[2er RPG] Der Tod kommt im Schatten

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    • Wir beluden die Pferde so wie Midori es für richtig hielt und machten uns auf den Weg. Ich wartete ein wenig mit den Pferden als Midori sich umsah, ich konnte sie von überall gut sehen. Die Sonne schien und sie stach im Schnee trotz des Mantels noch heraus. Als sie zurück kam gingen wir langsam in die Richtung der Höhle. Wir mussten aufpassen keine Lawine auszulösen, weder die Pferde noch wir selbst. Aber wenn ihre Vision richtig war, konnten wir dem überhaupt entgehen?
      Es kam wie es kommen musste. Ich drehte mich um als ich etwas hörte. Vielleicht ein Hase, oder ein anderes Tier das oben auf dem Gipfel herum lief. Jedenfalls löste sich etwas Schnee und es dauerte nicht lange bis sich mehr Schnee sammelte und auf uns zuraste.
      "Midori! Lauf!", rief ich ihr zu und startete ebenfalls los. Die Pferde bekamen Panik und ich griff die Zügel meines Hengstes fester als er sich aufbäumte. Ich zog ihn weiter, das kostete Zeit. Und wir mussten aufpassen, dass die Pferde uns nicht durchgingen, sie die Höhle entgegen ihres Instinktes betraten und uns da drinnen nicht zu Tode trampelten.
    • Als Dante mir zurief, dass ich laufen sollte, hatte ich die Zügel meiner Stute schon fester gegriffen und eilte mit ihr schon den Berg hinab. Ich brachte sie in die Höhle und beruhigte sie und band sie fest. Dann lief ich nach draußen und half Dante dabei seinen Hengst in die Höhle zu bringen. Kaum waren wir drin, da schloss sich auch schon der Eingang hinter uns. "Ruhig mein Junge Ruhig.", sagte ich, als der Hengst sich aufbäumte. "Ganz ruhig. Alles gut.", sagte ich und als der Hengst sich beruhigte, lächelte ich. "Siehst du. Alles gut. Komm mein Guter.", sagte ich und nahm die Zügel des Tieres. Wie von selbst folgte mir Dantes Hengst zu meiner Stute. Ich band ihn fest und versorgte erstmal die Tiere. "Ruht euch ein wenig aus.", sagte ich und lud die Tiere ab. Dann sah ich zu Dante. "Ist dir irgendwas passiert?", fragte ich und sah ihn an.

      The worst Day of loving someone is the Day you lose them.
    • Als ich die Höhle betrat hatte uns die Lawine erreicht und es wurde dunkel. Der Eingang war zu und es kam kaum Licht in die Höhle. Midori beruhigte die Pferde während ich mir den Eingang ansah. Als sie mich fragte ob mir etwas passiert war schüttelte ich den Kopf.
      "Mir geht's gut." Sie hatte die Pferde wirklich schnell beruhigen können. Der Lärm draußen hörte auf und die Lawine war wohl über uns hinweg gefegt. Aber wir mussten hier raus wenn wir nicht ersticken wollten.
      Ich streckte meine Hände aus und drückte gegen die Schneewand. Es passierte nichts. Ich räumte ein wenig Schnee weg, aber neuer fiel sofort nach. Wir würden ewig graben müssen um heraus zu kommen und wir fingen besser bald damit an, also machte ich das auch.
    • Ich beobachtete Dante und ging dann zu ihm und fing ebenfalls an zugraben. Wir gruben, sahen kurz das Sonnenlicht und dann fiel wieder Schnee über das Loch. So gruben wir eine ganze Weile bis wir endlich ein Loch hatten und Licht in unsere Höhle schien. Wir beeilten uns und ich stieg durch das Loch nach draußen und Dante von dort. Als ich aufsah, sagte mir der Stand der Sonne das es kurz nach 12 war. "Lass uns eine Pause machen und etwas Essen. Und dann sollten wir weiter." ,sagte ich.
      So machten wir eine Pause und stärkten uns. Dann holten wir die Pferde und gingen weiter. Am Rand des Waldes blieb ich stehen. Ich führte mein Pferd am Wald entlang, bis ich gefunden hatte was ich suchte. Der Weg schien stabil zu sein und gemeinsam folgten wir schweigend dem Weg. Kurz vor Sonnenuntergang, verließen wir den Wald wieder und kamen auf eine offene Fläche. Ich seufzte. "Lass uns einen Unterschlupf suchen. Ich will aus den Wintersachen raus.", sagte ich und gemeinsam suchten wir nach einer Höhle oder ähnlichem.

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    • Es dauerte eine Weile bis wir uns frei gegraben hatten. Die Luft wurde gegen Ende hin schon dünn und meine Hände fühlten sich an wie Eiszapfen. Midori musste es ähnlich gehen, aber keiner von uns sagte etwas. Wir machten uns einfach auf den Weg nach unten und dort fand Midori einen Pfad dem wir folgen konnten.
      Wir verließen den Wald gegen Abend wieder, es wurde zwar schon langsam dunkel, aber da Midori gesagt hatte, im Wald schien sie etwas zu beobachten, war es wohl gut, dass wir schnell wieder draußen waren. Die freie Fläche vor uns schien mir aber nicht mehr sicher zu sein.
      Bevor ich allerdings irgendetwas dazu sagen konnte bäumte sich mein Hengst urplötzlich auf. Er warf mich von seinem Rücken und rannte davon, während ich auf meinem Hintern landete und kurz auftauchte. Auch Midoirs Stute fing an heftig zu wiehern und wollte scheinbar auch so schnell wie möglich hier weg, egal was Midori zu der Sache zu sagen hatte.
      Dann hörte ich ein Rascheln im Wald. Ich rappelte mich auf und zog mein Schwert.
    • Als Dante abgeworfen wurde und sein Hengst durchging, fing auch meine Stute an heftig zu wiehern. Ich versuchte sie zu beruhigen, es klappte auch wenn sie nervös hinter Dante herumtänzelte. "Alles gut dir passiert nichts.", sagte ich und streichelte den Hals des Tieres. Ich nahm meinen Bogen und legte einen Pfeil ein. Die Stute tänzelte weiter unruhig hin und her und ich seufzte. //Wenn ich schießen muss, dann werde ich es so versuchen müssen.//, dachte ich.
      Plötzlich flog etwas aus großes Schwarzes aus dem Wald auf mich drauf zu und packte mich am Hals. Ich wurde vom Pferd gerissen. Meinen Bogen und die Pfeile verlor ich und ich sah, wie meine Stute ebenfalls durchging. Einige Meter weiter hinten wurde ich gegen einen Baum gedrückt. Ich klammerte mich an die Hände die meinen Hals umschlossen hielten.

      "Ich werde nicht zulassen dass du die Blume findest und wenn ich dich dabei töten muss.", sagte das etwas mit unheimlicher Stimme und drückte zu. Ich erkannte dass es sich dabei um den Nachtschattenwandler handelte.
      "Ich werde bestimmt nicht deine Gespielin! Lieber sterbe ich!", presste ich durch zusammengebissenen Zähnen hindurch.
      "Nun das Lässt sich einrichten.", sagte es und drückte fester zu und ich spürte wie mir langsam die Luft ausging.
      "Nun bist du wohl nicht mehr so vorlaut!", sagte der Nachtschattenwandler und grinste. Ich klammerte mich an seine Hände die meinen Hals umschlossen. Mein Blickfeld fing an sich zu verengen und zu verschwimmen.

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    • Etwas schwarzes Schoss an mir vorbei und bevor ich reagieren konnte war Midori schon gegen einen Baum gedrückt. Ihre Stute ging durch, aber darum konnte ich mich jetzt nicht kümmern, stattdessen lief ich zu ihr hinüber. Ein toller Kopfgeldjäger war ich, wenn Midori jetzt sterben würde... sie bezahlte mich ja um auf sie aufzupassen.
      Dieses schwarze Wesen musste der Nachtschattenwandler sein. "Auf dich hab ich gewartet...", murmelte ich leicht grinsend und ich hielt es nicht für nötig ihn zu warnen. Stattdessen holte ich mit meinem Schwert aus. Der Nachtschattenwandler musste seinen Kopf wenden und eine Hand lösen, jedoch fing er mein Schwert mit bloßer Hand ab. Das war aber kein Grund zur Panik, ich trat ihn so fest ich konnte in die Seite und tatsächlich stolperte er ein wenig von Midori weg. Ich stellte mich schützend vor sie und hielt mein Schwert erneut hoch. Sie hustete und keuchte, aber ich konnte mich jetzt nicht auf sie konzentrieren. Stattdessen setzte ich zum nächsten Angriff an, wie erwartet blockte er auch diese Angriffe und hielt mein Schwert schließlich an der Klinge fest. Mit der linken Hand griff ich nach einem Messer und rammte es dem Vieh zwischen die Rippen. Es schrie auf und schwarzes Blut tropfte aus der Wunde. Ich zuckte zurück als Blutspritzer meinen Arm berührten und sich einfach durch den Verband fraßen, es brannte ähnlich wie das Mal auf Midoris Rücken zum Neumond.
      Ich wich zwei Schritte zurück während ich versuchte das Zeug von meinem Arm zu schütteln und sah den Schlag der folgte nicht einmal kommen. Ich flog mehrere Meter durch die Luft und landete unsanft am Boden, der Nachtschattenwandler wollte sich wieder Midori zuwenden. Das Messer steckte noch in seinem Körper und er zog eine Spur an ätzendem, schwarzen Blut das die Erde zu vergiften schien.
      Ich griff nach meinem Schwert das neben mir auf dem Boden lag und rappelte mich wieder auf. "So einfach kommst du nicht an mir vorbei...", knurrte ich und griff nach einem weiteren Messer, dem er nur Haarscharf ausweichen konnte als es auf ihn zugeflogen kam. Ich ging wieder auf ihn zu und holte erneut aus. Als er meinen Schlag wieder abblockte sah ich zu Midori. "Lauf!" Ich war ehrlich gesagt nicht sicher ob ich dieses Vieh töten konnte. Und wieso hatte er uns nicht gleich im Wald angegriffen? Es wurde dunkler während die Sonne weiter sank und da wurde es mir klar.
      Ich sah den Nachtschattenwandler an, seine Augen schienen kurz zu glühen als die ersten Mondstrahlen auf die Lichtung fielen und im nächsten Moment durchzuckte meinen linken Arm ein enormer Schmerz. Ich schrie auf und meine Knie gaben einfach nach. Es fühlte sich an als bewegte sich etwas in der Wunde von diesem Wolf, die eigentlich schon längst zugeheilt war. Ich ließ mein Schwert los um meine freie Hand auf den Arm zu legen um zu verhindern, dass er sich unkontrolliert bewegte. Was zur Hölle war das?!
    • Als der Nachtschattenwandler mich losließ, hustete ich und schnappte nach Luft. Ich beobachtete Dante und ihn beim Kampf, als er wieder auf mich zu kam, schluckte ich. Dante sagte mir ich sollte laufen und ich machte das was er sagte ich lief so gut ich konnte zurück zum Weg.
      "Du kannst sie nicht retten! Ich hab sie mir nicht ohne Grund ausgesucht.", sagte der Nachtschattenwandler leise und drehte sich zu mir um. Kaum hatte ich den Weg erreicht, wurde ich auch schon zu Boden gedrückt. Ich fluchte und der Nachtschattenwandler grinste. Er drehte mich um und legte seine Hände wieder an meinen Hals und fing an zuzudrücken.
      "Verpiss dich.", sagte ich und versuchte ihn weg zudrücken und als ich das Messer in seiner Brust sah grinste ich. Ich griff danach und zog es mit aller kraft nach rechts. Sein Blut floss in Strömen und als es meine Haut berührte fing ich vor Schmerzen an zu schreien. Es fühlte sich an als würde meine Haut bis zum Knochen wegätzen, an den Stellen wo es meine Haut berührte. Ich ließ das Messer nicht los. Als ich es rauszog, ergoss sich erneut das Blut des Nachtschattenwandlers auf mich. Erneut schrie ich vor Schmerz auf und wurde dann ohnmächtig.
      Der Nachtschattenwandler fluchte und hielt sich seine blutende Brust. Er sah von dem blutüberströmten bewusstlosen Mädchen zu seinen Füßen zu dem jungen Mann etliche Meter vor ihm. Er knurrte ihn an und verschwand dann im dunkel des Waldes.

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    • Ich biss die Zähne zusammen als der Nachtschattenwandler wieder auf Midori los stürmte und versuchte aufzustehen. Was meinte er mit 'nicht hne Grund'? Egal, dafür war jetzt keine Zeit. Ich stütze mich auf mein Schwert um auf die Beine zu kommen als ich Midori schreien hörte. Der Schmerz und das Zucken in meinem Arm ließ nicht nach, aber ich schaffte es stehen zu bleiben. Ich musste Midori helfen, allerdings schien sie sich bereits selbst geholfen zu haben... Der Nachtschattenwandler sah mich an und ich versuchte stehen zu bleiben um ihm zu zeigen, dass ein Kampf auf ihn wartete wenn er sich nicht zurück zog. Er knurrte und verschwand dann im Wald.
      Ich atmete kurz auf, dann steckte ich mein Schwert beiseite und lief so schnell ich konnte zu Midori hinüber. Der Schmerz in meinem Arm schien nachzulassen, jetzt wo der Nachtschattenwandler weg war, aber mein Arm brannte noch von seinem Blut. Midori war überströmt davon und auch wenn es keinen Schaden anzurichten schien, so musste das Zeug weg. Den Stoff ihrer Kleidung hatte das Zeug schon zersetzt, aber bei Haut schien es zumindest vorerst halt zu machen.
      Ich hob Midori hoch, nicht sehr sanft, aber ich brauchte eine freie Hand um notfalls abfangen zu können sollte ich stürzen. Ich biss die Zähne zusammen als ich ihren Körper über meine Schulter legte und das Blut des Wesens von ihr auf mich herunter tropfte. Aber ich ignorierte es so gut ich konnte. Keuchend bewegte ich mich über die Ebene, wir mussten weg von diesem Wald. Ich wusste nicht wie lange ich sie trug, aber hinter einem Hügel erstreckte sich ein weiteres kleines Wäldchen, dessen Anfang und dessen Ende man auf einen Blick sehen konnte. Ich entdeckte einen Fluss der auf einer Seite hinein und auf der anderen wieder hinaus floss.
      Ich beeilte mich weiter und als ich das Wäldchen erreichte nutzte ich meine freie Hand um mich von Baum zu Baum zu hangeln. Mein Körper wollte nicht mehr, er wollte aufgeben, das Zeug brannte immer noch, Midori hatte Glück das Bewusstsein verloren zu haben. Meine Kleidung auf der Seite auf der ich sie trug war völlig zerstört und auch Midoris neue Klamotten waren hinüber.
      Ich atmete auf als ich den Fluss erst hörte und dann sah. Am Ufer ließ ich Midori so sanft wie möglich nach unten. Ich warf meinen Mantel von meinen Schultern und mein halb zersetztes Hemd folgte. Ich riss den Rest von Midoris Kleidung von ihrem Körper, ihr gesamter Oberkörper war bedeckt von dem Blut. Als ich sicher war, dass sie nichts mehr trug auf dem dieses Zeug war stapfte ich mir ihr im Arm ins Wasser. Es war kalt, aber es musste sein. Ich hielt sie mit einem Arm über Wasser und versuchte mit der freien Hand das Blut von ihrem Körper zu waschen. "Tut mir Leid...", murmelte ich, auch wenn sie mich vermutlich nicht hören konnte. Ich musste sie...naja... an bestimmten Stellen anfassen um alles abwaschen zu können. Ich fand einen Felsen auf den ich mich setzen konnte, sodass ich trotzdem auch selbst noch bis zum Hals im Wasser saß. Die Stömung des Flusses wusch einiges an Blut von unseren Körpern. Als ich merkte dass ihr Körper langsam auskühlte, legte ich ihre Arme um meinen Hals und drückte sie an mich, während ich das Blut von ihren Rippen rubbelte. Ich musste uns beide sauber kriegen... und wach bleiben... das kalte Wasser half bei beidem.
    • Ich wurde wach, als Dante ein Feuer anmachte. Ich brauchte eine Weile um mich zu orientieren. Erst dann bemerkte ich, dass ich offenbar nackt unter der Decke war. Vorsichtig setze ich mich auf, hielt dabei aber die Decke fest. "Was ist passiert...der Nachtschattenwandler..", sagte ich stockend und sah zu Dante. "Ich erinner mich, dass uns der Nachtschattenwandler angegriffen hat und du gegen ihn gekämpft hast...dann bin ich weggelaufen und dann...dann weiß ich nicht mehr. Was ist passiert? Wo sind wir hier und warum sind wir oder bin ich nackt?", fragte ich mit leicht geröteten Wangen. Dante erklärte mir alles und ich seufzte. "Verstehe...", sagte ich. Ich nahm zwei Finger in den Mund und stieß einen lauten und langen Pfiff aus. Als Dante mich ansah lächelte ich leicht. "Ich hab meine Stute gerufen.", sagte ich.
      Ich sah ins Feuer und dachte über das geschehene nach. Plötzlich hörte ich Pferdehufe und stand auf. Es dauerte nicht lange und man sah meine Stute und Dantes Hengst, der von meiner Stute geführt wurde, über den Hügel laufen. Ich konnte nciht anders als zu lachen und lief zu den beiden Tieren. "Gut gemacht. Braves Mädchen.", sagte ich und umarmte meine Stute. Ich nahm ihre Zügel und wollte sie an Dante vorbeiführen, als meine Stute vor Dante stehen blieb. Sie gab ihm die Zügel zu seinem Hengst und leckte ihm dann einmal quer übers Gesicht. Ich fand die Szene so lustig, dass ich herzlich anfangen musste mit lachen. "Scheinbar mag sie dich.", sagte ich glucksend und sah ihn lachend an. Ich kicherte weiter, als ich meine Stute zu einem Baum führte und sie festband. Dann holte ich meine anderen Sachen aus ihrer Satteltasche. Ich zog mich an und nahm dann beiden Pferden das Gepäck und die decken ab.

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    • Als ich sicher war, dass sich kein Blut mehr auf Midoris Körper befand trug ich sie zurück ans Ufer. Dort trocknete ich sie ab und prüfte noch einmal ob sie nicht irgendwo noch Blut kleben hatte. Wenn sie wach gewesen wäre, wäre das wesentlich einfacher gewesen... Nachdem ich sicher war deckte ich sie zu und suchte dann nach Feuerholz um ein Feuer anzumachen.
      Sie wachte auf als ich es gerade entzündet hatte. Ich hatte oben rum nichts mehr an und versteckte meinen Arm so unauffällig wie möglich hinter meinem Rücken. Ich erklärte Midori was passiert war. Wir hatten ihn zwar abgewehrt, aber tot war er nicht und Nachts konnte ich kaum etwas gegen ihn ausrichten. Ich erwähnte nichts was meinen Arm betraf, ich wollte nicht, dass sie sich Sorgen machte.
      Midori rief ihre Stute zu sich, es war gut dass sie fast unser gesamtes Gepäck trugen, unsere Rucksäcke lagen noch auf der Ebene. Es freute mich ja, dass Midori so gut drauf war, aber ich hatte für heute genug. Ich verlor nicht gerne und abgesehen davon hatte ich mir so verdammt viele Sorgen um dieses Mädchen gemacht, dass mein Herz immer noch raste.
      Midoris Stute warf mich auf den Rücken als sie mich ableckte. "Ugh... pass besser auf dein Vieh auf...", grummelte ich und stand dann auf um mich noch einmal schnell zu waschen. Dann holte ich weiteren Verband aus der Satteltasche meines Hengstes und verband meinen Arm neu, während ich Abstand zu Midori hielt. Ich war müde und erledigt, zudem wusste ich nicht ob das Blut des Nachtschattenwandler nicht doch noch andere Auswirkungen hatte, ähnlich wie der Biss dieses Wolfes. Der Schmerz lag immer noch in meinen Knochen und ich war nicht sicher ob wir uns schon ausruhen konnten. "Sollen wir hier übernachten, oder besser noch weiter reiten?", fragte ich Midori also, obwohl ich verdammt müde und erschöpft war.
    • Als Dante mich fragte, ob wir weiter ritten oder hier übernachteten, überlegte ich eine Weile. Ich sah zu Dante. //Er sieht komplett ko aus.//, dachte ich. "Wir schlafen hier. Die Pferde sind angebunden und wenn sich uns etwas nähern sollte das uns gefährlich wird, werden sie und wecken.", sagte ich. Wir bereiteten unser Nachtlager vor und legten uns dann schlafen. Ich hielt weiterhin abstand zu Dante. Am nächsten Morgen wurde ich von der Sonne geweckt. Ich streckte mich und spürte wie mein Magen knurrte.

      Leise stand ich auf und band meine Stute los. Ich schwang mich auf ihren Rücken und ritt erst langsam und dann schnell zu der Stelle wo wir angegriffen wurden. ich sammelte unsere Rucksäcke ein und meinen Bogen und den Köcher. Dann schwang ich mich auf den Rücken meiner Stute und ritt zurück zu Dante. Als ich ankam, schien er grade aufzustehen. "Ich hab unsere Rucksäcke geholt.", sagte ich und rutschte von meiner Stute und reichte Dante seinen Rucksack.

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    • Midori beschloss hier zu bleiben und ich half ihr das Lager herzurichten. Anschließend legte ich mich hin und war augenblicklich eingeschlafen. Erst der Berg, die Lawine und das Freigraben und dann der Kampf gegen dieses Ding und Midori die ich ein ganzes Stück unter Schmerzen getragen hatte. Dann blieb ich noch wach bis sie selbst wieder aufgewacht war. Ich war komplett ausgelaugt und schlief die ganze Nacht durch.

      Als ich aufwachte kam Midori gerade zurück zum Lager und ich stand auf. Sie überreichte mir meinen Rucksack und ich sah sie einen Moment entgeistert an. Ich ließ den Rucksack auf den Boden plumpsen und packte Midori links und rechts an der Schulter um sie zu schütteln.
      "Spinnst du?! Wir wären dort gestern beide fast gestorben! Was hättest du gemacht, wenn der Nachtschattenwandler wieder dort aufgetaucht wäre?! Ganz alleine? Schon zu zweit haben wir es gerade so geschafft!" War sie eigentlich wahnsinnig?! Ich sah ihr einen Moment lang in die Augen, dann drückte ich sie an mich. "Ich hätte dich fast verloren! Das ganze ätzende Blut war überall, ich war mir nicht einmal sicher ob du... ob du wieder aufwachen würdest! Was denkst du dir eigentlich dabei alleine los zu laufen?!" Ich hörte ihren Schreien noch immer in meinem Kopf nachhallen und ich sah ihren reglosen Körper vor mir. Was wenn dieses verfluchte Blut das Mal weiter ausbreitete? Was wenn es sie schneller tötete? Ich drückte sie fester an mich. Ich hatte gesehen wie weit dieses Zeug schon auf ihrem Körper ausgebreitet war. Wie weit es damals in nur einer Nacht gewandert war.
    • Ich zuckte erschrocken zusammen als Dante mich an den Schultern packte und mich schüttelte. Verstört sah ich Dante an, als er mir in die Augen sah. Dann drückte er mich an sich. Ich zögerte einen Augenblick, dann hielt ich mich an seinem Hemd fest und vergrub mein Gesicht an seiner Brust. Ich spürte wie mir Tränen in die Augen stiegen und klammerte mich enger an Dante. "Tut mir leid. Ich dachte nur du willst vielleicht deinen Rucksack wieder haben...wegen dem Geld und allem. Außerdem schien die Sonne und ich...ich dachte da passiert schon nichts...Ich weiß dass wir es gestern nur knapp geschafft haben und ich bin dir dankbar, dass du mich versorgt hast als ich bewusstlos war. Ich dachte nur ich geh schnell allein und lass dich schlafen...du sahst gestern so kaputt aus. Ich dachte ich lass dich ausschlafen...", sagte ich weinend.
      Ich spürte wie Dante mich fester an sich drückte und ich schluckte. "Tut mir leid Dante.", sagte ich leise nochmal. "Ich wollte nicht, dass du sauer auf mich bist...ich dachte...ich kann dir damit vielleicht eine Freude bereiten. Tut mir leid.", sagte ich entschuldigend.

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    • Midori fing an zu weinen und ich hielt sie weiterhin fest. Sie wollte mir eine Freude machen? Wieso? Ich arbeitete für sie und wir hätten auch gemeinsam zurück gehen können. "Ich bin nicht sauer Idiot...!", murmelte ich. Ich wollte nicht aussprechen, dass ich mir ernsthaft Sorgen um sie gemacht hatte, das konnte ich einfach nicht. "Es tut mir Leid, dass ich dich nicht beschützen konnte..." Ich war zu schwach. Ich hatte mich so stark gegeben, darüber gesprochen wie ich den Nachtschattenwandler hervor locken wollte und ihm den Kopf abschlagen würde und nun war das passiert. Midori war im Grunde diejenige gewesen die ihn verjagt hatte, sie wäre fast gestorben...
      Der vergangene Tag schien meine Abwehr soweit geschwächt zu haben, dass das gerade aus mir heraus gebrochen war und ich suchte nach einem Weg hier jetzt wieder raus zu kommen. Aber mir fiel nichts ein. Langsam ließ ich Midori los ohne zu wissen was ich jetzt sagen oder tun sollte. Das war seltsam von mir gewesen...
    • Ich wischte mir die Tränen ab und sah zu Dante. Sanft legte ich eine Hand an seine Wange. "Aber du hast mich doch beschützt. Vielleicht nicht so wie du es dir gedacht hast. Aber als er mich gegen den baum gedrückt hat, hast du ihn angegriffen und dafür gesorgt, dass er mich los lies. Wen du das nicht getan hättest, wäre ich jetzt vermutlich schon tot.", sagte ich und streichelte ihn sanft über die Wange. "Wenn ich das nächste Mal so einen Traum hab, meiden wir das Gebiet, dass es betrifft am besten.", sagte ich und löste meine Hand von seiner Wange. Als sich Dante von mir löste, lächelte ich ihn an. //Das war grade irgendwie eigenartig. Fast so als hätte er Angst gehabt mich zu verlieren...Aber...das kann nicht sein.//, dachte ich und schüttelte den Kopf.
      "Lass uns frühstücken und dann schnell weiterreiten. Ich möchte ungern noch eine Nacht hier in der Nähe verbringen.", sagte ich und nahm meinen Rucksack und fing an das Feuer wieder an zu machen. "Vielleicht finden wir eine Stadt.", sagte ich und versuchte fröhlich zu klingen.

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    • Als Midori mir eine Hand auf die Wange legte zuckte ich fast schon ein wenig zurück. Es fühlte sich komisch an wie sie über meine Wange strich, ich fühlte mich komisch. Ich konnte sie nur anstarren und zog die Augenbrauen zusammen. Ich hätte sie besser beschützen müssen.
      Ich war froh, dass Midori dann einfach das Frühstück ansprach und uns so tun ließ als wäre gerade nichts passiert. Ich nickte einfach und setzte mich an die Feuerstelle. "Vielleicht haben wir Glück."
      Wir aßen zusammen und packten dann zusammen um uns auf den Weg zu machen. Auf der Ebene kamen wir mit den Pferden gut voran sobald wir aus dem kleinen Wald heraus waren. Wir trieben die Tiere an um von diesem Ort weg zu kommen und machten bis zum Abend keine Pause. Wir wollten einfach hier weg.
      Wir erreichten keine Stadt, aber wir fanden einen Unterschlupf für die Nacht. Es wurde bald dunkel, es war also zu gefährlich weiter zu reiten. "Wir werden morgen eine finden.", versuchte ich es optimistisch und band die Pferde an. "Aber wir können hier bestimmt etwas fangen und haben am Abend etwas leckeres zu essen."
    • Wir frühstückten und packten dann alles zusammen. Wir trieben die Pferde an, denn keiner von uns beiden wollte eine weitere Nacht hier verbringen. Als wir einen neuen Unterschlupf gefunden hatten, fingen wir an unser Nachtlager vorzubereiten. "Machst du ein Feuer und versorgst die Pferde? Ich möchte mal sehen ob ich uns was schießen kann.", sagte ich und sah Dante an. Als er zustimmte, nickte ich und nahm den Bogen und ging nach draußen. Ich sah mich um, folgte Spuren und kam schließlich an eine Wiese. Ich warf einen Stein hinein und aufgescheucht flogen zwei Rebhühner auf. Ich Schoss und traf und wie Pfeile fielen sie zu Boden. Grinsend sammelte ich sie ein und brachte sie zurück zur Höhle. "Ich war erfolgreich.", sagte ich und stellte meinen Bogen und die Pfeile ab und fing an die Vögel zu rupfen.

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    • Midori wollte jagen gehen und ich nickte. "Aber bleib in der Nähe." Ich machte ein Feuer, kümmerte mich um die Pferde und richtete unser Nachtlager her. Ich lächelte als Midori mit zwei Rebhühnern zurück kam und machte das Lager fertig während sie sie zubereitete. Dann aßen wir zusammen, komischerweise störte mich die Stille weniger als die vorherigen Tage.
      Nachdem wir gegessen hatten legten wir uns bald hin, immerhin waren wir den ganzen Tag lang durchgeritten. Midori lag mit dem Rücken zu mir und ich sah sie eine Weile lang an. Jedes Mal wenn ich die Augen schloss hatte ich das Gefühl sie zu verlieren. Als könnte der Nachtschattenwandler sie jederzeit unter meiner Nase wegschnappen. Kurzerhand legte ich meinen Arm von hinten um Midori und drückte sie an mich. Ich schloss die Augen und keine schrecklichen Bilder tauchten vor mir auf.
      "Sag einfach nichts...", murmelte ich bevor Midori mich wegschicken konnte, oder bevor sie wissen wollte was das sollte. Ich konnte es ihr nicht erklären und ich wollte es auch nicht. Es war egoistisch von mir, aber so konnte ich besser schlafen.
    • Ich steckte die Rebhühner auf einen Stock und ließ sie am Feuer braten. Als sie fertig waren, aßen wir und gingen dann zeitig zu Bett. Ich schloss grade die Augen und wollte versuchen zu schlafen, als Dante einen Arm um mich legte. Ich wollte grade etwas sagen, als Dante meinte, dass er nichts hören will. Ich schloss den Mund wieder. Nickte stattdessen nur leicht und schwieg. Ich versuchte zu schlafen und das warme kribbeln in meiner Magengegend zu ignorieren, dass sich gebildet hatte, als Dante den Arm um mich legte. Irgendwann schaffte ich es und konnte einschlafen.
      Ich träumte von den Ereignissen gestern und schlief unruhig. Das Schwarze Blut lief meinen Körper hinunter und ich bäumte mich vor Schmerzen auf und schrie, Allerdings schrie ich nur im Traum. Im Schlaf hatte ich nur den Mund aufgerissen, allerdings verließ kein Ton meine Lippen. Ich atmete heftig und Schweißperlen bildeten sich auf meiner Stirn.

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