[2er RPG] ☠ I need a Gangsta ☠

    • Auch wenn er langsam los sollte, lag er immer noch zusammen mit Anisa in dem großen und vor allem äußerst bequemen Wasserbett. Er sollte Lev eindeutig dafür danken. Mit einem Obstkorb macht man nie etwas Falsch oder? Mal ehrlich was sollte er diesem Gesundheitsfanatiker auch anderes schenken? Tee hatte er in Unmengen, wobei er damit als Geschenk auch nicht falsch liegen würde. Allerdings standen Anisa und er vor einem weit aus größerem Problem als die Überlegung eines Geschenkes für ihren Lieblingsrussen. Nachdenklich strich er seiner Freundin eine Haarsträhne hinter das Ohr und betrachtete sie einen Moment schweigend. "Gott, wie schön du bist.", schnurrte er ihr zu und hauchte ihr einen Kuss auf die Wange. Ob er damit von ihrer Frage ablenken wollte? Vielleicht ...
      Allerdings sprach der Blick von Anisa Bände und duldete keine Ausflüchte. Nun er hatte es ihr versprochen oder? "Um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht so genau warum er mich mit nimmt. Es ist eher merkwürdig. Ich meine bislang ist nie etwas passiert und es ist mehr wie ein Urlaub. Warum ich diesen Urlaub mit ihm verbringe, ist mir genauso ein Rätsel wie dir. Aber er kauft mir Sachen, wir treffen irgendwelche Leute die er kennt, ich diene ein wenig als Werbeschild. Wir gehen meistens irgendwo schick Essen, er steckt mich wie immer in Anzüge so teuer wie diese Wohnung und amüsanterweise schlafe ich bei ihm. Selbst ausgezogen rührt er mich nicht an, aber er sieht mich an. Nun es hat mich nie gestört, er sieht mich immerhin nur an. Den Grund genau verstehe ich nicht. Ich meine würde er mehr wollen, würde er es sich holen aber das tut er nicht." Killian zuckte selbst mit den Schultern. Selbst wenn er es Anisa erklären wollte, er wüsste ja nicht einmal wie, weil er es auch nicht so ganz nachvollziehen konnte.
      Vielleicht war es dieses Phänomen, welches man von älteren Leuten öfter mitbekam, die damit demonstrieren wollten, dass sie auch bei jüngeren immer noch Begehren wecken?
      Es gibt ja genug ältere Herrschaften die plötzlich wieder jung sein wollen und sich teure Autos kaufen, die sie nicht einmal fahren konnten. Vielleicht gehörte das hier auch dazu?
      Als Killian einen Vorschlag zum Sabotieren des neuen Bodyguards vorschlug, war seine Freundin natürlich strickt dagegen. Schmunzelnd küsste er sie sanft. "Du hast ja Recht. Ich sollte nicht so leichtfertig über Leben reden ..."


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    • Verliebt lächelnd sah Anisa zu Killian hinauf, der sie ebenso mit einem sanften Blick ansah und ihr immer wieder durch ihr langes Haar strich. In solchen Momenten konnte und wollte Anisa nicht glauben, zu was Killian eigentlich alles fähig war. Er sah sie so voller Zuneigung an, streichelte ihr Haar, flüsterte ihr wunderschöne Komplimente zu und überhäufte sie mit Küssen. Er küsste ihre vollen Lippen, ihre Wange, ihre Stirn und ihre Nasenspitze. Wie sollte man bei seinem friedlich und glücklichen Anblick auch nur ansatzweise denken können, das dieser Mann ein Auftragsmörder war? Daran wollte Anisa nicht denken... So schön dieser Moment auch war, Killian würde ihrer Frage nicht ausweichen können und das wusste er. Seine Antwort war nicht das, was eine Tochter unbedingt von ihrem Vater erfahren wollte. Dieses Verhalten war doch abartig... Er behandelte Killian wie eine lebendige Puppe. Prahlte mit ihm, mit seinem Aussehen, seinem Können und sah ihn einfach nur an... Nun, würde er ihn einfach ansehen, dann würde Anisa sich vielleicht nicht komplett anekeln, würde sie nicht wissen, das er ihn auch gern unbekleidet anstarrte... Deshalb verzog Anisa auch nur angewidert ihr Gesicht und blickte zur Seite. Ekelerregend. Etwas anderes fiel der Rothaarigen zu ihrem Vater nicht mehr ein. Dieses Benehmen Killian gegenüber war nicht Normal. Sie ging nicht weiter darauf ein, versuchte seine Worte mehr oder weniger wieder zu vergessen und konzentrierte sich auf das, was nun wichtig war. Was konnten sie tun, damit sie nicht getrennt wurden? Das sie ihrem zukünftigen Bodyguard einige Steine in den Weg legen würden, konnte Anisa nicht akzeptieren. Den sanften Kuss erwiderte die attraktive Rothaarige und strich Killian mit ihrem Daumen über seine Wange. "Das solltest du wirklich nicht.", antwortete sie flüsternd und drückte ihm einen weiteren Kuss auf die Lippen, ehe sie sich auch schon aus dem Bett bewegte. Sich nun von Killians liebevollen Seite zu trennen, nur um zu ihrem Vater zu fahren, war unglaublich schwer gewesen, allerdings wollte Anisa ihren Vater nicht zu lange warten lassen. Wer wusste schon, ob das von seiner Entscheidung abhängig war, was den Personenschutz seiner Tochter anbelangte. Gott, Anisa wollte Killian einfach nicht hergeben... "So ungern ich es auch sage, wir sollten gehen. Ich möchte so schnell wie möglich wissen, ob er unseren Vorschlag annimmt.", sagte sie und schlüpfte in die frische Unterwäsche, die sie sich aus dem Kleiderschrank ausgesucht hatte. Ihre Kleider Wahl fiel auf eine enge, dunkelblaue Jeans und einem weiten Sweater, der mit einem tiefen V-Ausschnitt ihren schmalen Rücken freigab.
    • Anisas Blick sagte bereits alles und er war froh, dass die Rothaarige nicht weiter nachfragte. Ehrlich gesagt wollte Killian die Allüren ihres eigenen Vaters auch nicht weiter ergründen, zumal er sie ohnehin genauso wenig nachvollziehen konnte. So merkwürdiges auch klang, war Killian all das bislang egal gewesen. Es könnte daran liegen, dass er in seinem Leben schon so viel durchstehen musste, dass ihm Das schon wie eine Kleinigkeit vorkam. Es war traurig...
      Er dachte nicht weiter über Menschenleben nach, konnte von der Beseitigung eines Bodyguards sprechen, denn er nicht einmal kannte und er fühlte nichts dabei. Rein gar nichts. Das einzige was er fühlte war, dass er angeekelt vor sich selbst war, was für ein Monster er war und wie leichtfertig er mit all dem Mord und Blut umgehen konnte. Ohne Anisa würde er vollkommen zu dieser Person werden und davor hatte er Angst. Killian hatte höllische Angst vor dieser Seite an sich. Diese Seite welche John und Isabella an ihm so sehr liebten und er so sehr verabscheute. Killian nickte nur schweigend darüber, dass sie langsam los sollten und erhob sich ebenfalls. Als Anisa in dieses hübsche Outfit stieg, nahm er sich einen Moment und stellte sich hinter sie. Er küsste ihren schlanken Rücken entlang, welcher der V-Ausschnitt ihres Oberteils Preis gab und grinste sie frech an, ehe auch er an seinen Kleiderschrank heran trat und erst einmal in frische Unterwäsche stieg. Lev hatte all seine Klamotten in die Schrank verstaut und ... geordnet. Ein wenig überfordert war der Schwarzhaarige von dem neuen System ja doch. Er entschied sich für eine hellgraue Jeans mit Löchern an den Knien, ein lässigen Nietengürtel, einem engen weißen Shirt und einer lässigen schwarzen Sweatjacke mit Kapuze, welche weiße Schnürre vorne besaß und für ein paar schwarz-weiße Chucks. Er würde hinterher ohnehin in einem Anzug landen, also wollte er sich nicht jetzt schon die Mühe machen und sich in das Zeug quetschen das er immer noch nicht leiden konnte, geschweige den sich daran gewöhnen.


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    • Am liebsten wäre Anisa ja sofort zurück auf das Wasserbett gesprungen und Killian mit sich gerissen. Aber sie musste vernünftig sein und sich dem stellen, der Probleme verursachte. Anisa, sowohl als auch Killian hatten den Verdacht, das sie nur zu ihm beordert wurden, weil er wieder seinen üblichen Urlaub, gemeinsam mit seinem Lieblings Auftragskiller besprechen und Anisa ihren neuen Bodyguard vorstellen wollte. Immerhin hatte er am Tag zuvor bereits angekündigt, das er Killian von seinem Posten als Bodyguard zurück gezogen wurde, ein schrecklich Gedanke wie Anisa befand. Es hieß nicht nur, das sie ohne Killian leben müsste, sondern auch noch mit einem anderen Mann oder auch einer Frau... Anisa wollte das nicht, unter keinen Umständen. Wenn ihr Vater mit ihrem Vorschlag nicht einverstanden sein würde, dann benötigten sie schleunigst eine weitere Lösung. Gerade als sie den Sweater über ihren Kopf gezogen hatte und nach frischen Socken griff, spürte sie etwas an ihrem Rücken. Kurz schreckte sie durch die plötzliche Berührung auf, genoss aber den kurzen Moment, als sie spürte, das es sich um die weichen Lippen des Brünetten handelte. Sie sah in das grinsende Gesicht, als er sich wieder von ihr löste und konnte nicht anders, als zu Schmunzeln. Wie sehr sie diesen Mann liebte... Im Flur schlüpfte Anisa in ihre weiß, roten Sneaker und drückte Killian noch einen Kuss auf die Lippen, ehe sie die Wohnung verließen. "Sag mal, wann nimmst du mich eigentlich endlich auf deinem Motorrad mit?", fragte sie grinsend und bemerkte, den schwarzen Wagen, der bereits vor dem Gebäude auf sie wartete, als sie die Haustür verließ. Lieber würde Anisa ja wieder mit ihrem weinroten Lamborghini fahren, seitdem ihr Vater ihr allerdings einen Bodyguard an den Hals gesetzt hatte, wollte er nur ungern das sie selbst fuhr und allein gleich dreimal nicht.
    • Nachdem er sich umgezogen hatte und mit Anisa das Haus verließ, wartete vor der Tür bereits der typische schwarze Wagen auf sie. Glücklicherweise mit ihrer Fahrerin von zuvor. Eine der wenigen Bediensteten die Killian immerhin leiden konnte. Bezüglich des Motorrades, sah er einen Augenblick lang zu Skye und betrachtete sie von oben bis unten. "Wenn wir die vernünftige Motorradkleidung besorgt haben.", daraufhin stahl sich ein Grinsen auf seine Lippen und er beugte sich kurz zu ihr. "In denen du sicher verdammt heiß aussiehst. Ich kann es kaum erwarten.", schnurrte er ihr ins Ohr, löste sich von seiner Freundin und begrüßte die Blondine die auf sie wartete. "Mister Darkbloom, Lady Astolfo." Sie öffnete beiden die Tür und Killian fragte sich wann um alles in der Welt die Frau nur aufhören würde ihn so zu nennen. Das tat sie aber schon immer, während alle anderen ihn verfluchten blieb sie höflich. Genauso wie die hübsche Sekretärin von John. Diese war ihm auch immer positiv geneigt. Kill lies zuerst Anisa einsteigen, ehe er sich neben sie setzte und verschränkte die Arme vor der Brust. "Ich bin gespannt was für eine Lusche er dir raus gesucht hat. Mal ehrlich, wer soll mich bitte ersetzen können?", brummte Killian immer noch ein wenig eingeschnappt durch den plötzlichen Austausch. Wahrscheinlich war es nur weil John mit ihm in den Urlaub wollte und seinen besten Auftragskiller für seine Aufträge brauchte. Aber dennoch...
      Es war amüsant, wenn man bedenkt das sie beide zuvor sich mit dem Gedanke nicht einmal anfreunden konnten, dass Kill nun ihr Bodyguard war. Jetzt war er an ihrer Seite nicht einmal mehr weg zu denken.


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    • Anisa hatte Killian schon einmal gefragt, ob er sie denn jemals auf seinem Motorrad mitnehmen würde. Die Rothaarige liebte schnelle Fahrzeuge, auf einem Motorrad war sie allerdings noch nicht mitgefahren und vermutlich war das Gefühl das sie bekommen würde, ein ganz anderes. Sie saß in keinem Auto, das ihrem Körper Schutz bot, sie saß auf einem Motorrad, an dem sich kein Gurt befand und auch kein Airbag. Sie musste sich festhalten, benötigte einen Helm und richtige Bekleidung, um ihren Körper vor einem Sturz schützen zu können. Schon bei dem bloßen Gedanken klopfte ihr Herz schneller und sah Killian grinsend an und gab ihn einen Klaps auf die Schulter, als er erwähnte, wie er sie in entsprechender Bekleidung finden würde. "Natürlich werde ich das.", hatte sie ihm nur leise und einem breiten Grinsen geantwortet, als sie auch schon wie üblich begrüßt wurden. Nach einer höflichen Begrüßung hatte Anisa sich in das schwarze Auto gesetzt und sah zu Killian, der fast schon wie ein bockiges Kind reagierte. Nun, hier handelte es sich noch immer um Killian, der von sich absolut überzeugt war. Wie konnte Anisa das nur vergessen? "Er muss von dieser Person viel halten, immerhin ist er... oder auch sie, vollkommen für meinen Schutz verantwortlich. Kennst du denn niemanden, den er vielleicht in Betracht zieht?". Der Motor wurde gestartet, als die Fahrertür sich schloss und das Fahrzeug begann, sich fortzubewegen. Anisa seufzte, "Bitte, ich hoffe es wird nicht Matteo sein.".
    • Die Erklärung von Anisa machte es nicht besser und auf ihre Frage hin, ob ihm niemand anderes einfiel der für ihren Schutz geeignet sein könnte, hatte er kurz und knapp geantwortet."Nein."
      Nun es war immer noch Killian nicht wahr? "Der einzige Mensch dem ich dich außer mir anvertraue ist Lev." Inzwischen hatte er sich sogar damit abgefunden, dass auch sein vermeintlicher Bruder ziemlich talentiert im beschützen war, aber diese Blöße würde er sich nicht geben. Da sprang er lieber direkt aus dem fahrenden Auto! Es wurmte ihn, dass man ihm seinen Posten streitig machte, auch wenn John sicherlich Killian nur abzog, weil es sich eben um seinen besten Auftragskiller handelte und seit seinem Fehlen die Erfolgsrate nicht mehr so steil nach oben ging wie sonst. Absehen von der Zeit in der er wegen Anisa so deprimiert gewesen war und sich fast besinnungslos gearbeitet hatte. Wahrscheinlich hatte das Eindruck hinterlassen und man wollte nicht mehr darauf verzichten. Dennoch, Anisa war das absolute Heiligtum von John und nun auch von Kill. Wer sollte bitte dafür anderes geeignet sein? Als seine Freundin dann auch noch einen Namen erwähnte, starrte Kill sie fassungslos an. "Matteo? Der Kerl kann nicht mal einen Kieselstein beschützen. Wenn er mich durch ihn ersetzt, dann weiß ich nicht ob ich lachen oder weinen soll.", antwortete der attraktive Brünette und behielt die Fahrt über seinen missmutigen Blick bei.


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    • Um wen es sich handeln würde, der Killians Posten als Bodyguard einnahm, konnten sich sowohl Anisa, als auch Killian nicht vorstellen. Es fiel ihnen keiner ein und Anisa kannte die Mitarbeiter ihres Vaters nicht so gut, um es irgendwie einwägen zu können. Das es sich um Matteo handeln würde, bezweifelte die Rothaarige stark. Dafür sabberte er ihr schon viel zu lange hinterher und John wusste, wie gern Matteo seiner Tochter näher kommen würde. Bisher hat er es geduldet, denn Anisa hatte ihn stets abgewiesen. Handelte es sich um jemanden, den sie beide noch nicht kannten? Seufzend lehnte sie ihren Kopf an die Kopfstütze und starrte aus dem Fenster. Wie gern sie einfach nach Killians Hand gegriffen und sie liebevoll gestreichelt hätte. Das allerdings waren liebevolle Gesten, die sie niemals an die Öffentlichkeit geraten lassen durfte. Niemand durfte von ihrer Bindung zueinander wissen. "Vielleicht kennen wir die Person nicht einmal.", flüsterte sie Gedankenverloren. Während der Fahrt sprach Anisa nicht sonderlich viel, sie waren nicht allein und zu offen wollte sie sich Killian gegenüber nicht geben, wenn andere sie hören und beobachten konnten. Es war ein unangenehmes Gefühl, sich dem Mann so zurückhaltend zu verhalten, den man liebte. Eine gefühlte Ewigkeit hatte diese Fahrt gedauert, bis sie endlich die Villa erreichten und Anisa glaubte, noch mit ihren Gedanken verrückt zu werden. Würde ihr Vater ihnen erlauben, nach dem Urlaub wieder Killian zu ihrem Bodyguard zu machen? Sollte sie auf die Tränendrüse drücken? Was wenn alle Vorschläge und vergossene Tränen nichts bringen würden, um ihren Vater umzustimmen? Könnten sie dann jemals wieder zueinander finden? Sich jemals wieder berühren? Liebevolle Worte austauschen, gemeinsam Zeit verbringen, Dinge erleben... Gott, Anisa machte sich selbst verrückt, umso mehr sie sich den Kopf zerbrach. Jedoch bereitete der Anblick ihres Vaters ihr nur noch mehr Kopfschmerzen, als sie ohnehin über die Fahrt bekommen hatte. Und dieser Mann der neben ihm stand... Hoch gewachsen, muskulös gebaut, eine friedliche und doch eiskalte Miene, blonde zurück gegelte Haare und natürlich - wie es ihr Vater am liebsten mochte - in einem schwarzen Anzug. Ist die Wahl auf diesen Mann gefallen? Soll das ihr Bodyguard werden?
    • Gerne hätte Killian seiner Anisa auf verschiedene Arten bewiesen, dass er der Eine für sie war auf mehreren Ebenen. Allerdings musste er sich zurücknehmen, so sehr ihn dieses Versteckspiel auch ankotzte. Es war besser für sie beide, dass außer Lev niemals jemand davon erfahren würde. Lieber würde er sich zügeln als zu riskieren, dass die Rothaarige verletzt wurde, nur weil er sich nicht im Griff hatte. Es war für Anisa ... nur für sie.
      Als der Wagen zum stehen kam und Killian gemeinsam mit Anisa ausstieg, wurden sie schon vor der Villa abgefangen. Neben John stand ein Mann schätzungsweise Mitte 30, der den Alten um einige Köpfe überragte, obwohl John nicht klein war. Das Mafiaoberhaupt hatte Killian jahrelang darauf gedrillt fremde Menschen und Kill kannte diesen Mann nicht, direkt zu analysieren und nach seinen Schwachstellen zu suchen. Das war etwas das man Kill nicht austreiben konnte, er war durch und durch ein Auftragskiller und nicht umsonst der ganze Stolz von John, der ihn von Kindesbeinen an praktisch abgerichtet hatte, genau so zu handeln. Darum wurde auch der Blick von dem Brünetten direkt kalt und berechnend. Der Mann war kein Italiener, er kam aus dem Ausland und seinem Gesicht nach zu urteilen, hatte er immens viel Erfahrung. Er war stark, dass erkannte Killian sofort und darum war er sicherlich schon unbewusst in eine Abwehrhaltung gegangen, obwohl er es nicht wollte.
      "Er beginnt direkt mich zu analysieren. Sie haben ihn gut ausgebildet Herr Astolfo. Ich verstehe warum er ihr ganzer Stolz ist.", erklang die Stimme des fremden Blonden, woraufhin John äußerst zufrieden erschien. "Natürlich, er ist der perfekte Killer und das schon seit er klein ist. Ihr seit euch sehr ähnlich.", antwortete John zufrieden. "Nur ist er deutlich hübscher.", lachte der Fremde und auch John. Warum waren sie so vertraut? Wer war dieser Mann? Woher kannten Sie sich? Und warum spürte Killian eine solche Gefahr von diesem Mann ausgehend? Kill hatte nicht eine Sekunde von dem Mann abgelassen und ignorierte die Komplimente. Das würde schwieriger werden als er erwartet hatte...


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    • Ihnen wurde wirkliche keine Chance gelassen, um sich irgendwie gegen den Willen ihres Vaters zu sträuben. Nicht nur das er Killian zu sich gebeten hat, nein, er stand demonstrativ vor der Villa und fing die zwei direkt auf. Am liebsten hätte Anisa sich noch einmal erkundigt, wie sie denn nun gegen ihren Vater vorgehen sollten, welche Ideen und welche Möglichkeiten ihn zur Verfügung standen. Nun, allerdings blieb ihnen diese Zeit nicht. Dieser Mann stand einfach nur da, neben ihren Vater und musterte erst Killian, dann die Rothaarige. Anisa kannte diesen Mann nicht, hatte ihn zuvor noch nie gesehen und seine Stimme löste keine Erinnerung in ihr aus. Es schien, als wären sie sich bereits vertraut und das nicht nur seit dem gestrigen Abend. Anisa begrüßte ihren Vater nicht mehr so, wie sie es damals tat. Ihr Blick war angewidert und kalt, damals war sie voller Sorge, war in seine Arme gerannt und hatte sich sofort erkundigt, ob es ihm denn auch gut ginge. Sie hatte erleichtert auf geatmet. Nun aber... durch das was sie erfahren hatte war alles anders. "Wer ist dieser Mann.", kam es gerade aus Anisa heraus und näherte sich ihrem Vater keinen weiteren Schritt. Die Worte, das Killian ein perfekte Killer sei... die hatte sie schwer hinunter geschluckt und versuchte, diesen schrecklichen Stolz den er dabei hatte zu ignorieren. Wie konnte ein Mensch nur so schrecklich sein? "Er wird dein neuer Bodyguard sein, Schätzchen. Ich wähle nur die Besten und dieser gut aussehende Mann neben mir hat eine wundervolle Ausbildung genossen, er...", "Weshalb wird mir ein neuer Bodyguard zugewiesen?", schnitt Anisa ihrem Vater das Wort ab, der weniger erfreut über ihre kalte Art war. So kannte er seine Tochter nicht und es spielte ihm nicht unbedingt gut in die Karten, wenn sie nun begann, sich gegen ihn zu sträuben. "Die größten Unannehmlichkeiten sind vorbei, Anisa. Kills Talent wird für andere Dinge benötigt.", meinte er streng. Für Anisa war es nicht sonderlich einfach, nun ruhig zu bleiben. Die Vorstellung, das er Killian nur auf seinen eigenartigen Urlaubstrip mitnehmen wollte, verursachte der Rothaarigen ein unwohles Gefühl und auch, das er wieder beginnen würde, ihn für die schrecklichsten Aufträge einzusetzen. Was, wenn er tatsächlich nicht mehr zurückkehren würde? Das könnte sie nicht ertragen.
    • Immer noch verharrte Killian an derselben Stelle und fragte sich wer dieser Mann war. Warum kam er ihm bekannt vor und doch sagte ihm der Blonde absolut nichts? Es war als wäre sein Gedächtnis wie leer gefegt, dabei vergaß er nie ein Gesicht wenn er es einmal gesehen hatte. Warum also wurde er das Gefühl nicht los das er diesen Mann kannte? Er konnte sich nicht erinnern und das bereitete ihm ein ungutes Gefühl. Woher nur, woher nur? Offenbar sah ihm der Fremde direkt an, was in seinem Kopf vor sich ging, denn er fixierte Killian direkt und dieser Blick, als würde er Killian ebenfalls kennen. Verdammt, warum nur hatte Killian das Gefühl das er sich vor ihm vorsehen musste, dass er stark war? Verdammt!
      Anisa wiederum konnte man nicht so leicht die Sprache verschlagen, sie platzte direkt mit der Frage heraus, welche sich Killian im Stillen gestellt hatte. Eine richtige Antwort bekam sie nicht, keinen Namen - nichts. Nur das sich ihre Vermutung bewahrheitet hatte. Er sollte der neue Bodyguard von Anisa werden. Moment,was?!
      "Ich dachte eigentlich das ich meine Arbeit ziemlich gut mache. Ich beende gerne was ich anfange, dass schließt auch meine Tätigkeit als Bodyguard ein und ich glaube nicht das die Arbeit erledigt ist.", erklärte Killian sachlich. Er konnte bei John nicht mit Impulsivität argumentieren, das zog nicht. So gerne er ihm jetzt auch allerhand Beleidigungen an den Kopf geworfen hätte oder zum Ausdruck brachte, wie sehr ihn das ankotzte. "Geniest dieser Mann so sehr ihr Vertrauen? Warum haben Sie ihn dann nicht von Anfang an eingespannt, sondern erst jetzt?", hakte Killian nach.
      "Er war zuvor mit einer anderen wichtigen Aufgabe betraut, Kill. Ich dulde außerdem keine Widerworte.", brummte das Oberhaupt genervt.
      "Aber aber, lasst uns rein gehen und einen Kaffee trinken. Wir sollten uns kennenlernen, nicht wahr Kill?", säuselte der Blonde.
      "Killian. Mein Name ist Killian."


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    • Wer auch immer dieser Mann war, scheinbar wollte John nicht sehr viel von ihm Preis geben. Nun, zumindest nicht hier, wo ihn jeder hören konnte. Weshalb aber hatte er sie dann direkt vor der Villa noch abgefangen? Wollte er seiner Tochter, nach dem gestrigen Abmarsch, verdeutlichen, was er ihr gesagt hatte? Das sie einen neuen Bodyguard zugestellt bekam und Killian für andere Aufträge gebraucht wurde? Ihr wurde schlecht. Konnten sie nichts gegen ihn anrichten? Weshalb kam dieser plötzliche Sinneswandel? Hatte sich wirklich alles etwas beruhigt und deshalb benötigte Anisa den Schutz ihres geliebten Killians nicht mehr? Ihr Vater hatte etwas vor und egal was es war, Anisa gefiel es überhaupt nicht. Auch das dieser eigenartige Kerl für ihren Schutz bestimmt sein soll. Sie mochte ihn nicht, eindeutig. Ob es nun deshalb war, weil er den Posten von Killian übernehmen sollte oder weil er diese eigenartige Aura ausstrahlte... Was auch immer es war, Anisa war es vollkommen egal, dieser Kerl sollte einfach nur verschwinden. "Ich glaube nicht, das man dich kennen lernen möchte.", gab Anisa genervt von sich, als sie zum riesigen Eingang der Villa zusteuerte. Bei der Rothaarigen handelte es sich noch immer um die sturköpfige Tochter des Bosses, nur weil sie in der Gegenwart des Brünetten wie ein Engel wirkte, hatte sie ihr loses Mundwerk noch nicht verloren. Killian hatte es sich anfangs ebenfalls anhören müssen. "Da habe ich wohl noch einiges vor mir.", gab der blonde Fremde nur lachend von sich und schloss sich der Rothaarigen an und heftete sich bereits an ihre Fersen. Ohne auf das Trotzige der Rothaarigen einzugehen, nahm er bereits jetzt schon seinen Posten als Bodyguard an, was John erfreute. Das Einzige was Anisa noch fehlte, war Matteo der ihr den letzten Nerv noch rauben würde, zu ihrem Glück blieb ihr dieses aufeinander treffen aber erspart. In dem großen Salon angekommen, ließ Anisa sich auf dem kleinen, schwarzen Ledersofa nieder, verschränkte genervt ihre Arme vor der Brust und überschlug ihre Beine. John hatte alle Fragen abgewehrt und wies seine Tochter darauf hin, ungestört mit ihnen reden zu wollen. Ihr Blick wanderte genervt zum Blonden hinauf, der direkt neben ihr, am Sofa Stellung bezogen hatte. Sollte das jetzt für immer so gehen? Die grünen Augen der Rothaarigen fixierten ihren Vater, der sich auf dem großen, dunkelbraunen Ledersessel bequemte. "Wie ihr wisst, habe ich euch nicht umsonst hierher beordert. Kill, dieser Mann wird dich in deinem Posten als Bodyguard meiner Tochter ablösen, es warten andere Aufträge, die keiner sonst erfüllen kann.".
    • Ganz egal wie sehr sich Killian auch den Kopf zerbrach, er kam beim besten Willen nicht dahinter woher ihm dieser Mann bekannt vor kam und gleichzeitig absolut nichts sagte. Was Kill aber direkt verstand war, dass John nicht log. Dieser Mann war talentiert und er war gefährlich, das war ein Umstand den Killian nicht ignorieren konnte. Genervt schnalzte er mit der Zunge als der Blonde bereits die Bodyguardposition an der Seite der Rothaarigen ein nahm, kaum hatten sie sich in Bewegung gesetzt. Offenbar hatte der Fremde das direkt mitbekommen und mit einem Lächeln zu dem Brünetten gesehen. Irgendetwas stimmte nicht, ganz und gar nicht. Während Killian weiterhin versuchte aus dem Mann schlau zu werden, war Anisa mehr auf Krawall gebürstet als er sie jemals gesehen hatte. Nicht einmal zu ihm war sie anfangs so intensiv in die Vollen gegangen. Ja, sie hatten sich gegenseitig angegiftet, aber das nahm andere Dimensionen an. Anisa hasste den Kerl und das offenbar nicht nur, weil er seinen Platz als Bodyguard einnahm. Seine Freundin hatte ein gutes Gespür was Menschen anging im Normalfall und Kill beschloss dem Gefühl von Anisa zu vertrauen: Etwas stimmte mit diesem Mann nicht und er musste vorsichtig sein. Killian hatte also vorerst versucht sachlich an die Sache heran zu gehen, was nur auf Widerstand seitens John führte. Nicht einmal in dem großen Wohnzimmer hatte der Blonde von Anisa abgelassen, während Killian sich ihr gegenüber setzte.
      "Und wenn ich meine Rolle nicht aufgaben möchte?", hakte Killian ruhig nach, woraufhin sich nun der Blonde einschaltete. "Aber aber Kill, John macht das ja nicht ohne Grund. Er braucht dich."
      "Es ist Killian du verdammter Lackaffe!", fauchte Killian langsam aber sicher nicht mehr ganz so ruhig wie er es geplant hatte. "Ich spreche nicht mit dir sondern dem Alten!"
      John rieb sich daraufhin lediglich die Schläfen und der Fremde dessen Namen er immer noch nicht kannte, lachte vergnügt. "Ich verstehe warum sie ihn so mögen Mr. Astolfo. attraktiv und temperamentvoll.", lachte der Blondschopf. Killian verstand sofort das man ihn hier überhaupt nicht ernst nahm.
      "Mit einer viel zu großen Klappe.", seufzte John. "Aber das macht ihn doch so interessant.", daraufhin linste der Blonde zu Anisa. "Nicht wahr Lady Anisa?"


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    • Ungeduldig tippte Anisa mit ihren langen Zeigefinger gegen ihren Oberarm und wanderte mit ihren schönen Augen von ihrem Vater, zu Killian, der sich ihr gegenüber setzte, verharrte mit ihrem Blick auf ihm einen kurzen Moment, wanderte dann aber wieder weiter zu dem Fremden, dann wieder zu ihrem Vater, der auch nicht mehr die tollste Laune aufwies. Was machte dieser Fremde hier und woher stammte er? Anisa konnte nicht jeden einzelnen der Mafia Mitglieder kennen, jedoch kannte sie seine wichtigsten Personen, über einen Mann wie diesen hatte John allerdings noch nie ein Wort verloren. Anisa kannte dieses Gesicht nicht und das gefiel ihr ganz und gar nicht. Ging es hier überhaupt auch noch um den eigenartigen Urlaub ihres Vaters? Oder hatte er auch dazu andere Pläne? "Wer hat dir erlaubt, mich bei meinem Vornamen zu nennen?", konterte Anisa, ohne den Fremden auch nur einen Blick zu würdigen, dieser allerdings bekam dieses dämliche Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Im Normalfall gab Anisa sich nicht so unhöflich, aber im Moment war sie mehr als nur genervt und die Tatsache das dieser, wie sagte Killian? Lackaffe, ihr neuer Bodyguard werden sollte... Wer bekam denn da nicht das kotzen? Killian und Anisa teilten zumindest dieses Gefühl... "Anisa! Nun reicht es!", hörte man John ungewöhnlich gereizt. "Kill, wenn ich mich recht erinnere, hast du dich nicht als Bodyguard gewachsen gefühlt, ist das nicht so? Du kannst wieder das tun, was dir am besten liegt. Es wäre verschwendetes Talent.", von diesem Satz war Anisa alles andere als begeistert. "Verschwendetes Talent? Für deine eigene Tochter?", sagte sie empört, "Ich erinnere dich nur ungern daran, was in meiner Wohnung passiert ist!".
    • Eines war jedenfalls amtlich, würde das so weiter gehen würde Anisa nicht nur den Typen sondern sie alle hier im Raum zerreißen. Nun wenn er Glück hatte, würde Killian vielleicht noch davon kommen aber dem Blick nach zu urteilen, glich die Rothaarige einer tickenden Zeitbombe. Kill konnte es ihr nicht verübeln. Schon wieder wurde über ihrem Kopf hinweg für sie entschieden, egal was sie auch sagte sie bekam kein Mitspracherecht und auch wenn die Worte ihres Freundes gehört wurden, konnte er an der Situation auch nicht viel ändern. Es war zum verzweifeln und langsam aber sicher wusste Killian auch nicht mehr, ob ihr Plan bezüglich des Urlaubs und dem Überreden in die Tat umgesetzt werden konnte. Mit diesem blonden Typen stimmte etwas nicht, er nahm jegliche Provokation leicht hin und auch ein Zivilist würde erkennen, dass er an ihm einen Profi vor sich hatte. An Talent mangelte es dem Fremden nicht, aber das war es nicht was Killian so beunruhigte. Er hatte viele gefährliche Feinde gehabt, etwas anderes lies ihm keine Ruhe. Woher kannte er ihn? Er vergaß niemanden ... woher also? Gott, er musste dringend mit Lev reden und seine Künste als Informant anfachen. Er musste herausfinden wer dieser Mann war. "Ich habe mich aber mehr als nur einmal bewiesen. Natürlich bin ich ein deutlich besserer Killer als Bodyguard, aber es fühlt sich so an als würdest du mich ersetzen.", versuchte Killian es nun auf diese Weise. Er wusste das er bei John ein Stein im Brett hatte und wenn er auf die Schiene fuhr, wie sehr er doch auf das Lob von dem Alten angewiesen war, hörte es das Oberhaupt besonders gern. Killian versuchte gerade alle Register zu ziehen, nur um bei seiner Freundin bleiben zu können. Auch wenn Anisa es hassen würde, wenn Kill es auf diese Weise versuchte.


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    • Was auch immer hier gerade passierte, Anisa gefiel es überhaupt nicht. John ließ sich von seiner Tochter nicht überreden, selbst wenn sie auf das angstvolle und verstörte Töchterchen umschwenken würde. Dieser Mann neben ihr verhielt sich viel zu selbstbewusst und auch John war gegen alle Motzereien resistent. Selbst Killian gab er nicht klein bei. Anisa wollte und konnte Killian einfach nicht verlieren, er durfte nicht von ihrer Seite weichen. "Als Killer hast du dich erwiesen, aber als Bodyguard hast du mich enttäuscht, Kill. Isabella hast du nicht nur ein Mal entwischen lassen und wie oft befand sich meine Tochter auf einem Stuhl, gefesselt?", entgegnete John dem Brünetten kalt, woraufhin Anisa dieses Mal die jenige war, der es die Sprache verschlug. Sein Vorhaben stand bereits fest und auch sein Liebling Killian, könnte daran nichts ändern. Killian sollte wieder der Arbeit nachgehen, die er am besten ausführen konnte und Anisa bekam einen anderen Bodyguard zugewiesen. "Mein Entschluss steht fest.", John seufzte schwer und massierte sich erneut die Schläfe. "Ihr kostet mich noch all meine Nerven.". Das war nicht das Leben, das Anisa jemals gewollt hatte. Er tat es immer wieder, bestimmte ihr Leben und gab ihr nicht die Freiheit, die einem zustand. Mit Geld löste er seine Probleme und nun funktionierte seine bisherige Art Probleme zu lösen, ziemlich ähnlich. Nur das dieser blonde Kerl dort einfach stand, neben ihr und so siegessicher wirkte... das machte Anisa noch verrückt. Was brachte es ihm, wenn er diesen Kampf gewann? Stieg er in seinem Rang auf?
    • Das Schlimme an der Situation war ja, dass er dem Alten nicht einmal widersprechen konnte. Er war ein lausiger Bodyguard gewesen. Killian eignete sich tatsächlich mehr Leuten das Leben zu nehmen, als es zu beschützen. Dennoch war er der festen Überzeugung, dass niemand mehr als er bereit wäre sein Leben für diese Frau zu geben. Würde man ihn erneut vor die Wahl stellen welches Leben mehr Priorität hatte, würde er erneut die Waffe auf sich selbst richten und ohne zu Zögern abdrücken. Aber im Augenblick würde alles was er jetzt sagen könnte nicht funktionieren. Seine goldenen katzengleichen Augen wanderten zu seiner Freundin. Er wusste ehrlich gesagt nicht, was er noch aufbringen konnte. Das Einzige das eventuell noch funktionieren könnte, wäre wenn sich Killian im Urlaub mit John gut anstellte, das war zumindest das woran sich Kill noch klammern konnte. Problem dabei war nur, dass er damit seiner Freundin gleichzeitig weh tat. Mal ehrlich ihr eigener Vater sah in ihn mit den gleichen hungrigen Augen an, wie die Kerle im Knast, mit dem Unterschied das er sich wenigstens zurück hielt. Es machte die Sache aber nicht besser und er konnte es Anisa nicht verübeln, dass es sie krank machte. Jetzt im Augenblick konnte er nicht offen mit der Rothaarigen sprechen, er würde ihr später schreiben müssen. Lev würde er auch noch auf den Blonden ansetzen, aber im Moment waren ihm die Hände gebunden. Würde er sich weiterhin quer stellen, würden ihre Chancen nur noch mehr sinken, darum schwieg Killian und stellte lediglich eine andere Frage an John. "Und was soll ich tun?"


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    • Ihre Chancen, ihren Vater davon überzeugen zu können, das Killian besser als ihr Bodyguard geeignet war, würden sie vermutlich an diesem Tag nicht mehr. Nicht umsonst präsentierte er provokant diesen Fremden, der nun für Anisas Sicherheit sorgen sollte. Am liebsten hätte Anisa ihrem Vater ja die heiße Tasse Kaffee um die Ohren gehauen, die ihr eingeschenkt, sie allerdings noch nicht angerührt wurde. Das Killian plötzlich aber nachfragte, welch Auftrag er ausführen musste, starrte sie ihn einfach nur an. Anisa wusste, das sie ihren Vater nicht überzeugen konnten und fast hatte sie vergessen um was es sich bei dem Brünetten eigentlich handelte. Das der blonde Fremde allerdings einfach nur grinste, machte Anisa rasend vor Wut. Ihr Vater entschied wieder über ihr Leben, Killian konnte nicht an ihrer Seite bleiben und starrte ihn einfach nur an, während sie spürte, wie dieser Mann sie einfach nur angrinste. Während Anisa mit ihrer Wut und Verzweiflung kämpfte, reichte John seinem liebsten Auftragsmörder eine dünne Akte zu, die bereits auf dem niedrigen Tisch bereit gelegen war. "Du erinnerst dich an den Namen?", sagte John und wartete, bis Killian die Akte überflogen hatte. "Enzo, so schnell wirst du ihn wohl nicht vergessen. Dieser Mann half Farina, um dich hinter Gitter zu bringen. Du wirst noch heute Abend nach Rom fliegen und dich um ihn und seine Kollegen kümmern. Nach deinem erfüllten Auftrag, wartet bereits ein wohlverdienter Urlaub.", dann widmete John sich an seine Tochter, die ihn wütend anfunkelte. John brachte Killian nicht nur zu einem einzelnen Mord, sondern direkt zu einem Massen Mord... "Du kannst gehen, Kill. Ich muss mich noch mit meiner Tochter unterhalten.".
    • Killian konnte gar nicht mehr zählen wie viele Aufträge er bereits in seinem jungen Leben hatte ausführen müssen, wie viele Leben er genommen und viele Leute er in Trauer gestürzt hatte. Das er ein schlechter Mensch war, das war nicht abzustreiten und sollte es so etwas wie eine Hölle geben, würde er darin schmoren. Er würde die Strafe akzeptieren. Es schockierte Killian erneut, wie kalt ihn dieser Auftrag lies. Er hatte die Akte schweigend an sich genommen, sie grob überflogen und direkt kalkuliert. So war es jedes Mal und es würde sich nicht ändern. Er war ein Monster und ohne Anisa, würde er immer eines bleiben. Im Augenblick konnte er nicht viel tun, aber das bedeutete nicht das jemand wie Killian deswegen aufgab. Natürlich konnte er den fassungslosen Blick seiner Freundin nachvollziehen, aber was sollte er jetzt machen? Würde er aufspringen und schreien wie ein kleines Kind verlor er an Glaubwürdigkeit und seine Chancen waren dahin bevor er überhaupt welche gehabt hatte. Nur das Grinsen des Blonden machte es ihm nicht einfacher. Er hatte das dringende Bedürfnis ihm seine Lieblingswaffe an den Schädel zu halten. "Verstanden.", antwortete der Dunkelhaarige also knapp, nahm sich die Akte und richtete sich auf. Einen Moment sah er zu Anisa. Würde er lautlos mit den Lippen seine Worte formen, würden es die anderen bemerken. So hoffte er also das sie wenigstens seinen Blick deuten konnte, dass er nicht aufgegeben hatte. Er sie niemals aufgeben würde.
      Kaum hatte er den Raum verlassen, zückte er sein Handy. "Lev, es gibt Arbeit."


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    • Es gab nichts was weder Anisa, noch Killian tun könnten. Die Entscheidung ihres Vaters war gefallen und die war nicht mehr zu ändern. Wieder war sie gezwungen, mit anzusehen wie ihr eigener Vater vermutlich gedanklich die eigenen Finger leckte, während Killian mit seiner gewohnt kalten Miene diese Akte überflog. Ein schrecklicher Anblick wie Anisa empfand. Killian würde losziehen, nicht nur um einen, sondern um gleich mehrere Menschen zu töten. Das seine Hauptziel Person allerdings zu den Menschen gehörte, die Isabella in Rom Unterstützung geboten hatte, drehte ihr förmlich den Magen um. Schockiert und fast schon leidvoll sah sie Killian, der sich, nach kurzem überfliegen der Akte, erhob und sie noch einen Moment ansah, bevor er den Raum verließ. Die Hoffnung war groß gewesen, ihren Vater vom Gegenteil überzeugen zu können, jedoch wurde sie völlig zerstört. "Anisa.", begann dann ihr Vater seufzend, kaum war die Tür hinter Killian ins Schloss gefallen. "Es wird dir nun nicht gefallen, was ich dir sagen werde, allerdings dient es nur zu deinem Schutz.". Bei diesen Worten hatte Anisa bereits ein ungutes Gefühl, was er aber nun sagte, verschlug ihr die Sprache. "Im Moment hat sich die Situation beruhigt, aber es wird nicht lange dauern, bis erneut ein Angriff auf dich stattfindet. Schätzchen, du wirst Mariusz noch heute nach Polen begleiten.".
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