[2er RPG] ☠ I need a Gangsta ☠

    • Der Anblick von Anisa in diesem blutverschmierten Hochzeitskleid, erinnerte an einen Horrorfilm. So wunderschön Anisa auch war, sie so zu sehen war für Killian ein Albtraum. Am liebsten hätte er ja das Kleid von ihrem schönen Körper gerissen, es verbrannt und Anisas schreckliche Erinnerungen an diese Zeit ausgelöscht. Das würde aber noch ein Weilchen dauern, so sehr es ihnen allen widerstrebte. Die zwei Kerle zu erledigen war ein Kinderspiel für Killian und Jaden gewesen und so sehr es Kill auch widerstrebte, er und sein Bruder gaben ein verdammt gutes Team ab. Sie ergänzten sich, wussten wie der andere seine Fähigkeiten einsetze und standen sich nicht im Weg. Es änderte aber nichts an der Tatsache, dass der Blonde immer noch eine echte Nervensäge war. Jedenfalls war aber schon aus der Entfernung die nächsten Schritte und Schüsse der Verstärkung ihrer Gegner zu hören, weshalb sie sich jetzt noch mehr beeilen mussten. Lev hatte Anisa aus dem Wagen geholfen und dafür gesorgt, dass sie nichts zurück ließen, dass sie in Schwierigkeiten bringen konnte. Der Vorschlag des Blonden war gar nicht mal so dumm, aber das setzte voraus, dass sie eine gewisse Geschwindigkeit erreichten um ihre Verfolger abzuhängen. Killian scannte den Platz an dem sie sich befanden und rannte zu dem Wagen der Kerle, welche sie gerammt hatten. Zwar war der Wagen von vorn beschädigt, aber noch lange nicht so wie ihr Auto. Wenn der Wagen also noch fuhr ...
      Killian drehte den Zündschlüssel im Wagen, welchen die Idioten zu ihrem Glück im Zündschloss hatten stecken lassen und der Motor ertönte. Perfekt!
      "Steigt ein!"


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    • Auch wenn Anisa hörte, musste sie noch immer realisieren, das sie sich tatsächlich auf der Flucht befanden und bereits viele Tote hinter sich gelassen hatten. Sie hatte gesehen, wie Killian und Jaden die Männer nieder geschossen hatten, sie sich ihnen noch im Gebäude in den Weg gestellt hatten. Das sie sich in einem Meer aus Leichen befunden hatte, als sie diesem Kerl in die Hand gebissen hatte. Ein schrecklicher Anblick, den Anisa niemals wieder vergessen würde... Killian jedenfalls rannte zum Auto, während Lev sich daran machte, alles wichtige aus ihrem Auto zu räumen und Jaden ihre Umgebung im Auge behielt, was er allerdings nicht sehen konnte, war Thiago, der sich hinter dem Schatten des Autos befunden hatte, zu dem Killian gerannt war.
      Eigentlich war dieser Mann niemand, der sich in die Offensive wagte, dafür hatte er seine Männer, jedoch hatten Killian und Jaden ihn zornig werden lassen. "Skurwysyn!", fluchte Thiago und zerrte Killian, der die Fahrertür offen gehalten hatte, aus dem Auto, holte aus und schlug ihm in sein bereits blutendes Gesicht. "Fuck!", gerade als Jaden zu Killian rennen wollte, erkannte er, wie schnell ihre Feinde sich ihnen nähern und suchte Schutz hinter ihrem Wagen und wies Lev an, Anisa zu schützen, während er sein Scharfschützengewehr, das sich im Kofferraum befand, schnappte und auf die Köpfe ihrer Gegner zielte. Er musste schnell sein und das konnte er mit seinem Scharfschützengewehr besser, als mit einer Pistole.
    • Ihre Situation war alles andere als ideal. Hier sah es aus wie auf einem Schlachtfeld, sein Schädel brummte wie verrückt und er wollte lieber nicht wissen wie es seinen Begleitern ging. Killian würde sich gerne weiter um die anderen Gedanken machen, aber dafür blieb ihm keine Zeit. Er hatte auf ´Flucht´umgeschaltet, ein Manöver das er selbst eigentlich nicht leiden konnte, ihnen aber aktuell keine andere Wahl blieb. Sie mussten hier weg, denn langsam aber sicher war sich der Brünette ... nun im Moment eher Schwarzhaarige nicht ganz so schlüssig, ob sie hier leben heraus kamen, würden sie eine Sekunde länger als nötig bleiben. Killian hatte also die anderen angewiesen die Umgebung im Auge zu behalten, während er den anderen Wagen zum Starten brachte. Glücklicherweise mit Erfolg. Er war allerdings so vertieft darin ihre Flucht zu planen, dass er den Schatten nicht bemerkt hatte und mit einem kräftigen Ruck aus dem Wagen gezerrt wurde. So schnell konnte nicht einmal ein geübter Auftragskiller reagieren, wie Killian gerade einen erneuten Schlag abbekommen hatte. Sein Kopf schmerzte ohnehin schon, aber das hatte nun echt nicht sein müssen. Mit schmerzendem Gesicht war Kill zu Boden gegangen, rieb sich die blutende Nase, die hundert Pro gebrochen war nach dem Schlag und wusste vor lauter Blut gar nicht mehr wohin er sehen sollte. Seine Sicht war verschwommen und doch erkannte er den Mann der über ihm stand und versuchte erneut auf ihn einzuschlagen. Er wollte zu seiner Waffe greifen, die man ihm aber aus der Hand getreten hatte. Doch im Moment interessierte er sich weniger für sich selbst. Sein Blick wanderte zu Anisa, welche hinter Lev stand der sich vor sie gestellt hatte und Jaden, der auf die Gegner zielte. Killian musste etwas unternehmen ... irgendetwas. Gott, wenn seine Sicht nur nicht weiter verschwimmen würde.


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    • Verdammte Scheiße! Irgendetwas musste er unternehmen, wenn er seinem Bruder helfen wollte! Sie hatten mit allem gerechnet, aber nicht mit Thiago, der es irgendwie geschafft hatte, sich an das Auto heran zu schleichen und Killian somit aus dem Auto zu zerren. So sehr er es auch wollte, durfte er nicht weiter zu Killian sehen und musste sich auf die Gegner vor ihnen konzentrieren. Auch wenn Jaden höllische Kopfschmerzen hatte und merkte, das ihm etwas schwummrig war, war er ein ausgezeichneter Scharfschütze, weshalb er auch zu seinem geliebten Gewehrt gewechselt hatte. Er musste ihre Feinde solange wie es ihm nur möglich war, auf Distanz halten. Wenn er so viele wie möglich abknallte, dann zogen sich vielleicht auch die restlichen wieder zurück oder brachten die Verletzten in Sicherheit. Während Jaden also versuchte, schnellstmöglich einen Mann nach dem Anderen zu erschießen und Anisa ängstlich hinter Lev Schutz suchte, holte Thiago auch schon zum nächsten Schlag aus. "Erst töte ich deinen Scheiß Bruder, dann kommt dein russischer Freund und bevor zu stirbst, wirst du dabei zusehen, wie ich es mit deinem Mädchen treibe, Killian Darkbloom!", brüllte er siegessicher dem Brünetten entgegen, dessen Gesicht Blutüberströmt war. Nachdem Thiago das erste Mal auf dem Flur geflohen war, hatte man ihm erklärt, bei wem es sich um die Entführer seiner zukünftigen Gemahlin handelte. Wie er allerdings herausgefunden hatte, wie Killian und Anisa zueinander standen, wusste niemand. Auch wie sich Anisa plötzlich von Lev entfernen konnte, sorgte bei Jaden für Verwirrung und Sorge. "ANISA!", schrie er nach der Rothaarigen, die mit ihrem atemberaubenden, leider blutverschmierten Brautkleid in Richtung Killian rannte. Sie hatte gesehen, wie Thiago nach dem Brünetten schlug und nicht mehr aufhörte. Alles um sich herum wurde Nebensache, ob sie bei ihrem Versuch, Killian zu retten erschossen wurde, war ihr absolut egal. Mit Tränenüberströmten Gesicht rannte sie auf Thiago zu und stieß ihn mit vollem Körpereinsatz von Killian hinunter. "Du verdammtes Weib!", brüllte er, als er auf die dreckige Erde fiel, raffte sich aber schnell wieder auf und steuerte stampfend auf Anisa zu. Ihr Herz hämmerte heftig gegen ihren Brustkorb und wie von ganz allein schnappte sie sich die Waffe, die sich nicht weit von Killian entfernt befand und zielte auf Thiago. Bevor sie abdrücken konnte, überrannte er die Rothaarige förmlich und rangelte mit ihr im Dreck um die Waffe, als plötzlich ein Schuss fiel. Stille. Bis Anisa mit Schock geweiteten Augen zu Killian starrte, dann an sich hinunter. Sie hatte Thiago erschossen, dieser jedoch hatte ihr ein Messer in den Bauch gerammt, bevor er leblos zur Seite kippte und sich nun in ihrem Bauch befand und der Griff hinaus ragte.
    • Wenn Killian eine Sache auf der Straße gelernt hatte, dann war er das man keine Schwäche zeigte, vor allem dann nicht wenn man ein verdammt beschissenes Blatt hatte. Und ganz ehrlich? Gerade sah es für Killian echt lausig aus. Ihm war schwindelig, inzwischen erkannte er vor lauter Blut nur noch bedingt etwas, wobei er langsam glaubte das die verschwommene Sicht von ganz anderen Faktoren stammte. Aber um sich konnte er sich später auch noch Gedanken machen. Er musste die Fassung bewahren, wie er es immer tat. Niemals würde er seinem Gegner Angst zeigen, niemals. Da biss er lieber ins Gras bevor er jemanden diese Genugtuung gab. Der Brünette hörte eher gedämpft, die Geräusche um ihn herum, aber es reichte um die Worte von Thiago zu realisieren. "Träum weiter.", grinste Killian ihm arrogant entgegen. Als er allerdings Jaden den Namen seiner Freundin schreien hörte und wie plötzlich ein Umriss auf ihn zu gerannt kam, weiteten sich seine Augen geschockt. Nein, komm nicht her! Komm nicht her! Lev rannte Anisa offenbar hinterher, zumindest konnte Kill das anhand der Rufe des Russen mehr oder weniger wahrnehmen. Als Anisa den Mann von ihm stieß, versuchte Killian panisch nach seiner Waffe zu greifen, die verschwunden war. Verdammt wo war sie? Wo war seine beiden Waffen? Verdammt, verdammt! "ANISA!", er konnte sich kaum auf den Beinen halten, versuchte aber zu seiner Freundin so gut er konnte zu gelangen, auch wenn er mehr auf dem Boden kroch, bis ein Schuss fiel.
      Geschockt starrte er zu der Rothaarigen. Sie hatte ihn ... doch, das war neben Sache. Das Messer...
      Ein Messer.... das war sein eigenes! Er hatte es verloren im Kampf und nun steckte es im Bauch seiner Frau. Seinem Mädchen.
      "A..Ani...", stammelte Killian panisch. Wohl das erste Mal in seinem ganzen Leben sprachlos. Noch nie hatte Killian Darkbloom die Fassung vor anderen verloren. Jetzt aber tat er es.
      Lev war direkt an die Seite der Rothaarigen geeilt. "Anisotschka! Nicht bewegen! Wir kriegen das hin!" Das Messer durften Sie nicht hinaus ziehen, sonst würde sie direkt an Blutverlust sterben. Sie brauchten einen Arzt, welchen Lev sofort konsultierte. Scheiß drauf, wenn sie alle dafür hinter Gitter saßen, das wichtigste war das Anisa überlebte.
      Das Thiago allerdings plötzlich noch zuckte, hatte eine solche Wut in Killian ausgelöst, dass er nach seiner Waffe griff und wahrscheinlich sein gesamtes Magazin in den leblosen Körper des Bastardes schoss, der seine Freundin verletzt hatte.
      "KILLIAN!" Wie lange war es her, dass Lev ihn bei seinem richtigen Namen genannt hatte? Kill konnte nicht anders als die nun leere Waffe fallen zu lassen und an Anisas Seite zu sinken. "Anisa ... "


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    • Der Rothaarigen war alles egal gewesen, das Einzige was zählte, war aber das Thiago endlich von Killian abließ. Sie hatte gesehen, wie er auf Killian einschlug und konnte nur ahnen, wie er aussehen musste. Wie hätte sie nicht so reagieren sollen? Killian rettete sie ununterbrochen, schützte sie und wurde bereits angeschossen, sie musste etwas unternehmen, sofort. Deshalb rannte sie ohne zu überlegen auf Thiago zu und kam somit in einen kurzen Kampf, der für Thiago zum Tod führte und Anisa reglos im Dreck lag und panisch atmete, auch wenn sie wusste, das sie ihre Atmung verlangsamen musste.
      Noch immer waren Schüsse zu hören, denn Jaden hielt weiterhin ihre Gegner auf Abstand.
      "Dir geht es gut...", flüsterte Anisa kaum hörbar und kraftlos, als Killian zu ihrer Seite sank und sie ihn erblicken konnte. Ihre Wunde schmerzte und zog sich durch ihren gesamten Körper. Das sie gerade jemanden erschossen hatte, war Nebensache, jetzt zählte nur, das Killian am Leben war, auch wenn es bedeutete, das sie ihr eigenes lassen musste. Und endlich, als sich ihre Feinde zurückzogen, schloss sich auch Jaden ihnen an, der schockiert zu Anisa hinunter starrte. "Verdammte Scheiße...", brachte er nur heraus. Der Anblick von seinem Bruder, mit blutverschmiertem Gesicht machte die Situation nicht besser.
    • Erst als Lev ihn angeschrien hatte, hatte er von Thiago in all seiner Raserei ablassen können. Die Wut die in ihm aufgestiegen war, verdampfte augenblicklich als er Anisa sah, welche auf dem Boden lag. Ihr Kleid blutrot und mit Dreck verschmiert, auch ihr Haar besaß nicht mehr die Farbe des Feuers. Sie lag auf dem Boden, schnappte nach Luft und Killian konnte förmlich sehen wie von Sekunde zu Sekunde das Leben aus ihr wich. Woher er das wusste? Er hoffte oft genug Menschen in solch einer Situation gesehen und meistens war er daran Schuld. Auch jetzt...auch jetzt war er schuld. Mit zittrigen Händen hatte er nach Anisas Hand gegriffen. Hielt ihre zierliche Hand mit seinen beiden Händen fest. "Du ... warum, das ...", er konnte gar nicht anders als zusammenhanglose Sätze vor sich hin zu stammeln. Das Anisa weiterhin nur besorgt um ihn war, machte die Sache nicht besser. "Du ... du darfst mich nicht allein lassen.", stammelte Killian verzweifelt, während über sein Gesicht Tränen liefen, gemischt mit dem Blut, dass ebenso nicht mehr aufhören wollte zu fließen. "Bitte lass mich nicht allein, bitte." er drückte die zierliche Hand nah an sein Gesicht und kümmerte sich im Moment herzlich wenig darum, dass man ihm im Augenblick weinen sah. Er war nach allem was ihm im Leben passiert war, noch nie in solch einer Situation gewesen wie jetzt. Er hatte nie wegen sich selbst solch eine Schwäche zugelassen, aber bei Anisa konnte er nicht anders. Plötzlich hörte er lauter russische Stimmen um sich herum und wie eine hübsche schlanke Frau neben ihnen auftauchte. Ihr Haar war schneewei0, ihre Augen fast katzenhaft gelb und ihre Haute wie Schnee. Lev sprach mit ihr, während sich die Frau auf Killian zu bewegte. Man hörte lediglich ihre schwarzen Stiefel auf dem blutigen Asphalt klacken. "Geh zur Seite.", kam es in einem kalten Ton auf russisch von der schönen Frau, die ihn mit gekonnt nur einer einzigen Bewegung zur Seite drückte. Gerade als Kill sich wehren und sie beschimpfen wollte. Hatte Lev ihn zurückgehalten und den Kopf geschüttelt. Die fremde Frau blickte zu den Jungs. "Steht nicht so dumm in der Gegend rum, helft mir das Mädchen in den Wagen zu kriegen!", wies sie streng an und deutete tatsächlich auf einen Krankenwagen. Woher auch immer sie diesen hatten. Killian konnte sich nicht vorstellen, dass diese Frau eine Krankenschwester war, aber offenbar gehörte sie zu Lev, also musste er ihr vertrauen.
      Er wischte sich mit dem Handrücken über die Augen und blickte zu Jaden. "Hilf mir."

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    • Anisa hatte Killian einfach nur angesehen, froh, ihn lebend zu sehen, auch wenn das ganze Blut in seinem Gesicht sie beunruhigte, war er am Leben und in Sicherheit von diesem Mann. Dem Mann, den sie erschossen hatte. Das Jaden ebenfalls auftauchte und fassungslos zu ihr hinunter starrte, realisierte sie gar nicht mehr, klammerte nur an der Hand ihres Freundes und wollte ihn beruhigen, er solle nicht weinen. Sie rang mehr nach Luft und bekam kein weiteres Wort heraus, der Schmerz war unerträglich und ihr Körper zitterte schrecklich.
      Woher diese fremde Frau plötzlich auftauchte, war Jaden ein Rätsel, kümmerte sich allerdings nicht lange darum und befolgte lieber die Anweisung und trug, gemeinsam mit Killian, behutsam die Rothaarige zum Krankenwangen. Glücklicherweise war kein Feind in Sicht und somit konnten sie endlich das Grundstück verlassen. Während der Fahrt wurde der Zustand der Rothaarigen immer instabiler und Jaden bangte um ihr Leben. Wenn Anisa dies überleben würde, dann würde sie einiges Verdauen müssen, das sie bisher immer noch nicht gekonnt hatte. Ihr Vater hatte sie an diesen Mann als Bezahlung übergeben, sie solle ihn heiraten. Thiago befahl ihr sich bis auf ihre Reizunterwäsche auszuziehen, hatte ihren weichen Körper berührt und immer wieder in ihr Ohr geflüstert, was er alles mit ihr anstellen wollte. Man hatte sie aus den Fängen dieses Mannes befreit, musste um das Leben ihres Freundes bangen und nun klebte Blut an ihren Händen. Sie hatte Thiago erschossen. Nur bevor sie ein Krankenhaus erreichen konnten, verlor Anisa ihr Bewusstsein.
    • Genau davor hatte sich Killian ständig gefürchtet! Darum ging er keine Beziehungen ein, selbst die Freundschaft zu Lev war für ihn ein Drahtseilakt gewesen. Er wollte solch eine Situation vermeiden. Anisa lag hier in seinen Armen, voller Blut und immer blasser werdend und das war alles seine Schuld! Wäre er diese Beziehung nie eingegangen, wäre sie nie so in Gefahr gewesen. Vielleicht wäre all das nie soweit gekommen. Hätte er nur weiter das Boytoy für John gemiemt und seine Arbeit gemacht, würden sie alle nicht in einer derartigen Situation stecken. Doch er hatte sich hinreißen lassen, er hatte sie alle in Gefahr gebracht.
      Killian hielt die Hand seiner Freundin umklammert, konnte nicht gegen die Tränen ankämpfen und wünschte sich, dass er an ihre Stelle treten konnte. Er war nicht lebensmüde, eigentlich lebte er sogar ziemlich gern. Aber er hatte noch nie Angst vor seinem eigenen Tod gehabt. Das hier war eine Situation mit der er nicht umgehen konnte...
      Offenbar musste er das auch nicht. Eine fremde Frau war aufgetaucht, bildschön aber mit einem kalten Blick in ihren bernsteinfarbenen Augen. Ihr Haar weiß wie Schnee und auch ihre Haut war mondhell. Sie trug noch dazu eine weiße Uniform, während sie mit klarer und kräftiger Stimme Anweisungen gab. Killian hätte gerne gefragt wer sie war, aber er befolgte ihre Befehle lediglich wie ferngesteuert. Zusammen mit seinem Bruder hatte er Anisa in den Krankenwagen befördert, welchen die Fremde organisiert hatte und offenbar fuhr die Weißhaarige den Wagen auch selbst.
      Als Anisa während der Fahrt plötzlich das Bewusstsein verlor, schreckte Kill panisch zusammen. "ANISA!"
      Glücklicherweise waren sie an ihrem Ziel angekommen. Die Tür hinten am Auto wurde aufgerissen und zwei groß gewachsene Männer hatten die Trage mit Anisa direkt in das Krankenhaus befördert. Alles ging so schnell das Killian nicht mehr wusste wo oben und unten war.
      Wer waren diese Leute? Konnten sie einfach so in ein Krankenhaus spazieren?
      Gott...sein Kopf.
      Er musste zu Anisa.
      Gerade als er aufstehen wollte, war die Weißhaarige vor Killian und Jaden aufgetaucht, hatte eine Hand an der Schulter der beiden und sie direkt wieder auf den Sitz befördert. Wie konnte eine so zierliche Frau eine solche Kraft besitzen? Lag es daran das er und Jaden geschwächt waren.
      "Ihr steht im Weg, wenn ihr jetzt mitkommt. Ihr seit nützlicher für Anisa wenn ihr beide euch behandeln lasst.", sprach sie auf englisch mit Ihnen, damit auch Jaden sie verstand, behielt aber dennoch den russischen Akzent, welchen Kill schon an Lev so liebte.
      Erst jetzt fand Killian endlich seine Worte wieder. "Wer zur Hölle bist du überhaupt?", fauchte er die Fremde an. Obwohl die Frau sie alle eigentlich gerettet hatte. Allerdings wusste Kill nicht wohin mit all seiner Trauer und Wut. Er hatte noch nie die Fassung verloren, jetzt aber sprudelten die Emotionen nur so aus ihm heraus.
      "Milana Sagitowa. Eine Freundin, jetzt reist euch zusammen und lasst euch verarzten oder ich helfe nach.", wies Milana an.
      "Tut was sie sagt ...", murmelte Lev untypisch gefügig.


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    • Der Schmerz war unerträglich und obwohl das Messer noch immer in ihrem Bauch steckte, verlor sie unglaublich viel Blut. Eine ihr fremde Frau war plötzlich aufgetaucht und gab ihren Freunden irgendwelche Anweisungen, die sie nicht richtig hören konnte. Ihr wurde ganz schwummrig und als sie plötzlich jemand zu einem Auto, das sie als Krankenwagen identifizieren konnte, als sie sich auf der Trage befand und die Innenausstattung sah, glaubte sie diesen Tag nicht mehr zu überleben. So sehr sie auch versuchte, sich zu konzentrieren, ihre Atmung zu kontrollieren und nicht der Dunkelheit zu verfallen, die sie umgab, verfiel sie dieser dennoch. Sie hatte Killian gerettet und das war das Einzige, das für sie zählte. Täglich schützte er sie, rettete sie und gab ihr den Halt, den sie brauchte. Wie Killian ihren Namen schrie, als ihr Kopf zur Seite kippte und ihre Augen, die sie mühsam versucht hatte offen zu halten, sich schlossen, hörte sie nicht mehr, ebensowenig wie Jaden, der ebenfalls panisch ihren Namen rief, fast schon synchron mit seinem Bruder. Jaden wollte den Männern nach eilen, die Anisa auf ihrer Trage aus dem Wagen und ins Gebäude schoben, ebenso wie Killian, allerdings hielt sie die Fremde auf. Wie sollte er die Nerven behalten, wenn er Anisa während der gesamten Fahrt besorgt anstarren konnte. Verdammte Scheiße, es befand sich ein Messer in ihrem Bauch! Die Frau, die sich als Milana vorstellte, wies sie an sich in medizinische Obhut zu begeben, denn der Autounfall hätte ebenfalls schwere Folgen haben können. Das Lev ihnen aber ungewöhnlich gehorsam sagte, sie sollen auf sie hören, blieb Jaden nicht die Kraft zu widersprechen. Deshalb auch folgte er der Krankenschwester, die ihn und auch seinen Bruder in einen kleinen Untersuchungsraum brachte, wo sie auf mögliche Verletzungen untersucht wurden. Wie es genau Anisa ging, wurde ihnen noch nicht mitgeteilt, was den Blonden nur noch nervöser machte.
    • Killian saß sprichwörtlich auf Kohlen. Es interessierte ihn nicht wie es ihm ging, er wollte zu seiner Freundin. Allerdings war mit dieser Milana nicht gut Kirschen essen und selbst Lev war ungewöhnlich folgsam. Kill würde das später noch ergründen. Im Moment hatte er ähnlich wie sein Bruder einfach nicht die Kraft Gegenwehr zu leisten. Ihm war nach wie vor schwindelig, er hatte konstant nur verschwommen gesehen aber keinen Mucks diesbezüglich von sich gegeben. Genauso wenig darüber das er selbst mit der Ohnmacht kämpfte und keinen Schimmer hatte wie viel Blut sein Körper überhaupt noch besaß. Natürlich war es das klügste Milana Folge zu Leisten. Sie würden es Anisa nur schwerer machen, wenn sie jetzt auch noch in Lebensgefahr schwebten. Aber über den Umstand einer völlig Fremden zu Vertrauen war Killian alles andere als erfreut. Dennoch gab er klein bei, fixierte die Weißhaarige aber so gut er es eben mit verschwommenen Blick konnte eisig. "Wenn ihr irgendetwas krummes mit meinem Mädchen abzieht, bringe ich dich um.", fauchte er ihre eigentliche Retterin an, was das Mädchen lediglich gelangweilt aussehen lies. "Jaja, Romeo. Beweg endlich deinen Arsch aus dem Wagen, du blutest mir den Boden voll und lass dich behandeln.", antwortete sie ihm lediglich trocken und schickte sowohl ihn als auch Jaden mit einer Krankenschwester mit. Die Schwester schien auch nicht unbedingt von hier zu sein. Dennoch tat sie ihre Arbeit und das offenbar rechtzeitig, denn kaum hatte sich Killian im Krankenzimmer befunden, kippte er schon direkt zur Seite.


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    • Jaden wollte einzig und allein wissen, wie es Anisa ging. Wie sie diese Verletzung überstand und ob sie diesen Eingriff überhaupt überstehen würde. Gott, an was anderes wollte er gar nicht denken. Lieber lenkte er sich damit ab, Killian dazu zu bewegen, der Krankenschwester zu folgen, denn auch er machte keinen sonderlich gesunden Eindruck mehr. Das Killian allerdings, kaum hatten sie das Untersuchungszimmer betreten, umkippte, raubte Jaden auch den letzten Nerv. Obwohl ihm schrecklich schwindelig war und sein Schädel heftig pochte, half er der jungen Krankenschwester, seinen Bruder auf die Liege zu hieven. Erst hatte er den Schock verdauen müssen, das Anisa nach Polen verfrachtet wurde, das sie dort einen viel zu alten Mann heiraten sollte, der Stress, sie erfolgreich zu befreien hatte ihm ebenfalls zugesetzt, dann das Aufeinandertreffen mit Thiago, der Autounfall und die plötzliche Rettungsaktion, die Anisa gestartet hatte, während er versuchte einen Feind nach dem Anderen auszuschalten, das Messer in ihrem Bauch, dann verlor seine Rothaarige Schönheit das Bewusstsein und zu guter letzt auch sein jüngerer Bruder. Jaden glaubte, sich noch nie verausgabt zuhaben, nun hatte er aber keine Kraft mehr, er saß vor dem kleinen Raum indem Killian behandelt wurde und starrte auf den sauberen Boden. Nur einige Prellungen hatte er sich zugezogen und sollte eine Halskrause tragen, die er sofort wieder abgenommen, kaum hatte er den Raum verlassen. Wie viel Zeit vergangen war, wusste der Blonde nicht, er vermied die Uhr und starrte abwechselnd auf den Boden und zur Tür, hinter der Killian sich befand. Wie es mittlerweile um Anisas Zustand, wusste Jaden noch immer nicht und egal wie oft er die Krankenschwestern und Ärzte fragte, die an ihm vorbei gingen, verrieten sie ihm nichts. Es machte ihn verrückt.
    • Kaum hatte Killian auch nur einen Fuß in das Krankenzimmer gesetzt, verschwamm seine Sicht entgültig und er kippte direkt zur Seite. Durch das Adrenalin und die Sorge um Anisa hatte er weiter durchgehalten und es war erstaunlich, dass er sich überhaupt so lange auf den Beinen halten konnte. Allerdings hatte er das wohl seinem Dickschädel zu verdanken, zumindest war es das was ihm die Ärzte immer sagten. Jedenfalls bekam er nicht mehr sonderlich viel um sich herum mit. Er war in den Armen seines Bruders gelandet ... mal wieder und wurde auf eine Liege verfrachtet, während man ihm eine Bluttransfusion oder was auch immer dran hing und wohl alle nötigen medizinischen Notfallversorgungen auffuhr. Kill hatte nicht sonderlich viel Ahnung von Medizin, ihm war alles Recht solang man ihn wieder zusammen flickte und er lebte. Was aber um ihn herum geschah während er bewusstlos war, wusste er nicht. Vielleicht war dieser Zustand auch besser, sonst wäre der Brünette nur wieder direkt zu Anisa gerannt.
      In der Zwischenzeit war Milana in den Raum getreten und auf Jaden zugegangen. Ihr Blick fiel zuerst auf Killian, ehe sie nur seufzte und sich danach vor Jaden stellte. Ein prüfender Blick und ein paar russische Sätze an die Krankenschwester und sie schien offenbar zufrieden. "Sie kümmern sich um Anisa. Das Schlimmste haben die Ärzte verhindert.", erklärte die Weißhaarige Jaden geduldig.


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    • Krankenhäuser hatte Jaden schon immer gehasst. Nicht nur das es bedeutete, das es wirklich ernst war, sondern es meistens nicht um seine Verletzungen handelte. Das letzte Mal war es Killian und nun war es Anisa, die in Gefahr schwebte. Jaden war viel zu aufgelöst gewesen, um während der Fahrt zu realisieren, wie schlimm Anisas Verletzung war, irgendwann hatte sein Kopf komplett abgeschaltet, als sie ihr Bewusstsein verloren hatte. Jetzt saß er hier und wartete, bis ihm endlich jemand verriet, wie es um ihren Zustand handelte und hoffte, das auch Killian nicht zu viel Schaden davon trug. Thiago hatte mit seinen Schlägen einiges ausgerichtet. Als Milana aber den Raum betrat und sich ihm näherte, starrte er sie hoffnungsvoll an. Ob sie Informationen bezüglich Anisa hatte? Ging es ihr gut? Bevor er auch nur den Mund öffnen konnte, um zu fragen, sprach sie mit der Krankenschwester, die Killian behandelte auf russisch, ehe sie sich endlich an ihn wandte. Jeder einzelne Muskel in seinem Körper spannte sich an, als sie die Rothaarige erwähnte, atmete aber erleichtert aus. Sie überlebte es... Anisa ist eine starke Frau, es gab nichts, das sie nicht schaffen würde."Wann können wir zu ihr?", fragte er nur. Auch wenn Anisa die Behandlung der Ärzte benötigte, durften sie nicht zu viel Zeit in diesem Land verbringen, so leid es ihm auch tat.
    • Die weißhaarige Schönheit hatte zuerst Killian betrachtet und sich danach mit der Krankenschwester unterhalten. Offenbar grenzte es tatsächlich an ein Wunder, dass der Kerl überhaupt noch stehen konnte. Offensichtlich war sein Dickschädel ein Kaliber für sich. Milana hatte von Killian schon sehr viel gehört und er wurde seinem Ruf gerecht, soviel konnte die Russin behaupten. Der Blutverlust des jungen Mannes war hoch und er hatte sich auch eine ordentliche Gehirnerschütterung zugelegt, allerdings nichts was genug Zeit nicht wieder in Ordnung bringen konnte. Anisa hingegen hatte es deutlich schwerer getroffen. Eine Minute später und sie hätten wahrscheinlich nicht mehr viel tun können. Allerdings hatte Lev schnell genug geschalten und sie kontaktiert. Obwohl ihr russischer Kollege Milana eigentlich mied, hatte er sich daran erinnert das sie momentan in Polen stationiert war, weil sie hinter jemanden her waren. Und die Weißhaarige war nicht irgendwer sondern ein ziemlich hohes Tier in der russischen Mafia, spezialisiert im Nahkampf und Verteidigungskünsten. Niemand mit dem man sich freiwillig anlegte. Aber sie war auch jemand der immer wusste was zu tun war und auch jetzt hatte sie ihrem Kollegen geholfen. Als sie sich Jaden näherte, nachdem sie sich nach dem Zustand von Killian erkundigt hatte, beruhigte sie ihn bezüglich Anisa. Die Frage hatte sie erwartet, aber Milana schüttelte nur mit dem Kopf. "Mir ist klar, dass ihr schnell weg wollt, aber das könnt ihr im Augenblick vergessen. Sie ist nicht stabil genug und wird eine Weile flach liegen. Besuchen könnt ihr sie heute wahrscheinlich nicht mehr, sollte sie aber aufwachen werde ich es euch wissen lassen und ihr könnt kurz zu ihr.", erklärte Milana geduldig und betrachtete Jaden einen Augenblick. "Nutze die Zeit und schone dich. Euch geschieht hier nichts."


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    • Auch wenn der Blonde Anisa unbedingt sehen wollte, war er wenigstens über die Nachricht, sie würde es überleben, erfreut. Nachdem Anisa sich in Gefangenschaft befunden hatte, war ist körperlicher Zustand nicht der Beste. Ihr Gesicht war blasser, besaß Augenringe die man mit Make up kaum kaschieren konnte und hatte sogar abgenommen, was bedeutete, das sie nicht genügend aß und von ihren psychischen Zustand wollte er gar nicht anfangen. Diese wunderschöne Frau hatte seiner Meinung nach viel zu viel durchstehen müssen und verdiente dieses grausame Leben nicht.
      Seufzend erhob er sich und verließ den Raum. "Danke.", sagte er noch an Milana gewandt, ehe er die Tür hinter sich schloss. Diese Frau hatte Recht, er sollte sich ausruhen solange er noch konnte, immerhin gehörte einer feindlichen Mafia an und sollte einen Auftrag ausführen. Das er einem der gefährlichsten Auftragskiller und der Tochter des großen John Astolfo half, war geheim. Wie lang Jaden dies allerdings noch geheim halten konnte, wusste er nicht. Bis zum nächsten Morgen würde er noch im Krankenhaus verbringen und abreisen, wenn er sicher gehen konnte, das es Anisa, soweit es der Umstand zuließ, gut ging. Etwas schonen musste er sich, sonst würde sein Körper noch beginnen zu streiken. Erst nach Italien, seinen Zwischenauftrag erledigen und dann könnte er sich umhören, was John aushekte und Informationen beschaffen. Diese Vorgehensweise teilte Jaden auch Lev mit, nachdem er sich bei ihm erkundigt hatte, wie es ihm ging und sich selbst dann Ruhe gönnen konnte.
    • Killian hatte keine Ahnung wie lange er geschlafen hatte. Minuten, Stunden oder gar Tage? Wie lange auch immer es gewesen war, er fühlte sich wie einmal gegessen und wieder ausgekotzt. Seine Wortwahl war wie immer vortrefflich. So schlecht konnte es ihm also gar nicht gehen, soweit zumindest die Theorie von Killian Darkbloom. Als er die goldenen Augen öffnete, musste er erst einmal ein paar mal blinzeln um sich an das Licht zu gewöhnen und noch mehr weil er praktisch von sterilem Weiß umgeben war. Ein Krankenhaus? Sein Blick wanderte zur Seite und er entdeckte einen Tropf gefühlt mit Blut. Eine Bluttransfusion? Es führte zu seinem Arm. So gut es ihm möglich war versuchte Killian alles woran er sich erinnern konnte zu rekonstruieren. Die höllischen Kopfschmerzen machten ihm da allerdings einen Strich durch die Rechnung. Als sich der Dunkelhaarig versuchte aufzurichten, überkam ihm schlagartig eine unfassbare Übelkeit und er hielt sich die Hand vor dem Mund, damit sein Inhalt auch innen blieb. Eindeutig eine Gehirnerschütterung, die Symptome verstand er auch ohne Doktortitel. Offenbar war er noch allein im Zimmer, man hatte ihn aber aus den blutigen Klamotten geholt und mal wieder in so ein beschissenes Krankenhemd gesteckt. Wie oft musste er das jetzt in den vergangenen Monaten schon tragen? Eindeutig zu oft. Seufzend riss er sich die Infusion aus dem Arm, fluchte etwas über den Schmerz und richtete sich auf. Er war barfuß und der kalte Krankenzimmerboden fror seine Füße förmlich ein. Mit vorsichtigen Schritten hielt er sich an der Wand fest damit er sich fortbewegen konnte. Wie viele Schläge und Schusswunden hatte er bitte abbekommen, dass er sich so schlapp fühlte? Ihm fehlte ein paar seiner Erinnerung, aber was er wusste war, dass er zu seiner Freundin musste. Wo hatten sie Anisa hingebracht?


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    • Die Krankenschwestern, die zur russischen Dame gehörten, waren so gnädig und hatten Jaden ein Zimmer zur Verfügung gestellt, in dem er die Nacht verbringen konnte. Killian schlief und soweit Milana nicht gelogen hatte, überlebte Anisa den Messerangriff. Gott, daran wollte er gar nicht mehr denken... Als er um das Auto gelaufen war und Anisa blutend und einem Messer im Bauch steckend vorgefunden hatte... Sie lebte. Er würde wieder ihr wunderschönes Lächeln sehen und ihre sanfte Stimme hören. Nachdem Jaden die Augen geöffnet hatte, glaubte er noch eine halbe Ewigkeit die weiße Decke über sich anzustarren, bevor er sich aus dem Bett schälte. Man hatte ihm frische Kleidung überreicht. Eine einfache, dunkelblaue Jeans und ein graues Shirt mit einem schwarzen Aufdruck, von dem er nicht wusste, was es zu bedeuten hatte. Ungern trug er diese Sachen, allerdings waren seine Blutbefleckten Klamotten alles andere als Vorteilhaft gewesen. Schwer seufzend zog er sich also die gestellte Kleidung an, nutzte das kleine Bad und verließ das Zimmer, in dem er geschlafen hatte. Sein erstes Ziel war es, mehr über Anisa zu erfahren. War sie schon wach? Wie war ihr körperlicher Zustand? Gott, wie viel Uhr war es überhaupt? Jaden pochte noch immer der Schädel, allerdings hatte ihn der Autounfall weniger geschadet. Leichte Streifschüsse an der linken Schulter, sonst aber konnte er sich ohne große Schmerzen bewegen. Die Krankenschwester die ihn und auch Killian am Vortag versorgt hatte, lief ihm über den Weg, die er sofort abfing und sie bezüglich Anisa befragte. Die Rothaarige schien wohl noch zu schlafen, ihr Zustand solle sich aber gebessert haben - erleichternd. Natürlich machte sich der Blonde sofort auf der Suche nach dem richtigen Zimmer, das er allerdings ausgerechnet Killian über den Weg lief, der sich aus seinem Zimmer quälte, hatte er nicht erwartet. Kopfschüttelnd näherte er sich seinem Bruder und stützte ihn behutsam. Fragen tat er nicht, Killian befand sich ohnehin in einem Zustand, wo er ihm schlecht die Nase brechen konnte. "Du solltest noch liegen bleiben.", mahnte er seinen jüngeren Bruder.
    • Natürlich kam Killian keine zwei Meter aus seinem Krankenzimmer ohne Jaden über den Weg zu laufen. Der Kerl war echt überall, aber das machte wohl einen Auftragsmörder aus oder? Er war ja selbst nicht besser. Dennoch wollte er nicht das ihn sein vermeintlicher Bruder aufhielt, wenn er auf dem Weg zu Anisa war. Stolz wie der Dunkelhaarige nun einmal war, versuchte er noch halbwegs würdevoll seine eigenen Schritte zu laufen, scheiterte daran aber kläglich und hielt sich bei den nächsten Schritten an der Wand fest. Nun solange er vorwärts kam, war alles in bester Ordnung. Jaden befand dies wohl nicht so und langsam aber sicher erinnerte ihn der Blonde immer mehr an Lev, nur nicht ganz so intelligent. Nun ...vielleicht nicht ganz. Aber diese übertriebene Sorge, hatten sie beide inne. Killian war zwar immer noch der Auffassung das ihn Jaden innerlich hasste, aber offenbar konnte sich der andere nicht überwinden seinen eigenen Bruder zu verfluchen. Woran er bei Jaden war, wusste Kill also nach wie vor nicht und genau das hinderte ihn daran den Kerl zu nah an sich heran zu lassen. Das er aber oft auf seine Hilfe angewiesen war, konnte er nicht abstreiten und er hasste es. Im Augenblick konnte er gegen die mahnende Aussage des Blonden nicht viel machen, aber wenigstens konnte er nach wie vor böse schauen. Also setzte Killian einen genervten Blick auf. "Ich will zu Anisa. Mach dich lieber nützlich und bring mich dort hin. Auf dem Weg zu ihr kannst du mir erklären was alles passiert ist. Ich hab ein paar Erinnerungslücken.", forderte Killian, wurde aber von einer hysterischen Krankenschwester unterbrochen. Eine zierliche Schwarzhaarige mit Bobfrisur, hell blauen Augen und einem blassen Teint.Das Mädel hatte aber für ihre zierliche Figur eine unfassbare Stimmgewalt. Sie quatschte ihn auf polnisch zu, wirkte dabei so aufgebracht, dass sie erst nach ihrer Schimpftirade bemerkte, dass Killian absolut kein Wort verstand, von dem was sie da redete. Sie seufzte genervt und fuhr auf russisch fort. "Bei allem nötigen Respekt, aber sind sie bescheuert? Sie haben eine schwere Gehirnerschütterung, hohen Blutverlust, eine Schusswunde an der Hüfte und mehr als nur eine geprellte Rippe, wenn nicht sogar eine davon angebrochen und sie laufen hier spazieren? Hätte Fräulein Milana Sagitowa uns nicht aufgetragen uns um die Freunde von Herrn Koljada zu kümmern, wären sie gar nicht hier!, fauchte sie wütend. Trotz seiner Verfassung schaffte es Killian einen eisigen Blick auf die Frau vor ihnen zu richten, welche daraufhin einen Schritt zurück machte. "Ich will zu meinem Mädchen und weder eine vorlaute Krankenschwester noch sonst irgendjemand wird mir dabei in die Quere kommen. Mach mich nicht zu deinem Feind das überlebst du nicht.", antwortete Kill kalt. Die Leute hier sollten nicht vergessen wer er war. Offenbar trug es Früchte, denn die Krankenschwester schwieg. "Wenn du mir nicht helfen willst du Anisa zu kommen, lass mich los.", meinte er dann an seinen Bruder gewandt.


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    • Natürlich gefiel es Killian nicht, das ausgerechnet Jaden ihm zur Hilfe kam. Auch wenn er nicht mehr pausenlos den Drang hatte, seinen Schädel gegen irgendetwas zu donnern, so wie er es im Flugzeug getan hatte, wollte er ihm dennoch nicht vertrauen. Nun, leider interessierte es Jaden überhaupt nicht und hielt seinen Bruder auf den Beinen. Gerade als er den wütenden Blick seines jüngeren Bruders erwidern wollte, kam auch schon die junge Krankenschwester angerauscht, die etwas auf polnisch quasselte. Sowohl Jaden als auch Killian starrten die Kleinere erst etwas verdutzt an, bis sie dann endlich zu einer Sprache wechselte, die man verstand. Nun, Killian zumindest, denn Jaden verstand noch immer absolut kein Wort. Russisch und Polnisch waren nicht unbedingt die Sprachen, die er flüssig sprechen konnte. Die wichtigen verstand er. Zum Beispiel die Schimpfwörter und das, was Lev immer wieder wiederholte. Alles was mit Tee servieren zutun hat, hatte er immerhin über die Tage lernen können, auch wenn es nicht sonderlich freiwillig war. Jaden schwieg und schaltete sich erst wieder ein, als Killian zu ihm sprach. Jaden seufzte. Wenn Killian sich etwas in den Kopf gesetzt hatte, dann würde ihn niemand abringen können und nun handelte es sich auch noch um Anisa, er wollte sie sehen. Ob ihm jemand half oder nicht, Killian würde sich nicht zurück in sein Zimmer begeben, bis er nicht Anisa zu Gesicht bekommen hatte. "Schon gut.", gab sich Jaden schnell geschlagen und half dem Dunkelhaarigen durch die Flure. "Eine Krankenschwester sagte mir, sie schläft noch, also keine Eile und stolper nicht über deine eigenen Füße.", meinte er noch und begann zu erzählen, was passiert war. Natürlich vergaß er nicht zu erwähnen, das sich Anisas körperlicher Zustand gebessert hatte, allerdings noch eine Weile an das Bett gebunden war, auch wenn ihnen dafür eigentlich keine Zeit blieb. Anisa benötigte die Ruhe und die sollte sie auch bekommen. Zumindest hoffte Jaden so, denn er musste wieder zurück nach Italien, wovon er auch Killian berichtete. Von dort aus könnte er Informationen über John sammeln und ihnen weiterleiten.
      "Dort ist ihr Zimmer.", Jaden zeigte auf eine Tür, die sich am Ende des Ganges auf der rechten Seite befand und stützte ihn weiterhin.
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