[2er RPG] No Good For You

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • Der Blonde war fest am Schlafen gewesen und hatte von dem Weckversuch von Mike erst nichts mitbekommen, erst als auch Kamila ihre Stimme erhob und begann mit ihrem Bruder zu sprechen, fand auch er langsam aus seinem Schlaf. Er war mit den offenen Augen sofort dabei gewesen zu verstehen, was denn gerade los war und warum sie jetzt ausgerechnet geweckt wurden. Es wurde von ihm aber ein bestimmter Faktor vergessen, denn sie waren in seinem Bett und die Frau neben ihm bemühte sich, mit der Decke ihre nackte Haut zum Teil zu verstecken. Mit dem Realisieren blickte er erschrocken zum Herren, der mitten im Raum stand und ziemlich angespannt wirkte. Den Blick hielt er jedoch schnell weg, als eine Bewegung in seine Richtung erkannt wurde. Anthony blieb einen Moment noch liegen, war dabei gewesen, sich die Augen zu reiben und die Haare vor den Augen nach hinten zustreichen. Die Situation wurde zu seinem Glück schnell gelöst, doch es war noch eine Anspannung da, denn irgendwas geschah in der Lagerhalle. Kamila reagierte auch schnell dazu, verschwand mit ihren Sachen und ihrem Bruder und damit machte sich auch der Blonde daran, sich aus dem Bett zu bewegen.
      Er sah auf den leeren Platz neben sich, jetzt fühlte sich auch sein Herz nicht mehr vollkommen an. Ein leises Seufzen wurde ausgestoßen, bevor er sich mit dem hastigen Fertigmachen bemühte. Viel Zeit blieb ihm wohl auch nicht wirklich, denn die Brünette war auch ziemlich schnell aus dem Zimmer gelaufen und war wahrscheinlich selbst dabei, sich anzuziehen. Noch oberkörperfrei verließ er sein Zimmer, jedoch hatte er sich sein Shirt angezogen, als er den Flur entlang lief und letztendlich die Treppen nach unten nahm. Es war unten eher still gewesen, die meisten Männer waren jedoch von draußen zu hören. Unten sah er jedoch Mike und Kamila am sprechen, wo er nicht stören wollte und vorallem ihrem Bruder nicht direkt unter die Augen treten will. Sie hatten sich gerade begonnen gut zu verstehen, jedoch war Mike relativ gelassen gewesen, er hatte aber auch anderes in seinen Gedanken gehabt. Anthony musterte aus der Ferne das Sturmgewehr über der Schulter der Tätowierten, bevor man seinen Namen aussprach. Er blickte fragend hoch und erkannte, dass sie den restlichen Männern irgendwelche Aufgaben zuteilte. Sie würden sich scheinbar darum kümmern, dass er eine Waffe bekam und warum auch immer eine Maske, doch er fragte nicht sofort nach. Dazu war in der Autofahrt zumindest ein paar Minuten Zeit gewesen, je nachdem wie lange die Fahrt sein wird und wie schwer es in der Lagerhalle ist. Die paar Männer teilten sich auf, zwei davon gingen dabei in den Keller und kümmerten sich um Maske und Waffe, der letzte half ihm dafür dann in die Schutzweste. Was nun wirklich passieren würde, war nicht aus den bisherigen Aussagen herauszuziehen, doch man würde ihn ja bald einweihen. Die beiden Männer waren mit der fertig angebrachten Weste wieder da gewesen, drückten ihm den Stück Stoff in die Hand und die Waffe. Der Herr, der ihm die Waffe in die Hand drückte, wollte ihm schon zeigen, wie sie funktioniert, doch Anthony sah ihn nur giftig an. Damit hörte dieser auch auf, denn es war ein gutes Zeichen dafür gewesen, dass der Blonde nicht blöd sei und genaustens Bescheid wusste, zumindest wie man eine Schusswaffe verwendet. Danach wurde sich auch schon nach draußen gemacht, während er nochmal die Maske über den Kopf zum Hals zog.
      Die Männer machten sich in den einen Transporter, er wurde selbst jedoch zum anderen Transporter geführt, wo er letztendlich einstieg. Mit dem Einsteigen atmete er kurz tief durch und schloss die Augen, es war nicht die beste Art geweckt zu werden. Kamila hatte ihn jedoch schon gewarnt, sowas wie Urlaub würde er hier nicht bekommen, er müsste immer bereit sein. Es war aber ein schlechtes Timing gewesen, denn Mike konnte Kamila wohl gern alleine in ihren Bett sehen dürfen.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Der Weg war erstaunlich kurz, bis sie bei den Transporteren angekommen waren und die Männer die Tür für die Frau öffneten.
      "Wo ist Elias?", fragte sie direkt nach und suchte nach Mike, scheinbar war doch nicht alles vorbereitet, aber bevor sie sich noch groß aufregen konnte beruhigte Mike sie. "Er ist vorgefahren und wollte nach Möglichkeit die Scharfschützen positionieren..", erklärte der Mann, seine Schwester wurde kurz stutzig. "Den hast du vor mit wach gekriegt?". "Nein nein.. Der war noch unterwegs". Sie grinste beide, bevor Kamila den Kopf schüttelte. Sie schickte ihren Bruder nach vorne, stieg selbst nach hinten in die Lagerfläche ein, bevor sie sich dort Platz suchte und sich auf den Boden im Schneidersitz setzte. Mit dem Rücken lehnte sie sich gegen die vorderen zwei Sitze an, es stiegen nach Anthony noch ein paar der Männer zu, die nicht in den anderen Transporter mehr reinpassten. Es war nicht die sicherste Art die Leute zu transportieren, aber sie war unauffällig und Risiko liebte jeder in der Branche.
      Die Brünette zündete sich eine Zigarette an, die sie sich aus ihrer Jackentasche nahm und gab den Befehl loszufahren, woraufhin ihr Bruder das Beifahrerfenster öffnete. Ein paar Mal zog sie an dem Gift für ihre Lungen, dann überreichte sie die Zigarette ihrem Bruder, der sie zu gerne annahm. Mike war definitiv kein normaler Raucher, er genoss diese Beruhigung jedoch in solchen stressigen Situationen sehr, um ein wenig während des Wegs runter zu kommen. Seine Schwester widmete sich derweil dem Blonden zu, den sie neben sich zitiert hatte, sie musterte die Maske auf seinem Kopf und schmunzelte kurz. "Die ist für nachher", sprach sie und griff nach dieser, um sie runter zu ziehen. "Die muss nachher nur deinen Mund und deine Nase verdecken, damit du genug Zeit zum Abhauen hast, falls es brennen sollte.. Oder die Gäste der Meinung sind, irgendwelche Gase einzusetzen.. Es ist zwar kein Filter drin, aber es kann schon einem den Arsch retten". Kamila nickte, um ihre Worte zu unterstützen, dann klingelte auch endlich ihr Handy und sie ging dran, ohne lange zu warten.
      "Oliver, wie viele sind es?", fragte sie direkt, ohne groß eine Begrüßung zu nutzen und klemmte sich das Handy zwischen die Schulter und das Ohr, um ihren Schuh fester zuzubinden. "Ich habe keine Ahnung.. Könnten zwanzig sein". Der Mann an der anderen Seite der Leitung seufzte. "Ich bin gleich da und werte das Material aus, was auf den Kameras zu sehen ist.. ich versuche noch das Signal irgendwie aufzugreifen, aber es wird gestört". Kamila seufzte sie nahm das Handy wieder in ihre Hand und lehnte ihren Kopf zurück. "Oliver.. Da ist Stoff für mehrere hundert Tausend drin.. Du kannst mir doch nicht sagen, dass die da eingebrochen sind, und jetzt freudig die Halle durchsuchen, ohne dass wir einen Zugriff auf die Kameras haben?!". Sie ist mit jedem Wort lauter geworden und fuhr sich mit ihrer freien Hand übers Gesicht.
      "Deshalb sind wir so schnell wie möglich unterwegs". Oliver sprach noch recht ruhig. "Ich warne dich, wenn mein Geld weg ist, dann werde ich ungemütlich, also habt ihr gefälligst schneller zu fahren..". "K.. Wir sollen doch für kein Aufsehen sorgen". "Aufsehen?! Es ist fucking vier Uhr in der Früh! Es gibt um diese Zeit kein Aufsehen! Also kommt in die Puschen und ruf mich an, wenn ihr da seid!".
      Seufzend legte die Frau auf und atmete tief durch, während ihr Kopf noch nach hinten gelehnt war. "Wenn es diese spanischen Wixxer sind, werde ich sie mit meinen eignen Händen erwürgen", warf die Brünette in den Raum, ihr Bruder fand allein die Vorstellung sehr amüsant. "Ich wüsste nicht, wer sich sonst an der Halle beglücken möchte..". "Ich auch nicht, ich habe einen Deal mit den Jungs, da wird keiner meinen Stoff anfassen.. Zumal das die Reserven sind! Wann ging der Alarm los?". "Vor einer halben Stunde". Mike hatte dafür kurz auf sein Handy geschaut, der Fahrer bemühte sich währenddessen vorsichtig aber schnell zu fahren, sie hatten eine gute dreiviertel Stunde noch vor sich. "Ich werde ihnen die Eier rausreißen..". "Beruhige dich, wir kriegen die.. Die brauchen für das Beladen mindestens eine Stunde.. Wenn die den Stoff erstmal gefunden haben.. Und es ist unmöglich, dass sie wissen, wo wir ihn in der Halle versteckt haben.. Wir kommen nicht zu spät und du kriegst deinen Spaß". Kamila lachte kurz ein wenig böse, sie grinste dann und schloss ihre Augen. Ja, sie wird einen heiteren Spaß haben, die Kugeln zu verteilen...
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anthony stetzte sich einfach neben Kamila und blieb weiterhin einfach still, solange die Geschwister miteinander sprachen und sich ihre Zigaretten teilten. Er hatte nichts zu melden gehabt und war wahrscheinlich noch damit beschäftigt gewesen, richtig wach zu werden. Vieles über die jetzige Situation verstand er nicht, da hatte er wenigstens Zeit gehabt noch seinen eigenen Plänen gedanklich nachzugehen, da er wahrscheinlich selbst noch seinen eigenen Aufgaben nachgehen sollte und selbst planen sollte, wann er wieder in seine Wohnung eintritt. Möglicherweise könnte er auch einfach einen seiner Freunde aufgreifen, der ihm seine Sachen bringen konnte, während er selbst sich den behämmerten Beamten schnappen konnte, welcher solch einen Mist gegenüber der Zeitung verriet. Der Blonde würde sich wohl noch deutlich Respekt von den Medien und der Polizei holen, denn er war gegen alle Strategien geschützt und war sich den Gesetzen sicher. Sein Blick war starr auf seinen Schuhen gerichtet, bis sich die Brünette schließlich an ihn richtete und er zu ihr hoch sah. Während sie sprach, zog sie die Maske noch weiter runter und er nickte still. Es schien wohl um einen Einbruch in ihren Lager zu gehen, da wird die Überraschung am Ort nicht allzu groß werden für ihn. Sie würden wohl irgendeinen Plan nachgehen, wie sie vorangehen, er konnte sich jedoch auch vorstellen, dass sie einfach alle reinstürmen und Chaos verbreiten. Es waren schließich ihre eigenen vier Wände, dort gelten die Regeln von Kamila. Als das Handy kingelte und die Grünäugige schließich ranging, es war wohl irgendein Oliver am anderen Ende des Hörers, musterte er sie nur für einen Moment und hielt seinen Blick wieder auf seinen Beinen. Viel von dem Gespräch bekam er nicht mit, auch wenn sie mitunter die Einzige war, die im Transporter sprach. Er war wieder etwas in sich gekehrt gewesen und sah sich die Waffe in den Händen an, mit der er sicherlich umgehen kann. Sie waren ganz gut in der Anzahl gewesen, auch wenn die Anzahl der Gäste nicht ganz klar war. So war nicht abzusehen, ob die Waffe überhaupt in Einsatz kommen wird, doch das wird es vermutlich wohl. Kamila sprach schon darüber, dass einige sich für sie als menschliches Schutzschild anboten, die Kugeln für sie auffingen, doch so dämlich war er nicht gewesen. Doch Anthony wusste, sie war in der Gang mehr als nur wichtig gewesen, da war nötig viel Schutz für sie, darauf würde er ein Auge darauf haben.
      Während er selbst so still war und keinen wirklich wichtigen Gedanken im Kopf hatte, da hörte kurz das Gespräch mit. Sie sprachen wieder über diese Locos, die bereits genug Chaos anrichteten und selbst dafür sorgten, dass sich die hohen Köpfe zusammentaten, zumindest für eine Zeit bis die Spanier wieder von der Bildfläche verschwinden. Danach wäre wohl wieder alles wie gewohnt, doch für den Blonden war selbst das noch nicht wirklich angekommen. Es war wohl am Besten sich lieber daran zu gewöhnen, dass er sich an nichts lehnen sollte. Es würde sich drastisch alles ändern können, so wie auch plötzlich eine Situation sich langziehen könnte. In der Branche war alles, aber auch gar nichts zu erwarten. Die Polizisten waren ein Witz gewesen, ebenso die ganzen Beamten in den Gefängnissen, da hatten sie zumindest mit dem Gesetz ein leichtes Spiel gehabt. Es war deutlich zu hören, wie Kamila den Spaniern den Tod mit den eigenen Händen wünschte, da schmunzelte er kurz. Sie war ein kleiner Teufel gewesen, doch wann könnte sie zu seinem kleinen Teufel werden? Er schloss kurz die Augen und sah mit dem nächsten Augenaufschlag zu den Herren nach oben, die schon bereits zu sein schienen. Die Fahrt würde noch etwas dauern, eventuell lassen sich noch ein paar Informationen aus dem Gespräch herausziehen, sonst würde Anthony einfach den Anweisungen folgen.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Sie atmete durch, nachdem sich ihr Lachen wieder beruhigt hatte und dachte nach,an welchen Orten sie ihren Stoff in der Lagerhalle gebunkert hatte und vor allem wie schnell man darauf kommen könnte, wo es sich befand. Kamila ging im Kopf den Plan durch, sie lief quasi durch das Gebäude, aber ihr war es nicht ganz einleuchtend, wie man darauf kommen könnte. Sie hatte sich fiese Verstecke ausgesucht, es wäre ja zu eindeutig, wenn sie den Stoff einfach so stehen lassen würde, zumal die Halle nicht alleine dort stand. Sie war gesichert, aber für die Sicherheit ihres Einkommens gab die Brünette gerne Geld aus, es erhöhte ja nur ihren Gewinn und war damit recht nützlich, bisher rettete so etwas wie ein Alarm System häufig ihren Arsch, aber sie war gerne etwas vorsichtiger, als ihre.. Kollegen. Oder wie auch immer sie diese nennen sollte.
      Das Telefon klingelte wieder und einen Augenblick später ging die Brünette dran, ohne auf dem Display zu sehen, wer sie da überhaupt anrief. "Es sind gut vierzig Mann", meldete sich Oliver, es waren Schüsse im Hintergrund zu hören. "Vierzig?", fragte sie nach und runzelte ihre Stirn. Kamila zählte nach, was sie an Männer mitbrachte, gut zwanzig kamen mit.. "Was hat Elias mitgenommen?", fragte sie und deutete dabei ihren Bruder an, der es aber schnell verstand. "Zehn". Sie überlegte weiter, auf diese dreißig kamen ja auch noch sie, ihr Bruder und der Blonde neben ihr. "Was hast du mit?", fragte sie und öffnete ihre Augen, sie wollte den Plan in ihrem Kopf schon vorbereiten. "Zwanzig", antwortete Oliver. "Aber ich kann noch zehn zuholen". "Wir sind in der Überzahl.. Zur Not hole ich mir die Jungs aus der Umgebung, das ist nicht das Problem..". Sie seufzte. "Aber mein Spaß bleibt mir weg, wenn wir gerade mal einen pro Kopf haben". Mike schnaubte belustigt, er lehnte sich zurück und öffnete ein wenig sein Fenster, um den Stümmel der Zigarette wegzuwerfen und ein wenig Luft reinzulassen.
      "Ihr bleibt zurück, bis ich komme.. Du bewachst die Kameras und bereitet Plan B vor, falls alle Stricke reißen sollten". "Du brauchst einen Plan B?". Kamila schmunzelte. "Ich bin gerne vorbereitet..du weiß es doch".

      Eine weitere viertel Stunde verging, dann wurde der Transporter langsamer und jemand öffnete die Tür zum Beladungsraum. Ein blonder Mann, nicht wirklich groß, dafür aber gut trainiert blickte rein, um breit zu grinsen. Kamila erhob sich als erste und lief auf ihn zu, um dann von der Ladefläche zu springen. "Wenn du ein Wort darüber erwähnst, dass du mich vermisst hast kriegst du eine Kugel in deine Eier". Es war ihre Art, ihm Hallo zu sagen, aber der Mann schüttelte den Kopf und ließ die anderen raus. Anthony fiel ihm auf, ein neues Gesicht, doch zunächst ließ sich Kamila zu dem Transporter begleiten, mit dem Oliver selbst gekommen war. "Wir haben einen Neuzugang", sprach die Brünette, die mit ihrem Kopf in Richtung von Anthony deutete. "Anthony belegt das Zimmer neben Mike und ist nun ein Mitglied der höheren Gesellschaft". Es war gar nicht so ernst gemeint. "Anthony.. Er hier ist Oliver, unser Techniker.. Und außerdem mein aller größter Fan". "Nun..", er wollte was dazu sagen, aber mit einem breiten Grinsen verwarf er es wieder. Diese Frau war einfach fantastisch, was sollte er sagen. "Er ist ein IT Freak und passt eigentlich unter anderem auf meine Ware auf". Da hob die Frau ihre Augenbraue, bevor sie aber zu dem Laptop sah, der auf der Lagerfläche des anderen Transporters stand, ihre Waffe legte sie vorerst ab. Es waren kleine Ausschnitte zu sehen, die Kameras des Lagers..Alle offensichtlichen Kameras waren kaputt, es gab vereinzelte an der Decke, die die leeren Gänge zeigten, auf einem oder zwei Bildchen waren Männer zu sehen, sie waren bewaffnet.
      "Die Eingänge sind frei", stellte Kamila schnell fest, Mike stellte sich hinter sie und blickte ihr über die Schulter. Er nickte für sich selbst.. "Dann können wir uns doch prima aufteilen, ich habe keine Ahnung was ihr alle habt!". Sie blickte etwas verwirrt zu den Männern. Auch Elias gestellte sich zu den Herrschaften mit einem Nicken dazu. "Elias nimmt den Osten.. Mike nimmt Anthony mit und läuft über den Westzugang und ich nehme den Fronteingang..". Sie deutete mit ihrem Finger auf die Eingänge, die frei zu sehen waren. "Das wird ein Kinderspiel". Die größten Räume waren natürlich nicht zu sehen, aber es war nicht schlimm, denn die Brünette war zuversichtlich, auch wenn es banal war, dass sie so offensichtlich rein wollte. Ein Grinsen schlich sich dennoch auf ihre Lippen. "Und wir treffen uns in der Mitte wieder". Kamila drehte sich zu den Männern um, bevor sie ihre Maske sich über die Nase hoch zog, ihre Augen strahlten noch deutlich hervor. Ihre Vorfreude stieg deutlich an.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Der Blonde hörte zumindest dieses Mal beim Gespräch zu, als wieder ihr Handy klingelte. Es war gut zu ahnen gewesen, dass es wieder die gleiche Person war, da es um das selbe Thema wie zuvor ging. Es ging um die Anzahl der mitgebrachten Männer, die Anzahl schien im ersten Moment gar nicht so schlecht zu sein. Anderes war jedoch auch gar nicht zu erwarten, denn sonst wäre Kamila nie mit ihren Männern so weit gekommen. Wenn sie mit zu wenigen Leuten irgendwas schützen wollte, ohne winzigen Plan und keinem Schimmer irgendwas stürmt, wäre sie mit ihrer Gruppe schnell untergegangen. Sie hielt sich aber gut in der Branche, ihr Name war ihm schließlich auch vor dem Kennenlernen bekannt. Er kannte auch einiges der Taten, schließlich hatte er manche Kriminalfälle mitverfolgt und konnte einen Blick auf ihre Akten bekommen, auch wenn sie bereits im Gefängnis erwähnte, sie werden fehlerhaft sein. Ihren vollen Namen kannte er nun zumindest, doch hatte er ihn bisher nie richtig ausgesprochen. Kamila war mit der Überzahl ihrer Männer unzufrieden gewesen, weswegen auch er nun schmunzelte. Sie konnte nicht vollkommen durchdrehen, wahrscheinlich würden auch die ganzen Männer ihr die Arbeit wegnehmen. Ihre Wut würde sie wohl anders abbauen, wenn sie es denn so nötig hatte. Es wurde nicht mehr viel ausgetauscht, die bereits Angekommenen sollten sich zurückhalten und es wurde kurz über einen Plan B gesprochen, danach galt das Telefonat als beendet. Der damalige Wärter hatte sich damit wieder in seine Gedanken verzogen, die er mit geschlossenen Augen genoss. So konnte er nochmal etwas abschalten, bevor er wohl gleich mit dem Aussteigen losgehen würde. Viele Gedanken machte er sich irgendwie nicht, sie waren schließlich in der Überzahl und dumm waren diejenigen hier nicht, wie er es sonst immer bei seinen damaligen Kollegen behauptete. Er lag damit aber auch nicht falsch, denn in Notsituationen lag es immer an den Blonden..

      Man konnte spüren, wie sich der Transporter verlangsamte und damit war das erste Zeichen gesetzt, dass sie angekommen sind. Anthony holte kurz Luft, bevor er langsam aufstand und zur Tür blickte, die von einem ihm fremden Person geöffnet wurde. Kamila begrüßte ihn sofort mit eher eigenartigen Worten, sie waren wohl gut befreundet oder bekannt gewesen. So wie auch der Person dem Neuzugang auffiel, so musterte Anthony selbst nochmal die Person von dem Transporter aus. Die kleine Gruppe wurde herausgelassen, sie liefen alle auf die anderen Transporter zu, auf dem Laptop waren Kameraaufzeichnungen zu erkennen, die Anthon sich von der Seite ansah. Er kannte die Lagerhalle von innen nicht, versuchte sich deswegen mit den Kameras ein wenig die Wege einzuprägen. Lange blieb er bei dem Vorhaben jedoch nicht, denn er hörte seinen Namen, weswegen er aufsah. Die Beiden wurden sich vorgestellt, es war Oliver gewesen, welchem er nach der kurzen Vorstellungen von der Brünetten zunickte. Er war wohl ein großer Fan gewesen, dann würde er sich vermutlich nicht so blendend mit Gregory Jack verstehen, wenn dieser immernoch zwanghaft versuchen sollte, sie zu seiner Braut zu machen. Es wurde glücklicherweise schnell wieder auf das eigentliche Thema zurückgegriffen, woraufhin der Plan vorgestellt wurde. Es schien alles in Ordnung, bis er dann mit Mike zusammengetan wurde. Anthony behielt seinen Blick auf Kamila und fragte sich, ob das gerade ihr Ernst war, aber sie waren beide erwachsen gewesen. Mike fand den Blonden besser als jeden anderen ihrer Verehrer, wenn denn seinen Worten zu glauben ist. Seinen Blick wandte er kurz von der Brünetten ab und sah kurz nach, wo sich Mike befand, damit sie gleich sofort auf den gleichen Weg zusteurern konnten. Am Ende würden sie sich in der Mitte wiedersehen, hoffentlich unversehrt.
      Der Plan war besprochen gewesen, es gab keine weiteren Überlegungen oder Fragen, weswegen sich einfach zugenickt wurde und der Plan damit zum Start läuft. Anthony hielt sich an Mike und folgte diesem zum Westzugang, während er noch beim Laufen kurz zusah, wo die Anderen ausschwärmten. Er blieb danach jedoch lieber bei sich und Mike und sah zu, wie der Größere die Tür öffnete und die Beiden mit einigen anderen hineintraten. Die Eingänge waren frei gewesen, da mussten sie noch weiter laufen, doch es waren schon Schüsse zu hören. Anthony sah kurz Mike und seufzte, bevor er die Maske langam erhob. " Ein Problem hast du aber nicht.. Oder? ", fragte er nun kurz nach, bevor der Blonde mit der nächsten eingebogenen Ecke zur Sicherheit die Waffe etwas erhob. Es war jedoch wieder leer gewesen, die Gäste waren schon weiter eingedrungen und hatten wohl dort schon ordentlichen Stress.
    • Loving you is a losing game

      I've spent all of the love I saved
      We were always a losing game
      Small-town boy in a big arcade
      I got addicted to a losing game

      Kamila Kayla Redstone
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      Die Männer schwärmten aus und Kamila beobachtete sie, während sie sich die Lederjacke auszog und sie neben den Laptop legte. Mike schnappte sich ein paar Männer und ging mit Anthony weg, während Elias sich noch ein wenig Zeit ließ und mit ihnen besprach, was er für einen Plan für das Vorgehen hatte. Die Brünette nahm sich die restlichen Männer, sie war bereit da reinzumarschieren und sich ihre Ware zu sichern, es war ihr Territorium und es waren auch ihre Sachen, da konnten sich die Spanier warm anziehen. Wer sich die schwarze Witwe zum Feind machte, war nicht sehr schlau mit seiner Entscheidung. Aber heute würde auch vor allem Anthony lernen, dass seine Chefin auch anders konnte.
      Tief atmete die Frau durch, als sie vor dem offenen Eingang der Halle stand. Sie ließ ihren Nacken kreisen und es jeweils von rechts und links knacken, um ihren Kopf zu entspannen, es war eine kleine Prozedur, die sie sich vorher immer nahm, die Zeit hatte sie auch. Kamila entspannte ihre Muskeln bis in die Zehen hin und öffnete dann ihre Augen, um reinzusehen. Sie kaute auf einem Kaugummi, den sie von Oliver bekommen hatte, das Grinsen versteckte sich unter der Maske. "Wir lassen niemanden am Leben", es waren die letzten Worte, bevor sie sich in Bewegung setzte. Ihre Boots waren auf dem Sand zu hören, der in der Lagerhalle verteilt war, sie stand fast leer in der Eingangshalle, ihre Männer sicherten den Raum, um nichts zu übersehen. Die Brünette pfiff ruhig, es war die selbe Melodie gewesen, die sie schon damals im Gefängnis mit ihren Finger getippt hatte, dieses Mal verbreitete sich das Geräusch in jeder Ecke der offenen Halle. Sie kündigte sich an, die Spanier sollten ruhig wissen, dass sie ihnen auf die schlichte gekommen und nun zu ihnen Unterwegs war. Es gab kein Entkommen mehr für sie, außer sie würden auf das Dach steigen, jeder der Eingänge war von ihr und ihren Männern eingenommen worden. Die ersten Schüsse waren zu hören, es war wie Musik für die junge Frau, für den Moment genoss sie es auch, auch wenn ein kurzer Gedanke da war, dass es auch ihre Männer getroffen haben könnte.
      Wenig später war sie weiter durchgerungen und hatte sich schon auf die ersten Eindringlinge gefreut. Noch bevor diese die Waffe zücken konnten war Kamila schneller und schoss ihnen durch den Kopf, bevor die Herren umfielen. Es waren zwei, aber erst der Anfang von dem Ende, der mit dem weiteren Durchdringen durch die Halle absehbar war. Ihre Männer teilten sich auf, um die Räume zu durchsuchen, es waren immer wieder Schüsse und schreie zu hören, da ging aber die Frau einfach weiter durch. Ihre Augen waren fokussiert, vor allem, als sie die Mitte der Halle erreichte. Die Räume waren nicht einfach gewesen, es war ein kleines Labyrinth, der in der Mitte zu dem Stoff führte, an dem sich die Spanier gerade zu schaffen machten. Kamila räusperte sich, als sie das Bild von den Männern sah, die aus den Wänden Drogen und Geld in Säcke stopften, sie wurden sofort hellhörig und griffen zu ihren Waffen, um auf die Frau und ihre Männer zu Zielen, es waren vielleicht zehn, wenn nicht etwas weniger. Sie sahen sich schon nach einer Fluchtmöglichkeit um, aber in einem der möglichen Ausgänge kam auch schon Elias mit den Männern zum Vorschein er baute sich auf und wartete, bis er den Befehl kriegen würde. Elias war ein Sturkopf, er hatte seinen eigenen Willen und machte es häufig deutlich, dass er gerne tat, was er wollte und für richtig hielt, aber er war Kamila loyal und genau diese Loyalität schätzte sie sehr an ihm, egal wie oft sie sich mit dem Mann in die Haare bekam.
      "Ihr macht euch an meinem Stoff zu schaffen?". Ihre Stimme hallte durch den hohen Raum, die Herrschaften in der Mitte waren sich nicht einmal sicher, wohin sie so richtig sollten, denn auch die letzte Durchgangsmöglichkeit wurde von Mike blockiert. Kamila hob ihre Hand und ihre Männer verteilten sich im Raum, um zur Not aus jedem möglichen Winkel zu schießen. Die zog ihre Halbmaske runter, das Schmunzeln darunter war deutlich in dem schwachen Licht zu sehen, welches von oben kam. "Ihr seid.. Mutig", stellte sie fest, während sie den ersten Schritt auf die Männer machte. Sie zielten auf sie, aber in dieser Ausgangssituation würden sie nicht schießen, dass bewiesen ihre zittrigen Hände. "Ich brauche.. Mutige Männer". Sie machte einen weiteren Schritt auf die Männer zu und deutete mit der Hand auf ihre Männer im Raum. "ihr würdet doch gut dazu passen, oder nicht?" . Den Moment, in dem die Herren sich kurz umsahen nutzte die Brünette aus, sie griff zu dem Messer in ihrem Schuh, den sie geschickt in der Hand hielt. Sie wurde recht schnell wieder fokussiert, zumal sie wieder einen Schritt näher gekommen war. Es waren genau diese Psychospielchen, die es ihr so angetan haben. Als Frau wurde sie immer gemustert, fixiert... Sie wurde mit den Blicken schon ausgezogen, noch bevor sie ein Wort sprach und das machte sie sich zunutze. Kamila hatte schnell gelernt, dass Männer alle gleich tickten: ein wenig Komplimente hier...etwas Ego streicheln da.. Und sie fraßen dir alle aus der Hand, wirklich alle.
      "Nehmt die Waffen runter", befahl sie noch in einem relativs sanften Ton, sie war den Männern schon nah genug, um nach dem Lauf einer zu greifen und sie sanft runter zu drücken. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals, es war ein Spiel mit Leben und Tot, mit ihrem Leben vor allem, aber das war der Kick, den sie suchte. "Wir können das vergessen..". Ihre grünen Augen leuchteten fast schon vor Aufregung, sie bekam ihren Spaß alleine damit, mit den Männern zu spielen. Der Mann vor ihr nahm die Waffe langsam runter, er blickte der Frau direkt in die Augen und schluckte schwer, war sich gar nicht so sicher, was er in diesem Moment tun sollte, aber Augenkontakt war auch ein Ass von Kamila, die wenigsten scheuten sich davor und die meisten fanden es aufregend, wenn die Frau ihnen in die Augen sah. Sie bildeten sich ein sie lesen zu können, als würde sie sich ihnen damit öffnen und Einlass gewähren, aber so war es gar nicht.
      Kamila stand schon direkt vor dem Mann, den sie sich ausgesucht hatte und lehnte sich noch weiter vor, um an sein Ohr zu kommen. Den Lauf der Waffe spürte die Frau an ihrem Bauch, es war warm und wurde scheinbar vor kurzem noch benutzt. "So naiv.. Ihr seid alle gleich". Es war ein Flüstern, mehr auch nicht und das Messer in ihrer Hand wurde schnell in den Bauch gerammt, um die Aorta abzutrennen. Der Mann keuchte, er fiel ihr fast schon in die Arme, aber mit dem Rausziehen des Messers fiel er nach hinten auf den Rücken hin. Aus der Wunde spirtze Blut, es erwischte die Frau, aber damit hatte sie nun wirklich keine Probleme gehabt. Es war ihr nichts Neues.. Sie blickte zur Seite zu den Anderen, die in diesem Augenblick sich dessen unsicher waren, was sie nun tun sollten. Sie ließen ihre Waffen fallen, einige schluckten, als sie Kamilas Schmunzeln sahen. "Lauft". Und sie taten es auch.. Direkt in die Arme ihrer eigenen Männer, die sich mit dem Rest Vergnügen konnte, ihr Durst war vorerst gestillt.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Lucy-chan ()

    • Die Gänge, die Mike und Anthony mit den anderen Männern durchsuchten, waren alle stillgelegt und es gab niemanden, welcher sich dort aufhielt. Sie waren bisher immer alleine gewesen und es gab keine großartigen Versteckmöglichkeiten, sodass die kleine Gruppe nicht überrascht werden konnte. Man hörte nur die kräftigen Schritte der Männer, die ihren Blick auf alles hatten, was irgendwie auffiel oder etwas gefährliches ausdrücken konnten. Den Blick behielt der Blonde dafür mit dem Braunhaarigen gerade noch vorne, da achteten sie eher nicht darauf, was die hinteren Männer taten. Den Rücken wegzudrehen war momentan sowieso eine schlechte Idee gewesen, da dachte er auch gar nicht darüber nach, nach ihnen zu sehen. Die Stille wurde nicht wirklich durchbrochen, zumindest nicht bis man das sanfte Pfeifen einer bekannten Stimme erhörte. Anthony war verwirrt gewesen, sah sich deswegen unauffällig etwas um. Ihr Bruder verzog die Mine nicht wirklich, da dachte sich der Blonde schnell, dass er es sich gerade nur einbildete. Das Pfeifen prägte sich jedoch in seinem Kopf ein und störte ihn dort, da ihm der plötzliche Vordermann in der nächsten Ecke nicht auffiel. Weiteres war nicht passiert, denn bevor Anthony dazu reagieren konnte, wurde der ungeladene Gast vor seinen Augen erschossen. Viel Aufmerksamkeit gab man seinem Fallen nicht, sie liefen wieder weiter und man achtete dadrauf, ob dieser nicht jemand weiteren bei sich hatte. Es war jedoch immernoch alles still gewesen, das Pfeifen war entweder nicht mehr zuhören oder Anthony konnte es verdrängen. Das Pfeifen wurde vereinzelt mit Schüssen ersetzt und letztendlich wieder mit der weiblichen Stimme, die aus der Mitte zu ihnen hallte. Damit beschleunigte sich das Tempo der Männer, in manchen Ecken wurde wieder jemand entdeckt, doch das wurde schnell erledigt.
      Das große Spektakel hatten sie nicht verpasst, denn es begann erst. Die erwischten Männer hatten sich jedoch schnell nach Fluchtwegen umgesehen und hatten gerade noch den Blick auf den Ausgang gerichtet, aus welchem Mike und Anthony hinein gingen. Der Blonde sah sich sofort um, sah wie die Männer sich bei den Gängen verteilt haben. Flucht war hier nicht mehr eine Option gewesen, die Einbrecher hatten nicht mehr viele Strategien zu folgen. Mit der gehobenen Hand von Kamila waren ihre Männer auch schon am weiteren verteilen, um den Männern auch die letzten wenige Prozente einer Gewinnchance zu nehmen. Doch obwohl sie in der Unterzahl waren, so war es von Kamila sicherlich nicht die beste Entscheidung gewesen, sich ihnen zu nähern. Sie hatten nichts mehr zu verlieren, denn gleich wären sie nämlich alle tot. Anthony blieb jedoch still an seinem Platz, behielt jedoch wie jeder andere seine Augen auf das Spektal vor ihnen. Die Männer fraßen ihr aus den Händen und es wäre eine Lüge, wenn der Blonde bei sich selbst das Gegenteil behaupten würde. Es nun aber mal von einer anderen Perspektive zu sehen, war dabei gerade interessant gewesen. Anthony sah ihr bei ihren Spielchen zu, dabei war das damalige Spiel zwischen ihr und ihm deutlich angenehmer gewesen, und beobachtete ihre Bewegungen und die Reaktionen der Männer dadrauf. Ob es nun daran lag, ob sie nun seine Chefin war, eine gute Freundin oder die Frau, die er liebte, er ließ sich bei den Männern nichts entgehen. Kamila konnte ruhig ihren Spaß haben, solange jeder dafür sorgte, dass sie da auch wieder unversehrt rauskommt. Dafür konnte die Brünette aber auch selbst gut sorgen, denn die Herren waren ängstlich genug gewesen. Sie konnten nichtmal deutlich darauf reagieren, als Kamila dem Mann vor sich den Messer in den Bauch rammte. Von Anthony gab es für diese Aktion keine Reaktion, dafür hatte er jedoch den Blick abgewendet, als sie mit der nächsten Bewegung ihm etwas abtrennte und selbst in seinem Blut ein wenig getränkt wurde. Der Mann fiel hinunter und hatte mit jeder Sekunde eine größere Blutpfütze abgegeben, weswegen der Blonde kurz schluckte und tief einatmete. Lange sollte er sich nicht darauf fokussieren, denn die kleine Show wurde mit dem Rest fortgeführt. Es kam langsam zum Ende für diese, weswegen er die Schusswaffe hob und bereits auf ein potenzielles Opfer zielte, was ihm die Männer in der Nähe gleichtaten. Kamila gab mit ihren letzten Worten das Zeichen, die Männer rannten los. Doch es dauerte nicht lange, bis sie alle zumindest verletzt am Boden lagen. Sie konnten ein paar Schüsse abgeben, doch gebracht hatte es ihnen wenig, sie waren immernoch in der Unterzahl. Mit dem letzten Erschossenen auf dem Boden waren die Männer am kontrollieren, ob nicht einer von ihnen die Schüsse überlebt hatte.
      Damit machte sich auch Anthony auf dem Weg, doch er kontrollierte eher was anderes. Er hockte sich zu einen der Leichen und hatte diesem das Shirt aufgerissen, denn die Arme waren tattoofrei gewesen. Auf der Brust war dann ein Tattoo zu erkennen, welches er sich einprägte. Er lief zum Nächsten, hockte sich damit zum Mann, der nach Lebenszeichen suchte. Anthony hob den schweren Arm und sah dort nach, bevor er am nächsten Arm das gleiche Tattoo erkannte. Mit einem Seufzen erhob er sich und sah zum Nächsten, dort war aber kein Suchen nötig. Die Leiche hatte den Stier am Unterschenkel gehabt, welchen er mit einer kurzen Hose zeigte. Weiter suchte der Blonde nicht, es war damit eindeutig gewesen, dass es wohl jeder der Toten hatte. Damit suchte er Kamila auf und deutete mit dem Kopf wieder zur Mitte der Halle, wo sich einige Leichen zeigten. " Die haben alle Stiere auf dem Körper.. ", informierte er sie nun und erhoffte sich damit, dass sie wenigstens etwas damit anfangen sollte. Sie würde wohl wissen, welches Tattoo zu welcher Gang gehören könnte, sonst würde es wohl jemand anderes tun. Anthony verschränkte die Arme und musterte kurz das Blut an ihr, bevor er den Blick zu den Toten richtete. Wenn sie schon eine Ahnung hatten, wo sie die Drogen finden konnten, könnte auch der Hauptsitz im Visier sein. " Sind im Haus noch paar Männer? ", fragte er nun zur Sicherheit.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Es war Musik in ihren Ohren, als sie die Schritte der Angst hörte und daraufhin die Schüsse, die abgegeben wurden. Für den Moment schloss die Frau ihre Augen, sie genoss den Geruch von verbrannten Fleisch und Blut, der in der Luft schwebte, es vermischte sich mit dem Geruch von Geld und Gras, welches die Männer aus den Wänden des Raumes versucht haben in die Säcke zu packen. Mit dem letzten Schuss seufzte Kamila zufrieden, sie säuberte ihre Hände an ihrer schwarzen Hose, die sowieso mit Blut bespritzt war, dann steckte sie auch ihr Messer wieder in den Stiefel, sie brauchte es vorerst gar nicht mehr. Ihre Männer überprüften die Leichen, sie stattdessen die Wand, dessen Verkleidung abgemacht wurde. Sie hatten nun herausgefunden, wo sich ihr Stoff befand, aber wie konnte man darauf kommen, ohne Bescheid zu wissen? Es gab nicht viele eingeweihte Personen, gab es vielleicht einen Maulwurf in ihrer Gang?
      Anthony gesellte sich zu der Brünette, er sprach von Stieren, die die Männer auf ihren Körpern hatten, da schmunzelte sie sofort und schüttelte sachte den Kopf. "Diese verdammten Spanier", murmelte sie. "Ich wusste doch, dass sie es sind". Sie hätte sich dann eigentlich ihrem Stoff gewidmet, aber der Blonde sprach etwas an, was sie nachdenken ließ. Sie hatte schon den Gedanken gehabt, dass es vielleicht ein Maulwurf sein könnte, der es verraten hatte, aber wenn es sich bestätigen würde, dann würde ihr Versteck im Wald auch auffliegen und damit einiges, was Kamila dort aufbewahrte. Sie runzelte ihre Stirn. "Ja, ich habe noch einige zurück gelassen", antwortete sie, bevor ihre Augen durch die Halle fuhren, sie brauchte Elias, der in einer der Ecke stand und das Bild der Leichen auf dem Boden genoss. Kamila pfiff, es sahen zwar alle auf, aber sie sah Elias an und deutete ihm an, herzukommen. Er seufzte zwar, aber bewegte sich auf die Frau und den Blonden zu. "Was gibt's?". "Nimm dir Männer und fahrt zurück.. Ich habe ein ungutes Gefühl". Er runzelte ebenfalls die Stirn, aber nickte dann und sammelte sich Männer zusammen, um dann rauszugehen. "Ruf mich an!", rief ihm Kamila noch hinterher, der Mann hielt seine Hand nach oben, um anzudeuten, dass er es verstanden hat. Sie seufzte, sah dann zu dem Blonden. "Du kannst mit, wenn du möchtest", sie gab ihm die freie Hand, es war immerhin auch seine Idee gewesen, da hatte er auch die Möglichkeit mitzukommen.
      Die Brünette überlegte dennoch noch kurz, bevor sie zu dem Walkie Talkie griff, welcher an ihrem Gürtel hing. "Oliver?", fragte sie und drückte beim Sprechen auf den roten Knopf. Es rauschte, aber es meldete sich der Mann auf der anderen Seite. "Alles ok?", fragte er. "Ja, wir sind hier fast fertig.. Check mal bitte, was in der Zentrale los ist". Der Mann bestätigte es, dann widmete sich die Frau wieder den Drogen zu, sie überlegte was zu tun ist, da stieß auch ihr Bruder dazu, er runzelte die Stirn. "Wo hast du Elias hingeschickt?". "Zurück.. Er soll mal gucken, was in der Zentrale abgeht". Mike nickte, auch wenn er es nicht auf Anhieb verstand, dann sah er zu den Drogen, die aus der Wand ragten. "Was willst du damit machen?". "Selber rauchen", grinste sie, aber ihr Bruder fand es nicht so lustig. Kamila seufzte, sie blickte zu dem Stoff. "Wir bringen es weg.. Lass zwei Transporter kommen.. Ich rufe die Jungs in Westen an, sie sollen den Stoff bei sich unter kriegen, den anderen Teil nehmen wir mit". Es gab kaum eine andere Möglichkeit, der Rest war ausgeschöpft. "Dann könnten wir gleich auch in Westen nach der Ordnung schauen". Sie grinste breit, ihre Leute waren überall verteilt.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Nach seiner Frage, die man wohl auch als Anmerkung erkennen konnte, wurde auch schon Elias gerufen. Ihre Antwort hatte sie bereits gegeben, so hoffte er doch, dass es genug Männer waren. Mit Elias, der erst nach seinem Seufzen den Weg zu den Beiden antrat, wurde das Gespräch auch weiter geführt. Sie war sich wohl selbst nicht sicher, ob die Anzahl der Herren in der Zentrale wirklich ausreichten oder es nicht noch deutlich an Leuten und Sicherheit fehlte, da war es die beste Entscheidung gewesen, dort nicht noch weitere Verstärkung hinzubringen. Hier war die Gefahr wenigstens etwas geringer geworden, wenn sich bald nicht die nächste Truppe meldet und in die Lagerhalle eintretet. Die Männer von Kamila waren jedoch nicht blöd gewesen und eine Gefahr würde schnell erkannt werden und wenn nicht, dann würde man einfach schnell alles niederschießen. Deswegen war Anthony selbst nicht großartig am Überlegen, als man ihm die Entscheidung darüber gab, wie er jetzt selbst weiter machen möchte. Kamila war hier nicht mit Vollidioten gewesen und sie war selbst mit Mike gut, sich auch wenn nötig selbst zu schützen. Da nickte er wenige Sekunden später, er wird Elias begleiten, auch wenn er ihn noch nicht wirklich kannte, außerhalb seiner Wutausbrüche. Damit ging er einige Schritte rückwärts zurück, nahm die letzten Sekunden dafür zu sehen, was hier alles angerichtet wurde. Es sah bestialisch aus, doch es würde des öfteren noch danach aussehen. Mit einem kurzen Blick auf Kamila, wendete er nun allen den Rücken zu und lief damit den Herren nach, die sich gerade alle zusammenfanden. Er würde dafür sorgen, dass es wenigstens zu Hause noch weiter sicher ist. Wenn sie jedoch bis jetzt noch nicht angriffen und es auch die nächsten Stunde nicht vorhaben, dann würde es wohl bedeuten, dass sie das Versteck nicht kennen. Die jetzige Situation wäre zu verlockend, um nicht noch die Chance zu nutzen, noch den Keller in der Zentrale auszuräumen. Anthony ließ den Gedanken los, denn erwarten konnte er eigentlich alles.
      Mit den Männern stieg er wieder in den Transporter, Elias überließ einem der Männer das Steuer, während er sich entspannt hinsetzte. Der Blonde musterte ihn nur kurz, doch hatte damit auch wieder das Interesse an ihm verloren, er schien ihm bisher auch nicht sonderlich sympathisch. Damit war es relativ ruhig die Fahrt lang, jeder beschäftigte sich anders mit Gesprächen oder anderen Aktionen, manche hatten sich wieder irgendwelche idiotischen Wetten überlegt. Das änderte sich dann mit dem Halten des Autos, da wurde es wieder für einen Moment still, während sie alle ausstiegen. Es war draußen noch ruhig gewesen, es gab keine Anzeichen auf irgendwelche fremden Autos oder Eindringlinge, dafür sah alles zu gewohnt aus. Mit dem Gedanken liefen sie alle auf das Haus zu und erhoben die Waffen, als sie in das Gebäude traten. Die Männer waren alle informiert gewesen und machten sich auch dabei, den anderen gebliebenen Männern das Wissen zu geben. Das Haus war unversehrt gewesen, so sagten es auch die Herren, die hier blieben. Der Blonde sah sicherheitshalber nochmal nach draußen aus dem Fenster, bevor er zu Elias blickte, der gerade dabei war, sein Hand zu zücken. Er war sicherlich dabei Kamila Bericht zu erstatten, wie sie es nun wollte, doch der Blonde hielt ihn für einen Moment von dem Vorhaben ab. " Ich sehe in der Gegend nach. ", meldete er sich nun kurz, aber dachte nicht wirklich darüber nach, ob er noch Männer mitnehmen sollte. Dieser Gedanke fiel ihm jedoch mit dem nächsten Blick auf die Gruppe ein, weswegen er auf diese zulief und ein paar mit sich nahm. Sie würden so besser erkennen, wenn etwas falsches im Busch liegt. Der Blonde wechselte nur kurz die Schuhe, um besser über den Waldboden zu kommen, bevor er sich mit den Herren auf den Weg machte. Draußen nahm er einen tiefen Atemzug, bevor er sich umsah. Die Herrschaft führte er mit einem Kopfnicken in den Wald, sie hielten sich jedoch in der Nähe der Straße auf um Autos abfangen zu können, wenn diese nicht als die eigenen Transporter erkannt werden. Es war jedoch ruhig gewesen, es gab kein Knacksen der abgefallenen Äste, wenn es denn nicht die eigenen Männer waren.
    • Kamila Kayla Redstone
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      "Die Basis steht.. Ich vernehme keine ungewöhnlichen Aktivitäten", meldete sich Oliver, woraufhin seine Chefin sich bedankte und gleich zwei Transporter für den Transport der Drogen anordnete. Mike hatte sich darum gekümmert, dass die Jungs in Westen bescheid wussten und aus den Betten sprangen, sie sollten vorbereitet sein, wenn die Lieferung ankommen würde, Kamila hasste es, wenn die Jungs nicht bereit wären, wenn sie kam. Sie hatte den Geruch von guter Ware weiter aufgenommen, dann widmete sie sich aber auch der Sufgabenverteilung und ordnete ihren Männern an, sie sollen die Ware weiter in Säcke packen und sie in die Transporter laden. Es war keine Aufgabe, der sie normalerweise nachgingen, aber es reichte ein relativ strenger Blick und es beschwerte sich keiner mehr, die fingen an zu arbeiten, was der Frau deutlich besser gefiel. In der Halle gab es zu ihrem Vorteil nur ein wenig Bargeld und eine gute Ware im Wert von gut einer halben Million Dollar, sie teilte ihre Vorräte gerne auf, um zur Not genug für die schwarze Stunde zu haben, wenn ihr die Lieferanten ausgingen, wie es jetzt der Fall war.
      Bis Elias mit Anthony und den Jungs am Haus angekommen war war die Ware fast fertig eingeladen und es bestand so gut wie keinerlei Gefahr mehr, jedenfalls folgte den Spaniern niemand. Ein wenig nervös wurde Kamila schon, sie bewegte ihr Bein ständig , während sie sich gegen die Ladefläche eines der offenen Transportern lehnte, Oliver rauchte neben ihr, er wollte nichts sagen, aber es brannte ihm was auf der Zunge. "Neuankömmling also?", fragte er und hob seine Augenbraue. "Mhm", stimmte die Brünette ihm zu und kreuzte ihre Arme noch enger vor der Brust. Die Ware reichte für drei Transporter, der dritte wurde gerade fertig beladen. "Und? Magst du nichts dazu erzählen?". Oliver wollte auf was bestimmtes hinaus, er wollte wissen, ob er einen Konkurrenten hatte, mit dem er sich rumschlagen musste, es würde seine fast schon nicht vorhandenen Chancen noch weiter runter senken, aber die Frau war gerade nicht in der Laune darüber zu sprechen, oder sich damit zu befassen. Sie war darüber am nachdenken, wer alles von der Lagerhalle wusste und wer ihr in den letzten Tagen negativ aufgefallen war, es gab nur wenige, aber die Flachzange war sehr verdächtig.. Er war damals beim Beladen mit, es war kurz vor der Sache mit Mike gewesen und er fiel sehr negativ auf.. Wer weiß warum er nicht wirklich zuschlug.. Vielleicht war es auch eine richtige Falle gewesen.
      Das Klingeln des Handys lenkte Kamila für einen Moment von ihren Gedanken ab, sie ließ sich von Elias den Stand der Dinge erklären, zuhause schien alles gut zu sein, aber das Gefühl ließ die Frau trotzdem nicht los, dass etwas faul war.
      "Wir fahren zuerst zurück..", kündigte die Brünette an und zog dafür die Aufmerksamkeit von Oliver und ihrem Bruder auf sich. Mike runzelte die Stirn. "Der eine Transporter fährt schon einmal vor.. Einen nimmt Oliver zu sich und wir fahren mit dem beladenen und den Männern zurück.. Dann können wir gleich gucken, wie viel Platz bei uns noch ist". Mike verstand noch immer nicht ganz, wie sie darauf kam, aber die Frau war schon auf dem Weg zum einen der Autos. "Oliver, du meldest dich, wenn etwas außergewöhnliches passiert..". Sie stieg in den beladenen Transporter, der die komplette Ladefläche mit Ware beladen hatte, sie setzte sich auf den Beifahrersitz und schnallte sich an. Mike trat an die Seite dran und musterte seine Schwester."Ich muss nachdenken.. Du nimmst den Transporter mit den Jungs..". Sie deutete auf den leeren, in welchen die Jungs steigen sollen. Kamila sah noch einmal kurz zu ihrem Bruder, dann sollte der Fahrer losfahren, was er auch tat. Es ließ sie das Gefühl nicht los, dass hier was faul war.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sie liefen bereits eine Zeit lang im Wald herum und blieben auch zwischendurch stehen, um sich die Gegend etwas genauer anzusehen. Doch es fiel nichts auf, es war so ruhig wie es immer hier gewohnt war, nur einige Tiere waren zu hören. Doch es wurde bisher keine weitere Menschenseele gesichtet, es war jedoch auch dunkel gewesen. Hätten sie jemanden gesehen, wäre diese Person vermutlich jedoch in Panik geraten und hätte sich damit verraten. Es gab aber keine Hinweise auf einen Plan, der dieses Versteck mit einband. Keine Kameras waren zu finden oder irgendwelche angehaltenden Autos an der Straße, die irgendwie das Geschehen hier beobachtete. Den kurzen Moment, den sie stehen blieben und den Wald betrachteten, nutzte dann der Blonde selbst um zu sehen, ob er irgendwelche wichtigen Nachrichten auf dem Handy bekam. Es war jedoch auch dort Funkstille und es war vielleicht auch schon unnötig gewesen, jetzt noch weiter nach etwas zu suchen, denn mit weiterer Ferne und den nächsten Schritten war es nur unwahrscheinlicher, irgendwas zu sehen. Kameras aus dieser Ferne würden nichts wichtiges herausbringen, es würde nicht über das Versteck aussagen. Damit könnte man vielleicht erkennen, falls jemand hinausfährt, doch die Anzahl der Weggefahrenen wäre trotzdem unzählbar gewesen. Solange sie still waren, war auch nichts zu hören. Anthony seufzte laut und sah sich nochmal kurz um, wieder nichts. " Wir ziehen weiter.. ", meldete er nun und nahm wieder die ersten Schritte auf sich. Die Männer folgten ihm wie kleine Schoßhunde, was ihn wahrscheinlich zum Schmunzeln bringen würde, wenn er gerade nicht eher darauf fokussiert ist, die Gegend zu durchsuchen. Die Männer waren selbst auch konzentriert gewesen und sahen sich auch etwas genauer an, sollte ihnen etwas auffallen. Doch meist waren es dann nur die Tiere gewesen, die hier im Wald ihre Ruhe suchten. Für den Blonden war es frustrierend gewesen, dass nichts gefunden wurde, da irgendwas faul schien. Er hielt wieder an und sah sich den Ort mit verengten Augen an, die Dunkelheit schwindete langsam. Doch sie waren schon weit genug gelaufen und es gab nichts zu sehen, zumindest nicht, solange es dunkel war. Im Licht lässt sich vielleicht etwas besser erkennen, wenn sie denn irgendwas übersehen hätten. Der Blonde drehte sich zu den Herren um und musterte diese, bevor er den Kopf schüttelte. " Es gibt nichts, wir gehen lieber wieder zurück.. " Da waren sie gerade wohl auch besser aufgehoben, denn von hier könnten sie nicht viel anrichten. Er brauchte nichts weiteres zu sagen, denn die Männer hatten selber keinen Nerv mehr gehabt, jetzt noch weiterzusuchen. Es war hoffnungslos gewesen, der Drogenfund der Eindringlinge war wohl nur ein Zufall gewesen.
      Auch wenn sie bisher nichts fanden und es immernoch so ruhig war, wie es auf dem Hinweg war, so dachte er weiter nach. Sein Kiefer spannte sich an, während er den Weg vor sich ansah. Sie liefen die Straße entlang, der Waldboden war nach längerem Laufen nicht mehr so einfach zu begehen. Die Männer liefen inmitten der Straße und der Blonde hatte seine Bedenken gehabt, ob die Gruppe vom Lager nicht gleich zurück kommt und mit voller Geschwindigkeit auf die Herrschaften zufährt und diese noch überfährt. Aber sie waren auffällig auf der Straße gewesen, da würde schon nichts geschehen. Es war schon so weit gewesen, dass der Blonde beim Laufen seine Augen schloss. So früh aus dem Bett geworfen zu werden war nichts seins gewesen, das war es von niemandem.
      Seine Augen öffnete er jedoch schnell, als er den Transporter hinter sich erhörte. Mit den anderen Männern sah er zurück und musterte den Wagen, der plötzlich an Geschwindigkeit zunahm. Anthony riss die Augen auf und wich mit einer lauten Warnung mit den Männern von der Straße, bevor die ersten Schüsse zu hören waren. Es waren drei Tansporter gewesen und damit die Herrschaften nicht geradeaus ins Haus zurückkehren und dieses verteidigen, hielt der letzte fahrende Transporter an, um die Männer samt Anthony umzulegen. Der Blonde sah den anderen Transportern hinterher und begann selbst mit den Männern zu schießen, er verzog sich jedoch schnell im Wald, um Elias zu informieren. Er nahm jedoch nicht ab und war vermutlich draußen dabei die Haltung zu haben, doch das brachte gerade wenig. Der nächste Anruf galt Kamila, die wenigstens schneller zuhören war als Elias. " Wir werden.. angegriffen. ", meldete er sich zu Wort, wobei zwischendurch die Schüsse zu hören waren. Anthony gab selbst ein paar Schüsse ab, vom Wald war er weniger angreifbar, weswegen sich auch die Herren dazu gesellten und auf das Haus zu liefen. Auch er begann nun durch den Wald zu sprinten und jeglichen Bäumen auszuweichen. " Es sind drei Transporter.. ", erzählte er weiterhin, doch zu weiteren Informationen kam es nicht. Der Blonde erkannte die Waffe, die vom fahrenden Auto auf ihn gerichtet wurde. Mit dem nächsten lauten Schuss warf er sich auf den Boden und beendete damit den Anruf. Anthony sah sich die Männer an, die alle noch unversehrt schienen. Es war jedoch einer bereits hinten, doch sie hatten keine Zeit, um diesen mit sich zu nehmen oder zu verarzten. Deswegen ergriff er die nächste Möglichkeit und sprintete weiter auf das Haus zu, doch sie waren zu weit hinaus gelaufen.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Der erste Weg war relativ unauffällig gewesen, Kamila war ruhig, aber konzentriert geblieben und plante schon die weiteren Schritte, die sie gehen musste. Es war gefährlich gewesen, jetzt einen Schritt in die falsche Richtung zu machen, das könnte sie einige Männer und viel Geld kosten und sie mochte es nicht Verluste einzustecken, es machte sie wütend. Die ganze Situation machte sie regelrecht wütend, denn sie hatte scheinbar nicht genug aufgepasst, um so etwas wie einen Maulwurf zu bemerken. Natürlich gab sie sich die Schuld, wie eigentlich immer, sie war oft der Meinung ihre Ohren und Augen überall haben zu können, aber da irrte sich die Frau gewaltig. Sie ermahnte sich selbst mehrmals, dass sie sich jetzt darauf konzentrieren musste die Jungs und ihre Ware sauber aus der Sache rauszukriegen, da kam auch schon der nächste Anruf. Anthony rief sie an, warum sollte er sie in diesem Moment anrufen? Kamila nahm direkt ab, da sprach der Mann schon davon, dass sie angegriffen wurden. Er hatte wohl ein richtiges Gefühl gehabt, was das Zurückfahren anging da war die Frau kurz glücklich gewesen, dass sie diesem Gefühl vertraut und die Männer zurückgeschickt hatte. Die Schüsse waren deutlich zu hören. "Wir kommen", sprach Kamila noch, bevor es aufgelegt wurde, sie rief ihren Bruder an, der sofort dran ging.
      "Die werden angegriffen.. Legt mal einen Zahn zu!". Zu mehr kam es nicht wirklich, denn die Brünette sah das entgegenkommende Auto und hörte die Schüsse, sie merkte noch den Aufprall schmerzhaft, bevor es ihr schwarz vor den Augen wurde.

      Mike wollte gerade noch fragen, ob er nach den Jungs rufen sollte, aber es waren Schüsse und Krach bei Kamila zu hören, bevor die Verbindung abbrach. "Kamila?!", rief er in das Telefon, aber es war nichts mehr möglich. "Fuck!", brüllte der Mann durch den Wagen, bevor er den Befehl gab noch mehr Gas zu geben. Sie waren nicht sehr weit vor der Einfahrt zum Wald gewesen, seine Schwester wollte von der anderen Seite kommen, um mit dem Transporter näher ans Haus zu fahren, da war es nicht mehr so weit um die Ware in den Keller zu bringen, aber scheinbar ist was schief gelaufen. Mike war kurz unentschlossen, ob er lieber seiner Schwester helfen, oder zur Basis fahren sollte, aber der Fahrer bog schon in den Wald ein und gab Vollgas, um schneller anzukommen. "Fahr durch!", befahl er, auch wenn der Weg dort endete, wo auch die restlichen Autos standen, doch scheinbar waren auch die anderen weiter gefahren. Er erkannte einige der Männer im Wald rennen, aber sie hatten keine Zeit, um jetzt anzuhalten. Es waren Schüsse zu hören, Schreie und Scheiben, die zu Bruch gingen. Er war mit seiner Waffe bereit auf die Herrschaften zu stürmen, die das Haus angreifen wollten, es waren alle bereit.
      Vor dem Haus war schon die Hölle los, aber bisher hatte Elias noch alles gut im Griff gehabt dafür, dass sie so wenige waren, zum verteidigen. Sie waren ins Haus vorgedrungen, aber der Transporter hielt an und die Männer stürmten los in vermutlich auch ihren eigenen Tot. Es lief gerade alles schief, was nur möglich war.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anthony hatte beim Rennen bemerkt, wie ein weiterer Transporter an ihnen vorbei fuhr, doch dieses Mal sah er deutlich bekannter aus. Es beruhigte ihn für den Moment, doch spornte es ihn auch direkt mehr an schneller zu laufen, auch wenn er nicht mehr konnte. Kamila würde eine mächtige Überraschung kriegen, denn wenn er so die Transporter zählte und die Anzahl der Männer im Haus realisierte, so konnte es dieses Mal schlechter ausgehen. Sie waren bisher noch in der Unterzahl gewesen, wenn im Transporter keine große Verstärkung dabei war. Kamila würde es mit Mike und Elias schnell schaffen, alles in den Griff zu bekommen, denn sie waren nicht umsonst so hoch gekommen. Ohne weitere Männer würden sie es jedoch nicht schaffen, weswegen er den letzten Sprint begann und mit jedem weiteren großen Schritt die Schüsse und das Geschrei deutlicher hörte. Dort war das Chaos los und je schärfer die Sicht auf das Haus war, desto deutlicher war zu erkennen, dass die Eindringlinge es ins Haus schafften. Einige der Gäste befanden sich jedoch noch weiterhin draußen, die aus dem Wald hinaus jedoch von den eigenen Herrschaften erschossen, zumindest außer Gefecht setzten. Denn sie hatten keine Zeit zu kontrollieren, wer noch lebte, sie mussten einfach schnell die Kontrolle über das Ganze wieder gewinnen. Die Männer stürmten bereits alle auf die Tür zu, doch Anthony stoppte sie. Er befahl sich aufzuteilen und durch die Fenster zu stürmen, die bereits zerstört und zerschossen wurden. Während sie selbst das Gebäude umkreisten, zählte der Blonde hastig die Schatten, die er bisher durchlief. Doch lange blieb ihm keine Zeit, er schoss durch das Fenster, an welches er ankam und traf damit gezielt einen der Spanier, der den Rücken zu ihm gedreht hatte. Damit fing jedoch auch die Schüsse auf das Fenster an und ein hindurchgehen war damit unmöglich, weswegen er sich zum nächsten Fenster verzog. Die anderen Herrschaften sind bereits ins Haus eingedrungen, da zögerte er nicht weiter und sprang dieses Mal ins Fenster, wo er einen bekannten Körperbau erkannte. Die Spanier konnten sie wohl bereits in die anderen Räume verdrängen, denn sie hatten die Mitte erobert und hatten von dort die Kontrolle gehabt. Anthony ließ sich kurz erklären, wie es gerade ablief, bevor die Spanier sich auch diesem Raum widmeten und wild drauf los schossen. Sein Nebenmann stürzte mit den ersten Schüssen zu Boden und nun kam auch von diesem ein Schrei heraus, doch so konnte der Blonde selbst nicht enden. Er verzog sich in eine Ecke und wartete, bis man das Zimmer kontrollierte. Als die ersten Feinde nun eindrangen, wurden sie von dem Blonden erschossen. Die drei Leichen türmten sich etwas während des Fallens auf und diese benutzte er dann als Deckung, als er aus dem Zimmer lukte. Sie hatten bereits die Tür zum Keller aufgebrochen und waren gerade dabei gewesen, in diesen zu stürmen.
      Es war solch ein großes Warnsignal gewesen, dass die drei höheren Männer aus ihren Deckungen heraus kamen und fast gleichzeitig begannen, den zugekehrten Rücken zu nutzen und auf alles zu schießen, was sich zum Keller hinbewegte. Es war ein Fehler der Spanier gewesen, denn sie stürmten alle sofort in den Keller und sicherten den Eingang schwach ab, was den Männern ein mächtiges Glück bescherte. Eine Zeit lang verging, in welche immer mehr Leute zu Boden fielen und die Schüsse nurnoch vereinzelt kamen. Die anderen Männer waren schon zur Hilfe da gewesen und als die Situation wieder unter ihrer Kontrolle war, senkte Anthony die Schusswaffe langsam. Lange hatte er nicht mehr mit den Fremden verbracht, denn die Gruppe teilte sich auf. Eine sah oben nach, ob dort alles in Ordnung war und so waren auch kurz von dort Schüsse zu hören und die Leichen vor und im Keller wurden nun kontrolliert, bei Unsicherheit wurde wieder drauf los geschossen. Langsam kehrte wieder Ruhe ein, doch da fing gerade bei Anthony die Unruhe an. Seine Augen suchten unbewusst die Gegend ab, doch er wurde nicht zufrieden damit. " Kamila? ", rief er nun durch die Überreste der Basis, doch es kam keine Antwort. Seine Augen suchten wieder ab, doch der Blick haftete schnell an ihrem Bruder. " Wo.. ist sie? ", fragte er nun nach, während er immernoch nach Luft rang.
    • Mikael 'Mike' Redstone
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      Es war relativ schwer alles in seine gewohnte Ordnung zu bringen und es war fast schon aussichtslos, aber letztendlich bekamen es die Männer hin das Haus wieder zu erobern und dafür nur wenige Männer zu verlieren, aber es gab unter den Leichen auch die eigenen Herrschaften, die der Mann schnell wieder fand. Er ging durch die Räume und überprüfte die übrigen, teilweise wirklich schwer verletzten Männer, aber sie trugen alle Schutzwesten, da waren wenigstens die Verletzungen im Bereich des Oberkörpers nicht vorhanden. Er überprüfte auch die Leichen auf dem Boden, um zur Not nachzuschießen, wenn noch ein Puls zu fühlen war. Seine Gedanken galten währenddessen seiner Schwester, aber diese musste noch einen Moment warten, denn nur wenn hier alles in Ordnung war, dann konnte er beruhigt nach ihr suchen, auch wenn es vielleicht nichts gab, wonach er suchen könnte. Mike war sich unsicher, in welche Richtung er denken sollte.. Er hoffte zwar, dass Kamila noch lebte, aber es war ihm natürlich nicht klar, was überhaupt passiert war.. Vielleicht haben sie sie mitgenommen?
      Anthony sprach relativ schnell auf Kamila an, es war klar, dass er sich Sorgen machen würde und es war auch klar, dass Elias schnell dazu stoßen und sich ebenfalls fragen würde, wo die Brünette war. Mike hatte sein Herz und sein Atem schon langsam beruhigen können, aber er hatte einen Ellenbogen in seinen Magen bekommen und krümmte sich vor allem beim Stehen ein wenig zusammen. Er betrachtete die beiden Männer und seufzte. "Ich weiß es nicht", seufzte er. "Die Verbindung ist plötzlich abgebrochen, als sie mir bescheid gab, dass ihr angegriffen werdet..". Er zuckte mit seinen Schultern in der Hoffnung, seine Sorgen würden ihm damit auch abfallen, aber so einfach war es nicht. "Ich sage Oliver, er soll sie orten.. Schafft die Männer zusammen, guckt nach den Verletzungen".
      Mike rief direkt den Techniker an, er machte sich sorgen, nachdem ihm schnell erklärt wurde was los ist, aber er gab eine klare Antwort: "Ich kann sie nicht orten.. Das Handy ist komplett kaputt".

      Kamila Kayla Redstone
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      "Nun scheu dich doch nicht Mike!", rief ich und wollte den Vorhang zurück ziehen, aber mein Bruder zog ihn ganz schnell zu. "Vergiss es", murmelte er deutlich genervt. "Ah komm schon! Du hast die Wette verloren!". Es war ein tiefer Seufzer zu hören, bevor der Vorhang aufging und ich meinen Bruder in einer engen Jeans und einem rosa Hemd rauskommen sah. Ich musste mich zurückhalten, hielt mir die Hand vor dem Mund, aber ich hielt es nicht lange aus und prustete los. Er seufzte und verdrehte die Augen, wollte sich gleich auch schon wieder umziehen. "Oh nein mein Freundchen.. Wir werden heute so rausgehen.. Du hast es versprochen!".
      Die Tür ging unten auf und wurde Züge knallt, woraufhin ich unsicher zu Mike sah. "Er.. Sollte doch erst morgen wieder zurück sein", flüsterte ich. Er sah mich ebenfalls besorgt an, er mich in den Schrank scheuchte. "Ich halte ihn auf.. Du gibst keinen Mucks von dir". Ich konnte mich kaum bewegen, spürte, dass ich in die Richtung geschubst würde, während sich Mike in der provisorischen Umkleide, die wir gebastelt hatten, um sich das Hemd und die Hose auszuziehen. Die schweren Schritte waren auf der Treppe zu hören, er war betrunken, man hörte es sofort. "Kamila?". Die Stimme hallte mir durch den Kopf, aber ich schaffte es noch rechtzeitig die Schranktür zuzumachen, da wurde die Zimmertür aufgemacht. Es war dunkel in dem Schrank, ich roch den Geruch von.. Feuer und Gras? Es gab ein Gebrüll und ich roch noch was anderes.. Den Geruch vom verbrannten Fleisch... Mike brüllte lauter, ich hörte seine Knochen brechen, als sie Faust in im Gesicht traf. Meine Kehle zog sich zusammen, ich rang nach Luft..


      Kamila riss ihre Augen auf und versuchte Luft zu holen. Es kam nicht ganz darauf klar, wo sie sich befand, aber es roch verbrannt. Nur schmerzhaft konnte die Frau ihren Kopf zur Seite drehen, sie erkannte den Innenraum des Autos, es lag auf der Fahrerseite, es brannte irgendwo. Sich abzuschnallen war eine echte Schwierigkeit, vor allem weil ihr alles schmerzte, sie bekam schwer Luft und wollte weiter schlafen. Der Kopf schmerzte, dennoch schaffte es die Brünette sich abzuschnallen und durch die kaputte Scheibe nach unten zu gleiten. Der Transporter brannte, die Ware im Lagerraum brannte, aber sie lebte. Jedenfalls hatte sie das Gefühl, dass sie lebte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anthony hatte auf eine sofortige Antwort gewartet, denn seine Geduld war gerade alles andere als anwesend, denn Kamila war nicht zu sehen und auch nicht zu hören. Sie reagierte auf nichts, also müsste sie wohl woanders sein, was in dieser Situation ganz gut war. Aber warum musste er dann so lange auf die verdammte Antwort warten, wenn denn sogar schon Elias dazu stoß. Dieser hatte auch alles gehabt außer genügend Geduld, denn dieser rammte bereits den Ellenbogen in den Magen des großen Mannes. Es war keine schlechte Idee gewesen, weswegen er kurz Elias zunickte. Denn wenn er nicht gleich sprechen würde, würde der Blonde zu einem anderen Verhalten greifen. Mike krümmte sich mit dem Schlag und zögerte damit wieder die Antwort heraus, weswegen er innerlich mit den Augen rollte. " Sag schon! ", murrte er bereits ungeduldig, damit er sich nicht noch weiter so Zeit lässt. Mit der Antwort hatte er jedoch nicht gerechnet, denn es war eigentlich schlimmer als jede andere Antwort, außer sie wäre auf dem Weg hierhin verstorben. Man wusste nicht, wo Kamila war? Sie war irgendwo scheinbar alleine, sie war nicht zu erreichen und das in der Zeit, wo gerade das Chaos ausbrach und die Locos wohl alles von dieser Gang einstudierten. Eine Zeit lang war er selbst starr gewesen, denn es gab keine Anhaltspunkte, wo sie sich gerade befinden könnte. Dabei standen die Drei nun hier und krümmten keinen Finger, doch das änderte sich mit der nächsten Sekunde, da Mike etwas vorschlug. Das war auch gut so gewesen, denn sonst wäre Anthony jetzt auf dem Weg gewesen, die ganze Gegend wiederholt auf den Kopf zu stellen. Der Vorschlag konnte nicht wirklich irgendwas davon erzählen, wo man sie vielleicht finden könnte, doch es war schonmal einen Schritt näher in diese Richtung. Damit konnte er sich zumindest für den Moment zufrieden stellen, auch wenn es äußerlich überhaupt nicht danach aussah, denn er war bereits dabei gewesen sein Kiefer nachdenklich zu mahlen. Doch solange sich Mike damit beschäftigen würde, den Techniker anzurufen, konnte er sich um die verletzten Männer kümmern.
      Er seufzte, denn sein Herz kämpfte bereits dagegen an, jetzt überhaupt noch an was anderes zu denken, doch er musste es. Damit lief er wortlos hinaus und lief den Wald ab, denn er wusste bereits, wo er den ersten Verletzten auffinden wird. Sein Blick war jedoch ständig auf der Straße gewesen, ob nicht Kamila kommen würde. Es war wieder alles still gewesen, nur langsam konnte man den Mann auf dem Boden hören. Als er diesen dann vor der Nase hatte, hob er diesen an und ließ sich als Gehstütze benutzen. Anthony gab einen Takt an, in welchem er selbst die nächsten Schritte unternahm, um ihn nicht weiter Schmerzen zuzufügen. Es dauerte, bis sie wirklich wieder im Haus ankamen, doch damit konnte vielleicht auch Anthony eine neue Antwort bekommen. Er brachte den Verletzten noch kurz weg, bevor er zu Mike lief und die Antwort bekam, dass sie gar nicht zu orten war. Es war eine unglaubliche Wut, die sich gerade in ihm ausweitete, vielleicht war es auch nur die Panik, ihr könnte irgendwas passiert sein. " Warum stehen wir hier dann noch? ", fragte er nun und sah kurz zur Seite, wie es den restlichen Männern ging. Sie sahen alles andere als gut aus, doch dafür war für ihn keine Zeit gewesen. Es gab keine Anhaltspunkte, doch das störte Anthony gerade eher wenig. " Fährst du mit oder soll ich selbst suchen? ", fragte er nun nach, aber wieder war die Ungeduld im Spiel gewesen. Er wartete nicht wirklich eine Antwort ab, er lief nach oben und holte sofort den Autoschlüssel, den er noch hatte. Danach führten ihn seine Füße auch schon nach draußen, ob nun Mike mitkommt oder nicht.
    • Mikael 'Mike' Redstone
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      Mike zerbrach sich den Kopf darüber, wo seine Schwester sein könnte und was ihr überhaupt passiert war, er suchte nach einem Ansatzpunkt, an dem er anfangen konnte zu suchen, aber bis auf den anderen Weg aus dem Wald geraus gab es keinen klaren Weg, es gab so viele Möglichkeiten, wo lang sie gefahren waren. Oliver versprach sich zu bemühen, um einen letzten Ort zu Orten, an dem die vorbei gefahren waren, aber darauf vertraute der Mann nicht. Er machte sich eher Gedanken darüber, warum er sie alleine hat fahren lassen, er machte sich Schuldgefühle dafür, dass die durch ihn womöglich tot war..
      Als Anthony ihn wieder aufsuchte stellte Mike klar, dass Oliver bisher nichts orten konnte, da wollte der Blonde sofort aufbrechen. Er wollte nach Kamila suchen, lief auch schon hoch um vermutlich einen Autoschlüssel zu holen, er kam auch schnell wieder runter und fragte nach, ob der große Mann nun mit wollte, oder nicht. Mike seufzte, er überlege aber nicht lange, sondern folgte dem Blonden sofort. "Jetzt warte doch!", rief er ihm nach, blickte aber noch zu Elias nach hinten. Dieser nickte ihm zu, er würde warten und sich um die Männer kümmern.
      "Ich weiß wo wir anfangen können". Mike hielt die Hand auf, um den Schlüssel zu bekommen, er wusste, wo lang der andere Weg führte. "Ich weiß, wie sie hier herfahren wollte".

      Kayla Kamila Redstone
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      Kayla war nicht ganz bei sich, aber sie entfernte sich von dem Transporter, denn ihre Angst war groß, dass er in die Luft gehen könnte. Ihr Bein schmerzte, vor allem ihr Knöchel beim Auftreten, ihre Brust schmerzte und auch der Kopf, sie schmeckte Blut in ihrem Mund, aber die Frau gab vorerst nicht auf. Sie musste sich wenigstens in Sicherheit bringen, damit ihr nicht was schlimmeres passieren wird, falls der Wagen wirklich in die Luft geht. Was sie letztendlich alles hatte wusste sie nicht, es wäre jetzt aber eine Zeitverschwendung sich darüber zu kümmern, zumal sie nicht irgendetwas spürte, was akut behandelt werden musste.
      Das Rauschen und Piepen wurde deutlich weniger, so langsam orientierte sich die Frau auch, wo sie sich überhaupt befand. Sie war am Waldrand, nicht weit von dem Eingang, den sie genommen hätten, um zum Haus zu fahren, die Frau war sich deshalb sicher, dass sie es schaffen würde, wenn ihre Männer denn noch lebten. Kurz überkam sie die Angst, ihnen könnte was passiert sein, aber sie glaubte an ihre Leute und ging nicht von dem Schlimmsten aus, das würde ihre Panik, die sich langsam anbahnte nur noch verschlimmern. Kamila machte Halt, als es mit ihrem Fuß gar nicht mehr weiter ging, sie setzte sich an einen der Bäume, versteckt vor dem Transporter, der kurz darauf auch wirklich in die Luft ging. Das Feuer hatte wohl den Motor erreicht einige Teile flogen durch die Luft, es war laut und roch verbrannt. Kamila seufzte laut, ihr Kopf schmerzte noch weiter, der Knall löste eine weitere Welle von Schmerzen aus, aber sie würde durchhalten, bis man sie finden würde. Wenn es denn überhaupt jemanden gab, der sie noch suchen würde..
      Die Brünette lehnte ihren Kopf gegen den Baum, sie seufzte und schloss ihre Augen, um den Tränen einen freien Lauf zu lassen. Die Panik überkam sie, sie wollte noch nicht sterben, war viel zu jung dafür... Aber das Rauschen des Walkie-Talkies ließ sie noch einen Moment mit dem Zusammenbrechen warten. Es näherte sich ihr jemand, der mit seinem verbunden war, aber wo war das Ding? Schmerzerfüllt blickte die Frau runter, das Gerät hing noch an ihren Gürtel, hatte zwar die ein oder andere Macke, aber es war noch ganz. Kamila griff mit ihrer Hand langsam dahin, sie konnte nicht alle Finger bewegen, aber es war nicht schlimm. Es gab noch ein wenig Kraft, um auf den Knopf zu drücken und tief durchzuatmen. "Mike?", fragte die Frau, bevor sie auf eine Antwort wartete. Sie holte tief Luft, ihr anderes Bein fing an zu schmerzen, da blickte sie langsam an sich herunter, um festzustellen, dass es eine Wunde war, die brannte. Sie war nicht groß, vermutlich nur oberflächlich, aber die Hose war aufgerissen, irgendetwas im Wagen musste sie geschnitten haben.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

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    • Anthonys Blick war streng auf dem Weg vor sich und es hatte bereits das Auto fixiert, auf welches er gerade zulief mit dem genauen Ziel, gleich die ganze Stadt auseinander zu nehmen. Er hatte keinen Anhaltspunkt gehabt, wo sie sich befand, und der Techniker konnte da selbst auch nicht sonderlich gut helfen, er war in dem Fall nutzlos gewesen. Seine Gedanken waren bereits beim Absuchen gewesen, wo er beginnen sollte, was wichtig zu besuchen war. Da realisierte er den Herren eher weniger, doch seine Worte konnten durch ihn durchdringen. Es war nur eine Sekunde, die er über die Schulter zu Mike sah, doch das reichte auch. Weitere Zeit wollte er nicht verschwenden, denn es war bereits Verschwendung genug gewesen, jemanden zum Orten anzurufen, auch wenn es ein guter Gedanke war. Die offen gehaltene Hand konnte der Blonde schnell im Augenwinkel erkennen, weswegen er beim Laufen die Schlüssel etwas nach hinten warf, damit der Braunhaarige das Steuer ergreifen kann. Seine Spur konnte ja auch Früchte tragen, zumindest einen Stück der Gegend ausgrenzen, in der sie sich gerade befanden. Er wusste, wie sie hierher fahren wollte, doch war Kamila auch gerne oft so spontan gewesen, dass sie mal einen plötzlich anderen Weg einschreitet. Doch für Spontanitäten war gerade keine Zeit gewesen, sie würde sich auf dem richtigen Weg befinden, denn über den Angriff auf die Basis wusste sie Bescheid.
      Lange zögerten die Beiden nicht, in das Auto zu steigen und sofort die Route zu nehmen, die Mike vor hatte durchzufahren. Sie würden jedoch von hier beginnen und langsam dort hinfahren, wo sie mit der Fahrt begann. Der Fahrstil war gerade egal gewesen, denn beide waren eher damit fokussiert, irgendwas oder eher irgendwen zu erkennen. Sie waren still gewesen, so konzentriert waren sie, doch horchten beide immer wieder mit einem Verdacht auf. Es war jedoch immer eine Fehlanzeige gewesen, so wie es doch schon vorher bei der Suche nach Hinweisen auf einen Angriff war. Das verunsicherte ihn nur mehr, denn letztendlich wurden sie doch angegriffen. Sie war nicht aufzufinden, damit spannten sich die beiden Herren im Auto nur noch mehr an. Doch ans Aufgeben war nicht nachzudenken, denn damit wurden die Beiden nur noch schneller mit dem Absuchen und der Blonde zog tief die Luft ein, denn sein Magen drehte sich und sein Herz begann mit jeder weiteren Unsicherheit ein weiteres Stück zu reißen, zumindest fühlte es sich genau danach an. Seinen angespannten Körper zwang er sich in den Sitz zurückzulehnen, auch wenn seine Augen ohne weiteres Blinzeln auf der Fahrbahn alles absuchten. Er fixierte jeden Baum, jeden Stein, doch musste sich mit jedem Moment etwas anderes ansehen. Sein Kopf war wie leergefegt gewesen, auch wenn er die ganze Zeit Kamila vor den Augen hatte und sich damit jedes Mal neu erschreckte, denn für einen Moment sah er sie draußen. Mit einem Blinzeln war es dann jedoch meist verschwunden, worauf sein Körper jedes Mal reagierte.
      Sein Finger tippte auf seinem Oberschenkel einen Rythmus, der jedoch immer kürzer und härter wurde, denn so agierte gerade auch sein Herz. Die Zeit fühlte sich angehalten an, doch auch als wäre schon zu viel Zeit vergangen, als das man Kamila noch so schnell finden konnte. Doch die Beiden hatten es ignoriert, waren immer noch in Eile am Abfahren gewesen.
      Es war die eine Kurve gewesen, die die Beiden gerade anfuhren, als sie plötzlich ihre Stimme hörten. Die Beiden sahen sich jedoch gleichzeitig fragend an, als wäre es der jeweils Andere gewesen. Sie runzelten die Stirn, aber mit der nächsten Sekunde waren die Beiden jedoch plötzlich wieder am suchen. Mike tastete seine Hose ab, während der Blonde sich im Auto umsah. Es war Ablenkung genug gewesen, dass sie auf die andere Straße zufuhren und der Fahrer das Steuer umriss, damit nichts weiteres geschehen würde. Anthony war bereits gut dabei, den Herren gleich wütend anzubrüllen, denn er vertauschte es irgendwie mit Panik, Angst, Sorge was auch immer gerade seinen Körper beherrschte. Doch er schluckte es runter, denn der Braunhaarige ergriff im nächsten Moment das Walkie-Talkie und auch ihm wurden die Sorgen richtig im Gesicht angesehen. " K'? ", fragte dieser, doch er gab damit nur noch mehr Gas. Der Blonde sah die Straße vor sich an, er erkannte den Rauch hinter einem Hügel, irgendwas brannte wohl. Doch das war ihm gerade egal, er nahm lieber das Gerät an sich und gab dafür Mike lieber die Aussage, er sollte langsamer fahren, denn weit konnte sie mit der Verbindung nicht sein. " Kamila, was siehst du? ", fragte der Blonde nun, denn auch wenn er sofort fragen wollte, was geschen war und wie es ihr jetzt ging, so mussten sie sie erst finden. Damit würde sich einiges von selbst klären, wenn die Brünette ihm den noch eine Antwort gibt. Sein Blick war wieder auf die Umgebung fixiert gewesen, auch wenn beide immernoch lauschten, ob Kamila ihnen noch was verraten konnte. Sie war hier irgendwo. Doch je näher sie sich dem Brand näherten, desto schlimmer sah es mit Anthony aus. Als sie die beiden Fahrzeuge erkannten, wurde auch schon schnell auf die Bremse gedrückt und in Windeseile waren beiden dabei gewesen, aus dem Auto zu stürmen. Sie rannten auf den Lader zu, Mike war bereits dabei, den Fahrersitz anzusehen. Sie war jedoch nicht dort, was sein suchender Blick verriet. Der Blonde schlug damit einen anderen Weg ein, doch er blieb stehen.
      Er drehte sich einige Male, rief nach ihr, doch trotz des Lichts vom Feuer war kein Zeichen von ihr zu sehen. Mike beschäftigte sich damit mit der Seite des anderen Autos, er selbst suchte die andere Seite ab.
      Die Luft war nicht besonders gut, der Rauch stieg bereits in die Höhe, und trotzdem nahm er immer weiter tiefe Züge. Weder sein Kopf, noch sein Körper gehörten ihm gerade selber, sie gehörten eher Kamila. Denn wegen ihr schlug gerade sein Herz schnell und setzte immer ein Stück aus, wenn seine Gedanken ihm wieder Sorgen bereiteten, wegen ihr war sein Magen sich am drehen und seine Augen wirrkürlich am Absuchen, was doch prompt in der nächsten Sekunde aufhörte. Er machte den ersten Schritt, doch stoppte er wieder kurz, denn seine Gedanken wollten ihm einen Streich spielen.
      Aber es gab trotzdem einen zweiten Schritt, es sah zu real aus, weswegen er nun losrannte. " Kamila! ", rief er ihr nun bestätigend zu und konnte damit auch schnell Mike sagen, sie wurde gefunden. Anthony lief auf sie zu und machte vor ihr einen Halt, er fiel sofort auf die Knie und musterte sie. Sie sah verheult aus, sie hatte ein paar Wunden gehabt, doch sie war da und atmete. Der Blonde wischte mit den Daumen die fast vertrockneten Tränen vorsichtig von ihren Wangen, bevor dort kurz seine Hand verweilte, um ihr kurz Wärme spenden zu können. " Kamila, es wird alles gut.. ", flüsterte er nun, bevor er kurz hoch zu Mike sah. Er stand da und hatte äußerlich die selbe Reaktion wie Anthony gezeigt, war erschrocken und starr gewesen. Der Blonde schluckte schwer, bevor er ihre Arme um seinen Hals legte. " Mach die Autotür schonmal auf. " Damit verschwand Mike schnell, bereitete alles vor, dass sie gleich so schnell wie es ging abfahren konnten. Der Blonde nutzte die Zeit und versuchte sie zu beruhigen, während er einen Arm an ihrem Rücken hielt und den anderen unter ihren Beinen schling. Vorsichtig hebte er sie nun von ihrem Platz hoch und bewegte sich auf das Arm zu. Er wusste nicht, was in ihren Gedanken kreiste, doch er wollte sie trotzdem ablenken. " Als wir uns das erste Mal gesehen haben.. Deine Augen haben sich sofort durch mein Herz gebohrt. ", erzählte er ihr nun ruhig, hoffte dabei auf eine beruhigende Wirkung. Er schmunzelte, als er weiter dachte. Vielleicht war es ein verdammt schlechter Moment gewesen, aber er hatte schon immer positive Wirkung auf Kamila gehabt. " Ich weiß nicht, was ich gemacht hätte, wenn wir dich hier nicht gefunden hätten.. Die ganze Stadt dürfte elendig sterben. " Er sah von ihr weg, als er erkannte, wie nahe sie bereits dem Auto waren. Damit ging er selber etwas in die Knie und brachte sie mit Hilfe ihres Bruders ins Auto, er gesellte sich sofort neben sie hinten. Er gab ihr seinen Oberschenkel, damit sie liegen konnte, dafür würde er aufpassen, dass sie nicht runterfiel. Mike war jedoch auch selbst wieder vorsichtig am fahren, gerade plagten gerade wohl beide Gewissensbisse.

    • Kayla Kamila Redstone
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      Sie hörte ein Rauschen durch das Walkie-Talkie, welches sie in der Hand hielt, ein weiteres Rauschen war zu hören, ihr Name kam durch und eine Stimme, die ihr bekannt war. Anthony sprach zu ihr, aber auch wenn Kamila langsam die Hand hob, um durch das Gerät zu sprechen es gab den Geist aus, es war für nichts mehr zu gebrauchen. Erschöpft nahm sie dann die Hand wieder runter und ließ das Gerät aus ihren Finger gleiten, sie brauchte es auch nicht mehr festhalten, die Jungs wussten, dass sie wenigstens lebte, damit hatte sie ihre Aufgabe getan gehabt. Die Frau schloss ihre Augen wieder, ihr Kopf schmerzte noch weiter, es fiel ihr schwer die Augen offen zu halten, aber sie ermahnte sich, dass sie es eigentlich tun müsste. Ihre Kraft war am Ende, der Aufprall hatte ihr nicht gut getan und die Verletzungen waren auch nicht sonderlich hilfreich. Für den Moment fürchtete sie sich, dass sie vielleicht doch sterben könnte, vielleicht war es der letzte Moment um zu beten und um Verzeihung zu bitten. Es war jedenfalls der perfekte Moment um über ihr Leben und ihre Taten nachzudenken, darüber, was sie alles getan hatte. Die Brünette stellte schnell fest, dass sie kaum etwas anderes geändert hätte, wenn es die Möglichkeit gab, sie war mit dem zufrieden, was sie getan hatte, vielleicht nicht ganz mit ihrer Vergangenheit, aber diese hatte sie geprägt und so weit gebracht, wie sie jetzt nun war. Ein ganz anderer Gedanke machte sich in ihrem Kopf breit: Anthony. Dieser blonde.. Mann.. Kamila erinnerte sich an dieses Lächeln, welches ihr den Atem rauben konnte, sie hätte den Mann vielleicht doch nicht so hart ran nehmen sollen, vielleicht hätte er eine Chance bekommen sollen, sich zu beweisen. Vielleicht hätte sich die Frau ihren Gefühlen geben sollen, ihnen helfen an die Oberfläche zu kommen.
      Es war schon soweit, dass Kamila sich einbildete seine Stimme nach ihr rufen zu hören. Sie wollte über sich selbst lachen, aber ihr Atem war schon aufgrund der Schmerzen in ihrer Brust so flach, da wäre ein Lachen nicht drin. Es waren Schritte zu hören, jemand kam ihr näher und mit den nächsten Worten öffnete die Frau ihre Augen, um den Mann vor sich zu sehen. Halluzinierte sie? Hatte sie noch Nachwirkungen von den Pillen, die sie die Tage genommen hatte? Aber die Hand auf ihrer Wange fühlte sich so warm und weich an, ganz anders als die Kälte des frühen Morgens. Ihre Arme wurden bewegt, kurz verzog sie das Gesicht vor Schmerz, aber das konnte sie Anthony auch verzeihen. Er hob sie hoch, die Brünette zog scharf die Luft ein und hielt sie für einen Moment, bis sich ihr Körper an die Position gewöhnte, sie hatte das Gefühl zu träumen,es war nur ein sehr schmerzhafter Traum. Eigentlich brauchte der Blonde nichts sagen, allein die Tatsache, dass sich Kamilas Kopf an seiner Brust befand nahm ihr die Angst, sie könnte sterben. Ihm ging es gut und auch Mike schien es gut zu gehen, damit war doch alles gut, damit brauchte sie sich keine Sorgen mehr zu machen. Seine Worte waren etwas Besonderes.. Es war nichts, was sie bisher von einem Mann zu hören bekommen hat, jedenfalls nicht so gefühlvoll, wie er es ihr sagte. Ein Schmunzeln bildete sich auf ihren Lippen, er gab es ja noch immer nicht auf, obwohl sie ihm doch den Wind aus den Flügeln genommen hatte. Vielleicht war der Mann gar nicht so schlecht für sie? Vielleicht verdiente er eine Chance? Eine einzige..
      Kamila landete im Auto, sie öffnete langsam ihre Augen, blickte sich soweit um, ohne ihren Kopf drehen zu müssen. Mike fuhr scheinbar, denn diese Nähe,die ihr jemand gab war ihr sehr bekannt. Er war angespannt, sie konnte erkennen, dass er das Lenkrad mehr als nur fest hielt. "Fahr zum Haus", befahl Kamila ihm, es waren wohl die ersten Worte, die sie sagte, denn sie erblickte gleich sein verwundertes Gesicht. "Wir bringen dich erst in Sicherheit". Mikes Tonlage.. Sie kam ihr so bekannt vor. "Jetzt nerv nicht und fahr zum Haus!". Die Brünette wollte dahin, sie würde sich auch nicht davon abkriegen, dort hin zu fahren. Langsam hob sie ihren Arm und griff zu dem Beifahrersitz, um sich langsam hochzuziehen. Ihre andere Hand griff zur Anthonys, damit er sie festhielt, es gab ihr Sicherheit in diesem Moment. "Verdammt ich muss was holen, bevor wir hier weg fahren!".
      Mike fuhr widerwillig in den Wald hinein, auch wenn seine Augen ständig im Rückspiegel zu seiner Schwester sahen. Kamila war nicht bereit auszusteigen und mit eigener Kraft hochzulaufen, sie war sich aber dessen bewusst, deshalb drehte sie sich schmerzerfüllt zu Anthony, den sie erst einmal musterte. "Du muss mir einen Gefallen tun.. Bitte". Ihre Stimme klang wieder deutlich sanfter. "In meinem Büro.. Gibt es den Safe im Bücherregal.. Ich brauche die Sachen daraus.. Und zwar alle.. Den Schmuck.. Das Geld.. Aber vor allem die Briefe und Bilder.. Ich brauche außerdem das Buch, in dem du unterschrieben hast.. Ohne die Sachen fahre ich hier nicht weg". Sie suchte mit ihren Augen nach seinen, um ihm den Ernst der Lage deutlich zu machen. "Der Code ist vierundzwanzig zwölf". Ihr Geburtstag, so nebenbei. Mehr bekam sie auch nicht raus, denn die Frau ließ seine Hand los und hielt sich die Brust fest, um tief durchzuatmen und sich nach hinten zu lehnen. "Und dann fahren wir nach Westen".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Er achtete darauf, dass die Kurven die Mike mit dem Wagen fuhr die Frau nicht aus ihrer Position warf, denn sie sah schon beim Tragen schmerzerfüllt. Es hatte ihn auch unheimlich Leid getan, ihr noch mehr Schmerz zuzufügen, doch anders wäre es vielleicht schmerzvoller gewesen oder sie wären erst gar nicht so weit gekommen. Doch jetzt waren sie zumindest im Auto, sie hatte etwas Zeit gehabt sich zu entspannen, auch wenn ihre Wunden diesem Vorhaben stören wurden. Der Blonde konnte ihr dabei überhaupt nicht helfen, er saß ratlos da und betrachtete gerade die zerissene Hose, als man ihm jedoch zur Hilfe verwendete. Ob es ihr nun wirklich gut tun würde oder nicht, wenn sie sich jetzt aufsetzt, doch er passte sich einfach ihr an und hielt ihre Hand fest, um ihr irgendwie beistehen zu können. Ein Nein würde sie nicht akzeptieren, das bewies sie gerade auch wieder bei ihrem Bruder. Er versuchte sich an die beiden Autos zu erinnern, die aufeinanderprallten, doch er hatte es sich wohl gar nicht so gut angesehen, denn ein Bild ließ sich nicht im Kopf hervorrufen. Kurz stieß er ein Seufzen aus, doch fokussierte er sich dann ziemlich schnell wieder auf die Brünette, so wie es momentan sowieso der Fall war. Er hatte sich alles eingeprägt, doch mit dem Moment als er Kamila in den Armen hielt, hatte er alles andere missachtet. Es wurde einfach schlichtweg alles weitere egal, der Blonde hatte sie nämlich wieder bei sich gehabt, und damit schraubte sein Körper ein wenig runter. Jedoch nur zu einem gewissen Teil, sie war zwar da, letztendlich aber immer noch verletzt und so hatte er auch bereits versucht die Autos im Kopf ausfindig zu machen, um ihre Verletzungen besser nachvollziehen zu können. Mike war aber näher dran, er könnte mehr dazu erzählen, wenn es später wichtig werden würde. Wie ist es denn überhaupt zum Unfall gekommen? Es konnte doch unmöglich sein, dass während man zuvor noch versuchte die Lagerhalle auszuräumen und die Zentrale angriff, dass ganz zufällig noch ein Auto auf den Laster von Kamila stieß. Alles war so unlogisch gewesen und ein reines Chaos, doch es ließ sich nicht erklären, auch wenn hinter allem die Locos standen. Sie waren ein Fall für sich gewesen, den sie noch besser kennenlernen mussten..
      Seine Gedanken waren bei den Locos, ob Kamila noch irgendwo wirklich sicher war, als er die Worte von ihren Lippen erhörte. Er sah sie an, gab ihr wieder seine vollste Aufmerksamkeit, denn er müsste ihr einen Gefallen tun. Vermutlich hätte er alles für sie in diesem Moment gemacht, doch ihre Bitte war ziemlich einfach gewesen, da musste er nichtmal wirklich darüber nachdenken und nickte. Es wunderte ihn, dass sie ihre Briefe und Bilder speziell in einem Bunker sicherte, doch das war nicht seine Angelegenheit gewesen. Anthony erkannte den Versuch mit ihm Augenkontakt aufzubauen, weswegen ihre Augen wieder aufeinander trafen, was für ihn gerade besonders angenehm war. Dieses Mal hatte sie eine ruhige Wirkung auf ihn, er war mit ihrem Verschwinden aufgewühlt gewesen. Der Blonde hörte ihr genau zu, wiederholte den Code, doch dieser war nicht schwer gewesen. Er hatte es sofort mit Weihnachten verbunden, da nickte er wieder. Sie löste sich damit wieder von ihm und drückte aus, dass sie Schmerzen hatte. Anthony spannte sich wieder an, doch konnte er seinen Blick nicht abwenden, denn er konnte nicht mehr wegsehen.
      Damit verflog die Fahrt wie im Fluge, vielleicht hatten sie auch überhaupt keine lange Fahrt gebraucht um Kamila zu finden, doch es hatte sich verdammt lange angefühlt.
      Kurz musterte er noch Kamila, bevor er aus dem anhaltenden Auto sah. " Ich bringe dir noch Klamotten.. ", informierte er sie, denn mit den blutigen, engen Sachen würde sie nicht lange mit den Verletzungen aushalten. Er sah kurz fragend zu Mike, ob er denn hier die Stellung kurz alleine halten kann, er bestätigte es dem Blonden mit einem Nicken. Danach stieg er aus, schloss die Tür wieder hinter sich und lief in die Basis hinein. Er sah kurz nach den verletzten Männern, die von Elias versorgt wurden. Diesem erklärte er kurz die Lage, ehe er sein eigentliches Ziel antrat.
      Anthony lief die Treppen hoch und steuerte auf ihr Zimmer zu, die Tür war bereits offen gewesen, wahrscheinlich wollte sich hier auch jemand zu schaffen machen. Er seufzte nur, bevor er das Buch heraussuchte und im nächsten Augenblick den Code eintippte, währenddessen er ihn in Gedanken kurz wiederholte. Sie wollte von dort alles haben, weswegen er erst die Briefe und Bilder hinaus nahm. Er wollte ihnen keine große Beachtung geben, denn sie warteten unten, doch mit dem Aufschlag des Buches, in welchem er die Dinge kurz aufbewahren wollte, erkannte er auch das Bild. Das Bild hielt er näher an sich unf betrachtete es, solange er die Briefe in das Buch legte. Es waren die Beiden als Kinder gewesen mit einem breiten Grinsen, welches sie bis heute nicht verlernt haben. Er schmunzelte, doch mit dem nächsten Foto war es wieder schnell vergangen. Sie war mit jemandem in einer Umkleide, doch glücklich sah anders aus. Anthony erwischte sich selbst beim Spionieren, weswegen er die Bilder zu den Briefen packte und das Buch schnell zuklappte. Er nahm den Schmuck heraus, nahm diese und das Geld in einer Tasche mit. Beim Rausgehen machte er noch kurz einen Halt bei ihren Kleiderschrank und nahm etwas heraus, was irgendwie gemütlich aussah, und wollte damit auch verschwinden. Sein Blick glitt jedoch kurz zu seinem eigenen Zimmer und er steuerte kurz zu diesem, er nahm ein Shirt von sich mit, was er zum Schlafen benutzte. Kamila wollte unter Drogeneinfluss seinen Geruch wahrnehmen, doch sie beschwerte sich, weil das angezogene Shirt nicht nach ihm roch. So konnte er sie wieder daran erinnern, vielleicht wollte sie es auch wirkich haben, denn das Letzte trug sie den Tag lang. Nach einem kurzen Halt im Waffenlager rannte er auch schon zurück zum Auto, in welches er schließlich einstieg. " Hab alles.. "
    • Kayla Kamila Redstone
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      Das Auto hielt an, da sagte Anthony noch, dass er ihr Klamotten bringen würde, woraufhin Kamila nickte und ihm nachsah. Mike stieg aus, er wollte nach seiner Schwester sehen, aber Elias und die Überlebenden kamen raus und wollten nach ihrer Chefin sehen. Diese Schmunzelte ein wenig, sie rutschte langsam zu dem Sitz, an dem Anthony gesessen hatte und hielt ihre Beine quer raus, während sie sich mit der Seite gegen den Sitz lehnte. "K!", rief Elias, der scheinbar selbst leicht verwundet war und ging vor seiner Chefin in die Hocke, um sich ihren Körper anzusehen. Sie sah nicht gut aus. "Packt die Sachen.. In die Transporter.. Nehmt alles mit, was euch wichtig ist.. Und dann wirst du den Notfallplan in dir Wege leiten". Elias runzelte die Stirn. "Notfallplan? Wo willst du hin?". "Wir fahren nach Westen.. Zu den Jungs.. Damit wir zu Kräften kommen können.. Mike fährt mich und Anthony... Du nimmst die anderen mit, befüllt alle Fahrzeuge und nehmt mit, was möglich ist.. Dann brennst du die Bude hier nieder". Er nickte, ein Schmunzeln war auf seinen Lippen zu sehen. "Mit ganz viel Benzin?". "Mit ganz viel Benzin",bestätigte die Brünette, da erhob sich der Mann und widmete sich an die Männer: "Ihr habt den Boss gehört! Packt die Sachen zusammen und leert die Benzinkanister! Das Baby soll brennen!".
      Kamila schmunzelte, als sie die Männer ins Haus stürmen sah, sie hatten ihr alle einen besorgten Blick hinterher geworfen, aber ihr ging es gut soweit, denn sie lebte.. Also würde alles gut werden. Mike tauchte im Bild auf, er ging in die Hocke und sah zu seiner Schwester, Sorge lag in seinem Blick. "Wo tut es weh?", fragte er, aber die Brünette wunk ab und schüttelte den Kopf. "Kamila.. Bitte". In deinem Blick lag etwas, was sie schon länger nicht mehr gesehen hatte.. Es war nicht nur Sorge, die dieser ausstrahlt, es waren vor allem die Schuldgefühle, die deutlich in seinen Augen zu sehen waren. Es war ein Blick, den sie damals sehr oft gesehen hatte, während sie seine Wunden reinigte und verbund. Der Moment brachte sie zurück in das Schlafzimmer ihres Bruders, die Brünette hüllte sich in seinem T-Shirt ein, um die Nacktheit zu verbergen, während sie seine Wunde im Gesicht reinigte.. Das war nicht der richtige Augenblick, um daran zu denken.
      "Mein Bein", sprach sie nach einer längeren Pause und blinzelte mehrmals, um die Bilder aus ihrem Kopf zu bekommen. "Mein Fuß.. Ich habe mir vermutlich den Knöchel verstaucht.. Und meine Brust.. Ich kann kaum atmen.. Mein Kopf.. Meine Arme.. Eigentlich alles". Mike wollte ihren Schuh ausziehen, da blickte sie ihn scharf an, aber dieses Mal blickte er scharf zurück, bevor sie ihn machen ließ. Der Schuh wurde mühsam abgezogen, der Fuß darunter war dick und blau. "Kann auch gebrochen sein", stellte der Mann fest, während er ihn ein wenig bewegte. Kamila zog scharf die Luft ein, da stieg auf der anderen Seite auch schon Anthony ein, zu dem sie aber nicht sehen konnte, denn sie konnte ihren Kopf nicht drehen. "Was ist damit?", fragte Mike und deutete auf die Wunde am Bein, da zuckte die Frau sanft mit den Schultern. Er seufzte, blickte weiter nach oben und tastete mit seinen Händen nach ihrem Hals und dem Nacken, ob da alles intakt war. "Was ist überhaupt passiert?".
      Kamila hielt sich fest, um nicht umzufallen, während sie es über sich ergehen ließ. "Ich.. Weiß es nicht.. Anthony rief mich an, dass sie angegriffen werden.. Dann rief ich dich an.. Und..". Die Frau hielt mit ihrer Erklärung kurz an, denn ihr Bruder tastete durch die Schussweste nach den Rippen, sie verzog das Gesicht. "Jemand kam uns entgegen.. Er schoss.. Traf mich an der Weste und dann.. War alles schwarz..". Mike tastete nach ihrem Bauch, aber über die Weste war es nicht so einfach, er musste darunter sehen, gleichzeitig aber den Weg nach Westen aufnehmen, er seufzte." Anthony guckt gleich, ich hole schnell meine Sachen und dann fahren wir los.. Ich sage den Jungs, die sollen den Arzt organisieren". Mike blickte zu dem Blonden kurz, dann nickte er ihm zu und verschwand Richtung des Hauses. "Zieh ihr die Weste aus!" rief er noch nach, da seufzte seine Schwester. Die Männer trugen Sachen aus dem Haus, beluden die Transporter, Kamila versuchte sich normal hinzusetzen und die Tür zu schließen, um etwas Ruhe im Auto zu haben. Sie atmete tief durch und blickte zu dem Mann zur Seite. "Ich werde den Satz sicherlich noch öfter sagen.. Nur noch in so einer Situation", sie schmunzelte. "Zieh mir die Sachen obenrum aus, bitte". Die Weste müsste ab, der BH, um nicht auf die Brust zu drücken.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."