[2er RPG] ☠ I need a Gangsta ☠

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • Er war nicht Spiderman, so sehr Killian versuchte sich das beim Hangeln an der Hauswand einzubilden. Die Fensterbänke waren schmäler als gedacht und der Brünette dankte sich selbst für seinen Einfall, die Schuhe auszuziehen. Er hätte sonst niemals Halt gefunden. Einmal hatte er fast einen Blumentopf umgeworfen, der aus nicht definierbaren Gründen, nicht einmal eine Blume besaß und einmal war er fast hinunter gefallen. Nun wenigstens konnte man nicht behaupten, dass er sich schlecht anstellte - immerhin war er nicht abgestürzt. "So eine verfickte Scheiße.", fluchte er leise vor sich hin, während er nach der nächsten Fensterbank Ausschau hielt und versuchte diese mit geschickter Balance zu erreichen. Hoffentlich behielt Jaden die Tür wirklich im Auge, das würde ein Weilchen dauern.
      Killian musste vorsichtig sein, aber er schaffte es endlich an das Fenster zu kommen, zu welchem er wollte. Glücklicherweise war es offen - wie vorsichtig ...
      Nun er war dankbar für diesen Leichtsinn und stieg direkt in das Zimmer ein. Killian wusste im ersten Augenblick nicht worauf er zuerst achten soll, dass Zimmer welches vor Prunk nur so überquoll oder auf das zierliche Mädchen in einem Traum aus Weiß.
      Anisa war wunderschön, aber im gleichen Moment hatte Killian das Bedürfnis ihr das Kleid vom Körper zu reißen, weil er sie nicht darin sehen wollte. Was nutzte all diese Schönheit, wenn er wusste was dieser Anblick eigentlich bedeutete?
      "Anisa...", flüsterte er leise, bis ihm bewusst wurde das er ja immer noch die Verkleidung trug und man ihn tatsächlich nicht erkannte. Auf die Gefahr hin, dass sie vielleicht vor Schock aufschreien könnte, hatte er ihr seinen Zeigefinger auf die Lippen gelegt und ihr gedeutet leise zu sein.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Während Killian sein bestes versuchte, nicht in die Tiefe hinab zu stürzen, behielt Jaden weiterhin den blonde Aufpasser im Auge und war darauf gefasst, ihm eine Kugel ins Hirn zu pusten, wenn ihm wirklich nichts anderes übrig blieb. Zu ihrem Glück rührte sich Mariusz nicht, warf aber immer wieder ein Blick auf seine Armbanduhr. Vermutlich würde es bald an der Zeit sein, Anisa zum Festsaal zu bringen, was Jaden sofort über das kleine Micro, das sich an ihrem Kopfhörer befand, seinem Bruder und seinem russischen Verbündeten weiter gab. Wie viel Zeit ihnen tatsächlich blieb, wusste Jaden nicht, er wagte es nicht, auch nur eine Sekunde seine Augen von Mariusz abzuwenden, um selbst auf die Uhr zu schauen.

      Anisa starrte auf den Tisch vor sich, wartete nur darauf, bis ihre Zeit abgelaufen ist. Ihr Vater hatte sie diesem Mann vorgeworfen, nur um an weitere Macht zu gelangen. Sie wusste, das ihr Vater abscheulich war, das er sie, seine leibliche und einzige Tochter an einen Mann zur Hochzeit übergab, hatte ihr einen schweren Schlag versetzt. Nachdem sie an jenem Tag, im Speisesaal erfahren hatte, weshalb sie sich in Polen befand, hatte sie kaum noch ein Wort verloren, den ein oder anderen schnippischen Kommentar hatte sie sich allerdings nicht verkneifen können. Ihr Blick wurde leer, ihre Hoffnung auf Rettung immer weniger und sie würde lügen, würde sie behaupten, nicht täglich geweint zu haben. Jeden Abend, wenn sie im Bett lag und den Mann neben sich schnarchen hörte oder spürte, wie seine dicken Finger ihre Taille umfassten, liefen ihr die Tränen über die Wangen. Die Zeit, in der sie sich bereits in diesem Schloss befand, hatte sie verrückt werden lassen. Zumindest glaubte sie es, denn sie glaubte Killians Stimme zu hören, die ihren Namen aussprach. Wie sehr sie ihn vermisste... Es gab keinen Tag, an dem sie nicht an ihn dachte und betete, das er noch lebte. Als ihr aber ein Finger auf ihre roten Lippen gelegt wurde und sie mit Schock, geweiteten Augen herumwirbelte und das erst fremde Gesicht vor ihr auftauchte, realisierte sie, das sie nicht verrückt geworden war. Dieses Gesicht war nicht fremd... Die Stimme, die ihren Namen flüsterte, gehörte diesem Mann. Selbst mit den dunklen Haaren und den andersfarbigen Augen, würde sie dieses Gesicht wieder erkennen, dafür liebte sie es zu sehr und seine Stimme... Der Rothaarigen stiegen die Tränen in die Augen, ihre Sicht verschwamm und ihre Hand begann an zu zittern, die mühevoll zur Wange dieses Mannes glitt. "Du bist hier.", sagte sie kaum hörbar und schlang ihre Arme daraufhin um Killian. Sie hatte ihn so sehr vermisst.
    • Anisa glich einer dieser teuren Porzellanpuppen aus einem Schaufenster, welche man für überteuerte Preise an Liebhaber verkaufte. Ihre Lippen hatten die Farbe von Kirschen, ihr Haar wie ein edler Rubin und in dem Kleid erstrahlte sie und doch war es ein Anblick, denn Killian am liebsten vergessen würde. Nicht wegen ihrer Schönheit, sondern was der Grund dieses Aufzugs war. Als er sich Anisa genähert hatte und sie den ersten Schock überwunden hatte, war er zugegeben sehr erstaunt gewesen, wie schnell sie ihn erkannt hatte. Seine Freundin beeindruckte ihn immer wieder. "Tut mir Leid, dass du so lange warten musstest.", flüsterte er leise auf ihre Worte hin und drückte sie an sich. Hatte sie abgenommen? Auch wenn er Anisa gerne mehr Zeit für ihr Wiedersehen gegeben hätte, erinnerte er sich an die Worte von Jaden zuvor das Mariusz schon konstant auf die Uhr starrte. "Wir müssen hier raus.", wies er Anisa an und griff an sein Headset. "Ich hab Sie. Jaden, Lev macht euch bereit.", gab er an seine Jungs weiter und zog Anisa dabei an sich. "Anisa was auch passiert, du bleibst an meiner Seite. Beweg dich nicht von mir weg. Wir holen dich hier raus." beruhigte er sie so zärtlich er in diesem Moment konnte und wartete auf das Signal der Jungs, während er mit der Hand nach seiner geladenen Waffe griff und sich bereit machte.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Am liebsten wäre Anisa in Tränen ausgebrochen und sich ihren Emotionen hingegeben, aber sie durfte nicht. Sie würde zusammen brechen und das brachte sie nicht von hier fort. Killian war hier, er war es tatsächlich! Er war nach Polen gereist, war in das Schloss eingedrungen und mit Jaden und Lev im Gepäck war er bereit, sie endlich aus dieser Hölle zu befreien. Er hatte sie gefunden... Von Beginn, hatte sie nur wenig gegessen, ihr Körper reagierte auf den Stress mit Übelkeit, was ihren noch schlankeren Körper erklärte. Abends weinte sie stumm und von Tag zu Tag wurde sie mehr zu einer hübschen Hülle, die sich gegen die Berührungen von diesem Mann dennoch wehrte. Gerade als sie seine Worte erwidern und hinterfragen wollte, wie sie denn das Schloss verlassen sollten, sprach er über ein winziges Headset mit Jaden und Lev und zuckte seine Waffe. Wollten sie sich einen Weg hinaus schießen? Nein... Das würde zu viel Aufsehen erregen...

      "Gut.", gab Jaden zurück und hatte bereits einen Plan geschmiedet, wie er Mariusz für einen Augenblick unachtsam werden ließ. "Wir müssen Mariusz aus dem Weg räumen, sonst kommen wir hier nicht weg. Ich werde ihn ablenken, wenn du hörst, das Geschirr zu Bruch geht, dann knall diesen Bastard ab. Oder schneid ihm die Kehle auf, mir ganz egal.". Neben der Tür, hinter die Killian verschwunden war, befand sich ein Servierwagen, auf dem sich ein silbernes Tablett mit gefüllten Weingläsern befand. Dieses schnappte sich der Blonde und näherte sich, mit strammen Schultern und einer Hand hinter dem Rücken, Mariusz. "Man bat mich, Fräulein An...", bevor Jaden seinen Satz beendete, täuschte er vor, über den teuren Teppich zu stolpern und beförderte das Tablett, mitsamt den Gläsern in einem hohen Bogen auf den teuren Anzug, den Mariusz trug und beschmutzte den Stoff und auf den Teppich und das Klirren der kaputtgehenden Gläser war zu hören.
    • Nach all der Zeit konnte er Anisa wieder in seinen Armen halten. Diese zarte Körper, diese Wärme. Er hatte sie so vermisst! Wie sehr sich Killian doch nach ihr gesehnt hatte. Als er auch noch die Tränen in ihren Augen sah, welche glitzernden Diamanten glich, gab er sich kurz einem Moment der Schwäche hin und drückte sie fester an sich. Er durfte allerdings keine Zeit verlieren, so sehr er auch mit Anisa ihre Wiedervereinigung feiern wollte. Das wichtigste war seine Freundin endlich von diesem Höllenloch zu bekommen! Er hatte also die schöne Rothaarige gebeten, leise zu sein und ihm nicht von der Seite zu weichen. Kill war froh über die Stärke seiner Freundin und er würde sie später dafür loben, jetzt aber mussten sie hier raus.
      Schnell hatte er sowohl Lev als auch Killian kontaktiert und stimmte den Vorschlag von Jaden direkt zu. "Verstanden, Lev bring uns hier raus.", antwortete er knapp, woraufhin ein kurzes russisches ja von seinem besten Freund folgte.
      Das mit der Kehle war keine schlechte Idee wie der Brünette befand. Zwar besaß seine Waffe einen Schalldämpfer, dennoch würde es zu viel Aufmerksamkeit erregen. Er würde also auf den Vorschlag von seinem Bruder hören. Herr Gott, das war eindeutig zu viel Folgeleistung die er hier seinem ´großen´Bruder entgegen brachte. Kill würde ihn hinterher bezüglich seiner Perücke aufziehen, dann ging es ihm gleich besser.
      "Anisa mach die Augen zu.", bat er seine Freundin, schnappte ihre Hand und rannte mit ihr aus dem Zimmer, kaum vernahm er das Klirren von Geschirr.
      "Wa...", Mariusz konnte gar nicht so schnell reagieren, da hatte sich Killian eine der großen zerbrochenen Scherben geschnappt und mit dieser einen Schnitt durch seine Kehle gezogen, woraufhin sich der schneeweiße Anzug endgültig Rot färbte.
      "Weg hier!" Zusammen mit Jaden und Anisa im Schlepptau folgte er den Anweisungen von Lev, der plante sie aus dem Haus zu führen, während er gleichzeitig Kameras und Alarme lahm legte.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Erst hatte Anisa ihren Ohren und dann ihren Augen nicht getraut. Killian war, nach all den Wochen zu ihr gekommen. Er hatte sie endlich, nach dieser grauenhaften Zeit, gefunden. Aber Anisa musste sich beherrschen, ihre Gefühle zurück halten und durfte ihm kein Klotz am Bein sein. Was genau die anderen beiden zu Kilian sagten, hörte Anisa nicht, allerdings folgte sie seinem Befehl und schloss die Augen. Sogar eine Hand hielt sie sich davor, vor Angst, die Augen auf Neugier doch zu öffnen. Das, was als nächstes passierte, hätte sie nicht sehen wollen, es hätte sie in einen Schockzustand versetzt und vermutlich ihre Beine hätten nicht mehr reagierte. Mariusz Stimme und das darauffolgende Geräusch, ließen sie erahnen, was gerade passiert war, was ihr einen Schauer über den Rücken laufen ließ. So sehr sie auch diesen Mann hasste, sie durfte nicht hinsehen... Jaden hatte sofort reagiert und die Waffe gezückt, im Falle, das Mariusz ihrer Chance, ihn zu töten, irgendwie ausgewichen war. Als sie dem ganzen Trubel näher kamen, wurden sie wieder langsamer, Jaden versteckte seine Waffe unter seiner Weste und blieb nahe an Anisa, um die Gäste, die sie ansprachen, fern zu halten. Sie sollten keinen Verdacht schöpfen, auch wenn es unüblich war, eine Braut auf diese Weise zu sehen. Womit sie nicht gerechnet hatten, war Thiago, der den Flüchtigen, mit drei bewaffneten Handlangern, den Weg versperrte. Jaden hatte sofort seine Waffe gezückt und auf den Mann gerichtet, der sich selbst als einen König bezeichnete, während Anisa sich am gespannten Körper überspannte. "Ihr seid also meine ungebetenen Gäste, die meine zukünftige Gemahlin entführen.", hörte man seine tiefe Stimme sagen.
    • Glücklicherweise war es nicht nötig, dass Jaden eingreifen musste. Wenn Killian etwas konnte, dann seine Arbeit. Er hatte exakt die Hauptschlagader am Hals binnen weniger Sekunden durchtrennt. Das Blut spritzte abscheulich, aber es war kein Anblick den er nicht gewohnt war. Er war nur froh, dass Anisa ihm den Gefallen getan hatte und die Augen geschlossen behielt. Das war es nun mal was er war. Er würde das was ihm jahrelang beigebracht wurde, niemals aus sich heraus bekommen. Dieser Beruf war ihm nicht nur in Fleisch und Blut übergegangen, er trug es auch in seiner Seele. John hatte ganze Arbeit mit der Ausbildung seines besten Auftragskillers geleistet, so sehr Kill diese Seite an sich auch hasste. Er konnte es nicht ablegen, ebenso wenig wie die Gleichgültigkeit während des Aktes. Ihm machte nicht das Töten Angst, er machte sich selbst Angst. Das es ihm so gleichgültig war ...
      Nein, nicht daran denken. Er nickte Jaden zu, behielt Anisa weiterhin an der Hand und rannte mit ihr schnell weg vom Ort des Geschehens. Lev hatte sie so gut navigiert wie er konnte, doch hatten sie nicht mit Thiago gerechnet. Instinktiv hatte Killian seine Freundin hinter sich geschoben und synchron mit Jaden nach seiner Waffe gegriffen. "Hey Opa.", begrüßte Killian mit einem frechen Grinsen, unhöflich wie er nun einmal war. "Du bist also der perverse Sack, der sich an jungen Frauen vergreift. Solltest du nicht lieber aufpassen, dass du dich nicht übernimmst? Denk an deinen Cholesterin." Obwohl Killian mit ihm sprach, erkannte er aus dem Augenwinkel einen Mann der gerade eine Waffe zückte, woraufhin Kill eine zweite Waffe hervor holte und dem Kerl an die Hand schoss, der sofort die Waffe fallen lies und aufschrie, während Killian die andere auf Thiago richtete.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Weder Anisa, noch Jaden wollten diesen Mann sehen. Jaden kotzte der Anblick dieses Mannes an und musste sich schwer beherrschen ihm nicht eine Kugel zwischen die Augen zu feuern, während Anisa wie angewurzelt auf der Stelle stehen blieb. Fast schon Synchron hatte er die Waffe mit seinem Bruder erhoben und sich schützend für die Rothaarige gestellt. Im Gegensatz zu Killian, sprach Jaden kein Wort. Er scannte stumm seine Gegner, wägte ihr Können ab und fixierte sie mit seinen Augen. Bei dem plötzlichen Schuss und des Aufschreis zuckte Anisa erschocken zusammen, Jaden hingegen behielt die Fassung. "Erst seid ihr im Begriff, meine zukünftige Ehefrau zu entführen und nun schießt ihr meine Bediensteten auch noch an? Es enttäuscht mich, aber ich glaube, ihr wisst nicht wer ich bin.", grinsend hatte der Mann in kürzester Zeit die Aufmerksamkeit der zwei Jungen Männer auf sich gezogen, während sich einer seiner Bediensteten auf leisen Sohlen unbemerkt an Anisa heran schleichen konnte, um sie mit einem gekonnten Griff wenige Meter von Killian und Jaden zu zerren. "Still gefällst du mir besser.", hatte der schwarzhaarige Bedienstete, der Anisa gepackt und in seinem Griff festhielt, ins Ohr geflüstert und hielt ihren Mund mit seiner großen Hand umschlossen, damit sie nicht weiter schrie und fluchte. Wie genau Thiagos Handlanger sich nähern konnten, konnte Jaden sich nicht erklären, jedoch wirbelte er sofort herum und richtete seine Waffe auf den Mann, der Anisa festhielt und kehrte somit Thiago den Rücken zu. Anisa wurde eine Pistole an die Schläfe gehalten, weshalb Jaden nicht abdrücken konnte, ohnehin versteckte sich der Mann, sogut er konnte hinter Anisa, um nicht abgeschossen zu werden. "Ich mache euch einen Vorschlag. Während dieser wundervollen Zeremonie erlaube ich es euch, anwesend zu sein und lasse euch danach töten. Oder aber, ich töte euch sofort.".
    • Man erkannte sie in ihrer Verkleidung nicht, weder Jaden noch Killian, das war wohl das Glück der beiden. Allerdings war ihre Situation im Moment alles andere als einfach. Auch wenn Killian einen der Bediensteten erst einmal handlungsunfähig gemacht hatte, änderte es nichts daran das sie umzingelt waren. Natürlich wäre es für Kill jetzt ein leichtes die Kerle nacheinander abzuknallen, aber er konnte nicht gleichzeitig Anisa beschützen. Er behielt weiterhin beide Waffen in Schussbereitschaft, so wie es auch sein Bruder tat. Sein Hirn ratterte ununterbrochen und er hörte auch Lev fluchen, der offenbar ebenfalls fieberhaft überlegte wie er sie hier raus bekam. Jaden hatte kein Wort gesprochen, aber inzwischen hatte Kill mit seinem vermeintlichen Bruder, ob er es nun wollte oder nicht, mehr als genug Zeit verbracht um zu erkennen das auch er damit nicht gerechnet hatte. Als Anisa plötzlich von ihnen gezerrt wurde, konnten weder er noch der Blonde rechtzeitig reagieren. Jaden hatte fast schon schrecklich naiv Thiago den Rücken zugewandt, worauf Killian instinktiv seinen Rücken an den von Jaden lehnte, damit dieser geschützt war. Die Waffe von ihm war auf Anisas Angreifer gerichtet und die Waffen von Killian auf Thiago. Killian war sich ziemlich sicher das er Anisa nicht töten würde, aber er konnte dennoch das Risiko nicht eingehen.
      Verdammte scheiße. "Ich finde beide Vorschläge ziemlich scheiße Opa, gibt es keine dritte?", hakte er mit einem frechen Grinsen nach. Er durfte jetzt nicht zeigen, dass er eigentlich keine Ahnung hatte was er im Moment tun sollte. Sein Pokerface war immer ein Segen gewesen und seine kühle provokante Art, beruhigte ihn meistens innerlich, weshalb er auch so gut in seinem Job war. Was Anisa jetzt brauchte war kein Freund oder irgendein guter Held, sondern einen Mörder. Und er musste Thiago aus dem Weg räumen und wenn er dabei selbst drauf ging.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Jaden hatte nicht anders gekonnt, als Thiago und seinen Handlangern den Rücken zu kehren. Wer wusste schon, ob der Kerl, der Anisa plötzlich von ihnen gezerrt hatte, nicht auch um die nächste Ecke verschwand, denn wenn das geschehen wäre, dann wären sie vermutlich sofort abgeknallt worden. Er erkannte die Angst in ihren Augen, sah, wie schnell sich ihr Brustkorb in diesem eng, geschnürten Hochzeitskleid hob und wieder senkte. Wie sie sich nicht rührte, aus Angst, erschossen zu werden. So wütend es den Blonden auch machte, er musste sich konzentrieren und sie mussten Anisa aus diesem Gebäude schaffen. Thiago reagierte auf Killians Worte nicht, grinste ihn lediglich weiterhin an und musterte Killian weiterhin, ohne zu wissen, wer er tatsächlich war.
      Was genau würde als nächstes geschehen? Anisa konnte spüren, wie die Waffe gegen ihre Schläfe gedrückt wurde, sah Jaden vor sich, der mit der Waffe in ihre Richtung zielte und Killian hinter ihm, der Thiago im Auge behielt. Sie konnte nicht zulassen, das sie erschossen wurden, keiner von ihnen. Sie waren wegen ihr hier, sie planten sie zu befreien... Sie konnte doch nicht einfach zusehen, wie sie dieser Mann erschoss! Anisa wollte sie nicht sterben sehen und diesen Mann heiraten müssen. Killian sollte leben! Jaden sollte leben! Sie hasste es, so schwach zu sein, nichts unternehmen zu können, deshalb auch, musste sie genau jetzt etwas unternehmen. Es war ihr egal, ob man sie erschoss, aber ihre Freunde mussten lebend wieder fliehen können, deshalb biss sie dem Mann, der ihren Mund zu hielt, so gut sie konnte in die Hand, ließ sich mit ihrem Körpergewicht zurückfallen, womit der Mann nicht rechnete, durch den Schmerz schrie und erst einige Schritte zurück taumelte und dann zu Boden fiel. Jaden reagierte sofort und schoss die Männer, die um die Ecke bogen, sofort nieder und zielte bei freiem Schussfeld auf den Mann, den Anisa auf den Boden geworfen hatte und konzentrierte sich auf die Männer, die dann ebenfalls in den Flur stürmten und vertraute auf Rückendeckung, was anderes blieb ihm nicht übrig. "Verdammtes Gör.", brummte Thiago nur, während seine Männer bereits auf Killian losstürmten und er sich unbeschadet zurück ziehen konnte.
    • Langsam aber sicher hatte er Kopfschmerzen. Egal wie sehr er sich das Gehirn zermarterte, ihm fiel nichts ein. Auch Lev schwieg, was verdammt selten war. Nun gut, er hörte ihn nur fluchen. Wäre Killian jetzt alleine, hätte er etwas unternehmen können aber er musste Anisa beschützen und scheiße man, er wollte auch nicht das seinem bescheuerten Bruder etwas passierte. Thiago starrte ihn währenddessen einfach nur an, nahm seine freche Art absolut nicht ernst und keiner hier rührte sich auch nur ansatzweise vom Fleck. Es war ein Nervenkrieg und derjenige der die Nerven zuerst verlor hatte buchstäblich verloren. Erst ein Aufschrei lies Kill geschockt umher wirbeln. Anisa hatte dem Kerl in die Hand gebissen! Gott, wäre ihre Situation nicht so gefährlich, hätte er jetzt gelacht und seine Freundin mit Lobpreisungen überhäuft, aber das musste warten. Glücklicherweise reagierte Jaden sofort und Killian konnte sich an die Arbeit machen, die Kerle welche auf sie zu rannten einen nach dem anderen niederzustrecken. Bevor Thiago auch nur in die Nähe von der Rothaarigen kam, war Kill direkt an ihre Seite gesprintet, zog sie an sich und richtete seine Waffe auf den Mann vor sich. Nur ... Thiago war verschwunden. "Scheiße.", fluchte er, während auch der letzte Mann gefallen war und sie nur noch zu dritt in einem Meer aus Leichen lagen. "Jaden ... der Kerl ist weg..." Jetzt schaltete sich aber auch Lev wieder ein. "Ist er nicht, ich hab ihn." Daraufhin blickte der Brünette zu Jaden. "Pass auf Anisa auf, ich schnappe mir den Kerl."


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Was genau Anisa gerade getan hatte, musste sie erst selbst realisieren und als sie hinab blickte, sah sie nur den leblosen Körper des Mannes, der sie bis vor wenigen Sekunden noch fest in seinem Griff hatte. Die Schüsse die ertönten verleiteten sie dazu, weiterhin am Boden zu kauern und mit Schock geweiteten Augen die Männer anzustarren, die wie tote Fliegen zu Boden gingen, sobald sie um die Ecke bogen. Jaden fixierte jeden einzelnen, erschoss sie mit einer erschreckenden Präzision, obwohl er sich als den besseren Scharfschützen bezeichnete. Nicht jede seiner Kugeln trafen die Männer in den Kopf, allerdings verfehlte er auch nicht das Herz. Der Blonde hatte sich in die Nähe der Rothaarigen vor gekämpft, sie animiert aufzustehen, bis auch Killian zu ihnen gesprintet war und Jaden auch den letzten Mann erschoss. Auch wenn keine Schritte mehr zu hören waren, behielt Jaden weiterhin seine Waffe erhoben und scannte auch die leblosen Körper, die in einer Blutlache lagen. Wer wusste schon, ob nicht doch einer von ihnen überlebt hatte, glücklicherweise aber atmete keiner mehr von ihnen. Die Rothaarige versuchte währenddessen ihre Atmung wieder zu kontrollieren, ebenso wie das Zittern ihres Körpers, das Killian im Begriff war, realisierte sie noch nicht, ganz im Gegensatz zu Jaden. "Verdammte Scheiße Killian! Wir müssen hier verschwinden, scheiß auf diesen Bastard! Wir haben keine Zeit!". So sehr Jaden den Tod dieses Mannes auch wollte, konnten sie kein Risiko eingehen. Erst mussten sie Anisa aus diesem Gebäude schaffen, dann könnten sie - wenn sie in Sicherheit waren - sich überlegen, ob sie diesen Mann noch immer töten sollten.
    • Die Maßregelung von Jaden ging Killian gewaltig gegen den Strich. Natürlich hatte der Blonde Recht sie mussten Anisa hier heraus bekommen bevor dieser Bastard noch Verstärkung rief, aber ... "Dieser Bastard hat mein Mädchen ...", doch weiter kam Killian mit seiner Wut nicht, denn als sein Blick auf Anisa fiel wie ängstlich sie war, obwohl sie gerade so tapfer gekämpft hatte brach ihm das Herz. Schon wieder musste sie so einen Anblick sehen. Schon wieder musste sie erkennen, dass ihr Freund ein kaltes Monster war, schon wieder hatte er sie nicht richtig beschützen können. Killian atmete tief durch und nickte. "In Ordnung, lass uns verschwinden. Lev?", daraufhin fasste Killian kurz an sein Headset, welches eigentlich nur kleine Kopfhörer in seinem Ohr waren. "Verstanden. Ich navigiere euch. Ich habe bereits einen Fluchtwagen organisiert. Macht das ihr raus kommt." Sowohl er als auch Jaden konnten die Anweisungen des Russen vernehmen, daher nickte Kill seinem Bruder zu und blickte zu Anisa. "Wir verschwinden." Vorsichtig nahm er seine Hand und half ihr nach oben. "Kannst du gehen?", hakte er besorgt nach. Nachdem er seine Antwort erhalten hatte, stürmten sie gemeinsam so schnell sie konnten aus dem riesigen Anwesen. Zwar stellte sich hin und wieder jemand ihnen in den Weg, aber im Großen und Ganzen kamen sie heil aus dem Gebäude. Wie Lev es ihnen gesagt hatte, wartete versteckt schon ein schwarzer Wagen auf sie mit verdunkelten Scheiben. So schnell sie konnten waren sie in das Auto gesprungen. Nicht eingestiegen, förmlich gesprungen und ihr Fahrer drückte direkt das Gas durch. Als ihr Fahrer hatte sich Lev entpuppt. "Anisotschka, ich hab dich vermisst.", begrüßte Lev seine lieb gewonnene Freundin.
      "Schau auf die Straße verdammt!", fauchte Kill panisch und schnappte sich das Lenkrad, da sein bester Freund meinte sich einfach mal zu Anisa umzudrehen.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Diesen alten Perversen zu töten, war auch das, was Jaden am liebsten getan hätte, aber ihnen blieb keine Zeit. Solang ihnen noch die Möglichkeit blieb, mussten sie das Gebäude verlassen und schleunigst von hier verschwinden, wer wusste schon, ob bereits schon weitere Verstärkung unterwegs war. Das Killian mitten in seinen Worten inne hielt, als sein Blick auf Anisa fiel und nach einem Augenblicks seinem Bruder dann zustimmte, erleichterte Jaden. Er konnte die Wut seinen Bruders nachvollziehen, aber ihnen blieb absolut nichts übrig. Sie mussten verschwinden! Glücklicherweise konnten sie ohne, das Anisa ihnen auch noch zusammen brach, auch schon losstürmen, als Killian der Rothaarigen auf ihre wackligen Beinen geholfen hatte. Immer wieder liefen ihnen Bewaffnete über den Weg, die sie kurzerhand ebenfalls erschossen hatten und kämpften sich so durch das Gebäude. Größtenteils der Gäste war bereits aus dem Gebäude geflohen, eng Verbündete allerdings stellten sich den Flüchtigen ebenso entgegen, nur um wie ihre Kollegen zu enden - tot. Mithilfe von Lev, der sie aus dem Gebäude lotste, konnten sie ihre mittlerweile verstörte Anisa, ohne Schaden zu nehmen, aus dem Gebäude schaffen und sprinteten die letzten Meter zum Wagen, der bereits auf sie versteckt wartete. Bevor Jaden seine Tür geschlossen hatte, drückte der Fahrer auch schon aufs Gas. Lev war es, der auf sie gewartet hatte. Jaden starrte aus den getönten Scheiben, um Verfolger ausfindig zu machen, jedoch konnte er niemanden erkennen. Die grünen Augen der Rothaarigen blickten auf, starrten ihren russischen Freund an, als ihr die Tränen über die Wangen rollten. Sie war in Sicherheit... "Ich dich auch.", hatte sie kaum hörbar geflüstert. Mit dem plötzlichen Aufprall, hatte allerdings keiner gerechnet. Ein schwarzer Jeep war mit hoher Geschwindigkeit seitlich in das Auto gefahren und hinderte die Flüchtigen daran, das Grundstück zu verlassen und beförderte sie gegen die weiße Ziegelsteinmauer, die um das gigantische Gebäude errichtet worden war.
    • "Wir haben dich wieder Kleines.", flüstere Lev zärtlich und wollte gerade seinen besten Freund beruhigen, der panisch nach dem Lenkrad gegriffen hatte, da wurden sie plötzlich von der Seite gerammt. Okay, das hatte wirklich keiner von Ihnen ahnen können. Da Killian nicht saß, sondern über den Sitz gebeugt war, hatte der starke Aufprall und die Konfrontation mit der nicht gerade sehr sympathischen Mauer die Folge, dass er sich den Kopf angestoßen hatte und an der Stirn blutete. Die rote Flüssigkeit lief ihm durch die Platzwunde über das linke Augen und er sah ein wenig vorwurfsvoll zu Lev. "Killchen!", stammelte er panisch, woraufhin der Brünette nur seufzte und sich direkt zu den anderen beiden drehte. "Geht es euch gut?" Als er sich nach dem Wohlergehen der beiden vergewissert hatte und Lev verlauten lies, dass ihm nichts passiert war, womit sie wirklich verdammtes Glück hatten blickte Killian zu dem Verursacher des Unfalls. "Blondi, pass auf mein Mädchen auf. Wenn ihr was passiert, bring ich dich um", wies er Jaden an, küsste Anisa sanft auf die Stirn ehe er sich die Waffe schnappte und vorsichtig die Tür öffnete. "Bist du si...", begann Lev, woraufhin Killian lediglich "Pss", zischte und aus dem Wagen stieg. Natürlich alles andere als unvorbereitet. Er würde sich diesen Idioten nicht zum Fraß vorwerfen, aber er musste die anderen beschützen. Würden sie nämlich jetzt im Wagen sitzen bleiben, würden sie wahrscheinlich in den Tank schießen,da konnte ihre Scheibe noch so starkes Panzerglas besitzen.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Die Truppe hatte vermutlich mit allem gerechnet, mit einer Verfolgungsjagd in der mehrere Schüsse fielen, Fallen, die man ihnen gestellt hatte oder aber auch einem Scharfschützen, der sein Glück versuchte, aber nicht mit einem heftigen Aufprall mit einem Auto und folglich der Mauer, die das Gebäude umzäunte. Jaden knallte bei dem Aufprall mit seinem Kopf gegen das Fenster, ebenso wie Anisa. Ihre Köpfen pochten und Anisa wurde panisch, ganz im Gegensatz zu Jaden, der zwar ebenfalls erst realisieren musste, was geschehen war, allerdings schnell wieder gefasst war, auch wenn sein Kopf heftig hämmerte. Jaden hatte Killian nur zugenickt, während Anisa nicht wusste, wie sie reagieren sollte. "Nichts passiert...", hatte sie aber irgendwann von sich geben können, bis ihre Augen panisch aus dem Fenster starrten. Niemand war zu erkennen, als Killian aber Anisa einen sanft auf die Stirn küsste und meinte, Jaden solle auf sie aufpassen, wollte sie ihm widersprechen, Lev kam ihr allerdings zuvor und dieser wurde schon von Killian unterbrochen. Ihr Körper zitterte und sie spürte wieder diese Angst, wie sie sie schon die letzten Wochen gespürt hatte. "Dieser verdammte Idiot.", brummte Jaden, schnallte sich ab und hinterließ Lev und Anisa eine weitere Waffe. "Bitte...", begann Anisa, wurde jedoch von Jaden unterbrochen. "Sorge dich nicht, ich bringe ihn dir wieder zurück.", flüsterte der Blonde und nahm sich einen kurzen Moment, um Anisa zu betrachten. Sie konnte ganz genau die Sorge in seinen Augen sehen, ebenso wie Trauer. Er wusste, wie seine Liebe zu seinem jüngeren Bruder stand... "Ich vertraue dir.", wandte er noch an Lev und stieg ebenfalls aus dem Auto und schloss sich Killian auf leisen Sohlen an. "Lev schafft das.", flüsterte er nur kaum hörbar, ohne Killian anzusehen. Er wusste, das er ihn vermutlich wütend ansah, weil er nicht im Auto geblieben war.
      "Die haben wir ordentlich erwischt. Sind sie tot?", hörte man eine tiefe Stimme mit gesenkter Stimme sprechen. "Lass uns nachsehen, der König wird wütend sein, wenn das Mädchen nicht mehr am leben ist.".
    • Sein Schädel brummte. Gott, er hatte Kopfschmerzen und sicherlich eine Gehirnerschütterung, ihm war nämlich speiübel. Allerdings hatte er keine Zeit sich darüber jetzt Gedanken zu machen, er musste Anisa in Sicherheit bringen. Killian verfluchte sich, dass er nicht mit solch einem Angriff gerechnet hatte, dass er unaufmerksam geworden war. Nun saß seine Freundin in dem demolierten Wagen, denn sich Lev sicherlich irgendwo mal eben kurz geschlossen hatte und dessen Besitzer tausend Tränen vergoss. Sicherlich hatte sie immer noch große Angst. Er wollte das schöne Mädchen in seine Arme ziehen, ihr sagen das er für sie alles aufgeben würde, dass sie fliehen würden und er für sie neu anfangen würde. Er würde versuchen all das hinter sich zu lassen, ein normaler junger Mann werden, der für sie sorgen würde. Killian wollte so viel, aber im Moment wusste er nicht ob sie überhaupt alle heil aus der Geschichte heraus kamen. Wenn er wenigstens die Verfolger umbringen konnte, auch wenn es ihn erwischte, könnten die anderen verschwinden. Seinen Plan zur Nichte machen musste aber natürlich sein vermeintlicher Bruder, denn er versuchte finster anzusehen. War nur nicht unbedingt einfach, wenn man überall Blut im Gesicht hatte und egal wie oft man darüber wischte, es einfach nicht aufhörte. Darüber würde er sich aber später Gedanken machen müssen. Er seufzte also bei den Worten des Blonden leise. Er vertraute Lev, er würde auf Anisa aufpassen das wusste er. Eine fremde Stimme holte ihn aber sehr schnell zurück in die Realität, als er versuchte ein wenig abzutriften. Offenbar hatte ihn der Schlag mehr erwischt als er zuerst angenommen hatte. "Jaden.", murmelte er um seinen Bruder aufmerksam werden zu lassen.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Jaden vertraute Lev, er würde auf Anisa aufpassen und sie vor jedem beschützen, der ihnen zu Nahe kam. Gott, wie sehr er diese Frau in sein Herz geschlossen hatte... Er hatte gesehen, wie sie ihn angesehen hatte, das er nun wusste, welch Bindung sie zu Killian hatte und die Trauer in seinen Augen. Niemals hatte er sie weinen sehen wollen und in diesem verfluchten Kleid, das sie noch immer trug. Nicht in so einem Zusammenhang und nicht so Blut befleckt. Sie sah traumhaft aus, die Tatsache aber, weshalb sie es trug, machte es wieder abscheulich. Erst Killian, der seinen Namen flüsterte, holte ihn wieder aus seinen Gedanken und konnte die ihm fremde Stimmen hören, die miteinander sprachen. Sein Kopf pochte heftig und er musste dieses Schwindelgefühl unter Kontrolle bringen. Dieser Aufprall hatte ihnen alle ordentlich zugesetzt. Die Männer, die sich erkundigen wollten, ob den Flüchtigen und insbesondere Anisa etwas zugestoßen war, näherten sich bereits dem Auto. Glücklicherweise war der Abend bereits angebrochen und die Sonne fast untergegangen, weshalb sie die Dunkelheit der Schatten zu ihrem Vorteil nutzen konnten. Der Himmel war in den wunderschönsten Farben getaucht, von Lila, bis zum Blutrot, die diesen Tag nur noch untermalte. Jaden zückte sein Messer und hielt es bereit, als er Killian zunickte. Sie mussten sie leise überwältigen, es würde nicht lange dauern bis Verstärkung kommen würde und auch Thiago. "Ich nehme den Linken.", flüsterte Jaden, als er die beiden Männer beobachtete, die sich dem Auto gefährlich nährten. Unbemerkt schlich er sich an seine Zielperson an und hielt ihm, als er nah genug war, den Mund zu und jagte das Messer in seinen Schädel und hielt ihn solange in seinem Griff, bis der Körper schwer wurde und zu Boden fiel. Leider nur näherte die Verstärkung sich viel zu schnell und Jaden ging sofort wieder in Deckung. Sie mussten alle ausschalten und von hier fliehen solange sie noch konnten. Wenn sie allerdings nicht aufzuhalten waren, wusste Jaden, Lev ein Signal zu geben, um Anisa in Sicherheit zu bringen.
    • Er fühlte sich als würden tausend Jaden auf seinem Kopf herum trampeln, dabei war er mit einem schon ausgelastet genug. Sein Schädel hämmerte und bei jedem Schritt hatte er das Gefühl sich übergeben zu müssen. Sie mussten sich beeilen und schnell hier wegkommen, bevor Verstärkung anrückte. Der Blonde an seiner Seite sah ebenfalls nicht mehr so taufrisch aus und sicherlich hielt auch er sich mehr schlecht als recht auf den Beinen. Ihm widerstrebte es zwar immer noch, dass er nicht auf ihn gehört hatte, aber Killian vertraute Lev blind und er wusste das seine Freundin bei ihm in den besten Händen war. "Wir müssen das schnell erledigen.", flüsterte er seinem Bruder leise zu und blickte zu der linken Person um welche sich sein Bruder kümmern wollte. Er würde also den Rechten übernehmen. Ein Typ mit Glatze, so breit wie hoch und einer Lederjacke über dem Anzug - kreativ. Jedenfalls sah er aus wie einer dieser Videospiel-Schurken aus den 90ern. Glücklicherweise waren ihre Gegner bislang nur zu zweit und Kill hoffte, dass das auch so blieb bis sie sich aus dem Staub machen konnten. Der Gedanke Anisa ein zweites Mal in den Händen dieser Bastarde zu wissen, machte ihn verrückt. Er wollte jetzt einfach nur mit den Jungs und ihr verschwinden, weit weg und weg von allem was sie mit John und dem Opa hier in Verbindung brachte.
      Als er bemerkte, wie der Blonde neben ihm sein Messer zückte, entschied er das dieses Vorgehen tatsächlich am effektivsten wäre. Sie durften keine Aufmerksamkeit erregen, also tat er es Jaden gleich und nahm sich ein Taschenmesser, dass er bei sich trug. Er war weniger der Typ der mit einem Messer kämpfte, aber man konnte mit einer geschickten Hand auch jemanden mit einem Taschenmesser das Licht ausknipsen. So arrogant es auch klingen mag, bewunderte sich Killian gerade selbst für seine Schnelligkeit trotz Schwindel, welche er an den Tag legte und vor dem Typen auftauchte um diesen geschickt die Kehle aufzuschlitzen. Ein Glück musste Anisa das nicht mit ansehen. Einmal mehr war er froh für die getönten Scheiben des Wagens. "Lass uns hier verschwinden. Beeilung.", wandte er sich an Jaden und öffnete schnell die Autotür. "Lasst den Wagen stehen, beeilt euch wir müssen hier weg."


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Kaum hatten sie die zwei Männer überwältigt, war auch schon das Getrampel der Verstärkung zu hören. Sie mussten verschwinden, solang ihnen noch die Möglichkeit blieb, noch waren ihre Feinde weit genug entfernt um in den Schatten unterzutauchen und zu verschwinden. Jaden nickte Killian zu, der die Autotür öffnete, wodurch Jaden den angstvollen Blick der Rothaarigen sehen konnte. Er hasste es, sie so zu sehen, umso wichtiger war es, sich nun zu beeilen und zu verschwinden. Glücklicherweise hörte Anisa auf die Worte ihres Freundes und stieg sofort aus dem Auto. Noch immer musste sie dieses wunderschöne und doch schreckliche Brautkleid, das mit Blutspritzern befleckt war, tragen, ihre High Heels hatte sie beim aussteigen ausgezogen, ohne wäre sie schneller. Der Anblick von Killian, wie das Blut aus seiner Wunde und über sein Gesicht rann, trieb ihr weitere Tränen in die Augen. "Bewegt euch im Schatten der Mauer. Wir können einen der geparkten Autos klauen oder aber, wir schaffen es zu unserem Van. Egal wohin wir gehen werden, sie werden vermutlich bereits auf uns warten. Wir könnten noch durch den Wald, dort können sie uns nur schwer verfolgen, aber zu Fuß sind wir zu langsam.", meinte Jaden. Egal welchen Weg sie wählen würden, wenn sie nicht schnell genug wären, dann würde dieses Grundstück bald schon umzingelt sein und Thiago würde auch nicht lange auf sich warten lassen.