[2er RPG] ☠ I need a Gangsta ☠

    • Killian kannte die Villa in und auswendig. Würde man ihm die Augen verbinden würde er dennoch jeden einzelnen Raum finden und wissen wo er sich befand. Er hatte Jahre hier verbracht, in seiner Kindheit sogar hier gewohnt bis er alt genug war und eine eigene Wohnung beziehen konnte, bzw. bis er es nicht mehr ausgehalten und John um Erlaubnis gebeten hatte auszuziehen. Die Voraussetzung war, dass er sich wenn er nicht auf Mission war jeden Tag blicken lies. Eine nervige Forderung, aber ein geringer Preis für seine Freiheit. Aber gerade weil Kill jeden Winkel dieses goldenen Käfigs kannte, wusste er auch in welchem Raum er ungestört telefonieren konnte. So fand er sich in einer kleinen Kammer im nördlichen Flügel des Hauses wieder. Das Zimmer stand schon seit er sich erinnern konnte leer. Lediglich eine Nähmaschine stand darin, ansonsten betrat nicht einmal die Haushälterinnen dieses Zimmers, was den Staub und alles andere erklärte. Was dieses Zimmer so geheim machte wusste er nicht, aber hier bestand keine Gefahr abgehört oder gefunden zu werden. Killian stellte sich an das winzige Fenster, das dringend geputzt werden sollte und blickte durch die verstaubte Scheibe auf den Hof. Es war als wäre die ganze Sicht mit einem Grauschleier bedeckt worden.
      "Du musst eine Person für mich ausfindig machen.", hatte er nach langer Zeit des Schweigens an seinen besten Freund gerichtet. Lev wusste das sich sein Freund erst einmal einen ruhigen Ort suchte, bevor er mit ihm sprach weswegen sich auch der Russe in eisernes Schweigen gehüllt hatte.
      "Du weißt was ich brauche.", antwortete ihm Lev knapp. Woraufhin Killian eigentlich nicken wollte, bis ihm klar wurde das ihn Lev ja schlecht so sehen konnte. "Ich weiß. Spasibo.", daraufhin legte Kill auch direkt wieder auf.
      Ob der Blonde es nun bemerkt hatte oder nicht, den anderen hatten es jedenfalls nicht. Killian hatte in ihrer kleinen Streitrunde unauffällig ein Foto von dem Fremden machen können, welches er nun als Lev weiterleitete.


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    • Sie musste sich verhört haben. Nach Polen? Sie sollte ernsthaft diesen Fremden in ein anderes Land begleiten? Entsetzt starrte sie ihren Vater an, saß wie versteinert auf dem Ledersofa und wusste nicht zu reagieren. Das konnte nicht sein ernst sein. Für wie lange? Was war mit Killian und was würde aus ihr werden? "Das kann nicht dein ernst sein...", sagte sie schockiert und gesenkter Stimme, worauf keiner der beiden Männer antwortete. Das konnte nicht wahr sein. Nach Polen, verdammte Scheiße! Und warum um Himmelswillen vertraute ihr Vater diesem Kerl?
      So sehr Anisa sich auch gegen ihren Vater aufgespielt hatte, so sehr sie sich auf mit Händen und Füßen gewehrt hatte, hatte sie sich dann doch irgendwann weinend im Flugzeug befunden und war auf dem Weg nach Polen... Fuck! Was um alles in der Welt hatte ihren Vater dazu gebracht, sie nach Polen fliegen zu lassen! John hatte sie mit einer langen Umarmung, liebevoll flüsternden Worten und einem Kuss auf die Stirn verabschiedet. Im Gegensatz zu John, hatte Anisa nur versucht sich aus seinen Armen zu befreien, mit niemandem ein Wort gesprochen und hätte am liebsten alles um sie herum kurz und klein geschlagen. Polen also.... Wenn sie könnte, würde sie sich aus diesem Flugzeug stürzen. Zwei Stunden würde es nur dauern, bis sie sich in Warschau befanden und das alles auch noch ohne Gepäck. Ihr Handy wurde ihr von ihrem ach so wundervollen Bodyguard abgenommen und deshalb gab man ihr auch nicht die Möglichkeit, irgendjemanden zu kontaktieren, auch Killian hatte sie nicht informieren können... Sie betete zu Gott, das er sie fand.
      Nach drei viel zu langen Stunden hatte sich die Rothaarige dann in einem riesigen Gebäude wiedergefunden. Eigentlich glaubte Anisa, sich in einem riesigen Schloss zu befinden. Prunkvoll thronte es auf einem hohen Hügel, das von hoch gewachsenen Bäumen teilweise verdreckt wurde. Von der Inneneinrichtung wollte Anisa gar nicht erst anfangen und eigentlich wollte sie sich viel lieber auf diesem teuren Boden übergeben, als über diesen Ort zu staunen. Dieser blonde Idiot sollte ihr das Handy wieder zurückgeben, als sie von Ort zu Ort zu scheuchen.
    • Mariusz Nowak, 34, geboren in Warschau, Exsoldat und ausgebildeter Personenschützer. Jahrelange Berufserfahrung mit Auszeichnungen und Verdienstorden. Soweit Levs Informationen. Sein bester Freund hatte ihm eine Mappe zukommen lassen, mit Fotos und Lebenslauf, aber dabei mit der Stirn gerunzelt, ähnlich wie Killian es bei dieser viel zu perfekten Akte getan hatte. Irgendetwas stimmte nicht mit diesem Kerl. Auch die Alarmglocken von Lev hatten direkt geläutet, aber ganz gleich wie sehr er auch weiter geforscht hatte überall waren die Informationen gleich. Dennoch hatte ihm der Russe versichert, dass er es darauf nicht beruhen lassen würde, aber um Zeit gebeten.
      Zeit welche Killian damit verbracht hatte seine Freundin zumindest am Handy zu beruhigen.
      Bis irgendwann keine Nachrichten mehr ankamen.
      ...
      Die Zeit ohne seine Freundin war genau wie John es einkalkuliert und Anisa befürchtet hatte. Er versank in Arbeit, die er wie immer mit Perfektion ausführte damit er kein Aufsehen erregte oder sich verdächtig machte, während er nebenher nach Informationen über den Blonden jagte.
      Das ganze zog sich eine Woche, bis ihn die nächste Neuigkeit direkt aus der Bahn warf.
      "POLEN?!"
      Mit dieser Hiobsbotschaft seines besten Freundes, hatte er nicht nur den neuen Wohnzimmerteppich ruiniert sondern auch seine eigentliche Lieblingskaffeetasse in mehrere Teile gespalten. Da Killian von Natur aus ein misstrauischer Mensch war, hatte es ihn irritiert seine Freundin nicht einmal mehr in der Villa ihres Vaters anzutreffen. Dieser Mariusz konnte noch so gut sein, er konnte aber nicht mal eben einen Menschen verschwinden lassen, schon gar nicht die Prinzessin der Astolfo-Familie. Anisa reagierte weder auf seine Nachrichten, welche er allerdings so formuliert hatte als kämen sie nicht von ihm, weil die Paranoia in ihm das Gefühl hatte der Blonde fing ihre Nachrichten ab, bevor sie ihre Besitzerin überhaupt zu Gesicht kam, noch wollte ihm irgendjemand verraten wo sie war. Auch die Bediensteten der Villa, welche er mit ein wenig Charme leicht überzeugen konnte, wurden offenbar nicht eingeweiht.
      Jetzt hatte Lev der seine Augen und Ohren überall hatte den Grund für das plötzliche Verschwinden heraus gefunden und Killian der ohnehin wieder kaum geschlafen, noch gegessen hatte, den Boden unter den Füßen weg gezogen.
      Die ganze Woche hatte er damit verbracht kein Aufsehen zu erregen, einen Plan zu kreieren der ihn wieder zum Bodyguard von Anisa machte, seine Arbeit mit Perfektion erfüllt und nebenher an der Recherche zu diesem Fremden geplant und wofür? Sie nahmen ihm Anisa auf eine komplett andere Art weg, welche ihm hätte einfallen können.
      Vollkommen übermüdet, auch wenn er den Schlafmangel gewohnt war hatte er seine Tasse fallen lassen, inklusive sich selbst und saß fassungslos auf dem Sofa.
      "Ich muss sie zurückholen..."
      "Killchen, wenn du vor dem Höllentrip, welchen alle Urlaub nehmen mit dem Perversen aufbrichst, machst du zu sehr auf dich aufmerksam. Ich hasse es dich bei diesem Bastard zu sehen, aber noch ist er nicht dahinter gekommen in welcher Verbindung du zu seiner Tochter stehst und glaubt weiterhin das er dein Allerheiligstes ist. Er muss in dem Glauben bleiben, damit wir Anisa ohne den Verdacht auf dich zu lenken dort wegholen können. Das setzt aber voraus, dass du die Füße still hältst...zumindest noch ein bisschen.", erklärte ihm Lev, woraufhin ihn Killian fassungslos ansah.
      "Lev meine Freundin ist in Polen, bei einem Irren der grinst wie dieser Joker-Typ! Und du erwartest das ich die Füße still halte?"
      "Anisotschka ist mir auch wichtig und weil sie das ist, müssen wir rational bleiben. Warum glaubst du bist du in deinen Missionen so gut? Weil du dein Herz verschließt und rational denkst. Ich weiß das du sie liebst, aber jetzt brauchen wir deinen Verstand. Er wird sie nicht töten, also bleibt uns noch etwas Zeit. Versuche du keine Aufmerksamkeit zu erregen und versuch dem Alten irgendwie dazu zu bringen das er redet. Ich werde solange heraus finden wo sie ist. Aber wir werden Hilfe brauchen..."
      Er wusste das Lev Recht hatte. Lev hatte immer Recht, dass war echt unheimlich. Das Schlimme an der Sache war, dass ihm nur ein Mensch außer Lev einfiel, dem er auf erschreckende Art und Weise zu vertrauen versuchte und er hasste es.
      Gott, wie er es hasste!
      Noch mehr hasste er diese verfluchten Emojis, die ihm der Kerl Tag täglich aufs Handy schickte!
      "Ich hasse es wenn du Recht hast ...", grummelnd blickte Killian auf dem Boden und winkte ab. "Ruf diesen blonden Köter schon an ..."
      "Du bist sein Bruder, ich glaube wenn du ihn bittest dann ...."
      "Lev zwing mich nicht dir weh zu tun."
      "Schon gut, schon gut...", lachend wählte er die Nummer des Blondschopfs, ehe er amüsiert in den Hörer grinste. "Killchen ist zu stolz dich um Hilfe zu bitten, also muss ich ran." Nebenher wich der Russe gekonnt einem geworfenen Kissen aus.
      "Wir haben ein Problem...hör also gut zu."


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    • Eine ganze Woche war vergangen, in der Anisa bereits von der Außenwelt abgeschottet war. Ihr Handy hatte Mariusz eingezogen und ihr nicht mehr ausgehändigt, er verriet ihr nicht wie lange sie sich hier aufhalten würden und wer er war. Mit Anisa sprach er nicht viel über sich selbst, schleifte sie, egal wo er auch hin ging mit sich und behandelte sie nicht sonderlich freundlich, was auch die Rothaarige zur Weißglut brachte. Mit Händen und Füßen wehrte sie sich täglich und tatsächlich hatte sie es auch geschafft, ihm so fest mit der Handfläche ins Gesicht zu schlagen, das seine komplette rechte Gesichtshälfte rot angeschwollen war. Nun, mit einer wütenden Anisa sollte man sich lieber nicht anlegen. Täglich befahl sie dem Mann, ihr Handy wieder auszuhändigen, Mariusz allerdings sah sie nur mit diesem eigenartigen Grinsen an. Noch hatte Anisa ihre Angst und Panik zurückhalten können, bald aber würde sie alles kurz und klein Schlagen und alles daran setzen, um aus diesem riesigen Schlossähnlichen Gebäude zu flüchten. Ob ihr Vater wusste, wie sie an diesem Ort behandelt wurde, wusste sie nicht, allerdings zweifelte sie daran, sonst hätte er bereits seine Tochter aus den Fängen dieses Mannes wieder befreit. Oder war ihm dieser Zustand absolut bewusst gewesen? Nein, das wollte Anisa nicht glauben. Auch wenn sie ihren Vater begann zu hassen, handelte es sich noch immer um ihren Vater... Sowas würde er nicht...

      Das ausgerechnet jemand mit russischem Akzent vom anderen Hörer aus sprach, ließ den blonden Amerikaner nur auflachen. Natürlich war es Lev, wie hatte er auch nur eine Sekunde glauben können, das Killian ihn anrief? Und das freiweillig. Das konnte also nur bedeuten, das irgendetwas gewaltig schief läuft... Als Lev Jaden aber dann alles schilderte, glaubte er seinen Ohren nicht. Anisa in Polen? Verdammte scheiße! Wie hatte er so unachtsam werden können? Nicht nur das er ein Auge auf die Rothaarige warf, quetschte sich seine eigentliche Arbeit ebenso dazwischen. Streng genommen sollte er Anisa ja entführen und nach Amerika verfrachten, seinem Boss aber erzählte er eine Ausrede nach der Anderen. Killian war niemand Unbekanntes, auch in seinem Heimatland nicht, deshalb bekam Jaden immer wieder Nachsicht, nur lange würde es nicht mehr andauern, bis die Zeit abgelaufen war. "Verdammte scheiße, ist das dein ernst?", sagte Jaden nur fassungslos und starrte auf den Boden vor seinen Füßen, sogar seine halb, aufgerauchte Zigarette hatte er fallen lassen. Auf diese Nachricht war Jaden eindeutig nicht gefasst gewesen. Dieser verdammte Astolfo, hatte er tatsächlich seine eigene Tochter in ein anderes Land geschickt? Weshalb? Absolut jeder, der in dieser Branche arbeitete, kannte John Astolfo und jeder der sich mehr mit seiner Geschichte befasste wusste, wie sehr er seine verstorbene Frau und auch seine Tochter liebte. Irgendetwas stimmte absolut nicht. "Und was ist der Plan? Unter keinen Umständen werde ich hier bleiben, ich setzte mich sofort in den nächsten Flieger.".
    • Um sich selbst irgendwie zu beruhigen, hatte Killian bereits eine neue Zigarettenschachtel geöffnet und sich direkt einen der Dinger angesteckt. Anisa würde ihn verfluchen und auch Lev sah ihn bereits mahnend an, wäre er nicht damit beschäftigt Jaden auf den neusten Stand zu bringen. Es kotzte Killian an, dass er schon wieder mit Jaden in Verbindung treten musste. Nicht weil er ihn hasste, sondern der Hass langsam nachließ und das war etwas wovor sich der sonst so furchtlose Auftragsmörder fürchtete. Er hatte Angst davor seinen vermeintlichen Bruder in sein Leben zu lassen. Er hatte Angst davor ihn zu mögen und dann zu verlieren oder verraten zu werden. Das alles konnte und wollte der Brünette nicht noch einmal durchmachen. Allerdings war der Blonde auch der einzige Mensch neben Lev, dessen Talent er genug vertraute und von dem er wusste, dass er ihm helfen konnte. Es war zum kotzen.
      Nachdem der Russe also erklärt hatte was passiert war, hörte man ihn kaum hatte er seinen Satz beendet direkt schwer seufzen.
      "Ihr Brüder seit euch viel zu ähnlich, wisst ihr das?" Daraufhin hatte Killian ihm erneut ein Kissen entgegen geworfen. Wieder mal perfekt ausgewichen - verfluchter Ninja. Gab es in Russland Ninjas?
      "Du fliegst nirgendwo hin sondern triffst dich mit uns hier, damit ich euch alles weitere erkläre. Killchen hingegen ... muss John beschäftigen. Ich glaube nämlich das der Alte seine Finger im Spiel hat.", erklärte der Russe mit dem Akzent, welchen Killian so sehr an ihm liebte. Gerne hätte Kill widersprochen, gesagt das es immer noch ihr Vater war, aber er stimmte Lev zu...
      Er glaubte auch das irgendetwas in John sich geändert hatte. Er sah Killian intensiver an, heckte plötzlich irgendwelche Pläne aus und er überließ seine eigene Tochter irgendeinem Fremden. Etwas stimmte hier nicht und darum konnte er nicht widersprechen.


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    • Das war doch alles zum Kotzen. Nicht nur, das Jadens Boss ihm im Nacken, bezüglich der italienischen Schönheit saß, sondern jetzt auch ihr eigener Vater durchdrehte. Das er sich überhaupt noch wunderte, überraschte ihn selbst. Mal ehrlich, Jaden befand sich in absolut keiner Welt, die man als 'Normal' bezeichnen konnte. Während ein ehrlicher Arbeiter, der den gesamten Tag an seinem Computer sitzen oder Kundengespräche und irgendwelche Meetings abhalten musste und nach Feierabend zu seiner Frau und seinen wundervollen Kindern gehen konnte, setzte Jaden sich hinter sein Visier, konzentrierte sich auf sein Ziel und erschoss ihn. Ob Mann oder Frau, Jaden tötete ohne mit der Wimper zu zucken und sein Talent als Scharfschütze war Goldwert. Am liebsten würde er sich ja in die Nähe der Villa von John Astolfo begeben und ihm eine Kugel zwischen seine Augen befördern, nur leider machte man ihm es nicht so leicht. Wäre es möglich, hätte es schon lang jemand vor Jaden versucht. "Dieser Bastard hat seine schmierigen Finger doch mit im Spiel, niemals schickt er seine eigene Tochter nach Polen! Dieser Kerl arbeitet allein, er schließt sich niemandem an, irgendetwas führt er im Schilde.", mit einem schweren Seufzen trat er seine, noch glühende Zigarette, aus. "Ich bin schon unterwegs.", hatte Jaden das Gespräch beendet, nachdem Lev ihm verraten hatte, wo sie sich treffen sollten und ohne eine weitere Sekunde zu verlieren, hatte sich Jaden, Lev und Killian angeschlossen. Sein üblich dämliches Grinsen, wenn er auf Killian traf, fiel dieses Mal aus, Jaden hatte alles andere, als gute Laune - die er eigentlich sonst immer besaß. Jaden lächelte fast nur, grinste jemanden wie Killian pausenlos dämlich an und riss seine Scherze. Nun aber kochte er förmlich vor Wut. "Wer ist dieser Kerl, der Anisa mitgenommen hat?".
    • Das der Blonde ihn heute nicht in Grund und Boden grinste, erstaunte Killian fast schon ein wenig. Offenbar gab es Jaden auch in einer schlecht gelaunten Version - interessant. Es war fast gruselig wie friedlich er sein konnte, wenn er mal keine dummen Scherze riss oder Killian irgendwelche Hasenohren hinter dem Kopf formte, während er ihn stundenlang für ein Selfie überredete. Inzwischen besaß der Brünette mehr Bilder als ihm lieb war, nicht das er auch nur eines davon jemals freiwillig gewollt hätte. Jaden hatte eine interessante Art ihn zu überreden: Er schnappte ihn auf und drückte auf den Auslöser. Seine Gesichtsausdrücke auf solch gekonnten Bildern, konnte man sich demnach vorstellen. Dieses Mal blieb die Photosession allerdings aus. Zu seinem Glück oder Pech schien sich Jaden noch in Italien aufzuhalten und war schneller an ihrem Treffpunkt als Kill erwartet hatte. Nun sollte ihn Jaden tatsächlich noch überraschen können? Inzwischen traute er ihm ohnehin alles zu.
      "Sein Name ist Mariusz Nowak. Hier sind seine Unterlagen. Allerdings zweifeln wir an der Richtigkeit der Angaben zu dem Kerl. Lev hat sich aber bereits dahinter geklemmt und recherchiert.", antwortete Killian knapp und reichte seinem Bruder die Akte, welche er auch von Lev erhalten hatte.
      Die drei hatten sich in einer Kneipe getroffen, in welcher man sich und seine Position eigentlich kannte. Die Kneipe war ohnehin so korrupt, dass ein Krimineller mehr oder weniger nicht einmal mehr auffiel. Lev hatte ihnen eine Lounge gemietet, in der sie sich ungestört unterhalten konnten. Normalerweise würde man solche Gespräche nicht in der Öffentlichkeit führen, aber Lev hatte ihnen erklärt das es deutlich auffälliger gewesen wäre, wären sie zu dritt zu Killian oder hätten sich irgendwo eingemietet. Jetzt sahen sie eher nach einer jugendlichen Saufrunde aus, die ihre Anfänge in der Mafia machten. Nun Killian stellte die Pläne seines besten Freundes nicht in Frage.


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    • Im Moment war Jaden nicht zum Spaßen zumute, für Killian vermutlich mehr als nur feierlich. Jaden war ein fröhlicher Mensch, grinste Pausenlos und verbreitete gute Laune. Zumindest versuchte er das. Jetzt aber wollte er jemand ganz Anderen erschießen, als sein eigentliches Ziel. Jaden hatte die Akte entgegen genommen und überflog das Schriftliche, bis seine Augen an dem kleinen Bild hingen blieben. Dieser Mann hatte seine schöne Anisa also nach Polen verfrachtet? Er schwörte sich, gemeinsam mit Killians und Levs Hilfe, diesen Kerl zu ermorden. Sie hatten absolut Recht, diese Akte war viel zu sortiert und präzise geschrieben, als das man ihr Glauben schenken konnte. Er wirkte eher wie ein... ordentlicher Mann und das war selten. Im Zusammenhang mit John Astolfo konnte man sich ohnehin nicht als ordentlichen Mann bezeichnen, immerhin hatte er schon immer krumme Dinge am Laufen gehabt. Nachdem was er ohnehin gehört hatte, was er aus einem kleinen Jungen gemacht hatte... Für John war Killian seine mächtigste Waffe. "Es scheint mir auch etwas merkwürdig an dieser Akte zu sein.", meinte Jaden und legte die geschlossene Akte auf dem gläsernen Tisch ab. "Ich arbeite mit diesem Bastard nicht zusammen, weshalb also sollte er seine eigene Tochter nach Polen verfrachten? Das er das einzig und allein tut, weil sie sich in Gefahr befindet, glaubt kein Mensch. Killian, verhält John sich seit den vergangenen Tagen anders? Ist dir irgendetwas aufgefallen?". Jaden würde lieber mehr tun können, als Killian nur pausenlos Fragen zu stellen, aber er wusste diesbezüglich am alles wenigsten. Ohnehin gab er sich teilweise die Schuld. Wäre er nicht so in seiner Arbeit vertieft gewesen, dann hätte er weiterhin ein Auge auf Anisa geworfen, das hatte er aber nicht. Jaden verfluchte sich dafür selbst.
    • Während Jaden die Akte überflog hatte sich Killian eine Zigarette angesteckt, woraufhin ihn Lev zwar mahnend ansah aber gekonnt ignoriert wurde. Sie befanden sich hier in einer Kneipe in der ohnehin jeder tat was er wollte. Hier hatte Killian auch in jüngeren Zeiten als Minderjähriger Alkohol ausgeschenkt bekommen, was ihn damals mehr als nur einmal davor bewahrt hatte den Verstand zu verlieren, inklusive seiner Zigaretten. Irgendein Kerl dem er schöne Augen machte, hatte ihm immer seine Karte geliehen für den Automaten, der seit all den Jahren immer noch an der selben Ecke stand wie immer. Die Barkeeperinnen hatten gewechselt, aber ihm dennoch für einen Kuss alles eingeschenkt was er haben wollte. Amüsant das ihn nie jemand als Kind erachtet hatte, trotz seiner Personalien. Killians Blick schweifte nachdenklich durch die groteske Szenerie, welche sein Leben widerspiegelte. So ein Leben führte er also? Es war widerlich, ihm wurde bei dem Gedanken alleine darin schlecht. Eine Welt voller Gewalt, Mord, Alkohol, Sex und Drogen. Kinder waren keine Kinder, sondern Waffen oder Material, dass selbe galt meistens auch für Frauen. Diese Gesellschaft war abartig. Sie passte zu ihm diese Welt ...
      Er war ein Monster...
      "Killchen?", Lev winkte ihm mit der Hand vor dem Gesicht herum, während ihn Jaden anstarrte und offenbar etwas gefragt hatte. "Was?", hakte er nach und lies sich die Frage erneut stellten.
      "Also er meint abgesehen davon, dass dich dieser Bastard anstarrt wie ein Löwe eine Gazelle.", erklärte Lev mit erhobenem Zeigefinger. "Ich bin keine fucking Gazelle.", brummte Killian lediglich und widmete seine Aufmerksamkeit seinem Bruder. "Er verhält sich merkwürdig. Er gibt mir zwar wie immer unzählige Aufgaben, aber diese Mission dienen seit neustem mehr seinem Prestige, als der Arbeit selbst. Anisa habe ich überhaupt gar nicht mehr zu Gesicht bekommen und dieser Trottel schien plötzlich dafür überall zu sein. Er war ständig an der Seite von John und dann plötzlich Nichts. Ich habe weder ihn gesehen, noch sonst irgendetwas gehört. Absolut jeder vermeidet das Thema. Nicht einmal die Angestellten erzählen mir etwas. Es scheint als wäre dieser Mariusz ein absolutes Tabuthema und jeder weicht aus, wenn man Fragen über ihn stellt. Als ich John genauer befragt habe, sprach er immer nur davon, dass wir im Urlaub alle Zeit der Welt zum reden hätten."


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    • Killian war so abgelenkt gewesen, das er die Frage, die Jaden gestellt hatte, gar nicht mitbekam. Jaden sah ihn nur irgendwann mit einer hoch gezogenen Augenbraue an, bis Lev seine Aufmerksamkeit erregen konnte. Der blonde wartetet noch immer auf seine Antwort, lehnte sich dann aber in die weichen Lederkissen der schwarzen Couch. "Ich brauch auch eine.", meinte Jaden dann nur seufzend und zückte seine Zigarettenschachtel und schob sich eine der Zigaretten an die Lippen. Er hatte Killian nach Feuer gebeten, das Feuerzeug erhalten und zufrieden daran gezogen und den Qualm wieder ausgeatmet. Ihr Verdächtiger hatte sich also eine Zeit lang nur an Johns Fersen geheftet? Diese zwei haben irgendetwas geplant, aber egal sie sehr Jaden sich auch konzentrierte, sich alles durch den Kopf gehen ließ, ihm fiel einfach nichts ein. Weshalb verfrachtete er seine eigene Tochter, in ein anderes Land, übergab sie einem Mann, den niemand kannte und verlor kein weiteres Wort darüber? Bei dem Wort 'Urlaub' runzelte Jaden dann aber die Stirn und sah Killian doch etwas verwirrt an. Von was für einem Urlaub sprach er? "Urlaub?", wiederholte er verwirrt. "Seine Tochter schickt er weg, denkt aber an Urlaub?", Jaden seufzte, "An was bist du denn da nur geraten.".
      Sie benötigten dringend einen Plan. Irgendwie mussten sie herausfinden wer dieser Mann war, weshalb Anisa sich in Polen befand und was John Astolfo zu verheimlichen hatte.
    • Er hatte Jaden ohne ein weiteres Kommentar sein Feuerzeug gereicht, sich selbst ebenfalls eine neue Zigarette angezündet, während sie alle drei nun über dieser viel zu perfekten Akte hingen, die gerade zu nach Fake schrie. Das Problem war nur, dass man keine anderen Anhaltspunkte hatte. Lev hatte aber heraus gefunden, dass sie Anisa nach Polen gebracht haben, was ein großer Schritt ist und sicherlich ein kleiner Sieg für sie. Nun ihren russischen Informanten durfte man eben nicht unterschätzen. Kill war froh, dass der Kerl auf seiner Seite war. Während Killian gedanklich ein wenig abdriftete und sich fragte, wie er sich in dieser Welt nur so perfekt zurecht fand, ging das Gespräch zwischen Ihnen dreien dennoch weiter. Er konnte es sich nicht erlauben jetzt in irgendeiner Form nachlässig zu werden, weswegen er mit einem kräftigen Schluck des Rest seines alkoholischen Mischgetränkes hinunter kippte und sich versuchte zusammen zu reißen. "Der Urlaub ist nicht der Rede wert.", antwortete Killian, woraufhin ihn Lev ansah und genervt mit der Zunge schnalzte. "Es ärgert mich dich dort hin schicken zu müssen, aber du bist der Einzige der irgendwelche Infos aus diesem perversen Dreckskerl bekommt.", antwortete Lev seufzend und blickte mahnend zu Jaden. "Ich weiß er ist dein Bruder, aber auch mein bester Freund. Wir haben keine andere Wahl. Während Killian also diesen alten Sack beschäftigt, werden wir uns in Polen einschleusen und Informationen sammeln.", erklärte Lev streng. "Ihr macht das nicht ohne mich!", mischte sich der Brünette ein.
      "Keine Sorge, wir brauchen dich. Wir werden Anisa lediglich überwachen und sehen wie das Wachpersonal aufgebaut ist."
      "Einverstanden...", murmelte Killian, auch wenn er lieber mit ihnen nach Polen direkt wollte, als den Alten zu unterhalten, aber er wusste was auf dem Spiel stand.


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    • Nun, zumindest hatten sie einen ungefähren Plan. Killian durfte sich nicht erlauben nun Aufmerksamkeit zu erregen, auch wenn es Jaden widerstrebte, Killian mit auf diesen 'Urlaub' zu lassen. Was auch immer mit Urlaub gemeint war... Innerlich schüttelte der Blonde mit dem Kopf, eigentlich wollte er es so genau nicht wissen, vermutlich war das besser für sein Hirn und sein armes Herz, das vermutlich einen Anschlag erleiden würde. John Astolfo war wirklich alles zuzutrauen, deshalb wollte Jaden jetzt auch nicht weiter darüber nachdenken und zog lieber an seiner Zigarette und konzentrierte sich darauf, wie sie Anisa wieder aus Polen schaffen konnten. Nur war da noch ein Problem... Wenn sie die Information hatten, die sie brauchten, was dann? Wenn sie wussten, bei wem es sich um diesen Mariusz handelte, was John geplant und noch vor haben würde und Anisa befreit war? Jaden betraf diese Frage nicht, er gehörte ohnehin nicht der italienischen Mafia an, aber Killian betraf es. Zurück konnte er nicht. "Wir werden alles Langweilige machen, dann bleibt dir das erspart.", meinte Jaden und schaffte es doch, ein leichtes Grinsen auf die Lippen zu bringen. "Wir werden die Vorbereitungen treffen. Bis du dich uns dann angeschlossen hast, wird alles fertig sein.", meinte Jaden überzeugt. "Eine Sache beschäftigt mich noch.", begann Jaden dann und sah Killian einen Moment schweigend an. "Was wird mit dir geschehen? Falls du Anisa wirklich dort raus holst, wirst du höchstwahrscheinlich nicht wieder zurückkehren können.".
    • Es wurmte Killian nach wie vor, dass er die beiden zuerst alleine nach Polen lassen musste. Was wenn Jaden, so hitzköpfig wie er war einfach direkt dort hinein stürmte und Anisa befreien wollte? Das war immerhin seine Aufgabe! Wie ein kleines Kind hatte Killian also herum gegrummelt, nuschelte immer wieder etwas von wegen ´wenn ihr ohne mich etwas unternehmt, knall ich euch ab´oder ´ich bin verdammt nachtragend´. Lev hatte das alles milde belächelt, immerhin kannte er seinen besten Freund nicht anders. Wie ein älterer Bruder hatte er Kill also durch das Haar gewuschelt, während er sachte mit ihm sprach und versicherte, dass sie auf ihn warten würden. Das stimmte den Brünetten erst milde. Er vertraute Lev blind und er wusste das der Russe niemals etwas gegen seinen Willen tun würde. Er war auch dankbar, dass er Jaden nicht weiter seinen ´Urlaub´erläutern musste. Aber als ihm der Blonde eine andere wichtige Frage stellte, realisierte er erst was sie da eigentlich vor hatten. Er hinterging den Mann der ihn aufgezogen hatte, er riskierte seine komplette Existenz, er verriet John Astolfo in dem er hinter seinem Rücken seine Tochter ´stahl´. Das war etwas anderes als eine heimliche Bettgeschichte. Er würde damit offiziell machen, dass er niemanden an die Rothaarige heran lies. Das würde bedeuten er stand nicht nur auf der Mafialiste der anderen Clans, sondern auch auf dem seiner eigenen ´Familia´. Das war etwas das Killian nicht realisiert hatte und er darum Jaden lange Zeit schweigend ansah. "Killchen ... ", versuchte Lev etwas zu sagen, aber Killian hob die Hand und schnitt ihm damit das Wort ab. "Ich werde es davon abhängig machen, ob der Alte davon weiß. Sollte er nichts davon wissen, dass dieser Kerl hinter seinem Rücken handelt, werde ich Anisa zurück bringen und mich dem Urteil von ihm stellen. Aber ich habe sie immerhin gerettet. Sollte er aber davon wissen und seine eigene Tochter geopfert haben ... nehme ich Anisa mit mir."
      "Du willst dich von der Familie los sagen?", fragte Lev ernst nach, woraufhin Killian nickte. "Sollte es hart auf hart kommen, dann ja."
      "Ich werde dir mit allen Mitteln zur Seite stehen, das schwöre ich dir.", versprach ihm Lev. "Ohne dich habe ich hier ebenfalls nichts mehr zu suchen. Vielleicht nehme ich euch ja mit nach Russland." schmunzelnd sah er den Brünetten an, der endlich auch ein mildes Lächeln zur Stande brachte. "


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    • Weshalb Killian sein gesamtes Leben aufs Spiel setzte, nur um Anisa zu retten, wusste Jaden noch nicht ganz. Tatsächlich hatte er geglaubt, sie beiden wären gute Freunde geworden, das Killian aber alles über Bord warf... Immerhin konnte doch er für seinen Bruder einspringen und Anisa befreien. Nichts würde auf Killian zurück zuführen sein und Anisa wäre in Sicherheit. Allerdings beobachtete Jaden nur die zwei jungen Männer vor sich und hörte ihnen zu. "Weshalb tust du das?", fragte Jaden dann gerade heraus. Es war nicht so, das Jaden es nicht für gut befand, das Killian diesem Mafia Clan den Rücken kehrte, er hielt John Astolfo ohnehin für einen verfluchten Bastard, auch schon, bevor er wusste, das er Anisa nach Polen verordert hatte. Ganz im Gegenteil, umso früher er sich endlich aus diesem Geschäft zurück zog, umso besser war es für ihn, als auch für Anisa. Das Killian aber für einen anderen Menschen sein gesamtes, aufgebautes Leben einfach so weg warf, war vermutlich für jeden ein Rätsel. Zumindest für jeden, der nicht wusste, zu welchem Verhältnis sich Killian und Anisa standen. "Ich könnte Ansia mit mir nehmen, sie wäre Sicher und niemals würde der Verdacht auf dich fallen. John würde es als Entführung bekannt geben, würdest du sie mit dir nehmen. Du könntest auf andere Wege aus der Mafia aussteigen. ". Das es nicht ganz so einfach war, einen Mafia Clan zu verlassen, war Jaden mehr als nur bewusst. Die Tochter des großen John Astolfo aber zu entführen, würde ihn den Kopf kosten, vermutlich war es hierbei dann sogar egal, wie sehr er Killian auch mochte.
    • Das kleine hart erarbeitete Lächeln von Killian, mit welchem sich Lev so viel Mühe gerade gegeben hatte, fiel bei der nächsten Frage von Jaden ein wie ein Kartenhaus. Natürlich wusste es außer dem jungen Russen niemanden, naja Isabella aber das war ein anderes Thema. Kill war ein Meister des Verborgenen. Er hatte nie irgendetwas auf sich zurückführen lassen und das alles zum Schutz von Anisa. Niemals würde er offenbaren was er für diese Frau fühlte. Gott, er konnte es ja nicht einmal vor seiner eigenen Freundin aussprechen. Das ihn Jaden jetzt so geradeheraus befragte, lies ihn nur mit offenem Mund dastehen. "Weil ich sie ...", doch weiter kam er nicht, da seine Wangen rot anliefen und er direkt den Kopf auf den Tisch legte. Schmunzelnd tätschelte Lev den brünetten Haarschopf. "Killchen hat es nicht so mit Gefühlsbeschreibungen. Sieh es ihm nach.", murmelte Lev leicht lachend. Dennoch wanderte sein Blick besorgt zu seinem besten Freund. "Bist du dir damit sicher? Ich bin froh, wenn du aus diesem Geschäft aussteigst, aber es ist alles was du kennst..."
      "Ich werde aus diesem Geschäft nie ganz aussteigen können. Ich bin ein Killer, ich töte Menschen ohne dabei etwas zu empfinden. Das wird immer ein Teil von mir sein. Ich wurde seit ich klein bin darauf trainiert und das werde ich mit mir tragen, egal wo ich bin, aber ohne Anisa verliere ich noch das letzte bisschen Menschlichkeit, dass ich besitze.", antwortete ihm Killian und hob seinen Kopf wieder vom Tisch um seinen Bruder anzusehen. "Ich weiß wie du für Anisa empfindest und ich weiß, dass du besser für Sie wärst als ich, auch wenn du aus der gleichen Branche kommst, aber ich kann sie dir niemals überlassen. Anisa ist der erste Mensch in meinem Leben, der mich nicht nur wegen meinem Körper will oder für meine Fähigkeiten. Sie akzeptiert mich, mich als Mensch. Jemand der nicht einmal mehr Mensch ist. Ich würde für Sie alles tun und wenn ich für sie bei dieser Rettungsaktion sterben muss, ist das ein Preis den ich gerne bereit bin zu zahlen."


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    • Jaden hätte jetzt mit so einigen gerechnet, aber nicht das Killian rot anlief und Worte nicht aussprechen konnte, die auch auf ihn selbst zutrafen. Schon vor einiger Zeit hatte der Blonde seine Gefühle für die Rothaarigen erkannt, das aber ausgerechnet sein jüngerer Bruder ebenfalls etwas für die attraktive Frau empfand... Anisa war nicht nur wunderschön, sondern auch intelligent, humorvoll, verdammt scharf und einfach nur eine Granate im Bett. Aber auch Killian war ihrem Charme verfallen. Jaden sagte nichts, sah Killian einfach nur an und zeigte unter keinen Umständen seine wahren Emotionen. Natürlich war er traurig, immerhin hatte Anisa bereits den Eindruck erweckt, an ihm interessiert zu sein. Sie waren sich näher gekommen, hatten gemeinsam viel Zeit verbracht und jetzt erfuhr er, das nicht nur Killian Interesse an Anisa hatte, sondern es auf Gegenseitigkeit beruhte. Deshalb hatte Anisa sich distanziert, sie liebte seinen jüngeren Bruder, nicht ihn. Tatsächlich benötigte Jaden einen kurzen Moment, um wieder die Fassung zu erlangen. Dies hier war nicht der Ort, für einen Streit, jedoch schätzte er sich glücklich. Er hatte nun zwar nicht die Frau seiner Träume, aber seinen leiblichen Bruder gefunden. Alles hatte seinen Preis.
      "Wir werden sie finden und dort raus holen, Killian. Und ich weiß, wie sehr es dir widerstrebt, aber auch ich werde dir eine Unterstützung sein."., meinte der Blonde. "Und komm bloß nicht auf den Gedanken während dieser Rettungsaktion einfach abzukratzen.". Das Thema Anisa musste Jaden nun erst ein Mal verdauen.
    • Nun er hatte auf seine Weise erklärt was er für Anisa empfand oder? Er konnte es nicht direkt formulieren. Diese Worte ganz gleich wie sehr er es auch wollte, kamen ihm einfach nicht über die Lippen. War es Angst? War es weil er glaubte diese Worte nicht zu verdienen, geschweige den sie aussprechen zu dürfen? Kill wusste nicht genau woran das es lag, aber kaum versuchte er auch nur ansatzweise diese drei Wörter zu sagen, schnürte es ihm direkt den Hals zu. Es fiel ihm einfacher zu sagen, dass er für Anisa sterben würde. Das war wiedermal so typisch ...
      Er war durch und durch verkorkst, daran konnte er nun mal nichts mehr ändern. Anisa aber akzeptiere ihn wie er war. Durch sie war er das erste Mal glücklich gewesen in seinem Leben. Er war glücklich, ganz gleich was ihm widerfahren war, konnte er sein Glück nicht fassen. Er hatte Anisa als seine Freundin, was könnte er mehr wollen? Natürlich war auch Lev jemand, der ihn akzeptiere wie er war, aber der Russe verstand wie Killian es meinte, ohne es weiter erklären zu müssen. Kill sah dem Blonden an, dass er verstanden hatte was er sagen wollte und das das eine Botschaft war, die er erst einmal verdauen musste. Das er aber dennoch hinter ihm stand, nun das überraschte ihn. Vielleicht sah man ihm diese Überraschung auch an. Darum konnte er auch nicht anders als ihn fragend anzusehen. "Wieso hasst du mich jetzt nicht?" So wirklich verübeln konnte man Killian diese Frage nicht. Jemand der in seinem Leben so viel durchstehen musste, war es nicht gewohnt das man ohne etwas zu wollen ihm half. Er hatte geglaubt das Jaden nur bei ihm war wegen Anisa und das hatte er ausgenutzt, für die Arbeit. Das sein Bruder sein Bruder sein wollte, kam ihm dabei nicht in den Sinn. Das war traurig, aber so ein Leben hatte Killian von klein auf führen müssen: Von dir wird genommen und wenn du nichts geben kannst, will dich niemand.


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    • Für Jaden war die Einsicht, das er seine rothaarige Schönheit an seinen eigenen Bruder verloren hatte, alles andere als schön. Wieso war ihm das denn nicht vorher schon aufgefallen? Natürlich machte er sich auch Gedanken, was genau Anisa an Killian mehr mochte. Was hatte Killian, was er selbst nicht hatte? "Ich hasse dich.", gab Jaden trocken zurück. "Obwohl ich Anisa bereits näher gekommen bin und ich eigentlich überzeugt gewesen bin, das sie ebenfalls etwas für mich empfindet, hast du sie wirklich erreicht. Sie hat dich gewählt, anstatt mich, obwohl ich eindeutig die bessere Wahl bin. Also ja, ich hasse dich dafür, aber es ist nicht der Hass, den du kennst. Ich hasse dich nicht als Person, du bist mein kleiner Bruder, auch wenn ich es will, kann ich dich nicht verabscheuen. Gott... Killian, du hast mir die Frau ausgespannt!", beim letzten Satz kam dann die kindische Art des Blonden dann doch wieder hervor. Niemals hätte Jaden sich erträumen lassen, das sein jüngerer Bruder ihm die Frau ausspannte! Mal ehrlich, Jaden war sich absolut Sicher, die bessere Wahl gewesen zu sein und auch Killian hatte es erwähnt, wie hatte Anisa sich also für Killian entscheiden können? Ganz ehrlich, das kratzte an seinem Ego. Allerdings wollte Jaden nicht vom Thema und ins Emotionale abdriften, es reichte, das er erfahren musste das seine Liebe an seinen kleinen Bruder interessiert war, deshalb räusperte er sich und lehnte sich etwas nach vorn. "Lev, wann genau fliegen wir nach Polen und wann befindet sich dieser 'Urlaub' von John?".
    • Da waren sie die Worte, auf welche Killian gewartet hatte. Natürlich hasste er ihn, ein Umstand der Killian lediglich schmunzeln lies, aber Lev dazu brachte mit der flachen Hand auf den Tisch zu schlagen und Jaden finster anzusehen. Lev war fucking unheimlich wenn man ihn sauer machte, viel unheimlicher als Jaden,Killian oder ein John Astolfo es je sein könnten, weswegen nicht einmal Kill es wagte den Russen zu verärgern. Zumindest nicht absichtlich. " Er hat Sie dir nicht ausgespannt, er hat sie sogar abgewiesen verdammt nochmal und es hat sie beide zerstört. Hör auf so selbst überzeugt von dir zu sein. Es ist Anisas Entscheidung und nicht deine.", fauchte der Russe bedrohlich, während seine Augen einen Glanz annahmen, der darauf schließen lies das Lev eben doch zur Mafia gehörte. Er verhielt sich immer ruhig, rational und anständig. Er war höflich und freundlich, aber es gab eine Seite an ihm die nicht einmal jemand wie John provozierte. Lev gehörte ja auch nicht zur italienischen sondern russischen Mafia und niemand war so dumm sich mit den Russen anzulegen, nicht einmal John. "Lev.", schmunzelte Killian sanft. "Idi na khuy..", fluche Lev leise vor sich hin. Atmete dann aber tief ein und blickte zu Jaden. "Heute Abend geht der Privatjet von John in den Urlaub. Wir werden zeitlich nach Polen fliegen.", erklärte Lev und blickte zu Killian. "Ich weiß das man dir nichts anmerken wird, aber ... bist du dir sicher Killchen? Es kotzt mich an dich in seine Hände zu geben. Es fühlt sich an, als würde ich dich mit eigenen Händen zur Hölle schicken ..." Schmunzelnd schüttelte Killian sanft mit dem Kopf. "Mach dir keine Sorgen, ich bin das gewohnt.", antwortete er. "Das ist nicht ...", begann Lev, bis Kill ihn unterbrach und zu Jaden sah. "Hast du noch irgendwelche Fragen? Ansonsten würde ich jetzt gehen, bevor man Verdacht schöpft."


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    • Es war nicht der Hass, den Killian vermutete. Man konnte es eher als brüderlichen Hass bezeichnen. Wohl eher war Jaden beleidigt und in seinem Ego angekratzt, als das er Killian deshalb hasste. Nicht nur eine wundervolle Frau hatte er kennen gelernt, sondern auch seinen jüngeren Bruder gefunden... So sehr ihn der Umstand auch nervte, das Anisa sich für Killian interessierte, so schwenkte er seine Gedanken darin zurück, das er Killian tatsächlich gefunden hatte. Und mal ehrlich, sie haben verdammt große Fortschritte gemacht! Sie saßen zu dritt in diesem geschlossenen Raum und Jaden besaß noch keine blutende Nase. Nur der Umstand, weshalb sie sich hier befanden, war nicht besonders feierlich. Sie mussten Anisa ausfindig machen, herausfinden weshalb sie sich in Polen befand und sie wieder zurückholen. Auf Levs Reaktion reagierte Jaden selbst nicht, er sah ihn lediglich unbeeindruckt an und verlor kein Wort. Konnte sich dieser Russe auch etwas beruhigen? Etwas mehr Spaß im Leben, dann hätte er seine Worte vielleicht auch besser verstanden, zumindest befand Jaden dies als gut gemeinten Ratschlag. Seine Augen wanderten wieder zu Killian und enthielt sich erst dem Gespräch, bis Killian sich erkundigte, ob er noch irgendwelche Fragen hatte, woraufhin Jaden den Kopf schüttelte. Killian würde schon diesen Abend mit John fliegen müssen, dann würden auch Jaden und Lev sich in ihr Zielland begeben. "Nein, keine Fragen.", antwortete der Blonde. Seine Fragen würden nur noch Lev betreffen, bezüglich ihrem Aufenthalt in Polen, wie genau sie vorgehen würden und welche Anhaltspunkte sie bereits hatten.
      "Killian? Pass auf dich auf.".
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