Haus kommen, aber die Sorgen ließ sie für später, nun konzentrierte sie sich auf die Kopfschmerzen, um diese so gering wie möglich zu halten. Sie blickte zu Anthony, der nach ihren Augen blickte, er wollte seine Sachen holen, deshalb nickte sie Brünette mit ihren Augen und sah ihm nach. Einen Moment lang blieb sie in der Position, dann blickte sie zu ihrem Bruder. "Wie geht's dir?", fragte er, woraufhin die Frau ein wenig schmunzeln musste. Sie schloss ihre Augen, atmete weiterhin flach, bevor sie seufzte. "Beschissen", antworte sie ehrlich, bevor Kamila ihre Augen wieder öffnete. Mike seufzte. "Süß, wie tapfer du dich gibst, damit er nichts merkt", stellte er fest, bevor er nach vorne blickte. "Ich habe den Jungs Bescheid gegeben, sie sollen einen Arzt besorgen.. Damit er sich professionell abchecken kann". Samt nichts die Frau, ihr ging es nicht gut, so langsam nahm auch ihre Kraft ab, es drehte sich alles, egal ob sie die Augen offen hielt oder geschlossen. Der Nacken fühlte sich steif an, der Kopf schmerzte, Übelkeit nahm sie ein.
      Lange dauerte es nicht, da stieg Anthony wieder ein und es konnte los gehen. Elias blickte noch einmal rein, dafür ließ Mike das Fenster etwas runter, der brünette Mann blickte rein und zu seiner Chefin. "Möchtest du es nicht übernehmen?", damit meinte er das Anzündn des Hauses. Kamila schmunzelte, sie sprach ziemlich langsam. "Es ist doch dein Element", führe Elias hinzu. "Ich denke, du wirst mich würdig vertreten.. Aber haut ja schnell genug ab". Mir v einen großen Grinsen auf den Lippen nickte der Mann, dann verabschiedete er sich mich einer Geste und tat zur Seite. "Ruf mich an", sprach Mike noch streng, dann startete er den Wagen und fuhr langsam los.
      Anschnallen war für Kamila nichts, sie konnte sich nicht vorstellen, dass der Gurt ihr an der Brust gut tun wird, deshalb ließ sie es sein und lehnte sich nur zurück. Es herrschte zunächst Stille im Auto, das nach zeigte sechs Stunden Fahrt an, da schmunzelte die Frau. "Hat einer Kippen mit?", fragte sie und öffnete die Augen, aber der tiefe Seufzer ihres Bruders ließ sie wieder still werden. "Ich meine es ja nur aus Spaß", entschuldigte sie sich aber trotzdem, da sie mit ihrer flachen Atmung schon nicht rauchen sollte. Es fühlte sich an, als würde es nur noch schlimmer werden, deshalb ergriff die Frau schnell die Möglichkeit sich auf der Rückbank auszustrecken und lehnte sich vorsichtig an den Blonden, um letztendlich mit dem Kopf auf seinem Schoß zu landen und die Beine aufzustrecken. Kamila verzog ihr Gesicht, sie zog scharf die Luft ein, ihr Bruder blickte nach hinten, um sich zu vergewissern, dass seiner Schwester nichts war. "Stört es doch so?", fragte sie Brünette stattdessen Anthony, denn sie lag so halb auf ihm, aber so drehte sich nichts, sich wenn sie noch nicht die richtige Position gefunden hatte, dafür richtete sich die Frau ein wenig, bis sie genug Luft bekam. Dir Schmerzen waren eine Qual , aber sie wollte stark sein und sich etwas ausruhen. Sie würde zu Kräften kommen und dann würde alles gut werden, dessen war sich die Frau sicher, aber sie hatte das Gefühl, dass sie es alleine nicht hinkriegen würde. Eine ihrer Hände griff, wenn auch mühsam und mit Schmerz, zu Anthonys Oberschenkel, auf dem sie lag, um drüber zu streicheln und die Hand da einfach liegen zu lassen. Er war ihre Hilfe, ihr Anker.. Ihr Licht in der Dunkelheit, aber dessen war sich Kamila einfach noch nicht ganz bewusst. Jetzt warteten noch sechs lange Stunden auf die drei, aber in der Zeit wollte sie sich ausruhen und einfach den Schmerz vergessen..
      Mike fuhr bis zu der ersten Pause nach drei Stunden durch, er hielt auf einem abgelegenen Rasthof an und wollte sich die Beine vertreten, Schuldgefühle plagen den Mann, aber mit denen musste er alleine fertig werden.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es waren sechs Stunden, die sie hier verbingen mussten, Kamila sogar mit Schmerzen, die sich nicht ganz ausblenden ließen. Das scharfe Einziehen der Luft und ihre Bewegungen, die sofort darauf deuten konnten, wo es in diesem Moment unangenehm war, verrieten sie dabei etwas. Die lange Fahrt musste sie jedoch durchhalten, denn einfach zu einem Arzt zu fahren oder ins Krankenhaus zu fahren wären keine wirklichen Optionen, mit dieser Meinung war der Blonde auch nicht alleine gewesen. Es war jedoch alles andere als schön gewesen, sie leidend neben sich zu haben, ohne dabei irgendwie selbst eingreifen zu können. Das hätte er zuvor machen sollen, bevor es überhaupt zum Aufprall kommen konnte. Seine Gedanken führten ihn immer wieder zu ihr, da half es auch nicht, sie gerade neben sich zu haben. So war es jedoch besser gewesen, denn er wäre mit Mike sicherlich ausgetickt, wenn Kamila nicht mehr auffindbar wäre.
      Das Leiden war trotzdem nicht zu Ende, vorallem nicht für die Brünette neben ihm. Sie war selbst aber bereits dabei gewesen, es sich genütlicher und auhsaltbarer zu machen, indem sie sich langsam hinlegte. Fragend sah er ihr dabei zu, versuchte dabei selbst nicht das Gesicht zu verziehen denn es war nicht vorzustellen, welche Schmerzen sie dabei haben könnte. Ihr Kopf landete unerwarteter Weise auf seinem Schoß, er hatte aber keinerlei Beschwerden dafür, er war froh ihr wenigstens so helfen zu können. Lange musste er auch nicht auf die Frage warten, ob es ihm so unangenehm war, doch er sah zu ihr runter und schüttelte den Kopf. " Nein, alles gut.. ", antwortete er nun und hielt kurz den Blick auf ihr, bevor er aus dem Fenster zur Straße blickte. Der Blonde beobachtete die Gegend und machte sich seine Gedanken, während sich Kamila in Ruhe bei ihm ausruhen konnte. Es war jedoch die Hand gewesen, die seinen Blick wieder zu ihr schweifen ließen. Er musterte die Hand, wie sie kurz über seinen Oberschenkel strich und schmunzelte. Es war bloß eine kleine Berührung gewesen, doch trotzdem erwärmte dies sein Herz und machte ihm seinen Tag etwas besser, es erinnerte ihn wieder an die Nacht. Sie machte es wohl bewusst, so sah es doch zumindest aus. Anthony legte seine Hand vorsichtig auf ihre Stirn, gab ihr damit ein leises Zeichen dafür, dass sie durchhalten soll. Seine Hand ruhte dort jedoch nicht, sie strich kurz ihren Pony zurück, auch wenn dieser wieder an der selben Stelle landete. Er konnte nicht sagen, was ihr alles weh tat, weswegen er auch darauf achtete, dass seine Hand nicht unbewusst irgendwas berührte, für ihn bestand sie gerade aus Glas. Anthony hielt seinen Blick noch etwas auf ihr, bevor sein Blick zu Mike wieder zum Fenster führte.
      Die Fahrt opferte einige Stunden und bisher haben sie nur die Hälfte der Fahrt geschafft, weswegen er mit geschlossenen Augen seufzte, als er bei dem gemachten Halt auf die Uhrzeit blickte. Mike verließ wortlos das Auto, er brauchte jedoch auch nichts zu sagen, denn hier auf der Raststätte konnte er nicht viel erledigen. Er wollte sich sicherlich nur etwas bewegen, die Beiden blieben jedoch sitzen. Kamila würde erst gar nicht darüber nachdenken, sich zu bewegen und Anthony dachte erst gar nicht darüber nach, sie jetzt alleine liegen zu lassen. Sie sollte ruhig weiter auf ihm liegen, solange er die Tür etwas öffnete, damit die Beiden trotzdem noch genug frische Luft bekamen. Mit dem geöffneten Fenster sah er wieder zu der Grünäugigen, beugte sich etwas zu ihr, damit sie ihn während des Sprechens ansehen konnte. " Ist dir kalt? ", fragte er vorsichtshalber nach, denn die Weste war weg und ebenso ihr Bh, der ihr womöglich Wärme spenden konnte. Er sah zu der mitgebrachten Tasche, die er für Kamilas Sachen verwendete. Als er den Stoff seines eigenes Shirts erkannte, schnaubte er kurz belustigt. " Ich hab ein Shirt von mir mitgenommen.. Du hast ja in deinem Rausch so geschmollt. ", erzählte er. Das geliehene Oberteil hatte sie auch einen Tag lang angehabt, sie störte es wohl nicht weiter, hatte sich nicht die Mühe gemacht sich umzuziehen. Doch er kam schnell wieder zu seiner Frage, denn er sah an ihren Beinen hinunter, ihr Schuh war aus und die Hose etwas aufgerissen, da konnte die Kälte sie schnell packen. Anthony betrachtete sie und machte sich Gedanken darüber, wie die nächsten Tage mit ihr aussehen sollten. " Noch drei Stunden.. "
    • Kamila Kayla Redstone
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      Schlaf wäre wohl die beste Idee für die Frau gewesen, aber auch wenn ihr Bruder es versuchte nur langsam und ohne große Bewegungen zu fahren, es gelang ihm nicht immer und so verzog Kamila ihr Gesicht immer wieder, wenn es zu unangenehm wurde. Sie war dennoch dankbar für alles, was die Jungs für sie taten.. Für die Ruhe und für ihr Bemühen, vor allem auch für Anthonys kleine Berührungen, die ihr doch ein wenig Trost spenden konnten. Ihr Kopf schmerzte wahnsinnig, aber es war in Ordnung, dass der Blonde über ihren Pony strich, er durfte das machen. Er durfte so vieles.. So verdammt vieles, aber das ließ sie ihn mir zu gerne auch machen, der Mann verdiente es schließlich auch.
      Mike hielt an, er ging raus um vor allem auch zu telefonieren und einen Arzt zu erreichen, der sich um seine Schwester kümmern würde, was gar nicht so einfach war.. Es musste eine Vertrauensperson sein, aber er kannte da genug Menschen.
      Kamila bemerkte, dass das Auto anhielt, sie öffnete langsam ihre Augen und stellte fest, dass nicht nur alles um sie herum sich drehte sondern auch sie selbst, jedenfalls hatte sie das Gefühl, als würde das genau passieren. Anthony sprach mit ihr, er wollte wissen, ob es ihr kalt war, worüber sie erst einmal darüber nachdenken musste. Ihre Füße frorren, wie eigentlich immer, aber auch obenrum war es etwas kühl, immerhin trug sie nichts mehr, außer eines T-Shirts.. Eines ganz einfachen T-Shirts.. Ja doch, es war kalt. "Ein bisschen", hauchte die Brünette dem Mann entgegen und blickte zu ihm. Er beugte sich sogar zu ihr runter, damit sie ihn ohne größer Anstrengung ansehen konnte, das ließ ihr Herz für einen Moment sich zusammenziehen, bevor es schneller schlug. Er war wirklich was Besonderes.. Er blickte auch kurz weg, dann erzählte er ihr etwas, wobei Kamila fast schon rot geworden wäre, aber auch nur fast.. Sie trug ja sein T-Shirt.. Was vollkommen in Ordnung war, aber sie hatte in ihrem Rausch geschmollt..weil sie eines wollte, welches nach ihm roch. Sie schmunzelte. "Danke sehr", hauchte sie ihm entgegen. "Ich würde es mir anziehen.. Aber ich befürchte.. Wenn ich mich aufsetze wird es schlimm". Da gab sie es zu, dass sie Schmerzen hatte, aber es war ja vollkommen in Ordnung so etwas in diesem Moment zuzugeben, auch wenn sie nicht alles zugab. Das sprechen zum Beispiel.. Das bereitete Kamila große Schmerzen in ihrem Brustkorb, aber sie sprach trotzdem noch immer. "Riecht es.. Wenigstens nach dir?", fragte sie noch, bevor sie ihr Schmunzeln versuchte zu verstecken. So etwas gab sie einfach nicht gerne zu.

      Nach drei weiteren Stunden war die Fahrt irgendwann vorbei und das Navi zeigte an, dass man das Ziel erreicht hatte. Der Wagen wurde langsamer, Mike stoppte auch schon fast vor dem großen Baustellenschild, welches darauf deutete, dass die Straße hier bald endete. Normale Menschen würden da nicht rein fahren, aber Mike sah sich nur danach um, ob niemand von schaulustigen Zuschauern hier war, dann fuhr er den Wagen auf die Straße, die angeblich bald enden sollte. Sie endete in der Tat nicht, sie führte weiter um die Ecke zwischen den Bergen, die sich langsam entlang der Straße erstreckten. Ein Haus war zu sehen.. Eine große weiße, vor allem aber auch eine moderne Villa erstreckte sich an sehr viel Grün entlang, die großen Fenster ließen fast schon rein blicken, aber es gab nicht viel von Außen zu sehen. Kamila öffnete ihre Augen langsam, um tief Luft zu holen und sich an dem Sitz vor ihr hochzuziehen, dafür griff sie auch wieder zu Anthony, der sie doch festhalten sollte, damit sie nicht umfallen würde. Ihre Augen erblickten ihr Zuhause, da lächelte sie sogar sanft, eine große Truppe an Männern stand draußen vor dem Eingang und wartete, bis ihre Chefin auftauchen würde. "Das hier.. Ist mein eigentliches Anwesen", erklärte die Frau, bevor sie leicht zu Anthony sah.
      Mike parkte auf dem großen Platz vor dem Anwesen, es befanden sich schon einige andere Fahrzeuge dort, da blickten die Männer zum Auto. Sie haben ihre Chefin schon länger nicht mehr gesehen. "Ich weiß nur nicht, wie ich da rein komme", murmelte sie Frau und atmete noch einmal tief durch, aber sie war sich jetzt schon sicher, dass sie es nicht schaffen würde. Mike stieg als erster aus, er sprach zu den Männern und fragte, ob der Arzt schon da sei. "Er wartet oben", kam es zurück, die Männer versuchten Kamila zu erkennen. "Er soll runter kommen.. Sie kann nicht laufen.. Wir verfrachten sie in eines der unteren Zimmer". Kamila seufzte, sie fühlte sich schon ein wenig ausgegrenzt, aber gut, mitsprechen konnte sie jetzt in ihrem Zustand wenig. Ihr wurde es auch so schummrig..und komisch. "Anthony..", murmelte sie, ihre Hand griff noch zu seiner, aber für sie fühlte es sich nicht danach an, als würde sie sie wirklich festhalten es drehte sich alles, dann wurde alles unscharf und letztendlich wurde es der Frau schwarz vor den Augen. Sie kippte zur Seite.
      Mike hatte die Gesichter der Männer gesehen, weshalb er selbst zum Auto sah und sah, wie seine Schwester das Bewusstsein wieder verlor. "Kamila!", rief er ihr zu, aber es war schon viel zu spät. "Wir bringen sie rein!", befahl er, da wurde der Weg auch schon frei gemacht und die Tür aufgehalten. Sie brauchte medizinische Versorgung.. Und zwar dringend.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anthony reagierte sofort nach ihrer Antwort, ihr war ein wenig kalt gewesen. Seine Augen suchten bereits den Platz etwas ab, wie er sie am besten wärmen konnte. Er wurde sich ja selbst anbieten, doch das war gerade eher weniger gut gewesen, denn sie hatte so bereits ihre Schmerzen gehabt, die sie noch gut einstecken konnte. Seine Augen waren zwar am suchen, doch sein Körper war immernoch zu ihr gerichtet und bewegte sich kein Stück, um es ihr nicht noch schwieriger zu machen. Er hörte ihr zu und schmunzelte, als sie ihn wieder fragte. Es war schade gewesen, dass die Basis jetzt schon abbrennen musste, denn es hatten sich langsam aber sicher viele schöne Momente und Erinnerungen dort gebildet, die er hauptsächlich mich der Brünetten neben sich teilte. Doch er war sich sicher, es würden schönere folgen, die ihm noch mehr bedeuten konnten. So wie die kleine Geste ihrerseits, dass sie ihre Hand an ihn lehnte. Er sollte sich aber nichts darauf einbilden, das versuchte er schon seit einer geraumen Zeit, denn irgendwie waren sie ja befreundet, es musste nichts alles in die selbe Richtung deuten, auch wenn es damit nur nach seinem Wunsch gehen würde. Ihre Frage beantwortete der Blonde mit einem deutlichen Nicken. Jetzt würde es ihr nicht viel nutzen, doch womöglich würde es sie besser stimmen, wenn sie bald eine Zeit lang im Bett liegt. Jetzt kümmerte er sich lieber darum, es ihr wärmer zu gestalten, weswegen er kurz in der Tasche nachsah. Mit der ausgestreckten Hand erkannte er aber selbst den Ärmel seiner Jacke, den er vorsichtig auszog. Langsam legte er die Jacke über ihren Oberkörper und schloss mit der anderen Hand die Tür, er musste es nicht noch kälter machen. Als er damit fertig war, hatte sich auch schon Mike wieder zu ihnen gesellt und startete den zweiten Teil den Fahrt, was der Blonde nur mit einem Seufzen kommentieren konnte.

      Die drei Stunden waren eher schwierig gewesen, Kamila hatte immer noch ihre Schmerzen und die Straßenschäden waren dabei keine große Hilfe gewesen. Dafür achtete er mit den Armen darauf, dass sie nicht hinfiel, denn das würde deutlich schmerzhafter enden, als wenn sie ohne Verletzungen das Gleiche täte. Das Navi erklärte jedoch, dass die Reise nun bald enden würde, das machte ihn dann wiederrum wacher. Er müsste sie gleich hinaus tragen, dabei wusste er gar nicht, ob schnell oder vorsichtig besser für sie wäre. Das müsste er gleich feststellen, je nachdem wie weit die Strecke bis zum Anwesen bräuchte. Mike war konzentriert gewesen und sah sich um, das tat Anthony ihm auch sofort gleich, doch es war nichts zu sehen. Nach dem Schild fuhren sie weiter, es wunderte den Blonden aber auch gar nicht mehr, denn das Gleiche wurde auch bei der alten Basis gemacht. Sie kamen langsam an und er sah sich etwas um, ob er nicht schon was entdecken konnte. Die Bewegungen von Kamila erschreckten ihn jedoch etwas, hatten ihn wieder von der Außenwelt abgelenkt, denn er hielt ihr sofort die Hand zum Festhalten hin. Sie kam hoch und sah selbst hinaus, das tat er nun auch wieder. Sein Blick blieb stehen, als sie dann am Anwesen ankamen, welches Kamila auch stolz als ihres ernannte. Er schmunzelte, als er schon die Männer vorne erkannte, die auf sie warteten. Ob sie nun wussten, dass sie verletzt war, würde sich mit den ersten Blicken erkennen lassen.
      Mike hatte es auch schon eilig gehabt, stieg schnell raus und sprach mit den Männern, da sah Anthony zu Kamila. Sie nannte bereits ihre Sorge, wie sie wohl dort hinein sollte, doch er schüttelte kurz den Kopf. " Ich trage dich rein.. ", erklärte er sofort und sah ihr in die Augen. Sie sah schwach und erschöpft aus, doch anderes war nicht zu erwarten. Er sah sich das Ganze besorgt an, doch sie hatte es gleich durch, gleich würde man sie richtig versorgen. Bis dahin hatte er selbst nochmal dafür zu sorgen, es so wenig schmerzhaft wie möglich zu machen. Langsam griff sie nach seiner Hand, weswegen er sie wieder ihr hinstreckte, doch sie legte sie eher drauf. Mit dem nächsten Blick auf Kamila sah er dann nur noch, wie sie zur Seite kippte. Er ergriff sie unter den Achseln, so hoffte er doch sie so wenig wie möglich zu verletzen. Doch trotzdem verzog er selbst das Gesicht, als könnte er sie gerade hören. Er zog sie wieder auf den Sitz und stieg schnell aus, Mike hatte schon hörbar den nächsten Ablauf geschrien. Er ging zur anderen Seite und schob vorsichtig seine Arme unter ihren Körper, da hob er sie aus dem Auto und ließ sich von Mike den Weg zeigen. Die Männer kannte er nicht und eigentlich wäre es spannend zu sehen, wie sie wohl alle waren, doch er würdigte ihnen mit Kamila auf den Armen nichtmal einen weiteren Blick. Die Brünette benötigte schnell Hilfe und als sie die Villa erreichten, sah man den Arzt bereits hinunter laufen. Der Blonde bekam etwas Panik, denn Kamila hing nur noch an ihm. Sie wurde schnell in das nächste Zimmer gebracht, der Arzt lief hinein. Der Arzt ließ die Beiden jedoch draußen, weswegen Mike und Anthony vor der Tür ihre Runden zogen. Der Blonde atmete tief durch, doch es fühlte sich so an, als würde er gleich ersticken.
    • Mikael 'Mike' Redstone
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      "Sagen Sie direkt, wenn Sie etwas brauchen und ich es Ihnen besorgen kann", sprach der Brünette, dann sah er die Tür vor sich zugehen. Er fluchte laut: "Fuck!". Dann schlug seune Faust gegen die Wand, ohne einen großen Schaden zu hinterlassen. "Verdammt.. Ich hätte sie nicht fahren sollen!". Mike war selten impulsiv, er war immer der gewesen, der den kühlen Kopf bewahrte und seiner Schwester zur Seite stand, aber dieses Mal konnte er seine Gefühle nicht mehr zurückhalten. Er gab sich die Schuld dafür, aber letztendlich war es die Entscheidung seiner Schwester gewesen, sie wollte in dem Transporter alleine mitfahren, doch Mike war sich sicher, er hätte sie davon abkriegen können, er hatte nur keine Lust,oder keine Kraft gehabt.
      Der Mann seufzte und lehnte sich gegen eine der Wände im Flur an, das Haus hatte gefühlt unendlich viele Zimmer und in einem der Flure, an den es viele Türen gab standen auch die beiden, um auf den Arzt zu warten, bis er fertig sein würde. Kamila war nun in gutem Händen, sie war zwar nicht im Krankenhaus, aber sie wurde versorgt und das war das Wichtigste. Dennoch ließ es Mike nicht los, er lehnte seinen Kopf nach hinten und schloss die Augen, der Arzt brauchte einen Augenblick. Die Männer hatten zwar das Haus betreten, aber sie erkannten den Ernst der Lage und verzogen sich, bis es Informationen für sie über den Zustand ihrer Chefin geben würde.

      Eine Dreiviertel Stunde dauerte es, dann öffnete sich die Tür und der Arzt trat langsam mit samt seiner ganzen Tasche raus. Im Hintergrund war Kamila im Bett zu sehen, sie schien unter einer Decke zu schlafen und versorgt zu sein, dennoch zog der Arzt die Tür langsam und leise hinter sich zu, um zu den Männern zu sehen. Er seufzte. "Ich kann nur das grobe untersuchen, weil ich hier nicht alle Möglichkeiten habe.. Ich weiß, dass das Krankenhaus für sie nicht möglich ist.. Aber.. Sie hat auf jeden Fall ein Schädel Hirn Trauma.. Der Knöchel ist auf jeden Fall verstaucht.. Zwei Rippen sind gebrochen.. Ihr Nacken ist komplett versteift.. Sie hat ein Schleudertrauma.. Aber der Bauch ist ziemlich weich.. Deshalb gehe ich nicht von inneren Blutungen aus.. Aber.. ". Der Arzt stoppte kurz." Ich weiß nicht.. Wie es in ihrem Schädel aussieht..Sie hat neurologische Defizite.. Aber es kann auch nur die Gehirnerschütterung sein..". Mike seufzte, er war aber froh, dass es wenigstens keine inneren Blutungen gibt. "Sie sollte überwacht werden.. Am besten die ganze Nacht.. Vierundzwanzig Stunden.. Wenn sich etwas verändern sollte, ruft ihr mich an.. Es muss einfach nur etwas schlimmer werden.. Ich habe ihr jetzt ein starkes Mittel gegeben und sie schläft". Der Mann hielt Mike eine Packung Tabletten hin. "Lass sie nicht auf dem Nachttisch.. Ich will keine Wiederholung vom letzten Mal haben". Der Arzt sah ihn streng an, Mike nickte und nahm die Medikamente an sich. Er streckte dem Mann seine Hand aus. "Danke..Ich lass ihnen das Geld zukommen". "Wir warten, bis es ihr besser geht.. Dann wirst du mir danken können..",der Arzt seufzte. "Wie sieht es mit dem Rest aus?". "Sie sind soweit versorgt.. Wir hätten die ein oder andere Kugel zum Rausholen.. Aber sie sind erst in ner Stunde da". "Ihr findet mich an der Bar". "Bedienen Sie sich, Doc". Mike nickte ihm zu, er sah zu, wie der ältere Mann im Flur verschwand, als würde er sich hier auskennen. "Er rettet ihr nicht das erste Mal das Leben..", seufzte er und blickte dann zu Anthony. Einer musste die Nacht über bei Kamila bleiben, Mike vermutete auch schon, dass es ihr größter Schwarm wohl machen will, aber er mochte den Mann und mochte auch die Art, wie er mit seiner Schwester umging. Er mochte es auch zu sehen, dass seine Schwester auch wieder lachen konnte und das ehrlich. Er hatte es lange nicht mehr gesehen und wahnsinnig vermisst, aber durch alles, was passiert ist glaubte er nicht daran, dass es so bleiben wird.
      "Bleibst du erst einmal bei ihr? Dann kümmere ich mich um den Rest hier und löse dich ab.. ".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

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    • Der Blonde sah nur noch die Tür zugehen, weswegen er einen Schritt zurück nahm und schnaubte. Seine Arme landeten auf seiner Seite und er lief zur nächsten Wand, um sich an diese zu lehnen und zu entspannen. Entspannen war es jedoch nicht wirklich gewesen, er war angespannt gewesen, denn das Unwissen trieb ihn gerade in die Enge. Es war nicht möglich dort zu sehen, was er feststellte, wie es ihr gerade wieder ging, ob sie nicht jemanden brauchte. Aus dem Raum kamen keinerlei Geräusche, entweder war sie immernoch nicht ganz bei Bewusstsein oder die Untersuchung war nicht so schmerzhaft gewesen, dass sie sich zusammenreißen musste. Doch er konnte nichts wissen, nur ahnen, und das machte ihn des öfteren verrückt. Er musste sehen, was mit ihr war und er war nicht der Einzige gewesen, denn Mike hatte seine Faust gegen die nächstbeste Wand gedonnert. Anthony sah ihm nur zu, war jedoch davon überrascht, dass Mike so reagierte. Die ganze Autofahrt lang war er still gewesen, das er bei ihrem Bewusstloswerden ihren Namen rief war auch nachzuvollziehen, doch das der Braunhaarige nun so reagierte, war für ihn nicht zu erwarten. Er gab ihm sofort das Zeichen, als sollte leise sein, sonst würde Kamile im Raum womöglich noch nervös werden. Die nächsten Worte waren dann aber wieder abzusehen, er gab sich die Schuld. Ein Seufzen entfloh dem damaligen Wärter, bevor er vom kurzen Blick auf dem Boden wieder zum Herren sah. " Man konnte nicht vorhersehen.. Was passieren würde. ", erklärte er ihm, auch wenn er sich auch bereits die Schuld dafür gab. Es war aber keine Zeit zur Schuldeinweisung, denn es waren nicht die Beiden gewesen, es waren die verdammten Locos.
      Wie lange die Behandlung jetzt dauern würde, konnte man nicht einschätzen, weswegen er sich gar nicht darum bemühte, sich irgendwie mit Mike von der Zimmertür zu entfernen. Sie blieben an den Wänden gelehnt, gaben Kamila seelische Unterstützung, auch wenn sie nichts davon wissen würde. So hatten die Beiden aber die Zeit gehabt, sich etwas zu beruhigen, hier war sie nämlich fürs Erste sicher gewesen. Nur einen Blick auf das Handy wagte der Blonde, denn er wollte nachsehen, ob nicht bald die anderen Herrschaften ankommen würden. Zumindest würde Elias hier mal vorbei schauen, denn er sah besorgt aus, als man ihm über den Vorfall erzählte. Viel dachte er darüber nicht nach, sie waren wahrscheinlich noch auf der Hinfahrt gewesen und sollte was passiert sein, konnten sie sich wehren.

      In der Zeit, in der der Arzt die Brünette versorgte, konnte der Blonde langsam zur Ruhe kommen. Er war sogar für einen Moment im Auto gewesen, denn er wollte sofort ihre Sachen mitnehmen. Es war nur eine Minutenarbeit gewesen, er war wieder da und langsam hatte sich seine ruhige Art verschlimmert, denn der Arzt trat immer noch nicht heraus. Vielleicht war doch etwas schlimmeres dabei, was jetzt sofort großartig behandelt werden muss. Gerade war Anthony mit den Gedanken wieder verschwunden, doch er erkannte relativ schnell, dass man die Türklinke herunterzog. Er sah hoch und musterte den Arzt, der mit den Augen etwas nach Mike suchte. Er zählte auf, was sie alles hatte und mit dem letzten Punkt knallte auch schon der Kopf des Blonden gegen die Wand, jedoch eher sanft. Einen kräftigen Atemzug nahm er, bevor er die Luft wieder ausstieß. Alles in einem lebte sie, doch die nächste Zeit würde für sie nicht einfach werden. Der Arzt war jedoch locker, trat sogar seinen Weg an die Bar an, wo auch der Blonde hellhörig wurde. Sie haben hier eine Bar? Die Worte von Mike brachten ihn aber wieder zurück, weswegen er zu ihm sah. Kamila war schon oft in Gefahr gewesen, das war auch gar nicht abzustreiten, doch niemals hätte Anthony gedacht, sie wäre des öfteren fast gestorben. Anthony blieb still und sah etwas an ihm vorbei, sein Kopf war innerlich schon wieder bei Kamila gewesen. Seine Augen fokussierten sich wieder auf den großen Mann, als er ihm eine Frage stellte. Mike wollte sich noch um die restlichen Dinge kümmern, weswegen er nickte. Sie würden sich wohl noch öft abwechseln müssen, denn es würde nicht funktionieren, dass Mike sie den Mittag und den Abend lang beobachtet.
      " Mach dir aber keinen Stress. ", sprach er noch zu ihm, denn er würde wahrscheinlich alles in Eile erledigen, um sie wieder bei sich zu haben. Damit hob er die Tasche vom Boden auf und nickte dem Brünetten zu, bevor er langsam durch die Tür zu Kamila trat. Sie war noch am schlafen, weswegen er behutsam die Tür hinter sich schloss und ebenso die Tasche ablegte. Das Zimmer sah er sich nicht wirklich an, Kamila war wichtiger gewesen und interessanter als alles andere in der Umgebung. Anthony schlich näher an sie ran und betrachtete sie kurz, doch ging er doch lieber langsam zurück und setzte sich auf den Stuhl, der womöglich vorhin noch vom Arzt benutzt wurde. Sie schlief wohl ruhig, sie bekam schließlich Schmerzmittel, weswegen er auch etwas abschrauben konnte. Doch vom Fleck bewegt er sich jetzt nicht, denn jede Änderung könnte gefährlich sein und wenn sie aufwacht, sollte sie sehen, dass für sie immer jemand da sein wird.
    • Mikael 'Mike' Redstone
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      Mike seufzte zufrieden, als Anthony zustimme, zunächst bei der Brünette zu bleiben, auch wenn er sich sicher war, dass der Blonde nichts dagegen gesagt hätte. Er wollte mit Sicherheit auch derjenige sein, der bei ihr sein durfte, um ihr zu zeigen, dass er für sie da war, aber Mike würde ihm die Möglichkeit anbieten etwas zur Ruhe zu kommen und sich zurück zu ziehen, dafür würde aber auch Mike auf ihn zurückgreifen müssen, um alles zu klären, was Kamila jetzt nicht klären konnte. Er war zufrieden mit der Tatsache, dass seine Schwester soweit versorgt war, aber es plagten ihn noch immer Schuldgefühle und er war noch besorgt darüber, ob sie da raus kommen würde. Aber die Frau hat schon einiges andere überlebt, da war ein Autounfall nichts allzu großes, hoffte er jedenfalls.
      Der Mann verschwand, nachdem Anthony zu seiner Schwester ins Zimmer ging und kümmerte sich um alles andere, was noch anstand. Er musste die Männer im Anwesen einweihen, er musste nach den Vorräten schauen, nach dem Platz für alles, was sie jetzt mitnehmen würden. Einer der früheren Transporter mit den Drogen musste ausgeräumt werden, Elias musste ankommen und es musste auch eine Meldung dafür rausgehen, dass womöglich die anderen Verstecke ebenfalls in Gefahr waren. Normalerweise kümmerte sich hauptsächlich Kamila um so etwas, sie war der Kopf der ganzen Sache, aber ihr Bruder wäre nicht ihre treue Rechte Hand, wenn er nicht mit so einer Situation gut umgehen würde und vor allem könnte..

      Kamila Kayla Redstone
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      Sie war ein wenig zu Bewusstsein gekommen, als der Arzt ins Zimmer gekommen und sie verarztet hat, aber es war auch nicht wirklich etwas, womit man hätte gut arbeiten können. Kamila bekam mit, was man ihr sagte und sie bekam auch die Schmerzen mit, die man ihr zufügte durch die Untersuchung, aber sie konnte lediglich ihr Gesicht verziehen und mal scharf Luft holen, auch wenn das noch mehr Schmerzen mit sich brachte. Sie schaffte es noch sanft zu nicken, wenn der Arzt sie was fragte, die Tablette zu schlucken bekam sie auch noch hin, aber für mehr fehlte der Frau einfach die Kraft und auch die Lust. Sie legte sich lieber zurück ins Bett und versuchte ein wenig zu schlafen, was gar nicht so einfach war. Es ging hier um ihr Leben, der Mann hatte ja mit ihr gesprochen und ihr in etwa gesagt, was los war, aber die Tür war nicht ganz dicht, weshalb sie die Worte gut mitbekam, die er zu ihrem Bruder gesprochen hatte. Kamila verzerrte ein wenig das Gesicht, sie wollte sich weiter zudecken, aber sie schaffte es nicht und gab es letztendlich auf, sie versuchte einfach weiter vor sich hin zu schlafen, bis die Tür aufging. Jemand trat rein, es waren nicht die Schritte von dem Arzt, es waren auch nicht die von ihrem Bruder, er war deutlich schwerer als die Person, die reintrat und deshalb lauter beim Gehen, auch wenn hier jemand versuchte ganz leise auf sie zuzukommen. Es brauchte nur einen kurzen Augenblick und etwas mehr Nähe zueinander, da erkannte Kamila sofort, ohne die Augen öffnen zu müssen, dass es Anthony war, der ins Zimmer gekommen ist. Trotz dessen, dass sie den Wald und Boden roch, als er ihr näher kam, sie roch auch genau das, was sie bei dem letzten T-Shirt misste: ihn.
      Die Brünette hatte geschmunzelt, wenn es ihr möglich war, aber sie befürchtete dass es wehtun würde, weshalb sie es wieder sein ließ, stattdessen bemerkte sie wieder diese Kälte, vor allem an den Füßen und ihrem Rücken. "Anthony?", flüsterte sie ganz sanft, bevor sie zunächst wieder still war, es kostete Kraft zu sprechen. "Mir.. Ist kalt". Vielleicht war Kamila aber auch zugedeckt, sie merkte es nur nicht ganz.. Sie merkte nur, dass es ihr fürchterlich kalt wurde, seit dem der Arzt das Zimmer verlassen hatte. Es konnten natürlich auch die Medikamente sein, die sie bekommen hatte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anthony lehnte sich auf dem Stuhl etwas vor und hatte seine Ellenbogen auf seinen Oberschenkeln gestellt, während er sich seine Hände faltete. Er atmete tief aus und musterte Kamila, ob sie Anzeichen auf irgendwelche Schmerzen machte. Sie sah zumindest gerade so friedlich aus, als wäre nichts passiert, doch unter ihrer Kleidung sah das Ganze jedoch anders aus. Sie hatte gebrochene Rippen, unzählige blaue Flecken und Prellungen, ein Schleudertrauma.. Was nicht sonst noch alles. Doch sie lag nun und konnte endlich die Ruhe genießen, die der Blonde ungerne stören wollte. Er war selbst wieder dabei, ruhiger zu werden, schließlich war Kamila jetzt versorgt und war am schlafen. Sie schlafen zu sehen brachte ihn für einen Moment wieder in sein damaliges Zimmer, wo die Beiden bereits zwei Male miteinander lagen und kuschelten. Es war sogar kurz so, als hätte er wieder ihre Hand an seinem Körper gespürt, doch so war es nicht. Es wird auch lange nicht mehr so ein, denn sie musste sich erholen und in der Zeit musste man sich mit dem Wachehalten absprechen, ohne sie dabei bei ihrer Ruhe zu stören. Still konnte man das Haus jedoch nicht halten, zumindest war es bei den kennengelernten Männern so, denn vor der Konsole waren sie nicht zu bändigen gewesen. Jetzt war jedoch auch was anderes, denn Kamila war verletzt gewesen.
      Es dauerte keine lange Zeit, bis er seinen Namen von ihren Lippen hörte und sich wieder nach hinten lehnte, um gerade zu sitzen. Er machte einen fragenden Laut, um ihr zu sagen, das er wirklich da war. Womöglich hatte er sie beim Schlafen gestört, doch er sah nicht wie sie ihre Augen öffnete, sie konnte nicht wissen, das er es war, so dachte er doch. Vielleicht wollte sie auch einfach sicher gehen, aber das war nicht das Thema gewesen. Er betrachtete ihr Gesicht, wie sie sich bemühte, weiter zu sprechen. Ihr war kalt gewesen, weswegen er sich aufsetzte und sich etwas umsah. Die Decke war halb auf ihr gewesen, weswegen er diese vorsichtig über ihren ganzen Körper ausstreckte und den Stoff etwas unter ihren Körper steckte, damit sich die Wärme besser stauen konnte. Er dachte bereits darüber nach, sie jetzt nicht vielleicht umzuziehen, doch das würde ihre begonnene Ruhe nur stören und ihr wieder Schmerzen zufügen. " .. Bessor so? ", fragte er sicherheitshalber, sonst würde er noch die Heizung höher stellen, denn weiterer Druck auf dem Körper könnte ihr schaden.
      Er setzte sich wieder neben ihr und schloss kurz seine Augen, bevor er wieder zu ihr sah. " Versuch zu schlafen, wir passen auf dich auf.. ", sagte er mit leiserer Stimme, bevor er zu der mitgebrachten Tasche blickte. Es war nur ein flüchtiger Blick darauf gewesen, denn er sah sich eher im Zimmer um, doch er schmunzelte wieder. Es war sein Shirt da drinne gewesen, was ihn wieder an die Nacht erinnerte. Mit der Erinnerung sah er wieder zu der Brünetten und überlegte, bevor er langsam zu der Tasche lief und es rausholte. Er würde sich nich neben ihr legen können, vielleicht würde sie kuscheln müde stimmen, doch daran war gar nicht zu denken. Anthony näherte sich wieder dem Bett und legte das Shirt neben sie, bevor er sich hinsetzte. Viel reden wollte der Blonde jedoch nicht, denn er war selber dabei, seine innere Ruhe wiederzufinden.

      Es war eine Ewigkeit gewesen, die Anthony die saß und Kamila einfach bewachte, doch es war für sie gewesen und damit deutlich angenehmer. Er wurde jedoch müde durch das Nichtstun, er hatte hier nichts zu machen und könnte es auch nicht, denn das könnte Kamila nur neugierig machen oder sie noch wecken. Die Tür wurde langsam geöffnet und so sah der Blonde zu dieser, deutete aber schnell an, still zu sein. Es war jedoch Mike gewesen, dem musste er nichts erzählen, weswegen er mit einem Kopfschütteln die vorherige Deutung verwarf. Anthony stand mit dem letzten Blick auf Kamila vom Stuhl auf und machte damit dem Braunhaarigen Platz, sie tauschten nun. Er nickte Mike noch zu, bevor er zögernd hinaus lief. Es würde sich wieder ein Unwissen aufbauen, doch er brauchte sich nicht zu sorgen, denn ihr Bruder war direkt an ihr dran. Jetzt musste er sich aber selbst darum kümmern, hier irgendwie zurecht zu kommen, davor lief er jedoch hinaus und zündete sich eine Zigarette an. An der Hauswand gelehnt schloss er nur noch die Augen, bevor er langsam hinunter schliff und sich hinsetzte. Es war heute anstrengend genug gewesen, es musste nicht noch schlimmer werden..
    • Kamila Kayla Redstone
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      Nach ihrer Bitte hin erhob sich jemand und Kamila spürte, wie die Decke ein wenig mehr über sie gelegt wurde und es sofort ein wenig Wärmer wurde, da hörte sie auch schon seine Stimme und schmunzelte innerlich, dass sie es richtig erkannt hatte: Es war Anthony, der bei ihr saß. Das Sprechen fiel ihr aber wahnsinnig schwer, weshalb sie nur einen bestätigenden Laut von sich gab, um dem Mann zu verdeutlichen, dass es nun besser war, jedenfalls fühlte es sich besser an, als es vorher war. Die Wärme staute sich nun und auch ihre Füße schienen nicht mehr zu frieren, aber letztendlich musste sie einfach abwarten und sehen, wie es gleich sein würde. Sie sollte schlafen, ja dessen war sie sich selber schon bewusst, aber die Brünette hatte das Gefühl, als würde sie zwar wahnsinnig müde und erschöpft sein, aber als würde sie gleichzeitig nicht schlafen können. Sie war wach und gleichzeitig müde, auch wenn sie schon keine Kraft mehr hatte irgendetwas zu sagen, sie lag einfach nur da und wartete, bis die Schmerzmittel wirken würden.
      Es fühlte sich für sie wie eine Ewigkeit an, bis Anthony sich erhob und seine Schritte sich entfernten, bevor sie ihr näher kamen. Er legte was neben sie hin, was Kamila deutlich hören konnte, aber sie war sich nicht sicher, was es war.. Dann roch sie es. Es war was von ihm, es roch nach ihm, aber hatte er sich gerade das T-Shirt über dem Kopf gezogen, um es neben sie hinzulegen? Es roch nur nach ihm.. Und nach ihrem eigenen Parfüm, diese Kombination kannte sie doch schon.. Es musste das T-Shirt sein, von welchem er im Auto gesprochen hatte. Ein sanftes Lächeln war auf ihren Lippen zu sehen, dann fing die Wirkung der Medikamente an und die Frau verschwand mit ihren Gedanken in einen dunklen, leeren Raum.

      Es fühlte sich wie Stunden, oder gar wie Tage an, aber die erste Zeit über gab es weder einen richtigen Traum noch konnte Kamila nachvollziehen, wie viel Zeit jetzt vergangen war, seit sie mit Anthony die wenigen Worte gewechselt hatte. Irgendwann kam aber etwas anderes auf sie zu.. Sie saß wieder auf dem Beifahrersitz im Laster, wählte gerade die Nummer ihres Bruders, um ihm zu sagen, dass die Basis angegriffen wurde.. Da sah sie das Auto kommen. Sie sah ihre beiden Angreifer, die die Waffe zückten und schossen. Zwei Kugel trafen sie an der Weste, es war deutlich zu spüren, dass sie sie getroffen hatten, aber bevor Kamila darüber weiter nachdenken konnte spürte sie schon den Aufprall, als die beiden Fahrzeuge kollidierten.
      Nach Luft rangend riss die Brünette ihre Augen auf und riss die Decke von sich herunter, woraufhin sie diese Bewegung schmerzlich bereute. Sie bekam keine Luft, da erhob sich auch schon jemand schnell, im nach ihr zu sehen. "Kamila!". Es war Elias Stimme, er kam ihr näher. "Hey.. Es ist alles gut..tief durchatmen.. Tief und langsam". Es klappte zum Anfang nicht, zumal es Kamila mehr als nur wehtat sich jetzt zu bewegen, aber sie schaffte es sich zu beruhigen und zu sich zu kommen. Es war dunkel im Zimmer gewesen, es musste scheinbar Nachts sein und Elias war bei ihr im Zimmer.. Was war passiert? "Hast du Schmerzen?", fragte er ganz vorsichtig und sah sich nach den Tabletten um, die ihm Mike vorhin gegeben hatte. Elias war vor paar Stunden mit den Jungs gekommen und hatte sich nach der Brünette erkundigt, bevor er auf Mikes Anweisung hin Anthony ein Zimmer zuweis und ihn kurz durch das Haus führte. Er zeigte ihm grob die Küche, die Bar, die anderen Zimmer, die er wissen musste, er konnte die anderen Männer wann anders kennenlernen. Dann war auch Elias zu dem großen Mann gegangen, um ihn bei der Bewachung seiner Schwester abzulösen.
      "Wo sind.. Sie alle?", fragte Kamila schwach, sie versuchte trotz der Schmerzen durchzuatmen. Elias nahm in der Zeit eine Tablette und das Wasser, um die Frau sanft anzuheben und ihr die Tablette in den offenen Mund zu geben. Sie schluckte etwas Wasser, dann verzog sie auch schon schmerzhaft das Gesicht. "Sie schlafen vermutlich.. In wenigen Stunden kommt Anthony mich ablösen". Er half seiner Chefin sich auf die Seite zu drehen, das war für sie deutlich angenehmer und gemütlicher, als auf dem Rücken, vor allem bekam sie so besser Luft. "Ihr müsst nicht auf mich aufpassen", bekam sie schwach raus und blickte zu Elias, der den Kopf schüttelte. "Schlaf dich auch.. Du brauchst Ruhe und Schlaf". Er seufzte, stellte den Stuhl näher zu ihrem Bett, um sie zu bewachen, denn ein wenig unruhig war sie schon. "Ich.. Will.. Nicht schlafen...".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anthony hatte sich bereits ein Mal umgesehen, nachdem er sich einen ruhigen Moment draußen für sich nahm, um wieder runterzukommen. Es war nicht leicht gewesen, denn sie war so oder so in seinem Kopf gewesen, doch zumindest nicht verletzt mit Schmerzen. Er machte sich große Sorgen, wollte sich gar nicht vorstellen, was sie gerade durchleben musste, die Schmerzen sollten einfach auf ihn zukommen, damit sie erlöst war. Sie schien erschöpft und kaputt, dementsprechend sah auch ihr Körper aus, doch sie schaffte es trotzdem nochmal, ihm ein Lächeln zu schenken. Das Lächeln blieb ihm noch eine Zeit in Gedanken, denn danach schlief sie ein, da das Lächeln langsam verschwand. Doch sie konnte mehr oder wenig fröhlicher einschlafen, vielleicht hatte das Lächeln auch einiges ihrer Schmerzen entnommen, für nur ein paar Sekunden. Es hatte ihn selbst kurz vergessen lassen, dass sie unter der Decke, immernoch Verletzungen hatte und litt..
      Elias hatte ihm nach seiner Ankunft etwas besser das Anwesen von Kamila zeigen können, er durfte dieses Mal auch sein eigenes Zimmer sehen, aus welchem er auch gar nicht erst raus wollte, doch der kleine Rundgang war nicht vorbei gewesen, sie endete erst, nachdem man ihm das Lager zeigte und die anderen nötigen Dinge, die im Moment als wichtig erschienen. Die anderen Türen, die Männer konnte er wann anders kennenlernen, wenn er Interesse dazu hatte. Doch sein Interesse lag schon seit einiger Zeit bei einer gewissen Frau und um diese würde er sich lieber kümmern, als sich an irgendwelchen Geldwetten zu bereichern. Damit würde auch Luke wieder kein Training bekommen, doch es sollte nicht an dem Blonden liegen, ob dieser leben oder sterben soll. Die Flachzange hatte sein eigenes Leben auf der Hand, Anthony nur die Schusswaffe, die dieses beenden könnte. Es war bewundernswert gewesen, dass er noch gar nicht draufging, denn auf die Nerven ging er ihm schon einige Male. Umso froher war der damalige Wärter gewesen, ihm gerade nicht über den Weg zu laufen.
      Er verzog sich lieber wieder in sein neues Zimmer, wobei jedoch auch das eigentliche, alte Zimmer, immer noch neu für ihn war. Eigentlich hatte er auch vorgehabt, dieses ein wenig zu renovieren, doch mit dem Brand hat sich dann alles wie von selbst gelöst. Jetzt würde er sich hier wohl fühlen müssen, ob sie nun hier bleiben oder irgendwann weiter ziehen, aus irgendwelchen Gründen.
      In seinem Zimmer schleuderte er die Tasche mit seiner mitgebrachten Klamotten neben das Bett, bevor er sich auf die Matratze fallen ließ. Seine Augen waren während des Falls bereits geschlossen, er war erschöpft gewesen und sollte lieber wieder genug Kraft tanken, bevor es wieder zu Kamila gehen würde. Seines Wissens nach würde bald Elias die Wache übernehmen, die Zeit wo er selbst wieder zum Zimmer antreten sollte, stand ja auch fest. Deswegen machte er sich einen Wecker, um es nicht noch zu verpassen. Er wollte wieder hellwach sein, denn wenn man nur so rumsaß, würde man schnell von der Müdigkeit zum Augenschließen verführt. Es lag nur am still sitzen, denn Kamila sollte nicht geweckt werden, in der Nähe von Kamila zu sein war definitiv kein Problem für ihn.

      Es waren die letzten Stunden gewesen, die er mit schlafen verbrachte. Doch letztendlich klingelte sein Wecker, kündigte damit seine Wache an, die er gleich antreten müsste. Er zog sich lieber etwas gemütlicheres an, doch danach lief er auch schon aus dem Zimmer heraus und suchte das Zimmer auf, in welchem man die Brünette brachte, weil sie nicht nach oben gebracht werden konnte. Die Klinke wurde langsam von ihm runter gedrückt, damit sah auch Elias zur offenen Tür, bevor man den blonden Schopf in der Dunkelheit erkennen konnte. Anthony nickte ihm nur kurz zu, er würde ab hier unternehmen, Elias brauchte selbst seinen Schlaf. Ein Wort sagte er jedoch nicht, dafür bestellte er Elias kurz nach draußen, um mit ihm zu reden. Er erzählte knapp von dem Erwachen von ihr, jedoch auch, dass sie sich wieder einigermaßen beruhigen ließ. Doch sein Gähnen hatte den Abschied übernommen, er machte sich auf den Weg ins Bett. Damit machte sich auch der Blonde zu Kamila und setzte sich auf den Stuhl, bevor er Kamila wieder betrachtete. Sie wurde auf die Seite gelegt, hatte die Position auch gehalten, fiel nicht wieder auf den Rücken zurück. Anthony lehnte sich zurück und sah zum Fenster, die Dunkelheit beinträchtigte ihn dabei sehen zu können, was mit der Brünetten war, doch das war kein weiteres Problem. Das Licht würde er nämlich nicht anmachen können, er würde sich schon daran gewöhnen und mit der Zeit mehr erkennen, auch wenn er es gar nicht brauchte.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Kamila war wieder eingeschlafen, nachdem die Tablette anfing zu wirken und ihr ein wenig die Schmerzen nahm. Elias hatte sich tapfer geschlagen, aber auch er wurde irgendwann müde und kämpfte damit, noch länger wach zu bleiben, aber Anthony kam in dem richtigen Moment, um ihm abzulösen und den Schlaf zu schenken, den er brauchte. Das Schließen der Tür hörte die Frau unterbewusst, sie war sich aber nicht sicher, wer denn nun drin war, denn sie erinnerte sich nicht daran, was ihr Elias vorhin erzählt hatte. Es konnten nur Anthony oder Mike sein, jemand anderes kam nicht in Frage, aber letztendlich vergaß die Brünette den Gedanken schnell wieder, sie war mit was ganz anderem beschäftigt.

      "Dreh dich noch einmal, Baby". Der bärtige Mann wackelte mit seinem Schein, während seine Augen lüstern zu mir sahen. Ich griff zu der Stange, sie fühlte sich ganz warm an, bevor ich mich elegant drehte und dem Kerl gekonnt meinen Ausschnitt hin hielt. Ein Schein landete in meinem BH, doch bevor er noch zu mehr greifen konnte griff ich die Stange auch wieder und führte die Bewegungen aus, die tief in meinem Kopf verankert waren. Ich ließ einen Blick durch den Laden schweifen, die anderen Mädels waren dabei gut Geld zu verdienen, sie hatten sich Männer angelockt und bewegten sich in dem roten und pinken Neonlicht. Meine Augen hafteten an Zed, er hatte die Arme vor der Brust gekreuzt und deutete mit einem strengen Blick zu dem Typen, der mir gerade schon den Schein in den BH gedrückt hatte. Ich nickte brav, wobei ich es gar nicht wollte, ich wollte mich auch nicht an der Hand führen lassen, um in eines der hinteren Zimmer zu gehen, aber die Tür ging hinter mir zu, ich wurde angefasst, der BH flog runter, dann wurde ich weiter angefasst. Es roch nach Schweiß, nach abgestandenen Öl und nach Sabber, hatte er mich etwa angesabbert?
      "Du bist so schön". Er log. Er log wahnsinnig, denn wenn ich meinen Kopf drehte konnte ich mein blondes Haar in dem Spiegel sehen, das Fett, welches an mir dran war, weil der Mann sich ausgezogen hatte. Er berührte mich, er drang in mich ein und ich betrachtete mein Gesicht im Spiegel, während er sich austobte. Ich konnte ihm nicht nein sagen, es ging nicht, aus meinem Mund kam nichts, wenn ich ihn öffnete. Er war grob, er runzte wie ein Schwein, bevor ich deutlich spüren konnte, dass er sich in mir ergoss. Ich verzog das Gesicht, es schmerzte, weil er so grob war. Zum Schluss erhob er sich, er zog sich wieder an und schmiss das Geld neben mich, als ein Dankeschön. Wortlos war er raus, er ließ mich nackt zurück, benutzt auf dem Bett, aber dennoch erhob ich mich und richtete meine Haare, bevor ich mich umzog und das Geld einsteckte. Ich bräuchte noch drei Kunden an dem Tag, dann würde ich das Mindeste eingebracht haben..

      Kamila wurde unruhig, sie atmete deutlich schneller, auch wenn es ihr schmerzte. Sie ging in ihrem Traum fest, ihre Körpertemperatur stieg deutlich an, das Fieber nahm die Frau ein. Sie glühte, während ihre Muskel anfingen zu zittern, es fühlte sich so kalt an in diesem Zimmer. "Nein..", murmelte sie, während sie anfing sich unruhig zu bewegen. "Bitte..", flehte sie leise, aber sie war in ihren Alpträumen gefangen, während ihre Temperatur weiter anstieg. "Lass.. Mich.. In Ruhe".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Er saß wieder vor ihr, hatte sie und ihren verletzten Körper vor seinen Augen, während er ihren noch ruhigen Atem hören konnte. Ihr ging es gut, so sah es doch aus, doch sein Kopf malte sich bereits unzählige Versionen darüber aus, was wohl geschehen könnte, wie man sie von ihn wegreißen konnte. Es waren wieder die gleichen Gedanken gewesen, wie sie es schon die letzten Tage waren. Kamila kreiste in seinem Kopf, herrschte dort und bereitete ihm mit ihrem Zustand Sorgen, die unerklärlich schienen. Doch eigentlich stand der Grund für alles nahe, oder liegt eher: Jeden Grund den er suchen musste, für sein Verhalten, seine Reaktionen und Sorgen, war bei ihr zu finden. Sie machte unglaublich vieles an ihm, ohne sich zu bemühen. Er fühlte sich irgendwie verweichlicht und es gab kein Ende von diesem, denn bei ihr erhob sich seine Stimmung gern, bei ihr lächelte er. Für alle kurzen Konversationen war er glücklich gewesen, denn wäre es der letzte Tag gewesen, an dem die Brünette bei ihm wäre, so konnte er sich an einiges erinnern. Alles ging aber glücklich aus, auch wenn sie ihm immer noch nicht gehörte.


      Er schnaubte leise und betrachtete die kleinen Zuckungen an ihren Fingern, die so schnell gingen, wie sie auch kamen. Irgendwas beunruhigte sie momentan, womöglich hatten die Schmerzmittel nicht mehr gewirkt oder irgendein anderes Symptom ist aufgetreten, an vieles konnte er jedoch nicht denken. Denn die Situation wurde schnell schwieriger, sie atmete schwer und deutlich und zitterte am ganzen Körper, weswegen sich Anthony bemühte sie wieder zuzudecken. Doch es brachte nichts, ihr Körper reagierte nicht auf die Änderung und mit den hastigen Bewegungen begann sie letztendlich auch zu sprechen, was ihn selbst beunruhigte. Es klang als würde sie einen Albtraum durchleben, nicht mehr hinaus kommen, denn sonst wäre sie bereits aufgesprungen. Anthony schüttelte sie sanft an den Schultern, bemüht ihr nicht weh zu tun, doch das brachte nichts. Er stand vom Stuhl auf und neigte sich über sie, legte seine Hände auf ihre Wangen, die warm waren. Damit stieg seine Hand prüfend hoch an ihre Stirn und er erkannte die hohe Temperatur, die das Ganze nicht einfacher machte. " Kamila.. ", nannte er mehrmals ihren Namen, klopfte mit der flachen Hand sanft auf ihre Wangen, um sie da raus zu holen. Er sah sich umher, ob er nicht noch irgendwie Hilfe holen kann, damit er nicht alleine war. Doch sie müssten Beide seines Wissens schlafen, ihnen sollte er den Schlaf auch lassen. Der Blonde seufzte und sah wieder zu Kamila, machte schnell das Licht zum wecken an, bevor seine Hände wieder an ihren Wangen waren. " Kamila, du träumst nur.. ", sprach er ihr nun zu, bevor er ihr die ersten Haaren hinters Ohr steckt. Er musste sie beruhigen können, sie hatte es wohl auch bei Elias geschafft, Anthony konnte aber auch nicht wissen, wie unruhig sie da schon war. " Ich bin hier.. "
    • Kamila Kayla Redstone
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      Es waren Bilder vor ihrem geistigen Auge zu sehen, die ihre ganze Unruhe nicht einfacher machten. Sie fühlte sich wieder in der Bar gefangen, als würde sie wieder ein Teil davon sein, als hätte sie es gar nicht geschafft da rauszukommen und alles, was seit dem passiert war ein Traum wäre. Tränen stiegen ihr in die Augen, Kamila konnte es nicht glauben, dass sie noch immer an dem Ort war, an dem ihr Leben den Bach runter gegangen war und sie konnte es nicht glauben, dass sie noch immer das tun musste, was sie am meisten hasste: sich den Männern unterordnen. Sie wurde noch unruhiger, hatte sich sogar auf dem Rücken gelegt, was ihr das Atmen erschwerte, aber die Schmerzen waren gerade nicht das, was das große Problem war, das Fieber war das viel größere Problem. Es ließ sie an Sachen denken, die die Frau hinter schloss und Riegel hielt, es ließ sie genau diese Sachen noch einmal erleben und es fühlte sich verdammt echt an.
      Es griffen Hände nach ihr, sie fassten sie an. Die Brünette spürte deutliche Berührungen, vor allem an ihren Wangen. Jemand sprach ihren Namen aus, ihren echten Namen. In der Bar nannte sie keiner so, sie hieß hier Mandy, man meinte es passte besser zu ihrem Look, auch wenn man es nicht wirklich Look nennen konnte. Die blond gefärbten Haare und das viele Makeup, die wenig Klamotten.. Das war alles mögliche, aber ganz sicher kein ganzer Look, den man einer Person zuschreiben könnte, aber hier war sie Mandy und damit lebte die Frau einfach, es war ihr nicht möglich etwas dran zu verändern, nicht, solange diese bunten Tabletten ihr Leben bestimmten.
      Sie hörte es wieder, ihr Name wurde auch ein zweites Mal gesagt. Es war eine männliche Stimme, die ihr zusprach. War es Mike? Aber Mike war gar nicht da? Sie musste träumen, oder sie halluzinierte schon wieder. Kamila war sich recht unsicher, aber da war die Stimme glatt wieder, sie war für sie da. Aber wer war für sie da? Ihr wurde es warm in der Brust, sie zog sich zusammen, da schmerzte es auch wieder. Die Stimme kam ihr so bekannt vor, sie ließ ihr kleines Herz erfreuen und langsam verschwand auch das Etablissement vor ihren Augen, es löste sich einfach auf. Ja, sie träumte, sie war nicht mehr in ihrem Alptraum gefangen, aber es war verdammt kalt. Nicht nur ihre Brust schmerzte, ihr Kopf fing an wehzutun, ihr Nacken fühlte sich so steif an.

      Es dauerte einen Augenblick, aber Kamila öffnete schlagartig ihre mit Tränen gefüllten Augen und erblickte die Person, die zu ihr gesprochen hatte. Anthony war bei ihr, was hieß, dass wieder ein paar Stunden vorbei sein mussten. Wie schnell so etwas ging. "Anthony", hauchte die Frau, auch wenn sie nicht viel raus brachte und ihr Gesicht gleich verzog, die beiden Rippen schmerzten, auf dem Rücken zu liegen war nicht ihr Ding gerade, dennoch blieb sie so liegen, um sich im Zimmer umzusehen, jedenfalls so viel, wie es für sie möglich war. Wo war sie? Es erfreute sie schon, dass es nicht das Lokal war, von dem sie gerade geträumt hatte. Ihre Augen sahen wieder zu Anthony, die Brünette war am Schwitzen, während es ihr fürchterlich kalt war. "Ich.. Habe Fieber", stellte sie fest und wollte sich den Schweiß von der Stirn wischen, aber das Heben der Arme schmerzte in der Brust, weshalb sie es auch schnell wieder sein ließ. Sie seufzte, schloss für einen Augenblick die Augen, damit die Tränen vielleicht wieder verschwinden würden, nicht einmal diese konnte sie sich aus den Augen wischen. "Wie.. Viel Uhr haben wir?".
      Recht schnell merkte Kamila, dass es mit den geschlossenen Augen nichts brachte, weshalb sie diese wieder öffnete und zu dem Blonden sah. Sie hätte sicherlich in jeder anderen Situation gelächelt, aber sie konnte jetzt nicht. Es war alles zu komisch." Wo bin ich überhaupt?". Es fiel ihr schwer zu sprechen, weil sie nur flach atmen konnte, aber sie ließ sich das auch nicht nehmen, wenigstens ein paar Fragen zu stellen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anthony konnte nur dabei zusehen, wie sich ihr Leiden mit einem scheinbaren Albtraum verschlimmerte und sie sich mit der unruhigen Art nur weiter in die Schmerzen ritt, doch er konnte sie auch nicht auf den Bett drücken. Es würde auf das gleiche kommen, sie bekäme Schmerzen, doch dabei wäre er verantwortlich gewesen. Er wollte gerade wieder beginnen, sie mit dem nächsten Versuch aufzuwecken, doch da hatte sie bereits die Augen aufgeschlagen. Ihre Augen waren mit Tränen gefüllt, es war wohl schlimm gewesen, irgendwas hat sie wohl sehr vertiefen lassen. Doch jetzt müsste es besser werden, jetzt war sie nämlich wach und der Blonde konnte besser darauf achten, wie er sich um sie kümmern konnte. Während des Beobachtens konnte er bereits einige Dinge erkennen, was ihr das Ganze erleichtert und was es ihr nur erschwert, und dazu gehörte definitiv, dass sie wieder auf dem Rücken lag. Er würde sie gleich wieder da raus holen, doch bis dahin musste sie wieder alles im Klarem haben, so schien es momentan nicht. Dafür sorgte sie jedoch selbst, sie sah sich bereits etwas im Zimmer um. Ihrem Blick folgte er für einen kurzen Moment, doch er war schnell wieder bei Kamila gewesen, genauso wie sie es war. Ihre Blicke trafen sich wieder, es war auch nichts mehr neues zwischen den Beiden, doch es hatte immer noch nicht die Magie bei dem Blonden verloren. Es war jedoch nicht die Zeit dafür, gerade dachte er nicht mal daran, er machte sich lieber Sorgen und fragte sich selbst, wie er vorgehen sollte. Kamila übernahm jedoch das Steuer, stellte selbst fest, dass sie Fieber hatte. Der Blonde schloss mit dem Nicken kurz die Augen, öffnete diese danach wieder sofort. Sie hatte Schweißperlen an der Stirn gehabt und trotzdem zitterten ihre Muskeln, darum konnte er sich aber erst kümmern, wenn für die Brünette wieder der aktuelle Standpunkt klar war.
      Das Zucken ihres Armes erkannte er sofort, sah deswegen kurz zu diesem, doch die vergehabte Bewegung ließ sie glücklicherweise los. Es störte sie möglicherweise der Schweiß, doch er wollte sie nicht mit irgendwelchen Berührungen von ihm verwirren, weswegen er selbst noch geduldig wartete. Denn nun begann die Grünäugige mit einer kurzen Fragerunde, sie war sich über alles unsicher gewesen. Anthony hörte ihr jedoch aufmerksam zu, doch wartete mit der Antwort, damit er alles zusammenfassen konnte. Sie war bemüht gewesen, irgendwie die Tränen von ihren Augen zu bekommen, doch es klappte nicht. Es brannte sich in sein Herz, als er letztendlich doch noch eine Träne ihre Wange runterkullern sah. Er schnaubte kurz, denn er war nutzlos gewesen.
      Kamila hatte ihre beiden Fragen gestellt, war noch damit beschäftigt sich irgendwie um ihr Wohlergehen zu kümmern, doch das wird Anthony für sie übernehmen, währenddessen er die Sachlage klärte. " Wir sind in deinem Anwesen, wir mussten hier hin, weil die Locos die Zentrale angegriffen haben.. Wir konnten dich nicht nach oben bringen, weil du sofort behandelt werden musstest, also liegst du in diesem Zimmer. ", erklärte er ein wenig, währenddessen er seine Hände kurz hob und fragend zu ihr sah, ob er sie anfassen dürfte. In ihrem Zustand konnte sie es wohl verneinen, je nachdem was gerade mit ihr los war, doch sie war unruhig gewesen. Als er erkannte, dass es ihr nichts ausmachte, näherte er sich vorsichtig mit dem Daumen ihren Augen und wartete bis sie ihre Augen wieder schloss, um ihr die Tränen wegzuwischen. Mit dem nächsten Moment wischte er ihr auch etwas den Schweiß von der Stirn, es machte ihn überhaupt nichts.
      " Wir haben 4 Uhr, vorhin war noch Elias bei dir gewesen.. ", erzählte er ein wenig, bevor er sie vorsichtig wieder auf die Seite legte. Der Blonde hielt ihren Kopf etwas hoch, richtete damit das Kissen wieder ein wenig, damit es auch ihrem Nacken gut ging. Er sah, wie sich ihre Brust besser erhob, um zu atmen. Es beruhigte ihn ein wenig, doch er war nicht fertig gewesen. Er rückte mit dem Stuhl näher und setzte sich wieder, behielt sie aber weiterhin im Blick, ob sie wieder ruhiger wird. " Kamila, ich bin kurz weg und mach dir einen Wickel.. Soll ich noch bei dir bleiben, oder schaffst du es kurz alleine zu bleiben? ", fragte er vorsichtshalber nach und neigte sich wieder etwas runter, damit sie ihn besser im Blick hatte.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Es dauerte einen Augenblick, bis Kamila wirklich eine Antwort bekam und ihr langsam klar wurde, was passiert ist, jedenfalls sollte es das werden, aber auch wenn sie darüber nachdachte fiel ihr nichts dazu ein. Es war leer in ihrem Kopf, alles schwarz, wenn sie darüber nachdachte was vor ihrem Aufwachen passiert war. Sie erinnerte sich an gestern, an die Nacht, die sie mit Anthony verbracht hatte, an die Handschellen, die an ihren Handgelenke fest gemacht wurden und daran, wie sie auf seiner Brust eingeschlafen ist, aber das war es auch. Mehr an Erinnerungen gab es nicht bis zu diesem Zeitpunkt, doch es muss etwas passiert sein, sonst würde sie nicht verletzt hier liegen und sonst würde der Mann auch keine Wache halten.. Und auch Elias, wie es schien. Ging es den anderen denn gut? Sofort sah Kamila prüfend zu dem Blonden und wollte sehen, dass er nichts hatte, aber da kam er ihr auch schon näher und wollte die Tränen aus ihren Augen wischen. Sanft nickte die Frau, sie schloss auch schon ihre Augen und spürte, wie er drüber wischte. Es war eine kleine Erleichterung, dass die Tränen nun weg waren, aber noch eine viel größere Erleichterung war das Wegwischen ihres Schweißes, welches sie dezent gestört hatte. Ein wenig bewegten sich ihre Mundwinkel, sie lächelte ein klein wenig, dann wurde ihr wieder bewusst, was Anthony vorhin gesagt hatte und da kamen ihr wieder die Gedanken hoch, ob bei ihm alles in Ordnung war. Bevor sie sich jedoch darum bemühen konnte ihn danach zu fragen fragte er auch schon was ganz anderes, er wollte sie für einen Moment alleine lassen.
      Dadurch, dass Kamila wieder auf der Seite lag beruhigte sich ihre Atmung wieder und auch die Schmerzen ließen langsam in den Rippen nach. Es war deutlich besser, aber noch nicht perfekt, doch er wollte für einen Moment verschwinden. Sanft schloss die Frau ihre Augen, wollte nicken, aber der steife Nacken und die Schmerzen ließen es nicht zu. "Ich komme alleine klar..", bestätigte sie, bevor sie ihre Augen öffnete und wieder zu Anthony sah. Sie gab sich wieder einmal stärker, als sie war, denn eigentlich ging es ihr beschissen und sie hatte Angst, es vielleicht nicht zu schaffen. Für einen Moment schloss sie noch einmal die Augen, es kostete Überwindung das zu sagen, was sie eigentlich dachte. "Aber.. Komm schnell wieder.. Bitte". Kamila öffnete ihre Augen wieder, es brachte in diesen Augenblick nichts so zu tun, als würde nichts sein und als würde sie alleine klar kommen. Sie wollte den Mann bei sich haben, sie wollte nicht alleine sein, sie hatte Angst zu sterben.. Außerdem war es mit dem Fieber deutlich einfacher Sachen zu sagen, die sie sonst nicht aussprechen würde.
      Ihr Körper zitterte ein wenig weiter, aber die Brünette schaffte er ihren Unterarm ein wenig höher zu bewegen, um die Decke weiter über die Schulter zu ziehen. Sie wollte unbedingt wissen, was nun wirklich passiert war, dass sie jetzt in so einem Zustand hier liegen musste, aber ihre Befürchtung lag darin, dass sie es vermutlich gleich wieder vergessen würde, wenn das Fieber weiter anstieg. Ein Seufzer verließ ihre Lippen, ihre Augen betrachteten den Blonden vor sich und sahen ihm nach, wie er das Zimmer verließ und sie für den Moment alleine ließ. Sie verzog kurz das Gesicht, die Angst war da, vor allem nach dem, was sie zuletzt geträumt hatte.. Ihre Vergangenheit holte sie wieder auf und irgendwie.. Endete es bisher nie gut.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Kamila bestätigte ihm mit ihrer Aussage, dass sie die wenigen Minuten alleine schaffen würde, dem musste er einfach vertrauen können. Er musste sich schließlich noch um ihren Fieber kümmern, solange sie wieder halbwegs ruhig lag und nicht mehr vor hatte, sich voreilig zu bewegen. Es würde nicht lange dauern, er würde sich beeilen, denn so hatte sie es auch gebeten, als er sich mit den Händen an den Knien langsam vom Stuhl erhob. Anthony betrachtete ihre Gesichtszüge, während sie sagte, dass er wieder schnell her kommen sollte. So war auch sein Plan gewesen, denn er würde nicht die Schuld tragen wollen, falls es ihr gleich wieder schlecht gehen würde. Sie hatte noch ein Fragezeichen im Gesicht gehabt, das konnte auch Anthony erkennen, doch womöglich erinnert sie sich in den ruhigen Minuten doch noch einmal an etwas, was ihr bei den Lücken weiterhelfen konnte. Sonst würde er ihr wieder beistehen, so wie er es gerade schon gerne machte, er würde sie nicht alleine lassen. Da konnten Mike und Elias absagen wie sie wollten, dafür würde er hier sitzen und darauf achten, dass sie langsam in Richtung Besserung geht. Dabei war gar nicht gesagt worden, wann es wohl zur Besserung kommen würde, nur was bei einer Verschlechterung gemacht werden sollte. Es war vielleicht aber auch gut so, so würden die drei Männer nicht in Panik geraten, sollte Kamila mal eine Stunde, einen Tag hinterher hängen. Sie brauchte Ruhe und helfende Hände, denn alleine konnte sie ihre Bettruhe nicht einhalten. Anthony würde einer der helfenden Hände sein, solange sie nicht wieder kerngesund ist. Dementsprechend wollte er nun los und nickte ihr noch aufmunternd zu, bevor er los lief. Anthony würde sich beeilen, solange sie es wünschte.
      Im Haus kannte er sich noch nicht gut um, doch er wusste das Nötigste und wo er was finden könnte, weswegen er erst zur Küche steuerte und ihr dort ein Glas Wasser holte, falls sie mal Durst bekam oder die Schmerzmittel nehmen muss. Eine lange Zeit stand er dort nicht rum, denn in der Sekunde, in der er das Glas festhielt, suchten seine Augen bereits nach einem Tuch. Dafür ging er in das Bad und nahm sich dort ein Tuch, welches er in Wasser in einer Schale tunkte, die er aus der Küche mitnahm. Damit machte er sich wieder auf den Weg zu ihr, hatte schnelle Schritte gehabt, doch achtete er trotzdem darauf nicht eine große Wasserpfütze zu hinterlassen.
      Mit den vollen Händen stieß er mit dem Fuß langsam die Tür auf, meldete nur kurz, dass er wieder da war. Es war wirklich nicht lange gewesen, zumindest fühlte es sich für ihn so an, da er sich selbst gehetzt und etwas zu tun hatte. Die Schale legte er auf dem Nachttisch ab, genauso auch das Wasser, welches er ihr noch später anbieten würde. Jetzt war er aber eher auf das Tuch fixiert, aus welchem er das überschüssige Wasser auswrang. Der Blonde faltete es etwas zurecht, bevor er mit der einen Hand ihren Pony für den Moment wegstrich, damit er mit der anderen Hand das Tuch auf ihre Stirn legen konnte. Es war sicherlich kalt gewesen, was ihr Zittern nicht erlöschen würde, weswegen er sie auch weiter zudeckte, was Kamila vermutlich bereits etwas machte. Er steckte die Decke wieder etwas unter ihr mit dem Ziel auf mehr Wärme, bevor er sich wieder langsam setzte. Anthonys Blick haftete wieder an ihren Augen, weswegen er innerlich kurz seufzte. Doch das war nicht die Sache gewesen, weswegen er sich etwas vorlehnte und den Augenkontakt hielt und sie aufmunternd anlächelte. Ihm war selbst nicht wirklich nach lächeln, vorallem nicht während sie so vor ihm lag, doch es brachte wohl ein wenig Hoffnung ans Licht. " Brauchst du noch etwas wissen? "

    • Kamila Kayla Redstone
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      Die Tür wurde nur angelehnt, aber dennoch verschwand Anthony aus dem Zimmer und ließ die Frau für den Moment alleine und auf sich selbst gestellt. Sie hatte ihm zwar die Erlaubnis gegeben, dass es auch wirklich in Ordnung war, aber Kamila fühlte sich dennoch schrecklich damit, dass er nicht mehr da war, um sie zu beschützen. Sie schloss für den Moment ihre Augen, weil der ganze Raum anfing sich zu drehen, aber in dem Moment fing sie auch schon wieder an abzudriften und einzuschlafen, weshalb sie es sein ließ. Die Brünette hatte Angst davor auch wieder einzuschlafen, weil sie die Befürchtung hatte damit wieder in der Bar zu landen und so schnell nicht mehr rauszukommen. Das Fieber war daran schuld, es war auch daran schuld, dass Kamila anfing komische Geräusche zu hören, als würde jemand gegen die Wand hinter ihr klopfen. Es war verrückt, aber je mehr sie schwitzte, desto kälter wurde es ihr, als würde das Fieber noch weiter steigen. "Nicht.. In.. Panik verfallen..", sprach sie sich selbst zu. Am liebsten hätte sie sich auch auf den Rücken gedreht, um nicht ständig die Tür sehen zu müssen, aber auf dem Rücken ging es ihr so wahnsinnig schlecht, dass die Brünette diesen Gedanken auch wieder verwarf. Sie musste sich einfach nur ablenken, die Zeit tot schlagen, solange Anthony nicht da war, aber es war auch schon eine halbe Ewigkeit um, seit dem er gegangen war. Ob er vielleicht Nicht mehr wieder kommen würde? Ob genau das jetzt sein Vorhaben war? Er würde gehen und sie für immer alleine lassen, aber er hatte ihr doch versprochen, dass er sie da raus holen würde.. Gestern doch noch.
      Die anfängliche Panik verflog recht schnell, nachdem die Tür wieder einen Spalt auf ging und Kamila das blonde Haar entdeckte, nach welchem sie Ausschau gehalten hatte. Sie seufzte innerlich, er war nur eine Schüssel Wasser holen, er hatte sie also doch nicht alleine lassen wollen. Innerlich seufzte die Frau zufrieden, sie hatte sich umsonst Gedanken darüber gemacht, was nun passieren würde, denn er war ja da. Das Tuch auf der Stirn tat schon gut, auch wenn es recht kalt war, es war für den Kopf sehr angenehm, der sich wahnsinnig warm anfühlte und auch die Decke auf ihr wurde gleich wieder gerichtet. Kamilas Herz schmolz in den Moment dahin, der Mann bemühte sich wirklich, dass es ihr gut ging und sie schnell zur Genesung kommen würde, er müsste es eigentlich gar nicht machen, sie hätten sie alle einfach nur sterben lassen können, so ganz alleine.. Oder es hätte die Polizei sie finden können, die Jungs waren einfach zu gut für sie, dabei war die Brünette immer so fies und frech zu ihnen, vielleicht sollte sie es überdenken, wie sie drauf war. Es würde definitiv nicht passieren, weil diese Denkart mit dem Fieber auch gleich wieder verschwinden würde, aber zum jetzigen Zeitpunkt war Kamila darüber besorgt, wie sie die Herrschaften behandelte.
      Anthony setzte sich wieder, er lehnte sich sogar vor, dass die Frau sich nicht sonderlich bemühen musste laut zu sprechen, aber es war sein Lächeln, der sie fast schon dahin schmelzen ließ. Sie musste unwillkürlich selbst lächeln, auch wenn das schon die Kraft raubte, aber er war es ihr definitiv wert. Er wollte wissen, ob sie noch Fragen hatte und fast hatte es die Brünette verneint, aber ihr fiel auf, was sie eigentlich wissen wollte. Ihr Blick wurde ein wenig besorgter. "Geht es dir gut, Anthony?". Sie musterte ihn von oben nach unten, jedenfalls so viel, wie sie sehen konnte und wartete auf eine Bestätigung, bevor ihre Augen wieder zu seinen sahen. "Ist dir nichts passiert? Ist den anderen nichts passiert? Haben wir.. Viele Tote?". Kamila ließ ihn zunächst auf ihre Fragen antworten, um sich dessen zu vergewissern, bevor sie ihre weiteren Fragen stellte. "Kann.. Ich duschen gehen? Ich fühle mich so schmutzig...". Sie schloss für einen Moment die Augen, als würde dieses kurze Gespräch ihr die Kraft geraubt haben, aber sie gingen auch wieder auf. Dieses Mal blieben sie auf seinen Händen haften, es herrschte von ihr aus für einen Moment die Stille, bevor die Brünette eine ihrer Hände langsam aus der Decke fuhr, um nach seiner Hand zu greifen. "Ich habe Angst.. Anthony.. Was ist, wenn ich sterbe?". Ihre Augen sahen zu ihm nach oben, während sie die Hand ein wenig zu sich zog und fest hielt. Es brauchte nicht viel Kraft, aber es gab ihr das Gefühl sicher zu sein.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."