[2er RPG] No Good For You

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    • Den Halt am Meer hatte sie einfach mit einer Raucherpause begründet, was er gar nicht mal so abwägig fände, wenn er selbst noch rauchen würde. Doch er hatte am heuten Tage wohl genug geraucht, er wollte sich nicht mehr als sonst angewöhnen. Die Pause konnte er selbst dafür stattdessen für die Aussicht benutzen, die ihnen der Mond und das Meer gab. Da er nicht gegen der Pause hatte, die Kamila wohl nicht nur mit der Zigarette verbringen wird, und es auch so schien, als würde hier keine Menschensseele sein und auch in weiterer Zeit keine kommen, stieg er letztendlich nach Kamila auch aus dem Auto aus. Die Brünette ließ er ein wenig vorlaufen, während er selbst nochmal kurz die Schüsse betrachtete. Danach nahm er auch schon den Weg zum Meer und sah bereits Kamila beim Rauchen, konzentrierte sich dann jedoch eher darauf, keinen Sand in die Schuhe zu bekommen. Seinen Blick nahm er erst langsam wieder von den Füßen, damit er sich nicht zu nahe auf die Wellen zubewegte. Sein Blick richtete er auf den hell scheinenden Mond, bevor er seinen Kopf weiter erhob, um die weiteren Sterne zu erblicken. Doch die sanften Wellen waren da gerade schöner, doch lange blieb er nicht so nah am Ufer. Aus dem Blickwinkel sah er, wo sich Kamila ausruhte, weswegen er sich ihr näherte und sich schließlich zu ihr setzte. Ob seine Anwesenheit geduldet war oder nicht, konnte er zwar nicht erahnen, doch er war selbst gerade am nachdenken.
      Er stämmte seinen Oberkörper mit den Armen hinten ab, solange er sich etwas zurücklehnte, und behielt seinen Blick schmunzelnd auf das Wasser. Es war ein Ort der völligen Entspannung, so hatte er immer das Gefühl, wenn es ein Ort mit einem See oder einem Meer gab. Doch nicht nur die Nähe zu Gewässern brachten ihm die letzten Tage Entspannung, es war auch die Nähe zu Kamila, die er bisher jeden Abend genießen konnte. Selbst heute war es so, obwohl sie sich gerade noch auf dem Heimweg befanden. Die Männer würden sich jedoch vermutlich keine Sorgen machen, Kamila war stark genug und langsam sollte auch Anthony ihr Vertrauen gewonnen haben, dass er nicht dazu verdächtigt werden würde, irgendwas mit ihr angestellt zu haben. Anthony nahm seinen Blick nur zögernd von der kommenden Welle, um zu der Brünetten zu sehen. Es war schön ruhig und der Stress von vorhin war fast wie vergessen, auch wenn er immer noch auf der Hut war. Seine Augen wanderten kurz über ihre Position, es war kein schlechter Zeitpunkt, um ein etwas ernsteres Thema zu klären, wenn er sich damit nicht unbeliebt machen würde. Trotzdem öffneten sich seine Lippen kurz zu einem Spalt, als würde er zum sprechen ansetzen, doch er schloss sie wieder. Jetzt nicht, dachte er sich. Letztendlich hatten Beide hier keine Fluchtmöglichkeit gehabt, wenn es zu unangenehm werden würde. Er verschob es lieber auf ein anderes Mal, sie war ja abends meist am Steg zu treffen.
      Stattdessen schloss er seine Augen, genoss einfach die Stille und ihre Anwesenheit, solange er noch konnte. Sein Herz war dabei selbst nicht so ruhig, doch das machte sich äußerlich nicht bemerkbar. " Der Abend war trotz der Vorfälle gut ausgegangen, oder? ", fragte er sie, wobei er sich mit dem Rücken langsam nach hinten fallen ließ. Seine Arme hatte er überkreuzt unter seinem Kopf gehabt, damit er nicht mit dem Sand in Kontakt kommt.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Die Wellen wirkten sehr ruhig, auch wenn sie eigentlich ziemlich stürmisch waren, wenn man sie sich genauer ansah. Kamila seufzte zufrieden, sie zog an ihrer Zigarette in voller Ruhe und versuchte sich nur auf die Wellen und das Meer zu konzentrieren und nicht auf den Mann, der auf die zukam. Ihr Puls stieg ein wenig, das Herz beschleunigte seine Arbeit und die Wärme breitete sich in ihrer Brust aus. Die Frau wusste selbst nicht wirklich, warum sie so reagierte, wenn sie in seiner Nähe war, aber es nervte sie schon ein wenig, dass ihr Körper tat, was es wollte, ohne dass sie es wollte..
      Anthony setzte sich neben die Frau in den Sand und er ließ sich nach hinten fallen, woraufhin die Brünette kurz zu ihm sehen musste. Lange blickte sie ihn nicht an, sie musste sich zusammenreißen und ihre Gefühle in den Griff bekommen, dafür war die Zigarette richtig gut. Sie rauchte diese zu Ende, warf den Stümmel weg und behielt den Rauch für einen Moment in den Lungen, um ihn dann wieder raus zu lassen. Die Stille war wundervoll, die Wellen waren das einzige, was man hier draußen noch hören konnte, bis auf vielleicht den Atem des Mannes, der sich neben ihr befand. Er sprach auch mit ihr, durchbrach damit die Stille, bevor er sich gänzlich hinlegte. Kurz überlegte Kamila, sie lehnte sich dann selbst zurück und lehnte ihren Kopf auf einen der Arme des Mannes, die aus unter dem Kopf hervorkamen. Sie nutzte den Arm aus um nicht mit ihren Haaren in dem Sand zu landen, aber letztendlich war es sowieso egal, ob sie Sand in den Haaren haben würde oder nicht.. Letztendlich würde die Frau nachher duschen und damit den Sand auch wieder rauskriegen. "Er war erfolgreich", stimmte sie seiner Aussage zu und lächelte sanft, während ihre Augen zu dem Himmel glitten, an dem sich trotz des hellen Mondes viele Sterne befanden. "Es war auch mit dem Überfall recht gut gewesen.. Du lernst schnell, ich mag das.. Und außerdem konnte ich meinen Tätowierer für dich begeistern.. Er tätowiert nicht jeden, aber er macht es wahnsinnig gut.. Ich meine, ich finde den Drachen recht gut.. Der meinen Bauch ziert". Ihre Hand wanderte zu ihrem Bauch, über welchen sie strich, mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen.
      "Hat es dir denn gefallen?". Für einen Moment sah die Frau hoch und betrachtete den Blonden, bevor sie den Blick wieder zu den Sternen nahm. Die Spannung zwischen ihnen war wieder zu spüren und Kamila hatte das Gefühl als würde es wieder knistern zwischen ihnen, vielleicht war es aber auch nur die Nähe, die sie gerade spürte, immerhin lag sie Anthony schon ziemlich nah mit ihrem Kopf auf seinem Arm. "Auch wenn es blutig geendet hatte?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Er öffnete eines der Augen, als er das Gewicht auf seinen Arm spürte, um nachzusehen, was es wohl war. Es war wohl eindeutig, dass es Kamila war, doch trotzdem wollte er sehen, ob es auch wirklich wahr war. Mit der Vorahnung hatte er recht gehabt und so schloss er das Auge wieder, bevor er sich einen seiner Haarsträhne von dem Gesicht pustete. Es war angenehm gewesen, so war es immer bei ihr gewesen, wenn man den kurzen Aussetzer am Morgen aufgrund ihrer Rachegelüste ignoriert. Sie hatte gar nicht so viel Zeit gehabt, ihm komplett den Kopf zu verdrehen, doch irgendwie hatte sie es trotzdem geschafft. Sein ganzer Körper drehte wegen der Berührung verrückt und auch so dumm seine jetzige Tat für seine Gefühle sein wird, so hatte er es trotzdem gemacht. Anthony öffnete seine Augen und sah neben sich, während sie ihren Blick schon auf den Sternenhimmel hatte. Er achtete auf ihren Kopf, bevor er seinen Oberarm unter ihren Kopf schob, damit sie es angenehmer hatte. Die Nähe versuchte er damit nicht zu unterbrechen, es war wahrscheinlich einfach sein Herz gewesen, welches sich nach ihrem Wohle erkunden wollte. Noch einmal wollte er die Augen jedoch nicht mehr schließen, denn es war gerade eine perfekte Stille für ein Nickerchen. Doch weder wollte er hier die ganze Nacht verbringen, noch die kurze Zeit mit Kamila verschlafen. Er war damit beschäftigt sich die Erinnerungen mit ihr einzuprägen, auch wenn es wohl bis morgen nurnoch wenige sein werden. Was er morgen für eine Reaktion zu erwarten hat, wusste er nicht. Doch er war realistisch, sie machte viele Ausnahmen für ihn, doch deswegen würde sie schon lange nicht mit ihm eine Beziehung eingehen. Es war wohl eher eine Freundschaft mit gewissen Vorzügen, auch wenn es sich schnell ändern könnte, wenn Kamila seine Liebe zu ihr kennt. Kurz seufzte er, bevor er wieder ihren Worten lauschte.
      Es gab wieder einen Lob zu hören und so bekam er wieder ein Schmunzeln auf den Lippen, welches bei der Situation auch nur bleiben konnte. Sein Herz erfüllte es gerade wohl, dass die Brünette von selbst bei ihm den Körperkontakt suchte, auch wenn es wohl einfach aus Gemütlichkeit war.
      Er hörte ihr aufmerksam zu und hob die Brauen, als sie den Tätowierer ansprach. " Er hat den Drachen gemacht? ", fragte er dann nochmal nach, denn er war wirklich gelungen. Dass ein Tätowierer wirklich wählerisch mit seinen Kunden sein konnte, hatte er bisher nicht geahnt. Doch das nahm er einfach als Kompliment und hinterfragte einfach nicht weiter. Danach wurde er auch schon nach seiner Meinung gefragt, wobei sie das blutige Ende ansprach, woraufhin er grinste. " Du hättest nicht unbedingt über die Leichen fahren müssen.. Aber ja, mir hat es sehr gefallen. " Nun senkte er seinen Kopf kurz, um zu Kamila zu sehen. Seinen Blick versuchte er so kurz wie möglich zu halten, doch trotzdem nahm er sich den kurzen Moment, um ihre Augen zu betrachten. Sein Brsutkorb verengte sich seltsam, weswegen wieder tief einatmete. Die Zeit hätte er nun anhalten können, denn es war für ihn gerade nicht daran zu denken, dass sie gleich den Moment zerstören mussten und wieder Heim fahren. Aber so war nunmal ihr Zeitplan gewesen, aber er würde es nicht ansprechen, schließlich musste Kamila fahren, da er noch nicht die Umgebung kannte. Ihm fiel wieder ihre damalige Frage ein, ob er an Schicksale glaubte. Er wollte es nun auch sie fragen, denn irgendwie fühlte sich bestimmt an, dass die Beiden sich immer wieder abends zusammensetzten und ihre Zeit gemeinsam genossen. " Glaubst du an Schicksale? ", fragte er sie letztendlich deswegen, bevor er sich nur kurz mit dem Kopf wegdrehte um zu sehen, ob sie auch immernoch alleine waren.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Es war gut, dass Anthony nichts dazu sagte, als sich Kamila auf seinen Arm legte, um ihre Haare zu schützen und auch um ein wenig seiner Nähe zu haben, aber es war noch besser, dass er ihr einen ganzen Oberarm anbot auf dem sie sich gemütlich machen konnte. Das tat die Frau letztendlich auch, sie achtete zwar darauf ihm nicht wehzutun, aber sie rutschte dennoch noch ein wenig näher zu dem Mann und überwund den letzten Abstand zwischen ihnen beiden. Sie lagen Seite an Seite während ihre Augen zu den Sternen sahen, die am Himmel leuchteten. Kamila hoffte währenddessen, dass er ihr schnell und kräftig schlagendes Herz nicht bemerken würde, denn sie versuchte es selbst zu ignorieren. Für sie gab es so etwas wie Liebe nicht, jedenfalls hatte sie bisher nie wieder so etwas gespürt, wobei sie sagen würde dass es eindeutig Liebe war. Es war für sie einfach nur der Grund dafür, weshalb ihr Leben letztendlich so war, wie es war.. Es war der Grund für ihre Vergangenheit, seit der sie sich geschworen hatte sich nie wieder Hals über Kopf in einen Mann zu verlieben. Wenn sie ehrlich war, dann kannte sie dieses Gefühl in ihrer Brust sehr gut, sie wusste was es bedeutete, wenn sich ihre Brust bei seiner Berührung zusammenzog, wenn seine Nähe ihr den Atem raubte und das stetig immer mehr, seit der Begegnung im Gefängnis, aber das alles auch nur, wenn sie ehrlich zu sich war und das war Kamila nicht. Sie belog sich gerne, um sich zu schützen und um nicht das Gleiche zu durchleben, was sie schon einmal durchlebt hatte.
      "Jap..er war es.. Auf einer der Wänden hängt ein Bild davon.. Von meinem Drachen", sie schmunzelte und strich noch einmal über ihren Bauch. "Es war seine Idee.. Als er das erste Mal meinen Körper betrachtet hatte.. Er bat mich darum, ihm zu vertrauen und bat mich um die Chance, es vorzuzeichnen.. Nach der ersten Skizze war ich hin und weg von dieser Idee, aber bis er so wurde, wie er heute ist.. Dafür haben wir häufig etwas nachgebessert oder verändert.. Dazu gemacht". Jedes ihrer Tattoo sprach eine Geschichte, etwas, was sie gerne mit sich trug. Der Drache an sich hatte schon eine sehr wichtige Bedeutung, wenn nicht die wichtigste überhaupt.
      Anthony antwortete auf die Frage, wie es ihm wohl gefahl, woraufhin seine Chefin schmunzeln musste. Ja, sie war über die Leichen gefahren und ja, es hat ihr Spaß gemacht. "Du Spaßverderber.. Warte Mal ab, bis du in das Vergnügen kommst!". Sie blickte zu ihm hoch und als sich ihre Augen trafen verengte sich sofort ihre Kehle. Sie schluckte schwer, aber bevor ihre Gefühle nach außen sichtbar werden konnten, sah die Frau wieder zum Himmel und verstummte für einen Moment. Sie musste sich definitiv wieder unter Kontrolle kriegen, wie sie es fand. Männer waren der Grund für ihr scheiß Leben und daran hielt sie. Es herrschten auch für mehrere Momente Ruhe, Kamila schloss ihre Augen und atmete in Ruhe durch, sie müsste vielleicht wieder meditieren, um sich in den Griff zu bekommen, aber Anthonys nächste Frage riss sie aus dem Gedanken heraus. Sie erinnerte sich, ihm mal die gleiche Frage gestellt zu haben, für einen Moment dachte sie zurück an seine Antwort und musste schmunzeln..
      "Warte mal, wie war die Antwort..", sie überlegte kurz. "Die Zufälle bringen dich auf zwei Wege, das Schicksal führt dich auf den richtigen Pfad und die Bestimmung lässt dich letztendlich diesen Pfad nie wieder verlassen.. Man kann seiner Bestimmung jedoch entfliehen, indem man die Zufälle falsch deutet." Man konnte ihre Zufriedenheit und das Schmunzeln förmlich hören. Einen Moment lang hielt sie Frau still, dann sprach sie wieder: "Ich glaube daran, dass uns allen ein Schicksal vorbestimmt ist.. Ein gutes.. Oder ein schlechtes, dass ist nun wirklich egal.. Aber ich denke, es ist alles vorherbestimmt.. Wir haben zwar die Freiheit den Weg nach rechts oder links zu gehen.. Zu wählen ob wir lieber die rote oder die blaue Pille nehmen... Aber zum Schluss kommen wir genau dort hin, wohin wir von Anfang an kommen sollten.. Und die Entscheidungen, die wir treffen und treffen dürfen, uns das Gefühl geben sollen, als hätten wir eine Macht darüber zu bestimmen, was mit uns wird.. Es ist, denke ich, auch egal, wie sehr wir uns dagegen wehren.. Was uns bestimmt ist, wird so oder so passieren". ]
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anthony wartete auf ihre Antwort, doch zuvor musste er sich nochmal seine eigene Antwort anhören, weswegen er nur kurz den Kopf wegdrehte, als würde er es gar nicht erst hören wollen. Doch trotzdem hörte er ihr zu, ließ ihre Stimme und ihre Fröhlichkeit in seinem Körper einwirken, damit sie nur wieder weiter verrückt spielen konnte. Lange auf die eigentliche Antwort musste er nicht warten, da drehte er den Kopf wieder zu ihr und musste dabei gerade aufpassen, dass er nicht mit seinem Schädel auf den Kopf Kamilas kracht. Es war nämlich gerade zu schön gewesen, um es irgendwie kaputt zu machen. Seine Augen musterten ihr Gesicht, während sie selbst mal philosophierte. Ihre Augen spiegelten gerade die Sterne wieder, weswegen er sich lieber auf diese konzentrierte, als wirklich einfach auf den Sternenhimmel zu blicken. Es machte sich selbst ein kleines Lächeln auf seinen Lippen breit, als er ihre glänzenden Augen betrachtete, aber er machte sich schnell wieder an das eigentliche Thema, denn so konnte er nicht erwischt werden.
      Ihre Antwort schien ähnlich zu sein, irgendwie waren sie ja in eigenen Dingen gleich gewesen. Vielleicht war es ja auch der Grund gewesen, warum er sich so gut mit ihr verstand und letztendlich Gefühle für sie entwickelte, die sich niemals entwickeln hätten dürfen. Man konnte jedoch nichts mehr machen und es fühlte sich an, als würde er damit einen großen Fehler begangen haben. Der Fakt, er sei doch nur an One Night Stands interessiert und konnte überhaupt nur diese dulden, hatte sich damit als komplette Lüge dargestellt. Da war er aber nicht so tief mit ihr verbunden oder fühlte sich zumindest so, nachdem sie immer weitere Minuten miteinander verbrachten. Es war alles nicht mit der Absicht des ehemaligen Wärters, doch es schien sowieso alles außer Kontrolle zu laufen. Es fehlte ihm nur, dass auch seine Gefühle ihn durcheinander brachten, und damit war dann das Werk an Anthony vollendet. Er musste sich schnell an seine Arbeit gewöhnen, was eigentlich ganz gut lief, hatte sich auch daran zu machen sich in seinem Zimmer wohl zu fühlen, da konnte sich auch eben die schwierige Liebe zu Kamila hineinquetschen. Doch er würde sicher alles überstehen können, auch wenn die Liebe ihm die schwierigste Lage gab.
      Mit dem Gespräch bildete sich eine gute Grundlage dafür, ihr die Liebe zu gestehen. Doch es würde nur eine unangenehme Stille geben, es gab keine Möglichkeit zu flüchten und sie waren zu nahe einander, als das man es irgendwie wirklich realisieren könnte. Kurz seufzte der Blonde, linste nur für wenige Sekunden zu Kamila, bevor er anschließend seine Augen schloss. Er musste es ihr sagen und je länger er mit der Wahrheit wartet, desto schlimmer würde schließlich das Ende sein. Die Gefühle waren frisch, vielleicht aber auch nicht wirklich, aber sie würden sich bestimmt gut brechen lassen. Das würde er dann im Auto machen, denn er hatte einen zu trockenen Hals gehabt.. Als würde man ihn selbst daran abhalten, irgendwas in dieser Richtung zu sagen. Aber er schrie schon innerlich, denn ihre Nähe tat ihm gerade zu gut. Deswegen hatte er die Augen wieder geöffnet, hielt seine Augen aber starr zum Himmel. Er musterte die Sterne am Himmel, hatte kurz Kamila neben sich vergessen, zumindest gedanklich. Es war gerade wichtiger, die richtigen Worte für das spätere Gespräch zu finden. ".. Wollen wir langsam aufbrechen? Sie werden jetzt wahrscheinlich entweder die anderen gefunden haben oder aufgegeben haben, weil die Spuren nicht mehr eindeutig sind. "

      Als sie langsam auf das Auto zu liefen, wehrte sich schon seine eigene Hand, die Klinke der Autotür zu umfassen. Doch er zwang sich schnell dazu, bevor es wirklich auffallen würde. Er ließ sich auf den Beifahrersitz fallen und atmete nochmal tief durch, bevor er die Tür behutsam wieder schloss. Die Frontscheibe war glücklicherweise noch heile, naja, sie brach zumindest nicht zusammen. Er würde nur noch ein wenig warten, dann würde er wohl das Thema ansprechen. Da sie sowieso eine längere Strecke fuhren, musste er sich nicht so stressen. Aber mit den weiteren Minuten musste er jedoch den Kloß aus dem Hals loswerden, indem er es endlich ansprach. Während er darüber nachdachte, wanderte sein Blick hin und wieder zu ihr. Er entschloss sich dann, räusperte sich etwas.
      " Kamila.. Ich kann meine Gefühle nicht mehr lange zurückhalten, also musst du wissen, dass ich was für dich empfinde. " Seine Worte wählte er bedacht, denn er wollte nicht zu viel sagen, sie damit mögicherweise einfach nur noch viel mehr verwirren, als es so schon sein könnte. Er wollte es aber auch hinter sich haben, er war nämlich realistisch gewesen. Sie machte Ausnahmen bei ihm, doch dies war zu groß gewesen. Er wollte beifügen, dass sie ihn einfach sofort das Herz brechen kann, es würde ihn nichts ausmachen. Aber es wollte nicht raus, als gäbe es noch eine andere Möglichkeit gegeben.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Anthony schwieg und sagte nichts mehr zu den Worten, die Kamila ihm erzählt hatte. Ein wenig skeptisch wurde die Frau dabei schon, sie hatte seinen Blick gemerkt, aber auch eine kleine Anspannung seinerseits war spürbar gewesen. Vielleicht hatte sie etwas falsch gesagt? Etwas zu viel? Hat ihm ihre Antwort nicht gepasst, sie ähnelte doch seiner Antwort sehr, sie hatten sehr ähnliche Ansichten.. Oder war es etwa, dass sie seine Antwort zuerst zitiert hatte?
      Kamila war ein wenig irritiert, auch wenn es so schön neben dem Blonden war, es war ihr jetzt ein wenig unheimlich. Es fiel ihr sowieso verdammt schwer diesen Mann zu lesen, obwohl sie es bei dem Rest gut hinbekam, vielleicht lag es auch daran, dass sich ihre Brust jedes Mal zusammenzog und sie sich häufig darauf konzentrierte, ihre Gefühle ein wenig zu unterdrücken. Letztendlich würde sie es nicht mehr so schnell herausfinden, denn Anthony schlug die Reise zurück vor. So eilig hatte es die Frau nun wirklich nicht, sie hätten beide noch ein wenig hier bleiben und die Stille genießen können, Kamila hätte nichts dagegen gehabt, sie könnte ihre Füße auch noch etwas im Wasser baden, aber wenn ihr Begleiter es so wollte, dann würden die beiden zurück fahren, so was es nun einmal.
      Etwas enttäuscht lief die Brünette mit ihrem Begleiter zum Wagen zurück, auch wenn sie nach außen hin nichts sagte. Sie wirkte etwas nachdenklich, ihre Gedanken kreisten dabei um den Mann neben ihr, der sich auch sofort auf den Beifahrersitz warf und anschnallte. Sie tat es ihm nach, setzte sich hinter das Lenkrad, um das Auto rauszufahren und auf die Straße zu bringen. Es war das einzige Fahrzeug um diese Zeit auf dieser Strecke, deshalb beschleunigte die Frau gerne, um sich schneller dieser bedrückenden Stille zu entziehen. Es war eine Spannung zwischen den beiden vorhanden, auch wenn sie dieses Mal nicht angenehm war. Anthony durchbrach die Stille, aber seine Worte machten alles noch deutlich schlimmer, als es vielleicht beabsichtigt war. Kamila reagierte ohne groß darüber nachzudenken, sie drückte auf die Bremse und ließ den Wagen letztendlich stehen. Ein wenig sanfter war die Vollbremsung schon, damit die Scheibe nicht rausflog oder womöglich einen der beiden verletzte, aber es war dennoch nicht so sanft, wie man sich eine Bremsung eigentlich vorstellte. Die erste Zeit über sagte sie nichts, sie starte einfach nach vorne und ging die Worte noch einmal durch, die sie gerade gehört hatte. Er sprach etwas aus, was sie schon zu oft gehört hatte.. Er sprach etwas aus, was sie nicht haben wollte.. Er war doch auch nach One-Night-Stands aus, gerade deshalb ließ sie sich auf ihn ein.. Er war doch.. Ein harter Kerl, der mit Liebe nichts anfangen konnte. Damit hatte sie einfach nicht gerechnet, es war verrückt, verrückter als sogar noch verrückt.
      Von der Seite sah Kamila zu ihm rüber und musterte ihn von oben nach unten. Sie umklammerte das Lenkrad ein wenig fester, blickte wieder nach vorne und fuhr sich mit der Zunge sanft über die Lippen. "Entschuldige", sie entschuldigte sich für die Bremsung, die sicherlich nicht angenehm war, bevor sie wieder aufs Gas drückte und los fuhr.

      Sie fuhr auf das bekannte Gelände und bremste ein wenig, als der Waldboden zu spüren war. Die Jungs warteten schon, selbst Mike war draußen und seufzte zufrieden, als er den Wagen erblickte. Kamila schaltete den Wagen ab und stieg aus, sie widmete sich noch den Sachen, die auf den Rücksitzen lagen, das ganze Geld landete in dem Beutel, den sie mitgenommen hatte.
      "Geht es euch gut?", fragte Mike und wollte sich vergewissern, dass Kamila nichts war, aber sie knallte stattdessen die Tür zu und lief an Mike vorbei. "Kamila?!", rief er ihr nach, aber sie drehte sich nicht um. "Hallo?!". "Leck mich, Mike!". Sie lief wütend in das Haus hinein, knallte die erste Tür zu, oben die zweite hinter sich, bevor ihre Hand den Schlüssel im Schloss umdrehte, damit niemand auf die Idee kam sie zu nerven. Der Sack landete in einer Ecke, ihre Klamotten gleich hinterher, ihr Körper unter der Dusche, unter welche sie sich hinsetzte, um mit dem Wasser ihre mögliche Wut und die Gedanken auszuspülen. Sie war geladen und sollte am besten erst gar nicht gezündet werden. Das Wasser sollte einfach alles mit sich spülen..
      Währenddessen blickte Mike ihr nach und runzelte die Stirn, er sah zu Anthony, um ihn mit einem Blick zu fragen, was vorgefallen sei. Ihnen ging es doch gut, oder nicht?

      //Wenn ich zu schnell gesprungen bin, sag bescheid! //
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lucy-chan ()

    • Sie war still gewesen, es war eigentlich so, als hätte er es erst gar nicht angesprochen. Er nahm es jedoch so hin, er ging nicht weiter darauf ein und versuchte die Brünette nicht bei ihren Gedankengängen zu stören, falls diese denn gerade um dieses Thema gingen. Die Stille endete jedoch unerwartet mit der Vollbremsung und er war gerade kurz am denken, dass sie wieder die Polizei vor sich hatten oder irgendeine Sperrung, die ihr Vorhaben stören könnte. Doch als er genau hinsah, erkannte er nichts. Deswegen blickte er einfach weiter nach vorne, denn er wollte nicht zu Kamila sehen, die Bremsung hatte wohl ihren Grund gehabt. Anthony fragte aber nicht nach, er wusste doch genau, weswegen diese Bremsung war. Kurz biss er die Zähne zusammen, blickte aus dem Augenwinkel zu ihr, ob es ihr denn wirklich gut ginge. Kamila kam ihm jedoch entgegen, entschuldigte sich für die Bremsung und blieb weiterhin wie in diesem Moment gewohnt still, fuhr einfach weiter. Der ehemalige Wärter blickte danach nur noch aus dem Seitenfenster hinaus, es war vielleicht ein ziemlich großer Fehler gewesen, es ihr zu erzählen, doch damit konnte er sich nur selbst schützen. Die Brünette würde keine Beziehung eingehen, das war klar, das sollte auch langsam seinem Körper klar werden. Er sollte aufhören, sich nach ihr zu sehen, drohen, einen Herzinfarkt zu erleiden, wenn sie ihm Nahe kam und schon lange hätte er damit aufhören müssen, sie überhaupt anzusehen. Schon zuvor hätte er damit beginnen sollen, einfach alles zu blockieren. Es war aber zu spät, er konnte nichts mehr ändern, er wollte es aber auch gar nicht.

      Als sie wieder auf dem bekannten Gelände ankamen und das Auto geparkt wurde, begann dann Kamila die ganze Stille zu brechen. Der Blonde war schon am aussteigen und erblickte damit die Horde von Männern besser, die auf ihre Ankunft warteten. Kamila war jedoch aufgebracht, hatte völliges Desinteresse was die anderen Männer anging und die Sorgen von Mike, sie nahm den Fluchtweg, den sie bis gerade nicht hatte. Denn irgendwie hatte er es dann doch genauso gemacht, wie er es überhaupt gar nicht wollte. Anthony sah sich das Theater der Beiden an, während er langsam die Autotür ins Schloss fallen ließ. Die Wut von Kamila war für alle nicht verständlich gewesen, auch er selbst blickte da nicht vollkommen durch warum sie so reagierte, aber er versuchte das gebrauchte Verständnis dafür aufzubringen. Als sie die Tür zuknallte, seufzte er nur und schloss für einen Moment die Augen, um nicht selbst noch falsch zu reagieren. Er lief gerade vom Auto weg, als er den fragenden Blick ihres Bruders erkannte. Kurz sah Anthony zur Seite, fragte sich, ob es sich lohnte darüber irgendwas zu erzählen. " Sie ist nur wegen mir wütend, das wird schon. ", erläuterte er die Sachlage nur knapp und sprach damit eher eine Hoffnung aus, denn sonst war er immer derjenige, der sie beruhigen konnte. Jetzt war sie wegen ihm wütend, da musste Mike dran. Danach wandte er sich den anderen Männer zu und sagte diesen, sie sollen lieber leise bleiben, um sie nicht noch wütender zu machen. Der Blonde schnaubte nur noch und spannte den Kiefer an, bevor er sich wieder im Wald zum Trainingsplatz verzog. Er würde wieder trainieren, was anderes würde ihn wahrscheinlich nicht so schnell auf andere Gedanken bringen, doch womöglich würde es morgen der Strip Club tun.
    • Kamila Kayla Redstone
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      So wirklich verständlich war es für Mike nicht, was ihm der Blonde da erzählte, aber es musste etwas vorgefallen sein, sonst würde seine Schwester nicht so wütend ins Haus rennen. Der Mann hatte eine Vorahnung, aber er sprach sie nicht aus, er würde schon sehen, wenn sie mit ihm reden wollte.

      Kamila konnte gar nicht sagen, wie lange sie sich unter der Dusche befand, aber es war lang genug, damit die Wut von ihr weichen konnte. Sie war mehr auf sich selbst wütend, als auch wirklich auf den ehemaligen Wärter, sie war enttäuscht von sich, dass sie sich wieder hat so weit treiben lassen. In den meisten Fällen war es ihr egal, was ihr gesagt wurde, es war ihr egal, dass wieder ein Mann seinen Kopf für sie verlor und sich Hals über Kopf verliebte, aber dieses Mal war es ihr definitiv nicht egal und das war das größte Problem. Anthony musste nicht viel sagen, es reichten sein Satz über die Gefühle.. Er hatte sich verliebt. Liebe.. Allein dieses Wort konnte Kamila nicht aussprechen, es war ihr fast schon fremd, oder sie wollte, dass es ihr fremd sei. Sie hatte sich geschworen ihre Gefühle nie mehr an einen Mann zu verlieren, nie mehr einem auch nur ihr Leben so anzuvertrauen, wie sie es gemacht und bereut hatte.
      Normalerweise gab es keinerlei Reaktion von ihr, wenn einer ihrer Männer meinte ihr die Liebe gestehen zu müssen, aber dieses Mal gab es eine gewaltige. Eine zu gewaltige. Das ging so nicht weiter, vor allem weil Kamila ganz genau wusste, was die Männer alle taten, wenn sie meinten, ihr Herz erobern zu können.. Keiner von ihnen hatte es bisher überlebt, deshalb auch ihr Spitzname. Deshalb auch ihr Ruf, dass sie Männer verschlingen würde. So wirklich war sich die Brünette nicht einmal sicher, was es war, was ihnen gefiel.. Ihr Aussehen empfand sie als nichts besonderes, vielleicht war es ihr Charakter? Die lockere und gleichzeitig strenge Art? Vielleicht ihre wenige Furcht und die Coolness, die sie mit sich bringen konnte.. Was es auch war, sie wollte nicht, dass es mit Anthony genauso passieren würde, es zog in der Brust, wenn sie daran dachte, was für eine Dummheit er machen könnte, um zu meinen ihre Gefühle damit zu wecken. Es war das schlimmste daran: Es kümmerte die Frau, was mit dem Mann passieren würde.. Und das durfte einfach nicht sein. Das würde alles noch komplizierter machen, als es bisher war.

      Kamila hatte sich irgendwann auch aus der Dusche erhoben und abgetrocknet, während sie in den Spiegel blickte und sich ansah. "Du bist erbärmlich", sprach sich die Frau selber zu und schüttelte den Kopf. "Er ist dein Untergang.. Also hör auf und reiß dich zusammen". Es waren harte Worte an sich selbst, aber sie bewirken nicht einmal ansatzweise das, was sich die Frau erhoffte. Mit einem Seufzen griff sie in ihrem Schlafzimmer zu etwas zum anziehen, bevor sie ihre nassen Haare irgendwie zusammenbund, der Pony verschwand aus ihrer Stirn, er landete oben bei den ganzen Haaren. Sie sammelte das auf, was sie in die Ecke geworfen hatte und mit den Einnahmen des Tages verschwand die Frau in ihrem Büro. Sie hatte drauf aufgepasst, niemanden von den drei Jungs auf dem Flur zu treffen, aber nicht einmal Mike stand vor ihrer Tür, von dem sie es eigentlich erwartet hätte.
      Die Einnahmen landeten auf ihren Schreibtisch, Kamila griff in eine der Schubladen und nahm sich eine kleine Tüte heraus, mit der sie sich auf das Sofa warf, welches an dem Kaffeetisch neben zwei Sesseln stand. Es gab einen Fernseher auf der anderen Seite des Zimmers, mit einem Klick auf die Fernbedienung wurde er angemacht, ihr erster Blick glitt dahin und musterte, was zu sehen war. Ein romantischer Film lief, aber bevor sie umschalten würde drehte sich Kamila einen Joint, den sie auch locker zwischen ihre Lippen legte und sich anzündete. Die brauchte was zum runterkommen, selbst wenn die Wut mehr auf sich selbst lag war es einfach zu gefährlich, jetzt weiter über Anthonys Worte zu denken und sich weiter damit zu beschäftigen. Das würde die Frau morgen machen, wenn sie runter gekommen war, bis dahin würde sie das Fernsehen und ihren Joint genießen. Was anderes blieb ihr nicht übrig.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Anthony hatte sich nicht mehr darum gekümmert, was jetzt mit dem Auto geschehen würde oder wie sich die Männer im Haus benehmen werden, das konnten sich die Anderen antun, während er sich um sich selbst kümmerte. Er nannte zwar die Warnung, Kamila in Ruhe zu lassen und damit selbst etwas runterzuschrauben, um es der Brünetten zu vereinfachen, aber er war nicht die Nanny der Männer. Kamila sollte explodieren, wenn es schon die Möglichkeit dazu gab, vielleicht würde sie sich ja damit wieder beruhigen. Doch es war wohl eher zu erwarten, dass er irgendwie eine Rache bekommt, seine Bonusse würden verschwinden oder Sonstiges, so dachte er zumindest. Denn die seltsame Reaktion konnte alles bedeuten, sie konnte überfordert gewesen sein, vielleicht war sie auch einfach nur genervt, da er ihr zuvor sagte, er seie nur auf One Night Stands aus. Menschen ändern sich jedoch schneller als gedacht, er hatte sich selbst mit diesen Gefühlen überrascht. Er wollte alles nicht, er hatte schon lange aufgegeben irgendwie nach einer Frau an seiner Seite zu suchen, damit sparte er sich einiges an Zeit und Nerven. Bei Kamila war es aber anders. Er hatte sie gefunden, wobei er gar nicht am suchen war. Es hatte sich einfach so herausgestellt, als sein Herz sich wegen der Zufriedenheit wieder begann zu öffnen.
      Im Wald sah er sich eher weniger um, seinen Blick hielt er starr auf den Weg vor ihn, bis er den Trainingsplatz erreichte. Ob sich die Brünette wieder auf dem Steg befand oder nicht, heute würde er es auslassen. Heute würde er den Kontakt meiden, sie am besten nicht mehr ansehen, denn sie schien von seinen Gefühlen entsetzt zu sein. Vor der Trainingspuppe blieb er stehen und schnaubte kurz, hielt seine Hand nur schwach zur Faust und drückte eher sanft gegen die Puppe, bevor er mit der nächsten Sekunde voller Kraft gegen die Brust dieser Trainingspuppe schlug. Damit begann es dann, dass er seine eigene Wut hinaus ließ. Egal wie weit ihm sein Schuldgefühl einblößen wollte, er hätte einfach weiter so machen können und damit Kamila wenigstens in seiner Nähe haben zu können, so steif war sein eigener Gedanke, dass es trotzdem das Richtige war. Er knickte nicht ein, nur weil es eine wirklich andere negative Reaktion war, als er es vielleicht erst dachte. Aber er war nicht so weit, dass er wieder auf die Knie fallen würde, damit er Kamilas Spielzeug sein durfte. Sie sagte ihm vieles darüber, ihr Ruf hatte sich bei den höher positionierten Männern sofort ausgewirkt, dass er von ihr verführt wurde oder das sie ein neues Spielzeug hätte.
      Lange hielt das mit den Schlägen nicht aus, er hatte zwar immernoch seine Gedanken im Kopf gehabt, doch er war bereits erschöpft. Er wollte sich nicht wegen dem Richtigen die Fäuste zerbrechen, nur weil er schon seinen Kopf mit dem denken zerbrach. Alles war in Ordnung, es lief nur etwas aus dem Ruder. Morgen könnten sie wieder beginnen, auf einer geschäftlichen Basis, wenn bei seiner Beichte denn auch ihre Freundschaft flöten ging. Der Blonde trat langsam aus dem Wald hinaus und war geradewegs in das Haus gelaufen, um sich sofort aufs Ohr zu hauen. Zwar standen ihm seine Gedanken im Weg, aber als er diese langsam in den Hintergrund schob, konnte er gut einschlafen.

      Am nächsten Tag brachten ihn die Sonnenstrohlen dazu, endlich die Augen zu öffnen. Dies bereute er jedoch mit der Helligkeit, weswegen er sich nur grummelnd weg drehte und liegen blieb. Am Morgen hatte er nicht viel vor, er würde Luke bis zum Abend in Ruhe lassen, damit er genug Kraft tanken konnte, um dann erst bei der Dame richtig loszulegen. Bis dahin sollte er aber auch Elias erwischen, der doch hoffentlich sofort mit seiner schlechten Laune beginnt. Es wäre aber nicht schlimm, denn dann würde er einfach alleine mit ihm gehen oder ein paar der Männer mitnehmen, betrunken hatte Anthony nämlich nicht vor, Auto zu fahren. Das würde sich aber mit den nächsten Stunden zeigen, wer Interesse und die Zeit dazu hatte. Jetzt ging er jedoch erst duschen und zog sich frische Sachen an, damit er unten nach dem weiteren Ablauf fragen konnte. Elias war bisher sowieso immer später wach geworden, da konnte er auch etwas anderes vorschieben. Zögernd lief er die Treppen hinunter, schnappte sich unten angekommen sofort einen Apfel, bevor er zu dem Geschwisterpaar blickte. Diesen nickte er zuvor zum Morgen kurz zu, bevor er dann mit einer Frage fortfuhr. " Hat Antoin eine Schablone für den Drachen, oder muss ich ihm die mitbringen? "
    • Kamila Kayla Redstone
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      "Seit wann nimmst du wieder Drogen?", es war keine nette Begrüßung an diesem Morgen, die sie von ihrem Bruder bekam. Kamila seufzte leise, sie hatte Hunger, wahnsinnig Hunger, wie immer, wenn sie zu einem Joint griff. "Wie kommst du jetzt auf diesen Scheiß?", entgegnete sie zurück, versuchte genervt zu klingen, aber sie war gut drauf. Sie hatte gestern noch zu Ende geraucht und sich das Programm im Fernsehen angeguckt, die Laune war gestiegen und die Wut gewichen. Der Joint hatte sie beruhigt gehabt, es hatte ihr die Kraft gegeben am nächsten Tag Anthony in die Augen zu blicken und ihm nicht den Kopf abzureißen. Sie wollte ihn ja nicht wirklich töten und sie wollte ihm auch nicht etwas antun müssen, aber sie wollte zu gerne seine Gefühle aus dem Kopf schlagen um weiterhin so machen zu können, wie bisher. Kamila wollte diese Spannung wieder spüren, dieses Knistern zwischen ihnen.. Sie wollte auch die lockere Atmosphäre wieder haben und nicht nur das, was jetzt vermutlich folgen würde. Sie würde strenger werden müssen, ihre Position halten und Anthony in die Schranken weisen.
      "Du bist hier her geschlendert, als wüsstest du nicht mehr weiter.. Nimmst die doppelte Portion Müsli, das heißt du hast Hunger.. Und du hast mich nicht genervt angesehen, als ich dir die Frage gestellt habe..",erklärte Mike, woraufhin die Brünette ihre Augenbraue hob. Mike verdrehte die Augen. "Man roch es deutlich". Daraufhin seufzte Kamila wieder schwer und schüttelte ihren Kopf. "Ich bin alt genug, Mike.. Mit siebenundzwanzig Jahren kann ich sagen, dass ich selbst gut weiß und bestimmen kann, was ich vertrage und was nicht.. Deshalb sollte es dich nicht interessieren, was ich nehme oder rauche". Mit einer vollen Schüssel Müsli begab sich die Frau in das Esszimmer, in welchem sie sich auf ihrem Platz gemütlich machte und den ersten Löffel mit Obst und Müsli in den Mund nahm.
      "Du wirst jetzt aber nicht wieder abrutschen, oder?". Er war recht vorsichtig, versuchte etwas herauszufinden, ohne dabei zu aufdringlich zu sein. Der Mann ließ sich auf seinem Platz nieder. "Keine Angst, ich musste mich nur beruhigen". Kamila blickte kurz zu ihrem Bruder, sie sah deutlich entspannter im Gesicht aus, als sie es noch gestern war, der Joint wirkte einfach noch immer und ließ sie sich gar nicht weiter aufregen, sie war die Ruhe in Person. "Ist der Blonde wieder daran schuld?", Mike hob seine Augenbraue, woraufhin seine Schwester wieder seufzte und ihren Kopf hängen ließ. "Er hat mir seine Gefühle gestanden.. Oder es jedenfalls vor..ich ließ ihn gar nicht weiter sprechen". Einen Moment lang behielt sie den Kopf so, dann nahm die Frau noch einen Löffel Müsli in den Mund, während ihr Bruder die Stirn runzelte. Er sagte nichts, aß sein Brot einfach, ein Kommentar dazu war einfach nicht richtig, wie er es fand.
      Kamila nahm sich die Zeitung und wollte reinsehen, da hörte sie Schritte von oben und ihre Brust zog sich wieder zusammen. Sie sah dennoch auf, als Anthony zu sprechen begann und ihre grünen Augen leuchteten durch das Gerauchte noch viel mehr. Über seine Frage schmunzelte sie kurz. "Er braucht dafür keine Schablone.. Er braucht auch keine Vorlage.. Sag ihm nur, dass es mein Drache werden soll, das reicht". Ihre Brust zog sich noch enger zusammen, während sie ihn ansah und musterte, aber auch wenn ihre Mundwinkel zuckten und sie Lächeln musste, sah sie wieder zu ihrer Zeitung und schluckte schwer. Es war nicht einfach, vor allem da sie das Gefühl hatte, dass es sich durch die Drogen nur noch stärker anfühlte.
      "Ich kann dir aber meinen Mercedes nicht geben.. Wenn du wartest, bis ich aufgegessen habe kriegst du noch irgendein der anderen Fahrzeuge". Sie blickte für einen Moment auf, um ihn noch einmal anzusehen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

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    • Während er seine Frage stellte, blickte er zu Kamila und musterte diese. Sie schien sich von ihrer Kurzschlussreaktion beruhigt zu haben, sie sah sogar zufrieden aus, aber wer wüsste, warum es denn so war. Gestern war sie wirklich noch aufgebracht gewesen, doch er wollte sich nicht noch weiter damit beschäftigen und deswegen grübeln, solange jetzt wieder alles in Ordnung zu sein scheint und sie ihm normal antworten konnte, ohne irgendwie den Augenkontakt vermeiden zu wollen oder seine Existenz zu missachten. Er war überrascht, als sie wirklich antwortete, denn er dachte, es hätte Mike für sie übernommen. Den Blickt hatte er auch kurz zu ihrem Bruder gewandt, aber er war ruhig und hatte sich damit lieber wieder auf Kamila konzentriert. Antoin würde wohl wissen, was er zu tätowieren hat, wenn er es nur sagen wird. Er nickte bestätigend, auf der Autofahrt würde er jedoch nochmal über die Körperstelle nachdenken. Er hatte bereits etwas im Kopf gehabt, doch war er auch schon am planen, wo seine nächsten Tattoos hingehörten. Mit Absprache von dem französischen Tätowierer lässt sich sicherlich viel machen, damit konnte auch der Blonde sich mehr vorstellen. Regeln zu den Tattoos gab es scheinbar nicht, so sah es zumindest aus, weswegen er es wohl überall stechen lassen konnte, wo er möchte. Es müsste aber an einer praktischen Stelle sein, denn es wirklich das Ticket für jegliche Dinge sein wird, so sollte er nicht nochmal kurz die komplette Hose hochkrempeln müssen. Die Brünette sprach auch sofort das Auto an, weswegen er wieder kurz nickte. Dann wird er wohl warten, gerade hatte er aber auch gar nicht viel vor gehabt. Er würde nur noch in seinem Zimmer verschwinden und dort wieder ein paar Sportübungen machen, da er am Abend schon was anderes vor hatte. Kamila würde er schon noch an den Schritten hören, damit er ihr nicht noch die Arbeit macht, ihn zu suchen. " Ich werde das Auto dann wahrscheinlich auch abends nehmen, wegen der Flachzange. ", meldete er auch sein nächstes Vorhaben,
      Anthony hatte noch für einen Moment seinen Blick auf Kamila gehabt, sah sich ihre Augen an, wobei die grüne Farbe herausstach. Lange machte er das dann aber nicht mehr, er drehte sich nur noch weg und lief wieder die Treppenstufen hinauf. Später würde auch Elias aufwachen und diesen konnte er direkt nach einem guten Stripclub fragen, er hatte wohl einiges an Erfahrung. Sie hatten wohl alle keinerlei Interesse an etwas festes gehabt, bei Mike konnte er es sich auch nicht wirklich vorstellen, auch wenn er nicht wirklich viel Zeit mit ihm verbrachte. Sie wären mit dieser Meinung wohl zu viert gewesen, wenn sich Anthonys Körper nicht ganz spontan dagegen entschied. Oben angekomen lief er den Flur zu seinem Zimmer entlang und stieß die Tür auf, da diese breits zu einem Spalt geöffnet war. Er atmete kurz durch, seine Gefühle konnten sich wohl zusammenreißen, solange er sich auf sein Vorhaben fokussierte. Kamila hatte ihn wohl mit ihrer Reaktion auch ein wenig abgeschreckt, was ihn auch etwas runterschrauben ließ. Für einen Moment sah er aus dem Fenster und sah sich den Himmel an, bevor er sich auf den Boden setzte und langsam damit begann, sich fit zu halten.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Sie hielt den Blick aufrecht für den Moment, in welchem sie in seine Augen blicken konnte. "Klar..",antwortete sie zu dem Vorhaben, er würde den Wagen auch noch Abends benutzen, um mit der Flachzange in einen der StripClubs zu fahren. "Tanke es nur bitte". Kaum war das ausgesprochen, schon wandt sich der Mann um und ging, woraufhin seine Chefin breit grinsen musste. Sie wollte sogar fast schon lachen, aber es wäre unhöflich gewesen und das war ihr in diesem Moment, nachdem sie den Joint geraucht hatte, sehr wichtig. Mit einem Kopfschütteln widmete sie sich auch schon der Schüssel vor sich und dem Müsli, ihr Bruder sah sie ein wenig irritiert an. "Was ist?", fragte er sie und legte dafür sogar die Zeitung weg. Kamila schüttelte den Kopf ein wenig weiter, sie sah zu ihrem Bruder hoch. "Irgendwie.. Ist er doch ein wenig süß". Mike seufzte, aber er schmunzelte selbst und widmete sich seiner Zeitung, ihm fiel aber doch noch etwas auf, was er fragen wollte.
      "Wo wollen die beiden den Abends hin?", er legte die Zeitung weg, um sich die andere zu schnappen, die seine Schwester nicht angefasst hatte. Sie wollte sich ihren Handy lieber widmen und ihre Nachrichten überprüfen. "Ich kam auf die Idee, Luke in einen StripClub mitzunehmen, um ihm eine Frau diese Nacht zu schenken". Es war eine eher beiläufige Antwort, da die Brünette mit ihrem Handy abgelenkt war, außerdem gab sie diesem Thema nicht sehr viel Aufmerksamkeit, da sich ihre Gedanken eher mit Anthony beschäftigten. Warum war er einfach so gegangen? Warum konnte er nicht noch etwas sagen, bevor er gegangen war? Was hat sie dieses Mal falsch gemacht?
      "StripClub? Keine so falsche Idee", stimmte Mike zu und öffnete die Zeitung in den Händen, er wollte sich den Artikel durchlesen über einen Brand eines ihm bekannten Wettbüro. Er runzelte die Stirn. "Ich kann ja mitkommen". Daraufhin lachte Kamila kurz. "Du und ein StripClub? Das will ich sehen".

      Eine gute Stunde saßen die beiden noch unten, bevor Kamila sich erhob und den Weg nach oben nahm. Sie wollte sich umziehen, dem Blonden einen Fahrzeug geben und das Geld verteilen, welches sie mit ihm eingesammelt hatte. Das könnte ihre Gedanken vielleicht etwas ordnen, ein wenig dämmen, vielleicht würde sie aber auch noch etwas rauchen, um runter zu kommen.
      Sie kam an dem Zimmer des ehemaligen Wärters vorbei und blieb stehen, aber bevor sie dort klopfen würde, um mit dem Mann zu reden würde sie sich lieber die Hand abschneiden, weshalb ihre Füße sie zu ihrem Büro führten, um nach dem Schlüssel zu gucken, es gab ja nicht nur den Transporter und ihren Mercedes, es gab ja auch noch ein paar andere Fahrzeuge, die sie vorweisen konnte. Geduldig wartete die Frau hinter ihrem Schreibtsich, bis Anthony auftauchen würde und widmete sich dem Zählen des Geldes, welches auf ihrem Schreibtsich in einem Sack lag.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Mit der nächsten Bewegung, die er dem Hochziehen seines Oberkörpers widmete, blickte er zur geschlossenen Zimmertür. Er hörte Schritte auf dem Flur, sie waren eher leichtfüßiger und wahrscheinlich nicht so laut als wenn Elias den Flur entlang laufen würde, weswegen er auf Kamila tippte. Ihre Schritte stoppten, sie war wahrscheinlich schon an ihrem Zimmer angekommen, doch nach wenigen Sekunden konnte er diese wieder hören. Der Blonde runzelte kurz die Stirn, schüttelte danach jedoch nur den Kopf und machte die wenigen weiteren Sit-Ups, um auf eine gerade Zahl zu kommen. Mit dem letzten Hochziehen blieb er einfach sitzen und stand langsam auf, um bei Kamila den Autoschlüssel zu holen. Vielleicht würde sie ihm ja auch einige Regeln aufstellten, sonst würde er bezüglich des Tattoos einfach nach den Vorschriften nachfragen. Antoin könnte diese ja vielleicht auch wissen, doch da war er sich nicht sicher, er stach die Tattoos ja nur. Da war es ihm lieber bei der Chefin persönlich nachzufragen, auch wenn die momentane Situation mehr als unpassend war.
      Nachdem er sich wieder die Haare richtete und etwas für Ordnung im Zimmer sorgte, lief er schließlich aus seinem Schlafzimmer hinaus. Er sah sich erst um, ob er nicht sofort erraten konnte, wo sie gerade steckte, doch er würde sie vermutlich in ihrem Büro auffinden. Seinen Blick schenkte er kurz der Tür von Elias, doch diesen wollte er noch nicht stören. Als er ihr Büro erreichte, klopfte er für einen Moment, bevor er die Klinke herunter drückte und in ihr Büro eintrat. Solange er nicht zu sehen war, schluckte er nochmal schwer, denn jetzt wären die Beiden wohl wieder alleine in einem Raum. Doch zuvor war sie zufrieden gewesen, was sich hoffentlich auch bis jetzt hinzog. Viel musste er wohl nicht darüber sagen, warum er hier war, sie hatten es ja abgesprochen. Deswegen hatte er einfach seine nächste Frage eröffnet, auch wenn sein Kopf gerade eher mit Kamila beschäftigt war. Warum reagierte sie denn gestern so, war er überhaupt gar nicht ihr Typ? Diese Frage verdrängte er einfach, denn es ging um etwas anderes. " Hast du irgendwelche Vorschriften für das Tattoo? ", fragte er nun nach und sah ihr in die Augen. Die Spannung war anders gewesen, wenn sie denn üerhaupt exestierte. Anthony war nur damit beschäftigt, sich nichts anmerken zu lassen, irgendwie mit ihr normal sprechen zu können. Möglicherweise war es wirklich keine gute Idee gewesen, ihr die Liebe zu gestehen, aber so war und wird es besser sein. Er würde sich nur bei den Versuchen lächerlich machen, sich irgendwie selbst dabei anzulügen, dass er selbst nur mit Kamila One Night Stands haben will. Kamila konnte er dabei nicht umstimmen und das Thema wollte er gar nicht ansprechen, keine Antwort war auch eine Antwort gewesen.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Es war einiges zusammengekommen, vor allem auch das, was die Männer aus dem Wettbüro mitgenommen haben, bevor sie dieses verlassen haben. Es waren hauptsächlich Uhren oder andere Schmuckstücke, die man mit Sicherheit gut verkaufen konnte, aber damit hielt sich die Frau gar nicht lange auf, sie legte lieber ihr Geld zur Seite, welches sie aus dem kubanischen Restaurant und aus dem Tattoostudio hatte, widmete sich dann den Einnahmen, die aus den restlichen Lokalen stammen. Bei der Hälfte war sie angekommen, da klopfte es an ihrer Tür und jemand bestimmtes trat herein. Kamila sah auf, als sie für Tür wieder zugehen hörte und musterte den Blonden vor sich. Lange musste sie auf seine Frage nicht warten, er fragte nach Vorschriften für das Tattoo, woraufhin die Brünette schmunzelte. Sie lehnte sich zurück, ließ das Geld für einen Moment zurück, ihre Augen glitten noch einmal über den Mann. "Es ist dein Körper und deine Entscheidung.. So etwas schreibe ich nicht vor.. Es muss nur für die anderen erkennbar sein, dass du zu mir gehörst, mehr ist es auch nicht.. Wie du es letztendlich noch dekorieren und verpacken lässt und wohin du es dir stichst ist deine Freiheit". Für einen Moment fand die Frau es sogar relativ süß, dass Anthony solche Gedanken plagten, aber sie wusste auch, dass ihn ganz andere Gedanken plagten. Die Wirkung des Joints ließ deutlich nach, auch ihre Gedanken kamen wieder hoch, die mit ihm zu tun hatten. Sie würde früher oder später ein Gespräch mit dem Mann führen müssen, ihr war es lieber es hinter sich zu haben, als es länger hinauszuzögern. Kamila seufzte, sie griff nach einem Stift auf ihrem Schreibtisch, um es in ihren Fingern zu halten. Sie wollte damit ihre Finger ein wenig besänftigen, die Unruhe, die sie in ihrer Brust spürte etwas dämpfen, sie drehte den Stift in ihren Händen, dann blickte sie wieder zu dem Mann. "Wir müssen reden". Mit den Worten deutete sie auch an, dass er sich ruhig setzen konnte, um nicht einfach nur im Raum blöd zu stehen. Es würde keine leichte Nummer werden, ihm jetzt alles zu vermitteln, ohne sich selbst dabei ein Bein zu stellen.
      "Ich mag dich Anthony..",fing sie an und versuchte seinen Blick mit ihrem einzufangen. "Ich mag dich wirklich.. Ich bin gern weniger streng zu dir, weil du gar nicht so dumm im Kopf bist, wie es einige andere hier sind.. Du bist zwar noch am Anfang, aber ich bin mir sicher, dass du es weit schaffst.. Aber..", sie seufzte kurz. "Ich kann mich nicht binden.. Das.. Will ich glaube ich auch gar nicht.. Ich bin für eine Beziehung gemacht und an den Scheiß.. Wie Liebe und Ergebenheit glaube ich einfach nicht.. Ich bin einfach nur auf Bettgeschichten aus.. Und so leid es mir tut, ich kann dir nicht mehr anbieten..". Sie schüttelte sanft den Kopf und ließ ihn hängen. " Ich sag es dir auch nur.. Weil die meisten Männer in deiner Situation.. Schnell dazu neigten Dummheiten zu machen, was ihnen das Leben kostete und ich würde gerne meinen dritten Mann noch ein wenig behalten.. Mach also bitte keine Dummheiten.. Mich kann man nicht beeindrucken, es haben schon einige viele vor dir versucht..".
      Ihre grünen Augen sahen wieder zu ihm, um eine Reaktion auf ihre Gesagtes zu sehen. Irgendetwas musste er ihr doch zeigen.. Ein Zeichen geben, dass es alles verständlich war, oder dass er es so gar nicht wollte. " Tut mir leid, für meine harte Reaktion gestern". Es war wahnsinnig professionell, und irgendwie war Kamila auch stolz auf sich, es so geschafft zu haben, selbst wenn es ihr Übel wurde und sie am liebsten ihr Frühstück wieder brechen würde.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Ihre Worte bedeuteten zusammengefasst, dass es keine Regeln für das Tattoo gab. Das hatte er mit den Beispielen deutlich verstanden, weswegen er kurz nickte. Damit war er auch wieder still geblieben, denn er hatte nichts weiteres zu fragen oder zu besprechen. Deswegen wartete er einfach auf die Autoschlüssel, um mit dem Tätowierer alles abzusprechen und möglicherweise es direkt zu stechen, falls er die Zeit dazu hat. Heute war schließlich wieder ein ruhiger Tag für den Blonden gewesen, zumindest war er es im Moment. Kamila hatte auch keine Absprache gehalten oder ihm den nächsten Termin gesagt, sie war wohl auch damit einverstanden, dass er sich das Tattoo stechen lässt. Sonst sollte sie ihm einfach schreiben oder ihn anrufen, sich irgendwie bemerkbar machen, dann würde er schon wieder kommen. Aber sie wollte ihn vermutlich nicht in ihrer Nähe haben, es war wohl verständlich, denn auch er hatte wieder das Gefühl, unbedingt auf Abstand gehen zu müssen. Doch das wird nicht klappen, das weiß er schon im Vorfeld. Sie sollten sich einfach normal gegenüber dem Anderen verhalten können, auch wenn die Zeit erst die unangenehme Situation heilen muss.
      Er erkannte wieder, wie seine Gedanken abdrifteten, obwohl er doch noch vor einigen Sekunden über das Tattoo sprach und sich wieder diesbezüglich Gedanken machte, da er noch keine feste Stelle hatte. Sie schlich sich wieder in seinen Kopf und blieb dort, bis Kamila ihn dort mit ihren Worten herauszog.
      Ihre Worte bedeuteten nichts gutes, das tat dieser Satz doch nie, ihre Stimme strahlte eine gewisse Ernsthaftigkeit aus, weswegen er kurz die Brünette fragend musterte, sich aber letztendlich doch auf ihre Deutung hin hinsetzte. Er verschränkte seine Arme ineinander, lehnte sich etwas zurück, während er sie musterte. Irgendwas plagte sie wohl und sie hatte dabei nicht wirklich weiterhin darauf gewartet, mit ihrer Sorge zu beginnen. Es ging um sein halbes Geständnis gestern, was sie innerhalb weniger Minuten einfach abbrach. Ihr erster Satz meldete schon eine Ablehnung seiner Gefühle an, weswegen er innerlich mit seinen Augen rollte. Das wusste er bereits, auch wenn sie bis jetzt kein wirkliches Wort dazu sagte. Anthony hatte den Drang, sie davon abzuhalten weiter zu reden, denn damit konnte er Beiden das Gespräch ersparen. Er wollte es selbst nicht, auch wenn es trotzdem entstand. Viel konnte er nicht gegen tun, das war ja auch der Grund, warum er es ihr sagte. Es passierte, damit versuchte er sich selbst abzufinden. Weiter hörte er ihren Worten zu, behielt dabei seinen Blick auf ihre Augen, da sie den Augenkontakt wünschte. Seine Gesichtszüge wiesen aber nicht auf, als wäre er gerade abwesend oder am träumen gewesen. Als der klare Teil ihrer Aussage gesagt wurde, begann sie mit ihren Erfahrung von den anderen Männern, die es auch schon bei ihr versuchten. Gerade konnte er deswegen aber nur kotzen, er wollte nicht einer der anderen werden. Er wusste auch gar nicht, wie er Dummheiten anstellen könnte, aber er nahm es einfach hin. Für Fragen war keine Zeit, er wollte gerade auch einfach raus.
      Als sie zu Ende sprach, blieb sein Gesichtsausdruck weiterhin starr, als hätte er gar nicht zugehört. Der Fall war es aber nicht, weswegen er nicht lange darauf wartete, auf ihre Aussage zu reagieren.
      Der Blonde sah kurz weg und setzte sich wieder gerade auf den Stuhl, bevor er wirklich zu sprechen begann. Ihre Entschuldigung aufgrund ihrer seltsamen Reaktion gestern ignorierte er, da er immernoch nicht verstand, wie sie darauf kam. Er baute wieder den Augenkontakt auf und sah sie ernst an, auch wenn er sich damit nur selbst die Kehle zuschnürte. " Ich will selber keine Beziehung, es war nur eine Klarstellung.. ", erklärte er sich selbst, aber es klang wohl als wäre er beleidigt gewesen, weswegen er kurz seufzte und die Augen schloss. " Mir ist klar, dass daraus nichts wird. Ich kann dir nicht versprechen, ob ich nicht die ein oder andere Dummheit mache, aber wenn, dann zumindest nicht, um dich zu beeindrucken.. Ich brauch nur eine geschäftliche Basis, damit wir in Ruhe arbeiten können. " Die Dummheiten werden wohl passieren können, weil er sonst den Ideen von Kamila folgte, nun hatte er aber nichts dergleichen gehabt. Wenn er sich einen neuen Freundschaftskreis aufbaut, könnten aber einige andere Ideen auftauchen, die er auch nicht ablehnen würde. Kurz atmete er aus, sah ihr wieder in die Augen. Er wollte nicht wirklich darüber reden, er war ja selbst überrascht darüber, dass sowas überhaupt noch bei ihm passieren kann. Außerdem fühlte es sich so an, als wäre seine Ehre verletzt, die er sonst immer großzügig beschützte. " Aber wenn das jetzt geklärt ist.. ", begann er endlich wieder das Thema zu wechseln, " ..brauche ich die Autoschlüssel, damit ich fahren und gleich noch mit Elias sprechen kann. "
    • Kamila Kayla Redstone
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      Wenn sie ehrlich zu sich war, dann wusste Kamila nicht, was sie mehr überraschte: die Tatsache, dass sie sich so qah sinnig ähnelten, oder die, dass es einen seltsamen Stich in ihrer Brust zu spüren war, als Anthony sagte, dass er keine Beziehung mit ihr haben will. Die Worte, dass es nichts aus ihnen werden würde waren noch viel härter, als sie eigentlich sein sollten. Die Brünette hatte in ihrem Leben schon einige Anträge bekommen und vor allem auch Liebeserklärungen, einige der Männer waren der Meinung sie umstimmen zu können, sie vielleicht dazu zu bringen, ihre versteckten Gefühle zu offenbaren, das Problem daran war nur, dass die Wahrheit in ihr ziemlich hässlich war. Es war nicht nur ihre Ablehnung gegenüber des anderen Geschlechts, es war auch ihre Ablehnung gegenüber sich selbst und dem, was sich hinter Kamila verbarg. Die Wahrheit über sie war hässlich, sie würde einige abschrecken und vor allem jemanden wie Anthony, der scheinbar noch nie etwas wirklich schlechtes in seinem Leben erlebt hatte.
      Die Frau hatte ihn studiert, sich in ihrer freien Zeit damit beschäftigt, wer er war und was er getan hat, aber sie hatte nicht den Eindruck, als würde er es sonderlich schwer im Leben gehabt haben, er war ihr so ähnlich, aber gleichzeitig war er jemand komplett anderes. Der Grund dafür, dass eine Beziehung zwischen ihnen nicht funktionieren würde bestand einzig und allein in Kamila. Aber er würde es nicht erfahren und so gern sie ihn tatsächlich auch hatte, so schwierig gestaltete sich die geschäftliche Basis, aber damit würde die Frau klar kommen. [
      "Du kriegst deine geschäftliche Basis", nickte sie dem zu und versuchte auch nur eine Regung in seinem Gesicht zu erkennen. Das Gespräch war ihr wichtig gewesen, auch wenn es ihm vielleicht schwer fiel darüber zu reden, vielleicht störte es ihn auch, Kamila brauchte das, um einfach alles klar zu stellen. Sie konnte ihm jetzt das geben, was er brauchte: Abstand.
      Anthony wollte den Abstand auch gleich einlösen und forderte die Autoschlüssel, aber seine Chefin sah ihn einen Moment einfach an. Sie drehte den Kugelschreiber in ihren Händen, versuchte etwas in seinem Gesicht zu erkennen, während ihr Kopf arbeitete und sie leicht mit dem Kiefer mahlte. Letztendlich lehnte sie sich vor, griff zu einer der Schubladen und warf dem Mann die Autoschlüssel zu, um sich ihrer Arbeit zu widmen. Geschäftliche Basis, kein Problem, krieg sie hin. Was anderes macht sie seit Jahren nicht mehr, und dieses komische Ziehen in ihrer Brust würde sie ignorieren können, auch kein Problem. Wenn es damit dem Blonden besser gehen wird, wird sie es gern haben und machte damit auch schon wieder eine Ausnahme, sie tat selten jemanden einen Gefallen, ohne etwas zu fordern.. Und sie sagt nie jemanden, dass sie ihn mag, während sie es wirklich ernst meint. So viele Ausnahmen, die der Mann in den letzten Tagen bekam..
      "Ah Anthony?", fragte Kamila doch noch und hob ihren Kopf, um zu ihm zu sehen. Sie hob ihre Augenbraue, musterte ihn kurz, deutete dann auf das Geld. "Ich mache diese scheiß Arbeit das erste und letzte Mal für dich, verstanden?". Geschäftliche Basis. Der Mann wird sich noch schnell wünschen, zurück zu ihrer früheren Basis zu gelangen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sie stimmte seiner Idee zu, einfach eine geschäftliche Basis zu haben, weswegen er erleichtert aufatmete. Er wusste, er könnte das schnell bereuen, denn er sah bereits wie sie sich verhielt wenn es um Geld ging, aber so konnte er sich nur selbst schützen. Wenn sie wohl ständig so mit ihm umgehen würde, dann könnte er sich schnell von seinen Gefühlen lösen. Damit würde sich sein Körper wieder runterschrauben, wenn denn seine Theorie stimmt. Doch es konnte nicht fehlschlagen, das darf es auch nicht. Ihr Blick auf ihn hielt ein wenig nachdem er nun nach dem Schlüssel fragte, weswegen er kurz am überlegen war, ob irgendwas an seiner Aussage falsch war oder er erst eine Bitte dransetzen muss, damit er die gewünschten Autoschlüssel bekam. Aber ihr Blick richtete sich dann weg, als sie in der Schublade nach dem Schlüssel griff und ihn diesen hinwarf. Die Schlüssel landeten in seiner Hand, als er diese ausstreckte. Kurz musterte er den Autoschlüssel und konnte sich damit schnell ablenken, er nickte nur noch ihr dankend zu. Er hatte endlich seine Fluchtmöglichkeit gehabt und damit wollte er sich schnell aus diesem Büro entziehen, damit das vorherige Gespräch nicht nochmal angesprochen werden konnte. So drehte er sich schließlich um, da er nichts mehr zu sagen hatte und auch Kamila keine Anzeichen darauf gab, dass sie noch etwas besprechen wollte. Mit seiner Hand an der Klinke, erhörte er jedoch wieder ihre Stimme, weswegen er über seine Schulter blickte, bevor er sich ein Stück wieder zu ihr drehte. Da fing schon das Geschäftliche an und sie sorgte sich nicht mehr darum, wie ihre Worte auf den Blonden wirkten. Mit ihrer Deutung auf das Geld, musterte er dieses für einen Moment. Damit drehte er sich dann wieder zu ihr, wobei seine Hand weiterhin auf der Klinke blieb. " Wirf das restliche Geld einfach auf mein Bett und ich kümmer mich später um den Rest, wenns dir so besser passt. ", antwortete er ihr nun, auch wenn ihre Worte ihn direkt ins Herz stachen. Aber er verdeckte dies, mit einem kurzen Schmunzeln und bevor er sich weg drehte und das Büro verließ, zwinkerte er ihr zu.
      Als er dann aus dem Raum war und die Tür hinter sich schloss, biss er bloß seine Zähne zusammen und schloss kurz seine Augen. Das Einzige was ihm gerade im Sinn kam war, wie blöd und was für ein Idiot er doch sei. Er hatte alles umgedreht und durcheinander gebracht, bis er sich mit dem schlechtesten geben musste. Ihre Worte waren dabei wie ein Pfeil im Herz, aber darum hatte er noch vor wenigen Momenten gebeten, warum fühlte es sich dann so scheiße an? So weiter wie es beim Strand war, konnte es nicht laufen. Damit wäre er in einer Zeitschleife gefangen, könnte sich niemals von ihr trennen, aber es fühlte sich defintiv besser an, als sich jetzt von der Brünetten distanzieren zu müssen. Auf ein Gespräch mit Elias hatte er kein Interesse mehr gehabt, er kümmerte sich nur noch darum, dass er aus die Treppenstufen hinauslief und aus dem Gebäude kommt. Mit einem kleinen Selbsthass lief er auf die Autos zu und sah sich nach dem geliehenen Auto um, als er dieses mit einem Knopfdruck öffnete. Danach stieg er ein, doch blieb er für einen Moment sitzen.
      Sein Kopf landete auf das Lenkrad, er achtete aber dadrauf, jetzt nicht noch auf die Hupe zu drücken. Er schloss seine Augen und schüttelte lachend den Kopf, denn es war nicht zu glauben, dass er sich trotzdem noch zu Kamila hingezogen fühlte. Es war wohl in einer Richtung falsch gewesen, sich dem hier anzuschließen. Es schien doch so, als war er alleine besser aufgehoben. Langsam erhob er seinen Kopf wieder und fuhr schließlich los, nachdem er sich wieder eingekriegt hatte. Er hatte gemischte Gefühle gehabt, so sah es auch in seinen Gedanken aus.
    • Kamila Kayla Redstone
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      Die Tür ging zu, woraufhin die Frau einige Momente abwartete, bevor sie laut seufzend den Kopf auf den Schreibtisch fallen ließ. Es war wahnsinnig anstrengend, obwohl es erst die ersten fünf Minuten waren, aber auf Dauer würde sie es so nicht aushalten können. Ja verdammt, sie mochte ihn, aber nein verdammt, sie würde ihm nicht sagen, dass sie ihn mochte und nur nichts von ihm wollte, weil sie zu verkorkst und kaputt sei, um sich jemals jemanden zu öffnen. Es gab wahnsinnig viele positive Gründe, den Mann mitzunehmen, aber nun merkte sie auch die schlechten Seiten dessen, ihn mitgenommen zu haben. Woher sollte sie aber wissen, dass sie sich doch ein wenig zu ihm hingezogen fühlen wird? Die Frau wusste nicht einmal, woher es kam und wie lange es überhaupt anhalten würde. Vielleicht würde es ja morgen schon ganz anders aussehen, als es jetzt aussah, viel länger würde es Kamila definitiv nicht aushalten.
      "Ich brauch nur eine geschäftliche Basis, damit wir in Ruhe arbeiten können", äffte sie den Mann nach und verdrehte die Augen. "Ich gebe dir deine scheiß geschäftliche Basis.. Bis du davon kotzen wirst". Es war ja nicht so, dass sie sie es böse meinte, okay vielleicht ein bisschen, sie musste sich irgendwie selbst schützen und davor bewahren, vielleicht einen Fehler zu begehen. Eine Beziehung einzugehen und sich seine Gefühle einzugestehen war einfach ein Fehler, einer, der sie den Kopf kosten könnte, oder vielleicht auch Anthony, je nachdem wie er es aufnehmen würde. Nun bestand auch die Sorge darin, er könnte tatsächlich eine Dummheit machen. Wenn Kamila jetzt schon ihren dritten Mann verlieren würde.. Es würde ein Verlust sein und es würde sie sehr aufregen, sie hat sich schon alles ausgemalt, wie sie es haben wollte, mit einem dritten Mann jetzt, aber auch diesen Verlust wird sie überstehen, wenn es nötig ist.

      Eine Stunde später war das Geld gut verteilt und Kamila mit diesem unterwegs, um es ihren Männern auszuteilen. Anthony und die Jungs konnten sich ihren Teil bei ihr abholen, wobei Mike seinen in die Hand bekam, er stand schließlich unten und sammelte die Herren zusammen, um eine Runde zu trainieren. Schießen stand heute auf dem Plan, was die Herren gut gebrauchen konnten, sie brauchten ab und zu einen Arschtritt in Sachen Genauigkeit und Zielen, da war Mike einfach perfekt für. Er konnte streng sein, sehr streng, wenn er es wollte und musste. Kamila erinnerte sich da an einige Momente, in denen sie ihren Bruder am liebsten geköpft hätte, während er versuchte ihr die Kampfkunst näher zu bringen. Aber nur durch ihn war sie so gut, wie sie es heutzutage war, nur durch ihn konnte sie auch mal zwei oder drei Männer auf einmal vermöbeln.
      "Ich bin gleich weg, du hältst die Stellung, okay?". Kamila drückte ihrem Bruder das Geld in die Hand, er nahm es nickend an und steckte es weg. "Wo willst du hin?", fragte er und runzelte die Stirn, scheinbar wollte sie alleine weg. "Mein Auto reparieren lassen.. Ich nutze den Tag dafür, solange sie die Sonne noch scheint und ich Bock zu habe". "Fährst du alleine hin?". "Jap. Ich brauche keinen Mann an meiner Seite, um mein Baby reparieren zu lassen". Mike wollte schon was dagegen sagen, da tauchte ein ganz anderes Gesicht auf. Elias räusperte sich und ging an seiner Chefin vorbei, um dann nach dem Kaffee zu greifen, der noch da stand. "Oh, guten Morgen, Sonnenschein". Kamila grinste breit und warf ihm sein Geld hin. Elias murmelte irgendetwas vor sich hin und setzte sich an den Tisch, um seinen Kaffee zu trinken. "Na, zu lange gemacht?". Mit einem breiten Grinsen schüttelte sie den Kopf, der Mann verdrehte die Augen. "Anthony wollte mit dir in den StripClub heute, kannst dich ja etwas austoben".
      "Vergiss es, ich habe besseres zu tun, als mit den Loosern abzuhängen". Mike und Kamila sahen sich beide an, bevor sie anfingen zu lachen. Scheinbar war Elias beidigt, vielleicht hat er eine Abfuhr bekommen, weshalb er so grimmig drauf war. "Dann fahre ich mit", kündigte Mike an, seine Schwester lachte noch lauter. "Ich glaube es erst, wenn ich es selbst gesehen habe".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Wirklich auf das Fahren konnte sich der ehemalige Wärter nicht konzentrieren, doch er würde damit schon keinen Kratzer in den Wagen machen. Seine Augen verfolgten die Straßen und er schien ganz gut dabei zu sein, doch sein Kopf dröhnte schon fast, denn es drehte sich nur um diese eine Person, die ihm seit ihren Aufenthalts im Gefägnis den Kopf verdrehte. Sie bemühte sich doch nichtmal, zumindest sah es sehr natürlich aus, und trotzdem war er derjenige gewesen, der hineinfiel, tief. Es war wahrscheinlich schon fast eine masochistische Entscheidung, sich mit Kamila auf nur etwas Geschäftliches zu einigen, es war und wird aber ein Fehler bleiben. Wahrscheinlich bekommt er damit auch manchmal die Schusswaffe auf sich gerichtet, wie es bei ihrem Ausbruch mit Mike war, oder sie würde andere Gelegenheiten finden, ihm irgendwie die Hölle heiß zu machen und ihm nur noch mehr zu verdeutlichen, dass er erst gar nicht den Scheiß mit der Liebe anfangen hätte sollen. Doch er würde wohl da durchgehen, auch wenn es kein Ende davon geben könnte. Ändern kann er aber nichts mehr, er stand fest im Vertrag und er war gerade auf dem Weg sich das dazugehörige Tattoo stechen zu lassen. Anthony bemerkte seine Anspannung, weswegen er langsam seinen festen Griff am Lenkrad löste und auch die Schultern ein wenig hängen ließ. Er atmete tief durch, auch wenn er schon des öfteren bemerkte, dass es bei ihm keinerlei Wirkung zeigte.
      Als er wieder die Straße zum Tattooladen erkannte, folgte er diesen, bevor er das Auto vor dem gefundenen Laden anhielt. Er blickte für einen Moment zur Straße, bevor er die Tür öffnete und langsam ausstieg. Auf dem Bürgersteig angekommen, schloss er erst den Wagen ab, bevor er wieder das Gebäude betrachtete. Es war einer der letzten Momente, wo er noch mit Kamila Spaß hatte. Es klang so, als könnten sie es nicht mehr haben. Es würde schwer werden, aber machbar, weswegen er nur bei dem letzten Gedanken den Kopf schüttelte. Danach stieß er auch schon die Tür auf und hatte sofort das Bild des Drachen vor Augen, welches auf die Haut der Brünetten gestochen wurde. Kurz rollte er mit den Augen, wandte schnell seinen Blick ab. Es konnte doch nicht sein, dass er überall an sie denken musste und wenn sie mal nicht vor ihm war, dass er irgendwelche Dinge sieht, die an sie erinnerten. Anhand der Türklingel, die immer beim Eintritt läutete, kam auch schon der französische Tätowierer aus den hinteren Räumen hervor und hatte eine Freude im Gesicht, die er momentan schon fast zum kotzen fand. Anthony sollte sich hier jedoch nicht um seine eigene Laune kümmern, weswegen er diesem sachte zulächelte und ihn begrüßte. Da Antoin wusste, warum er hier war, nahm er diesen auch schon zum Tätowieren mit. " Wie gehts denn Mon Chéri? ", fragte der Tätowierer mit einem breiten Lächeln interessiert nach, während er die Materialien vorbereitete. Anthony setzte sich gerade hin und war wieder am ruhiger werden, doch die Frage hatte ihn dann wieder da raus geworfen. Er grummelte nur kurz, was Antoin als Antwort reichte. " Ärger im Paradies? ", fragte dieser witzelnd. Antoin war wahrscheinlich auch sowas wie eine Seelsorge, aber mit dem Problem wollte der Blonde erst gar nicht beginngen, schließlich war auch Kamila Kunde. Er nickte nur kurz, bevor sich die Beiden dann dem Tattoo widmeten. Anthony legte sich nach der Bitte hin, nachdem sie die Körperstelle besprochen haben. Da gab Antoin ihm auch Rat, weswegen sich der damalige Wärter für die linke Bauchseite entschied. Die Arme wollte er frei halten, da war die Entscheidung am Besten gewesen. Damit war es auch ein wenig versteckt und er müsste bloß das Shirt etwas hochziehen, falls er es mal zeigen musste.
      Während Antoin langsam begann, mit der Nadel auf der Haut zu stechen, stellt er dem Blonden seine Ideen vor. Er grub dabei auch ein paar Informationen von ihm heraus, um die Ideen personalisieren zu können.
    • Kamila Kayla Redstone
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      "Bleibt brav! Sonst wird es Ärger geben!", rief Kamila noch den Herrschaften zu, während sie sich zum Gehen aufmachte und noch einmal nach sah, ob denn auch alles in bester Ordnung war. Sie war sich umziehen, hatte sich zwar etwas bequemes angezogen, aber gleichzeitig etwas, was ihre sanften Kurven betonte. Wenn sie raus ging konnte sie sich wenigstens etwas hübsch machen, mehr für sich, als für die anderen, aber die Jungs in der Werkstatt würden sofort denken, dass sie sich nur für sie so hübsch gemacht hatte. Die Brünette hatte sie Hoffnung, ihre Scheibe noch heute repariert zu bekommen, was gar nicht so einfach werden würde, aber Geld und ein wenig ihres Charms könnten dabei behilflich sein es noch am selben Tag zu regeln.
      Im Auto angekommen seufzte sie kurz und blickte auf die Scheibe vor sich. Sie hielt sich noch wacker, auch wenn sich die Brüche wie ein Spinnennetz ausbreiteten. Es war sicherlich gefährlich so zu fahren, aber wenn Kamila so etwas nicht machen würde, wäre sie einfach nicht sie selbst. Sie liebte das Risiko und die Angst, vielleicht den nächsten Tag nicht überleben zu können, aber zur Zeit war es deutlich ruhiger geworden, vor allem durch den Pakt, den sie mit den Herrschaften geschlossen hatte. Damit gab es nicht viel Adrenalin und auch nur wenig Risiko, auch wenn die Bereitschaft dafür auch seits ihrer Männer vorhanden war.
      Für einen Moment blickte die Frau auf den Beifahrersitz und dachte über die Worte nach, die ihr Anthony gesagt hatte. Er hatte das Wort 'Liebe' noch nicht ausgesprochen gehabt, aber Kamila war nicht dumm und sie wusste direkt, worum es ihm ging. Er hat sich in sie verguckt, leider Gottes. Warum musste es ausgerechnet ihr passieren? Warum gab es keinen Mann, der nicht einfach nur auf Sex aus war und nicht Elias hieß? Mit dem hatte sie nie was gehabt, aber es ließ ihr Herz recht kalt, wenn sie ihn oben ohne sah, auch wenn der Mann sehr trainiert war, anders war es, wenn Anthony sein Oberteil fallen ließ, da musste seine Chefin doch sofort drauf schauen und es regte sich auch deutlich was in ihr, was sonst selten passierte. Kamila seufzte wieder und ließ ihren Kopf auf das Lenkrad fallen, ohne die Bremse zu betätigen. Warum machte er jetzt alles noch komplizierter?

      Der Wagen fuhr auf den Hof und erleichtert stellte Kamila fest, dass sie die Werkstatt erreicht hatte ohne größere Zwischenfälle die Scheibe war ganz, keiner war ihr gefolgt und die Herren schon aufmerksam auf den Wagen, der auf deren Hof rollte. Kurz wartete die Frau ab, dann nahm sie ihre Sachen und stieg aus dem Wagen raus, ihre Sonnenbrille schützte sie vor den Sonnenstrahlen im Gesicht. "Hallo Jungs!". Sie begrüßte die Herren in der Werkstatt, die sich nach ihr umgesehen hatten recht herzlich, sie wunk ihnen sogar zu, dann bewegte sich Kamila auf den Eingang zu, um mit dem Besitzer zu sprechen. Genug Geld hatte sie auf jeden Fall und mit etwas Charm würde ihre Scheibe auch gemacht werden.
      Der Besitzer saß hinter seinem Schreibtsich, er war in Arbeitsklamotten und voll mit Motoröl und Dreck, er schreckte auf, als er erkannte wer da stand. "Ich brauche mal eine kleine.. Reperatur". Mit einem breiten Lächeln zog die Brünette ihre Brille aus und legte das Geld auf den Tisch. "Jetzt gleich". Ihre roten Lippen lächelte freundlich, aber ihre Augen zeigten, dass sie nicht mit einem Nein rausgehen würde.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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